Bücher mit dem Tag "grönland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grönland" gekennzeichnet haben.

58 Bücher

  1. Cover des Buches Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446286405)
    Peter Hoeg

    Smillas Gespür für Schnee

    (698)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Jirsa

    Es ist ein Werk, das extrem gut Stimmungen einfängt. Sei es die Umgebung im kalten, oft finsteren Dänemark oder die kindlichen Erinnerungen der sich selbst hassenden Smilla. Man erfährt zwar, warum sie so schwierig ist, hegt auch eine gewisse Sympathie für sie, fühlt mit ihr, wenn es um Jesaja geht, aber oft übertreibt es Høeg mit den Details. In meinen Augen ist es zum Beispiel unnötig, eine mathematische Formeln zur Berechnung eines wachsenden Eiszapfens zu erklären!

    Manche Szenenwechsel geschehen so schnell, dass man zweimal lesen muss, um zu verstehen, was vor sich geht, und einige Sätze sind zigfach verschachtelt sowie elendslang.

    Wenn es nur das wäre, hätte ich dem Buch vier Sterne gegeben. Die hohe Qualität seiner schriftstellerischen Leistung ist nicht zu verachten, aber es war weniger als unbefriedigend, dass das Ende mit ALLEN Optionen offen bleibt! 

    Der Zeit ihre Mode und so der Buchstil. Ich muss nicht alles mögen.

  2. Cover des Buches Was, wenn wir einfach die Welt retten? (ISBN: 9783462003932)
    Frank Schätzing

    Was, wenn wir einfach die Welt retten?

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Boris_Goroff

    Nach "Der Schwarm" habe ich mich auf ein Sachbuch von Schätzing gefreut und wurde maßlos enttäuscht.

    Als Sachbuch taugt es nichts, da keine einzige seiner Behauptungen und Fakten mit einer Quellenangabe belegt wird.

    Als satirisches oder humoristisches Werk kann es leider auch nicht betrachtet werden, dafür erfüllt es die Kriterien nicht und liefert lediglich unwitzige und abgedroschene Plattitüden.

    Der Autor sollte sich wieder Science Fiction und Fantasy widmen. Aber zum Profit machen kann man das Klima-Thema jederzeit hernehmen.

  3. Cover des Buches Eis. Kalt. Tot. (ISBN: 9783839280577)
    Anne Nordby

    Eis. Kalt. Tot.

    (129)
    Aktuelle Rezension von: ChristineToulon

    Ein Cop aus Dänemark wird aus einer eher ländlichen Umgebung in die große Stadt versetzt und gerät gleich am Anfang mit seiner neuen Partnerin aneinander. Weniger von ihm ausgehend, als von seiner Kollegin. Und während sich diese beiden Ermittler aneinander gewöhnen müssen, findet eine der schlimmsten Mordserien Dänemarks statt.
    Unfassbar grausame Morde und Einblendungen von einem unbekannten Täter.

    Inmitten dieser Geschichte Marit Rauch Iversen die als Superrecognizerin den Cops hilft und zur Hand geht. Alle Hinweise führen zu einem geheimnisvollen Ableben einer Expedition um 2018 und was im Jahr 2019 geschah, findet man beim Lesen heraus.
    Alles scheint über längere Zeit hinten und vorne nicht zusammenzupassen.
    Kein wirklich glaubwürdiger Täter, keine wirklich befriedigende Erklärungen - bis man auf ein Geheimnis auf den Gletschern Grönlands stößt.
    Hat der Allaq wirklich etwas damit zu tun? Fabelwesen der grönländischen Inuit?

    Das Grundkonzept der Geschichte ist fantastisch. Das ist absolut nicht zu leugnen. Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Bildlich, einladend, spannend genug und zum Weiterlesen animierend.
    Bestimmte Szenen waren so klar und deutlich mitzuverfolgen, dass es wirkte, als wäre man direkt hineingeworfen worden in die Szenen. An manchen Stellen ging einem selbst das Unwohlsein durch.
    Ich wünschte wirklich, ich könnte sagen, dass war einer der coolsten Thriller, die ich je gelesen habe - die Wahrheit ist, dem ist leider nicht so.
    Der Roman hatte Schwächen. Gravierende Schwächen meiner Meinung nach - die irgendwie die Entscheidung zwischen 3 und 4 Sternen wirklich schwer machte. Für mich 3 1/2 Sterne.

    Wie bereits erwähnt gerieten Jesper und Kristen, die beiden Hauptermittler? miteinander aneinander. Während Jesper unter Selbstzweifeln litt und Schwierigkeiten hatte, sich in die neue Umgebung einzufügen (was nachvollziehbar erscheint) warf die leitende Ermittlerin erst einmal mit haltlosen Anschuldigungen um sich, bezichtigte den Neuen als Leck gegenüber der Presse. Obwohl der nun wirklich keinen Anlass dazu gegeben hatte, außer eine Minute mit einem alten Bekannten gesprochen zu haben. Daraus erspann sich die sonst so professionell anmutende Ermittlerin ein Komplott von Jesper - aus Angst wohlbemerkt, er könne ihr den Rang ablaufen oder sie sabotieren wollen. Das fand ich einer leitenden Ermittlerin sehr schwach.

    Dann sollte laut Klappentext ja eigentlich Marit Rauch Iversen eine der leitenden Figuren sein. War sie nicht. An vielen Stellen wirkte Marit wie eine Randfigur und hatte erst gegen Ende überhaupt eine tragende Rolle. Dann als es richtig zur Sache ging.
    Jetzt könnte ich hier mit der negativen Kritik aufhören, wenn da nicht noch etwas wäre, was die ganze Figurengeschichte um Marit störend wäre. Wer den Roman gelesen hat, wird mir entweder zustimmen oder anderer Meinung sein, aber ich finde diesen speziellen Zusatz, mit dem einen Mord, der nicht ins Bild passte, vollkommen, absolut unnötig.
    Im ersten Moment war es ein interessanter Punkt gewesen, der sich dann als etwas herausstellte, was mich genervt hat. Weil es einerseits so erzwungen wirkte und gleichzeitig eine Ablenkung von der Ablenkung war.

    Ein weiterer Punkt mit dem ich unzufrieden war, waren die Verhörmethoden. Es tut mir leid, aber das wirkte für mich eher, wie aus einem Hollywoodstreifen abgekupfert. Das hat mich geärgert, weil der Part der bei Marit und Jesper parallel lief, unglaublich gut und spannend geschrieben war. Selbst die Verfolgungsjagd war spannender und interessanter, als die Verhöre.

    Das klingt jetzt am Ende schlechter, als es tatsächlich war. Mir hat dieser Nebenaspekt um Jespers Geschichte gefallen, die langsam aufgedröselt wurde - mir gefiel der Teil den Kristen mit Mimi verbracht hat - auch die Geschichte mit dem Leak war durchweg interessant, weil man nicht ausschließen kann, dass der Täter vielleicht auch was damit zu tun hat? Hat er aber? Oder nicht?
    Auch die Grönlandthematik hat dem Ganzen mehr Schrecken, mehr Grausamkeit verliehen - die Abgründe dahinter, waren super gezeichnet und spannend erzählt. Es hat mich motiviert mich mehr mit Grönländischer Mystik zu beschäftigen. Hochinteressant und super brutal.

    Selbst der Ermittlungsaspekt war für mich weitgehend gut verteilt und glaubwürdig, wenn auch etwas überspitzt wirkend.
    Mein Fazit ist also - wenn man ein bisschen Thrill haben will, mit überzeichneten Charakteren besser klar kommt, als ich und wenn man sich eine fesselnde Geschichte verwickeln lassen will, dann kann man durchaus diesen Roman lesen.

  4. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  5. Cover des Buches Im Unterland (ISBN: 9783328106517)
    Robert Macfarlane

    Im Unterland

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer


    >>...Und stets sind es die drei gleichen Aufgaben, die das Unterland für alle Kulturen und Epochen erfüllt: Es soll Kostbares schützen, Wertvolles hervorbringen, Schädliches entsorgen. ...<<

    „Im Unterland – Eine Entdeckungsreise in die Welt unter der Erde“ von Robert Macfarlane war für mich ein kleines Experiment. Bisher glaubte ich, Sachbücher treffen eher nicht so meinen Lesenerv, doch hier wurde ich eines Besseren belehrt, denn Robert Macfarlane verbindet hier viele Informationen & Fakten mit detailreichen eigenen Eindrücken und das ganze sehr sehr bildhaft! Das hat meinen Lesenerv sehr getroffen und so bin ich unheimlich gerne mit ihm durch das Unterland in all seinen Facetten gezogen und habe es sehr sehr genossen!
    Einige erzählte Bilder sind mir auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben und einige Male habe ich mit ihm gebangt, denn auf seiner Reise durch Höhlen, Schächte etc. begibt er sich mitunter auch mal in brenzlichere Situationen und erlebt Momente, die einem sehr eindrücklich nah bringen, dass man vor der Natur, unserer Welt und all dem was sich unter der Erde befindet schon auch mit dem nötigen Respekt gegenüber treten sollte.

    Mir hat Macfarlane's Art der Erzählung sehr gut gefallen und hat mich letztlich dazu verleitet, mich in dem Bereich mal genauer und nach weiteren Büchern umzusehen und in Zukunft auch öfter mal zu solchen Büchern zu greifen.

    >>Seit jeher vertrauen wir dem Unterland an, was wir fürchten und loswerden wollen und was wir lieben und bewahren wollen.<<

  6. Cover des Buches Eisgesang (ISBN: 9783442719020)
    Kathleen Winter

    Eisgesang

    (11)
    Aktuelle Rezension von: AnniK.Mars
    Die kanadische Journalistin Kathleen Winter geht an Bord eines russischen Eisbrechers, um die Arktis hautnah zu erleben. Sie begegnet anderen Reisenden, Einheimischen und den Erinnerungen an vergangene Versuche, die Nordwestpassage zu durchfahren.
    Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil das Thema 'Nordwestpassage' durch diverse Bücher und Filme in aller Munde war. 
    Ich habe das Buch gern gelesen. Es war interessant und informativ; ich fand vor allem gut, dass die Autorin auch von Neufundland berichtet hat.
    Der Schreibstil des Buches war locker und leicht. Die Autorin beschreibt ihre Umgebung, die anderen Reisenden und das Leben auf dem Schiff sehr detailreich, aber nicht zäh. Sie erzählt auch ihre eigene Lebensgeschichte und wie es überhaupt dazu kam, dass sie diese Reise macht. Zum Ende hin kam es mir vor, als würde der Schreibstil etwas ins Esoterische abrutschen. Das hat mir nicht mehr so gut gefallen.
    Sehr gut fand ich die Fotos in der Mitte des Buches. Die Beschreibungen waren zwar detailreich, aber einige seltsame Dinge konnte man sich so doch besser vorstellen (zum Beispiel die Momente in Grönland). Ich hätte gern noch mehr Bilder gehabt. Die Karte im Buch war mir persönlich zu grob. Man konnte nicht genug darauf erkennen, daher war sie etwas überflüssig.
    Der Fokus des Buches liegt nicht auf der Erkundung der Legende von der Durchquerung der Nordwestpassage im 19. Jahrhundert. Allerdings werden einige Stationen der 'Terror' angesprochen und verarbeitet.
    Alles in allem war es ein informativer Erfahrungsbericht mit einer eisigen, aber einnehmenden Atmosphäre.

    Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
  7. Cover des Buches Das Mädchen aus dem Eis (ISBN: 9783442494750)
    Erica Ferencik

    Das Mädchen aus dem Eis

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Fidelity

    Inhalt:

    Die Sprachforscherin Valerie bekommt von Wyatt, dem Forschungskollegen ihres toten Bruders, einen mysteriösen Anruf. Er hat in der Arktis ein Mädchen entdeckt, eingefroren im ewigen Eis - und das Kind lebt! Er benötigt dringend ihre Hilfe, denn die Kleine spricht keine gängige Sprache. Den Rucksack voller eigener Probleme macht sich Valerie auf den Weg zu dem Ort, an dem ihr Bruder den Tod fand ...

    Fazit:

    Für mich ein absolutes Lesevergnügen! Die wundervollen Beschreibungen der Natur - ich hörte regelrecht die Eisberge knacken und zitterte vor eisiger Kälte, verspürte beim Tauchgang im Meer die Enge in der Brust - sowie die Thriller und Science-Fiction Vibes waren die perfekte Mischung. Von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! 

  8. Cover des Buches Eisrot (ISBN: 9783596701728)
    Mads Peder Nordbo

    Eisrot

    (25)
    Aktuelle Rezension von: makama

    Der Journalist Matthew Cave ist nach einem persönlichen Schicksalsschlag erst seit kurzer in Grönland ---- da wir deine mumifizierte Leiche gefunden. Es wird vermutet, dass sie schon uralt ist und lange im Eis liegt. Matt soll darüber berichten. Doch am nächsten Tag ist sie verschwunden  und der Polizist, der sie bewacht äußerst brutal ermordet und ausgeweidet..... Matthew erkennt Parallelen zu einem Fall aus den 70iger Jahren bei dem mehrere Männer auf ähnlich brutale Weise getötet wurden.  Zusammen mit der jungen Tupaarnaq , die ls Teenie ihre gesamte Familie ermordet haben soll. ---- Sie graben immer tiefer in der Vergangenheit, was für die beiden sehr gefährlich wird.

    Fazit und Meinung:  Ein wirklich spannender Thriller mit äußerst brutalen Morden - wahrlich nichts für schwache Nerven. Der Spannungsbogen ist hoch und es gibt zwei Erzählstränge. Das hat mir gut gefallen. Und die beiden Hauptprotagonisten Matthes und Tupaarnaq sindsehr glaubwürdig und sehr sympathisch - beide haben ihr Päckchen zutragen... Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe gute 4 Steerne für dieses Buch.

  9. Cover des Buches Nordwasser (ISBN: 9783442488681)
    Ian McGuire

    Nordwasser

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Patrick Sumner hat alles verloren, seine Reputation, seine Berufung, sein bisheriges Leben. Also geht er auf See. Denn dort kann ihm niemand etwas, glaubt er. Er heuert an und geht auf die Volunteer, die im Nordwasser Wale und andere Tiere jagen will. Mit an Bord Henry Drax, Brownlee und Cavendish. Was Sumner nicht ahnt, ist ein Komplott, den sich die drei Männer ausgedacht haben und der nach und nach ans Licht kommt und am Ende alle Männer in Gefahr bringt.

    McGuires Roman zeichnet düstere Bilder: von rauen Städten, Menschen und einer Natur, die keine Gnade kennt. Spelunken, Tavernen, Seemänner, Schifffahrt, der Walfang. Es sterben Tiere, es sterben Menschen. Und McGuire beschreibt alles detailliert und das macht dieses Buch intensiv und auch irgendwie realistisch. Denn es ist nichts romantisch an einem Schiffbruch in den arktischen Gewässern, an der Begegnung mit wilden Tieren und Menschen, an der Seefahrt, die einige dunkle Gestalten anlockt. Sumner ist hier noch der moralische Pol der Geschichte, auch wenn er mit seinen eigenen Dämonen kämpft.

    Henry Drax hingegen ist der Teufel in Person: Vergewaltigung, Körperverletzung, Mord. Er ist die personifizierte Gewalt. Zu gern hätte ich etwas mehr aus seiner Perspektive gelesen und über seine Beweggründe erfahren, die McGuire den LeserInnen nicht mitgibt. Aber vielleicht ist gerade das auch gut, denn manchmal gibt es einfach auch keine Erklärungen, die ein solches Handeln begründen oder auch nur nachvollziehbar machen könnten.

    Kurzum: Ein intensives Leseerlebnis. Gewaltvoll, rau und ungeschönt.

  10. Cover des Buches Die Pionierin im ewigen Eis (ISBN: 9783492062701)
    Agnes Imhof

    Die Pionierin im ewigen Eis

    (25)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    1891 wagt sich Josephine Peary als Begleitung ihres Manns Robert in die unberührte Arktis, um die wilde Natur Grönlands zu erkunden. Fernab der Zivilisation knüpft sie enge Bande zur Inuk Arnakittoq und dokumentiert ihre Beobachtungen in wissenschaftlich wertvollen Tagebüchern.

    Schon der Einstieg hat vollkommen abgeholt. Agnes Imhof eröffnet ihre Romanbiografie mit einem Blick in die 1950er-Jahre, in denen Josephine Peary für ihre Forschung gewürdigt wird. Dieser Moment hat mir sofort Gänsehaut beschert. Eine gut 90-jährige Frau, die Jahrzehnte zuvor in einer völlig anderen Welt unterwegs war, steht plötzlich im Licht der Anerkennung. Von hier aus führt der Roman zurück an den Anfang.

    Die Atmosphäre hat mich absolut begeistert. Man spürt förmlich, dass diese Geschichte in einer anderen Zeit verwurzelt ist. Nicht nur geografisch, sondern auch gesellschaftlich. Josephines Sehnsucht nach Freiheit, Weite und Bewegung steht in ausgeprägtem Gegensatz zum eingeengtem Leben, zum Korsett, das sie in den USA umgibt. Diese innere Spannung hat mich durch den gesamten Roman getragen.

    Ihre erste Expedition in die Arktis liest sich wie ein echtes Abenteuer. Die Arktis ist kein romantisierter Sehnsuchtsort, sondern eine fremde, majestätische und zugleich gnadenlose Landschaft. Eindrucksvoll sind die Schilderungen der Überfahrt und des Ankommens im Eis. Alles wirkt mühsam, langsam und fragil. Als ob sich der Mensch jeden Schritt in diese Welt verdienen müsse.

    Die Kargheit, der lange Winter und das Ausharren in einer Umgebung, die nichts verzeiht, fordern die Menschen heraus. Daneben steht das Leben der Inuit, die mit so wenig auskommen und dennoch eine innere Ordnung ausstrahlen. Ihre Lebensphilosophie wirkt klar, reduziert und näher am Wesentlichen. 

    Josephines Begegnung mit den Inuit kann man wohl in drei Phasen beschreiben: Fremdheit, Annäherung und leises Umdenken. Dabei wird nichts beschönigt. Josephine bringt ihre eigene Prägung mit, ihre Maßstäbe, ihre inneren Bewertungen. Ihre Begegnungen mit den Inuit erzählen mindestens genauso viel über sie selbst wie über die fremde Kultur. Ihre Gedanken sind ehrlich, manchmal befremdet oder von Vorurteilen gefärbt, obwohl sie diese eigentlich ablehnt.

    Ein großes Highlight ist die Inuk-Frau Arnakittoq für mich. Sie wirkt auf Josephine wie eine Königin der Arktis. Sie ist ruhig, souverän und voller innerer Stärke. In ihr spiegelt sich vieles von dem, was Josephine bewundert und vielleicht auch selbst sein möchte. Ihre Freundschaft gehört zu den schönsten Elementen der Geschichte. Besonders die gemeinsamen Erlebnisse ihre scharfen Dialoge und die Nähe zur Natur haben sich mir eingeprägt. Ich habe diese Szenen beim Lesen förmlich gespürt.

    Überhaupt zeichnet der Roman ein vielschichtiges Bild von Weiblichkeit. Verschiedene Rollenbilder, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Grenzen sind sichtbar, ohne bewertet zu werden. Meiner Meinung nach verleiht diese Zurückhaltung dem Text Wirkung.

    Auch Josephines Ehe wird zunehmend differenzierter gezeichnet. Eigenschaften ihres Mannes treten hervor, die ihr zuvor verborgen geblieben sind. Ehrgeiz, Besitzdenken und ein Streben nach Anerkennung wirken nicht immer sympathisch. Ihre Beziehung verändert sich merklich und nicht alles, was einst selbstverständlich schien, trägt noch.

    Manche Ereignisse gehen einem nahe und hinterlassen ein schweres Gefühl, vor allem im Hinblick auf kulturelle Übergriffe und die Arroganz westlicher Expeditionen. Das regt zum Nachdenken an und ist ausgezeichnet in die Handlung eingearbeitet. 

    Der letzte Teil wirkt ruhiger, fast wie ein Ausklang. Nicht alles wird ausführlich erzählt, manches wird angedeutet. Umso stärker bleibt das Bild einer Frau, die unglaublich viel erlebt hat und für sich einen Weg gefunden hat. Man merkt deutlich, dass die Autorin respektabel recherchiert hat und dass sie mit Wissenslücken bewusst umgegangen ist.

    Ich bin jedenfalls restlos begeistert von dieser Romanbiografie. Mit Josephines Augen eine fremde Welt zu entdecken, hat mir große Freude gemacht. Das Buch hat mich nicht nur gedanklich in die Kälte Grönlands versetzt, sondern sogar emotional abgeholt. Vielleicht auch deshalb, weil ich beim Lesen selbst eisigen Wind im Gesicht gespürt habe und mir vorstellen konnte, wie unbarmherzig ein arktischer Winter ist. Josephine Peary, die erste westliche Frau, die in der Arktis überwinterte, hat mich tief beeindruckt. Sie war eine echte Pionierin, die viel gesehen und ertragen hat, und sich ihre Stellung in der Arktis-Forschung durch ihre Offenheit und Beharrlichkeit erarbeitet hat.

  11. Cover des Buches Wild Games - Mit einem einzigen Kuss (ISBN: 9783732589425)
    Jessica Clare

    Wild Games - Mit einem einzigen Kuss

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_Vinci

    Der erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Von diesem Teil war ich aber etwas enttäuscht. Es hat sich keine Spannung zwischen den Charakteren aufgebaut. Sie sind für den Leser einfach plötzlich übereinander hergefallen. Das ist sehr schade, weil es viele Gelegenheiten gegeben hätte in denen Spannung hätte aufgebaut werden können. Die Show ist spannend und hat viele Möglichkeiten gegeben, die leider nicht genutzt wurden. 

    Insgesamt konnte man das Buch gut lesen. Es gibt keine großartige Spannungskurve, aber die Story ist eigentlich ganz schön. 

  12. Cover des Buches Elche unterm Weihnachtsbaum (ISBN: 9783492306164)
    Ebba D. Drolshagen

    Elche unterm Weihnachtsbaum

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Elche unterm Weihnachtsbaum" von Ebba D. Drolshagen ist 242 Seiten lang und bei Pendo erschienen. Das Buch gibt es in einer Hardcover- und Softcovervariante.

    Das Hardcover hat griffige Leseseiten und einen abnehmbaren Buchumschlag.

    Eine Weihnachtsgeschichtssammlung von skandinavischen Autoren und die dazugehörigen Rezepte aus dem Norden.

    Die Geschichten sind sehr vielfältig, so dass sicherlich jeder seinen Favoriten findet. Dabei sind nicht immer nur die typischen, lustigen oder glanzvollen Erzählungen in diesem Werk, sondern teilweise auch ernste, teils traurige, teils seltsame, teils spannende Geschichten dabei. Zudem vermittelt das Buch einiges an Wissen über nordische Bräuche und schenkt einen interessanten Einblick in die skandinavische Weihnachtszeit. Besonders gelungen find ich die traditionellen Rezepte als Bonus. Mich hat das Buch richtig in Weihnachtsstimmung versetzt.

    Fazit: Vielfältige, kunterbunte, skandinavische Weihnachtsgeschichten gepaart mit Wissen um die Bräuche des Nordens. Als Bonus gibts auch noch leckere, traditionelle Rezepte. Großartig!
  13. Cover des Buches Eskimoland (ISBN: 9783406741715)
    Niko Tinbergen

    Eskimoland

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Dieses Buch hat mich wahrlich überrascht! Niko Tinbergen war niederländischer Verhaltensforscher und passionierter Skiläufer. Zusammen mit seiner Frau macht er sich 1932 auf nach Grönland, um dort 14 Monate die grönländischen Inuit zu erforschen und unter ihnen zu leben. „Eskimoland“ ist sein Erlebnis- und Erfahrungsbericht, der mit vielen Photos gespickt ist. Er erforscht nicht nur die Inuit selbst, er eignet sich auch deren Fähigkeiten und Fertigkeiten an: Das Angeln und Eisfischen, Kanufahren und die Eskimorolle beherrschen, Schuhe flicken und Robbenfleisch zubereiten. Sie versetzen damit sogar die Einwohner in Erstaunen. Nicht zu jeder Zeit konnte er Vögel, wie Schnee- und Sporammern, Eiderenten oder Küstenseeschwalben beobachten, an denen er besonders interessiert war, also schwenkte er im Winter zu den Schlittenhunden um, bei denen es genauso viel zu erkunden gab.

    Das Leben der Inuit war immer auf das nackte Überleben gemünzt. Besitz war nicht wichtig, es wurde viel geteilt und gegenseitig geholfen. Interessant ist auch, dass die heiße Phase in Europa (Aufstieg des Nationalsozialismus und Hitler) überhaupt nicht bis nach Grönland vordrang.

    Eine unfassbar interessante Gegend, in der die Lebensbedingungen noch heute schwierig sind und neue Probleme, unter anderem durch den Klimawandel, deutlich werden. Obwohl der Bericht durchaus deutlich macht, dass das Leben auf Grönland nicht leicht war, denke ich, dass es heute nicht viel besser ist. Zu gerne möchte ich mir selbst ein Bild von Grönland machen und will am liebsten sofort aufbrechen. Ein toller Reisebericht!

  14. Cover des Buches Nicht alle Eisbären halten Winterschlaf (ISBN: 9783293304413)
    Jørn Riel

    Nicht alle Eisbären halten Winterschlaf

    (8)
    Aktuelle Rezension von: 7Pennylane
    Sehr humorvolle Schilderung von skurrilen Gestalten und Ereignissen, die trotzdem irgendwie wahr sein könnten... Herzerfrischende Geschichten, die mich ebenso begeistert haben, wie "Das Haus meiner Väter".
  15. Cover des Buches Dunkelmann (ISBN: 9783651001411)
    Lars Findsen

    Dunkelmann

    (62)
    Aktuelle Rezension von: MichisBuecherDingsBums

    Mein erstes Resümee fällt eigentlich recht nüchtern aus, was habe ich erwartet, was habe ich bekommen. Viel Palaver, wenig Thriller.

    Näher betrachtet aber ein gelungener Roman über ein recht aktuelles politisches Thema. Es wird in den Tagesnachrichten mal erwähnt und weiter geht es im Text, dieser Roman/Thriller gibt jedoch Einsicht in die vielschichtigen Interessen unterschiedlicher Gruppierungen und Staaten, Grönland und/oder die Arktis , strategisch für sich zu nutzen. Das Buch beginnt spannend und für einen Thriller vielversprechend, lässt dann aber den Spannungsbogen vermissen, für bummelige 300 Seiten um dann zum Finale wiederum Spannung anzudeuten. Der größte Teil ist ein Versteckspiel der gegensätzlichen Geheimdienste mit Ihren jeweils eigenen Praktiken. ... nüchtern betrachtet ein dennoch empfehlenswerter Thriller.



  16. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492406062)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Frechdachs

    NEIN VIEL BESSER - IRAN - NORWEGEN - MOSAMBIK - KONGO - RUANDA - UGANDA - AFGHANISTAN - PYRENÄEN - ETC.

    Bei mir war es dann mal wieder soweit - vor lauter Fernweh und zuhause auf der Couch rumhocken hatte ich das Buch The Travel Episodes: Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer als mein Leseziel auserkoren und wurde alles in allem soviel lässt sich jetzt bereits sagen nicht enttäuscht.

    Das Buch gliedert sich nach einem kurzen Vorwort von Andreas Altmann und von Johannes Klaus in die folgenden drei Kapitel:

    - Geschichten für Abenteurer
    - Geschichten für Glücksritter
    - Geschichten für Tagträumer

    Es hält insgesamt 27 kurzweilig zu lesende und unterhaltende Episoden unterschiedlichster Autoren/Reisender bereit.

    Die Geschichten selbst entführen den Leser in vielerlei Länder abseits der bekannten und ausgetretenen Touristenpfade.

    Jede einzelne Geschichte ist meiner Meinung nach lesenswert - wenn auch die Schreibstile der Verfasser sowie die Seitenumfänge der Berichte und damit auch die Detailliertheit doch sehr unterschiedlich ausfallen. Aber gerade das macht diese Sammlung verschiedener Reiseepisoden für mich aus. Das Buch zaubert einem auch an verregneten Tagen ein Schmunzeln und Lächeln ins Gesicht und man kann sich einfach mal in entfernte Gefilde wegträumen und den Alltagsstress hinter sich lassen.

    Das Buch selbst bietet sehr gut die Gelegenheit in die Reisewelten der Autoren ein- und abzutauchen und so wähnt man sich allein mit elf Huskies in der Wildnis Alaskas, 4.200 km unterwegs auf dem Amazonas, auf den Spuren der Berber in Marokko, im Angesicht mit Gorillas im Kongo, mit den "blauen Großraumnussschalen" namens pangas auf dem Weg zum paradiesischen Ziel "Little Corn", auf der Suche nach den letzten Berggorillas der Erde in Ruanda (Mrrrrmh-mrrrrrmh), mit Schmugglern und Drogendealern auf "Du und Du" im Iran, mit einer sechsköpfigen Familie auf Weltreise unterwegs, beim Sightseeing in Kabul, bei einer Wanderung quer durch die Pyrenäen, im skurrilsten "Museum" bzw. in der skurrilsten Sammlung von Helsinki - dem "Götan Maailma" um nur einige enthaltene Geschichten herauszugreifen.

    Die einzelnen Episoden geben mal mehr und auch mal weniger ausführlich die individuellen Eindrücke der Reisenden im jeweiligen - mitunter wirklich exotischen - "Touristenziel" wieder. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Reisenden bewusst die ausgetrampelten Touristenpfade verlassen und erst dadurch die richtige Würze besser gesagt die gewisse Spannung und Lebendigkeit für den Leser ins erlebte Geschehen kommt.

    Am Ende des Buches werden die im Buch enthaltenen Autoren im kurzen Abriss vorgestellt.

    Das Buch kommt im handlichen Taschenbuchformat und umfasst 352 Seiten (inkl. einigen farbigen und s/w-Fotos).

    Das Buch ist für fernwehgeplagte, abenteurerlustige und auch -hungrige Zeitgenossen sehr zu empfehlen. Das Buch darf allerdings nicht mit klassischer Reiseliteratur wie beispielsweise den üblichen Reiseführern verwechselt werden, da hier wirklich die persönlichen Eindrücke auf sehr individuellen Reisen im Vordergrund stehen.

  17. Cover des Buches Fremdes Licht (ISBN: 9783442771523)
    Michael Stavarič

    Fremdes Licht

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Michael Stavaričs neuer Roman „Fremdes Licht“ hält nicht lange mit der Katastrophe hinterm Berg: schon auf den ersten Seiten befinden wir uns in einer Endzeitwelt aus Kälte und Schrott, in der nur noch ein letztes menschliches Bewusstsein glimmt und flackert: Elaine, eine Genforscherin, und mit ihr ein letzter menschlicher Monolog, eine letzte menschliche Erinnerungskammer in einer unwirtlichen Welt. Ihr Großvater, der eine wichtige Bezugsperson war, hat ihr einst das Überleben in Eis und Schnee beigebracht, denn er lebte lange bei den Inuit …

    Soweit die Ausgangslage, die man auch dem Klappentext entnehmen kann und die sicherlich bei dem/der ein oder andere/n Interessierten für gehobene Augenbrauen gesorgt hat – und auch für mich klang das alles zwar spannend und auch nicht abwegig, aber doch ein bisschen dubios. Nun ist es aber so, dass die Zusammenfassung eines Romans wenig aussagt, denn es geht ja darum, wie ein Roman diese Inhalte vermittelt, wie die Geschichte, so dubios sie auch erstmal klingen mag, umgesetzt wird.

    „Fremdes Licht“ ist in dieser Hinsicht ein durchaus anspruchsvoller Roman, denn Stavarič erzählt mit einer Langsamkeit und Intensität, die zwar atmosphärisch den Welten entsprechen, die er beschreibt – und auch dem Zustand, der existenziellen Lage der Protagonistin (*innen) – trotzdem sorgt diese stilistische Entscheidung in einigen Passagen für etwas, das manche Leser*innen wohl als „Längen“ empfinden könnten. Auch ich habe hin und wieder ein bisschen gehadert mit diesem Stil – und bewundere umso mehr, was er letztendlich, auf seine meditative und zugleich erbarmungslose Art, herausarbeitet, hervorbringt: einen sehr tiefen Ein/Abdruck von Menschlichkeit, in einem Universum, dass abseits des Menschlichen, jenseits der dünnen Haut mit allen Träumen, Illusionen und Empfindungen darin, sehr lebensfeindlich ist, ohne Entsprechung für all das, was wir darin suchen – und doch ist diese Suche vielleicht das Einzige, was das Menschliche letztendlich ausmacht.

    Man könnte hier noch einige Bezüge einflechten, zu Sci-Fi Filmen wie Kubricks „2001: A Space Odyssey“, „Eden Log“, etc. oder auch zu dem Inuit-Film „Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer“. In dieser Rezension werde ich es aber bei einer Empfehlung belassen, einer eingeschränkten wohlgemerkt, denn auch wenn das Buch keineswegs langweilig oder manieriert ist, so ist es doch, in meinen Augen, keine Unterhaltungsliteratur und wer nach einer solchen sucht, der/die ist mit „Fremdes Licht“ nicht gut beraten. Wer aber mit Literatur einzigartige Erfahrungen machen möchte, wer es mag, dass Inhalte auch über sich hinausweisen, dem/der kann ich das Buch bedenkenlos empfehlen. Es ist mythenreich, philosophisch, abenteuerlich und hinterlässt viele bleibende Eindrücke.

  18. Cover des Buches Der Mondmann - Rote Spur (ISBN: 9783785722473)
    Fynn Haskin

    Der Mondmann - Rote Spur

    (21)
    Aktuelle Rezension von: tigerbea

    Die Kopenhagener Polizei steht vor einem Rätsel: In welchem Zusammenhang stehen die Opfer einer brutalen Mordserie? Kommissar Jens Lerby untersucht diesen Fall, doch ihm werden die Ermittlungen entzogen. Offenbar wurde dies von einflussreichen Parteien veranlaßt, die kein Interesse an der Auflösung haben. Doch Lerby gibt nicht auf und er findet heraus, daß es bei diesem Fall eine Verbindung zur Kultur der Inuit gibt. Lerby macht sich auf nach Grönland.

    Fynn Haskin schickt seinen sympathischen Kommissar Jens Lerby in seinem zweiten Thriller "Der Mondmann - Rote Spur" erneut nach Grönland. Auch hier findet man sich in der faszinierenden Welt der Inuit wieder. Ihre Kultur wird hier richtig gut beschrieben. Man erlebt Mythologie und Übersinnliches hautnah und erfährt viel über das Leben der Inuits. So etwas gefällt mir immer sehr und macht für mich den Reiz dieser Serie aus. Dies und die faszinierende Landschaft Grönlands ergibt ein außergewöhnliches Setting. Jens Lerby ist ein richtiger Sympathieträger, der sich nichts vorschreiben läßt. Er ist mit seiner speziellen Art, die nicht rund ist sondern über Ecken und Kanten verfügt, absolut authentisch. Der Fall selbst ist wieder richtig spannend und läßt den Leser nicht mehr los, zu außergewöhnlich ist dann auch die Lösung. Fynn Haskin verfügt über einen Schreibstil, der sehr gut und flüssig zu lesen ist und einfach mitnimmt in die Handlung. 


  19. Cover des Buches "Die Beute des Alphas" (Rune Moon Wolves 10): Ein Wolf-Gestaltwandler-Liebesroman (ISBN: B0F6FPJR1W)
    Lara Kalenborn

    "Die Beute des Alphas" (Rune Moon Wolves 10): Ein Wolf-Gestaltwandler-Liebesroman

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuch

    Seit Bents Band wissen wir, das der Prim-Anführer Arctus Ursasson eine Schwäche für Mari hat. Doch was fasziniert ihn so an der Kolibri-Wandlerin? 

    Während Arctus jede Verhandlung für den Freiheitstag nutzt, um Mari zu sehen, so will Mari nur eins. So weit weg von ihm sein wie es nur geht. Denn sie fürchtet und hasst den Eisbären, der ihr einst alle Federn ausgerissen hat. Doch gleichzeitig führt sie auch eine Anziehung, die ihr Angst macht. Wie kann es sein, das ein so friedliebendes und fröhliches Wesen wie Mari sich zu einem haltherzigen und grausamen Wesen wie Arctus hingezogen fühlen kann? Mari versteht ihre eigenen Gefühle nicht mehr und das verunsichert sie noch mehr. Dabei hat sie gerade angefangen wieder zu fliegen.

    Als Arctus etwas Unvorstellbares von ihr fordert, um den Termin des Freiheitstages doch noch einzuhalten, überschlagen sich die Ereignisse. Und Maris Schutz steht plötzlich an oberster Stelle für Arctus. Doch wird sich der Kolibri darauf einlassen?

    Von ihrem ersten Auftauchen in Band 08 war Mari neben Bent mein kleiner Liebling, das sie jetzt ihre eigene Geschichte bekommen hat, hat mich sehr gefreut. Mari ist eine Kämpferin und auch jetzt lässt sie sich nicht unterbuttern, auch von einem dominanten Eisbären nicht. Vor allem, da Arctus Seiten in ihr hervorruft, die Mari nicht von sich kennt. Arctus hingegen kommt typisch Eisbär mäßig rüber, kalt, grausam und unbeugsam. Doch je tiefer wir in die Geschichte der Beiden eintauchen, desto deutlicher wird die Vielschichtigkeit von Arctus Charakter. 

    Dem Eisbären wurde von Geburt an beigebracht, dass nur die Starken überleben und Stärke nur aus Schmerz geboren werden kann. Erst mit Mari an seiner Seite begreift Arctus, das es verschiedene Arten von Stärke gibt und das auch Liebe einen Stark werden lassen kann. 

    Für mich war die Geschichte von Mari und ihrem Eisbären sehr spannend, denn ich habe mich lange gefragt, wie die Beiden zusammenpassen können. Doch Lara hat es geschafft das zwei so unterschiedliche Charaktere eine Basis findet, die auch einen haltherzigen Eisbären sympathischen werden lassen kann.

  20. Cover des Buches Leif Wolffson - Total verpeilt im Eisbärenland (ISBN: 9783570181409)
    Gary Northfield

    Leif Wolffson - Total verpeilt im Eisbärenland

    (28)
    Aktuelle Rezension von: hrbuchspecht

    Dieser Roman ist einfach urkomisch. Leif Wolffson - Total verpeilt im Eisbärenland hat einfach alles, was ein guter Kinderroman, die die Grenze zum Jugendroman streift, benötigt. Er produziert beim Lesen viele Lacher, hat eine ziemlich schräge Story und setzt sich dabei trotzdem mit den Themen auseinander, die 10-12 Jährige bewegen: Pubertät, erste Liebe, die wechselnde Beziehung zu den Geschwistern und anderen Familienmitgliedern usw.

    Leif Wolffson ist ein großartiges Wikinger-Abenteuer, das durch seine fantasievolle Welt, liebenswerte Charaktere und spannende Handlung besticht. Es bietet eine gelungene Mischung aus Humor und Spannung und ist ein echter Lesespaß für die ganze Familie. Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen und herzerwärmenden Abenteuer ist, wird mit diesem Buch bestens bedient. Ein absoluter Lesetipp!

  21. Cover des Buches Der Gesang des Eises (ISBN: 9783426293287)
    Annabelle Wimmer Bakic

    Der Gesang des Eises

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Donata

    Als ich Annabelle Wimmer Bakic auf dem Engelkongress in Salzburg kennengelernt habe, wusste ich nicht, welch faszinierende Geschichte hinter dieser zierlichen Frau steckt. Ich hatte ein paar Monate später in meiner Mittagspause in das Buch reingelesen und war total berührt. Ihre Nahtoderfahrung war so (ironischerweise) lebendig beschrieben, als wäre ich es selbst, um die es geht. Annabelles Ringen mit sich und der spirituellen Welt ist einfach so toll beschrieben und ihre Reise ins Eis so spannend, dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe mir auch gleich danach ihr 2. und 3. Buch gekauft. Ihre schamanische Reise zum Nordpol (und zu sich selbst) ist einfach zu faszinierend. Ich kann das Buch jeder/m empfehlen. Vielleicht auch Menschen, die es nur als "Fantasyroman" abtun. Ich habe jedenfalls sehr viel für mich mitgenommen. Und ihre Seminare kann ich auch nur empfehlen!

  22. Cover des Buches Die Eisbrecherin (ISBN: 9783616033150)
    Geertje Marquardt

    Die Eisbrecherin

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Selten hat mich ein Buch so tief berührt und begeistert wie Die Einbrecherin. Schon von der ersten Seite an zieht die Autorin den Leser hinein in eine Welt voller Schatten und Licht, Zweifel und Hoffnung. Ihre inneren Konflikte, ihre kluge, trotzdem verletzliche Art – all das macht sie so menschlich und nahbar.

    Die Eisbrecherin  ist weit mehr als ein klassischer Expeditionsbericht – dieses Buch fesselt durch die unmittelbare, eindringliche Schilderung einer außergewöhnlichen Reise durch die majestätische und erbarmungslose Natur Grönlands. Mit Ende vierzig verlässt Marquardt ihren vertrauten Alltag als zweifache Mutter, um sich auf Skiern einer 550 Kilometer langen Überquerung des grönländischen Inlandeises zu stellen. Die Natur Grönlands ist in ihrem Erzählen nicht bloße Kulisse, sondern beeindruckender Hauptakteur: eisige Stille, nicht enden wollende Weite, das alles dominierende Weiß – all das spiegelt sich in der klaren, atmosphärischen Sprache des Buchs wider und zieht die Leser unweigerlich hinein in eine Welt fernab bekannter Zivilisation.

    Die Autorin beschreibt detailreich den Zauber von Eis und Schnee, ihre Faszination für die Klarheit des Lichts und die fast übermenschliche Ruhe der Arktis. Besonders bewegend sind die Passagen, in denen Kälte, endlose Tage und die bedrohliche Nähe von Eisbären spürbar werden. Die extremen Witterungsverhältnisse, das Gefühl der Winzigkeit gegenüber der elementaren Natur – das alles wird zur existenziellen Erfahrung. Jede Etappe dieser Expedition fordert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist: Es ist ein ständiger Kampf gegen Erschöpfung, Hunger, Angst und innere Zweifel; doch gerade daraus erwachsen tiefe Einsichten, Stärke und eine neue Sicht auf das eigene Leben.

    Was bleibt, ist das Bild einer Frau, die sich von der wilden Schönheit der Natur verwandeln lässt und deren persönliche Entwicklung ganz unmittelbar mit der Unbändigkeit des Nordens verwoben ist. Die Eisbrecherin inspiriert dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen, den Elementen zu trotzen und sich von der Magie unberührter Landschaften verändern zu lassen. Ein Buch, das nicht nur Expedition, sondern Selbsterfahrung und berührendes Naturerlebnis zugleich ist – intensiv, ehrlich und außergewöhnlich

    ! 

  23. Cover des Buches Vinland! (ISBN: 9783406697203)
  24. Cover des Buches Abenteuer & Wissen: Die Wikinger (ISBN: 9783963460265)

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