Bücher mit dem Tag "gleichheit"
22 Bücher
- Victoria Aveyard
Wütender Sturm (Die Farben des Blutes 4)
(324)Aktuelle Rezension von: MarlenaUMare und Cal gehen an ihre Grenzen. Mare kämpft für Gleichheit und stürzt sich in politische Intrigen und Schlachten gegen Maven. Cal wiederum muss sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden, was zu einer ihrer größten Prüfungen wird. Die Geschichte nimmt viele Perspektiven auf: Mare, Cal, Maven, Evangelina & Iris, das macht das Geschehen dichter.
Das Buch liest sich trotz über 700 Seiten überraschend flüssig, aber es gibt Längen, vor allem in diplomatischen Szenen und politischen Verhandlungen. Manche Kämpfe wirken weniger mitreißend als in früheren Bänden, doch das Gewicht der Handlung bleibt bestehen.
Das Ende schließt viele Konflikte: Maven wird gestürzt, die Revolution erblüht, aber Cal und Mare sind nicht ohne Narben. Sie sind kein perfekt vereintes Paar mehr, ihre Beziehung ist belastet und verändert. Kein kitschiges Happy End, sondern ein mutiger Abschluss, der zeigt, dass Liebe nicht alles heilt, aber Hoffnung liefert. Ich hätte mir das Ende anders gewünscht.
- Christina Dalcher
Vox
(427)Aktuelle Rezension von: BuchstabenZauber"Vox" von Christina Dalcher wollte ich eigentlich schon vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie sind dann doch immer wieder andere Bücher in den Fokus gerutscht.
Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Rezensionen und Bewertungen zu dem Buch, in denen die Geschichte nur durchschnittlich abschneidet und hinter den Erwartungen vieler Leser zurückbleibt.
Ich bin also voller Neugier in die Welt eingetaucht, in denen Frauen um ihre Worte beschnitten werden.
"Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!"
Zitat Klappentext
Insgesamt war das Buch gut zu lesen. Oft empfand ich gerade zum Ende hin die Story als zu schnell abgehandelt und oberflächlich. Einige Szenen und Situationen ergaben nicht wirklich Sinn, bzw. hätte ich mir hier eine tiefere Ausarbeitung gewünscht.
Da ich vor kurzem erst die Serie "The Handmaid´s Tale" nach der Romanvorlage von Margaret Atwood gesehen habe, hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, eine Kopie dessen zu lesen.
Zwar ist die Geschichte der Wissenschaftlerin Jean McClellan eine Andere, doch tauchen in meinen Augen zu viele Parallelen zu der umfeierten TV-Serie auf. Sei es nun die Gründung eines neuen Amerikas aufgrund religiöser Fanatiker, die Unterdrückung und Beschneidung der Frauen, pastellfarbene Twinsets oder eine Rebellin, die durch ihren Liebhaber Unterstützung findet, um das System zu stürzen.
Hier hatte ich tatsächlich häufig den Eindruck eine Fanfiction zu lesen.
Im Ganzen nett zu lesen, aber die Geschichte begleitet leider einen faden Beigeschmack, wenn man die preisgekrönte Dramaserie um die Protagonistin June Osborne kennt.
- George Orwell
Farm der Tiere
(991)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerFarm der Tiere von George Orwell wird auf den ersten Blick wie ein Märchen verkauft. Doch beim Lesen merkt man schnell, dass hier viel mehr dahintersteckt. Die Geschichte wirkt einfach, fast harmlos, aber die Bedeutung trifft hart. Was als kleine Idee beginnt, wächst zu etwas Grossem und Beunruhigendem heran. Die Figuren und ihre Entscheidungen spiegeln Macht, Manipulation und den Verlust von Idealen wider. Für mich fühlte sich das Buch wie ein stiller Flächenbrand an, der sich Seite für Seite ausbreitet. Es bleibt lange im Kopf und lässt einen nicht so leicht los.
- George Orwell
Animal Farm
(345)Aktuelle Rezension von: CadnessNachdem ich vor kurzem eine Aufführung zu "Farm der Tiere" gesehen habe, wollte ich natürlich auch einmal die entsprechende Grundlage dazu lesen, schließlich steht das Buch schon eine gefühlte Ewigkeit in meinem Regal. Auf 141 Seiten zeigt der Autor, wie schnell sich eine vermeintlich "revolutionäre" Gesellschaft, die auf Freiheit und Gleichheit pocht, innerhalb kürzester Zeit verändern kann. Die Veränderungen fangen klein an und nehmen immer größere Ausmaße an. Zwischendrin fragt man sich immer wieder, wie weit das Ganze noch gehen kann und wie viele Grenzen überschritten werden (können), bevor alles wie ein Kartenhaus in sich zusammenbricht. Besonders gefallen hat mir der Schlusssatz des Buches, der noch einmal eine sehr eindringliche Note inne hatte.
Alles in allem handelt es sich bei "Farm der Tiere" um ein Werk, das auch heutzutage nicht an Aktualität verloren hat.
- Lois Lowry
Hüter der Erinnerung - The Giver
(510)Aktuelle Rezension von: meggies_fussnotenJonas wächst zusammen mit seiner Schwester Lily in einer Gemeinschaft auf, in der eine strenge Ordnung herrscht. Alles ist geregelt und wer sich nicht daran hält, wird freigegeben. Jonas gehört zu den Elfern und wartet sehnsüchtig auf die Zeremonie der Zwölfer, in der ihm mitgeteilt wird, welchen Beruf er zukünftig ausüben darf. Doch dann wird er bei der Auswahl einfach übersprungen. Kurz darauf wird verkündet, dass Jonas auserwählt wurde, der neue Hüter der Erinnerungen zu werden. Für Jonas beginnt eine aufregende Zeit, doch schon bald merkt er, dass etwas geändert werden muss.
