Bücher mit dem Tag "goldmann-verlag"

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195 Bücher

  1. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

    (7.840)
    Aktuelle Rezension von: Buchbahnhof

    City of Bones, der erste Band der Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare, ist bereits vor fast 20 Jahren erschienen. Trotzdem habe ich das Buch tatsächlich erst jetzt gelesen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich nie früher dazu gegriffen habe, denn Fantasy lese ich eigentlich sehr gerne. Umso schöner ist es, wenn man auch nach so vielen Jahren noch eine Reihe entdeckt, die einen von der ersten Seite an fesselt.

    Schon nach kurzer Zeit war ich völlig in der Geschichte angekommen. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und bleibt durchgehend spannend. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen, die neugierig auf das machen, was als Nächstes passiert. Dabei verliert die Geschichte nie ihren roten Faden, sondern wirkt von Anfang bis Ende gut durchdacht.

    Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Clary ist eine sympathische Hauptfigur, die plötzlich in eine Welt gerät, von deren Existenz sie nichts geahnt hat. Ihre Unsicherheit, ihre Neugier und auch ihre Entwicklung konnte ich gut nachvollziehen. Jace wirkt zunächst selbstbewusst, schlagfertig und ein wenig unnahbar. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr zeigt sich, dass hinter seiner Fassade deutlich mehr steckt. Gerade diese Vielschichtigkeit macht ihn für mich zu einer interessanten Figur.

    Fast noch ein bisschen mehr ans Herz gewachsen ist mir allerdings Simon. Er ist loyal, witzig und einfach ein guter Freund, der Clary nicht im Stich lässt. Seine lockeren Bemerkungen nehmen der Geschichte an den richtigen Stellen etwas die Schwere. Auch die anderen Nebenfiguren haben Persönlichkeit und wirken nicht wie bloße Lückenfüller. Ich bin gespannt, wie sie sich in den nächsten Bänden weiterentwickeln werden.

    Besonders gut gefallen hat mir außerdem, wie Cassandra Clare ihre Welt aufbaut. Als Leser entdeckt man sie gemeinsam mit Clary. Die Informationen werden nach und nach eingestreut, sodass man sich alles Stück für Stück erschließt. Das hat dafür gesorgt, dass ich immer tiefer in die Geschichte eingetaucht bin, ohne mich jemals von zu vielen Erklärungen ausgebremst zu fühlen.

    Ich freue mich, dass ich diese Reihe nun endlich für mich entdeckt habe. Für mich war City of Bones ein rundum gelungener Auftakt, der große Lust auf den nächsten Band macht.

    Von mir gibt es ganz klar 5 Sterne.

  2. Cover des Buches BECOMING (ISBN: 9783442316472)
    Michelle Obama

    BECOMING

    (383)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    … für die USA und für die Welt. 

    Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere  Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat. 

    Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück. 

  3. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

    (507)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    "Dann brich mir das Herz. Brich es in tausend Stücke. Du hast meine Erlaubnis."

    Für "Lord of Shadows" habe ich wirklich ewig gebraucht und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt in diesem Buch. Ein 850-Seiten-Buch sollte keine 250 Seiten Einstieg benötigen, bevor es mit der Handlung und der Spannung überhaupt losgeht. Ernsthaft, warum sind Clares Bücher alle immer solche Wälzer?! Da muss ich von Anfang an gepackt sein und nicht hingehalten werden. Auch zwischendurch gab es immer mal wieder Längen, so dass ich max. 100 Seiten am Stück lesen konnte. 

    Es war nicht ganz so schlimm wie "Clockwork Prince", denn die Geschichte nahm nach dem ersten Drittel wirklich gut Fahrt auf und an Handlung ist einiges passiert. Die Charaktere haben sich in diesem Buch toll entwickelt und auch an Liebesgeschichten mangelt es nicht. Ich musste grad nochmal nachzählen, wir bekommen hier neben Emma & Julian (die mir in diesem Buch erneut das Herz zerrissen haben, weil sie nicht zusammen sein dürfen, obwohl alles in ihnen nach dem anderen ruft! Immerhin haben sie sich nun endlich die Wahrheit gesagt und können zusammen an einem Strang ziehen...) noch mind. 3 weitere Beziehungsstarts präsentiert und ich bin echt gespannt, wo das Ganze noch hinführt! Tatsächlich empfand ich das nicht als too much, sondern gab den Personen weitere Tiefe und auch eigenständige Handlungsstränge.

    Das Ende war für alle Beteiligte (inklusive mir) absolut beschissen, wenn nicht sogar unnötig für zu viel Drama. Neben dem Trauma wurden noch zwei weitere rote Fäden gestartet, so dass ich wenigstens hoffe, dass sich dieser Figurentod auch gelohnt hat und hier nicht einfach nur geliebte Charaktere gekillt wurden, weil die Autorin es kann.

    "Lord of Shadows" bringt die Gesamthandlung der "Die dunklen Mächte"-Reihe ein ganzes Stück voran, schafft es aber selten, die Spannung zu halten. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.

  4. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

    (889)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch. 
    Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden. 
    Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
    "Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden. 
    Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
    Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. 

  5. Cover des Buches Lady Midnight - Die Dunklen Mächte (ISBN: 9783442487042)
    Cassandra Clare

    Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

    (875)
    Aktuelle Rezension von: FreyaJueptner

    Ich habe nahezu alles aus der Schattenjägerwelt verschlungen. Trotzdem wähle ich bewusst „Die Dunklen Mächte“ für meine Rezensionen aus, denn hier verlässt Cassandra Clare für mich erstmals deutlich ihre vertraute Komfortzone und wagt sich an einige heiße Eisen.

    Vordergründig erzählt „Lady Midnight“ von einer verbotenen Teenagerliebe. Darunter liegt jedoch das Porträt der schwer traumatisierten Emma Carstairs. Ihre Besessenheit vom Tod ihrer Eltern und ihr unermüdliches Training lassen sich für mich als Ausdruck einer posttraumatischen Belastungsstörung und ihrer Verdrängungsmechanismen lesen. Emma kämpft, sucht und funktioniert, weil sie sich andernfalls ihrem Verlust stellen müsste. Gerade diese innere Zerrissenheit macht sie für mich zu einer interessanteren Hauptfigur als die berühmte Clary Fairchild.

    Auch Julian Blackthorn musste viel zu früh erwachsen werden. Gemeinsam mit Emma trägt er die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister, weil der erwachsene Vormund seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Cassandra Clare zeigt damit Kinder und Jugendliche, denen eine Verantwortung aufgebürdet wurde, die niemals ihre hätte sein dürfen. Dass sie diese Last scheinbar selbstverständlich tragen, macht ihre Situation nicht weniger erschütternd.

