Bücher mit dem Tag "gruselroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gruselroman" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.403)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    David Hunter wird auf eine kleine Insel gerufen, da dort ein verbrannte Leiche gefunden wurde. Ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab und der Täter schlägt wieder zu.

    Den zweiten Teil der Reihe fand ich besser als den Reihenstart. Der Autor hat eine tolle Atmosphäre geschaffen, auch wenn die Gegebenheiten ein wenig an das erste Buch erinnerten.

    Warum mir dieses Buch vor allem besser gefiel, lag an David Hunter selbst, denn hier war er mir deutlich sympathischer als zuvor.

    Das Ende fand ich dann leider wieder etwas zu "Over the Top" und auch leider zu vorhersehbar. Ich wurde zwar schon noch einmal überrascht, aber ansonsten lief alles wie ich es vermutet hatte.

    Alles in allem eine Steigerung, jetzt liegt es am dritten Teil, ob ich die Reihe weiter führen werde.

  2. Cover des Buches Später (ISBN: 9783453273351)
    Stephen King

    Später

     (151)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    Mit "Später" hat King einen für seine Verhältnisse sehr kurzen Roman geschrieben. Doch genau das fand ich in diesem Fall wirklich erfrischend. Das Tempo der Geschichte ist toll, die Charaktere wie immer großartig und die Idee nicht unbedingt neu, aber sehr schön umgesetzt.

    In diesem Buch wird oft betont, die Geschichte wäre eine Horrorstory. Das ist es auch in gewisser Weise, aber vermutlich nicht so extrem wie manche vielleicht nun denken. Ja es gibt einige gruselige Stellen, aber gerade zum Ende hin wird es für mich eher zu einem Thriller. Schlimm finde ich das aber nicht unbedingt.

    Nur beim Ende war es mir etwas zu übertrieben, ansonsten hat mich "Später" rundum gut unterhalten. Auch für King-Einsteiger gut geeignet!

  3. Cover des Buches Frankenstein (ISBN: 9783717523703)
    Mary Shelley

    Frankenstein

     (483)
    Aktuelle Rezension von: SorenVC

    Jedes mal wenn ein Charakter sich selbst Vorwürfe macht und andere tröstet, dann trinkt einen. Ihr haltet nicht lange durch. Es ist oft langgezogener Dialog, welcher einfach unnötig wirkt. Und immer dasselbe. Trotzdem gibt es einen roten Faden in der Geschichte und ohne Frankenstein wo wären wir dann jetzt? Das Ende war trotzdem sehr schlecht. Na ja, aber es ist FRANKENSTEIN.

  4. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: Lillyliebtthriller

    Was soll man zu diesen #horrorroman groß sagen, außer das es der Klassiker schlechthin ist ❤.
    Der King kann einem das Gruseln lehren und mit seinem Schreibstil zieht er einem förmlich nach Derry und seinem #pennywise.
    Ich liebe Bill und seine Freunde einfach und trotz der beachtlichen Seitenanzahl war ich irgendwie traurig, dass es jetzt endgültig vorbei ist.
    Das Cover mit der Clown-Version von #it finde ich richtig schön schaurig und ist für mich die beste Ausgabe 👍.
    Die Handlung zieht sich manchmal etwas, aber dafür bekommt man eine detaillierte Vorstellungen der Charaktere und langweilig wird es ganz bestimmt nicht. 😉

    Fazit: Dieses Buch gehört zusammen mit “Shining“ zu meinen Lieblingsbüchern von #stephenking, da es bis zum Schluss verdammt spannend, fesselnd und natürlich #gruslig ist. Als #horrorfan muss man es auf jeden Fall gelesen haben 🎈.

  5. Cover des Buches Glaskinder (ISBN: 9783570162804)
    Kristina Ohlsson

    Glaskinder

     (64)
    Aktuelle Rezension von: mein_lesenest

    {Rezension}

    ,,Glaskinder“

    👻

    Billie ist zwölf Jahre alt. Sie zieht mit ihrer Mutter aufs Land, um nach dem Tod ihres Vaters neu anzufangen. Das findet Billie natürlich doof. Sie wäre lieber in der Stadt geblieben und außerdem ist ihr das neue Haus alles andere als geheuer. Schon der Mann, der ihnen das Haus verkauft hat, war total komisch und Billie ist sich sicher, dass er mit einigen Dingen gelogen hat. Das Haus ist schon sehr alt und wie es scheint haben die Vorbesiter all ihren Besitz zurückgelassen. Es wirkt als wären sie Hals über Kopf ausgezogen. Alles liegt und steht noch an Ort und Stelle und man hat das Gefühl die Familie hat rein gar nichts mitgenommen. Als wäre das nicht gruselig genug, passieren auch noch merkwürdige Dinge… Weil ihre Mama ihr nicht glaubt, macht Billige sich mit ihrer Freundin Simona und ihrem Freund Aladdin auf die Suche, um das Geheimniss des Hauses zu lüften. Eine aufregende Suche beginnt.

    👻

    Mich hat das Buch absolut gepackt. Anfangs habe ich mich ein wenig gewehrt dieses Buch zu lesen, weil ich normalerweise nichts gruseliges lese, aber die Autorin hat das echt Klasse gemacht. Ich weiß nicht wie, aber der Schreibstil der Autorin hat mich total in den Bann gezogen. Ich hatte solch einen Lesefluß und bin total schnell vorangekommen. Die Geschichte hat mich richtig gepackt. Kristina Ohlsson hat mit Worten das geschafft, was die Fernsehproduktion mit Bilder und vor allem Musik macht. Den Gruselfaktor. Ich hatte ein solches Kopfkino und stellenweise sogar Angst, auch wenn ich da das Buch weglegen musste, spricht das ja nur für das Können der Autorin. Ich hatte wirklich das Gefühl, selber in diesem Haus zu sein und dachte, dass wirklich etwas oder jemand nachts an meinem Fenster klopft…

    Billie als Hauptcharakter war mir total sympatisch und man konnte sich richtig gut in ihre Gefühle hinein versetzen und an ihren Sorgen teilhaben. Auch Billies Freunde Aladdin und Simona mochte ich von Anfang an gerne. Alle drei waren von Grund auf verschieden, haben sich aber super ergänzt.

    Das Cover finde ich passend zum Buch gewählt. Es zeigt einem Raum, welcher in der Geschichte noch eine sehr wichtige Rolle spielen wird… Ich finde die Farbauswahl super passend gewählt. Es macht schon eine mystischen Eindruck.

    👻

    ,,Glaskinder“ von Kristina Ohlsson aus dem Cbt Verlag ist ein sehr spannendes Kinderbuch mit einer großen Portion Gruselfaktor. Meiner Meinung nach ist das nichts für schwache Nerven. Also an alle, die wie ich eher ängstlicher sind, lest es über Tag und nicht Abends. Von mir gibt es ganz klar 🌟🌟🌟🌟🌟/🌟🌟🌟🌟🌟

  6. Cover des Buches Der Besucher (ISBN: 9783404167678)
    Sarah Waters

    Der Besucher

     (116)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Auf das Buch bin ich durch dessen Verfilmung „Little Stranger“ gekommen, welcher schon lange auf meiner Liste stand und dann schließlich kürzlich im Free-TV lief. Der Film bot im Grunde genommen alles was ich an Gruselfilmen schätze: Ein altes Herrenhaus mitsamt schrulliger Familie mitten in der englischen Provinz und...Geister. Wobei ich mir an Ende doch nicht sicher war, ob es sich hier nun um einen Gruselfilm der einen Psychothriller handelte. In solchen Fällen hilft es meistens, das dazugehörige Buchen zu lesen und hier sind wir nun. Der Film orientiert sich bemerkenswert nah am Buch, in dem es zusammengefasst um folgendes geht.


    England, 1947. Der Arzt Dr. Farraday wird auf das alte Anwesen Hundreds Hall gerufen, um dort ein Dienstmädchen zu behandeln. Farraday kennt das Haus noch aus seiner Kindheit, dessen Dekadenz und herrschaftlicher Charme ihn stets fasziniert hat. Doch davon ist leider nicht viel übrig, denn Hundreds Hall ist mittlerweile baufällig und die auf Mutter und zwei Kinder geschrumpfte Familie heillos mit dem Erhalt überfordert. Da hilft es auch nicht, dass sich die einzige Bedienstete vor der unheimlichen Atmosphäre des Hauses fürchtet und eine Krankheit vorschiebt, um nach Hause geschickt zu werden. Schauergeschichten über das von ihm so bewunderte Haus möchte Farraday jedoch nicht dulden und nachdem das Dienstmädchen beruhigt ist, findet sich mit dem kriegsverletzten Sohn des Hauses schnell eine Gelegenheit, Hundreds Hall öfters aufzusuchen. Aber dann jagt ein Schicksalsschlag den nächsten, die merkwürdigen Vorkommnisse häufen sich und es scheint tatsächlich so, als liege auf Haus und Familie ein Fluch. Doch davon will der Dr. nichts hören, der sich beinahe mehr als die Familie selbst an den Erhalt des Hauses klammert.


    Es ist schwer die Handlung in wenige Worte zusammenzufassen, denn das Buch ist auf 570 Seiten üppig beschrieben und die Kapitel sind lang. Ich könnte mir vorstellen, dass der Roman viele schnell ermüden wird, er geht sehr ins Detail und beschreibt sowohl Gefühle, als auch Personen und das Haus selbst sehr genau. Aber ich mochte das. Ich mag alte Häuser und genau wie unser Erzähler Dr. Farraday, stimmt mich der Verfall alter Villen traurig. Der Niedergang angesehener Familien nach dem Krieg wird hier meisterhaft eingefangen. Einst prächtige Häuser und adlige Familien können mit dem Fortschritt nicht mehr mithalten. Alles verstaubt und versinkt in Bedeutungslosigkeit. Wer nicht enteignet wurde, kann seinen Besitz kaum noch halten. Schließlich werden solche Häuser entweder verkauft und entkernt, um einen praktischeren Nutzen zu dienen oder aber sie verfallen und enden als Ruinen. Das Schicksal eines solchen Hauses in einem Roman zu erleben fand ich ungemein unterhaltsam und traurig. Es macht einen großen Teil des Buches aus und deswegen wollte ich es auch mit in die Bewertung einbeziehen. Der andere große Teil widmet sich natürlich dem Spuk. Und hier lässt einen auch der Roman ein wenig ratlos zurück. Wir bekommen hier ein schönes Repertoire an Spukelementen präsentiert. Gut ausgewählt und ungewöhnlich genug, um sie nicht als Streich oder Einbildung abzutun. Und dennoch….fragt man sich am Schluss, ob zumindest das letzte tragische Ereignis nicht doch von Menschenhand begangen wurde. Das bleibt offen, doch ich bin mir ziemlich sicher, dabei den wahren Täter erkannt zu haben. Bei dem übrigen Spuk bin ich aber nach wie vor unentschlossen. Man muss bedenken, dass uns die ganze Geschichte aus Sicht des Erzählers Dr. Farraday wiedergegeben wird, mit dessen Besuchen auf Hundreds Hall das ganze Unheil beginnt und der offensichtlich ein wenig besessen von dem Haus ist. Wie sehr also können wir seiner Version der Geschichte trauen und warum sollte ein seit vielen Jahren totes Mädchen plötzlich anfangen zu spuken, wo sie es die ganze Zeit davor doch nicht getan hat? Eigentlich wollte ich genau wegen dem letzten Punkt einen Stern abziehen, aber ich glaube gerade das macht die Raffinesse des Romans aus. Vielleicht muss man ihn mehrmals lesen, um ihn zu verstehen oder die Meinung anderer dazu unter die Lupe nehmen. Ich habe jetzt auf jeden Fall das Bedürfnis den Film noch einmal zu sehen der, wie ich bereits schrieb, sehr gut umgesetzt wurde. Der Roman hat mich wirklich in seinen Bann gezogen und passt außerdem perfekt zur beginnenden Herbstzeit. Also gebe ich am Ende doch meine 5 Sterne. 

  7. Cover des Buches DAS HAUS DER MONSTER (ISBN: 9783958351837)
    Danny King

    DAS HAUS DER MONSTER

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.

    In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat...

  8. Cover des Buches Der Rattenzauber (ISBN: 9783404152650)
    Kai Meyer

    Der Rattenzauber

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Dieses Buch hat sehr düstere Bilder gezeichnet. Es war mir überwiegend viel zu grausam... ich habe es zu Ende gelesen, da ich immer dsrauf gehofft habe, dass der Autor mich doch noch überzeugt...leider ist es nicht erfolgt.

    Am Anfang war ich noch gefesselt, doch jetzt bin ich mega enttäuscht.

  9. Cover des Buches Die Elixiere des Teufels (ISBN: 9783150140734)
    E. T. A. Hoffmann

    Die Elixiere des Teufels

     (144)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Die Lektüre des Buches habe ich sehr euphorisch begonnen. Mit dem Schreibstil kam ich auch gut zurecht, jedoch wurde die Handlung im zweiten Teil zunehmend verwirrend. Medardus, die Hauptfigur, unter teuflischen Einfluss eines Elixiers stehend, verliert zusehends die Kontrolle über sein Leben und schwankt zwischen Phasen des Wahnsinns und der Reue hin und her. Als schwierig empfinde ich es auch, dass verschiedene Personen in den einzelnen Handlungssträngen immer wieder gleiche Namen tragen. Dies führt dazu, dass man im Lesen innehalten muss, um für sich zu klären, wem welche Handlung nun zu zurechnen ist. Auch beschlich mich ab und zu die Vermutung, wichtige Details völlig überlesen zu haben. Mit anderen Worten, die anfängliche Euphorie hat bei mir nicht bis zum Ende angehalten. 

     

  10. Cover des Buches Das Buch der toten Tage (ISBN: 9783423622943)
    Marcus Sedgwick

    Das Buch der toten Tage

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    In die Zeit zwischen den Jahren, also zwischen Weihnachten und Silvester, passt dieses Buch, denn es sind die „toten Tage“.

    Wo und wann der Fantasy-Roman spielt, wird nicht explizit gesagt, aber mich hat es an Prag um 1600 erinnert, nicht nur, weil ein gewisser Kepler auftaucht, Gelehrter und Doktor der Medizin, der sich mit den Sternen beschäftigt. Mit den Morden, den Friedhöfen, den engen Gassen, den unterirdischen Labyrinthen und Kanälen wird von Anfang eine Gruselstimmung erzeugt, die sich durch das ganze Buch zieht.

    Im Mittelpunkt steht Boy, ein Waisenjunge ungewisser Herkunft ohne Namen und Geburtsdatum, den der zwielichtige Illusionist, Magier und Gelehrte Valerian eher als Sklave denn als Famulus hält. Valerian hat vor 15 Jahren einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, nun soll er am Jahresende für seine magischen Kräfte mit seinem Leben bezahlen. Nur mit Hilfe eines Buches, dem „Buch der toten Tage“, kann Valerian vor dem Tod bewahrt werden. Boy und seine Freundin Willow machen sich unter Zeitdruck auf die Jagd danach, nicht nur ihm zuliebe, sondern auch, weil sie ein eigenes Interesse haben...

    So ganz ist der Funke bei diesem Jugend-Fantasy-Roman für gruselerprobte Jungs und Mädchen ab ca. 13 Jahren bei mir nicht übergesprungen, vielleicht deshalb, weil ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Die Idee mit den toten Tagen, an denen Phantasie und Wirklichkeit zusammentreffen, hat mir gut gefallen, auch das Setting fand ich gelungen und die Handlung recht verwickelt und auch spannend. Andererseits war die Auflösung zumindest teilweise unbefriedigend und bei mir bleibt das Gefühl zurück, dass man aus der an sich guten Idee mehr hätte machen können.

  11. Cover des Buches Sinclair - Dead Zone (ISBN: 9783596299942)
    Dennis Ehrhardt

    Sinclair - Dead Zone

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die U-Bahngleise als Setting für unheimliche Geschichten- das habe ich schon öfter gelesen. Diese Dämmerung, das Verschwinden des Lichts, das Dunkle, Schatten- ein Blick in einen U-Bahn Tunnel, allein, unter der Erde, das Warten auf den Zug- vielleicht sollte man in diesen Momenten nicht dieses Buch hier anfangen zu lesen. Denn in diesen Schatten der Tunnel, da leuchten manchmal Augen auf, es wird kälter und etwas huscht von der weiterfahrenden U-Bahn, während man selbst allein auf dem verwaisten Bahnsteig steht und versucht seinen Herzschlag zu normalisieren und sich sagt, dass es reine Einbildung sei. Stimmt doch- oder?

    Die Geschichte spielt in England. London. 2018. Toll ist die Gestaltung des Einbandes mit der Abbildung der Innenstadt von London.

    Die Geschichte unterteilt sich in verschiedene Abschnitte. 

    Der Stil war beschreibend und wirklich unheimlich fesselnd. Dieses Wort unheimlich ist dabei auch wirklich wörtlich zu nehmen. Es war mein erstes „Sinclair“ Buch, aber ich kann den Hype verstehen. Das hat etwas, dieses Ermittlerteam und auch die gruseligen unheimlichen Elemente im Buch sind sehr fesselnd.

    Ich hätte mir vielleicht noch ein Personenverzeichnis gewünscht mit einer wenig Hintergrundinfos für Neueinsteiger. 

    Der Beginn der Geschichte. Die Suche oder Entdeckung des Artefaktes. Eine Art Würfel, der merkwürdige Visionen auftreten ließ- irgendwie Böse, das fesselt. Ebenso dieses Protokoll von „Sinclair“ zu Beginn des Buches weckt es Neugier auf das Buch. 

    Das Buch ist spannend. Die Mischung aus Thriller, Krimi, Fantasie und Horror fand ich absolut gelungen. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen und auch die Hörspiele mir anhören.

  12. Cover des Buches Schweigt still die Nacht (ISBN: 9783407743886)
    Brenna Yovanoff

    Schweigt still die Nacht

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Mackie Doyle ist ein unnormaler Junge in der unnormalen Kleinstadt Gentry. Immer wieder sterben Kinder in Gentry und auch Mackie geht es seit Längerem nicht gut; jedes Mal, wenn er in die Nähe von Metallen kommt - dazu zählt auch Eisen im Blut - geht es ihm miserabel. Eines Tages begegnet er einem hageren Mann, der ihm sagt, dass er stirbt, woraufhin Mackie anfängt, herauszufinden, wieso er nicht ist wie andere Kinder. Als schließlich die Schwester seiner Kameradin Tate stirbt, ist Tate überzeugt, dass nicht ihre Schwester, sondern ein Wechselbalg gestorben ist. Und Mackie findet heraus, dass sie die echte Schwester noch retten können...



    Das Buch entdeckte ich zum ersten Mal bei einem Covervoting für die englische Ausgabe. Als ich dann auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung hörte, wollte ich das Buch rezensieren.

    Das Cover ist gruselig und zum Glück hat Loewe das Original übernommen. Es zeigt schon die Atmosphäre in Gentry: düster, verregnet und jeder tendiert dazu, alles Seltsame zu ignorieren.

    Der Interpretationsabsatz gegen Ende des Buches hätte nicht sein müssen, das reisst unnötig raus, aber als Mackie aufgeht, dass alle ihn lieben, obwohl er so seltsam ist, fühlt sich jeder Außenseiter ein bisschen besser.



    Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Kapitelüberschriften sind mit Gegenständen verziert worden und das Cover ist fantastisch - was mehr kann ein Leserherz wollen?
  13. Cover des Buches Das Schloß (ISBN: 9783746765839)
    Franz Kafka

    Das Schloß

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Frau_J_von_T
    In Kafkas "Das Schloss" begleitet der Leser den angeblichen Landvermesser K., welcher in ein Dorf am Fuße eines Schlosses kommt um dort zu arbeiten. 
    Schnell merkt er, dass Fremde im Dorf nicht gern gesehen sind und dass man sich dem Willen des Schlosses zu fügen hat, egal wie langsam die Mühlen der Bürokratie auch mahlen.

    Mir hat das Romanfragment Kafkas sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht immer ganz leicht und flüssig zu lesen und stellenweise wirklich langatmig war, so konnte ich mich der Sogwirkung des Romans nicht entziehen. Obwohl die Figuren eher oberflächlich bleiben und vor alles sehr surreal wirkt, so kann man sich doch auch selbst sehr gut in K. hineinversetzen. Das ewige Bemühen an sein Ziel zu gelangen und immer wieder Steine in den Weg gelegt zu bekommen... Sich ohne Erfolg abzustrampeln... jeder kennt es irgendwie. 

    "Das Schloss" ist ein Roman auf den man sich voll und ganz konzentrieren muss, um nicht darin unter zu gehen. Man liest es nicht einfach mal eben nebenbei. 
    In dieser Ausgabe des Manesse Verlags, die nicht nur super aussieht, befindet sich am Ende noch ein Nachwort von Norbert Gstrein welches ich sehr interessant fand.
  14. Cover des Buches Ligeia (ISBN: 9783865521880)
    John Everson

    Ligeia

     (19)
    Aktuelle Rezension von: PeWa
    Mit Haut und Haar verfällt Evan der bildschönen Ligeia, die ihn mit ihrem betörenden Gesang Abend für Abend zum Strand lockt. Er wird erst misstrauisch, als mehrere Leichen vor der Küste der verschlafenen Hafenstadt Delilah auftauchen.

    Hinter der geheimnisvollen Fremden steckt jedoch mehr: Ihre Spur führt zurück ins Jahr 1887, auf ein Schmugglerschiff, dessen Crew einer Bestie in Frauengestalt zum Opfer fiel. Als Evan erkennt, auf wen er sich eingelassen hat, hat ihn Ligeia bereits in die Tiefe des Ozeans entführt ...


    John Everson geht mit „Ligeia“ meinem Empfinden nach mit einer sehr guten Idee an den Start, eine Horrorstory um eine sagenumwobene Meerjungfrau, gepaart mit einer Menge prickelnder Erotik, die die Lenden des Lesers an der Geschichte - an Eversons geschickten Erzählkunst - wahrhaft teilhaben lässt. Der erotische Part in der Geschichte ist mehr als gelungen.

    Seine Stärke liegt in der geschickten Art diese Geschichte zu erzählen, in der er sich einer sehr angenehmen Sprache bemächtigt, mit der er den Leser von Anfang an in die Story hineinzieht. Hierbei kommt er ganz ohne überkandidelt wirkende Sätze aus, bestückt die Figuren mit genau der Ausdrucksweise, die ihrer Herkunft und ihrem sozialen Umfeld gerecht werden. Nur so wirken und erscheinen sie als glaubhafte Charaktere.

    „Auffällig dabei, John Everson hat sie nicht einmal mit einem „Nachnamen“ bedacht.“

    Optisch nicht sonderlich klar gezeichnet, gleichen sie eher einer verwaschenen Jeans. Das Seelenleben von Ewan und Sarah hingegen, die sich seit dem Tod ihres Sohnes fast nur noch wie in Trance bewegen und Leben, wird von innen nach außen gekrempelt und entblößt sie vollständig. Es wird dem Leser förmlich vor die Füße geworfen, frei nach dem Motto, mal sehen wie du dich nach solch einem grausamen Verlust fühlen würdest, ob du dich völlig frei von Schuld sprechen könntest. Natürlich reicht diese Konstellation völlig aus, um Ewan mit Haut und Haaren zu verfallen und ihn so wie ein Schatten durch die Geschichte zu begleiten.

    Als wahrer Glücksgriff entpuppt sich hierbei der Einbau von Rückblenden in das vorangegangene Jahrhundert, eine sehr kluge und interessante Entscheidung zugleich. Sie sind aufschlussreich und vermitteln dem Leser das nötige Hintergrundwissen zur „Meerjungfrau“ Ligeia und ihren Eigenarten. John Everson provoziert somit eine Art Kopfkino, in dem vor dem geistigen Auge des Lesers genau das abläuft, was Ewan im Verlauf der Geschichte erwarten wird, schonungslos und ohne happy end.

    Was mir in „Ligeia“ noch ein Stück weit gefehlt hat um den Roman endgültig zu einen „Top“ Werk hätte aufsteigen lassen, ist das „I“Tüpfelchen in Sachen Spannung. Sie ist zwar zugegen, aber aufgrund der Konstellation hätte ich noch einen Hauch mehr erwartet. Der Einbau von unerwarteten und unvorhersehbaren Wendungen wäre ein durchaus probates Mittel gewesen, um dem Leser des Öfteren vom sicher geglaubten Pfad abzubringen, ihm somit erstaunte Ausrufe zu entlocken und die Dramatik noch zu schüren, die einem Thriller oder Horrorroman das Prädikat „Extraklasse“ verleiht. Die Story ist wirklich gut, aber meinem Empfinden nach eben eine Spur zu gradlinig.

    Mein Fazit: „Nichts desto trotz, auch wenn meines Erachtens das ganz große Kino ausblieb, ist „Ligeia“ aufgrund der weiter oben schon erwähnten Gegebenheiten ein wirklich klasse Roman, der sich leicht und flüssig lesen lässt, man sich der Hauptfigur richtig nahe fühlt und einem ein paar schöne Stunden bereitet. „Ligeia“ lässt ganz klar auf mehr von diesem wirklich talentierten Schriftsteller hoffen.“

  15. Cover des Buches Scary Love (ISBN: 9783745090314)
    Patrizia Zannini

    Scary Love

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Leseeule35
    Scary Love, Autorin Patrizia Zannini, erschienen 29. Juni 2017 beim Verlag: epubli, als Taschenbuch und eBook

    „Anfang und Ende sind eins!“

    Zum Inhalt: Kate und ihre Freundinnen spielen mit einem Hexenbrett und rufen unwissentlich zwei Wesen aus einer anderen Welt. Duncan, ein Dämon, und John, sein Jäger, werden zum Mittelpunkt des Geschehens. Fortan kämpft das Gute gegen das Böse und die jungen Frauen sind in diesem Spiel unheimlicher Kräfte gefangen. Als sie bemerken, was sie getan haben, versuchen sie, sich selbst des Dämons zu entledigen. Aber es ist zu spät, denn er hat sein Opfer bereits ausgewählt. Kate und John, der Geist und das Mädchen. Eine Liebe zwischen zwei Welten.

    „Wenn die große Liebe ein Wesen aus einer anderen Welt ist.“

    Die Hauptprotagonistin ist zwar Kate, jedoch spielen ihre Freundinnen Beatrice, Autumn, Rose und Elisabeth keine weniger wichtige Rolle. Die fünf jungen Frauen bilden eine feste Einheit und sind Freundinnen fürs Leben. Jede ist auf ihre eigene Art ganz besonders und sie können immer aufeinander zählen. Sie kennen ihre Geheimnisse, Ängste, Stärken und Schwächen. Als sie das Hexenbrett benutzen, ahnen sie nicht, was sie damit heraufbeschwören, denn eigentlich glauben sie nicht an Geister. Ab diesem Zeitpunkt geschehen seltsame Ereignisse. Eine von ihnen hat vor einem Datum zu fürchten, eine wird schwer krank, eine wird benutzt, jeder muss sein Päckchen tragen. Sie haben sich sogar vor dem Tod zu fürchten.
    Kate hat vor kurzen erst ihren Vater verloren und findet in Richard wieder halt, eine junge Liebe erblüht. Doch da ist auch John, der was ganz anderes tiefes in sie berührt, jedoch ist er nicht aus dieser Welt. Werden die Mädchen den Kampf gegen den Dämonen bestehen? Was wird aus der Dreiecksbeziehung zwischen John, Kate und Richard?

    „Sie hielten es für eine harmlose Spielerei.“

    Der absolut flüssige und fesselnde Schreibstil hat mich sehr an der Handlung fasziniert. Die einzelnen Beschreibungen zu den Passagen, den Ereignissen, zu den Landschaften sind sehr anschaulich und beeindruckend. Man fühlte sich immer mittendrin. Die Handlung selbst ist sehr spannend, mysteriös, fesselnd, abenteuerlich, dramatisch, gruselig und extrem kurzweilig. Die Liebe wurde sehr einfühlsam und schön beschrieben.
    Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang gehalten und tragen als Titelbezeichnung passende Überschriften zum jeweiligen Kapitel.

    „Doch für uns gibt es weder Raum noch Zeit, wir sind überall und nirgendwo.“

    Ich fühlte mich sehr wohl beim Lesen und war ständig gebannt was als nächstes passiert. Auch die Dialoge und teilweise kecken Antworten der Mädels waren sehr amüsant; eine gute Prise Humor spielte mit.
    Alle Charaktere sind ganz wunderbar auf ihre eigene Art gestaltet, mit viel Liebe zum Detail und auch die Beschreibungen lassen die eigenen Gedankenwelt der Fantasien wunderschöne eigenen Bilder erschaffen. Ob gut oder Böse, jeder hat etwas besonderes an sich.

    „Wenn du es irgendwann verstehst, dann wirst du wissen, dass es nicht traurig ist. Es ist die Hoffnung.“

    Das Cover zeigt eine junge Frau im Profil, ansonsten ist es Dunkel gehalten mit roter und weißer Schrift. Allein der Titel und die Gestaltung des Covers lassen diese Geschichte dahinter nicht vermuten.

    Meine Kritikpunkte sind: ein doch ziemlich offenes Ende, doch hoffe ich hier ganz fest auf einen 2. Teil. Zwischendurch hätte ich gerne mehr erfahren wo Duncan und John abgeblieben sind oder was sonst so angerichtet wurde. Die Endkampfszene war sehr kurz und fast schon unspektakulär, im Gegenteil zum Rest des Buches, wo die Spannung von Beginn an gehalten wurde. Sehr schön aber die Auszüge dazu, was die Mädels danach so anfangen.

    Mein Fazit: Ein sehr gelungener, spannender und fesselnder Roman, um die Liebe, Dämonen, Jäger, Freundschaft und füreinander einstehen. Dieses Buch würde ich sehr gerne als Verfilmung sehen!
  16. Cover des Buches Wuthering Heights (ISBN: 9781782122746)
    Emily Brontë

    Wuthering Heights

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Emily Brontë schafft es, das Interesse der Leser*innen mehrere hundert Seiten lang zu halten, obwohl keine der Figuren im Buch annähernd sympathisch ist. Serviert werden uns unglückliche Liebe, selbstbezogene Charaktere, gesellschaftliche Unangepasstheit, Trostlosigkeit, Verzweiflung, das alles in einer ziemlich abgeschotteten Umgebung und das auch noch über zwei Generationen. Die genauen Verwandtschaftsbeziehungen können dabei durchaus ziemlich verwirren.

    Doch genau diese Konstellation, verbunden mit einer nicht immer leichten, aber tollen Sprache, rechtfertigt auch die Stellung als herausragendes Stück Literatur, die "Wuthering Heights" noch immer hat. Statt moralisch-sittlicher Bildung der Leser*innenschaft steht die Atmosphäre im Vordergrund, düster, manchmal gespenstisch, unwirklich und trotzdem greifbar schildert Emily Brontë die Geschichte zweier miteinander verwobener Familien und man kann sich als Leser*in der Verzweiflung und Tragik gar nicht wirklich entziehen.

    Diese eher deprimierende Setting, verbunden mit einer nicht immer einfachen Sprache, liest man das Buch im Original, und die oft verwirrenden Familienverhältnisse und Charaktere haben mich aber dazwischen auch etwas Kraft gekostet, das Buch nicht zur Seite zu legen. Ich habe es in einer Leserunde gelesen und  gerade dadurch auch immer wieder zurück gefunden.

  17. Cover des Buches Northanger Abbey (ISBN: 9783328106753)
    Jane Austen

    Northanger Abbey

     (564)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Inhalt: Die 17-jährige Catherine begleitet Freunde der Familie nach Bath. Dort freundet sie sich mit Isabella Thorpe an und schon bald macht ihr unangenehmer Bruder Catherine den Hof. Nachdem diese jedoch einmal mit Henry Tilney tanzte, nimmt sie die Avancen Mr. Thorpes nicht einmal wahr, bis sie bemerkt, dass er sie mutmaßlich von der Familie Tilney fernhält. 

    Fazit: Für mich war der Schreibstil des Romans ein Fest, wie ich es bereits von Austen gewohnt bin. Jedoch gab es einige Längen. Vor allem der unangenehme Mr. Thorpe bekommt in der ersten Hälfte des Romans sehr viel Raum, während Mr. Tilney eher begrenzt auftritt. Hier konnte das Buch leider nicht an meinen Favoriten "Stolz und Vorurteil" heranreichen. Hinzu kommt, dass man in "Northanger Abbey" auch nicht die ganz großen Gefühle erwarten darf, wie man sie aus anderen Austen-Romanen vielleicht kennt. Das Buch setzt viel eher auf Witz und Parodie, vielleicht auch Ironie. Mr. Tilney ist kein großer Romantiker, er weiß jedoch, wie er Catherine ein wenig ärgern und aus der Reserve locken kann.

    Empfehlung: Ich würde "Northanger Abbey" wohl nicht an Austen-Einsteiger*innen empfehlen. Wenn man sich für die Autorin begeistert, steht das Buch wohl aber auf dem Pflichtprogramm.

  18. Cover des Buches Der Sandmann / Das öde Haus (ISBN: 9783872911735)
    E. T. A. Hoffmann

    Der Sandmann / Das öde Haus

     (99)
    Aktuelle Rezension von: MyriamErich

    "Hui-hui-hui! - Feuerkreis-Feuerkreis! dreh dich Feuerkreis - lustig-lustig! - Holzpüppchen, hui, schön Holzpüppchen, dreh dich,-" damit warf er sich auf den Professor..." Blanker Wahnsinn spricht aus diesen Zeilen. Es sind die Worte eines geistig Labilen, einem Menschen, dem das Schicksal arg zugespielt und schon in seiner Kindheit den Wahn in dessen Herzen gesät hat. Schauer, Grusel, Horror und Mystik gepaart mit einer ordentlichen Portion romantischer Motive und altertümlicher Sprache ergeben ein verwirrendes, schockierendes und zugleich grandioses Meisterwerk.

    "Der Sandmann" so nennt sich Hoffmanns Nachtstück, das, trotz seiner kuriosen und skurrilen Art, verzaubert, abschreckt, brüskiert? Während einige in lobende Schwärmerei über das Talent des großen Künstlers versinken und sich dabei hauptsächlich auf die zutiefst spannende und gruselige Atmosphäre berufen, sprechen andere von einer lahmen, wenig überzeugenden, noch dazu unrealistischen und wahnwitzigen Novelle, die der Autor vermutlich im Delirium geschrieben habe.

    Der Wahnsinn scheint ebenso aus jeder Zeile zu sprechen, wie die Wahrheit und das macht Hoffmanns Novelle so faszinierend. Geschrieben in der Epoche der (schwarzen) Romantik, lassen sich sämtliche Motive aus jener Zeit wiederfinden. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen Ratio und dem Irrealen. In seinem Nachtstück stellt E.T.A. Hoffmann die Frage nach der Definition des Wahnsinns und stellt somit auch die "Wissenschaft" in Frage. Kann es möglich sein, dass hinter den Dingen, die eine scheinbar verrückte Person zu sehen glaubt, nicht doch ein Funken Wahrheit steckt?

    Das Ammenmärchen des Sandmanns, der seine Kinder auf dem Halbmond mit den Augen unartiger Menschenkinder füttert, wird von dem Protagonisten (irrtümlicherweise) mit dem grauenerregenden Coppelius in Assoziation gebracht. Dieser erschien in Nathanaels Kindheitstagen allabendlich, um mit dem Vater alchemistische Versuche durchzuführen. Als der Vater eines Tages dabei ums Leben kommt, wird Coppelius, von der Mutter als Sandmann betitelt, von der Familie verdächtigt, den Vater ermordet zu haben. Daraufhin sinnt Nathanael auf Rache. Eines Tages trifft Nathanael auf den Wetterglashändler Coppola, in welchen er den verruchten Coppelius wiederzuerkennen glaubt. Nach dem Kauf eines sonderbaren Perspektivs und seiner Liebe zu der Tochter Spalanzanis nimmt das Unheil seinen Lauf...

    Wie in seinem Werk "Die Elixiere des Teufels" greift der Autor auch hier schon auf die moderne Psychoanalyse vor. So steht hier die Übertragung subjektiver Imagination auf die Realität als Grund für den Wahnsinn im Mittelpunkt. Doch ist es wirklich dem Wahnsinn zuzuschreiben, dass Nathanael einem unheilsamen Schicksal entgegengeht? Was ist hier Wahrheit, was ist Lug und Trug? Inwiefern nimmt die Außenwelt teil an den inneren Leiden eines Individuums?

    Nicht nur die spannende, schaurige und verwirrende Geschichte lässt faszinierend anmuten, sondern zugleich auch die Mannigfaltigkeit an Möglichkeiten, dieses Werk auszulegen. Viele verschiedene Interpretationsmöglichkeiten von Kritik an der zeitgenössischen Lebensauffassung der Romantiker, bis hin zu Psychoanalyse machen das Werk einzigartig, vielfältig und tiefgründig.

    Fazit: Ein tolles Werk. Spannend, kurios, gruselig, schaurig und tiefgründig. Eins meiner absoluten Lieblingsnovellen!

  19. Cover des Buches Seelenlos - Fluch der Rauhnächte (ISBN: 9783522504676)
    Janine Wilk

    Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

     (65)
    Aktuelle Rezension von: denise7xy
    Erster Satz

    "Ich werde niemals die Nacht der 31. Dezember 2015 vergessen.

    Meinung

    Seit Lucy denken kann sieht sie die Geister auf Greyfrias Graveyard und versucht sie zu ignorieren. Doch plötzlich werden die Besucher angegriffen und Lucy spürt eine unangenehme Präsenz auf dem Friedhof. Unweigerlich muss sie sich ihrer Gabe stellen und Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen, denn Böses lauert auf sie.

    Ein personaler Erzähler führt uns durch die Kapitel, welche immer mit einem Zitat oder einem Auszug aus Amelias PSI Tagebuch beginnt. Der Schreibstil der Autoren war angenehm und brachte die Spannung spürbar rüber. Unterstützend dazu war natürlich der Friedhof als Schauplatz mit all seinen Gräbern, Mausoleum und der wahren Hintergrundgeschichte.

    Charaktere

    Die Protagonistin Lucy ist eine normale Teenagerin, die in der Schule als Außenseiterin geltet, ob nun wegen ihrer ungewöhnlichen Augenfarbe oder ihrer besten Freundin Amelia. Allerdings weiß sie sich schlagfertig zu verteidigen und gibt nicht sonderlich viel Wert auf die Meinung anderer.

    Ihre Freundin Amelia ist davon überzeugt eine Expertin auf dem PSI-Gebiet zu sein und sich mit Geistern auszukennen und sie nicht zu fürchten. Schnell war allerdings klar, dass das junge Mädchen alles andere als begeistert war, Geister zu treffen. Mit ihrem Stil und Interessenwurde sie häufig für verrückt gehalten.

    Fazit

    Die Geisterjagd mit den beiden Freundinnen war spannend und unterhaltsam. Allerdings fehlten das gewisse Etwas um mich komplett zu fesseln. 4 Sterne
  20. Cover des Buches Der Magier (ISBN: 9783257201659)
    W. Somerset Maugham

    Der Magier

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    William Somerset Maugham wurde am 25. Januar 1874 als Sohn eines englischen Anwalts in Paris geboren. Seine Eltern starben früh und er verbrachte seine Jugend in Internaten und bei einem frömmlerischen Onkel. Er studierte in Heidelberg Deutsch, Literatur und Philosophie, später in London Medizin. Das Medizinstudium beendete er 1898 erfolgreich. Seine Leidenschaft war aber die Literatur. 1907 gelang ihm mit dem Theaterstück "Lady Frederick" der erste große öffentliche Erfolg.
    Während des 1. Weltkrieges arbeitete Maugham für den britischen Geheimdienst MI6 in Italien, der Schweiz, den USA und in Russland. Über diese Erfahrungen schrieb er ein Buch (Ashenden: Or, the British Agent, 1928), das zum Vorbild vieler Schriftsteller wie Graham Greene oder Ian Fleming wurde. Sein wohl bekanntester Roman "Der Menschen Hörigkeit" erschien 1915.
    Maugham heiratete 1917 seine Geliebte Syrie Bernardo, später bekannte er sich aber öffentlich zu seiner Homosexualität.
    William Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 an Tuberkulose in seinem Haus in St. Jean-Cap-Ferrat in Südfrankreich.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    In einem von Malern, Bohémiens und anderen unbürgerlichen Existenzen besuchten Restaurant begegnen die schöne Margaret und ihr Verlobter, der Arzt Arthur Burdon, dem "Magier" Oliver Haddo, hinter dessen abstoßendem Äußeren sich ein undurchsichtiger, schillernder Charakter verbirgt. Margaret verfällt dem verhängnisvollen Einfluss dieses Mannes, der sie als Werkzeug für seine okkultistisch-alchimistischen Experimente zu gewinnen trachtet. In zäher Entschlossenheit nimmt Arthur den Kampf mit dem ungleichen Gegner auf.

    Ich hatte dieses Buch 2012 schon einmal gelesen, konnte mich aber nur noch vage an den Inhalt erinnern. Da es aber weiterhin in meinem Bücherregal stand, ging ich davon aus, dass es mir damals so gut gefiel, dass ich es noch einmal lesen mochte. 
    Zu Beginn des Romans begann ich allerdings an meiner damaligen Entscheidung zu zweifeln. 
    Das Buch startet sehr behäbig, der Autor ergeht sich in ausschweifenden Erklärungen über okkulte und pseudowissenschaftliche Experimente. Die handelnden Personen blieben entweder blass oder waren äußerst unsympathisch und abstoßend dargestellt. Ab etwa der Mitte nimmt der Roman allerdings richtig Fahrt auf, es wird immer spannender und gruseliger, bis hin zu einem intensiven Finale.
    Es ist eine abenteuerliche und phantastische Geschichte über schwarze Magie, der Untertitel des Buches lautet zu Recht: Ein parapsychologischer Roman.
    Es handelt sich um ein ungewöhnliches Buch, das aber sehr angenehm zu lesen und nach den erwähnten Startschwierigkeiten äußerst fesselnd ist. 



  21. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783958559691)
    Bram Stoker

    Dracula

     (227)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Der junge Anwalt Jonathan Harker reist für seine Kanzlei nach Transsylvanien, da der dort ansässige Graf Dracula in London ein Anwesen erwerben möchte. Schon bald wird er Zeuge merkwürdiger Vorgänge, die ihn an seiner geistigen Gesundheit zweifeln lassen. Einige Zeit später landet ein Geisterschiff an der Küste Englands und auch dort geschehen grausige Dinge, bis eine Gruppe Freunde sich daran macht, Dracula zu vernichten.

    Den Namen Dracula kennt „jedes Kind“, so prägend war Bram Stokers Gruselroman für unsere Popkultur. Hier findet sich alles, was man Vampiren so nachsagt: sie meiden das Tageslicht, nehmen keine Nahrung zu sich und so weiter. Auch das Töten eines Vampirs durch den Pflock durchs Herz stammt wohl aus diesem Roman.

    Obwohl ich das alles schon kannte, flog ich gebannt durch die Seiten und ließ mich von der unglaublich gruseligen Atmosphäre und der Spannung, die Stoker kreiert, faszinieren. Ich habe mir dabei gerne ausgemalt, wie die viktorianische Gesellschaft auf „Dracula“ wohl reagiert hat.

    Die betroffenen Menschen tappen lange im Dunkeln, bis Dr van Helsing eine Ahnung hat, die sich bestätigt. Draculas erstes Opfer Lucy muss allerdings etwas anderes durchmachen als Mina, Jonathan Harkers Frau. Das war mir zunächst etwas schleierhaft und wirkte auch etwas konstruiert, da Mina fortan eine psychische Verbindung zu Dracula hat, die den Freunden hilft, ihn aufzuspüren.

    Die Verfolgungsjagd und der Showdown am Schluss waren für mich leider nicht so spannend wie der Beginn des Buchs. Der Showdown gestaltet sich relativ schnell und bei der Verfolgungsjagd fehlte mir etwas der Einfallsreichtum. So sind es letztlich nur vier Sterne geworden, dennoch habe ich den Grusel-Klassiker „Dracula“ sehr gerne gelesen.

  22. Cover des Buches Geister der Nacht (ISBN: 9783962150457)
    Andrew McGilmore

    Geister der Nacht

     (17)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    Das Buch habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen, denn einerseits ist es wirklich spannend, anderseits war es aber auch sehr vorhersehbar und eher langweilig.

    Inhalt:

    Das Mädchen Jolyn hat Geburtstag und hat von ihren Freunden ein Spuk-Event geschenkt bekommen in einer Spukvilla. Die Geschichte an sich wird „dunkel“ gehalten als von lesen her. Dadurch kommt das gruselig so richtig gut zur Geltung. Aber nach und nach gesehen seltsame Dinge und dann taucht auch noch ein Toter auf. Irgendwas scheint nicht ganz gut zu verlaufen für diese besondere Nacht. Dazu kommt das die Freunde sich immer wieder Vorhaltungen macht, so dass es nachher immer weiter in Streit ausartet.

    Meiner Meinung nach hätte man die Geschichte deutlich mehr ausbauen können. An sich ist die Story wirklich gut gehalten aber mir einfach zu kurz und zu schnell erzählt. Trotzdem absolut Lesenswert.

  23. Cover des Buches PHOBIE 1 - wenn Ängste Dein Leben verändern: Erster Teil: Tom (ISBN: 9783945298039)
    Jens Lossau

    PHOBIE 1 - wenn Ängste Dein Leben verändern: Erster Teil: Tom

     (20)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Nach dem großen Erfolg von "ZAPPING" (ISBN9783945298015) veröffentlicht Jens Lossau einen weiteren "All-Age" Roman, der es in sich hat. Diesmal dreht sich alles um die dreizehn jährige Hannah Olin: Vor einem Jahr hat sie ihre Mutter verloren. Keiner kann ihr über den Verlust hinweghelfen. Bis zu dem Tag, an dem sie Tom auf dem neben ihrem Elternhaus gelegenen Friedhof kennenlernt. Tom ist ein Außenseiter. Er hat Phobien und versucht diese durch das Ausleben des Extremen zu besiegen. Hannah ist fasziniert von Tom und seinen Geheimnissen. Eines Tages geschieht ein Mord an der Schule. Tom scheint unerreichbar. Hannah beginnt zu zweifeln. Hat sie sich in Tom geirrt?

    Das Cover des Buches ist düster, macht neugierig und passt zum Buch.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach, was aber passend ist, da der Roman um ein 13-14- jähriges Mädchen handelt, und sie dies in ihr "Angstbuch" schreibt.Auch die orte und Protagonisten werden sehr gut dargestellt, ich kam schnell und gut in die Geshcichte rein.

    Die Handlung selbst ist spannend, hat aber absolut nichts von einem Thriller. Eher handelt es sich um ein spannungsgeladenes (Jugend-)Drama.

    Wenn man das Buch als solches liest verdient es 4,5 Sterne.

    Fazit: Wer gerne eine spannendes Jungendbuch über Phobien liest, aber keinen Thriller erwartet, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

  24. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783958705166)
    Bram Stoker

    Dracula

     (951)
    Aktuelle Rezension von: SorenVC

    Es war an sich viel besser als Frankenstein, da es sich nicht so oft wiederholt hat und es war auch kreativer. Wusstet ihr, dass sich Dracula auch in einen Wolf verwandeln konnte? Ich nicht. Es hatte ein paar Höhepunkte, aber der Schluss war nicht sehr amüsant. Dafür, dass es Dracula Original ist, hätte ich mehr vom Ende erwartet. Na ja, aber es ist DRACULA.

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