Bücher mit dem Tag "großstadt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "großstadt" gekennzeichnet haben.

128 Bücher

  1. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783446242562)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

    (3.348)
    Aktuelle Rezension von: Hector_Finn

    Vor Kurzem zog ich das Buch wieder aus dem Regal. Mir war die perfekt geschriebene, emotionale Szene kurz vor Schluss in den Sinn gekommen, und ich hatte Lust, sie noch einmal zu lesen. Sie berührte mich genauso wie bei der ersten Lektüre. Natürlich blieb es nicht bei den paar Zeilen. Ich schlug die erste Seite auf und begegnete ihnen allen von Neuem: der hochbegabten, magersüchtigen Camille, dem schüchternen Philibert, dem arroganten Koch Franck und seiner eigenwilligen, gebrechlichen Großmutter. Und ihre Geschichte fesselte mich wie beim ersten Mal.

    Anfangs sind Anna Gavaldas Figuren wie Öl und Wasser: Sie harmonieren nicht und könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch ganz langsam fassen sie Vertrauen zueinander, beginnen einander zu stützen und formen eine unkonventionelle Wahlfamilie, deren Bindung logisch ist, nicht biologisch. Ich glaube, der Roman hat mich deshalb so gepackt, weil er eindrucksvoll zeigt, dass man sich seine Familie aussuchen kann. Blutsverwandtschaft ist keine Bedingung. Und es bewegte mich erneut zu lesen, wie die Figuren von ihren seelischen Wunden heilen und ins Leben zurückfinden.

    Ein schönes Leseerlebnis: gut geschrieben, emotional und bewegend, mit einem leicht komödiantischen Unterton. Anna Gavalda ist eine Meisterin des Dialogs. Ich schloss ihre Außenseiter ins Herz und war am Ende ein wenig traurig, mich von ihnen verabschieden zu müssen.

  2. Cover des Buches Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle (ISBN: 9783473585496)
    Katharine McGee

    Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle

    (616)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Der Auftakt der „Beautiful Liars“-Reihe kommt nicht einfach daher – er stolpert dir quasi mit High Heels und einem Glas Champagner in der Hand direkt ins Gesicht. Von der ersten Seite an wird man in ein Netz aus Lügen, Intrigen und ein bisschen zu viel Drama (im besten Sinne) gezogen. Eine verhängnisvolle Nacht, die nicht nur gebrochene Herzen, sondern auch einen Toten hinterlässt, wirbelt das Leben mehrerer Charaktere gehörig durcheinander – und ganz ehrlich: Wer hier noch den Überblick behält, hat Nerven aus Stahl.

    Dank der wechselnden Perspektiven fühlt man sich fast wie ein allwissender Gossip-Gott, der heimlich überall mithört. Avery, Leda, Watt, Rylin und Eris – jeder von ihnen bringt genug emotionale Baustellen, Geheimnisse und (sagen wir mal) fragwürdige Entscheidungen mit, um eine eigene Reality-Show zu füllen. Und trotzdem: Man kann ihnen einfach nicht böse sein. Man leidet mit, man fiebert mit… und manchmal möchte man sie auch leicht schütteln.

    Das futuristische Setting mit seinem luxuriösen Turm und den sozialen Abgründen hat genau die richtige Mischung aus Glamour und „Oh wow, das ist eigentlich ziemlich düster“. Es knistert nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch in der Atmosphäre – ein bisschen dystopisch, ein bisschen dekadent und definitiv spannend.

    Zugegeben, der Einstieg nimmt sich Zeit – aber hey, auch ein gutes Drama braucht einen langsamen Aufbau, bevor es richtig eskaliert. Und wenn es dann Fahrt aufnimmt? Dann gibt’s kein Halten mehr. Das Finale kommt mit einem Cliffhanger, der einen praktisch dazu zwingt, direkt weiterzulesen (und vielleicht ein bisschen innerlich zu schreien).

    Unterm Strich: Eine Geschichte voller Emotionen, Geheimnisse, Verrat – und genau der richtigen Portion „Spice“, um einen nicht mehr loszulassen. Ganz nebenbei hält sie unserer eigenen Gesellschaft einen ziemlich ungeschönten Spiegel vor. Und mal ehrlich… wir schauen doch alle ein bisschen zu gern hin.

  3. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

    (296)
    Aktuelle Rezension von: Neuni

    Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin ist der herausragende deutsch Großstabsroman der klassischen Moderne. Anhand der Geschichte des Totschlägers und proletarischen Gefühlsmenschen Franz Biberkopf entwickelt Döblin ein experimentelles literarisches Kaleidoskop des wilden Berlin der 20er Jahre. Der Roman ist das deutsch Pardon zu großen wegbereitenden Romanen der Moderne wie dem Ulysses von Joyce oder Manhattan Transfer von Dos Passos.

  4. Cover des Buches Alles, was du suchst (ISBN: 9783596036288)
    Marie Force

    Alles, was du suchst

    (504)
    Aktuelle Rezension von: Landi

    Für alle, die einfach nur eine schöne Liebesgeschichte lesen wollen: einfühlsam und voller Emotionen, fröhlich und witzig, leicht, aber nie langweilig oder oberflächlich. Wer Dramen, komplizierte Verstrikungen oder Nervenkitzel sucht, soll irgendwo anders lesen und mir nicht meine 5 Sterne schlechtreden :-)

  5. Cover des Buches Frühstück bei Tiffany (ISBN: 9783036950549)
    Truman Capote

    Frühstück bei Tiffany

    (663)
    Aktuelle Rezension von: Helena_Kawaii

    Frühstuck bei Tiffany hat mir insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil ist humorvoll und angenehm zu lesen. 

