Bücher mit dem Tag "hässlich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hässlich" gekennzeichnet haben.

44 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.094)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  2. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.087)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Elizabeth Bennet wohnt mit ihren Eltern und ihren vier Schwestern in ländlicher Nachbarschaft. Als ein junger Gentleman mit Namen Bingley ein Anwesen in ebendieser Nachbarschaft mietet, ist schnell klar: Eine der Bennet-Schwestern soll ihn heiraten. Doch Bingley kommt nicht allein, ist doch der noch vornehmere Mr. Darcy sein ständiger Begleiter. Doch Mr. Darcy ist stolz und sucht nicht die Nähe auch nur einer seiner neuen Nachbarn und Nachbarinnen. Besonders Elizabeth entwickelt eine Abneigung gegen den voreingenommen Edelmann, die von den Erzählungen des Soldaten Wickhams nur bestärkt wird. Doch wer spricht die Wahrheit? 

    Fazit: Ich habe "Stolz und Vorurteil" nun bereits zum dritten Mal gelesen. Ich muss zugeben, dass die Ausgabe, die ich diesmal las, eine weniger angenehme Übersetzung beinhaltete als meine favorisierte Ausgabe. Die Geschichte hat dennoch einen ungebrochenen Zauber für mich. Mr. Darcy ist eine vielschichtige Persönlichkeit, dessen Schüchternheit und soziale Scheu nur noch mehr für ihn sprechen. Ebenso sind Elizabeths Offenheit und Neckereien echte Highlights. Mr. Bingleys Charakter kann ohnehin eigentlich nur geliebt werden. Ich möchte dieses Buch immer und immer wieder lesen! 

    Empfehlung: Ich würde es am liebsten jedem Menschen zum Lesen geben. ❤️

  3. Cover des Buches Beastly (ISBN: 9783843200691)
    Alex Flinn

    Beastly

     (899)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Ich sage niemals nein, zu einer weiteren Märchenadaption und “Magical“ kannte ich bereits, weshalb ich schon gespannt auf “Beastly“ war.


    Das moderne Setting ist natürlich immer interessant, denn es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, die traditionellen Märchenelemente in etwas Modernes zu wandeln. Die Charaktere wurden dafür natürlich auch gut angepasst.


    Das Buch hat eine logischerweise simple Umsetzung, die diesmal auch wirklich sehr nahe an dem Märchen blieb und zwar der eher klassischen Disneyversion. Und das hat mich diesmal dann doch manchmal etwas gestört, denn es wirkte manchmal etwas wie eine schlechte Kopie, statt einer Adaption.

    Vieles kann man gut übernehmen, aber dass ein haariger Teenagerjunge einfach einmal die Tochter von jemanden annimmt und sie bei sich leben lässt, ist dann doch sehr, sehr unrealistisch, Fantasy hin oder her. Ein langsames kennenlernen über versteckte Dates oder so etwas hätte besser gepasst und als Happy End hätte sie dann ja noch immer (dann aber freiwillig), bei ihm einziehen können, um dem Vater zu entkommen.


    Generell ist das Buch aber immer noch nicht schlecht. Mir war es für eine Adaption nur manchmal dann doch etwas zu ähnlich zu Disney, sodass es leider nicht immer perfekt in ein modernes Setting übernommen wurde, was etwas schade war. Fans von Märchenadaptionen kann ich es dennoch nur empfehlen, weshalb ich dem Buch vier Sterne gebe.


  4. Cover des Buches Wunder (ISBN: 9783423086547)
    R. J. Palacio

    Wunder

     (1.064)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Dieses Buch gehört auf jeden Fall auf meine Top-Ten-List der schönsten, ergreifendsten, poetischsten und rührendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Sprachlich ist die Geschichte auf hohem Niveau, ohne anstrengend für den (jungen) Leser zu sein. Es transportiert so viel Menschlichkeit, Wärme und Hoffnung; zeigt Toleranz und Mut; bewirkt Mitgefühl, Respekt und Wunder. Lest dieses Buch. Ich verspreche, es lohnt sich!

  5. Cover des Buches Jäger der Nacht (ISBN: 9783802581625)
    Nalini Singh

    Jäger der Nacht

     (596)
    Aktuelle Rezension von: --Sarah---

    Tolle Fortsetzung der Geschichte. Finde es auch gelungen, dass die Protagonisten wechseln

  6. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.242)
    Aktuelle Rezension von: rotkehlchen

    Das Buch ist ein Jugendbuch, welches häufig als Schullektüre verwendet wird um mit den Schülern das Thema Holocaust zu bearbeiten. Das Buch ist aus Brunos Sicht geschrieben und mit 270 Seiten und größerer Schrift relativ kurz.

    Das Buch nimmt einen beim Lesen mit und ist sehr eingängig geschrieben. Bruno als Protagonist ist gut gelungen, allerdings dachte ich manchmal, dass er für seine neun Jahre vielleicht manchmal etwas zu naiv ist (damit meine ich keineswegs die Punkte bei denen es um den Holocaust geht), habe mich aber auch gefragt ob das altersgerecht ist. Andererseits ist es dem Autor wunderbar gelungen wie Bruno die Dinge hinterfragt, bspw. Was so schlimm an Juden ist und wenn „die anderen“ Juden sind, was sind dann sie? Oder wer entscheiden darf wer Pyjamas und wer Uniformen tragen darf?

  7. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (495)
    Aktuelle Rezension von: _Sophia_

    Mit "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist Lilly Lindner ein wahres Meisterwerk gelungen. Das Buch regt zum Nachdenken an und verdeutlicht seinen Lesern, wie wichtig die eigene Gesundheit, nicht zuletzt die mentale ist. Die Thematik ist sehr heftig und ab und an kommen einem die Tränen, einfach weil Aprils Schicksal einen sehr berührt. Die Aufmachung mit den Briefen ist sehr authentisch und hat mir sehr gut gefallen, da die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonistinnen dadurch gut dargestellt werden. 

    Das Buch ist nicht ohne Grund eines meiner Lieblingsbücher und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen!

  8. Cover des Buches Making Faces (ISBN: 9783736312814)
    Amy Harmon

    Making Faces

     (309)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Fern hört immer wieder, dass sie hässlich ist. Sie ist nicht wirklich groß, sondern relativ klein. Ihre dicke Brille und die Zahnspange helfen ihr dabei nicht wirklich, dass sorgt nur noch mehr dafür, dass sie nicht wahrgenommen wird. Jedoch ist Fern Taylor stark und in ihr steckt ein Löwenherz. Sie versucht das Ganze nicht so schwer zu nehmen wie es ist und bekommt dabei Unterstützung. 

    Bei diesem Buch war ich echt skeptisch, als ich damit angefangen habe es zu lesen. An sich habe ich das Buch schon einmal begonnen, nur konnte ich mich damit nicht anfreunden. Jetzt habe ich dieses Buch noch einmal begonnen und mit einer lieben Person gemeinsam gelesen. Und das wir dieses Buch gemeinsam gelesen haben, hat mich umso mehr motiviert an diesem Buch dran zu bleiben. Ich bin so froh, dass ich dran geblieben bin, denn diese Geschichte hat so viele Gefühle und Emotionen drinnen, was mein Herz in tausend Teile zerrissen hat und dann nach und nach wieder zusammengesetzt wurde. 

