Bücher mit dem Tag "großmutter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "großmutter" gekennzeichnet haben.

182 Bücher

  1. Cover des Buches Haunting Adeline (ISBN: 9783987183416)
    H. D. Carlton

    Haunting Adeline

    (411)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo

    Zade und Addie, ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen und vielleicht war das hier das größte Problem. Zade, ist eine Red-Flag, auch wenn er seine guten Seiten hat, Addie, ist verkorkst, anders kann ich nicht ausdrücken, ihr Verhalten und ihre Gedankengänge, gingen mir meist ganz schön auf den Keks. 

    Die Geschichte selbst ist teilweise wirklich schwer zu ertragen, die Thematik geht einem wirklich unter die Haut. Der Autorin ist es gelungen neben der „Liebesgeschichte“ zwischen Addie und Zade mit ziemlich viel Spice, die mich oftmals einfach nicht abholen konnte, einen gut aufgebauten Spannungsbogen aufzubauen, der mich bei der Stange hielt. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, der dafür sorgt das ich trotz meiner Kritikpunkte wirklich wissen will wie es weitergeht. 

  2. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

    (2.145)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Inhalt

    Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.

    Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.

    Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …

    Meinung

    Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.

    Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen. 

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …

  3. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (994)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Zunächst hatte ich gedacht, es handele sich um eine Art Dorfchronik und ein Portrait diverse liebenswerter Charaktere. Wirklich relevant wurde das Buch dann, als den Portraitierten eine Reihe von Schicksalsschlägen erteilt, die alle auf eine harte Probe stellen. Mariana Leky schreibt in ihrer typischen Art und lässt uns daran teilhaben, wie ihre Charaktere die Herausforderungen des Lebens meistern. Dies ist mein zweites Leky-Buch nach "Erste Hilfe" und ich finde, es ist wesentlich besser gelungen.

  4. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462055726)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

    (927)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    „Der Geschmack von Apfelkernen“ ist ein melancholischer Roman über Erinnerungen, Verlust und familiäre Verbindungen. Katharina Hagena erzählt ruhig und bildhaft, mit viel Sinn für kleine Details. Zwar ist das Tempo sehr gemächlich, doch genau darin liegt die Stärke der Geschichte: Sie entfaltet eine stille Intensität.

  5. Cover des Buches Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst (ISBN: 9783401511320)
    S.J. Kincaid

    Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst

    (408)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Der Anfang des Buches hat mich wirklich gepackt. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die verschiedenen Familien und ihren teilweise ziemlich komplexen Hintergrund vorzustellen, ohne dabei gehetzt zu wirken. Besonders gelungen fand ich, wie erklärt wird, was Diabolics überhaupt sind, wie sie erschaffen werden und wie ihre Prägung funktioniert. Dadurch ist die Beziehung zwischen Nemesis und ihrer Schutzbefohlenen Sidonia von Anfang an nachvollziehbar – da musste später nichts mehr mühsam nachgereicht werden. Auch Nemesis' Vorbereitung auf ihren Aufenthalt am imperialen Hof hat mir ausgesprochen gut gefallen. Hier hatte ich das Gefühl, dass auf etwas Großes hingearbeitet wird.


    Genau deshalb war die Enttäuschung danach umso größer. Für mich verlor die Geschichte spürbar an Spannung. Die Intrigen, auf die der imperiale Hof eigentlich hinauszulaufen schien, bleiben erstaunlich blass. Es gibt Machtspiele, ja – aber sie wirken eher wie Dekoration als wie der Motor der Handlung. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte. Dass Nemesis Gefühle für Tyrus entwickelt, konnte ich zu keinem Zeitpunkt wirklich nachempfinden. Die Entwicklung blieb für mich zu sprunghaft und emotional zu wenig greifbar. Entsprechend hat mich dieser Teil der Geschichte kaum berührt.


    Dabei liegt genau hier eigentlich die spannendste Idee des Romans. Eine künstlich erschaffene Diabolic sollte nur einen einzigen Menschen lieben: die Person, auf die sie geprägt wurde. Dass Nemesis dieses Grundprinzip durchbricht, ist innerhalb dieser Welt etwas völlig Neues. Eigentlich ein Gedanke, der viele Fragen aufwerfen müsste – über Identität, freien Willen oder darüber, was Liebe überhaupt ausmacht. Das Potenzial ist riesig. Leider macht der Roman daraus für meinen Geschmack viel zu wenig.


