Bücher mit dem Tag "habgier"
75 Bücher
- Stephen King
In einer kleinen Stadt (Needful Things)
(639)Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich🌆
𝘚𝘪𝘦 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘩𝘪𝘦𝘳
EINE KLEINSTADT GERÄT AUSSER KONTROLLE
Leland Gaunt, ein mysteriöser Fremder, eröffnet in Castle Rock einen Laden mit dem Namen »Needful Things«, in dem jeder das bekommen kann, wovon er schon lange träumt. Doch alles hat seinen Preis - und Gaunt bestimmt ihn, denn er kennt die verborgenen Sehnsüchte und Schwächen jedes Einzelnen.
Der Albtraum beginnt...
💭
Mal wieder ein richtig starker King.
Ich fand es toll gleich auf den ersten Seiten von King begrüßt zu werden.
Seite um Seite wird der Horror immer weiter in so scheinbar banale Alltagssituationen verpackt.
Hier hatte ich dezent „Brennen muss Salem“ Vibes. Wahnsinnig toll.
Außerdem regt es doch zum nachdenken an.
Was hätte mir Leland Gaunt verkauft? Was hätte ich bezahlt? Welchen Gefallen hätte ich Mr. Gaunt tun sollen? Und hätte ich das wirklich getan, für etwas, das ich ganz wirklich, unbedingt haben möchte?
Ein King, den ich in Verbindung mit „Stark“ empfehle. Tolle King Kombi in Castle Rock.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(638)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEin Fuchs und ein Junge verschwinden. Jahre später wird eine totkranke Frau ermordet. Wollte sie ihr Gewissen erleichtern und drohte die Wahrheit ans Licht zu kommen? Oder hat beides nichts miteinander zu tun? Es bleibt nicht der einzige Mord.
Das Cover finde ich ganz passend gestaltet, wenn man mehr von den Geschehnissen Kenntnis erhält.
Es war mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Das war aber nicht weiter schlimm, da es ein unabhängiger in sich geschlossener Fall war.
Das Buch wurde aus verschiedenen Sichtweisen erzählt.
Der Fall an und für sich war spannend erzählt, das Ende war schlüssig.
Ganz Ruppertheim war hier im Fokus, weil die ehemaligen Kinder zusammenhielten und über die Geschehnisse der Vergangenheit schweigen. Auch Bodenstein ist tief in den Fall verwickelt.
Mir gefallen die Charaktere. Pia ist noch etwas unsicher, als sie die Leitung übernimmt. Das merkt man ihr an und das ist für mich als Leser nachvollziehbar. Das Bodenstein dennoch ermittelt, weil der damals verschwundene Junge sein Freund und der verschwundene Fuchs sein Haustier war, ist für mich ebenso nachvollziehbar.
Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden geboten, auch wenn es am Ende etwas in die Länge gezogen wurde, weshalb ich es weiter empfehlen kann.
- Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville
(463)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIch habe den Roman in der Übersetzung von Gisbert Haefs gelesen.
Doyles Roman verbindet gekonnt Schauergeschichte und Detektivroman: In der düsteren Moorlandschaft wird ein möglicherweise übernatürliches Verbrechen durch Holmes’ kühle Logik aufgelöst. Die Auflösung ist vollständig und berücksichtigt alle zuvor verstreuten Hinweise – ein Paradebeispiel für klassische Kriminallogik.
Aus heutiger Sicht wirkt es unfreiwillig komisch, dass das Übernatürliche im Namen der Wissenschaft als Aberglaube einfacher Leute abgetan wird, während gleichzeitig die Phrenologie – das Deuten von Charakter und Intelligenz anhand der Schädelform – als ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung dargestellt wird. Die weiblichen Figuren sind passiv, klischeehaft und rein funktional. Insgesamt spiegeln sich hier sehr verstaubte Weltbilder.
Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt der Roman sehr lesenswert, nicht nur als Krimi, sondern auch als spannendes Dokument seiner Zeit.
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(500)Aktuelle Rezension von: Hannelore_SeidelWow. Ich bin begeistert. „Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Aber niemand glaubt mir.“ Und genau das ist so großartig ge- und beschrieben, ich habe das Buch in zwei Nächten verschlungen und war ziemlich fertig, als dieses makabere Schauspiel sein Ende fand. Fertig, aber komplett zufrieden, dass dieses Buch, nachdem es schon lange erschienen ist, doch noch zu mir gefunden hat.
Lo Blacklock ist die Hauptakteurin, deren Bild ich direkt vor Augen habe. Eine junge Reisejournalistin, die zuvor in ihrem Zuhause ein furchteinflößendes Erlebnis hatte. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt, um es mal geschönt auszudrücken. Und nun ist sie auf diesem Schiff und beobachtet, wie etwas Längliches, Schweres, ins Wasser geworfen wird. Keiner glaubt ihr, keiner außer ihr will etwas gesehen haben. Als Leser weiß ich, dass Lo mit einer jungen Frau in dieser Kabine, in der angeblich kein Gast wohnt, gesprochen hat. Das war es dann aber, alles andere könnte so gewesen sein, die Beobachtung könnte aber auch der Einbildung entsprungen, somit dem reichlich fließenden Alkohol geschuldet sein.
Es ist ein richtig guter Thriller voller überraschender Wendungen mit Charakteren, die allesamt nicht zu durchschauen sind. Zwischendurch sind es Chats, SMS, Zeitungsberichte, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Ruth Ware schafft eine fast durchgehend düstere Atmosphäre, die vor Spannung nur so knistert. Lo ist diejenige, die alles ins Rollen bringt, sie ist aber auch eine Getriebene, man spürt ihre Anspannung und ist über so manch Aktion verwundert. „Ich meine, dass du komplett paranoid geworden bist. Hinter jeder Ecke vermutest du einen Feind.“ Genau das ist auch mein Empfinden, ich traue niemandem, attestiere (fast) jedem böse Absichten.
Diesen Thriller kann ich jedem Fan dieses Genres uneingeschränkt empfehlen. Eine packende Story, dazu interessante, eher zwielichtige Charaktere, all dies aus Lo Blacklocks Sicht erzählt – ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Nervenkitzel pur!
- Eoin Colfer
Artemis Fowl
(830)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeArtemis Fowl (junior) ist 12 Jahre jung und über-überdurchschnittlich intelligent. Sein Vater hat mit reichlich illegalen Methoden einen beachtlichen Reichtum angehäuft, ist jedoch seit einem Jahr verschwunden. Um den finanziellen Status zu erhalten, hat sich Artemis einen besonderen Plan ausgedacht: Er will die Wesen der Unterwelt erpressen: Feen, Elfen, Zwerge, Trolle, Kobolde, Zentauren… es gibt sie nämlich wirklich; fernab der menschlichen Zivilisation unter der Erde lebend.
Die Idee der Geschichte ist hervorragend: ein jugendliches Verbrechergenie gegen Fabelwesen. Auch wie die verschiedenen Welten miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Handlung aufgebaut, bis sie schließlich zusammengeführt werden.
Obwohl das Buch inhaltlich sehr abwechslungsreich, die Figuren toll dargestellt und die Spannung gut aufgebaut ist, kann es mich nicht voll überzeugen. Irgendetwas fehlt, aber ich kann nicht benennen, was es ist.
Fazit: kurzweilig und spannend mit skurrilen Figuren.
- Jan Weiler
Kühn hat zu tun
(105)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)
ISBN-13: 978-3499266829
Preis: 11,00 €
Spannender Krimi und mehr
Inhalt:
Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet.
Meine Meinung:
Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt.
Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran. Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.
Die Reihe:
1. Kühn hat zu tun
2. Kühn hat Ärger
3. Kühn hat Hunger
★★★★★
- Iny Lorentz
Die Wanderapothekerin
(106)Aktuelle Rezension von: Michelle0902Ich liebe diese Buch Reihe . Sie ist ein muss für jeden der in der Apotheke arbeitet. Sie zeigt wie schwer der Anfang war . Aber in einer weise die dazu geführt hat mich ein buch innerhalb kürzerster Zeit durchzulesen . Am anfang muss man mit den namen erstmal zurecht kommen aber dann einfach nur spannend und lehrreich
- J.R.Ward
Bourbon Sins
(227)Aktuelle Rezension von: LyjanaMeine Meinung
Zum Ende des Jahres habe ich beschlossen einige Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien, die schon einige Jahre dort verweilen. Den ersten Band habe ich demnach zum damaligen Erscheinungstermin gekauft, was mich jetzt allerdings nicht davon abgehalten hat diesen zweiten Band in die Hand zu nehmen.
Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass ich so schnell wieder Zugang zur Geschichte gefunden habe. Viele Geschehnisse werden zum Glück nochmals kurz angeschnitten und auch das kurze Personenregister zu Beginn hat tatsächlich geholfen sich zurecht zu finden.
Wer viele parallellaufende Erzählstränge nicht mag, wird mit dieser Autorin wohl niemals glücklich. Ich kenne genug andere Bücher von J. R. Ward um zu wissen, dass beinahe alle ihre Geschichten mehr als einen einzelnen Erzählstrang haben. So auch hier, wir begleiten nicht nur Lane und Lizzie, sondern ebenso Edward und Sutton, Gin und Samuel, und Maxwell, der noch fehlende Baldwine Spross ist gegen Ende des Buches ebenso mit von der Partie. Ihr seht, es gibt viele Charaktere, viele unterschiedliche Blickwinkel, aber ebenso viele Geheimnisse, massenhaft Probleme, die das Unternehmen der Baldwines betreffen und irgendwie kommt immer noch was obendrauf.
Mich so richtig mit einem der Charaktere anfreunden konnte ich noch nicht. Es gab viele gefühlvolle Momente, aber ebenso Ereignisse, wo ich über die Protagonisten nur den Kopf geschüttelt habe. Manche Reaktionen waren total übertrieben, manche dagegen fehlte die Überzeugungskraft und das Feuer. Beispielsweise das Wiedersehen von Lane und Max. Jahrelang haben sie einander nicht gesehen, da wirkte das erste Treffen so unscheinbar, so schnell abgekanzelt und das fand ich echt schade. Trotzdem kann ich zugeben, dass ich die Gruppendynamik immer wieder sehr genossen habe. Gerade Lane und Lizzie geben einander so viel Kraft in dieser schweren Zeit und lockern die vielen Notfälle auf. Außerdem bin ich froh, dass neben Lane auch endlich andere der Charaktere anfangen ihr Verhalten in Frage zu stellen, gerade Gin, mit der ich bisher herzlich wenig anfangen konnte scheint endlich etwas aufzuwachen.
Auch der vermeintliche Selbstmord des Oberhauptes der Familie nimmt eine wichtige Rolle ein, denn wie so oft sind die Dinge nicht wie sie scheinen. Ich glaube nicht, dass derjenige, der den Mord gestanden hat es wirklich getan hat, werde mich hier allerdings mit meinen Vermutungen zurückhalten.
Da ich diesen Band ganz gerne mochte und den dritten ohnehin bereits vor Jahren gekauft habe, weiß ich schon, welches Buch mich als nächstes durch die Woche begleitet.
Fazit
Als zweiten Band dieser Trilogie greift "Bourbon Sins" viele Elemente des ersten Teils auf und weitet diese aus – zwar liegen einige Jahre zwischen mir und dem Start in diese Reihe und doch konnte ich mich problemlos zurecht finden und bin sehr gespannt, wie diese Geschichte letztlich ausgeht.
Von mir gibt es 3,5 bis 4 von 5 Sternen.
- Claudia Zentgraf
Eine Reise um die Welt
(26)Aktuelle Rezension von: SelinavoGeorg Foster hat es geschafft! Er darf als Leichtmatrose mit zu James Cook aufs Schiff und die Welt bereisen! Schnell freundet er sich mit Henry an, der noch in London Zeuge eines Diebstahls wird. Nach und nach wird den beiden Jungs bewusst, dass sich der Täter auf dem Schiff befindet. Sie wollen die Tat unbedingt aufdecken, was sich als nicht so einfach herausstellt...
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Es kam überhaupt keine Spannung auf und es war sehr langatmig geschrieben. Ich hatte auch Probleme damit, mir die Charaktere zu merken, da ich überhaupt keine Symphathien entwickeln konnte. Insgesamt verlief die Geschichte in meinen Augen gradlinig - ohne Höhen und Tiefen.
Allerdings hat mir die Beschreibung der Orte, zu denen gereist wurde, sehr gefallen. Die Kultur sowie die Orte an sich konnte ich mir sehr gut vor Augen führen.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut und wirkt mitreißend. Es wirkt dynamisch mit dem Schiff im Meer und schreit nach Abenteuer.
Da ich dieses Abenteuer mit dem Buch leider dann doch nicht so erleben durfte, vergebe ich hier nur 2 Sterne. - Sabine Thiesler
Nachts in meinem Haus
(117)Aktuelle Rezension von: Nadine21Tom ist glücklich verheiratet. Er ist reich und lebt auf der Sonnenseite des Lebens. Doch in einer stürmischen Nacht trifft er eine falsche Entscheidung und muss nach Italien flüchten. Doch sein Freund, der verspricht ihm zu helfen, ändert seine Meinung und Tom befindet sich fortan alleine auf der Flucht. Wird er sein Leben zurück bekommen?
Die Geschichte hinter dem Buch ist spannend und man fiebert auch mit Tom mit, der eigentlich sein Leben zurück verdient hätte. Aber ansonsten zieht sich die Handlung in die Länge und die Polizei kommt auch nicht wirklich gut dabei weg. Die Nebenschauplätze haben wenig bis gar nichts mit der Handlung zu tun und haben mich beim Lesen eher gestört. Ich habe mich auch immer wieder gefragt, warum Tom, der teilweise am Boden lag, nicht zur Polizei geht?
- Pierre Lemaitre
Die Farben des Feuers
(127)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer.
Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge.
Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.
Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!
- Albert Kitzler
Denken heilt!
(21)Aktuelle Rezension von: katze267Albert Kitzler geht in seinem Buch „Denken heilt!“ von der schon seit Jahrhunderten von Philosophen in Ost und West propagierten These aus, dass geistiges Wohlbefinden auch das körperliche beeinflusst, dass also seelisches Ungleichgewicht, geistige Belastungen wie Ängste, Sorgen, das Gefühl der Überanstrengung, heftiger Zorn , Trauer u.s.w deutliche Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben..
Nach und nach nimmt er sich alle negativen Geisteshaltungen vor, analysiert sie und gibt anhand der klassischen Philosophielehren von Ost und West (Seneca, Platon, Konfuzius... um nur einige zu nennen) Anregungen, wie diese nicht unterdrückt sondern an der Entstehung gehindert werden sollen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Schritt für Schritt erklärten, individuell auf das negative Gefühl angepassten Strategien nicht um Sofortmaßnahmen handelt,sondern dass die erstrebten Ziele ähnlich wie bei körperlicher Ertüchtigung nur durch kontinuierliche , möglichst tägliche Übung zu erreichen sind.
Auch wenn das Buch gespickt ist mit Zitaten aus bestimmt nicht leicht zu verstehenden philosophischen Überlegungen, so gelingt es Herrn Kitzler doch, diese schwierige Thematik anschaulich und für den Leser verständlich darzulegen. Zu jedem Kapitel , das jeweils einem negativen, das geistige Wohlbefinden beeinträchtigenden Gefühl gewidmet ist, gibt es eine Kurzfassung der jeweiligen mehrschrittigen Übung , passend dazu ebenfalls eine ausführlichere Erläuterung.
Ein beeindruckendes Buch, quasi eine Anleitung zur Herstellung des seelischen Gleichgewichtes mit praktischen Übungsanleitungen, die in den Alltag integriert werden können
- Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(161)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeEin exklusives Hotel auf einer kleinen britischen Insel mit Schmugglergeschichte wird zum ungeliebten Urlaubsort des exzentrischen Detektivs Hercule Poirot. Als die frühere Schauspielerin Arlena Stuart Marshall, die mit Ehemann und Stieftochter angereist ist, am Strand erscheint überschlagen sich die Gerüchte, Hassreden und das Nase rümpfen der anderen Gäste. Die Möchtegern-Idylle zerbricht ganz, als Arlena ermordet in einer Badebucht aufgefunden wird. Wie unterstützt Poirot die örtliche Polizei und natürlich stellt er unorthodoxe Fragen und wird dafür belächelt. Wie immer lässt er niemanden an seinen Gedankengängen teilhaben, klärt den Fall jedoch lückenlos auf, mit den winzigsten Informationen, die urplötzlich einen ganz unerwarteten Sinn ergeben, sobald er alle zum großen Finale versammelt hat.
Den Leser erwartet hier ein klassischer Krimi nach bewährtem Muster. Eine Reihe buntgewürfelter Protagonisten, Fakten, die sich jeder Logik zu entziehen scheinen und am Ende doch völlig logisch sind, ein überheblicher, wortkarger Poirot, der nichts desto trotz Sympathieträger ist und selbstverständlich am Ende die perfekte Lösung liefert. Natürlich gelingt es der Autorin auch eine völlig unerwartete Auflösung zu präsentieren, die selbst wenn der Leser etwas vermutet hat, immer noch kleine Überraschungen parat hält. Die Story lädt zum mitraten ein, unterhält, lässt immer Raum für ein leichtes Augenzwinkern und fesselt auf locker flüssige Weise.Mein Fazit: Ein Klassiker seines Genres, der sich wunderbar lesen lest, sich als unterhaltsame Lektüre anbietet, aber mit verhältnismäßig wenig Neuem aufwartet. Ein Strukturkrimi nach bewährtem Schema, den ich trotzdem sehr gerne gelesen habe.
- Eric Weißmann
Mord unterm Reetdach
(102)Aktuelle Rezension von: mimitati_555Der Immobilienmakler Kristian Dennermann erhält den Auftrag, das Anwesen des Sylter Urgesteins Hinnerk Petersen zu verkaufen. Am Tag der ersten Besichtigungen wird Petersen vermisst gemeldet und kurz darauf von Dennermann im Garten seines Anwesens ermordet aufgefunden. Einer der Söhne des Verstorbenen drängt auf sofortigen Verkauf, aber Dennermann wird misstrauisch. Wer ist Julia, für die im Tiefkühlschrank von Petersen ein wertvoller Ring versteckt wurde, und hat der Tote wirklich eine Prostituierte in seinem Haus empfangen? Je mehr Dennermann nachforscht, desto näher scheint er dem Täter zu kommen, der sich bald auf den Immobilienmakler selbst konzentriert.
Der erste Krimi des selbstständigen Immobilienmaklers Eric Weissmann hat mir unterhaltsame und stellenweise vergnügliche Lesestunden beschert. Seine Beschreibungen der Insel Sylt, der Immobilien und Bewohner entlockte mir des Öfteren ein Lächeln, auch wenn es zuweilen etwas skurril und übertrieben wurde, was die Geschehnisse anbelangt. Ein wenig fehlte mir insgesamt der Ernst und auch das Tempo hätte an vielen Stellen etwas angezogen werden können, denn durch die sehr langsame Herangehensweise konnte bei mir leider nicht so recht eine Spannung entstehen. Dennoch war es ein lesenswerter, eher gemütlicher Krimi, der noch ausbaufähig ist.
- Maria Adolfsson
Doggerland – Fehltritt
(170)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Es ist der Morgen nach dem großen Austernfest. Kommissarin Karen Eiken Hornby, Ende 40, wacht betrunken neben ihrem arroganten Chef auf. Etwa zur gleichen Zeit wird eine Frau brutal in ihrem Haus erschlagen. Das Opfer ist ausgerechnet die Ex-Frau des Mannes, mit dem Hornby gerade die Nacht verbracht hat. Ihr Chef kann nicht selbst ermitteln, da er zu den potentiellen Verdächtigen gehört. Hornby soll den Fall übernehmen und kann endlich zeigen, dass sie mehr drauf hat. Zuvor muss sie jedoch noch ein anderes Alibi für ihren Chef finden. An der rauen Küste Doggerlands deckt Karen Eiken Hornby eine alte Lüge auf, die das ganze Land erschüttern wird.
Meinung: Ich bin sehr gut in den Kriminalroman reingekommen. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, auch wenn ab und zu ein paar holprige Ausdrucksweisen dabei waren. Ich nehme an, das kann an der Übersetzung liegen. Mit Karen hat Adolfsson eine sehr authentische Hauptprotagonistin erschaffen. Auch alle anderen Charaktere sind lebhaft und absolut überzeugend dargestellt. Karen hat es in ihrem Job nicht leicht, da sie von einigen Kollegen nicht ernst genommen wird, obwohl sie eine mindestens genauso gute Ermittlerin ist wie die Männer. Zudem hat sie einen tragischen Schicksalsschlag erlitten, der für solche Romane zwar nicht unüblich ist, aber dennoch hat dieser mich tief berührt und machte Karen noch nahbarer für mich als Leserin.
Die Story dreht sich rund um den Mord an Susanne Smeed, die Ermittlungsarbeiten hierzu sind sehr detailliert und interessant. Außerdem beschreibt die Autorin die Gegend in Doggerland intensiv, bildlich und eindrucksvoll. An manchen Stellen waren mir die Details etwas zu ausschweifend, und mit rund 500 Seiten ist der Roman wahrlich keine Kurzgeschichte. Hier braucht man zeitweise einen langen Atem.
"Doggerland" explodiert zwar nicht vor Spannung, entwickelt aber dennoch eine Sogwirkung beim Lesen. Die Story ist, obwohl es um Mord, Lügen und Intrigen geht, relativ ruhig. Aber darauf war ich eingestellt, da das Buch ja nicht als Thriller, sondern als Roman angepriesen wird.
Mich konnte es beinahe zur Gänze überzeugen, wenn nicht einige Längen und die Auflösung etwas nachvollziehbarer gewesen wäre. Die Gründe für die Tat waren schon etwas eigen, um nicht zu viel zu verraten. Außerdem kam ich mit den Namen oft durcheinander, weil doch sehr viele Charaktere vorkommen. Dennoch bietet "Doggerland" gute Unterhaltung und mit Freude habe ich festgestellt, dass es weitere Teile dieser Serie gibt. Für alle, die einen ruhigen Spannungsroman mit nordischem Flair suchen, kann ich dieses Buch empfehlen. 4 von 5 Sternen!
- Adrian Langenscheid
True Crime Schweden Wahre Verbrechen – Echte Kriminalfälle: Ein erschütterndes Portrait menschlicher Abgründe. (True Crime International, Band 4)
(36)Aktuelle Rezension von: Inis83Erschreckend, zu was Menschen in der Lage sind. Die echten Kriminalfälle geben einen düsteren Einblick in die Abgründe der Täter ,es ist unbeschreiblich, was in den Köpfen dieser Verbrecher vor sich geht. Leider haben viele Rechtschreibfehler den Lesefluss immer wieder gestört. Trotzdem ein beklemmender Einblick in reale Verbrechen.
- Simon Strauß
Sieben Nächte
(124)Aktuelle Rezension von: WortmagieSimon Strauß wurde 1988 in die kulturelle Elite Deutschlands hineingeboren. Sein Vater ist der populäre Autor und Dramatiker Botho Strauß, seine Mutter die Moderatorin und Autorin Manuela Reichart. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits während seines Studiums arbeitete er als freier Journalist für die Baseler Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bei der er seit 2016 als Feuilleton-Redakteur im Theater-Ressort angestellt ist. 2017 veröffentlichte er seinen Debütroman „Sieben Nächte“ und löste damit eine hitzige Debatte aus. Das Buch unterstütze „die Agenda der Rechten“, wurde in der taz geurteilt. Als ich „Sieben Nächte“ zu lesen begann, wusste ich nichts von dessen Umstrittenheit. Ich wählte es aus, weil ich für eine Challenge ein Buch über die sieben Todsünden lesen sollte.
Sein 30. Geburtstag naht. 30 werden – bedeutet das nicht, erwachsen zu werden, erwachsene Entscheidungen zu treffen? Hausbau, Baumpflanzung, Familiengründung. Von den wilden Zeiten Abschied nehmen. Nur war er niemals wild. Er war niemals rebellisch. Sein Leben wird vorbei sein, bevor er jemals richtig lebte. Doch ein wenig Zeit bleibt ihm noch. Ein wenig Zeit, um alles nachzuholen. Er will seine letzte Chance nutzen, der Angst vor dem Erwachsenwerden ins Gesicht lachen. In sieben Nächten will er die sieben Todsünden begehen. Sieben Mal um sieben Uhr über die Stränge schlagen, habsüchtig, neidisch, wollüstig, hochmütig, träge, zornig und maßlos sein. Intensität spüren, bevor es zu spät ist. Bevor ihn die graue Gewohnheit einholt. Bevor er 30 wird.
Als ich nach der Lektüre von „Sieben Nächte“ von der darum kreisenden Debatte und der harschen Kritik, die sich Simon Strauß gefallen lassen musste, erfuhr und über das Buch nachdachte, kam ich zu dem Schluss, dass die unterstellte Lesart tatsächlich möglich ist. Es ist sehr männlich und sehr weiß. Das sollte niemanden überraschen, weil Strauß meinem Verständnis nach aus einem konservativen Umfeld stammt. Er ist vermutlich kein Rechtspopulist, aber sicher kein linker Revoluzzer. Letztendlich interessiert mich die ganze Aufregung allerdings nicht die Bohne, denn meiner Ansicht nach ist das Buch großer Murks. Da ich 1989 geboren wurde, sind Simon Strauß und ich Teil derselben Generation, doch da enden unsere Gemeinsamkeiten dankenswerterweise bereits. Ich fühle mich zutiefst beleidigt von der Aussage, „Sieben Nächte“ sei möglicherweise das Buch meiner Generation. Wisst ihr, was ich herauslas? Das pseudointellektuelle, selbstmitleidige Gejammer eines privilegierten jungen Mannes, der mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt kam. Ich empfinde dieses Debüt als völlig überflüssiges Manifest, in dem Strauß seine kleinlichen Ängste vor Stillstand in seinem Leben schildert und sich darüber beklagt, offenbar niemals mutig, rebellisch, unangepasst und kreativ genug gewesen zu sein, um sich eine zufriedenstellende Identität zu erstreiten. Ich gestehe ihm seine Emotionen natürlich zu und ich kann verstehen, dass ihn die drohende nichtssagende Banalität seiner Existenz erschreckt. Ich halte ihn für einen Gefangenen seiner Wohlfühlzone. Doch ich kann nicht nachvollziehen, wieso er unfähig ist, etwas zu ändern und sein Leben aufregend, abwechslungsreich und lebendig zu gestalten. Der 30. Geburtstag ist nun wahrlich kein Todesurteil. Die sehr frühe Midlife-Crisis, die Strauß hier dokumentiert, wirkte auf mich unangebracht und vollkommen übertrieben. Wir leben in komplett unterschiedlichen Dimensionen. Ich glaube, er musste niemals kämpfen, niemals Dreck schlucken und wieder aufstehen. Seine nominell beeindruckende Biografie scheint eine kuschlig weiche Abfolge von Annehmlichkeiten gewesen zu sein, die einem festen Plan gehorchte. Er nahm niemals Umwege, Abkürzungen oder unebene Trampelpfade. Wer niemals kämpfen muss, findet auch nie heraus, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Sein diffuser Wunsch, Intensität und Leidenschaft zu erfahren, ist ungerichtet. Daher weiß er sich nicht anders zu helfen, als die sieben Todsünden auszuführen, um auszubrechen. Diese Taktik scheitert selbstverständlich kläglich, denn er weiß überhaupt nicht, was ihn berühren könnte und interpretiert die Sünden zahm und viel zu beherrscht. Er schlägt eben nicht über die Stränge, er wagt nichts. Mir wären da ganz andere Möglichkeiten eingefallen. Ihm fehlen Fantasie und der Kontakt zu seinem inneren Kind. Ich respektiere, dass Strauß ein sehr reflektierter Mensch ist. Viele seiner gesellschaftlichen Überlegungen, die er in „Sieben Nächte“ anstellt, enthalten eine Menge Wahrheit. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass er über das Wundersame, das Magische im Alltäglichen zu staunen vermag. Er ist ein ewig Suchender, der weder Zufriedenheit noch Glück findet, weil er dem konservativen Märchen des perfekten Lebenslaufs erlegen ist.
Ich bedauere Simon Strauß. Statt sich auf alles zu freuen, was ihn in seiner Zukunft erwartet, ängstigt ihn sein 30. Geburtstag. Er trauert der Idee einer Vergangenheit nach, die er niemals hatte. Ich hoffe sehr, dass seine Gefühle in meiner Generation nicht allzu verbreitet sind. Das wäre tragisch. Ich teile seine Sorgen glücklicherweise nicht. Ich fürchte mich nicht davor, 30 zu werden, denn ich begreife Erwachsenwerden völlig anders. Es ist ein nie endender Prozess; man ist nicht von heute auf morgen erwachsen. Es existiert keine Reifeprüfung. Ich kann über Strauß‘ egozentrische Identitätskrise nur den Kopf schütteln. Ich erkenne mich weder in ihm, noch in seinem „Problem“ wieder. „Sieben Nächte“ ist meiner Meinung nach die Dokumentation seiner emotionalen Taubheit und seiner Unfähigkeit, sich von gesellschaftlichen Normen zu befreien. Sein Leben war schnurgerade. Er erreichte bereits in jungen Jahren viel. Aber offenbar hat er nie gelebt.
- Astrid Fritz
Das Siechenhaus
(43)Aktuelle Rezension von: Rose75In den ersten beiden Bänden war die Begine Serafina auf der Jagd nach gemeinen Mördern. Hier im 3. Band ist die Geschichte etwas anders angelegt. Es geht diesmal um eine falsche Diagnose und das Schicksal des Freiburger Bäckermeisters Kannengießer. Dieser Mann soll von Lepra befallen sein und stirbt den „bürgerlichen Tod“. Er wird der Stadt verwiesen und muss sein Dasein im Siechenhaus fristen. Serafina fällt auf, dass der Bäckermeister nicht die typischen Hautveränderungen eines Leprakranken hat, sondern eher an einer harmlosen Krätze erkrankt ist. Sie setzt alle Hebel in Bewegung um eine zweite Siechenschau zu veranlassen und dem Bäckermeister zu helfen.
Neben dem Bäckermeister, muss sich Serafina auch um den Stadtarzt Sorgen machen und im Beginenhaus steht die Wahl zur Meisterin an. Catharina sieht in ihr eine würdige Nachfolgerin. Serafina kommen aber immer mehr Zweifel, ob sie für diese Aufgabe die Richtige ist.
Mir hat die Zeitreise ins mittelalterliche Freiburg wieder viel Freude gemacht und die ganzen Hintergrundinformationen über Lepra und die gesellschaftlichen Konsequenzen fand ich hoch spannend.
- Jordan Belfort
Der Wolf der Wall Street. Die Geschichte einer Wall-Street-Ikone
(5)Aktuelle Rezension von: M-J-KnaakEs ist ein Wechselbad der Gefühle, ich habe viele schöne Momente beim lesen des Buchs verbracht, aber manche haben mich schon sehr getroffen, z.b die Alkhol und Drogen Geschichten, die krasser verlaufen sind, als man es im Film zu sehen bekommt.
- Katja Montejano
Das große Schweigen
(114)Aktuelle Rezension von: peedeeEin Mordanschlag auf einen Staranwalt erschüttert Bern. Wer war die irre Frau, die auf Ferdinand Bouillé losgegangen ist? Primrose, Ferdinands Tochter, erhält kurz nach der Attacke mysteriöse Drohungen: „Atme, so lang du noch kannst!“. Ein Unbekannter beginnt ein grausames Spiel: es kommt zum ersten Todesfall. Dann zum Zweiten. Als ehemalige Polizistin will Primrose den Killer stoppen, bevor es zu weiteren Verlusten kommt…
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Maschendrahtzaun, das nichts von dem Grauen erahnen lässt.
Das Verhältnis von Primrose – welch‘ ein Name! – und ihrem Vater Ferdinand ist nicht immer einfach, besonders seit er eine neue Frau an seiner Seite hat. Der Streit vom Vorabend steckt ihr noch in den Knochen, doch sie weiss, dass sich die Wogen immer wieder glätten. Bestimmt auch dieses Mal. Denn er ist ihr Fels – Primrose hat nur noch ihn. Der Mordanschlag ändert alles. Wird er durchkommen? Wer steckt dahinter? Die Arbeit in der Kanzlei Bouillé muss weitergehen, was durch die Geschwister und Geschäftspartner Helen und Joseph Strauss auch gelingt. Vorübergehend.
Wie kann man sich und sein Umfeld schützen, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, gegen wen man sich wehren soll? Und wann er weshalb wieder zuschlagen wird? Der Hoffnungsballon, dass es sich um eine schreckliche, aber einmalige Zufallstat handelt, platzt, als wüste Drohungen erfolgen.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Autorin hat es (leider) geschafft, sehr bildhaft zu beschreiben, was zuweilen grausame Szenen vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen. Die Todesfälle oder Foltermassnahmen waren brutal, für mich hart an der lesetechnischen Belastungsgrenze. Aber die Autorin hat es – trotz allem – ebenfalls geschafft, dass ich dranbleiben und unbedingt wissen musste, was denn noch alles passieren würde.
Fazit: Für mich ein brutaler Thriller (auch wenn Krimi vorne auf dem Buch steht) mit überraschender Auflösung. Die administrative Versorgung, ein sehr dunkles Kapitel der Schweiz, wird sehr plastisch thematisiert. Eine Tragödie sondergleichen! Von mir gibt es 5 Sterne und nun benötige ich dringend etwas leichte Kost zum Lesen. Puh, das war heftig! - Howard Linskey
Gangland
(6)Aktuelle Rezension von: HoldenWas ist so bescheuert an "SitOnMyFacebook"? Peter Dean war ein Genie. Und ich will nicht wissen, was Joe Kinane mit den Newcastle-United-Spielern anstellt, nachdem sie aus der Premer League abgestiegen sind. Aber dazu vielleicht in einem späteren Buch....David Blake ist der Gangsterboss, der alles in Newcastle kontrolliert und sich vor aufmüpfigen Untergangsterbossen schützen muß, die ihm seinen Thron streitig machen wollen. Am Bedrohlichsten für ihn ist aber vielleicht der Umstand, daß seine Lebensgefährtin nicht weiß, daß er ihren Vatter umbringen mußte. Der Mittelteil einer Romanserie, der aber auch Spaß macht, wenn man die anderen Teile nicht kennt. Eine echte Entdeckung, ich hoffe von Lisnkey noch viel zu hören! - Inge Löhnig
Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6)
(157)Aktuelle Rezension von: Zahirah„Deiner Seele Grab“ ist der 6. Teil der Kommissar Konstantin Dühnfort – Reihe von Inge Löhnig und wartet mit einem doch sehr aktuellen Thema auf. Mehrere Handlungsstränge werden dabei parallel erzählt. Aber dank der geradlinigen Erzählweise und des flüssig zu lesenden Schreibstils kann man der Geschichte aber leicht folgen. Auch wenn das nicht bedeutet, dass man alsbald auf den Täter schließen kann. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel wird es nicht eintönig und auch wenn nicht wie sooft im Krimi nicht viel Blut fließt ist doch ein fesselnder Krimi entstanden. Jedoch versteht es die Autorin ihre Leser geschickt vereinzelt in die falsche Richtung oder in Sackgassen zu schicken. Somit bleibt natürlich auch die Spannung lange erhalten. Die Handelnden sind durchweg gut beschrieben, allen voran natürlich Dühnfort mit samt seinem Team.
Mich hat der Krimi gut unterhalten, zu schnell war auch dieser Band der Reihe ausgelesen. Ich kann eine Leseempfehlung aussprechen und gebe diesem Krimi 4 von 5 Sterne.
- Eva-Maria Silber
Föhr in Flammen
(43)Aktuelle Rezension von: Nadine_EdelAls Kind war ich ein paar Mal mit meinen Eltern im Urlaub auf Föhr. Ich hatte gehofft, dass ich ein paar Ecken wiedererkenne, aber entweder ist es zu lange her oder die Autorin hat andere Orte beschrieben als die, die ich damals besucht habe.
An einer Holzhütte auf Föhr werden fünf Leichen gefunden. Der Ermittler Jan Andretta wird dorthin beordert, um den Fall zu lösen. Ihm passt das gar nicht, weil seine Nichte Lisa nach dem Tod seiner Mutter zu ihm gezogen ist und er eigentlich Zeit mit ihr verbringen wollte, damit die beiden sich näherkommen. Doch dann bekommt Andretta bekommt unerwartete Hilfe von der jungen Polizeianwärterin Maja.
Zu Beginn habe ich eine Weile gebraucht, um in die Handlung zu kommen, wobei ich nicht sicher bin, ob es an mir lag oder am Buch. Denn eigentlich hat das Buch alles, was ich gern mag: Einen spannenden Fall, sympathische und authentische Charaktere und vor allem eine Geschichte rund um die Ermittler. Ich möchte die Fälle nämlich zusammen mit Figuren erleben, die nicht nur eine leere Hülle sind.
Andretta ist sehr unsicher im Umgang mit seiner Nichte. Sie standen sich nie sehr nahe und nun ist der der Erziehungsberechtigte und weiß nicht, wie er an Lisa herankommen soll. Mir taten beide total leid. Lisa, weil sie keine Bedürfnisse geäußert hat, was in dem Alter wahrscheinlich normal ist und Andretta, weil er so unbeholfen ist. Doch er kann froh sein, dass Maja da ist. Sie tut alles und das auf natürliche Weise, um Lisa aus ihrem Schneckenhaus zu holen.
Doch auch beruflich ist Maja Andretta eine große Hilfe. Sie nimmt sich die ganze Zeit zurück, weil sie denkt, was sie sagt, würde keinen interessieren. Andretta ist fasziniert davon, wie weit voraus sie denkt und vor allem auch wie sie an diesen speziellen Fall herangeht. Ich fand, dass die beiden ein großartiges Team waren, das auch weitere Fälle, die es hoffentlich geben wird, erfolgreich aufklären wird.
Wie ich oben schon schrieb, habe ich sehr wenig von Föhr “gesehen”, denn der Fokus lag auf den Figuren und dem Fall. Die Auflösung des Falls zeichnete sich schon vor dem Ende des Buches ab, was ich aber nicht schlimm fand, denn die Geschichte drumherum war unterhaltsam. Ich finde zudem, dass ein Täter nicht erst auf der letzten Seite entlarvt werden muss.
Alles in allem war “Föhr ein Flammen” ein Krimi, der zwar spannend war, mich aber nicht rasant vor sich hergetrieben hat. Genau das Richtige für einen entspannten Sommerabend. Mit seinen gut 270 Seiten lässt sich das Buch zudem gemächlich an einem Abend lesen.
- Swantje Oppermann
Saligia
(141)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Keira leidet unter ihrem immer präsenten Zorn und extremen Wutausbrüchen. Sie erfährt, dass sie eine Saligia - ein Mensch, der eine der sieben Todsünden in sich trägt - ist. Keira wird in einem Internat für besondere Menschen wie sie aufgenommen, doch wegen ihres unkontrolliertem Zorns fällt es ihr schwer sich in die Gemeinschaft einzufügen. Außerdem scheinen alle in dem Internat ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben.
Eindruck: Mir hat die Grundidee von Menschen, die jeweils eine der sieben Todsünden in sich tragen und diese mit ihrem Charakter repräsentieren gut gefallen. Als Leser begleitet man Keira und erfährt viel über ihre Gefühle und Gedanken und woher ihr Zorn kommt. Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und entsprechend ihrer jeweiligen Sünde/Gabe unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel ein Mädchen, dass die Habgier in sich trägt und heimlich ihre Mitschülerinnen beklaut und sich immer viel zu viel Essen auf den Teller schaufelt.
Ein wichtiger Handlungsstrang der geschichte ist die Aufklärung des Verschwindens einer Internatsschülerin. Die Auflösung dieses "Falls" habe ich so nicht kommen sehen, weshalb ich bis zum Schluss mitfiebern konnte.
Ich hätte mir ein kurzes Glossar mit den Begrifflichkeiten zum Beispiel die Namen der Sünden (Luxuria, Ira, Gula,....) gewünscht, da es zwar in der Geschichte erklärt wird, ich aber trotzdem immer wieder durcheinander gekommen bin.
Ich wurde gut unterhalten und es kam auch Spannung auf, aber richtig umgehauen hat mich die Geschichte nicht. Das Ende wirkt als sollte es eine Fortsetzung geben, die ich gerne lesen würde, da es einen kleinen Cliffhanger gibt und einige Fragen offen geblieben sind. Bisher ist aber noch kein Folgeband erschienen (Stand Nov 2022).
Ich empfehle dieses Buch allen Leser*innen ab 12 Jahren, die gerne Internatsgeschichten (mit einem Hauch übernatürlichem) lesen.