    Obwohl das Buch mit kapp 130 Seiten relativ kurz ist, fühlt sich die Geschichte rund und vollständig an. Spannend fand ich den Blick in eine andere Zeit: vieles ist auch heute noch so, vieles war mir aber auch völlig fremd und sollte sehr kritisch gesehen werden. Beispielsweise wurde Holly als Kind mit einem deutlich älteren Herren verheiratet. Dieses wurde im Buch nicht hinterfragt, ist wohl dem Entstehungsjahr geschuldet. 

    Leider konnte ich zur Zentralfigur der Geschichte, der jungen Holly, keinen Bezug erlangen. Sie macht einen unsympathischen, einfältigen Eindruck und ihre Handlungen bleiben unverständlich. Unklar blieb, ob ihr Auftreten nur Scharade ist und hinter ihrer Fassade nicht doch vielleicht mehr steckt. Die Message des Buches kam bei mir leider nicht so wirklich an, nichtsdestotrotz hat mich die Figur der Holly zum Nachdenken gebracht. Der Ich-Erzähler machte hingegen einen sympathischen Eindruck. 

    Alles in Allem eine lesenswerte Kurzgeschichte. 

    Bewertung: 3,5 von 5 Sternen


  6. Cover des Buches Die Assistentin (ISBN: 9783499017704)
    Caroline Wahl

    Die Assistentin

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Firebee

    Die Assistentinnen sind sozusagen die Privatsekretärinnen von einem narzisstischen mit einem goldenen Löffel geborenen älteren Verleger.

    Ihr Job ist es zu funktionieren, seine Launen zu ertragen und sein Chaos zu organisieren und form zu vollenden. 

    Caro hat ihren ersten Job als Assistentin. Die Hoffnung ihrer Elter ist, dass sie damit einen Fuß in die Verlagswelt bekommt.

    Sie arbeitet viel zu viel, Arbeits- und Privatleben verschwimmen. Sie sieht die Grenzüberschreitungen hat aber niemanden der Ihr den Rücken stärkt sich dagegen zu wehren und schafft es nicht alleine. Ihr Pflichtbewusstsein treibt sie immer weiter an. 

    Eine zarte parallel verlaufende Liebesgeschichte zerbricht fast daran.

    Im Laufe des Romanes findet sie mehr zu sich selber, was sie möchte und aus ihrem Leben machen will. Sie reift in ihrer Persönlichkeit und es gelingt ihr sich von zu Hause abzunabeln.

    Ich hatte mit dem Buch meine Schwierigkeiten. Den Stil fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Am Ende passt er aber sehr gut zu dem Inhalt. 

    Teilweise gab es ganz schöne Längen. Die Tiefe und die komplexe Charakterdarstellung wie sie bei den beiden ersten Werken der Autorin vorkommen, sind diesmal leider nicht so gut gelungen. 



  7. Cover des Buches Klara und die Sonne (ISBN: 9783896677396)
    Kazuo Ishiguro

    Klara und die Sonne

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    „Klara und die Sonne“ ist der erste Roman, den Kazuo Ishiguro veröffentlicht hat, nachdem er den Literaturnobelpreis erhalten hat. Die Grundannahme dieser Dystopie hat mich von Anfang an gefesselt: In einer nicht näher beschriebenen Zukunft gibt es humanoide Roboter, sogenannte KF (Künstliche Freunde), die der zunehmenden Isolation und Einsamkeit von Jugendlichen entgegenwirken sollen.

    Bemerkenswert fand ich, dass Ishiguro der Künstlichen Intelligenz sichtlich offen gegenübersteht. Er zeichnet kein einfaches Schreckensbild einer von Technik beherrschten Zukunft. Problematisch ist in seinem Roman weniger die KI selbst als vielmehr der Leistungsanspruch unserer Gesellschaft und das zunehmend von Algorithmen geprägte Denken der Menschen. Das nur vage skizzierte gesellschaftliche Umfeld lässt eine starke Orientierung an Erfolg und Optimierung erkennen. Besonders deutlich wird dies daran, dass Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder durch Genomeditierung zu verbessern. Diese Kinder werden als „gehobene Kinder“ bezeichnet (im englischen Original: „lifted children“). Die Eingriffe sollen ihnen bessere Bildungs- und Aufstiegschancen ermöglichen, bergen jedoch gleichzeitig erhebliche gesundheitliche Risiken.

    Mit der deutschen Übersetzung des Begriffs bin ich allerdings nicht ganz glücklich. Das englische „lifted“ enthält mehrere Bedeutungsebenen: Die Kinder werden im übertragenen Sinn gesellschaftlich „angehoben“ und zugleich durch medizinische Eingriffe verbessert bzw. aufgewertet. „Gehobene Kinder“ wirkt im Deutschen dagegen eher wie eine Bezeichnung für Kinder aus einer höheren sozialen Schicht und vermittelt den Zusammenhang mit genetischer Veränderung weniger direkt. Eine Übersetzung wie „aufgewertete Kinder“ oder „verbesserte Kinder“ würde diese Bedeutung meiner Meinung nach klarer wiedergeben.

    Der Roman stellt zentrale Fragen, die heute aktueller erscheinen denn je: In welchem Maß kann Menschlichkeit durch Roboter und KI nachgeahmt werden? Was macht den Menschen aus? Welche Bedeutung haben Beziehungen, Liebe und Fürsorge? Und wodurch erhält ein Leben seinen Sinn? Obwohl der Roman bereits 2021 erschienen ist, wirken diese Themen angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz besonders relevant.

    Erzählt wird die Geschichte konsequent aus Klaras Perspektive. Klara ist eine künstliche Freundin, die der kranken Josie Gesellschaft leisten soll. Ihre Wahrnehmung der Welt ist ungewöhnlich: Einerseits verarbeitet sie Informationen erkennbar digital – so zerlegt sie beispielsweise ihr Sichtfeld in einzelne Kästen. Andererseits interpretiert sie ihre Beobachtungen auf eine sehr menschliche, fast kindlich-naive Weise. Besonders die Sonne erhält für Klara eine beinahe mythologische oder religiöse Bedeutung; sie glaubt an deren heilende Kraft. Dadurch bekommt der Roman stellenweise den Charakter eines modernen Märchens. Dies passt auch dazu, dass Ishiguro den Stoff ursprünglich als Kinderbuch veröffentlichen wollte.

    Gerade diese Darstellung Klaras war für mich jedoch auch ein Schwachpunkt. Einerseits erscheint sie wie ein hochentwickeltes technisches System, andererseits besitzt sie Hoffnung, Glauben und Gefühle. Diese Mischung ist interessant, aber nicht immer vollständig überzeugend. Klara – oder besser gesagt ihre Darstellung – hat mich teilweise sogar etwas genervt: Es wird sehr häufig und mit nahezu denselben Formulierungen betont, dass sie sich zurückzieht, um den Menschen Privatsphäre zu lassen. Auch weist der Roman meiner Meinung nach einige Längen auf.

    Trotz dieser Kritikpunkte ist „Klara und die Sonne“ eine äußerst lesenswerte Dystopie. Der Roman erreicht für mich nicht ganz die Eindringlichkeit und emotionale Wirkung von Ishiguros früherem Werk „Alles, was wir geben mussten“, beschäftigt sich aber auf sehr anregende Weise mit Fragen nach Menschlichkeit, Einzigartigkeit, Technik und den Bedingungen eines erfüllten Lebens.

  8. Cover des Buches Sonne und Beton (ISBN: 9783548066943)
    Felix Lobrecht

    Sonne und Beton

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Rabenprinzessin

    Der Roman ist inzwischen längst Schullektüre und meine Klasse hat sich diese Lektüre gewünscht. Für mich hat die Sprache es sehr anstrengend gemacht, da das ganze "Dings" etc. mich beim Lesen ganz aggressiv gemacht hat. Aber natürlich weiß ich, dass Jugendlich lieber so sprechen und sie dafür bei der Lektüre älterer Texte wie z.B. Faust leiden. 

    Also ausgleichende Gerechtigkeit. Die Hauptfigur Lukas wird zwar beschrieben, war für mich aber keine richtige Identifikationsfigur. Dafür enthält der Roman sehr viele Themen wie Rassismus, Jugendkriminalität, Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Damit werde ich auf jeden Fall viele Anknüpfungspunkte finden, um im Unterricht sinnvoll zu dem Buch zu arbeiten. Ich bin gespannt auf das Feedback der Klasse, denn natürlich ist mir klar, dass ich nicht die Zielgruppe des Buches bin. 

  9. Cover des Buches Frag nicht nach Sonnenschein (ISBN: 9783442485505)
    Sophie Kinsella

    Frag nicht nach Sonnenschein

    (182)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover von Frag nicht nach Sonnenschein ist liebevoll gestaltet und zieht sofort mit seinen warmen Farben und dem verspielten Design die Aufmerksamkeit auf sich. Es vermittelt eine positive, leichte Stimmung, die perfekt zum Ton des Buches passt.

    Die Hauptfigur ist wunderbar authentisch und sympathisch beschrieben. Man kann sich leicht in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen, ihre Unsicherheiten und Stärken wirken realistisch und nahbar. Besonders beeindruckend ist, wie Sophie Kinsella es schafft, die Entwicklung der Protagonistin nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten.

    Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und tragen viel zur Tiefe der Geschichte bei. Sie bringen verschiedene Facetten ins Spiel, sei es durch Humor, Unterstützung oder Konflikte, und machen die Handlung dadurch lebendig und abwechslungsreich.

    Sophie Kinsellas Schreibstil ist wie gewohnt leicht, humorvoll und flüssig, was das Lesen zum echten Vergnügen macht. Das Setting ist lebendig und gut ausgearbeitet, es schafft eine einladende Atmosphäre, die perfekt zu der Geschichte passt.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  10. Cover des Buches Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (ISBN: 9783946619697)
    Rainer Maria Rilke

    Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Yps

    Man kann Rilke altmodisch, hochgestochen, schwülstig nennen. Man kann ihn aber auch den deutschen Proust nennen. Was man ihn aber in jedem Fall nennen muss ist schwul. Denn das war er. Und auch diese Erzählung ist schwule Literatur.

    Dass das bis heute nicht in den Schulbüchern steht ist weder zeitgemäß noch sachgerecht. Kann man in Zeiten in denen Regenbogenflaggen an jeder Ecke hängen Klassiker wie diesen noch immer nicht beim Namen nennen?

    Rilke ist selbst nach Paris gegangen. Und das aus demselben Grund aus dem später Karl Lagerfeld oder Siegfried und Roy dorthin gegangen sind. Paris war zu allen Zeiten ein Zufluchtsort für Homosexuelle.

    Malte weiss nicht wohin mit seinem Leben weil er nicht weiß wohin mit seinem Penis.

    Welche Note ich dafür wohl im Schulaufsatz bekommen würde?

  11. Cover des Buches When the Storm Comes (ISBN: 9783492062817)
    Carina Schnell

    When the Storm Comes

    (232)
    Aktuelle Rezension von: leseHuhn

    When the Storm Comes ~Bd.1 Sommer in Kanada, Carina Schnell , erschienen am 28. Juli 2022 im Piper/everlove Verlag
    Taschenbuch 416 Seiten

    Klappentext
    - siehe Buchbeschreibung

    Meine Meinung
    Mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich direkt wohl gefühlt. Mit einem leichten und wunderschönen Schreibstil führt mich Carina Schnell durch die Story. Das Setting in Kanada hat mir richtig gut gefallen, ich mag Kleinstädte sehr gerne. Die Bewohner bilden meist eine tolle Gemeinschaft und haben auch ihre Stärken und Schwächen. Die Lovestory entwickelt sich in einem schönen langsamen Tempo, Slow-Burn würde ich sagen. Die Protagonisten sind authentisch und liebenswert. Nur dieses ständige erwähnen der verschiedenen Schuhmarken, grenzte schon an Markenwerbung. Da hätte mir weniger besser gefallen.
    Marly ist eine quirrlige junge Frau und auf der Suche nach ihrer Mutter. Das sie dabei ihren Traummann findet, stand nicht auf ihrem Plan. Und mit ihrem extremem Schuhtick hat sie die Geschichte geflutet.
    Jack ist einfach zum Verlieben gemacht oder man verliebt sich in den süßen Golden Retriever. 

    Fazit
    Ein schöner Sommerroman, der mich in die Weite Kanadas entführt und mit einer ruhigen Lovestory gut unterhalten hat. Ich vergebe sehr gerne 4 🐥🐥🐥🐥 und eine Leseempfehlung.

  12. Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)
    Sara Gmuer

    Achtzehnter Stock

    (244)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt, nun lebt sie jedoch mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Berliner Plattenbaus. Dabei war ihr Traum immer die große Welt, Filmdrehs und Premieren. Plötzlich bekommt Wanda eine einmalige Chance und taucht in eine Welt ein, in der Geld keine Rolle spielt. Doch die Platte bleibt. 

    Achtzehnter Stock von Sara Gmuer erzählt von einem Leben, das den eigenen Träumen hinterherrennt. Der Schreibstil der Autorin hat mir durchaus gefallen, jedoch wurde ich mit Wanda zu keinem Zeitpunkt warm. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie aufgrund der Situation absolut nicht glücklich ist, aber Wanda wirkt arrogant und ignorant. Vielleicht auch, weil sie sich dadurch von ihrer Realität abkapseln möchte und trotzdem macht sie das zu einer durchgehend unsympathischen Protagonistin, der ich gedanklich nicht gerne gefolgt bin.

    Und auch die gesellschaftskritischen Aspekte waren mir leider viel zu klischeehaft dargestellt.
    Am Schreibstil lag es definitiv nicht, aber inhaltlich konnte mich Achtzehnter Stock nicht abholen.

  13. Cover des Buches Zwei wie du und ich (ISBN: 9783404178674)
    Lucy Robinson

    Zwei wie du und ich

    (30)
    Aktuelle Rezension von: MrsBookaholic127

    Inhalt:

    Annie bekommt einen tollen Job angeboten in einer Zeit, in der sie gerade ziemlich fertig ist. Noch dazu ist ihr neuer Chef überaus sympathisch und so zuvorkommend und charmant, dass sie sich prompt in ihn verliebt. Das Happy End scheint zum Greifen nahe, nur ihre besten Freunde teilen ihr Glück nicht und sind skeptisch. Die Sorge um ihre Person ist nicht ganz unbegründet, denn Annie verarbeitet noch immer ein schweres Trauma aus ihrer Kindheit.

    Kate Brady hat sich aus dem Berufsleben zurückgezogen und springt auf einer Reitsportfarm ins kalte Wasser. Dass sie noch nie in die Nähe von Pferden gekommen ist, verrät sie bis auf Kollegin Becca niemanden, denn dieser Job ist wichtig für sie. Sie möchte abtauchen und macht aus ihrer Vergangenheit ein großes Geheimnis. Hauptsache etwas tun, sich ablenken, nicht auffallen. Schwierig ist nur, dass auch Kate eine gewisse Zuneigung zu ihrem Chef entwickelt.


    Schreibstil:

    Das Buch ist in 33 Kapitel unterteilt. Recht abwechselnd wird auf den Alltag von Annie und Kate geblickt. Zwischendrin kursiv gedruckt wird von einem kleinen Mädchen erzählt. Damit beginnt auch das Buch, allerdings mitten im Tag dieses Mädchen. Weitere Seiten später beginnt dieser Tag – ihr 7. Geburtstag – erst nochmal von vorne. Zu Beginn des letzten Drittels erfährt man dann, um wen es sich handelt und in welchem Verhältnis das Mädchen zu den Frauen der Gegenwart steht.  Bei Kates Erzählungen ist verwirrend, dass ihre Kapitel manchmal so beginnen, als würde es ein Buch im Buch geben. Das wird damit erklärt, dass Kate sich manche Situation vorstellt wie eine Romanvorlage, eine Filmkulisse. Dies ist allerdings verwirrend, wenn man zwischen 2 Geschichten pendelt und dazu noch die Story des kleinen Mädchens liest. Es ist dann einfach ein Hauch zu viel.


    Meine Einschätzung:

    Anfangs plätscherte die Handlung so dahin. Kate war sehr geheimnisvoll, bei ihr wollte man mehr erfahren. Annie hingegen war etwas langweilig, alles etwas zu perfekt. Allerdings merkte man schon, dass Stephen einen Haken haben MUSS, denn so perfekt und geleckt kann keiner sein. Immer mehr von Annies psychischen Problemen zu erfahren, machte ihren Charakter verständlicher. Dennoch war mir die Gesamthandlung lange Zeit viel zu langweilig, ich überflog einige Seiten recht schnell.

    Als sich dann allerdings spät im letzten Drittel eine Art Auflösung zeigte, ein Höhepunkt die Dramatik steigerte, wurde es interessant. Am Ende muss ich sagen, dass die Umsetzung der Story dann doch schon etwas genial war. Wenn man durchhält beim Lesen, wird man am Ende positiv überrascht sein.

    Die Autorin scheint eine Menge Recherche betrieben zu haben. Die Verhaltensweisen, Gedanken und Muster sind sehr gut rübergekommen. Auch wenn man selbst keine Ahnung vom Thema hat, konnte man sich gut in die Charaktere und ihre jeweiligen Psychosen hineinversetzen. Ebenso die Nebenstory des kleinen Mädchens war sehr geschickt eingesponnen. An sich wirklich eine geniale Story, extrem tiefgründig und emotional. Früher hätte man die „Auflösung“ nicht platzieren können, aber es ist – ganz ehrlich - schwierig bis dahin durch zu halten.

  14. Cover des Buches Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger (ISBN: 9783423763196)
    Caroline Brinkmann

    Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger

    (212)
    Aktuelle Rezension von: CloudyBookshelf

    Diese Buch war ein absolutes Highlight für mich! In Die Clans von Tokito geht es um die taffe Erin, die um sich vor einem grausigen Schicksal zu retten einen Deal mit einem Dämon eingehen muss und dann in noch mehr heftige Geschehnisse hinein gezogen wird. Die Handlung war einfach von Anfang an super spannend und das hat sich auch bis zum Ende hin gehalten. Einmal angefangen, konnte ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören und habe fast schon an den Seiten geklebt, weil ich einfach immer wissen musste wie es mit ihr und den anderen weiter geht. 

    Neben ihr gibt es auch noch zwei andere Figuren, deren Sichten man Kennenlernen darf und es war einfach super interessant Einblicke in die Köpfe von so unterschiedlichen Personen mit so verschiedenen Lebenweisen zu bekommen. Mein absolutes Highlight an dem Buch war aber das ganze faszinierende Clansystem und generell das  detailliert beschrieben Setting in der Stadt. Ich habe mich die ganze Zeit wirklich gefühlt als würde ein Film vor meinem Augen ablaufen beim Lesen und ich habe mich einfach komplett in der actionreichen Handlung und düsteren Atmosphäre des Buches verloren. 

    Es hat mir einfach super viel Spaß gemacht dieses Buch hier zu lesen und ich fand es wirklich grandios. Ich kann es nur allen weiterempfehlen, die auf der Suche nach spannenden und düsteren Fantasy Geschichten sind. 

  15. Cover des Buches All Lovers Lost (ISBN: 9783426528273)
    Madeleine Puljic

    All Lovers Lost

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    * Spoilerfreie Rezension! *

     

    ~ „All Lovers Lost” lässt mich so zwiegespalten zurück, wie die Geschichte es in meinen Augen ist. Langeweile, Klischees und Enttäuschung (erste Hälfte) treffen auf einen fesselnden Schreibstil, große Emotionen und Begeisterung (zweite Hälfte). Wenn man das alles zusammenrechnet, kommen am Ende ganz gute/solide dreieinhalb Sterne heraus. Eine Leseempfehlung gibt es von mir nur für den zweiten Teil des Buches – aber um den lesen zu können, müsst ihr leider durch die ersten Kapitel durch. Ob es euch das wert ist, müsst ihr selbst entscheiden… ~

     

    Inhalt

    Die Medizin-Studentin Sina ist geschockt, als sie herausfindet, was der Mann, in den sie sich verliebt hat, wirklich ist: nämlich ein Vampir. Doch trotz seiner übermenschlichen Stärke schwebt er in Lebensgefahr, weil eine fremde Vampirin Hamburg mit Leichen übersät (und dadurch Aufmerksamkeit erregt) und weil eine Vampirjäger:innengilde hinter ihm her ist…

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Band 1 von 2
    Erzählweise: personale Erzählweise, Präteritum
    Perspektive: weibliche und männliche Perspektive (vier verschiedene Perspektiven)
    Kapitellänge: kurz 

    Inhaltswarnung: Blut (viel), Gewalt, Verletzungen, psychische Krankheiten (Depression), Alkoholmissbrauch, Tod von Menschen, Freiheitsberaubung
    Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden
    Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Weib, M+ststück, Schla+++

     

    Diese Geschichte solltest du lesen, wenn dir folgende Themen/Dinge in Büchern gut gefallen:

    - Setting: Stadt, Hamburg
    - typische Vampir-Liebesgeschichte
    - altmodischer Love Interest, großer Age Gap (mehrere Jahrhunderte)
    - überraschende Twists
     - blutig / ungeschönt

     

    Lieblingszitate

    „‘Und was genau bist du?‘“, hakte Sina nach. ‚Ein Alien? Cyborg? Babylonischer Dämon?‘
     ‚Ein Vampir.‘“ Seite 82
     „Weg von diesem Mann […] der sich nun von ihr ernährte, sie austrank, als wäre sie eine viel zu kleine Saftpackung.“ Seite 123
     „Seine Hände glichen einem Sicherheitsnetz, das sie auffing […].“ Seite 146

     

    Meine Rezension

    „All Lovers Lost“ habe ich gekauft, weil ich in mehreren Rezensionen zum Buch gelesen hatte, dass es sich um eine ungewöhnliche Vampirstory handeln soll, die Genre-Konventionen bricht. Als Fan von Vampirliteratur hat man schließlich irgendwann fast alles gesehen und würde jeglicher frischen Brise fast überallhin folgen… Mittlerweile ist es schon Tradition, dass ich von Zeit zu Zeit mit Marieke Kessler (@mariekekessler auf Instagram) ein Vampirbuch lese – und auch bei diesem hier war sie wieder mit dabei. 

    Eines möchte ich gleich vorwegschicken, und zwar teilt sich der vorliegende Romantasy-Roman für mich in zwei Teile – in einen klischeehaften und langweiligen ersten und einen zauberhaften und emotional mitreißenden zweiten. Dazwischen befindet sich ein Twist, der seinesgleichen sucht und mich vollkommen eiskalt erwischt hat – dafür gibt es von mir einen Daumen nach oben! 

    Zuerst will ich aber auf die schwache erste Hälfte näher eingehen. Gestört hat mich, dass wir als Leser:innen hier im Prinzip eine 0815-Vampir-Lovestory voller Klischees serviert bekommen, wie wir (als Fans des Genres) sie schon unzählige Male gelesen haben: Jahrhundertealter, altmodischer Vampir verliebt sich auf den ersten Blick unsterblich in junge, moderne Frau, die natürlich ETWAS GANZ BESONDERES ist. Er kämpft gegen seine Instinkte, sie mit dem Wissen um seine Natur. (Ihr hört mich gähnen.) Bis hierhin fand ich die Geschichte oberflächlich, langweilig, blutleer und ohne jeden Biss. Noch kurz ein paar Worte zu den Figuren: Sina, eine Medizin-Studentin mit Helfer-Syndrom, Gewissen und gutem Herz, fand ich als Protagonstin ganz nett – aber mehr leider auch nicht. Sie wird mir nicht lange in Erinnerung bleiben, fürchte ich. Die anderen Figuren waren ebenfalls „okay“ (kein anderes Wort beschreibt meine Gefühle besser), die meisten von ihnen hätten allerdings noch mehr Farbe und Persönlichkeit vertragen können…

    Doch dann rückte in der zweiten Hälfte der Geschichte eine neue Person ins Zentrum (nämlich Cassius ♥) – und da war es um mich geschehen, ich war wirklich ganz verzaubert und entzückt von ihm! Erst hier konnte die Autorin wirklich zeigen, was in ihrem Schreibstil steckt – der mir auch vorher schon als flüssig und angenehm aufgefallen war, aber nun wirklich überzeugte und in die Tiefe ging! Ich hatte das Gefühl, dass hinter ihren Sätzen ENDLICH Leidenschaft und Liebe für ihr eigenes Buch zu spüren waren – als hätte sie selbst nur auf diese Kapitel hingefiebert. So kommt es, dass ich nun doch mit dem Gedanken (den ich zuvor eigentlich schon ausgeschlossen hatte) spiele, Band 2 auch noch zu lesen… 

    Sehr gut gefallen haben mir neben dem Humor und ungeschönten Erzählweise (Vampirbisse werden hier wirklich nicht durch die rosarote Brille dargestellt, erfrischend!) auch die starken, teilweise sogar furcheinflößenden Frauenfiguren und dass in den Liebesbeziehungen weibliche Selbstbestimmung und Consent sehr zentral sind. Einen Punkt Abzug gibt es von mir für die (immerhin wenigen) vage se+istischen und klassistischen („Vampire stehen über Menschen“) Aussagen von Cassius. 

     

    Mein Fazit

    „All Lovers Lost” lässt mich so zwiegespalten zurück, wie die Geschichte es in meinen Augen ist. Langeweile, Klischees und Enttäuschung (erste Hälfte) treffen auf einen fesselnden Schreibstil, große Emotionen und Begeisterung (zweite Hälfte). Wenn man das alles zusammenrechnet, kommen am Ende ganz gute/solide dreieinhalb Sterne heraus. Eine Leseempfehlung gibt es von mir nur für den zweiten Teil des Buches – aber um den lesen zu können, müsst ihr leider durch die ersten Kapitel durch. Ob es euch das wert ist, müsst ihr selbst entscheiden… 

     

    Bewertung (in Schulnoten)

    Cover / Aufmachung (altes Cover): 3
    Idee: 3
    Inhalt, Themen, Botschaft: 2-3
    Tiefe: 3
    Umsetzung: 2-3
    Worldbuilding: 2-3
    Einstieg: 4
    Ende: 2
    Schreibstil: 2
    Protagonistin: 2-3
    Figuren: 2-3
    Spannung: 3
    Pacing/Tempo: 3-4
    Wendungen: 1+ ♥
    Atmosphäre: 2-3
    Emotionale Involviertheit: 2-3
    Feministischer Blickwinkel: 2
    Einzigartigkeit: 3


    Insgesamt:

    Note 2-3

  16. Cover des Buches Bleib doch, wo ich bin (ISBN: 9783596703975)
    Lisa Keil

    Bleib doch, wo ich bin

    (242)
    Aktuelle Rezension von: kisacaeinstein

    Das Cover finde ich sehr schön und auch der Klappentext hat neugierig gemacht.

    Beim Lesen wurde ich jedoch enttäuscht.

    Obwohl die Protagonisten rund um 30 Jahre alt sind, hatte ich aufgrund des Schreibstils die ganze Zeit das Gefühl, dass ich einen New Adult Roman lese. Die Protagonisten kamen leider nicht sehr erwachsen rüber.

    Auch war das Buch für mich sehr unstimmig. Einerseits wurde versucht, das Landleben näherzubringen, mit den Feierlichkeiten, Ställen, keine Restaurants, etc. Das hat mir auch gut gefallen. Aber die Art wie Kaya dargestellt wurde, hat für mich dann gar nicht dazu gepasst. In so einem kleinen Dorf ständig One Night Stands zu haben? Das kam einfach nicht glaubwürdig rüber. Ihr Bücher Café und die Art, wie sie als Charakter dargestellt werden wollte, passten für mich nicht zusammen.

    Lasse war ein sehr unsicherer Protagonist, der aus irgendeinem Grund immer sehr voreilige Schlüsse gezogen hat. Natürlich spielt da seine Vergangenheit eine Rolle, aber, ich denke, bei richtig erwachsenen Protagonisten wäre das anders gelaufen.

    Mich hat an der Schreibweise auch dieser zu gewollte derbe Wortschatz gestört. Das passte für mich einfach nicht in diesen Roman, den ich als Wohlfühllektüre lesen wollte.

  17. Cover des Buches Fakebook (ISBN: 9783453676145)
    Alexander Broicher

    Fakebook

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Frieder Kurtsmeier ("Kurz") ist Food-Designer bei der Firma Tastemaker, die an Essen so ziemlich alles zusammen panscht, was man gerade so noch als Essen verkaufen kann. Er ist mit seinem Leben rundum unzufrieden, nichts läuft glatt: Krise bei der Arbeit, dauernde Bauchschmerzen, Freundin weg usw. Als Ausgleich erfindet er Rocco, einen Facebook-"Superhero", dem alles gelingt, und der auf jede krasse Party kommt. Plötzlich scheint nach einer Typveränderung (Umstyling wie bei Heidi Klum) für Frieder auch im realen Leben alles möglich zu sein. Bis Rocco ein Eigenleben entwickelt ihm und zeigt, wie er sich bei allen für die erlittenen Demütigungen rächen kann. Bis bald darauf alles aus dem Ruder läuft. Schriftstellerisch eher schlicht, mit Kritik an der oberflächlichen Facebook-Welt, in der es nur um Styling und Posing geht, und an der Lebensmittelindustrie mit ihren "optimierten" Produkten. Na ja.

  18. Cover des Buches Billard um halb zehn (ISBN: 9783423146074)
    Heinrich Böll

    Billard um halb zehn

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Billard um halb zehn" ist die Geschichte der Architektenfamilie Fähmel. Der Großvater baut eine Abtei, der Sohn sprengt sie während des Krieges und der Enkel baut sie wieder auf. Simple Story, die Böll jedoch ungemein komplex erzählt. Die Erzählstränge laufen parallel, vorwärts, rückwärts, springen in der Zeit, überschneiden sich, wiederholen sich, der Ich-Erzähler wechselt und der fraktale Satzbau tut das seinige, damit der Plot alles andere als leicht durchschaubar ist. „Billard um halb zehn“ ist ein schwierig erzähltes Buch, das mich einige Mühe kostete und mich am Ende doch nicht belohnte. Böll hat eindeutig bessere Bücher geschrieben, wobei es unfair wäre, es als schlecht zu beurteilen. Die zwei Punkte heißen einfach: „Mir hat’s nicht besonders gefallen.“
  19. Cover des Buches Our Hearts at Dawn (Seoul Dreams 2) (ISBN: 9783551304636)
    Janine Ukena

    Our Hearts at Dawn (Seoul Dreams 2)

    (29)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Arias Beziehung zu KPop-Star Min-ho ist öffentlich geworden und alle Augen sind auf sie gerichtet. Min-ho muss bezüglich seiner Karriere Entscheidungen treffen, während Aria auf einmal ihrem Exfreund gegenüber steht.
    .
    Das Ende des ersten Teils war ja wirklich fies, umso glücklicher bin ich jetzt aber mit dieser Fortsetzung. Aria und Min-ho sind genauso sympathisch wie im ersten Teil der Reihe, aber man merkt jetzt, dass sie sich auch mit den Schattenseiten ihrer Beziehung auseinandersetzen müssen. Durch die Zeit nach dem Unfall und die Ruhe, die sie haben, entwickeln die beiden sich charakterlich weiter. Man lernt jetzt auch die anderen Bandmitglieder kennen und genau wie Aria und Min-ho sind sie sehr realistisch geschrieben. Genauso ist es bei Arias Exfreund, der mir ein wahnsinnig schlechtes Gefühl vermittelt hat. Umso großartiger war die Lovestory von Aria und Min-ho, auch wenn es einige Tiefen gibt, glauben die beiden an sich und ihre Beziehung. Der Schreibstil war ebenfalls wieder wunderschön.

  20. Cover des Buches Dope (ISBN: 9783426304457)
    Sara Gran

    Dope

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ganz schön rumgekommen in New York ist Josephine "Joe" Flannigan, Exjunkie, die Anfang der 50er Jahre von besorgten Eltern beauftragt wird, ihre verschwundene Tochter und Collegeabbrecherin zu finden, die womöglich im New Yorker Drogensumpf vor die Hunde geht. Die Bezahlung ist mehr als üppig, und so macht Joe sich ans Werk und trifft immer mehr von den ehemaligen Bekannten wieder, die sie nach zweijährigem Cleansein eigentlich hinter sich gelassen hatte. Der Abstieg der Tochter aus gutem Hause scheint immer tiefer gegangen zu sein, als Freund bzw. Zuhälter scheint sie sich einen besonders fiesen Typen ausgesucht zu haben. Besonders stark ist das Buch, wenn Joes Drogenverlangen beschrieben wird, wie der Körper auch nach zweijähriger Drogenfreiheit noch sofort in den verschiedenen Körperpartien reagiert, sobald das Teufelszeug in der Nähe ist. Sie trifft ihren Exmann wieder, der nach wie vor süchtig ist und sieht, wie er sich verändert hat durch den langjährigen Drogenmißbrauch, beschreibt seinen Selbstbetrug (das ständige Reden vom Aufhören "nächste Woche") genauso wie Altjunkies, die trotz allem lange überlebt haben, aber körperlich gezeichnet sind.  

  21. Cover des Buches Das Weihnachtscafé in Manhattan (ISBN: 9783956498381)
    Katherine Garbera

    Das Weihnachtscafé in Manhattan

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Kat_Von_I

    Für Mads Eriksson ist Weihnachten kein schönes Fest mehr. Zu schwer Lasten die Erinnerungen auf ihm und seiner kleinen ticher Sofia. Sofia hat mit dem Tod ihrer Mutter auch den Glauben an den Weihnachtsmann verloren.

    Aber dann trifft Mads auf Iona. Einer der 3 Besitzerinnen des Candied Apple Cafés. Iona bringt Mads Herz zum schmelzen da sie ein so wunderbares Verhältnis zu Sofia aufbaut. Wird Mads doch noch ein Weihnachtswunder erleben?

    Mein Fazit:

    Kann man lesen, muss man aber nicht! Ich hatte mir viel mehr Weihnachts, Café- und New York Feeling erhofft. Aber leider kommt das viel zu kurz! Es geht nur um die Probleme und Beziehungen zwischen den Protagonisten.

    Der Schreibstil ist zwar sehr schön und auch flüssig und die Details, die beschrieben werden, sind sehr liebevoll und bildhaft dargestellt aber es war einfach zu wenig. Die Protagonisten die allesamt  nur oberflächlich beschrieben  und blieben für mich einfach nur blass und ohne tiefe. Auch die Handlung war sehr langatmig und irgendwie so gar nicht realistisch. Dann noch das ständige Drama und das hin & her 🙄 Mir hat das lesen überhaupt keinen Spaß gemacht! Oft kommen wiederholungen und man hat das Gefühl das man sich eigentlich nur im Kreis dreht.

    Schade!

    Ich kann für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen und vergebe 🌕🌑🌑🌑🌑


  22. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

    (210)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Charmant, warmherzig und voller Landflair – ein Wohlfühlroman mit Tiefgang

    Nur ein bisschen Glück ist ein herzerwärmender Roman über Neuanfänge, das Loslassen alter Pläne und die manchmal überraschenden Wege, die das Leben für uns bereithält. Simona Ahrnstedt schafft es, mit viel Gefühl und Humor eine Geschichte zu erzählen, die mitten ins Herz trifft.

    Stella ist eine liebenswerte, wenn auch manchmal chaotische Protagonistin, deren Absturz in die Provinz zunächst wie das absolute Worst-Case-Szenario wirkt – doch genau daraus entsteht ihr größter Wendepunkt. Die ländliche Kulisse, schrullige Nebenfiguren (Ziegen inklusive!) und ein gutaussehender, tiefgründiger Biobauer sorgen für genau die richtige Mischung aus Romantik, Humor und Nachdenklichkeit.

    Der einzige kleine Abzug: Manche Entwicklungen sind etwas vorhersehbar und verlaufen sehr "glatt". Doch das wird durch die charmante Atmosphäre und den sympathischen Schreibstil mehr als wettgemacht.

    Fazit: Ein rundum schöner Wohlfühlroman mit einer Prise Selbstfindung, einer Portion Herzklopfen und einem Hauch Ziegenchaos – perfekt für alle, die das Leben (und die Liebe) neu entdecken möchten.

  23. Cover des Buches Touch me once, Cowboy (ISBN: 9783966989947)
    Louisa Beele

    Touch me once, Cowboy

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Bookterella

    Das Cover des Buches passt super zum Titel. Ich finde auch die Schriftart und die generelle Aufmachung des Covers sehr passend.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, alles ist leicht verständlich nicht zu schwierig geschrieben und man kann dem Geschehen insgesamt gut folgen.

    In der Geschichte geht es um Taylor und James. Die beiden kennen sich. Nur leider kann sich von beiden nur noch eine Person daran erinnern und das ist James. Dieser macht keine Anstalten es Taylor zu sagen, obwohl es zwischen beiden schon zu Beginn an heftig knistert.

    Ich finde sehr gut, dass die Geschichte auch immer wieder vereinzelt Situationen bringt die einen zum Schmunzeln bringen.
    An sich finde ich es ist eine gute Liebesgeschichte, ich jedoch hätte mir an der ein oder anderen Stelle mehr tiefe gewünscht. Oftmals konnte ich die Handlungen nicht 100%-ig nachvollziehen. 

  24. Cover des Buches Der Nirgendsmann: Partys, Smartphones und Nazis (ISBN: 9781731137838)
    Markus Szaszka

    Der Nirgendsmann: Partys, Smartphones und Nazis

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Katrin87
    "Der Nirgendsmann" von Markus Szaszka erzählt die Geschichte von Jan, der vom kleinen Dörfchen an der Ostsee ohne Job und Perspektive nach Berlin zieht. Dort schreibt als Ghostwriter ohne Fachkenntnisse und mit geschönten Abschlüssen bald Haus- und Diplomarbeiten - für gutes Geld. Der Leser lernt Olli mit Hund kennen und die handysüchtige Anastasia. 
    Begeistert hat mich in diesem Buch die tolle und detailverliebte Schilderung von alltäglichen Szenen, die dem Autor wirklich super gelingt. Der Blick aus dem Fenster, der Barbesuch, der Spaziergang durch Berlin - das alles kann der Leser sehr genau mitverfolgen und durch kleinste Details noch näher miterleben. Auch zwischen den Zeilen kann man viel aus dem Buch mitnehmen.
    Leider hat das Buch für mich keine spannende Geschichte. Es wird aus dem Leben erzählt, aber einen richtigen Höhepunkt konnte ich für mich nicht erkennen. 

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