    Zugleich erleben wir eine Schattenjägerwelt, die sich nach einem verheerenden Krieg wieder aufzubauen versucht. Der Krieg ist offiziell vorbei, doch weder die Menschen noch ihre Institutionen haben ihn wirklich überwunden. Aus Angst und dem Wunsch nach Sicherheit werden Maßnahmen ergriffen, die kaum gerecht und nur schwer nachzuvollziehen sind. Cassandra Clare spiegelt darin politische Mechanismen wie Ausgrenzung, Kollektivstrafen und den Versuch, gesellschaftliche Konflikte durch Verbote zu lösen. Schon in diesem ersten Band erzeugt diese Ordnung ein deutliches Unbehagen.

    All das verbirgt sich unter einer ebenfalls nicht unumstrittenen Romanze. Emma und Julian sind Parabatai, und nach den Gesetzen sowie der magischen Ordnung der Schattenjäger ist ihre Liebe verboten. Dadurch ist die Liebesgeschichte nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern eng mit den Regeln und Konflikten dieser Welt verbunden.

    Wer nur die Teenagerromanze sieht, übersieht deshalb einen großen Teil dieses Romans. „Lady Midnight“ erzählt ebenso von Trauma, viel zu früher Verantwortung, politischer Kurzsichtigkeit und einer Gesellschaft, die aus ihrem letzten Krieg offenbar nicht genug gelernt hat.

  6. Cover des Buches Die LET THEM Theorie (ISBN: 9783442180653)
    Mel Robbins

    Die LET THEM Theorie

    (103)
    Aktuelle Rezension von: jeanninex

    Dieses Buch war eines der wenigen Selbsthilfebücher, das mich tatsächlich nachhaltig weitergebracht hat. Die Kernaussage – andere Menschen so sein zu lassen, wie sie sind (let them), und den Fokus stattdessen auf die eigene Reaktion zu legen (let me) – klingt simpel, hat aber bei mir sehr viel verändert.

    Seit ich das Buch gelesen habe, begleitet mich dieser Gedanke immer wieder im Alltag. Gerade in Situationen, die man nicht kontrollieren oder verändern kann, hilft mir diese Einstellung, gelassener zu bleiben und Dinge weniger persönlich zu nehmen. Das Buch zeigt auf eine verständliche Weise, dass wir andere Menschen nicht ändern können, aber sehr wohl unseren eigenen Umgang mit Situationen.

    Für mich kein magischer Schlüssel zum Glück, aber definitiv ein Buch, das dabei helfen kann, das Leben ruhiger, bewusster und entspannter anzugehen. Eine klare Empfehlung von mir.

  7. Cover des Buches Narbenkind (ISBN: 9783442484959)
    Erik Axl Sund

    Narbenkind

    (471)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    Inhalt:
    Die bisherigen Ermittlungen werden auf Eis gelegt, als ein Geschäftsmann ermordet wird. Jeanette Kihlberg wendet sich bei der Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe für die Erstellung eines Täterprofils zu. Immer mehr Morde geschehen auf und Victoria Bergmann scheint zugleich verschollen, aber irgendwie doch in aller Munde zu sein. Zeitgleich kämpft Sofia immer häufiger mit ihren Gedächtnislücken.

    Cover:
    Das Cover ähnelt dem des ersten Teils und man sieht eine karge Landschaft, die auf nichts deuten lässt.

    Meine persönliche Meinung:
    Der 2. Teil packte mich von Anfang an. Das Thema Kindesmisshandlung finde ich immer noch schlimm und werde dieses Reihe deshalb auch sicher nicht noch einmal lesen. Der 2. Teil ist wirklich ein 2. Teil und man muss den ersten gelesen haben, um such auszukennen. Es ist blutig und grausig und viele Leichen. Aber wirklich grandios gelungen ist, sind die Sprünge zwischen den Leuten, den Persönlichkeiten, früher und heute und wie alles nach und nach raus kommt, ohne dass man etwas geahnt hätte oder etwas unstimmig wirkt. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das so ausgeklügelt ist und vor allem auch so vielfältig. Es ist absolut kein typischer Thriller und kein Klischee oder sonstiges. Vermutlich gelingt so etwas auch nur jemanden, der wirklich wie hier als Duo schreibt. Ich bin wirklich begeistert von diesem Teich im Sinne der Arbeitsleistung und der Spannung, die bis zur letzten Seite anhielt.

    Fazit:
    Ein unsagbar spannender und bewundernswert ausgeklügelter 2. Teil.

  8. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442498215)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

    (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Dies ist der Auftakt der Todesreihe von Andreas Gruber. Ich habe tatsächlich alle acht Bände geschenkt bekommen und sie lange Zeit vor mir hergeschoben, aber nun den ersten Schritt gewagt – und ich muss sagen, ich bin zufrieden. Mir liegen diese Art von Thrillern etwas mehr, denn sie erzählen eine deutlich tiefgründigere Geschichte.


    Es geht nicht einfach nur um einen Serienmörder, der wahllos Menschen abschlachtet, sondern letztendlich um einen Menschen, der schwer misshandelt wurde und bei dem weggeschaut wurde. Einem Menschen, dem hätte geholfen werden können, dem aber nicht geholfen wurde. Man kann sich nur schwer in die Gefühle anderer Menschen hineinversetzen. Mord scheint niemals eine Lösung zu sein, aber solange man nicht selbst Opfer ist, weiß man nie, wie sehr einen eine Straftat – vor allem im Kindesalter – belasten kann.


    Ich sehe den Täter hier nicht als einen wahllos mordenden, kranken Psychopathen, der eine Gefahr für seine Umwelt darstellt, sondern vielmehr als ein Opfer, für das seine Umwelt die eigentliche Gefahr war und das letztendlich versucht, diese Welt auf seine Weise davon zu „bereinigen“. Vielleicht ist das eine kontroverse Meinung, dennoch denke ich, dass es unglaublich wichtig ist, genauer hinzusehen, bevor man den Täter einfach verteufelt.


    Ich bin gespannt darauf, wie sich die Charaktere Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder in den nächsten sieben Bänden entwickeln werden. Ihre Charaktere stellt Andreas Gruber unglaublich gut dar. Ich werde die Bücher der Reihe zwar nicht direkt hintereinander lesen, aber der Auftakt ist gemacht, und ich bin jetzt schon fast überzeugt davon, dass mir die anderen Teile ebenfalls gefallen werden – vorausgesetzt, sie sind mit derselben Qualität geschrieben wie der erste Band.


