Bücher mit dem Tag "gleichgültigkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gleichgültigkeit" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Der Totschläger (ISBN: 9783548285764)
    Chris Carter

    Der Totschläger

     (556)
    Aktuelle Rezension von: RamonaFroese

    Es war mein erstes Buch des Autoren, hatte es geliehen bekommen um zu schauen ob es was für mich ist.

    Von Anfang an hat mich das Buch sehr gefesselt und ich konnte es kaum aus der Handlegen.

    An Manchen Stellen musste ich eine kurze Pause machen, da es doch nicht ganz so leichte Lecktüre ist. 

    Alles in allem bin ich total begeistert und werde nach und nach auch die anderen Bände lesen

  2. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.139)
    Aktuelle Rezension von: apirateslifef0rme

    Und diese Verwirrung habe ich in diesem Fall absolut nicht als etwas negatives wahrgenommen. Den Figuren als Außenstehende*r dabei zu verfolgen, wie sie sich und die Menschen um sich herum verletzen, geht unter die Haut. 

    Das Buch verlangt einem viel ab. Immer wieder erkennt man Charakterzüge an den Figuren, die einem seltsam bekannt vorkommen, und im nächsten Moment verflucht man die Figuren für ihre Handlungen (bei mir jedenfalls war es so). Ehe man sich versieht landet man so in der selben Ambivalenz und Verwirrung, in der auch die Figuren stecken.

    Ich habe diese unerträgliche Leichtigkeit beim Lesen gespürt, es war schlimm und faszinierend zugleich und hat mich lange nicht losgelassen.

  3. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (358)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Sylvia Plath ist mir immer als bekannter Name im Kopf herumgeschwirrt, aber ich konnte sie, bzw. ihren Namen nicht richtig verorten. Als ich „Die Glasglocke“ in die Hand bekomme, ist es mit meinen Kenntnissen über ihre Person  nicht weit her. Entsprechend verwirrt bin ich bei Beginn der Lektüre. Wovon wird hier geschrieben? Vom sexuellen Erwachen der weiblichen Generation Anfang der 1950er Jahre, als das Frauenbild langsam in Bewegung kam, im allgemeinen aber noch ziemlich verstaubt war? So viel feuchte Küsse im Mondschein! 

    Sylvia Plath schrieb ihren bekannten, ja berühmten Roman auf dem Hintergrund ihres eigenen tragischen Lebens. Ich muss „wiki“ bemühen, erfahre dann, dass der Autorin nur ein relativ kurzes Leben vergönnt war (1931 Boston, bis 1963, London). 

     "Die Glasglocke" verarbeitet sicherlich Teile der Lebenserfahrung der Autorin, es ist die Geschichte einer Depression, die aus heiterem Himmel einen jungen Menschen befällt und dem nicht geholfen werden kann, weil in den 1950ern Jahren (und lange danach) die Ärzte wenig über diese Krankheit wussten und weil die Allgemeinheit Depressionen unter „verrückt geworden“ abstempelte und die davon betroffenen Menschen mit Respektlosigkeit und Ächtung bestraften, was bekanntlich kaum zur Gesundung beiträgt. 

    Der Roman „Die Glasglocke“ beschreibt die Erfahrung der jungen Esther Greenwood, die eine begabte junge Collegestudentin ist, die von einem Stipendium zum anderen buchstäblich fliegt, bis sie plötzlich von ihrer Krankheit getroffen und aus der Bahn geworfen wird. Sie weiß nichts über Depressionen und weiß nicht, wie ihr geschieht. Auch ihre Umwelt ist ratlos. Die einsetzende „Behandlung“ in einer psychiatrischen Klinik kann man kaum eine solche nennen, zum Glück ist ihre Mutter klug genug, sie wieder nach Hause zu nehmen. Es gelingt Esther irgendwie der Krankheit davonzulaufen, aber eine Weile später wird sie wieder davon eingeholt. 

    Der Kommentar: 
    Sylvia Plath schreibt gut, anschaulich und phrasenlos. Ihre Welt, die Welt der Schönen und Reichen oder die, die es sein wollen, ist jedoch nicht die meine und es fällt mir deshalb schwer, die Hohlheit dieser Gesellschaft zu ertragen. Davon abgesehen ist „Die Glasglocke“ ein hervorragendes Stück Zeitgeschichte, eine frühe eindrückliche und schnörkellose Schilderung einer Depression. Beeindruckend!

    Was mir fehlt, ist eine sinnvolle Anbindung an den aufregenden ersten Satz: „Es war ein verrückter schwüler Sommer, an dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich sollte.“ Möglich, dass S. Plath die Empathielosigkeit ihrer Gesellschaftsschicht damit anprangern will, die weder Mitleid mit einer unmenschlichen Bestrafung hat, noch sich in jemanden einfühlen kann, der „anders“ ist, mit anderen Worten, sich nicht in Menschen mit Handicap einfühlen kann. Trotzdem hängt dieser intensive erste Satz letztlich ein wenig lose in der Luft. 

    Fazit: Ein Klassiker. 

    Erstveröffentlichung 1963, hier: 2005, Suhrkamp.
    Kategorie: Klassiker 

     

  4. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Eine Frau die ihr Leben hasst und ihre Babysitterin verführen will.

    Die Geschichte war, ohne wirklichen roten Faden, sehr chaotisch. Möglichst obszön und alles wirkte aufgesetzt. Die Handlung war oft nicht nachvollziehbar.

    Zu den Charakteren habe ich keinen Zugang finden können. Der Mann sieht nicht was seine Frau so macht und kann einem leid tun. Das Kindermädchen sagt zu allem ja und Amen und scheint nicht wirklich nachzudenken. Die Protagonistin wirkt egoistisch, möglichst schlecht dargestellt.

    Der Schreibstil sagte mir nicht zu. Passagen wiederholten sich mehrmals. Die Sätze kurz gehalten und nicht flüssig zu lesen.

    Ich kann den Hype nicht nachvollziehen und das Buch nicht empfehlen.

  5. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.997)
    Aktuelle Rezension von: Sharon

    Dieses Buch hatte ich nur gelesen, da ich sonst keins mehr hatte. Die Geschichte über einen Obdachlosen der keine Erinnerungen mehr hat außer seinen Namen, hatte mich nicht wirklich interessiert. ABER…. Ich bereue es kein Stück gelesen zu haben. Die Hauptthematik in diesem Werk ist die Überbevölkerung und die globale Veränderung. Viele Dinge werden erst dadurch einen bewusst und es regt einen echt zum nachdenken an. Noch dazu handelt es um einen Virus der die Menschheit auslöschen soll, damit die Überbevölkerung etwas reduziert wird. 

    Wo ich es gelesen habe, konnte ich natürlich nicht anders als die Parallelen mit der Corona Krise zu sehen, obwohl man ja weiß das es ein Buch ist und noch dazu im Jahr 2013 heraus kam. Ich kann mir vorstellen das viele dieses Buch gelesen haben wegen der Corona Krise. Das Buch ist auf keinen Fall zu unterschätzen, es ist nicht das typische Fitzek Buch was man so von ihm kennt, aber auf jeden Fall lesenswert. 

  6. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783499253089)
    Albert Camus

    Der Fremde

     (571)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    "Der Fremde" des französischen Nobelpreisträgers Albert Camus erschien 1942 und wurde als Meisterwerk berühmt. Die Erzählung entstand parallel zu einer philosophischen Abhandlung des Schriftstellers über das Absurde.

    Die Geschichte handelt von einem jungen Franzosen, Meursault, dessen Antriebslosigkeit keine Grenzen kennt. In seinem Persönlichkeitsprofil könnten fast autistische Züge vermutet werden. Sein Verhalten führt zu einem Mord, den er aus Notwehr begeht. Das richterliche Urteil führt aufgrund mehrerer sinnloser Schüsse, die er zusätzlich abgibt, seiner fehlenden Reue und der kompletten Gefühl- und Gottlosigkeit zur Todesstrafe. Selbst der Geistliche, der ihn am Abend vor seiner Hinrichtung aufsucht, wird Zeuge einer schockierenden Gleichgültigkeit gegenüber der Welt.

    Die schlichte Sachlichkeit und Intelligenz, seine ruhige und pflichtbewusste Art machen aus dem Protagonisten trotz allem einen Menschen, den man eigentlich ganz gern hat. Darin liegt das Absurde der Geschichte.

    Der lakonische Schreibstil hat mich angesprochen und macht den kurzen Essay zu einer leicht zu lesenden Lektüre.

  7. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

     (2.124)
    Aktuelle Rezension von: Apathy

    Die Reihe wollte ich schon sehr lange lesen. Dystopien mag ich einfach sehr gerne und diese klang ganz nach meinem Geschmack an. Daher war ich neugierig, welche dystopische Welt mich dieser Geschichte ewartet.

    Die ersten Seiten zogen mich schon in den Bann. Denn in dieser dystopischen Welt wird die Liebe als Krankheit angesehen. Um die Krankheit nicht weiter ausbrechen zu lassen, wird bei den Menschen ein Eingriff gemacht. Die 17-jährige Lena steht kurz vor ihrem Eingriff. In der Zwischenzeit verbringt sie ihren Sommer noch in Freiheit bevor es zum Studieren geht und danach geheiratet wird. Nach dem Eingriff wird sie geheilt und glücklich sein. Doch dann lernt sie Alex kennen. Langsam kommen ihr Zweifel, ob es wirklich eine Welt ohne Liebe geben kann.

    Mit Lena kam ich sofort klar. Sie ist mir ihren 17 Jahren ein ganz normaler Teenager, der sich in das Leben mit den vorherrschenden Regeln einfügt. Manchmal überkommen sie zwar andere Gedanken, aber dennoch geht sie den gängigen Alltagsleben nach. Ihre einzig beste Freundin ist Hana, mit der sie auch ihre Freizeit verbringt. Hana ist auch ein typischer Teenager, die aber im Gegensatz zu Lena sehr ansehlich ist und auch mal über die Regeln hinausgeht. Bei Alex merkt man gleich das etwas anders an ihm ist. Dennoch hat er mir sofort gefallen.

    Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, spiegelt ein realitätsnahes Szenario wider. Es herrschen gewisse Regeln vor, an die sich die Leute in Portland halten müssen. Wer sich nicht daran hält, kommt in die Grüfte. Aber auch in dieser Welt gibt es Widerständler bzw. Sympathisanten. Außerdem werden die Menschen, die sich nicht den Eingriff unterziehen, Invaliden genannt.
    Wie die Autorin diese Welt beschreibt konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die dystopischen Elemente kommen hervor und man kann diese sehr gut nachvollziehen. Ein System, das trotz der Regeln auch scheitern kann und hinterfragt werden muss.

    Der Schreibstil der Autorin war somit schön und angenehm zu lesen. Außerdem konnte ich mir die Handlungen und Gegenden in der Geschichte sehr gut bildlich vorstellen, sodass direkt mir die Szenen vor Augen führen konnte.

    In gewisser Weise ist die Geschichte vorhersehbar, dennoch fand ich sie fesselnd. Die Entwicklung der Liebesgeschichte spielt hier eine große Rolle. Eine Liebesgeschichte, die nicht sein darf. So darf sie nicht an die Öffentlichkeit kommen. Das erzeugte einen Nervenkitzel und die Geschichte wurde dadurch spannend gestaltet.

