Bücher mit dem Tag "gouvernante"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gouvernante" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Töchter des Mondes - Cate (ISBN: 9783863960247)
    Jessica Spotswood

    Töchter des Mondes - Cate

     (334)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Das ist eine Geschichte in drei Bänden voller Magie und einfach nur toll geschrieben . 

    Im ersten Band geht es um Cate die älteste der drei Schwestern, die verzweifelt versucht ihre beiden Schwestern zu beschützen . Alle drei  haben natürlich ihre eigenen Charaktere , mal schwierig und auch auf Anhieb total liebenswert. Maura ist teilweise etwas anstrengend und ich hätte sie am liebsten manchmal echt geschüttelt,  und Tess muss man einfach nur lieb haben . 

    Ein paar kleine Ecken und Kanten  gibt es zwar in den Büchern,  trotz allem ist es eine Reihe die riesen Spaß gemacht hat .

  2. Cover des Buches Die Schwestern von Sherwood (ISBN: 9783453358331)
    Claire Winter

    Die Schwestern von Sherwood

     (174)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Von der Autorin habe ich bereits 2 Romane mit Begeisterung gelesen. So musste es auch das ältere Werk von Claire Winter sein. Ich mag ihren Schreibstil sehr. 

    Ich liebe Romane, die auf 2 Zeitebenen spielen und Familirngeheimnisse aufdecken. Dieser Roman zog mich gleich in seinen Bann und konnte ihn kaum aus der Hand legen. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter und vergebe 4 1/2 Sterne. Einen halben Punkt ziehe ich ab da manches vorsehbar war. Sonst ein tolles Buch. Einer der besten Familiengeheimnisgeschichten, die ich gelesen habe!


  3. Cover des Buches Mord im Orientexpress (ISBN: 9783455001914)
    Agatha Christie

    Mord im Orientexpress

     (772)
    Aktuelle Rezension von: Surari
    Ich wusste mal wieder nicht viel über die Geschichte und habe bisher auch keine Verfilmung gesehen. 

    Detektiv Poirot ist eigentlich nur ein Reisender im berühmten Orientexpress. Als der Zug allerdings in einem Schneesturm stecken bleibt und in seinem Nachbarabteil eine Leiche gefunden wird fängt er an zu ermitteln. Warum ist der Schlafwagen in dem er reist komplett belegt und die beiden anderen angehängten Waggons so gut wie leer? Wieso hatte der ermordete ihn um Schutz gebeten und war sich sicher auf dieser Reise zu sterben?

    Ich habe bisher noch nie einen Agatha Christie gelesen und weiss auch nicht ob es einen noch bekannteren gibt als diesen hier. Das Buch ist recht kurz aber es war ein wirklich guter Krimi. Vor allem mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, wer denn jetzt der Mörder ist und auf was man sich am Schluss einigt. Einfach ein grandioses Ende!
  4. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (95)
    Aktuelle Rezension von: buecherqualle

    Der Schreibstil ist okay, jedoch ist die Geschichte mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Wie erzählt wird, wie die Gedanken von Christine sind.. es ist ein sehr spezielles Buch was bei mir einfach keinen anklang fand. Es war langweilig, lang gezogen und nicht gerade toll. Das Buch zu beenden war leider ein krampf.

  5. Cover des Buches Haus der Geister (ISBN: 9783492307994)
    John Boyne

    Haus der Geister

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    London 1867. Eliza Caine ist einundzwanzig Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Sie fasst den Entschluss, ihre Stellung als Lehrerin einer Mädchenschule aufzugeben und geht nach Norfolk. In Gaudlin Hall wird sie Gouvernante der zwölfjährigen Isabella und des achtjährigen Eustace. Schon auf dem Bahnhof in Norwich hat sie eine merkwürdige Begegnung und als sie am Herrenhaus ankommt, sind dort nur die Kinder, kein Vater, keine Mutter. Und auf dem Grundstück lebt nur der missmutige Kutscher Heckling. Schon die erste Nacht ist unheimlich und Eliza bereut ihren Entschluss schon fast. Der Anwalt der Familie erzählt ihr schließlich die tragische Geschichte und Eliza ist sich sicher, dass sie doch nicht so allein sind auf Gaudlin Hall sind wie anfangs gedacht. Aber wer oder was will sie unbedingt von dort fortjagen? Und was ist mit den Gouvernanten vor ihr passiert?

     

    Ein wunderbar erzählter Roman, eine Schauergeschichte aus dem viktorianischen England, die mich von Anfang bis Ende gut unterhalten hat. Atmosphärisch und spannend. Ich war sofort in der Geschichte und konnte mich gut in die damalige Zeit hinein versetzen. Die Beschreibung des damaligen Londons sowie des eher ländlichen Norfolks ist lebendig und anschaulich, der Schreibstil und die Sprache angemessen. 

     

    Erzählt wird in der ersten Person aus Sicht von Eliza. Sie hält sich selbst nicht für sehr attraktiv und hat sich damit abgefunden, als unverheiratete Lehrerin ihr Leben zu leben. Der Schritt, nach Norfolk zu gehen, ist eigentlich untypisch für sie, aber nach dem Tod ihres Vaters wagt sie einen Neuanfang. Sie ist klug und gebildet und hat recht moderne Ansichten für eine Frau in der damaligen Zeit. Beschränkungen, die nur aufgrund ihres Geschlechts für sie gelten, kann sie oft nicht nachvollziehen. Gut gefallen hat mir auch die Diskussion in der Kirche mit dem Pfarrer über Gott und die Bibel. 

