Bücher mit dem Tag "grasse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grasse" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.106)
    Aktuelle Rezension von: hanlovesbooks

    Zwischendrin zieht es sich teilweise, aber an sich sehr spannend und zum Ende eine große Überraschung. 

  2. Cover des Buches Das Haus der Düfte (ISBN: 9783471360408)
    Pauline Lambert

    Das Haus der Düfte

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_H

    Anouk lebt mit ihrer Mutter in Paris. Dort hilft sie ihr in der Apotheke. Das Schicksal von Anouk scheint vorherbestimmt. Sie soll mal die Apotheke ihrer Mutter übernehmen. Da Anouk aber eine sehr feine Nase hat und ihr Düfte sehr viel bedeuten, möchte sie Parfümeurin werden. Doch ihre Mutter tut dies als Spinnerei ab. 

    Als glückliche Fügung des Schicksals erweist sich dann der Besuch von Stephane in der Apotheke. Er ist nämlich der Werbefachmann der berühmten Grasser Parfümfamilie Girard. Er lockt Anouk nach Grasse. Dort schafft sie die Aufnahme an der berühmten Parfümschule Roure um sich als Parfümerin ausbilden zu lassen. 

    Leider sind nicht alle Mitglieder der Familie Girard ihr wohlgesonnen. Weiterhin berührt auch der jahrelange Zwist der zuvor eng verbundenen Familien Bonnet und Girard Anouk. Obwohl dieser lange vor ihrer Zeit seinen Ursprung hatte. 

    Wird Anouk es schaffen ihren Prinzipien treu zu bleiben oder wird sie sich auch von dem Einfluss und der Macht der Familie Girard einwickeln lassen? 

    Ein spannender Roman über die Welt des Parfüms, die Vergangenheit, Familienzwiste und die große Liebe. 

  3. Cover des Buches Sonnensegeln (ISBN: 9783426517390)
    Marie Matisek

    Sonnensegeln

     (50)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Marita ist Krankenschwester und genervt von ihrem Job. Es gibt zu viele Vorschriften und zu wenig Zeit für die Patienten. Als sie die private Anzeige für einen Job als Pflegekraft in Südfrankreich liest, bewirbt sie sich spontan auf die Stelle – und ist überrascht, dass sie den Job wirklich bekommt. Sie soll sich um George Lafleur kümmern, der nach einem Schlaganfall beeinträchtigt ist. Und so sehr sich Marita auch über die Stelle und ihr neues Leben freut – das Heimweh nach Husum und der Nordsee bleibt. Kann sie im Süden glücklich werden?

    Was für eine schöne Geschichte. Von der ersten Seite wünscht man sich ein Duftbuch, denn sowohl die Düfte der schönen Nordsee als auch die der Umgebung der Domaine, dem Wohnsitz der Familie Lefleur in Frankreich, werden so gut beschrieben, dass man sich sofort wohlfühlt. Aber auch Maritas Ausflüge in die Umgebung und ihre neuen Freundschaften haben mir sehr gefallen.

    Ein bisschen genervt hat mich, dass gefühlt jeder Mann, der Maritas Weg kreuzt, ihr verfällt – bzw. sie ihm. Aber das schmälerte mein Lesevergnügen nicht total, denn am Ende hat sie sich für den Richtigen entschieden.

    Ich mochte dieses Buch und ich mochte die Schreibweise. Es war eine schöne Reise nach Frankreich, die gerade nach dem vergangenen Jahr sehr gut getan hat. Gerne mehr davon!

  4. Cover des Buches Mirabellensommer (ISBN: 9783426517406)
    Marie Matisek

    Mirabellensommer

     (32)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Babette Babajou, Einwanderin von der Elfenbeinküste, führt ein ganz normales Leben in Nizza. Sie arbeitet als Pflegekraft, hilft ihrem Mann im eigenen Gemüseladen aus, vermisst ihre erwachsenen Kinder und macht sich Gedanken um die Zukunft der jüngeren. Als jedoch der Mann den sie zuletzt betreute stirbt, muss sie sich neu finden. Was will sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen? Wieder als Altenpflegerin arbeiten und sich bei ihrem Mann im Laden die Füße platt stehen? Oder etwas ganz anderes? Und dann sind da noch ihre beiden jüngsten Kinder, die plötzlich eigene Wege gehen…

    Meine Meinung:
    Ich bin kein großer Frankreichfan, liebe aber Mirabellen. Außerdem heißt es im Klappentext „die kulturellen Gräben scheinen tiefer als gedacht“. Verschiedene Kulturen die aufeinanderprallen? Ich bin dabei. Leider gibt es keine Mirabellen und keine kulturellen Gräben, aber jede Menge Frankreich.

    Die Atmosphäre ist wirklich gelungen. Vor allem Personen die gern nach Frankreich reisen, insbesondere Richtung Nizza, haben sicher Freude an dem Buch. Es hat sich alles sehr sommerlich und wie Urlaub angefühlt. Ich war kurz davor, einmal nach Frankreich reisen zu wollen.

    Durch die sommerlich leichte Atmosphäre und dem dazu passenden Schreibstil, fliegt man durch die Lektüre. Die Kapitel sind angenehm kurz und man wechselt hin und wieder (aber nicht zu oft) in die Vergangenheit oder ins… Nichts. Jedenfalls zu der Perspektive des Verstorbenen. Er ist ein recht lustiger Typ, daher waren diese Kapitel nett zu lesen, aber im Allgemeinen kann ich eher weniger mit solch übernatürlichem anfangen.

    Schade finde ich, dass Klappentext und auch Titel etwas versprechen, was nicht eingehalten wird. Mirabellen sucht man im Buch leider vergeblich. Klar, das ist nicht ausschlaggebend für eine schlechte Bewertung und es gibt schlimmeres, aber wenn ein Buch schon Mirabellensommer heißt, dann erwarte ich doch mehr als ein Mirabellenrezept im Einband. Der Verlag, an dem es laut Autorin liegt, hat da meiner Ansicht nach keine gute Wahl getroffen. Auch der Klappentext ist eher unglücklich gewählt. Es hörte sich für mich an, als läge der Fokus auf Babettes Sohn, der sich in die Enkelin von Babettes Freunden verguckt. Beide passen auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Zwar wird das recht ausführlich thematisiert, aber für mich ist der zentrale Punkt Babettes Neuorientierung. Auch dieser große Streit zwischen den beiden Familien ist so gut wie nicht vorhanden.

    Neben diesen Kleinigkeiten hat mich ein Punkt massiv genervt und das ist die Werbung. Jeder Autor/Verlag darf gern für weitere Bücher Werbung machen. Kein Problem. Aber bitte separat am Ende des Buches, damit der Leser sie bei mangelndem Interesse überblättern kann. Hier wurde mehrmals in einer Fußnote (!) für weitere Werke der Autorin Werbung gemacht und das finde ich persönlich nervig und möchte so etwas nicht lesen. Vielleicht finden einige, ich übertreibe da und sicher ist das kein weltbewegender Kritikpunkt, aber ich lese ein Buch wegen der Geschichte und möchte nicht währenddessen Werbung bekommen.

    Fazit:
    Sommerlich leichte Lektüre, vor allem für Frankreichfans. Kleinigkeiten wie nicht zutreffender Titel, Werbung und falscher Fokus des Klappentextes, haben für mich das Lesevergnügen etwas geschmälert.
  5. Cover des Buches Das Haus der verlorenen Düfte (ISBN: 9783746629810)
    Melisse J. Rose

    Das Haus der verlorenen Düfte

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Der Titel und der Klappentext des Buches lassen die Leser eine Geschichte rund um ein geheimnisvolles Parfum erwarten, dessen Duft Erinnerungen an frühere Leben ermöglichen soll - Eine spannende Idee.

     

    Die Geschwister Jac und Robbie L’Etoile versuchen auf unterschiedliche Art, ihr Familienunternehmen vor der Pleite zu retten. Sei es, dass die Rezeptur zweier Klassiker an einen internationalen Konzern verkauft werden soll oder, dass das überlieferte Familiengeheimnis gelüftet und zu neuen Höhenflügen verhelfen soll.

     

    Natürlich sind gleich mehrere Personen, darunter auch sinistere Gestalten an dieser Rezeptur interessiert. Und schwupps, befinden wir uns einer Geschichte à la Dan Brown oder Michael Crichton.

     

    Meine Meinung:

     

    Die Autorin versucht geschichtliche Fakten mit Fiktion zu verquicken, was nicht immer gut gelingt. Es sind viel zu viele Handlungsstränge und Zeitebenen, so dass man hier und da ein wenig den Überblick verliert. Manches wird angerissen und nicht weiterverfolgt, zum Beispiel das Auffinden dieser kostbaren Essenz durch einen Vorfahren von Jac und Robbie während Napoleons Feldzug in Ägypten. Das allein wäre schon eine sehr interessante Epoche. Dann folgt ein Rückblick in die Zeit Kleopatras und ein Handlungsstrang beschäftigt sich mit der Okkupation Tibets durch China und der politischen Wirren rund um den Dalai Lama.

     

    Jeder dieser Handlungsstränge wäre ausbaufähig, doch alle drei und der Kampf um den Erhalt der Firma sowie mehrere zusätzlicher Aspekte, sind meiner Ansicht nach des Guten zu viel. Zwar werden die Fäden der Gegenwart in Paris zusammengeführt, doch wirkt das ein wenig bemüht.

     

    Da das geheimnisvolle Elixier nur bei Jac L’Etoile Visionen der Erinnerungen auslöst, hätte ich mir hier ein bisschen mehr Tiefgang erwartet. So gleitet der Roman in eine Hetzjagd auf ihren Bruder Robbie ab, der eines Mordes verdächtigt wird und in die Pariser Katakomben abtaucht. Ach ja, gemordet wird häufig.

     

    Die Beschreibung der Nekropole von Paris, ihre Anziehungskraft für Touristen, Spinner und Schutzsuchende ist gut gelungen. Hier kommt schon ein wenig Gänsehaut auf, wenn von Möbelstücken erzählt wird, die aus menschlichen Knochen gefertigt sind.

     

    Klasse finde ich die aufwändigen Recherchen der Autorin. Wer historische Details so wie ich mag, ist hier gut aufgehoben. Wer Spaß an Schnitzeljagden um mysteriöse Geheimnisse hat, kann das Buch amüsant und spannend finden. Mir persönlich ist es ein wenig zu stark überfrachtet. Hier wäre weniger, mehr gewesen. Die Autorin verschenkt einiges Potential, was sehr schade ist.

     

    Fazit:

     

    Viele gute Ideen, die leider nicht richtig auf den Boden gebrachten worden sind. Daher leider nur 2 Sterne.

     

  6. Cover des Buches Emma verduftet (ISBN: 9783548610924)
    Tessa Hennig

    Emma verduftet

     (47)
    Aktuelle Rezension von: lanzelot

    Das schönes Cover und die Geschichte haben mir gut gefallen.

    Emma hat doch eigentlich in ihrem Leben alles erreicht. Zwischen den Zeilen merkt man aber, dass in ihrem Leben mit ihren Alter so um die 50 welches für Frauen sehr kritisch ist, doch eine gewisse Unzufriedenheit breit macht.

    Das wird auch verstärkt, da ihr Mann sich auffällig mehr für jüngere Frauen interessiert, und ihre Tochter auch nicht das tut was sie sich vorgestellt hat. Anstatt zu studieren, will die lieber Model werden.

    Dann begegnet Emma ihrer alter Freundin Nora, die ihr die Augen öffnet auch über ihren Mann und sie damit ins Leben zurückführt.

    Sie verduftet aus ihrem Famlienleben, lernt den Lavendelbauer David kennen, und spürt sich selber wieder. David führt sie in die interessante Welt der Düfte ein, was Emma sehr fasziniert.

    Die Autorin hat hier eine sehr einfühlsame Geschichte geschrieben, und durch den flüssigen Schreibstil eine mühlos zu lesende Lektüre.

  7. Cover des Buches Provenzalischer Rosenkrieg (ISBN: 9783734108983)
    Sophie Bonnet

    Provenzalischer Rosenkrieg

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Der sechste Band ein Parfumkrimi

     

    Sophie Bonnet  lässt Pierre Durand in seinem 6. Fall in einem anderen Revier wildern. Weil Anouk, die Jugendfreundin seiner Lebensgefährtin Charlotte, in einen Mordfall verwickelt wird und in Untersuchungshaft kommt. 

     

    Fees Meinung.

    Ich liebe Bücherschränke und genauso Bücher aus der Provence und ich war total happy, als ich dieses Buch fand und es im Urlaub in der Badewanne lesen durfte. 

     

    Schon ein Mal durfte ich ein so tolles „Parfumbuch“ lesen und war total gespannt, wie Sophie Bonnet das ganze umsetzt. Sie hat ein unheimliches Wissen über die Materie und muss sich intensiv damit auseinandergesetzt haben. Mir gefiel vor allem der Lokalkolorit und die Charaktere mitsamt den ganzen Geheimnissen, die Pierre Durand ans Tageslicht bringt. Besonders interessant ist, wie sich sein berufliches Leben weiter gestaltet, denn das blieb am Ende offen und Pierre scheint darüber sehr zufrieden zu sein. 

     

    Ich wusste ja schon, dass Grasse mal die Hauptstadt der Parfumhersteller „war“, aber dass sie so enorme Probleme haben und dass soviel synthetisches Zeug in Parfums drin ist, hätte ich nicht wirklich gedacht. Aber wohl geahnt, ich mag Düfte, aber Parfums mag ich in der Regel gar nicht. Von daher gefiel mir die Beschreibung der Düfte in diesem Buch sehr. Die Provence besteht ja auch aus so vielen Düften. Aber das mit den Billiglohnländern, das rüttelt mich schon auf und macht mich traurig. 

     

    Irgendwie hab ich keine Ahnung gehabt, wer der Mörder ist und war dann sehr überrascht. Aber eigentlich konnte es niemand anderes sein. 

     

    Ich kenne bzw. hab noch nicht alle anderen Bände gelesen. Insgesamt gibt es ja 7 Bände. Diesen Band kann man ohne jegliche Vorkenntnisse lesen. 

     

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit: 

    Ein sehr spannender, aufwühlender und herrlich duftender Krimi mit megaviel Lokalkolorit. 5 Sterne und eine Empfehlung. 

  8. Cover des Buches Alles über Patrick Süskinds Das Parfum (ISBN: 9783453810891)
    Alexander Kissler

    Alles über Patrick Süskinds Das Parfum

     (3)
    Aktuelle Rezension von: siebenundsiebzig
    Nach dem ich Süskinds Buch, das Parfum vor etwa zwanzig Jahren das erste mal gelesen hatte. Danach vielleicht, in längeren Zeitabständen noch zwei- bis dreimal. Dann den Film gesehen habe, ist mir vor einiger Zeit das Buch "Alles über das Parfum"(von A. Kissler und C.S.Leimbach) in die Hände gekommen. Ich war begeistert. Hochinteressantes über den Film. das Buch und den Autor. Nehme das Buch immer wieder gerne zur Hand. Es geht
    über die "Kopfnote, zur Herznote und endet, wie soll es sonst sein, bei der Basisnote" Das Ganze ist einfach "dufte" im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders hat mir dabei das Kapitel: "Ein Text verduftet; Die Tour de Fragrace gefallen". Die Eindrücke und Erlebnisse einer deutschen Reisegruppe auf den Spuren von Jean-Babtiste Grenouills. Man glaubt förmlich das Parfum der netten Mademoiselle Caroline, einer fast akzentfreien Deutsch sprechenden französischen Reiseführerin, zu riechen. sie führt die Gruppe von Paris nach Plomb du Cantal, über Montpellier, einer Zwischenstation, in die ewige Duftstadt "Grasse" und dann wieder nach Paris. Dieses Taschenbuch hat es in sich. Ich glaube,dass es für Freunde des "Parfum" empfehlenswert ist.
  9. Cover des Buches Baby be Mine (ISBN: 9781471129582)
    Paige Toon

    Baby be Mine

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Katzenauge
    Nachdem mich "Johnny Be Good" sehr gut unterhalten hat, freute ich mich auf den Folgeband "Baby Be Mine". Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht zugesagt. Die Hauptprotagonistin erscheint hier kindisch, nervig und sehr unsympathisch. Alles in allem ist das Buch einfach zu konstruiert und gewollt geschrieben. Manchmal ist es wohl besser ein Buch abzuschließen und auf einen Folgeband zu verzichten, zumindest wenn er so lieblos wie dieser verfasst wird.
  10. Cover des Buches Der Duftmacher (ISBN: 9783492273916)
    Ina Knobloch

    Der Duftmacher

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Falballa
    Titel: Der Duftmacher Autorin: Ina Knobloch Verlag: Pendo Erschienen: 06. September 2010 ISBN-10: 3866122675 Gebundene Ausgabe: 16,96 € ...Wenn ein Buch zu riechen beginnt.... Wie einige wissen war ich vor dem Lesen noch jungfräulich was hitsorische Romane angeht und war auch ein bisschen zwiespältig, als ich das Buch vom Verlag zugeschickt bekam, überraschenderweise. Aber ok, dran gewagt habe ich mich trotdzem. Ich muss gestehen, ich war schnell begeistert von dem unglaublich schönen und liebevoll durchdachten Cover. Einerseits sieht man diese Frau, ohne jedoch ein wirklich Gesicht zu erkennen und unten finden wir Köln schattiert... unglaublich schön und ... für mich als Düsseldorferin ein Schlag ins Gesicht. Aber ok, da wollen wir einmal darüber hinweg sehen. Der erste Satz: Lucia stöhnte auf, als suie eine Welle von Schmerzen ihren schwangeren Körper durchfuhr. Inhalt: Giovanni Maria Farina wird geboren in eine Familie von Duftmachern und Kaufleuten, und ist eines von mehreren Kindern. Und doch hat er als Einziges die Gabe der Vorfahren geerbt. Schnell stellt sich heraus, dass er weitaus begabter ist als alle zuvor. Er kann besser riechen und Dinge riechen, die sonst keiner riecht. Nicht einmal seine Großmutter, die ebenfalls diese Gabe hat. Als er in das Alter für die Ausbildung kommt reist er mit seiner Großmutter durch Europa um die Kunst des Parfumeurs zu erlernen und schließlich eine Ausbildung als Kaufmann zu machen. Auf seiner Reise begegnet er Antonia, die Glück und Pech zugleich ist. Die unendliche Liebe zu ihr treibt ihn an den perfekten Duften zu kreieren. Meine Meinung: Zu Beginn des Buches war ich unglaublich verwirrt, da sich viele Namen ähnelten und die Schauplätze wechselten. Da ich am Anfang nicht so aufmerksam gelesen haben, wie ich es hätte tun sollen, habe ich im Laufe des Buches lernen müssen, wer mit wem und warum. Die Charaktere, vor allem die des Protagonisten Giovanni Maria Farina, sind liebevoll beschrieben und im Verlaufe der Geschichte habe ich vor allem mit ihm gefühlt, geliebt und vor allem gerochen. Für mich als normal Sterbliche ist es unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die so gut riechen können, aber durch Giovanni wurde mir diese Figur und die Kunst näher gebracht. Aber auch der böse Gegenspieler Bernardo ist gut durchdacht und hat einen starken Charakter, der sich im Buch unglaublich weiterentwickelt und eine Wandlung vornimmt, die ihm keiner zugetraut hat. Da er nun einmal der böse Charakter ist, und der Nebenbuhler von Giovanni, dem Liebling, konzentriert sich die eigene "Wut", die man während des Lesens entwickelt, auf ihn. Er ist böse, hinterhältig und ein Schurke. Was ich besonders an dem Buch schätze ist nicht nur die Einteilung in unglaublich gut durchdachte Kapitel, sondern die Einleitung in eben diese. Jedes Kapitel steht im Licht eines Duftes. Das heißt, jedes Kapitel hat einen besonderen Charakter und nimmt den Charakter des Duftes an. Ist der Duft lieblich und erfrischend, dann weiß man auch, dass das Kapitel entsprechend ist. Ein Duft der eher schwer bis unangenehm ist, leutet ein nicht ganz so frohes Kapitel ein. Und so wie diese Düfte beschrieben werden, dreht sich auch das ganze Buch nur um Düfte. Man erfährt alles, was Giovanni mit seiner sensiblen Nase erschnuppert, und erfährt von den unglaublichen Gefühlen die es bei ihm auslöst, und eben auch der Übelkeit, die schlechte Gerüche auslösen. Die Recherche für dieses Buch muss aufwendig gewesen sein, kann aber auch durch den Beruf der Autorin eine Leidenschaft sein - auf jeden Fall merkt man, dass sich hier jemand auskennt. Die Düfte werden so genau beschrieben, dass selbst wenn man sie nicht kennt, man eine Vorstellung von ihnen gewinnt. Sie werden mit Bildern und anderen assoziert, so dass das Buch irgendwie anfängt zu riechen und von Kapitel zu Kapitel einen anderen Duft annimmt. Man riecht die Bergnazissen, den Duft der Jungfrauen, der Fäkalien in den Straßen und den Schweiß der Leute. Die Beschreibung der Düfte ist für mich absolut der Grund gewesen, das Buch weiterzulesen. Zu Beginn war ich nämlich nicht von der Geschichte begeistert, was einfach damit zusammhängt, dass die Geschichte wirklich vorne beginnt, und nicht an den Teilen, die interessant sind. Ich denke, von Spannung kann man nicht reden, sondern von einem Interesse, dass geweckt wird. Ein Interesse für Düfte, und vor allem, wie das Leben eines solchen "Wunderkindes" verläuft. Und - natürlich - will man wissen, was aus der Liebe zu Antonia wird, die lange Zeit unerfüllt bleibt und schließlich den Reiz des ganzes Buches ausmacht. Denn die Liebe zur ihr treibt ihn an, einen Duft zu schaffen, der dieser Dame gerecht wird. Mehr als die Hälfte des Buches ist er geleitet von dem Gedanken an den perfekten Duft. Natürlich denkt man dann schnell an "Das Parfüm" von Patrick Süßkind, und die ein oder andere Parallele will ich gar nicht abstreiten, aber die Geschichten sind deutlich anders. Die Dame auf dem Cover kann, glaube ich, für zwei Dinge stehen. Einerseits für die Liebe zu Antonia, allerdings erst in fortgeschrittenem Alter, denn ich habe sie anders vorgestellt. Allerdings ist sie im Buch auch ca. 15-20. Oder aber, es steht für die zahlreichen Frauen die Giovanni beglückte und deren jungfräulichen Duft er in sich aufsog. Sprachlich muss ich sagen, hat das Buch meinen Nerv getroffen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Deutschstudentin bin, oder es war einfach gerade die richtige Zeit für dieses Buch, denn das Buch hat eine Sprache, die seiner Zeit gerecht wird. Ina Knobloch benutzt viele Begriffe aus der damaligen Zeit, lässt die Personen in ihrer Sprache reden und benutzt einige lateinische Begriffe. Zusammen mit den Bildern, die vermittelt werden, wird eine Geschichte geschaffen, die man sich verlieren kann. Ich habe, wenn ich gelesen habe, immer mehr als 50 Seiten gelesen, weil die GEschichte so gut lief und es sich unglaublich gut lesen lies. Mir hat außerdem gut gefallen, dass sie andere historische Persönlichkeiten mit eingebunden hat, die wir heute noch kennen und die zu gleicher Zeit gelebt und auf sich aufmerksam gemacht haben. Zwar stellt sich später heraus, dass an diesen Begegnugen nicht alles echt ist, aber sie wären alle möglich. Am Ende gibt es auch eine Aufklärung, was an dem Buch echt, geschichtlich belegt und was frei erfunden ist. Somit hat sie alle meine Fragen, die ich mir im Buch gestellt habe, beantwortet und mich zufrieden das Buch zuklappen lassen. Fazit: Für meinen ersten historischen Roman wohl ein Glücksgriff, denn jetzt bin ich gewillt den ein oder anderen weiteren Roman aus diesem Bereich zu lesen. Ein netter Roman der die Geschichte gut beschreibt und mit Wissen und geschichtlichen Fakten voll ist, und zumindest einen wagen Einblick in das Leben von Giovanni Maria Farina gibt, der schließlich das Eau de Cologne erfand.
  11. Cover des Buches A Rose Petal Summer: The #1 Sunday Times bestseller (ISBN: 9781780897554)
  12. Cover des Buches Mirabellensommer (ISBN: 9783956392030)
    Marie Matisek

    Mirabellensommer

     (5)
    Aktuelle Rezension von: parden
    LES GRANDES VACANCES...

    Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …

    Jetzt da in diesem Jahr die Jahreszeiten eh so durcheinanderpurzeln, hatte ich nichts dagegen, mir diesen Sommerroman anzuhören, als sich die Gelegenheit dazu ergab. Sommer im November? Na, weshalb nicht... Ich habe allerdings erst mitten im Geschehen gemerkt, dass es sich mal wieder um einen Mehrteiler handelt und ich hier gerade den zweiten Band hörte. Doch zu meiner Beruhigung gab es zwar ein paar kleine Anspielungen auf den vorherigen Band, doch der Fokus lag diesmal auf einer anderen Familie, so dass man die Folge tatsächlich problemlos unabhängig von etwaigen Vorgängern hören und nachvollziehen kann.

    Erzählt wird hier überwiegend aus der Perspektive von Babette Babajou, einer Einwanderin von der Elfenbeinküste, die vor etlichen Jahren mit ihrem Mann in Nizza mühsam Fuß fasste. Während Aristide jeden Tag im Gemüseladen steht, teilt Babette ihre Zeit auf zwischen ihren vier Kindern, ihrer Tätigkeit als Altenpflegerin und dem Haushalt, wobei sie jeden Tag auch noch das übrig gebliebene Obst und Gemüse aus dem Laden ihres Mannes zu leckeren Köstlichkeiten verarbeitet. Ferien kennt die Familie gar nicht, schließlich wird auch jeden Monat Geld an die Familien in der Heimat geschickt, und Urlaub machen nur die anderen.

    Während der Rest der Welt im Juli sich in den Grandes Vacences befindet, leben die Babajous ihren Alltag. Für Babette mutet es schon wie Urlaub an, als sie die Gelegenheit bekommt, aushilfsweise auch noch einige Tage in der Woche bei ihrer Freundin Marietta in der Domaine de Lafleur mitzuarbeiten und statt Pflegetätigkeiten zu verrichten, bei der Jasmin- und Rosenernte zu helfen und dabei die Kochkünste der Haushälterin Ségolène zu genießnen. Doch es bahnen sich viele Veränderungen an. Zwei der Kinder der Babajous stehen bereits auf eigenen Beinen, der Sohn Rachid hat die Schule beendet und will sich an der Universität einschreiben, nur eine Tochter wird noch zu Hause wohnen und weiter zur Schule gehen.

    Babette denkt viel darüber nach, wie ihr Leben fortan verlaufen soll. Stets in den seit Jahren eingefahrenen Bahnen? Oder gibt es die Chance, etwas zu verändern, damit das Einerlei nicht das Leben erdrückt? Unversehens ziehen im Verlauf graue Wolken auf: Sohn Rachid verliebt sich in Ségolènes und Gilberts Enkelin Julie, was zu einigen Komplikationen führt, und dann kommt es in der Straße der Babajous zu einem unerhörten Ereignis, das ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt...

    Mehr zum Inhalt soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Dieses Hörbuch ist eine gekürzte Version des Romans (6 Stunden, 2 Minuten) und wird gelesen von Julia Fischer, die dabei eine solide Leistung zeigt. Allerdings strotzt die Handlung nicht gerade vor Spannung. Vieles ist vorhersehbar, wenn auch atmosphärisch über weite Strecken gelungen. Eine unkomplizierte Unterhaltung ohne große Ansprüche und ohne Tiefgang - aber mit Urlaubsflair und dem Duft von Jasmin, Rosen und leckeren Gerichten stets in der Nase.

    Ganz nett - mehr aber eben auch nicht...


    © Parden
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