Bücher mit dem Tag "h. g. wells"

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29 Bücher

  1. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (624)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Beim Lesen des Buches hatte ich folgende Wörter stets im Kopf:

    Die Menschheit will betrogen und belogen werden. 

    Wer den Roman liest, wird verstehen, warum. 😇

    Ich kann diesen nur empfehlen, denn er regt auf jeden Fall die Gehirnwindungen und Vorstellungskraft an. Sollte es möglich sein? Ist das möglich? Wie kann das sein?

    Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt, drei unterschiedliche Geschichten, die jedoch vortrefflich miteinander verwoben sind.

    Im ersten Abschnitt möchte ein Mann durch eine Zeitreise seine Geliebte vor dem schrecklichen "Jack the Ripper" retten.

    Im zweiten Abschnitt verliebt sich eine Frau aus dem 19. jahrhundert in einen Mann aus der Zukunft. 

    Und im dritten Abschnitt werden wir vor die Frage gestellt, inwiefern sich die Zukunft verändert, wenn man in der Gegenwart eine andere Entscheidung trifft  und für welches Leben man sich entscheiden soll, wenn man weiß, wie das andere Leben aussehen wird, wenn man sich anders entscheidet. 

    Mehr will ich nicht verraten - und ganz ehrlich - ich könnte es nicht mal zusammenfassen, weil die Geschichte so verschlungen und komplex ist und mein Gehirn noch immer arbeitet, um die Geschichte zu verarbeiten. 

    ICH HABE JEDOCH DREI LEHREN AUS DIESEM BUCH GEZOGEN:

    A) DU KANNST EINEN FEHLER AUS DER VERGANGENHEIT NICHT UNGESCHEHEN MACHEN, ABER DU KANNST DIR VERZEIHEN UND FRIEDEN FINDEN. DAS MACHT DICH FREI UND SCHENKT DIR DIE LEBENSFREUDE ZURÜCK.

    B) DU MUSST DICH NICHT MIT DEM SCHICKSAL ABFINDEN, DAS DEINE AHNEN ODER DIE TRADITION (ALTE MUSTER), DIR AUFTRAGEN ZU TUN. DU KANNST EIGENSTÄNDIG SELBST WÄHLEN, WAS DICH GLÜCKLICH MACHT. DU BIST KEIN OPFER DEINER ZEIT UND DEINER HERKUNFT.

    C) DU HAST STETS DIE MÖGLICHKEIT, DEIN ZUKÜNFTIGES LEBEN IN EINE NEUE RICHTUNG ZU LOTSEN MIT HILFE BEWUSSTER ENTSCHEIDUNGEN. SICH IM GEISTE VORZUSTELLEN, WIE DEIN LEBEN WEITERGEHEN KÖNNTE, WENN DU DICH FÜR PLAN A ENTSCHEIDEST UND WIE DU LEBTS MIT PLAN B KÖNNTE DIR HELFEN EINEN PLAN C ZU FINDEN, DEN DU WÄHLST. SCHAU DIR DAZU AUCH GERNE DEN FILM "NEXT" MIT NICOLAS CAGE NOCHMAL AN. DU ENTSCHEIDEST ÜBER DEINE ZUKUNFT UND ZWAR "JETZT". WÄHLE WEISE.

  2. Cover des Buches Krieg der Welten (ISBN: 9783945493861)
    H. G. Wells

    Krieg der Welten

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Emmas_Bookhouse
    Krieg der Welten – H. G. Wells
    Verlag: Mantikore
    Taschenbuch: 14,95 €
    Ebook: 9,99 €
    ISBN: 978-3-945493-86-1
    Erscheinungsdatum: 26. Januar 2017
    Genre: Science Fiction / Klassiker
    Seiten: 320
    Inhalt:
    Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…

    Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.
    Mein Fazit:
    Zum Cover:
    Das Cover finde ich schlicht, aber schön. Es muss nicht immer so viel sein, meist wirkt es dann hektisch. Dass es in Rot gehalten ist, gefällt mir auch gut. In der Mitte steht der Titel, da es ein Klassiker ist, finde ich das Cover sehr passend.
    Zum Buch:
    Alle kennen bestimmt den Film Krieg der Welten, doch dazu muss ich sagen, das Buch ist doch ein wenig anders, aber Hollywood muss ja immer übertreiben (lach).
    Wie schon bei der Unsichtbare, haben wir hier wieder ein sehr schönes und informatives Vorwort, was sich wirklich lohnt zu lesen.
    Die Erde wird angegriffen, von Marsianern, aber nicht in unserer heutigen Zeit, sondern zu Zeiten der Kutschen. Eine Zeit die ich persönlich sehr gern mag, das 19. Jahrhundert ist immer sehr interessant geschrieben und beschrieben. Aber die Besucher sind nicht freundlich gesinnt und wollen uns Erdlinge vernichten.
    Der Schreibstil ist hier sehr angenehm, nicht das übliche was man heutzutage alles liest, sondern eher der Zeit in der das Buch spielt angepasst. Es ist recht flüssig, aber auch gewöhnungsbedürftig. Die Spannung kommt hier erst so richtig im zweiten Teil des Buches auf.
    H. G. Wells ist für mich ein Garant für gute Geschichten und das ist hier natürlich auch wieder so. die Protagonisten sind durchweg gut erzählt und es macht Spaß den Weg durch das Buch mit ihnen zu gehen. Gerade auch der Zeit wegen, wo es spielt.
    Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Fußnoten und die wunderschönen Illustrationen die wir hier finden. Gerade die Fußnoten sind sehr informativ.
    Bildlich ist alles wirklich gut erzählt, wer schon einmal etwas von H. G Wells gelesen hat, kennt das ja. Mir gefiel das schon bei „ Der Unsichtbare „ und hier ist auch so schön beschrieben alles.
    Mehr gibt es hier eigentlich auch nicht mehr zu schreiben, außer dass es eine klare Lese – Empfehlung von mir gibt. Gerade wer Klassiker liebt, ist hier genau richtig.
    Ich gebe 5 von 5 Sternen, weil ich sehr gut unterhalten wurde.
  3. Cover des Buches Die Landkarte des Himmels (ISBN: 9783499258152)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte des Himmels

