Bücher mit dem Tag "gotland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gotland" gekennzeichnet haben.

37 Bücher

  1. Cover des Buches Hansetochter (ISBN: 9783404168873)
    Sabine Weiß

    Hansetochter

     (56)
    Aktuelle Rezension von: elfriede4

    Sehr anschauliche Erzählung, das historische Umfeld wird ohne große Längen dargestellt und zieht mich schnell in seinen Bann.
    Im 14. Jahrhundert festigte sich die führende Rolle Lübecks innerhalb der Hanse. Viele Kaufleute hatten jedoch in der Schlacht von Visby 1361, in der der dänischen König die Stadt eroberte, viel verloren und versuchten nun, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Auch untereinander gab es Rivalitäten zwischen den Hansestädten und Fremde wie Adrian aus Brügge hatten es schwer, in solch eingeschworene Seilschaften, wie die der Lübecker Rats- und Kaufherrenschaft einzudringen, sei es durch Heirat oder Geschäfte.
    Vor diesem gut recherchierten und lebendig dargestellten historischen Hintergrund spielt das spannende, intriegenreiche Familiendrama der Kaufmannsfamilie Vresdorp.
    Die Hauptgestalt, Henrike Vresdorp, ist mir auf Anhieb sympathisch. Noch nicht volljährig, zudem weiblich, fehlt ihr zwar Erfahrung und Menschenkenntnis, nicht aber Mut, Intelligenz und Willenskraft, um allen Anfeindungen zu begegnen und ihre Interessen und Rechte als Tochter des plötzlich verstorbenen Kaufmannes Konrad Vrestorp gegenüber ihren habgierigen und betrügerischen Verwandten zu verteidigen.
    Weil sie sich auch für ihren jüngeren Bruder Simon und ihre Tante Asta einsetzt, gerät sie einmal mehr in große Bedrängnis und man muss mitfiebern, wie sie aus den fast aussichtslosen Situationen herauskommt. Doch es wäre kein Roman, wenn nicht immer wieder ein glücklicher Zufall oder ein Helfer in der Not auftauchen würde. Das ist jedoch sprachlich und dramaturgisch so gut gelungen, dass es nie ins Kitschige abgleitet.
    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Schon damals konnten beherzte Frauen mit Mut und Geschick viel erreichen, wenn auch mit ungleich mehr Schwierigkeiten und Widerständen, als wir es uns heute vorstellen können. Das hat mich sehr beeindruckt.

  2. Cover des Buches Die Feinde der Hansetochter (ISBN: 9783404173211)
    Sabine Weiß

    Die Feinde der Hansetochter

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Lübeck im Jahre 1379: Es ist die große Hansezeit und Henrike und Adrian gehören einer Kaufmannsfamilie an, die ein erfolgreiches Handelsunternehmen führen. Lange Zeit lief es gut, doch jetzt geschehen seltsame Dinge, die alles trüben. Henrikes Tante Asta mitsamt dem Knecht sind verschleppt worden. Waren in Brügge verschwinden, woraufhin Adrians Bruder vor Ort verhaftet wird. Henrikes Bruder Simon begibt sich auf gefährliche Tour nach Island, und dann müssen Henrike und Adrian auch noch selbst um ihr Leben bangen. Wer steckt hinter all dem?
    „Die Feinde der Hansetochter“ ist der 2. Band um Henrike und die Kaufmannsfamilie, und wir werden hier in die Erlebnisse der Hansekaufleute im 14. Jahrhundert nach Lübeck entführt. Ist dieses Alltagsleben schon eindeutig beschrieben mit all den politischen Begebenheiten, werden wir aber auch noch an andere Handlungsorte geführt. So geht die Reise auch nach Island, Gotland, Brügge und Bergen, und alles ist wunderbar verständlich beschrieben, sodass man alles klar vor Augen hat dank der guten Recherche der Autorin. Henrike und Adrians Leben ist turbulent. Ihnen werden immer wieder Steine in den Weg geworfen, und miese Machenschaften sind am Werk. Sie kämpfen dagegen und auch für ihr Leben. Dabei lernt man sie durch ihr agieren gut kennen und fiebert mit ihnen mit, denn sie sind beide sehr sympathisch. Aber die Perspektiven wechseln auch ständig, wobei es immer spannend bleibt und auch immer wieder zu Überraschungen kommt. Der Schreibstil liest sich flüssig, und im Personenverzeichnis kann man immer mal wieder nachschlagen, falls einem doch ein Name entfallen sein sollte.
  3. Cover des Buches Die erste Lüge (ISBN: 9783404174300)
    Sara Larsson

    Die erste Lüge

     (19)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    1997 vergewaltigen Oscar, Rikard und Jonas die 16-jährige Josefin. Vom Gericht werden sie freigesprochen. 2010 hat Oscar eine erfolgreiche Fussballerkarriere hinter sich und soll nun für den Schwedischen Sportverband arbeiten. Zuvor fährt er allerdings mit seiner Familie nach Thailand, wo er die meiste Zeit in Bars verbringt. Als er eine Prostituierte mit einer Flasche vergewaltigt, passiert auch ihm das gleiche. Jonas hingegen bekommt ein Foto von 1997, das er selbst aufgenommen hat, zugesendet.

    Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht.

    Der Schreibstil der Autorin ist gut; Orte und Charaktere werden meist ausgezeichnet dargestellt. Einige Dialoge wirkten durch den Schreibstil (oder die Übersetzung) allerdings auch etwas hölzern.

    Der Plot ist gut durchdacht; die Protagonisten ebenfalls.

    Das Buch wird als Kriminalroman angepriesen. Das ist es allerdings nicht. Am ehesten würde ich es als Psychothriller bezeichnen, denn das Motiv ist schon durch die Inhaltsangabe an sich klar. Auch ist die Frage nach dem "Täter" nicht schwer zu beantworten, denn man bekommt doch viele Hinweise, die auf die richtige Person hinweisen, auch wenn die Autorin die Protagonisten immer wieder andere Personen unter Verdacht stellt. Nichtsdestotrotz ist die Spannung das ganze Buch über auf relativ hohem Niveau.