    Man sollte Autoren eigentlich nicht miteinander vergleichen, da jeder individuell ist. Trotzdem muss ich sagen, dass Andreas Gruber für mich eher in die Richtung von Andreas Winkelmann geht als in die von Sebastian Fitzek. Für Thrillerfans auf jeden Fall eine absolute Empfehlung.

  9. Cover des Buches Die Spiegelstadt (ISBN: 9783442469369)
    Justin Cronin

    Die Spiegelstadt

    (248)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Ich bin absolut begeistert. Was für ein grandioses Epos, was für ein sprachgewaltiger Autor, was für ein würdiger Abschluss einer Trilogie, die zu den Besten zählt, was ich aus diesem Genre gelesen habe. Aber um was für ein Genre handelt es sich hier denn, bei diesem Mix aus Vampiren, Monster, Dystopie, Thriller und Mystery?

    Im Laufe der Triologie ergab sich eine Vielzahl von mysteriösen Begebenheiten, die einen fragend zurückließen. Ich könnte mir zwischendurch nicht vorstellen, wie Cronin hier noch mal einen roten Faden hineinbekommen will. In der Spiegelstadt nimmt er sich die Zeit und den Raum und löst wirklich jeden offen Punkt auf. Nachdem man ja gedacht hat, dass die Virals nach dem zweiten Band besiegt wurden mit dem Niederschlag der Zwölf, taucht mit dem Zero ein noch viel überwältigender Gegner auf. Tim Fanning als Zero, der sich ursprünglich bei der Expedition im Dschungel angesteckt hatte, spielte in den ersten beiden Romanen keine große Rolle. Doch nun im letzten Band wird der Anfang der Geschichte und auch das Ende erzählt. Der Kreis schließt sich zu meiner größten Zufriedenheit. Auf den letzten Seiten schafft Cronin es sogar, einen ganz große emotionale Schlussszene zu kreieren, bei der selbst mir nach einem so ausgedehnten Werk das Wasser in den Augen stand.

    Amy wird immer mehr zur Lichtgestalt, zur Retterin der Welt, zur Heilsbringerin. Obwohl der Autor von sich selbst sagt, dass er nicht besonders gläubig ist, fallen gerade in diesem Buch die vielen biblischen Symbole auf. Nicht nur Amy als Erlöserin, sondern auch Michael als Noah, der die Arche baut. Ganz zu schweigen von den Virals als Plagen, der apokalyptischen Weltvernichtung oder der Zahlensymbolik (die Zwölf). Ich hatte meinen Spaß an diesen Parallelen. Das Beste an diesem Buch ist aber das schriftstellerische Können von Justin Cronin. Eine solch poetische Sprache habe ich in diesem Genre noch nie gelesen.

  10. Cover des Buches In ewiger Schuld (ISBN: 9783442484669)
    Harlan Coben

    In ewiger Schuld

    (223)
    Aktuelle Rezension von: celinenala

    Zum Buch: Als Maya auf ihrer neuen Nanny-Cam ihren totgeglaubten Ehemann Joe sieht, ist sie zutiefst schockiert. Wenige Wochen zuvor fand noch seine Beerdigung statt. Wie konnte das sein? Auf der Suche nach Antworten zum Mord an ihrem Ehemann muss sich Maya mit ihrer militärischen Vergangenheit und Joes reicher Familie auseinandersetzen. Dabei gerät sie selbst immer mehr ins Visier. 

    Zu Beginn war ich leider nicht so im Buch drin. Mir hat es an Spannung gefehlt, da meiner Meinung nach zu viele Details das Wesentliche überschattet haben. Ich musste mich deshalb durch die erste Hälfte durchzwingen. Den zweiten Teil des Buches fand ich viel packender, weshalb ich durch diesen Teil durchgeflogen bin. Auf offene Fragen kamen immer mehr Antworten und auch die Charaktere wurden durchschaubarer. Das Ende hat mich dann doch überrascht, weshalb ich trotz des schwierigen Starts 3 von 5 Sternen vergebe. Die Abzüge sind jedoch Geschmackssache und meine persönliche Einschätzung.

  11. Cover des Buches The Mister (ISBN: 9783442490240)
    E. L. James

    The Mister

    (265)
    Aktuelle Rezension von: Karina_Sofia_Rodrigues

    Leider konnte mich The Mister von E. L. James nicht überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich sehr vorhersehbar: Ein wohlhabender junger Mann verliebt sich in eine Frau mit schwieriger Vergangenheit und bescheidenen Verhältnissen – ein Plot, der in ähnlicher Form schon häufig erzählt wurde.

    Was mir besonders gefehlt hat, war der Tiefgang der Charaktere. Maxim, der Protagonist, erscheint zu Beginn als typischer Macho, der sich regelmäßig mit wechselnden Frauen trifft. Als plötzlich Alessia in sein Leben tritt, ändert er sein Verhalten von einem Moment auf den anderen – für mich nicht nachvollziehbar und wenig glaubwürdig.

    Auch Alessia konnte mich als Figur nicht überzeugen. Ihre schüchterne, unterwürfige Art machte es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Dass ausgerechnet Maxim von ihr fasziniert sein soll, wirkte auf mich eher konstruiert als authentisch. Die Entwicklung ihrer Beziehung blieb für mich flach, die angedeutete Spannung und Erotik zwischen den beiden kam bei mir kaum an – vieles wirkte eher langatmig und wenig fesselnd.

    Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Handlung erst sehr spät entfaltet – erst zur Hälfte des Buchs kommt überhaupt Bewegung in die Story. Das war mir persönlich deutlich zu spät, um mich noch mitreißen zu können.

    Insgesamt hat mich The Mister leider nicht abgeholt. Es fehlte an emotionaler Tiefe, glaubwürdiger Entwicklung und echter Spannung.


  12. Cover des Buches Engelskalt (ISBN: 9783442497379)
    Samuel Bjørk

    Engelskalt

    (406)
    Aktuelle Rezension von: Magdalena1107

    In diesem Teil begleiten wir erneut Mia und Munch bei einem spannenden Fall. Ein kleines Mädchen wird an einem Springseil erhängt an einem Baum gefunden, ein Schild um den Hals "Ich reise allein". Und sie soll nicht die einzige bleiben...