Dieses Buch wird mir lange in Erinnerung bleiben, denn ich habe es nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch gelesen. Im Rahmen einer Schulaufgabe meines Sohnes wurde dieses Buch für den Englischunterricht angeschafft. Der Klappentext war sehr interessant und so habe ich selbst nach dem Buch gegriffen, welches in sehr gut verständlichem (für mich als Laien) Englisch verfasst wurde. Aber trotzdem habe ich es danach nochmals auf Deutsch gelesen, auch um es besser zu verstehen
Der Roman stammt im Original aus dem Jahre 1993 und zeigt auf, wie es wohl in einer dystopischen Zukunft aussehen könnte. Eine Gemeinschaft, in der strenge Regeln herrschen, in der ein "Ausreißer" dazu gezwungen wird, freigegeben zu werden und alles bis ins kleinste Detail durchorganisiert ist. Es gibt verschiedenen Berufszweige, in denen die Kinder sog. freiwillige Stunden ableisten können. So kann herausgefunden werden, wo genau die Stärken für den späteren Berufseinstieg liegen. Aber auch sonst ist alles geregelt. Es gibt Frauen, die als Gebärmütter herhalten müssen. Die Kinder werden dann an andere Familien weitergegeben. Jede Familie darf zwei Kinder haben, einen Sohn und eine Tochter. Jeder Haushalt besitzt nur drei vorgeschriebene Bücher, die Möbel sind schmucklos und spartanisch. Es gibt Morgenrituale, in denen die Träume der Nacht besprochen werden. Abends werden dann entsprechend die Gefühle des Tages diskutiert.
Diese strenge Regeln werden nicht hinterfragt. Auch nicht von Jonas. Zumindest bis er seine Ausbildung als Hüter der Erinnerungen antritt. Denn dort erfährt er Dinge, die eigentlich im Verborgenen bleiben sollen.
Die Autorin hat eigentlich eine einfache Geschichte geschrieben, die jedoch - schaut man zwischen die Zeilen - sehr komplex und aufregend ist.
Ich kann mich erinnern, vor Jahren auch schon mal den entsprechenden Film dazu gesehen zu haben.
Ebenso war ich überrascht, herauszufinden, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt.
Das Ende des ersten Bandes ist undurchsichtig. Jeder kann für sich interpretieren, was geschehen ist oder geschehen wird. Dies hat mir ebenso sehr gut gefallen. Aber nun bin ich gespannt, ob vielleicht in den weiteren Teilen eine Antwort darauf zu finden ist.
Meggies Fussnote:
Eine strenge Gemeinschaft mit ungewissem Ausgang.
- Ruth Bader Ginsburg
Ruth Bader Ginsburg
(41)Aktuelle Rezension von: Trishen77„Diese Erfahrung, die haben Frauen meiner Generation alle gemacht. Wenn eine Frau da Wort ergreift, hört keiner mehr hin. Sie hat ja ohnehin nichts Wichtiges zu sagen. Aber das hat sich heute, glaube ich, geändert.“
(aus eine Rede an der University of Colorado Law School, 19. September 2012)
Ruth Bader Ginsburg hat Zeit ihres Lebens ihre Mutter als „klügsten Menschen, den ich je kannte“ bezeichnet. Diese aber hatte, trotz ihres brillanten Verstandes, aufgrund ihres Geschlechts keinerlei berufliche Aufstiegschancen. Ihre Tochter ging auf die Law School, wurde Anwältin, Richterin (am Ende sogar am obersten Gerichtshof) und hatte dabei immer ein Ziel im Auge: die Gleichstellung von Mann und Frau, in jeglicher Hinsicht.
In den USA ist RBG eine Ikone der Frauenbewegung, aber auch in weiten Teilen der übrigen Bevölkerung genoss sie Kultstatus und allgemeines Ansehen. Sie ist eine der wenigen Richter*innen des Supreme Court, die mit großer Mehrheit im Senat bestätigt wurden – es gab lediglich drei Gegenstimmen, bei 96 Ja-Stimmen. Am 18. September 2020 ist sie verstorben, was nicht nur den linken Flügel im Supreme Court schwächt, die US-amerikanische Gesellschaft verlor vor allem eine wache und kritische Stimme.
Wer diese Stimme vernehmen will, der kann unter anderem zu dieser Publikation greifen, in der 300 Stellungnahmen, Interviewaussagen, Redebeiträge, Beschlüsse, etc. von Ruth Bader Ginsburg gesammelt wurden. Es sind nicht unbedingt alles kämpferische und pointierte Zitate (wobei es derlei durchaus gibt; zum Beispiel wurde sie einmal gefragt, da jetzt drei Frauen im Supreme Court säßen, ab wann wären es genug? Und sie antwortete: wenn wir zu neunt sind). Viel eher sollte man auf Zitate gefasst sein, in denen sich die wichtigen Fälle und Entscheidungen der Justiz in den USA spiegeln, eine Art kommentierte Rechtsgeschichte.
Im Anhang befindet sich dann noch eine Chronik, die wichtige Meilensteine in RBG Leben auflistet und erläutert. Alles in allem: ein Buch, das ein vielschichtiges Bild dieser bemerkenswerten Frau wiedergibt. Und hoffen lässt, dass die von ihr vielfach beschworenen Fortschritte und Errungenschaften eine Zukunft haben.
- Pip Williams
Die Buchbinderin von Oxford
(27)Aktuelle Rezension von: MarySophieHandlung
England 1914
Immer mehr Männer ziehen in den Krieg, Arbeitsplätze werden frei, die nach und nach von den Frauen eingenommen werden. Auch die Zwillingsschwestern Maude und Peggy müssen in der Buchbinderei der Oxford University Press härter arbeiten. Sie leben im Arbeiterviertel Jericho auf einem Hausboot, auf dem sich überall Bücher und Buchseiten finden. Den Peggy träumt davon, eines Tages an der Universität zu studieren. Allerdings sagt ihr die Gesellschaft etwas anderes, außerdem ist da noch Maude, ein besonderes und verletzliches Mädchen, für das sich Peggy nach dem Tod der Mutter verantwortlich fühlt. In Oxford kommen schließlich auch belgische Flüchtlinge an, die Schwestern finden neue Freunde und erhalten in jeder Situation Unterstützung. Und Peggy scheint ihrem Wunsch nach dem Studium ein ganzes Stückchen näher zu rücken.