    Und dann das Ende. Dass es relativ offen gehalten ist, hat mich gar nicht gestört. Irritiert hat mich vielmehr, dass sich am Ende kaum noch echte Fragen stellen. Nachdem ich später gelesen habe, dass das Buch ursprünglich als Einzelband geplant war, ergab das plötzlich Sinn. Genau so fühlt sich der Abschluss nämlich auch an: rund genug, um für sich allein zu stehen.


    Für mich endet die Geschichte deshalb genau hier. So, wie sie ursprünglich offenbar auch gedacht war.

  6. Cover des Buches Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid (ISBN: 9783442493937)
    Fredrik Backman

    Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

    (392)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Wie seine Bücher meist fängt auch dieser hier sehr merkwürdig an. Wir lernen direkt die etwas skurrile Oma und einige ihrer Ansichten kennen. Die pensionierte Ärztin raucht wie ein Schlot und beschwert sich gerne mal über die politische Korrektheit, die immer und überall präsent ist - und die ihr gehörig auf die Nerven geht.


    Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte.

    Zitat Seite 9


    Elsa, ihre Enkelin, wohnt zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Freund im selben Haus. Direkt vorne im Buch sieht man auch die Wohnsituation, mit allen Mietern - die auch der Reihe nach in ihrer Rolle vorgestellt werden. Neben einem ganz lieben Pärchen, gibt es (natürlich) auch jemandem, der ständig alles inspiziert und in Frage stellt, eine


    Für Elsa ist ihre Oma jedenfalls eine Superheldin, zumindest meistens. Elsa ist mit ihren knapp 8 Jahren aber auch so etwas wie eine Besserwisserin, deren Ratschläge oder Verbesserungen nicht oft auf positive Reaktionen stoßen und auch Ärger mit Gleichaltrigen heraufbeschwört.


    Die erste Situation auf der Polizeistation wirkt schon etwas merkwürdig, da Elsa und ihre Oma sich regelrecht anschreien. Aber schon kurz darauf erfährt man, wie es dazu kam und da geht einem direkt schon ein bisschen das Herz auf. Vor allem der Spruch ist sofort bei mir hängen geblieben, nämlich das "wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, viel Gutes darüber kippen muss".

    Etwas verarbeiten ist immer gut, aber manchmal geht es nicht so leicht - aber mit ganz vielen positiven Momenten ist es vielleicht etwas einfacher zu ertragen.


    Während Oma als das perfekte Chaos impliziert, ist Elsas Mutter - also Omas Tochter - das genaue Gegenteilt: ordnungsliebend und beherrscht.


    Der Trauerfall wirft Elsa in einen Strudel an Gefühlen und der Autor lässt uns durch sie daran teilhaben, ohne dass er etwas versteckt. Alle Facetten, die in einem brodeln und die oft sehr unangenehm und auch gemein sind. Typisch für Kinder wird man vielleicht denken, während man weiß, dass man als Erwachsene genau die gleichen Gedanken hat, auch wenn man sie sich nicht eingestehen will. Dabei sind sie völlig natürlich und menschlich - genauso wie der Umstand, dass sie wieder vorbeigehen. In manchen Momenten ist man einfach so überflutet von Trauer, Einsamkeit oder Angst, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Mechanismen in Kraft treten, die einem darüber hinweghelfen sollen.


    Ein interessantes Zitat hierzu auch, was oftmals nicht gutgeheißen wird:


    "Wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, dann muss man viel Gutes drüberkippen."

    Zitat Seite 18


    Es wird ja immer aufgefordert, alles zu verarbeiten und durchzukaufen, aber ganz ehrlich, nicht alles muss man immer wieder aufrütteln und durchleben. Ich denke, es kann durchaus auch mal gut sein, etwas ruhen zu lassen, bis die Erinnerungen verblassen, weil zu viele neue schöne Erlebnisse dazu gekommen sind.


    Die Sichtweise von Elsa überaus berührend und authentisch und die Figuren und Themen sehr gut gewählt und sie verdeutlichen perfekt die Gesellschaft und wie jeder versucht, darin mit seinen eigenen Methoden damit klarzukommen. Die Kleine ist äußerst schlau, was weder bei den Erwachsenen noch bei anderen Kindern gut ankommt. Ihre einzige Freundin ist ihre Oma, die mit ihr durch dick und dünn geht und sehr eigene spezielle Weltanschauungen hat. Sie merkt sehr wohl, das Elsa oft leidet und entführt sie dann in Fantasiewelten, die ihr helfen sollen, mit der realen Welt zurecht zu kommen. Was ihr auch durchaus gelingt!


    Als Elsa jedoch nach und nach erfährt, wie ihre liebste Oma früher war, bricht dieses Bild zusammen. Elsa muss lernen, dass Menschen Fehler machen - daraus lernen und sich ändern können. Dass jeder anders ist und jeder dadurch seinen Platz hat, seine "Superheldenkräfte" nicht in jeder Situation funktionieren, aber eben für bestimmte Situationen gerade richtig sind.

    Tapfer versucht sie, alles zu meistern, auch ihre widerstreitenden Gefühle für das neue Geschwisterchen, denn die Eifersucht nagt sehr an ihr.

    Der Autor versteht es ausgesprochen gut, die Menschen aus der Sicht des Kindes zu definieren. Wie sie sind, warum sie so sind - und warum überhaupt so viele Entwicklungen und Veränderungen in Menschen stattfinden, die man als Außenstehender nicht verstehen kann. Erst, wenn man näher kommt, ihnen zuhört, und mitfühlen kann.


    Die Themen sind wie meist bei seinen Büchern nicht leicht ... Verlust, Tod, Trauer, Krieg, Einsamkeit, Eifersucht, Schmerz. Auch wenn es einige Momente gibt, die wirklich tief greifen und traurig machen, schafft er es mit seinem ihm sehr eigenen, speziellen Humor, das ganze nicht zu sehr auf diese Seite zu ziehen. Denn das Leben besteht immer aus Gegensätzen und auch wenn das Lachen nicht in jeden Moment passt, ist es in vielen selbst unpassenden Momenten das einzige, das darüber hinweghilft.

    Ich bin bei jedem Buch fasziniert, wie Fredrik Backman es schafft, diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hinzubekommen. Denn das Leben hält so viel Schattentage für uns bereit, dass man sich umso mehr auf die Sonnentage freuen muss, sie genießen sollte und mit jedem Gefühl von Achtsamkeit in seiner Erinnerung festhalten.


    Ein bisschen gestört haben mich die Märchen. Natürlich ist es eine tolle Idee von Oma, der kleinen Elsa die Welt in Märchen zu erklären, aber die vielen Königreiche und Personen hab ich einfach schlecht auseinanderhalten und mit den realen Charakteren in Verbindung setzen können, so dass diese Parts etwas an mir vorüber gegangen sind.


    Die Idee allerdings, wie die Oma für Elsa gesorgt hat, also was sie ihr für einen Auftrag mit der Schatzsuche gegeben hat, war schon etwas ganz besonderes und großartiges! Der Autor hat ein tolles Gespür für Menschen, Emotionen und vor allem für das Leid und wie unterschiedlich damit umgegangen wird, so dass diese Geschichte hier wieder tief beeindruckt hat.


    Ich hätte so viel zitieren können, da so viele kleine Weisheiten hier drin stecken, aber ein Zitat möchte ich gerne noch zum Abschluss anbringen:


    "Man will geliebt werden, mangels dessen bewundert, mangels dessen gefürchtet, mangels dessen gehasst und verachtet. Man will irgendein Gefühl in den Menschen wecken. Die Seele schreckt vor der Leere zurück und sucht um jeden Preis Kontakt."

    Zitat Seite 415


    In diesem Sinne: Natürlich kann und muss man nicht mit jedem Menschen Verständnis haben, aber man kann feinfühliger werden und zumindest versuchen, zu verstehen, dass jedes Verhalten, jedes Wort, einen Hintergrund hat, der meist tiefgründiger ist als es scheint und mit dem aktuellen Moment oft gar keinen Bezug hat. Laut sein ist ein Ruf nach Aufmerksamkeit, Wut sucht meist nach Verständnis, Aggression ist Hilflosigkeit und viele dieser Emotionen kann man auffangen, wenn man nur etwas genauer hinsieht.

  7. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783442719709)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

    (294)
    Aktuelle Rezension von: Manona

    Bei Herkunft von Saša Stanišić, dem Autor mit Schmuck im Namen, hatte ich zunächst etwas anderes erwartet. Enttäuscht wurde ich aber nicht.

    Das Buch besteht aus mal kürzeren, mal längeren Kapiteln, in denen der Autor Geschichten aus seiner Familie in Jugoslawien erzählt. Gleichzeitig geht es auch um seine Jugend in Heidelberg, wo er nach seinen Flut vor dem Krieg lebt, und seinen weiteren Weg bis hin zum Studium. Dadurch entsteht kein ganz klassischer, geradliniger Roman, sondern eher ein vielschichtiges Erzählen über Familie, Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit.

    Für mich ist die eigentliche Hauptperson des Buches seine Oma. Sie bleibt trotz des Krieges in Jugoslawien dort und bildet für mich eine Art Mittelpunkt der Erzählung. Ihre Geschichte und ihre Präsenz haben mich besonders berührt.

    Zur Mitte hin wurde mir das Buch stellenweise ein bisschen zu langatmig. Trotzdem vergebe ich fünf Sterne, weil die Geschichten insgesamt sehr eindrücklich sind, teilweise wirklich lustig erzählt werden und viele sympathische Menschen beschrieben werden. Gerade diese Mischung aus Humor, Erinnerung und Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen.

  8. Cover des Buches Der Sommer der Blaubeeren (ISBN: 9783442382170)
    Mary Simses

    Der Sommer der Blaubeeren

    (675)
    Aktuelle Rezension von: Linda7820

    Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.

    Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.

    Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.

    Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.

    Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen.

  9. Cover des Buches Court (ISBN: 9783423764148)
    Tracy Wolff

    Court

    (214)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    Die ersten 350 Seiten waren mega! Ich war komplett in der Geschichte drin und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Dann musste ich allerdings vier Wochen pausieren, weil ich auf einen guten Freund gewartet habe, mit dem ich die Bücher zusammen lese. Da ich deutlich schneller lese als er, musste ich mich also gedulden.  Als ich danach wieder angefangen habe, habe ich ungefähr 200 Seiten gebraucht, um wieder richtig in die Geschichte reinzukommen. Danach waren die restlichen Seiten für mich eher okay. Ich glaube allerdings, dass das gerade auch sehr an mir liegt. Ich habe momentan eigentlich total Lust zu lesen, aber irgendwie fühle ich beim Lesen nichts wirklich. Kein Buch schafft es gerade, mich so richtig zu packen oder etwas in mir auszulösen. Deshalb möchte ich Court gar nicht unbedingt die Schuld dafür geben, dass es für mich nicht so gut war. Vielleicht wäre meine Bewertung zu einem anderen Zeitpunkt auch ganz anders ausgefallen. 

  10. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783492312394)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

    (391)
    Aktuelle Rezension von: SeverusNyssen

    Der Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.


    Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.


    Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.


    „Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.


  11. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (955)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  12. Cover des Buches Heartless Hunter (Der rote Nachtfalter 1) (ISBN: 9783473402519)
    Kristen Ciccarelli

    Heartless Hunter (Der rote Nachtfalter 1)

    (476)
    Aktuelle Rezension von: Melissa_ng

    Liebe einfach alles an dem Buch!

    Tolles World Building, mega Tropes und Charaktere die einem einfach ans Herz wachsen😍

    Dieses Katz und Maus Spiel zwischen Rune und Gideon? Einfach Perfekt! Plus Love Triangle! Habs einfach geliebt und freu mich auf den zweiten Band.

    Ist auch ein toller Einstieg in High Fantasy!

  13. Cover des Buches Alles, was ich geben kann – The Last Letter (ISBN: 9783423284295)
    Rebecca Yarros

    Alles, was ich geben kann – The Last Letter

    (401)
    Aktuelle Rezension von: jennys_bookbubble

    The Last Letter „Alles, was ich geben kann“  von Rebecca Yarros

    The Last Letter „Alles, was ich geben kann“  ist eine zutiefst emotionale und herzzerreißende Geschichte über Liebe, Verlust, Hoffnung und die Frage, wie man nach einem schweren Schicksalsschlag weitermacht. Rebecca Yarros gelingt es, die Gefühle ihrer Figuren sehr nahbar und intensiv zu vermitteln. Besonders die Briefe verleihen der Handlung eine ganz besondere Atmosphäre und machen die Geschichte noch persönlicher.

    Die Charaktere wirken menschlich und verletzlich, wodurch man schnell mit ihnen mitfühlt. Es gibt wunderschöne, hoffnungsvolle Momente, aber auch viele Szenen, die emotional sehr schwer zu verkraften sind. Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass Liebe nicht immer bedeutet, jemanden festzuhalten, sondern manchmal auch, trotz großer Schmerzen weiterzuleben.

    Allerdings ist die Geschichte stellenweise sehr dramatisch und teilweise vorhersehbar. Wer emotionale Bücher mit viel Leid, großen Gefühlen und Taschentuch-Garantie mag, wird hier wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. The Last Letter ist kein leichtes Buch für zwischendurch, sondern eine Geschichte, die noch lange nach dem Lesen nachwirkt.

    Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
    Eine wunderschöne, aber sehr schmerzhafte Geschichte über Liebe, Verlust und die Kraft, wieder aufzustehen.

  14. Cover des Buches Things We Hide From The Light (Knockemout 2) (ISBN: 9783548070070)
    Lucy Score

    Things We Hide From The Light (Knockemout 2)

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Books_of_san

    Der zweite Teil der Knockemout-Trilogie kann definitiv mit Band eins mithalten. Tatsächlich gefiel mir Band 2 insgesamt noch besser. Die Chemie zwischen Lina und Nash war einfach toll und es war klasse, dass die Hintergrundgeschichte aus Band 1 hier fortgeführt wurde und alle bekannten Figuren oft und regelmäßig aufgetaucht sind.


    Nur im Mittelteil hatte ich einen kleinen Hänger. Da wurde mir das mit dem männlichen Machtgehabe und freundschaftlichen Einmischungen etwas zu viel. Aber das dauerte zum Glück nicht lange an. Das Ende war wieder so spannend wie in Band 1 und die Epiloge wie gewohnt zuckersüß. 


    Im letzten Viertel kamen immer wieder Szenen vor, die keinen Zweifel daran lassen, dass auch Band 3 lesenswert sein wird. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

  15. Cover des Buches Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid (ISBN: 9783423250290)
    Alena Schröder

    Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

    (411)
    Aktuelle Rezension von: DankeAnke

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5


    Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat.


    Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.


    Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt.


    Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt.


    ✨ Mein Fazit:
    Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂


  16. Cover des Buches Beneath Broken Skies (ISBN: 9783736323957)
    Anna Savas

    Beneath Broken Skies

    (197)
    Aktuelle Rezension von: SophieRunner

    Nach der "New England School of Ballet" Reihe wollte ich unbedingt mehr Bücher von Anna Savas lesen.

    Das Setting im Verlag ist so spannend, ich habe es geliebt, in diese Welt abzutauchen 🩷

    Mit Madelyn konnt eich so viel relaten. Ich verstehe ihre Liebe zu Büchern und habe mich mega verbunden mit ihr gefühlt ❤️‍🩹

    Wes fand ich nicht von Anfang toll, aber nachher wurde er auch für mich ein book boyfriend.

    Das Ende war absolut crazy und ich freue mich nach dem Cliffhanger schon auf die Fortsetzung

  17. Cover des Buches Bridge Kingdom – Der Schwur der Spionin (ISBN: 9783492707015)
    Danielle L. Jensen

    Bridge Kingdom – Der Schwur der Spionin

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_Happyendings

    Bridge Kingdom von Danielle L. Jensen hat mich mit einer Prämisse erwischt, die ich wirklich liebe: eine Spionin, die als Braut in ein feindliches Königreich geschickt wird, um es von innen zu zerstören. Das ist Stoff mit echtem dramatischen Potenzial, und Jensen holt einiges davon heraus.

    Was mich von Anfang an gefesselt hat, ist das Worldbuilding. Das Bridge Kingdom fühlt sich lebendig an, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, einer Bevölkerung, die mehr ist als Kulisse, und einem Geheimnis, das wirklich neugierig macht. Jensen enthüllt das Setting dosiert, nicht auf einen Schlag, und das hat mir als Leserin sehr gut gefallen.

    Mein Problem ist Lara. Nicht als Konzept, sondern in der Ausführung. Ich verstehe, dass eine ausgebildete Spionin selbstbewusst, kalkulierend und strategisch sein soll. Aber Laras Selbstdarstellung hat mich auf Abstand gehalten, weil sie irgendwo zwischen berechtigtem Selbstbewusstsein und performativer Überlegenheit pendelt, ohne dass ich immer das Gefühl hatte, dass das Buch das reflektiert.

    Was mich außerdem beschäftigt: Der emotionale Konflikt zwischen Lara und Aren basiert zu großen Teilen darauf, dass sie einander einfach nicht die richtigen Dinge sagen. Das ist ein Stilmittel, das ich als Lektorin kritisch betrachte. Es erzeugt Spannung auf die schnelle Tour, aber es fühlt sich nicht immer verdient an, wenn Figuren eigentlich intelligent genug wären, das jeweilige Missverständnis in einem einzigen Satz aufzulösen.

    Trotzdem, und das muss ich klar sagen: Das Buch hat Sogwirkung. Ich habe es zügig gelesen, war drin, wollte wissen wie es weitergeht. Jensen versteht es, Tempo und Weltbau in Balance zu halten, und der romantische Bogen zwischen Lara und Aren hat genug Reibung, um zu funktionieren.

    4 von 5 Sternen. Empfehlenswert für alle, die Enemies-to-Lovers mit echtem politischen Setting mögen und mit einer Protagonistin umgehen können, die nicht sofort sympathisch ist.

  18. Cover des Buches I'm Glad My Mom Died (ISBN: 9783596708888)
    Jennette McCurdy

    I'm Glad My Mom Died

    (167)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    Das Buch ist ehrlich, direkt und teilweise auch lustig geschrieben. So tragisch es sich anhört, war es wirklich sehr spannend zu lesen, ich konnte kaum aufhören. Die kurzen Kapitel und der Schreibstil machten das Lesen einfach und einnehmend. Zwar wurden die Kapitel auf das Wesentliche heruntergebrochen, doch sie waren trotzdem so detailliert, dass man ein Ausmass der Dynamiken zwischen den verschiedenen Menschen in Jennettes Leben nachvollziehen konnte.

    Im Grossteil des Buches werden die ungesunden Verhaltensweisen von ihr und ihrem Umfeld nicht explizit besprochen. Durch die Art, wie das Buch geschrieben ist, bekommt man als Leser jedoch schnell ein Bild bezüglich der körperlichen und seelischen Gewalt, der dysfunktionalen Familienverhältnisse und davon, wie die Mutter sie als emotionalen „Boxsack" und Instrument zum Erfolg benutzte. Auch ihr junges Erwachsenenleben und die Zeit nach dem Tod der Mutter finde ich sehr stark. So ehrlich zu sich selbst und der ganzen Welt zu sein, muss man erst einmal können. Ich bewundere, wie sie einen solchen seelischen Striptease zulässt. Ich hoffe, dass dieses Buch ihr bei der Verarbeitung geholfen hat. Auf jeden Fall denke ich, dass es viele Menschen, Jugendliche und Kinder da draussen gibt, die sicher von diesem Buch profitieren und für die Jennette so eine Stütze sein kann.

  19. Cover des Buches Witches of Deadly Sins (ISBN: 9783328604303)
    Ava Reed

    Witches of Deadly Sins

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Feelblack

    Ich hab das Buch hier und bin dennoch dann umgeswitcht aufs Hörbuch. Die Geschichte hat am Anfang große Spannung aufgebaut. Man wollte unbedingt wissen wieso,  weshalb und warum das alles so ist und gekommen ist. Tatsächlich zogen sich manche Stellen sehr sodass ich denke ein paar Seiten weniger hätten dem Buch nicht wehgetan. Das Ende ist ja nun doch spannend und man möchte wissen wie es weiter geht. Ob ich es mir hole weiß ich allerdings noch nicht. Das schönste waren wirklich die Tarotlegungen und das Haus. Wenn man selbst Tarot legt musste man schon schmunzeln. Alles in allem, tolle Story.

  20. Cover des Buches Wünsch dir was (ISBN: 9783453406834)
    Adena Halpern

    Wünsch dir was

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Gulsen_Koc

    War nett zum lesen aber muss ich nicht nochmal machen zu weit weg von der Realität fantasiert. Ich fand es komisch wie sehr Eli darauf aus war wieder 29 Jahre alt zu sein und dann depressiv wurde als sie in ihr normales Alter 75 zurück kehrte. Lucy fand ich als Charakter sehr nett und ihre quirlige Art.

  21. Cover des Buches Hazel Wood (ISBN: 9783791500850)
    Melissa Albert

    Hazel Wood

    (283)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Alice und ihre Mutter waren bisher immer auf der Flucht. Nur vor was genau, weiß Alice nicht. Sie tippt jedoch auf das Unglück, welches sie magisch anzuziehen scheint. Schuld ist angeblich ihrer reichen Großmutter, zu welcher kein Kontakt besteht. Als das Leben von Alice und ihrer Mutter gerade ruhiger wird, verschwindet diese plötzlich und Alice setzt alles daran sie zu finden. Doch da ist sie scheinbar nicht die Einzige und alles, was sie weiß, ist dass sie eigentlich nicht zu ihrer Oma nach Hazel Wood darf. Aber genau da, will Alice hin...

    Zuerst dachte ich, dass Alice hier aus Alice im Wunderland adaptiert wurde. Jedoch ist die zugrundeliegende Geschichte viel dunkler und gewalttätiger. Das erklärt auch Alice Charakter. Sie scheint mir auf den ersten Blick nicht die hellste Kerze am Protagonisten-Horizont zu sein. Doch der Eindruck täuscht. Sie ist zwar äußerst impulsiv und grob, aber dies liegt an ihrer Geschichte (im mehrfachen Sinn), dafür ist sie jedoch auch sehr belesen und hat eine ziemlich gute Menschenkenntnis. Nichtsdestotrotz fiel es mir mit ihr schwerer, als ich dachte. 

    Die Handlung an sich ist ziemlich cool und neu. Außerdem ist die grundlegende Idee von originären Märchen, welche noch nie so seicht waren, wie sie heutzutage erzählt werden, in der 'Hauptrolle' echt gut. Leider hat die Autorin nur irgendwann die strukturierten Erzählgefilde verlassen. Entweder das, oder ich war nicht ganz in der Story drin, denn circa ab der Hälfte wurde es wild und durcheinander. Das passt zwar auch zur Handlung und der Story an sich, war aber auch sehr verwirrend. Insbesondere, wenn ich bedenke, dass das Buch für Jugendliche ist. 

    Der Schreibstil ist locker und lässt einen flüssigen Lesefluss zu. Die Stimmung ist düster und makaber gehalten. Es gruselte mich mehrfach, wobei mich das überraschte, empfand ich den Anfang als langsam und fade, bis ca. Seite 80. Das hat sich an manchen Stellen auch nochmal wiederholt, so dass ich nicht durchgehend gespannt über oder erstaunt von der Handlung war. Bezogen auf das Ende hat mich die Auflösung auch etwas gestört, passt es doch nicht zu 100% in die bisher erzählten 'Enden'. 

    Insgesamt ein Buch, welches mich zwar unterhalten konnte, welches ich jedoch trotzdem nicht noch mal lesen mag. Wer jedoch gerne die brutalen Märchen mag und sich auf eine Jagd mit solchen einladen möchte, der ist hier richtig 📗

  22. Cover des Buches Sturmzeit - Wilde Lupinen (ISBN: 9783734106019)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Wilde Lupinen

    (315)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    Deutschland 1938. Auch wenn alle Zeichen auf Sturm stehen, kümmert die junge Belle Lombard Politik nur wenig. Einzig den Filmstudios in Berlin gelten ihre ehrgeizigen Pläne. Indessen verteidigt ihre Mutter Felicia rücksichtslos ihre eigenen Interessen. Doch das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt …

    Fazit 

    Auch der zweite Teil der Reihe ist äußerst spannend. Belle ist sehr sympathisch, aber auch Felicia mag ich echt gerne. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band.

  23. Cover des Buches Belmonte (ISBN: 9783492317474)
    Antonia Riepp

    Belmonte

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Bücherweltenbummlerin

    Teresa setzt sich im Jahr 1944 mit aller Kraft für die Resistance ein. Die alten Schulfreunde sind entweder an der Front oder kämpfen darum, ihre Höhlen und Höfe im von Krieg zerrissenen Italien zu erhalten. Doch im Dorf und in der Gemeinschaft der Marken keimt langsam wieder Hoffnung auf – der Krieg scheint bald zu Ende zu gehen. Wäre da nicht ein kleines, aber entscheidendes Problem: Teresa wird schwanger.

    Um das Familienproblem zu lösen, wird sie von ihrem Vater an die Familie Ferri verkauft, die einen alten Weinberg besitzt. Doch für Teresa ist dies keine wirkliche Lösung ihrer Situation.

    Als Franca zur Welt kommt, ist der Krieg tatsächlich zu Ende, doch Italien bleibt in einem Zustand der Ruinen – verarmte Höhlen und landwirtschaftliche Betriebe, die von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit geprägt sind. Teresa verschwindet spurlos und lässt ihre Tochter bei ihrer besten Freundin Marta zurück.

    In Martas riesigem Familienclan findet Franca Geborgenheit und Liebe, doch das Leben bleibt schwer. Die finanzielle Lage ist prekär, und wie viele andere Italienerinnen ihrer Zeit, beschließt Franca, ihr Glück als Gastarbeiterin in Deutschland zu suchen.

    In Kempten angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass sie zwar über die Runden kommt, aber vom Heimweh zermürbt wird.

    Alles ändert sich erst, als Franca Tobias begegnet.

    Simona, eine junge Landschaftsgärtnerin mit italienischen Wurzeln, ist erschüttert vom Tod ihrer Großmutter Franca. Sie erbt den heruntergekommenen Farina-Hof in den Marken und beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen, weit weg von ihrer konfliktreichen Beziehung in Kempten und ihrer entfremdeten Mutter Marina.

    Schon bald stellt Simona fest, dass das Leben auf dem Hof in den Marken eine neue Leichtigkeit mit sich bringt. Der renovierte Hof wird zu einem wahren Schmuckstück und der angrenzende Garten ein kleines Paradies. Doch kaum angekommen, wird sie von der Familie Ferri eingenommen, und mysteriöse Briefumschläge mit Kassetten tauchen auf.

    Bewaffnet mit einem Rekorder macht sich Simona auf die Spurensuche und kommt den dunklen Geheimnissen ihrer Familie immer näher.

    Fazit:

    Antonia Riepp gelingt es, mit Simona eine sehr sympathische Protagonistin zu erschaffen, die sich selbst oft im Weg steht. Ihre Selbstzweifel lassen sie lange nicht erkennen, welches Erbe sie von ihrer Großmutter erhalten hat. Mit viel Gefühl und einer guten Portion italienischen Temperaments deckt Simona nach und nach die dunklen Familiengeheimnisse auf, die bis zum Tod von Franca bewahrt werden mussten.


  24. Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutter (ISBN: 9783462004564)
    Alina Bronsky

    Der Zopf meiner Großmutter

    (190)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Ich finde es immer wieder toll, wie Alina Bronsky es schafft, dass man im Laufe einer Geschichte Sympathie für unsympathische und kauzige Menschen empfindet. Ihre Romane sind für mich Plädoyers gegen Vorurteile und Verurteilung, sie lehrt genauer hinzusehen und die Geschichte hinter den Menschen wahrzunehmen. Ich mag ihre Romane sehr, die Plots sind eher ruhig und voller Alltag, aber fulminant ausgefüllt mit ungewöhnlichen Charakteren, die einem im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen. Hier sind es ein 10jähriger Junge, der völlig unterschätzt wird, seine Großmutter, deren übermäßige Fürsorge teilweise in Kindesmisshandlung übergeht, ein loyaler Großvater, der seinen eigenen Weg geht und eine weitere Frau, die an der Menage-a-Trois fast zerbricht. Mit viel Komik, Feingefühl und Respekt wird die in Teilen traurige und tragische Geschichte aus der Perspektive des Enkels erzählt. Unbedingt lesenswert.

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