    Diese Geschichte berührt einen ganz tief im Herzen. Bei diesem Buch braucht ihr definitiv Taschentücher an eurer Seite, denn es passieren so viele furchtbare Dinge, die einem das Herz brechen werden. Unsere Charaktere begleiten wir über drei Jahre hinweg, was mir unfassbar gut gefallen hat. Dadurch bekommt man einen tollen Einblick in jeden einzelnen Charakter und man sieht ihre Entwicklung deutlich.

    Fern ist eine Traumprotagonistin. Sie ist total toll und liebenswürdig, sodass man sie nur sofort ins Herz schließen kann. Sie ist anders, nicht eine dieser typischen weiblichen Protagonistinnen in New Adult Büchern. Das macht sie so besonders und individuell. Macht euch ein eigenes Bild von dieser Protagonistin. Ich bin mir sicher, ihr werdet sie genauso sehr lieben wie ich. 

    Ambrose ist auch ein total toller Protagonist. Auch ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn auch er ist ein besonderer Charakter. Ambrose musste in diesem Buch erst seinen eigenen Weg finden und es war wundervoll, ihn dabei begleiten zu dürfen. Dieser Weg zeigt ihn von einer anderen Seite und das macht ihn authentisch. Ich habe mit ihm so sehr gelitten.

    Und mein persönlicher Favorit ist Bailey. Bailey mochte ich schon von Anfang an, bevor ich überhaupt erst eine Bindung zu den Protagonisten aufgebaut hatte. Er hat ein Herz aus Gold und immer ehrlich. Trotz einer seltenen Krankheit, die dafür sorgt, dass er im Rollstuhl sitzt und viel Hilfe benötigt, gehen Fern und er durch dick und dünn. Gemeinsam.

    Der Schreibstil von Amy Harmon ist sehr berührend, emotional und mitreißend. Sie zaubert hier wundervolle und gefühlvolle Geschichten, die tief ins Herz gehen. Dieses Buch wird aus der Sicht eines Erzählers geschrieben, an die ich mich erst einmal gewöhnen musste. Dennoch sehr cool, da es mal was anderes war.

    ,,Making Faces‘‘ ist ein Buch von dem ich stundenlang schwärmen könnte. Diese Geschichte lässt einen nicht kalt, sie nimmt einen mit. Vor allem psychisch. Und dennoch hat diese Geschichte eine tolle Botschaft. Denn in diesem Buch lernen wir, dass es egal ist, wie du aussiehst. Sondern das deine inneren Werte zählen!

  9. Cover des Buches Perfect Passion - Verführerisch (ISBN: 9783404171583)
    Jessica Clare

    Perfect Passion - Verführerisch

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_Vinci

    Der erste Teil der Reihe war so vielversprechend, dass ich mich sehr auf den zweiten Teil gefreut habe, aber leider wurde ich ziemlich enttäuscht.

    Gretchen, die man im ersten Teil schon kurz kennen lernt, wirkte für mich einfach aufdringlich und nervig. Sie wird bei Hunter untergebracht und drängt sich ihm ziemlich auf. Nicht dass er es nicht herausgefordert hätte, trotzdem für mein Empfinden sehr unangenehm. 

    Der Klappentext verspricht, dass der Roman, wie jeder Roman des Genre aufgebaut ist, was aber leider überhaupt nicht so ist.

    Von dem Beschützer und Liebhaber kann man hier leider nur träumen. Es wird zwar versucht durch Gretchens Handeln Erotik einzubauen, aber wie oben gesagt, habe ich es als aufdringlich empfunden.

    Hunter versinkt in Selbstmitleid und schließt sich lieber ein, was meiner Meinung nach absolut nicht das ist, was ich von einem Erotikroman erwarte. 

    Dadurch dass ich zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen konnte, fand ich das ganze Buch eher langweilig. 

  10. Cover des Buches Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (ISBN: 9783551315878)
    Scott Westerfeld

    Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

     (606)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Tally Youngblood fiebert aufgeregt ihrem 16. Geburtstag entgegen. Denn dann steht die für jeden Bürger vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zu einer Pretty, lebt im schillernden New Pretty Town und feiert jeden Abend rauschende Partys. Doch kurz vor ihrem Geburtstag trifft sie auf Shay, die ebenfalls bald 16 wird. Doch sie will sich der Operation nicht unterziehen, sie möchte nicht aussehen wie alle anderen und das auch noch von der Regierung vorgeschrieben. Stattdessen will sie fliehen - in die sagenumwobene Aussteiger-Stadt Smoke. Tally glaubt nicht, dass es diesen Ort, an den Uglies, die sich nicht operieren lassen wollen, flüchten, doch Shay ist fest überzeugt, die Reise anzutreten. Und schon bald merkt auch Tally, dass in ihrer Welt nicht alles so perfekt läuft, wie sie immer dachte. Denn durch Shay gerät sie mit einer Sonderbehörde aneinander, die sie vor eine schreckliche Wahl stellt.


    Meine Meinung: In diesem Roman wird eine sehr interessante Welt aufgezeigt, in der oberflächlich alles toll ist. Jeder ist glücklich, jeder hat die gleichen Rechte, niemand wird aufgrund seines Aussehens diskriminiert - denn schließlich sind alle hübsch! Doch hinter der Fassade zeigt sich im Verlauf des Buches ein grausames Bild, das die Welt der Hauptperson ins Wanken bringt.

    Tally war mir von Anfang an eher unsympathisch, was aber wohl auch so gewollt ist. Ständig fragt man sich, warum sie und alle anderen diesen ganzen Unsinn mit sich machen lassen, aber sie sind es eben seit Jahrhunderten so gewohnt - was einem als Leser schwer aufstößt, aber das Buch eben auch so interessant macht.

    Die einzige Sache, die mich gestört hat, liegt in der schnellen, fast schon übersprungenen Charakterentwicklung von Tally. Sie ist ihr Leben lang felsenfest vom Regierungskonzept überzeugt, sie wünscht sich nichts auf der Welt mehr, als endlich hübsch zu sein. Shay regt in ihr zwar Zweifel, aber dennoch möchte sie unbedingt zu den Pretties dazugehören - immerhin nimmt sie auch Dr. Cables "Angebot" an. Aber sobald sie in Smoke ankommt, scheint sie schlagartig ihre Meinung zu ändern. Schon nach einem Tag ist ihr der Ort unfassbar sympathisch und sie kann sich eigentlich nicht mehr vorstellen, ihn zu verraten. 

    Diese Entwicklung ging mir definitiv zu schnell und vor allem zu reibungslos. 

    Ansonsten fand ich das Buch aber sehr gut. Das Ende war zwar bereits einige Kapitel vorher absehbar, aber es war genau das Ende, das ich mir erhofft hatte, und macht definitiv Lust auf mehr.

    Alles in allem eine spannende Jugenddystopie, deren zweiten Band ich mir schnell ebenfalls zulegen werde.

  11. Cover des Buches Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (ISBN: 9783462043921)
    Alina Bronsky

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

     (160)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Was ich mir hier gewünscht hatte: einen Roman mit viel Biss und schwarzem Humor. Was ich bekommen habe: eine menschenverachtende Geschichte, der jeglicher Humor abhandengekommen war und die einfach nur grausam und niederträchtig daherkam. Schade, Frau Baronsky, aber sowas liegt mir nicht. Um die restlichen Bücher der Autorin werde ich einen großen Bogen machen.