Meinung
Mich hat bei dem Roman von Pip Williams vor allem die Inhaltsangabe überzeugt. Das vermischt mit einem guten Titel und sehr hübschen Cover hat einen richtig positiven ersten Eindruck hinterlassen und bei mir den Wunsch geweckt, das Buch zu lesen. Ich finde, dass eine durchweg interessante und starke Geschichte versprochen wird, auf die ich sehr gespannt war. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut, ein ganz herzliches Dankeschön geht an das Bloggerportal von PenguinRandomhouse!
Anfangs hat es mir der Roman schwer gemacht. Ich bin nur sehr langsam in die Geschichte hineingekommen, sie ging recht schleppend voran und auch die Sprache hat nicht so ganz meinem Geschmack entsprochen. Sowohl die Ausgangssituation, als auch die Protagonisten sind nicht greifbar gewesen, ich konnte mir sie nicht vorstellen und mich hat die Story zu diesem Zeitpunkt leider nicht gereizt. Ich musste mich stark motivieren, dass ich weiterlese und nach vielleicht 100-150 Seiten waren alle Anfangsschwierigkeiten vergessen. Zu diesem Zeitpunkt ist bei mir ein schöner Lesefluss entstanden, ich bin flüssiger mit dem Lesen vorangekommen und habe mich an die Protagonisten gewöhnt. Auch die Sprache war viel leichter, sie zeichnete bessere Bilder und leitet auf interessante Weise durch die Geschichte. Ab und an merkt man, dass einige Tatsachen und Aussagen nicht ausgesprochen werden, was je nach der Situation ganz gut passt, öfters aber auch nervt, da man selbst die Protagonisten nicht so gut kennt, wie sie sich gegenseitig. Und als Leser steht man dann ein bisschen an der Seite und wünscht sich eine Auflösung dessen, was gerade nicht ausgesprochen wird.
Ich finde, dass der Mittelteil des Romans richtig stark ausfällt. Da passt alles, ich bin mit den Protagonisten warm geworden und die ganze Geschichte gestaltete sich einfach als interessant und abwechslungsreich, sie konnte absolut überzeugen. Woran auch die Stimmung ihren Anteil hatte, sie hat die Szenen abgerundet und einen wunderbar bodenständigen Charakter verströmt. Ich mochte es sehr, Peggy auf ihren Wegen zu begleiten und dabei Fortschritte zu betrachten. Und dann gab es aber eine Entwicklung, die für mich in eine Richtung ging, die zwar vorhersehbar war und irgendwie auch richtig. Aber ab da war die Luft dann raus. Die Spannung dahin, mir gingen manche Figuren auf die Nerven und es entstanden auch ein paar Längen. Ich habe das letzte Viertel des Buches nicht mehr so gern gelesen, es war zwar sprachlich gut geschrieben, aber das Interesse war dahin.
Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch einen noch stärkeren historischen Hintergrund erhält. Grob wird dieser umrissen, aber nicht so richtig in die Tiefe gegangen. Die Protagonisten waren sich des Zustandes bewusst, aber es scheint ihr Leben nicht wirklich beeinflusst zu haben. Ich finde, in dieser Hinsicht ist noch viel Platz nach oben!
Fazit
Ich finde, dass Titel, Cover und die Inhaltsangabe perfekt aufeinander abgestimmt sind und bei mir so viel Eindruck hinterlassen haben, dass ich den Roman unbedingt lesen wollte. Und dann war der erste Start in die Geschichte eher ernüchternd. Ein sehr schleppender, schwerer und sprachlich hölzerner Start in den Roman war nicht das, was ich mir erhofft hatte. Trotzdem habe ich mich immer wieder dazu motiviert, weiterzulesen und schließlich wurde die Geschichte richtig gut. Hat genau meinen Geschmack getroffen, die Sprache war fein, die Protagonisten haben mir gefallen. Und darauf folgte dann leider ein sehr schwaches letztes Viertel, dass mich nicht mehr überzeugen konnte. Es gab ein paar Längen und für mich war der Reiz weg. Ich habe das Buch schließlich mit einem gemischten Gefühl beiseite gelegt, es hatte echt gute Abschnitte, aber halt leider auch solche, die mir gar nicht zugesagt haben...
- Gabriele Albers
Nordland 2061
(3)Aktuelle Rezension von: RajetDer Schreibstil ist flüssig und spannend, man kann sich anhand der Beschreibung gut in das Setting von 2061 hineinfinden.
Das Cover wirkt in den Farben freundlicher als Band 1, es scheint die Aufbruchsstimmung spürt man auch hier. Im unteren Teil sieht man einen heute bekannten Teil von Hamburg (mit ein Touristenmagnet). Im oberen Teil sieht man vor einem großen Kreis den Romantitel. Es wirkt im Ganzen frischer und modern als Band 1.
Fazit:
Der Roman führt uns in die Zukunft genauer ins Jahr 2061. Und knüpft direkt an die Geschehnisse aus Band der Dilogie an. Eigentlich dachte Lilith jetzt würde sich vieles ändern, leider wird es schlechter. Warum? Sie hat unermüdlich für Freiheit und Gleichheit gekämpft.
Lilith hat mittlerweile als einzige Frau einen Senatssitz inne, nach dem Tod ihres Vaters und der nicht zu Stande gekommen Ehe mit dem Russen Obligaten. Und sie setzt die ganze Kraft ihres Amtes ein um Bo aus dem Gefängnis holen. Es scheint sich auch etwas zu bewegen, eine neue Verfassung wurde ausgearbeitet, die gerechter sein soll, hohe Steuern für Reiche und die Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen. Das sind auch die Bedingungen, die das Nachbarland Schweden stellt, bevor sie Nordland ihre Technologie zur Entsalzung von Meerwasser zur Verfügung stellt. Doch der Weg dahin ist steinig und Lilith muss sich nicht nur im Senat beweisen, auch die Rebellen stehen ihr skeptisch gegenüber, vor allem, weil sie auch Entscheidungen treffen muss, die sie in ein schlechtes Licht rücken wird.
Bo, Liliths Verbündeter sitzt im Gefängnis und sie lässt sich auf einen Preis ein, der zu hoch ist und er scheint alles vergessen zu haben nach seiner Freilassung. Scheint neuerdings alles mit ihrem ehemaligen Mitstreiter und besten Freund zu machen – allerdings ganz anders als erhofft. Den Mädchen sind noch weniger wert als früher und werden ausgesetzt, selbst von der Oberschicht. Frauen sind das Eigentum ihres Mannes, Recht- und Geldlos.