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Wolf1988
    An einem Abend trifft sich H.G. Wells mit dem Autoren der unerlaubt einen zweiten Teil zu seinem Bestseller "Der Krieg der Welten" geschrieben hat. Eigentlich auf Streit eingestellt merkt Wells immer mehr das sie auf einer Wellenlänge sind. Nach einiger Zeit und ein paar Bieren zuviel erzählt Ihm der Autor das im Museums Keller in der Stadt der Leichnam eines Außerirdischen versteckt sei. Beide machen sich zum Museum auf und schleichen sich in den Keller. Ab da nimmt die Geschichte Ihren Lauf. Es startet mit einem Rückblick auf eine Südpol Expedition die eine gar Grausame Entdeckung macht. Zurück in der Gegenwart muss H.G. Wells miterleben wie sein Roman zur Wirklichkeit wird. Eine Abenteuerliche Odyssee durch London beginnt.
    Wieder arbeitet der Autor mit wunderschönen Sätzen. Auch sein toller Humor ist geblieben und er selbst als Autor springt manchmal mitten in die Geschichte herein, so das eine Atmosphäre wie bei "Die Fabelhafte Welt der Amelie" entsteht. Dieses Buch konnte ich nur schwer weglegen, auch wenn er leider meiner Meinung nicht an den ersten Band ran gekommen ist. Ab und an hat der Autor einiges ziemlich in die Länge gezogen. Im Grunde macht mir das bei Büchern nicht so viel aus, aber er hat sich dabei oft im Kreise gedreht, was sehr Anstrengend sein konnte. Dennoch ein fabelhaftes Meisterwerk. 
  4. Cover des Buches Die Zeitmaschine (ISBN: 9783730604755)
    H. G. Wells

    Die Zeitmaschine

     (379)
    Aktuelle Rezension von: _traumweltenmalerei_

    Leider muss ich sagen, dass es mir trotz der kurzen Länge nicht gefallen hat. Es war flüssig zu lesen und der Erzählstil war angenehm leicht, aber die Geschichte kam mir dennoch zu langatmig vor. Die einzelnen Aspekte und der Verlauf der Geschehnisse waren sehr interessant. Auch fand ich es interessant, dass der Protagonist zwar Schlussfolgerungen aus allem zog, der Leser aber im Endeffekt nicht wusste, ob diese schlussendlich auch der Tatsache entsprechen. Ich kann es nicht genau benennen, aber es war einfach nicht meins.
    Obwohl mich das Buch an sich nicht überzeugen konnte, dient es aufgrund seiner Länge und dem leichten Still als guter Einsteiger in das Genre. 

  5. Cover des Buches Die Insel des Dr. Moreau (ISBN: 9781543036985)
    H. G. Wells

    Die Insel des Dr. Moreau

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Die Insel des Dr. Moreau ist ein spannender und unterhaltsamer Roman. Wie auch z.B. Frankenstein greift Wells das Thema des künstlichen Menschen auf. Der Roman spielt im Jahr 1887, zu einer Zeit also, in der riesiger Forscherdrang herrschte. Der Optimismus nach dem Motto „alles ist möglich“ wird in der Forschung des Dr. Moreau ins Extreme gesteigert. Sogar aus Tieren Menschen zu machen scheint möglich.

    Doch anders als Frankenstein, das hier und da etwas altbacken daherkommt, wirkt die Atmosphäre in Die Insel des Dr. Moreau tatsächlich bedrohlich. Das kommt vor allem durch das Bedrohungsszenario und die Angst Prendicks um das eigene Leben. Ein Thriller könnte kaum mehr Spannung erzeugen als diese Jagd.

    Denkt man an das Thema Gentechnik, kann man sich fragen, ob Wells‘ Roman, der zurecht ein Klassiker der schaurigen Science Fiction Literatur ist, einfach nur seiner Zeit vorraus war. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist durchgehend spannend. Eine klare Empfehlung.

    Einen ausführlichen Beitrag zum Buch habe ich auf meinem Blog kapitel7.de geschrieben.


  6. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783839810576)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Soeren
    Als Fan von Zeitreisegeschichten sprach mich die Inhaltsangabe von „Die Landkarte der Zeit“ sofort an. Immerhin will hier der junge Mann Andrew in die Vergangenheit reisen, um seine Liebste vor Jack the Ripper zu retten. Und eine gewisse Claire unternimmt eine Reise in die Zukunft. Überwacht wird angeblich alles vom kritischen Blick eines geheimnisvollen Bibliothekars.
    Dachte ich zumindest. Nach der Hälfte der Geschichte stellte sich allerdings heraus, dass sämtliche bisher erlebten phantastischen Elemente ein gewaltiger Schwindel waren. Und als wäre das nicht übel genug, folgte im letzten Drittels eine weiteren Betrugsmasche dieser Art, die dann allerdings nicht mehr nur enttäuscht, sondern ermüdend wirkte, weil einem spätestens dann klar war, dass man in dieser Geschichte niemandem glauben konnte. Deshalb traute ich auch den „Überraschungen“ am Schluss nicht so ganz und bin nach wie vor unschlüssig, was ich von alledem halten soll.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass der Roman keine lineare Handlung hat, sondern am Anfang mit Figuren Andrew und Claire eingeführt werden, die ab der Hälfte überhaupt keine Rolle mehr spielen. Sie erschienen mir lediglich als ellenlange Vorgeschichte, damit der Schriftsteller H. G. Wells eingeführt werden kann, um den sich der Roman letztendlich dreht. Im besten Fall kann man „Die Landkarte der Zeit“ als eine Hommage an ihn und seine Bücher ansehen.
    Dieser Bestseller war mein erster Palma und ich weiß nicht, ob ich mehr brauche. Stellenweise behinderte nicht nur die enttäuschende Handlung, sondern auch die gestelzte und auf vornehm gemünzte Ausdrucksweise (z. B. „Als sie sich der Übertriebenheit ihrer Reaktion bewusst wurden, beruhigten sie sich wieder.“ Oder: „Er starrte ihn offenen Mundes an.“). Hier wäre in jeder Hinsicht mehr drin gewesen.
    Die (auf neun CDs gekürzte) Hörbuchfassung wird vom dritten Detektiv Andreas Fröhlich gelesen. Er liefert gute Arbeit ab und hebt die Geschichte dadurch eventuell sogar ein bisschen aus dem Mittelmaß heraus.
  7. Cover des Buches The Time Machine (ISBN: 0451528557)
    H. G. Wells

    The Time Machine

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.

