Bücher mit dem Tag "graphic novel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "graphic novel" gekennzeichnet haben.

692 Bücher

  1. Cover des Buches Clockwork Angel (ISBN: 9783401507996)
    Cassandra Clare

    Clockwork Angel

     (1.927)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    Wie konnten die Geschichten des Schattenjägeruniversums an mir vorbei gehen? 

    Das erste Buch hat mich positiv überrascht: Clare hat einen lockeren und teilweise mit Sarkasmus angehauchten Schreibst, der mich sehr angesprochen hat. 

    Spannungsmomente wurden gut gesetzt und die Ausarbeitung der Charaktere lässt eine Bindung zwischen ihnen und dem Leser zu.


    Ich finde es schade, dass in Deutschland keine Verlag mehr die Rechte an dieser Geschichte erwerben will und man so gezwungen wird, ausländische Exemplare oder gebrauchte und überteuerte deutsche Ausgaben zu erwerben.

  2. Cover des Buches Percy Jackson - Der Fluch des Titanen (Percy Jackson 3) (ISBN: 9783551311139)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Der Fluch des Titanen (Percy Jackson 3)

     (1.573)
    Aktuelle Rezension von: Lesewerkstatt

    Ich habe zwischenzeitlich den 3. Teil von der #percyjackson Buchreihe #derfluchdestitanen beendet und muss sagen dass mir dieses Buch schon viel leichter gefallen ist als die vorherigen beiden. Am Anfang habe ich mir zwar noch schwer getan aber mittlerweile habe ich ein großes Interesse an der Reihe gefunden und möchte jetzt auch wissen wie es weiter geht. Die Kämpfe und Problematiken die jetzt langsam auftauchen werden brisanter und weniger kindlich gehalten in meinen Augen. Wobei ich schon finde dass Jugendliche die bücher sehr gut lesen können. 


    Der Teil bekommt von mit 3,75/5 🌟 

  3. Cover des Buches Das Licht der letzten Tage (ISBN: 9783492060226)
    Emily St. John Mandel

    Das Licht der letzten Tage

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Himmelfarb

    Emily St. John Mandel hat einen wunderbaren Roman geschrieben.“Das Licht der letzten Tage“ ist ein kleines Wunder, eine poetische Dystopie, die dem Leser auf berührende Weise die Einmaligkeit, Schönheit und Fragilität unseres Lebens und unserer Welt vor Augen führt.

    Mandel erzählt in ihrem, für einige Literaturpreise zurecht nominierten Roman, die Geschichte des Endes unserer bekannten Zivilisation aufgrund einer tödlichen Pandemie. Der Großteil der Weltbevölkerung fällt der „Georgischen Grippe“ zum Opfer, aber einige Menschen überleben und versuchen, zwischen Erinnerung an die alte Welt und Verzweiflung, ein neues Leben aufzubauen. Auf magische Art verknüpft Mandel das Leben ihrer Protagonisten und führt die verschiedenen Erzählstränge zu einem , humanistischen Epos zusammen. 

    Von mir kann ich behaupten, etwas Derartiges noch nie gelesen zu haben. Meist geht es in dystopischen Romanen um diktatorische Gesellschaften, wie in „Der Report der Magd“ oder „1984“, oder aber um ein Leben nach einer Katastrophe, welches von Zombies oder grauenhaften Mutationen heimgesucht wird, und dann gibt es die Bücher, in denen die Handlung ein einziger Abgesang auf das menschliche Leben ist, wie z. B. „Die Straße“ von Cormac McCarthy.

    Emily St. John Mandel lässt in ihrer Endzeit Hoffnung walten und Liebe, lässt die Erinnerung, an das, was wichtig im Leben ist, als Balsam in die Seelen ihrer Figuren einsickern. Dichtung kann heilen, Liebe und Freundschaft lässt den Menschen alles ertragen, und immer kann das Leben überraschen und glücklich machen. Für mich ist das große Literatur!

  4. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783827013842)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (665)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Die Magd Desfred lebt in einer Welt, in der sie nur eine Aufgabe hat: Schwanger werden und ein Kind zu gebären. Sie lebt ein unglückliches und einsames Leben, geplagt von den Erinnerungen an ihr Kind und ihren Mann. Trotzdem verliert sie nicht die Hoffnung auf eine bessere Zeit.

    Absolut packend und verstörend. Ich gebe zu, ich bin ein Margaret Atwood Fan und das liegt zu achtzig Prozent an diesem Buch. Dieses Buch konnte ich vom ersten Satz an nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendurch musste ich immer tief durchatmen, aus Wut auf die Handlung und die Welt, in der die Hauptperson leben muss. Eine Welt in der Frauen keine Rechte haben.

  5. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.184)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  6. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.664)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    »Es gab drei Dinge, deren ich mir ganz sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm - und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war - dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.«

     Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …

    Meinung:

    Es gibt Bücher, die man, Jahre später, nicht noch einmal lesen sollte. Biss zum Morgengrauen ist ein solches Buch. Als es im Jahr 2006 auf den Markt kam, war ich 14 Jahre alt und ich habe die Geschichte geliebt und verschlungen. Heute bin ich 29 Jahre alt und kann nicht begreifen, was ich so toll an der Geschichte fand.

    Die Handlung ist grösstenteils langweilig und plätschert nur so dahin. Erst als der «böse» Vampir auf der Bildfläche erscheint, welchem nach Bellas Blut dürstet, wird es endlich mal spannend. Der Schreibstil hingegen ist leicht und flüssig, weshalb man das Buch wunderbar als Gute-Nacht-Lektüre nutzen kann. 

    Die Charaktere an sich, sind platt und haben nicht wirklich Tiefgang. Man erfährt sehr wenig über sie und ihre Charaktereigenschaften. Zumindest weiss man genug, damit es für die Handlung ausreicht. Mein, mittlerweile erwachsenes, Herz haben einzig Alice Cullen und Bellas Vater Charlie Swan für sich gewinnen können. Mit den Hauptfiguren hingegen, wurde ich diesmal überhaupt nicht warm. Stattdessen haben sie mich wirklich oft genervt.

    Die Protagonistin Bella, ging mir eigentlich die ganze Zeit richtig auf die Nerven. Sie jammert oft, muss immer beschützt werden, ist ständig den Tränen nahe oder heult wirklich und sie ist ja ach so liebenswert Tollpatschig. Zudem wird sie von fast allen männlichen Hauptfiguren, Nebenfiguren und Statisten angehimmelt. Warum das jedoch so ist, erschliesst sich mir überhaupt nicht. Dass sie in der Geschichte die Protagonistin sein soll, ist ebenfalls kaum zu glauben. Sie wird als ein schwaches kleines Mädchen dargestellt, welches sich hinter den starken Schultern ihres perfekten Vampir-Freundes versteckt. Sie handelt kaum selber, ausgenommen zum Schluss, weshalb man meinen könnte, sie sei nur ein Statist in ihrem eigenen Leben.

    Ach und Edward ist ja so dermassen schön, perfekt und sexy, dass es gefühlt auf jeder einzelnen Seite, bis zum Erbrechen, thematisiert werden muss. Gut, dass ich, vor lauter Augenrollen, keinen Muskelkater bekommen habe. Ausserdem bevormundet er Bella aufs übelste und sie lässt sich, bis auf wenige klägliche Versuche sich zu wehren, auch alles gefallen. Auch Edwards ständige Stimmungsumschwünge sind einfach nur nervig. Er weist sie ab, dann sucht er wieder ihre Nähe, dann keift er sie wieder an und das ganze wieder von vorne. Bella lässt einfach alles mit sich machen und das ist wirklich zum Haare raufen. Wenn mich jemand so behandelt, hätte ich schon längst die Reissleine gezogen. Des Weiteren beobachtet er sie heimlich monatelang, während sie schläft. Ist das nicht niedlich und romantisch? Nein, ist es nicht. Wenn mich jemand stundenlang heimlich beim Schlafen beobachtet, würde ich den Stalker der Polizei melden und hoffen, dass er eingesperrt wird. Da werden wirklich Dinge und Charaktereigenschaften romantisiert, welche überhaupt nicht romantisch sind.

    Ausserdem ist es wirklich traurig zu lesen, dass eine junge Frau denkt, dass das Leben ohne diesen einen Jungen keinen Sinn mehr hat. Bella macht Edward zu ihrem alleinigen Lebensinhalt, sodass sie ihm wie ein Schosshündchen hinterherhechelt und keine anderen/eigenen Ambitionen hat – ausser eben Edward als Freund zu haben. Zudem lässt sie plötzlich alle ihre Freunde links liegen und würdigt ihnen keinen Blick mehr, als sie Edward endlich hat. Was ist die Botschaft dahinter? Auf jeden Fall keine Gute.

    Die «Liebes-Dramen bzw. Beziehungsprobleme» in der Geschichte wirken erzwungen und kindisch. Nach der hundertsten Wiederholung von «Oh, ich muss mich von dir fernhalten, weil ich ein ach so böser böser Vampir bin« ist es einfach nur noch lächerlich. Auch die dauernden Stimmungswechsel, sind einfach nur mühsam und völlig unerklärlich. Da sass man noch völlig zufrieden nebeneinander und plötzlich wird jemand wütend oder es bricht wegen einer Kleinigkeit ein Streit oder eine unnötige Diskussion aus. Diese «Beziehungsprobleme» sind, in meinen, mittlerweile erwachsenen Augen, keine wirklichen Probleme, sondern verzweifelte Versuche ein wenig Drama und Spannung einzubauen. Dabei könnte man doch glatt vergessen, dass Edward mittlerweile mehrere Jahrzehnte «Vampir-Leben» auf dem Buckel hat und dementsprechend reifer sein müsste. 

    Nichts desto trotz, gibt es doch auch einige wenige Momente, die einem ein schmunzeln entlocken. 

    Fazit/Empfehlung:

    Tja, es ist kaum zu glauben, dass ich diese Reihe einmal gemocht habe. Es zeigt jedoch, dass dieses Buch, deutlich jüngere Leser anspricht. Ob es dabei eine gute Botschaft vermittelt, sei mal dahingestellt. Als mittlerweile erwachsene Frau und durch meine eigenen Lebenserfahrungen, sehe ich die Dinge deutlich kritischer. 

    Die meisten Dinge, die ich heute kritisiere, sind mir damals jedenfalls nicht aufgefallen. Daher würde ich das Buch eher jüngeren Lesern empfehlen, im Alter zwischen 14 – 17 Jahren. 

    Eines Tages werde ich mich bestimmt nochmal dem zweiten Teil widmen. Mal schauen, was ich zu diesem Teil sagen werde.

    Sternewertung:

    1.5 von 5 Sternen

  7. Cover des Buches Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen (ISBN: 9783570159989)
    Susan Juby

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

     (120)
    Aktuelle Rezension von: zartrose22

    Inhalt:

    Am ersten Schultag ihres 11. Schuljahres beschließen Normandy und ihre besten Freunde Dusk und Neil auf die Suche nach der Wahrheit an ihrer Schule zu gehen. Auslöser ist ihre Mitschülerin, die nach den Ferien sehr verändert aussieht und die drei fragen sich kurzerhand, ob sie etwas hat machen lassen. Neil nimmt seinen Mut zusammen und spricht diese direkt darauf an. Unerwartet erhält er sogar eine ehrliche Antwort. Begeistert beschließen die drei in Zunkunft noch weitere Menschen aus ihrem Umfeld nach Dingen zu fragen, die schon lange gefragt werden müssen und somit ist ihre Wahrheitskommission geboren. Jede Woche wollen sie einen weiteren Kandidaten nach der Wahrheit fragen...Doch die Wahrheit zu kennen, ist nicht immer einfach und genauso wenig kann man nachdem man sie erst einmal kennt einfach wegsehen...

    Das Buch:

    Das Buch ist nicht im typischen Format geschrieben, sondern wird aus der Sicht von Normandy geschrieben, die dieses Experiment in Form eines Essays als ihre Projektarbeit schreibt. Bereits auf den ersten Seiten macht man die Bekanntschaft mit Fußnoten, die einen noch das ganze Buch hinüber begleiten werden. Ich finde diesen Einsatz von Fußnoten nicht schlecht, weil sie meist zustätzliche Infos und auch mal etwas Witz enthalten.

    Im Laufe der Geschichte erfährt man vorallem mehr über Normandy und ihre Familie, aber natürlich werden auch immer wieder Leute nach der Wahrheit gefragt. Anfangs ist Normandy nicht ganz so überzeugt von der Wahrheitskommission und hinterfragt die Sache, aber später macht sie auch aktiver mit. Die drei Freunde bringen mit der Sache an ihrer Schule etwas ins Rollen.

    Fazit:

    Insgesamt finde ich den Schreibstil der Autorin gut und die Idee hat auch gute Ansätze zu bieten, jedoch konnte sie mich eben auch nicht komplett überzeugen. Es ist kein spannender Thriller oder Fantasyroman, der einen schnell fesseln kann, dafür ist es aber eine nette Lektüre für zwischendurch, die mit der Thematik um Wahrheiten auch etwas zum Nachdenken anregt.

    Daher gibt es von mir 3 Sterne, weil es mich zumindest durchschnittlich unterhalten konnte.


  8. Cover des Buches Drei (ISBN: 9783453012158)
    Stephen King

    Drei

     (812)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Wenige Stunden sind zwischen dem Ende von Teil 1 und dem Beginn von Teil 2 verstrichen. Roland, den Revolvermann hat es ans Meer verschlagen und hier bekommt er es mit einer ersten Konfrontation zu tun: riesigen Krabbenhummern, die unverständliche Fragen stellen und beim Lesen ein Kribbeln unter der Kopfhaut verursachten. Das Roland aus dieser Situation nicht glimpflich davon kommt ist beinahe spürbar und wird nach wenigen Seiten bestätigt. Fortan schleppt er sich den Strand entlang auf der Suche nach den dreien, die ihn auf seinem Weg zum dunklen Turm begleiten sollen. Dabei stößt man als Leser recht bald an die erste Tür und fragt sich gespannt was dahinter wohl erscheinen mag.

    Es ist das New York der achtziger Jahre und konfrontiert wird man hier mit Eddie Dean. Einem Drogenabhängigen, der irgendwie so gar nicht in dieses entsprechende Klischee passt, das einem unweigerlich in den Sinn kommt. Denn erstaunlicherweise hat Eddie noch seinen Verstand halbwegs beisammen, um zu erkennen, dass irgendwas nicht ganz rund läuft. King zeichnet hinter dieser ersten Tür ein Bild des Amerikas, welches man aus Filmen wie dem Paten und City Hall kennt. Düster, heruntergekommen und mit der Mafia gespickt, wobei man Eddie als Figur richtig lieb gewinnen kann. Roland geht es jedenfalls so und diese Einstellung färbt beim Lesen unweigerlich ab, womit man froh ist das der erste von dreien mehr oder weniger unbeschadet in Rolands Welt gelangt.


    Danach reißt das Tempo in der Geschichte kurzzeitig ab, denn man bekommt einen sehr philosophischen Eddie präsentiert und einen äußerst pragmatischen Revolvermann, der sich, wie es scheint, für jede Situation entschuldigt. Genau das ändert sich erst hinter der zweiten Tür, denn hier taucht man ein ins Amerika der sechziger und der Bürgerbewegung. Roland handelt diesmal erstaunlich schnell und genauso hektisch rennt dieser zweite Abschnitt im allgemeinen ab. Als Leser muss man ständig auf dem Sprung sein, um den Anschluss nicht zu verlieren und beinahe scheint es, als würden sich die Figuren selbst das eine oder andere mal überholen. Als die dritte Tür aufgeht glaubt man ja bereits zu ahnen, was sich dahinter abspielen wird. Doch man liegt falsch und wird mit einer Figur konfrontiert, die so extreme Abneigungen in Roland schürrt, wie man es von einem Mann wie ihm nicht erwarten würde. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Jack Mort, der dritte im Bunde wirklich kein freundlicher Zeitgeist ist und so überrascht das Ende hinter der dritten Tür eigentlich nicht. Im Gegenteil, es hat signifikante Auswirkungen auf die Protagonisten, welche Roland bereits durch die Türen davor geholt hat. Solch derartige, dass man es nicht vermöglich halten will.

    Nachdem dieser Punkt abgeschlossen wird lässt uns der Autor noch einen Moment Zeit, um mit den Figuren gemeinsam wieder runterzukommen. Grob umreist er die abschließende Situation und macht damit neugierig wie es im dritten Band weitergehen wird.


    Fazit: Band 2 hat seine Höhen und Tiefen. Der Spannungsbogen kann nicht durchgehend gehalten werden und manchmal neigt King dazu sich in Details zu verlieren. Andererseits kann man ihm das nicht verdenken, wenn er eine Figur wie Roland von einer Welt in eine andere, völlig fremdartige, schickt. In diesem Punkt zeichnet sich King mit seinem Hang zur Detailverliebtheit aus und kann sie voll ausleben.

  9. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  10. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.160)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  11. Cover des Buches tot. (ISBN: 9783453012165)
    Stephen King

    tot.

     (711)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Kann Spuren von Spoilern enthalten! 


    Nach dem relativ offenen Ende von Band 2 treffen wir in diesem Buch auf Eddie, Susannah und Roland, die bereits einige Zeit in der Welt des letztgenannten schon zugebracht haben. Dabei entwickelt sich zum einen die Beziehung zwischen Eddie und Susannah weiter, während Roland zeitgleich mit einem inneren Roland kämpft. Das mag jetzt sonderbar anmuten ist aber von King gewollt, denn wir erleben eigentlich gar nicht so sehr Rolands Zerrissenheit, sondern vielmehr die von Jake Chambers. Leser des ersten Teils wird der Name noch gut im Gedächtnis bleiben und dem was am Ende mit Jake passierte.

    Jedenfalls springt King zwischen New York und Mittwelt hin und her. Gut dossiert muss man hier sagen, allerdings zeigt er uns Jake in einem unablässigen Blick der Vergangenheit, gebahrt mit Bruchstücken der Gegenwart. Das macht das Lesevergnügen dann doch etwas anstrengend, aber eben auch klassisch King-Mäßig.


    Während Jake also ebenfalls mit seinem inneren Jake kämpft führt die drei Hauptprotagonisten der Weg zum dunklen Turm weiter und dabei trifft man zum ersten Mal auf Überbleibsel von der Zeit bevor sich die Welt weiter bewegt hat. Hybriden sind ebenso gegenwärtig wie sonderbare Tierwesen und zudem wird Eddie von Bilder gequält die er sich bis zur Mitte des Buches schlicht nicht erklären kann.

    In meinen Augen setzt hier erst die eigentliche Handlung dieses Bandes an. Hier bekommt die Story ihre richtige Dynamik, wenn man hautnah erlebt, wie Jake versucht nach Mittwelt zu gelangen. Derart nervenaufreibende Stellen passen hervorragend zu Kings Schreibstil. Er verliert sich effektiv darin und drängt die Handlung dabei weiter vorwärts, bis man als Leser in Lud landet, wohin es letztlich unsere Protagonisten verschlägt. Diesmal um zwei Gruppenmittglieder reicher und somit auch um einiges näher am Turm dran. Aber King wäre nicht King, wenn er nicht plötzlich die Geschichte umkrempeln würde und uns zu einer wilden Verfolgungsjagd zwingt, die in einer Schießerei gipfelt und zudem mit dem knappen Überleben der Helden.


    Und dann ... Tja, typisch King oder generell Autor, könnte man hier sagen, denn plötzlich endet die Geschichte. An einem Punkt, wo man davon ausgeht jetzt ist es gleich zu Ende mit den Herrschaften lässt der Autor uns mit vielen Fragezeichen in den Augen zurück und einem Nachwort in dem er sich für genau das entschuldigt. Somit verzeiht man ihm diesen Umstand sogar schon wieder.


    Fazit: In meinen Augen, verglichen mit den ersten Teilen ist Band 3 wesentlich dynamischer von der Handlung her. Manchmal überrennt selbige einen aber auch und lässt wie so üblich viele Fragen offen. Somit ist man alleine deswegen gezwungen den 4. Band zu lesen, denn hier findet man hoffentlich einige Antworten mehr.

  12. Cover des Buches Twilight (ISBN: 9780316015844)
    Stephenie Meyer

    Twilight

     (1.386)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Ich muss mich hier mal als Twilight-Fan outen 😂🙈 Bei vielen sind ist das Thema eher negativ konnotiert. Jedoch finde ich immer noch, dass die Bücher wirklich großartig sind! Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt die Geschichte Mädchen verliebt sich in Vampir noch nicht, auch wenn es im Nachhinein große Ähnlichkeiten mit Vampire Diaries gibt. 

    Trotzdem ist die Geschichte sehr angehen geschrieben, die Autorin geizt nicht an Spannung und Liebe und es wurde damit eine so schöne Welt erschaffen.  Ich lese die Bücher immer noch gern und versinke in der Welt. Und wenn jemand es negativ kommentiert, ist meine erste Frage immer: Hast DU denn die Bücher gelesen oder nur die Filme geschaut? - da werden die meisten immer ganz schnell still, weil ich finde für ein Urteil über die Bücher, sollte man sie auch gelesen haben! 

    Falls ihr die Bücher noch nicht gelesen haben solltet: Lest es! Auch wenn ihr Vorurteile habt. Die Bücher sind wirklich der Hammer und bieten absolutes Suchtpotenzial. Versucht es wenigstens mit dem ersten Band, denn ihr werdet in eine Welt eintauchen, die man nur lieben kann 🥰

    Und an alle, die die Bücher schon gelesen haben: Lest sie nochmal 😉 bei dieser Reihe lohnt es sich immer!

  13. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Die Welle zeigt ein Experiment eines Lehrers bezüglich des zweiten Weltkrieges.

    Kann es auch heute noch passieren das ein Mensch eine Gruppe Personen so sehr kontrollieren kann das sie nicht mehr nachdenken was sie tun?

    Das Buch ist sehr einfach und schnell zu lesen. Es ist gut zu verstehen.

    Die Figuren handeln nachvollziehbar. Auch heute sieht man noch wie schnell sich Menschen manipulieren lassen. Im Buch wird klar das es hierbei nicht wichtig ist wie intelligent diese Personen sind oder aus welchem sozialen Umfeld sie kommen. 

  14. Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783453431614)
    Stephen King

    Der Turm

     (583)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle

    Die Zeit drängt, das Baby kommt. Jake und Pere Callahan versuchen Susannah zu finden und Eddie und Roland sind auf dem Weg zur nächsten Tür um wieder nach Mittwelt zu gelangen. Die Such nach dem Turm nähert sich für das Ka-Tet dem Ende entgegen.

    Tja, zu dem Cover kann ich nichts besonders sagen, denn es ist wieder wie die anderen aus der Reihe glänzend, obwohl man hier ein paar Details besser erkennen kann.
    Nachdem ich Susannah beendet habe, habe ich mit dem letzten Teil der Reihe ziemlich schnell angefangen. Was auch gut ist, denn dieser setzt nahtlos an den Vorgänger an. Hat Susannah mit einem großen Cliffhanger geendet, wird man hier direkt ins Geschehen geschmissen und verfolgt den Weg der 4 (5 wenn man Oy mitzählt) zueinander und zum Dunklen Turm.

    Und die ganze Zeit schwebt eine böse dunkle Wolke (haha) über dem Ka-Tet. Und trotzdem habe ich gehofft, mir gewünscht, dass das Buch bzw. die Reihe doch gut enden wird. Obwohl mir mein Gefühl und die Vorkenntnisse von King Enden was anderes gesagt hat. 

    In Susannah hat man ziemlich lange bei einer Person verweilt und die Wechsel zwischen den Charakteren verliefen langsam, aber hier nimmt King Fahrt auf und nicht nur die Perspektivwechsel erfolgen schneller. Viele Dinge erklären sich so direkt, hat aber leider den Nachteil gehabt, das man manchmal Wiederholungen mit ähnlichen, fast gleichen Sätzen hatte. Allerdings weiß ich nicht, ob das an der Übersetzung liegt oder wirklich an King.

    Zudem musste man wirklich an manchen Stellen dran bleiben an der Story, denn die verschiedenen Ebenen des Turms bzw. die ganzen Welten können einen doch etwas verwirren. 

    Auch wenn ich dieses Buch sehr mochte und es für mich ein fulminantes Ende der Reihe ist, habe ich die ein oder andere kleine Kritik. 

    Es ist natürlich durchzogen von Tod und das macht diesen Teil doch düster, außerdem waren es mir an manchen Stellen etwas zu viele Hinweise auf andere Bücher von Stephen King. Das machte daraus für mich eine kleine Dauerwerbesendung und manchmal nervte das schon. Obwohl so natürlich das Ausmaß an Verstrickungen zwischen seinen Büchern klar wird. ;)

    Aber gegen Ende war das alles vergessen, denn dann wollte ich wie Roland einfach nur noch zum Turm kommen und erfahren, was sich im obersten Stockwerk befindet. Ich musste unbedingt wissen wie alles endet und wurde fast so besessen wie Roland. 

    Und zunächst scheint es doch offen zu bleiben, aber King weiß, wie er seine Leser locken muss. Denn er gibt einem die Chance, das Ende so stehen zu lassen, tragisch und doch irgendwie gut gelungen. Doch wie der Turm ruft King mit den allerletzten Seiten nach einem und man kann nicht widerstehen. Und ich war geflasht. Ich hatte es mir vielleicht schon so oder so ähnlich gedacht, denn es ist einfach typisch King. Aber sooooooo gut! Ich liebe es!

    Mein Fazit: Ein gelungener Abschluss einer wahnsinnig guten Reihe. Man ist überrascht und doch irgendwie nicht wenn man King kennt. ;)

    Auf jeden Fall konnte mich King mit Der Turm zu Tränen rühren und das nicht nur im positiven Sinne. Es ist traurig, tragisch und doch hat es mir sehr gut gefallen. Ich kann einfach nur schwärmen und empfehle diese Reihe jedem, der Stephen King gerne liest. Denn das ist wahrlich ein Meisterwerk!

  15. Cover des Buches Sommernachtsfunkeln (ISBN: 9783401603223)
    Beatrix Gurian

    Sommernachtsfunkeln

     (78)
    Aktuelle Rezension von: DaisiesDaffodilsAndOtherLetters
    Liebe Daisy,
    spät aber doch melde ich mich nun mit meiner Rezension über Sommernachtsfunkeln von Beatrix Gurian. Wir haben schon so viel über dieses Buch gesprochen, da musste ich die Zeit finden, um meine Gedanken zu Papier zu bringen. 
    Das Buch erzählt Katis Geschichte: diese war kurz vor Beginn der Narration in einen Unfall, der sie mit einer großen Narbe im Gesicht zurückgelassen hat, verwickelt. Ihr Selbstwertgefühl ist im Keller, woran die Autorin uns immer wieder erinnert (kein Witz: immer und immer wieder). Und was macht man als Teenager, der sich unwohl fühlt? Richtig, weglaufen. Von Deutschland in die USA, um dort Au Pair zu machen. Kati lässt also ihren besten Freund Luke zurück, verschiebt das Abitur auf später und startet eine Reise der Selbstfindung eines neuen Ichs. Auf dieser lernt sie einen mysteriösen Fremden kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Doch ist alles was glänzt wirklich Gold?
    Ich hab das Buch nun schon zum zweiten Mal gelesen und muss zugeben, dass es mich wieder absolut in seinen Bann gezogen hat, so dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ähnlich wie Glimmernächte von derselben Autorin; das haben wir ja beide gelesen, da weißt du also, was ich damit meine, dass ein Buch einen fesselt, auch wenn man hinterher nicht mehr sagen kann, wieso. Oder sich an den Inhalt erinnern kann. Ich hab mich dieses Mal bemüht, bewusster zu lesen und darauf zu achten, woran es liegt:
    Erst einmal das Cover. Arena hat ein Händchen dafür, glitzerschöne Cover zu entwickeln – im wahrsten Sinn des Wortes. Das Buch entstammt eindeutig der Zeitspanne, in der Mädchen in spektakulären Kleidern sämtliche Jugendbücher schmückten (aka 2017). Dass es keinen direkten Bezug zur Handlung hat, tut der Sache aber Abbruch: es ist hübsch anzuschauen und man möchte das Buch sofort in die Hand nehmen und zu lesen beginnen. 
    Die Geschichte selbst entfaltet sich auf drei Ebenen: abwechselnd wird von Katis und Lukes Erlebnissen erzählt; dazu kommen die Ereignisse aus der Nacht des Unfalls. Spannend hierbei sind die Kapitelübergänge, die häufig mit Match-Cuts funktionieren und einen somit direkt in das nächste Kapitel ziehen. Gelungen finde ich, dass die drei Perspektiven mit je einer Illustration am Anfang des Kapitels verbunden sind, so dass man direkt zuordnen kann, welche Perspektive man lesen wird. Ich mochte auch, dass die Autorin immer wieder englische Phrasen eingearbeitet hat, um einen daran zu erinnern, dass Teile des Buches in den USA spielen. 
    Ich fand es interessant, dass sich Katis Vorgeschichte erst Stück für Stück erklärt. Durch die verschiedenen Perspektiven und die damit verbundenen subjektiven Wahrnehmungen (das gepaart mit der dritten Person Erzählperspektive ist eine ganz spannende Mischung) wird zudem der Gegensatz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung betont. Das ist vor allem im Bezug auf Katis Narbe spannend zu beobachten, offenbart aber auch einige Missverständnisse. Die Freundschaft zwischen Kati und Luke wird zudem nachvollziehbar entwickelt und nicht nur behauptet: sie haben gemeinsame Rituale und Spiele, die sie zusammen entwickelt haben. Generell haben die Figuren Gemeinsamkeiten, aber auch individuelle Eigenschaften und Hobbies, wodurch sie zu interessanten, vielschichtigen Charakteren werden. Aber keine Sorge, den Charme ungelenker Teenager verlieren sie dabei nie. Ich habe gerne von ihnen gelesen, obwohl ich mich mit keiner der Figuren identifiziert habe. Ich vermute jedoch, dass es jüngeren Leserinnen anders gehen wird – als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe (und entsprechend jünger war), war ich, soweit ich mich erinnere, viel dichter an Kati dran als jetzt. Eventuell war ich dieses Mal auch etwas von der (allegorischen) Symbolik abgelenkt war, die ich zu entschlüsseln versucht habe; beim ersten Mal lesen hab ich sie größtenteils ignoriert. Es ist also durchaus ein Buch, bei dem es sich lohnt, es noch einmal zu lesen. Man entdeckt viele neue Elemente, die erst im großen Zusammenhang Sinn ergeben. 
    Ich will nicht zu viel über das Ende verraten, aber für mich hätte es den Epilog tatsächlich nicht in dieser Form gebraucht. Ja, es ist ein Ansatz, das relativ offene Ende zum Teil zu erklären, aber ich habe mich gefühlt, als würde ich mit dem Zaunpfahl erschlagen werden. Ich wäre gespannt, was du dazu sagst. Falls du das Buch lesen möchtest: es steht in meinem Regal (, sieht dabei sehr schön aus) und wartet auf deinen Besuch.
    Bis bald, 
    Daffy

  16. Cover des Buches Die drei Leben der Hannah Arendt (ISBN: 9783423282086)
    Ken Krimstein

    Die drei Leben der Hannah Arendt

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Sokratestochter

    "Am Leben zu sein und zu denken ist ein und dasselbe" 

    Es ist wirklich interessant den Lebensweg dieser starken Frau nachzuverfolgen. Ihr Leben ist eigentlich mehr als ein einziges, wie der Titel so treffend schon sagt. So viel wie diese Frau, erlebt nicht jeder. 

    Die Umsetzung als Graphic Novel finde ich besonders gut, um die Philosophie auch dem Laien näher zu bringen. Hannah Arendt erkennt man durch ihre grüne Kleidung auf jeden Bild sofort wieder und auch andere bekannte Denker ihrer Zeit werden aufgegriffen und in Verbindung gebracht. 

    Am meisten hat mich die Entwicklung der Beziehung zu Heidegger überrascht. Ich wusste bisher nicht viel über ihn, jetzt wurde mir allerdings deutlicher, wie wichtig es ist den Charakter hinter einer Philosophie zu kennen, um sie einzuordnen. 

  17. Cover des Buches Fahrenheit 451 (ISBN: 9783453319837)
    Ray Bradbury

    Fahrenheit 451

     (663)
    Aktuelle Rezension von: bookish_yvonne

    “Fahrenheit 451” von Ray Bradbury ist ein Klassiker, der wohl allen zumindest vom Namen her bekannt ist. Eine zeitlose Geschichte über das Verbrennen von Büchern und dem Verschwinden von kritischem Denken.

    In einer dystopischen Welt mit feuerfesten Häusern ist es Guy Montags Job als Feuerwehrmann Bücher zu verbrennen. Denn es ist ein Verbrechen Bücher zu besitzen oder zu lesen, da sie potenziell unglücklich machen könnten. Deshalb gibt es die Feuerwehrmänner, die den “Seelenfrieden” bewahren. Eines Tages trifft Montag auf Clarisse, die alles verkörpert, was die Gesellschaft zu unterdrücken versucht. Nach den Gesprächen mit Clarisse und einem traumatischen Einsatz widersetzt sich Montag setzt sein Leben auf dem Spiel.

    Mit dem Schreibstil von Bradbury konnte ich mich nicht anfreunden. Für eine dystopische Geschichte waren mir das, ehrlich gesagt,  zu viele blumige Metaphern, die nicht passen.

    Viele nennen “Fahrenheit 451” als das Paradebeispiel für Bücherzensur, aber wenn die Gesellschaft sich zuerst freiwillig dafür entscheidet keine mehr zu lesen, ist es dann trotzdem Zensur? Die Mehrheit der Gesellschaft ist davon überzeugt, dass je mehr Menschen Büchern lesen und aus ihnen lernt, desto mehr Unsicherheit und Verwirrung wird verbreitet. Deshalb werden Menschen mit Büchern angezeigt, woraufhin die Feuerwehrmänner reagieren und das intellektuelle Gedankengut verbrennen. Das bedeutet, dass keine diktatorische Regierung den Menschen diese Zensur aufgezwungen hat, auch wenn sie wohl dafür verantwortlich ist, dass diese Bücher nun verbrannt werden. Auf mich wirkt das Buch eher, als würde es den technischen Fortschritt kritisieren. Die Gesellschaft lässt sich vom Fernseher hypnotisieren, ja ist regelrecht süchtig danach, und sieht die Charaktere darin als “Familie” an, die real ist. Bradbury vermittelt, dass das Fernsehen einen nicht nur verdummen lässt, wodurch das kritische Denken verkommt, sondern auch egoistisch und brutal werden. 

    Leider fehlt das Worldbuilding komplett, denn ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie diese Welt entstanden ist und wie die Regierung agiert (denn auch darüber ist kaum etwas bekannt).

    Das Frauenbild war zwar in den 50er Jahren anders, aber mich hat es dennoch ungemein gestört, wie die Frauen dargestellt werden. Sie sind alle dämlich, nur am Tratschen und lassen sich unentwegt vom Fernseher beschallen. Die große Ausnahme: die Teenagerin Clarisse McClellan. Sie stellt die Hoffnung in dieser verkommenen Gesellschaft dar. Denn sie hinterfragt den Status Quo, genießt die Natur, ist voller Neugier und regt auch Montag zum Nachdenken an. Allerdings war sie lediglich ein Kunstgriff, um die Charakterentwicklung von Montag auszulösen. Das war ziemlich schade. Außerdem wurden zig Autoren genannt, aber nicht eine einzige Autorin (lediglich ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde, wenn ich mich nicht irre).

    Fun Fact: Bradbury stellte im Nachhinein fest, dass er Guy Montag allen Anschein nach unbewusst nach der Papierfirma “Montag” und “Faber” nach dem Schreibwarenhersteller “Faber-Castell” benannt hat.

  18. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  19. Cover des Buches Das Tagebuch der Anne Frank (ISBN: 9783103972535)
    Anne Frank

    Das Tagebuch der Anne Frank

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Das Tagebuch der Anne Frank ist weltberühmt und so ziemlich in jeder Sprache verfügbar. Die Erfahrungen, die in diesen Texten geschildert werden geben eine andere Seite der Schattenseiten des Nationalsozialismus wieder. Anne Frank musste sich zusammen mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten verstecken und verbrachte Jahre in einem Versteck in einem Hinterhaus. Für ein junges Mädchen, wie es Anne damals war, brachte diese Situation neben den alltäglichen Problemen eines jungen Mädchens noch weitere Probleme mit sich.

     

    Das Buch hatte ich vor Jahren bereits als Schullektüre gelesen und es hat mich damals sehr bewegt. Auf die Umsetzung dieser Geschichte als Graphic Novel war ich daher sehr gespannt. Aufgrund der Tatsache, dass diese Geschichte auf einer wahren Gegebenheit beruht, möchte ich über den Inhalt hier nicht urteilen. Wie der Inhalt des Originaltextes in dieser Graphic Novel umgesetzt wurde ist für mich hingegen doch ein paar Worte wert. Anfangs war ich etwas skeptisch. Es hat definitiv geholfen das Original bereits gelesen zu haben. Verständlicherweise konnte die Autoren/Illustratoren dieses Buches nicht alle Tagebucheinträge graphisch umsetzen und so fehlen einige in meinen Augen wichtige Einträge bzw. Eindrücke. Dennoch hat mir die Umsetzung gut gefallen. Durch die Illustrationen und die Textschnipsel ist der Inhalt und die Kernaussage des Tagebuchs gut verständlich.

     

    Der Illustrationsstil war für mich anfangs doch eher gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit hat es mir dann doch ganz gut gefallen. Insgesamt hätte ich mir aber mehr Details besonders bei der Darstellung der Personen gewünscht.

     

    Sehr interessant war auch das Nachwort von Ari Folman. Hier zeigt der Autor, dass die Umsetzung des Buches mit sehr vielen Gedanken bzgl. des Umgangs mit den Originaltexten und der Thematik einher ging. Das hat mich doch beeindruckt.

     

    Insgesamt hat mir diese Graphic Novel gut gefallen. Ich mochte die Umsetzung sowie die Auswahl der dargestellten Szenen. Dennoch würde ich empfehlen den Originaltext zumindest grob im Hinterkopf zu haben. Der Stil der Illustrationen war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, hat mir aber im Verlauf des Buches dann immer besser gefallen.

  20. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.200)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  21. Cover des Buches Saga 1 (ISBN: 9783864251870)
    Brian K. Vaughan

    Saga 1

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Romeo und Julia treffen auf Star Wars: SAGA kommt!

    Der nächste Comic-Hit aus den USA nach THE WALKING DEAD landet diesen Sommer in Deutschland. SAGA erzählt die Geschichte eines jungen, naiven Paares, das sein erstes Kind bekommt ... und zwar eins, mit zwei kleinen Hörnern und Flügeln! Aber das ist noch das Gewöhnlichste in diesem vor genialen Ideen, einzigartigen Figuren, fantastischen Orten und nie dagewesenen Wendungen sprühenden Comic!

    In SAGA geht es um die frischgebackenen Eltern Alana und Marko, die mit ihrer neugeborenen Tochter dem jahrzehntewährenden Krieg entkommen wollen, von dem der Rest der Galaxis besessen zu sein scheint. Beide stammen von verschiedenen Spezies ab und sind Soldaten der jeweils gegnerischen Fraktion und doch kämpfen die zwei Liebenden mit allem was sie haben gegen das System und für das Überleben ihrer Tochter, die den politischen Führern beider Seiten ein Dorn im Auge ist.

     Der Startschuss für eine Odyssee, die man nicht mehr so schnell vergessen wird!

    Cover

    Das Cover sieht nicht besonders aufregend aus. Im Mittelpunkt steht das Paar, mit dem die Geschichte beginnt.

    Mein Eindruck

    Immer wieder geht mein Interesse zu fantastischen Geschichten die bildlich dargestellt werden. Die Herausforderungen bei diesen Comics sind immer wieder, die Verbindung zwischen den Texten und den Bildern herzustellen. 

    In diesem Buch finde ich es nur ansatzweise gelungen. Die Bilder von Fiona Staples sind ausgesprochen gut gelungen und die Figuren spannend im Design.

    Die Geschichte selbst steht noch am Anfang. Als Leserin wurde ich in ein Universum mit vielen unterschiedlichen Spezies geworfen und nur durch kleine kurze Rückblenden konnte ich den Zusammenhang zum momentanen Geschehen herstellen. Ein Paar, welches nicht zusammen sein sollte, ein Pazifist mit Magie und eine Soldatin, die auf der Flucht sind. Es gibt Kopfgeldjäger und es gibt mindesten 3 Völker, die das Paar und insbesondere das Kind haben wollen. Eine Vielzahl von Informationen / Bilder strömen auf einen ein und wie schon bei Star Wars geht es auch hier Schlag auf Schlag – keine Ruhepausen.

    Fazit

    Ein Comic der einen in ein Planetensystem entführt, welches es zu erkunden gilt. Eine Vielzahl von Spezies ergibt eine unendliche Anzahl von Verbündeten und Jägern. Es wird sicher noch viele spannende Episoden geben.

    Auf jeden Fall ein interessanter Einstieg.

  22. Cover des Buches Monstress (ISBN: 9783959810579)
    Marjorie Liu

    Monstress

     (43)
    Aktuelle Rezension von: canyoureadmyheart

    "Monsters are people, too."

    Allein die Illustration ist es wert, diesen Graphic Novel zu lesen. Selbst wenn der Inhalt mich nicht überzeugt hätte, müsste ich weiterlesen weil es einfach SO SCHÖN ist. Die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre trifft genau meinen Geschmack. 

    Die Geschichte spielt in einer asiatisch-viktorianisch inspirierten Welt, in der mehrere Rassen leben, wie zum Beispiel Menschen und "Ancients". Eine Kreuzung dieser beiden Rassen bilden die Arcanics, die sowohl menschliche als auch animalische Merkmale haben, und zu denen auch unsere Protagonistin Maika gehört. Weitere Rassen sind Götter und Katzen (kein Scherz). Zeitlich gesehen spielt die Geschichte nach einem Krieg, in dem fast alle Arcanics ausgelöscht wurden, und genau deshalb steht auch schon der nächste Krieg bevor. Maika ist allerdings nicht nur in den Krieg der Rassen involviert, sie muss ihren ganz eigenen Krieg führen: gegen sich selbst. In ihr schlummert etwas Böses, das alles zu vernichten droht, wenn es erstmal frei ist. Zusammen mit herzerwärmenden Sidekicks macht Maika sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihre dunkle Seite zu vernichten.

    Wie man sieht ist das Ganze erstmal verwirrend. Ich hatte teilweise Probleme, der Story zu folgen, aber ich bin so verliebt in die Bilder, dass es mich nicht einmal stört. Zwischen den Kapiteln sind liebevoll kleine Lektionen von Katzen eingebaut, die helfen, die Welt und ihre Werte zu verstehen.

    Wer auf Monster, Magie, düstere Geschichten und Geheimnisse steht, wird hier fündig!

  23. Cover des Buches Susannah (ISBN: 9783453879287)
    Stephen King

    Susannah

     (488)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle
    Nachdem die Wölfe aus der Calla vernichtet wurden und Susannah verschwunden ist, versuchen Roland und sein rechtliches Ka-Tet die Tür, durch die Susannah gegangen ist, wieder zu öffnen um ihr zu folgen. Aber auch um den Kauf des leeren Grundstücks von Calvin Tower abzuschließen.

    Das Cover ist wiedermal typisch und man braucht einen längeren Blick, um die Details zu erkennen.
    Die Geschichte setzt nahtlos beim Ende von Wolfsmond an und zunächst ist man bei Roland, Jake und Eddie und erfährt alles aus ihrer Sicht. Wie sie versuchen, die Tür zu öffnen um Susannah zu folgen, denn diese hat die schwarze Kugel mitgenommen.
    Über ihr Schicksal lässt King den Leser zunächst im Dunkeln und das macht es nur noch spannender. Generell konzentriert sich King in diesem Buch immer abwechselnd auf die verschiedenen Charaktere und lässt den Leser über die weiteren Wege der anderen lange Zeit im Unklaren.
    Wenn man dann in einer Geschichte drin ist, wechselt er dann zu einer anderen Person und lässt alle anderen links liegen.
    In diesem Buch geht der Weg unaufhaltsam auf den Dunklen Turm zu und man erhält doch einige Erklärungen, die mich schon überraschen konnten. Langsam laufen die Fäden zusammen, obwohl man immer noch nicht so genau weiß, warum Roland von dem Turm so besessen ist, oder habe ich das nur nicht mitbekommen?
    Der Preis den Turm zu finden ist nicht klar und ich habe mich immer öfter gefragt ob doch alles einfach nur so vorherbestimmt ist?
    King schreibt in seiner wohlbekannten, spannenden Art und kann einen trotzdem zwischendurch zum Schmunzeln bringen.
    Dabei ist er einfach so herrlich ehrlich und nimmt auf keiner Seite ein Blatt vor dem Mund. Damit muss man zurechtkommen, denn nicht immer ist das leicht verdauliche Kost bzw. es kann dadurch auch mal richtig derb in der Aussprache werden.
    Mittendrin scheint es als würde King schon eine Lösung für den Dunklen Turm anbieten und ich fragte mich ob es wirklich so einfach sein kann? Aber das wäre doch nicht nach Kings Stil oder?
    Interessant wäre es auf jeden Fall, aber im vorletzten Buch schon alles verraten? Nein, natürlich bekommt King da auch wieder die Kurve und mit dem Ende lässt er nochmal alles offen. An der spannendsten Stelle überhaupt beendet er Susannah um dann das letzte Buch Der Turm zu beginnen.
    Zum Abschluss präsentiert er dem Leser dann noch Tagebucheinträge, die von den Fakten her zum King’schen Leben passen, aber trotzdem war ich mir nicht sicher ob die echt sein könnten. Auf jeden Fall interessant und witzig. :)

    Mein Fazit: Dadurch das King in diesem Buch nicht Kapitelweise zwischen den Charakteren wechselt sondern zunächst seitenweise bei einer Person ausharrt um dann abrupt zu jemandem anderen zu Wechseln treibt er die Spannung nur noch mehr in die Höhe und gerade am Ende bleibt alles offen und man ist dem Dunklen Turm zwar einen Schritt näher, aber der Weg scheint trotzdem noch ziemlich weit. Es bleibt spannend und ich erwarte mit angehaltenem Atem den letzten Teil dieser Reihe.  
  24. Cover des Buches Der Fluch der Spindel (ISBN: 9783868738728)
    Neil Gaiman

    Der Fluch der Spindel

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wenn Neil Gaiman und Chris Riddell zusammen ein Märchen neu erzählen, darf man gespannt sein.

    Um es vorweg zu nehmen, das Buch ist eine kleine Schönheit und lässt das bibliophile Herz höher schlagen. Der transparente Schutzumschlag mit dem Rosenmotiv, erlaubt einen Blick auf das wunderschöne schlafende Dornröschen. Ich bin schon seit längerer Zeit ein Fan von Chris Riddell und erfreue mich immer wieder an seinen Zeichnungen und meiner wachsenden Sammlung seiner Bücher. In diesem Prachtband, wurden die schwarz-weiß Illustrationen, mit einem dezenten Golddruck versehen. Es sieht einfach edel aus!

    Erzählt wird die Geschichte von Dornröschen, die Neil Gaiman, mit der von Schneewittchen kunstvoll verwoben hat. Schneewittchen ist jetzt Königin und ihre Hochzeit steht kurz bevor, da ereilt sie die Nachricht von einer mysteriösen Schlafkrankheit, die um sich greift. Kurz entschlossen macht sie sich zusammen mit drei Zwergen auf den Weg, um dem Übel auf den Grund zu gehen. Schlafwandler heften sich an ihre Fersen und natürlich gibt es auch die Hecke, den Turm, eine Spindel und den Kuss, der Dornröschen aus ihrem Schlaf erweckt.

    Dieses Dornröschen-Schneewittchen Märchen ist erfrischend anders und wenn wir die Macht der Entscheidung haben, so ist dieses Buch eine sehr gute Entscheidung, um sich selber oder anderen eine Freude zu machen.

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