Bücher mit dem Tag "grundeinkommen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grundeinkommen" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Utopien für Realisten (ISBN: 9783499633003)
    Rutger Bregman

    Utopien für Realisten

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Hannah007
    Beim Lesen dieses Buchs bekomme ich direkt den Eindruck, einen besseren Überblick über verschiedene Zusammenhänge in der Gesellschaft, vor allem bezogen auf Ungleichheit zu erhalten.

    Er schreibt sehr spannend und begründet seine Thesen gut nachvollziehbar mit Quellennachweisen.
    Ich halte hier einige der für mich bemerkenswertesten Gedanken fest.

    Macht der Sozialstaat in der heutigen Form z.B. wirklich Sinn?
    Oder verlängern die Ausbildungsmaßnahmen nicht noch die Arbeitslosigkeit?
    Muss das BIP nicht grundlegend neu gedacht werden, Sozialwesen und andere Werte mit einberechnen, die positive Auswirkungen für die Menschen haben, miteinbeziehen und schädliche Aspekte nicht als Wert berechnen?

    Und sollten wir nicht so langsam die wirklichen Ziele verfolgen, also z.B. Kinderarmut zu beseitigen statt nur einzudämmen?
    Generell sorgt Ungleichheit nur für mehr soziale Probleme, selbst Reiche leiden unter einer höheren Ungleichheit.

    Seine Begründung, wieso bedingungsloses Grundeinkommen die Lösung für so viele Probleme sein könnte, finde ich sehr inspirierend.
    Und gleichzeitig finde ich es immernoch traurig, zu lesen, aus welchem Grund in den USA das Grundeinkommen nur knapp vor einer Einführung doch nicht eingeführt wurde...
    Außerdem könnten wir am Sozialstaatsapparat sparen.

    Wie schaffen wir es, die sinnlosen Jobs, die nur dazu dienen im Kapitalismus Geld zu verdienen, abzuschaffen und stattdessen mehr Freiheit zu erlangen?
    Als Frauen in den Arbeitsmarkt eintraten, hätte die Arbeitszeit insgesamt verkürzt werden können.
    Es muss für Arbeitgeber mehr Anreize geben, Arbeit auf Teilzeitkräfte aufzuteilen.

    Langfristige Verbesserungen für die Gesellschaft sollten außerdem in der Schule beginnen: wir müssen dazu übergehen, Werte statt Kompetenzen weitergeben zu wollen.

    Der technologische Fortschritt allein wird nicht alle Menschen automatisch von den Gewinnen profitieren lassen: wir brauchen Umverteilung!
    Wir brauchen letzten Endes um die Ungleichheit zu bekämpfen eine weltweite progressive Vermögenssteuer! (Piketty)

    Auch Entwicklungshilfe muss kritisch hinterfragt werden und sollte sich an den Ergebnisse aus Studien orientieren.
    Außerdem sollte bedacht werden, dass arme Länder durch Steuerhinterziehung mehr Geld verlieren als sie durch Entwicklungshilfe bekommen.

    Auch zu den Chancen von Migration äußert er sich sehr positiv:
    Freie Arbeitskräfte-Migration würde den globalen Wohlstand erheblich fördern, Grenzen hingegen fixieren Ungleichheit.
    Der soziale Zusammenhang wird nicht durch Diversität, sondern Armut, Arbeitslosigkeit und Diskriminierung geschwächt.
    Einwanderer müssen nicht zwangsläufig Arbeitsplätze wegnehmen, sondern können auch neue schaffen.
    Im Gegenteil würde die Alternative dazu, Einwanderer einzustellen, also die Abwanderung von Unternehmen, das Lohnniveau auf dem Arbeitsmarkt viel stärker drücken.
    Außerdem sind Immigration nicht arbeitsscheu und nutzen laut einer Statistik von 2011 seltener das Sozialsystem des Aufnahmelandes als Einheimische. Ein Land kann dennoch Einschränkungen beschließen, was immerhin besser ist als pauschale Vertreibung.
    Auch muss man sich bewusst machen, dass Grenzen die Rückkehr von Einwanderern nur verringern.

    Besonders interessant finde ich auch den Gedanken, eine Gesellschaftsveränderung kann nur durch Krisen Erfolg haben und daher ist es entscheidend, für den Moment der Krise passende Ideen bereit zu haben.

    Das Problem scheint zu sein, dass Politiker, die wieder gewählt werden wollen, sich nur Ansichten leisten können, die im Rahmen des Akzeptablen sind. Also lasst uns gemeinsam diesen Rahmen ausweiten und für wirklich fortschrittliche Ideale kämpfen!

  2. Cover des Buches Bullshit Jobs (ISBN: 9783608982459)
    David Graeber

    Bullshit Jobs

    (41)
    Aktuelle Rezension von: _Eli_

    Besonders beeindruckend ist, wie Graeber die psychologischen Auswirkungen sinnentleerter Arbeit aufzeigt - die innere Zerrissenheit zwischen gutem Gehalt und dem Gefühl, nichts Wertvolles beizutragen. Seine Analyse der verschiedenen Kategorien von 'Bullshit Jobs' ist dabei ebenso erhellend wie unterhaltsam.

    Das Buch geht aber weit über Kritik hinaus. Es stellt fundamentale Fragen nach dem Wert von Arbeit in unserer Gesellschaft und zeigt auf, wie absurd es ist, dass gerade sozial wichtige Jobs oft am schlechtesten bezahlt werden. Graebers Verbindung von persönlichen Geschichten mit scharfer gesellschaftlicher Analyse macht das Buch zu einer packenden Lektüre.

  3. Cover des Buches Freiheitsgeld (ISBN: 9783404192175)
    Andreas Eschbach

    Freiheitsgeld

    (123)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    Da ich schon einige Bücher beim Autofahren gelesen habe, waren meine Erwartungen hoch. Grundsätzlich wurde ich nicht enttäuscht, aber vielleicht hatte ich zu viel erwartet, sodass die Handlung etwas kryptisch wirkte. Trotzdem kann ich es allen Fans dieses Genres empfehlen. Es ist besser als viele amerikanische Autoren, die auf den Bestsellerlisten stehen.

  4. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783962380564)
    Tobi Rosswog

    After Work

    (4)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick

    Das vorliegende Buch ist in seinem Ansatz radikal. Es begnügt sich in Bezug auf die Bewertung der abhängigen Lohnarbeit nicht mehr mit Reformvorschlägen, sondern will echte Alternative aufzeigen, vom Job-Sharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zur Debatte um ein Grundeinkommen für alle. Tobi Rosswog stellt immer wieder die Frage, warum sich Menschen einem krankmachenden Arbeitssystem ausliefern, das unsere Beziehungen belastet und schlecht für die Umwelt ist?

     

    Grundlegend sei, so schreibt er, dass man sich damit auseinandersetzt, wie man wirklich leben möchte. „Sinnvoll tätig sein, statt sinnlos schuften“ ist das Motto seines Buches.

     

    Beginnend mit den Fragen „Was brauche ich wirklich?“ und „Was ist mir wichtig?“ tritt der Autor mit seinem Leser in einen Dialog, regt ihn  immer wieder zum ehrlichen Nachdenken an und zeigt viele Alternativen zur gängigen Arbeitspraxis auf. Er thematisiert die Ängste, die eine Veränderung hervorruft, und beschreibt an vielen Beispielen, wie Menschen den Ausstieg aus dem Arbeitssystem gewagt haben und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben.

     

    Ich persönlich bin bei allen diesen Ideen schon immer skeptisch gewesen. Auch bei den Ideen, die von SPD und Grünen im Augenblick als Alternative zur Hartz IV diskutiert werden. Sie mögen für einzelne Menschen, die  wenig brauchen, interessant sein. Aber reicht das erwirtschaftete Einkommen aus solcher Art von Arbeit auch für ein Leben im Alter, oder ein Leben in einer Familie mit Kindern?

     

     

     

     

     

  5. Cover des Buches Alternativen zur Vollbeschäftigung: Die Transformation von Arbeit und Einkommen (edition suhrkamp) (ISBN: 9783518121672)
  6. Cover des Buches Das Kapital sind wir (ISBN: 9783960540588)
  7. Cover des Buches Sozialrevolution! (ISBN: 9783593506821)
  8. Cover des Buches Was würdest Du tun? (ISBN: 9783430210072)
    Michael Bohmeyer

    Was würdest Du tun?

    (19)
    Aktuelle Rezension von: myfantasticfantasyworld

    Das Buch ist angenehm gedruckt, da die Seiten recht dick sind und man wirklich gut vorankommt, wenn man mal dabeibleibt. Allerdings fiel es mir total schwer, wirklich dabei zu bleiben. Durch die vielen Interviewpartner, die namentlich an verschiedensten Stellen im Buch erwähnt werden, wird es ziemlich unübersichtlich. Man weiß nicht mehr, welche Person jetzt wer war und wo sie/er schon aufgetaucht ist. Allgemein fand ich es gut, viele Perspektiven reinzubringen, aber den Aufbau des Buchs hab ich leider im Nachhinein immer noch nicht zu 100% verstanden. Ich lese meist vor dem Schlafengehen und eventuell war das dann auch meine eigene Schuld, aber ich fand das Buch zum Teil ziemlich deprimierend. Natürlich ist Kritik an unserem politischen System erlaubt und in dem Zusammenhang verständlich und richtig, es gab aber Kapitel, wo ich danach schlafen gegangen bin und irgendwie etwas verloren war, weil ich dann auch den Sinn gesucht habe. Nicht am Buch, sondern an dem was vermutlich jeder von uns täglich tut. Zum Ende hin wurde die Struktur zum Glück etwas klarer, man wird doch mit einem wohligen Gefühl entlassen. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens noch positiver entgegensehe, als davor schon. Auch hier wäre es eventuell besser gewesen, einfach länger dran zu bleiben und mehr auf einmal zu lesen. Denn am Ende hatte ich doch ein wohliges Gefühl. Leider ist der Funke zwischen dem Buch und mir nur nicht übergesprungen, weshalb ich ca. 4 Wochen für das Buch benötigt habe. Mir haben auch mehr Vergleiche zu anderen Grundeinkommens-Projekten weltweit gefehlt. Als ich das Buch gekauft habe, wusste ich nicht, dass es nur um ein Projekt geht. Daher vermute ich, hatte ich zu hohe Erwartungen vor dem Lesen, die natürlich unweigerlich enttäuscht werden mussten. 

    Daher am Ende dann leider nur 3 Punkte.

  9. Cover des Buches Was sollen wir von Künstlicher Intelligenz halten? (ISBN: 9783596297054)
    John Brockman

    Was sollen wir von Künstlicher Intelligenz halten?

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Alais
    Dieses Buch versammelt weit über 150 Meinungen von Wissenschaftlern aus einer Vielzahl von Disziplinen - Physik, Psychologie, Neurowissenschaften etc. - zu einem spannenden Thema unserer Zeit: Künstliche Intelligenz.
    Da es sich um ein brandaktuelles Thema handelt, in dem in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt wurden und das unsere Gesellschaft grundlegend verändern kann, das aber sowohl in den Medien als auch in der Politik meiner Meinung nach nicht die nötige Aufmerksamkeit erfährt, finde ich dieses Buch über alle Maßen wichtig. Denn, wie der Sänger und Songschreiber D. A. Wallach schreibt: "Der Weg, den wir einschlagen, hängt mehr von uns als von den Maschinen ab" (S. 292) und noch haben wir es in der Hand, wie wir die Künstliche Intelligenz gestalten - eine Frage, die uns alle und nicht nur die KI-Forscher angeht ...
    Die Bandbreite der in dem Buch wiedergegebenen Meinungen ist allerdings erheblich und letztendlich bleibt nur die Erkenntnis, dass die Bedeutung, die die Künstliche Intelligenz für das Schicksal der Menschheit haben wird, noch nicht feststeht. Vielleicht auch deshalb, weil wir vieles von dem, was die Künstliche Intelligenz nachbilden soll oder könnte (Bewusstsein etc.) noch nicht richtig verstehen. Neben den gebotenen Chancen, beispielsweise für gelähmte Menschen die Möglichkeit, über eine Hirn-Computer-Schnittstelle wieder sprechen zu können, sehen einige Wissenschaftler auch mögliche Gefahren von Systempannen mit katastrophalen Folgen über das Posterwerbszeitalter bis hin zum Ende der Menschheit (Stephen Hawking).
    Mich hat die Vielzahl der Meinungen erschlagen, sodass ich das Buch mit Unterbrechungen über mehrere Wochen hinweg gelesen habe, und ich hätte mir daher eine kleinere Auswahl gewünscht. Abgesehen davon war es aber für mich eine sehr bereichernde Lektüre, die zeigt, wie spannend die Zeit ist, in der wir leben ...
  10. Cover des Buches Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? (ISBN: 9783711001207)
    Daniel Häni

    Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Ganz ehrlich, das hört sich für mich völlig utopisch an. Und hier bin ich auch in einer gedanklichen Zwickmühle, vielleicht ganz einfach weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass es so läuft wie die beiden Autoren Daniel Häni und Philip Kovce in ihrem Manifest zu ergründen versuchen.

    „Der Sozialstaat war die Antwort auf die Industrialisierung. Das bedingungslose Grundeinkommen ist die Antwort auf die Digitalisierung…es steht jedem zu, weil er Mensch ist, und es lässt jeden frei, weil er Mensch ist.“

    Als Antwort würde ich den Sozialstaat nicht bezeichnen, eher als Ergebnis einer jahreslangen Entwicklung, in der plötzlich die Anliegen der Menschen ebenso gehört wurden, wie unternehmerische Vorrechte. Doch wie kann man nun wirklich ein bedingungsloses Grundeinkommen als Menschenrecht „verkaufen“ und wäre dies überhaupt leistbar? Denn die Finanzierbarkeit eines solchen kann ja nicht außer Acht gelassen werden. Und keinesfalls kann es so sein, dass die Arbeitenden die Aussteiger und Tagträumer mit finanzieren.

    Wenn es nach den beiden Autoren geht, dann ist Kreativität und Fantasie gefordert, um diese 95 Thesen zu hinterfragen und Lösungen zu erarbeiten. Z.B. lautet hier eine These: „Verschwörungstheorie – Wir glauben, die anderen seien faul.“ Nie würden wir das uns selber zuschreiben, oder?

    Als es in der Schweiz zu einer Umfrage bezüglich des Grundeinkommens (2500 Franken waren vorgeschlagen) kam, waren etwas mehr als 20% der Schweizer dafür. Für Österreich wurden von Experten ca. 1300 Euro pro Erwachsenem ermittelt, dies würde dem Staat ca. 27 Milliarden Euro kosten… Wie gesagt, Finanzierungsmöglichkeiten gibt es bestimmt, doch derzeit ist wohl vieles einfach noch nicht vorstellbar.

    Auf jeden Fall liefert uns dieses Manifest einen Denkanstoß und das soll es vermutlich auch sein -konkrete Lösungsansätze sind dünn gesät. Wie würde man selbst reagieren, wenn man sich nicht um seine Existenz kümmern müsste? Was würde man gerne arbeiten und welche Arbeiten könnte man sich gar nicht vorstellen, diese freiwillig zu erledigen? Welche Faktoren würden plötzlich die Oberhand gewinnen? Welche Priorität hat die sogenannte Work-Life-Balance für jeden Einzelnen?

    „Wir brauchen nicht Zuckerbrot und Peitsche, sondern Fantasie. Wir wollen nicht dressiert, sondern beflügelt werden. Das bedingungslose Grundeinkommen verleiht Flügel.“

    Ob diese Weichen heute bereits gestellt sind?

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