    Rezension

    Ich muss ehrlich gestehen, wäre dieses Buch nicht auf dem „100 Books Scratch Off Bucket List“ Poster aufgelistet, das an meinem Schrank hängt, dann hätte ich es wohl nie gelesen. Ausgewählt wurde es außerdem nur, da Mel von Mrs. Paperlove und ich unsere Listen gemeinsam abarbeiten wollen und uns für den Anfang für das kürzeste Buch entschieden haben. Im Nachhinein finde ich das ziemlich traurig, denn das Buch hat mir, obwohl es ein 124 Jahre alter Klassiker ist, gut gefallen. Es war überraschend unterhaltsam und, obwohl ich mich an die englische Version gewagt habe, gar nicht so schwierig zu lesen.


    Der Geschichte ist ihr Alter durchaus anzumerken, so ist es nicht. Am deutlichsten wird dies wohl daran, dass das Buch kaum aktive Handlung enthält. Stattdessen gibt der Erzähler, bei dem es sich nicht einmal um den Zeitreisenden, sondern um eine unbekannte andere Person handelt, den neun Kapitel andauernden Monolog des Zeitreisenden wieder, in dem dieser von seinen Erlebnissen in der Zukunft berichtet. Zugegebenermaßen habe ich oftmals vergessen, dass ich einen Monolog lese und nicht aktuell beim Geschehen dabei bin. Deshalb war das Buch stellenweise wirklich spannend. Ich habe mitgefiebert und gebannt die weiteren Entwicklungen verfolgt. Gegen Ende wurde es regelrecht dramatisch. Hin und wieder, wenn der Zeitreisende sein Publikum beispielsweise direkt anspricht, wurde mir allerdings ins Gedächtnis gerufen, dass es sich lediglich um eine Erzählung handelt. Von Zeit zu Zeit fand ich diese Erzählweise etwas ermüdend.


    Ein anderer Punkt, der mir aufgefallen ist und in dem ich meine Notizen zu dem Buch nur zitieren kann: „Damals wurde noch echt viel gedacht.“ Wells' Vorstellung davon, wie die Welt im Jahr 802 701 aussieht, fand ich sehr interessant. Am meisten fasziniert hat mich jedoch, dass er sich ausführlich Gedanken darum gemacht hat, wie es dazu kam. Der Zeitreisende, der aufgrund der veränderten Sprache weder mit den Eloi noch mit den Morlocks kommunizieren kann, stellt zu seinen Beobachtungen immer wieder Theorien mit möglichen Herleitungen auf. Es werden Tendenzen in der Entwicklung der britischen Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts weitergesponnen. Zwar ist die Erzählung dadurch teilweise etwas theorielastig, aber die möglichen Hintergründe zu verstehen, fand ich sehr spannend. Darüber hinaus besticht Wells' Zukunftsversion mit ihrer Einfachheit. Das Buch kommt ohne futuristische Technologien aus und schafft eine faszinierende Zukunft einfach auf Basis der möglichen Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Das hat mir deutlich vor Augen geführt, wie überladen moderne Dystopien oftmals sind.


    Fazit

    Dieser alte Klassiker war überraschend unterhaltsam und hat mir gut gefallen. Zwar ist dem Buch sein Alter anzumerken, da die Geschichte in einem sehr langen, teilweise etwas ermüdenden Monolog geschildert wird, aber meist war die Handlung trotzdem spannend. Außerdem fand ich Wells' Zukunftsversion faszinierend. Sie kommt ohne futuristische Technologien aus und basiert lediglich auf der Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Mit interessanten Theorien und wissenschaftlichen Verweisen wird diese Entwicklung zudem erläutert. „The Time Machine“ hat mir überraschend gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.

  8. Cover des Buches Wenn der Schläfer erwacht (ISBN: 9783423131285)
    H. G. Wells

    Wenn der Schläfer erwacht

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83

    Müsste ich meine persönlichen Literatur-Entdeckungen der letzten Jahre aufzählen – H. G. Wells wäre nicht nur zweifelsfrei dabei, sondern würde auch ganz weit oben auf der Liste zu finden sein. Für den ein oder anderen vielleicht insofern wenig erstaunlich, da der Utopist Wells allein aufgrund der Bücher „Die Zeitmaschine“ und „Krieg der Welten“ zu den bedeutendsten und bekanntesten Autoren des inzwischen so enorm gewachsenen Genres der Science-Fiction gehört. Es sind aber gerade die weniger prestigeträchtigen Titel, die kleinen, auf den ersten Blick so unscheinbaren Romane aus seiner Feder, welche ihn über die Masse herausheben und meine Faszination an ihm befeuern. Ob in „Die Insel des Dr. Moreau“ oder jetzt in „Wenn der Schläfer erwacht“ - Wells ist es immer wieder aufs Neue gelungen, stimmige Zukunftsvisionen aufs Papier zu bringen, die, nicht selten zum ungläubigen Erstaunen heutiger Leser, mittlerweile von der Realität eingeholt worden sind. Gerade diese Weitsicht, gepaart mit der zielgerichteten und vor allem zeitlosen Schreibe des englischen Autors, hat sein Werk für die Moderne konserviert. Wells zu lesen bedeutet bis heute: Abenteuer, Unterhaltung, Humor und eine tiefere Moral – und all das verpackt in ein zumeist schmales Büchlein, welches die Sci-Fi-Wälzer der Gegenwart zu mehr als fragwürdigen Nachfolgern macht. In „Wenn der Schläfer erwacht“ sind es gerade mal 230 Seiten.