    Der Wechsel zwischen 1997 und 2010 ist sehr gut gelungen.

    Wie allerdings das Foto von Thailand entstand bzw. an Oscars Frau versendet werden konnte, bleibt leider ungeklärt (und ist daher auch absolut unlogisch), ebenso woher der "Täter" die Emailadressen oder Telefonnummern von Oscar und Jonas hatte. So bleiben doch einige Fragen am Ende ungeklärt.

    Fazit: Vorausschaubarer Psychothriller, der trotzdem die Spannung hochhält, aber einige Fragen offenlässt. 4 von 5 Sternen

  4. Cover des Buches Der Weg nach Hause (ISBN: 9783442316434)
    Sofia Lundberg

    Der Weg nach Hause

     (14)
    Aktuelle Rezension von: gsimak

    Zum Inhalt

    Gleich mal vorne weg: Der Tag, an dem ich die Autorin Sofia Lundberg für mich entdeckt habe, war ein guter Tag. Dies ist nun der dritte Roman, den ich von ihr förmlich inhaliert habe. Ihre Geschichten packen mich. Ihre Protagonisten kommen stets authentisch rüber. Die Handlungen könnten wirklich so passiert sein. Dieser Roman beginnt mit Viola im Jahr 2019. Schon etwas gebrechlich verbringt sie die sommerlichen Tage mit ihren beiden Töchtern und Enkeln. Da erhält sie einen Anruf aus Paris, von ihrer besten Freundin, mit der sie schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hat. Lilly verabschiedet sich von ihr. Sie wird sterben. Mit Töchtern und Enkeln im Gepäck reist Viola nach Paris.

    1946: Viola und Lilliy sind beste Freundinnen und Nachbarn. Während Lilliy mehrere Geschwister hat, wächst Viola als Einzelkind auf. Sagt man Einzelkindern nach sie wären egoistisch und verwöhnt, so belehrt uns Viola eines Besseren. Zusammen mit Lilly und deren Geschwistern verbringt sie viele schöne Sommer auf einer Insel auf Gotland. Es war wieder so ein wunderschöner Sommertag. Viola hat mit Lilly und deren Geschwistern in den Gärten getollt. Die Sonne scheint. Da stirbt Lillys Mutter nach der Geburt ihres Sohnes. Lilly und Viola entwickeln Rituale, um mit dem Verlust fertig zu werden. Während Viola wohlbehütet aufwächst, muss Lilly in einem Restaurant Geld verdienen. Lilly hat eine wunderbare Stimme. Sie erhält von ihrem Chef die Erlaubnis im Lokal zu singen. Doch dann passieren Dinge, mit denen keiner gerechnet hat. Von einem Tag auf den anderen verlässt Lilly Schweden.

    Meine Meinung

    Abwechselnd entführt uns Frau Lundberg in die 40er, 60er und das Jahr 2019. Aus der Sicht von Viola erleben wir die große Freundschaft von zwei Frauen, die abrupt beendet wurde. Für Viola und ihre Eltern hatte ich eine besonders große Sympathie. Sie ließen ihre Nachbarn nie im Stich. Waren für die Kinder nach dem Tod der Mutter da. Besonders um Lilly haben sich Viola und ihre Mutter stets gekümmert. So hat es mich als Leserin etwas verärgert, wie Lilly sich gegenüber Viola verhalten hat. Ich verstand die Umstände, die Lilly dazu bewegt haben Schweden zu verlassen. Aber sie hätte den Kontakt nicht gänzlich zu Viola abbrechen müssen. Ihre Beweggründe dafür sind durchaus dramatisch. Dennoch hätte Viola die Wahrheit verdient. Der ältere Bruder von Lilly spielt ein große Rolle in ihrem Leben. Mit seinem Verhalten konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Vieles entstand aus der Not heraus. Dennoch hatte ich das Gefühl, er nutzt Lilly schamlos aus. Lässt ihr keine Luft mehr zum Atmen. Lest das Buch bitte selber. Mehr verraten geht einfach nicht. Ich würde Euch den Lesespaß verderben.

    Fazit

    Eine wunderschöne Familiengeschichte hat mich von Schweden nach Paris entführt. Ich habe mich oft geärgert über das Verhalten mancher Protagonisten. Konnte ihr Handeln nicht nachvollziehen. Aber wie sagt man so schön:

    Nur wenn du in meinen Schuhen gelaufen bist, dann kannst du über mich urteilen.

    Ich bin in meinen eigenen Schuhen ein Stück weit mit Viola und Lilly mitgelaufen. Es war schön, dramatisch und absolut spannend.

    Danke Sofia Lundberg. Ich war gerne in Schweden und Paris.

  5. Cover des Buches Bitterfotze (ISBN: 9783462040838)
    Maria Sveland

    Bitterfotze

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Ikopiko
    "Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt" verspricht der Klappentext des ersten Romans der jungen Schwedin Maria Sveland. Unter Gleichberechtigung verstehe ich jedoch nicht, dass nur die schlechte Seite der Männer aufgezeigt wird.

    Verpackt werden diese oberflächlichen Vorwürfe in der Geschichte Saras, die sich eine Auszeit von Familie und Alltag nimmt und allein nach Teneriffa fliegt. Auf ihrer Reise liest sie "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong. Sie beneidet Erica um ihr ausschweifendes Leben in den 70er Jahren.

    Sara selbst ist in den 80er Jahren aufgewachsen und sieht auch darin eine Ursache, dass die Frauen ihres Alters bitterfotzig sind. Eine Bitterfotze ist verbiestert, spießig, aggresiv und lustlos.

    Auf über 270 Seiten zergeht Sara in Selbstmitleid. Sie ist gefrustet, weil sie ihr Leben als Mutter nicht erfüllt. Ich habe sie manches Mal fragen wollen, warum sie ihr Leben dann nicht selbst in die Hand nimmt und etwas ändert. Nur jammern nützt nichts.
  6. Cover des Buches Den du nicht siehst (ISBN: 9783453431027)
    Mari Jungstedt

    Den du nicht siehst

     (42)
    Aktuelle Rezension von: simonfun

    Ja, man (also ich) muss sich an den kühlen Schreibstil der schwedischen Autorinnen gewöhnen. Die Handlung ist eher wie ein Kriminalroman aus den 60ern geschrieben. Was daran "spannend, hart und einfühlsam" (Rückentext) war, erschloss sich mir nicht. Dennoch ist das Ende mit Entlarvung des Mordenden eine Überraschung und im nachhinein gut durchdacht, auch wenn die Jagd mit anschließender Verhaftung gar nicht beschrieben, sondern eher erwähnt wird.
    Wie auch immer - einer der besseren Schwedenkrimis!

  7. Cover des Buches Visby (ISBN: 9783827010872)
    Barbara Slawig

    Visby

     (33)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Bewertet mit 1.5 Sternen

    Die Mathematikerin Dhanavati hat als Kind den Suizid ihrer Mutter miterlebt, kann sich aber nur Bruchstückhaft daran erinnern: Was geschah damals, vor 20 Jahren, in Visby? Warum beging ihre Mutter Selbstmord? Was haben die Mitglieder der spirituellen Kommune, in der sie damals lebten, damit zu tun? Und wer ist ihr väterlicher Freund, der sich kurz um sie kümmerte und dann verschwand ?

    Das Buch fängt spannend an und das erste Drittel habe ich auch gerne gelesen, aber dann zog es sich endlos hin und das quasi bis zum Ende. Auch den Schluß fand ich nicht so interessant. Es gibt zwar immer wieder mal eine überraschende Wende, aber so wirklich packen konnte mich das Buch nicht. Es gibt häufige Perspektivwechsel, die mich anfangs etwas verwirrten. Viele Fragen bleiben offen (zumindest die, die mich interessiert haben). Vielleicht habe ich auch manches nicht verstanden. Auch die Handlungsmotive des Vaters kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich schade, denn es fing sehr vielversprechend an. Aber vielleicht sagt es anderen Lesern mehr zu.

     
  8. Cover des Buches Barbarotti und der schwermütige Busfahrer (ISBN: 9783844543018)
    Hakan Nesser

    Barbarotti und der schwermütige Busfahrer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: leseratte_dani

    Inspektor Barbarotti und seine Kollegin Eva Backman sind in Stockholm in eine Situation verwickelt, bei der ein Jugendlicher sein Leben verliert. Um die Ereignisse zu verarbeiten, fahren sie nach Gotland und versuchen den Herbst und die Abgeschiedenheit zu genießen. Doch wirklich zur Ruhe kommen sie nicht, da Gunnar Barbarotti meint, in einem Fahrradfahrer jenen unglückseligen Busfahrer zu erkennen, der für den Tod einer Schulklasse verantwortlich war und eigentlich vor sechs Jahren spurlos von einer Fähre verschwand.

    Die Stimme von Dietmar Bär ist sehr angenehm und ruhig. Damit passt sie perfekt zur Stimmung der Geschichte und vor allem zu Gunnar Barbarotti.

    Gunnar und Eva sind mir sympathisch und wirken auf mich als sonst ausgeglichene und erfahrene Ermittler. Gefühlt lassen sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen, trotz der Vorkommnisse in Stockholm versuchen sie nach vorne zu blicken. Man bekommt auch ein wenig Einblick in ihre Gedankengängen, vor allem als sie in Gotland sind.

    Das Hörbuch scheint nicht der erste Teil rund um Gunnar Barbarotti zu sein. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass man die ersten Teile kennen muss. Alle relevanten Informationen fließen in Form von kurzen Rückblenden ein.

    Die Geschichte ist am Anfang fast etwas langatmig und ich hatte sehr Probleme den Zeitsprüngen zu folgen, mit denen die Ereignisse erzählt werden. Nach etwa der Hälfte hatte ich mich dann an den Wechsel zwischen den Zeitschienen gewohnt und es wurde etwas spannender. Durch die gestiegene Spannung fühlte ich mich auch mehr mitgerissen.

    Somit gefiel mir das Hörbuch insgesamt dann doch noch ganz gut. Ich kann es auch weiterempfehlen – die beste Zeit zum Anhören ist aber eher im Herbst, da dann die Stimmung vermutlich noch besser rüberkommt.

  9. Cover des Buches Eine ganz andere Geschichte (ISBN: 9783442719198)
    Hakan Nesser

    Eine ganz andere Geschichte

     (297)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Nachdem ich „Mensch ohne Hund“ von Hakan Nesser gelesen hatte – den ersten Fall von Inspektor Barbarotti – war es endlich Zeit, auch den zweiten Fall dieses Inspektors zu lesen. Es geht um einige Morde, die in folgendem Buch vorkommen:

     

    Eine ganz andere Geschichte

     

    Inspektor Barbarotti findet eine neue Liebe – und einige Briefe, die Morde ankündigen – oder: Die Handlung

    Inspektor Gunnar Barbarotti (er ist halb Schwede, halb Italiener) ist geschieden. Seine drei Kinder leben nicht mehr bei ihm – und so ist es kein Wunder, dass er sich erfreut zeigt, als sich eine Frau für ihn interessiert. Sie heißt Marianne, und die beiden telefonieren oft. Und Barbarotti überlegt sich, ob er nicht mit ihr zusammenziehen soll.

    Aber er hat auch einen Job als Inspektor und arbeitet im schwedischen Ort Kymlinge (Anmerkung: diese Stadt gibt es nicht, sie ist eine Erfindung des Autors). Im Jahre 2007 erhält er immer wieder Briefe, in denen Morde angekündigt werden. Die Personen, die zu Tode kommen sollen, werden darin namentlich genannt. Allerdings tragen sie Namen, die mehrfach in Schweden vorkommen. Somit ist es schwer für Gunnar Barbarotti und sein Ermittlerteam, die Morde rechtzeitig zu verhindern.

    Erschwerend für die Polizei kommt noch hinzu, dass der Mörder verschiedene Mordmethoden wählt. So wird beispielsweise ein Opfer mit einem Küchenmesser erstochen, ein anderes Opfer wird mit einem harten Gegenstand erschlagen.

    Als Gunnar Barbarotti einen Brief erhält, aus dem man herauslesen kann, dass ein Mann, namens Gunnar, ermordet werden soll, bekommt er Angst, dass er vielleicht damit gemeint sein könne – und sucht eine Psychiaterin auf.

    Ansonsten tappt die Polizei bei der Suche nach dem Mörder im Dunkeln. Ereignisse, die sich im Jahre 2002 in Frankreich zugetragen haben, könnten mit den Morden zu tun haben. Damals verbrachten sechs schwedische Urlauber – zwei Paare und zwei Singles – ein paar Urlaubstage miteinander. Auf einmal gesellte sich eine Französin, namens Troae, zu ihnen – und ein Unglück passierte…

    Diese Ereignisse aus dem Jahr 2002 werden immer wieder in den Roman „eingeflochten“, während 2007 Inspektor Barbarotti und sein Team versuchen, einen Mörder und sein Mordmotiv zu finden…

    Schreibstil/Schreibperspektive

    Der Roman wurde aus der Sicht des auktorialen (allwissenden) Erzählers geschrieben – also in der dritten Person.

    Die Erzählzeit ist das Imperfekt (also die Vergangenheitsform, zu der Verbformen, wie „er trank, sie nahm, sie spielten“, gehören).

    Es gibt viele Dialoge.

     Ein Krimi, der so spannend ist wie eine Schlaftablette – Oder: meine Erfahrungen/Gedanken beim Lesen

    Das Buch hatte ich mir gekauft, weil es mir eine Freundin empfohlen hatte. Sie hatte es aus einer Bücherei ausgeliehen und fand es außergewöhnlich gut.

     Leider kann ich diese Meinung nicht teilen.

     Ich hatte „Mensch ohne Hund“ gelesen – das ist der Krimi mit dem ersten Fall von Inspektor Barbarotti. Das Buch ist okay – und bei „Eine ganz andere Geschichte“ erwartete ich ein besseres, ein spannenderes Buch.

     Die Kapitel in dem Buch, die die Ereignisse aus dem Jahr 2002 behandeln, erschienen mir beim Lesen oft wirr – und willkürlich in die eigentliche Romanhandlung einflochten. Ich dachte aber schon, dass Nesser ein cleverer Autor ist und eine Absicht damit verfolgt. Am Schluss wird klar, was diese Ereignisse mit der restlichen Krimi-Handlung zu tun haben.

     Mein Hauptproblem beim Lesen waren jedoch nicht diese „Nebenereignisse“ aus dem Jahr 2002, sondern die Haupthandlung aus dem Jahr 2007. Sicher, der Kommissar Barbarotti und sein Ermittlerteam – im Besonderen die Kollegin Eva Backman – sind nett und sympathisch.

     Die Handlung bewegt sich aber die ganze Zeit auf demselben Spannungsniveau – es gab keinen einzigen Punkt in dem Buch, an dem die Handlung spannender wurde, an dem es mehr „Action“ gab – kein Punkt, an dem mich das Buch mehr interessierte und mein „Krimileserinnenherz“ schneller schlug, weil ich auf einmal brennend interessiert war zu erfahren, wie es weiterging.

     Die Handlung plätschert so dahin. Die Polizei sucht eine Leiche – und findet sie nach etlichen Buchseiten. Als die zweite Leiche gefunden wird, bin ich auf Seite 144 – davor ist nicht wirklich viel passiert. Barbarotti sinniert über die Briefe, die er bekommen hat, er sinniert alleine und mit seinen Kollegen darüber, warum und wie die Morde passiert sind. Er sinniert außerdem über seine neue „Flamme“ Marianne, die sich für ihn – den geschiedenen Inspektor – interessiert – ja, vielleicht kommen die beiden ja zueinander.

     Er kommt mit der Aufklärung der Morde und mit seinem Privatleben lange Zeit (und viele Buchseiten lang) nicht wirklich weiter – und zwischendrin bekommt er weiterhin Briefe mit Mordankündigungen. Als Leserin fange ich dann an zu gähnen – mich interessiert nur, wer der Mörder ist – aber warum zieht sich das so lange hin, frage ich mich? Meiner Meinung nach hätte man das Buch um die Hälfte kürzen können. Dialoge sind zwar ganz gut – doch manchmal gerät Barbarotti mit seiner Kollegin Backman ins „Schwafeln“ (damit meine ich: lange Unterhaltungen, die nichts bringen) – und das seitenlang….

     Wenn ich einen Krimi lese, will ich Spannung haben und nicht seitenlang Langeweile und Geschwafel… Manchmal hatte ich den Eindruck, dem Autor war es wichtiger, das Privatleben von Barbarotti zu beschreiben, anstatt die Krimihandlung voranzutreiben.

     Ich habe das Buch gelesen – ich kenne die Lösung – aber so richtig zufriedengestellt hat mich die Lektüre nicht.

     Bei „Mensch ohne Hund“ – dem Vorgängerbuch der Serie um Inspektor Barbarotti – gab es wenigstens noch einige Ironie in der Schreibweise und einen Spannungsmoment, der dem Krimi richtig Fahrt verlieh. All das vermisse ich bei „Eine ganz andere Geschichte“ – und ich frage mich wirklich, ob ich nochmals einen Krimi von Nesser lesen soll…


     Mein Fazit:

    Dieser Krimi war auf jeden Fall schwächer als „Mensch ohne Hund“. „Mensch ohne Hund“ habe ich seinerzeit drei Sterne verliehen – also bekommt „Eine ganz andere Geschichte“ nur zwei Sterne von mir.

     Also zwei Sterne und keine Leseempfehlung für „Eine ganz andere Geschichte“ von Hakan Nesser.  

     

    P.S.: Dieser Bericht erschien in ähnlicher Form im Jahre 2010 bereits bei Ciao.de.

     

     

  10. Cover des Buches Die Deutsche Hanse (ISBN: 9783499627866)
    Gisela Graichen

    Die Deutsche Hanse

     (5)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext
    Die (deutsche) Hanse und alles was damit zusammenhängt, minutiös recherchiert , fein buntbebildert und detailliert bis an die Grenze des Erträglichen . Ein perfektes Sachbuch für Menschen die alles ganz genau wissen möchten. (Ca. 28 Seiten allein der Anhang/Literatur) Für vielseitig ungebildete Leser wie mich, die sich gerne einen lauen Überblick verschaffen wollen ein schwieriges Buch, da ob der ausführlichen Schilderungen das überblättern, mit Wiedereinstieg schwer fällt. Wer sich exakt mit allen bekannten Fakten eindecken möchte und fade Beschreibungen nicht abschrecken liest hier richtig. Um klarzustellen , dieses Buch ist nicht schlecht, ganz im Gegenteil , wer pure Information liebt wird permanent fündig. Hin und wieder ist sehr interessant die mittelalterlichen Gepflogenheiten real überliefert zu bekommen und es ist eine wunderbare Einschlafhilfe ;)
  11. Cover des Buches Wimmerholz (ISBN: 9783849577643)
    Michael Paul

    Wimmerholz

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Maritahenriette

    Nach dem 2.Weltkrieg sind Hunderte von deutschen Wehrmachtsangehörigen über die Ostsee nach Schweden geflohen. Dort in Lagern  interniert warteten sie auf die Überführung nach Deutschland und sollten dort den Engländern übergeben werden.  Die damalige schwedische Regierung hielt sich jedoch nicht an diese Zusage. Aus Angst vor der russischen Gefangenschaft verletzten,  verstümmelten oder haben sich viele Millitärangehörige selbst getötet. Der 30. November 1945 geht in die schwedische Geschichte als der.      "blutige Freitag "ein. 

    MEINE MEINUNG :
    Michael Paul verarbeitet die historische Tatsache um die fiktive Geschichte des Soldaten Martin Greven und der zehnjährigen Lena. 
    Am Anfang des Buches musste ich mich ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Durch die detailgetreue Recherche und die einfühlsame Geschichte um das Waisenkind Lena wurde ich schnell in den Bann gezogen. Die lebensgefährliche Flucht über die Ostsee,  das Lagerleben und die Überführung der deutschen Wehrmachtsangehörigen nach Russland hat der Autor sehr bildlich und eindrucksvoll geschildert. Diese Tatsache war für mich teilweise sehr bedrückend zu lesen und hat mich zum denken angeregt. Gerade der Kontrast zwischen den sich zuspitzenden Lagerleben,  der Hilfsbereitschaft der schwedischen Bevölkerung, die mitunter im Roman Martin und und das Kind verstecken, führten mich während des lesens in eine "emotionale Achterbahn ".
    Die real existierende geheime Organisation der Werwölfe,  welche hier Martin und Lena bedrohen,  hat der Autor in seinem Buch sehr ausdrucksvoll eingesetzt. 

    FAZIT :
    "Wimmerholz " von Michael Paul besitzt verschiedene Handlungsstränge welche mit viel Spannung und Gefühl umgesetzt wurde. Der Kontrast zwischen Angst, Gewalt,  Hilfsbereitschaft und Liebe macht das Buch nicht unbedingt zur einfachen Kost. Die Umsetzung realer,  aber nicht jedem präsenter Vergangenheit in einem Roman, ist  nach meiner Meinung,  sehr gelungen und absolut lesenswert. 
  12. Cover des Buches Die Wikinger - Eroberer, beutegierige Piraten, kühne Seefahrer, Siedler, Kaufleute, Händler - 300 Jahre Geschichte, (ISBN: B001UP0PDG)
  13. Cover des Buches Der Deutsche Orden (ISBN: 9783933203274)
    Franz Kurowski

    Der Deutsche Orden

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Mord auf der Insel (ISBN: 9783492311793)
    Marianne Cedervall

    Mord auf der Insel

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Fee erzählt von der Geschichte: 

    Anki Karlsson hat sich ihren Lebenstraum erfüllt. Sie hat in Gotland ein schönes Anwesen gefunden und kauft sich dazu noch zwei Pferde. Da wird die Kirche verwüstet und mit Blut beschmiert. Anki ist die direkte Nachbarin und dann wird auch noch eine Leiche in ihrem Garten gefunden. 


    Fees Meinung:

    Der Lokalkolorit ist wirklich wunderschön. Eine tolle Werbung für den Gotland Urlaub. 


    Die Charaktere sind zwar nicht zu ausführlich beschrieben und manche bleiben im Dunkeln, aber trotzdem hätte ich mir das anders gewünscht. 


    Der Schreibstil war sehr ausschweifend und ausschmückend. 


    Meiner Meinung fehlte für einen Cosy Crime der Humor. Und ich fragte mich: Was ist das für ein Genre? Wo sortiert man das ein?


    Der Krimi ist absolute Nebensache. Es ist fast noch ein Wunder, dass der „Mörder“ gefunden wird. Das ganze Buch war einfach nicht spannend genug. 


    Wäre nicht der Lokalkolorit um die beschauliche Insel Gotland und die Charaktere, hätte ich das Buch wohl nicht zu Ende gelesen. Für mich persönlich gab es auch nicht wirklich ein Highlight. 


    Mein – Lesezeichenfees – Fazit: 

    Ein beschaulicher Roman in wunderschöner Natur, mit interessanten Charakteren und nebenher einem Krimischauplatz. Mal was für Zwischendurch, wer keine großen Ansprüche stellt. Keinesfalls mit Henning Mankel vergleichbar. Ich muss jetzt nicht unbedingt die Folgebände lesen, falls sie mir aber zulaufen, bin ich nicht abgeneigt. Ich schwanke zwischen 2 und 3 Sterne und vergebe 3, weil es ein unterhaltsamer Roman war.


  15. Cover des Buches Eine Liebe auf Gotland (ISBN: 9783499258442)
    Elsa Pettersson

    Eine Liebe auf Gotland

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Um Abstand zu einem hartnäckigen Verehrer zu bekommen, entschließt sich die Restauratorin Lisa kurzfristig, eine Kunsthistorikertagung auf Gotland zu besuchen und den Aufenthalt dort gleich mit einem kleinen Urlaub zu verbinden. Kurz nach ihrer Ankunft gerät sie in einen Zwist mit Malte, einem Fremdenführer der Insel, als dieser sie ziemlich barsch auf das Badeverbot im Naturschutzgebiet hinweist. Wenig später begegnet sie dem wortkargen Mann auf dem Reiterhof wieder, wo sie während ihres Urlaubs untergebracht ist. Seltsamerweise zieht es beide immer wieder zueinander, obwohl fast jede Begegnung in einer unerfreulichen Diskussion mündet. Mit ihren sympathischen Gastgebern und deren Enkelsohn Timo kommt Lisa gut zurecht und wird von ihnen freundschaftlich in die Familie aufgenommen. Timo fasst schnell Vertrauen zu ihr und weiht sie in seine kleinen Geheimnisse ein. Alle möchten, dass Lisa bis zum bevorstehenden Ritterturnier, im Rahmen der Mittelalterwochen in Visby, auf der schwedischen Insel bleibt. Doch dort trifft sie Malte wieder und muss schwierige Entscheidungen treffen. Lisa wirkt anfangs sehr unnahbar und nicht gerade sympathisch, aber schnell wird klar, dass sich hinter ihrem Verhalten massive Verlustängste und Unsicherheit verbergen. Dem kleinen Timo gegenüber erweist sie sich überraschenderweise als feinfühlige, verständnisvolle Zuhörerin und Verbündete, und bereits nach kurzer Zeit muss sie sich zu ihrem eigenen Erstaunen eingestehen, dass ihr der Junge ans Herz gewachsen ist. Mit dem attraktiven Malte hat sie anfangs gewaltige Probleme, aber der verschlossene Insulaner reizt ihren Widerspruchsgeist, und schon bald liefern sich die beiden so manches temperamentvolle Wortgefecht. Dabei entwickelt sich eine romantische aber auch kantenreiche Liebesgeschichte zwischen ihnen. Der Wechsel zwischen den Schilderungen kunsthistorischer, regionaler und landschaftlicher Besonderheiten Gotlands und der Romanze von Lisa und Malte erfolgt fast spielerisch. So bietet der Roman nicht nur Kurzweil und beste Unterhaltung, sondern auch viele interessante Details zu den Handlungsorten und der Flora und Fauna Gotlands. Die Autorin bringt dem Leser den rauen Charme und die Schönheit der Ostseeinsel sehr lebendig und eindrücklich nahe und weckt die Lust zu einer ausgiebigen Erkundungsreise auf Gotland. Gerne würde man sofort auf dir Reise gehen und Land und Leute selbst kennenlernen. Für Lisa wird dieser Urlaub zu einem einschneidenden Erlebnis, das Entscheidungen fordert. Was eigentlich als Flucht begann, entwickelt sich für sie langsam aber sicher zu einem Angekommensein, nicht nur auf der zauberhaften Insel, sondern auch in sich selbst. Für mich war dieser Roman ein wunderbares Leseerlebnis.
  16. Cover des Buches [(Dark Angel)] [Author: Mari Jungstedt] published on (February, 2013) (ISBN: B00GX3ZKZS)
    Mari Jungstedt

    [(Dark Angel)] [Author: Mari Jungstedt] published on (February, 2013)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Kleine1984

    Ich mag Schwedenkrimis... ich mag den schrulligen Kommissar Knutas und die Journalisten Pia und Johann.  Der sechste Teil der Knutas-Reihe (deutsch "Schwarzer Engel") ist nicht überragend aber immer noch lesenswert. Die Charaktere sind gute Bekannte. Natürlich geht es wieder um Mord. Diesmal hat es einen bekannten Eventmanager auf einer Party getroffen. Die Story ist teilweise vorhersehbar, teilweise wird man aber auch ganz schön an der Nase herumgeführt. Mit dem Fall des Jugendlichen der vor einer Discothek zu Tode geprügelt wurde, schneidet der Roman auch gesellschaftskritische Themen an, auch wenn der Fall leider nur im Hintergrund abgehandelt wird. Das hätte man ruhig vertiefen können.

    Ich habe diesmal recht lange gebraucht um reinzukommen, aber dann die letzten 100 Seiten förmlich verschlungen. Mir haben die Teile, die aus Sicht einer anderen Person erzählt wird, nicht so gefallen. Da gab es einige Längen. Deshalb auch nur drei Sterne.

    Schade, dass der siebte Teil noch nicht auf Deutsch erschienen ist. Da muss ich wohl wieder in Englisch ran...

  17. Cover des Buches Tatmotiv: unbekannt (ISBN: 9783442362349)
    Annika Bryn

    Tatmotiv: unbekannt

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Tod im Jungfernturm: Ein Fall für Maria Wern - Band 3 (ISBN: 9783961481309)
    Anna Jansson

    Tod im Jungfernturm: Ein Fall für Maria Wern - Band 3

     (4)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Maria Wern will endlich in Urlaub und sich erholen. Die Freude darauf ist groß und genau so schlimm kommt es dann, als sie eine Urlaubsvertretung auf ihrer Lieblingsinsel Gotland übernimmt. Sie stolpert quasi über eine seltsame Leiche in einem noch seltsameren Grab. Wer die ersten Bücher von Anna Jansson kennt, der weiß, dass Maria Wern, einmal mitten drin, so schnell nicht aufgibt. Als ein weiterer Toter auftaucht wird Maria Wern klar, dass der Mörder nur in der Vergangenheit zu finden ist.

    Gewohnt spannend!
  19. Cover des Buches Gotland (ISBN: 9783442717507)
    Michael Stavarič

    Gotland

     (11)
    Aktuelle Rezension von: DaRoSo

    “Gotland” erzählt die Geschichte von “ihm”.
    Berichtet das Wachsen und Fühlen, Zweifeln und Wissen, Lernen und Streben – die Geburt, wie die individuelle Inkarnation, das Sterben, wie die andauernde Reinkarnation.

    Eine Welt durch die Augen eines Kindes (ganz gleich, welches Alter der Protagonist tatsächlich besitzt): dem Verständnis weicht die Interpretation.

     

    Weniger als Vorwort, denn als Begrüßung, als Novelle für das nun (zu) Erlebende, beginnt die Reise.

    In seiner beinahe schon typischen unbeschwerten Strenge des Wortes lässt Stavarič nun Gotland wachsen – lässt “sich” (Ich-Perspektive) entwickeln.
    Wie nur wenige außer ihm, schafft er es, dass man nicht erlebt – vielmehr partizipiert man die Momenthaftigkeit; man begleitet nicht, man wird geführt.
    Weniger Entwicklung, denn Entschluss; weniger Reise, denn Ankunft: ein Bekenntnis.

     

    Das Ende wechselt nun; reißt schon beinahe harsch aus dem Traum in eine Sachlichkeit – mit allen Kanten, Ecken und (nötiger) Sterilität.
    Ein Psychogramm als Summe der Unvermeidlichkeit.

    Ein Zwinkern, welches nicht zuletzt dieser einen Träne einer sardonischen Allegorie geschuldet, öffnet zum Ende noch einmal Genesis – Beginn als Ende der (Un)Vermeidlichkeit.

     

    Und hier kommt nun nicht die Kunst – vielmehr das Können, diese unbeschwerte (Ent)Gültigkeit, die Michael Stavarič für mich nicht zu einem “jungen Wilden”, sondern einem “jungen Alten” werden lässt: das Wissen, um die Abkömmlichkeit der Stilistik – und hier, und eben so(!) lebt Literatur!

    Denn wate ich inmitten der Simplifizierung, breche die Kunst zu einer deutbaren Begrifflichkeit (oder Möglichkeit), würde ich bei “Gotland” von einem Entwicklungsroman (gleichwohl soviel mehr) sprechen, was unweigerlich “Leben” impliziert und dadurch, mehr als nur facettenreich, derart mannigfaltig, grenzenlos ist, dass es nur Plural – Perspektiven, Stile – sein kann!

     

    Stavarič fesselt nicht, er nimmt ein – weniger unbeschwert, als tatsächlich schwerelos wirkt er in einer Gnadenlosigkeit auf den Leser, welcher man nur mit einem schon beinahe devoten Masochismus zu begegnen weiß.

    Es ist so unbedingt, wie er sich seiner eigenen Erzählung enteignet – dem Wissen geschuldet, dass nur der Gedanke, der frei sein darf, der eigene – der meine – sein kann…

     

    Statt einer unbedarften Mixtur, findet man ein geflissentliches Geflecht aus Epik und Dramatik, welches weniger Anspruch hat, als diesen bietet – als diesen offenbart und sich so eben nicht selbst definiert, denn vielmehr unbeschreiblich macht.

    Die Vielfalt, welche “Gotland” birgt, schenkt und bietet, blüht aus einem Surrealismus, welchen Stavarič nicht als Metapher vergessen, sondern als Faktum aufglimmen lässt, der Realität den Anspruch auf Wahrheit zu geben.

    Ein Drama, dass zum lachen einlädt, eine Satire, die trauriger kaum sein könnte, ein farbenprächtiges schwarz-weiß Gemälde, ein stummes Lied, ein Beziehungsroman der Einsamkeit, des Schlafes Bruder in welchem Adonai erwacht…

    …nicht zu suchen – nur zu finden, nur zu wissen, nur zu glauben.

     

    Wenn Kunst von Können kommt, so kommt Können von Stavarič!


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  20. Cover des Buches Schwarzer Engel (ISBN: 9783453434875)
    Mari Jungstedt

    Schwarzer Engel

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Buechersuechtig

    DIE GESCHICHTE:
    Die Eröffnung von Visbys neuer Kongresshalle wird pompös gefeiert und endet für den Veranstalter dieser Feier tödlich. Viktor Algård wurde mit Zyanid vergiftet, doch wer könnte Interesse am Tod des beliebten Mannes haben? Die Ermittlungen führen Kommissar Knutas zu einem finsteren Familiengeheimnis, das für den Fall von Bedeutung sein könnte...
     


    MEINE KURZMEINUNG:
    Kauf-/Lesegrund: Nach "Sommerzeit" wollte ich wissen, wie es weitergeht.

    Reihe: 6. Band der Anders Knutas-Reihe

    Handlungsschauplatz: Gotland und die umliegenden Inseln und Orte wie z.B. Visby und Fårö  Die Geschichte enthält äußerst bildhafte Schauplatzbeschreibungen, die die Schönheit der schwedischen Landschaft hervorheben.

    Hauptpersonen: Kriminalhauptkommissar Anders Knutas ist Chef der Kripo Visby. Die Ehekrise mit Hebamme Line hat der 53-jährige Ermittler überwunden, dafür sind die 16-jährigen pubertierenden Zwillinge Nils und Petra schwierig. Von seinen Kollegen mag er besonders seine Stellvertreterin Karin Jacobsson, doch die 40-jährige Polizistin verhält sich teilweise eigenartig und verbirgt augenscheinlich etwas vor ihrem Chef. Johan Berg arbeitet als Kriminalreporter für die Regionalnachrichten und pendelt zwischen Stockholm und Gotland. Inzwischen ist er mit Emma verheiratet und liebt die gemeinsame kleine Tochter Elin über alles. Die Protagonisten sind reizvolle, facettenreiche Charaktere mit Potential. Man erfährt viel über das Privatleben der Protagonisten, was mir persönlich gut gefällt.

    Nebenfiguren: Alte Bekannte wie Kriminaltechniker Erik Sohlman, Kriminalinspektor Thomas Wittberg,  Pressesprecher Lars Norrby, die Kollegen von der Zentralen Kriminalpolizei und Johanns ausgeflippte Kollegin Pia Lilja spielen leider ein weiteres Mal nur Nebenrollen, was ich schade finde.

    Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee, die ansprechend umgesetzt wurde.

    Erzählperspektiven: Neben den Haupterzählern Anders Knutas und Johan Berg schildern auch andere Nebencharaktere die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel.

    Handlung: Abwechslungsreiche Story mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, einigen unerwarteten Wendungen und Irrwegen.  Kleine Längen und allzu detaillierte Beschreibungen bremsen den Lesefluss ein wenig und die Spannung bleibt stellenweise auf der Strecke. Das Ende kommt mir etwas unglaubwürdig bzw. langweilig vor, dennoch würde ich einen weiteren Band lesen.

    Schreibstil & Co: Eine fesselnde Schreibweise mit kleinen Durchhängern, unterhaltsame Dialoge und Kapitel in angenehmer Länge runden die Geschichte ab.


    FAZIT:
    "Schwarzer Engel" ist (für mich) nicht der beste bzw. spannendste Band dieser Krimireihe, dennoch hat mich der 6. Knutas-Krimi dank des interessanten Plots, der lebendigen Schauplatzbeschreibungen und der reizvollen Protagonisten gut unterhalten. Wegen diverser Schwächen erhält "Schwarzer Engel" nur bescheidene 4 STERNE.

  21. Cover des Buches Kunst (ISBN: 9783926841261)
    Klaus D Neumann

    Kunst

     (2)
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    Der komplette Reiseführer für
    kleine und große Astrid-Lindgren-Fans

    mit Vorwort von Karin Nyman, der Tochter Astrid Lindgrens

    Karin Nyman schreibt in ihrem Vorwort zu diesem Reiseführer:
    " Zu den eifrigsten Astrid Lindgren-Lesern weltweit gehören vor allem Kinder aus Deutschland...."
    Sicherlich gibt es kaum jemanden, der nicht irgendeine Geschichte von ihr kennt und so ist es nicht verwunderlich, das viele von uns jedes Jahr nach Schweden fahren um auch auf den Spuren von Astrid Lindgrens Geschichten zu wandern.
    Die Fim Schauplätze sind hier wohl die gefragtesten Orte aber auch das Geburtshaus der Autorin in Vimmerby und das Haus in Stockholm in dem sie mehr als 60 Jahre lebte sind Anlaufpunkte ihrer Fans.
    Sabine und Wolfram Schwieder haben sich schon vor einigen Jahren aufgemacht um uns Fans eine Reise zu unseren Buchhelden so leicht wie möglich zu machen. Nun ist grade in der 6. überarbeiteten Auflage dieser besondere Reiseführer herausgekommen, den ich nur immer wieder jedem ans Herz legen kann.
    Schweden ist immer eine Reise Wert einmal einen Urlaub auf den Spuren der Geschichten von Astrid Lindgren und natürlich auch selbst zu machen ist eine wunderbare Idee, die einen in landschaftlich wundervolle Gegenden bringt. Neben Vimmerby und Umgebung geht es in Astrid Lindgrens Welt- Lebendig gewordene Literatur- Ein Freizeitpark der besonderen Art in dem alle Kinderbuchhelden in ihrem Element umherwuseln. Freilichttheater- Spektakel wo man hin sieht.
    Die drei Höfe von Bullerbü in Sevedstorp sind Schauplätzer der Geschichten "Der Kinder aus Bullerbü" aber auch Katthult und das Filmmuseum Mariannenlund in dem der Michel sein "Unwesen" trieb sollte man besucht haben. Für die größeren Lindgren Fans insbesondere der von Ronja Räubertochter können  in Amal, Sörknatten, Fjällbacka und die Tykarpsgrottan auf ihren Spuren wandern  und ich sage hier bewusst wandern denn diese Entdeckungsreise muss schon erwandert und erklettert werden um die Geschichte mit allen Sinner nach zu empfinden.
    Maditas Spuren findet man in Söderköping und  natürlich darf auch Stockhom nicht fehlen ebenso wie eine Schärenfahrt und dann ein Muss für alle Pippi Langstrumpf Fans Visby und Kneippbyn auf Gotland.
    *
    Wer diesen Reiseführer mit den wunderbaren, sehr informativen Darstellungen und den tollen Bildern einmal in den Händen hätte und Astrid Lindgren Fan ist der möchte am liebsten sofort auf Reisen gehen. Ich empfehle Schweden mit dem Wohnmobil zu entdecken aber wer lieber das Auto nimmt findet überall sehr gastfreundliche Unterkünfte. Das schwedische Lebensgefühl ist hier überall spürbar.
    Herzliche, weltoffene Menschen, meist sehr naturverbunden und sehr kreativ. Handwerkskunst begegnet einem eigentlich überall.
    *
    Also, bleibt mir nur noch allen, die nun losfahren eine gute Reise und einen wunderschönen Urlaub zu wünschen!


  23. Cover des Buches Näher als du denkst (ISBN: 9783453431942)
    Mari Jungstedt

    Näher als du denkst

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Bibsi72
    Klasse, hat mich super unterhalten und war durch und durch spannend. Das Ermittlerteam um Anders Knutas entwickelt sich konstant weiter und auch die Geschichte um Johan und Emma wird fortgeführt. Lange Zeit konnte ich die Verbindung zwischen dem Buchtitel und der Handlung nicht erkennen. Dies löst sich allerdings auf den allerletzten Seiten in einem so nicht erwarteten Showdown auf. Super! Bitte mehr davon!! 
  24. Cover des Buches Das Drachenboot (ISBN: 9783958240179)
    Kari Köster-Lösche

    Das Drachenboot

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden

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