Manchmal scheint Liliths Kampf aussichtslos, denn nicht nur die Männer der Oberschicht sind frauenfeindlich, auch in den Reihen der Rebellen ist nicht alles eitel Sonnenschein und nicht einmal alle Frauen stehen auf ihrer Seite, sei es aus Angst oder Bequemlichkeit. Und so muss Lilith viele Niederlagen hinnehmen und sich demütigen lassen, doch aufgeben kommt für sie nicht infrage, sie kämpft für die Freiheit, Gleichheit und ihre Liebe zu Bo (auch wenn es kurzzeitig anders erscheinen mag).
Interessant ist auch die Vidja Technik, bei der die Nachrichten direkt auf die Pupille des Empfängers projektiert werden. Dadurch ist eine schnelle und direkte Kommunikation möglich. Aber natürlich birgt auch diese Technik gewisse Risiken, die ausgenutzt werden können. Man wird unbewusst zum gläsernen Menschen, Gewohnheiten, Aufenthaltsort und mehr ist ständig prüfbar.
Dieser Roman besitzt alles, was einen guten Zukunftsroman (Dystopie) braucht: er ist düster und dunkel, spannend und vor dem Hintergrund der Rohstoffproblematik auch noch dazu superaktuell, realistisch und denkbar. Für mich absolut kein Szenario, in dem ich Leben möchte (vor allem als moderne und selbstdenkende Frau), immer werden wieder neue Intrigen gesponnen, um den Status quo zu erhalten, aber auch in dieser Welt findet sich Liebe, Freundschaft (manchmal sollte man etwas genauer hinsehen) genau wie Hass und Enttäuschung. Ein echt nachdenklich machender und packender Roman
Von mir 5 Sterne für den 2.Band der Dilogie und ein klare Leseempfehlung dafür.
- Jeanette Limbeck
Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
(26)Aktuelle Rezension von: KlaraKlaassenLimbecks Die Farben der Revolution hat mich leider nicht gecatcht. Der Roman arbeitet bekannte Ereignisse ab wie aus dem Geschichtsbuch abgeschrieben, ohne Spannungsbogen. Robespierre als attraktiver, charismatischer Revolutionsführer? Fand ich zu einseitig. Auch die Endlos-Dialoge, mit denen sich das Buch irgendwann in Kleinteiligkeit verliert. Das Paris der Revolutionszeit bleibt dabei erstaunlich leblos.
Irritierend wird es dort, wo historische Präzision behauptet wird: Die Autorin erklärt, das Gesetz vom 22. Prairial habe nur noch eine Identitätsfeststellung vorgesehen. Das stimmt nicht. Das Gesetz entkernte die Verfahren radikal, schaffte sie aber nicht ab: Es sah weiterhin Urteile des Revolutionstribunals vor – wenn auch ohne Verteidigung und mit auf ein Minimum reduzierter Beweisführung. Die Autorin vermischt hier das Prairialgesetz mit der bereits zuvor existierenden revolutionären Notstandspraxis, Personen bei Bedrohung des Konvents faktisch hors la loi zu stellen. Diese Ebenen auseinanderzuhalten, wäre zentral. Man merkt: viel recherchiert, aber nicht ganz verstanden.
- Amartya Sen
Gleichheit? Welche Gleichheit?
(2)Aktuelle Rezension von: Seralina1989Der Text insgesamt ist sehr wirtschaftswissenschaftlich geschrieben. Deswegen wären mE Vorkenntnisse im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich – Gleichheits-/ Gerechtigkeitstheorien (Utilitarismus, Gleichheit des Gesamtnutzens, Rawls’sche Gleichheit) durchaus von Vorteil. Hatte hier den Vorteil meines Studiums, sodass mir alle drei schon mal was gesagt haben.
In diesem Essay versucht der Autor zu begründen, warum keine der drei genannten Theorien einen positiven Effekt hat – woran sie kränkeln. Warum sie auch vermischt nicht zwangsläufig alle Kritik beseitigen. Sen gibt außerdem eine Erweiterung für eine dieser Gleichheiten, um die Probleme dieser einen Theorie zumindest etwas mehr einzugrenzen. Sagt aber selbst, dass dies noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Einen echten Lösungsansatz hat er aber aufgrund der sehr vielschichtigen Thematik auch nicht zu bieten.
- Carolina Zanotti
Punkte
(4)Aktuelle Rezension von: Eric_MaesEine bessere Welt in Punkten? Giancarlo Macri und Carolina Zanotti legen hier in schwarzen und weißen Punkten ein großzügiges und philosophisches, Nachdenkens wertes Buch vor. Ein Appell von Inklusion und Toleranz. Das Buch ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene zum Sinnieren und Interpretieren und ins Gespräch kommen geeignet.
Das Buch ist im großformatigen Hardcover auf 48 Seiten herausgegeben und die großzügigen Darstellungen beschränken sich auf viele und einzelne Punkte in schwarz oder weiß oder halb und halb. Mal allein, mal viele, mal gemeinsam und immer mehr.
„Hallo! Ich bin ein Punkt. Siehst du mich? Ich bin hier unten. Ich bin nicht allein. Ich habe viele Freunde.“ Wundervoll wie man so wenig Text auf sechs Doppelseiten unterbringen kann und die Seiten damit verbinden und gleichzeitig so viel Inhalt reinstecken kann. Dazu begleiten kurze und knappe Sätze mit so viel Inhalt die großen Themen der Welt. Arm und Reich, Toleranz, Solidarität und Inklusion. So einfach und so tief.
Die Schwarzen Punkte machen lustige Dinge. Sie haben Spaß, viele Freunde, ein schönes Leben, ein Zuhause und genug zu essen. Die weißen leeren Punkte haben ein nicht so schönes Leben, kein Zuhause, wenig Spaß und nicht genug zu essen. Sie wollen auf die andere Seite. Dürfen sie? Einige Vielleicht? Und nicht so schnell! Es wird schnell voll und eine andere Lösung muss her! Vielleicht helfen die schwarzen Punkte auf der anderen Seite?
Gemeinsam können sie mehr erreichen! Es geht um die Themen Inklusion, Ausgrenzung, Dazugehören, Helfen, Abgeben und Gemeinsam etwas erreichen.
Ein sehr politisches, philosophisches und gesellschaftliches Buch. Je nachdem, wer es wie verstehen mag. Besonders geeignet für die Schule, Flüchtlingsarbeit, Demokratiearbeit und alle die ihre Kinder tolerant erziehen.
5 Punktlandungen für diese großen punktuellen Anregungen! ………….. ········°°°°°°°° Punkt.
- Dieter Thomä
Warum Demokratien Helden brauchen.
(2)Aktuelle Rezension von: BarbaraDruckerKaufentscheidend war für mich der Untertitel: Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus. Sehr klug analysiert der Autor das Heldentum und dröselt es akribisch auf. Er entlarvt falsche oder unvollständige Heldenbegriffe und leistet allein bei der Definition von Helden ganze Arbeit. Für ein wissenschaftliches Buch ist es ausgesprochen gut zu lesen und auch inhaltlich, von der Aussage her, bin ich ihm begeistert Zeile für Zeile gefolgt.
Allerdings hätte ich mir ein Kapitel über die Scheinhelden in der heutigen Politik gewünscht. Über populistische Politiker, die die Sehnsucht nach Helden erkennen, missbrauchen und trotz ihres unbestrittenen Charismas alles andere als heldenhaft agieren. Im Klappentext werden diese Lichtgestalten angesprochen, und meiner Meinung nach wäre gerade im Heldenkontext eine Diskussion dieser Methoden dringend angezeigt. Hätte es dieses Kapitel gegeben, hätte ich mit Freuden fünf Sterne vergeben.
Eine Randbemerkung zur E-Book-Version: Das Inhaltsverzeichnis ist nur auf die Hauptüberschriften der doch sehr langen Abschnitte komprimiert, was die Orientierung im Buch außerordentlich erschwert. Derselbe Detaillierungsgrad wie im gedruckten Buch wäre extrem hilfreich, gerade um zurückzublättern oder nachzuschlagen.
- Olympe de Gouges
Die Rechte der Frau und andere Texte: Mit einem Essay von Margarete Stokowski. [Was bedeutet das alles?]
(6)Aktuelle Rezension von: Trishen77Olympe de Gouges (mit bürgerlichem Namen Marie Gouze) war eine Theaterautorin der Aufklärung und Feministin der ersten Stunde, die sich in den bewegten Zeiten vor und während der französischen Revolution für die Gleichheit aller Menschen (sowohl in Bezug auf Frauen als auch auf afroamerikanische Sklaven) einsetzte.
In dieser kleinen Edition ihrer Texte im Reclam Verlag wurden vier Texte versammelt. Den Anfang machen die „Réflexions sur les hommes Nègres“. Darin setzt sich de Gouges mit der Kritik an ihrem Theaterstück „Zamore et Miza“ (ein Stück über die Konsequenzen der Sklaverei am Beispiel zweier Sklaven) auseinander, begründet ihre Aversionen gegenüber der Sklaverei und verleiht ihrer Überzeugung Ausdruck, dass eine Befreiung und Gleichberechtigung der Sklaven*innen die einzig vernünftige und richtige Handlung darstellt.
Sie beschreibt, wie sie schon früh an der Sklaverei zu zweifeln begann und wie ihr die Verdammung aufgrund der Hautfarbe stets unsinnig erschien; ihre Mitmenschen beantworteten ihre Zweifel mit pauschaler Rassenlogik.
„Doch als ich älter wurde, erkannte ich sehr deutlich, dass es Gewalt und Vorurteil waren, die sie zu dieser schrecklichen Sklaverei verdammt hatten, dass die Natur hieran keinen Anteil hatte, und alles nur auf das ungerechte und mächtige Interesse der Weißen zurückzuführen war. […] Ein Handel mit Menschen! … Gütiger Gott! Dass die Natur nicht erzittert! Wenn sie Tiere sind, sind wir es nicht ebenso wie sie?“
Der zweite Text „Ein nützliches und heilsames Projekt“ beschäftigt sich mit dem Theater in der Revolutionszeit und ist außerdem ein Aufruf zur Einrichtung von Frauenhäusern. De Gouges beklagt, dass, obgleich es zahlreiche Einrichtungen für Kriegsversehrte und andere Gruppen gibt, keine Einrichtungen allein für Frauen, vor allem für Schwangere, zur Verfügung stehen, in denen Sauberkeit und professionelle Betreuung eine Geburt ermöglichen, die für die Frau nicht das hohe Risiko des Kindbetttods bereithält. Es ist, über diesen konkreten Vorschlag hinaus, generell ein Aufruf zur Würdigung des gesellschaftlichen Beitrags der Frau und zur Beschäftigung mit ihrer Lage.
„Oh, Bürger! Oh, Monarch! Oh, meine Nation! Möge meine schwache Stimme im Grunde eurer Herzen wiederhallen! Möge sie euch dazu bewegen, das bedauerliche Schicksal der Frauen anzuerkennen. […] Welche zahllosen Schmerzen erleiden die jungen Damen, bis sie heiratsfähig sind? Welche furchtbaren Qualen empfinden die Frauen, wenn sie Mütter werden? Und wie viele von ihnen verlieren dabei ihr Leben […] oft sieht man junge Frauen, die, nachdem sie Tag und Nacht unter heftigen Schmerzen gelitten haben, in den Armen ihrer Geburtshelfer verscheiden, um im Sterben Männern das Leben zu schenken, von denen sich bis zu diesem Augenblick niemand ernsthaft darum bemüht hat, auch nur das geringste Interesse an diesem allzu unglücklichen Geschlecht zu bekunden, für all die Qualen, die sie ihm verursacht haben.“
Der zentrale und längste Text der Sammlung ist die Schrift „Die Rechte der Frau“, der ein Brief an Marie Antoinette vorangestellt ist (mit der Bitte, nicht gegen das französische Volk zu konspirieren und sich lieber für die Rechte der Frauen einzusetzen) und die sowohl einen Rechtekatalog, als auch den Entwurf eines Gesellschaftsvertrages zwischen Mann und Frau beinhaltet.
