Bücher mit dem Tag "grundschule"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grundschule" gekennzeichnet haben.

176 Bücher

  1. Cover des Buches Lehrerin einer neuen Zeit (ISBN: 9783492062404)
    Laura Baldini

    Lehrerin einer neuen Zeit

     (103)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Die Protagonistin macht schnell klar, dass ihr Leben nicht gerade einfach ist und gleichzeitig gibt sie zu erkennen, dass sie für die damalige Zeit recht privilegiert ist. Als Frau hatte sie es sicher nicht leicht sich in einem männerdominierten Bereich (Medizin) zu beweisen. Die Geschichte weißt klare Lücken auf, manchmal kommt es zu Sprüngen, die nicht nachvollziehbar sind. Außerdem wirkt die Protagonistin recht egozentrisch. Doch vielleicht muss sie das auch sein. Die Erzählung wirkt alles in allem sehr langatmig und im Schlusswort wird von der Autorin des Buches selbst alles zusammengefasst, was das Buch zu einer Lektüre macht, die nur durchschnittlich ist. Man kann es lesen, muss aber nicht sein - vor allem, wenn man sich mehr über Wissen über die "Gründerin von Montessori" wünscht.

  2. Cover des Buches Isch geh Schulhof (ISBN: 9783404606962)
    Philipp Möller

    Isch geh Schulhof

     (249)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
    "Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

    Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

    Dieses Buch sollte gerne Pflichtlektüre werden, es ist sehr berührend weil es einen Zustand dieses Landes wiederspiegelt, den wir alle mehr oder weniger kennen die Politik sich aber niemals dazu äußern würde.
    Ich finde den Schreibstil unheimlich faszinierend, da Herr Möller durchaus kritische Töne anschlägt, diese aber duch den locker, flockigen Tonfall niemanden beleidigen können.
    In dem ostfriesischen Dorf in dem ich lebe gibt es diese Problematik nicht, allerdings weiß ich von Bekannten , die in großen Städten leben, dass sich in diesem Buch durchaus eine gefährliche Realität wiederspiegelt.
  3. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.306)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Handlungsstränge springen zwischen den Jahren 1957/1958 und 1985 hin und her. Teilweise werden Ausflüge in eine noch entferntere Vergangenheit unternommen. Alles bleibt jedoch sehr übersichtlich, es fällt nicht schwer zu folgen.
    Bleibt noch zu sagen was den Kern des Ganzen ausmacht. Eine Schar von Kindern stellt sich im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse einem namenlosen Grauen entgegen, das seit Ewigkeiten ihre Heimatstadt unsicher macht. Niemand scheint etwas zu unternehmen. Bis eine fremde Macht die grenzenlose Fantasie und Wagemut des kindlichen Geistes einzusetzen weiß und den Showdown einleitet...

  4. Cover des Buches Tausend kleine Lügen (ISBN: 9783404175437)
    Liane Moriarty

    Tausend kleine Lügen

     (129)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Eine idyllische Kleinstadt ,ein Mord und viele Geheimnisse.

    Wie bitte schön, sollte da meine Neugier nicht geweckt werden.

    Ich mochte den Schreibstil der Autorin wahnsinnig gern. Locker und flockig ,aber auch sehr einfühlsam und drängend.

    Es hat den Flair von Desperate Housewives, hat aber dennoch seine eigene Dynamik.

    Celeste, Jane und Madeline spielen hier mehr oder weniger die Hauptrollen.

    Dabei wurden ihre Persönlichkeiten sehr gut ausgearbeitet.

    Schicht für Schicht wird sie freigelegt, dabei geht die Autorin sehr einfühlsam, aber auch sehr eindringlich mit den jeweiligen Leben um.

    Sie nimmt sich Zeit und Raum, um die Charaktere als das zu präsentieren, was sie sind.

    Menschen mit Stärken und Schwächen.

    Menschen die ein Stück weit zerbrechen, dies sich aber nie eingestehen würden.

    Aber vor allem zeigt Liane Moriarty, wie wichtig Freundschaft, Akzeptanz und Vertrauen ist.

    Daneben gibt sie auch den Kindern sehr viel Raum sich zu entfalten, so dass man es wirklich verstehen und nachvollziehen kann.

    Sie zeigt das jeder von dem geprägt wird, was er erlebt. Vom nahen Umfeld.

    Und das ist einfach sehr interessant und gleichzeitig sehr beklemmend und verstörend.

    Aber gerade diese Aspekte sind es, die dieses Buch in meinen Augen einfach so großartig.

    Ich muss allerdings zugeben, dass mir der Einstieg gar nicht mal so leicht fiel.

    Denn ich wurde mitten ins Geschehen geworfen ,es fiel mir zunächst nicht leicht, Anschluss zu bekommen. Zudem ich die Spannung nicht spürte,weil ich nicht verstand.

    Erst später, von einem Moment auf dem anderen ,hat mich die Story mitten ins Mark getroffen.

    Ich konnte lachen, weinen, wütend sein, aber auch hoffen.

    Man erblickt hier einfach absolut perfekte Fassaden, diese zu durchbrechen, braucht Zeit.

    Die Erzählweise hat mir wirklich gut gefallen.

    Denn am Anfang war der Mord und dann taucht man in die Vergangenheit ein und erfährt wie es dazu kommen konnte.

    Zwischendurch gibt es noch Befragungen, die eine gewisse Tragik beinhalteten.

