Bücher mit dem Tag "grauen"
43 Bücher
- Stephen King
Friedhof der Kuscheltiere
(2.018)Aktuelle Rezension von: WeidaEine Familie zieht in ihr Traumhaus, doch direkt am angrenzenden Wald liegt ein geheimnisvoller Tierfriedhof.
Friedhof der Kuscheltiere war mein erstes Buch von Stephen King und es hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und erzeugt durchgehend eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt.
Ich war komplett in der Handlung drin und fand sowohl die Geschichte als auch das Ende sehr gelungen. Die Verfilmung ergänzte das Buch für mich als Abschluss perfekt
- Ransom Riggs
Die Stadt der besonderen Kinder
(609)Aktuelle Rezension von: SmultronaJacob und die besonderen Kinder von Miss Peregrine haben es aus der Zeitschleife von der Insel geschafft und sind nun auf dem Festland. Dort versuchen sie nicht nur dem Krieg zu entkommen, sondern weiterhin auch den Hollows. Außerdem brauchen sie dringend Hilfe für Miss Peregrine.
Der zweite Teil verbirgt einige spannende Wendungen und Abwechslungen. Er steht dem ersten Teil in nichts nach.
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(397)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - E. Lockhart
Lügner-Reihe, Band 1 - We Were Liars. Solange wir lügen.
(563)Aktuelle Rezension von: linasbuchwolkeWe were Liars stand dank des #Ausgelesen Podcasts schon sehr lange auf meiner Wunschliste und nach dem Ende bin ich so froh, es gelesen zu haben. Dennoch war der Anfang zäh. Zunächst lernt man die Liars durch vergangene Sommer auf der Privatinsel kennen, doch dies hat bis etwa zur Hälfte des Buches gedauert. Danach bin ich dafür umso tiefer eingetaucht. Cadence kann sich nicht mehr an den Vorfall des Sommers vor zwei Jahren erinnern, und niemand will ihr etwas darüber erzählen. Je mehr sie versucht hat, sich zu erinnern, desto mehr wollte auch ich wissen, was passiert ist, vor allem, da die Liars irgendwie abweisend gewirkt haben. Durch Rückblicke, die leider nicht immer eindeutig gekennzeichnet waren, weshalb ich teilweise nicht wusste, was Gegenwart und was Vergangenheit ist, versucht Cadence herauszufinden, was passiert ist, wodurch die Geschichte sehr lebendig geworden ist. Die Auflösung hat mich sehr mitgenommen, ich hätte es nicht erwartet, sie war sehr emotional und gleichzeitig nachvollziehbar, warum Cadence das gemacht hat. Es war ein Ende, wie ich es nicht häufig in Büchern lese, eines, mit dem ich so sehr mitfühle und die Protagonistin verstehe. Insgesamt hat mir We were Liars trotz anfänglicher Längen am Ende sehr gut gefallen. Wenn ihr mit einem Buch richtig mitfühlen wollt, ist We were Liars das richtige für euch.
- Stephen King
Desperation
(342)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingNach der Lektüre einiger neuerer Bücher des von mir geliebten Autors nun endlich mal wieder ein älteres. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt. Während die neueren (ab ca. Mr. Mercedes) zwar erzählerisch einwandfrei, spannend und mitreißend sind, wirken sie doch irgendwie geplottet, vom allwissenden Erzähler (King selbst) dirigiert und moderiert. Die älteren sind zwar manchmal (beispielsweise: The dark Tower) ganz schön abgefahren und verwirrend, dafür aber organischer und dichter. So auch "Desperation", dessen Wendungen in der zweiten Hälfte mich immer wieder überrascht und der Geschichte nicht nur eine neue Wendung, sondern auch eine neue Bedeutung gegeben haben. Zum Thema der Verwirrung, die ja auch andere Lesende angemerkt haben: Eine simple geographische Karte Desperations und der Miene würde hier schon Wunder wirken!
- Karen Dionne
Die Moortochter
(188)Aktuelle Rezension von: Zimtie"Die Moortochter" ist ein eher langsamer, aber für mich sehr mitreißender, erschreckender und fesselnder Thriller gewesen.
Die Geschichte entwickelt sich ganz anders, als ich erwartet hätte. Das Erzähltempo ist sehr langsam, aber der bildliche Schreibstil und die sehr realitätsnahen Beschreibungen haben mich derart in den Bann gezogen, sodass die Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief. Man merkt hier sehr deutlich, dass die Autorin tatsächlich an einem Ort wie dem Haus im Moor in Michigan, USA gelebt hat.
Es steckt extrem viel Hintergrundwissen, sicherlich auch Recherchearbeit in der Erzählung. Sei es die Natur, die Tiere, das Fährtenlesen, die inigenen Völker als auch die Möglichkeit, autark in der wilden Natur zu überleben.Die Handlung teilt sich in zwei zeitliche Stränge. Zum einen begleiten wir Helena in der Vergangenheit. Wir lernen ihr Leben in Gefangenschaft kennen, wie sie in er Natur aufwächst komplett isoliert von der Außenwelt. Die einzigen Menschen, die sie kennt, sind ihr Vater und ihre Mutter. Für sie ist das ganz normal, denn sie kennt das "wahre" Leben da draußen nicht und für sie ist es das größte, zu jagen, zu angeln und einfach draußen zu sein.
Zum anderen begleiten wir Helena und der Zeit "danach". Wir erfahren, wie sie entkommen konnte, was aus ihr geworden ist und ihre Geschichte findet in einer abschließenden Konfrontation mit ihrem Vater den Abschluss.Mich hat die Geschichte gut unterhalten, ich habe einiges dazugelernt und fand die gesamte Thematik auch interessant. Als einzigen Kritikpunkt würde ich die fehlende Spannung benennen, die einen Thriller normalerweise ausmacht.
- Ezekiel Boone
Die Brut - Sie sind da
(241)Aktuelle Rezension von: _jamii_Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Nervenzerrende Spannung – Sie werden das Atmen vergessen!
Der Schreibstil ist meistens gut, manchmal aber nicht ganz so konsistent und ein bisschen seltsam. Man findet aber sehr gut ins Buch. Es werden sehr viele verschiedene Perspektiven und Charaktere geschrieben. Nur von einigen wenigen verfolgt man die weitere Geschichte, alles andere ist ein bisschen lückenfüllend. Die eine oder andere solche Szene mag durchaus sinnvoll sein, hier fand ich es aber ein bisschen zu überbordend und verwirrend.
Die Beschreibung der Spinnen, wie sie sich bewegen und schlüpfen und auch fressen ist sehr detailliert und ganz bestimmt nichts für schwache Nerven. Die Spinnen verbreiten sich immer schneller, so wird die Geschichte immer rasanter.
Viel mehr passiert dann aber eigentlich auch nicht, es ist eher der Aufbau zur Hauptgeschichte, die wohl in Teil zwei stattfinden wird. Somit wirkt dieser Teil manchmal ein bisschen langatmig.
Guter Start, nichts für schwache Nerven.
- Robison Wells
Guides - Die erste Stunde
(66)Aktuelle Rezension von: Der_BuchdracheAndere finden Überraschungen in den Buchläden, ich in der Bibliothek. Ganz unerwartet stolperte ich dort über »Guides – Die erste Stunde«, ein Science Fiction Roman von Robison Wells. Auch wenn es sich hier um eine sehr klassische Erstkontaktgeschichte handelte, konnte ich mich doch sehr dafür erwärmen.
»Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, das die Welt nach seinem Absturz in Atem hält. Und Alice ist sicher: Niemand außer ihr Vater, der für die NASA arbeitet, hätte seine siebzehnjährige Tochter jetzt auf ein Internat nach Minnesota gebracht - ausgerechnet mitten ins Zentrum der Katastrophe. Hier kommt Alice der Wahrheit hinter den Nachrichten gefährlich nahe. Doch mit der Wahrheit kommt auch die Angst vor den unbekannten Geschöpfen, die das Raumschiff verlassen …«(Quelle: Goodreads)
Erstkontaktgeschichten gibt es viele, also solche Geschichten, wo es zu einer allerersten Berührung zwischen Menschen und Außerirdischen kommt. Deren liebste sind mir immer noch Arrival und Contact, aber auch »Guides« konnte mich begeistern.
Dabei muss man eigentlich ganz objektiv sagen, dass »Guides« eigentlich wenig innovativ ist, was diesen Geschichtentypus angeht und doch eher in Richtung Independence Day geht statt Arrival. Der Plottwist am Ende war recht vorhersehbar, und ehrlich gesagt war das Ende ohnehin der schwächste Teil für mich.
Dennoch: Der Rest hat Spaß gemacht zu lesen. Alice landet auf einem Internat, auf das vor allem Bonzenkinder gehen, also Leute mit ausreichend Geld und Prestige. Aber auch besondere Talente. Das heißt, dass die wenigsten Protagonisten wirklich doof sind und ganz im Gegenteil sogar oft kluge Kommentare zum Geschehen abgeben können und umfangreiches Allgemeinwissen mitbringen. Trotz allem sind sie Teenager und benehmen sich auch wie solche. Nur eben solche mit einem etwas höheren IQ als der Durchschnitt, was einem den einen oder anderen dämlichen Kommentar erspart.
Alice hat indigene Wurzeln, die vor allem gegen Ende eine Rolle spielen, als sie zu ihrer Großmutter flieht. Ich kann leider nicht wirklich beurteilen, inwiefern dem Autor die Darstellung der indigenen Bevölkerung gelungen ist. Aber auf mich machte alles einen feinfühligen Eindruck und bot zudem einen interessanten kleinen Einblick in diese Lebensweise.
Streckenweise hat der Roman eine sehr düstere Atmosphäre und dem Autor gelingt es gut, das auch zum Leser zu transportieren und diesem eine Gänsehaut zu bescheren. Besonders gefiel mir, wie die Protagonisten auf die entsprechenden Situationen reagierten, die teils weit jenseits der alltäglichen Erfahrungswelt liegen, und wie sich das auf ihre Psyche auswirkte. Der Schock, der sich mitunter einstellte, wurde realistisch dargestellt.
Spannend war ebenso das Rätseln, was wirklich hinter der Anfunkt der Guides auf der Erde steht, denn es wird schnell klar, dass da mehr dahinter steht, als die Guides die Menschen glauben machen wollen. Auch wenn ich relativ schnell darauf kam, störte es mich nicht unbedingt, als meine Vermutung bestätigt wurde. Das Drumherum passte immer noch.
Der Roman mag zwar nicht viel zu all den Erstkontaktgeschichten hinzufügen. Dennoch ist er kurzweilige, spannende Unterhaltung, ein empfehlenswerter Happen für Zwischendurch. Einen kleinen Gruselfaktor gibt es streckenweise ebenso, und Lesern, die mit der Darstellung von Gewalt und Gewaltopfern ihre Schwierigkeiten haben, sei eher von der Lektüre abgeraten. Allen anderen kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen. - Sebastian Fitzek
Der Augensammler: Ein Audible Original Hörspiel
(174)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Meinung:
•Achtung! Die Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe.• Tatsächlich habe ich mich mit dem dritten Band übertrieben gespoilert. Schade das nicht sofort erkenntlich war, dass "Playlist" zu der Augensammler-Reihe gehört. Selbst im Klappentext war dies nicht vorhersehbar. Ich bin mir sicher, dass es tatsächlich schon vorteilhaft wäre, soetwas erkenntlich zu machen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das Hörbuch, trotz genialer Wendungen und einigen "Ahhh"- Momenten nicht richtig fühlen konnte. Schade Marmelade.
Cover: Tatsächlich finde ich das Cover des Buches etwas passender als das des Hörbuches, aber dennoch mochte ich es recht gerne. Der Hintergrund besteht zunächst aus verschiedenen Grautönen. Das Ganze ist meliert und strukturiert, wodurch es auch eine Mauer oder eine Wand darstellen kann, welche schon länger keine pflegende Behandlung mehr bekommen hat. Oben ist sie stark dunkel, als ob sie schimmelt, weiter unten hellgrau. In der Mitte zieht sich ein schmutziggelber Banner durch das Cover. Wie man es auch oft an Orten sieht, wo etwas geschlossen wurde. Auf diesem Banner befindet sich auch der Titel des Hörbuches in äußerst passender Schrift, die schon fast 3D mäßig gestaltet wurde. :) Auch wenn man die Hülle aufklappte, gefiel mir die Gestaltung der CD's und des Hörspieles sehr Gut.
Höreinschätzung: Zunächst wieder ein paar Basicinformationen. Das Hörbuch besteht insgesamt aus 4 CD's und hat eine Laufdauer von ca. 5 Stunden & 15 Minuten. Der Sprecher ist der Standardsprecher Fitzeks- Simon Jäger. (: Da ich schon durch "Playlist" ersten Kontakt zu ihm hatte, muss ich sagen, waren wir hier beim ersten Band nun schon soetwas wie gute Bekannte. :D Auf jeden Fall fande ich etwas schneller Anschluss zu seiner Erzählweise und fande seine Art und Weise alles herüberzubringen wirklich gut. (: Gerade Alina und Zorbach stachen sehr positiv hervor. Aber worum geht es überhaupt? Es herrscht Angst und Schrecken.. "Der Augensammler" treibt sein Unwesen. Er tötet die Mütter und verschleppt die Kinder, um sie denn bei Ablauf der Zeit zu töten und ihnen das linke Auge zu entfernen.. Der Vater muss bei diesem makaberen Spiel mitspielen um sie zu retten.. Ein irrer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und Zorbach ist mittendrin. Alexander Zorbach- durch einen schrecklichen & tragischen Unfall vor vielen Jahren nur noch Journalist für die Polizei, anstatt Polizist, ist einem Fall auf der Spur. Wieder hat der Augensammler zugeschlagen.. Dieses Mal wurden Zwillinge entführt. Doch der Augensammler zieht Zorbach anders in das Ganze hinein, wie zunächst vermutet.. er legt falsche Fährten, verkleidet sich sogar als er.. Und schickt ihm Alina. Und plötzlich befindet sich Zorbach mitten im Spiel des Psychopathen. Denn um die Kinder zu retten, muss er spielen.. Und setzt damit unbewusst alles auf eine Karte. Wir bekommen immermal wieder Einblicke in die verstörende Kindheit des Augensammlers.. Schütteln mit dem Kopf vor dem Grauen, was er selbst als Kind erleben musste und können Verständnis aufbringen. Aber auch nicht mehr, denn bei dem was er tut Mitleid zu bekommen ist wahrlich nicht vorstellbar. Leider weiß ich im groben auch schon worum es im zweiten Band geht- nicht nur das ich auch hier schon gespoilert bin. Der Auftakt endet nochmal mit einer riesigen, unfassbaren Wendung und gibt sozusagen schon an, wie die Fortsetzung aussehen wird. (: Hat mir tatsächlich sehr Gut gefallen! Und gerade Alina als Charakter, ihre Welt als Seherin.. Obwohl sie blind ist, war einfach furchtbar faszinierend und erschreckend zugleich. Ich bin gespannt auf die Umsetzung der Fortsetzung.
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,3 Sterne. Ein hervorragender Sprecher, eine spannende Story mit genialen Wendungen und interessante Charaktere- all das bietet der Augensammler. Sogar mit einer brutalen Note. Soweit so gut.. Allerdings konnte ich die Genialität des Hörbuches nicht recht genießen. Nicht nur das ich mich durch die "Playlist" stark gespoilert habe, auch fande ich die Story im Allgemeinen nicht zu 100% rund. Der Zusammentreff von Alina und Zorbach kam mir irgendwie zu unrealistisch vor, einige Dinge liefen etwas zu schnell ab. Ansonsten eine gänsehauttreibende Geschichte, die einen das Blut in den Adern gefrieren lässt.
- Jörg Karweick
Rönum
(11)Aktuelle Rezension von: Bianka_FriZum Inhalt verweise ich auf den Klappentext oder ggf Leseprobe
Das Cover passt perfekt zur Geschichte - düster, mystisch und irgendwie unheimlich, sowie das ganze Buch, aber im positiven Sinne <3
Die Geschichte zieht einen von Anfang an in seinen bann und lässt einen nicht mehr los. Ich hatte das ganze Buch über immer eine leichte Gänsehaut. Es ist Wahnsinn wie der Autor mit Wörtern jongliert und der Geschichte dadurch einen unsagbar gruseligen und spannenden Effekt aufbaut. das zieht sich durchs ganze Buch ohne abzuflachen und macht einfach sagenhaft viel Spaß zu lesen.
Ein bisschen aufpassen muss man allerdings, damit man am Ball bleibt, wer gerade erzählt und in welchem Zeitraum es spielt in dem Moment. Das hat mir anfangs Schwierigkeiten bereitet, aber nachdem man den Dreh raus hatte, war auch das kein Problem mehr.
Die Charaktere sind herrlich dargestellt mit ihrer typischen norddeutschen Art und auch diesem kleinbürgerlichem. Ich finde sie einfach authentisch dargestellt.
Für nervenschwache Leser vielleicht nicht das ideale :)) selbst mich gruselt es noch angenehm nach, mal sehen, wie es beim nächsten Nordseeurlaub ist :))
Ich kann das Buch einfach nur jedem empfehlen, der eine Mischung aus Krimi/Thriller/Mystik mag :) - Helen Fields
The Killer Profile
(165)Aktuelle Rezension von: Ramona_HFür mich hat es etwas gebraucht bis ich die ganzen Zusammenhänge verstanden habe. Außerdem ging mir die Auflösung dann doch etwas schnell, ich hätte gerne gewusst, was mit anderen Charakteren des Buches noch abschließend passiert ist.
Midnight arbeitet bei einem großen Konzern, Netco, der Software entwickelt und Unis hilft geeigneten Studienkandidaten für jedes Studienfach zu finden. Sie verdient dort ein üppiges Gehalt, das es ihr ermöglicht ihre schwerbehinderte Schwester zu Hause mit Hilfe eines Pflegedienstes zu pflegen. Eines Tages erhält Midnight bei der Auswertung ein Profil K. Das K steht wohl für Killer. Erst wird ihr gesagt, dass dies nicht sein kann, dass dies ein Fakeprofil ist und im Anschluss daran wird alles totgeschwiegen. Midnight wird in eine andere Abteilung versetzt. Und plötzlich werden ganz in ihrer Nähe Frauen auf bestialische Weise ermordet. Midnight spürt hier einen Zusammenhang. Doch sie braucht dringend Hilfe. Leider hat sie wohl niemand, dem sie wirklich vertrauen kann. Bis Doris uns Jessica in ihr Leben treten. Doch kann sie ihnen wirklich vertrauen?
Ein packender Thriller, der mir aber etwas zu blutig war!
- Dan Simmons
Elm Haven
(49)Aktuelle Rezension von: Smart_RebeccaSommer 1960 - Elm Haven, Illinois/USA: Die Geschichte beginnt am letzten Schultag in der "Old Central School" von Elm Haven. Die "Fahrradpatrouille" bestehend aus sechs 8-11jährige Buben (Mike, Duane, Dale und sein kleiner Bruder Lawrence , Harlen und Kevin) beschließen das Verwinden eines Schulkameraden "Tubby" (den Bruder einer Klassenkameradin) genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Sommerferien haben begonnen und die Jungs haben Zeit für Baseball-Spielen, Schwimmen, Radfahren, Abendteuer-Spielen. Duane findet das Verhalten der Lehrer besonders eigenartig und kommt bei seinen Recherchen um das Verschwinden von Tubby einer ernsthaft Spur sehr nahe und die Buben teilen sich auf um Ihrer Lehrer zu observieren. Immer öfter geschehen seltsame Ereignisse und dann überschlagen sich diese plötzlich.
Die Hauptgeschichte hat definitiv Längen in denen Geduld erforderlich ist. Bringt man die nicht auf, kann man getrost 1-3 Seiten weiterblättern und dann geht es wieder interssant weiter. Grusel und Horror sind definitiv enthalten. Armer Duane, ich war geschockt und noch viele Seiten später traurig! Warum er, warum so? Dieser erste Roman war unterhaltsam und ich verstehe warum Stephen King ihn empfohlen hat, er passt sehr zu seinem eigenen Stil bzw. ist vergleichbar mit seinen ersten großen Erfolgen in den 1980iger Jahren.
"Elm Haven" beinhaltet zwei Romane "Sommer der Nacht" - die Hauptgeschichte, die im Jahr 1960 passiert und von den Jungs handelt UND "Im Auge des Winters" - die 41 Jahre später geschieht und den inzwischen erwachsenen Dale (also nur einen der sechs Kinder-Jugend-Freunde) nach Elm Haven zurückkehren lässt. Den zweiten Roman kann man getrost weglassen oder ihn lesen und dann wieder vergessen, ich frage mich bis jetzt was die zweite Gesichte soll: Sie ist deprimierend, einsam, traurig und hat kaum etwas mit den Geschehnissen von 1960 zu tun.
Warum vergebe ich nur 3 von 5 Sterne? Ganz sicher weiß ich es auch nicht, ich weiß aber bestimmt, dass 4 oder 5 Sterne zuviel des Guten wären. Ich habe viel darüber nachgedacht: ich wurde definitiv unterhalten, ich habe mich gegruselt und ich habe gelitten als Romanfiguren gestorben sind, aber mir hat etwas gefehlt. Viellicht verlange ich zuviel, ich weiß es nicht - aber für 4-5 Sterne reicht es mir persönlich einfach nicht.
- Jack Ketchum
Beutezeit
(301)Aktuelle Rezension von: Japanophilie„Beutezeit“ erzählt von mehreren jungen Erwachsenen, die Anfang der 1980er-Jahre eine Auszeit in einem abgelegenen Küstengebiet in Maine verbringen wollen. Was zunächst wie ein ruhiger Urlaub in einem isolierten Ferienhaus wirkt, entwickelt sich schrittweise zu einem Kampf ums Überleben, als deutlich wird, dass in der Umgebung eine abgeschottete, verwilderte Gruppe lebt, die Außenstehende nicht als Menschen, sondern als Beute betrachtet. Die Handlung spielt über wenige Tage hinweg und konzentriert sich auf die zunehmende Eskalation zwischen den Urlaubern, örtlichen Bewohnern und den Angreifern.
Das Cover ist schlicht in Schwarz gehalten. Der Titel „Beutezeit“ prangt in roter Schrift auf dem Band und erinnert durch die Farbgebung an Blut, das im Laufe der Geschichte reichlich fließen wird. Im unteren Bereich sieht man einen männlichen Oberarm, dessen Hand ein blutiges Messer hält. Insgesamt wirkt das Cover nüchtern und direkt. Wer den Klappentext oder eine Inhaltsangabe kennt, ahnt bereits, worauf sich die Geschichte konzentriert: kompromissloser Horror und explizite Gewalt. Für mich passt die reduzierte Gestaltung daher gut zum Inhalt.
Das Vorwort im Buch, das ich nach einigen Seiten wegen möglicher Spoiler abgebrochen habe, steigerte zunächst meine Neugier auf den Roman. „Beutezeit“ war mein erstes Buch von Jack Ketchum, und mir war vorher nicht bewusst, dass der Autor bereits seit Jahrzehnten Horrorromane schreibt. Entsprechend groß war meine Vorfreude.
Leider blieb nach der Lektüre vor allem Enttäuschung zurück. Obwohl ich die überarbeitete Version gelesen habe und es sich um den Debütroman von Jack Ketchum handelt, konnte mich die Geschichte kaum packen. Keine der beschriebenen Szenen empfand ich als wirklich gruselig oder verstörend. Als großer Horrorfan, der bereits viele Bücher gelesen und Filme gesehen hat, wirkte das Grundmotiv – eine Gruppe von Menschen in einer abgelegenen Hütte – auf mich inzwischen zu vertraut. Auch die Verbindung mit dem Thema Kannibalismus verlieh der Handlung für mich keine zusätzliche Tiefe, sondern ließ sie eher flach erscheinen.
Hinzu kommt, dass der Roman für meinen Geschmack zu kurz ist, um eine Bindung zu den Figuren aufzubauen oder sie wirklich kennenzulernen. Dadurch blieb mir weitgehend egal, was mit den Charakteren geschieht. Stellenweise erinnerte mich die Erzählung eher an einen durchschnittlichen Splatterfilm als an einen spannenden Horrorroman. Zudem wirkten einige Handlungen auf mich nicht ganz nachvollziehbar, etwa bestimmte Entscheidungen der Antagonisten, die für mich nicht immer konsequent erschienen.
Für empfindsame Leserinnen und Leser ist der Roman aufgrund seiner expliziten Gewaltdarstellungen sicher nicht geeignet. Menschen werden gefoltert und zerstückelt, und insgesamt ist die Geschichte sehr brutal erzählt. Zwar liest sich der Roman flüssig und ist aufgrund seiner geringen Länge schnell beendet, doch wer bereits viele Horrorbücher oder Filme aus dem Genre kennt, dürfte den Verlauf der Handlung und manche Entwicklungen früh erahnen. Für mich blieb die Geschichte dadurch vorhersehbar und weitgehend ohne Nervenkitzel.
Insgesamt war „Beutezeit“ für mich eine Enttäuschung. Trotz des flüssigen Schreibstils und der kurzen Lesezeit fehlten mir Spannung, Atmosphäre und interessante Figuren. Als kurzer Horrorhappen für zwischendurch funktioniert das Buch zwar, nachhaltig beeindruckt hat es mich jedoch nicht. Für mich reicht es deshalb nur für 2 von 5 Sternen.
- Stephen King
Der Nebel
(74)Aktuelle Rezension von: Julia_x3Ein Buch welches irgendwann mal bei mir einzog, weil ich die Serie dazu auf Netflix verfolgt habe. Diese hat mich eher mit ein Haufen fragen zurück gelassen.
Es ist nicht so, als hätte Stephen King in seinem Buch nicht die ein oder andere Frage zurück gelassen aber wenigstens hat man auch hinter das Geschehen blicken können. Die Geschichte ist dabei solide aufgebaut. Wir erleben wie verschiedene Typen Menschen in einem Raum anders auf die Situation reagieren. Dabei ist die Situation mehr als fragwürdig...wo kam der Nebel her und was sind das für Monster, die ihn bevölkern und gibt es überhaupt eine Rettung?
Es gibt auf diese Fragen zum Beispiel keine Antwort aber wir lernen die Dynamik und die Monster des Nebels kennen. Ich fand es wirklich sehr interessant dem zu folgen und das Ende macht Hoffnung.
Die Story ist eine Fiction mit Weltuntergangsvibe mit der Möglichkeit seine eigene Interpretation zuzulassen.
- Guido Grandt
SNOW BONE
(6)Aktuelle Rezension von: lucatrkisIch hatte mich lange auf „Snow Bone“ gefreut, da andere Rezensenten das Buch mit den Werken Richard Laymons verglichen hatten, wurde jedoch rasch enttäuscht. Zwar war das Setting des Snow Hill Hotels grundlegend vielversprechend, doch spielte sich die Handlung des Romans die ganze Zeit über in den gleichen wenigen Zimmern ab. Zudem waren die allermeisten Protagonisten dermaßen unsympathisch (und damit meine ich nicht nur die Jäger, sondern auch Ned, den überheblichen Anführer der Wanderer), dass ich geradezu darauf hoffte, sie würden endlich zurück in den Schneesturm geschickt oder niedergemetzelt.
Der Autor wob immer wieder übergangslos grausame „Visionen“ in die Geschichte ein, wodurch ich irgendwann verwirrt war, was eigentlich real war und was nicht. Man sollte definitiv nicht zu zartbesaitet sein, denn neben einigen unnötig pornographischen Szenen wurden auch unzählige Abscheulichkeiten in aller Ausführlichkeit beschrieben: (SPOILER) eine Kreuzigung, das Aufessen anderer Menschen, fürchterliche Verstümmelungen sowie vieles mehr. (SPOILER ENDE)
Mich hatte das Buch dort längst verloren, auch wenn ich mich bis zum Schluss durchkämpfte, der selbstverständlich die dunkle Vergangenheit des Snow Hill Hotels enthüllte.
Fazit: Leider nichts für mich. Abgesehen von der Häufung an Fehlern artete die Geschichte bald in eine Aneinanderreihung von Sex- und Ekelszenen aus, die es versäumten, einen Spannungsbogen zu tragen. Sämtliche Charaktere waren entweder zu blass oder unsympathisch – möglicherweise, weil sie ohnehin niedergemetzelt werden sollten …
Noch eine Anmerkung: Auf Seite 27 steht „Caleb Ehefrau“ statt „Calebs Ehefrau“, außerdem sind bei „die im Nachnamen jedoch ein u statt ein a trug“ die einzelnen Buchstaben kleingeschrieben und der Kasus des zweiten unbestimmten Artikels ist fälschlicherweise Nominativ. Auf Seite 30 fehlt ein Komma vor „aber“, ebenso auf Seite 32 bei „bedächtig aber bestimmt“. Auf Seite 43 steht „turnte“ statt „turnten“, auf Seite 65 „die daraufhin hinwiesen“ statt „die darauf hinwiesen“, auf Seite 70 „Idioten wir dir“ statt „Idioten wie dir“, auf Seite 87 „beruhigte“ statt „beruhigten“, und auf Seite 88 fehlt wieder ein Komma bei „unbestimmtes aber beklemmendes“. Auf Seite 90 ist die Kursivschreibung ohne ersichtlichen Grund in der Mitte des Absatzes kurz unterbrochen, auf Seite 102 steht „ihr Meter langer Darm“ statt „ihr meterlanger Darm“, auf Seite 110 fehlt bei „schleichend aber stetig“ erneut ein Komma und auf Seite 129 steht „basierte auf negative Erfahrungen in seiner Kindheit“ statt „basierte auf negativen Erfahrungen in seiner Kindheit“. Auf Seite 145 steht „den Pakt“ statt „der Pakt“, auf Seite 152 „hinter denen“ statt „hinter dem“, auf Seite 200 zweimal „physisch“ bei „nicht nur die physischen, sondern auch die physischen Wunden“ und auf Seite 211 müsste bei „und wollte in einem Anflug von ungewohnter Fürsorglichkeit, Laura an die Hand nehmen“ entweder ein Komma zu Beginn des Einschubs ergänzt oder das am Ende gestrichen werden. Auf Seite 213 ist das Komma bei „Ned fühlte sein Inneres, wie Wachs zerfließen“ inkorrekt, da es sich um einen Vergleich handelt, auf Seite 241 müsste statt „Trotz der Kühlung fängt der Verwesungsgeruch bereits ein“ entweder „fängt […] an“ oder „setzt […] ein“ stehen und auf Seite 244 müsste bei „weich aber kalt“ abermals ein Komma ergänzt werden. Auf Seite 255 fehlt das Komma nach der einleitenden Formel bei „Wie lange wusste er später nicht mehr zu sagen“, auf Seite 281 müsste man „geradeso“ bei „Es schien geradeso, als […]“ mit „geradezu“ ersetzen und auf Seite 284 „soweit“ bei „robbte soweit unter das Bett“ mit „so weit“. Auf Seite 286 müsste man bei „Atemlos hielt Caleb inne und starrte, wie hypnotisiert auf die Reste aus […]“ entweder am Ende des Einschubs ein Komma ergänzen oder das zu Beginn entfernen, auf Seite 293 „geradeso“ bei „Geradeso, als wäre […]“ wieder mit „geradezu“ ersetzen und auf Seite 310 fehlt „zu“ bei „Doch der Hausmeister hatte sich geweigert, darüber reden“. Auf Seite 322 steht „neben dem“ statt „neben der“ (bezieht sich auf eine Tür), auf Seite 388 fehlt das Komma am Ende eines Relativsatzes, auf Seite 345 steht „eine einschneidiges Zeremonienschwert“ statt „ein einschneidiges Zeremonienschwert“, auf Seite 400 „Fußball Spiel“ statt „Fußballspiel“ und auf Seite 401 „diesem lag eine bestimmte Macht inne“ statt „diesem wohnte eine bestimmte Macht inne“. Schließlich müsste auf Seite 407 bei „Als er sich gerade von der kreisrunden Öffnung weit über ihm, abwenden wollte, verharrte er kurz“ nochmals entweder ein Komma am Einschubanfang ergänzt oder am -ende gestrichen werden und auf Seite 415 erstreckt sich die Kursivschreibung bei „Das sind alles nur Sinnestäuschungen“ nicht über den ganzen Satz.
- Caitlín R. Kiernan
Fossil
(21)Aktuelle Rezension von: LeseluderEs ist kein leicht zu verstehendes Buch. Vielleicht ist es genau das, was die Autorin bezwecken wollte: ein Rätsel, versteckt in einem Rätsel, verpackt mit einem ... Rätsel. Ich fand es ideal, um darin einzutauchen, sich mit dem Text treiben zu lassen, in Gedanken darin zu schweben, ohne den Anspruch, einen Sinn dahinter erkennen zu wollen, auch wenn genau dieser sich erst ganz am Schluss erahnen lässt. Die Protagonisten widersetzen sich den gängigen Genre-Klischees. Sie sind alles andere als hübsch anzusehen und auch nicht wirklich durchweg sympathisch. Die Sprache ist komplex. Der Handlungsstrang bildet Kurven und Schwünge und manchmal verknotet er sich auch.
Leser, die eine leicht zu durchschauende Handlung, gut aussehende, absolut sympathische Protagonisten und/oder strenge Logik von einem Buch erwarten, sollten besser etwas anderes lesen.
Leser, die sich von der Atmosphäre eines Textes einfangen lassen wollen, um sich darin zu verlieren, könnten das Buch vielleicht mögen.
- unbekannt
Stephen King: Friedhof der Kuscheltiere [1990]
(79)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDie Familie Creed bezieht ein nettes kleines Häuschen und möchte sich einleben. Alles scheint sehr idyllisch und schön und es ist perfekt für die zwei Kinder. Das Mädchen ist neugierig und erkundet die Gegend und sieht den Tierfriedhof hinter dem Wald. Von Zeit zu Zeit donnern schwere Laster an ihrem Haus vorbei, sonst ist es ruhig. Doch dann wird es seltsam. Während die Mutter mit den Kindern übers Wochenende weg ist, wird die Familienkatze überfahren und der Vater begräbt sie auf dem Tierfriedhof. Dann taucht sie wieder auf und die Kinder sind happy, aber sie ist jetzt irgendwie böse und verwandelt. Doch dies soll nicht der einzige Besuch vom anderen Ende der Straße sein und das Grauen nimmt jetzt seinen Gang und verfällt seinem Lauf. Stephen King ist der Meister der Spannung und des Horrors. Dieses Buch fesselt immer wieder und jagt einem Schauer über den Rücken. Gänsehaut pur!!!
- Ralf Rothmann
Im Frühling sterben
(81)Aktuelle Rezension von: JorokaZwei deutsche Jugendliche werden kurz vor Kriegsende einzogen und an die Front geschickt. Der eine hat Glück, da er zum Fahrdienst eingeteilt wird und somit nicht direkt kämpfen muss. Aus seiner Sicht, der Figur des Walter, gleiten wird durch die Ereignisse 1944/45 irgendwo im Osten.
Ja, die Schrecken des Krieges. Dem Autor gelingt es, sie einzufangen. Und jede Geschichte ist anders. Walter mogelt sich irgendwie durch und trotzdem hat und nimmt er teil an dem großen Monstrum und macht sich schuldig. Fast beiläufig wirken manche Schilderungen, mitunter überraschend emotionsbefreit, fast nüchtern. Dann aber, wenn es um die Freundschaft der beiden geht, bleibt dem Leser auch schon mal die Luft weg.
Fazit: Ein fundamental guter Schriftsteller und trotzdem fehlt mir etwas. Was genau? Vielleicht ein wenig das Herzblut?
Hannibal von Thomas Harris (2001) Taschenbuch
(52)Aktuelle Rezension von: JennyWaInhalt:
Starling muss bei einer Drogenrazzia eine Dealerin erschießen, welche ihr Baby auf den Armen hielt. Dabei verlor auch Starling einen ihrer Kollegen. Dieser war auch ihr Ausbilder an der FBI-Academy.
Durch einen Brief von Hannibal wird Starling wieder auf seinen Fall angesetzt und trifft auf Mason Verger. Dieser ist das einzige Opfer, welches Hannibal's Spielchen überlebte. Zwar für sein Leben schwer verwundet, dafür aber stinkreich.Personen:
Dr. Hannibal Lecter:
*sein Intelligenzquotient und der Grad seines Denkvermögens entziehen sich herkömmlichen Bewertungskriterien
*wird als Ungeheuer bezeichnet
*hat sich den sechsten Finger chirurgisch entfernen lassen
Clarice Starling:
*FBI-Agentin und selbstbewusste Frau;
*wird von den meisten - über ihr stehenden - männlichen Kollegen eher verachtet und ihr werden Steine in die berufliche Laufbahn gelegt;
*nach ihrer Suspendierung, rettet sie Hannibal auf eigene FaustMason Verger:
*überlebendes Opfer von Hannibal Lecter;
*wurde sichtbar entstellt und ist vom Hals abwärts gelähmt;
*durch seinen Reichtum hat er viel Einfluss auf das Bureau
*will seinen Rachdurst an Hannibal stillenMeinung:
Fängt schon sehr spannend an. Starling wird wieder als starke, jedoch auch vorlaute FBI-Agentin dargestellt. Ich finde diese Frauenrolle sehr passend für dieses Buch. Die eher positiven Emotionen von Hannibal gegenüber ihr, lassen ihn nicht mehr allzu gefühllos wirken. Hingegen wird Mason als absoluter Arsch dargestellt. Er misshandelt Kinder psychisch und keiner der es mitbekommt kümmert sich darum.
Der zweite Teil "Florenz" irritiert mich. Ich kann keinen Zusammenhang erkennen, was die Geschichte von Rinaldo Pazzi mit der eigentlichen Thematik des Buches zu tun hat. Die Schreibart in Kapitel 21, in der der Leser persönlich angesprochen wird, gefällt mir sehr gut. Es gibt diesem 2ten Teil eine neue Spannung. Denn ansonsten wurde dieser Teil sehr in die Länge gezogen.
Nach dem einschläfernden zweiten Teil, wird es im dritten Teil nur mäßig spannender.
Endlich - das vierte Kapitel hat mich wieder erweckt!! Die Planung von Mason, Hannibal zu töten, ist wahrlich gut beschrieben und spannend zugleich
Das fünfte Kapitel hab ich verschlungen. Es geht rasant von einer Szene in die andere. Das Starling Lecter retten will und schlussendlich von ihm gerettet wird zeigt eine klare Verbindung zwischen ihnen.
Sechstes Kapitel: Nie im Leben hätte ich mit solch einem Ende gerechnet. Es prägt sich sehr in die Psyche des Lesers.- Lou Ann Knox
Die Kinder der Grauen Stadt
(1)Aktuelle Rezension von: RajetDer Schreibstil ist lebendig und flüssig, man kann sich anhand innerer Bilder gut in den Roman mit seinem Setting einfinden und Myras Weg verfolgen. Der Spannungsbogen beginnt langsam, aber kontinuierlich zu steigen man will wissen, wie es weitergeht.
Das Cover ist im Hintergrund schwarz gehalten, darauf ist eine Art Würfel (Box) zu sehen aus der ein silbriges Licht strömt. Der Stil der Schrift passt sich dem übrigen Cover an und wirkt harmonisch.
Fazit:
In der grauen Stadt werden den Kindern direkt nach der Geburt das genommen was einem zu einem Menschen macht: seine Gefühle. Die Stille Ordnung bezeichnet es als Verstummung und verspricht dafür Ruhe, Frieden, Sicherheit. Myra hat ihr ganzes Leben so gelebt, den Kopf gesenkt, nichts gespürt – so denken alle von ihr.
Doch mit vierzehn berührt sie im Bunker eine defekte Box, und ein fremdes, silbriges Licht strömt in sie hinein: ein Fokus, der nicht ihr gehört. Fünfzehn Jahre lebt sie ein doppeltes Leben, nach außen eine Graue wie jede andere, im Inneren eine, die fühlt, was niemand fühlen darf.
Als die Kraft hervorbricht, rettet sie ausgerechnet einer, dem sie nicht trauen dürfte, ein Mann des Systems, das die Stadt beherrscht. Jenseits der Mauer, bei den Sentari, erfährt sie zum ersten Mal, was Vertrauen bedeutet und was es heißt, nicht mehr allein zu sein. Doch die Stille Ordnung ruht nie. Und für ihre dunkelsten Experimente ist Myra unersetzlich.
Ein Debütroman der besonderen Art, düster und dunkel, eine Welt ohne Gefühle. Man wird nach und nach in die Geschichte und das Setting eingeführt, man geht quasi mit Myra den Weg und erforschen mit ihr die Hintergründe und machen Entdeckungen.
Myra ist eine mutige Protagonistin, sie bewegt sich unter dem Schirm in diesem System, obwohl sie fühlt und damit anders ist. Als sich die Möglichkeit zur Flucht ergibt, nutzt sie diese. Aber ist sie jetzt wirklich frei oder wird sie ausgenutzt?
Kyle fand ich auch spannend als Protagonistin, vor allem auch ihren Austausch mit Myra (Frauengespräche!).
Elenna sie floh wie Myra vor neunzehn Jahren über die Mauer und zeigt das auch Myra jenseits der grauen Stadt ein neues Leben haben kann mit Gefühlen und Liebe.
Dann der geheimnisvolle Maelric auf den Myra trifft und die Uniform der Stillen Ordnung trägt. Was verbirgt er?
Der Auftakt der Trilogie bittet alles, was eine Dystopie brauch: eine düstere, dunkle und kalte Welt, Protagonisten die stark sind (auch viele Frauen) und ihren Weg gehen (erfreulich mal nicht im Teeny Alter), gegen alle Hindernisse. Spannend und mit überraschenden Wendungen. Aber auch wie wichtig Gefühle sind und uns erst zu Menschen machen, en Mut für die Freiheit zu kämpfen, Freundschaften zu knüpfen und die Liebe zu finden. Von mir 5 Sterne dafür und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
- Andrea Nagele
Grado im Nebel
(24)Aktuelle Rezension von: MAZERAKMaddalena Degrassi, Commissaria in Grado, wird mit einem Mord konfrontiert. Die Überfälle häufen sich, doch der Täter ist nicht zu greifen. Da entscheidet sich ein Kollege zum Alleingang und für Maddalena wird nicht nur dies zu einem Albtraum.
Für mich war dies der erste Krimi von Andrea Nagele und ich bin total begeistert! Von den lebensechten Protagonisten, ausgefeilt bis zu deren besonderer Ausdrucksweise, den Umständen im Commissariat, den vielen widerstreitenden Gefühlen, aber insbesondere von dem wunderbar beschriebenen Flair Grados, das so eine einzigartige Lage in der Lagune der Adria hat. Man fühlt sich angezogen vom düsteren Nebel, dem beginnenden Herbst und vor allem von dem super spannenden Plot, der bis zuletzt den Täter schaurig verhüllt und ein temporeiches Ende präsentiert.
Ungemein fesselnd, düster, etwas gruselig und undurchsichtig bis zum atemberaubenden Showdown! Unbedingt lesen und danach noch einige wunderbare Rezepte aus der Region genießen!
- Ulrike Blatter
Der Hütejunge
(29)Aktuelle Rezension von: ChristineEMich hat selten ein Buch und ein Schicksal so berührt. Der namenlose Junge, er hat einen Namen, der aber nie - bis endlich am Schluß des Buches - genannt wird, lebte in der Eifel und in meiner Nähe, deswegen finde ich es natürlich auch so ergreifend.
Eine Kindheit in der Eifel, einem kleinen Dorf und einem kleinen Hof, ist schon schwer genug und in vielem für uns unvorstellbar. Doch nun kommt der Krieg dazu und auch wenn ich noch die Erinnerungen meiner Eltern im Ohr habe, die diese Furchtbare Zeit miterleben mussten, ist es unter die Haut gehend, zu lesen und mitzuerleben, was der Junge erlebet und erleidet. Er, seine Geschwister, die Eltern, die Familie, das Dorf und auch die Tiere und die Landschaft. Alles wird zerstört und leidet und trotzdem kommen viele durch die Zeit und zerbrechen nicht an diesem Geschehen.
Meine absolute Leseempfehlung!!! - Diantha Stern
Manifest eines Opfers: Lichtbringer Vampire
(2)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:Ich erschrak, als ich Füße auf dem Boden entdeckte. Versteckte sich da jemand neben dem Bett auf dem Boden? … Du wachst mitten in der Nacht auf, hörst seltsame Geräusche aus dem Elternschlafzimmer und bist dir sicher, dass das Monster im anderen Raum nicht nur deiner Fantasie entsprungen ist... Ein kleines Mädchen gerät in eine verstörende Situation, die ihr ganzes Leben umkrempelt. Du hast immer die Wahl: entweder versteckst du dich, oder du siehst dem, was sich vor dir abspielt, ins Auge. Eine spannende und nervenaufreibende Vampir-Kurzgeschichte für Jugendliche und Erwachsene. Lies jetzt die Urban-Fantasy Kurzgeschichte zu der Lichtbringer Vampire-Reihe, die schon zahlreiche jugendliche Leser in ihren Bann gezogen hat!
In der Nacht wird sie von Schreien und schmatzenden Geräuschen wach. Sie weiß genau, dass Monster, welches sie sonst immer unter ihrem Bett gedacht hatte zur Wirklichkeit geworden ist. Sie weiß, dass ihre Eltern tot sind und sie weiß, dass sie die Nächste sein könnte. Sie hat Angst. Sie zittert. Sie zählt ihre letzten Sekunden. Sie blickt dem Grauen ins Gesicht.
Mit "Manifest eines Opfers" liefert Diantha Stern eine Kurzgeschichte über knapp 14 Seiten, die man in den ebook-Stores kostenlos erwerben kann. Als Zusatz zu ihrer Lichtbringer-Serie ist diese Geschichte ein schönes Sahnebonbon, welches die Grausamkeit der Vampire näher beleuchtet. Die Protagonistin der Kurzgeschichte bleibt namenlos und doch kann man sich in ihre Gefühlswelt hinein versetzen. Die Emotionen des Mädchens sind greifbar, ihre Angst kann man gut nachempfinden. Trotz ihrer Kindlichkeit ist sie erschreckend reell mit sich selbst. Sie weiß, was sie erwarten kann und was passiert. Sie hat Angst, sie hat die Schreie gehört und doch ist sie mutig. Man möchte sie in den Arm nehmen und trösten. Man will sie schütteln, damit sie nicht das tut, was sie tun wird. Man hofft, dass sie nicht gefunden wird. Die Beschreibungen sind bildgewaltig und lassen sich sehr gut nachvollziehen. Wirklich ein schöner Zusatz und sehr lesenwert, wenn auch in meinen Augen noch weiter ausbaubar. Top.
Idee: 5/5Spannung: 5/5Details:4/5Emotionen: 4/5Charakter: 4/5
Gesamt: 4/5 - Marie Jansen
Wo die ungesagten Worte bleiben
(26)Aktuelle Rezension von: TimeeBrauchle"Irgendwo waren die ungesagten Worte geblieben, und sie würden sie finden."
Die Autorin konnte die Landschaft, Gebäude, Menschen und Gefühle so gut beschreiben. Man hatte beim Lesen wirklich das Gefühl dabei zu sein.
Die Geschichte wird in zwei Zeiten erzählt, einmal in der Häutigen Zeit und auf der anderen Seite in den 40-er Jahren. Doch trotzdem hatte ich keine Schwierigkeiten das Buch zu lesen und zu verstehen. Die Charaktere waren mir von Anfang an Sympathisch und ich habe während de Lesen fleißig mit ihnen mit gefiebert. Spannung gab es beim Lesen genug und ständig war man damit beschäftigt die Puzzleteile zusammenzufügen und das Rätsel zu lösen (leider ist es mir nicht gelungen es allein zu lösen).
















![Stephen King: Friedhof der Kuscheltiere [1990] Cover des Buches Stephen King: Friedhof der Kuscheltiere [1990] (ISBN: B003M5VHLG)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/B003M5VHLG_1586939383821_xxl.jpg)






