Bücher mit dem Tag "gouvernante"
32 Bücher
- Charlotte Brontë
Jane Eyre
(1.420)Aktuelle Rezension von: Wolf-MacbethIch habe den Roman nach ungefähr einem Drittel abgebrochen.
Der erste Teil – von Janes Kindheit bis zu ihrem Abschied aus Lowood – gehört für mich zum Besten, was ich bisher gelesen habe. Er hat mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Im Mittelpunkt steht für mich nicht die Handlung selbst, sondern das, was Charlotte Brontë über den Menschen sichtbar macht: Wer darf sprechen? Wer hat überhaupt eine Stimme? Was bedeuten Macht und Ohnmacht, Würde und Demütigung, Gerechtigkeit und Heuchelei, Mitgefühl und Freundschaft? Genau darin lag für mich die große Stärke des Romans.
Der Bruch kommt für mich mit Janes Ankunft in Thornfield Hall als Gouvernante. Ab diesem Punkt verliert der Roman seinen literarischen Reiz. Die Handlung wirkt auf mich zunehmend vorhersehbar, klischeehaft, konventionell und formelhaft. Das vertraute Muster des älteren, wohlhabenden Aristokraten und der jungen, unerfahrenen Gouvernante bestimmt für mich die Geschichte immer stärker. Hinzu kommen weitere Figuren und Konstellationen, die ich als stereotype Rollen dieser romantischen Erzähltradition empfunden habe.
Ich werfe Charlotte Brontë selbstverständlich nicht vor, dass spätere Romane und Hollywoodfilme ähnliche Geschichten erzählt haben. Mein Eindruck ist vielmehr, dass dieses romantische Erzählmuster bereits hier weitgehend konventionell angelegt ist und bis heute immer wieder aufgegriffen wurde. Für mich fehlte ab Thornfield die gedankliche Tiefe und Eigenständigkeit, die den ersten Teil so außergewöhnlich gemacht hatten.
Vielleicht habe ich den Roman zu früh abgebrochen. Das kann ich nicht ausschließen. Doch nach etwa einem Drittel konnte ich mich für die weitere Entwicklung der Geschichte einfach nicht mehr interessieren.
Selten hat mich ein Roman so gespalten zurückgelassen: Zunächst las ich etwas vom Besten, das ich bisher gelesen habe. Danach folgte für mich einer der enttäuschendsten Leseeindrücke überhaupt.
- Charlotte Brontë
Jane Eyre
(215)Aktuelle Rezension von: SchlehenfeeDie Geschichte der Waise Jane Eyre, die von ungeliebten Verwandten auf ein Internat geschickt wird und später als Gouvernante auf Thornfield Hall arbeitet und sich in Mr Rochester verliebt, der allerdings ein dunkles Geheimnis hat, ist ein wunderbarer Klassiker, den ich vor Jahren bereits einmal auf Deutsch gelesen hatte.
Nun habe ich mich am Original versucht.
Sprachlich gesehen verlangte mir Charlotte Brontë dabei alles an Konzentration und Vokabelkenntnissen ab, die ich habe. Ich habe mich schwerer getan als erwartet, da ich durch die deutsche Übersetzung keinen solch komplexen Schreibstil erwartet hatte. Hätte ich das Buch zuerst in der Originalfassung gelesen, wäre ich vermutlich nicht so begeistert gewesen.
Doch meine damalige Begeisterung ließ sich wieder durch den Charakter von Jane entfachen. Auf ihre Entwicklung konnte ich diesmal mein besonderes Augenmerk legen, da ich das Geheimnis Mr Rochesters bereits kannte. Jane ist eine starke Frau, die sich durch Rationalität und ihr Gewissen leiten lässt. Sie ist das Gegenteil der oberflächlichen Damen, die Mr Rochester zu umgarnen versuchen. Hinter ihrem einfach gekleideten Äußeren verbirgt sich ein Mensch, der viel Liebe zu geben vermag und sich selbst nicht zu wichtig nimmt. Jane auf ihrem Weg zu begleiten ist ein großes Vergnügen.
Ich denke, dass die Attraktivität dieses Klassikers auch heute noch in der Charakterstärke von Jane Eyre liegt und natürlich in der schönen Liebesgeschichte zwischen ihr und Rochester. Da stört es mich auch nicht, dass ich viel Konzentration beim Lesen aufbringen musste, um die Originalfassung Charlotte Brontës zu verstehen.
- Anne Brontë
Agnes Grey
(126)Aktuelle Rezension von: MakiraAgnes Grey wächst als Tochter eines Pfarrers auf. Die Familie hat ein bescheidenes, aber trotzdem glückliches Leben. Nachdem eine Investition in den Handel leider fehlschlägt, lebt die Familie nur noch vom Einkommen eines Hilfspfarrers. Da sich nun die Lebensverhältnisse geändert haben, möchte Agnes als Gouvernante Geld verdienen und so ihre Familie unterstützen.
Wir begleiten Agnes in ihrem Leben als Gouvernante. In ihrer Naivität hat Agnes bestimmte Erwartungen an das Leben einer Gouvernante und trifft auf die harte Realität. Ich konnte diese Ohnmacht nachvollziehen, die man manchmal bei der Arbeit hat. Wo man einfach nicht weiß, ob man den Mund aufmachen oder ihn lieber halten soll.
Ich frage mich, wie viele Gouvernanten damals das Buch gelesen und darin ihren Arbeitsalltag wiedergefunden haben. Außerdem scheinen früher viele Psychopathen erzogen worden zu sein.
Wer wie ich in Klassikerstimmung ist, kann sich das Buch gerne zu Gemüte führen.
- Julianna Grohe
Die vierte Braut
(407)Aktuelle Rezension von: Kerstin_VogelhuberIch hatte mal Lust auf ein Buch das so ähnlich wie Selection ist und habe mich für dieses hier entschieden. Es lag erstmal auf meinem Sub, bis ich dann doch Lust darauf hatte. Ich muss sagen ich war nicht enttäuscht. Ich hatte zwar von Anfang an einen Verdacht, der sich am Ende dann auch bestätigt hat, was mir das Lesevergnügen aber nicht geschmälert hat. Von Spannung, Intrigen und verschiedenen Aufgaben ist alles dabei. In diesem Band geht es um den 3 Prinzen und wie er seine Braut findet.
Mayrin will eigentlich nur ihre beste Freundin begleiten und zusehen, aber durch einen Zufall nimmt sie plötzlich selbst am Wettbewerb teil. Was alle adeligen Damen seit ihrer Kindheit lernen, fehlt ihr teilweise komplett. So muss sie z.B. lernen auf hochhackigen Schuhen durch die Gegend zu laufen. Gerade mit diesen Dingern passiert so einiges, so dass ich richtig laut lachen musste.
Die Geschichte ist aus ihrer Sicht geschrieben und sie ist wirklich nicht die typische Prinzessin. Sie muss wegen eines schweren Schicksalschlags sehr früh Verantwortung übernehmen. Wieso und worum es geht verrate ich nicht.
Von mir kommt auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diese Reihe. Die anderen Bände warten nur darauf jetzt auch gelesen zu werden.
- Heba Al-Wasity
Weavingshaw
(147)Aktuelle Rezension von: MarissaLeseliebeAusschlaggebend für den Kauf war auf jeden Fall das wunderschöne Cover. Der abnehmbare, durchsichtige Schutzumschlag war mal etwas richtig Neues. Auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.
Mir fiel es schwer, der Geschichte zu folgen, ich fand sie teilweise recht kompliziert geschrieben. Ständig ist man im Plot hin und her gesprungen.
Leena war mir grundsätzlich sympathisch, sie hatte eine sehr starke Persönlichkeit. Saint hielt ich dagegen für einen unerträglichen Macho. Mit ihm konnte ich nicht richtig etwas anfangen.
Das Thema mit dem Kontakt zu den Toten fand ich interessant und spannend. Leider scheiterte es für mich ein wenig an der Umsetzung. Leena sprach für mich mit zu vielen Toten mit ähnlichem Namen, bald konnte ich sie alle nicht mehr auseinanderhalten.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten konnte ich nicht nachvollziehen. Plötzlich waren sie zusammen, obwohl sie zuvor nie wirklich einen positiven Kontakt zueinander hatten und gefühlt kein einziges nettes Wort zwischen ihnen fiel.
Ich habe es wegen des interessanten Themas fertiggelesen, war also kein totaler Fail, aber ich hatte mir mehr erhofft. - Cindy Spencer Pape
Steam & Magic - Feuerspiel
(55)Aktuelle Rezension von: LisasPhantasiaBooksSteam & Magic - Feuerspiel von Cindy Spencer Pape
Allgemeines:
Band: Einzelband
Art: Taschenbuch
Seiten: 350
Preis: € 8,99 (D) € 9,30 (A)
Genre: historische Fantasy / Urban Fantasy
Klappentext:
London, Mitte es 19. Jahrhunderts: Mit verwegenem Mut und ausgeklügelter Technologie jagt der charismatische Sir Merrick Hadrian alles, was sich zwischen dem Diesseits und dem Jenseits tummelt. Doch die fünf Straßenkinder, die er bei sich aufnimmt, bringen ihn an seine Grenzen. Seine Rettung: Die junge Gouvernante Caroline Bristol, die nicht nur Merricks Zöglinge vom ersten Augenblick an verzaubert. Als Dämonen der Unterwelt angreifen, muss das ungleiche Paar zusammenarbeiten - denn nur gemeinsam können sie die Stadt retten ...
Positiv:
Als erstes muss ich ja loswerden, dass mir der Gentleman auf dem Cover durchaus sehr gefällt. Hat mich echt gefreut , mal ein männliches Gesicht auf einen Cover zu sehen, der Klamotten an hat :D Der Anfang der Geschichte war sehr interessant und besonders die fünf Kinder haben es mir angetan. Sie sind einfach toll! Teilweise war es auch witzig. Was mir auch gut gefallen hat, war der einfache Schreibstil, den man schnell und leicht lesen kann.
Negativ:
So gut mir der Anfang auch gefallen hat, muss ich leider sagen, dass der Rest nicht so prickelnd war. Im Allgemeinen ging alles viel zu schnell und wurde nur flach erzählt. Im ganzen Buch kommen vielleicht zwei Angriffe von Dämonen, die viel zu leicht besiegt wurden, der Rest handelt hauptsächlich von Sir Merrick und der Gouvernante, die sich gegenseitig "Flachlegen". Ich hätte gern mehr über die Dämonen und vor allem von den Kindern erfahren. Und was ich mich noch frage: Warum heißt das Buch "Feuerspiel"? Dieser Titel hat überhaupt nichts mit dem Buch zu tun.
Fazit:
"Steam & Magic - Feuerspiel" von Cindy Spencer Pape war leider nicht so wie ich erwartet hatte.
Trotzdem kann man diesen historischen Fantasy Roman gut für zwischendurch lesen.
Ich kann dieses Buch denjenigen empfehlen, der gern etwas erotisches lesen möchte, natürlich erst ab 16.
Auch wenn dieser "Erotik Kram" nichts für mich ist, gebe ich dem Buch 3 von 5 Sterne, da es mich doch durchaus unterhalten hat. - P. L. Travers
Mary Poppins
(34)Aktuelle Rezension von: Vani_SchneiderViele von euch werden Mary Poppins bestimmt kennen. Mary Poppins kommt als Kindermädchen zu der Familie Banks. Sie ist aber anders als alle Kindermädchen vor ihr, denn mit ihr erleben Jane und Michael viele spannende Abenteuer.
Das Buch ist natürlich schon etwas älter und zudem ein Kinderbuch, aber für mich ein echter Klassiker weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass das Buch generell keinen roten Faden hat und sich einfach ein verrücktes Abenteuer an das nächste reiht, stelle ich es mir für Kinder sehr lustig und spannend vor. Ich würde aber definitiv empfehlen ein neueres Exemplar Kindern vorzulesen, da meines an einigen Stellen kritische Äußerungen aufzuweisen hatte.
Meiner Meinung nach aber ein Klassiker, den man auf jeden Fall gelesen haben muss!
- Petra Schier
Das Haus in der Löwengasse
(130)Aktuelle Rezension von: TebyPauline Schmitz hat viel durchgemacht. Sie ist klug, gebildet, hübsch und fleißig. Aber in der Zeit, in der Pauline lebt, zählt das nur bedingt.
Nach vielen Steinen in ihrem Leben kommt sie als Gouvernante im Haus von Julius Reuther in der Löwengasse unter. Nicht nur die Arbeit mit den beiden Kindern bereitet ihr Freude, auch immer mehr die "Auseinandersetzungen" mit ihrem Arbeitgeber.
Petra Schier schafft es mit ihrem unvergleichlichem Schreibstil, die Zerrissenheit der Gefühle regelrecht mitzuerleben. "Das Haus in der Löwengasse" ist ein schöner Roman, der das Dilemma von Vermögen und Liebe im 19. Jahrhundert vor der Kulisse in Köln empfinden lässt.
- Wendy Holden
Teatime mit Lilibet
(128)Aktuelle Rezension von: Elke_R__RichterMarion Crawford macht ihre Ausbildung zur Lehrerin und bekommt 1932 die Gelegenheit, die Töchter der Herzogin von York, Prinzessin Elisabeth und Prinzessin Margaret, zu unterrichten. Sie verlässt Edinburgh, ihre Heimat und begräbt ihren Wunsch, arme Menschen zu unterrichten, um mit der königlichen Familie nach London zu ziehen. Indem sie mit Lilybet einkaufen geht oder mit der Underground fährt, bemüht sie sich, ihren Unterricht realitätsnah zu gestalten. Obwohl Marion Crawford anfangs öfter vorhatte, den Posten aufzugeben, begleitete sie die zukünftige Queen 16 Jahre. Ihre persönlichen Beziehungen verschlechtern sich und sie gibt schließlich auch ihre Freundschaften auf. Sie lernt den normalen Tagesablauf der königlichen Familie kennen und erlebt die politischen Umwälzungen nach dem Ableben des früheren Königs Georg IV. Als Edward VIII. abdankte, übernimmt sie die Rolle des Elternersatzes für Lilybet und Margaret und sorgt während der Krönungsfeierlichkeiten für die Mädchen. Nachdem das Buch "Die kleinen Prinzessinnen" veröffentlicht wurde, hatte die königliche Familie sie leider regelrecht ausgegrenzt. Deshalb gibt es wahrscheinlich nur wenige Informationen über sie, was bedauerlich ist.
Auf dem Cover sind die beiden Prinzessinnen zu sehen, im Hintergrund ist der Palast abgebildet. Es gibt einen guten Eindruck von der Umgebung, in der die spätere Königin Elizabeth aufgewachsen ist. Auch Wendy Holdens Erzählstil passt sich dem an.
Eine empfehlenswerte Lektüre, da sie die Jugendzeit von Elisabeth II. beschreibt.
- Charlotte Roche
Mädchen für alles
(108)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchNachdem ich schon die ersten zwei Bücher von Charlotte Roche zuhause, und gelesen habe, hab ich durch Zufall dieses Buch in den tiefen meines Bücherschrankes gefunden. Das Cover hat mich sofort angesprochen und nach kurzem Einlesen auf der Rückseite musste ich es sofort lesen.
Es hat tatsächlich sehr interessant und spannend angefangen...leider ging es danach sehr schnell bergab und es wurde langweilig und langatmig...der Schluss war ziemlich schräg und komisch.
Ich hätte mir tatsächlich viel mehr tiefgang gewunschen, und weniger oberflächlichkeit.
Nichts desto trotz konnte ich das Buch flüssig und gut lesen, man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
- Eva Lirot
Seelenloch (Jim Devcon-Serie 9)
(6)Aktuelle Rezension von: Frenx51Ein Samstagnachmittag mitten in Frankfurts Innenstand, ein „Feuerteufel“ bietet seine Show dar, doch plötzlich wird aus der Show Ernst und der Mann begibt sich mit dem Flammenwerfer in die Menschenmenge. Angst und Entsetzen verbreiten sich nach der Tat, es gibt einige Opfer, darunter auch die Nichte eines Ermittlers. Gaffer stellen Fotos ins Internet, die Boulevard-Presse ist hinter einer Story und dem Versagen der Polizei her und Jim Devcon und sein Team müssen versuchen, dass die Lage nicht eskaliert und die Angst nicht alle lahm legt. Doch der Täter schlägt erneut zu.
Dieses Mal müssen Jim Devcon und sein Team sich mit einem Täter rumschlagen, der scheinbar wahllos Menschen mit einem Flammenwerfer tötet. Doch für den Leser, der auch diesmal aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven und Handlungssituationen, den Täter bereits von Beginn an kennenlernt, wird schnell deutlich, dass viel mehr hinter den Taten steckt. Denn er ist reich, klug und brutal und will etwas Großes mit seinen Taten erreichen. Prestige und Macht und fehlende Zuneigung spielen eine sehr deutliche Rolle, ebenso wie ein Kindheitstrauma. Jedoch steckt hinter der Tat oder in dem Gefüge, in dem sich der Täter befindet, eine viel größere, aber versteckte Macht, die schwer zu begreifen ist und doch auf wahren Informationen beruht.
Dieser Fall ist wieder sehr spannend, trotz dessen dass der Leser den Täter bereits kennt, ist das Eintauchen in die dunklen Geheimnisse sehr interessant dargestellt und auch die polizeiliche Ermittlungsarbeit kann gut verfolgt werden, auch wenn sie diesmal etwas in den Hintergrund gerät. Was mir an diesem Fall jedoch nicht gefallen hat, war die Auflösung bzw. die Beendigung des Falls für Jim, denn sie war sehr unbefriedigend, auch wenn sie so im wirklichen Leben ebenfalls vorkommen könnte.
In diesem Fall konnte man zum einen die Weiterentwicklung von Tatjana sehr gut verfolgen, die zwar wieder mitten drin, als Opfer wie auch als, weiterhin krankgeschriebene, Ermittlerin war, jedoch auch ein Stück weit besser an ihrer Psyche arbeiten konnte. Zum anderen zeigten auch andere Ermittler, wie sehr ihr Psyche angeschlagen ist und wie schnell sich Gefühle, von Wut und Rache zeigen können, wenn ein Täter Personen des privaten Umfelds tötet.
Der Fall war ebenfalls sehr spannend, vor allem da dies ein Fall war, der die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat und gleichzeitig das Thema „Gaffer“ und Präsentation im Internet in den Fokus genommen hat. Jedoch hat mich die Aufklärung bzw. das Ende des Falls, wenn es auch schlüssig und nachvollziehbar ist, dass so gehandelt wurde, nicht zufrieden gestellt, da dadurch wieder die Macht verschiedener Personen dargestellt wurde und die negativen Auswirkungen dieser.
- Anne Brontë
Agnes Grey (Classics)
(2)Aktuelle Rezension von: SchlehenfeeAgnes Grey ist Anne Brontës erster veröffentlichter Roman aus dem Jahr 1847. Die jüngste Brontë-Schwester hat darin viele autobiografische Elemente einfließen lassen.Doch worum geht es?
Agnes Grey, eine junge Pfarrerstochter bewirbt sich als Gouvernante, da der Vater viel Geld verloren hat und sie etwas zum Einkommen beitragen möchte. Das 18jährige Mädchen hat keinerlei Erfahrung und trifft gleich bei der ersten Familie auf völlig verzogene Kinder und Eltern, die keine Kritik an ihren Sprösslingen dulden. Agnes ist verzweifelt, ist sie doch voller Naivität an die Sache herangegangen. Bei ihrer zweiten Stellung hat sie es mit zwei jungen Damen zu tun, bei denen ganz andere Erziehung und Gesellschaft gefragt sind. Durch ihren Aufenthalt dort lernt Agnes den Vikar Edward Weston kennen. Erst spät erkennt sie ihre wahren Gefühle für ihn, als sie nämlich ihre Stellung als Gouvernante aufgeben muss.
Auch Anne Bronte war als Gouvernante in Stellung, bevor sie sich nur dem Schreiben widmete. Sie muss ähnlich jung wie Agnes gewesen sein und hat für ihren Roman wohl aus dem Nähkästchen geplaudert. Es war für mich teilweise unfreiwillig komisch, wie Agnes' Bemühungen, die Kinder zu erziehen, im Sande verliefen. Irgendwie tröstlich zu wissen, dass es schon damals Eltern gab, die ihre Kinder für unfehlbar hielten.
Agnes war mir als Charakter recht sympathisch, obwohl sie sehr religiös ist (klar, mit einem Pfarrer als Vater) und moralisch sehr rechtschaffen und fast zu ideal ist. Ich denke, dass sie Anne Brontë ähnelt, denn sie stelle ich mir genauso vor. Ernst, schüchtern, aber mit einer gewissen Arroganz, da sie sich stets rechtschaffen verhält und sich daher anderen Menschen überlegen fühlt. Ich stelle mir Anne und Agnes etwas wie Mary Bennet in „Stolz und Vorurteil“ vor.
Aber zurück zum Roman. Für einen Klassiker ist „Agnes Grey“ sehr leicht zu lesen, auch im englischen Original. Der Schreibstil der jungen Autorin ist einfach gehalten und ihre Protagonistin ist nicht sehr vielschichtig. Durch die Kürze des Romans empfehle ich ihn daher allen, die sich für die Literatur der viktorianischen Zeit interessieren und ins Klassiker-Genre einsteigen möchten. - Olivia Drake
Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1)
(40)Aktuelle Rezension von: Blacklady_HofmannDer Autorin ist mit Ihrem harmonisch, flüssigen Schreibstil eine wundervolle Geschichte gelungen. Die Charaktere sind gut getroffen und man konnte sich sehr gut in diese und ihre Geschichte einfinden. Das Leben der beiden ist durch Intrigen, Hindernissen und Gleichgültigkeit/ Eigennutz durchzogen, somit kam keine Langeweile auf und man konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Das Buch konnte mich mit einer wunderschönen und gefühlvollen Geschichte überzeugen und ich kann es allen Romantikern von historischen Liebesgeschichten empfehlen.
- Nicola Vollkommer
Die Rückkehr des Erben
(11)Aktuelle Rezension von: pallas
Lady Charlotte und ihr Mann Lord Jake Greenwold leben friedlich auf ihrem Anwesen "Birch Hights". Durch einen Schicksalsschlag erblindete ihre kleine Tochter Elinor, die seither sehr unter dieser Einschränkung leidet. Eines Tages steht eine völlig verzagte und abgemagerte junge Frau namens Marie vor der Tür und bittet um Einlass. Die liebenswerte und gutmütige Lady Charlotte nimmt sie auf, ohne zu ahnen, dass Marie für die kleine Elinor eine wichtige und wertvolle Vertrauensperson werden wird. Mit viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen erreicht Marie bei dem blinden Kind das schier Unvorstellbare:
Elinor kann über Maries Augen ihre Umwelt wahrnehmen, in dem sie sich über die genauen, einfühlsamen Schilderungen ein Bild machen kann. Die Augen Maries werden somit zu Elinors geistigen Augen. Schon bald ist Marie über dieses innige Verhältnis für das junge Mädchen unersetzlich geworden. Noch weiß niemand woher die junge Frau eigentlich kam und wie ihre Vergangenheit aussah. Die Familie vertraute ihr ohne viel zu fragen und bot Marie eine bescheidene aber glückliche Unterkunft. Als sich jedoch plötzlich ein entrechteter Erbe meldet, wird der Friede und das Glück der Greenwolds auf "Birch Hights" empfindlich gestört.
Nicola Vollkommer wählte für ihren Roman "Die Rückkehr des Erben" vorzüglich gestaltete Romanfiguren, die als authentische Personen den Inhalt der Story sehr überzeugend tragen.Die kleine Elinor ist als kleiner, manchmal recht ungezogener Wildfang, eine humorvolle und quirlige Quelle liebevoller familiärer Episoden, die jedem Leser sofort an's Herz wachsen wird. Ihre Erblindung und die damit verbundene Belastung ließen Elinor aber auch zu einem schwierigen Kind werden, bei dem es keine Gouvernante lange ausgehalten hat. Doch genau hier vollzieht sich bei dem Kind eine enorme Wandlung als Marie in ihr Leben tritt. Die Autorin arbeitet hier auf eindrucksvolle Weise heraus, wie ein fürsorglicher und liebevoller Umgang mit Kindern, selbst in "aussichtslos erscheinenden Fällen", zu einer wunderschönen Wandlung führen kann.
Eine sympathische Hauptfigur entstand in Lady Charlotte, die als liebevolle und mitfühlende Frau stets für Ihre untergebenen Menschen da ist. Sie wird in ihrer Rolle hervorragend durch Lord Jake ergänzt, dessen Charakter eher durch die Vernunft und den Verstand geprägt ist als durch das Gefühl.
Marie ist eine stille, sanftmütige und selbstlose junge Frau, die in ihrem jungen Leben ein furchtbares Schicksal erdulden musste. Jetzt hofft sie bei den Greenwolds auf "Birtch Higths" zur Ruhe kommen zu können und die Wunden ihrer Seele heilen zu lassen. Ein Beispiel der wunderschönen poetischen Sprache Nicola Vollkommers verdeutlicht den Charakter Maries am Besten: "Sie hat ganze Welten in der Seele der Tochter erweckt, die verborgen waren, sie gibt ihr dafür nicht nur Augen die staunen können, sondern auch eine Sprache mit der sie Bilder malt."
Onkel Theodor ist eine weitere, besonders bemerkenswerte Romanfigur. Der stille Onkel beobachtete lieber und scheint seine Worte mit großem Bedacht zu wählen. Gab er im Romangeschehen einen Rat, dann war dieser präzise und meist von besonderer Deutlichkeit: "Gott mag die, die Fehler eines zu weichen Herzens übersehen, aber nicht die Fehler eines harten Herzens."
Schließlich sei noch Eduard, der kleine vermisste Halbbruder von Lady Charlotte, genannt. Die Autorin gestaltete mit ihm ein zartes Kind, das sich aber - wenn es darauf ankommt - kämpfend und schauspielernd einsetzt, um die ihm liebgewonnenen Menschen zu schützen.
Nicola Vollkommer gelang mit "Die Rückkehr der Erben" ein ausgezeichneter historischer Roman, der sehr viele Aspekte des Glaubens in einen vollendet dazu gestalteten Handlungsrahmen einbettet und somit dem Leser einen tiefgründigen und nachdenklich stimmenden Roman präsentiert.
Ganz besonders angenehm fällt der leicht verständliche, ausdrucksvolle Schreibstil auf, der mit einer wunderschönen poetischen Sprache einen angenehmen Lesegenuß der Extraklasse bietet.
Die Handlung des Romans fesselt den Leser durch die sich stetig aufbauende Spannung und bereitet einerseits viele schöne Stunden der Unterhaltung, andererseits lässt die Story den Leser jedoch auch inne halten um über die schönen, wertvollen Aspekte des Gelesenen nachzudenken.
Obwohl dieser Roman die Fortsetzung des Werkes " Wie Möven im Wind" ist, kann dieser Roman ohne Kenntnisse seines Vorgängers gelesen und verstanden werden.
"Die Rückkehr des Erben" von Nicola Vollkommer hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich werde noch lange an dieses schöne Werk zurückdenken, das ist sicher. Ein herzliches Dankeschön an SCM Verlag für das lesenswerte Buch. - Christiane Lind
Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman
(45)Aktuelle Rezension von: rose7474Die Bücher von Christiane Lind mag ich recht gerne und möchte nun alles nach und nach von ihr lesen.
Dieser Roman hat mir auch wieder gut gefallen. Die Landschaft war toll beschrieben und ich konnte mir alles wunderbar vorstellen.
Der Vergangenheitsstrang war für mich stärker sls die Gegenwart.
Daher 4 Sterne.
- Kimberley Wilkins
Das Sternenhaus
(38)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
1891: Die ungestüme Nell wächst auf der Gefängnisinsel Ember Island auf, wo ihr Vater die Strafanstalt leitet. Als ihre Mutter mit nur 36 Jahren stirbt, stellt er die Gouvernante Tilly ein. Die junge Frau, die selbst bereits schwere Schicksalsschläge erleiden musste, erobert das Herz des Mädchens im Sturm – und nicht nur seines … Mehr als 100 Jahre später reist die Bestsellerautorin Nina auf die abgelegene Insel vor der Küste Australiens. Hier, im Haus ihrer Urgroßmutter Nell, dem »Sternenhaus«, hofft sie, umgeben von beeindruckender Landschaft und bewegender Stille, ihre tiefe Schreibkrise überwinden zu können, in die der Betrug ihres langjährigen Lebensgefährten sie gestürzt hat.
Die Geschichte lässt sich gut lesen wobei mehr die Geschichte von nell und Tilly im Vordergrund steht. Man fiebert mit und hofft mit das alles gut geht. Es handelt von einer mutigen Frau und ihren Weg der immer wieder mit Enttäuschung verbunden ist. Mir hat es gut gefallen.
- P.B. Ryan
Nell Sweeney und die Spur des Todes (Nell Sweeney-Reihe 1)
(45)Aktuelle Rezension von: dorothea84Boston, 1868: Man lernt Nell Sweeney kennen und merkt schnell, dass sie selbst so einige Geheimnisse hat. Manche davon werden auch im gleichen Atemzug gelüftet, andere bleiben erst mal ihr Geheimnis. Sie hat Glück und bekommt die Stelle als Gouvernante bei der Familie Hewitt. Als die Familie erfährt, dass ihr verstorbenen Sohn am Leben ist und wegen Mordes verurteilt werden soll. August Hewitt selbst, will dieses Geheimnis gemein bliebt doch Viola schickt Nell um zu helfen. Ein historischer Krimi, der einen in seinen Bann zieht. Einmal das hier nichts romantisch beschrieben wird. Hier bekommt man die grausame Wahrheit von damals gezeigt. Die düsteren, schlechte Seite der Gesellschaft und auch die Intrigen, die Macht und vieles mehr. Somit war es ein Genuss, es zu lesen. Auch die Charaktere habe einiges dazu beigetragen. Natürlich die Hauptfiguren, aber auch die Nebenfiguren sorgen für Spannung, Action und das ein oder andere zum Lachen. Den Humor und die spitzen Bemerkungen von Nell liebe ich einfach. Die Geschichte ist eher bedrohlich. Sie öffnet einem die Augen und zeigt einem mal wieder, dass Leben nicht immer voller Sonnenschein sein kann. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich freue mich schon auf das nächste Band.
- Hannah Conrad
Eine Dame mit Geheimnissen
(37)Aktuelle Rezension von: Eva_GMünchen, 1827: Seit acht Jahren lebt Nanette nun schon in München und arbeitet bei den von Seybachs als Gouvernante. Allerdings weiß niemand, was sie zuvor gemacht hat, woher sie kommt und warum sie mit so viel Vehemenz für ihre Schützlinge kämpft und für alle immer nur das Beste will. Eins ihrer Geheimnisse ist ihre Verkleidung, die sie älter und fülliger aussehen lässt. Auch ihre Leidenschaft für das Schreiben kennt niemand, denn der Fortsetzungsroman von ihr erscheint unter dem Namen Anonymus einmal wöchentlich in der Zeitung und der Verleger Ferdinand von Rückl kennt sie nur als Vertreterin des wahren Autors, der nicht erkannt werden möchte. Dass sie sich aber zu dem attraktiven und direkten Zeitungsverleger hingezogen fühlt, will sie sich lange Zeit selbst nicht eingestehen. Als nun eine junge Bedienstete von Burg Neuhausen im Lilienpalais anklopft und um eine Anstellung bittet, bekommt Nanette Angst um ihre Tarnung und tut alles, die junge Frau in einem anderen Haus unterzubringen. Das lässt diese neugierg werden und sie begibt sich auf die Spur der Gouvernante, dabei ist sie aber längst nicht allein...
Dem Autorinnenquartett, das sich hinter Hannah Conrad verbirgt, ist mit diesem Roman ein sehr rundes Ende gelungen, das sich aber stark von den Vorgängerbänden unterscheidet. Gibt es hier doch vier Handlungsstränge, sodass vier Personen berichten, und die Ereignisse im Hause von Seybach überschneiden sich und es werden Momente erwähnt, die in der anderen Büchern bereits Thema waren.
Ich muss sagen, ich war auf diesen vierten Band sehr neugierig, denn in den drei Büchern zuvor spielt Nanette immer eine Schlüsselrolle, man kann aber nie hinter die Fassade sehen und weiß nicht, warum diese so handelt und was ihre Geheimnisse sind. Nun erfährt man zwar viel über die Vergangenheit der Gouvernante, trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so fesseln, wie erhofft und wie es mir bei den anderen Büchern zuvor ging. Gerade anfangs hatte ich so meine Probleme, in die Handlung zu finden und ein stetiger Lesefluss mit Spannung hat sich erst ab dem zweiten Drittel eingestellt. Sehr gut gefallen hat mir aber, dass man so manche Ereignisse aus der Sicht von Nanette nun nochmals erleben konnte, was für mich auch zu einem perfekten Reihenabschluss gehört.
- Lisa Schubert
Blutrausch und Besenstiel
(2)Aktuelle Rezension von: Lisa_SchubertEvie ist Dienstmädchen bei der Familie Audley. Was keiner weiß: sie ist auch Vampirjägerin. Im Laufe der Handlung bahnt sich eine süße Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Sohn der Audleys an... Das Buch ist eine Mischung aus Spannung, Liebesgeschichte und übernatürlichen Elementen, alles in einem historischen Setting. Obwohl es für Jugendliche geschrieben ist, kann man es auch gut als Erwachsene lesen.
- Maria Orsini Natale
Die Pastakönigin
(3)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisVon diesem historischen Roman habe ich ursprünglich ein bisschen etwas anderes erwartet, habe aber dann in diese Familiensaga, die auch die politischen Ereignisse in Italien von Garibaldi bis Mussolini einflicht, als ziemlich interessant empfunden.
Das Buch schildert die Entstehung der italienischen Pasta-Industrie von einem kleinen neapolitanischen Familienbetrieb von reiner Handarbeit über die frühe Mechanisierung unter Zuhilfenahme von Knetstangen, Matrizen und Bronzeformen bis hin zur Nudelindustrie, wie wir sie von aus den Supermärkten kennen.
Es wird weder die harte Arbeit, das karge Einkommen noch die Anfänge der Mafia ausgespart. Anhand der Familienmitglieder zieht die regionale oder auch dei Weltgeschichte an uns Lesern vorüber. Das eine oder andere Ereignis wird nur kurz gestreift oder eben ausführlicher behandelt.
Fazit:
Wer etwas über die Entstehung der vielfältigen italienischen Pasta lesen will und über den Ideenreichtum der echten italienischen Pasta (abseits von Spaghetti oder Penne) staunt, ist hier richtig. Gerne gebe ich dieser Familiensaga mit Mehrwert 4 Sterne.
- Felicity D'Or
Eine Lady für den brennenden Baron
(12)Aktuelle Rezension von: Christina_StaudingerIch bin schon längere Zeit Fan des Schreibstils der Autorin, aber mit dieser Romanidee hat sie sich selbst übertroffen. Trotz der vielen familiären Konflikte blieb das Gefühl eines intakten Familienkerns. Ich hatte viel Spaß beim Lesen, bin absolut begeistert und kann das Buch bedingungslos weiterempfehlen!