    Und auf diesen geht es um Folgendes: Graham, ein Engländer des ausgehenden 19. Jahrhunderts, fällt nach einer Phase der Schlaflosigkeit in eine totenähnliche Starre, aus welcher er erst 206 Jahre später erwacht. Aus dem einfachen Bürger ist nun, bedingt durch geschickte Investitionen seiner geschäftlichen Vertreter, der reichste und mächtigste Mann der Welt geworden, dessen einzigartige Lebensgeschichte in der Vergangenheit nicht nur religiös verarbeitet, sondern auch als Legitimierung für die herrschende Regierungsform benutzt wurde. Geblendet von den technischen Errungenschaften dieser ihm so unbekannten Zukunft dauert es etwas, bis er die Nachteile des bis ins kleinste Detail durchorganisierten Kapitalismus erkennt. Mehr und mehr distanziert er sich von den Herrschenden, welche sich mittels seiner Manipulation einen eigenen Machtgewinn erhoffen. Als er bei seiner Flucht in die unteren Ebenen der Stadt das Elend der unterdrückten und benachteiligten Arbeitermassen an eigenem Leibe erfährt, wechselt er die Seiten.

    An der Spitze einer revolutionären Bewegung zieht er in den Kampf für soziale Gerechtigkeit. Doch sein Widerstand trifft auf die Übermacht der Regierung. Bald muss er erkennen, dass die Menschen aller Schichten an Menschlichkeit eingebüßt haben … und dass diese Welt in allen Belangen nicht mehr die seine ist.

    Wells, der sich selbst als Sozialist betrachtete und der Russischen Revolution sowie dem marxistischen Programm Lenins lange Jahre positiv gegenüberstand (erst nach Stalins Machtübernahme ging er auf Distanz), lebt in „Wenn der Schläfer erwacht“ seine politische Gesinnung einmal mehr deutlich aus, zeigt sich gleichzeitig aber als moralischer Humanist, dem an den Menschen gelegen ist, welche in der von ihm gezeigten Zukunft zu Werkzeugen für die technologisierte und modernisierte Welt degradiert worden sind. Die gesellschaftliche Spaltung in Arm und Reich, die zeitgenössischen Ausbeutungsverhältnisse – mit all dem hat sich der Schriftsteller in den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts intensiv auseinandergesetzt, weshalb „Wenn der Schläfer erwacht“ für ihn die logische Konsequenz einer von sozialen Unterschieden geprägten Welt darstellt, in welcher der Mensch aufgrund einer fehlenden Ethik im Umgang mit wirtschaftlichen und technischen Fortschritten das Menschliche weitestgehend verloren hat. Und auch hinsichtlich der Infrastruktur sieht Wells die Nachteile der rasant voranschreitenden Industrialisierung. So muss Graham bei seinem Erwachen feststellen, dass es die ländlichen Gebiete von einst nicht mehr gibt. Dörfer und Vorstädte haben in einer Gesellschaft, in welcher der Nutzwert ausschlaggebend ist, keinerlei Daseinsberechtigung. Die großen Moloche der Stadt enden an ihren Grenzen abrupt. Hinter ihnen wartet nichts als ödes Land.

    Innerhalb der Stadt vegetieren die Arbeiter unter Tage dahin, wo sie gefährliche und eintönige Arbeiten verrichten müssen, deren letztlicher Profit niemals bei ihnen ankommt. Wells Beschreibungen dieses dystopischen Londons gehören zu den stärksten Passagen des Romans, auch weil wir durch Grahams Augen eine Welt erblicken, die unserer heutigen in vielen Dingen verblüffend und auch erschreckend ähnlich ist. Da entledigen sich die Eltern der auf Vergnügen und Unterhaltung bedachten Mittelschicht ihrer Kinder, um sich allabendlich in Tanzhallen verausgaben und von der Monotonie ihres Lebens ablenken zu können. Allgegenwärtige „Schwätzmaschinen“ beschallen die Menschen ununterbrochen mit Parolen, manipulieren und indoktrinieren sie nach den Wünschen des jeweiligen Bedieners. In diesem Fall Ostrog, der Grahams Person nutzen will, um den herrschenden Rat zu stürzen und im Hintergrund selbst die Macht übernehmen zu können. Wie exakt Wells hier die Mechanismen einer aufkeimenden Diktatur und ihren Zusammenhang mit der modernen Technik beschreibt, sorgt für Gänsehaut beim Leser, welcher sich unwillkürlich an den Aufstieg der Nazis und ihre schreckliche Propagandamaschinerie im 20. Jahrhundert erinnert fühlt. Und auch sonst beweist der Autor ein beeindruckendes visionäres Gespür: Von Windparks ist da die Rede, von Lichtwaffen, automatischen Türen, Laufbändern und hubschrauberähnlichen Fluggeräten.

    Trotz all dieser futuristischen Elemente – im Vergleich zu den anderen Roman von Wells haftet „Wenn der Schläfer erwacht“ ein weit düsterer, nihilistischer Ton an. Die Welt in der Graham erwacht, ist kalt, trostlos und steril. Und die Bemühungen des Schläfers, die bestehenden Dinge zu ändern sind bereits zu Beginn allzu deutlich zum Scheitern verurteilt. Eine Konzeption, welcher der Autor bis zum Ende treu bleibt, das für Hoffnungen keinerlei Raum lässt und den üblichen Heldenklischees gänzlich zuwiderläuft. Auch wenn das nicht selten von Rezensenten angeprangert wird – gerade dieser Abschluss ist es, der meiner Meinung nach das provozierende Potenzial (und ein Provokation gegen die bestehenden Missstände des viktorianischen Englands sollte es zweifellos sein) bis ins Heute herübergerettet und ihr diesen besonderen Reiz verliehen hat.