    Liane Moriarty zeigt uns Menschen, die einfach glaubhaft dargestellt werden, die bis in die Seele berühren.

    Mit ihrer Art, ihrer Einfühlsamkeit.

    Am Anfang hätte ich niemals gedacht, dass mich dieses Buch so packen könnte.

    Aber ich habe mich geirrt.

    Liane Moriarty bringt hier ernste und wichtige Themen zur Sprache, die beileibe kein Einzelfall sind, sondern tagtäglich passieren.

    Und vielleicht fühlt man deshalb auch so unglaublich mit.

    Zum einen sind es Frauen, die perfekt scheinen, es aber nicht sind.

    Denn hinter den Mauern brodelt es heftig.

    Dabei erlebt man, wie sehr sie von Selbstzweifeln, innerer Zerrissenheit und Angst geplagt sind. Aber andererseits kommt man aus diesem Kreislauf auch nicht heraus.

    Ein Dilemma, das sich stetig wiederholt und dabei immer größere Kreise zieht.

    Für mich eine unglaublich tiefgründige Story, die mir enorm ans Herz gegangen ist.

    Es erzählt von Werten ,von Schicksalen, Missbrauch ,Angst und dann erlebt man einfach Verbindungen, die man nie in dieser Form erwartet hätte.


    Fazit:

    „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty ist für mich eine absolute Überraschung.

    Eine tiefgründige Story voller Leid, Witz und Feingefühl.

    Gespickt mit brisanten Themen, die uns tagtäglich begleiten ,aber dadurch so unglaublich nachzuvollziehen sind.

    Mit dem Flair von Desperate Housewives und dennoch hat diese Story ihre ganz eigene Dramatik.

    Unbedingt lesen.

  5. Cover des Buches Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (ISBN: 9783423717410)
    Benjamin Alire Sáenz

    Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

     (233)
    Aktuelle Rezension von: Alina986

    Ich bin mit nicht all zu viel Erwartung in das Buch gekommen und verändert habe ich es fertig gelesen. Für das Buch habe ich nicht einmal zwei Tage gebraucht, da es so spannend war. Das Buch hat mir mit so vielen schönen Sprüchen und Denkanstöße gezeigt und mir damit geholfen, mich selbst zu akzeptieren. Aber nicht nur geht es um die Liebe zweier Jungs, sondern auch um die häusliche Situation von Dante. Ich kann nichts anderes sagen als, dass man von dem Buch viel lernt und nochmal, auch wenn es nur kleine Ding sind, diese überdenkt

  6. Cover des Buches Lehrerkind (ISBN: 9783492272964)
    Bastian Bielendorfer

    Lehrerkind

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Laura_Bodenhagen

    Ich lese gerne lustige Bücher, um zu entspannen und abzuschalten. Bastian Bielendorfer kenne ich von seinem Bühnenprogramm und finde ihn sehr unterhaltsam. Deshalb habe ich dieses Buch ausgesucht. Der Schreibstil ist durchweg flüssig, manchmal sind die Kapitel jedoch etwas langatmig. Teilweise fehlt es auch an Witz und Charme, darum nur vier Sterne.

  7. Cover des Buches Ziemlich beste Mütter (ISBN: 9783746633404)
    Hanna Simon

    Ziemlich beste Mütter

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Sternchen_liest
    Cover:
    Auf dem Cover ist jede Menge los. Der Hintergrund ist allerdings schlicht gehlaten, schwarz-grau meliert. Durch diesen kommen allerdings die vielen kleine Motive hervorragend zur Geltung. Der titel des Buches ist groß und markant in der Mitte des Covers platziert und sticht durch seine handschriftliche Gestaltung sofort ins Auge.
    Anhand der kleinen Motive wie Schnuller, Babywagen, Fläschen usw. hätte ich mit einer Story rund um eine frischgebackene Mutter gerechnet. Alles in allem finde ich das Cover aber passend zur Story.

    Was ich gerne zum Buch sagen möchte:
    In dem Roman "Ziemlich beste Mütter" von Hanna Simon lernt man Marie und ihren 7-jährigen Sohn Florian kennen. Marie hat sich für einen Umzug nach Berlin entschieden. Sie möchte so viele Kilometer wie nur möglich zwischen sich und ihren Ex bringen. Doch auch wenn die beiden knappe 600km trennen, werden sie immer eine Verbindung haben - ihren gemeinsamen Sohn.
    Marie findet in Berlin recht schnell Anschluss und freundet sich mit 3 Frauen an, die genau wie sie selbst einige Hürden in ihrem Leben meistern müssen. Und al swäre das noch nicht genug kommt ihr auch noch die Liebe dazwischen.

    Hanna Simon hat einen wunderbar leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil. Beim Lesen habe ich mich sehr gut in die verschiedenen Charaktere einfühlen können, auch wenn ich mit den ganzen vielen Namen und den dazugehörigen Problemchen anfangs etwas Schwierigkeiten hatte. Doch nach und nach habe ich das auf die Reihe bekommen.

    Die Handlung schreitet im Laufe des Buches schnell voran. Immer wieder passiert etwas neues, leider ist nichts so wirklich unvorhersehbar. Dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten und habe die Zeit mit dem Buch sehr genossen.
    Am Ende des Buches geht es sehr schnell ... wo vorher ein langes Katz- und Mausspiel herschte ist auf einmal alles sonnenklar. Das hätte ich mir etwas runder und geschmeidiger gewünscht.

