Bücher mit dem Tag "goethe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "goethe" gekennzeichnet haben.

91 Bücher

  1. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783406853517)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

    (3.431)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht der wissensdurstige Gelehrte Heinrich Faust, dem in einer Sinnkrise der Teufel Mephisto erscheint und ihm grenzenlose Erfahrungen im Austausch für Fausts Seele anbietet, falls dieser je einen Moment erlebt, den er festhalten möchte, was letztlich in Schuld, Tod und moralischem Zerfall endet. Die teilweise ausschweifende Handlung wechselt zwischen Dialog, Monolog, Lyrik und dramatischen Szenen und weist eine sehr hohe philosophische Tiefe auf, die an manchen Stellen überladen wirkt.
    Bei den Protagonisten steht Faust im Mittelpunkt der Handlung und wird facettenreich und komplex dargestellt. Nebenprotagonisten, wie z.B. Mephisto oder Gretchen, sind ebenfalls Figuren mit hoher psychologischer Tiefe und treiben die Handlung voran.
    Wer stille Klassiker mit psychologischer Tiefe/Spannung und sprachlicher Schönheit mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist in sehr origineller Versform aufgebaut, was dem Text Eleganz verleiht, im Zugang jedoch anspruchsvoll ist.
    Minuspunkte: Sowohl die teilweise ausschweifende Handlung als auch die anspruchsvolle Sprache mindern den Lesespaß.

  2. Cover des Buches Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther (ISBN: 9783730612798)
    Johann Wolfgang von von Goethe

    Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther

    (1.670)
    Aktuelle Rezension von: franzi__Franzi_

    Ich habe bereits einige historische und literarisch wichtige Romane gelesen oder gehört. Goethe jedoch wollte ich ganz bewusst lesen. Mir Zeit nehmen. Zeile für Zeile habe ich Die Leiden des jungen Werther erlebt – und noch viel mehr.


    Man begegnet den gesellschaftlichen Ansichten der damaligen Zeit, erkennt zugleich das moderne Denken Goethes. Man erlebt Landschaften, soziales Miteinander, Gefühle in ihrer ganzen Intensität. Eine Sprache, die uns heute nicht mehr alltäglich erscheint und in die man sich zunächst wieder einfinden muss.


    Die heute ungewohnte Sprache verlangt Geduld und Aufmerksamkeit. Sie erlaubt kein flüchtiges Lesen, sondern zwingt zur Entschleunigung: Man liest nicht „drüber“, sondern hinein. Anfangs sperrig, entwickelt sie nach und nach eine unerwartete, fast intime Wirkung.


    „Übrigens befinde ich mich hier gar wohl, die Einsamkeit ist meinem Herzen köstliches Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und dieser Jahreszeit derJugend wärmt mit aller Fülle mein oft schauderndes Herz. Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zum Mainkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumzuschweben und alle seine Nahrung darin finden zu können.“


    (Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther)

  3. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Janca

    Manch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.  

  4. Cover des Buches Die Buchspringer (ISBN: 9783743204812)
    Mechthild Gläser

    Die Buchspringer

    (682)
    Aktuelle Rezension von: LeseEule28

    Obwohl ich der Zielgruppe altersmäßig deutlich entwachsen bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es wurde mir von meiner Tochter empfohlen. Die fantasievolle Geschichte hat mich gut unterhalten und ich habe mit der jugendlichen Protagonistin mitgefiebert. Sprache und Story sind für Jugendliche angemessen.

  5. Cover des Buches Der Teufel von Mailand (ISBN: 9783257603347)
    Martin Suter

    Der Teufel von Mailand

    (359)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Geschichte beginnt wirklich ausserordentlich spannend, verflacht aber dann zunehmend. Auch bei mir ist ein wenig der Eindruck entstanden, dass der Autor ab Mitte des Buches selber genug bekommen hat von der Geschichte und dann den Faden verlor. Die Idee mit der Sinnestäuschung erinnert stark an "Die dunkle Seite des Mondes", doch gerät das Thema immer mehr in den Hintergrund und die Konstruktion der Geschichte verliert an Attraktivität.

  6. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783328102113)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Alexander von Humboldt ist Namensgeber von Schulen, Straßen und mehr und ist fast jedem ein Begriff. Wer war der Kerl aber eigentlich und was hat er mit unserem heutigen Leben und vor allem, mit dem Klimaschutz zu tun? Andrea Wulf hat recherchiert, geforscht, gefragt und beleuchtet und uns ein tolles Buch beschert. Auf über fünf Hundert Seiten, tauchen wir in das Leben von Alexander von Humboldt ein und erfahren sehr viel und sie zieht eben Schlüsse bis heute und nimmt uns so mit, auf eine ganz spannende Reise. Tolle Lektrüe und auch gut als Vorbereitung für Vorträge und Referate.