    Aber auch im Verlauf der Geschichte kommt noch eine Wendung hinzu, die überraschend für Lena und somit auch für den Leser ist. Ihre Welt gerät dadurch ins Wangen. Ihr Handeln konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die Entwicklung der Charaktere hat mir insgesamt gut gefallen und war authentisch dargestellt.
    Dennoch bleiben noch einige Sachen offen. Gerne möchte ich noch mehr über die Welt außerdem der Grenzen erfahren und welche Wendungen noch ans Licht kommen. Denn kein System ist wirklich perfekt.

    Das Ende war dennoch spannend und nachvollziehbar gestaltet. Es macht defintiv Lust schnell die Fortsetzung zu lesen, um zu erfahren, wie es mit Lena und auch mit ihr und Alex weitergeht.

    Fazit:
    Die Geschichte konnte mich sofort fesseln. Die Idee der Geschichte und die dystopischen Elemente haben mir sehr gut gefallen. Ein System, welches dennoch seine Tücken hat und Regeln unterliegt, war aufregend gestaltet. Außerdem sorgte die heimliche Liebesbeziehung für Nervenkitzel. Die Entwicklung der Protagonisten haben mir außerdem sehr gut gefallen. Auch wenn manches vorhersehbar war, konnten mich die Handlungen fesseln. Das Ende macht Lust schnell die Fortsetzung zu lesen. Ich hoffe auf ein Wiedersehen zwischen Lena und Adam.

    Bewertung: 4+ / 5

  8. Cover des Buches About a Boy (ISBN: 9783462043075)
    Nick Hornby

    About a Boy

     (695)
    Aktuelle Rezension von: Brot
    .
  9. Cover des Buches Große Erwartungen (ISBN: 9783446237605)
    Charles Dickens

    Große Erwartungen

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Eines muss ich gleich an den Anfang stellen: die Übersetzung von Paul Heichen von Charles Dickens „Große Erwartungen“ liest sich wahrlich nicht einfach. Da ist es gut, dass die einzelnen Kapitel nicht übermäßig lang sind. Womit ich gar nicht einverstanden bin ist die Bemerkung auf dem Klappentext, dass der kleine Pip ohne Familie, ohne Liebe groß geworden ist. Ein Waisenjunge zwar, doch ist er bei seiner Schwester und deren Mann untergekommen. Und sein Onkel gibt ihm die Liebe, die er so schmerzlich vermisst. Auch in dem nahen kleinen Dorf findet er so manche Zuwendung. Arm zu sein bedeutet nicht, auf alles verzichten zu müssen. Aber Pip weiß, dass es da draußen so viel mehr gibt, und davon möchte er ein großes Stück für sich. Der Schreibstil macht einen müde, viele Seiten an einem Stück zu lesen bedeutet ein hohes Maß an Konzentration. Ungeduldig macht es einen, wenn die Schwester mal wieder an Pip herumkrittelt oder die nächsten Verwandten sich im Schönreden versuchen.
    Pip ist ein kleiner Junge, der viel mit sich selbst beschäftigt ist, gerne bei seinem Onkel Joe, ein Grobschmied, in die Lehre gehen will. Im nahen Dorf lebt eine schrullige Alte, die ihn für ihre Zwecke regelrecht missbrauchen will. Eine unglückliche Liebe lässt dieses Fräulein Havisham für immer und ewig an ihrem Hochzeitstag verweilen, möchte nun, dass sich irgendein Junge in ihr Ziehkind Estella unglücklich verliebt. Und das tut Pip sofort. Als sie sich sicher ist, dass Pip unrettbar verloren ist, gibt sie Joe das Lehrgeld, damit er von nun an mit Grobschmieden beschäftigt sein wird. Jahre vorher hat Pip zusammen mit seiner Familie und Bekannten ein Erlebnis, dass ihn mit ausgebrochenen Gefangenen bekannt werden lässt. Dieses Erlebnis ist für ihn so Grauen erregend, dass er immer wieder daran denken muss. Es prägt ihn für immer. Auch ist Pip klar, Estella wird sich nie mit ihm, dem armen Jungen einlassen, er möchte daher so gerne reich und ein wahrer Gentleman werden. Als der Anwalt von Fräulein Havisham ihm kurz vor Ende seiner Lehrzeit eröffnet, dass ein Gönner ihn zu einem solchen ausbilden möchte, sagt er schnell zu und geht nach London. Doch so einfach ist das Leben nicht.
    Einen guten Freund findet er in Herbert, mit dem er sich einmal bei Fräulein Havisham geboxt hat, auch er ein Kandidat für Estella, doch für ihn war sie nichts. Die beiden Freunde versuchen sich in manchem, genießen das Leben, machen Schulden. Irgendwann regt sich bei Pip das Gewissen, zumindest für Herbert soll gut gesorgt werden. Hinter dessen Rücken fädelt er ein Geschäft ein, sodass sein Freund gut versorgt sei. Die großen Erwartungen erfüllen sich nicht für Pip, weder seine Liebe zu Estella will sich in ein finales Ende begeben, noch ist sein Gönner der, den er erwartet hat. Alle seine Lebensjahre umkreisen die selben Menschen: seinen guten Onkel Joe, den ausgebüxten Gefangenen aus seiner Kindheit, die grauenhaften Verwandten seiner Schwester, der Anwalt Herr Jagger, Fräulein Havisham und vor allem Estella. Nichts ist, wie es scheint, die großen Erwartungen scheinen sich immer nur für andere zu erfüllen. Und doch lässt das Ende hoffen. Mir gefällt vor allem, wie sich die Verbindungen zwischen Personen finden, von denen man das so gar nicht erwartet hätte. Und die Erkenntnisse für Pip, die ihn reifen lassen, sein Mut, an unbequeme Dinge heranzugehen, einfach großartig.
    Stimmen im Netz sagen, dass die Übersetzung von Melanie Walz sehr gut sein soll, einen Vergleich habe ich nicht gemacht.

  10. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783570311950)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

     (4.887)
    Aktuelle Rezension von: Liddl

    Mit der Rezension habe ich mich schwer getan. So geht es in dem Buch um ein wichtiges Thema, ich fand manche Aspekte aber irgendwie fraglich und vor allem fand ich die Hauptprotagonistin unsympathisch.

    Weil das Buch das irgendwie verpeilt hat und auch wenn es milde Spoiler sind:

    TRIGGERWARNUNG: Suizid, Tod, Übergrifflichkeiten, Missbrauch, Alkohol

    Wenn ich doch ein Thema in der Warnung vergessen habe zu erwähnen, lasst es mich bitte wissen! Ich trage es nach!

    Wenn jemand sich mit einem oder mehreren Themen nicht wohlfühlt, sollte das Buch bitte nicht/nur mit Bedacht lesen. Auch in meiner Rezension gehe ich auf Aspekte (vor allem den Suizid) ein. Bitte lest mit Vorsicht oder lasst es lieber sein <3

    Zum Inhalt:
    Clay bekommt eines Tages ein Paket. Darin befinden sich 13 Kassetten. 13 Kassetten seiner verstorbenen Mitschülerin Hannah Baker. Aber Hannah Baker ist nicht einfach irgendwie gestorben. Sie hat eine Überdosis an Pillen genommen. Auf den 13 Kassetten erklärt sie, wie es zu ihrem Suizid kam und wer alles involviert war. Clay muss nun ihre Geschichte hören und weiß, dass er eine Rolle in ihrem Suizid spielt.

    Meine Meinung:
    Das Buch hat grundlegend für mich verpasst, sensitiv mit dem Thema Suizid umzugehen.
    Bitte versteht mich nicht falsch, die Gründe, die Hannah nennt und erklärt sind verständlich. Ich streite nicht ab, dass das valide Gründe sind.
    Aber sie selbst stellt halt fest, dass sich die vielen Begebenheiten zu einer Lawine aufgerollt haben.

    Im Englischen Original wird gerne diese Zeile zitiert: "When you mess with one part of a person’s life, you’re messing with their entire life. Everything. . . affects everything."

    Ab diesem Satz setzte für mich das Unverständnis ein. Hannah weiß, dass jede Kleinigkeit, jeder Akt in jemandes Leben einen Effekt hat. Und sie weiß selbst, dass sich die "kleinen" Dinge angesammelt haben. Wieso also ist sie der Meinung, einzelnen Personen diese Kassetten zu schicken, wo auch noch Namen genannt werden und wirklich schlimme Ereignisse geschildert werden? Welchen Effekt hat das wohl auf diese Personen? 

    Hannahs Suizid bekam für mich dadurch einen bitteren Beigeschmack. Vielleicht liegt es auch nur an mir. Suizid ist für mich etwas, was Personen letztendlich tun, um ihren eigenen Schmerz, dem Leid zu entkommen.
    Aber Hannah wirkte für mich wie ein Racheengel, der nach dem Tod nochmal zuschlägt ohne dabei zu beachten, welchen Effekt das auf deren Leben haben könnte...

    So dienten die Kassetten für mich einfach nur dazu, Spannung in der Geschichte aufzubauen. Wenn eine Kassette vorbei ist, will man wissen, was der nächste Grund/die nächste Person war. Aber bei so einem sensitiven Thema sollte man auf manche Mittel verzichten.

    Fazit:
    2 Sterne.
    Unsensitive Umsetzung. Unsympathische Hauptprotagonistin. Unmögliches Mittel zur Spannungserzeugung.

    Für manche kann es ein gutes Buch sein, das kann ich niemanden abstreiten. Aber für mich war es das einfach nicht. Suizid ist und sollte für mich in einer Geschichte nicht so benutzt werden.

  11. Cover des Buches Pfefferkuchenhaus (ISBN: 9783404163854)
    Carin Gerhardsen

    Pfefferkuchenhaus

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Ein Mann wird in einer Wohnung tot aufgefunden. Das Ungewöhnliche: Es handelt sich hierbei nicht um seine Wohnung. Kommissar Conny Sjöberg sieht sich vielen Ungereimtheiten gegenübergestellt, doch nimmt die Ermittlungen sofort auf.

    Der Schreibstil hat mir an sich sehr gut gefallen. Er ist leicht, ohne unnötige Ausschmückungen oder Füllwörter, sodass man sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren konnte.

    Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Einmal aus der des ermittelnden Kommissars Sjöberg, einer anderen Kommissarin, die mit dem Fall an sich nichts zu tun hatte, und letztlich dem Mörder.
    Eigentlich mag ich Einblicke in das Gehirn des Täters, weil nach und nach seine Hintergründe und Motive aufgedeckt werden. Hier war es jedoch von Anfang an klar, was mir jeglichen Spaß nahm.
    Ebenso hab ich nicht ganz verstanden, wieso zwei Ermittlungen, die nichts miteinander zu tun hatten, nebeneinander spielten.

    Die Charaktere waren, bis auf Sjöberg, alle ziemlich platt. Man erfuhr zwar ein paar Hintergrundinformationen, die aber keinerlei Empathie oder Sympathie aufbauen ließen.

    Leider blieben sowohl die Spannung als auch die Atmosphäre für mich komplett aus. Dadurch, dass der Mörder von Anfang an bekannt war und auch dessen Motive keine Überraschung mehr gewesen sind, waren keinerlei ausgefuchste Wendungen zu erwarten.

    Das Setting hat mir die Geschichte ein wenig verschönert, weil ich erst letztes Jahr in Stockholm war und mir viele Orte bekannt vorkamen.

    Ansonsten leider ein Krimi, der sich für mich nicht wirklich lohnte, obwohl der Klappentext vielversprechend klang.

  12. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust (ISBN: 9783899416503)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Im 3. Teil begleiten wir Reyes, den Träger des Schmerzes. Um seinen Dämon zufrieden zu stellen, muss er sich selbst Schmerzen zufügen. Sein Herz hängt an Danika, die wir schon in Teil 1 kennen gelernt haben. Und die die Titanen grundlos(?) unbedingt tot sehen wollen.

    Hatte hier endlich mal nicht so sehr das Gefühl einer Insta-Story. Süß schrieben und auch hier kriegen wir wieder Einsichten zu den anderen Kriegern. Interessanterweise darf der Leser aber auch mal bei den Feinden reinschnuppern. Vielleicht wird das in den Folgebänden noch 1-2x mehr vorkommen. Wäre zumindest interessant.

    Und wieder war mir das Ende etwas zu kurz angebunden. Bin gespannt, wann es rauskommt, warum Aeron im entscheidenden Moment zusammengesackt ist…

    Was mich immer noch nervt, sind die ständigen Teaser zu Paris‘ Geschichte. Ich will nicht noch so viele andere Geschichten vor mir haben…

  13. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (186)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Als ich das Buch kaufte, dachte ich noch, Kevin wäre ein normaler Teenager, vielleicht in sich verschlossen, ein Außenseiter, der die laschen Waffengesetze Amerikas ausnutzt und so einen Amoklauf begeht. Stattdessen ist er ein Psychopath, der von kleinauf durch und durch böse war. Dadurch kann die Mutter mit Leichtigkeit jegliche Schuld von sich weisen und auf das Kind deuten, das keine andere Entwicklung zu erwarten hatte. Da macht sich die Autorin vieles einfach, übergeht einen wirklich wichtigen Konflikt und sorgt dadurch schließlich dafür, dass ich ab Seite 300 gelangweilt das Buch zur Seite gelegt habe.

    Für den Amoklauf gibt es keinen richtigen Grund. Es musste passieren, weil das Kind so oder so einen Mord begangen hätte und das macht das Buch grottenschlecht. Kevin ist kein normaler Teenager, sondern eine Ausgeburt der Hölle.

    Hinzu kommt auch, dass die Mutter stark um die Sache herumredet. Sie labbert uns förmlich voll und das hat für mich den Spannungsbogen mehrmals brechen lassen. Der Stil ist schön, das gefällt mir, aber alles wird dermaßen in die Länge gezogen, dass mir das auch irgendwann egal war. Interessante Szene werden nur ganz knapp gezeigt. Das wird nur angeschnitten, damit die Mutter wieder ihre ganzen Gedanken über den Leser ergießen kann und das strapaziert die Geduld und wie gesagt, irgendwann war mir alles egal. Ich wollte einfach nicht mehr weiterlesen und habe es abgebrochen.

    Der Stil ist wundervoll. Das muss man ihr gönnen. Sie schreibt in einer schönen Sprache, erzählt gekonnt, zeichnet Bilder, zeigt uns die Figuren, zeigt uns ein ganzes Leben und gleichzeitig macht sie aus einem Baby ein wahres Ungeheuer, das von der Geburt an gegen die Mutter war. Das ist etwas, was ich schwer glauben kann, denn mal ehrlich, welches vier Jahre alte Kind kann so ein Ungeheuer sein? Oder noch besser: Welches Baby kann gleich nach der Mutter die eigene Mutter dermaßen hassen, dass es lieber hungert?

  14. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (403)
    Aktuelle Rezension von: Pappbecher
      • Title: American Psycho
      • Author(s): Bret Easton Ellis
      • Publisher: Picador Classic
      • ISBN: 9781447277705 
      • Edition: paperback
      • Publication date: 01/07/2020


    Content:

    "Patrick Bateman is twenty-six and he works on Wall Street, he is handsome, sophisticated, charming and intelligent. He is also a psychopath. Taking us to head-on collision with America's greatest dream—and its worst nightmare—American Psycho is bleak, bitter, black comedy about a world we all recognise but do not wish to confront."


    Opinion:

    First of all, I wanted to say I've seen the movie several times before reading the book. I thought it would be time to also read the story that has caught my interest for more than once.

    Now I want to talk a little about the content of the book. As I have told you, I've watched the movie more than one time yet and I still think it is a masterpiece. Therefore, I had high expectations for the book and I was not disappointed. Although, some might think it is pretty brutal and boring at the same time, for me it was quite as I expected it. It was the perfect mixture of the narcism and materialism of the world as well as the boredom of an everyday life. Ellis wanted to put forward a critique on the society back then, when he wrote the book. In my opinion, the book still points out the most critique worthy parts of society nowadays. Yes, the most parts of the books are really brutal and bloody, but this makes the book the way it should be: a critique.

    The author did a great job on character building concerning the protagonists. They are all far from perfect and, therefore, authentic. I actually think it is scary how realistic they are. 

    The writing style is interesting. It is not that easy to read but at the same time not too complicated, So, it was no problem to read the book within a few days.


    Conclusion:

    All in all, the book is one of the classics that everybody should have read! Therefore, I would recommend reading it to every reader that is interested in classics and authentic books.

  15. Cover des Buches Die Schuldlosen (ISBN: 9783499258725)
    Petra Hammesfahr

    Die Schuldlosen

     (62)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Alex Junggeburth wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Vor sechs Jahren soll er eine junge Frau im Alkoholrausch umgebracht haben. Im Dorf ist man nicht begeistert von seiner Freilassung.

    Petra Hammesfahr erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der es nicht leicht hatte im Leben, mit mehreren Zeitsprüngen und aus verschiedenen Perspektiven. Es zeigt sich, dass das Leben mehrerer Menschen miteinander verzahnter ist, als zunächst gedacht, und dass nicht nur Alex Junggeburth Probleme hat(te). Fast alle Charaktere des Romans haben ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen, und fast niemand ist ganz ohne Schuld. Am Ende hat sich das zu einer Tat zugespitzt, die das Leben mehrerer Menschen auf unterschiedliche Weise zerstört hat. Viele unglückliche Verwirrungen, viele Lügen, viel Unausgesprochenes – mir war das dann doch ein bisschen zu viel Drama.

    Leider konnte mich der Roman nur bedingt packen. Ich habe durchaus Mitleid für den ein oder anderen Charakter entwickeln können, auch gewisse Sympathien, aber mir war auch relativ schnell klar, wie alles zusammenhängen könnte. Der Autorin ist es nicht gelungen, mich zu überraschen und auch meine Emotionen blieben eher oberflächlich.

    So ist dieser Roman für mich ein allenfalls durchschnittlicher Roman, den man nicht unbedingt lesen muss. Von mir gibt es 2,5 Sterne (aufgerundet wo nötig).

  16. Cover des Buches Empört Euch! (ISBN: 9783550088834)
    Stéphane Hessel

    Empört Euch!

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin-Scheuer

    Über dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
    Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.

    Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
    Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
    Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.

    Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
    Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.

    Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.

  17. Cover des Buches Der mechanische Prinz (ISBN: 9783492265591)
    Andreas Steinhöfel

    Der mechanische Prinz

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Silliv

    Max wird in verschiedenen Refugien geprüft, um sich seinen Ängsten zu stellen. Wenn er die Prüfungen besteht, wird sein Leben besser, in dem er seinen Eltern total egal ist. Seine Abenteuer erzählt er dem Autor, der dieses Buch schreibt. 

    Schon recht spannend, aber es hat mich nicht begeistert.

  18. Cover des Buches Wir töten Stella / Das fünfte Jahr (ISBN: 9783548603315)
    Marlen Haushofer

    Wir töten Stella / Das fünfte Jahr

     (29)
    Aktuelle Rezension von: WildRose

    Bislang las ich von Marlen Haushofer "Die Wand", "Himmel, der nirgendwo endet" und "Die Mansarde". Von diesen drei Büchern war ich von "Die Wand" (fast) restlos begeistert - ein ganz großes Werk, meiner Ansicht nach. "Himmel, der nirgendwo endet" empfand ich als recht interessante Lektüre, aber wirklich umgehauen hat mich dieses Buch nicht. "Die Mansarde" empfand ich dann als eher schwach.

    Ihre Novellen, "Wir töten Stella/Das fünfte Jahr" waren nun meine nächste Portion Marlen Haushofer. Wie immer zeichnen sich die Novellen aus durch Haushofers schlichten, ganz eigenen Schreibstil, den man wohl sowohl lieben als auch hassen kann. Bis auf "Die Wand" wurde ich mit diesem Schreibstil bislang nicht warm, und dies änderte sich auch bei Lektüre der beiden Novellen nicht.

    "Wir töten Stella" konnte mich von der Handlung her nicht besonders fesseln; ja, an und für sich hatte die Grundidee Potenzial, aber die Umsetzung war mir persönlich ein wenig zu dürftig und auch oberflächlich. Zudem erinnerte die Beschreibung der Familie der Protagonistin mich sehr stark an "Die Mansarde"; und auch die deprimierende, trostlose Stimmung war in beiden Büchern fast dieselbe.

    "Das fünfte Jahr" hingegen ist die Erzählung über ein kleines Mädchen, Marili, das bei seinen Großeltern in einem Bauernhaus aufwächst. Beschrieben wird quasi das fünfte Lebensjahr des Mädchens mit den kleinen Entdeckungen und "Abenteuern" sowie all den Überlegungen eines kleinen Kindes. Grundsätzlich ganz interessant, ich fand die Novelle nur leider relativ monoton und es fehlte für mich der Anreiz, weiterzulesen, da der Spannungsbogen gänzlich fehlte.

    Marlen Haushofer ist als Schriftstellerin auf jeden Fall ein Kapitel für sich - die beiden Novellen konnten mich leider wieder nicht wirklich überzeugen.

  19. Cover des Buches Regenroman (ISBN: 9783442469161)
    Karen Duve

    Regenroman

     (136)
    Aktuelle Rezension von: liyah40

    Ich entdeckte das Buch in einem hiesigen Secondhand-Buchladen und da ich Taxi sehr mochte, nahm ich es mit.

    Karen Duve erzählt die Geschichte eines jungen Ehepaars, dass kaum das sie sich kennengelernt haben, heirateten. Leon ist ein erfolgloser Schriftsteller der sich an Gedichten versucht, Martina ist Mitte zwanzig, eine bildschöne, unsichere Frau, die unter Bulimie leidet. Harry, Leons bester Freund, vermittelt ihm einen Auftrag: Er soll die Biografie des Zuhälters und Boxers Pfitzners schreiben. Pfitzner gibt ihm einen Vorschuss und seinen alten Mercedes, den Rest bekommt er nach Fertigstellung des Buches. Endlich besitzt Leon Geld und träumt von einem eigenen Haus im grünen und zieht mit seiner Frau gen Osten. Dort finden sie in einem kleinen Dorf ein Haus, umgeben von einem Moor, die Natur fasziniert Leon und er träumt von einer großen Schriftsteller Karriere.

    Es regnet, es regnet ununterbrochen, dass Haus ist klamm, feucht und voller Schimmel, vergeblich versucht das Ehepaar, beide mit zwei linken Händen ausgestattet, das Haus in Schuss zu kriegen, was ihnen nicht gelingen mag. Ihre nächsten Nachbarn sind zwei seltsame Schwestern, doch freundet Martina sich mit der burschikosen Kay an, die ihnen von da an zur Hand geht. Dem Ehepaar ist ein Hund zugelaufen und Martina macht es sich zur Aufgabe ihn zu retten, aber immer mehr bekommt man das Gefühl, dass er Martina rettet, in diesem zunehmend beklemmenden Leben, denn nicht nur der Regen schlägt aufs Gemüt, sondern auch Pfitzners Besuche, der nicht zufrieden mit Leons arbeiten ist und zunehmend Druck ausübt...

    Ein atmosphärisch dichter Roman, die Geschichte kriecht in den Leser, wie die Feuchtigkeit in das Haus. Ein Buch das einen an manchen Stellen ekelt, dass einen Schmunzeln lässt, dass einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Schnappt euch eine Decke und eine schöne Tasse Tee und fangt an zu lesen- es lohnt sich!

     

  20. Cover des Buches Unter Wasser liebt sich's besser (ISBN: 9783802582530)
    Mary Janice Davidson

    Unter Wasser liebt sich's besser

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Nachdem Band 1 und band 2 mich überzeugt haben, musste ich wissen wie es in dieser Geschichte weiter geht und ob es ein Happy End gibt oder eher nicht? Als Leserin erfahren wir im Klappentext, da Freds Vater auftaucht, wobei wir in den ersten beiden Bänden erfuhren haben, das er eigentlich tot sein müsste.

    Das Buchcover ist diesmal wieder blau und die Meerjungfrau ist unter dem Wasser, statt statt wie im ersten Band vor der Stadt. Sie erinnert mich ein wenig an Fred, wobei sie das wohl ist. Das Buchcover ähnelt fast dem ersten Band sehr. Da hätte man sich eine andere Buchcover Farbe nehmen sollen, damit man die Bände auseinander halten konnte. Ansonsten gefällt es mir sehr gut.

    Der Schreibstil ist wie auch bei den ersten und beiden Bänden witzig geschrieben sogar turbulent. 

    Nachdem die ganze Welt erfahren hat, das es eine Meerjungfrau gibt bzw. mehrere, zog Fred in einen reichen Haus um und bekommt überraschend Besuch. Wie immer ihr Freund und ihre andere Familie, ihre Eltern und die Meermenschen. Fred Freund Jonas, benimmt sich wie der letzte Honk und Fred flippt wie immer bei jeder Kleinigkeit aus. Es bleibt spannend bis auf weiteres. Mehr verrate ich nicht. 

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. 

  21. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.258)
    Aktuelle Rezension von: Lilienfeuer

    Eigentlich hatte ich den Roman nur nicht abgebrochen, um anschließend eine Rezension darüber schreiben zu können…eine eher wirklich negative, zugegebenermaßen.

    Allerdings wandelte sich meine Meinung über das Buch nach den ersten fünfzig Seiten vollständig -von „öde und furchtbar“ zu „spannend und genial“. Und jetzt muss ich sagen, dass es wohl zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist!

    Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Wieso Fügung? … Es war mehr als ein Zufall, daß alles so gekommen ist, es war eine ganze Kette von Zufällen. Aber wieso Fügung? Ich brauche, um das Unwahrscheinlichste als Erfahrungstatsache gelten zu lassen, keinerlei Mystik; Mathematik genügt mir.

    Walter Faber ist Ingenieur und glaubt nicht an das Schicksal – umso tragischer macht es das, was er erlebt. Als Rückblick berichtet er davon und versucht, sich so von seiner Schuld freizusprechen.

    Ein Roman, in dem Faber in der Ich-Form seine Geschichte erzählt und dabei das, was er erlebt hat, auf seine sachliche Art und Weise zu erklären versucht. Max Frisch zeigt sich dabei als fähiger und genialer Autor: Die Erzählweise und der Aufbau; das Stilistische und die nüchterne Sprache des Ingenieurs; die zahlreichen Anspielungen und Symbole im Roman – das alles ist einfach wunderbar umgesetzt.

    Ich habe mich schon oft gefragt, was die Leute eigentlich meinen, wenn sie von Erlebnis reden. Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sind. Ich sehe alles, wovon sie reden, sehr genau; ich bin ja nicht blind.

    Als ich das Buch begonnen hatte, erwartete ich mir Einiges, war aber – wie schon erwähnt – anfangs sehr enttäuscht. Ehrlich gesagt fand ich es einfach nur furchtbar! Etwas, das sich für mich mittlerweile nicht mehr so leicht nachvollziehen lässt. Einerseits hatte ich einige negative Rezensionen gelesen, andererseits schreckte mich die Sprache ein wenig ab, denn Walter Faber spricht sehr nüchtern über die Welt, über Personen dabei auch abwertend – Dabei soll Faber gerade aber auch nicht sympathisch für die Leser*Innen sein. Nach einigen Seiten aber hatte ich das Gefühl, dass sich das irgendwie gewandelt hatte (vielleicht auch, weil er aus Palenque abgereist war, einem ihm eher verhassten Ort) – und das Lesen war für mich danach nicht nur erträglich geworden, sondern bereitete mir wahre Freude!!

    Der Roman wird – vor allem auch durch die Vorausdeutungen des Erzählers – spannend; man erlebt, wie Faber mit Ereignissen konfrontiert wird, die er rückblickend zu deuten bzw. zu analysieren versucht; und obwohl man nicht unbedingt jede Einstellung oder Meinung der Hauptfigur teilt, ist die sachliche Sichtweise des Protagonisten sehr interessant und schmälert das Leseerlebnis (außer vielleicht zu Beginn) in keiner Weise.

    1957 erschienen und auch im selben Jahr spielend, behandelt die Geschichte zudem Themen wie die Zeit vor und nach dem zweiten Weltkrieg oder die Technisierung der Welt. Auch Kolonialismus und die damals in den USA noch herrschende Rassentrennung sind spürbar und haben in den Roman Einzug gehalten. In die Weltbetrachtung Walter Fabers fließen besonders häufig – er ist ja von Beruf Ingenieur – die neuen technischen Errungenschaften sowie Mathematik und Physik ein.

    Wir leben technisch, der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur…

    Ich besitze eine Ausgabe mit Kommentar und Anmerkungen (Suhrkamp Verlag) – beides ist zu empfehlen. Da Faber viel reist, sind auch Sätze auf Englisch, Französisch und Spanisch enthalten und im Roman selbst nicht übersetzt. Anmerkungen sind daher eine wirklich hilfreiche Ergänzung – auch, was die vielen Ortsnennungen oder Fachwissen, wie physikalische Theorien, Gesetze usw. betrifft. Das alles nimmt aber nicht Überhand und das Buch lässt sich auch wirklich sehr gut ohne diese Erklärungen lesen.

    Genauso verhält es sich mit dem Kommentar. Der Roman lässt sich, allgemein verständlich, als Unterhaltungsliteratur gut lesen. Allerdings kann man noch viel tiefer eintauchen, so man das möchte. Durch den Kommentar wurden mir erst viele Dinge wirklich bewusst: z. B. die Hintergründe zum Roman (zeitl. Kontext sowie der Entstehungsprozess) oder die Verwendung zahlreicher Symbole (welche ich fast allesamt überlesen hatte). Dadurch kann man vielleicht auch die Geschichte besser begreifen und – wie ich finde – werden Bücher immer besser, je mehr man die Genialität der Konzeption des Plots begriffen hat und je mehr man das und auch die stilistischen Leistungen des Schriftstellers/der Schriftstellerin wertschätzen kann.

    Die Verfilmung von Völker Schlöndorff ist übrigens auch sehr zu empfehlen und nah an der Vorlage, soweit ich mich daran zurückerinnern kann.

     

    Fazit:

    Das Buch ist eine richtige Entdeckung, wenn man sich für Klassiker begeistern kann! Dazu sei erwähnt, dass man sich auf die Handlung und die nüchterne Sprache des Protagonisten einlassen können muss – was aber für diejenigen, die wirklich gute Literatur schätzen, kein Problem darstellen sollte. Wem es zu Beginn des Buches wie mir gehen sollte – es wird besser!

  22. Cover des Buches Jakob (ISBN: 9783038481317)
    Leo Bigger

    Jakob

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Schajen
    Leo Bigger zeigt uns in diesem Buch an Hand von Jakob wie Gott unsere Fehler und Umstände in etwas Gutes verwandeln kann.
  23. Cover des Buches Dantons Tod (ISBN: 9783746721149)
    Georg Büchner

    Dantons Tod

     (245)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Georg Büchners Text kann auch heute noch mit einigem zeitgeschichtlichen Bezug gelesen werden. Die französische Revolution, deren Ursprung auf die massive Staatsverschuldung und die grosse Ungleichheit der Standesgesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts zurückzuführen ist, bildet den Hintergrund dieses Dramas. Anhand der Hauptcharaktere Danton und Robespierre schildert Büchner eindrücklich, wohin übersteigerter Idealismus und Fanatismus führen können. Ein paar wenige selbsternannte Vertreter des Volkes – ohne dieses je befragt zu haben – führen die Revolution an, die schnell aus dem Ruder läuft und in einer Schreckensherrschaft und unglaublichem Leid endet. Was die Manipulation der Massen und die daraus entstehende Gruppendynamik bewirken kann, lässt einem erahnen, wie nah Wahnsinn und Tugend sein können. Nicht selten werden dabei Naturereignisse als Argumentationshilfe für demagogische Inhalte missbraucht.


    Wenn man die heutige Welt besser verstehen will, sollte man dieses Werk lesen.

  24. Cover des Buches Himbeeren mit Sahne im Ritz (ISBN: 9783328103295)
    Zelda Fitzgerald

    Himbeeren mit Sahne im Ritz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: bouquin
    Inhalt:
    Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des »Flappers«: frech, abenteuerlustig, extravagant. Ihre Erzählungen entführen uns in das glamouröse, schillernde Bühnenuniversum der Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen und erwecken das Gefühl dieser Ära zum Leben. Die Lichter des Broadways, Schrankkoffer voll Tüllkleider, Orchideen in onduliertem Haar: Diese hinreißend sinnlichen Erzählungen handeln von der hohen Kunst, sich selbst zu inszenieren – und von dem Preis, den man dafür zahlt.
    Quelle: https://blogger.randomhouse.de/bloggerportal/site/title/542085.html

    Bewertung:
    Die kurzen einzelnen Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Die Protagonistinnen waren sich alle ähnlich: Sie waren alle hochnäsig, erfolgsgierig und aufmerksamkeitssuchende junge Frauen. Die Erzählinstanz fand ich auch sehr interessant: Über das „Ich“ weiß man gar nichts und er/sie beschreibt die jungen Frauen aus seiner/ihrer Perspektive.
    Die einzelnen Geschichten waren auch sehr schnell zu lesen, da sie relativ kurz sind. Sie handeln um Liebe, Verlobungen, Schauspiel- und Tanzkarrieren, Freundschaften und Verrat. Weiters hat mir auch die Sprache sehr gut gefallen: Sehr detailreich und beschreibend.

    Zitate:
    „Im Stillen erwartet sie Großes vom Leben, und zweifellos war das einer der Gründe, warum das Leben ihr Großes gewährte.“ S. 7
    „Sie konnte sich nicht mehr vorstellen, im Leben überhaupt etwas zu erreichen.“ S. 128
    „Für viele Menschen ist die Liebe trügerisch wie die Marmelade in „Alice in Wunderland“ – gestern Marmelade, morgen Marmelade, nur heute gibt es keine.“ S. 136

    Fazit:
    Kurze und einprägsame Geschichten, die die „roaring twenties“ und deren Frauen sehr gut widerspiegelt.

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