In den Rechten heißt im Artikel 1:
„Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten. Die gesellschaftlichen Unterschiede können nur im allgemeinen Nutzen begründet sein.“
Abschließender Text ist de Gouges politisches Testament, in dem sie ihre wichtigsten Überzeugungen noch einmal festhält, geschrieben im Juli 1793, wenige Monate vor ihrem Tod durch die Guillotine.
Es fehlt mir schwer, das Buch zu bewerten. Natürlich ist es ungemein wichtig, eine Vorläuferin und Initiatorin wie Olympe de Gouges zu ehren und ihrem Namen und ihren Schriften den Platz in der Geschichte zu geben, der ihnen gebührt. Und sieht man sie in ihrer Zeit, sind diese Schriften allesamt auf gewisse Weise bahnbrechend.
Trotzdem möchte ich eine Warnung an jene Leute aussprechen, die sich von diesen Texten möglicherweise zu viel erhoffen. Es sind wichtige Dokumente, die starke Gedanken enthalten, sie sind aber ansonsten nicht ganz so gut gealtert. Das mag allerdings auch daran liegen, dass sie innerhalb von historisch-brisanten Kontexten entstanden sind und sowohl das Zeitgeschehen, als auch allgemeine Themen in einem Zusammenhang verhandeln wollten. Diese Verbindung hat ja durchaus etwas Reizvolles, aber die Leser*innen unserer Tage müssen sich das Allgemeine halt aus dem Historischen herauspicken.
Das Nachwort von Margarete Stokowski ist hier eine Hilfe, denn es bringt das Wesentliche und Wichtige in De Gouges Biographie und Werken auf den Punkt, ohne falschen Flair. Als Denkerin sollte De Gouges in jedem Fall allen ein Begriff sein und es schadet sicher nicht, sich mit ihr und ihren Schriften auseinanderzusetzen. Einige ihrer Rufe hallen nach bis in unsere Tage.
„Mann, bist du fähig, gerecht zu sein? Es ist eine Frau, die dir diese Frage stellt; du wirst ihr wenigstens dieses Recht nicht nehmen. Sag mir, wer hat dir die souveräne Herrschaft verliehen, mein Geschlecht zu unterdrücken?“ - William Melvin Kelley
Ein anderer Takt
(95)Aktuelle Rezension von: jenvo82Inhalt
Eine Kleinstadt im Süden der USA im Jahr 1957 – ein farbiger Farmer streut eines Tages systematisch Salz auf seine Felder, vernichtet sein Vieh und brennt letztlich sein Haus nieder. Er nimmt seine Koffer, seine Frau und das kleine Kind mit sich und verlässt ohne ein Wort des Abschieds den Ort. Die weiße Bevölkerung steht fassungslos daneben und folgt dem Spektakel, ohne es einordnen zu können. Direkt danach setzt eine Massenbewegung ein, denn alle Farbigen des Ortes, ca. die Hälfte der dortigen Bevölkerung verlassen nun Tag für Tag, bepackt mit wenigen Koffern, ihre Häuser. Die Bushaltestellen und Bahnhöfe sind voll, geduldig warten die Menschen darauf abzureisen – und niemand stellt sich Ihnen in den Weg. Mutmaßungen gibt es viele, doch nicht eine einzige Erklärung. Nach und nach realisieren die Verbliebenen, was es bedeuten wird, wenn alle Farbigen verschwunden sind und sie nicht einmal mehr einen Schuldigen bestrafen können …
Meinung
Dieses Buch stand seit seinem Erscheinungstermin ungelesen bei mir im Regal, erst jetzt habe ich es im Rahmen einer Challenge hervorgeholt und mich der Thematik der Rassentrennung zwischen Schwarz und Weiß gewidmet. Zunächst ein mühseliges Unterfangen, denn die Story entwickelt sich langsam und bleibt auch in ihrem Verlauf sehr distanziert und irgendwie erschreckend objektiv. Dadurch das ausschließlich die weiße Bevölkerung zu Wort kommt und von außen das Szenario des Weggangs beschreibt, kann man mit den Beteiligten nicht wirklich mitfühlen. Hier hätte ich mir eindeutig eine größere Perspektivenvielfalt gewünscht.
Dennoch gewinnt der Text an Fahrt und zieht den Leser in seinen Bann. Das alte Lied von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und langjährigen Abhängigkeiten klingt immer wieder an. Der Leser hält inne und reflektiert das Geschehen, bemüht, sich die Verhältnisse vorzustellen und die Befindlichkeiten der Beteiligten in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
Fazit
Dieser Roman ist kein direkter Sympathieträger, dafür wirkt er zu strukturiert und nur wenig emotional. Aber er eignet sich hervorragend um einen Einblick zu gewinnen, um Verhaltensmuster zu hinterfragen und sich die tatsächliche Situation nach dem Weggang der Afroamerikaner vorzustellen. Wenn der vermeintlich Schwächere einfach nur konsequent seiner Wege geht und der bisher Dominante, der sich seiner Überlegenheit bewusst war, allein dasteht, wird deutlich, dass sich Rollenbilder ändern können und sich das Gleichgewicht merklich verschiebt. Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen geschichtlich inspirierten Roman mit Nachklang – allerdings muss man die Muße finden, sich in das Geschehen hineinzufinden, sicherlich einfacher, wenn man keine konkrete Erwartungshaltung an den Text stellt.
- Benedikt Klein
Dinosaurier Geschichten für Erstleser
(1)Aktuelle Rezension von: gaby2707Unser Kleiner liebt Dinos und Dinosauriergeschichten über alles. So sind wir um dieses Buch von Benedikt Kein nicht herum gekommen.
Wir lernen den kleinen Brachiosaurus Lars kennen, dessen Hals für einen Langhals viel zu kurz ist und der deshalb von den anderen Langhals-Kindern gehänselt wird; den Pachycephalosaurus Patrick und seinen kleinen Bruder, den er Timo nennt und der so ganz anders aussieht als die anderen Pachycephalosaurusse; den Pteranodon Pablo, der sich mit Dennis einem Dracorex anfreundet, obwohl die jeweiligen Eltern der Beiden das verboten haben; den Eudimorphodon Eddie, einen kleinen Flugsaurier, der erst einen kleinen Schubs braucht um endlich zu fliegen und Pia, ein Parasaurolophus-Mädchen und Tristan, ein Triceratops-Junge, die Detektiv spielen um heraus zu bekommen, wer die Früchte der Triceratops-Familie gestohlen hat.
Mit diesen Geschichten lernen unserer Kleinen nicht nur lesen. Sie erleben durch die Dinos auch wie diese ihre Ängste und Schwächen überwinden. Sie lernen Toleranz, Gleichheit, Solidarität, Diversität, Mut, Vertrauen und Freundschaft kennen.
Die Geschichten sind kindgerecht und sehr verständlich geschrieben. Hier und da kann man auch mal schmunzeln. Neben den vielen Dingen, die es über Dinos zu wissen gibt, lernt man auch noch das ein oder andere Neue. Der Lerneffekt stellt sich spielerisch ein und auch mir machen die Geschichten Spaß.
Noch muss ich unserem Kleinen die Geschichten vorlesen. Aber ich denke, es wird nicht mehr lange dauern und er wird lesen üben wollen um sie dann mir vorlesen zu können.
- Artisan
Why We March: Signs of Protest and Hope--Voices from the Women's March
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Paul Beatty
Der Verräter
(17)Aktuelle Rezension von: reneeEin eigenwilliges Buch! Absolut interessant und vollkommen außergewöhnlich! Wahrscheinlich ist dieses Buch, nachdem ich kurz vorher "Oreo" von Fran Ross gelesen hatte, genau zur richtigen Zeit gekommen. Denn die beiden Bücher sind sich ähnlich. Nicht umsonst werden im Verräter Bezüge zu Fran Ross hergestellt. Denn in ihrem verqueren Denken, in ihrem unbequem und sperrig sein, in ihrem unangenehme Gedanken äußern haben beide Bücher deutliche Berührungspunkte. Auch der Humor ist ähnlich gelagert. Und ebenso sind beide Bücher unterhaltend, wie auch nachdenklich machend, bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Ich hatte den Verräter schon einmal begonnen und wieder weggelegt, aber jetzt, nach "Oreo", war seine Zeit. Ich empfand es als ein interessantes und unangenehmes Buch, aber jemand, der unsere Moral hinterfragt, sollte meiner Meinung nach durchaus gehört werden. Denn über solche Fragen nachzudenken kann nicht schaden. Ein wirklich lesenswertes Buch!
Paul Beatty blickt in diesem Buch über/mit seinem afroamerikanischen Ich-Erzähler auf die USA, auf die Vergangenheit und auf das Jetzt, auf die Stellung der Afroamerikaner in diesem Land und ist dabei richtig bissig. Dabei unterlegt er seinen bissigen/boshaften/satirischen Blick mit vielen Fakten zum Thema Rassismus und der Stellung der Afroamerikaner in den USA. Der Autor betätigt sich auch als Poetry-Slammer, dies merkt man dem Text durchaus an und deshalb gebührt dem Übersetzer Henning Ahrens wirklich ein tosender Beifall, denn dieses Buch so zu übersetzen war mit Sicherheit nicht einfach. Der Autor blickt auf die Afroamerikaner und ihr Leben in den USA, blickt auf den weiter bestehenden Rassismus und lässt seinen afroamerikanischen Ich-Erzähler zu dem fulminanten und provokativen Schluss kommen, ein Zusammenleben der Rassen funktioniert nur mit dem Rassismus und Rassentrennung und führt diese kurzerhand in seiner fiktiven Heimatstadt Dickens, in SZ-Los Angeles, wieder ein. Hominy Jenkins, ein etwas verrückter ehemaliger Kinderstar der Kleinen Strolche bittet den Ich-Erzähler sogar, ihn wieder als Sklaven zu halten, damit er wieder weiß, wohin er gehört. Dem Wunsch kommt der Ich-Erzähler nach und landet dafür und für die Einführung der Rassentrennung vor einem marihuanageschwängerten Gerichtsverfahren. Und in dieser denkwürdigen Gerichtsverhandlung offenbaren sich die verschiedenen Geisteshaltungen in den USA, denn eigentlich sitzt auch die "political correctness" vor Gericht.
Außergewöhnlich, bissig, böse, sperrig, unbequem = Lesen!!!
- Charlotte Roth
Rosa und Leo
(25)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiEin sehr bewegendes Buch mit und über Rosa Luxemburg, ihr Leben, ihr Kampf und ihre Liebe. Ihrem Kampf für die Revolution und Gerechtigkeit, Ihre Liebe zu Leo, der sich nicht verlieben will und kann, weil nur die Revolution an erster Stelle steht.
Ein Satz hat mir sehr gefallen der von Rosa`s Freundin stammt. "Männer! Warum bringt ihnen eigentlich niemand bei, dass sie neben ihrem Hirn auch noch ein Herz haben, das sie gelegentlich benutzen können?"
Man kann lachen, man fiebert mit, ob die Flucht gelingt. Manchmal möchte man Leo schütteln und ihm sagen, jetzt gib doch deinem Herzen einen Stoß. Liebe Rosa so wie sie dich liebt. Man erfährt auch wie Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht sich kennen lernen.
Wer die Geschicht kennt, weiß das sie nicht gut endet.
Die Geschichte hat mich interessiert, weil mein Geburtstag auf den Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht fällt. Als Kind mochte ich es nicht, wenn an meinem Geburtstag immer an den Todestag von beiden erinnert wurde. Mit dem Älter werden habe ich es verstanden. Deswegen habe ich mich für den Roman entschieden um ein bisschen Geschichte in Romanform zu erfahren.
- Simon Philip
Hier kommt Harry!
(4)Aktuelle Rezension von: Naomi13Harry lebt in einer Gemeinschaft von Hasen, in der alle scheinbar gleich sind. Sie bewegen sich auf die gleiche Art, Essen das gleiche, träumen das gleiche... Außer Harry. Seine Leidenschaft ist tanzen, das macht er anfangs heimlich und tanzt auch im Alltag allmählich mehr und mehr aus der Reihe, bis er alle beim großen Ball mit einer Tanzeinlage überrascht. Erst sind alle überrascht und skeptisch, bis sich einer nach dem anderen traut zuzugeben, dass sie auch andere träume und Vorlieben haben. Zum Ende darf jeder sein wie er/sie ist, ganz individuell und trotzdem als Gemeinschaft.
Wir lieben dieses Buch und mein 2,5 jähriges Kind ist begeistert von Harry!
- Lisz Hirn
Geht's noch!
(11)Aktuelle Rezension von: Helmut_HofbauerDie Autorin gibt vor, für die Frauenemanzipation einzutreten. Wenn man das Buch liest, stellt man fest, dass sich die Frauenemanzipation nach den Vorstellungen der Autorin zu verwirklichen hat.
Diese Vorstellungen, die sie selbst als links, liberal, fortschrittlich oder aufgeklärt einordnet, entsprechen nicht den Vorstellungen aller Menschen, die sich für die Frauenemanzipation einsetzen, und auch nicht den Vorstellungen aller Menschen, die sich selbst für links, liberal, fortschrittlich und aufgeklärt halten.
Aus diesem Grund verwendet die Autorin die Bezeichnung "Biedermänner" und "Biederfrauen" für alle Menschen, die nicht nach ihrer Fasson glücklich werden wollen. Dieser Vorwurf trifft nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Und er trifft nicht nur Menschen mit konservativem politischem Weltbild, sondern auch solche, die sich selbst für links und fortschrittlich halten, aber nicht in allen Punkten mit den Überzeugungen der Autorin übereinstimmen.
Da sich das Buch nicht bei den konkreten Phänomenen aufhält, um sie genauer zu analysieren, sondern eilig über sie hinweghastet, lernt man daraus nichts Neues, was über das hinausgeht, was man auch schon in den Medien gehört und gelesen hat.
Da das Buch überdies für eine sehr spezifische politische Situation in Österreich geschrieben ist - die schwarz-blaue Koalition, die bereits vorübergegangen ist - hat es auch seine unmittelbare Aktualität verloren.
- Julie Otsuka
Solange wir schwimmen
(41)Aktuelle Rezension von: Sophia-liestAlice ist pensionierte Rentnerin und schwimmt täglich ihre Bahnen im Schwimmbad der Stadt, was unterirdisch liegt und wo es immer nach Chlor riecht. Täglich kommen die immer gleichen Menschen hierher: der Blumenverkäufer, die Langsamschwimmer, die Inhaberin des Lottogeschäfts und viele mehr. Sie haben ihre Rituale eingeprägt und jeder kennt seine Bestimmung hier. Im Wasser sind alle gleich, egal wie fit oder alt.Als in Bahn vier jedoch eines Tages ein kleiner Riss zu sehen ist, ignorieren ihn die einen und machen weiter wie bisher die Anderen. Bald jedoch wird Bahn vier gesperrt und die Gerüchte nehmen zu. Die Menschen nehmen den Riss mit nach Hause, lassen ihn größer werden. Auch die Verwaltung des Schwimmbads kümmert sich nun um den Riss in Bahn vier, in dieser Zeit vergisst Alice die Namen ihres Mannes und ihrer Tochter.
Ich hatte bereits "Wovon wir träumten" von Julie Otsuka gelesen und war sehr gespannt auf diesen Roman von ihr. Auch wenn das Buch nur fünf Kapitel beinhaltet, haben die es gewaltig in sich. Die Autorin erzählt leise und unaufgeregt vom Beginn einer Demenz bei einer fitten Rentnerin. Der Erzählstil ist typisch Otsuka, mich hat er zu jeder Zeit abgeholt und berührt.
Grob lässt sich das Buch in zwei Teile unterteilen: im ersten Teil wird das Schwimmen beschrieben, es wird mal mehr, mal weniger auf die Menschen im Schwimmbad eingegangen, es werden die Regeln und die Rituale beschrieben. Schwimmen bedeutet für die meisten Auszeit, Freiheit, Selbstbestimmung und Loslassen. Im zweiten Teil wird auf die beginnende Demenz Alice´ eingegangen. Sie vergisst immer öfter Namen und verlegt Dinge, irgendwann muss sie ins Pflegeheim, auch das wird hervorragend und eindrücklich beschrieben.
Eine wirkliche Handlung sucht man in dem Buch vergebens, aber das ist auch nicht nötig, denn das Buch erzählt seine eigene Geschichte über die Gemeinschaft beim Schwimmen, den Riss im Schwimmbad und im Kopf. Sprachlich hervorragend ausgearbeitet ist das Buch eine große Metapher.
Ich hatte vorher so gut wie keinen Zugang zum Thema Demenz, dieses Buch gibt dem Leser einen Zugang, ohne belehrend zu wirken. Eine Empfehlung für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen möchten und einen hervorragenden Roman lesen möchte!
- Dr. Seuss
Horton Hears a Who
(1)Aktuelle Rezension von: OrishaElefant Horton traut seinen Ohren nicht. Als er eine Pusteblume aufsammelt, meint er Stimmen zu hören - ganz leise Stimmchen. Es sind die Whos, die mit ihrer Stadt Whoville auf der Blume leben. Horton beschließt sie fortan zu beschützen, doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn die anderen Waldbewohner halten Horton für verrückt und das hat gefährliche Folgen.
"Horton hears a who" ist ein goldige Geschichte für Groß und Klein. In Reimen geschrieben, kommen sie in gewohnter Dr.-Seuss-Manier daher und es macht einfach Spaß seine Bücher zu lesen. Horton ist ein toller Charakter und die Message des Buches ist einfach: "a person's a person no matter how small". Grundwerte, wie ein soziales Miteinander unabhängig von Herkunft oder Größe, kurzum die Gleichwertigkeit aller Individuen sind hier das Hauptthema und Seuss schafft es perfekt diese Werte kindgerecht zu vermitteln.
Fazit: Ein großartiges Kinderbuch, dass sie mit ihren Kindern lesen sollten. Denn "a person's a person no matter how small". Empfehlenswert. - 8
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![Die Rechte der Frau und andere Texte: Mit einem Essay von Margarete Stokowski. [Was bedeutet das alles?] Cover des Buches Die Rechte der Frau und andere Texte: Mit einem Essay von Margarete Stokowski. [Was bedeutet das alles?] (ISBN: 9783159613703)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/9783159613703_1541342002137_xxl.jpg)