    Auch in diesen Teil konnte ich mich aufgrund der schnell startenden spannenden Ereignisse schnell einfinden. Die persönlichen Handlungsstränge von besonders Mia, aber auch Munch, passen gut in die Story hinein und werden immer so eingebettet, dass es nicht langweilig oder überflüssig wirkt. Zwischendurch kommen dann Parts über neue Personen, von denen man zunächst denkt "wie soll das denn in die Story passen?". Da dies nicht meine erstes Buch der Reihe ist, wusste ich schon, dass jeder Part später eine Rolle spielen wird. Und genau das gefällt mir jedes mal wieder an Bjørks Bücher. So viele zunächst Lose Handlungsstränge, die vermeintlich ins Leere führen, bis dann am Ende doch alles zusammenpasst.
    Mit der Auflösung habe ich wieder mal absolut nicht gerechnet, war daher vom Ende umso faszinierter.
    Der Schreibstil ist irgendwie gewöhnungsbedürftig, gefällt mir persönlich aber gut. Man kommt schnell durch die Seiten und die Dialoge sind realistisch gestaltet, mit allen ähms und ehs ausgeschrieben, was alles nochmal sympathischer macht.
    Anschließend kann ich sagen, eine rundum schlüssige Story ohne vorhersehbaren Ende, es war mir wieder mal ein Vergnügen.

  13. Cover des Buches Secret – Du sollst mich fürchten (ISBN: 9783442498000)
    S.T. Abby

    Secret – Du sollst mich fürchten

    (408)
    Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirl

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) 

    Ich habe den Hype um diese Bücher länger ignoriert, vor allem deshalb, weil sie oft als Dark Romance beworben wurden. Meiner Meinung nach ist dies nicht korrekt. Wir haben hier nämlich ganz klar keine toxische Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren! Ja die Thematiken sind recht düster, brutal und explizit, dies passiert jedoch auch in x anderen Thrilllern. Wir folgen hier sogar der klassische Struktur Profiler jagt Serienmörder....

    Die Autorin schreibt zwar einfach, schnell, direkt und unkompliziert, tatsächlich jedoch überhaupt nicht plump, dies hat mich positiv überrascht. Durch diese flüssige Schreibweise und die kurzen Kapitel mit oft fiesen Cliffhängern fliegt man nur so durch die Seiten. Erzählt wird in der ICH Perspektive abwechslungsweise aus der Sicht von Lana und Logen. Am Anfang des Kapitels gibt es immer noch ein Zitat von Albert Einstein mit weisser Schrift auf schwarzem Hintergrund was ich irgendwie cool fand.

    Durch die gewählte Erzählform lernen wir in diesem ersten Band Lana und auch Logan schon recht gut kennen. Zusätzlich gibt es am Anfang des Buches eine Charakter- Beschreibung der Beiden, das fand ich eine originelle Idee. Ich jedenfalls hatte so direkt eine Verbindung und auch Bilder in meinem Kopf. Ich mag Logan echt gerne und auch Lana ist mir tatsächlich trotz ihrer verwerflichen Handlungen durchaus sympathisch, irgendwie erinnerte sie mich immer wieder an Blum aus " Die Totenfrau". Auch die Anziehung zwischen den Beiden gefiel mir und den Spice fand ich bisher angepasst ;) 

    Natürlich halten wir hier keinen total ausgefeilten, tiefgründigen, hochkomplexen, total logischen Thriller in den Händen und ja manchmal nervte mich Superwoman Lana, denn was kann diese Frau eigentlich nicht....

    Ich jedenfalls hatte meinen Spass an dieser rasanten, spannenden, soghaften Story, die sich anfühlte als würde ich eine Netflix- Serie anschauen ;)

    Am Ende war klar ich muss Band zwei haben ;) 

  14. Cover des Buches Der Kastanienmann (ISBN: 9783442492367)
    Søren Sveistrup

    Der Kastanienmann

    (339)
    Aktuelle Rezension von: katiandbooks

    Auf einem Spielplatz in Kopenhagen wird die verstümmelte Leiche einer Frau gefunden, darüber hängt ein gebasteltes Kastanienmännchen, auf dem die Fingerabdrücke eines vor einem Jahr ermordeten Mädchens haften. Könnte es sein, dass das Mädchen, dessen Leiche nie gefunden werden konnte, doch noch lebt? Naia Thulin, die eigentlich so schnell wie möglich die Mordkommission verlassen will, und der von Europol geschasste Mark Hess sehen zunächst keine Verbindung und gehen von einer Beziehungstat aus. Doch dann wird eine weitere Frau ermordet. Am Tatort: ein Kastanienmann.


    Wir schreiben das Jahr 2021. Ganz Kopenhagen hat keine Ahnung von Polizeiarbeit. Ganz Kopenhagen? Nein! Ein einzelner Polizist namens Mark Hess macht mal ab und zu die Augen auf und sieht offensichtliche Dinge. Doch leider hat er es mit einem Haufen Volltrotteln zu tun.


    Ja, da war dann am Schluss der Ärger über diese geballte Dummheit größer als die Spannung, die ich eigentlich trotz der Länge des Buches wirklich gut fand. Schon ganz am Anfang kommt man aus einer gewissen Oh-krass-Stimmung gar nicht raus, und auch die Kombi aus zwei Ermittler*innen, von denen keiner Bock auf Mordkommission hat, mochte ich sehr. Ich kam gut durch, und im Buddyread habe ich mich selbst nach weit über der Hälfte zu dem Kommentar hinreißen lassen: „Ich finde das Buch überhaupt nicht schlecht, aber ich glaube, dass der Autor teilweise absolut keine Ahnung hat.“

     

    Eins der Probleme war nämlich das, dass ich tatsächlich das Gefühl hatte, man hätte wohl ein bis zwei Dinge besser recherchieren können und/oder einfach logischer denken können. Wenn man nämlich einmal bemerkt hat, wie dumm die ganze Kopenhagener Polizei durch diese Ermittlungen walzt, dann fällt einem auch alles andere auf: sie sehen sich das Foto einer Frau an, auf der sie 26 Jahre alt ist. Mittlerweile sind die Haare länger und „das Gesicht älter“. Turns out: jetzt ist sie gerade mal 28. Also, sorry. Wer sieht denn bitte mit 28 so merklich älter aus wie mit 26? Oder das zentrale Thema Kastanien: sieht man da nicht mit einem Blick, ob so eine Kastanie frisch oder vom letzten Jahr ist? Die Kopenhagener Polizei jedenfalls nicht.

