Bücher mit dem Tag "glücksspiel"
50 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(987)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Marc Hofmann
Alles kann warten
(18)Aktuelle Rezension von: andheuhttps://andheu.com/2018/08/11/alles-kann-warten-marc-hofmann/ - Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Der Spieler
(290)Aktuelle Rezension von: black_cat595Vibes:
🔸Sprachlich gekonnt
🔸kritisch
🔸Spielsucht
🔸provokativ
Zunächst möchte ich erwähnen, dass man stellenweise wirklich den Wunsch hegt man möge doch die französische Sprache beherrschen, da einige Abschnitte mit vielen französischen Sätzen und Aussprüche gespickt waren und das ohne Übersetzung. Das Verständnis des Geschehens ist dadurch nicht beeinträchtigt gewesen, aber insgesamt ist es dennoch ein unschönes Gefühl.
Die Geschichte selbst ist unfassbar gut aufgebaut und geschrieben. Die Charaktere werden am Anfang etwas überfallartig vorgestellt und es ist ein wenig anstrengend da den Überblick zu behalten. Aber die Beziehungen zueinander werden oft wiederholt und so wird man nie abgehängt. Zusammen mit dem Hauptcharakter kann man dann die Verwicklungen der Beziehungen der Charaktere untereinander aufdecken und versteht so mit jeder neuen Seite mehr von dem was eigentlich vor sich geht.
Ein zentrales Element ist in der Geschichte das Roulette. Es wird absolut überzeugend und gekonnt dargestellt. Nicht nur der Ablauf selbst, sondern auch die Sogwirkung, die diese Sorte von Spiel ausübt.
Spätestens am Ende der Geschichte waren die Rollen der meisten Charaktere größtenteils klar. Diese wurden im Verlauf zusammen mit dem Hauptcharakter aufgedeckt, um die Verwicklungen untereinander besser zu verstehen.
Insgesamt ein sehr gelungenes Werk, dass mich begeistern konnte!
- Benedict Wells
Fast genial
(460)Aktuelle Rezension von: balotteEin fast perfektes Buch, was bis zum Ende hin sehr spannend und mitfühlend geschrieben ist. Es geht um Francis, der auf der Suche nach seinem leiblichen Vater ist. Der Plott kam irgendwie erwartet, aber auch völlig unerwartet. Erwartet habe ich, dass das nicht alles sein konnte, das da noch etwas passieren musste und so war das Ende dann doch sehr spannend. Aber die letzten Szenen fand ich fies, weil man am Ende doch nicht so genau wusste, was nun Phase ist. Ich denke mir meinen Teil...
- Adam Fawer
Null
(222)Aktuelle Rezension von: gerda_badischlauf einen zug durchgelesen. habe mit den 3 helden mitgefiebert und caines emotionen gut nachvollziehen können. die anderen personen habe ich immer wieder verwechselt, und ihre motivationen eher unlogisch gefunden (wozu entführen die wissenschaftler die versuchsperson, statt die formel für das medikament zu stehlen?)
die wissenschaftlichen teile dazwischen sind unlogisch und unpassend eingefügt (immer wieder erklären sich geniale wissenschaftler gegenseitig dinge, die jeder maturant wissen sollte - und das seitenlang: schrödingers katze, das doppelspalt-experiment, der laplace'sche dämon ... mit waffen und der ausbildung russischer spione kenn ich mich überhaupt nicht aus, aber auch die ausführungen dazu kommen mir sehr simpel und schlecht recherchiert vor.)
und dass der held mit seiner zertrümmerten kniescheibe kilometer- und tagelang auf der flucht ist ... naja.
aber - wie gesagt - trotzdem spannend.
- Fjodor M. Dostojewski
Der Spieler
(37)Aktuelle Rezension von: lesemausIn Roulettenburg treffen Menschen aufeinander, die Geld- und Liebesprobleme haben. Aber auch gleichzeitig mit Menschen spielen.
