Bücher mit dem Tag "grönland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grönland" gekennzeichnet haben.

123 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.340)
    Aktuelle Rezension von: AnneE

    ... es intelligentere Lebensformen als den Menschen nicht nur im Weltall, sondern als Paralleluniversum auch auf Erden gibt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Frank Schätzings "Der Schwarm" mit vielen unerwarteten Wendungen. 

    Sehr gekonnt werden unterschiedliche Geschichten miteinander verwoben, auch wenn die fiktionalen Entwicklungen vielleicht nicht für jede:n Leser:in gleich zugänglich sind. Wenn man sich aber darauf einlässt, findet man immer wieder Ankerpunkte, die ein Weiterdenken herausfordern, da quasi "nebenbei" auch viel Lehrreiches über Geografie, Biologie, Mechanik, Religionen etc. vermittelt wird. 

    Besonders eindrucksvoll empfand ich zudem die Darstellung der verschiedenen Charaktere, da die meisten - trotz oder gerade wegen - ihrer Eigenarten äußerst sympathisch und authentisch wirkten, sodass ein Eintauchen in die Erzählung durchgängig möglich war. 

    Fazit

    Für alle, denen "Der Schwarm" damals zu sehr gehypt wurde: die Lektüre lohnt sich (immer noch) und das Thema ist heute fast noch zeitgemäßer als damals. 

  2. Cover des Buches Pinguinwetter (ISBN: 9783404166527)
    Britta Sabbag

    Pinguinwetter

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Lesia

    Pinguine sind großartig. Pinguine auf dem Cover und im Titel sind auch toll. Aber da hört meine Begeisterung für dieses Buch schon fast auf.

    Wir beginnen mit einer typischen Wendesituation: Charlotte verliert ihren Job, als sie eigentlich glaubt, befördert zu werden. Von da an geht es erstmal nur bergab. Es gibt ein paar Männergeschichten, zwei Kinder, zwei Freundinnen, eine Verwechslung und eine etwas exzentrische Familie.

    Die Protagonistin versinkt im Wesentlichen im Selbstmitleid und es passiert nicht viel. Die Handlungsweisen der Charaktere waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar und die Charaktere hatten wenig Tiefe. Die Szenen mit den Kindern konnten waren stellenweise ganz witzig, und die Pinguinanekdoten haben mir gefallen. Der Schluss, der einen schönen Bogen zum Titel zieht, hat mir gefallen. Aber das war es leider auch schon. Besonders lustig fand ich das Buch tatsächlich gar nicht, offenbar habe ich einen anderen Humor. Ich kann das Buch eher nicht weiterempfehlen. Schade.

  3. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Die einen finden es langatmig und zäh, die anderen sprechen von einem Meisterwerk ... ich bin da wohl irgendwo dazwischen.

    Wir erleben hier die Expedition zur Nord-West-Passage, die im Jahr 1845 mit den beiden Schiffen "Terror" und "Erebus" gestartet ist. Der Autor scheint gut recherchiert zu haben lt den anderen Lesern, ich selber weiß darüber zu wenig, um dahingehend zu urteilen. Ich hab erst nach dem Lesen des Buches ein bisschen gestöbert und dabei einige Namen und Details entdeckt, die ich auch in der Geschichte wahrgenommen habe.

    Mit Namen und Perspektiven werden auch die jeweiligen Kapitel eingeleitet, die hauptsächlich aus der Sicht von Kapitän Francis Crozier und Kapitän John Franklin beginnen. Später gesellen sich noch andere Seeleute dazu, wie zum Beispiel der Arzt Dr. Goodsir oder der Leutnant John Irving.

    Das Buch und ich hatten es zuerst nicht leicht. Dan Simmons beschreibt alles so detailreich und minutiös, grade zu Beginn mit vielen Namen und Belanglosigkeiten, das ich manchmal geneigt war, das Buch wegzulegen. Allerdings hat es mich dennoch gereizt, da anfangs einige Kapitel schon im Jahr 1847 spielen und man merkt, dass da einige schlimme Dinge vorgefallen sein müssen in den letzten zwei Jahren.
    Während man also einerseits schon sozusagen mit den Menschen auf den eingefrorenen Schiffen im eisigen Winter festsitzt, erfährt man durch die unterschiedlichen Rückblicke, wie es dazu kam.
    Man wird zwar dadurch manchmal herausgerissen aus der Atmosphäre dieses eisigen Nordens, lernt aber die Figuren besser kennen, die hier eine tragende Rolle spielen. Überhaupt sind die Charaktere genial ausgearbeitet und durch den Detailreichtum an Beschreibungen aller Umstände fühlte es sich beim Lesen immer so an, als wäre man direkt dabei.

    Ich bin ja meist ein eher verfrorener Mensch und ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie man 2-3 Jahre dort im Eis festhängt, bei teilweise -50 Grad, das Essen geht zur Neige, die ersten Krankheiten tauchen auf und keine Hoffnung in Sicht, das Schiff aus diesem meterdicken Packeis befreien zu können.
    Neben den üblichen Problemen kommen allerdings noch andere hinzu - vor allem natürlich der "mystische" Aspekt, also der fiktive Teil, der die Männer das Fürchten lehrt.
    Ebenso die Verbindung mit den Inuit, die plötzlich auftauchen und niemand so recht weiß, inwieweit diese mit den ermordeten Mannschaftskameraden zusammenhängen.

    Die harte Zeit des Wartens und kaum Aussicht auf Hoffnung, das zehrt an den Männern, die wirklich lange versuchen, durchzuhalten. Welche Entscheidungen schließlich getroffen werden müssen, sind allesamt nicht leicht und Kapitän Crozier hat mich hier durch seine Entwicklung überrascht. Mit seinem starken Überlebenswillen und dem schweren Los, die Verantwortung zu tragen, muss er das Unmögliche schaffen und setzt alles daran, die restliche Crew nachhause zu bringen.

    Zeitweise zieht es sich wirklich sehr hin, dann gibt es wieder Kapitel, die spannend sind und neugierig machen. Die Mischung hat für mich leider nicht ganz hingehauen, denn trotz der wirklich eindrücklichen Stimmung und anschaulichen Atmosphäre, gab es zu viele Strecken die mir zu sehr dahingeplätschert sind. Hätte man gekürzt, wäre es für mich ein grandioses Buch gewesen!

  4. Cover des Buches Nordwasser (ISBN: 9783866482678)
    Ian McGuire

    Nordwasser

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Jens_Rohrer

    Der Seemann Drax ist ein Scheusal. Ohne Gewissen säuft, prügelt, vergewaltigt und mordet er durch eine Küstenstadt. Dort heuert er auf einem Walfänger an, der Richtung Grönland in arktische Gewässer fährt. Mit an Bord ist der Arzt Patrick Sumner, der eines Tages einen Schiffsjungen behandelt, der offensichtlich vergewaltigt wurde. Bald darauf wird der Junge tot aufgefunden. Sumner hat bald Drax in Verdacht, es entspinnt sich ein atemberaubendes Duell zwischen den Männern. Hinzu kommt noch, dass die Expedition auf eine Katastrophe zusteuert.
    Ein unglaublich spannender Roman über die Abgründe des menschlichen Seins, eingebettet in die lebensfeindliche Kulisse der Arktis. Wow! Was für ein Buch!

  5. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783499237010)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (662)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Kennt ihr den Film zum Buch? Ich habe den Film schon mehrfach gesehen und wusste, dass er auf einem Buch basiert. Deshalb habe ich auch direkt danach gegriffen als ich es im Büchertauschschrank gesehen habe. Allerdings muss ich sagen, dass es für mich zu den wenigen Büchern gehört, wo ich tatsächlich den Film besser fand. Schon im Film ist die Hauptfigur Smilla schwierig, eigenbrötlerisch, kalt und unnahbar. Im Buch ist sie das noch viel stärker. Dadurch kann ich zumindest als Leser wenig mit ihr mitfühlen oder ihre Handlungen nachvollziehen. Sie ist mir einfach zu düster und deprimierend, als das sie wirklich eine sympathische Protagonistin wäre. Außerdem gibt es ständig Rückblicke z. B. in ihre Kindheit in Grönland oder später im Internat, die überall eingestreut werden und damit den Lesefluss stören. Dann kommen außerdem gerade im letzten Teil des Buches Beschreibungen von Schiffen dazu, die für einen Binnenländer auch nicht ganz einfach nachvollziehbar sind. Insgesamt konnte mich das Buch also nicht begeistern. Für mich nur 2 von 5 ⭐.

  6. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss (ISBN: 9783899416497)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss

     (195)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Gena Showalter – Die Herren der Unterwelt, 2, Schwarzer Kuss


    Anya ist die Göttin der Anarchie und wird von Kronos gejagt, der unbedingt etwas haben will, was in ihrem Besitz ist, aber auch weil sie jemanden getötet hat. Da Kronos nun die allumfassende Macht hat, beauftragt er Lucien, der den Dämon des Todes in sich trägt, sie zu ermorden. Wenn Lucien es nicht macht, werden er und die restlichen Herren der Unterwelt große Qualen erleiden.

    Doch diesmal fällt es Lucien nicht leicht, den Auftrag auszuführen, da Anya sich immer wieder in seiner Nähe aufhält, ihn herausfordert und ihn scheinbar begehrt. Aber vor allem ist er mit der Suche nach den Artefakten beschäftigt, die ihn und seine Freunde zu der Büchse der Pandora führen soll.

    Je öfter Anya ihn von der Arbeit abhält, mit ihm kämpft, sich ihm entgegen stellt desto anziehender findet er sie und schon bald muss er sich entscheiden: seine Freunde oder Anya.


    Auch der zweite Teil der „Herren der Unterwelt“-Reihe steht schon seit geraumer Zeit in meinem Buchregal bei den SUB´s, und nachdem ich vor einiger Zeit den ersten Band gelesen habe, bin ich neugierig geworden wie es weiter geht.


    Auch in diesem Buch ist die Handlung , temporeich, überraschend, abwechslungsreich, spannend, komplex und erotisch, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Der flüssige Schreibstil und die recht kurzen Kapitel machten es zu einem Pageturner, der die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hielt.

    Die Grundstimmung des Buches ist nicht so düster und beklemmend wie im ersten Band, was sicherlich an Anya liegt, die immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat.

    Die bereits bekannten Charaktere werden weiter ausgearbeitet und auch die neuen Charaktere sind lebendig, facettenreich und detailliert beschrieben, sodass ich mir ein noch besseres Bild von ihnen machen konnte.

    Im Vordergrund stehen diesmal Anya und Lucien.

    Lucien, war mir schon im ersten Band sehr sympathisch, klug, stark und angsteinflössend, dennoch scheint er das Herz am rechten Fleck zu haben. Er ist für mich der Anführer der Lords und mit seinem eher distanzierten Gemüt, denn er versucht seinen Dämon und seine Wut unter Kontrolle zu halten, erscheint er mir der stärkste der Krieger. Anya lässt ihn allerdings immer wieder an seiner Grenzen gehen, und das mitzuerleben macht mir Freude, weil es die Geschichte aufgelockert hat.

    Anya, die Göttin der Anarchie, die zerstören, stehlen, lügen und betrügen muss, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ein Blick lohnt sich, um hinter die Fassade zu schauen. Hier wünsche ich mir wirklich, dass sie auch in den Folgebänden eine Rolle spielt.

    Ein weiterer Handlungsstrang geht um Paris, der mit seinem Dämon der Vielweiberei, in Gefahr schwebt und auch Aaron und Reyes bekommen ihren eigenen Handlungsstrang, sodass es ein Wiedersehen mit Danica gibt.

    Die Handlungsorte sind auch in diesem Buch bildhaft beschrieben.


    Die erotischen Szenen werden detailliert beschrieben, sodass das Buch für Kinder/Jugendliche nicht geeignet ist.


    Mich hat das Buch gut unterhalten, es war kurzweilig und vielseitig.


    Das Cover passt zu zum ersten Band und ist mit seinem düsteren, dunklen Farben ein Blickfang.


    Fazit: Gelungene Fortsetzung der „Herren der Unterwelt“-Reihe mit viel Spannung, Action und Erotik.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

  7. Cover des Buches Erfrorene Seele (ISBN: 9783964780263)
    Berit Sellmann

    Erfrorene Seele

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Prinzera

    Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mir am Anfang ein bisschen schwer getan habe, beim Lesen des Buches. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich in dem außergewöhnlichen aber wunderbaren Schreibstil von Berit einzufinden. Das besondere an ihrer Art ist, dass sie sehr viel Bildsprache benutzt. Beinahe in jedem Satz, werden Ding mit Metaphern beschrieben, welche man vielleicht auf den ersten Blick, nicht mit der Aktion in Verbindung gebracht hätte. Dies mag zwar zuerst beim Lesen etwas verwirrend sein, als ich mich dann aber komplett darauf eingelassen habe, war es sogar ziemlich angenehm und ich konnte mir vor allem dadurch alles Beschriebene sehr gut vorstellen. Die Geschichte vom Thriller "Erfrorene Seele" war spannend und gut durchdacht. Zu Beginn hat man eine kleine Ahnung in welche Richtung es gehen wird und was die "Lösung" des Geheimnisses sein wird, dies wird aber relativ bald schon wieder hinfällig. Spätestens dann als die Protagonistin ihre erste Zeit in Grönland verbringt, wird es verworren und alles was ich vorher dachte, wurde über den Haufen geworfen. Diese Verwirrung hielt sich dann eine ganze Weile, bis sie sich dann zum Ende hin in der Auflösung so langsam hebt. Im Grunde genau so, wie es bei einem Thriller doch sein sollte, am Ende wird klar es ist alles ganz anders, als man es vorher dachte :D

    Mit der Hauptprotagonistin Wiebke, wurde ich leider im Verlauf des Buches nicht wirklich warm aber das ist möglicherweise auch ein bisschen von der Autorin gewollt? Sie war mir allgemein etwas zu unsicher und leicht beeinflussbar. Ihre Meinung ändert sie während der Geschichte relativ häufig und oft ist sie selbst so sehr verwirrt, dass dies und ihre Unsicherheit meist die Überhand hatten. Das änderte sich zwar gegen Ende ein wenig, jedoch wirklich nur geringfügig.

    Pana, eine weitere wichtige Person in der Handlung von "Erfrorene Seele", war mir leider auch gar nicht sympathisch. Ich fand ihn von Anfang an etwas undurchsichtig und das blieb er leider auch. Mir war immer wieder unklar, warum Pana Wiebke immer nur so wenig übersetzt und sie damit weiterhin in Unwissenheit zurücklässt. Und dieses wenige übersetzte er auch nur nach mehrmaliger Aufforderung.

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber trotzdem gefallen und ich freue mich sehr, dass ich ein Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten habe.

    Fazit:

    "Erfrorene Seele" besticht durch einen außergewöhnlichen Schreibstil, gespickt mit Metaphern. Das Setting, Grönland, passt zu der geheimnisvollen und spannenden Geschichte wie die Faust aufs Auge und hat mir richtig gut gefallen. Die Protagonisten mochte ich zwar nicht ganz so gerne, das hat der Lesefreude jedoch nur geringfügig geschadet.

  8. Cover des Buches Eis. Kalt. Tot. (ISBN: 9783839200247)
    Anne Nordby

    Eis. Kalt. Tot.

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Im Hafenbecken von Kopenhagen treibt eine Leiche ohne Kopf. Kommissarin Vinther und ihr neuer Kollege Jesper Bæk ahnen noch nicht, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird. Schon bald tauchen weitere Tote auf, ihre Körper wurden zu skurrile Wesen zusammengesetzt, halb Mensch, halb Tier. Das Ermittlerteam findet zusammen mit der Recognizerin Marit Rauch Iversen heraus, dass hier grönländische Sagenwesen nachgestellt werden. Wer sind die Opfer, warum mussten sie sterben und was hat die Inszenierung der Leichen zu bedeuten? Marit, Jesper und die anderen von der Kopenhagener Mordkommission kommen nach zähen und immer wieder in Sackgassen führende Ermittlungen einem dunklen Geheimnis auf die Spur…

    Meine Meinung:

    Auch wenn ich kein Freund skandinavischer Thriller bin, die Bücher von Anne Nordby rund um Kommissar Tom Skagen, mochte ich immer sehr gerne. Jetzt hat die Autorin mit „Eis.Kalt.Tot.“ den Auftakt einer neuen Thriller-Reihe eingeläutet. Eine Story mit düsterem und atmosphärischem Setting und einem spannenden Plot und interessanten Protagonisten.

    Schon nach wenigen Seiten hat die Story meine Aufmerksamkeit. Nicht nur das Ermittlerteam, auch mich erwartet ein vielschichtiger, komplexer Fall, dessen Aufklärung ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Bizarr zugerichtete Leichen, nachgestellte Sagenwesen die zu den Legenden der Inuit nach Grönland führen. Wer sind die Opfer und wo ist die Verbindung? Brutaler und eiskalter Mörder oder todbringendes Fabelwesen? Die Ermittlungen führen tatsächlich in die eisige Kälte Grönlands.

    Anne Nordby erzählt packend, integriert überraschende Wendungen, neue Entwicklungen und mehrere Sackgassen in die Story mit ein und führt mich mehr als einmal aufs Glatteis, was die Auflösung angeht. Das Ende ist schlüssig, lose Fäden verbinden sich und es kommt sogar zu einem packenden Showdown und zu einigen Überraschungen.

    Manchmal waren mir Handlungen oder Szenen allerdings einen Tick zu unrealistisch und trotz der vorherrschenden Spannung schleichen sich hin und wieder etwas langatmige Passagen ein. Und dann diese skandinavischen Namen! Mit denen werde ich immer auf Kriegsfuß stehen und sie werden immer ein bisschen meinen Lesefluss stören, aber das sind meine persönlichen Empfindungen, dafür kann die Autorin nun wirklich nichts!

    Nordby schafft überwiegend eine spannungsgeladene Atmosphäre. Die eisige Kälte, die unheimlichen Morde, die mystischen Sagen, all das baut Spannung auf und bereitet mir stellenweise Gänsehaut.

    Ich mag, dass das Ermittlerteam sich aus ganz unterschiedlichen Charaktertypen zusammensetzt und dass es auch zu Spannungen und Konflikten kommt. Wie das Team lernen muss miteinander zu interagieren, so muss auch ich mit den Protagonisten zusammenwachsen. Ich bin gespannt, wie sich die einzelnen Figuren weiterentwickeln werden.

    Mein Fazit:

    Ein gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe auf deren Fortsetzung ich schon mehr als gespannt bin. Auch wenn mir die Tom Skagen-Reihe ein bisschen besser gefällt, „Eis.Kalt.Tot.“ hat so ziemlich alles, was es für einen guten Thriller braucht. Ein komplexer Fall, undurchsichtige Morde, Atmosphäre und eine gute Portion spannende Unterhaltung. Lesens- und empfehlenswert!

  9. Cover des Buches Eisrot (ISBN: 9783596701728)
    Mads Peder Nordbo

    Eisrot

     (18)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Der Fund einer lange im Eis konservierten Leiche im kalten Grönland schlägt hohe Wellen, auch der dänische Journalist Matthew Cave will vor Ort von den Ereignissen berichten. Doch kaum dort angekommen wird der wachhabende Polizist brutal ermordet und ausgeweidet. Matthew Cave stellt von Neugier getrieben auf eigene Faust Ermittlungen zu den Zusammenhängen an und trifft dabei auf die ungewöhnliche Tuparnaaq, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde…

    In Skandinavien hat man einen ziemlichen Hang zu düsteren Thrillern – so zumindest lassen es die zahlreichen Veröffentlichungen hierzulange erscheinen. Mads Peder Nordbo hat die Landkarte dabei weiter gen Norden geöffnet und lässt seine Romanreihe um den Journalisten Matthew Cave in seiner Wahlheimat Grönland spielen. Im ersten Teil mit dem Titel „Eisrot“ legt er ein recht schnelles Tempo vor, durch einen spannenden Prolog wird das Thema der Handlung angerissen, und auch schon wenige Szenen danach befindet sich Matthew selbst in den Ermittlungen um die gefrorene Leiche und den ermordeten Wachmann. Das Tempo kann dabei fast durchgängig gehalten werden, die Ereignisdichte ist recht hoch und sorgt für einen spannenden und flüssigen Verlauf. Ich mag, wie der Autor viel Lokalkolorit eingebaut hat – und das nicht nur in den eisigen Landschaften oder dem speziellen Menschenschlag, der in Grönland lebt. Vielmehr hat er auch zahlreiche gesellschaftspolitische Positionen eingebracht und sogar Hintergrundwissen über das Land und die besondere Beziehung zu Dänemark eingebaut. Ich mag es, wenn ein Land nicht nur bloßer Schauplatz ist, sondern die Geschichte nur an diesem Ort erzählt werden konnte – und das hat Nordbo hier geschafft.

    Leider hat dabei aber die Ausgestaltung der Charaktere für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum eingenommen. Zwar wurde die geheimnisvolle Tuparnaaq mit einigen individuellen Eigenschaften belegt, die dem aufmerksamen Leser aber unweigerlich an andere, ähnlich gestrickte Figuren denken lassen – manche Parallelen sind so stark, dass es eigentlich kein Zufall sein kann. Sowohl Matthew als auch einige wichtige Nebencharaktere sind in diesem ersten Band aber erst einmal recht blass geblieben, sodass ich keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Und auch die Brutalität einiger Beschreibungen ist mir etwas sauer aufgestoßen du kratzt schon am Rande des Erträglichen, was oft eher wie Effekthascherei wirkt.

    Die düstere Stimmung und der beklemmende Hintergrund des Romans können gemeinsam mit zwei Zeitebenen, auf denen erzählt wird, eine spannende Wirkung entfalten. Der Verlauf ist sehr flüssig und mit vielen gelungenen Wendungen versehen, die Zeichnung der Charaktere hätte aber durchaus schärfer sein können. Dennoch ist ein gelungener Einstieg in die Serie gelungen, sodass ich mich auf weitere Teile um Matthew Cave und Tuparnaaq freue.

  10. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783844511116)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Wow! Diese Geschichte ist so spannend, dass ich sie fast in einem Rutsch durchgehört habe. Bei der Hörfassung stimmt einfach alles: die Sprecher, die Musik, die Geräusche.
  11. Cover des Buches HEX (ISBN: 9783404158645)
    Kai Meyer

    HEX

     (34)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Unheimliche Entdeckungen...

    Nürnberg 1561: Lichterscheinungen über der Stadt versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Ist es Gott, der vom Himmel herabsteigt und Tod und Verderben bringt?

    Berlin 1926: Als über den Gletschern Grönlands ein Luftschiff explodiert, sollen zwei deutsche Agenten das Rätsel lösen. Für Sina Zweisam und Max von Poser beginnt eine heikle Mission. Norweger und Dänen führen einen geheimen Krieg; ein Killer, der sich 'Magier' nennt, sucht Vergeltung - und eine finstere Macht plant die Apokalypse.
    (Quelle: Klappentext)

    „Je schneller er lief, desto größer wurde seine Angst, desto eindringlicher wurde das furchtbare Gefühl, dass ihm etwas folgte: Atem, der in seinen Nacken blies. Schritte, gleich hinter seinem Rücken. Doch als er die Tür erreichte und zurückschaute, war da nichts. Nur das unsichtbare Gespenst seiner Furcht“ – Seite 29

    HEX gehört zu den älteren Roman von Kai Meyer und ist erstmals im Jahre 1997 erschienen. 2018 wurde das Buch im BLITZ-Verlag als signierte und auf 333 Stück limitierte Sammlerausgabe neu veröffentlicht. Neben einem neuen Vorwort des Autors hat der Roman auch ein neues Cover erhalten, das wie schon bei den anderen limitierten Ausgaben von Mark Freier stammt. Ich finde es sehr gelungen.
    Dieses Buch beginnt mit einem rasanten Prolog aus dem Jahr 1561, wo seltsames passiert. Doch daneben schildert er auch mysteriöse Geschehnisse, die 1920 in einem abgelegenen Anwesen passiert sind. Die eigentliche Geschichte beginnt aber sechs Jahre später, wo man die beiden Hauptfiguren Sina Zweisam und Max von Poser kennenlernt, die beide für das HEX arbeiten – eine Abteilung für ungeklärte Kriminalfälle und unerklärliche Phänomene. Ein mysteriöser Fall führt sie ins tiefste Eis von Grönland, wo sie einige überraschende Entdeckungen machen.
    Die Handlung ist sehr gut verständlich und lässt dich flüssig lesen. Zugegeben, den Prolog fand ich zunächst etwas wirr, doch später kommt Licht ins Dunkel. Anfangs tauchen viele Rätsel und Fragen auf, die sich aber nach und nach klären und zum Ende hin ein vollständiges und zum größten Teil überraschendes Bild ergeben.
    Die Schauplätze sind detailreich beschrieben. Besonders die Beschreibung des Luftschiffes, mit dem Sina und Max nach Grönland fahren, ist beeindruckend - ebenso wie ein späterer Schauplatz in Nürnberg konnte ich das Buch nur nach schwer aus der Hand legen.
    Die Geschichte entwickelt sich interessant und hat viele Elemente vereint: Historisches und Abenteuerliches, ein wenig Fantasy und ein Hauch von Akte X , aber vor allem jede Menge Mystery – das hat mir sehr gut gefallen.

    „Karel riss die Lampe hoch und leuchtete zu den Regalen. Schwarze Schattenstränge schoben sich wie Schlangennester über- und untereinander, zuckten und bebten bei jeder Bewegung, die seine Lampe vollführte. Sein Atem stockte. War da eine Gestalt in den vorderen Reihen? Vielleicht täuschte er sich.“ – Seite 179

    Mein Fazit: HEX hat mich positiv überrascht – ein packender Roman voller Überraschungen. Die Handlung entwickelt sich spannend, an besonderen Schauplätzen wird abenteuerlich und sehr mysteriös. Die Rätsel vom Anfang werden nach und nach gelöst und geben zum Ende hin ein überraschendes Bild. Sehr gelungen!
  12. Cover des Buches Viking Warriors - Der Speer der Götter (ISBN: 9783473585182)
    Richard Dübell

    Viking Warriors - Der Speer der Götter

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Kanya
    Inhalt
    Der 14-jährige Viggo hat keine Ahnung, wer seine leiblichen Eltern sind. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und auch wenn er sie liebt, wünscht er sich etwas über seine Wurzeln zu erfahren. Eines Tages kommt ein fremder Mann zu ihm nach Hause. Er behauptet der Gott Loki zu sein und dass er weiß, wer seine Eltern sind. Dafür befördert er Viggo zurück in die Vergangenheit und von jetzt auf gleich muss Viggo sich mit Wikingern herumschlagen und ganz nebenbei soll er die Götterdämmerung Ragnarök verhindern und seine Eltern finden.

    Meine Meinung
    Als großer Fan der nordischen Mythologie gehörte dieses Buch für mich zum Pflichtprogramm. Das Grundkonzept erinnert etwas an "Magnus Chase" von Rick Riordan, ist aber doch ganz anders.

    Denn der Protagonist Viggo wird in die Zeit der Wikinger katapultiert, in der die Mythen und Legenden, sowie der Glaube noch lebendig sind. Das Christentum hält gerade Einzug und ganz nebenbei muss Viggo sich in einer fremden Welt durchschlagen. Dabei hat er es nicht einfach, da Loki ihn ohne Hilfe dort lässt, er direkt ein Sklave wird und nicht weiß, was er tun soll.
    Dennoch kommt er erstaunlich gut zurecht und es scheint, dass er viel besser in diese Welt passt als in die heutige Zeit. Er war mir von dem ersten Moment an sympathisch und ich konnte komplett mit ihm fiebern. Im Laufe des Buches wird er richtig einfallsreich und listig und schafft so ganz neue Möglichkeiten.
    Aber auch die anderen Figuren des Buches, die man oft aus Geschichtsbüchern kennt, wie z.B. Leif Erikssons, konnten mich überzeugen.

    Man braucht eigentlich auch keinerlei Vorwissen zu der Mythologie oder zu den Wikingern, denn ganz nebenbei erfährt man einiges darüber, sodass ich das Buch als richtig lehrreich empfunden habe. Es vermittelt Wissen, ohne dabei langweilig zu werden. Das Wissen ist geschickt in einen spannenden und unterhaltsamen Plot eingewoben und wird durch ein ansprechendes Glossar abgerundet.
    Ich habe es genossen Viggo auf seinem Abenteuer zu begleiten.

    Der Schreibstil passt perfekt zum Buch, ist dabei leicht und locker zu lesen, damit es auch zur gedachten Altersgruppe passt. Dennoch war die Sprache der Wikinger und alles andere sehr authentisch und atmosphärisch.
    Der Plot wird fast komplett aus Viggos personaler Erzählperspektive geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektiwechsel, die das Ganze abrunden.

    Das Ende macht neugierig auf die Folgebände und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Viggo, denn es gibt hier so einige Überraschungen zu entdecken.

    Fazit
    "Viking Warriors- Der Speer der Götter" gefiel mir wirklich sehr gut und ich kann es jedem empfehlen, der die nordische Mythologie mag, oder mehr darüber erfahren möchte und zwar egal wie alt man ist. Ich halte das Buch auch für Jungs mehr als geeignet, sodass es eigentlich für jeden etwas sein dürfte.
  13. Cover des Buches Anatomie einer Nacht (ISBN: 9783518464786)
    Anna Kim

    Anatomie einer Nacht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: nr-verlag
    Innerhalb der fünf Stunden zwischen 22:00 und 3:00 Uhr nehmen sich in einem fiktiven Ort im Osten Grönlands elf Menschen das Leben. Die Ereignisse und Umstände ließen sich auf wenigen Seiten erzählen, doch die Autorin macht weit mehr daraus. Ausgehend von den letzten Lebensstunden dieser elf Menschen lässt sie das soziale Gefüge innerhalb des Ortes, die jüngere Geschichte der Grönländer und ihre Lebensbedingungen vor uns entstehen. Das Buch ist untergliedert in zweistündige Abschnitte, in denen in dichter Folge von den einzelnen Personen berichtet wird. Sehr hilfreich ist dabei eine dem Roman vorangestellte Liste der Hauptpersonen. Doch auch mit dieser Hilfestellung ist das Buch beiweitem keine leichte Kost, was nicht zuletzt der Sprache der Erzählerin zuzuschreiben ist: kühl, glatt und schnörkellos, wie eine in Speckstein geschnittene Jagdszene. Jeder Satz wirkt so ausgewogen, als hätte Anna Kim mit streng rationierten Worten haushalten müssen. Das Lesen ist dadurch nicht Entspannung, sondern Arbeit, es verlangt volle Konzentration, um auf den gerade mal 300 Seiten auch die wohl doppelte Menge Subtext zu erfassen. Obwohl immer wieder menschliche Leidenschaften die Handlungen bestimmen, wirken die Handelnden selbst merkwürdig emotionslos, vor allem, wenn es um's Sterben geht, das häufig fast beiläufiges geschieht, als würde Suizid zum Alltag gehören. Im Laufe der Nacht werden dank der eingestreuten Erinnerungen der Personen immer mehr Zusammenhänge offensichtlich. Die Lebensläufe der anfänglich isoliert wirkenden Charaktere werden zu einem Netz verwoben, das, vor dem Hintergrund der herrschenden Lebensbedingungen, die Ereignisse verständlich erscheinen lässt.
  14. Cover des Buches Im Unterland (ISBN: 9783328106517)
    Robert Macfarlane

    Im Unterland

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Nepomurks

    In seinem Buch „Im Unterland“ beschäftigt sich Robert Macfarlane im wahrsten Sinne gemäß des Titels mit den unterschiedlichsten Unterwelten dieses Planeten. Er schreibt dabei recht tragend schwermütig und inszeniert eine erlebte Umgebung, die anschaulich schauerlich wird. Auf mich wirkte das Buch, das sicherlich viele interessante Ansätze bietet und inhaltlich auch nicht unbedingt langweilig wird, deshalb immer ein wenig zu „sehr gewollt“. Bedeutungsschwanger, mit viel Fingerzeig und gefühlt doch immer ein wenig von „oben herab“ gibt Robert Macfarlane hier seine Wahrnehmungen, Erlebnisse und Meinungen zum Thema wider, verpackt als Sachbuch. Und so schleicht man lesend durch eine von persönlichen Intentionen und Lektionen gefüllte Erzählung, die mir wiederum leider oftmals nicht zusagte. Ich fand das Lesen der Beiträge anstrengend, nicht wegen des Inhaltes an sich, sondern wegen des sehr individuellen Schreibstils des Autors. Leider hatte ich mir von diesem Buch etwas anderes versprochen und ich würde eher sagen, dass dieses Buch seine geneigten Leser finden muss. Meins war es eher nicht, deshalb 2 Sterne.

  15. Cover des Buches Ins Westeis (ISBN: 9783955101152)
    Tor Even Svanes

    Ins Westeis

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Gulan
    „Dir passiert hier doch nichts, weißt du. Hure. Dir passiert nichts, worum du nicht selbst gebeten hast. Was du dir nicht selbst gewünscht hast. Das weißt du. Du bittest doch seit dem Moment darum, in dem du an Bord gekommen bist.“

    Dann hört sie das feilende Geräusch des Schlüssels, der ins Schloss geschoben wird, und sie denkt an den über das Eis kratzenden Haken, kurz bevor er sich in weiches Gewebe rammt. (S.151)

    Das Robbenfangschiff M/S Kvalfjord ist unterwegs zu den Fanggebieten in Grönland. Die Mannschaft besteht nur aus Männern – und Mari, eine junge Veterinärin, die im Auftrag der norwegischen Fischereibehörde die Robbenjagd beaufsichtigen soll. Als das Schiff am Bestimmungsort eintrifft und die Jagd begeht, stellt Mari schnell Verstöße gegen Tierschutz und Sicherheitsregeln fest. Doch der Kapitän ignoriert ihre Beschwerden und die ohnehin reservierte Haltung der Männer schlägt in offene Ablehnung und Psychoterror um.

    Das Buch ist ein schmales Bändchen von noch nicht mal 200 Seiten und dazu noch sehr großzügig editiert mit teilweise nur wenigen Sätzen auf einer Seite. Es beginnt damit, dass Mari nochmals gebeten wird, die Geschichte zu erzählen und dabei wird erwähnt, dass sie immer noch unter einen traumatischen Stresssyndrom leidet und daher Probleme hat, die Ereignisse in eine genaue Chronologie zu bringen. In der Tat gibt es zu Beginn einige Sprüngen in der Erzählung, die von einem personalen Erzähler vorgetragen wird, doch schließlich beginnt der Bericht mit Maris Ankunft an Bord, der Abreise aus Tromsø und dem Erreichen des Eises und der Fanggebiete.

    Mari ist zum ersten Mal auf einem Fangschiff und dementsprechend unsicher, aber auch bemüht, Zugang zu der kleinen Mannschaft zu finden, was allerdings nicht so recht gelingt. Schon auf dem Weg nach Grönland passieren merkwürdige Dinge: Ihre Kleidung, die sie vor der Dusche hingelegt hat, liegt plötzlich wieder in ihrer Kabine. Sie riecht nachts Zigarettenrauch vor ihrer Tür. Außerdem bricht der Telefonmast und der einzige Kontakt nach außen ist nur über den offenen Kanal des Funkgeräts möglich. Als die Jagd beginnt und Mari sich beim Kapitän beschwert, lässt dieser klar erkennen, dass er aus Profitgründen an den bisherigen Abläufen weitgehend festhalten will. Als er zudem die Mannschaft darüber aufklärt, dass Mari die Verstöße melden will, schlägt ihr offene Verachtung entgegen. Und mit jedem Tag am Rande des Eises nimmt der Druck zu.

    Neben den Ereignissen an Bord enthält der Bericht auch die Schilderungen der Robbenjagd (nach einem Hinweis des Autors im Vorwort sind Auszüge aus echten Berichten der Inspektoren der Fischereibehörden hier eingeflossen). Natürlich ist das ein blutiges Geschäft, dennoch gibt es verbindliche Regeln, um das Leid der Tiere möglichst minimal zu halten. Doch die Männer an Bord der Kvalfjord halten sich nicht an die Regeln, teils aus Inkompetenz, teils aus Profitgier und teils um Macht und Gewalt auszuüben. Eine Kritik an ihrem Verhalten ist selbstredend unerwünscht, erst recht von einer Frau.

    „Ins Westeis“ ist eine kurze Erzählung von Machtausübung und Verletzbarkeit von Mensch und Natur. Dabei nutzt der Autor die isolierte Situation auf dem Schiff und die raue Natur des Eisrands zu einer intensiven Geschichte.

  16. Cover des Buches Mitternachtssonne am Fjord (ISBN: 9783548284378)
    Elfie Ligensa

    Mitternachtssonne am Fjord

     (33)
    Aktuelle Rezension von: julestodo
    Die Kulisse Lofoten kenne ich von einer eigenen Reise, sie ist wunderschön und hier genau ist dieser Roman angesiedelt.
    Eine junge Frau, auf sich allein gestellt, da sie Witwe ist, mit einem kleinen Sohn. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihr beistehen und sie entlasten. Natürlich gibt es auch Verwicklungen der unterschiedlichsten Art, die dem Buch eine gewisse Würze geben.
    So gefühlvoll geschrieben ist dieses Buch, dass man es sehr bedauert, wenn man es ausgelesen hat.
    Absolute Leseempfehlung!
    Jetzt warte ich dringend darauf, dass es noch einen 3. Band geben wird..... ;)
  17. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783899402711)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (19)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    In Kopenhagen stürzt ein kleiner Inuit Junge kurz vor Weihnachten vom Dach eines Hochhauses. Smilla Jaspersen, eine Bewohnerin des Hauses, die mit dem Jungen befreundet war, kann nicht glauben, dass er auf dem Dach gespielt hat, da das Kind unter Höhenangst litt. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt dabei auf mysteriöse Todesfälle bei geheimen Arktisexpeditionen, bei der der Vater des kleinen Jungen ums Leben kam. Das SWR/NDR Hörspiel aus dem Jahr 1995 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Peter Høeg aus dem Jahr 1992. Das Hörspiel besteht aus zwei Teilen: Die Stadt (1. Teil) und Das Eismeer (2. Teil). Heutzutage mag dieser Krimi mit seinem Meteoriten und mutierten Würmern teilweise ein wenig verschroben wirken, man sollte jedoch bedenken, dass diese Geschichte in den Hochzeiten von Akte X erschien, da passte diese Art von Geschichte zum Zeitgeist und erinnert ein wenig an die Tunguska Episoden der Akte X Serie mit seinen Würmern aus schwarzem Öl. Dieses Hörspiel ist wieder einmal ein Beispiel für ein wirklich gelungenes Radiohörspiel mit sehr guten, wenn auch unbekannteren Sprechern. Besonders Krista Posch als Smilla Jaspersen hat mir sehr gut gefallen. Die Stimmen sind allesamt unverbraucht und alle so verschieden, dass man der Handlung und den Personen sehr gut folgen kann. Die Geschichte wird logisch und gut gegliedert erzählt. Man kann Smillas Ermittlungen problemlos folgen und ihre Handlungen und Schlüsse sehr gut nachvollziehen. FAZIT: Sinnvoll investierte GEZ Gebühren, die wieder einmal ein äußert gelungenes SWR Hörspiel finanziert haben.
  18. Cover des Buches Der Thron der Welt (ISBN: 9783499257216)
    Robert Lyndon

    Der Thron der Welt

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile
    Vallon ist auf der Flucht ,er hat die Mörder seiner Familie ermordet.Unterwegs trifft er auf Hero,der sich ihm als Reisebegleitung andient.Er hat den Auftrag Sir Walter ,der von dem Emir Suleiman gefangen gehalten wird,zu befreien.Sein raffgieriger Bruder Drogo versucht mit aller Macht das zu verhindern.Als Lösegeld wollen sie vier seltene weisse Gerfalken anbieten.Sie machen sich auf eine gefährliche Reise,die durch mehrere Länder führt.Unterstützung bekommt die zusammengewürfelte Truppe durch Wayland ,der maßgeblich am Einfangen der Falken beteiligt ist. Dem Autor gelingt es auf besondere Weise die Spannung in diesem umfangreichen Roman zu erhalten,es gibt nur wenige Längen. Die Protagonisten waren mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen.Natürlich durfte in dem Roman eine Liebesgeschichte nicht fehlen. ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Als Manko muß ich erwähnen,daß es ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler gab. Buchtitel: Der Thron der Welt
  19. Cover des Buches Ewigkeitsfjord (ISBN: 9783442748952)
    Kim Leine

    Ewigkeitsfjord

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    Rousseaus: „Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten“, der Leitspruch von Morton Falck, oft wiederholt im Text. Ein Roman, der an vielen historisch belegbaren Orten handelt und echte Personen mit einbezieht.

    Wir befinden uns am Ende des 18. Jahrhunderts. Morton Falck möchte Arzt werden, sein herrischer Vater zwingt ihn zum Studium der Theologie. Heimlich schreibt er sich in Medizin ein, muss aber abbrechen, um dem Wunsch des Vaters nachzukommen, der den Unterhalt zahlt. Das Leben von Kopenhagen, wird ausgiebig geschildert, Menschen kopulieren an allen Ecken, die hygienischen Zustände lassen einen erschaudern. Man riecht die laute, dreckige Stadt, die aus jeder Pore stinkt, nicht nur dem Geruch nach. Morton ernährt sich von wässrigen Grützen, stopft lustlos Essen in sich hinein, nimmt, was er bekommen kann.

    Er vergeht sich an der Vermietertochter, ist gezwungen sie zu heiraten. Die unliebsame Verlobung löst er, da er eine seine Stelle als Missionar im hohen Norden nur ungebunden antreten darf. Morton flieht vor allem, was ihn belastet, Ketten, die angelegt werden, hofft in der Fremde die Freiheit zu finden. So wird er auch den harten Vater los. Er reist mit seiner Kuh Roselil an Bord nach Grönland, denn er weiß, wie wichtig Milch in der kargen Ernährung in Eis und Schnee ist. Die Schiffsreise wird ein Desaster. Die Mannschaft missbraucht der Reihe nach den minderjährigen Schiffsjungen und jagt ihn schließlich in den Tod. Morton ist angewidert.

    Auf Grönland angekommen, wird es nicht besser. Das Klima ist hart, es herrschen oft Hunger und Kälte. Die Menschen sind verlaust, die Läuse kriechen auf dem Tisch herum, Branntwein ist ein Hauptnahrungsmittel, Brutalität und schlechte Hygiene machen das Leben aus. Noch steht Morton über den Dingen, ein solches Subjekt wird niemals aus ihm werden.

    Die Kolonie ist ein einziger Sündenpfuhl: Vergewaltigung, Alkohol, Dreck. Doch auch Mortons Gesundheitszustand verschlechtert sich und er ähnelt tagtäglich mehr den anderen Bewohnern, greift zum Alkohol, hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Dunkelheit und Einsamkeit machen die Menschen depressiv, aggressiv. Pfarrer Oxbøl, aus dem nahe gelegenen Holsteinsborg missioniert die Ureinwohnerinnen, indem er ihnen den Katechismus auf seine Art beibringt: Sie werden reihenweise schwanger.

    Am Ende wird die Kolonie durch Waffengewalt zerstört, da sie von der dänischen Regierung als Sündenort angesehen wird, Korruption herrscht. Morten Falck kehrt gescheitert, gebrochen und verarmt nach Kopenhagen zurück. Freiheit wird er in seinem Leben nicht mehr erlangen.
    Wer sich ekeln möchte, für den ist dies das richtige Buch. Die brutale Wirklichkeit wird in allen Einzelheiten geschildert, die Arroganz der Herrschenden, die Missionierung in Gottes Namen. Die eisige Kälte der Fjords zieht durch das Buch, gruseln inklusive.

    Allerdings hat mich die literarische Kraft dieses Buchs mich nicht bezaubern können. Klischeehafte, extrem kitschige Landschaftsbeschreibungen, unglückliche Formulierungen und merkwürdige Metaphern, die stocken lassen. "Ewigkeitsfjord" wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Preis des dänischen Buchhandels. Wofür ist mir nicht ganz klar. Auf jeden Fall nicht für die Sprachgewandtheit. Insgesamt ist es ein spannendes Buch, das sich mit der Kolonialisierung Grönlands befasst, schonungslos und offen.
  20. Cover des Buches Die eisblaue Spur (ISBN: 9783596183432)
    Yrsa Sigurdardottir

    Die eisblaue Spur

     (103)
    Aktuelle Rezension von: querbeetgelesen

    Nachdem ich "Geisterfjord" gelesen habe, war ich von Yrsa Sigurđardóttir begeistert. Leider hat "Die Eisblaue Spur" das nicht nochmal geschafft.

    Die Geschichte spielt in Grönland. Das Land sowie ihre Einwohner sind toll beschrieben und man hat das Gefühl, man würde ebenfalls dort leben. Der Rest des Buches ist leider eher zäh zu lesen. Es wurde häufig versucht, ein Kapitel mit einem Clifhanger zu beenden. Die waren jedoch meist eher langweilig geschrieben und man wusste, wie es an dieser Stelle weitergehen wird. Der Fall wird durch die Polizei gelöst (ich habe mich das ganze Buch über gefragt wozu eine Anwältin die Reise mitmachen muss, das macht in meinen Augen wenig Sinn) und alle Motive werden am Ende offengelegt. 

    Ganz nett für zwischendurch aber definitiv kein Highlight. 

  21. Cover des Buches Eisgrab (ISBN: 9783596701735)
    Mads Peder Nordbo

    Eisgrab

     (13)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Der dänische Journalist Matthew Cave ist auf der Suche nach seiner verschwundenen Halbschwester erneut in Grönland unterwegs, wieder in Begleitung der geheimnisvollen Inuit Tuparnaaq. Doch statt auf Arnaaq finden sie lediglich Blutspuren, die auf eine grausame Tat hindeuten. Seine Ermittlungen bleiben nicht unentdeckt und ziehen die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich. Denn nicht nur Arnaaq, sondern auch den gemeinsamen Vater umgibt ein düsteres Geheimnis…

    Mads Peter Nordbo ist so sehr von Grönland fasziniert, dass er nicht nur selbst dorthin übergesiedelt ist, sondern auch seine Buchreihe um Matthew Cave in seiner Wahlheimat spielen lässt. Der zweite Band „Eisgrab“ kann den positiven Eindruck seines Vorgängers halten und in einigen wichtigen Details sogar noch steigern, dennoch sollte man die Bücher in der Reihenfolge ihres Erscheinens lesen und nicht einfach mit dem vermeintlich stärkeren Band anfangen – wichtige Zusammenhänge gehen dabei nämlich verloren und erschweren dann das Verständnis. Doch eben darin liegt die Stärke und die Steigerung der Stimmung: Man taucht noch tiefer in die Figuren ein, lernt insbesondere Matthew noch besser kennen und wird mit einem überraschend komplexen Hintergrund belohnt. Nun konnte ich auch eine engere Bindung zur Hauptfigur aufbauen und so mehr mitfiebern als im ersten Teil. Deswegen ist es etwas bedauerlich, dass der Autor noch auf äußerst grausame Morde und recht explizite Beschreibungen zurückgreift – was zwar sicherlich die Stimmung steigert, insgesamt aber doch etwas überzogen wird.

    Sehr gut gefällt mir die dichte Stimmung Grönlands mit seinen eisigen Weiten und der sehr detailreich und atmosphärisch geraten ist. Die Landschaften, aber auch die Bevölkerung und der Bezug zu den Inuit sind sehr gut geschildert. Auch der Ablauf der Handlung weiß zu überzeugen, immer weitere Wendungen, Informationen und Überraschungen sorgen für viel Spannung. Sicherlich war einiges vorauszuahnen, dennoch wollte ich immer wissen, wie es weitergeht und wie alles zusammenhängt. Besonders gelungen ist das Thema mit einem gesellschaftspolitisch brisanten Thema um Macht, Erniedrigung und Unterdrückungen unter einem perfiden Deckmantel – sehr packend aufbereitet und besonders schrecklich, weil ähnliches immer mal wieder tatsächlich zutage gefördert wird.

    „Eisgrab“ ist atmosphärisch genau wie sein Vorgänger sehr dicht erzählt und packend geraten, auch wenn die Brutalität einiger Taten zu dick aufgetragen wirkt. Doch die Gestaltung der Charaktere und besonders Matthews familiärer Hintergrund überzeugen mit deutlich mehr als noch im ersten Band, der enge Zusammenhang zwischen ihm und dem Fall bringt zusätzliche Brisanz mit ein. Wieder wird auf zwei Zeitebenen erzählt, sodass eine komplexe und sehr lesenswerte Geschichte entstanden ist.

  22. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  23. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  24. Cover des Buches Elche unterm Weihnachtsbaum (ISBN: 9783492259699)
    Ebba D Drolshagen

    Elche unterm Weihnachtsbaum

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Elche unterm Weihnachtsbaum" von Ebba D. Drolshagen ist 242 Seiten lang und bei Pendo erschienen. Das Buch gibt es in einer Hardcover- und Softcovervariante.

    Das Hardcover hat griffige Leseseiten und einen abnehmbaren Buchumschlag.

    Eine Weihnachtsgeschichtssammlung von skandinavischen Autoren und die dazugehörigen Rezepte aus dem Norden.

    Die Geschichten sind sehr vielfältig, so dass sicherlich jeder seinen Favoriten findet. Dabei sind nicht immer nur die typischen, lustigen oder glanzvollen Erzählungen in diesem Werk, sondern teilweise auch ernste, teils traurige, teils seltsame, teils spannende Geschichten dabei. Zudem vermittelt das Buch einiges an Wissen über nordische Bräuche und schenkt einen interessanten Einblick in die skandinavische Weihnachtszeit. Besonders gelungen find ich die traditionellen Rezepte als Bonus. Mich hat das Buch richtig in Weihnachtsstimmung versetzt.

    Fazit: Vielfältige, kunterbunte, skandinavische Weihnachtsgeschichten gepaart mit Wissen um die Bräuche des Nordens. Als Bonus gibts auch noch leckere, traditionelle Rezepte. Großartig!

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