     

    Nicht mal Mark Hess. Der ist ansonsten noch der Fähigste seiner Zunft, aber keiner will ihm zuhören. Schlimmer noch: die haben alle mal ganz gepflegt Gegenteiltag. Absolut alles, jedes kleine Bisschen, auch der letzte Zipfel deutet auf Lieschen Müller als Täterin hin? Prima, dann muss es wohl Max Mustermann gewesen sein! Und davon sind sie nicht einmal überzeugt, nicht zweimal, sondern die ganze Zeit über. Das Argument? Meistens ein trotziges: „Nö, das haben wir jetzt so beschlossen, das bleibt jetzt so.“

     

    Fazit: Eigentlich ist es gut. Eigentlich ist es trotz der Länge wirklich spannend. Und auch, wenn ich mit dem nüchternen Schreibstil von den Skandinavier*innen eigentlich noch nie einen Vertrag hatte, liest es sich sehr gut. Aber es tut mir leid, aber die haben in diesem Kopenhagen einfach allesamt ihren Beruf verfehlt. Und das nervt wie Hulle. Von mir bekommt „Der Kastanienmann“ leider nur 2,5**.

  15. Cover des Buches Dein Wille geschehe (ISBN: 9783945386507)
    Michael Robotham

    Dein Wille geschehe

    (562)
    Aktuelle Rezension von: Glenn_Harrow

    Robotham weiß, wie man Spannung baut ohne zu lärmen. Ein Fall der sich langsam in etwas Persönlicheres verwandelt – der eigentliche Thriller spielt im Kopf von Cyrus Haven, nicht in der Handlung. Vier Sterne weil das Buch gelegentlich seinen eigenen Rhythmus unterschätzt und zu früh erklärt, was es stärker hätte verschweigen sollen.

  16. Cover des Buches Darker - Fifty Shades of Grey. Gefährliche Liebe von Christian selbst erzählt (ISBN: 9783442487936)
    E. L. James

    Darker - Fifty Shades of Grey. Gefährliche Liebe von Christian selbst erzählt

    (265)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Er ist besessen. Er ist zerbrochen. Er ist verzweifelt. Und er kann sie nicht vergessen. Christian Grey hat Anastasia Steele verloren und ist entschlossen, sie zurückzugewinnen, auch wenn er dafür seine dunkelsten Begierden zurückhalten muss. Doch die Geister seiner Kindheit lassen ihn nicht los. E L James kehrt in „Darker“, dem zweiten Band der Christian-POV-Reihe, in eine der bekanntesten Erotic-Romance-Welten der modernen Literatur zurück.

    Christian will diesmal alles anders machen: weniger dominant, weniger fordernd, weniger dunkel. Er will Ana die Vanilla-Liebe geben, nach der sie sich sehnt. Doch seine Dämonen lassen sich nicht so leicht bändigen. Die Schrecken seiner Kindheit sitzen tief, und dann sind da noch die Geister der Vergangenheit, die auch Ana bedrohen. Elena Lincoln, seine ehemalige Dominante. Leila Williams, eine frühere Sub mit gefährlicher Obsession. Und Jack Hyde, Anas neuer Vorgesetzter, dessen Interesse alles andere als beruflich ist. Christian setzt alles daran, Ana zu beschützen, kontrolliert, greift ein. Denn nur wenn er alles kontrolliert, kann er sicherstellen, dass er sie nicht wieder verliert.

    Das absolute Herzstück ist für mich Christians Kindheits-Trauma. E L James liefert das, was Fans jahrelang wollten: einen echten, tiefen Blick in seine Psyche. Wir sehen den kleinen Christian, das misshandelte Kind einer drogenabhängigen Mutter, und verstehen endlich, warum er Berührungen auf der Brust nicht erträgt, warum Nahrungsmangel ein Trigger ist, warum sein Kontrollbedürfnis pathologisch ist. Verhaltensweisen aus der Ana-POV-Serie bekommen jetzt Kontext. Wichtig zur Einordnung: Sein Verhalten wird durch das Trauma nicht entschuldigt, sondern erklärt. Das ist ein bedeutender Unterschied.

    Besonders wertvoll finde ich die Aufarbeitung der Beziehung zu Elena Lincoln. Aus Christians Innensicht erleben wir, wie er langsam zu erkennen beginnt, dass das, was für ihn als Teenager Struktur und Rettung schien, tatsächlich Missbrauch war. Klar einzuordnen: Ein 15-Jähriger kann in einer BDSM-Beziehung mit einer erwachsenen Frau nicht valide einwilligen. Das Buch führt diesen Diskurs zwar langsam und teils ambivalent, aber immerhin öffnet es ihn. Auch die therapeutischen Sitzungen mit Dr. Flynn sind ein wertvolles Element. Christian sucht sich professionelle Hilfe, arbeitet an sich, ist bereit, unbequeme Wahrheiten anzuschauen. Diese Repräsentation ist wichtig: Therapie ist keine Schwäche, sondern eine Ressource, und Männer mit Trauma brauchen professionelle Begleitung, nicht die romantische Rettung durch eine „gute Frau“.

    Trotzdem gehören zu einer ehrlichen Rezension die kritischen Punkte. Die BDSM-Darstellung ist problematisch. Fachleute und die authentische Community kritisieren seit Jahren, dass Fifty Shades die Grundprinzipien SSC und RACK verletzt. Christians BDSM ist weniger echte Kink-Praxis als Kontrolle, die als Kink umetikettiert wird. Wer sich für gesunden BDSM interessiert, findet in Fachliteratur wie Jay Wisemans „SM 101“ oder „The Ethical Slut“ deutlich bessere Ressourcen. Auch das Kontroll-Verhalten wird romantisiert. Sicherheitsdienst-Überwachung, Entscheidungen für Ana treffen, Eifersucht als Liebesbeweis. In realen Beziehungen sind das Warnsignale für emotionale Gewalt, nicht für romantische Fürsorge. Diese Verwechslung ist gefährlich. Ebenfalls kritisch: Die trauma-basierte Retterinnen-Rolle für Ana. Die Botschaft „Ich kann sein Trauma heilen mit meiner Liebe“ ist unrealistisch. Menschen mit unbewältigtem Trauma brauchen professionelle Hilfe, kein romantisches Rettungsprojekt.

    Wichtige Hinweise für Betroffene: Beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (0800 22 55 530) und beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016) gibt es anonyme, kostenlose Unterstützung. Fifty Shades ist Fiktion und bitte kein Beziehungs-Ratgeber. Wer die Ana-POV-Trilogie nicht kennt, sollte diese unbedingt zuerst lesen, sonst gehen viele Ebenen verloren.

    Für Fans der Serie ein Muss, für alle anderen mit kritischem Blick zu lesen.

  17. Cover des Buches Kolyma (ISBN: 9783641111472)
    Tom Rob Smith

    Kolyma

    (290)
    Aktuelle Rezension von: die_solveig_liest

    „Kolyma“ ist die Fortsetzung des Thrillers „Kind 44“ um den ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow.
    Moskau 1956: Die Sowjetunion befindet sich in der sogenannten Tauwetterperiode. Stalin ist tot, und mit der Geheimrede, die Chruschtschow auf dem 20. Parteitag der KPdSU hält, wird die Entstalinisierung eingeleitet. Das Volk ist in Aufruhr und versucht, sich an den alten Machthabern zu rächen – es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.
    Auch an Leo Demidow will man Vergeltung üben. Schließlich ist er für die Denunzierung und den Tod vieler seiner Landsleute verantwortlich. Seine Tochter wird von Rebellen entführt. Um sie zurückzubekommen, soll Leo sich nach Kolyma begeben, eines der schlimmsten Gulags der Sowjetunion, um dort einen Gefangenen zum Austausch zu befreien. Als er jedoch bereits am ersten Tag erkannt wird, sitzt Leo in einer tödlichen Falle.
    Wow – was für ein Buch! Schon von „Kind 44“ war ich hellauf begeistert. Über „Kolyma“, den zweiten Band der Reihe, gab es sehr geteilte Meinungen, weshalb das Buch völlig unberechtigt eine ganze Weile auf meinem SuB verharren musste, bevor ich mich endlich daran gewagt habe.
    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich war entsetzt über das politische Geschehen, das hier erneut eindrucksvoll und greifbar vor Augen geführt wird. Gleichzeitig ließ mich die nervenzerreißende Geschichte um Leo Demidow immer wieder den Atem anhalten.
    Keine Frage: Ein Buch auf höchstem Niveau, ganz wie sein Vorgänger. Man kann es nicht zuklappen, ohne sich anschließend noch lange damit auseinanderzusetzen.

  18. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783442487943)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

    (520)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Was für ein temporeicher Start! Man ist von den ersten Seiten an mitten im Geschehen und wird direkt in eine düstere und beklemmende Geschichte hineingezogen.
    Im Mittelpunkt stehen zunächst zwei scheinbar völlig unabhängige Handlungsstränge: Die Wiener Anwältin Evelyn Meyers stößt bei ihren Nachforschungen auf eine Reihe mysteriöser Todesfälle, während der Leipziger Kommissar Walter Pulaski den vermeintlichen Selbstmord eines Jugendlichen in einer psychiatrischen Klinik untersucht. Beide Fälle scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, doch nach und nach zeigen sich immer mehr Verbindungen.
    Besonders die Geschehnisse in der Vergangenheit sind teilweise wirklich grausam und erschütternd. Zum Glück schildert Gruber diese nicht unnötig detailliert, sodass die Geschichte zwar ihre beklemmende Wirkung entfaltet, aber nicht in kaum Ertragbares abrutscht.

    Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Gruber legt immer wieder neue Fährten und lässt einen lange darüber rätseln, wie die verschiedenen Ereignisse zusammenhängen. Dadurch bleibt die Spannung konstant hoch. Besonders gelungen fand ich, wie die beiden zunächst getrennten Erzählstränge mit der Zeit immer enger miteinander verknüpft werden und am Ende schließlich alles zusammenläuft. Die Auflösung ist geschickt konstruiert und bringt die verschiedenen Puzzleteile überzeugend zusammen.

    Auch die beiden Ermittler haben mir richtig gut gefallen. Walter Pulaski und Evelyn Meyers sind nicht einfach nur Figuren, die einen Fall lösen sollen. Durch Einblicke in ihre Vergangenheit und ihr Gefühlsleben bekommen beide eine tolle Tiefe und werden dadurch sehr greifbar und sympathisch. Gerade ihre persönlichen Geschichten machen neugierig darauf, wie es mit ihnen in den folgenden Bänden weitergeht.

    Der Schreibstil von Andreas Gruber ist, wie ich es von ihm gewohnt bin, angenehm, flüssig und sehr spannend. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven sorgen zusätzlich für ordentlich Tempo. Gleichzeitig gelingt es ihm, sowohl eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen als auch immer wieder humorvolle Momente einzubauen.

    Fazit: Ein richtig guter Thriller und ein toller Auftakt der Reihe um Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Spannend, clever konstruiert, mit interessanten und sympathischen Charakteren und einer gelungenen Auflösung. Für mich eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die spannende Thriller mögen, oder wie ich einfach ein Fan von Andreas Gruber ist.

  19. Cover des Buches Die Toten von Fleat House (ISBN: 9783442494811)
    Lucinda Riley

    Die Toten von Fleat House

    (217)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Die Toten von Fleat House von Lucinda Riley ist ihr einziger Kriminalroman. Für mich ist es eine Mischung aus Krimi, Drama und englischen Landleben mit dessen Flair. Also eher ein gemütlicher Krimi mit der nötigen Spannung und genug Raum zu selber miträtseln.

    Im idyllischen Norfolk wird in dem Internat St. Stephans, der Schüler Charlie tot aufgefunden. Zuerst sieht alles nach einem epileptischen Anfall aus, doch schnell entpuppt es sich als Mord. Doch wer könnte Charlie ermordet haben? Als ein Lehrer Selbstmord begeht und ein weiterer Junge plötzlich spurlos verschwindet stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Doch DI Jazz Hunter gibt nicht auf und findet in der Vergangenheit ein mögliches Motiv.

    Der Schreibstil von Lucinda Riley ist flüssig, bildhaft, angenehm, spannend und unterhaltsam. Ich konnte mich gut in die Geschehnisse reindenken und dank des plastischen Schreibstils konnte man sich die Orte, Personen und Gegebenheiten gut vorstellen. Der Krimi ist sehr atmosphärisch, Stimmungsgeladen und lies sich leicht und schnell lesen.

    Obwohl der Krimi schon im Jahr 2006 geschrieben wurde, kann man der Geschichte gut folgen und sie passt auch noch gut in unserer Zeit. Ich finde es ehrlicherweise schade das Lucinda Riley nur diesen einen Krimi geschrieben hat. Er hätte Potential für nachfolge Bände gehabt.