Jeder aus der Geschichte versucht mit dem Spielen viel Geld zu machen, was in den meisten Fällen nicht geschah. Eines Tages trifft die Nachricht ein, dass die Erbtante vom General das Zeitliche gesegnet hat, aber dies ist nicht der Fall. Denn einige Tage später trifft sie putzmunter und voller Energie in Roulettenburg ein. Und gemeinsam mit Aleksej Iwanowitsch, der der Hauslehrer vom General ist, spielt und gewinnt sie im Casino viel Geld. Aleksej liebt Polina unsterblich und macht alles um ihre Liebe zu gewinnen, sie aber nutzt ihn nur aus. Wie die einzelnen Geschichten der Beteiligten ausgeht, verrät das Buch.
Mir hat das Buch nicht viel mitgeben können, so dass ich sehr enttäuscht das Buch beendet habe. Mich hat auch der Schreibstil nicht überzeugend können, so dass ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen kann. - Monica Murphy
Fair Game - Jade & Shep
(134)Aktuelle Rezension von: LesemamaBewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Jade ist mit ihrem Freund in der illegalenSpielhölle von Shep, Gabe und Tristan als ihr Freund sein ganzes Geld verspielt und sie als Einsatz nimmt. Und natürlich verliert.
Shep will ein Date mit ihr, Jade ist zurecht angepisst, ihr Freund ist ab sofort ihr Ex.
Eigentlich ist Shep ein Player, höchstens eine Nacht die gleiche Frau. Nur von Jade scheint er nicht genug zu bekommen, dabei ist sie zu Beginn alles andere als freundlich zu ihm.Meine Meinung:
Ich mag keine Cover mit Personen drauf, aber der Klappentext hat mich angesprochen, also wollte ich es auch lesen.
Und ich wurde nicht enttäuscht, natürlich ist von Beginn an klar, wo die Story hinführt, aber der Weg dorthin war ganz niedlich, humorvoll und auch prickelnd.
Shep und Jade sind sympathisch zusammen, was man von so manch anderem nicht sagen kann.
Ein gut zu lesender Schreibstil, auch die pikanteren sind so geschrieben, daß es Spaß macht sie zu lesen.
Ich werde mir wohl den zweiten Teil mit Gabe auch noch ausleihen und lesen. - Ian Fleming
James Bond
(94)Aktuelle Rezension von: HoldenDer Auftakt zur Bond-Reihe von Ian Fleming, und das Buch, mit dem die Filme mit Daniel Craig begannen: Bond wird beauftragt, sich nach Royale-les-Eaux in Nordfrankreich zu begeben, um es dem Sowjetagenten Le Chiffre zu verhindern, daß dieser sich am Bakkarattisch bereichern kann. Das Geld benötigt dieser dringend, um die Gewerkschaftskasse der kommunistischen Gewerkschaft auszugleichen auszugleichen, die dieser zuvor geplündert hatte. Sehr spannend und die Geburtsstunde einer Filmfigur für die Ewigkeit. Ich fände eine wortgetreue Verfilmung interessant, mit Le chiffre als Agent der UdSSR und Vesper als MWD-Agentin, aber natürlich ohne Bonds Sexismen. - Alexandra Flint
Lakestone Campus of Seattle, Band 2: What We Lost
(77)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Auf Brynns Geschichte habe ich mich sehr gefreut. Ich fand sie super sympathisch und hab bei ihrer Familie wirklich regelmäßig echt die Krise gekriegt😂
Da gefiel es mir aber gut, dass Brynn und Kace bei Problemen diese dich recht schnell auch ohne großes Drama bereinigen konnten. Das fand ich sehr angenehm.
Ich habe mit beiden und ihren Träumen und Problemen total mitgefiebert und mitgelitten.
Es war eine wirklich schöne Geschichte. Und durch das Ende und all die Andeutungen bin ich sehr gespannt auf Band 3
5 Sterne
- Jenny Rogneby
Leona
(65)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderLeona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen . - Tibor Rode
Das Los
(49)Aktuelle Rezension von: mesuUnd wieder ein außergewöhnliches Buch von Tibor Rode.Geschickt und mit viel Einfallsreichtum verknüpft er eine Geschichte von der ersten Lotterie in der Vergangenheit bis zu unserer Gegenwart. Er lenkt die Pfade der Protagonisten um Glück, Spiel, Macht und Gier und fesselt mit seinem Schreibstil den Leser bis zum Ende.Überraschende Wendungen und eine interessante Geschichte machen das Buch zu einem echten Geheimtipp!Lesen empfehlenswert
- Anne Lay
Win my Heart: Spiel um die Liebe
(33)Aktuelle Rezension von: MayaRottenmeierDate the Millionaire – Spiel um die Liebe
von Anne Lay, 268 Seiten, Neuauflage am 29.10.2020, DIGITAL PUBLISHERSZur Handlung:
Sonja steht kurz vor der Scheidung mit einem Berg Schulden da und nutzt jede Chance, um diese loszuwerden. Der Gewinn eines Blackjack-Turniers ins Frankfurt, würde ihr helfen und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Glück im Spiel oder Glück in der Liebe? Was wird am Ende die Oberhand behalten?Zu den Figuren:
Sonja Reinhard ist 28 Jahre alt und lebt in Köln. Sie ist für einen Neustart bereit und tritt dem Leben aufgeschlossen gegenüber. Sonja ist eine Frau mit Prinzipien, Anstand, Humor und viel Herz.Hotelbesitzer Hassan Djamali ist ein warmherziger und angenehmer Mann, der seinen Beruf liebt und sich nach einer Frau an seiner Seite sehnt, seit er Sonja das erste Mal gesehen hat.
Die Entwicklung der Figuren legt ein angenehmes Tempo vor, wobei Sonja mir häufig zu unentschlossen und widersprüchlich agiert. Generell bleiben beide eindimensional.
Zur Umsetzung:
Der Schreibstil ist weitestgehend flüssig zu lesen. In der Geschichte verbringe ich viel Zeit in Casinos und höre Begriffe, die mir überhaupt nichts sagen. Ein neuer Job führt Sonja nach Aachen in ein Hotel und dort macht es mir wesentlich mehr Spaß, an ihrer Seite zu sein. Die Entwicklung zwischen Sonja und Hassan beginnt verheißungsvoll, findet jedoch ein abruptes Ende. Der weitere Verlauf entspricht eher weniger meinem Lesegeschmack, denn ich mag es, wenn eine Frau sich nimmt, was sie will und dabei deutlich kommuniziert, anstatt sich hinter sinnlos auferlegten Anstandsregeln zu flüchten, die nur von ihr selbst kommen.Hassan gibt für meinen Geschmack zu rasch auf, aber seine Denkansätze liegen mir. Die raren expliziten Szenen sind ansprechend geschrieben. Ich vermisse beim Lesen das Kopfkino und einige Emotionen. Die sich anbahnende Liebesbeziehung überzeugt mich nicht. Die Geschichte wird aus Sicht der 3. Person geschildert und ich wechsle zwischen Hassan und Sonja hin und her. Generell passiert jede Menge in den wenigen Seiten, so das keine Langeweile aufkommt.
Mein Fazit:
„Date the Millionaire - Spiel um die Liebe“ bietet mir ein kurzweiliges Lesevergnügen ohne Langeweile, leider auch ohne Tiefgang. Es ist ein knackiger Snack für zwischendurch, der mich hungrig zurücklässt.Deshalb vergebe ich 3 prima Sterne von 5 und eine Leseempfehlung.
- Claude Cueni
Das große Spiel
(38)Aktuelle Rezension von: SydneyMansonEs handelt sich um die Lebensgeschichte von John Law of Lauriston, welche hier in Romanform erzählt wird.
Insgesamt ist diese auch interessant, allerdings ist mir persönlich das Buch streckenweise leider zu langatmig und einige Handlungsstränge sind gefühlt irgendwo im Buch untergangen und wurden dann nicht mehr groß erwähnt oder aufgelöst. Teilweise kam man auch mit den Figuren etwas durcheinander.
Viel mehr kann ich über dieses Buch auch nicht sagen, da es mich nicht groß gefesselt hat. Für mich ein mittelmäßiger historischer Roman mit vielen Längen.
- Mario Puzo
Der letzte Pate
(39)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchMit diesem Buch hat Mario Puzo ein weiteres Meisterwerk der Mafialiteratur vorgelegt.