    „Wenn der Schläfer erwacht“ ist ein dystopischer Klassiker des „Vaters“ der modernen Science-Fiction, dessen ätzend scharfe, aber stets pointiert und kompakt vorgetragene Sozialkritik spätere Schriftsteller wie Huxley, Orwell oder Dick nicht unwesentlich beeinflusst hat. Unbedingt lesenswert – wie überhaupt eigentlich alle in der dtv-Reihe erschienen Titel, von denen ein Großteil inzwischen leider vergriffen ist.


  9. Cover des Buches Krieg der Welten (ISBN: 9783257609264)
    H. G. Wells

    Krieg der Welten

     (226)
    Aktuelle Rezension von: Doreen_Klaus

    Im Jahr 1898 geschrieben ist dieses Buch unbestritten ein Klassiker der Sience Fiction, Vorbild für das wohl berühmteste Hörspiel der Geschichte und Inspiration für nachfolgende Generationen. 

    Die Marsmenschen sind hier keine kleinen grünen Männchen, sondern werden fast tintenfischartig beschrieben und sie sind gekommen, um die Erde zu erobern, auf brutalste Weise. Sehr interessant wird beschrieben, welchen Wissentsstand man über den Mars zu haben glaubte.

    Wells beschreibt mit einem, für die damalige Zeit sehr futuristisch, anmutendem Weitblick die technischen Errungenschaften der Invasoren. Dem Alter des Romans geschuldet ist allerdings der eher nüchterne, teils fast langatmige Schreibstil. Einiges an Wortgefügen mutet dem Leser eher antiquiert an und macht das Lesen manchmal etwas schwergängig. Mit den bekannten Hollywood Filmen kann man das Geschriebene auf keine Weise vergleichen. Jüngere Leser könnten damit wohl auch eher Probleme haben. 

    Für Klassik Fans und Liebhaber der SiFi Literatur ist das Buch aber definitiv ein Muss. 

    Wells nimmt die Landung der Marsmenschen zum Anlass eine Warnung auszusprechen. Der Mensch sollte sich in seiner Arroganz nicht allzu sicher sein. Brutal und unvermittelt kann der Untergang bevorstehen. Gleichzeitig aber wird in fast biblischer Weise der Kampf David gegen Goliath thematisiert. Die Menschheit überlebt bei Wells nur durch puren Zufall, warum er dieses Senario wählte bleibt Spekulation, kann aber auch als Homage an die Allmacht der Natur verstanden werden. Eins bleibt nach der Lektüre, der bange Blick zum Himmel und die Frage, sind wir tatsächlich allein im Universum. 

  10. Cover des Buches Der Unsichtbare (ISBN: 9783423131759)
    H. G. Wells

    Der Unsichtbare

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Elbenwind

    INHALT

    Ein vermummter Mann taucht in einem englischen Dorf auf und mietet sich in einem Gasthof ein.
    Das Gesicht bandagiert und hinter einer dunklen Brille verborgen scheut er die Einwohner und arbeitet zurückgezogen in seinem Zimmer an merkwürdigen Experimenten. Doch dann wird er demaskiert und den Menschen zeigt sich Unglaubliches. Hinter der Verkleidung verbirgt sich nämlich „Nichts“. Der Unsichtbare flieht und schreckt dabei vor nichts zurück.


    KOMMENTAR

    Der „Unsichtbare“ ist sicher kein Sympathieträger. Er wirkt überheblich und übellaunig. Sobald er sich in die Enge getrieben fühlt, neigt er außerdem zu Aggressivität. Er hat sich den Menschheitstraum der Unsichtbarkeit erfüllt, doch der Preis, den er dafür zahlt, ist hoch. Der moralische Verfall der Hauptfigur nimmt seinen Lauf und gipfelt schließlich im wohl schlimmsten aller Verbrechen.

    Wells schafft eine gruselige Atmosphäre, die bei den Lesern vor 100 Jahren sicher erschreckender gewirkt hat, als es heute der Fall ist. Er beschreibt das Geschehen sehr bildhaft, ohne dass er sich dabei jedoch in Details verliert. Die Sprache liest sich für einen „Klassiker“ recht flüssig, ab und zu gibt es außerdem ganz amüsante mit Ironie gewürzte Stellen. 

    Die 200 Seiten hat man schnell durch. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, besonders bei den Figuren. Auch die Handlung wäre ausbaufähig gewesen. Trotzdem fand ich es sehr interessant die Entwicklung des Protagonisten zu beobachten.


    FAZIT

    Ein spannendes Szenario vom Meister der Science-Fiction. In der Umsetzung einige Schwächen, im Ganzen betrachtet aber trotzdem lesenswert.


    ZITAT

    „ […] An jenem Nachmittag erkannte ich die bittere Täuschung.Ich dachte an all die Dinge, die ein Mensch für wünschenswert hält. Allerdings wurde es mir durch meine Unsichtbarkeit möglich, sie zu erlangen, aber zugleich wurde es mir unmöglich, sie zu genießen. [...]“

    Der "Unsichtbare" zu Dr.Kemp - S.177, dtv,

  11. Cover des Buches Zeitschiffe (ISBN: 9783453210912)
    Stephen Baxter

    Zeitschiffe

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Hypokras

    Die Station:

    Neptun - Mehrweltengeschichten.

    Und so beginnt es:

    »Am Freitagmorgen nach meiner Rückkehr aus der Zukunft erwachte ich lange nach Sonnenaufgang aus einem tiefen und traumlosen Schlaf.«

    Zusammenfassung

    Kurz: Fortsetzung der "Zeitmaschine" von H.G. Wells.
    Etwas länger: Der Zeitreisende auf seiner zweiten, dritten, ... n-ten Reise durch die Zeit(en). Das Buch fängt da an, wo jenes von Wells aufhört. Der Zeitreisende macht sich wieder auf in die Zukunft um Weena vor ihrem Schicksal zu retten. Das misslingt ihm aber, weil er unterwegs merkt, dass er sich in einer anderen Zukunft befindet. Wie vom Blitz getroffen stoppt er die Reise vorzeitig und trifft wie beim ersten Mal auf Morlocks. Allerdings sind die anders.
    Auf seinen Reisen trifft er auch auf frühere Ichs, kämpft gegen die zwangsläufigen Bösewichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

    Meine Meinung

    Die Sprache wirkt manchmal etwas gekünstelt altbacken (es handelt sich zwar um die "Fortsetzung" der Zeitmaschine, aber übertreiben braucht mans nicht), die Figuren - vor allem der Zeitreisende - scheinen etwas arg borniert zu sein (waren die Leute im auslaufenden 19. Jahrhundert so?) und die Handlung ... Naja, es ist halt eine Zeitreise- und Mehrweltgeschichte. Das sind einfach zwei streitbare Themengebiete. Trotz all dem Spekulativen finde ich die Art und Weise, wie Stephen Baxter, bzw. der unbekannte Autor, dieses Dillema gelöst hat sehr schön.

    Fazit

    Wer denkt, er habe schon alles zum Thema Zeitreisen gelesen sollte sich "Zeitschiffe" zu Gemüte führen. Durch den Einbezug von multiplen Historien lässt sich das grosse bisherige Paradoxon ("Was passiert, wenn ich in die Vergangenheit reise und meinen Grossvater töte?") nicht nur lösen, es ist einfach nicht mehr existent. Aber spätestens wenns ans richtig Eingemachte geht merkt man, dass Zeitreisen halt eben doch nicht ohne "Probleme" bewerkstelligt werden können.
    Mein Fazit: Empfehlung zum Kauf und zum Lesen.

    Gesamteindruck

    Sprache / Stil: 9/10
    Figuren: 7/10
    Handlung: 8/10
    Schlusswertung: 8/10 Punkte

  12. Cover des Buches The Invisible Man (ISBN: 9780451531674)
    H. G. Wells

    The Invisible Man

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Meine Bewertung zerfällt hier in zwei Teile: In die Grundidee, die Darstellung der Vor- und Nachteile der Unsichtbarkeit und die damit zusammenhängenden moralischen Fragen und in die erzählerische Umsetzung. Für Erstere gebe ich fünf Sterne, für Letztere höchstens drei.

    Nach der Anfang der Geschichte recht spannend und geheimnisvoll ist, ein völlig vermummter Unbekannter taucht in einem Pub im ländlichen England auf und lässt sich weder beim Essen noch bei einer sonstigen verräterischen menschlichen Verrichtung beobachten, gerät die Geschichte bald in ein läppisches und uninteressantes Fahrwasser. Denn natürlich weiß der Leser schon, dass es um einen Unsichtbaren geht - anders als die Dorfbewohner, die dies erst über gefühlte tausend Seiten quälend langsam begreifen. Auch erzählerisch vermochte mich die Geschichte bis etwa zur  Mitte nicht zu überzeugen. Wells wählt eine auktoriale Perspektive, beobachtet das Geschehen im Dorf quasi von oben und schaltet zwischen den Figuren hin und her, ohne dass man sonderliches Interesse für sie entwickelte oder Mitleid dafür, dass sie wie Tölpel von dem schurkischen Unsichtbaren wieder eins übergebraten bekommen. Störend ist auch der Dialekt, den Wells die Dorfbewohner reden lässt und der das Lesen ziemlich erschwert.

    Besser wird es erst, als Griffin, der Unsichtbare und ein abgebrochener Physikstudent, seinen ehemaligen Bekannten aufsucht. Hier erfährt man endlich, wie Griffin überhaupt das Geheimnis der Unsichtbarkeit entdeckt hat und welche Erfahrungen er damit gemacht hat. Um es kurz zu machen: Keine sonderlich guten. Was ein Traum von Allmacht bedeuten sollte, wird für Griffin ziemlich rasch zum Alptraum, zu einer Behinderung, wie der stetes detailgenaue Wells dem Leser aufzeigt. Es geht damit los, dass Griffin ja nur nackt unsichtbar ist, trägt er Kleider, sind die es nicht,  wie er bald bemerkt, als er im tiefsten Winter aus seiner Wohnung flüchtet.

    Griffin wird im Laufe seiner Karriere als Unsichtbarer zum Mörder, etwas, das Wells ihm schon in den ruchlosen, egoistischen Charakter eingeprägt hat. Und glücklich wird er schon gar nicht, sondern zum Gehetzten und Getriebenen, der nur noch um sein Überleben kämpft. Platon wollte die Frage, ob sich Menschen auch aus freien Stücken moralisch verhalten würden, anhand der Sage vom Ring des Gyges illustrieren, einem Ring, der den Besitzer unsichtbar macht und damit - so meinte Platon - vor jeglicher Strafverfolgung schützt. Es ist Wells Verdienst, Platon ironisch widerlegt zu haben, denn die vermeintliche Allmacht ist, denkt man sie praktisch in allen Details durch, eher ein Fluch - und Griffin sucht folglich auch in bester Zauberlehrlingstradition nach einem Mittel auf Wunsch auch wieder sichtbar zu werden.

    Am Ende macht die halbe Welt Jagd auf ihn und die Geschichte wird sogar zu einem echten Thriller. Meine Empfehlung daher: Zu Beginn großzügig überblättern.
  13. Cover des Buches H.G. Wells. Band 1: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783958395008)
    H. G. Wells

    H.G. Wells. Band 1: Die Zeitmaschine

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Owlet11
    Als ich das Buch las wusste ich ehrlich nicht wer HG Wells war. Was für eine Blamage. So ging ich an das Buch mit der erwartung eines leicht zulesenden  Zeitreise Abenteuers. Was es nicht war. Das Buch beginnt sehr langsam im Viktorianischen England. Der langsamme spannungsbogen wird die ganze Zeit über gehalten. Wirklich "Fahrt" wird nie aufgenommen. Die Sprache lässt  sich in etwa mt Tolkien beschreiben. Eloquent britisch und sehr beschreibend. Dadur zieht sich dieses buch noch ein wenig mehr und higlights wie die erste Zeitreise, die Morlock oder Eloi gehen unter. Das Buch hat mir trotzdem gefallen, da es einen eigenen Charm hat.  Mann muss sich halt darauf einlassen und sollte nie vergessen wie alt die Story schon ist.

    Fazit: Wer ein Action Abenteuer statt eines Klassikers erwartet ist hier falsch.  Zurecht in einer Riege mit Stoker, Shelly und co.
  14. Cover des Buches H.G. Wells. Band 2: Der Krieg der Welten, Teil 1 (ISBN: 9783958395039)
    Dobbs

    H.G. Wells. Band 2: Der Krieg der Welten, Teil 1

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Öffnet der Leser diese Graphic Novel, so wird ihm als erstes die angestaubte Optik auffallen. Nicht, dass die Zeichnungen altbacken sind, sondern der Leser wird ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Das ist nämlich die Zeit, in der die Originalversion von H.G. Wells angesiedelt ist. Und wird der Leser augenblicklich in diese Zeit hineinversetzt, in der die Gesellschaft vermeintlich derart anders war als heute.


    Am Original

    Es ist zwar schon fast 25 Jahre her, seit ich das Originalbuch gelesen habe, so dass ich mich nicht mehr so wirklich an den genauen Wortlaut erinnern kann, aber nach meinem Dafürhalten hält sich die Graphic-Novel relativ dicht an das Original. Warum ich den Eindruck habe?

    Das Original ist als Satire erschienen und wollte der Politik einen Spiegel vor die Nase halten. Diese hochnäsige Arroganz der damaligen Zeit vor allem gegenüber allen anderen Völkern außer den Europäern (wenn nicht sogar gegenüber allen Nicht-Briten), wird in dieser Adaption sehr gut rübergebracht. Und leider Gottes erhält das Buch dadurch eine gewisse Aktualität.

     

    Worum es geht?

    Das Originalbuch muss man nicht kennen, um dieser Geschichte folgen zu können, aber es hilft, obgleich die Handlung weder komplex noch verschachtelt ist. Sie ist eigentlich recht simpel. Die Marsianer landen auf der Erde, die Menschen nehmen sie nicht ernst und werden von der Macht der Eroberer überrascht.

    Der erste Band dieser zweiteiligen Ausgabe erzählt von den Geschehnissen rund um die Eroberung der Marsianer und den verzweifelten Abwehrreaktionen der Menschen.

     

    Für Erwachsene

    Egal ob Originalbuch oder Graphic-Novel-Adaption: eines ist allen Werken gemein: Die Marsianer stellen eine unbesiegbare Bedrohung dar und metzeln die Menschen nieder. Diese Übermacht wird nur zu deutlich dargestellt, ohne jedoch gleich ein Splatter-Comic zu sein. Aber dennoch richtet sich durch die Vernichtungsdarstellungen diese Graphic-Novel eindeutig an ein erwachsenes Publikum.

    Sehr viel mehr passiert in diesem Buch nicht, aber auch die Vorlage glänzt nicht unbedingt durch Tiefgang oder komplexe Charakterdarstellungen, so dass sich auch in diesem Aspekt die Graphic Novel am Original orientiert. Wie bei allen mehrteiligen Buchadaptionen endet diese Geschichte mittendrinnen und findet erst im zweiten Band ihren Abschluss.

    Von dem Titel „H.G.Wells Band 2“ darf sich der Käufer nicht irritieren lassen, denn der erste Band behandelt mit „Die Zeitmaschine“ ein anderes Buch von H.G.Wells. Es handelt sich also um eine mehrteilige Graphic-Novel-Reihe, die die unterschiedlichsten Bücher von H.G.Wells beinhaltet (es folgen noch „Die Insel des Dr. Moreau“ im Dezember diesen Jahres und „Der Unsichtbare“ in zwei Teilen im Frühjahr nächsten Jahres).

     

    Fazit

    Nein, man muss das Original nicht kennen, um die Geschichte in dieser Graphic Novel zu verstehen. Und auch wenn das Buch „Der Krieg der Welten“ sicherlich zu den Klassikern der Literaturgeschichte zählt, ist es nicht unbedingt jedermanns Sache. Da finde ich die Idee immer wieder sehr gut, solche Buchklassiker in Form einer Graphic Novel zu erzählen. „Der Krieg der Welten“ wird so im Großen und Ganzen für jedermann zugänglich gemacht und spricht durch die Aufmachung und den graphischen Stil zudem nicht nur „Comicfreunde“ an.

    Wer immer schon mal wissen wollte, worum es im Original überhaupt geht, kann hier ebenso bedenkenlos zugreifen, wie der Leser, der sich der Geschichte mal in einer anderen Form widmen möchte.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  15. Cover des Buches HG Wells Classic Collection (ISBN: 9780575095205)
    H. G. Wells

    HG Wells Classic Collection

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die ersten Menschen auf dem Mond (ISBN: 9783423122375)
    H. G. Wells

    Die ersten Menschen auf dem Mond

     (16)
    Aktuelle Rezension von: metalmueller1807
    Dieser Roman gilt als der erste, der davon handelt, dass der Mensch die Raumfahrt nutzt, um auf einen anderen Planeten zu gelangen. Das Leben auf dem Mond wie phantasievoll geschildert und hält ein paar interessante Themen bereit, z. B. dass man die Wesen, die den Mond bewohnen, deshalb nie auf Aufnahmen sieht, weil sie nicht - wie wir auf der Erde - die Oberfläches des Planeten besiedeln, sondern das Mondesinnere, wo man durch die Krater hingelangen kann. Es beginnt ein spannendes Abenteuer mit einem Kampf gegen die fremde Zivilisation, mit der auch die Kommunikation nicht einfach ist...
  17. Cover des Buches Die Geschichte unserer Welt (ISBN: 9783257202175)
    H. G. Wells

    Die Geschichte unserer Welt

     (8)
    Aktuelle Rezension von: metalmueller1807
    Geschichte leicht gemacht: Vom Beginn der Erde bis in die 1920er Jahre listet H.G. Wells die wichtgsten Kapitel der Erdgeschichte aneinander. Leicht verständlich, mit knappen Worten und einer großen Menge an historischem Fachwissen, bringt er dem Leser alles Wichtige bei, was er im Geschichtsunterrischt in der Schule versäumt hat. Sehr interessantes und kurzweiliges Buch!
  18. Cover des Buches Doktor Moreau's neue Insel (ISBN: 9783453311794)
    Brian W. Aldiss

    Doktor Moreau's neue Insel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Eine Nacherzählung des bekannten gleichnamigen Romans von H.G.Wells für mich eine der schlechtesten Romane von Aldiss. Eine SF/Horro Geschichte um einen Arzt der Tier/menschenversuche auf einer Insel anstellt, das Buch von Wells wurde schon dreimal verfilmt
  19. Cover des Buches Tagebuch eines Lesers (ISBN: 9783596159437)
    Alberto Manguel

    Tagebuch eines Lesers

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Lev
    Manguel liest ein Jahr lang jeden Monat eins seiner Lieblingsbücher zum wiederholten Mal. In Tagebuchform, die einzelnen Einträge nach Tagen unterteilt, verknüpft er auf diese Art seine Leseeindrücke mit den politischen Nachrichten der Tage und seinen persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen. Da ich noch keines der 12 Bücher selbst gelesen habe, fand ich es stellenweise schwer zu folgen, aber auch höchst interessant und beeindruckend, welche Querverbindungen und Schlüsse Manguel zieht. Und das eine oder andere der 12 Bücher werde ich sicher noch lesen -mit Rückgriff auf Manguel!
  20. Cover des Buches Fahrt ohne Ende (ISBN: B0000BNO9M)
    Brian W. Aldiss

    Fahrt ohne Ende

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Netter SF von Brian W. Ladiss, in denen die Probleme von Generationen Raumschiffen beschrieben werden. Nach ein paar Generationen geht das Wissen verloren warum man dort lebt, wo man lebt. Die Maschinen erledigen alles. Eine Idde der Raumschiffreise aus den 60ern.
  21. Cover des Buches Im Innern des Wals (ISBN: 9783257202137)
    George Orwell

    Im Innern des Wals

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Da ich die Erzählungen schon aus den "Meistererzählungen" kannte, schreibe ich nur etwas zu den Essays, die mir deutlich missfallen haben. Es sind literarische Kampfschriften, in denen Orwell andere Autoren regelrecht diffamiert. Er unterstellt H. G. Wells fast schon eine Nähe zu Hitler, nur weil er ihn falsch einschätzte, und kritisiert Wells’ totalen Wissenschaftsglauben. Ähnlich ruppig beschreibt er Mark Twain als feige und ruhmsüchtig, als Hofnarren und dem Franzosen Anatole France weit unterlegen. Auch einen Nobelpreisträger verreißt er, kritisiert aber ausgerechnet hier (Rudyard Kipling) nicht ganz so scharf wie bei den anderen beiden Autoren. Kipling wirft er nur vor, dass er Protagonisten des Kolonialismus zu Helden mache, und ergötzt sich sonst eher an albernen Sarkasmen ("er ist ein guter schlechter Dichter", "kein Faschist, aber ein Präfaschist"), statt klare Worte zu finden. Die Brillanz mit der zum Beispiel Umberto Eco einst die "James Bond"-Romane zerpflückte, erreicht er dabei nie, sondern wirkt eher wie ein Nestbeschmutzer, der einem jeden Spaß am Lesen nimmt, sich als Alleininstanz in der Bewertung von Literatur aufspielt. Ich habe danach ehrlich gesagt keine Lust mehr auf den Autor. Es mag alles stimmen, was er da schreibt, aber die Art und Weise ist billig und unwürdig, teils anbiedernd. Nur wegen der enthaltenen Erzählungen gibt es zwei Sterne.
  22. Cover des Buches Am Vorabend der Ewigkeit (ISBN: 9783442250462)
    Brian W. Aldiss

    Am Vorabend der Ewigkeit

     (12)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    In den 60er Jahren entstanden und deutlich am kalten Krieg orientiert spielt dieser Roman des britischen Altmeister der Science Fiction in einer derangierten Welt, in der der Mond und die Erde ein unheilvolles triangel mit der Sonne bilden. Die Flora ist zum Dschungel mutiert und der Mensch muss sich in dieser Albtraum Welt zahlrecihen Gefahren entgegensehen. Kommt auch ein Atomkrieg, die Erde überlebt und der Mensch ist nicht das wichtigste. Albernes Cover, schlechte, holprige Übersetzung, Aldiss hätte wahrhaft besseres verdient. Eine etwas konstruierte Geschichte, aber sollte man im Zeitrahmen in der sie geschrieben ist lesen und liest sich flüssig.
  23. Cover des Buches Raum, Zeit und Nathaniel (ISBN: 9783453303010)
    Brian W. Aldiss

    Raum, Zeit und Nathaniel

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    14 Kurzgeschichten von einem der humorvollsten SF Autoren die es gibt, köstliche und witzige, skurrile Geschichten bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt.
  24. Cover des Buches Die Achtzig-Minuten-Stunde (ISBN: 9783404014705)
    Brian W. Aldiss

    Die Achtzig-Minuten-Stunde

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Eine der extravagantesten Roman von Aldis, in denen er sich seinen Wortspielen und seinem Einfallsreichtum hingibt. Eine Space Opera, aber zuallererst eine Komödie.

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