    Das Buch ist gut aufgebaut und bietet Abwechslung. Es ist atmosphärisch und bietet einige Überraschungen und Wendungen. Die Geschichte lebt von dem Mord, den Ermittlungsarbeiten aber genauso von den vielen kleinen Nebengeschichten die für die Auflösung nach und nach immer wichtiger werden. Zudem greift die Autorin wichtige Themen wie Mobbing, schwierige Beziehungen, Alkoholmissbrauch, Geheimnisse aus der Vergangenheit und Krankheiten auf. Die Auflösung passt in die Geschichte und so in der Art hatte ich es mir auch gedacht gehabt. Allerdings kam für mich das Ende dann doch recht plötzlich und unerwartet.

    Es war ein atmosphärischer Krimi der sich gut lesen lässt. Er ist spannend, unterhaltsam und versprüht einen interessanten und angenehmen englischen Flair.

  20. Cover des Buches Todesreigen (ISBN: 9783442483136)
    Andreas Gruber

    Todesreigen

    (450)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich fand diesen Teil wirklich gut, auch wenn ich sagen muss, dass er dem ersten Band in einigen Punkten sehr ähnelt. Irgendwann scheinen die Möglichkeiten für völlig neue Ideen natürlich begrenzt zu sein. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, sondern lediglich eine Beobachtung. Denn wie schon im ersten Teil haben wir es nicht mit einem klassischen Serienmörder zu tun, der wahllos Menschen tötet. Stattdessen erleben wir erneut einen Täter, der einst selbst Opfer war und sich zur Aufgabe gemacht hat, dort Gerechtigkeit walten zu lassen, wo der Rechtsstaat versagt hat – oder in diesem Fall sogar ein Organ des Rechtsstaats, nämlich das BKA, selbst Schuld auf sich geladen hat.


    Wir erleben also einen großen Rachefeldzug, und hier zeigt Andreas Gruber einmal mehr seinen Einfallsreichtum. Besonders spannend fand ich die Art und Weise, wie die Morde inszeniert werden. Sie sehen wie Selbstmorde aus und sind so geschickt geplant, dass zunächst kaum Verdacht auf Fremdeinwirkung fällt. Erst die Verbindung der Opfer zueinander ruft unsere bekannten Ermittler auf den Plan.


    Außerdem wurde mir in diesem Band immer deutlicher, wie sehr die einzelnen Teile der Reihe miteinander verknüpft sind. Den ersten Band kann man zur Not noch als eigenständigen Thriller lesen, spätestens beim vierten Teil merkt man aber, dass man die Reihenfolge einhalten sollte. Wir erleben einen suspendierten Maarten S. Sneijder, der sich zunächst aus den Ermittlungen heraushalten möchte, gleichzeitig aber deutlich mehr über die Hintergründe weiß, als er anfangs zugibt.


    Ich muss sagen, dass Maarten für mich immer mehr zur eigentlichen Schlüsselfigur der Reihe wird, während Sabine Nemez für mich die Heldin der Geschichten bleibt. Besonders interessant fand ich, dass Sneijder auch in diesem Band wieder mehr über die Hintergründe weiß, als er zunächst preisgeben möchte. Dadurch wirkt er oft wie jemand, der den Ermittlungen mehrere Schritte voraus ist und die Handlung maßgeblich mitlenkt, auch wenn Sabine im Mittelpunkt der eigentlichen Ermittlungsarbeit steht.


    Insgesamt bleibt zu sagen, dass es wieder ein starker Thriller geworden ist. Anders als bei den ersten drei Bänden empfand ich diesen als sehr zügig zu lesen. Die Handlung entwickelt sich schnell, und ich hatte das Gefühl, nur so durch die Kapitel zu fliegen. Ob diese tatsächlich kürzer waren oder es einfach am Erzähltempo lag, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.


    Besonders gefallen hat mir auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Maarten und Sabine. Ihr Zusammenspiel geht diesmal ein Stück über das übliche Geplänkel hinaus. Durch die Ereignisse, die Sabine widerfahren, entsteht eine emotionalere Ebene zwischen den beiden. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen, um nicht zu viel zu spoilern.


    Meine Empfehlung ist daher ganz klar: Wer die ersten drei Bände gelesen hat, sollte auch hier zugreifen. Ich bin jetzt bei der Halbzeit der Reihe angekommen und bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.


    Vier Sterne.

  21. Cover des Buches Schattenschrei (ISBN: 9783442484966)
    Erik Axl Sund

    Schattenschrei

    (402)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Sie weiß, dass in ihrem Inneren ein permanenter Maskenball im Gange ist, bei dem die Eigenschaften der Figuren so unterschiedlich oder sogar diametral entgegengesetzt sind, dass sie unterm Strich keine ganze Person mehr ergeben können.“ S. 113

    Inhalt:
    Jeanette kommt mit ihren Ermittlungen weiter und glaubt Mörderinnen identifiziert zu haben. Doch immer wieder taucht etwas verstörendes auf, was einfach nicht zusammen passt. Sofia zieht sich immer mehr zurück, weil sie mit Victoria immer mehr verschmilzt und sich dabei auf nichts anderes konzentrieren kann.

    Cover:
    Das Cover lehnt sich an den Vorgänger Büchern an und unterscheidet sich hauptsächlich nur im Titel.

    Meine persönliche Meinung:
    Der dritte Band war für mich am schwächsten. Es ist immer noch eine Meisterleistung so viele Persönlichkeiten einzubauen, miteinander zu verschmelzen und zwischen den Zeiten hin und her zu springen. Victoria/Sofia rückt eher in den Hintergrund und andere nehmen eine größere Rolle ein. Teilweise war es verwirrend, teilweise wurde einiges klar. Der Verdacht von Beginn änderte sich total und das auf bestialische Weise. Mit Sicherheit ist diese Trilogie das grausligste was ich je gelesen habe - physisch und psychisch. 


    Fazit:
    Das Finale eher verwirrende Finale der Trilogie, welches nochmal richtig schockiert, auflöst und neue Täter liefert. 

  22. Cover des Buches Winterzauber in Paris (ISBN: 9783442487066)
    Mandy Baggot

    Winterzauber in Paris

    (160)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Ava wurde grade von ihrem Freund verlassen und ihre Mutter nervt sie mit einem Modeljob. Da kommt es grade sehr gelegen, dass ihr Freundin Debs nach Paris reisen will. Eigentlich braucht sie keine Männer mehr, aber da taucht Julien auf.

    Julien verarbeitet immer noch einen Schicksalsschlag und zieht sich zurück. Da begegnet er Ava und seinem Leben wird neue Energie eingehaucht. 


    Es lässt sich sehr gut lesen, da die Kapitel recht kurz sind. Es wird immer der Ort, an dem das Kapitel spielt, genannt, ich hätte mir noch eine zeitliche Angabe gewünscht. Es gefällt mir sehr gut, wie sich die Stränge entwickeln, wenn auch teilweise vorhersehbar.


    Ein bisschen gibt es natürlich auch krach, aber ich bin sehr erstaunt, dass dieser Roman wenig darauf abzielt und eher harmonisch ist, aber auch nicht zu viel oder unrealistisch. Im Gegenteil. Es gibt sehr normale Erklärungen. 


    Fazit:


    Ich kann von diesem Roman nur schwärmen. Er vereint alle Elemente, die ich liebe: Familie, Freundschaft, Liebe und Wünsche und Träume und das auf vielen Ebenen. Außerdem hat es einen Hauch von Gilmore Girls, was nicht verwunderlich ist, da Mandy Baggot selbst ein Gilmore Girls-Fans ist.  
  23. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783442478828)
    Max Bentow

    Der Federmann

    (771)
    Aktuelle Rezension von: RS1971

    Ein Serienkiller geht um in Berlin. Ein Mann, der es auf junge blonde Frauen abgesehen hat. Sein Markenzeichen: ein zerquetschter Vogel, den er bei den Leichen zurücklässt.


    Kommissar Nils Trojan beginnt mit seinen Ermittlungen, während er selbst in der Krise steckt. Und der Killer hat es plötzlich auch auf ihn abgesehen …


    Coveropfer, das bin ich bei diesem Roman. Eindeutig ein Coveropfer. Ich sah das Cover und musste dieses Buch einfach haben. Also, hier ist meine Rezi.


    Ein seelisch angeschlagener Polizist ist nicht nicht die schlechteste Figur, um einen Thriller zu schreiben. Hier ist Bentow clever, indem er seinen Kommissar Trojan mit Ängsten impft, für die dieser Hilfe bei einer Psychologin sucht. Trojan wirkt dadurch menschlicher und weniger wie ein cooler Cop. Zudem scheint er ebenfalls leichte Vorahnungen zu haben.


    Die Morde sind grausam und nicht im Detail geschildert. Das müssen sie auch nicht. Wie gesagt, sie sind grausam, das sollte genügen. Es ist gut, dass die Erzählung dort endet, wo sie es tut, selbst bei der kleinen Zeugin Lene.


    Allerdings wollte bei mir keine echte Spannung aufkommen. Mir persönlich hing zuviel von Kommissar Zufall ab, von vagen Gefühlen und Ahnungen, nicht von Beweisen. Einmal ganz abgesehen davon, wie Trojan sich verhält, nachdem seine Therapeutin vom Federmann entführt wurde. Schon allein für den Stein durchs Fenster hätte es ein Disziplinarverfahren geben müssen, von den Einbrüchen und Drohungen ganz zu schweigen.


    Und da hapert es für mich ganz gewaltig. Wie gesagt, es ist immer wieder Kommissar Zufall, der Nils Trojan hilft. Seine vagen Gefühle und Ahnungen, die sich an mehr als einer Stelle als falsch herausstellen.


    Auch die Action ist mir zu seicht, zu weit weg und zu einfach. Während Bentow sonst Wert darauf legt, Trojan durch seine Gefühle stolpern zu lassen, ist da plötzlich alles weg. Ich musste eine Szene dreimal lesen, ehe ich herausfand, wie und wo Trojan sich den Arm gebrochen hat. Und das gerade im Finale, das ist eher peinlich als spannend.


    So bleibt mir dieser Roman eher als Mittelmaß in Erinnerung. Er hätte besser sein können an vielen Stellen, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück, was sehr schade ist.


  24. Cover des Buches Blood – Du sollst bereuen (ISBN: 9783442498017)
    S.T. Abby

    Blood – Du sollst bereuen

    (292)
    Aktuelle Rezension von: Lani.between.pages

    𝕸𝖎𝖓𝖉𝖋*𝖈𝖐 𝕾𝖊𝖗𝖎𝖊𝖘 𝕭𝖆𝖓𝖉 𝟐


    𝔹𝕝𝕠𝕠𝕕 - 𝕕𝕦 𝕤𝕠𝕝𝕝𝕤𝕥 𝕓𝕖𝕣𝕖𝕦𝕖𝕟 von S.T.Abby

    " Stundenlange Qualen. Die Nacht in der ich hätte sterben sollen, hat sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt. Ihre Sünden haben meine Seele mit soviel Dunkelheit befleckt, dass mich nur ihr Tod heilen kann."

    Blood- du sollst bereuen von S.T.Abby ist der 2. Band der Mindf*ck Seriesbund steht dem ersten Band in nichts nach!

    Lana: Ihre Liste ist lang, ihr Rachefeldzug noch lange nicht beendet...

    Logan: hin und her gerissen zwischen der Jagt nach dem Monster und dem Drang, den Menschen zu beschützen,der ihm  so unendlich wichtig ist - auch wenn er dafür Grenzen überschreitet...

    Eigentlich will Lana nur eins - ihre Liste abarbeiten, sie an den Bestien rächen die so viel Zerstörung brachten. Wäre da nicht ein neues Monster, das sie zwingt, ihre Pläne zu unterbrechen und ein hohes Risiko einzugehen um Unschuldige zu retten, die sich nicht selbst schützen können...

    Blood- du sollst bereuen lässt keine Zeit zum durchatmen. 231 Seiten pure Spannung!

    Auch Band 2 hat mich ab der ersten Seite gecatched. Der Spannungsbogen zog sich ohne unterlass, durch das ganze Buch und irgendwie sind da nun so unfassbar viele Schlachten zu schlagen, dass man das Gefühl hat man versinkt im Chaos. So viel Böses, so viele Rätsel, so viele Opfer und zerstörte Seelen...

    Ich musste erst einmal Durchatmen und verarbeiten. Ich dachte Band 1 hatte es schon insich aber dieser Teil jetzt ist noch einmal eine "andere Hausnummer"!


    Wieder ein großartiger Schreibstil, spannungsgeladen und trotzdem so viel Raum für Emotionen.


    Es hat so viel Spaß gemacht Blood zu lesen. Dr Cliffhanger am Ende hat mich wieder fertig gemacht undbich wette, Band 3 wird nicht weniger beeindruckend.


    5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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