Bücher mit dem Tag "grundrechte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grundrechte" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)
    Ferdinand von Schirach

    Terror

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Bedoesque

    Auf der einen Seite zwingt Terror zum Nachdenken und fordert dazu auf eine Seite zu wählen, auf der anderen Seite zwingt es einem auch beide Seiten gleichermaßen auf. Keine Seite bekommt mehr Raum als die andere. Und am Ende bekommt man die Chance beide Gedanken zu Ende zu spielen und den Angeklagten entsprechend freizusprechen oder zu verurteilen.

    Gerade das macht dieses Theaterstück gut, wenn man es liest. Man kann auch lesen, wie das Urteil begründet worden wäre, wäre es gegen die eigene Entscheidung ausgefallen.

    Die Rede am Ende war dann noch das Sahnehäubchen.

    Von Schirach schreibt nüchtern, aber doch auch emotional genug, dass man oftmals nur nickend dasitzen und seinen weiteren Ausführungen folgen möchte. Weil er Raum gibt, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht dafür verurteilt, wenn es anders ausfällt als die porträtierte Entscheidung, weil er beiden Seiten die notwendige Aufmerksamkeit schenkt.


    Man reiche mir den nächsten Text von ihm. Ich werde ihn mit Freuden lesen und auf mich wirken lassen. 

  2. Cover des Buches Das Washington-Dekret (ISBN: 9783423215732)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Washington-Dekret

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Was mir selten passiert: Selbst das Essen war nicht mehr so wichtig, damit ich nur weiterlesen konnte (eineinhalb Tage für so einen doch ziemlich dicken Wälzer). Das Buch hat mir ein abgerundetes Bild geliefert und die Personen waren - sobald ich einmal in der Handlung angekommen war - durchaus schlüssig und abgerundet. Positive und negative Charaktere, die auch nicht einseitig gezeichnet waren. Ich habe es genossen!

  3. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492263764)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklex

    "Das Herz ihrer Tochter" hat Jodi Picoult zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemacht! Sie schafft es - scheinbar mühelos - dass der Leser schon nach kurzer Zeit ins Nachdenken kommt und alles zu hinterfragen beginnt. Die Handlungen der Personen im Buch und dadurch gezwungenermaßen auch unsere eigenen Handlungen. Unsere Gesellschaft. Die Welt in der wir leben. Man könnte meinen, dieses Buch würde "die Guten" und "die Bösen" klar voneinander trennen - immerhin reden wir hier über einen Mörder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt kein schwarz und weiß - der Leser soll sich seine eigene Meinung bilden. Der Stoff geth wirklich unter die Haut und lässt einen nicht los, auch lange nachdem man das Buch beendet hat. Großartig erzählt!

  4. Cover des Buches Schwarzblende (ISBN: 9783453410435)
    Zoë Beck

    Schwarzblende

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Trudi2011

    Hab das Buch gerade ausgelesen und bin sehr begeistert. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ich war sehr gespannt auf die Auflösung. Die war dann echt heftig und was mich wirklich betroffen macht, ist die Vermutung oder schon eher die Gewissheit, dass solche Dinge genau so passieren. Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung von mir!!!

  5. Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)
    Michael Crichton

    Next

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sarista

    Wohl kaum eine Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren so stark weiter entwickelt wie die Genetik. Beinahe täglich werden neue Gene entschlüsselt und es scheint, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wir frei in unsere Gene eingreifen und diese verändern können. Doch mit den wissenschaftlichen kommen unweigerlich auch die wirtschaftlichen Interessen und die setzen eben nicht den Fortschritt und das Wohl der Menschheit an die erste Stelle, sondern den Profit. Es geht um Patentrechte in Milliardenhöhe und alle wollen mitmischen. Micheal Crichton zeigt in seinem Roman "Next" wohin das führen kann beziehungsweise wohin es uns in den letzten Jahren schon geführt hat. Sein Roman ist kein Thriller im klassischen Sinne, sondern verfolgt eine Vielzahl von Handlungssträngen, die verschiedene Aspekte der Thematik aufgreifen und an persönlichen Schicksalen zeigen. Erst nach und nach wird klar, wie all diese Geschichten zusammenhängen und welche Konsequenzen die einzelnen Entscheidungen haben. Da die Handlung aus wechselnden Perspektiven geschildert wird, ist es kaum möglich "Die Bösen" und "Die Guten" auszumachen, denn dem Autor gelingt es, dass man die Motive aller Figuren versteht und somit ihr Handeln nachvollziehen kann. Die Spannung zieht der Roman aus der zunehmenden Eskalation einzelner Konflikte, die teilweise schließlich sogar mit Waffengewalt gelöst werden. Bis dahin verlangt der Autor dem Leser aber einiges ab. Immer wieder wirkt sein Roman mehr wie ein Lehrbuch und ohne genetisches Vorwissen zieht sich die eine oder andere Passage ein wenig. Wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einem spannenden Roman belohnt, aber gerade am Anfang muss man sich sehr konzentrieren, um bei all den Figuren und Ereignissen nicht den Überblick zu verlieren.

    Der Schreibstil von Michael Crichton ist sachlich und doch anschaulich. Er bringt die persönlichen Konsequenzen der aktuellen Entwicklung emotional rüber und kann so seine Botschaft sehr gut vermitteln. Unterstützt wird diese auch durch die Anmerkungen nach dem Roman, die die Handlung in die Realität einordnen. Da hat es mir besonders gut gefallen, dass auch ein Abschnitt zur deutschen Rechtslage eingefügt wurde.