    Fazit:
    Der Roman "Ziemlich beste Mütter" von Hanna Simon hat mir viel Freude bereitet und bekommt von mir 4 von 5 Sterne. Einen Stern habe ich abgezogen, weil die Hnadlung doch sehr vorhersehbar ist, aber lieben wir es nicht wenn alles sich zum Happy End wendet?

  8. Cover des Buches Das zaubernde Klassenzimmer (Das zaubernde Klassenzimmer 1) (ISBN: 9783845845111)
    Tina Zang

    Das zaubernde Klassenzimmer (Das zaubernde Klassenzimmer 1)

     (71)
    Aktuelle Rezension von: kinderbuchschatz

    Magie ist gleich Wille mal Vorstellung minus Zweifel ( Andreas Tenzer ). 


    Titel: Das zaubernde Klassenzimmer

    Autorin: Tina Zang

    Illustrationen: Sandra Reckers

    Verlag: @verlagarsedition @icherzaehldirdiewelt 

    Seitenanzahl: 144

    Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahre

    Preis: 13€
ISBN: 978-3845845111


    Inhalt: Nie im Leben hätte Elena gedacht, dass ihr die neue Schule im verschnarchten Kuhdorf Eigam Spaß machen würde. Doch seit die Kinder in dem bisher verschlossen Klassenzimmer unterrichtet werden, scheint es nicht mit rechten Dingen vor sich zu gehen. Plötzlich sieht Elena singende Mäuse, Rechenlösungen an der Tafel und von einem winkenden Skelett ganz zu schweigen. Was geht hier nur vor sich? 


    Meine Meinung: Hier hat mich direkt schon das Cover verzaubert, und auch der Inhalt hält einige Überraschungen parat, wie z.B. bunt illustriertes Vor- und Nachsatzpapier mit Charakterbeschreibung und Karte. Besonders habe ich mich aber über den kleinen Epilog gefreut, was in Kinderbüchern ja nicht so oft der Fall ist. 

    Ich war auch direkt in der Geschichte vertieft und konnte mich gut in Elena hineinversetzen. Die Autorin bettet die Themen Umzug und Freunde finden in eine alltäglich-magische Geschichte. Bis das Klassenzimmer allerdings zaubert, sind wir schon mitten im Buch, und grade als es endet wurde es spannend. Zum Glück erscheint Band 2 schon im Juli.

    Die Kapitel sind Erstleser geeignet, und trumpfen mit tollen schwarz-weiß Illustrationen auf. Außerdem ist das Buch bei Antolin gelistet. 


    Fazit: Ein Klassenzimmer, das sich viele wünschen würden, und bei dem man die Fortsetzung kaum erwarten kann.

  9. Cover des Buches George (ISBN: 9783733502096)
    Alex Gino

    George

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Zitronenbaum_blockade

    Alex Gino schafft es in seinem Kinderbuch auf eine unfassbar liebevolle und einfühlsame Weise die Geschichte von Melissa zu erzählen, auf deren Pass der Name "George" vermerkt ist und der bei ihrer Geburt das falsche Geschlecht zugeordnet wurde. Das Buch bildet alle Reaktionen auf ein Coming-Out ab und macht Mut, zu seiner Identität zu stehen.

    Durch eine gut durchdachte Darstellung von Melissas Gefühlen und Empfindungen schafft Alex Gino es, sowohl Kindern, Jugendlichen als auch Erwachsenen näher zu bringen, was es eigentlich bedeutet trans* zu sein und mit welchen Ängsten und Reaktionen trans* Menschen konfrontiert sind.

    EIn deutlicher Kritikpunkt meinerseits ist der Titel des Buches, an welchem ich mich sehr gestoßen habe, denn es ist nicht Georges Geschichte, der ja sowieso eigentlich nur auf dem Papier existiert. Das im Buch selber der Name George genutzt wird, ist deshalb noch verständlich, weil Melissa sich durch Einflüsse ihres Umfeldes verzweifelt als George wahrzunehmen versucht, aber im Titel ist es für mich klares Deadnaming.

    Was mich besonders begeistert und schließlich auch zum Weinen gebracht hat ist die Freundschaft der beiden Mädchen und der bedingungslose Zusammenhalt, was einmal mehr verdeutlicht, dass Kinder nicht vor Themen und Realitäten "beschützt" werden müssen, sondern mit ihnen darüber gesprochen werden muss!

    Für mich steht deshalb fest, dass jede*r und damit meine ich wirklich JEDE*N dieses Buch gelesen haben sollte und denke, dass es unfassbar viel Awareness schaffen kann!

  10. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (189)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Die Katastrophe klingt wie aus der Zeitung; das Ereignis spielt das Geschehene bis an den Rand der Obszönität herunter; und der Tag, an dem unser Sohn einen Massenmord beging ist zu lang, stimmt’s?“ (S. 25) 

    Nachdem mich der Film „We need to talk about Kevin“ nachhaltig faszinieren konnte, holte ich mir die deutsche Ausgabe des Buches „Wir müssen über Kevin reden“ von Lionel Shriver, welches bereits 2003 erschien. Bei meiner Ausgabe handelt es sich um die Filmausgabe von 2012 im Ullstein Taschenbuch Verlag, die 560 Seiten umfasst. Mein Anspruch war es, mehr über die Gefühlswelt der Mutter zu erfahren und ich wurde auch nicht enttäuscht.

    Eva Khatchadourian ist eine erfolgreiche Herausgeberin des Reiseführers „A Wing and a Prayer“ als sie sich mit 37 dazu entschließt, ein Kind zu bekommen. Doch anstatt eines Familienidyll beginnt ein ständiger Kampf und am Ende begeht Kevin eine schreckliche Gewalttat. Für Eva bleibt die Zeit stehen und sie fragt sich, wie viel Schuld sie selbst an dieser Entwicklung hatte… 

    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Eva geschrieben, weshalb man sich unweigerlich in ihrem Kopf befindet und damit auch mit ihrer Version der Geschichte vorliebnehmen muss. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kevins Tat zwar von Anfang an bekannt ist, die Details aber erst nach und nach in Form von Briefen an ihren Ehemann Franklin ans Licht kommen. Diese Erzählart führt dazu, dass die Geschichte nur sehr langsam voran geht. Die eigentliche Tat wird erst auf den letzten 60 von 560 Seiten abgehandelt. 

    Eva ist ein Reisefan und hat Angst vor Verbindlichkeit. Einmal zieht sie eine dreimonatige Reise ihrer Zeit mit dem kleinen Kevin vor. Oft wird sie außerdem als gefühllos und narzisstisch beschrieben, wobei sie mit den anderen Menschen ebenfalls hart ins Gericht geht (vgl. S. 384). Von Kevin wird sie als selbstgerecht, herablassend und überheblich betitelt (S. 393). 

    Die Entscheidung zu einem Kind fällt ihr zunächst schwer, die Mutterschaft wird als „fremdes Land“ (S. 33) bezeichnet. Mit 37 ist sie endlich bereit, diesen Schritt zu wagen und freut sich auf das neue Abenteuer. Allerdings kommen ihr schnell Zweifel an dieser Entscheidung und sie bereut Kevin, bevor er überhaupt geboren ist (S. 107). Auch später hat sie das Gefühl, sich als Mutter nicht genug angestrengt zu haben (S. 113). Eine postnatale Depression lässt sie aus der Wut auf sich selbst, versagt zu haben, gar nicht erst feststellen und stirbt fast, als sie mit einem Milchstau nicht zum Arzt geht. Sie bestraft sich immer wieder selbst. 

    Zudem hat Eva ab der ersten Sekunde das Gefühl, dass Kevin sie hasst. Er verweigert ihre Milch, schreit in einer Tour und weigert sich zu sprechen. Irgendwann gibt sie sogar zu, Kevins Nähe unerträglich zu finden (S. 204). Kevin nehme ihr alles, was sie je ausgemacht habe (S. 238). Trotz dieser ambivalenten Beziehung liebt Eva ihren Sohn. Als Kevin krank ist und sie gemeinsam Robin Hood lesen (S. 333), erlebt sie zum ersten Mal eine friedliche Zeit mit ihm. Außerdem besucht sie ihn regelmäßig im Gefängnis (S. 61) und hadert mit dem Ruf als schlechte Mutter, den sie ihrer Meinung nach aber absolut verdient (S. 104). Sie findet etwas Trost, als sie erkennt, dass es schwer ist, eine Mutter zu sein (S. 237) und sie ihr Bestes gegeben hat und noch gibt.  Weiterhin bewundert sie Kevin für seine Außergewöhnlichkeit (S. 460), als er über PC-Viren redet oder wie er im Fernsehen auftritt (S. 494). 

    Die Frage nach dem „Warum“ wird immer wieder gestellt, aber nie beantwortet. Sie beschäftigt Eva sehr, auch wenn sie weiß, dass es keine befriedigende Antwort auf diese Frage gibt. Vielleicht will Eva auch eine lange Zeit gar keine Antwort finden (S. 238). Sie gibt sich selbst die Schuld zu kalt, egoistisch oder kritisch gewesen zu sein (S. 236). 

    Gut gefallen hat mir an dem Roman die radikal ehrliche Erzählweise. Eva geht zwar mit sich selbst hart ins Gericht, rechnet aber auch mit den veralteten Vorstellungen der Gesellschaft an die „perfekte“ Mutter ab. Dabei ist der Schreibstil intelligent und humorvoll. Es ergeben sich aber auch immer wieder interessante Blickwinkel durch Evas Ehemann, der das absolute Gegenteil darstellt. Immer wieder stellte sich mir neben dem Gedanken der Verantwortlichkeit auch die Frage nach der Unterstützung für Eva. Zu guter Letzt hat mir auch die Aufarbeitung der Gewalttat gefallen. Es ergibt sich ein allumfassendes Bild über Opfer, Schaulustige, Familie, Justiz, Gefängnis und historische Fakten.

    Am Anfang fand ich den Schreibstil allerdings ungewohnt und die Briefform ermüdend. Die Geschichte kam mir an einigen Stellen ein wenig zu lang vor. 

    Ich würde den Roman denjenigen empfehlen, die vor einem langsamen, aber belohnenden Schreibstil (Briefform!) nicht zurückschrecken und sich für die Gefühlswelt einer Mutter, die ihr Kind nicht so lieben kann, wie es erwartet wird, interessieren. Das Buch bricht mit Konventionen und stellt die Frage nach dem „Warum“ bei Gewalttaten. Das Ende ist allerdings nichts für schwache Nerven und es hat mich einige Zeit gekostet, es gedanklich aufzuarbeiten. Ich gebe 4/5 Sterne. 

  11. Cover des Buches Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen (ISBN: 9783404608720)
    Johann König

    Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Johann König und seine Familie – Geschichten aus dem Alltag. Oder: Hoffentlich ist das nicht wahr!

    Meine Meinung:
    Ich finde Johann König witzig. Ich mag die Art wie er seine Geschichten vorträgt und was er auf der Bühne von sich gibt. Sein erstes Buch „Der Königsweg“ hat mir sehr gut gefallen, daher wollte ich „Kinder sind was Wunderbares“ unbedingt haben und lesen. Und ich bin bzw. war schockiert. Ein Buch über zwei überforderte Elternteile, die das Mittagsprogramm im TV nicht besser hätte darstellen können. Ein Alkohol- und Kaffesüchtiger Papa und eine Mutter, welche lieber ihre Freizeit beim Yoga oder mit Freunden verbringt und wenn sie mal was mit den Kindern macht, dann nur um sie zu stillen. Alle drei Kinder (ganz klein, Kindergarten und Schule) sind quengelig und unerzogen. Kennen keine Regeln / Grenzen und kommen viel zu spät ins Bett! In sich sind die Geschichten rund, aber nicht witzig, sondern schon fast ein Fall für das Jugendamt.

    Cover:
    Das Cover spiegelt den Inhalt wunderbar wieder. Ein hilfloser Mann und die Kinder machen alles kaputt.

    Fazit:
    Dieses Buch ist was wunderbares: Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen! Dann gäbe ich wohl auch mehr Sterne. So habe ich dieses Werk frühzeitig aufgegeben und daher gibt es nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

  12. Cover des Buches A Silent Voice 03 (ISBN: 9783770489985)
    Yoshitoki Oima

    A Silent Voice 03

     (29)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Shoya beginnt sich immer mehr zu öffnen, aber diese innere Zerrissenheit und eine gewisse Unbeholfenheit sind seine stetigen Begleiter. Jedoch sind einige seiner Gedanken auch zum Augenrollen und man denkt sich nur „Mach dir doch nicht immer so viele Gedanken, Junge!“. Dennoch lässt sein Verhalten und seine Zweifel, seinen Charakter unglaublich authentisch wirken. 

    Was ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, dass er sich mit Nao abgibt, die sich scheinbar kein bisschen verändert hat. Sie trägt keinen Mehrwert bei, ist einfach nur nervig und unsympathisch.

    Ansonsten ist es nach wie vor eine schön gezeichnete und wunderbare Geschichte, mit zwei tollen Protagonisten.

  13. Cover des Buches Amy und die geheime Bibliothek (ISBN: 9783446262119)
    Alan Gratz

    Amy und die geheime Bibliothek

     (31)
    Aktuelle Rezension von: xbuchmagiex

    Erster Satz: Alles begann an dem Tag, an dem mein Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verschwand.

    Inhalt: Eines Tages wird Amys Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verbannt, weil eine Mutter eines Mitschülers einige Bücher für ungeeignet hält. Doch das lässt Amy nicht auf sich sitzen und kämpft zusammen mit ihren Mitschülern, damit die Bücher wieder zurück in die Regale kommen.

    Meine Meinung: Amy ist eine sehr kluge und sympathische Protagonistin. Vor allem ihre Liebe und Begeisterung zu Büchern ist auf jeder Seite spürbar. In ihrer Freizeit entflieht sie gerne der Realität und verkriecht sich in die Bibliothek, denn Amy hat noch zwei jüngere Schwestern, die immer alles bekommen, nur Amy muss im Haushalt helfen und bei vielen Sachen zurückstecken. Wir erleben hier Amy zu Anfang als sehr schüchtern, doch nach und nach kommt Amy aus sich heraus und kämpft für ihre Leidenschaft.   

    Amy ist der Meinung, dass jedes Kind sein Lieblingsbuch lesen sollte. Allein die Eltern sollten darüber entscheiden dürfen, welche Bücher ihre Kinder lesen dürfen und nicht der Elternschulrat, der für alle Kinder durch die Verbannung der Bücher entscheidet.

    Aus dem Nachwort des Autors erfährt man, dass dieses Buch sogar ein Hintergrund hat, denn in den USA werden regelmäßig Bücher aus den Bibliotheken verbannt, weil irgendjemand sie als ungeeignet hält und das aus absurdesten Gründen. Damit werden diese für viele unzugänglich gemacht. In diesem Buch geht es, um die Freiheit zu lesen, denn alles Menschen und Kinder sollen lesen dürfen, was sie möchten. Niemand soll ihnen vorschreiben, was sie zu lesen oder zu denken haben.

    An diesem Buch sehen wir, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen, was einem am Herzen liegt.
    Dieses Buch ist sowohl für große als auch für kleine Bücherwürmer ein absolutes Muss.

  14. Cover des Buches Wer hat Angst vorm starken Mann? (ISBN: 9783956496974)
    Susan Mallery

    Wer hat Angst vorm starken Mann?

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Wer hat Angst vorm starken Mann?" von Susan Mallery,

    ist ein Buch, welches uns zeigt das auch starke Männer Ängste haben und das auch starke Frauen schwache Momente haben. Die Autorin nimmt uns wieder mit nach Fool's Gold und zeigt und zwei Menschen auf eine sehr intensive Art und Weise. Die Hauptprotagonistin Pia ist eine Power Frau, doch Mallery lässt uns hinter die starke Fassade blicken. Durch den Schreibstil und die Art wie sie auf Ernste Themen eingeht lässt sich das Buch sehr locker lesen. Wir dürfen als Leser auch hinter die Fassade des starken Raoul blicken. Durch die Sprünge in der Erzähleransicht von einem zum anderen bekommt die Geschichte noch mehr tiefe. Denn so sieht man nicht nur eine Seite der Geschichte sondern beide und das war hier sehr wichtig. Es ging sehr viel um Gefühle, Entscheidungen und Ehrlichkeit. Einige Schwere Entscheidungen mussten getroffen werden und bei jeder habe ich als Leser mit überlegt wie würde ich mich entscheiden. Könnte ich eine Ehe aus Vernunft eingehen? Könnte ich Kinder meiner besten Freundin zur Welt bringen? Wie würde ich mit den verschiedenen Situationen umgehen?
    Sehr ausfürhlich durften wir als Leser auch wieder an dem Leben der Einwohner von Fool's Gold teilnehmen, was doch immer wieder interessant ist, denn hier ist nicht jeder sich am nächsten, jeder steht für alle ein und niemand ist wirklich alleine.
    Ich kann auch dieses Buch empfehlen, denn es ist eine Gesunde Mischung, aus Fragen, Antworten, Gefühl, Ernst und Humor.

     

    Zum Inhalt:

    Pia muss den Tod ihrer besten Freundin verkraften und versucht sich mit Kater Jake anzufreunden, doch dann muss sie feststellen das sie gar nicht den Kater sondern die drei Embryonen geerbt hat. Völlig Überfordert mit der Situation stolpert sie förmlich in die Arme von Raoul. Für Raoul ist klar, das Pia die Babys bekommen wird und das er bei ihr sein will, doch er will sein Herz nicht riskieren und plötzlich ist Pia weiter weg wie er es wollte und auch der kleine Peter zieht sich von ihm zurück. Dabei wollte er doch nur das beste für die Beiden. Dank vieler Einwohner in Fool's Gold kommt dann doch noch alles anders.

  15. Cover des Buches Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend (ISBN: 9783423209632)
    Charles Bukowski

    Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend

     (183)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    In "Das Schlimmste kommt noch" erzählt Charles Bukowski von seiner Kindheit und Jugend in den 30er bis 40er Jahre, welche er an der Westküste der USA verbrachte.

    Eine schöne Kindheit mit Wohlstand und Harmonie im Golden State, ist hier leider nicht zu erwarten. Bukowski wird als Kind von dem Vater mit einem Lederriemen verprügelt, wenn er auch nur einen Grashalm nach dem Mähen stehen gelassen hatte. Hilfe von seiner Mutter bekommt er nicht, sie ist dem Vater hörig. Auch sie wird von ihm misshandelt und regelmäßig betrogen.

    Die Erzählungen seiner Jugend lassen erste Alkoholprobleme erkennen. Im Kollege nähert er sich dann dem Schreiben an, bricht dieses dann jedoch ab. 

    Der Schreibstil von Bukowski ist klar und wirkt ehrlich. Für mich persönlich ist er zu sehr, und fast schon pubertär, auf das männliche Ejakulat fixiert. Mehr hätte ich lieber über seine Schreibanfänge und seinen Zugang zur Literatur erfahren. Deswegen gibt es von mir auch nur 4 Sterne.

  16. Cover des Buches Leinen los, Seeräubermoses (ISBN: 9783789120206)
    Kirsten Boie

    Leinen los, Seeräubermoses

     (17)
    Aktuelle Rezension von: vielleser18
    Seeräuber-Moses ist nun Prinzessin auf dem Schloss, sie hat den Blutroten Blutrubin gefunden und er ist nun sicher bei den Seeräubern auf der Insel versteckt. Eigentlich sollte nun alles in Ordnung sein - aber nicht nur, dass Moses sich gar nicht mit dem Prinzessinnenleben anfreunden kann, passieren auch allerhand Dinge, die das Leben von Moses und den Seeräubern wieder durcheinander wirbeln.

    Dies ist der zweite Band um Seeräubermoses von Kirsten Boie. Wir kannten den ersten Band noch nicht, kamen aber gut in die Geschichte hinein. Wir - das ist mein 6jähriger Sohn, dem ich die Geschichte vorgelesen habe  und ich. Wir haben zwar eine ganze Weile für das 320 seitige Buch gebraucht, aber das war kein Probem.
    Meinem Sohn haben auch die Bandwurmsätze gefallen, dadurch wurde die Geschichte schön ausgeschmückt und hat richtig Spaß gemacht.
    Am besten gefallen haben ihm die Protagonisten: die Dohle Schnackfass, Seeräubermoses, Lütt Hein und Olle Holzbein, aber auch Rosa Rosenduft und die Prinzessin Isadora . Nicht jeder von denen war eine gute Figur, aber gerade das macht ja eine gute Geschichte aus, dass es gute und schlechte Figuren beherbergt.
    Besonders gut gefallen (als Mutter) hat mir die persönliche Ansprache der Autorin, die an vielen Stellen den Leser direkt "mit an Bord" nimmt. So erklärt sie den jungen Lesern viele Situationen, die damals ganz anders waren als heute, dies wird von ihr auch gleich bewertet , so dass die Geschichte authentisch beschrieben wird, aber auch der Bezug zur heutigen Zeit gezogen wird.


    Mein Sohn bekommt viel vorgelesen, auch längere Geschichten, daher war dieses Buch für ihn kein Problem. Aber es ist anspruchsvoll und daher wirklich nur für Kinder geeignet, die lange und konzentriert zuhören könnnen. Ein bestimmtes Lesealter kann ich daher nicht bestimmen, es kommt auf das bisherige Leseverhalten an. Allerdings ist es eher ein Buch zum vorlesen, und für Leseanfänger zu schwierig, um es selber zu lesen.
    Wir jedenfalls haben es mit Begeisterung gelesen.
  17. Cover des Buches Dancing Girls - Charlotte hat den Dreh raus (ISBN: 9783649666882)
    Heike Abidi

    Dancing Girls - Charlotte hat den Dreh raus

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Buchkaetzchen

    Meine Rezi von Januar 2016 :

    Es ging in dem Buch ums Tanzen. Die Dancing Girls wollen statt eines komischen Modetanz lieber einen supertollen eigenen Tanz machen. Dazu hatte Charlotte eine Idee. 

    Das Buch war schön und cool und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Manchmal fand ich die Sätze sehr lang, weil ich noch nicht ganz so viel alleine lese.  Ich fand die Bilder mit den Steppschuhen sehr schön und die Dancing Girls ist jetzt mein zweitbestes Lieblingsbuch. 

    Fazit: Ein tolles Buch für tanzverrückte Mädchen für das wir gerne 5 Blumen vergeben!

  18. Cover des Buches A Silent Voice 01 (ISBN: 9783770489961)
    Yoshitoki Oima

    A Silent Voice 01

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Schöner Manga mit Tiefe und ernsten Thematiken, Stichwort: soziale Isolation/Ausgrenzung.


  19. Cover des Buches Ben liebt Anna (ISBN: 9783407740991)
    Peter Härtling

    Ben liebt Anna

     (229)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Ich war am Anfang skeptisch, ob das Buch für Kinder so jung geeignet ist, da es ja schon eine traurige Note hat.

    Es hat sich aber herausgestellt, dass der Schreibstil sehr simpel und somit verständlich ist. 

    Das Buch thematisiert Ausgrenzung, Mut und Zivilcourage.

    Es hat sehr wenig Seiten und ist eine schnelle Lektüre.
    Ich würde das Buch ab 3. Klasse weiterempfehlen.

  20. Cover des Buches A Silent Voice 04 (ISBN: 9783770492145)
    Yoshitoki Oima

    A Silent Voice 04

     (20)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Meiner Meinung nach sind plötzlich zu viele neue Freunde da. Das macht die ganze Handlung sehr unübersichtlich und wirr. Zudem verstehe ich nicht, warum Shoya Menschen in Shokos Leben holt, die sie früher gemobbt haben und allem Anschein nach, sich kein bisschen verändert haben. Dadurch rückt die eigentliche Geschichte um Shoko und Shoya ziemlich in den Hintergrund, was sehr schade ist.

    Dennoch wird in diesem Band endlich Shokos Leben näher beleuchtet. Der Leser erfährt vieles über die Vergangenheit, auch als sie noch ein Kleinkind war. Spannend ist, dass hier besonders die Problematik behinderter Kinder in Japan thematisiert wird. Viele Japaner glauben nämlich, dass Menschen, die ein behindertes Kind haben, für ihre Boshaftigkeit in einem früheren Leben bestraft werden.

    Fazit:

    Meiner Meinung nach ist dieser Band bisher der schlechteste und das, obwohl man so einiges über Shoko und ihre Familie erfährt.

  21. Cover des Buches Ein ganz besonderer Stern (ISBN: 9783957348999)
    Anneli Klipphahn

    Ein ganz besonderer Stern

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Sissy_luzia

    In dem Buch "Ein ganz besonderer Stern" werden wir mitgenommen in die Familie Sander. Mit ihnen zusammen lernen wir viel über Traditionen und Hintergründe der Weihnachts- und Adventszeit. Durch kleine Geschichten, mal rein fiktiv, mal biografisch und manchmal etwas dazwischen, wird eine menge Wissen vermittelt. Wo kommt der Herrenhuter Stern her? Wie sah der erste Weihnachtsbaum aus? Was ist ein Paradiesbaum? Wie entstand der erste Adventskalender und vieles mehr. 

    Der Schreibstil ist wirklich schön. Für meine 4 und 6 Jährigen Mädchen ist es genau das Richtige. Doch ich denke das es ebenfalls für ältere Kinder unterhaltsam ist. Auch ich habe viel mitgenommen. Gemeinsam haben wir herzlich gelacht und gestaunt. Als sich das Buch dem Ende neigte, und ich den Kindern dies mitteilte, riefen sie gleich aus, dass wir es dann wieder von vorne beginnen sollen. 

    Nach jedem Kapitel gibt es eine Aktions- oder Bastelidee, die auch nicht zu kompliziert oder abgehoben ist. 

    Wer also ein Buch für ein paar schöne Lesestunden (und eventuell Bastelzeit) sucht, ist hier genau richtig. Ich spreche eine absolute Empfehlung aus!!

  22. Cover des Buches Warum unsere Kinder Tyrannen werden (ISBN: 9783442171286)
    Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Die Schrift ist groß, die Seiten sind dick, da fällt es kaum auf, dass das Buch nicht einmal 200 davon hat. Aber okay, man kann auch in wenigen Worten viel sagen. Bei diesem Autor ist es leider nicht so. Die ganze Zeit heißt es: "Das Problem ist nicht die Erziehung, sondern die Psyche der Kinder."* Und nu? Soll man jetzt resignieren und sagen: "Es liegt an der Psyche, ich kann da nichts machen." Oder soll man die Psyche der Kinder ändern? Aber wie? Darüber schweigt sich der Autor leider (in diesem Buch) aus. Dabei wäre es so einfach. Schließlich werden viele Fallbeispiele angeführt, die erst scheinbar wertfrei erzählt werden, gefolgt von der Analyse der unreifen Psyche des Kindes und dem Fehlverhalten der Erwachsenen. Hier müsste man einfach nur zeigen, was im jeweiligen Fall zu tun ist, um dem Kind zu helfen, eine altersgemäße Psyche zu entwickeln, indem es z.B. lernt, Frustration zu ertragen wie in der Geschichte mit dem imaginierten Muffin.

    Der Grundgedanke des Buches ist dabei ja gar nicht so verkehrt. Eltern von heute geben die Verantwortung an die Kinder ab. Sie machen die Kinder zum Partnerersatz oder Freund, wollen um jeden Preis geliebt werden. Und das ist falsch. ABER. Jeder vernünftige Mensch weiß doch, dass man mit konstruktiver Kritik zum Ziel kommt, nicht mit negativem Gemecker und Gejammer.

    Bis zum Ende des zweiten Kapitels habe ich durchgehalten. Dann habe ich einen Blick ins Inhaltsverzeichnis geworfen und gesehen, dass es immer so weiter geht. Also habe ich noch das Fazit am Ende des Buches gelesen und gesehen, dass da auch nur wieder steht: "Mit Erziehung kann man da nichts machen, es liegt an der Psyche. Ich will hier keine Ratschläge geben. Ich will, dass die Menschen sich des eigentlichen Problems bewusst werden."* Wie gut, dass ich mir den Mittelteil erspart habe.

    Zum Zusatz "Die Abschaffung der Kindheit" muss ich sagen: Ich sehe es genau anders herum. Viele Erwachsene wollen heute nicht erwachsen sein. Sie kleiden sich wie Teenager, spielen den ganzen Tag auf dem Handy oder Computer herum, essen zu viel Junk und drücken sich vor jeder Verantwortung. Das Problem ist also nicht die Abschaffung der Kindheit, sondern die unendliche Ausdehnung derselben.

    *Nicht wörtlich zitiert, sondern mit meinen eigenen Worten wiedergegeben.

  23. Cover des Buches Die Höhle am Meer (ISBN: 9783944824680)
    Veronika Aretz

    Die Höhle am Meer

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Luca336
    Ich habe das Buch " Die Höhle am Meer" von Veronika Aretz von meiner Mutter bekommen.
    Die Schriftform und die Illustrationen gefallen mir sehr gut! Ich finde es auch toll, das die einzelnen Kapitel nicht so lang sind und dass das Buch nicht so dick ist. So konnte ich es schnell durchlesen. Schade nur, das es kein Hardcover ist.

    Inhalt vom Buch:
    Jana und ihr Bruder Max machen Urlaub mit ihren Eltern am Meer. Da lernen sie den Jungen Marco kennen. Er möchte Ihnen beibringen, wie man mit einem Bodyboard auf dem Wasser umgeht.
    Doch dann wird das Bodyboard gestohlen und die Geschwister glauben, dass es sich in einer Höhle befindet. Das Abenteuer beginnt!

    Dieser Band war mein erstes Buch von Veronika Aretz. Obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, konnte ich dieses sehr gut ohne Vorwissen lesen. Die Autorin hat einen flüssigen, guten, kindgerechten Schreibstil.

    Ich, mit meinen 9 Jahren, fand das Quiz und die Baderegeln total cool. So konnte ich noch was dazulernen :-)


  24. Cover des Buches Läusealarm (ISBN: 9783959102506)
    Anna Herzog

    Läusealarm

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Thamke

    In dem Buch „ Läusealarm“ von Dr. Anna Herzog und Lucinde Hutzenlaub bekommt man Ratschläge und Tipps für die vielen kleinen und großen Probleme wenn man Kinder erzieht. Dabei ist das Buch in drei Abschnitte eingeteilt. Einmal für die kleinsten Kinder, dann für das mittlere Alter und als drittes gibt es Tricks für die Erziehung von Teenagern.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die humorvolle Schreibweise hat man Spaß das Buch zu lesen, auch wenn man keine eigenen Kinder hat. Die geeigneten Fallbeispiele zu fast jedem Thema, sind sehr gut ausgewählt und passen immer dazu.

    Man merkt aber auch, das viel Wert auf Krankheiten und wie sie zu behandeln sind gelegt wird. Das bricht aber nicht den Lesefluss ab.

    Das Buch ist für Erwachsene die schon eigene Kinder haben sehr zu empfehlen, da sie sich viele Tipps und Tricks abschauen können und sich in einigen beschriebenen Situationen wieder erkennen. Aber auch für kinderlose Leute ist das Buch empfehlenswert, da man sich schonmal auf die Zukunft mit Kindern vorbereiten kann und später dieses Buch als Ratgeber immer wieder zur Hand nehmen kann.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks