Bücher mit dem Tag "grusel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "grusel" gekennzeichnet haben.

549 Bücher

  1. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453272408)
    Stephen King

    Es

    (2.396)
    Aktuelle Rezension von: M_L777

    Ich habe „Es“ von Stephen King das erste Mal mit 14 Jahren gelesen. Heute, genau 16 Jahre später, liebe ich dieses epische Meisterwerk noch immer ganz genauso sehr wie damals. Egal, ob ich es klassisch auf dem Papier lese oder mich von der dichten Atmosphäre des Hörbuchs in den Bann ziehen lasse – die Faszination reißt einfach nicht ab.

    Was dieses Buch für mich so unfassbar stark und einzigartig macht, sind Kings detaillierte Beschreibungen. Besonders am Anfang, wenn er sich extrem viel Zeit nimmt, jedem einzelnen Charakter eigene, tiefgehende Kapitel zu widmen. Man lernt die Figuren wirklich von Grund auf kennen und schließt sie ins Herz. Auch diese eindringlichen Monolog-Erzählungen, durch die man noch tiefer in die Geschichte eintaucht, sind genau das, was ich an seinem Schreibstil so liebe.

    Und auch wenn ich früher große Angst vor Clowns hatte: Dieses Buch ist und bleibt ein absoluter Dauerbrenner in meinem Regal. Für meinen Geschmack schlichtweg genial!

  2. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.841)
    Aktuelle Rezension von: NicoleK1975

    Emma ist Psychiaterin und hat sich in eine geschlossene Anstalt eingeschlichen, um Versuche an Patienten aufzudecken. Nachdem sie ihren Bericht auf einer Fachtagung präsentiert hatte, begab sie sich in ihr Hotelzimmer. Sie war glücklich mit Philipp verheiratet, der sie unterstützte und hatte vor kurzem erfahren, dass sie endlich schwanger ist. In der Nacht wurde sie geweckt, betäubt, rasiert und vergewaltigt…
    Ein halbes Jahr später klingelt der Postbote und brachte Pakete…

    Der Schreibstil ist sehr detailliert und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Mir fehlte allerdings nach den ersten paar Seiten ein bisschen die durchgehende Spannung. Irgendwie plätscherte es so vor sich hin, dadurch hat mein Lesefluss etwas gelitten. Das wurde erst kurz vor der Hälfte besser.

    Emma war mir sympathisch. Sie litt manchmal immer noch unter den Dämonen ihrer Kindheit. Nach der Vergewaltigung verbarrikadierte sie sich im Haus. Ein halbes Jahr später brachte ihr der Briefträger, der einzige Mensch zu dem sie außer Philipp Kontakt hat, ihre Pakete und bat sie auch um die Annahme für einen Nachbarn. Den sie nicht kannte. Die Panik kam und die Paranoia wurde noch stärker.

    Emma wurde nicht wirklich ernst genommen. Ihre Verletzungen waren da, aber es gab Unstimmigkeiten: ihr Hotelzimmer gab es nicht, sie wusste nicht wie sie zur Bushaltestelle kam wo sie gefunden wurde und der Mann, der als Friseur durch die Presse ging hat nach der Vergewaltigung und Rasur keine der Frauen am Leben gelassen. Seit dem Vorfall verbrachte sie die Tage zu Hause, sie igelte sich ein und wollte zu niemanden Kontakt haben. Ab da wurde das Buch ruhiger, mir fehlte die Spannung beim Lesen. Alles dümpelte vor sich hin.

    Kurz vor der Hälfte bekamen die Vorkommnisse für mich eine erschreckend gefährliche Bedeutung. Ab da hat es mich etwas gefesselt - aber der Nervenkitzel hat gefehlt, für den der Autor so gefeiert wird. Ich hab schon Bücher gelesen, die mir den Schlaf geraubt haben - dieses hier gehört aber nicht dazu.

    Ein interessantes Buch mit Höhen und Tiefen. Am Ende kam dann einiges ans Licht, aber manches blieb für mich auch unklar. Durch eine List wurde der Täter entlarvt. Ich gebe diesem Buch gute 3 Sterne.



  3. Cover des Buches Haunting Adeline (ISBN: 9783987183416)
    H. D. Carlton

    Haunting Adeline

    (409)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo

    Zade und Addie, ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen und vielleicht war das hier das größte Problem. Zade, ist eine Red-Flag, auch wenn er seine guten Seiten hat, Addie, ist verkorkst, anders kann ich nicht ausdrücken, ihr Verhalten und ihre Gedankengänge, gingen mir meist ganz schön auf den Keks. 

    Die Geschichte selbst ist teilweise wirklich schwer zu ertragen, die Thematik geht einem wirklich unter die Haut. Der Autorin ist es gelungen neben der „Liebesgeschichte“ zwischen Addie und Zade mit ziemlich viel Spice, die mich oftmals einfach nicht abholen konnte, einen gut aufgebauten Spannungsbogen aufzubauen, der mich bei der Stange hielt. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, der dafür sorgt das ich trotz meiner Kritikpunkte wirklich wissen will wie es weitergeht. 

  4. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783755300298)
    Bram Stoker

    Dracula

    (1.180)
    Aktuelle Rezension von: Metalfischchen

    Handlung:

    Der junge englische Gentleman Jonathan Harker besucht den Grafen Dracula in dessen Schloss in Rumänien, um vermeintlich harmlose Immobilien-Geschäfte zu besprechen. Jonathan merkt bald, dass es im Schloss nicht mit rechten Dingen zugeht und versucht zu fliehen. Währenddessen wartet Mina, Jonathans Verlobte, langsam verzweifelnd auf Jonathan und erlebt dabei selbst Rätselhaftes.
    Ich habe angenommen, die Handlung würde hauptsächlich auf Draculas Schloss stattfinden, aber das stimmt nicht. Verschiedene britische Orte, darunter ein Irrenhaus und ein Hafen, werden zu weiteren Orten des Geschehens. Wir lesen die Handlung als Briefe, Tagebuch- und Logbucheinträge. Jonathan und Mina sind nur zwei von mehreren Hauptcharakteren. Schon früh im Buch verlassen wir Rumänien, denn Graf Dracula sucht neue Jagdgründe. Dabei trifft er auf seinen Hauptgegner, den Doktor und Vampirjäger Van Helsing, und ein Katz-Maus-Spiel beginnt.


    Meinung:

    Briefromane waren damals üblich, leider bin ich kein Fan davon, es herrscht immer eine gewisse Distanz zum Geschehen.

    Diese Distanz macht, dass ich mich eher wie eine Forscherin fühle als wie jemand, der sich aktiv gruselt, auch wenn das Beschriebene das Zeug dazu hätte, wenn nur ein bisschen mehr Atmosphäre vorhanden wäre.

    Weil Stokers Dracula nun mal so einflussreich ist wie es ist, habe ich als Leserin unwillkürlich eine Bingo-Karte ausgefüllt im Geist: «Da ist also der Knoblauch! Dort der Spiegel! Da der Pfahl!»

    Die Stoker-Version eines Vampirs hat sich bis heute ziemlich gut gehalten. Man kann Twilight und Co. belächeln, aber gebildet, reich, geheimnistuerisch, verführerisch und moralisch ambivalent sind Attribute, die sich gehalten haben und die im Allgemeinen bis heute nicht gross von Stokers Vorlage abweichen.

    Leider nicht zeitlos sind Stokers Versuche, die Sichtweise von Frauen darzustellen: «Alle wollen mich heiraten, ich will ja so gerne die perfekte Ehefrau sein, ich glaube ich weine jetzt ein bisschen. Schon tapfer von mir als zarter Frau, nicht ständig in Ohnmacht zu fallen», so liest sich das, unübertrieben. Bei diesen Passagen muss man die Zähne zusammenbeissen vor lauter Fremdscham. Auch die Männer werden in lächerliche Geschlechterrollen-Korsetts gezwängt und es gibt viele Monologe, warum es bspw. ausnahmsweise in Ordnung ist, dass ein männlicher Protagonist weint, oder warum sich ein echter Kerl nur so darum reisst, ehrenhaft im Kampf zu sterben. Das haben andere zeitgenössische SchriftstellerInnen besser gemacht. Wer hier einen "so-war-das-damals-halt"-Freipass vergeben will, hat einfach zu wenige Klassiker gelesen.

    Alles in Allem fand ich den eher dicken Band spannend, und wer sich als Horror-Fan fühlt, kommt fast nicht drumherum, diesen Grossvater der Grusel-Popkultur «zu Bildungszwecken» zu lesen, auch wenn die Gänsehaut ausgeblieben ist.

  5. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

    (2.145)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Inhalt

    Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.

    Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.

    Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …

    Meinung

    Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.

    Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen. 

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …

  6. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.016)
    Aktuelle Rezension von: Weida

    Eine Familie zieht in ihr Traumhaus, doch direkt am angrenzenden Wald liegt ein geheimnisvoller Tierfriedhof.

    Friedhof der Kuscheltiere war mein erstes Buch von Stephen King und es hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und erzeugt durchgehend eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt.

    Ich war komplett in der Handlung drin und fand sowohl die Geschichte als auch das Ende sehr gelungen. Die Verfilmung ergänzte das Buch für mich als Abschluss perfekt

  7. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

    (1.750)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Wer nur Stanley Kubricks Filmklassiker kennt, kennt nur die halbe Wahrheit. Während der Film auf visuelle Kälte und einen von Anfang an wahnsinnigen Jack Nicholson setzt, entfaltet Stephen King im Buch eine Tragödie, die einem das Herz bricht. Warum das Buch triumphiert:

    Der psychologische Verfall: Jack Torrance ist im Buch kein geborenes Monster. Er ist ein liebender Vater und Ehemann, der verzweifelt gegen seine Alkoholsucht, seine innere Wut und die Isolation kämpft. Das Overlook-Hotel nutzt diese Risse in seiner Psyche perfide aus. Dieser schleichende Verlust der Kontrolle ist emotionaler und packender als jeder Jumpscare.

    Das lebendige Hotel: Das Overlook ist im Buch kein bloßes Setting, sondern eine eigenständige, bösartige Figur. Von den unheimlichen Heckentieren bis zum tickenden, metaphorischen Heizkessel im Keller – die Atmosphäre ist so dicht, dass man beim Lesen selbst Beklemmungen bekommt.  Fazit:

    King zeigt hier meisterhaft, dass der größte Horror nicht von außen kommt, sondern aus dem Inneren eines Menschen entspringt. Ein absolutes Paradebeispiel dafür, dass kein Film jemals die Komplexität und die emotionale Wucht eines genial geschriebenen Buches ersetzen kann. 5 von 5 Sternen.

  8. Cover des Buches Saeculum (ISBN: 9783785577837)
    Ursula Poznanski

    Saeculum

    (1.952)
    Aktuelle Rezension von: RattusExlibricus

    Kategorie: Thriller | Mitraten | Kammerspiel

    Besonderheit: Ich nehme das Buch seit Jahren immer mal wieder zur Hand, wenn ich „leichtere“ Unterhaltung suche. Und obwohl ich die Auflösung auswendig kenne, nimmt mich die angenehme Spannung jedes Mal wieder mit.

    Worum dreht sich die Handlung?: Bastian ist Medizinstudent und sollte eigentlich dringend auf die Prüfungen lernen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lässt er sich von seiner brandneuen Freundin überreden, mit ihr und ihren Mittelalterfreunden einen Convention im Wald mitzumachen. Sogar eine ganz exklusive, bei der die Plätze begehrt und rar sind. Was als interessante und auch spaßige Erfahrung beginnt, schlägt schnell in bitteren Ernst um: Die Verbindung zur Außenwelt reißt ab, Leute verschwinden und mehr als eine Person scheint etwas zu verbergen zu haben. Wer hat es auf die Gruppe abgesehen und inszeniert perfide einen wiedererwachenden Fluch? Und wie lange dauert es, bis die ersten daran glauben und sich blind manipulieren lassen?

    Große Themen im Hintergrund: Gruppendynamik in Extremsituationen, Manipulierbarkeit, Rache

    Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):


    1. Handlung ***


    Die Handlung ist abwechslungsreich und hält Überraschungen bereit. Die Schilderungen sind greifbar und spannend dargelegt, das Setting ist ungewöhnlich. Allein vom ursprünglichen Spiel (bevor es schiefgeht) zu lesen hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Sagen- und Horrorelemente werden gut eingeflochten, es wirkt selten zu dick aufgetragen und wenn, wird das innerhalb der Handlung auch hinterfragt. Die Spannung entsteht durch die beklemmende soziale Situation, der Kontrollverlust und Unberechenbarkeit der Gruppe und nicht durch billige Effekte oder Gewalt. Das ist (leider) bei Büchern für diese Zielgruppe fast schon ungewöhnlich und toll umgesetzt. Die Schilderungen erzeugen gekonnt Spannung, die Motive sind unverbraucht und die Auflösung schlüssig. Viel Handlung entsteht durch Interaktion der Charaktere miteinander, es gibt aber auch externe Ereignisgeber.

    Die Endauflösung macht es sich vielleicht etwas einfach, bildet aber einen guten Abschluss zum Buch. Schön ist auch, dass es kein reines Happy End gibt, das wäre beim phasenweise doch recht misathropischen Grundtenor unrealistisch.

     


    1. Aufbau ****


    Der Aufbau läuft klar auf das Finale zu, nach einer Einleitung, die genug Zeit erhält, um das Setting auf sich wirken zu lassen, verdichten sich die Ereignisse schnell.  Die Auflösung ist gut gemacht und die Hinweise werden zur richtigen Zeit gegeben. Spannungskonstruktion funktioniert hier sehr gut. Kleine Hinweise sind gekonnt über das ganze Buch eingestreut, so dass man eine Chance bekommt, mitzuraten.

     


    1. Charakterzeichnung **°


    Leider der schwächste Punkt. Die Charaktere stellen oft ganz klar Klischees dar und einige bleiben sehr blass. Die wenigen Hauptcharaktere kommen besser weg, tappen aber auch hin und wieder in die Klischeekiste. Allerdings muss man dem Buch zu Gute halten, dass diese Klischees immerhin lebendig, konsequent im Verhalten und anschaulich geschildert werden, so dass man sie der Geschichte gut abkauft. Und gerade von der Interaktion dieser simpel gehaltenen Typen lebt das Kammerspiel – es hat also auch sein gutes. Und versprochen- einige Charaktere werden euch doch überraschen! Ein bisschen mehr Ambivalenz an der ein- oder anderen Stelle, gerade bei Nebencharakteren, wäre wahrscheinlich trotzdem drin gewesen. Beim ersten Mal lesen fiel es mir noch nicht so stark auf, aber die Charaktere altern mit mehrmaligem lesen nicht unbedingt super.

     


    1. Sprache und Stil ***


    Die Sprache ist klar, spannend und erzeugt Stimmung – genau richtig für einen Thriller. Natürlich kann man da kein sprachliches Meisterwerk erwarten, aber es ist schon ein bisschen mehr vorhanden als unbedingt nötig – nicht nur Spannung und Stimmung, sondern auch schöne Szenerien werden mit einer hohen Anschaulichkeit geschildert, Sprachverwendung und Wortschatz sind für einen Thriller sehr gut.


    1. Zielgruppe(n)


    Breite Zielgruppe. Menschen, die einen ungewöhnlichen Thriller mit Kammerspielflair und mystischer Atmosphäre suchen, der doch klar auf dem Boden der Realität bleibt. Das soziale Feld schafft hier die Beklemmung, nicht Gruselelemente – darauf muss man sich einlassen wollen. Das führt dazu, dass es zwischendrin vom Erzähltempo her auch mal ruhiger wird – vielleicht ein Stolperstein für klassische „Thrillerleser“. Vielleicht zu sehen als eine Mischung aus Jugendthriller, Kammerspiel und psychologischem Experiment (in dieser Reihenfolge).

     


    1. Fazit ***


    Ich lese das Buch trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung immer wieder gern zwischendurch, und das, obwohl ich die Auflösung kenne. Mir gefällt die Szenenzeichnung und die Art der Konstruktion. Das Buch bewegt sich ein bisschen zwischen den Genres, primär würde ich es als Kammerspiel-Jugendthriller bezeichnen. Das Setting ist unterhaltsam zu lesen und die Geschichte spannend erzählt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und angenehm, ohne ins banale abzurutschen.

  9. Cover des Buches Layla (ISBN: 9783423263085)
    Colleen Hoover

    Layla

    (780)
    Aktuelle Rezension von: reading_moments_with_nadia

    „Layla“ war für mich etwas ganz anderes, als ich erwartet hatte. Dass die Geschichte eine paranormale Richtung einschlägt, war mir vorher nicht bewusst. Als sich das nach und nach zeigte, war ich zunächst etwas skeptisch.

    Dieses Gefühl hat sich aber schnell gelegt und die Story hat mich zunehmend mitgerissen. Die Befragungen zwischen den Kapiteln haben immer neue Fragen aufgeworfen und die Spannung aufgebaut, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte. Gerade zum Ende hin wurde das Buch für mich immer spannender und ich wollte unbedingt wissen, wie alles ausgeht.

    Dass ich mich auf diese ungewöhnliche, paranormale Richtung der Geschichte eingelassen habe, hat sich für mich absolut gelohnt. Zum Schluss konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und mit dieser Auflösung hätte ich wirklich absolut nicht gerechnet! 

  10. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    BROM

    Der Kinderdieb

    (635)
    Aktuelle Rezension von: Pegasuff

    Der Kinderdieb hat mich sofort gepackt, weil Brom die bekannte Geschichte von Peter Pan in ein düsteres, brutales und zugleich faszinierendes Märchen für Erwachsene verwandelt. Die bekannten Elemente sind noch da, aber in einer Welt, die schonungsloser und gefährlicher ist. Da stehen Moral und Überleben oft im Konflikt. Die bildgewaltige Sprache und die intensiven Illustrationen verstärken die unheimliche Atmosphäre, und die Charaktere wirken komplexer und vielschichtiger als in anderen Versionen. Ein echt fesselndes Buch für alle, die klassische Geschichten gern mal aus einer finsteren Perspektive neu entdecken wollen. 

    Ich werde mir wohl auch die anderen Bücher des Autors mal anschauen.  

  11. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

    (1.647)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    3. Rezension

    Eine Hochzeit. Ein festlicher Moment. Und dann ein SMS-Signal, das alles verändert. „Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.“ Ein Lieferwagen hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich. Und eine Frau taumelt heraus, für die der Tod eine Erlösung wäre, so grausam wurde sie zerstört. Cody McFadyen liefert mit „Ausgelöscht“, Band 4 der Smoky-Barrett-Reihe, einen seiner intensivsten Fälle.

    Wichtig vorab: Die Reihe muss von Band 1 an gelesen werden. Smokys Trauma-Geschichte baut auf den Vorgängern auf. In „Ausgelöscht“ ermittelt sie in einem Fall, der über jede Vorstellung hinausgeht. Der Täter tötet seine Opfer nicht. Er hat verstanden, dass es für Menschen Schlimmeres gibt als den Tod. Er führt Lobotomien durch, mit chirurgischer Präzision, und macht Frauen zu leblosen Hüllen. Eines seiner Opfer war sieben Jahre in seinem Besitz. Weitere Opfer werden folgen, und Smoky steht ganz oben auf seiner Liste.

    Der schockierende Auftakt ist einer der stärksten der modernen Thriller-Literatur. McFadyen nutzt die Ironie der Szenerie meisterhaft. Eine Hochzeit als Ritual des Neuanfangs und Glücks, und in diesen Moment platzt das Grauen nicht als abstrakte Bedrohung, sondern als körperliches, unaushaltbares Bild. Wir sehen die verstummte Stille in der Kirche vor uns, spüren die Verzweiflung der Gäste und verstehen: Für Smoky Barrett ist auch dieses Leben nicht sicher. Der Täter kann sie überall erreichen.

    Das „Schlimmer als der Tod“-Konzept bohrt sich tief in die Psyche. Die Lobotomie war historisch eine echte medizinische Praxis, die Menschen zu Schatten ihrer selbst machte. Diese Realität macht das fiktionale Verbrechen umso beklemmender. McFadyen stellt fundamentale Fragen: Was macht uns aus? Was ist die Grundlage unserer Person? Können wir überleben, wenn unser Bewusstsein zerstört ist? Diese existenziellen Dimensionen heben das Buch weit über einen bloßen brutalen Thriller hinaus.

    Smoky Barrett ist eine der bemerkenswertesten weiblichen Ermittlerinnen im modernen Serienkiller-Thriller. Keine perfekte, unversehrte Ermittlerin, sondern eine schwer traumatisierte, sichtbar verletzte, aber unbeugsam entschlossene Frau. Sie ist gebrochen und stark zugleich, verletzt und entschlossen, traumatisiert und funktional. Diese Ambivalenz macht sie glaubwürdig. Die Präsens-Ich-Perspektive verstärkt die Intensität enorm. Wir sind in ihrem Kopf, spüren jede Trauma-Reaktion, jeden Flashback, jeden Moment professionellen Fokus. McFadyens Sprache ist dabei bemerkenswert präzise, mit poetischen Momenten inmitten des Grauens. Er ist kein rein reißerischer Genre-Autor, sondern schreibt mit echter literarischer Sensibilität.

    Warum trotzdem nur vier statt fünf Sterne? Der Mittelteil hat Längen. Nach dem furiosen Auftakt hat McFadyen Mühe, die Spannung durchgehend zu halten, einige Ermittlungspassagen wirken redundant. Der finale Twist ist gut, aber nicht überragend, wer viele Thriller liest, wird einiges ahnen. Der Täter selbst ist psychologisch weniger komplex gezeichnet als andere McFadyen-Antagonisten, er wirkt mehr böse als tiefgründig. Auch Smokys Trauma-Ebene wird weniger intensiv aufgegriffen als in den Vorgängern, und Adoptivtochter Bonnie hat weniger Präsenz. Innerhalb der Reihe ist Band 4 nicht der stärkste, „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ übertreffen ihn.

    Ganz wichtig ist die dringende Warnung. „Ausgelöscht“ gehört zu den brutalsten Büchern der Reihe. Verstümmelung, sadistische Gewalt, systematische Zerstörung menschlicher Identität. Wer bei extremen Themen schnell an Grenzen kommt, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Selbstfürsorge ist wichtiger als Genre-Prestige. Bei Belastung: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

    Ein kurzer Nachruf-Gedanke sei erlaubt: Cody McFadyen ist 2023 mit nur 55 Jahren verstorben. Die fünf Smoky-Barrett-Bände sind sein literarisches Vermächtnis. Auch die Franziska-Pigulla-Hörbücher, die zu deutschen Kult-Interpretationen wurden, sind unbedingt eine Empfehlung.

  12. Cover des Buches Das Haus /House of Leaves (ISBN: 9783442739707)
    Mark Z. Danielewski

    Das Haus /House of Leaves

    (157)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky

    good god. this book was good for the first 250 pages and then it lost me. not because it was confusing (it IS confusing, don’t get me wrong and i LOVE how certain parts are written - backwards, upside down, two words on one page … *chef’s kiss*) but because the storylines (yes, there are multiple) are boring af to me. johnny’s juvenile humor, the „scary“ house which is nothing more than a deep, and i mean DEEP, hallway / hole, … i don’t know why but i just couldn’t get into it. there’s a whole lot of mental illness in this book. certain people (won’t say who) should have sought therapy instead of rambling in this book.

  13. Cover des Buches Die Stadt der besonderen Kinder (ISBN: 9783426517185)
    Ransom Riggs

    Die Stadt der besonderen Kinder

    (609)
    Aktuelle Rezension von: Smultrona

    Jacob und die besonderen Kinder von Miss Peregrine haben es aus der Zeitschleife von der Insel geschafft und sind nun auf dem Festland. Dort versuchen sie nicht nur dem Krieg zu entkommen, sondern weiterhin auch den Hollows. Außerdem brauchen sie dringend Hilfe für Miss Peregrine.

    Der zweite Teil verbirgt einige spannende Wendungen und Abwechslungen. Er steht dem ersten Teil in nichts nach.

  14. Cover des Buches Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe - Der Roman zur Serie (ISBN: 9783570315422)
    Jonathan Stroud

    Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe - Der Roman zur Serie

    (1.015)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwyrm98

    London und Geister – das gehört einfach zusammen. Auch wenn wir hier kein nebelverhangenes altes London mit dunklen Gassen haben, sondern ein Recht modernes Setting. Die Geschichte hat vor 50 Jahren einfach eine andere Abzweigung genommen. In dieser Realität Londons sind Geister allgegenwärtig und tödlich – und leider können Erwachsene diese nicht sehen. Aus diesem Grund kämpfen übersinnlich begabte Jugendliche in Agenturen gegen die Erscheinungen um das sogenannte „Problem“ einzudämmen. Die kleinste dieser Agenturen besteht nur aus 3 Mitgliedern: dem charismatischen Anführer Antony Lockwood, dem akribischen Rechercheur und Bücherwurm George Cubbins und dem neusten Mitglied, der übersinnlich extrem begabten Lucy Carlyle. Und um ihre Agentur vor dem Bankrott zu bewahren, machen sie sich auf das heimgesuchteste Haus in ganz England zu untersuchen...
    Ich habe dieses Buch bereits mehrere Male gelesen und trotzdem zieht mich die Geschichte jedes Mal wieder in Ihren Bann. Das Buch ist flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen und strotzt vor Humor. Die Charaktere sind liebenswert, die Geister schaurig und die Handlung spannend. Am Anfang gibt es zwar einen großen Einführungsteil, aber dieser zieht die Geschichte nicht in die Länge. Im Gegenteil, der Abschnitt ist sogar notwendig um die Charaktere kennenzulernen und zu verstehen wie sie ticken. Und auch die Welt wird einem dadurch nähergebracht. Ein großer Pluspunkt ist auch das ausführliche Glossar am Ende des Buches, in dem man die verschiedenen Geisterarten, Waffen und Verteidigungsmittel noch einmal nachlesen kann.
    Ein Großartiger Auftakt der Reihe. Wer sich leicht gruselt sollte dieses Buch vielleicht besser nicht im Dunkeln lesen, Spaß macht es aber allemal.
    Wer Geistergeschichten, Spannung und Geheimnisse mag ist hier also genau richtig.

  15. Cover des Buches Die Dreizehnte Fee - Erwachen (ISBN: 9783959911313)
    Julia Adrian

    Die Dreizehnte Fee - Erwachen

    (982)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es gibt keine Happy Ends- für keinen von uns...

    1000 Jahre hat die 13. Fee geschlafen, betrogen von ihren Schwestern. Jetzt, als sie erwacht ist, ist Welt nicht mehr so wie sie einst war. Ihre Kräfte sind verschwunden, statt Fee werden sie jetzt Hexen genannt und Menschen fürchten sich vor ihnen. Hexenjäger machen jagd auf ihres gleichen.

    Von Rache getrieben, wegen dem Betrug ihrere Schwestern, schließt sie sich einem Hexenjäger an, um ihre Schwestern zu jagen. Aber Lilith ist nicht mehr die alte. Sie hat Gewissenbisse, empfindet Reue und sucht die Liebe. Aber sie kennt ihren Schwetsern gegenüber auch keine Gnade.

    Wie wird es enden?

    Es ist eine kurze Geschichte, mit knapp  200 Seiten. Die Kapitel sind schnell gelesen, man entdeckt viele bekannte Märchen und fragt sich, was treibt den Jäger und die Fee an?

    Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und bin gespannt, wie es weiter geht.. Einmal etwas anderes, ohne Happy End... oder gibt es vielleicht doch eines am Ende???

  16. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

    (700)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Taub

    Das Buch war so spannend das meine Fragen die sich im laufe der Geschichte aufgekommen sind, erst auf der letzten Seite komplett beantwortet wurde. Das finde ich an einem Thriller richtig gut, das dadurch die Spannung aufrecht erhalten wird und ich mir einen Teil der Geschichte erst im Kopf zusammenstellen kann und am Ende herauszufinden ob es stimmt oder komplett was anderes ist. Der Schreibstil ist unglaublich gut gehalten worden, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

  17. Cover des Buches Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (ISBN: 9783959911818)
    Christian Handel

    Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

    (159)
    Aktuelle Rezension von: jess_nixx

    Sehr viele, zum Teil sehr unterschiedliche Geschichten. Ein paar wenige ähneln sich aber tatsächlich auch etwas. Auch die Längen der Märchen unterscheiden sich sehr. Manche haben 5 Seiten, andere erscheinen dagegen, als wollten sie niemals enden. 

    Die meisten sind echt toll geschrieben und haben wirklich Spaß gemacht. Schön finde ich, dass vor jeder Geschichte eine kurze Info zum/zur Autor/in und was er/sie schon veröffentlicht hat gibt.

    Aber wie soll es anders sein bei so einer Menge an Erzählungen? Natürlich gab es auch welche, die mir nicht zu hundert Prozent zugesagt haben. Aber es gibt hier nur eine einzige Geschichte, die ich weder vom Schreibstil, noch vom Inhalt her mochte. Ich finde, dies ist ein richtig guter Schnitt! 

    Im großen Ganzen ist dies also eine gute, märchenhafte Sammlung, die ich sehr empfehlen kann. 

  18. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

    (644)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    In der Kleinstadt Castle Rock eröffnet der charmante und mysteriöse Leland Gaunt einen Antiquitätenladen namens „Needful Things“ in dem jeder sein Lieblingsstück zu einem niedrigen Preis inklusive kleinen Streich erstehen kann, wodurch sich Castle Rock langsam in ein Pulverfass verwandelt, was nur noch von Sheriff Alan Pangborn aufgehalten werden kann. Die sehr stille Handlung weist vor allem in ersten Viertel einige Längen auf, die zäh wirken und das Erzähltempo stark abbremsen.
    Bei den Protagonisten steht sowohl der manipulative Gaunt als auch der vom Leben gezeichnete Alan im Zentrum der Handlung, die sehr gegensätzlich dargestellt werden, was zu einer interessanten Handlungsdynamik führt. Nebenprotagonisten sind zahlreich vorhanden und tragen gekonnt zum Facettenreichtum der Handlung bei.
    Wer stille Gruselgeschichten mit psychologischer Tiefe und markanten Charakteren mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und von einem feinen Humor durchzogen.
    Einziger Minuspunkt: Die zähen Passagen, vor allem im ersten Viertel, mindern den Lesespaß ein wenig.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  19. Cover des Buches Thalamus (ISBN: 9783743206861)
    Ursula Poznanski

    Thalamus

    (769)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Blaurock

    Es war faszinierend aus den Augen Timos den Unfall zu erleben, das Aufwachen aus dem Koma. Da zeigte die Autorin einmal mehr ihr grandioses Einfühlungsvermögen speziell die jungen Erwachsenen betreffend.

    Als den eigentlichen Horror empfand ich Timos Unvermögen, seine Gedanken in Worte zu fassen. Faszinierend ist das geniale im doppelten Sinne generationsübergreifende Figurenensemble, samt Namenswahl.

    Poznansky liefert einmal mehr den Beweis, das Gedanken genauso rasant sein können wie vermeintliche Verfolgungsjagden a la James Bond.oder weniger Nicht zuletzt katapultieren mehr oder weniger schuldige Ärzte und Wissenschaftler den Science Fiction in die Realität.

    Ich wünsche diesem tollen Buch noch ein großes Lesepublikum 

    Andrea 

  20. Cover des Buches Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman (ISBN: 9783730613108)
    Mary Shelley

    Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman

    (639)
    Aktuelle Rezension von: Susi180

    Mary Wollstonecraft Shelley (1797–1851) wurde im englischen Somers Town geboren. 1814 folgte sie dem Dichter Percy Bysshe Shelley auf den Kontinent und lebte dort mit ihm zusammen. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete sie ihn 1816. Gemeinsam mit Lord Byron unternahmen beide eine Schweizreise, während der der Roman »Frankenstein« entstand. Percy Shelley starb bereits 1822; daraufhin kehrte Mary Shelley nach England zurück und widmete sich ganz der Herausgabe der Werke ihres Mannes. 


    Meine Meinung:

    Endlich habe ich dieses Buch gelesen. Was war das für ein Projekt. Ich hatte es so oft angefangen, und dann immer wieder zu Seite gelegt. Es hat einfach nie gepasst von der Stimmung. Jetzt aber, habe ich es beendet.


    Am Anfang kam ich überhaupt nicht rein. Ich kam mit der Sprache nicht so gut zurecht. Was keinesfalls heißt, das diese schwierig zu lesen ist. Aber es was einfach nicht meins. Und dann kam der Moment, wo ich richtig Lust hatte das Buch zu lesen. Ich muss allerdings dazu sagen, ich hatte vorher den Film geschaut.


    Wenn man die Geschichte erst mal auf sich wirken lässt, die Figuren ins Herz geschlossen hat, erwartet einen hier was sehr emotionales. Und das hätte ich ja gar nicht erwartet. Es ist eben nicht das Böse, sondern eigentlich das was uns Menschen ausmacht und wonach wir uns sehnen. Liebe und Zuwendung.


    Das Buch hat mich am Ende wirklich begeistert. Und wenn man mal überlegt, wie alt diese Geschichte schon ist. Wahnsinn, wie aktuell doch die Thematik. Das Buch hat eine klare Botschaft die mich wirklich mitgerissen hat. Ein Klassiker der nichts an seiner Stärke verloren hat. Ich kann nur sagen, haltet auf den ersten Seiten durch, es lohnt sich. Und am Ende lies es sich super flüssig lesen. 

  21. Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)
    Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder

    (382)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Endlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch. 

    Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren. 

    Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.

    Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch. 

    In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.

    Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.

    Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.

    Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.

    „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.

  22. Cover des Buches Das Mädchen (ISBN: 9783453441095)
    Stephen King

    Das Mädchen

    (1.348)
    Aktuelle Rezension von: Japanophilie

    Ein junges Mädchen gerät bei einem Ausflug in die Wildnis plötzlich in eine ausweglose Situation und muss sich ganz allein durch eine fremde, bedrohliche Umgebung kämpfen. Mit wachsender Erschöpfung und Angst verschwimmen für sie Realität und Einbildung immer mehr. Während sie ums Überleben kämpft, klammert sie sich an ihre inneren Kräfte – und an die Hoffnung, nicht völlig allein zu sein. Stephen King erzählt eine packende, psychologisch dichte Geschichte über Mut, Angst und … Baseball.

    Ich lese die Bücher von Stephen King schon seit meinem zehnten Lebensjahr und liebe seine Werke wie „The Stand – Das letzte Gefecht“, „Es“ und „Der dunkle Turm“. In den letzten Jahren habe ich kaum noch etwas von ihm gelesen, doch als mir „Das Mädchen“ in die Hände fiel, habe ich direkt mit dem Lesen begonnen.

    „Das Mädchen“ ist an sich kein schlechtes Buch, allerdings ist der Horroranteil für meinen Geschmack zu gering. Während Trisha sich durch den Wald kämpft, unzählige Insektenstiche erträgt (dabei wäre ich vermutlich schon längst ausgestiegen, da ich sehr stark darauf reagiere), die Nächte mutterseelenallein verbringt und nach Nahrung suchen muss, wird diese spannende und dramatische Erzählung immer wieder durch Baseballpassagen unterbrochen.

    Tatsächlich ist der Sport ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, da Trishas fiktiver Beschützer ein Baseballspieler ist und sie diese Vorstellung braucht, um die Tage zu überstehen. Ich persönlich kann jedoch wenig mit dieser Sportart anfangen und bin generell kein großer Sportfan, weshalb mich solche Elemente – vor allem, wenn sie zentral für die Handlung sind – eher stören.

    Daher würde ich diesen Roman nur Leserinnen und Lesern empfehlen, die sich für das Thema Baseball interessieren und auf die typischen Horrorelemente von Stephen King verzichten können.

    Am liebsten hätte ich 2,5 Sterne vergeben.

  23. Cover des Buches Diviners – Aller Anfang ist böse (ISBN: 9783423741118)
    Libba Bray

    Diviners – Aller Anfang ist böse

    (362)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Versum

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, besonders das Setting hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. New York 1926 strahlt und zieht in seinen Bann.


    Besonders Evie sticht sofort heraus. Sie hat sich zu Hause fehl am Platz gefühlt. Bei ihrem Onkel kann sie endlich ihr Talent nutzen. Wobei dadurch natürlich die Gefahr immer näher rückt.


    Nicht zu vergessen: Sam, der Gelegenheitsdieb, der ihr viel zu nahekommt, hat mich in dieser Konstellation sehr fasziniert.


    Was soll ich sagen, sie sind gemeinsam eine tolle Einheit.


    Wo die Magie, das Konstrukt alles steigert, wird Jagd nach dem Täter spannungsgeladen.


    Sprich: die perfekte Mischung für (m)ein einnehmendes Lesevergnügen.


    Wo auch Humor und schlagfertige Austausche nicht fehlen dürfen.


    Ich kann euch sagen, ihr werdet verstrickt sein, es nicht aus der Hand legen und euch nach mehr sehnen.


    Das Buch verspricht ein spannungsgeladenes, fantasievolles Werk zu sein, bietet beeindruckende Charaktere, die sich einem sehr schnell ins Herz schleichen.


    Ich bleibe daher gut unterhalten und von der Stärke der Protas beflügelt zurück.


    Ein toller Einstieg in die Reihe, die viele Persönlichkeiten geboten hat, die hoffentlich bald ihr eigenes Werk erhalten.


  24. Cover des Buches In dieser ganz besonderen Nacht (ISBN: 9783570402610)
    Nicole C. Vosseler

    In dieser ganz besonderen Nacht

    (477)
    Aktuelle Rezension von: Reading_Love

    ~ KLAPPENTEXT ~

    Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos. Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen - zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche...

    ~ MEINUNG/ FAZIT ~

    Dieses Buch stand ziemlich lange auf meiner Wunschliste. Vor kurzem habe ich es mir dann endlich mal gekauft. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das Buch ist es Wert gelesen zu werden. Die Autorin entführt uns in das tragische, aber auch aufregende Leben von Amber. Der Schreibstil ist locker und ganz toll aus zwei Sichten beschrieben. Die Situation, mit der Amber lernen muss umzugehen, zeigt uns wie ein Mensch auf einen Tod eines nahe stehenden Menschen reagieren kann. Alles in einem wurde super recherchiert. Man bekommt auch einen super Einblick über die Stadt San Francisco. Es gab auch die ein oder andere Stelle, die sich ein wenig gezogen hat, aber das hat das ein oder andere Buch nun mal.

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