    So ist "Next" in Summe gute Unterhaltung, durch die man aber auch einiges lernen kann und auf jeden Fall das Interesse an diesem hochkomplexen Thema geweckt wird. Und allein das ist das Lesen schon wert, denn die nächsten Jahre werden sicherlich noch einige alles verändernde Entwicklungen auf dem Forschungsgebiet der Genetik bringen.

  6. Cover des Buches Trotzdem (ISBN: 9783630876580)
    Ferdinand von Schirach

    Trotzdem

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Trotzdem" war eine durch und durch interessante Lektüre - mir allerdings etwas zu lasch. Zu wenig hat nachgewirkt und nichts konnte mich wirklich nachhaltig beeindrucken oder beschäftigen. Leider hat mir komplett der Mehrwert gefehlt, das "Neue", Bahnbrechende, das "Wow, das wusste ich nicht". 

    In einer Art "Chatverlauf" gehen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland - Ende März 2020 - der Frage nach, ob der Shutdown unserer Gesellschaft auch den Shutdown unserer Grundrechte bedeutet. Sie beschreiben wie die Corona-Pandemie unsere freiheitsliebende und -verwöhnte westliche Gesellschaft mit voller Wucht in einen soziokulturellen, wirtschaftlichen und politischen Ausnahmezustand katapuliert hat und stellen fest: "Das Corona-Virus hat uns an eine Zeitenwende gebracht. Beides ist jetzt möglich, das Strahlende und das Schreckliche."

    Heute, rund 8 Monate später, hält uns die Pandemie nach wie vor im Würgegriff. Zweiter Lockdown. Viel Gespaltenheit. Viel Diskussion. Viel Unsicherheit. Die Denkanstöße, die Schirach und Kluge bereits im März durch "Trotzdem" geben, lassen sich genauso gut auf heute übertragen. Dazu gesagt werden muss allerdings, dass zum Zeitpunkt des 30. März zwar die Lockdown-Situation ähnlich wie heute war, aber in der Zwischenzeit im Corona-Sommer und -Herbst gesellschaftlich einiges in Bewegung geraten ist, was  - logischerweise - alles fehlt. Aus diesem Grund kam mir der Fokus auf die Vergangenheit manchmal etwas lückenhaft vor. Vor allem konzentrieren sie sich auf die Frage, wie man im Umgang mit Seuchen, Pandemien und Epidemien aus der Vergangenheit lernen kann und das fand ich höchstspannend. 

    Alles in allem war ich nach den 70-Seiten Corona-Talk allerdings doch eher enttäuscht. Zu doll klang mir das Schulterzucken-Motto "Hat's alles schonmal gegeben, wird schon werden" durch. Zu sehr hat sich das Buch nach historischem Schnelldurchlauf, nach Geschichtsunterricht und Theorie angefühlt. Zu weniges konnte ich persönlich daraus mitnehmen, das ich auf die heutige Situation hätte beziehen können, das mir hätte Mut machen oder Mut nehmen können. Deswegen - 3/5 Sterne



  7. Cover des Buches Jeder stirbt für sich allein (ISBN: 9783746767086)
    Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

     (302)
    Aktuelle Rezension von: LaKati

    In diesem letzten Roman von Hans Fallada, innerhalb nur weniger Wochen Ende des Jahres 1946 geschrieben, geht es um den Widerstand der kleinen Leute gegen den Nationalsozialismus. 


    Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist.


    Es ist immer wieder schwer und grausam, ein Buch zu lesen, welches den Nationalsozialismus zum Thema hat. Die Grausamkeiten, die beschrieben werden, das unendliche und unerträgliche Leid der Menschen, die Rohheit und Brutalität der Nazis und die vorherrschende Atmosphäre der Angst sind unbegreiflich. Und wie bei allen Werken über den Nationalsozialismus kann man sich nicht mit dem Gedanken trösten, dass alles nur Fiktion ist. Es war die Realität. Jeder stirbt für sich allein basiert zudem auf einer wahren Begebenheit. Hans Fallada ließ sich von dem Ehepaar Otto und Elise Hampel, das zwischen 1940 und 1942 Postkarten-Flugblätter in Berlin gegen Hitler auslegte und verraten worden war, zu diesem werk inspirieren.


    Neben den Protagonisten kommen viele Nebenfiguren und -handlungen vor, die Fallada intensiv betrachtet und beschreibt. Die Charaktere, die er dabei zeichnet, kann man alle eher als Typen bezeichnen. Dennoch ist es sehr spannend und interessant, deren einzelne Schicksale zu verfolgen.Die Charaktere wirken authentisch, was auch an der Sprache liegt, an dem Vokabular dieser Zeit.


    Mich hat der Roman gefesselt, bestürzt, erschüttert, fasziniert und er wird sicherlich noch lange nachhallen. Seine vielen Handlungsstränge, die unterschiedlichen Personen-Typen und die Atmosphäre der Angst wecken in mir den Wunsch, zu meinen literaturwissenschaftlichen Wurzeln zurückzukehren und eine Abhandlung darüber zu verfassen! ;-)

  8. Cover des Buches Angriff auf die Freiheit (ISBN: 9783423346023)
    Ilija Trojanow

    Angriff auf die Freiheit

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Dieses Buch ist wirklich lesenswert und man ist erstaunt über die Weitsicht der Autoren. Es handelt hauptsächlich um den „Kampf gegen den Terror“ und wie sich dadurch Staaten das Recht nehmen, die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte der Bürger zu beschneiden. Im Namen der Sicherheit !

    Heute, 10 Jahre später, ist die Angst vor Terroristen nicht mehr so präsent. Wir haben es mit anderen Themen wie Flüchtlinge, Migration und Klimawandel zu tun. Welche Antworten haben die staatlichen Institutionen? Mehr Gesetze und Verordnungen.          Die folgende Aussage:

    [S. 83] „Bevor neue Gesetze erlassen werden, muss die Akzeptanz der Öffentlichkeit vorbereitet werden. Die Einschränkung von Rechten kann nur mit Gefahren für die Gesellschaft und den Einzelnen gerechtfertigt werden. „  

     ist sehr gehaltvoll und sollte immer im Hinterkopf sein, wenn wir wieder medial mit Horrorszenarien konfrontiert werden.

    Juli Zeh ist Juristin und daher beleuchtet sie einige Standpunkte aus juristischer Sicht. Das fand ich interessant und bereichernd.

    Mit smarter Technik und Algorithmen ist eine neue Generation des 'Gläsernen Menschen' entstanden und die wenigsten sind sich des Werts und der Konsequenzen der „produzierten“ Daten bewusst.

    Das Buch ist wirklich lesenswert und alle Aussagen sind auf die heutige Zeit übertragbar. 

  9. Cover des Buches Little Brother (ISBN: 9780765323118)
    Cory Doctorow

    Little Brother

     (153)
    Aktuelle Rezension von: tob82
    "Little Brother" von Cory Doctorow wurde zuerst im Jahr 2008 veröffentlicht. Ort der Handlung ist San Francisco in der Gegenwart oder nahen Zukunft. Protagonist ist der 17-jährige Schüler Marcus Yallow. In der Post-9/11 Welt werden auch Schüler auf Schritt und Tritt überwacht. In seiner High School muss jeder Schüler mit einem Laptop arbeiten, der regelmäßig kontrolliert wird. Es gibt Gangüberwachungskameras (Gang im Sinne von Erkennung des Laufmusters einer Person) und alle Schulbücher sind mit RFID-Chips ausgestattet, deren Aufenthaltsort jederzeit abgefragt werden kann. Marcus besitzt profunde Technik-Kenntnisse und legt grundsätzlich viel Wert auf Privatsphäre. Die Umgehung der Überwachungsmaßnahmen stellt ihn vor wenig Probleme. Eines Mittags schleicht er sich zusammen mit drei Freunden aus der Schule, um eine Quest für ein Online-Computerspiel zu erkunden. Während sie durch SF auf dem Weg zu einem GPS-Ziel ziehen, kommt es zu einer starken Explosion. Terroristen haben die Bay Bridge in die Luft gejagt. Im Chaos der Ereignisse werden die Freunde daraufhin von Militärs aufgegriffen und als potentielle Terroristen in einem Geheimgefängnis unter übelsten Bedingungen verhört. Wieder auf freiem Fuß muss Marcus mitansehen, wie SF durch das DHS (Department of Homeland Security) immer mehr zu einer Polizeistaat-Zone umgewandelt wird. Sein bester Freund aus der Gruppe bleibt weiterhin verschollen. Im Angesicht dessen beschließt Marcus, einen Kampf für die Freiheit des Einzelnen aufzunehmen und Widerstand gegen das DHS selbst zu organisieren. Er stattet seine Freunde mit Kryptografie-Software aus und ersinnt Maßnahmen des zivilen Ungehorsams. Damit begibt er sich unweigerlich in noch größere Gefahr.

    Ich habe den Roman 2012 zum ersten Mal gelesen und jetzt erneut. Die Thematik von Sicherheit und Privatsphäre ist und bleibt ein wichtiges Thema. Durch die Ich-Erzählung aus Marcus' Perspektive erlebt man sich als Leser immer nahe am Geschehen und an seiner Gefühlswelt. Der Roman ist aus meiner Sicht die meiste Zeit über kurzweilig und kann mit einer gut konstruierten Story überzeugen. Auch das Ende erscheint mir passend. Bei David-gegen-Goliath-Geschichten ist das für mich nicht immer selbstverständlich. Die Verhöre sind emotional stark geschildert und wirken realistisch ohne dabei zu übertreiben. Ein Mehrwert des Romans besteht in gelegentlichen Erklärungen und Hintergrundinformationen zu erwähnter Technik und Verfahren. Auch die enthaltenen Diskussionen zum Thema Grundrechte finde ich spannend. San Francisco kommt mit seiner besonderen Geschichte als Ort der Handlung gut zur Geltung.
  10. Cover des Buches Staatsrecht 2. Grundrechte (ISBN: 9783811473195)
    Bernhard Schlink

    Staatsrecht 2. Grundrechte

     (7)
    Aktuelle Rezension von: m_maxwell
    Gut gegliedert, an Lehrplan orientiert, manchmal sogar übergenau (was ja nicht schaden kann).
  11. Cover des Buches Grundgesetz. Kommentar (ISBN: 9783406440465)

    Grundgesetz. Kommentar

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Grundrechte. Staatsrecht II (ISBN: 9783811498112)
    Bodo Pieroth

    Grundrechte. Staatsrecht II

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Standardwerk in der Juristenausbildung zum Thema Grundrechte, Die einzelnen Grundrechte werden hinlänglich und erschöpfend dargestellt und es werden weiterführende Lesetipps gegeben. Während sich in anderen Lehrbüchern (Leerbüchern) häufig Professoren mit ihrer eigenen Meinung präsentieren wollen, halten sich die beiden meiner Meinung nach an die hM, was klausurentechnisch natürlich nur zu begrßen ist. In erster Linie richtet sich das Buch an den Anfänger im ersten bzw. zweiten Semester, ob das Buch auch für die Examensvorbereitung ausreichend ist, wurde in meinem Umfeld jedoch bezweifelt. Ein Juraprof hatte mal in kleiner Runde erwähnt, daß man schön beobachten könne, wie die beiden Profs in 1-bis 3 Auflagen alle Neuigkeiten aufnehmen, so daß das Buch immer dicker wird, und sie sich dann zusammensetzten und wieder einige Sachen rauswürfen und das Buch dann zur nächsten Auflage wieder dünner werde.
  13. Cover des Buches Die Sicherheitsgesellschaft (ISBN: 9783531154787)
    Tobias Singelnstein

    Die Sicherheitsgesellschaft

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Angst essen Freiheit auf (ISBN: 9783806238914)
    Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

    Angst essen Freiheit auf

     (6)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


     

    Der aufrechte Journalist Heribert Prantl hat sie einmal die „Jeanne d`Arc der Bürgerrechte“ genannt, die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die 23 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestags war und in dieser Zeit von 1992 bis 1995 und dann noch einmal zwischen 2009 und 2013 als Bundesjustizministerin amtierte.

     

    Ihr ganzes politisches Leben lang war und ist ihr die Verteidigung der Grundrechte ein ganz großes Anliegen, denen sie sich als Liberale verpflichtet weiß. Zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland legt sie nun ein wichtiges Buch vor, in dem sie nicht nur erläutert, wie und warum die im Grundgesetz verankerten Grundrechte das feste Fundament unserer Demokratie bilden, sondern auch, wie sie durch Ängste vor äußeren und inneren Bedrohungen immer wieder bedroht sind.

     

    Ob es um die immer weitere Verschärfung des Asylrechts geht, den mangelnden Schutz personenbezogener Daten oder um die bedrohte freie Meinungsäußerung. Immer dort,  wo Sicherheitsgefährdungen behauptet werden, gleich von welcher Seite, scheint der Zweck offensichtlich  jedes Mittel zu heiligen. Und immer wichtiger wird: wo es um digitale Geschäfte geht, droht die informationelle Selbstbestimmung zu verkommen.

     

    An folgenden Themenbereichen, die gegenwärtig von Bedeutung sind und debattiert werden,  zeigt sie überzeugend, wo aktuell Grundrechte bedroht sind und in Frage gestellt werden:

     

    ·        Schutz der Menschenwürde

    ·        Schutz der Privatsphäre

    ·        Persönlichkeitsrecht

    ·        Meinungs- und Pressefreiheit

    ·        Religionsfreiheit

    ·        Asylrecht

     


    Immer wieder weist sie darauf hin, dass es auf jeden einzelnen Bürger ankommt, wenn es darum geht, unsere Grundrechte zu verteidigen:

    „Wir brauchen einen neuen Grundrechtsstolz der Bürgerinnen und Bürger. Wir brauchen Verfassungspatrioten anstelle von Nationalisten. Niemand kann und darf sich mehr herausreden. Jeder ist gefordert und jeder kann etwas einbringen. Machen wir uns klar, was wir verlieren, wenn die Grundrechte schleichend ausgehöhlt werden. Wenn Angst die Freiheit isst.“

     

    Das wichtige Buch ist ein  leidenschaftliches Plädoyer einer aufrechten Liberalen und Demokratin. Unser Land braucht mehr von ihnen.

     

     

     

     

  15. Cover des Buches Deutsche Geschichte für Dummies (ISBN: 9783527715879)
  16. Cover des Buches Arnold Brecht: Kann die Demokratie überleben? (ISBN: B004NTXJIY)
    Arnold Brecht

    Arnold Brecht: Kann die Demokratie überleben?

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Wenn ich dieses Buch in wenigen Worten beschreiben müsste, wären es wohl unter anderen die folgenden: Grandios, überlegt, erschreckend und angsteinflössend. Kann die Demokratie überleben ? Eventuell eine Fragestellung, die leicht irreführend ist. Es müsste folgendermaßen heißen: Ist die Demokratie imstande in ihrer Form weiterhin zu bestehen, ohne in eine Abart einer anderen Regierungsform (Despotie, Diktatur, Ochlokratie, Anarchie) über zu gehen ? Do ist es eine berechtigte Frage. Das demokratische System steht wieder in diversen Problematiken, vor allem im starken Kontrast zum kommunistischen System der UdSSR. UdSSR ? Ja. Dieses Buch ist 1978 geschrieben, also noch mitten im Kampf der beiden großen Hemisphären gegeneinander. Aus diesem Grund beleuchtet Brecht die Kernfrage aus dem Blickwickel des Vergleichs mit dem kommunistischen System. Zunächst baut er in einem Kapitel die Basics auf, in Bezug auf Kommunismus, Demokratie und anderen Regierungsformen, damit jeder Leser auf der gleichen Stufe steht und Brechts folgende Schritte nachvollziehen kann. In allen anschließenden Kapiteln stellt er die Demokratie in den direkten Vergleich mit dem Kommunimus. So in Bezug auf das jeweilige Wirtschaftssystem, die Institutionen, die in den jeweiligen Systemen die Macht innehaben, die strukturellen Schwächen und die Therapiemöglichkeiten. Beiden Systemen unterstellt Brecht recht bald die theoretische Möglichkeit und Fähigkeit zum längeren Bestehen, definiert aber ganz klar die Bedingungen, unter denen es ausschließlich möglich ist. Denn beide Strukturen haben gravierende Missstände. Im Kommunismus ist es die ungeplante starke freiheitliche Einschränkung des Volkes, die fehlende Fähigkeit des Volkes etwas gegen unfähige Herrscher zu unternehmen und der Hand zum Totalitarismus. Die Demokratie hat ebenfalls ihre Probleme. Es seien in erster Stufe die Postulierung von diversen menschlichen Grundsätzen, wobei sie jedoch unvereinbar sind ! Als Beispiel soll hier lediglich der Kontrast zwischen Freiheit und Gleichheit aufgeführt werden. Besonders schwerwiegend sind noch die Tatsachen, dass die Demokratie erstens nicht in der Lage ist bei existentiellen Krisen die Situationen in den Griff zu bekommen, weil das System voll und ganz auf Konsens und Kompromisse ausgelegt ist, zweitens nicht fähig ist wirklich langfristige Planungen in Angriff zu nehmen und drittens nicht mit einem gesunden Sozialismus vereinbar ist. Als eventuelle Möglichkeiten setzt er für die Demokratie in Aussicht, dass die Demokratie in einer wirklich menschenfreundlichen und demokratischen Form nur dann Bestand haben kann, wenn sie sich auf das besinnt, was die Basis einer Demokratie ist. Moral und Gemeinschaftssinn. Und einer gewissen diktatorischen Enklave innerhalb eines demokratischen Rahmens für die drohenden Krisen. Nun zur Bewertung, Meinungsäußerung etc. "Bestimmt ist es mal interessant zu wissen, was die Leute damals über das demokratische system dachten. Und außerdem habe ich momentan eh nichts anderes zu lesen -.-" Das waren meine Gedanken, als ich beinahe schon unfreiwillig (!) zu diesem Buch griff. Und selten habe ich mich so geirrt. In Bezug auf den Kommunimus hat das Buch wahrlich ausschließlich den Effekt, dass man mehr über den vergangenes Funktionieren erfährt, aber was Brecht über die Demokratie zu sagen hat, hat selbst nach 40 Jahren keinerlei Geltung verloren !! Denn was er hier als eventuelle Probleme der Demokratie aufzeigt, ist heute sogar stellenweise noch wahrer, als zu seiner. Zeit. Bestehende strukturelle Probleme, die er nennt, sind heute in stärkerem Masse eingetroffen, als früher. Zum Beispiel "Verfolgung persönlicher Ziele, die mit dem öffentlichen Interesse in Konflikt stehen" (Lobbyismus), "Wählen unfähiger Personen für öffentliche Ämter", "manipulieren der öffentlichen Meinung durch unaufrichtiges Reden, Demagogik, Werbetricks und ähnliches, um den wahren Willen des Volkes zu verfälschen oder zu verschleiern" (Politiker, Axel Springer Verlag, Bertelsmann), "Freund-Feind-Polarisierung in der Politik bei Vernachlässigung der demokratischen Forderung nach Solidarität". Alles ist in einer erschreckenden Art und Weise eingetroffen. Als essentielle Basics zählt Brecht beispielsweise folgendes auf: "dass jede politische Tätigkeit im besten öffentlichen Interesse unternommen und verfolgt wird", "dass politische Diskussionen mit Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit geführt werden", "dass von dem Wahlrecht so Gebrauch gemacht wird, dass diejenigen in die politische Führung aufsteigen, die am besten geeignet sind, dem öffentlichen Intersse zu dienen", "dass die Bürger sich gegenseitig als Mitglieder einer großen Gemeinschaft und nicht als Feinde betrachten (!!!)", "moralische Sauberkeit der öffentlichen Diskussion", "die Auffassung, dass politische Führung und Amtsverwaltung öffentliche Vertrauensstellungen sind" [...] Alles nicht vorhanden. Dies ist eins der Bücher, die uns klar vor Augen führen, was passiert, wenn wir als Bürger nicht bald etwas ändern. Besonders positiv anzumerken ist, dass Brecht in einer auffallend einfachen Schreibweise formuliert, die einfach zu verstehen und nachzuvollziehen ist. Auch baut er in seinem Buch selbst die geschichtlichen und poltischen grundlagen auf, sodass selbst unpoltische Leser alles begreifen können.
  17. Cover des Buches Grundrechte (ISBN: 9783866510807)
    Rolf Schmidt

    Grundrechte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Grundrechte (ISBN: 9783642283758)
    Volker Epping

    Grundrechte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Staatsrecht 2. Grundrechte (Grundrisse des Rechts) (ISBN: 9783406520624)
    Gerrit Manssen

    Staatsrecht 2. Grundrechte (Grundrisse des Rechts)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ofelia
    Sehr gut für Anfangssemester, sehr kurzer Überblick über die Grundrechte. Alleine jedoch nicht ausreichend
  20. Cover des Buches Überwachtes Deutschland (ISBN: 9783525300411)
    Josef Foschepoth

    Überwachtes Deutschland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    Gegenstand dieses Buches ist die Politikgeschichte, die Geschichte des Staates, insbesondere der Exekutive, konkret der Bundesregierung auf dem Politikfeld der inneren und äußeren Sicherheit am Beispiel der Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs in der Bundesrepublik zwischen 1949 und 1989. (S. 10) Aufgrund einer Sondergenehmigung durch das Bundesministerium des Innern wurde, nach erfolgter Sicherheitsüberprüfung durch den Verfassungsschutz, tatsächlich möglich, was zunächst nicht möglich zu sein schien. Der Autor bekam weitgehend ungehinderten Zugang zu den VS-Akten der Bundesregierung, mit Ausnahme der Akten der Geheimdienste (S. 13)

    Im Sommer 1963 [griffen die Leitmedien] den Staat erneut scharf an, als durch Indiskretionen bekannt wurde, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz seit Jahren Telefone von Bundesbürgern abhören und deren Postsendungen öffnen ließ. Zur Umgehung des Grundgesetzes, das die Unverletzlichkeit des Post- und Telefongeheimnisses garantierte, bedienten sich die Verfassungsschützer der Alliierten, die aufgrund von weiter geltendem Besatzungsrecht an deutsches Recht nicht gebunden waren. Worin bestand der eigentliche Skandal? Im Abhören des Verfassungsschutzes?[…] In der Ausnutzung alliierter Vorbehaltsrechte zur Umgehung des Grundgesetzes? […] Als der für den Verfassungsschutz zuständige Bundesminister des Innern, Hermann Höcherl, von all dem nichts wusste oder nichts wissen wollte und kurz darauf, nach Beratung mit seinen Spitzenbeamten, alles »absolut rechtens fand, hatte die Bundesrepublik eine neue Affäre, die »Abhöraffäre« (S. 120)“.
    Die Überwachung des deutsch-deutschen Postverkehrs und von im lnland aufgegebenen Postsendungen durch den eigenen Staat wurde bewusst heruntergespielt, verneint oder sogar strikt geleugnet. (S. 11)

    Das kommt einem irgendwie bekannt vor. Ersetzt man „Indiskretion“ mit Edward Snowden, Sommer 1963 mit Sommer 2013 und Hermann Höcherl mit Angela Merkel, könnte dieser Abschnitt so heute in jeder Zeitung stehen. Was ist passiert? Wie kann es sein, dass sich die Geschichte 50 Jahre Später 1:1 wiederholt mit dem kleinen Unterschied, dass das Maß der Abhöraktionen seitdem exponentiell gestiegen ist?
    Heißt es nicht: „ Die Grundrechte stehen […] über dem Staat und sind unmittelbar geltendes Recht, das alle drei Gewalten bindet. Aufgrund ihres vorstaatlichen und überpositiven Charakters dürfen und können sie durch keine Verfassungsänderung abgeschafft werden. (S. 11)“

    Die Realität sieht leider anders aus: „Der Staatsschutz, so die Begründung, sei ein höherwertiges Rechtsgut als das Grundrecht auf Unverletzlichkeit des Post- und Fernmeldegeheimnisses.“ (S. 9) Aus Siegerrecht wurde Besatzungsrecht, aus Besatzungsrecht wurde Vorbehaltsrecht, aus Vorbehaltsrecht wurde deutsches Recht und gesetzliche Verpflichtung der Bundesregierung, den Post- und Fernmeldeverkehr in der Bundesrepublik durch individuelle und allgemeine Überwachungsmaßnahmen auf Wunsch und im Interesse der Alliierten zu überwachen. (S. 196)

    Natürlich hat man dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt:

    „Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum G 10-Gesetz war ein Urteil, das in Sachen Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte deutlich hinter frühere Entscheidungen desselben Gerichts zurückfiel, indem es nicht mehr die Grundrechte als »höchstes Rechtsgut«, sondern den Staatsschutz als »überragendes Rechtsgut« definierte, »zu dessen wirksamem Schutz Grundrechte, soweit unbedingt erforderlich, eingeschränkt werden können« (S. 199)
    Noch zweimal war die G10-Gesetzgebung Gegenstand höchstrichterlicher Entscheidungen. 1978 wurde der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, 1984 erneut das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angerufen (S. 206)

    Gebracht hat es letztendlich nichts.

    Im Gegenteil, die Bundesregierung war/ist jetzt neben der Zusatzvereinbarung zum NATO-Truppenstatut auch durch das G 10-Gesetz und eine geheime Zusatzvereinbarung, die hier [in diesem Buch] erstmals veröffentlicht wird, weiterhin verpflichtet, die Überwachungswünsche der alliierten Nachrichtendienste so weit wie möglich zu erfüllen. (S. 15)

    Haben die Drei Mächte auf ihre über das Besatzungsrecht, das Vorbehaltsrecht, das Vertragsrecht, das deutsche Recht und Verfassungsrecht immer wieder fortgeschriebenen Rechte zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs bei den Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen verzichtet? […] Nein. Die geheime Zusatzvereinbarung zur Ausführung des G 10-Gesetzes von 1968 zwischen den drei Westmächten und der Bundesregierung wurde nicht aufgehoben, sondern blieb weiterhin in Kraft. (S. 17)
    Bis heute weigern sich das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst, Quellen für eine nicht in ihrem Auftrag durchgeführte historische Forschung freizugeben.
    (S. 16)
    Was war dies für ein Staat, der dem Aufbau eines starken Staates höchste Priorität einräumte und den Staatsschutz gegenüber den Grundrechten als höherwertiges Rechtsgut definierte? (S. 17)

    Und es wird noch schlimmer:

    Nach dem »Secret Memorandum« sollten Mitarbeiter und Informanten westlicher Geheimdienste vor einer Strafverfolgung durch deutsche Behörden geschützt und Mitglieder gegnerischer Geheimdienste oder Personen, die eine Bedrohung für die Sicherheit der Stationierungsstreitkräfte darstellten, möglichst schnell den Alliierten übergeben werden. (S. 45)

    Der hohe Anteil der Fernschreibleitungen in das westliche Ausland zeigt, dass die Amerikaner nicht nur die Feinde, sondern auch die Freunde überwachten und nicht nur an politischen und militärischen, sondern auch an wirtschaftlichen Informationen interessiert waren.
    (S. 55)

    Die konstante Weigerung der amerikanischen Behörden, ihre Überwachungen zu beschränken oder gar zu reduzieren, machte daher den Westdeutschen besonders »große Sorgen« […]Politiker protestierten und betonten, die alliierte Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar (S. 57) 7. Mai 1958 […]. Die USA bestanden darauf, auch weiterhin internationale Durchgangsleitungen zwischen Ost- und Westeuropa, zwischen der Bundesrepublik und dem Westen Europas sowie bestimmte Leitungen in der Bundesrepublik zu strategischen Zwecken allgemein überwachen zu können. (S. 60)

    Und das tun sie noch immer!

    Es ist jedoch nicht so, dass man nun der NSA den Schwarzen Peter zustecken kann. Das ist alles so gewollt. Die Bundesregierung kann das Volk nicht selber aushorchen. Die Politiker, allen voran erneut die SPD (welche Überraschung), haben immer darauf beharrt, dass die Vorbehaltsrechte erhalten bleiben, um auf Basis der Ausnutzung alliierter Vorbehaltsrechte das Grundgesetz zu umgehen (S. 120). Unsere Regierung hat uns verraten, schon immer und auch diesmal werden sie keinen Finger rühren, diese Verträge endlich aufzukündigen, weil sie das nicht wollen! Weil diese Konstrukte in ihrem Interesse bzw. dem der Geheimdienste ist. Die sitzen das aus wie 1963. Scheigen, leugnen und abwiegeln. Dafür hat Snowden sein Leben riskiert.
    Deutschland ist ein Vasallenstaat der USA, wie die DDR ein Vasallenstaat der UDSSR war, aber Deutschland, bzw. die BRD, war es freiwillig! Der Vergleich der Bespitzelung Ost und West ist schockierend. Die Wahrscheinlichkeit in der DDR unbelauscht zu telefonieren war deutlich größer als in der BRD, weil es der Stasi einfach an Geld und Technologie fehlte. Der Ostblock spielte, wie es bei Schachspielern üblich ist, mit offenen Karten. Man wusste, man wird bespitzelt und konnte Vorkehrungen treffen. Der Westen mit seiner Pokermentalität verschwieg sogar das, leugnete es und log und lügt den Bürgern weiterhin frech ins Gesicht. Wenn die DDR als Überwachungsstaat gilt, was bitte ist dann die BRD gewesen und was ist Deutschland heute?
    Das Buch raubt einem sämtliche Illusionen. Es ist tatsächlich rechtens, dass der BND jeden einzelnen von uns täglich bespitzelt und das bereits seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Wir wissen es nun und können uns schützen, so wie früher die Bürger der DDR. Wer darauf hofft, dass der deutsche Staat seine Bürger schützen wird, ist verloren. Es bleibt nur eines: verschlüsseln (was wenn es ernst wird nutzlos ist, weil alle Betriebssysteme Lücken für die Geheimdienste haben), von Hand schreiben und persönlich übergeben, bar zahlen, sich anonyme Sim Karten übers Netz besorgen und falsche Informationen streuen. Dem Staat kann und konnte man nie trauen und das wird sich auch nach den Snowden Enthüllungen nicht ändern. Das Leben in der DDR war bis auf die Reisebeschränkungen, was Bespitzelungen angeht anscheinend freier als jenes in der BRD, eine schockierende und extrem ernüchternde Erkenntnis. Das in Kombination mit den Theorien in Schirrmachers Ego und man kann nur noch empfehlen sich dem System wo nur möglich zu entziehen.

    Kleine Kritik am Rande, für die ich, wenn der Inhalt nicht so brisant und teils wirklich neu und aktuelle wäre, einen Punkt abziehen würde. Der Autor wiederholt sich häufig. Wenn man das Buch an einem Stück liest, nervt dieses ständige Wiederkäuen, das wohl den Lerneffekt verbessern soll, ungemein. Da das Buch jedoch höchstwahrscheinlich als Begleitlektüre für die entsprechende Vorlesung an der Uni Freiburg gedacht ist, und die Kapitel somit auch autark funktionieren müssen, ohne dass man die Informationen der vorherigen Kapitel kennt, ist das verschmerzbar.
  21. Cover des Buches Basiswissen Schule Politik mit CD-ROM (ISBN: 9783898180955)

    Basiswissen Schule Politik mit CD-ROM

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Babel
    Gute Einführung gerade für schüler. Erspart aber nicht das Grundlagenstudium und die Weitervertiefung.
  22. Cover des Buches Grundrechte-Report 2012 (ISBN: 9783596194223)
    Till Müller-Heidelberg

    Grundrechte-Report 2012

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Findelbuch
    Der Grundrechte-Report 2012 stellt eine weitere Fortsetzung der Grundrechte-Report-Reihe dar. Besprochen werden, wie in allen Grundrechte-Reporten, Themen, die unser Grundgesetz betreffen, bzw. Verstöße gegen selbiges Darstellen. Es wird hierbei immer die aktuelle Rechtssprechung betrachtet und in kurzen und prägnanten Texten zusammengefasst und bewertet. Der Grundrechte-Report 2012 gibt dem Leser einen (natürlich) eingeschränkten Überblick, über den Umgang mit der deutschen Verfassung. Es werden schwerpunktmäßig Fälle dargestellt, die einen Bruch oder zumindest falschen Umgang, nach den Vorstellungen der Autoren, mit dem Grundgesetz darstellen. Hierbei ist einiges lesenswertes entstanden und der interessierte Leser wird teilweise kopfschüttelnd dieses Buch lesen. Kopfschüttelnd in zweierlei Sicht: 1. Können die skizzierten Verstöße gegen das Grundgesetz nur Unverständnis hervorrufen. 2. Habe ich persönlich den Kopf geschüttelt, da mir der ewig sarkastische, ironische und teilweise (meines Erachtens nach) voreingenommene Ton mancher Autoren die Information als solche vermiest hat. Natürlich sind die Autoren in Positionen, in denen sie ganz klar als Interessenvertreter bestimmter Gruppen anzusehen sind (z.B. Autoren von ProAsyl) - ein Umstand den ich begrüße. Jedoch stellt dies keinen Grund dar, schon allein durch den Schreibstil, einen unsachlichen Umgang mit der jeweiligen Materie anzuschlagen und teilweise Behauptungen aufzustellen, die der Leser in keinster Weise nachvollziehen, geschweige denn überprüfen kann. Politisch kann jeder / jede LeserIn diese Lektüre einstufen wie er / sie möchte. Der Grundrechte-Report ist auf jeden Fall immer eine lesenswerte Lektüre, auch wenn in diesem Jahr mit nervigen Untertönen übersäht.
  23. Cover des Buches Im Netz der NSA (ISBN: 9781517677701)
    Kerstin Rachfahl

    Im Netz der NSA

     (11)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Tamara ist eine gefragte Sicherheitsexpertin für IT. Ihr Talent ist gefürchtet und hat ihr früh gezeigt das es auch tödlich enden kann. Sie bekommt einen Auftrag und bringt sie an die Grenzen. Doch es sind schon lange Menschen und die NSA hinter ihr her. Können Tamaras Bruder Sam und Tobias sie rechtzeitig retten?

    Das war ein Buch das schon ewig auf meinem Wunschzettel stand. Jetzt endlich habe ich mir es geholt. Warum habe ich so lange gewartet. Das Buch ist einfach umwerfend. Nervenkitzel, Gänsehaut und Emotionen. Es hat einfach was ich an Bücher liebe und das beste es überraschende mich immer wieder und hat mich zum Staunen und Nachdenken gebracht. Es war eine Geschichte wo man genau wusste was passiert und wie es endet. Tamara ist eine faszinierende Frau und kein Stereotyp. Gerade deshalb macht es Spaß sie zu Lesen. Tobias taucht am Anfang nur ab und zu auf. Ihn kann man auch nicht wirklich in eine Schublade stecken. Solche Charaktere liebe ich. Es beginnt die Geschichte schon voller Spannung und Action. Man denkt sich wie kann man da aufrecht halten bei einem solchen Anfang. Klar, geht es runter und man fragt sich was passiert jetzt noch. Aber genau das ist das interessante und wunderbare an der Geschichte. Sie verläuft nicht, wie man es kennt. Ich bin total begeistert und war auch etwas traurig als die Geschichte endete. Auf jeden Fall wurde ich noch mehr Bücher von ihr Lesen, denn mir gefällt ihr Schreibstil.

  24. Cover des Buches Ipsen Staatsrecht II (ISBN: 9783472067573)
    Jörn Ipsen

    Ipsen Staatsrecht II

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Fletcher
    Ipsen ist einer der größeren Namen im öffentlichen Recht und auch über seinen Lehrstuhl in Osnabrück hinaus bekannt. Das Buch ist sehr verständlich geschrieben, nur leider werden manche Themen zu kurz oder gar nicht behandelt. Da Ipsen zur Vertretung von Mindermeinungen neigt sollte dies nur eins von mindestens zwei Büchern zur Materie sein. Zitierfähigkeit und Fußnoten sind gegeben.

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