     

    "Haus der Geister" ist keine Horrorgeschichte, nicht, dass da jemand beim Lesen enttäuscht sein wird. Ich würde das Buch auch nicht als übermäßig gruselig bezeichnen. Aber es ist, wie schon geschrieben, fesselnd und atmosphärisch geschrieben. England, das viktorianische Zeitalter, Herrenhäuser, Nebel, Geister...was kann man mehr von einer Schauergeschichte erwarten? 

    Und gerade jetzt im Oktober, in der Zeit vor Halloween, passt sie perfekt.  

  6. Cover des Buches Der verbotene Fluss (ISBN: 9783453356504)
    Susanne Goga

    Der verbotene Fluss

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Madeleine_Eckel

    Ich hatte mir Teil 1 geholt, da ich Teil 2 bereits auf meinen Kindle geladen hatte. Wobei ich vorab gerne sagen möchte, dass mir Teil 2 ein wenig besser gefallen hat.

    Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Man konnte sich super in die Figuren hineinversetzen und die Geschichte flog nur so dahin. Flüssig, dennoch spannend und emotionsreich. 

    Die Story an sich hat mir auch sehr gut gefallen, besonders das Übernatürliche und mystische. Aber ich mochte auch einige der Personen sehr. Dennoch musste ich mit der weiblichen Hauptprota erst warm werden. Charlotte hat mir außerhalb des Kindes besser gefallen. In Anwesenheit des Mädchens war sie mir zu kühl und forsch. Genau das, was sie selbst beim Hausherrn bemängelt hat. Tom dagegen, der Journalist, der gefiehl mir ganz gut und war mir auch direkt sympathisch. 

    Alles in allem kann ich das Buch für Historische Krimiliebhaber empfehlen. Ich würde es defintiv vor dem zweiten Teil lesen.

  7. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404270019)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (460)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden? Ein fesselnder Schmöker über Liebe und Hass, Vertrauen und Feindschaft und zwei Familien, deren Schicksal untrennbar miteinander verknüpft ist.

    Das Buch:
    Eigentlich war ich nie der Mensch, der ein Buch von Sarah Lark lesen wollte. Obwohl ich historische Romane liebe und auch Liebesgeschichten mich begeistern können. Und obwohl die Bezeichnung Familien-Epos mich oft ködern kann, so waren die Bücher dieser Autorin für mich eher etwas, dass ich für mich abgeschrieben hatte.
    Doch nun habe ich den ersten Teil der Weißen-Wolke-Saga gelesen und das Buch konnte mich eindeutig überzeugen. 
    Beginnen wir mit dem Setting. London 1852 klingt schon mal ganz spannend. Die Kulisse wird eindrucksvoll geschildert auch die beiden weiblichen Protagonistinnen werden zum ersten Mal eingeführt. Beide sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn Heiratsumstände heute ganz anders sind konnte ich doch nachvollziehen, warum Helen die Heiratsannonce anziehend fand.
    Ich kann nicht bestätigen oder widerlegen, ob die historische Wirklichkeit im damaligen London wirklich so war, wie es in diesem Buch beschrieben wurde, aber ich konnte es mir gut vorstellen. 
    Die kleinen Details haben mir das gut möglich gemacht. Und selbst wenn die Tatsachen nicht so stimmen würden, täte dies dem Buch dennoch keinen Schaden. Denn es ist so spannend geschrieben, dass man schon nach nur wenigen Seiten mehr erfahren möchte.
    Die beiden weiblichen Protas waren für mich eindeutig in diese Zeit geschrieben und so konnte es auch passieren, dass die beiden erst nach Neuseeland reisen mussten. Würde das Buch in der heutigen Zeit spielen, wären die Beweggründe nicht vorhanden oder vollkommen anders. 
    So sind es jedoch die Umstände, die die beiden Protas in eine neue Welt schicken. Und gemeinsam mit den beiden erkundet auch der Lese das unbekannte Land.
    Die Überfahrt wird genauso spannend gestaltet wie alles andere davor auch, doch der interessanteste Teil folgt eindeutig danach. 
    Denn nicht nur für Helen und Gwyneira war dieses Land neu, sondern auch für mich. 
    Dabei wird auch diese Kulisse so eindrucksvoll beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wo die beiden gelandet sind. Ich konnte mir sowohl das Land, als auch die Berge und Seen gut vorstellen.
    Bis hierher weiß der Leser noch nicht, wie sich die beiden Männer gestalten werden, die Helen und Gwyneira heiraten sollen. Das bleibt zunächst ein Geheimnis, welches es noch spannender macht weiterzulesen. 
    Im Laufe des Romans wird diese Geheimnis jedoch geklärt und es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Im weiteren Verlauf müssen die Beiden viele Hürden überstehen, erleben jedoch auch schöne Situationen. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten hat, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wartet gespannt darauf, was als nächstes kommen möge. Und obwohl irgendwann der Alltag ins Leben der beiden Protas einzieht, so wird das Lesevergnügen doch nie gemindert. Denn immer wieder werden interessante Passagen über das Land, das Leben dort oder die Fauna und Flora eingebunden, die eindeutig darauf schließen lassen, dass die Autorin dieses Land wirklich gut kennt.
    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde ich in die Welt hineingezogen. Dabei gab es für mich viele liebenswerte, aber auch einige hassenswerte Figuren. Und obwohl das Buch mit einem kleineren Cliffhanger endet kann man das verzeihen, denn der nächste Band wartet schon auf einen ;)
  8. Cover des Buches Little Women (ISBN: 9781519209917)
    Louisa May Alcott