  7. Cover des Buches Des Teufels Gebetbuch (ISBN: 9783426517802)
    Markus Heitz

    Des Teufels Gebetbuch

    (206)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Das Abenteuer ist irgendwo zwischen Indiana Jones, James Bond und dem bekannten finster-süffisanten Heitz-Horror angesiedelt und liest sich sehr abwechslungsreich. Dafür sorgt nicht nur die atemlose Hatz rund um den Globus, um das in alle Winde verstreute Kartenspiel einzusammeln, sondern auch die Vorgeschichte des Ganzen, in der Markus Heitz seine Fähigkeiten als Historiker einsetzt, um die Geschichte des Kartenspiels in der frühen Neuzeit zu erklären und die Entstehung des verfluchten Kartenspiels zu zeigen. Tatsächlich sind die als "Intermedium" eingefügten historischen Kapitel letztlich interessanter als die übrige Handlung, denn neben einem gelungenen Porträt der Stadt Leipzig im 18. Jahrhundert führt Heitz den Lesern die Erschaffung von Karten durch den Kupferstecher Bastian und eine alternative Origin-Story für Goethes "Faust" vor Augen.

    Mit diesen Figuren können die eigentlichen Hauptcharaktere Tadeus und Hyun kaum mithalten. Immerhin lenkt die Spannung ausreichend von Klischees und allzu günstigen Zufällen ab: Sie entkommen russischen Gangstern und wahnsinnigen Sammlern, werden angeschossen, reisen als Verdächtige von der Polizei unbehelligt nahezu überall hin, werden von den verfluchten Karten mit schwarzer Magie bekämpft und überstehen doch fast alles einigermaßen unbeschadet. Tadeus ist als Ex-Zocker anfälliger für die Einflüsterungen der Karten (die in dieser Eigenschaft ein wenig an Tolkiens "Einen Ring" erinnern), während Hyun als Nachfahrin einer koreanischen Schamanin erstaunliche Abwehrkräfte entfaltet. Mehr Figurenzeichnung gibt es nicht.

    Alles in allem ein recht unterhaltsames Lesevergnügen mit leichter Überlänge, das der Glücksspielthematik eine neue Betrachtung gönnt. Der Mix aus Thriller, Horror und Historienfantasy ist gelungen, auch wenn der Rückblick gern ausführlicher hätte ausfallen dürfen. An vielen Stellen scheint Heitz von Wolfgang Hohlbein gelernt zu haben, was das unnötige Auswalzen von eigentlich klaren Szenen und Aussagen angeht. Da wird paraphrasiert und wiederholt, anscheinend nur, um weitere Seiten zu füllen. Auch an das vermeintliche Finale hängt der Autor noch zwei weitere Szenen mit "Endgegnern" an, bis es dann endlich wirklich vorbei ist.

    Das eigens für das Buch erfundene Spiel Supérieur wird im Anhang inklusive der Regeln ausführlich beschrieben, es ist sogar im Spieleverlag Pegasus Spiele als eigenes Kartendeck erschienen, obwohl es sich genauso gut mit normalen Pokerkarten spielen lässt. Apropos Anhang: Das Recherchieren muss dem Autor großen Spaß gemacht haben, denn neben dem eigenen Bekenntnis zur Spielfreude finden sich viele historische Anmerkungen, die auf interessante und zugängliche Art die historischen Hintergründe des Kartenspielens und der teils real existierenden Figuren erläutern.

    Bonuspunkte gibt's für Leipzig als Handlungsort, wo schon mehrere Romane von Markus Heitz spielten von "Kinder des Judas" über "Die Meisterin" bis hin zum bald erscheinenden "Die Villa".

    Bonusmaterial: Anhang mit Spielregeln und historischen Erläuterungen

  8. Cover des Buches Wintersong (ISBN: 9783492704588)
    S. Jae-Jones

    Wintersong

    (106)
    Aktuelle Rezension von: UnaReads

    Ersteinmal muss ich sagen, dass ich das Cover wunderschön finde, auch wenn es meiner Meinung nach nicht zu 100% zur Geschichte passt.
    Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Unglaublich mitreißend und sehr genau werden Gefühlslagen und jegliche Situationen geschildert.
    Auch den Inhalt finde ich unglaublich interessant. Der Erlkönig von Goethe hat mich doch immer fasziniert und ihn hier als einen der Protagonisten anzutreffen hat das Buch unglaublich interessant gemacht.
    Er war es auch, den ich von den Charakteren am gelungensten fand. Durch seine Geheimnisse hat er die Spannung im Buch aufrechterhalten.
    Auch Liesl ist eine besondere Persönlichkeit, mit der ich aber ab und an meine Schwierigkeiten hatte. Ihre Liebe zu ihren Geschwistern und der Musik rührt mich und ich habe auch sehr großes Verständnis und Mitleid für sie empfunden. Manche Entscheidungen von ihr konnte ich aber überhaupt nicht nachvollziehen.
    Auch die gesamte Handlung in der Unterwelt war für mich nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen. Es war manchmal doch zu bizarr und verwirrend. Dennoch hat mich die Geschichte in den bann gezogen und ich bin froh "Wintersong" gelesen zu haben!

    Empfehlen kann ich das Buch definitiv für jeden Fantasyliebhaber, der etwas mit Musik anfangen kann oder sich dafür interessiert, denn von ihr ist die Handlung geprägt.


  9. Cover des Buches Faust II (ISBN: 9783872911698)
    Johann Wolfgang von von Goethe

    Faust II

    (330)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht erneut der wissensdurstige Gelehrte Heinrich Faust, der sich zum rastlosen Tatmenschen, Kolonisator und Schöpfer gewandelt hat. Die teilweise ausschweifende Handlung findet an völlig unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Epochen statt, was ein wenig konfus wirkt und weist eine überfordernde philosophische Tiefe auf.
    Bei den Protagonisten steht Faust im Mittelpunkt der Handlung und wird facettenreich und komplex dargestellt. Nebenprotagonisten, wie z.B. Mephisto oder Homunkulus, sind ebenfalls Figuren mit hoher psychologischer Tiefe, aber bleiben vergleichsweise im Hintergrund. Insgesamt gibt es in diesem Teil eine sehr hohe Anzahl an Nebenprotagonisten, was ein wenig überfordernd wirkt.
    Wer stille literarische Klassiker mit philosophischer Komplexität und sprachliche Schönheit mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist u.a. in sehr origineller Versform aufgebaut, was dem Text Eleganz verleiht, im Zugang jedoch anspruchsvoll ist.
    Minuspunkte: Sowohl die teilweise ausschweifende und konfuse Handlung als auch die anspruchsvolle Sprache mit dem komplexen Themen mindern den Lesespaß.

  10. Cover des Buches Lotte in Weimar (ISBN: 9783596904020)
  11. Cover des Buches Italienische Reise (ISBN: 9783406827617)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Italienische Reise

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hier bekommt man einen ganz besonderen Leckerbissen. Johann Wolfgang von Goethe reiste nach Italien und hat Tagebuch geschrieben und das gibts jetzt für uns zum lesen und genießen. Es ist eine ganz andere Italienreise und es wird so poetisch und man betrachtet alles Neu und auf Besondere Art. Die großen Städte hat er besucht, aber eben auch kleine Dörfer und besondere Ortschaften. Auch die Kulinarik kam natürlich nicht zu kurz und so ist es ein all umfassendes Werk für Goeth und Italien Freunde. Auch immer eine gute Wahl, für ein Geschenk.

  12. Cover des Buches Der Spielmann (Faustus-Serie 1) (ISBN: 9783548061191)
    Oliver Pötzsch

    Der Spielmann (Faustus-Serie 1)

    (162)
    Aktuelle Rezension von: Anno_Tukk

    Wer kennt sie nicht oder hat nicht zumindest schon einmal davon gehört: Die Legende des Dr. Faust, der mit dem Teufel einen Pakt schloss.

    Das Buch von Oliver Pötzsch spielt um 1500. Eine Zeit, in der die Begriffe Hexerei, Fortschritt und Magie oft gleichbedeutend waren und von der Kirche mit allen Mitteln bekämpft wurden. In dieser Zeit lebt Johann Georg, ein Junge, der von seiner Mutter Faustus genannt wird - der Glückliche. Er erlebt seine Jugend in Knittlingen im Kraichgau, einem kleinen Ort, in dem es wenig Abwechslung im Leben gibt. Dann erscheinen die Gaukler, unter ihnen der Spielmann und Magier Tonio del Moravia. Faustus ist fasziniert von diesem blassen Mann mit den stechenden, schwarzen Augen und das Schicksal führt die beiden zusammen. Doch es geschehen unheimliche Dinge in Knittlingen: Kinder verschwinden und ein schrecklicher Unfall passiert.

    Die Faust-Geschichte von Oliver Pötzsch spannt einen weiten Zeitbogen und ist fast so etwas wie eine Art Road-Movie zum Lesen. Als Junge verlässt Johann Georg Knittlingen und seine Reise führt ihn ihn bis nach Venedig und dann nach Heidelberg. Viele Orte und Städte säumen seinen Weg. Diese Reise ist sein Werdegang vom jungen Faustus hin zum gebildeten und manchmal ziemlich unheimlichen, aber auch sehr vom Schicksal gebeutelten Dr. Faust. Und es lohnt sich allemal, ihn auf diese Reise zu begleiten. So wie auch der Rabe und die Krähen von Tonio del Moravia das tun... oder sind das doch nur einfache Vögel? Eine Krähe sieht schließlich aus, wie die andere!

    Der fast 800 Seiten starke Wälzer zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Der Text ist gut zu lesen und der Spannungsbogen steigt langsam aber stetig, bis man im letzten Drittel das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Geschichte von Faustus ist eine Geschichte, in der Vieles vorkommt: Verlust, Hass, Freundschaft, Liebe, Enttäuschung, Magie und Hexerei, Fortschritt und Stillstand, Kirche und gefallene Engel und auch Kontrollverlust und namenloser Schrecken, aber auch Hoffnung.

    Und zum Schluss hat dieses Buch, neben einem kleinen Anhang mit Interessantem und Wissenswertem, auch ein Ende. Zumindest ein vorläufiges. Denn es gibt noch einen zweiten Teil dieser Coming-of-age-Story aus dem tiefsten Mittelalter mit dem Titel "Der Lehrmeister".

    Ich werde mir jetzt zur Erholung einen kleinen Gruselhappen in Form eines recht kurzen Taschenbuchs gönnen und bin danach schon sehr gespannt, was Faustus so alles noch passiert und ob er diesem Namen (der Glückliche), dem ihm seine Mutter gab, irgendwann einmal gerecht werden kann.

  13. Cover des Buches Iphigenie auf Tauris (ISBN: 9783872910127)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Iphigenie auf Tauris

    (422)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Nicht ein Kampf eröffnet dieses Drama, sondern eine Sehnsucht nach Heimat. Als ich Johann Wolfgang von Goethes „Iphigenie auf Tauris“ lese, begegne ich einer Frau, die fern ihrer Herkunft lebt und dennoch ihre Würde bewahrt. Iphigenie dient als Priesterin der Göttin Diana auf Tauris, nachdem sie einst vor der Opferung gerettet wurde. Obwohl König Thoas sie achtet, bleibt sie innerlich eine Fremde. Diese stille Einsamkeit begleitet mich durch das gesamte Werk. ( Mehr: https://love-books-review.com/de/iphigenie-auf-tauris-johann-wolfgang-von-goethe/ )

    Die Handlung gewinnt an Spannung, als zwei Griechen auf der Insel gefangen genommen werden. Es sind Orest und sein treuer Freund Pylades. Erst allmählich erkennt Iphigenie, dass Orest ihr eigener Bruder ist. Die Wiederbegegnung berührt mich besonders, weil sie nicht von großen Gesten lebt, sondern von vorsichtigem Vertrauen und tiefem Mitgefühl. Zugleich lastet auf Orest die Schuld des Muttermordes, die ihn bis an den Rand des Wahnsinns geführt hat.

    Pylades schlägt eine List vor, um gemeinsam zu fliehen. Iphigenie entscheidet sich jedoch gegen Täuschung. Stattdessen spricht sie offen mit Thoas und vertraut auf die Kraft der Wahrheit. Gerade dieser Moment beeindruckt mich am stärksten. Goethe zeigt, dass Ehrlichkeit und Menschlichkeit stärker sein können als Gewalt oder Intrigen. Der Konflikt wird nicht durch ein Schwert gelöst, sondern durch ein Gespräch.

    Die Sprache wirkt klar, harmonisch und zugleich von großer innerer Spannung getragen. Jeder Dialog scheint sorgfältig abgewogen und lässt den Figuren Raum, ihre Gedanken und Zweifel auszusprechen. Beim Lesen empfinde ich Ruhe, aber auch große Bewunderung für Iphigenies moralische Standhaftigkeit.

    Für mich ist „Iphigenie auf Tauris“ weit mehr als ein klassisches Drama. Das Werk erzählt von Versöhnung, Verantwortung und der Hoffnung, dass Menschlichkeit selbst tief verwurzelte Feindschaft überwinden kann. Ich schließe das Buch mit dem Gefühl, dass wahre Größe nicht im Sieg über andere liegt, sondern in der Bereitschaft, dem eigenen Gewissen treu zu bleiben.

  14. Cover des Buches Die neuen Leiden des jungen W (ISBN: 9783518739402)
    Ulrich Plenzdorf

    Die neuen Leiden des jungen W

    (408)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Durchweg könnte dieses Buch als eine Unverschämtheit gewertet werden; sein schnoddriger, auf schlechte Weise leicht an J.D. Salingers Der Fänger im Roggen erinnernde Ton, die aufgetragene Chuzpe und seine (doch etwas zu sehr) bemüht nihilistische Hauptfigur, reißen dem Fass nicht gerade den Boden aus – “bringt mich um”, wie Protagonist Edgar Wiebaeu sagen würde.

    Doch da ist etwas, dass man nicht verhehlen kann: Obwohl Plenzdorfs Buch weder die Feinsinnigkeit von Goethes Roman besitzt, noch an Salingers kongenialen Roman heranreicht, hat Plenzdorf mit der DDR-Atmosphäre, einem vorlauten Hauptcharakter und fahrigen Erzählsträngen eine interessante Mischung komponiert, die streckenweise zu erhellen und dann wieder auf skurrile Art zu erheitern weiß. Zum Beispiel, wenn Edgar zu den (un)passendsten Gelegenheiten auswendig aus dem Werther zitiert und man langsam begreift, dass dieses Buch nirgendwo hin will.

    Kein Wunder eigentlich: Die Hauptperson erzählt uns ja die ganze Geschichte aus dem Jenseits, jeweils schön untermalt von Gesprächversatzstücken zwischen dem Vater und den Leuten, mit denen Edgar in Berlin verkehrt hat, wohin er Hals über Kopf geflohen war.

    Insgesamt ist dieses Buch sicherlich ein ordentlicher, knapper Roman, ein fragmentarisches Zeitdokument, eine passable, dünne Unterhaltung, mit einige Satzjuwelen und Gefühlbeispielen, die man sich rauspicken muss:

    “Ich wollte zeitlebens nie den gleichen Weg zurück machen, den ich irgendwo hingegegangen war. Nicht aus Aberglauben uns so. Das nicht. Ich wollte es nicht. Es langweilte mich wahrscheinlich.”

    Als Adaption misslungen, als ein netter Streich geglungen, irgendwo zwischen Anarchie, Kult und Belanglosigkeit.

  15. Cover des Buches Rauch und Schall (ISBN: 9783257248067)
    Charles Lewinsky

    Rauch und Schall

    (30)
    Aktuelle Rezension von: PitC

    Goethe hat eine Schreibblockade. Sein Schwager, der leichte, anspruchslose Texte schreibt, hilft ihm: zuerst schreibt er für ihn ein Auftragsgedicht, dann zeigt er ihm, wie er die Blockade überwinden kann. Weitere Turbulenzen und Verwechslungen. Witziger Text, amüsant, zeigt die Nähe von anspruchsloser zu anspruchsvoller Literatur.

  16. Cover des Buches Als Deutschland noch nicht Deutschland war (ISBN: 9783462049572)
    Bruno Preisendörfer

    Als Deutschland noch nicht Deutschland war

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Bisher hatte ich es schwer, verlässliche Informationen über das späte 18. und das frühe 19. Jahrhundert zu finden. Sicher, es gibt einiges über die großen Kriege, wichtige Erfindungen und Entdeckungen. Das Alltagsleben der Menschen allerdings spielte dabei kaum eine Rolle. Wer sich dafür interessiert, ist mit diesem Buch gut bedient. Der Autor hat zahlreiche Quellen ausgewertet und zeichnet ein ausführliches Bild der Goethezeit: Reisen sind noch eine Qual, um die Bildung der meisten Mitbürger steht es nicht allzu gut und von geregelter medizisvher Versorgung keine Spur. Ohne Sozialkitsch schildert der Autor Begebenheiten, die mir zumindest überwiegend unbekannt waren. Ich bin mit seiner Hilfe gerne zur Zeitreisenden geworden und empfehle das Buch für alle, die lebendige Geschichtsstunden mögen.
  17. Cover des Buches Der Wald (ISBN: 9783426309179)
    Tibor Rode

    Der Wald

    (197)
    Aktuelle Rezension von: AnnabelleR

    Dieses Buch hat mich total fasziniert, das war mal etwas völlig Neues . Besonders die  Goethe-Verbindung war extrem gelungen und spannend. Ich werde definitiv noch die anderen Bücher des Autors lesen, der Schreibstil war sehr packend. Kann es nur jedem empfehlen, der gern spannende Thriller liest, aber nicht immer unbedingt Mord und Totschlag dabei haben will.

  18. Cover des Buches Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (ISBN: 9783872910080)
    Johann Wolfgang von von Goethe

    Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Goethe studierte, bevor er die Arbeiten am "Götz von Berlichingen" aufnahm, die Autobiographie des Ritters, die 1731 erstmals unter dem Titel "Lebensbeschreibung des Herrn Götzens von Berlichingen" erschien. 1771 hatte der Autor auch eine Urfassung fertig, den "Urgötz", den aber nur wenige Auserwählte, wie Herder und Lenz, zu lesen bekamen. Erst in der "Ausgabe letzter Hand" der Goethe-Werke wurde die Urfassung 1832 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bevor die uns bekannte erste Druckfassung des "Götz von Berlichingen" 1773 erschien, überarbeitete Goethe den "Urgötz" noch einmal reichlich. Er schrieb Szenen um und neu und wurde auch sprachlich entschärft. Dennoch bot dieses Stück, dass Goethe zusammen mit seinem Freund Mercks im Selbstverlag auf eigene Kosten herausgab, genügend Zündstoff für Diskussionen. Es ist zwar auf dem ersten Blick ein historisches Drama, aber Goethe hat in diesem historischen Gegenstand seine Kritik an der Gegenwart dargeboten. - So betrachtet ist es ein Charakter- und Gesellschftsdrama mit zeitgenössischem Bezug. Der Ritter Götz von Berlichingen, der dem Kaiser und ansonsten niemanden zur Treue verpflichtet ist, befindet sich in Fehde mit dem Bischof von Bamberg. Dieser hat Götzens Sohn in seine Gewalt gebracht und versucht den Ritter unter Druck zu setzen. Berlichingen wehrt sich aber und er unterstützt diejenigen, die ebenfalls etwas gegen den Bamberger und dessen Vasallen haben. Zudem ist sein früherer bester Freund, Weislingen, zum Bischof übergelaufen und unterstützt diesen nun im Kampf gegen den Ritter Götz. Der Bischof sieht in Götz Zügen gegen des Bischofs Verbündete ein Verspotten des Kaisers und damit auch einen Bruch der Treue des von Berlichingen gegenüber dem Kaiser. Im Auftrag des Bischofs reist Weislingen zu seinem alten Freund, um diesen aufzufordern der Fehde abzuschwören. Berlichingen lehnt ab und er scheint sogar Weislingen überzeugt zu haben, dass er wieder auf Berlichingens Seite wechseln sollte. Zumal der ehemalige Freund die Schwester des Ritters, Maria, heiraten will. Der Bischof lockt aber Weislingen zurück nach Bamberg, wo die schöne Adelheid derzeitig residiert. - Weislingen fällt auf diese Verlockung herein, verrät Berlichingen erneut. Der Ritter hat auch mit Nürnberg Fehde, weil von da der Verrat an seinen Sohn erfolgte. Er raubt daher Nürnberger Kaufleute aus. Diese werden beim Kaiser vorstellig und erbitten Hilfe. Weislingen unterstützt dieses Ansinnen und insistiert beim Kaiser Maximilian. Über Berlichingen wird die Acht verhängt. Die Reichsexekutive marschiert gegen den Ritter, den es aber in Unterzahl gelingt fast das gesamte Heer aufzumischen. Sein Schloss wird daraufhin belagert. Auf die Kapitulationsaufforderung reagiert er mit: "Er aber, sag's ihm, er kann mich ..." Der Ritter ist bereit für seine Ideale, die Freiheit des Menschen, einzutreten, dafür zu kämpfen und notfalls auch zu sterben. - Da bieten die Reichstruppen ihm freien Abzug an. Er fällt darauf herein und wird geschlagen. In Heilbronn muss er vor Gericht erscheinen. Vorgeworfen wird ihn der Treuebruch gegenüber dem Kaiser. Er weist darauf hin, dass er dem Kaiser nicht untreu ist, sondern nur Fehde mit Bamberg und Co hat. Er soll darauf in den Turn. - Da erscheint sein getreuer Franz von Sickingen mit 200 Mann vor Heilbronn und nimmt die Stadt ein. Götz kann auf sein Schloss zurück, steht aber weiter unter Bann. Dieser Bann trifft ihn hart. Der immer aktive Ritter ist zur Untätigkeit verdammt. - Da beginnt im Schwabenlande ein Bauernkrieg. Einige Anführer locken Berlichingen herbei und zwingen ihn ihr Hauptmann zu werden. Unter diesem Zwang wird er bann- und wortbrüchig. Zudem zerstreiten sich die Anführer untereinander. Weislingen führt die Truppen gegen Götz. Er nimmt den Ritter gefangen. Der ehemalige Freund könnte nun obenauf sein, aber er bekommt Gewissensbisse. Er zerreißt sogar das verhängte Todesurteil. Zu spät allerdings seine Reue, denn Adelheid, die inzwischen seine Frau geworden war, lässt ihn vergiften. Adelheid wird daraufhin zum zweifachen Tod durch Strang und Dolch verurteilt. Götz und seine Gemahlin landen im Turn. Dort baut er physisch immer mehr ab, verliert auch psychisch an Energie und stirbt als er vom Tode seiner getreuesten Gefährten erfährt. Sein Kampf ist gescheitert. Er ist gescheitert. - Götz von Berlichingen war nicht bereit Kompromisse einzugehen, stand mit Leidenschaft zu dem, wofür er eintrat, von dem er überzeugt war. Er versuchte als Selbsthelfer gegen das Establishment anzugehen. Im Grunde war er unter der Konstellation zum Scheitern verurteilt. Das Drama erlangte vor allem als Lesedrama Bedeutung. Mit 56 Einzelszenen, ständig wechselnden Handlungsorten, jeder Menge Personalien und teilweise sehr kurzen Szenen war dieses Stück de facto unspielbar für zeitgenössische Bühnen. Dennoch wurde es ein Meilenstein, ein Initiationsdrama für den Sturm und Drang. Und es ist noch heute ein bemerkenswertes Stück.
  19. Cover des Buches Gretchen (ISBN: 9783499245442)
    Ruth Berger

    Gretchen

    (28)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Frankfurt 1770: Susanna Margaretha Brand dient im Gasthaus der Witwe Bauer, verliebt sich in einen durchreisenden Gast und verlebt ein paar schöne Stunden mit ihm. Dass sie später schwanger sein könnte, will sie nicht wahrhaben, auch wenn ihr Körper etwas anderes sagt. Bald gibt es Gerüchte, und Susanna, Susann genannt, wird sogar von Ärzten untersucht, doch niemand stellt eine Schwangerschaft fest. Im August 1771 klagt sie eine ihrer Schwestern der verheimlichten Schwangerschaft und Geburt an, beides ist strafbar, und die Mühlen der Justiz beginnen zu mahlen.

    Die Historikerin Ruth Berger erzählt nicht nur von einem tatsächlichen Kriminalfall, sondern stützt ihre Erzählung auch auf die historischen Akten zu diesem, und dennoch bleibt es ein Roman mit auch fiktiven Anteilen. Allerdings ist es auch insofern ein beachtenswerter Fall, dass Susann Goethe, der in diesem Roman auch eine handelnde Rolle spielt, zu seinem Gretchen inspirierte. Sehr lesenswert ist übrigens auch die „Nachrede“, in der die Autorin erzählt, „wie es weiterging“.

    Goethe ist übrigens nicht die einzige historische Persönlichkeit, die eine mehr oder weniger große Rolle spielt, so trifft man z. B. auch auf seine Schwester Cornelia und die Brüder Senckenberg, sowie viele andere Frankfurter aus allen Schichten, so auch Susanns Geschwister, Kolleginnen und die Gäste des Gasthauses, in dem sie arbeitet. Alle Charaktere werden pointiert, und mit Stärken und Schwächen dargestellt. Die meisten steuern ihre eigenen Perspektiven bei.

    Erzählt werden zunächst parallel die Ereignisse ab der Bezichtigung durch die Schwester,und das Geschehen davor, später bleibt es bei der aktuellen Zeitebene. Besonders der Erzählstil gefällt mir sehr gut, die Autorin schaut quasi „dem Volk aufs Maul“ und erzählt die jeweiligen Perspektiven so, als würde man die Gedanken und Gefühle der:s jeweiligen Handelnden erfahren, und das liest sich sehr humorvoll und unterhaltsam, was in Anbetracht dessen, was (noch) passiert, manchmal recht makaber wirkt. Dennoch lässt sich der Roman dadurch sehr gut lesen und, zunächst zumindest das, was noch kommen wird, verdrängen. Die Sprache ist dadurch oft etwas altertümlich, aber sehr passend, Insgesamt wirkt alles sehr authentisch.

    Besonders die Perspektive Susanns war es – natürlich – die mich sehr berührt hat. Diese junge Frau, die einen gewissen Widerspruchsgeist hat, und daher in der Vergangenheit ihre Probleme mit ihren Dienstherrschaften. Die Witwe Bauer allerdings ist zufrieden mit ihr. Susann, jüngste der Geschwister, versucht, auch aus Liebe vor allem zu ihren Schwestern, nun alles richtig zu machen. Ein kleiner Fehltritt nur, die Hoffnung auf Liebe, stürzt sie ins Unglück. Als ledige Mutter hätte sie kaum eine Chance mehr, da ist die Gesellschaft unerbittlich. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, Susanns Überlegungen, ihre Schuldgefühle, ihre Verdrängungen, ihre Hoffnung glaubhaft darzustellen.

    Der Roman punktet vor allem mit seinem Erzählstil, realistisch, authentisch, und humorvoll, was die Geschichte letztlich traurigkomisch macht – vor allem natürlich auch, weil es sich um ein reales historisches Geschehen handelt. Auch der Einbezug der Perspektiven anderer Frankfurter, aus allen Schichten, macht das Ganze sehr authentisch. Unbedingt empfehlenswert!

  20. Cover des Buches Der lange Weg nach Weimar (ISBN: 9783947220526)
    Udo Weinbörner

    Der lange Weg nach Weimar

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Euridike

    Udo Weinbörner schildert in zwei Teilen  das Leben und  Wirken Friedrich Schillers so interessant  und detailliert, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann, obwohl der Schreibstil durch das Biographische und die Genauigkeit  des Autors  nicht leicht zu lesen ist.
    Ich war von Schiller und seinem Leben fasziniert, kein Wunder, dass es den Frauen seiner Zeit nicht anders ging.
    Obwohl er ja beileibe kein Adonis war, lagen ihm die Frauen scharenweise zu Füßen und der Vorname "Charlotte " hat es ihm scheinbar angetan.
    Ansonsten hat das Leben ihm übel mitgespielt und auch das wurde hier sehr ausdrucksvoll und einfühlsam geschildert.
    Interessant war sein Verhältnis zu Goethe, das ich so noch nicht gehört hatte.

    Ein Anliegen des Autors ist es, auf Schillers Werke aufmerksam zu machen und es ist bei mir zumindest gelungen. Die Räuber sind gelesen und das wird nicht das letzte Drama von ihm sein.

  21. Cover des Buches Die Affäre Carambol (ISBN: 9783608503548)
    Stefan Lehnberg

    Die Affäre Carambol

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Frankfurt zur Zeit der Vorherrschaft Napoleons über Europa. Goethe besucht mit seinem Freund Schiller seine Mutter. Am Tag der Abreise werden sie zu einem Gespräch beim Fürsten Thurn und Taxis gebeten. Dort informieren sie zwei Stadträte über rätselhafte Vorgänge in und um Frankfurt, die alle befürchten lassen, dass es zu einer erneuten Besetzung Frankfurts durch die  Franzosen kommen könnte. Goethe schlägt vor, den Gesandten Frankreichs offen zu informieren, doch zu dem anberaumten Gespräch kommt es nicht mehr, denn der Gesandte und sein Gesinde werden ermordet, sein Schloss abgebrannt. Wer ist der mächtige und scheinbar allwissende Gegner? Goethe und Schiller beschließen, vorerst in Frankfurt zu bleiben und den ungleichen Kampf aufzunehmen. Beide geraten mehrfach in Lebensgefahr, können eine wahrhaft gigantische Intrige aufdecken, bleiben aber letzten Endes die Verlierer.

    Mit "Die Affäre Carambol" legt der Autor Stefan Lehnberg bereits den zweiten Roman mit den Ermittlern Goethe und Schiller vor, Parallelen  zu Holmes und Watson sind unübersehbar und gewollt. Ebenso wie Holmes hat der Dichterfürst Goethe so seine Macken und Befindlichkeiten, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt. Wer es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nimmt, wird mit dieser Räuberpistole bestens unterhalten.

  22. Cover des Buches Deutsche Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart in 12 Bänden (ISBN: 9783423033435)
    Ernst von Borries

    Deutsche Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart in 12 Bänden

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Erst wird der geschichtliche Hintergrund der Klassik und deren Vorläufer dargestellt. Danach erfolgt die Vorführung der Entwicklung Schillers und Goethes von ihren ersten klassischen Werken, bis zu ihren letzten. Dabei ist sowohl ihr Lebenslauf, als auch deren Zeithintergrund, die zu ihrem Werdegang beigetragen haben und ihr reger Austausch untereinander ausführlichst geschildert. Die behandelten Werke sind vollständig (die Gedichte) oder in Auszügen wiedergegeben. Die restlichen Texte wurden resümiert.

    Eine gute Überblicksdarstellung zu den Werken, denen oft auch eine Interpretation beigefügt ist. Ich vermisse allerdings eine ausführliche Darstellung der Epoche mit ihren Merkmalen. Welche Werke Goethe und Schiller geschrieben haben, kann ich in jedem Literaturlexikon nachschlagen. Das hat dieses Buch den vierten Stern gekostet.

    Nichtsdestotrotz bleibt es interessant zu lesen und hat auch die Komik aufgegriffen, wenn Schiller und Goethe sich gegen unliebsame Zeitgenossen verbündeten.

  23. Cover des Buches Die Wahlverwandtschaften (ISBN: 9783150142165)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Wahlverwandtschaften

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Neuni

    Sicher Goethe konnte dichten wie kaum ein andere Deutscher, liest man jedoch die Wahlverwandtschaften relativiert sich die allgemein Verehrung. Die amourösen Probleme der Highsociety sind heute und waren schon zu Goethes Zeiten nervtötend, diesen Angelegenheiten einen Roman zu widmend ist abgeschmackt. Daneben ist die Analogisierung von psychischen und physikalischen Vorgängen die den Roman (wie Goethes Gesamtwerk) durchzieht an Haaren herbeigezogen.

  24. Cover des Buches Faustinas Küsse (ISBN: 9783641108687)
    Hanns-Josef Ortheil

    Faustinas Küsse

    (25)
    Aktuelle Rezension von: bernauerin
    jiiiaaa...interessant, aber nicht ganz überzeugend. goethe wird fassbar, rom auch "irgendwie", und wenn man auf indirekte weise mal wieder mit dem ganz großen meister der deutschen literatur in berührung kommen will, dann ist es schon ein lesenswertes buch. aber irgendwo wirkte es für mich doch zu konstruiert, z.b. der dreh mit dem verschwundenen bruder, der dann schließlich als ..... auftaucht (das darf ich hier nicht schreiben, falls jemand vorhat, die geschichte zu lesen), ja, der ganze detektivstrang, das wirkt wie ein sehr gesuchter, nicht ganz gefundener roter faden, der aber nötig ist, um einen schreib-und weiterschreibanlass zu haben. überzeugend hingegend sind viele details über goethe und seine zeitgenossen, seine vorlieben - das könnte doch so gewesen sein!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks