Bücher mit dem Tag "gustav klimt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gustav klimt" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  2. Cover des Buches Die Muse von Wien (ISBN: 9783746633923)
    Caroline Bernard

    Die Muse von Wien

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Lesefee2305

    „Ich will etwas werden im Leben, etwas Großes und dazu gehört ein großer Mann.“

     

    „Die Muse von Wien“ ist ein historischer Roman von Caroline Bernard. Er erschien im Mai 2018 im Aufbau Verlag und gehört zu der Buchreihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“.

    Alma Schindler – verliebt in Gustav Klimt, schließlich verheiratet mit Gustav Mahler. Eine junge Künstlerin mit viel Talent und Sinnlichkeit, die sich für die Liebe und gegen ihre Leidenschaft entscheidet…

     

    Alma ist eine interessante und kluge Frau. Gerade in jungen Jahren ist sie ein wenig flatterhaft, hat dabei aber einen starken eigenen Willen. Sie wirkt verzogen und egoistisch, aber irgendwie auch sympathisch und schutzbedürftig. Zudem sprüht sie vor Lebensfreude und Energie, ist nicht auf den Mund gefallen und kämpft für ihre Liebe.

    Als sie schließlich Gustav Mahler kennenlernt, ist ihr Herz schnell an den deutlich älteren Mann verschenkt und verloren. Entgegen den Willen ihrer Eltern heiratet sie ihn schließlich und akzeptiert damit seine Forderung: Ihre eigene Kunst darf neben seiner nicht existieren. Sie muss für ihn und seine Kunst da sein, ihre eigene hat in diese Ehe keinen Platz. Obwohl Alma bisher nur wenig Rücksicht auf die Gefühle anderer genommen hat, kann sie diese Forderung verstehen und akzeptieren. Ihre Liebe ist so groß, dass sie ihr eigenes Talent aufgibt und fortan für Mahler lebt: „Die Liebe, neben der ihre Musik verblasste.“. Dabei hat sie sich eigentlich so viel mehr gewünscht. Sie wünschte sich, selbst eine große Komponistin zu werden, zweifelt dabei aber auch immer wieder an ihrer Rolle als Frau. Sie hält Frauen für zu gefühlsbetont, als dass sie wirklich Genies sein könnten. Eine Ansicht, die vermutlich zu dieser Zeit (Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert) viele vertraten…

    Caroline Bernard beschreibt in ihrem biografischen Roman Almas Leben an der Seite von Gustav Mahler. Es wird deutlich, wie groß Almas Gefühle für ihren Mann waren, wie sehr sie ihn geliebt hat, aber auch, wie sehr sie unter ihm gelitten hat. Dennoch gibt sie ihn nie auf und kämpft für die Beziehung. Auf eine Art hat sie mich absolut begeistert und fasziniert. Ihre Kraft, ihre Liebe, ihre Fähigkeit die eigenen Wünsche hinten an zu stellen. Auf der anderen Seite habe ich total gelitten, da sie so viel aufgeben musste und zudem so viel Leid erfuhr.

     Der Schreibstil des Romans ist leicht, die Geschichte insgesamt gut lesbar. Die personale Erzählperspektive vermittelt mehrere Perspektiven gut und anschaulich. Almas innere Zerrissenheit, ihr Hadern mit ihrer Rolle als Gustavs Frau, ihre Gedanken, ihre Gefühle – alles ist genial und perfekt dargestellt. Dennoch bin ich mit dem Erzählstil insgesamt nicht gut zurechtgekommen. Teilweise werden Rückblicke eingebaut, die aber nicht ganz eindeutig als solche zu erkennen sind und irgendwie als rückblickende Erklärung in die Gegenwart eingebaut werden. Die Zeitsprünge in der Handlung waren für mich nicht immer gut nachvollziehbar, weswegen ich an manchen Stellen etwas verwirrt war. Zudem konnte die Handlung mich nicht wirklich packen. Die Seiten zogen sich leider etwas träge dahin und erst zum Ende des Romans wurde es wieder ein wenig spannender.

    Vielleicht passt genau dieses Muster auch zu Almas Gefühlen und daher perfekt zu dem Roman, mir fiel das Lesen dadurch allerdings sehr schwer und ich musste mich sehr quälen weiterzulesen. Dies fand und finde ich sehr schade, da ich durchaus der Meinung bin, dass es der Autorin gelungen ist, einen großartigen Einblick in das Leben von Alma Schindler zu geben und sie uns als Frau und als Künstlerin näher zu bringen. Ihre Zeit an der Seite von Gustav Mahler wird eingängig beschrieben, es wird deutlich, was für eine Frau sie war und womit sie zu kämpfen hatte.

     

    Mein Fazit: Leider konnte ich mich nicht vollständig in die Geschichte einfinden und war stellenweise sehr gelangweilt. Dabei finde ich die Geschichte von Alma Schindler insgesamt gut dargestellt und berichtet, die damalige Rolle der Frau anschaulich umrissen - allerdings an vielen Stellen zu zäh und langatmig. Daher kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben und empfehle den Roman eher den Lesern, die biografische Romane mögen und sich für Alma Schindler interessieren!

  3. Cover des Buches Die Dame in Gold (ISBN: 9783746634494)
    Valérie Trierweiler

    Die Dame in Gold

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Nikola-Marie

    Viele erinnern sich sicher noch an einen der bekanntesten Restitutionsfälle der österreichischen Geschichte. Jahrelang kämpfte die Erbin um ihre goldene Tante Adele, der der österreichische Maler Gustav Klimt durch sein Gemälde zur Unsterblichkeit verholfen hat. Im Jahre 2006 wurde Adele wieder mit ihrer Lieblingsnichte vereint und zog in die Vereinigten Staaten.

    Adele Bloch-Bauer (1881-1925) war die Tochter eines Wiener Bankiers und die Frau eines reichen Zuckerfabrikanten. Die kunstsinnigen Bloch-Bauers gehörten zum jüdischen Großbürgertum Wiens und in ihrem eleganten Salon gingen die Größen ihrer Zeit ein und aus. Sigmund Freud, Stefan Zweig, das Ehepaar Mahler, Richard Strauss, Julius Tandler und Gustav Klimt, um nur einige zu nennen. 

    Wien 1903: Schon in jungen Jahren legt sich durch eine Fehlgeburt und den Tod eines kleinen Sohnes ein Schatten auf Adeles Seele, der sie zeitlebens begleiten soll. Um sie von ihren Depressionen abzulenken, will ihr Mann Ferdinand seine abgöttisch geliebte Adele von Klimt malen lassen. Und es scheint zu funktionieren. Der charismatische Klimt, dessen Ruf in Bezug auf Frauen legendär ist, bringt Adele auf andere Gedanken. Ihre intensiven Gespräche mit dem 20 Jahre älteren Klimt wirken auf die sensible Frau anregend und befreiend. Sie verliebt sich, lernt die Liebe auf eine ihr bis dahin unbekannte Art kennen. Auch Klimt ist fasziniert von Adele, sie wird zu seiner Muse, zur einzigen Frau, die er mehrmals gemalt hat.

    Die Dame in Gold ist ein in angenehm flüssigem Schreibstil verfasstes Epochengemälde, das uns näher mit der wahren Adele bekannt macht. Eine kluge, feinsinnige, melancholische Frau, stets auf geistige Anregung aus. Eine Frau, die fortwährend kränkelte und rauchte wie ein Schlot. Eine moderne Frau, die sich für neue Ideen und die Armen Wiens einsetzte. Eine Frau, der jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde, und der doch das wahre Glück verwehrt blieb.

    Ein wunderbares Buch, das eine erstaunliche Zeit vor unserem geistigen Auge zum Leben erweckt, auch wenn, nach meinem persönlichen Empfinden, ein Hauch mehr Tiefgang durchaus nicht abzulehnen gewesen wäre.


  4. Cover des Buches Die Naschmarkt-Morde (ISBN: 9783839227053)
    Gerhard Loibelsberger

    Die Naschmarkt-Morde

     (26)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Der Erstlingsroman von Gerhard Loibelsberger wurde 2017 in einer sehr schön gestalteten Jugendstil-Sonderausgabe neu aufgelegt, und ich habe natürlich sehr erfreut zugegriffen. Diese historische Regionalkrimireihe spielt im Wien um die Jahrhundertwende und präsentiert neben viel Lokalkolorit auch noch ein wundervolles Abbild der Zeit des Fin de Siecle.  Ich persönlich wurde auf den Autor aufmerksam, als ich letztes Jahr  eine Graphic Novel basierend auf dieser Reihe hier in lovelybooks  rezensierte, die mir ausnehmend gut gefallen hat. Nun wollte ich natürlich auch noch die gesamte doch etwas tiefergehende Hintergrundgeschichte erforschen und erleben.

    Josef Maria Nechyba, ein K&K Polizeiinspector - in seiner Freizeit ein Gourmet vor dem Herrn - kann sehr ungewöhnlich für die Zeit, in der der Roman spielt auch noch recht ordentlich kochen. Er wird mit einer „schenen unbekannten Leich“ konfrontiert, von der sich nach einigen Ermittlungen herausstellt, dass es sich um eine Adelige respektive um eine Frau Baronin handelt, die sich nächtens in der Strizzi-Welt des Naschmarktes  (ein historischer Wiener Lebensmittelmarkt am Tage und ein Sündenpfuhl von Prostituierten und Kleinganoven bei Nacht) auf Grund eines „schlamperten Verhältnisses“ (eine amouröse unschickliche Affäre mit einem nicht standesgemäßen Mann) herumgetrieben hat.

    Wundervoll beschreibt Loibelsberger das historische Biotop der Gegend um den Naschmarkt. Die hochherrschaftlichen reichen Adels- und  Staatsbeamten-Haushalte mit ihren Bediensteten an der linken Wienzeile und der Bodensatz der Gesellschaft in der Mitte am Naschmarkt und auf der rechten Wienzeile. Weiters werden ziemlich grandios mehrere wichtige Hotspots, wie Kaffeehäuser in anderen Bezirken, Heurigenlokale, Ausflugsziele und viele andere Lokalitäten der Stadt Wien und der Umgebung sehr genau - fast schon plastisch - geschildert, sodass der Leser einen recht genauen Einblick ins Wien um die Jahrhundertwende bekommt.

    Wie Ihr seht, habe ich bereits im zweiten Absatz meiner Rezension mehrere österreichische Spezialausdrücke verwendet, die aus dem Tschechischen, Jiddischen etc. entstammen, dies ist auch dem Roman geschuldet, denn der geneigte deutschsprachige Leser muss sich auf eine andere Welt und eine andere Sprache einstellen, was der Autor aber ziemlich praktisch und großartig unterstützt, da auf jeder Seite in den Fußnoten die österreichischen Wörter, Speisen etc. genau und hinreichend erklärt werden. Dabei habe sogar ich noch einiges gelernt, denn die Speisen zu dieser Zeit, die in den hochherrschaftlichen Haushalten tagtäglich kreiert wurden, unterscheiden sich doch sehr von der modernen österreichischen Küche. Die Sprache - insbesondere der Wiener Dialekt - hat sich zumindest für meine Generation in den letzten 110 Jahren noch nicht wesentlich geändert. Auf jeden Fall kann auch der Leser aus Deutschland durch die guten Erklärungen sehr leicht der Geschichte folgen.

    Das restliche „Personal“ abseits des Herrn Inspectors wurde in diesem Krimi derart liebevoll konzipiert, dass es die reine Freude ist. Spannend war für mich die Figur des Pospischil, der Assistent von Nechyba, der das krasse Gegenteil des vor Kraft strotzenden etwas fülligen Polizeikommissars darstellt. Rachitisch, mit teigiger Gesichtsfarbe, duckmäuserisch nach oben und nach unten tretend bzw. zu Gewaltausbrüchen gegen Verdächtige neigend, poliert er einerseits im Polizeidienst sein Ego auf und versucht andererseits durch Anbiederung an Vorgesetzte und höhergestellte Persönlichkeiten seine Karriere nicht zu verderben.

    Auch die Köchin Aurelia, in die sich Nechyba ein bisschen verliebt hat, ist sehr gut gezeichnet. Zudem bereitet sie tagtäglich für die Familie des Herrn Hofrat ein köstliches Essen zu, das derart detailliert beschrieben wird, dass dem Leser das Wasser im Mund zusammenläuft. Ich empfehle, das Buch keinesfalls hungrig zu lesen, denn die Koch- und Essorgien sind mit leerem Magen kaum zu ertragen.

    Zudem existieren auch noch die typischen reichen nutzlosen Lebemann-Charaktere im Stile des Joseph Roth, wie zum Beispiel der spielsüchtige Baron, der in der ganzen Stadt Schulden gemacht hat, der wegen seiner Ehre schon überlegt, sich zu entleiben und dann dennoch zu seiner Mutter betteln geht, damit diese seine Ehrenschuld begleicht.

    Einer der größten Pluspunkte des Krimis ist der Umstand, dass auch historische Persönlichkeiten konsistent in die Handlung eingebaut auftreten. Da gibt es zum Beispiel einen köstlichen Dialog zwischen Gustav Klimt  himself und Baron Schönthal-Schrattenbach, in dem sich der Künstler aufpudelt (aufregt), dass die feinen Leut immer über seine Bilder reden wollen, anstatt die Augen aufzumachen und sie einfach anzuschauen. Auch Otto Weininger und ein paar andere Persönlichkeiten werden glaubwürdig mit ihrer Biografie in den Plot integriert.

    So könnte ich ewig weiter die Figurenentwicklung loben, aber ich möchte nun nicht mehr weiterspoilern, auf jeden Fall wird dem Leser ein genaues Bild der Bevölkerung sowohl aus der Unterschicht als auch von den oberen Zehntausend und auch von vielen irgendwo dazwischen, wie dem angestellten Hauspersonal, gegeben.

    Sprachlich ist der Krimi wundervoll und der etwas bodenständigere derbe Wiener-Schmäh (Humor) blitzt auch aus allen Kapiteln reichlich hervor. Ich habe mich köstlichst amüsiert. Die Szene mit dem Hund Seppi oder die Beschreibung des Katers (im Sinne von Hangover) vom Redakteur Goldblatt inklusive der morgendlichen Körperfunktionen, die in einem solchen Zustand zu tragen kommen, haben mich vor Lachen fast vom Sessel gerissen.

    „Eine Frauenstimme keifte: „Seppi! Hierher! Sapperlot! Seppi, du Rabenvieh, wirst herkommen? Seppi, hier! Wenn du jetzt nicht sofort parierst, kommst du ins Gulasch!“
    Diese Drohung machte Eindruck, denn knurrend und fletschend trollte sich der Seppi zurück in den Hof, aus dem er wie ein Deus ex Machina hervorgeschossen war.
    Nechyba versuchte, sich den Geschmack eines Hundegulaschs vorzustellen. Dabei kam ihm der pelzig ranzige Geruch, der den meisten Hunden im Sommer eigen ist, in den Sinn. Ob sich diese Ausdünstungen mit dem würzig-süßen Paprika-Zwiebel-Aroma eines ordentlichen Gulaschs vertragen würden? Ein Gedanke, bei dem der Inspector erschauerte.


    Bei all der wundervollen Übererfüllung von erzähltechnischen Anforderungen ist der Kriminalfall letztendlich zwar ordentlich ausgeführt, aber dient irgendwie nur als Nebenhandlung zur Beschreibung des historischen Wiens. Das fand ich dann schon ein bisschen schade, denn für mich war der Täter recht schnell erkennbar.

    Fazit: Ich serviere Euch ein echtes Wiener-Schmankerl mit wärmster Leseempfehlung von mir – ein wundervolles Sittenbild von Wien um die Jahrhundertwende quer durch alle Schichten inklusive kulinarischer Reise und mit ein bisschen Mord und Totschlag garniert.

     
    *Kren: = Meerrettich
  5. Cover des Buches Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka (ISBN: 9783832172589)
    Tobias G Natter

    Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka

     (1)
    Aktuelle Rezension von: siggie_smalls
    wie der buchtitel schon suggeriert- hier gehts um die maler klimt, schiele & kokoschka und deren freundschaftliche bande.
  6. Cover des Buches Gustav Klimt (ISBN: 9783641061920)
    Bettina Schümann

    Gustav Klimt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: buchwoelkchen

    Klappentext:

    Ich interessiere mich nicht für die eigene Person – eher für andere Menschen, weibliche ...“ Gustav Klimt
    Gustav Klimt prägte als Künstler und als eigenwillige Persönlichkeit unser Bild von Wien um 1900 wie kaum ein zweiter. Die Autorin Bettina Schümann lässt die mondäne Gesellschaft, in der der berühmte Jugendstilkünstler sich bewegte, in ihrer Biografie lebendig werden und zeichnet das faszinierende Bild des eigenwilligen Künstlers, der ein Liebling der Damen der Gesellschaft war und sie auf seinen Gemälden in Gold und Edelsteinen glänzen ließ


    Meine Meinung:

    Das Buch bietet einen kurzen Einblick in das Leben von Gustav Klimt. Man erfährt einiges über seine Familie und über seinen Werdegang. Auch wenn die einzelnen Zeitabschnitte nur angerissen werden und eher oberflächlich bleiben ist es ein interessantes Buch.

    Auf jedefall ein guter Einstieg für Fans des österreichischen Malers. Man erfährt was Klimt neben seiner Malerei alles gemacht hat. Vieles von dem wusste ich nicht. Hab das ein oder andere neue erfahren.

    Schön fand ich das auch ein paar Bilder von Gustav Klimt gezeigt wurden.


    Mein Fazit:

    Ein interssanter Einstieg in das Leben von Gustav Klimt




  7. Cover des Buches Das Haus der Spiegel (ISBN: 9783746625775)
    J. Sydney Jones

    Das Haus der Spiegel

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Ehrgeiz und Glück, Bd 3 (ISBN: 9783894740351)

    Ehrgeiz und Glück, Bd 3

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Klimt für Kinder (ISBN: 9783219113785)
    Rudolf Herfurtner

    Klimt für Kinder

     (1)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    "Der Kuss" oder im Himmel der Liebe Gustav Klimt und seine Schlagobers liebende Katze als Museumsführer Bereits mit den Musik-Bilderbüchern entwickelte der Annette Betz Verlag ein großartiges Konzept, um Kindern im Grundschulalter Klassische Musik näher zu bringen. Nun startet er eine neue Reihe, mit der an diesen großen Erfolg angeknüpft werden soll. Für den ersten Band - "Klimt für Kinder" - konnte der namhafte und erfolgreiche Autor Rudolf Herfurtner gewonnen werden, der bereits im Frühjahr 2008 die Rezensentin mit seinem Buch "Ohne Musik ist alles nichts" begeisterte. Ausstellungen, Galerien oder Museen sind in jeder größeren Stadt zu finden. Doch Kinder sieht man dort in der Regel nur selten. Warum eigentlich? Haben doch gerade sie eine ganz unbefangene und natürliche Art, Kunst zu begegnen, die für sie keineswegs ein Produkt darstellt, sondern ein Prozess der kreativen Auseinandersetzung ist. Mittlerweile gibt es zwar vielfältige spezielle Angebote oder gar eigene Kindermuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (z. Bsp. Berlin, Dresden, München, Wien oder Zürich - siehe auch www.bv-kindermuseum.de), die der kindlichen Neugier und Entdeckungslust Kunst näher bringen wollen, aber auch in den eigenen vier Wänden kann man schon den Jüngsten einen ungezwungenen Zugang an Leben und Werk berühmter Künstler vermitteln und sie somit spielerisch zur Auseinandersetzung mit selbigen anregen. Das vorliegende, zielgruppengerechte Kunst-Bilderbuch für Kinder ab sechs Jahren setzt nicht nur auf das geschrieben Wort und ansprechende Darstellungen, sondern es lädt die Kinder gleichzeitig zum interaktiven Erleben ein. Hier können sie wählen: auf der einen Seite zwischen lustigen und informativen Geschichten, die die bedeutendsten Werke des österreichischen Malers Gustav Klimt vorstellen und nebenbei die ein oder andere Begebenheit aus seinem Leben vermitteln, auf der anderen mittels einer beigelegten CD-ROM, die das (vor)gelesene Wissen in einem Quiz testet bzw. mit Puzzles, Memorys und Suchbildern die "zerstörten" Werke wieder zusammensetzen lässt. Durch die Buchseiten führt Gustav Klimts kleine gewitzte Katze, welcher der mehrfach ausgezeichnete, in Deutschland lebende Illustrator Laurence Sartin Leben eingehaucht hat. Sie, die ständig im Hause des zu Lebzeiten umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstlers der Jahrhundertwende (1862-1918) und des Jugendstils in Österreich, umherschleicht, entdeckt dabei allerhand interessante Dinge. 1897 gründete Klimt die "Wiener Secession" - eine Vereinigung bildender Künstler in der Zeit der Fin de siècle -, deren erster Präsident er wurde und deren Mitglieder sich von der altmodischen Auftragsmalerei abgrenzen wollten. Das Gründungsgebäude, ein wunderschöner weißer Kunsttempel - die "goldene Kauthappel" wie die Wiener dazu sagen - ist auch heute noch zu besichtigen. Zur Eröffnung kam dazumal sogar der Kaiser höchstpersönlich. Seite für Seite stellt die pfiffig-geistreiche Katz einige der bekanntesten Werke des Malers vor, erläutert Entstehungsgrund, das Motiv und geht auf Maltechnik, Farb- und Materialwahl ein. Sie beginnt mit zwei Porträts ("Friederike Maria Beer" [1916], "Bildnis Emilie Flöge" [1902]), beschreibt den monumentalen 34,14 Meter langen und bis zu 2,15 Meter breiten "Beethoven-Fries" [1902], präsentiert verschiedene Landschaftsgemälde (u. a. "Kirche in Unterach am Attersee" [1907] oder der mystisch-magische "Der Sumpf" [1900]), bis zu den Bildern seiner "goldenen Periode", zu denen zum Beispiel "Adele Bloch-Bauer I" [1907] und vor allem "Der Kuss" [1907/08] gehören. Großartig ist auch die "Werkanalyse" unserer kleinen Katze, mit der besonderen Vorliebe für Schlagobers - so nennt man in Österreich die Schlagsahne -, des wunderschönen Speisesaals in der Villa Stoclet in Brüssel, den Klimt einem reichen belgischen Ingenieur und Finanzmann ausgestaltete. Da der zeitlebens unverheiratete Gustav - wie er liebevoll von seiner Katze genannt wird - die Frauen liebte und auch mehrere Kinder hatte - manche sprechen von vierzehn - endet das wunderschöne Buch mit seinem eindrucksvollen Gemälde "Hoffnung II" [1907/08], auf dem Trauer und Tod gemeinsam mit der Hoffnung und dem Neubeginn - in Gestalt einer schwangeren Frau - abgebildet sind. Und nun bekommt auch unser Kätzchen sein wohlverdientes Schlagobers... Ein kurzer Lebensabriss des Malers ergänzt dieses wunderschöne Buch. Außerdem sind die abgebildeten Gemälde zusätzlich mit - am Ende erläuterten - entsprechenden Symbolen gekennzeichnet, um das Auffinden auf der beiliegenden CD-ROM und der Zuordnung zu dem jeweiligen Bereich (Bildergalerie, Zeitleiste, Spiele - Puzzle und Verschiebepuzzle, Memory, Suchbild und Fehlersuche - oder Quiz) problemlos zu ermöglichen. Fazit: Auf spielerische Art werden Kinder in die reiche und farbige Welt der Kunst eingeführt. Dabei werden Bilder erforscht sowie Epochen und der Künstler näher kennengelernt. Und natürlich darf und soll der kindliche Kunstinteressierte auch selbst auf der beiliegenden CD-ROM spielerisch kreativ werden.
 Ein äußerst gelungener Auftakt einer vielversprechenden Kinderbuchreihe, die glanzvolle Kunstwerke Kindern zugängig machen soll. "Klimt für Kinder" vereint wertvolle Wissensvermittlung und interaktive spielerische Auseinandersetzung mit dem Gelernten. Hier wird Kunst nicht nur konsumiert! Mein Prädikat: Besonders wertvoll!
  10. Cover des Buches Gustav Klimt & Hugo Henneberg. Zwei Künstler der Wiener Secession: Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 2018/2019 (ISBN: 9783868324624)
  11. Cover des Buches Komm in meine Nacht (ISBN: 9783851790061)
    Thiele Verlag

    Komm in meine Nacht

     (1)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    „Komm in meine Nacht“ erotische Gedichte auf eine ganz besondere Art und Weise. Ein auf- und anregender, hocherotischer gemixter Liebesgedichtscocktail, mit betörenden und leidenschaftlichen Gedichten und sinnlichen Versen. Rausch, Romantik und Leidenschaft. Großartige Gedichte von Erich Fried, Robert Gernhardt, Ulla Hahn, Kurt Tucholsky u.v.a. Ein super gemischtes Werk, einfach genial. Zum selber lesen, zum vorlesen und zum verschenken. Perfekt !!!
  12. Cover des Buches Mortal Mischief (ISBN: 9781846481420)
    Frank Tallis

    Mortal Mischief

     (1)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    "Mortal Mischief" ist der erste Teil der Liebermann-Reihe, die in Wien kurz nach 1900 spielt. Dr. Max Liebermann ist Arzt und Psychologe, auch wenn diese Berufsbezeichnung damals noch nicht bekannt war. Als Freund und Schüler Freuds wendet er ungewöhnliche Methoden zur Behandlung der Frauenkrankheit Hysterie an und gefährdet damit stets aufs neue seine Karriere. Sein engster Freund ist Kriminalinspektor Oskar Reinhardt, der ihn immer wieder zu Rate zieht, wenn er mit seinen herkömmlichen Beobachtungs- und Verhörmethoden am Ende ist. Gemeinsam lösen die beiden auch das Rätsel um den Mord an einer jungen Hellseherin, die in einem geschlossenen Raum erschossen wurde, von der Kugel fehlt jede Spur. Liebevoll gezeichnete Figuren und durchaus amüsante Dialoge machen den besonderen Charme dieses Buches aus. Die bis zum Schluss spannende Handlung macht es zu einem Krimi, an dem sich alle freuen werden, denen es nicht um Blut und Brutalität geht, sondern um Lokalkolorit, eine feine Sprache und das ganz besonderes Flair der Wiener Stadt zur Zeit des Jugendstils. Richard Burnip liest ganz hervorragend, besonders charmant ist natürlich der Akzent bei der Aussprache der deutschen Wörter.
  13. Cover des Buches Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge (ISBN: 9783442714131)
    Margret Greiner

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge

     (18)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Wer kennt nicht Gustav Klimt und sein weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“? Aber Emilie Flöge, die Frau an seiner Seite? Von ihr hatte ich noch nie etwas gehört – bis ich auf dieses Buch von Margret Greiner stieß. Dank ihrer Romanbiografie lernte ich wieder einmal ein bemerkenswertes Künstlerpaar kennen, das sich gegenseitig in ihrem künstlerischen Schaffen beflügelte.

    Als Emilie Flöge mit siebzehn Jahren den zwölf Jahre älteren Gustav Klimt bei einem steifen Sonntagnachmittagskaffee kennenlernte, ahnte sie ja noch nicht, welchen Einfluss der Maler auf ihr Leben haben würde. Wie spannend muss es für sie gewesen sein, die Gründer der Wiener Werkstätte mitzuerleben und Teil einer neuen Bewegung zu sein. Noch arbeitet sie mit ihren zwei Schwestern in einer Schneiderei, doch sie träumt davon, selbst Kleider zu entwerfen statt fertige zu ändern. Angesteckt von der Euphorie, die die Gründung der Wiener Secession auslöste, und von der Energie und Kreativität der jungen Künstler, festigt sich bei ihr immer mehr die Überzeugung, etwas ähnlich Innovatives leisten zu können.

    Wie schon in ihrem Roman Charlotte Salomon lässt Margret Greiner viele Detailkenntnisse über Kunst, Gesellschaft und Politik einfließen und erweckt die Aufbruchsstimmung im Wien der Jahrhundertwende zum Leben. Nur die feinen Wiener Frauen waren von ihrer konservativen Einstellung schwer zu lösen. Umso bewundernswerter ist Emilies Mut und Wille, einen eigenen Modesalon zu eröffnen und die Kleidung zu reformieren, sprich sie von Mieder und Korsett zu befreien. Sie ist klug genug, die Revolution in der Mode als sanfte Neuerung zu verkaufen. Denn im Gegensatz zu vielen Künstlern, die mit ihren Ideen scheiterten, hat Emilie Flöge einen ausgeprägten Geschäftssinn und Hang zum Perfektionismus. Im ‚Salon Flöge’, den sie mit ihren Schwestern betreibt, erwarten die Kundinnen nicht nur eine ausführliche Stilberatung, sondern auch Lebensberatung.

    Die Autorin lässt immer wieder ihren trockenen Humor aufblitzen, zum Beispiel wenn sie erzählt, wie Emilie die Pariser Stoffhändler mit Wiener Naschereien becirct. Geprägt durch die Wiener Werkstätte entwickelt die Modeschöpferin ihren eigenen Stil, der das Schlichte und Natürliche zum Ideal erhebt und Freiheit und Schönheit vereint. Obwohl die Biografie recht kurz ist, bekommt man doch ein sehr prägnantes Bild dieser fortschrittlichen und selbstständigen Frau, die sich von den zahlreichen Affären Klimts nicht einschüchtern ließ und selbst die Regeln in ihrer Beziehung bestimmte. 

    Trotzdem hätte ich mir noch mehr Details aus ihrem Arbeitsalltag und ihren Kreationen gewünscht. Zu oft drängte sich Klimt, sein Schaffen und seine Krisen in den Vordergrund. Aber er war nun einmal ein wesentlicher Teil ihres Lebens. Nach der Lektüre gewinnt man jedenfalls den Eindruck, dass sie die glücklichsten Momente ihres Lebens nicht in ihrem Atelier, sondern während der Urlaube am Attersee verbracht hat – mit ihrer einzigen großen Liebe Gustav Klimt an ihrer Seite. 

  14. Cover des Buches Silber, Gold und Edelsteine (ISBN: 9783791322827)
    Gustav Klimt

    Silber, Gold und Edelsteine

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches KLIMT - erzählt für Kinder (ISBN: 9783950444698)
    Nora Rath-Hodann

    KLIMT - erzählt für Kinder

     (17)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Wer die Reihe "Julie geht ins Museum" schon kennt, begegnet ihm nun wieder, dem neugierigen und lebhaften kleinen Mädchen, das in vorliegendem Büchlein mit Hilfe und unter der dozentenhaften Anleitung ihrer Mutter den österreichischen Jugendstilmaler Gustav Klimt kennenlernt.
    Für andere Leser mag "Klimt" eine erste Begegnung mit Julie und ihrer Mutter sein - aber trotz des oft sehr altklug daherkommenden Mädchens sicherlich nicht die letzte!

    Die liebevoll geschriebene und gestaltete kleine Biographie des großen Wiener Malers, dessen Bilder heutzutage auf dem Kunstmarkt Rekordpreise erzielen und nach dem im Jahre 2007 sogar der Asteroid "Klimt" benannt wurde, dessen Leben inzwischen vielfach verfilmt wurde und der zu den international wohl bekanntesten Malern und nicht nur des Jugendstils gehört, beschreibt sowohl in verständlichen Schritten sein Leben als auch seine berühmtesten Bilder und zum Teil auch deren Entstehungsgeschichte.
    All das ist durchaus kindgerecht gemacht, aber auch für in Kunstdingen nicht allzu bewanderte Erwachsene kann es interessant sein, einen ersten Einblick in Kunst und Leben des 1862 geborenen und 1918 gestorbenen Malers, der darüberhinaus auch über ein außergewöhnliches Zeichentalent verfügte, zu erhalten. Und dies durch Julies Augen, deren offener und unverstellter Blick, wie er wohl nur Kindern eigen ist, einen ganz anderen  und recht interessanten Blickwinkel eröffnet. Wobei ich sie schon gelegentlich ein wenig nervig fand und die Mutter obendrein, speziell dann, wenn beide ein Thema - Kunst - auf eine Weise diskutierten, wie man sie eher zwischen Erwachsenen findet als zwischen Eltern und Kindern.
    So staunt Julie, stets brennend interessiert und nie gelangweilt, immer wieder aufs Neue, als sie nicht nur die Bilder des Malers betrachtet, sondern dabei auch Wissenswertes, Erstaunliches und gelegentlich auch für sie Unverständliches über sein Leben, seine Zeit und die Menschen, die seinen Weg begleiteten, erfährt.
    Als Julie dann endlich, endlich im Museum als Höhepunkt der mütterlichen Erklärungen, an kleine Vorlesungen erinnernd, Klimts wohl bekanntestes Werk "Der Kuss" sehen darf, ist ihr Glück vollkommen - und der Leser staunt über dieses ungewöhnliche Mädchen....

    Im Anhang des Büchleins finden sich im übrigen neben einer Zeittafel mit den wichtigsten Daten zu Klimts Leben die Abbildungen aller Werke, die im Laufe der Erzählung Erwähnung finden.
    Somit bleiben keine Wünsche offen, weder für Julie nebst Mutter noch für den Leser, ob er denn jung oder alt ist. Und - so mancher mag jetzt selber neugierig geworden sein und noch mehr wissen wollen über den Maler, der die Frauen liebte und von ihnen ihrerseits glühend verehrt wurde, was allerdings kein Thema in dem kleinen Büchlein ist - klugerweise, denn es hätte auch die vorwitzige, oberschlaue Julie überfordert -  und der einer der umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstlern seiner Zeit war. Und da hat Klein-Julie recht - seine "goldenen" Werke in Natura und in aller Lebensgröße zu bewundern lohnt sich allemal...
  16. Cover des Buches Ich nehme jeden, der mir gefällt (ISBN: 9783404921829)
    Max Phillips

    Ich nehme jeden, der mir gefällt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: sumsidie
    Vor kurzem fiel mir in einer Ausstellung das Foto einer lebensechten Stoffpuppe, die Alma Mahler nachempfunden war ins Auge. Der Maler Oskar Kokoschka hatte sie in Auftrag gegeben und nahm sie regelmäßig mit ins Bett, so sehr war er von Alma Mahler besessen. Das weckte nun aber sehr meine Neugier auf diese außergewöhnliche Frau, hinter der einstmals die Künstler Wiens um 1900 hinterher waren. Der Biographie von Max Philipps merkt man an, dass es kein vergeistigter Europäer, sondern ein lockerer Amerikaner geschrieben hat, dem es oftmals nicht so ganz gelingt den Genies Mahler, Gropius, Kokoschka, Werfel gerecht zu werden. Gerade weil die Wahrnehmungen der Alma Mahler weit auseinandergehen, fällt es auf wie einfältig und oberflächlich Phillips sie und ihre Beziehungen zu den oben genannten Herren beschreibt. Ich denke da hätte man noch mehr aus der historischen Figur rausholen können. Trotzdem war die Lektüre unterhaltsam und gut lesbar.
  17. Cover des Buches Gustav Klimt (ISBN: 9783791345000)
    Alfred Weidinger

    Gustav Klimt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: kfir
    Neben seinen grossen, mit Gold belandenen Frauenportraits zieht Gustav Klimt auch mit seinen kleinformatigen Akt-Skizzen in seinen Bann. Vor knapp 100 Jahren noch sittlich verworfen sind sie heute so gefragt wie ehedem. Denn die Erotik der dahingehauchten Frauen ist ungebrochen und zeigen das einzigartige Niveau des Künstlers. Jetzt freut mich diese kleine Zusammenstellung erotischer Zeichnungen Klimts in dieser ansprechenden Aufmachung. Es gibt ein kurzes Nachwort zu den Zeichnungen, doch für einen, der sich mit dem Künstler bereits auseinandergesetzt hat, birgt es nichts Neues. Einband und Papier sind von guter Qualität und auch die ganzseitige Wiedergabe in Farbe finde ich schön. Leider ist die Qualität der Reproduktion von recht unterschiedlicher Gestalt - mal wird die Struktur des Orignialpapiers (teilweise grobes Packpapier) detailgetreu wiedergegeben, mal scheinbar retouchiert und teilweise auch der Ausschnitt vergrössert. Das mag damit zusammenhängen, dass manche Originale seit Jahrzehnten nicht für Reproduktionen zur Verfügung gestellt werden oder im Krieg zerstört wurden. Da stellt sich mir die Frage, wieso man dann nicht auf zwar unbekanntere, aber dafür qualitativ hochwertigere, Motive zurückgegriffen hat. Das verwendete und leider minderwertige Bändchen um das Buch zuzuschnürren ist vielleicht recht nett anzusehen, doch nach einigem Gebrauch wird es bestimmt ausfransen und unansehnlich werden - ich werde es wohl durch ein Samtband ersetzen. Insgesamt eine schöne kleine Zusammenstellung. Doch bei dem Preis hätte ich mir eine grössere und vor allem qualitativ besser wiedergegeben Auswahl aus den knapp 4000 bekannten Skizzen gewünscht.
  18. Cover des Buches Gustav Klimt - Märchen aus Farbe (ISBN: 9783791334622)
    Stephan Koja

    Gustav Klimt - Märchen aus Farbe

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Auf den Spuren von: Gustav Klimt (ISBN: 9783222135712)
    Gregor Auenhammer

    Auf den Spuren von: Gustav Klimt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Anlässlich des 100. Todestages von Gustav Klimt erscheinen einige Bücher, die sich mit dem großen Künstler als Mensch und Maler sowie mit seinem Werk beschäftigen.

     

    Dieses Buch von Gregor Auenhammer widmet sich den Spuren, die Gustav Klimt in Wien hinterlassen hat.

     

    Gleich zu Beginn muss gesagt werden, dass es die Stadt bislang nicht der Mühe Wert gefunden hat, seinem wohl bekanntesten bildenden Künstler ein Denkmal zu setzen …

     

    Wir folgen dem Autor durch bekannte und weniger bekannte Gassen und Grätzel (Viertel) der Stadt, um dem Künstler näher zu kommen. Doch zwei Weltkriege und ein nicht sehr sorgfältiger Umgang mit historischer Bausubstanz, hinterlassen Lücken in der Spurensuche. Nur an wenigen Häusern, in denen Klimt gewohnt hat, erinnert eine angebrachte Widmung daran. Gut bekannt und der Öffentlichkeit zugänglich ist die sogenannte „Klimtvilla“, die ursprünglich ein Gartenpavillon war, in dem Klimt von 1911-1918 sein Atelier hatte.

     

    Über viele Häuser, die mit Klimt in Verbindung stehen, kann der Autor Anekdoten erzählen. So zum Beispiel über das Haus „Casa Piccola“ am Fuße der Mariahilfer Straße. 1809 war es ein kleines windschiefes Häuschen mitten im Niemandsland der Exerzierplätze der Vorstadt. Heute bzw. zu Klimts Zeiten, ist es ein monumentales Gebäude. Bis 1938 war der Couture-Salon der Schwestern Flöge hier untergebracht.

     

    Ein Streifzug durch die Museen darf natürlich auch nicht fehlen: Vom Museum für Angewandte Kunst (MAK) über das Belvedere, das Leopold-Museum, das Kunsthistorische Museum (KHM) bis hin zum Wien-Museum ist alles vertreten, was in Wien Werke von Gustav Klimt besitzt.

     

    Auch die unsägliche Rolle, die die Republik Österreich bei der Restitution der von den Nazis geraubten Kunstwerke gespielt hat wird angesprochen.

     

    Meine Meinung:

     

    Autor Gregor Auenhammer nimmt den Leser auf einige Spaziergänge durch Wien mit. Mit einigen durchaus launigen Kommentaren übt er Kritik an der Stadtverwaltung, die ihren berühmten Sohn ziemlich stiefmütterlich behandelt. Allerdings übernehmen die vielen Souvenirläden, die Klimt und seine Motive in allen möglichen (und unmöglichen) die Vermarktung. Damit ist der Künstler omnipräsent, fast schon aufdringlich. Das ist wohl ein Treppenwitz der Geschichte, denn Klimt war ein Gegner der Kommerzialisierung der Kunst.

     

    Als Ergänzung zu diversen Stadtführern ist das Buch gut geeignet, auch wenn ich mir eine größere Schrift gewünscht hätte. Gut gefällt mir, dass die Spurensuch mit öffentlichen Verkehrsmitteln angetreten wird. Zu Fuß oder mit der Tramway, lassen sich viele kleine Details gut erwandern.  

     

    Was aber wirklich fehlt, ist ein Stadtplan oder zumindest eine schematische Darstellung der Spaziergänge. Ortsunkundige verlieren sonst leicht den Überblick über Straßen und Bezirk.

     

    Auch ein Verzeichnis der diversen Museen wäre sehr nützlich. Man kann leider nicht davon ausgehen, dass Einheimische alle Klimt-Sammlungen auch nur dem Namen nach kennen.

     

    Fazit:

     

    Eine gute Ergänzung zu bereits vorhandenen Büchern über Gustav Klimt. Die kleinen Mängel (siehe oben) kosten einen Stern, daher nur 4 Sterne.

  20. Cover des Buches Der gemalte Kuss (ISBN: 9783833304019)
    Elizabeth Hickey

    Der gemalte Kuss

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi
    Gustav Klimt und Emilie Flöge, Trendsetter des Jugendstils, ungewöhnliche Kreative, wer waren sie?
    Das erzählt uns hier Emilie höchst persönlich. 

    Sehr schön wird deutlich, wie drei unbedarfte Schwestern aus gutem Hause mit Klimt und der Künstlerszene in Berührung kommen und wie sie das verändert. Emilie war noch ein Kind als sie sich kennenlernten und tief beeindruckt von Gustav und der unkonventionellen Lebensweise der Künstler, die so ganz anders war als alles was sie kannte.
    Man kann auch gut nachvollziehen, wie Emilie allmählich in die Rolle der Lebensgefährtin des großen Künstlers rutschte. Eine undankbare Rolle, war doch Gustav ein Frauenheld, jemand, der sich nicht festlegen wollte, der die Institution Ehe ablehnte, von Frauen und Schönheit angezogen war, aber doch immer wieder zu Emilie zurückkam.

    Leider konzentriert sich dieses Buch sehr auf die Liebesbeziehung der beiden. Klimts Eigenart, sein Schaffen und die Entstehung einiger seiner Bilder fließen mit ein, aber Emilie bleibt seltsam blass, obwohl aus ihrer Sicht erzählt wird. Sie gilt als Erfinderin des Reformkleids, in diesem Buch wird aber noch nicht einmal deutlich, was ein Reformkleid überhaupt ist. Sie eröffnet mit ihren Schwestern einen Modesalon, aus weitgehend pragmatischen Gründen, betont ihre Unerfahrenheit, hat Glück und gute Beziehungen, aber keine Vision, keine besondere Begabung oder künstlerische Ambitionen. Eigentlich zehrt sie von Klimts Ruhm als innovativem Künstler und schwimmt in seinem Fahrwasser. Gar so einfach gestrickt wird Emilie Flöge sicher nicht gewesen sein.

    Dieses Buch gibt einen Einblick in das Leben und Schaffen Klimts und ist zum Schnuppern in das Thema ganz nett. Besonders in die Tiefe geht es nicht. Ich hatte mir einiges mehr davon versprochen.

  21. Cover des Buches Witwe im Wahn (ISBN: 9783570551127)
    Oliver Hilmes

    Witwe im Wahn

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Das schönste Mädchen Wiens, eine antisemitische, egozentrische Vettel oder doch große Muse unvergessener Künstler – wer war Alma Mahler-Werfel? Oliver Hilmes begibt sich auf eine Spurensuche. Bekannte Biografien, Interviews und bisher nicht einzusehende Briefe, Tagebücher und Nachlässe hat er durchforstet, um das Geheimnis dieser nicht greifbaren Frau zu lüften. In dieser Biografie wird entlarvt wie Alma Mahler-Werfel Zeit ihres Lebens versucht hat, sich selbst Bedeutung und Größe zu verleihen. Ein Meisterwerk an Selbstinszenierung, sodass bis heute fraglich bleibt, inwieweit sie tatsächlich als Inspiration für Gustav Mahler, Oskar Kokoschka, Franz Werfel oder Klaus Gropius gesehen werden kann. Die realistische Darstellung von Oliver Hilmes, in Zitaten aus ihren eigenen Tagebüchern und Briefen sowie in Darstellungen der Literaten und Künstler, mit denen sie zu tun hatte, entlarven sie als eine wenig sympathische Frau, die nichts als sich selbst gelten ließ.

    Sympathie oder Interesse keimt für dieses egozentrische, streitsüchtige und bornierte Weibsbild nicht auf. Das Einzigartige, was mich an diesem Buch fesselte war das Zeitpanorama: eine Frau, aufgewachsen in einer Zeit, in der es für Mädchen nicht einmal angesagt war die Schule zu besuchen – gestorben 1964! Ein Leben mit mehreren geschichtlichen Quantensprüngen. 

    Fast surreal erscheint es wie eine unsympathische und durch und durch banale Frau in Künstlerkreisen verkehrte, Literatursalons organisierte und doch immer wie ein Fremdkörper wirkt. Die Begeisterung für Alma Mahler-Werfel und ihre erotische Wirkung, die mehrfach durch Briefe und Zitate belegt sind, blieb mir in dieser Biografie völlig unverständlich. Sie scheint nur als lebendiger Mensch gewirkt zu haben. Im Nachhinein bleibt vieles unverständlich und für mich bleibt der Eindruck eines zänkischen Weibes, das sich wichtigmacht.

    Trotzdem zeichnet dieses Buch ein faszinierendes Bild einer Frau, die sich ihren eigenen Mythos geschaffen hat. Interessant, wenn auch ihre Wirkung auf Kunst und Zeitgeschehen nichtig ist.

  22. Cover des Buches KLIMT - The Golden Painter (ISBN: 9783903307001)
    Nora Rath-Hodann

    KLIMT - The Golden Painter

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    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Margaret Stonborough-Wittgenstein (ISBN: 9783442718757)
    Margret Greiner

    Margaret Stonborough-Wittgenstein

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen

    Inhalt: Die Biografie einer starken Frau, die immer wieder energisch die Zügel in die Hand nahm, um ihre Familie sicher durch Weltkrieg und Naziverfolgung zu bringen.

    Art des Buches: Biografie

    Wie fand ich das Buch? Ich hatte mich vorher noch nie mit Margaret Stonborough-Wittgenstein beschäftigt und kann daher nichts über die korrekte Darstellung ihres Lebens sagen. Die Biografie fasst in 294 Seiten das Leben einer sehr interessanten Frau und deren Familie zusammen, das ist ausreichend um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Eine Frau, die sich für ihre Zeit unüblich für Naturwissenschaften interessierte und über ein großes Kunstverständnis verfügte. Margaret Stonborough wurde in eine reiche Familie geboren, die viele Schicksalsschläge auszuhalten hatte. Zwei Brüder nahmen sich das Leben, einer verlor einen Arm und einer wurde ein unglücklicher Philosoph. Die Autorin hat einen gehobenen trotzdem angenehmen Schreibstil. Mir hat das Buch viele Einblicke in das damalige Leben gegeben und in die Rolle der Frauen, die sie zu erfüllen hatten.

    3 passende Wörter zum Buch? Starke Frauen - Kunst - Familie

    Wem empfehlen? Jedem, der sich für Kunst, starke Frauen und Biografien interessiert.

  24. Cover des Buches Die träumenden Knaben und Der weiße Tiertöter (ISBN: 9783458191704)
    Oskar Kokoschka

    Die träumenden Knaben und Der weiße Tiertöter

     (1)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer

    „… und wieder fiel ich hin und träumte“ (S.33)

    Zum Inhalt:

    Im Band 1170 der Insel-Bücherei findet der Leser Oskar Kokoschkas Erstlingsdichtung „Die träumenden Knaben“, entstanden 1907/08 mit einer Widmung an Gustav Klimt. Der anschließende, ebenfalls in diesem Buch enthaltene Text „Der weiße Tiertöter“ , entstand 1908 und wurde erstmals 1918 in der Zeitschrift »Das Kunstblatt« publiziert.
    Der Ausgangspunkt für das Werk war der Auftrag der „Wiener Werkstätte“ an den Maler und Grafiker ein Kinderbuch zu kreieren. In einer überaus bildhaften, teils sprunghaften und metaphernlastigen Poetik setzt sich Kokoschka mit Themen wie Jugendliebe, Fernweh, dem Beengt-Sein durch Gewohntes und der Ambivalenz des jungen Menschen zwischen Kindsein und Erwachsenwerden auseinander. Die DNB-Mediengeschichte schreibt dazu: „Die träumenden Knabenenthält einen Prolog und sieben Träume, die farbintensiven Lithografien kennzeichnen den Übergang vom Jugendstil zum Expressionismus. Das Buch gilt als der Beginn des Expressionismus in Wien. Es zählt heute zu den wichtigen illustrierten Werken des 20. Jahrhunderts.“ 1)

    Fazit:

    Man kann die Lyrik dieses Bandes nicht unbedingt als leicht verständlich bezeichnen, sie eröffnet dem Leser jedoch einen neuen Gesichtspunkt, einen streiflichthaften Einblick in das frühe Schaffen Oskar Kokoschkas. Aus meiner ganz persönlichen Sicht sind jedoch die malerischen Aspekte der Ausgabe die sehenswerteren und allein aus diesem Ansatz heraus kann das Buch jedem Kunstinteressierten empfohlen werden – zumal hier die acht Farblithografien und zwei schwarz-weiß Illustrationen nach den Originalen erstmals wieder veröffentlicht sind.

    Zum Buch:

    Als Kenner der Insel-Bücher Bände ist man ohnehin eine sehr hohe Qualität von buchbinderischer Handwerkskunst, Drucktechnik und Typografie gewohnt. Dieser Band setzt mit seinem matt gestrichenen alterungsbeständigem Bedruckstoff, einem ungemein akkuraten und farbkräftigen Druck, sowie eine sauberen Buchbindung noch eins drauf. Typografisch findet die schlichte Schrift Frutiger 55 Verwendung. Ein in sich sehr stimmiger Band der den hohen bibliophilen Ansprüchen der Reihe gerecht wird.


    1.) DNB-Mediengeschichte Quelle

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