Puzo schafft es wieder einmal die Welt zwischen Leben und Tod in einer herrlich blumigen Sprache darzustellen und so den Leser ein ums andere Mal in Staunen zu versetzen.
Wobei der Letzte Pate eher durch Sexorgien als durch Ballerorgien besticht. Dennoch ist die doch teils schockierende Story rund um Cross De Lena, seiner Liebe zu Athena Aquitane, dem Kampf um die Führung über den Clericuzio Clan, deren Umstieg ins legale Leben, Las Vegas, der Glücksspielmetropole, und Hollywood, dem Sumpf der Reichen und Schönen, durchgehend auf hohen Niveau und bis zum Ende spannend.
Denochhat mich das Szenario teilweise etwas nachdenklich gestimmt.
Alle die ihre moralischen Skrupel aussen vor lassen können (und auch die es nicht können), erwartet mit dem Letzten Paten ein sehr spannedes, mitreissendes Werk das von keinem Mafia- oder Puzo Fan übergangen werden sollte. - John Grisham
Bestechung
(67)Aktuelle Rezension von: itwt69Der Kriminalroman lässt vor allem am Anfang und zum Schluss die nötige Spannung vermissen. Zudem würde der Originaltitel "The Whistleblower" deutlich besser passen. Dazwischen entspinnt sich eine mafiöse Story rund um ein Verbrechersyndikat, das schon seit Jahrzehnten unbeirrt arbeiten kann. Auch deswegen ist der Schluss doch ziemlich unrealistisch.
- Ella Green
Obscure Secret
(4)Aktuelle Rezension von: Kati-BooksWolf, dessen richtiger Name Damian Remington ist, sieht sich nicht als guter Mensch. Doch was ist, wenn eine junge Mexikanerin hinter die Mauer seines Herzens gelangt? Was geschieht, wenn eine geschundene Seele in eine andere gepeinigte Seele blickt?
Valentina Juana Flores Garcia möchte Freiheit und die Chance auf ein besseres Leben, doch was, wenn sie stattdessen als Ware im Underground behandelt wird?
~
Das Cover verbreitet eine dunkle Spannung, die sich auch auf den ersten Seiten des Buches widerspiegelt. Das erste Viertel des Buches hat mich in eine packende Handlung gezogen, mit Nervenkitzel und Gänsehaut. Schade das dies nach und nach weniger wurde und inhaltliche Wiederholungen auftraten. Auch wurde die Handlung vorhersehbar, es wurden keine unerwarteten Wendungen eingeflochten, was sehr schade beim lesen war.
Für mich eine Story, die größeres Potenzial haben könnte.
- John Grisham
Bestechung: Roman
(3)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderLacy Stoltz ist eine angesehene Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde. Sie will einen Richter zu Fall bringen, der anscheinend Gelder entgegen genommen hat und so über viele Jahre Urteile anders gefällt hat. Was ist an der Geschichte dran und wer sind die Drahtzieher und dann wird es für Lacy Stoltz auch gefährlich. Ich liebe John Grisham Romane und man hat immer eine super Unterhaltung. Mit Bestechung schreibt er einen seiner besten und es ist alles so dicht erzählt und auch die amerikanische Geschichte findet hier Platz und man wagt sich mit Grisham auf ein neues Gebiet und es ist und bleibt einfach super spannend, bis man das tolle Buch zu klappt.
- Grégoire Delacourt
Alle meine Wünsche
(194)Aktuelle Rezension von: PunktundKommaWas würdest du dir wünschen, wenn plötzlich alles möglich wäre? Eine Frage, so schlicht sie scheint – und doch voller Potenzial.
Kurz vorweg:
Der Roman bildet das Vorspiel zu dem aktuellen Buch »Alle meine Träume« von Grégoire Delacourt. Ich hatte das Buch bei Instagram entdeckt – das Cover hatte mich sofort angesprochen, und der Klappentext klang vielsprechend. Nun möchte ich das Buch unbedingt lesen und besprechen. Gekauft ist es schon, doch zunächst wollte ich unbedingt die Vorgeschichte »Alle meine Wünsche« lesen...Die Story:
Jocelyne ist verheiratet, die Kinder sind groß, und lebt ein ruhiges Leben in einer kleinen Stadt. Sie führt ein Kurzwarenlädchen und bloggt über Handarbeit. Doch als sie überraschend im Lotto gewinnt, stellt sich nicht nur die Frage, was sie sich leisten kann – sondern was sie wirklich will.Zum Buch:
Der Autor erzählt in »Alle meine Wünsche« eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über das, was wirklich zählt im Leben. In einer feinen Sprache mit überzeugenden Bildern hinterfragt er auf sensible Weise den Traum von Reichtum, schreibt über Sehnsüchte, Ängste, über den Luxus von Zufriedenheit und über die Entscheidungen, die das Leben prägen. Kein Kitsch, sondern kluge, warme Literatur über das Glück – und seinen Preis.Das Buch ist nicht lang und schnell gelesen, aber hat einen kleinen Nachhall-Effekt, sodass ich mich nun auf die Fortsetzung der Geschichte freue – zum Glück liegt das Buch bereits auf meinem Lesestapel.
Leseempfehlung für alle, die Geschichten lieben, die unter die Oberfläche gehen.
Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2025/08/22/alle-meine-wuensche/
The "Sopranos"
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintIm Januar 1999 präsentierte der amerikanische Pay-TV-Sender "HBO" seinen Abonnenten einen gebeutelten Mobster aus Nord-New Jersey, der nach einer Panikattacke die Hilfe einer Psychiaterin sucht.
Tony Soprano ist der unter hohem psychischen Stress leidende Boss und Dr. Jennifer Melfi die Psychiaterin, die in vielen kommenden Folgen in exquisiten Dialogszenen die Probleme des immer weiter aufsteigenden Mafiosi sowohl im familiären aber wie auch im geschäftlichen Bereich analysiert. Doch es bleibt nicht nur bei der Bewältigungsarbeit der Panikattacken des Mobsters, sondern die Serie erzählt in 86 Episoden neben Tony Soprano's Versuchen, sein Familienleben halbwegs in Balance mit seinen Machenschaften einer kriminellen Organisation zu halten auch von den Machtkämpfen der Familien in New Jersey und in New York City. Es gibt Turbulenzen mit anderen Mafia-Mitgliedern und Rivalen. Bis zum Ende der Serie im Jahre 2007 verfolgt der Zuseher die Entwicklung der Hauptfiguren. Soprano's Kinder werden groß, Freund*innen und Familienmitglieder kommen, gehen oder sterben... es gibt brutale wie auch wunderbar komödiantische Momente... die Serie hält ein hohes Niveau bis zu der vieldiskutierten letzten Folge.
Dieses Buch ist ein herrlicher Begleiter, wenn man sich die Serie zum ersten oder auch wiederholtem Male ansieht. Über 200 sehr schöne Farbfotos rufen herrliche Momente der Serie in Erinnerung. Es gibt erhellende Interviews aber auch Charakterstudien der Darsteller*innen über die Figuren, die sie spielen. In 7 kurzweiligen Kapiteln bekommt der Leser die Absichten und Ideen des Serienschöpfers David Chase vermittelt sowie die Arbeitsweisen der Mitproduzenten, der Drehbuchschreiber, der Location Manager und die Wichtigkeit der ausgewählten Songs in den einzelnen Episoden. Das Buch breitet ein umfassendes Wissen zu dieser TV-Serie aus, die den "Peabody Award" (Auszeichnung für die beeindruckendsten, innovativsten und richtungsweisendsten Produktionen in Radio und Fernsehen) für die ersten beiden Staffeln sowie 21 Primetime-Emmy-Awards und 5 Golden Globe Awards gewann und von Kritikern und Publikum gleich zu einer der besten und bahnbrechendsten TV-Shows aller Zeiten gekürt wurde.
Neben einem prägnanten Episodenführer offeriert dieses Buch auch ein "Who's Who" der Serie: Mit Bild und kurzer Vita werden die "New Jersey"- und "New York"-Familienmitglieder dargestellt (dekorativ mit Totenköpfen neben den Personen versehen, die im Laufe der Serie das Zeitliche segnet) sowie die Agenten des FBI... und es gibt ausführliche Seiten zu den "Freunden und Feinden" der Figuren.
James Gandolfini, der mit 51 während eines Italienurlaubs an einer Herzattacke starb, machte die Rolle des Tony Soprano zu seiner ganz eigenen unheimlich sympathischen, liebevollen aber auch bedrohlichen und brutalen Figur. Er wie auch die restlichen Mitstreiter*innen brillieren in ihren Rollen. Die Figuren stagnieren nicht, sondern sie wachsen und verändern sich und diese Entwicklungen machen neben all den Geschichten um Müllbeseitigung, Prostitution, Glücksspiel und Korruption einen immensen Spaß!
Dieses Buch vervollkommnet die Wonne! Eine Empfehlung zum Einstieg in die Welt der Sopranos oder als Auffrischung des Gesehenen oder kurzweilige Begleitung beim Schauen!
- Leonardo Padura
Anständige Leute
(20)Aktuelle Rezension von: HansDurrerWer in Havanna überleben will, muss flexibel sein. Dem ehemaligen Polizisten Mario Conde, mit den Beatles aufgewachsen und mittlerweile über sechzig, handelt mit Büchern, gebrauchten Kleidern, kaputten Elektrogeräten und anderem mehr, als ihm im angesagtesten Lokal der Stadt ein Überwachungsjob, in dem er die Gäste unter die Lupe nehmen soll, angeboten wird. Obwohl Null Bock darauf, gegenüber den Verlockungen (zehn Dollar pro Abend plus ein komplettes Menü), die damit einher gehen, ist er machtlos.
Dann springt der Autor zum Jahrhundertbeginn (dem 19ten, nicht dem 20sten) zurück, als Havanna mit „Das Nizza Amerikas“ angepriesen wurde. Wie Leonardo Padura das typisch Kubanische schildert, ist überaus gelungen. So schildert er das Land als eines, „das sich Erleichterung verschafft, indem es alles Enttäuschende vergisst“ und den Nationalhelden José Martí als jungen Mann von schlichtem und romantischem Gemüt, „der noch an die republikanischen Ideale, Gerechtigkeit und andere utopische Vorstellungen glaubte.“
Anständige Leute ist sowohl Krimi als auch eine aufschlussreiche Lektion in Geschichte – so erwartete man am 11. April 1910, dass der Halleysche Komet auf die Erde treffen würde (die Reaktionen auf den bevorstehenden Weltuntergang illustrieren überaus treffend, wo die Prioritäten der Menschen liegen – die Gier kommt definitiv vor der Moral). Doch vor allem schildert dieser Roman die kubanische Mentalität, die sich ... doch lesen Sie selber, es lohnt!
Zu dieser Zeit gab es auch einen bestialischen Mord im Rotlichtmilieu, an dem sich eine Fehde zwischen zwei Gangsterbossen entzündet. Die Hierarchien von damals und die von heute – die zeigt dieser Roman sehr schön – sind sich ausgesprochen ähnlich. Leute mit Geld ebenso.
Es gehört zur Magie der Wörter, dass sie Bilder und Gerüche in unserem Kopf entstehen lassen, und so bin ich oft in Havanna, wenn ich vom Prado, dem Malecón und dem Hotel Inglaterra lese, denn mir war die Stadt einmal recht gut bekannt, da ich dort geheiratet habe. Und natürlich geht mir auch immer mal wieder meine Ex durch den Kopf, die alles zumeist normal fand, während mir selber alles sehr, sehr eigenartig vorkam, wozu auch die kubanische Vorliebe fürs fettreiche Essen gehört.
Stolz, Rassismus, Nationalismus, Korruption und alles andere, das dem Menschen nicht gerade zu einer erfreulichen Spezies macht, kommen zu Sprache. Anständige Leute liest sich gut und ist vielfältig aufklärend. Das Zitat aus der Süddeutschen „Wer Kuba verstehen will, muss Leonardo Padura lesen“, ist trotzdem falsch, denn eine Vorstellung von einem Land zu haben, ist etwas ganz anderes, als dieses zu erleben. Nichtsdestotrotz lernt man in diesem Buch einiges über Kuba bzw. die Kubaner, die so schlau und mitfühlend, so witzig und niederträchtig sind wie andere auch, vielleicht jedoch nationalistischer.
Der Besuch Obamas sowie das Konzert der Rolling Stones stehen bevor, als ein gefürchteter und gehasster Kunst-Zensor, der eine stalinistische Kulturpolitik betrieb, brutal ermordet wird. Wie diese Kulturpolitik funktionierte, schildert Leonardo Padura höchst eindrücklich. Für mich gehören diese Ausführungen, bei denen man die Angst fast mit Händen greifen kann, zu den stärksten Stellen dieses gut geschriebenen Romans.
Was Havanna als Stadt einzigartig macht, ist die Avenida del Malecón, deren Ufermauer „man zugute halten konnte, die längste öffentliche Bank der Welt zu sein.“ Wunderbar! Wobei: Havanna ist nicht Kuba. Leonardo Padura macht das unter anderem an seinem Protagonisten Mario Conde deutlich, der vom Land in die Stadt gekommen war. „Vieles von dem, was mir hier noch vor Kurzem übertrieben, aussergewöhnlich, anormal, ja unmoralisch erschienen war, kam mir inzwischen geradezu alltäglich vor.“
So sehr dies ein sehr kubanischer Roman ist, vieles wenn nicht das meiste, trifft auch auf andere Weltgegenden zu. „Wie die Konservativen überhaupt die Partei sein wollten, welche die befleckte Ehre Kubas wiederherstellen, auf die Einhaltung der guten Sitten achten und zugleich den Glauben an den Fortschritt fördern würde. Viele Leute nahmen ihnen die Geschichte ab. Oder auch nicht, aber das hat nie eine grössere Rolle gespielt auf unserer von der Tropensonne gepeinigten Insel, wo der Zynismus – und nicht das aufrichtige Bekenntnis zu den eigenen Anschauungen – eine weit verbreitete Lebenshaltung darstellt.“
Conde wundert sich, woher die Leute so viel Geld haben. Und er führt am Beispiel seines ehemaligen Schulkameraden Miki, der Schriftsteller geworden aus, aus, was zum Erfolg nötig ist. Die Formbarkeit bzw. die Fähigkeit sich anzupassen.
Anständige Leute ist auch ein Roman, der sich mit Grundsätzlichem auseinandersetzt. Und es ist nicht zuletzt dies, was ihn wesentlich auszeichnet. „Wer interessiert sich heutzutage noch für so etwas wie Anstand?, fragte sich Conde. Wer legte in diesen Zeit noch Wert darauf, ein anständiger Mensch zu sein?“ Auch Lao Tse zitiert er. „Fühlst du dich traurig und bedrückt, lebst du in der Vergangenheit; bist du voller Begierde, lebst du in der Zukunft; Erfüllt dich Frieden, lebst du in der Gegenwart.“
Fazit: Gut geschrieben, aufschlussreich und oft sehr witzig.
- Jessica Sorensen
Unbeautiful
(1)Aktuelle Rezension von: DrunkenCherryDurch Zufall bin ich beim Stöbern auf dieses Buch von Jessica Sorensen gestoßen und musste gleich loslegen mit lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im New Adult Bereich ist Jessica Sorensen für mich eine Ausnahmeerscheinung. Ihre Protagonisten sind keine glattgebügelten Schönlinge, hören Rockmusik und haben meist richtig dunkle Geheimnisse.
So auch hier. Ryler ist der Goth-Junge, der von seinem Vater zur Beihilfe beim Glücksspielbetrug benutzt wurde.
Und Emery erscheint äußerlich zwar wie ein nettes Mädchen, hat aber ziemlich heftige Sachen durchlebt.
Doch hier wird sich nicht einfach verliebt - es gibt auch noch ein ziemliches Rätsel um Emery, das der Leser mit Spannung verfolgt.
Normalerweise bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen, aber hier konnte ich den Plottwist lange Zeit nicht erahnen und bin positiv überrascht worden, was die Autorin sich hier einfallen lassen hat.
Mir gefällt auch, wie Jessica Sorensen es auf wenigen Seiten schafft, Nähe zwischen den Protagonisten zu erzeugen, ohne, dass es aufgesetzt wirkt. So fiebert man mit ihren Figuren jedes Mal mit.
Eroisch geht es hier auch zu, jedoch erwarte ich für den zweiten Band in dieser Hinsicht noch eine Steigerung.
Eine tolle, außergewöhnliche New Adult Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man dieses Genre mag. - Harald Schmidt
Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy
(31)Aktuelle Rezension von: Daniela_WeigelDer 33 jährige Finanzbeamte Alfred lebt ein sehr ruhiges Leben mit seinem Teddy Bienchen. Mit Frauen hatte er bisher keinen näheren Kontakt. Hat ihn doch seine Mama immer vor Frauen gewarnt.
Doch dann zieht eine neue Nachbarin ein und stellt sein komplette Leben auf den Kopf.
Humorvoll erzählt er die Geschichte von Alfred, ein liebenswerter Mann der durch die Erziehung seiner Mutter leider etwas Weltfremd ist. Zusammen mit Verena und Pfarrer Hollerberg reisen Alfred und Bienchen in ferne Länder. Dort lernen sie Menschen kennen, mit denen das Leben es nicht gut gemeint hat.
Eindrucksvoll erzählt der Autor wie in manchen Ländern von der Großindustrie mit den Einheimischen umgegangen wird. Er zeigt auf das oftmals immer noch nur das Geld die Welt regiert. Das hat mich doch nachdenklich zurück gelassen.
Diese Geschichte hat mich sehr berührt, denn sie zeigt was durch Liebe, Freundschaft und vertrauen alles möglich ist. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und waren mir sehr sympathisch.
Eine Geschichte der es an nichts fehlt, die einen zum nachdenken anregt, und einem zeigt jeder Mensch ist einmalig und man sollte ihn genau so nehmen wie er ist.
Absolute Leseempfehlung
Von mir gibt es 10 Herzen - Erica Ruth Neubauer
Mord im Mena House
(37)Aktuelle Rezension von: DorGerDas Leben von Jane ist ohnehin nicht so schön, wenig Geld, reiche unfreundliche Verwandschaft, ein traumatisches Eheleben - da wird sie auch noch verdächtigt, die schillernde Anna erschossen zu haben. Nackte Panik, die Polizei will den Fall wegen des wichtigen Tourismus schnell abschließen, bringt sie zum Selbstermitteln. Und dabei erhält sie ungefragt Hilfe vom rätselhaften Redvers.
Blutiges Massaker gibt es in dem Buch nicht, die Protagonisten versuchen, ein passendes Bild zusammenzusetzen, in dem jedes Puzzlestück seinen Platz findet. Entsprechend langsam entspannt sich der Spannungsbogen, Janes Erzählweise ist mit wunderbarem Sarkasmus und schwarzen Humor gespickt, ich hab sie sofort ins Herz geschlossen! Der Stil ist angenehm leicht und entführt bildhaft nach Ägypten.
Direkte Reden wurden hin und wieder nicht geschlossen, ein paar Beistrich- und Tippfehler. Hielt sich aber in Grenzen.
- Graham Greene
Heirate nie in Monte Carlo
(16)Aktuelle Rezension von: ANATALAch wie wunderbar ist dieses kleine Büchlein! Es erzählt die Geschichte eines Paares die Ihre Flitterwochen eher etwas ungewollt im Monte Carlo der Fünfziger Jahre verbringen. Und weil sie schon mal dort sind, versuchen die beiden Ihr Glück im Spiel und verspielen dabei vielleicht Ihre Liebe. Graham Greene erzählt einfach wunderbar schnörkellos, ohne große Ausschmückungen, aber eben genau richtig um dem Leser die entsprechenden Bilder und Stimmungen zu vermitteln. Ich werde mir bei Gelegenheit ein weiteres Buch von ihm zulegen, weil es mir wirklich Spaß gemacht hat diesen Roman zu lesen.