    Little Women

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Viki57

    In diesem Buch wird die Geschichte von vier Schwestern Meg, Jo, Amy und Beth erzählt. Es handelt sich um eine sehr schöne, aber auch traurige Geschichte. Das Buch zieht einen von Anfang an in den Bann und ist sehr schön geschrieben.

  9. Cover des Buches Rebecca (ISBN: 9783458361343)
    Daphne Maurier

    Rebecca

     (388)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Allein der Name Daphne Du Maurier hat mich schon angezogen, weil er so schön klingt und nachdem ich den Film „Meine Cousine Rachel“ gesehen hatte, wollte ich eigentlich auch das Buch dazu lesen. Da ist mir allerdings schon die nächste Verfilmung in die Quere gekommen, nämlich „Rebecca“ aus dem Jahr 2020. Ich mochte den Trailer sehr, denn rein optisch scheint der Film ansprechend zu sein und auch das was er über die Handlung verrät, konnte meine Neugier wecken. Dieses mal wollte ich aber zuerst das Buch lesen, in dem es um folgendes geht:


    An der Côte d’Azur begegnet eine junge Gesellschafterin den doppelt so alten Maxim de Winter. Dieser ist reich, kultiviert und angesehen. Er lebt in England auf dem herrschaftlichen Landsitz Manderley, das unsere Erzählerin schon seit ihrer Kindheit von Postkarten kennt und stets bewundert hat. Nach einigen gemeinsamen Ausflügen macht Maxim der Erzählerin vor ihrer Abreise einen Heiratsantrag, welchen sie annimmt. Nach den Flitterwochen kehren beide nach Manderley zurück, wo sich die Erzählerin mit der Allgegenwärtigkeit von Maxims erster Frau Rebecca konfrontiert sieht. Diese war ein Jahr zuvor unter mysteriösen Umständen ertrunken. Die Erzählerin findet heraus, dass Rebecca nicht nur sehr schön, sondern auch allseits beliebt, charmant und talentiert war. Die ohnehin schon schüchterne junge Frau verunsichern diese Informationen, zudem verhält sich ihr Ehemann oft unberechenbar, ist mal zuvorkommend und warmherzig, dann wieder verschlossen und gereizt. Rebeccas Vertraute und Haushälterin Mrs. Danvers begegnet ihr fortwährend mit Missfallen und so sehr sie das Anwesen Manderley und seine Umgebung liebt, so sehr ist sie sich der immer wieder der Anwesenheit Rebeccas Geist bewusst. Es wird ihr zunehmend klar, dass ein glückliches Leben im Schatten der Vorgängerin nicht möglich zu sein scheint.


    Zu erst einmal ist es ungewöhnlich, dass der Roman mit dem Ende beginnt. Wir erfahren, dass das Ehepaar de Winter nicht mehr auf Manderley lebt, ja dass dieses nicht mehr existiert. Dass sie die Dämonen der Vergangenheit immer wieder heimsuchen, aber ihr Glück in einem langweiligen Alltag fernab der Heimat gefunden haben. Erst ab Mitte des zweiten Kapitels beginnt der Anfang der Handlung. Auch ungewöhnlich ist es, dass die Erzählerin, unsere Hauptfigur, nie beim Namen genannt, sondern nur als Mrs. Winter bezeichnet wird. Das ist schon etwas ärgerlich, weil es laut Maxim ein sehr außergewöhnlicher Name ist, aber andererseits trägt das zur allgemeinem Mystik des Romans bei. Außergewöhnlich sind auch alle auftretenden Charaktere, jeder ist nach einem klaren Muster aufgebaut: Der reiche Witwer, die junge unsichere Ehefrau, die kaltherzige Haushälterin, der ewige Junggeselle, die sagenumwobene tote Ehefrau….fast schon karikativ, aber das macht auch seinen Reiz aus. Trotzdem geht einem besonders die Erzählerin irgendwann auf die Nerven. Ich bin ja selbst eine sehr introvertierte Person, aber all die einsilbigen Antworten die sie bei Konversationen gibt und diese übertriebene Unsicherheit, haben selbst mich ein bisschen auf die Palme gebracht. Sehr anstrengend zu lesen, auch die vielen inneren Monologe, obwohl diese sehr bildhaft und atmosphärisch geschrieben sind. So etwas mag ich, aber es wurde irgendwann einfach zu viel. Im Gegenzug gab es aber ein paar sehr starke Szenen, z.B. der Monolog von Mrs. Danvers in Rebeccas Zimmer, wo ich echt begeistert war. Ich konnte sie fast vor mir sehen und hören, das war richtig gut geschrieben! Trotz der recht langen, klein gedruckten Kapitel ist das Buch ein wahrer Pageturner, weil man so gespannt auf das Mysterium Rebecca ist. Ich hatte vorher schon vielfach gelesen, dass die Auflösung ganz und gar schockierend sei und hatte dementsprechend große Erwartungen. Ich würde zusammenfassen, dass es drei Enthüllungen gibt. Die erste über die Person Rebecca fand ich interessant und clever, hätte daraufhin aber gerne noch ein bisschen mehr über sie erfahren und warum sie so war. Die zweite über ihren Tod hatte ich schon in Betracht gezogen und kam daher nicht ganz so überraschend. Überraschend fand ich dann aber wieder den Twist der danach kam. Das war nochmal eine schöne Kehrtwende. Das Ende kam mir dann allerdings zu schnell, da war ich richtig enttäuscht. Man erwartet noch eine kleine Aufklärung, warum das was am Ende passiert, passiert ist und wer dafür verantwortlich war. Natürlich hat man eine Ahnung, aber ich mag es lieber, wenn es schwarz auf weiß da steht. Es hilft jedoch ein wenig, wenn man sich direkt im Anschluss die ersten beide Kapitel noch einmal durchliest. 

    Am meisten hat mir an dem Buch gefallen, dass es so spannend war. Und auch, dass es ungewöhnlich war. Es ist kein 0815 Roman, so was liest man nicht oft. Vermutlich mag das auch daran liegen, dass der Roman von 1938 ist, da hat man noch anders geschrieben und die Leser hatten andere Ansprüche. Da ich aber eher selten so alte Romane lese, war ich davon positiv überrascht. Drei Dinge haben mir nicht so gefallen. Die Erzählerin geht einen mit ihrer Art irgendwann einfach nur noch auf die Nerven, die offenen Fragen und das Ende, welches ich zu plötzlich fand. Für mich war es nicht ganz perfekt, aber ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und bin froh das ich es gelesen habe. 

  10. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.546)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

  11. Cover des Buches Teatime mit Lilibet (ISBN: 9783471360279)
    Wendy Holden

    Teatime mit Lilibet

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Karola_Dahl

    Die junge, schottische Lehrerin Marion Crawford, CRAWFIE genannt, wird 1932 mit 22 Jahren als Gouvernante für die noch kleine Prinzessin Elisabeth angestellt. Da das Leben im Schloss krass mit dem wirklichen, kargen Leben der britischen Bevölkerung kollidiert, möchte sie als überzeugte Sozialistin den Blick für die Realität bei den Prinzessinnen Elisabeth und Margaret öffnen, indem sie z.B. zusammen in der U-Bahn fahren, bei Woolworth Weihnachtseinkäufe machen, ins öffentliche Schwimmbad gehen etc., genannt ‘Operation Normal‘. Eigentlich will ‚CRAWFIE‘ in den Slums von Edinburgh unterrichten, doch durch die erzieherische Arbeit bei den Royals kann sie mehr bewirken.

    Elisabeth wird als sehr fantasievolles und liebenswertes Kind dargestellt, das in einem goldenen Käfig aufwächst, liebevoll von ihr wie eine Mutter umsorgt für 16 Jahre.

    Gleichzeitig erfährt man im Buch, was sich gleichzeitig im allgemeinen Weltgeschehen ereignet: Aufstände in Spanien zur Zeit Francos, Hitlers Weg an die Macht bis zum Ende des 2. Weltkriegs, das Verbünden der Engländer mit den Amerikanern. Dazu kommt die Abdankung von Eduard VIII., der Glamour der Krönung von George VI..

    Wendy Holden stützt sich auf die Autobiographie von Marion Crawford ‚The little Prinzess‘ und gewährt uns dabei einen perfekten Zugang zu diesem Milieu.

     

  12. Cover des Buches Agnes Grey (ISBN: 9783423143561)
    Anne Brontë

    Agnes Grey

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Mrshll_B
    Angefangen mit Jane Eyre und danach folgte Agnes Grey. Agnes Grey ist ein ruhiger und nachdenklicher Roman, der nicht mal so lang und kompliziert geschrieben ist, sodass ich -mit meinen 14 Jahren- ihn auch leicht verständlich lesen kann. Die Geschichte ist sehr schön und der Charakter passt. Als nächstes folgt für mich dann Sturmhöhe.
  13. Cover des Buches Das Geheimnis von Ashton Place 1: Aller Anfang ist wild (ISBN: 9783522182966)
    Maryrose Wood

    Das Geheimnis von Ashton Place 1: Aller Anfang ist wild

     (96)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Drei Kinder, die von Wölfen aufgezogen wurden und nun zivilisiert werden sollen. Klingt schon mal interessant, ist auch ganz gut umgesetzt. Dennoch gibt es auch ein paar Schwachpunkte. Lesen lässt es sich aufgrund des einfachen Schreibstils (das alles in der 3. Person) gut, dabei wird man als Leser oft einbezogen (z. B. „ wie ihr vielleicht wisst..“). Manche Vergleiche können meiner Meinung nach etwas verwirrend und zu hoch für Kinder sein, aber das kommt auch immer auf das Alter der Leser an. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und ergänzen die Geschichte gut. Leider passiert eigentlich nicht viel und man könnte das Ganze in ein paar Worten erzählen. Zudem lernen die Kinder sehr rasant, obwohl sie anfangs sehr verwahrlost wirken.

     

     

    Eine schöne Geschichte, aber doch ein wenig speziell.

  14. Cover des Buches Das Herz der Feuerinsel (ISBN: 9783442477968)
    Nicole C. Vosseler

    Das Herz der Feuerinsel

     (61)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox
    Jacobina und Floortje lernen sich auf einem Schiff nach Batavia kennen. Beide wollen ďort ein neues Leben beginnen fernab von ihren Familien. Ein Neuanfang den Floortje sogar auf die schiefe Bahn kommen lässt. Auch Jacobina muss ďurchs Feuer, ehe Beide enďlich ihren Frieden finden. Alles sèhr langatmig und zähflüssig.








     Neues
    De
    F
  15. Cover des Buches Nell Sweeney und die Spur des Todes (Nell Sweeney-Reihe 1) (ISBN: 9783960877554)
    P.B. Ryan

    Nell Sweeney und die Spur des Todes (Nell Sweeney-Reihe 1)

     (39)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Boston, 1868: In düstere Armut hineingeboren, besitzt die junge Nell Sweeney kaum mehr als ihren Scharfsinn. Doch ihr Schicksal wandelt sich, als sie die Stelle als Gouvernante der unglaublich reichen Familie Hewitt antritt. Aber schnell begreift sie, dass unter einer vergoldeten Oberfläche auch hässliche Geheimnisse lauern können …
    Als die Hewitts erfahren, dass ihr ältester Sohn William, früherer Militärarzt und schwarzes Schaf der Familie, gar nicht tot ist, währt die Freude nur kurz. Denn William sitzt im Gefängnis, weil er im Opium-Rausch einen Mann getötet hat. Von der Schuld seines Sohnes überzeugt, verbietet August Hewitt seiner Frau, Will zu helfen. In ihrer Verzweiflung bittet sie Nell, William zu entlasten. Dafür muss Nell erneut in die dunkle und heimtückische Unterwelt eintauchen, der sie entflohen war. Wird sie es schaffen, die Wahrheit aufzudecken bevor sich des Henkers Strick um William Hewitts Hals legt?


    Meine Meinung:

    Ein Krimi in historischen Gewand. Sehr spannend bis zur letzten Seiten. Das Buch ließ sich flüssig lesen und das Cover wurde schön gestaltet.  Die Hauptperson kommt sympathisch herüber, sowie die anderen Charaktere.

    Die Geschichte selbst ist spannend und fesselnd geschrieben. Mit Logik und Verstand wird der Fall gelöst und man staunt, wie sich das ganze entwickelt. Die Begebenheiten, sowie auch die Umgebung werden gut beschrieben, daß man sich alles gut vorstellen kann.

    Der erste Fall von Nell Swenney hat mir gut gefallen. Eine kluge Frau die behaarlich ihren Weg geht und die richtigen Fragen stellt um den Fall zu lösen.

    Man kann das Buch empfehlen für alle Leser/innen die solche Art von Geschichten mögen!

  16. Cover des Buches Dezembersturm (ISBN: 9783426504055)
    Iny Lorentz

    Dezembersturm

     (217)
    Aktuelle Rezension von: kidcat283
    Als Lore eines Abends von ihrem Großvater Nikolaus von Trettin nach Hause kehrt, findet sie ihr Elternhaus in Flammen wieder. Da es ziemlich spät ist und ihre Familie schon geschlafen hat, bemerkten sie das Feuer nicht und sterben alle.
    Nun lebt sie bei ihrem Großvater, dem auch das Schicksal nicht wohlgesonnen ist und er sie vor seinem Neffen schützen möchte, in dem er sie auf eine Reise schickt. Sie soll das Land verlassen und nach Amerika gehen. Ihr Erbe soll sie die ersten Jahre über Wasser halten. Doch das Schiff, mit dem sie reist, soll das Ziel nie erreichen.....

    Meine Meinung:

    Es ist ein historischer Roman mit einigen spannenden Stellen.
    Der Großvater hat seine Enkelin sehr gerne, obwohl es am Anfang nicht so scheint.
    Wenn ich an die Zofe denke, die Lore auf der Reise begleiten sollte, denke ich mir nur, jeder bekommt das, was er verdient.
    Ansonsten eine schöne Geschichte für zwischendurch, die auch noch weitergeht.
    Ich bin gespannt.
  17. Cover des Buches Das Haus in der Löwengasse (ISBN: 9783499259012)
    Petra Schier

    Das Haus in der Löwengasse

     (127)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt.
    Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern.
    Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss.
    Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist.
    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen.
    Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!
  18. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783426636312)
    Tanja Kinkel

    Im Schatten der Königin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, der 2010 erschien, spielt in der Zeit von Elizabeth I., die im Hintergrund auch eine Hauptrolle spielt, um 1560 in England. Die Ehefrau ihres Oberstallmeisters Robert Dudley, Amy Robsart, ist tot am Fuße einer Treppe gefunden worden. Es kommen starke Gerüchte auf, dass Robert seine Frau ermordet habe, um Königin Elizabeth heiraten zu können. Robert schickt seinen Vetter und Vertrauten Thomas Blount nach Cumnor Place. Er soll klären, wie Amy ums Leben kam. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Thomas Blounts erzählt, unterbrochen immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht Kat Ashleys, der Gouvernante der Königin.

    Die Handlung und die Dialoge sind natürlich im Wesentlichen erfunden, jedoch sind fast alle Personen historisch, ebenso wie das Hauptereignis, nämlich der frühe Tod Amy Robsarts, und die enge Beziehung zwischen der Königin und Robert Dudley. Daraus einen Roman zu stricken, der unterhält und andererseits ungeklärt Historisches so darstellt, dass der Leser sagt, es könnte so gewesen sein, ist aller Ehren wert und der Autorin sehr gut gelungen. Der Rechercheaufwand ist sicherlich um ein Vielfaches höher als bei einem rein erfundenen Stoff. Insgesamt hat sich die Autorin penibel in den bekannten historischen Rahmen eingefügt.

    Die Datumsangaben über den Anfangskapiteln sind eher irreführend bis falsch als hilfreich. Das ändert sich dann aber ab Kapitel 4. Von da an geht es nur noch tageweise voran. Das ist aber nur ein kleines Ärgernis.

    Beeindruckend gut gelingt es Kinkel Etikette und Hierarchien sprachlich abzubilden. Die vagen, höflichen Andeutungen, die bisweilen gewechselt werden sind doch oft nichts anderes als Drohungen und/oder Einschüchterungen, stets aber so formuliert, dass auch der Leser den wirklichen Sinn versteht.

    Gut herausgearbeitet ist der Intrigenreichtum der damaligen Zeit, in der man sehr schnell mit einer Hinrichtung zur Hand war, wer verschiedene Herrscher „überlebte“ war ein Könner. Ein Zitat beschreibt das exemplarisch: “Wenn man unter Henry VIII. groß geworden war und danach erlebt hatte, wie erst sein protestantischer Sohn und dann sein katholische Tochter regierten, hatte man nicht nur gelernt, sein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen, sondern auch, dass der Wind schon morgen umschlagen konnte und man es sich lieber mit keiner Partei ganz und gar verscherzen sollte.“ (Droemer Erstauflage 2010, S.272)

    Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Fünf Sterne.

  19. Cover des Buches Ich gab ihm mein Wort (ISBN: 9783963620393)
    Tamera Alexander

    Ich gab ihm mein Wort

     (14)
    Aktuelle Rezension von: InaRom

    Schlacht um Franklin, 30. November 1864

    Lizzie Clouston unterrichtet als Hauslehrerin die Kinder der Familie McGavock auf der „Carnton Plantage“ in Franklin, Tennessee. Ihr Herz schlägt nicht nur für diese Kinder, sondern auch für die schwarze Bevölkerung. Sie hegt als heimliche Gegenerin der Sklaverei die Hoffnung, dass dieses Unrecht in naher Zukunft Geschichte sein würde, kann aber verständlicherweise ihre Gedanken mit niemandem teilen. Gerade wütet der amerikanische Bürgerkrieg zwischen den Konföderierten und den Unionssoldaten auf grausamste Weise. Lizzie entpuppt sich als unverzichtbare Hilfskraft von Dr. Phillips, als nach fünfstündiger Schlacht, die vielen schwer verwundeten Soldaten auf die Carnton-Plantage, welche zu einem Lazarett umfunktioniert, gebracht wurden. Neben traurigen und berührend schönen Ereignissen kommt es für Lizzie zu einer Begegnung mit einem Soldaten, die sie in das komplette Gefühlschaos stürzt.

    Dieses Buch ist wirklich eine Meisterleistung. Die Autorin hat auf grandiose Weise recherchiert und den Leser bildhaft und mit flüssigem Schreibstil in die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs entführt. Es hat mich sehr berührt, dass die meisten Charaktere in diesem Roman „reale Personen“ waren. Bis auf zwei Ausnahmen, ist jedes Dokument und jeder Brief in diesem Roman authentisch. Die drei Themen: Freiheit, Entscheidungsmöglichkeit und Versprechen ziehen sich wie ein roter Faden durch diesen Roman. Die Carnton-Plantage ist heute ein Museum und nichts würde ich lieber tun, als diese zu besichtigen. Vielleicht habe ich irgendwann einmal dazu die Gelegenheit.

    Mit schwerem Herzen gibt es einen Sterneabzug, denn es dauerte mir zu lange, bis  nach etwa einem Drittel des Buches und ewigen Berichten von den Folgen von Kartätschen, Bajonetten und Kanonen, die Geschichte an Fahrt, in Richtung Konfliktgesprächen zwischen den Soldaten und dem Beginn einer zarten Liebesgeschichte, gewinnt.     

  20. Cover des Buches Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1) (ISBN: B08X74CLC4)
    Olivia Drake

    Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1)

     (38)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Nachdem Abigail ihre gesamte Zeit der Pflege ihren Eltern gewidmet hat, will sie ihr Leben endlich in die eigene Hand nehmen. Gegen den Widerstand ihrer älteren Geschwister nimmt sie eine Stellung als Gouvernante auf dem Anwesen von Maxwell Bryce an. Ihr einziges Problem dabei – in ihrer Jugend waren die beiden befreundet, verliebten sich in einander und wollten heiraten. Als Max jedoch eines Tages aus ihrem Leben verschwand, nahm er nicht nur ihren gemeinsamen Traum, sondern auch Abigails Herz mit sich.


    Meine Meinung

    Als großer Regency-Fan komme ich an vielversprechend klingenden Geschichten in diesem Setting natürlich nicht vorbei, weshalb ich selbstverständlich auch hier nur sehr schlecht „Nein“ hätte sagen können.

    Gut gefallen hat mir zunächst einmal der Schreibstil, der nicht nur generell angenehm zu lesen ist, sondern auch die durchaus unterhaltsamen Dialoge treffend transportiert und der Geschichte einen lockeren Rahmen verleiht.

    Was mich an diesem Buch aber noch weitaus mehr überzeugt hat, waren die Charaktere. Protagonistin Abigail war mir von der ersten Seite an unglaublich sympathisch, da ich direkt mit ihr mitfühlen konnte und ihre Art dabei wirklich sehr angenehm fand.

    Mit Max habe ich mich zunächst noch ein wenig schwer getan, durch die Perspektivwechsel wurde aber auch bei ihm dann recht schnell deutlich, dass er eigentlich ein guter Kerl und durchaus ein Sympathieträger ist. Besonders gelungen fand ich dabei, wie seine charakterliche Entwicklung porträtiert wurde und wie deutlich diese insgesamt zu Tage getreten ist.


    Fazit

    Selbst wenn man noch kein besonders großer Regency-Fan ist, nach dem Lesen dieser Geschichte möchte man dieses Setting am liebsten nicht mehr verlassen. Mich konnte Die Rückkehr des Duke wirklich gut unterhalten, weshalb ich eine definitive Leseempfehlung aussprechen kann.

    Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

  21. Cover des Buches Das Durchdrehen der Schraube (ISBN: 9783423144568)
    Henry James

    Das Durchdrehen der Schraube

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Eine junge Frau nimmt die Stelle als Gouvernante für zwei Kinder an, deren Eltern verstarben, und die nun, ganz der abwesenden Obhut des Onkels überlassen, auf einem herrschaftlichen Anwesen für einigen Wirbel sorgen.

    Das Nicht-Gesagte

    Heute, am 09. Oktober 2020, startet die neue Spuk-Staffel auf Netflix. War ich großer Fan der ersten Staffel rund um The Hunting of Hill House – ebenso von Shirley Jacksons Romanvorlage wie auch der filmischen Umsetzung von 2018 – wollte ich vorab natürlich unbedingt wissen, worum es dieses Mal gehen wird! Henry James‘ „Das Durchdrehen der Schraube“ stand hierfür Pate und erzählt uns eine eigentlich ziemlich gruselige Geschichte.

    Eigentlich? Ja, denn würde man die vielen nichtssagenden, um den heißen Brei herumredenden Dialoge einmal beiseite lassen, käme eine durchaus unheimliche Geschichte bei raus. Doch von Anfang an.

    Wir gelangen zusammen mit unserer namenlosen Erzählerin auf das großzügige Landgut Bly Manor. Die Angestellten des Hauses scheinen allesamt nett, und besonders in der Haushälterin Mrs Grose findet sie schnell eine Verbündete. Auch die beiden Kinder Miles und Flora wirken in ihrer kindlichen Schönheit und Unschuld wie zwei kleine Engel auf die neue Gouvernante. Doch einige Zeit nach ihrer Eingewöhnung trifft sie auf einem ihrer Spaziergänge auf die Erscheinung eines fremden Mannes. Eines Mannes, der, wie sich später herausstellt, schon längst verstorben ist. Dieser soll nicht der einzige geisterhafte Besucher Blys bleiben, denn nicht alle ehemaligen Angestellten möchten das Landgut verlassen, weder lebend noch tot. Auch die Kinder scheinen die Erscheinungen längst bemerkt zu haben. 

    Anfangs erinnerte mich dieses Buch durchaus in den Grundzügen an liebgewonnene Schauerklassiker wie Jane Eyre oder Sturmhöhe der Bronte-Schwestern. Doch mit der Zeit wurde eines immer deutlicher: Was den Bewohnern Blys eindeutig fehlt – und womit James wohl seine Geschichte besonders schmücken wollte – ist die mangelnde Kommunikation. Zwischen den Ausrufen der ach so goldlockigen Kinderlein und der Beschwörung der Haushälterin zur Vorsicht, findet sich vor allem eines: das Nicht-Gesagte. Viele Gespräche werden begonnen, Fragen um Fragen gestellt, und doch nie zufriedenstellend beantwortet. Auch bleiben die Geister in ihrem Erscheinen eher undurchsichtig, die wahrhaft böse Absicht, die ihnen immer wieder unterstellt wird, blieb mir seltsam fremd. Interessanter dagegen empfand ich die vielen Interpretationsansätze, die sich hier und da und auch in den Anmerkungen des Buches finden lassen. 

    Fazit

    Eigentlich eine grundsolide Geistergeschichte, die besonders durch ihren vergänglichen Charme besticht. Dabei hätte ich mir allerdings doch mehr Handlung an sich gewünscht, um mich wahrhaft gruseln zu können. Stattdessen wollte ich schlussendlich nur noch eines: das alle Beteiligten einfach miteinander reden. Nun blicke ich also gespannt auf den neuen Netflix-Spuk und hoffe, dass dort die Geister uns wahrhaft gruselig heimsuchen werden.

  22. Cover des Buches Miss Pettigrews großer Tag (ISBN: 9783442475605)
    Winifred Watson

    Miss Pettigrews großer Tag

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Arme Miss Pettigrew, als Gouvernante im London der 30er Jahre ist sie nicht wirklich zu gebrauchen und wenn sie bis zum nächsten Tag keine feste Anstellung hat, setzt ihre Vermieterin sie vor die Tür. Da führt sie das Schicksal, zu der lebensfrohen und verruchten Delysia LaFlosse und wie durch Zauberei wächst Miss Pettigrew über sich selbst hinaus und startet in den aufregendsten Tag ihres Lebens.
    Wer sich nicht in Miss Pettigrew und ihre neue Freundin Miss LaFlosse verliebt hat das Träumen verlernt. Das Buch ist mit sehr viel feinsinnigem Humor und ganz viel Herzenswärme geschrieben worden. Die Geschichte kann Mut machen, auch in dunkelsten Momenten an das kleine Lichtlein zu glauben, dass plötzlich das ganze Leben erhellen kann und zum entscheidenden Moment zu werden, der das ganze Leben auf den Kopf stellt. Mit sehr viel Zartgefühl, hat die Autorin die alternde Jungfer beschrieben, die mit ein wenig Schminke und geborgten Kleidern zu voller Schönheit erblüht. Miss Pettigrew ist nicht verbittert, sondern freut sich über die Sympathie, die ihr entgegengebracht wird und die Einblicke in eine Welt, die ihr bislang verwehrt waren.

    Sehr schön verfilmt wurde das Buch mit Frances McDormand, Amy Adams und Lee Pace.

    Miss Pettigrew möchte ich in meinem Bücherschrank nicht mehr missen und sie wird sich sicherlich voller Erstaunen darüber freuen, auch in das Leben anderer Leser ein kleines Lichtlein zu bringen.

    Positiv:
    - Ein Buch, dass die Hoffnung schenkt, dass sich von einer Sekunde zur anderen, das Leben positiv verändern kann
    - Feiner Humor
    - Ganz viel Herzenswärme
    - Liebenswerte Charaktere
    - Einblick in das Partyleben der 30er Jahre

    Neutral:
    - ---

    Negativ:
    - ---
  23. Cover des Buches Das Sternenhaus (ISBN: 9783426516737)
    Kimberley Wilkins

    Das Sternenhaus

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    1891: Die ungestüme Nell wächst auf der Gefängnisinsel Ember Island auf, wo ihr Vater die Strafanstalt leitet. Als ihre Mutter mit nur 36 Jahren stirbt, stellt er die Gouvernante Tilly ein. Die junge Frau, die selbst bereits schwere Schicksalsschläge erleiden musste, erobert das Herz des Mädchens im Sturm – und nicht nur seines … Mehr als 100 Jahre später reist die Bestsellerautorin Nina auf die abgelegene Insel vor der Küste Australiens. Hier, im Haus ihrer Urgroßmutter Nell, dem »Sternenhaus«, hofft sie, umgeben von beeindruckender Landschaft und bewegender Stille, ihre tiefe Schreibkrise überwinden zu können, in die der Betrug ihres langjährigen Lebensgefährten sie gestürzt hat.

    Die Geschichte lässt sich gut lesen wobei mehr die Geschichte von nell und Tilly im Vordergrund steht. Man fiebert mit und hofft mit das alles gut geht. Es handelt von einer mutigen Frau und ihren Weg der immer wieder mit Enttäuschung verbunden ist. Mir hat es gut gefallen. 


  24. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783844520675)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (18)
    Aktuelle Rezension von: IraWira

    Ich muss zugeben, dass ich mich mit diesem Hörspiel ein wenig schwer getan habe. Auch wenn die Sprecher gut sind und ich diese Geschichte als solche absolut genial finde und in diversene Variationen schon gelesen und gesehen habe, so schwer tue ich mich doch mit dieser Umsetzung als Hörspiel.
    Die Stimmen, bzw. das Sprechen erinnern mich sehr ans Theater, dabei vermisse ich dann aber doch den visuellen Part. Nach einiger Zeit gewöhnte ich mich zwar daran, aber so recht konnte der Funke nicht überspringen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich normalerweise Hörbücher höre und nur sehr selten Hörspiele. Wer damit schon mehr Erfahrung hat, wird es vermutlich anders empfinden. Ich finde es schade, dass so doch einiges vom Sprachfluss und der Erzählweise der Autorin untergeht, da ich Charlotte Brontë als Autorin auch aufgrund ihres Schreibstils sehr schätze.

    Lässt man meine Voreingenommenheit gegenüber dem Hörspiel einmal außen vor, ist es insgesamt schon gut umgesetzt, denke ich. Wer also ganz unvoreingenommen hier rangeht, dürfte auch an diese Version große Freude haben, auch wenn es leider nicht unbedingt meinen Geschmack trifft.

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