  12. Cover des Buches Der Glöckner von Notre Dame (ISBN: 9783734729041)
    Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre Dame

     (292)
    Aktuelle Rezension von: SaniHachidori

    Im Folgenden werde ich euch sehr ausführlich meine Eindrücke schildern. Ich kann euch versprechen, dass dies schon die Kurzform im Gegensatz zu dem Buch selbst ist. Allerdings kann ich euch auch versprechen, dass dies wohl die längste Rezension meiner Laufbahn wird. :D

    Anmerkungen:
    * Die Geschichte des Glöckners von Notre-Dame ist gemeinhin bekannt und schon im Jahre 1831 erschienen. Daher gibt es hier keinen direkten Spoiler-Hinweis; allerdings die lieb gemeinte Anmerkung, dass ich das Werk in seiner Gesamtheit beleuchten und auch einige Vergleiche zum bekannten Disney-Film ziehen werde. Wer also das Buch oder den Film nicht gespoilert bekommen möchte, sollte eventuell von der Lektüre dieses Beitrags absehen. :)
    ** In diesem Artikel werden Begriffe genutzt, die in der Originalschrift verwendet, aus heutigen Gesichtspunkten allerdings kritisch bewertet werden könnten. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich von Rassismus, Chauvinismus und allen anderen Arten von Diskrimierung klar distanziere. Um dieses Buch im Stil seiner Veröffentlichungszeit zu bewerten, werden zu eurer Information die Originalwörter benutzt, die allerdings nichts mit meiner persönlichen Gesinnung zu tun haben.
     


    INHALT:

    Ich warne euch vor: Es wird nicht einfach, den geballten Inhalt und meine Eindrücke auf den Punkt zu bringen.

    Fangen wir doch einfach bei den Charakteren an. Denn ein ganz großer Unterschied zwischen der Originalgeschichte und dem Disney-Film, sind die Figuren. Da gibt es nicht nur Personen, die im Film gar nicht vorhanden sind, sondern auch Figuren, die im Film zusätzlich erfunden wurden. Auch das Verhalten bzw. das allgemeine Gebärden ist unterschiedlich. 


    "Freundschaft heißt Bruder und Schwester sein, zwei Seelen, die sich berühren, aber nicht vermengen, zwei Finger an einer Hand." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.132 -


    Welche Charaktere gibt es nun also, die es auch im Film gibt?

    Da wäre natürlich zunächst Quasimodo, Glöckner und Patron für den Titel des Buches. Dieser ist ähnlich bemitleidenswert wie sein Filmbruder.
    Im Buch hat Quasimodo einen Buckel, große Hände, aber auch entstellte Beine und nur ein Auge. Zudem ist er taub, durch seine Tätigkeit als Glöckner und hört nur einen sehr hohen Ton aus einer Pfeife. Seine Haare sind struppig und er wird oftmals als hässlich tituliert. Damit hat er es nochmals um einiges schwerer als die Filmversion.
    Quasimodo war für mich die mit Abstand sympathischste und gutmütigste Person im gesamten Buch. Er war zwar auch brutal, allerdings fand ich es toll, dass die sanfte Stimme, die beschrieben wurde, auch im Film eingebaut ist. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Protagonist erst im letzten Drittel des Buches so richtig aktiv wurde. Vorher war er doch recht blass und ist einfach nicht richtig zum Zug gekommen.
    Doch wo kommt Quasimodo eigentlich her?
    Im Buch verläuft das ganze etwas anders als im Film, wo Frollo den Tod von Quasimodos Mutter verschuldet und wo er dies auf Anraten des Archidiakons mit der Aufnahme des unglücklichen Kindes aufwiegen soll. Im Original hat eine Frau, die früher ein Freudenmädchen war, ihr Glück in der Mutterschaft gefunden. Eines Tages wird ihr die Tochter gestohlen und anstatt derer ein entstelltes Kind hinterlassen. Das nun ist Quasimodo. Die Frau bringt das entstellte Kind daraufhin nach Paris und legt es vor der Kirche auf einen Altar, der für Findelkinder vorgesehen ist. Aufgrund einer gaffenden Menge wird der Archidiakon bzw. Priester Frollo auf Quasimodo aufmerksam und fühlt sich aus Mitleid verpflichtet, das Kind an sich zu nehmen.

    Ebenfalls vorhanden war Esmeralda, die schöne Zigeunerin und ihre Ziege Djali. Im Buch weicht vor allem Esmeralda sehr von der Filmdarstellung ab. Sie ist nicht nur naiv, sondern auch völlig verblendet in ihrer Liebe zu Phoebus. Natürlich ist sie im Buch ebenfalls eine begnadete Tänzerin und genießt ein hohes Ansehen unter den Zigeunern. Sie wird als deren "heilige Jungfrau" bezeichnet. Tatsächlich ist Esmeralda noch eine Jungfrau, da sie ein Zauberamulett trägt, welches sie zu ihren Eltern führen soll - denn auch sie ist ein Findelkind - das Amulett funktioniert aber nur in Jungfräulichkeit.
    Die Ziege ist ebenso begabt wie im Film, hat allerdings goldene Hörner und Hufe. 

    Wer aufgepasst hat - Phoebus de Châteaupers habe ich gerade schon erwähnt. Nur leider ist auch dieser Protagonist ganz anders als im Film. Im Buch suchen wir vergeblich nach dem charmanten, wortgewandten und gerechten Ritter, der sich in Esmeralda verliebt und alles für sie aufs Spiel setzt. Tatsächlich ist er das genaue Gegenteil. Er ist zwar Bogenschütze in der Stadtwache, aber er jagt jedem Rockzipfel hinterher, verzecht seine Nächte und verprellt seine Verlobte mit seinem unmöglichen Verhalten. Esmeralda findet er zwar attraktiv, aber mehr als körperliches Verlangen steckt ehrlicherweise nicht dahinter. Auch ist er nicht der strahlende Ritter und weder rettet er Esmeralda, noch steht er wirklich zu ihr. Sein Spaß und sein Ruf stehen im Vordergrund. Ein höchst unsympathischer Geselle.

    Natürlich darf auch der Bösewicht Claude Frollo nicht fehlen. Anders als im Film, ist er selbst der Archidiakon. Trotz seiner Priester-Tätigkeit beschäftigt er sich mit Alchemie und der Wissenschaft. Sein Geist war sein Leben lang auf das Lernen aus, bis er Esmeralda das erste Mal erblickt. Auf einmal kann selbst die Wissenschaft ihn nicht mehr ablenken, denn er denkt immerzu an dieses Mädchen. Seine Begierde wächst ins Unermessliche und wird eine wahre Obsession. Er stellt ihr nach und versucht sie wie im Film durch die Androhung ihres Todes dazu zu bewegen, ihn zu heiraten.

    Ein wunderbarer Charakter im Film, der im Buch keine so große Rolle bekam, wie ich es mir gewünscht hätte, war Clopin Trouillefou, den wir aus der Filmumsetzung als charismatischen Anführer der Zigeuner kennenlernen, der wie ein Narr jedes Schauspiel - und sei es eine Hinrichtung - auf die komödiantische Spitze treibt und zudem die Geschichte des Glöckners erzählt. Im Buch ist er zwar ebenfalls König der Zigeuner, aber für meinen Geschmack viel brutaler und skrupelloser. Er blieb mir auf Dauer zu blass, um mich zu begeistern, weil er nur am Rande eine Rolle spielte.


    Welche Charaktere gibt es nur im originalen Buch, aber nicht im Film?

    Eine Person, die schon zum Anfang des Buches eine Rolle spielt, im Film aber nie auftaucht, ist der Dichter Pierre Gringoire. Wir lernen ihn deprimiert und resigniert kennen, denn sein Schauspiel zum Festtag wird nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht und von der Wahl des Narrenkönigs überschattet. Um seinen Lebensunterhalt gebracht, schleicht er durch die Gassen und wird in einen Konflikt verwickelt, in dem er die schöne Esmeralda zu retten versucht. Er folgt ihr anschließend und entgeht einer Hinrichtung, indem er mit Esmeralda verheiratet wird. Danach schließt er sich den Zigeunern an. Er versucht zwar, die Gunst Esmeraldas zu erringen, ist aber ein anständiger Kerl, der seine Bemühungen schlussendlich einstellt - immerhin hatte sie durch die Heirat verhindert, dass er stirbt. Er hat sowohl Kontakte zu den Zigeunern als auch zu Frollo, was ihn zu einer wichtigen Randfigur macht, die fast schon zu einem Protagonisten avanciert - gerade wenn man den Anfang des Buches betrachtet. Gefallen findet er sehr an der Ziege Esmeraldas, über die er oft sagt, welch schön geratenes Tier sie doch ist.

    Ebenfalls nie im Film erwähnt wird Jehan Frollo du Moulin, der kleine Bruder von Frollo. Dieser wurde zum Waisen und Frollo nahm seinen kleinen Bruder daraufhin bei sich auf, um ihn zu einem ebenso gelehrten Menschen zu erziehen, wie er selbst einer war. Jehan ist zurzeit der Geschichte des Glöckners ein Student und nicht eben brav. Er schlägt leider in eine gänzlich andere Richtung als Frollo es sich erhoffte - versauft sein Geld und frönt dem Rebellentum. Dauerhaft pleite, bittet er Frollo nicht nur einmal um eine finanzielle Unterstützung, was seinem großen Bruder immer mehr zuwider wird. Am Ende wendet sich Jehan ab, wird ein Mitglied der Zigeuner und zieht mit diesen gegen Notre-Dame, wo er schließlich umkommt.

    Eine immer wieder auftauchende Person im Buch ist die Klausnerin, eine alte, verhärmte Frau, die verrückt zu sein scheint. In ihrer Klause haust sie schon viele Jahre und lebt nur von dem, was mildtätige Menschen ihr durch die Gitter reichen. Einen ganz besonderen Hass hat sie auf die Zigeuner, da sie ihr ihre Tochter genommen haben. Da klingelt es wahrscheinlich bei euch - genau diese Person ist die unglückselige, bestohlene Mutter, die Quasimodo nach Paris brachte. Sie trägt immerzu einen kleinen Schuh ihrer Tochter bei sich, der nach dem Verschwinden zurückblieb. Am Ende stellt sich heraus, dass ihre entführte Tochter die Esmeralda ist, die sie so erbittert hasst.

    Es gibt noch weitere Nebencharaktere wie bspw. Ludwig XI. oder Verbündete von Clopin, die für mich allerdings keine so tragende Rolle spielten, dass ich sie hier erklären müsste.


    Welche Charaktere aus dem Film sind nicht im Buch enthalten?

    Wie ihr lesen konntet, ist Frollo im Buch ein Priester und nicht der Richter. Deswegen fällt der aus dem Film bekannte Archidiakon, der Frollo ermahnt, im Original leider weg. Dabei mochte ich diese Figur im Film immer sehr gern, weil er so freundlich war.

    Es war sehr traurig, dass es sie nicht gab, aber das war zu erwarten - die Rede ist von den Wasserspeiern. Sie waren im Film Quasis einzige Freunde. Im Buch hat er einfach niemanden an seiner Seite. Im Film heißen die Wasserspeier Victor, Hugo und Laverne, was eine Hommage an den Autoren dieser Geschichte darstellt. Hugo hat ähnlich wie Gringoire eine Vorliebe für Djali, was ein sehr süßes Detail ist, was aus dem Buch entlehnt wurde.


    Gibt es Szenen im Buch, die Szenen im Film ähneln?

    Es mag erstaunen oder auch nicht - tatsächlich sind die Szenen, die zwischen Buch und Film übereinstimmen sehr gering. Mir fallen nach der Lektüre spontan einige Szenen ein, beispielsweise als Quasimodo auf einem Rad festgebunden und im Film mit Tomaten beworfen wird. Diese Szene gibt es ähnlich auch im Buch, wo es allerdings sehr viel brutaler zugeht und Quasimodo mit Steinen beworfen wird und vorher mit einer Peitsche gepeinigt wird.

    Die zweite Szene, die mir einfällt ist tatsächlich relativ am Ende, als Esmeralda im Film verbrannt und im Buch erhängt werden soll. Frollo bietet ihr an, dass er sie rettet, wenn sie ihn heiratet. Diese Szene ist ziemlich deckungsgleich zwischen beiden Medien.

    Weiterhin sind der Sturm auf Notre-Dame, die Rettung Esmeraldas und der Schrei nach Asylrecht und der Todessturz von Frollo annähernd übereinstimmende Szenen.


    Die Handlung des Buchs


    " '(...) das wird noch ein schlimmes Ende nehmen.'
    ' Aber der Anfang war schön gewesen.' " - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 350 -


    Mir fällt es unglaublich schwer, die Handlung herunterzubrechen, aber ich mag es versuchen. Die Handlung wurde immer wieder durch Kapitel unterbrochen, die zur Haupthandlung nichts beitrugen, weswegen man etwas den roten Faden verloren hat.

    Wie ihr in der Charakterbeschreibung schon lesen konntet, werden eine Vielzahl von Handlungssträngen unterschiedlichster Personen verfolgt. Diese kreuzen sich immer wieder mal und laufen dann wieder auseinander.

    Am Anfang begegnen wir Gringoire, der wie gesagt sehr deprimiert ist, weil er um seinen Lebensunterhalt als Dichter gebracht wurde. Schuld daran ist die Wahl des Narrenpapstes, zu der auch Quasimodo das erste Mal die Bühne betritt. Er selbst wird Narrenpapst.
    Er versucht Esmeralda zu retten, als der Glöckner sie entführen will. Die Entführung geschieht auf Geheiß von Frollo. Gringoire scheitert kläglich an Esmeraldas Rettung und stattdessen hilft Phoebus der schönen Zigeunerin. Als Gringoire der Zigeunerin folgt, gerät er in den sagenumwobenen Hof der Wunder und sieht sich nun dem Galgen gegenüber. Seine einzige Chance ist eine verzweifelte Zigeunerin, die ihn zum Mann will.
    Derweil wird Quasimodo aufgrund seiner Tat, Esmeralda entführen zu wollen, zu einer Strafe am Pranger verurteilt. Nach seiner Peinigung taucht Esmeralda selbst auf, um ihm etwas zu Trinken zu geben.
    Danach rettet Esmeralda Gringoire das Leben, da sie ihn aus Mitleid zum Mann nimmt. Die beiden werden für vier Jahre verheiratet. Esmeralda will allerdings nichts von Gringoire wissen und träumt nur immerzu von ihrem Retter Phoebus. Außerdem trägt sie ein Zauberamulett, welches ihr helfen soll, ihre Eltern zu finden. Dieses funktioniert aber nur, solange sie Jungfrau bleibt. Sie weist Gringoire mehrmals ab. Daraufhin entwickelt sich zwischen Gringoire und der Ziege Djali eine besondere Zuneigung.
    Esmeralda trifft sich schließlich mit ihrem geliebten Phoebus. Dieser ist jedoch nicht auf ihre Liebe, sondern ihren Körper aus. Zudem weiß er nicht, dass Claude Frollo ihn verfolgt. Frollo konfrontiert ihn, will ihn töten, doch schlussendlich treffen sie eine Abmachung. Da Phoebus das Zimmer, in dem er sich mit Esmeralda trifft, nicht bezahlen könnte, übernimmt dies Claude Frollo. Als Gegenleistung darf er den beiden bei ihrem Stelldichein zuschauen. Das allerdings erzeugt in Frollo eine rasende Eifersucht und er sticht Phoebus nieder. Esmeralda fällt in Ohnmacht und wird von Frollo geküsst, welcher daraufhin flieht.
    Esmeralda wird anschließend des Mordes an Phoebus und der Hexerei angeklagt. Unter Folter gesteht sie und wird zum Tod durch Erhängen verurteilt. Ihre Ziege wird ebenfalls zu diesem Schicksal verdammt.
    Claude Frollo bietet Esmeralda am Tage der Hinrichtung an, ihn zum Mann zu nehmen, dann würde er sie vor dem Galgen bewahren. Sie erkennt in ihm den Mörder von Phoebus und weist ihn ab. In diesem Moment sieht sie aber auf einem Balkon eben diesen Mann, in den sie sich verliebte - Phoebus lebt - aber an seiner Seite ist eine andere Frau.
    Quasimodo rettet Esmeralda vor der Hinrichtung und bringt sie nach Notre-Dame, wo sie dem Asylrecht unterliegt und sie somit unantastbar wird. Allerdings wird die Kirche für Esmeralda dadurch auch zu einem Gefängnis. Quasimodo sorgt für Esmeralda - bringt ihr Essen oder Blumen - und versucht immer wieder, mit ihr zu sprechen. Sie lässt sich zwar kurz darauf ein, versinkt aber dennoch wieder in ihrer Sehnsucht nach Phoebus. Auch Quasimodos Hässlichkeit stößt sie zu sehr ab, als dass sie Freunde werden könnten. Eine Pfeife, die sie von ihm erhielt, um ihn zu rufen, warf sie achtlos auf den Boden.
    Als Frollo erfährt, dass Esmeralda Unterschlupf in Notre-Dame gefunden hat, schleicht er sich in der Nacht dorthin und überfällt sie geradezu. Er kann seine Begierde nicht mehr zurückhalten. Nur Quasimodos Pfeife verhindert Schlimmeres.
    Gringoire wurde von Frollo dazu angestachelt, Esmeralda aus Notre-Dame zu befreien und die gesamte Zahl der Zigeuner ebenfalls dazu zu bewegen. So kommt es, dass alle Zigeuner aus Paris gegen Notre-Dame in den Krieg ziehen. Dabei sterben viele Angehörige und auch Quasimodo verteidigt die Kirche und Esmeralda erbittert. Dennoch kann er es nicht verhindern, dass Esmeralda schließlich doch noch hingerichtet wird. Daraufhin stößt Quasimodo seinen Ziehvater Frollo von Notre-Dame in die Tiefe. Quasimodos Skelett wird später in Esmeraldas Grab eng umschlungen mit ihren Knochen gefunden.

    Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich vor allem von dem Ende sehr geschockt und auch etwas enttäuscht. Tatsächlich sterben auch viele Nebenfiguren, wie beispielsweise der jüngere Bruder Frollos oder auch Clopin, der König der Zigeuner. Der unerträglich arrogante Phoebus ist neben Gringoire die einzige gewichtige Person, die wirklich überlebt. Gringoire bringt am Ende nochmal etwas Humor in die Geschichte, weil er die liebgewonnene Ziege von Esmeralda vor dem Galgen retten kann und mit ihr fortan zusammenlebt.

    Da die Filmumsetzung so komplett anders ist als das Originalwerk, fällt es mir schwer, einen wirklichen Vergleich zu ziehen. Ich kann nur bemerken, wie viel besser mir der Film ausnahmsweise gefällt. Er bringt alles auf den Punkt und vermittelt dabei wichtige Werte. Das Buch konzentriert sich auf sehr viele unterschiedliche Personen und das in einem Detailgrad, der es schwierig macht, eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.


    SCHREIBSTIL:


    "An diesen lichten, lauen Tagen voll verhaltener Weihe, gibt es einen Moment, wo das Portal von Notre-Dame zu noch größerer Schönheit aufblüht als sonst, dann nämlich, wenn die schon westwärts sinkende Sonne der Kathedrale fast gegenübersteht und sie aus dieser Sicht bescheint." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 303 -


    Victor Hugo schreibt ohne Zweifel meisterhaft. Das sprachliche Niveau ist wirklich sehr hoch. Er beschreibt bildhaft, spielt mit den Worten und findet immer wieder bezaubernde Vergleiche, die einer Situation den letzten Schliff verpassen können.
    Leider verstand er es genau so gut, in ewig langen Passagen von der Haupthandlung abzuschweifen. Alles, was ich in der Handlung beschrieben habe, ist eine Zusammenfassung des roten Fadens. Um diesen sind aber etliche Kapitel über Nebenpersonen oder auch einzelne Kapitel mit 30 Seiten Architekturbeschreibung gebaut. Das macht das Lesen sehr schleppend und gibt einem das Gefühl, mit der Handlung nicht voranzukommen, obwohl etwas passiert.
    Neben der Architektur, wird auch das Interior oft bis ins kleinste Detail beschrieben. Offensichtlich war der Autor ein großer Liebhaber der Baukunst, denn er wusste nicht nur alle Elemente zu benennen, sondern appellierte bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Leser, um für den Erhalt der Kulturstätten und der Architektur vergangener Zeiten zu werben. Sicherlich muss anerkannt werden, dass gerade auf Bauwerke bezogen, der Text ein wahres historisches Zeugnis ist. Auch die Eigenarten und Ansichten der Zeit des Glöckners sowie von Hugos Zeitalter sind wertvolle Dokumentationen für die Nachwelt, um ein Gefühl für frühere Epochen zu bekommen. Jedoch schreibt Hugo oft aus Sicht des Autors und damit positioniert er sich für einige Ansichten meiner Meinung nach zu klar und leider auch etwas enttäuschend. Von einem Autoren, der Weltliteratur schrieb erwarte ich einfach anderes.
    So wie Victor Hugo sich auf das Schreiben von Abschweifungen verstand, so begabt war er auch in der Darstellung von unfassbar unsympathischen Charakteren. Gerade Phoebus ist für Liebhaber des Films im Buch eine moralische Enttäuschung. Selbst Esmeralda ist keine Person, mit der mitgefiebert werden könnte, da sie viel zu einfältig und hörig ist. Noch dazu besitzt sie ein so geringes Selbstbewusstsein, dass es erstaunlich ist, was für eine starke Frau sie in der Filmumsetzung geworden ist.

    Man kommt nicht umhin, zu betonen, wie sehr dieses Werk zwischen komödiantischen Einlagen, grotesken Vorkommnissen und Brutalität schwankt. Leider waren die Dialoge zuweilen recht kitschig und überzogen - andererseits wieder furchtbar trocken und fad. Dieses Wechselspiel machte das Leseerlebnis etwas unstet und auch langatmig.


    Die dunklen Seiten des Buches

    Das Buch "Der Glöckner von Notre-Dame" spielt zwar im 15. Jahrhundert, wurde von Victor Hugo aber Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben.
    In diese Buch werden einige Themen oder auch Ansichten besprochen, die aus heutiger Sicht problematisch sind.
    Da wäre zum Einen der offenkundige Rassismus. Hierbei rede ich nicht nur von der Benutzung des Wortes Zigeuner und deren Darstellung als gefährliche, zügellose und hinterhältige Personen, sondern auch von ein paar Andeutungen in andere Richtungen. Es gab da eine Stelle, als der Narrenkönig mit seiner Parade vorüberzieht, da wurden generalisierende Vergleiche und Klischees zu anderen Nationen gezogen. Auch über Menschen jüdischer Abstammung wurde einmal sehr deutlich hergezogen. Natürlich lag mir das während der Lektüre schwer im Magen und es war sehr unangenehm, so etwas zu lesen. Jedoch habe ich es mit einigen Leuten diskutiert und muss zu dem Schluss kommen, dass man Victor Hugo nicht für etwas verurteilen kann, was der damaligen Zeit geschuldet war. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir es aus heutiger Sicht nicht kritisch sehen dürfen.
    Etwas, was mir das Herz gebrochen hat, waren die Beschreibungen von Quasimodo und anderen körperlich behinderten Menschen. Diese Diskrimierung von Behinderten ist sicherlich historisch gesehen ebenfalls ein Makel der damaligen Zeit, jedoch hatte ich großes Mitleid mit diesen Menschen, weil die Beschreibungen sehr hart waren. Die Hässlichkeit der "Krüppel" war so abstoßend beschrieben und so mitleiderregend, dass mir dabei richtig mulmig wurde. Auch wird gut deutlich, dass diese Menschen zu damaligen Zeiten ausgegrenzt wurden, da sie in eigenen Vierteln bzw. Slums lebten und die Hygiene dort noch katastrophalere Ausmaße hatte.
    Damit eng verbunden ist die Darstellung der Kausalität zwischen Attraktivität und Intelligenz sowie Lebensglück. Es wird mehrmals deutlich gemacht, dass ein äußerlich hässlicher Mensch auch nichts erreichen wird. Es wird ein Zusammenhang zwischen den Fähigkeiten und der Attraktivität hergestellt. Das ist etwas, was mich nachhaltig beschäftigte, da das Aussehen eines Menschen noch so tadellos sein kann - er kann trotzdem eine völlig hohle Nuss sein. Offensichtlich herrschte zu damaligen Zeiten ein ganz anderes Bild vor.
    Und zum Schluss darf die gute alte Frauenfeindlichkeit nicht fehlen. Das war wirklich eines der Themen, was meine Lesepartnerin und ich oft kommentiert haben - weil es einfach viel zu häufig vorkam. Victor Hugo vermittelt in diesem Buch einfach so oft ein schlechtes Frauenbild, dass der Leser kaum noch aus dem Augenrollen herauskommt. Das reicht von "... weil alle Frauen das so machen" bis hin zu "Ich bin es nur wert, erniedrigt zu werden." und hat uns regelmäßig genervte Seufzer entlockt.


    FAZIT:


    "Der Stamm des Baumes wandelt sich nicht, das Laub dagegen sprießt nach eigener Lust und Laune." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.150 -


    Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, ist das Buch keines, welches mich vollends begeistern konnte. Mir fiel es noch nie so schwer, meine Gedanken zu einem Buch in Worte zu fassen, wie bei diesem hier. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist aber, dass ich einfach unendlich dankbar bin, dass ich dieses Werk von Hugo im Austausch mit meiner lieben Gabriela von Buchperlenblog lesen durfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch ohne den gegenseitigen Ansporn niemals beendet hätte. Auf jeden Fall bin ich stolz, dass ich mal wieder einen Klassiker gelesen, ein Buch von meinem SuB befreit und damit ein großes To-Do erledigt habe.

    Ein Buch, welches durch sprachliche Rafinesse glänzt. Allerdings wird der rote Faden zu oft verloren, Abschweifungen auf ganze Kapitel ausgeweitet und damit die Langatmigkeit provoziert. Die zum großen Teil unsympathischen Charaktere tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Ein historisches Zeugnis, welches leider auch aus diesem Grund oft kritisch zu betrachten ist und zwischen Brutalität, Albernheit und Groteskem schwankt.

  13. Cover des Buches Nur eine Liste (ISBN: 9783473584826)
    Siobhan Vivian

    Nur eine Liste

     (158)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Hinter dieser Geschichte hatte ich eine oberflächliche High-School-Story erwartet, stattdessen entpuppte sich "Nur eine Liste" zu meiner großen Überraschung als provokante, teilweise sogar bissige Abrechnung mit dem Schönheitswahn der Jugend und der Oberflächlichkeit von High School Hierarchien. 

     

    Erste Sätze: "Seit Ewigkeiten finden die Schüler der Mount Washington Highschool, wenn sie am letzten Montag im September in die Schule kommen, eine Liste mit dem hübschesten und dem hässlichsten Mädchen jeder Klassenstufe vor. Dieses Jahr wird es nicht anders sein. Ungefähr vierhundert Kopien hängen zurzeit an mehr oder weniger auffälligen Stellen." 

     

    Das Cover ist grundsätzlich nicht schlecht gestaltet mit der Listenartigen Ansammlung der im Buch vorkommenden Namen der Mädchen und dem Kontrast aus knalligem Rosa und dunklem Schwarz, der besser als alles andere die Pole "hässlich" und "schön" widerspiegelt, um die sich die Geschichte hauptsächlich dreht. Auf der anderen Seite wirkt die Farbgebung in Kombination mit dem Gesicht (von dem ich leider auch nicht weiß, wen es darstellen soll), auf mich eher abschreckend und ich hätte mir eine etwas neutralere Gestaltung gewünscht, die vielleicht auch ältere oder männliche Leser anziehen könnte. Innerhalb der Buchdeckel ist der Roman bis auf die abgedruckte Liste zu Beginn sehr schlicht und ohne große Verzierungen gehalten. Unterteilt in 46 Kapitel und sechs Tage lesen wir aus der Sicht von acht Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch egal ob Sportlerin, Aufsteigerin, Beautyqueen, Rebellin, Mauerblümchen oder Mitläuferin, diese drei Mädchen verbindet eines - um es mal mit den Worten der Schulleiterin zu formulieren: "Jeder von Ihnen ist etwas Schreckliches widerfahren. Jemand hat sich angemaßt, Sie vorzuführen, Ihnen ein Etikett anzuhängen und Sie auf die oberflächlichste, unsachlichste Version Ihres Selbst zu reduzieren. Und diese Tat hat emotionale Folgen, unabhängig davon, auf welcher Seite Sie stehen."

     

    Und mit genau diesen emotionalen und sozialen Folgen der Liste beschäftigt sich der gesamte Roman. Abwechselnd begleiten wir die acht Mädchen der Klassenstufen 9 bis 12 - je die "hässlichste" und die "schönste" - durch ihre Woche und erfahren vom Aushang der Liste bis zum Homecoming Ball hautnah, was es mit den Mädchen macht, einen Stempel aufgedrückt bekommen zu haben, wie es ihren Alltag und ihre soziale Stellung verändert und wie sie sich dabei fühlen. Dabei legt die Autorin vor allem Wert auf die Gefühlswelt der Protagonistinnen und durchleuchtet ihre Vergangenheit, ihr Freundeskreis und prägende Ereignisse der letzten Zeit, um dem Leser klarzumachen, weshalb die Liste für alle acht eine große Macht besitzt. Eigentlich ist der Aufbau mit den wechselnden Erzählerinnen sehr simpel und auch die Grundidee ist schlicht, gerade deshalb kann man sich jedoch problemlos vorstellen, dass sich genau diese Handlung irgendwo an einer Highschool ereignet. Und selbst wenn es keine Liste ist, die explizit in "hässlich" und "schön" unterteilt sind doch Bälle, Jahrbücher und Co nichts anderes als offiziell genehmigte Schönheits- und Beliebtheitswettbewerbe. Gerade weil viele der angesprochenen Themen so alltäglich erscheinen und sich fast jeder Leser mit einer der vorgestellten Protagonistinnen identifizieren können wird, kann man der Geschichte so leicht folgen und die Oberflächlichkeit und Grausamkeit der Jugendlichen geht unter die Haut.

     

    "Die Liste schaffte es, die gesamte weibliche Schülerschaft auf drei klar abgegrenzte Gruppen zu reduzieren. Die Hübschesten. Die Hässlichsten. Und alle anderen." 

     

    Neben den acht Handlungssträngen, die alle mehr oder weniger zusammenhängen gilt es die übergreifende Frage zu lösen, wer die Liste geschrieben hat und warum. Durch einige Andeutungen kann sich der Leser selbst Gedanken machen und wir immer wieder vor die Frage gestellt, was denn nun wirklich "hässlich" oder "schön" ist. Hässliche Geheimnisse hinter schönen Fassaden, falsche Freundschaften hinter großer Beliebtheit, Unsicherheit und Selbstzweifel hinter gespielter Perfektion - mit jedem Kapitel, das hinzukommt, zeigt uns Siobhan Vivian, dass diese beiden Kategorien alles andere als einfach zu trennen und nicht objektiv gültig sein können. Dabei geht sie jedoch über die typische "ihr seid alle auf eure Weise schön"-Jugendbuch-Message hinaus und baut geschickt Themen wie Mobbing, Essstörungen, Bodyshaming, Neid, Ehrgeiz und Schönheitsideale mit ein. Währenddessen zeigt sie, wie der Drang nach Schönheit und die Erwartungen der Gesellschaft (und sei es auch nur eine so einfache und oberflächliche wie eine Highschool) auf ganz verschiedenen Personen lastet und wie Selbstzweifel mehr Schaden anrichten, als man hinter Fassaden vermutet. Auf indirekte Weise äußert die Autorin also sehr viel Gesellschaftskritik, was "Nur eine Liste" erstaunlich tiefgründig für eine Highschool-Geschichte werden lässt. 

     

    "HÄSSLICH... Die Liste hat so viel Macht, ihr Urteil ist endgültig, und trotzdem will sich niemand mit dem schwarzen Edding auf Sarahs Gesicht auseinandersetzen. Scheißfeiglinge."

     

    Besonders überzeugen jedoch die acht Protagonistinnen, die uns über den Zeitraum einer Woche an ihrem Leben teilhaben lassen und erstaunlich tiefsinnige Abgründe offenbaren. Auch wenn ich zu Beginn Probleme hatte, die acht, ihr Label und die vielen Nebenfiguren auseinanderzuhalten und immer wieder auf der Liste nachschauen musste, funktioniert die Erzählweise aus acht Perspektiven beeindruckend gut. Schon nach hundert Seiten haben wir ein detailliertes Porträt der Protagonistinnen vor Augen und können verfolgen, wie sie sich im Laufe der Geschichte von ihren Klischees lösen und sich aus den Schubladen befreien, in die man sie zu Beginn noch gesteckt hat. 

    Danielle DeMarco. 

    Abby Warner. 

    Candace Kincaid. 

    Lauren Finn. 

    Sarah Singer.

    Bridget Honeycutt. 

    Jennifer Briggis.

    Margo Gable 

    - vier "schöne" und vier "hässliche" Mädchen, acht "Opfer" eines geheimen Bewertenden, vor allem aber acht sehr spannende und unterschiedliche Personen, die mir nicht immer alle sympathisch waren, die uns aber trotzdem ans Herz wachsen und deren Gründe für ihr Handeln wir immer besser verstehen lernen.


    "Sie möchte sich schön fühlen. Jedes Mädchen hier möchte das. Nur deshalb denken wir an nichts anderes als die Liste, den Ball" (…)

    "Ich glaube nicht, dass es darum geht", widerspricht Matthew. "Ihr Mädchen wollt von allen anderen für schön gehalten werden."

     

    Danielle ist eine begabte Schwimmerin, deren muskulöser Körper nicht den weiblichen Idealen entspricht und die deshalb bald "Dan the Man" genannt wird und auch durch die verhaltene Reaktion ihres Freundes ein Teil ihrer weiblichen Identität verliert. Abbys Aussehen ist das einzige, was sie hinter ihrer klugen Schwester Fern hervorblitzen lässt, durch die Liste kann sie sich endlich auch mal besonders fühlen, ihr entgeht jedoch, wen sie damit alles verletzt. Candace ist eigentlich alles andere als hässlich und das weiß sie auch, als die Liste sich aber aufgrund ihres schonungslosen Verhaltens als hässlich einstuft und sie ihre Stellung verliert, muss sie ihr Verhalten überdenken und sich mit ihrer inneren Schönheit auseinandersetzen. Das hübsche Mauerblümchen Lauren, das zuvor zuhause von ihrer klammernden Mutter unterrichtet wurde, ist überrascht, dass sie nach der Liste kometenhaft im Ansehen ihrer Mitschüler aufsteigt und muss sich fragen, was sie wirklich will. Sarah ist die geborene Rebellin und suhlt sich in ihrem Außenseitertum, als das Urteil der Liste sie jedoch trotzdem schmerzhaft trifft, beginnt sie, dem Schönheitswahn den Krieg zu erklären und will durch einen Duschstreik ein Zeichen setzen. Bridget ist eigentlich von Natur aus schön, als sie jedoch nach einem Sommer, in dem sie einiges durch krankhafte Selbstdisziplin abgenommen hat, durch die Liste die Bestätigung erhält, spitzt sich ihr Schlankheitswahn immer mehr zu. Jennifer ist eine Ausgestoßene seit ihre beste Freundin Margo sie vor der Highschool fallen ließ und die Liste ihr den Todesstoß versetzte, doch auch als sie zum vierten Mal als "hässlichste" denunziert wird, ist ihr Wunsch, dazuzugehören noch nicht verloschen. Margos Wunsch, nach ihrer Schwester Maureen Homecoming Queen zu werden und an der Seite ihres besten Freundes zu tanzen, für den sie schon seit Jahren schwärmt, ist indirekt Auslöser des ganzen Schlamassel, und als er kurz davor ist, endlich in Erfüllung zu gehen, macht ihr ausgerechnet Jennifer ein Strich durch die Rechnung. Doch ist es das alles wert? Ist das Gefühl, schön zu sein es wert, Freundschaften zu ruinieren? Rechtfertigen der Triumph über andere und hohes Ansehen, die Gefühle von anderen zu verletzen...? 

     

    "Milo legt die Arme um sie und hält sie fest. Und Sarah lässt es zu. Sie lässt für einen Augenblick zu, dass sie verletzlich ist, lässt ihn ihr wirkliches, ehrliches, hässliches Ich sehen. Es ist ein wunderschöner Anblick."

      

    Das Ende beinhaltet einige überraschende Wendungen, lässt uns aber Großteils mit vielen offenen Fragen zurück. Auch wenn es sich äußerst unbefriedigend anfühlt, die Geschichte ohne klare Linie und Antworten zu verlassen, kann ich mir nach längerem Nachdenken kein besseres Ende vorstellen. Insgesamt ist mein Fazit also, dass diese Geschichte über Oberflächlichkeit, Freundschaft, Liebe, Neid, Stereotypen und Schönheit mehr bietet, als es auf den ersten Blick scheint. 

     

     

    Fazit

     

    Leise Gesellschaftskritik, acht spannende und authentische Protagonistinnen und absolute Klischeefreiheit machen diese High-School-Geschichte über Oberflächlichkeit, Freundschaft, Liebe, Neid, Stereotypen und Schönheit zu einem absoluten Überraschungserfolg. Sehr empfehlenswert!

  14. Cover des Buches Firmin - Ein Rattenleben (ISBN: 9783548283401)
    Sam Savage

    Firmin - Ein Rattenleben

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Janiine

    Hello meine lieben bookies!

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    Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass seit 2008 als SUB–Leiche sein Dasein gefristet hat. Damit ist jetzt endlich Schluss und es darf zu den gelesenen Büchern umziehen!

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    Firmin ist eine kleine Ratte, die sich durch sämtliche Bücher der Weltliteratur frisst. Ja richtig: frisst. Anfangs dienen die Seiten noch als Nahrung, doch schon bald wird aus der Nahrung eine Leidenschaft und Firmin liest fortan alle Werke, die er in die Finger bekommt. 

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    Er wurde im Keller einer Buchhandlung in Boston geboren und blieb dort bis zum Schluss. Wir begleiten ihn durch sein Leben, welches nicht immer gut für ihn verläuft. Er sucht nämlich die Nähe zu Menschen und hat damit nicht auf Anhieb Erfolg. 

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    Als erstes fiel mir der großartige Schreibstil des Autors auf. Man fliegt nur so von Satz zu Satz und erlebt hautnah alle Höhen und Tiefen von Firmin mit. 

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    Hätte mir jemand mal gesagt, dass ich irgendwann ein Buch über eine Ratte lesen werde und es auch noch gut finden werde, dann hätte ich es demjenigen wohl nicht geglaubt. 

    Aber so ist es!

    Das Buch hat mich super unterhalten und es war das perfekte „leichte“ Buch für zwischendurch. 

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  15. Cover des Buches Brainfuck: First Sight (ISBN: 9783961151448)
    Kera Jung

    Brainfuck: First Sight

     (17)
    Aktuelle Rezension von: funnysunny14

    Der Stoff an und für sich ist nicht neu, die grobe Entwicklung schon von vornherein abzusehen. Doch wer damit kein Problem hat und mit Don Boths einzigartigem Schreibstil klarkommt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ruck zuck war ich in der Story drin, habe mit Jenny mitgefiebert, mitgelitten und mitgeschmachtet. Und Nik ist definitiv ein Typ zum anschmachten. Ein richtiges A*** mit Sprüchen, die z.T. unter die gut definierte Gürtellinie reichen aber doch auch ein Mann, in dessen Porsche ich zu gern steigen würde. Ein frech-flotter Schreibstil, viel Humor und ein böser Cliffhanger zwingen einfach dazu, auch die weiteren Teile zu lesen.

  16. Cover des Buches Spiel der Dämmerung (ISBN: 9783453533103)
    Christine Feehan

    Spiel der Dämmerung

     (87)
    Aktuelle Rezension von: ShellyArgeneau
    Inhalt:
    Sie sind die Schattengänger. Eine Gruppe herausragender Kämpfer, deren Begabungen von einem brillanten Wissenschaftler verstärkt wurden, um geheime Missionen für die Regierung auszuführen. Eine von ihnen ist Dahlia Le Blanc. Ihre übersinnlichen Kräfte sind jedoch so gefährlich, dass sie nur Spezialaufträge übernehmen kann und ansonsten in die Sümpfe von Louisiana verbannt ist. Doch bei einem ihrer Einsätze läuft etwas schief und plötzlich ist ihr Leben in Gefahr. Nur der geheimnisvolle Nicolas Trevane kann sie retten ...


    Meine Meinung:
    Zu aller erst find ich die Idee mit Schattengänger total cool und ihre geilen Fähigkeiten. Was Dahlia kann find ich so faszinierend mit dem in der Luft schweben oder das sie Feuerbälle entzünden kann. Ich würde sowas auch gerne können. Auf ne andere Weise will ich das nicht weil es scheint sie echt fertig zu machen. Ich meine ihr wird schlecht wenn jemand einen anderen tötet. Was Nicolas angeht hab ich etwas Angst vor ihm  Er ist ein ausgezeichneter Scharfschütze und trifft immer sein ziel also ja ich hätte oder besser gesagt habe richtig Angst vor ihm  Es sind lustige Stellen drin und es lässt ein echt mitfiebern wer nun der Verräter ist und wer nicht. Was mich allerdings etwas genervt hat was Dahlia's Verhalten Nicolas gegenüber. Er sagt ihr oft genug das er sie liebt und sie kapiert es einfach nicht. Hat Angst davor glücklich zu sein und eine Familie zu gründen. 
  17. Cover des Buches Schweigt still die Nacht (ISBN: 9783407743886)
    Brenna Yovanoff

    Schweigt still die Nacht

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Mackie Doyle ist ein unnormaler Junge in der unnormalen Kleinstadt Gentry. Immer wieder sterben Kinder in Gentry und auch Mackie geht es seit Längerem nicht gut; jedes Mal, wenn er in die Nähe von Metallen kommt - dazu zählt auch Eisen im Blut - geht es ihm miserabel. Eines Tages begegnet er einem hageren Mann, der ihm sagt, dass er stirbt, woraufhin Mackie anfängt, herauszufinden, wieso er nicht ist wie andere Kinder. Als schließlich die Schwester seiner Kameradin Tate stirbt, ist Tate überzeugt, dass nicht ihre Schwester, sondern ein Wechselbalg gestorben ist. Und Mackie findet heraus, dass sie die echte Schwester noch retten können...



    Das Buch entdeckte ich zum ersten Mal bei einem Covervoting für die englische Ausgabe. Als ich dann auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung hörte, wollte ich das Buch rezensieren.

    Das Cover ist gruselig und zum Glück hat Loewe das Original übernommen. Es zeigt schon die Atmosphäre in Gentry: düster, verregnet und jeder tendiert dazu, alles Seltsame zu ignorieren.

    Der Interpretationsabsatz gegen Ende des Buches hätte nicht sein müssen, das reisst unnötig raus, aber als Mackie aufgeht, dass alle ihn lieben, obwohl er so seltsam ist, fühlt sich jeder Außenseiter ein bisschen besser.



    Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Kapitelüberschriften sind mit Gegenständen verziert worden und das Cover ist fantastisch - was mehr kann ein Leserherz wollen?
  18. Cover des Buches Die Täuschung (ISBN: 9783734110283)
    Charlotte Link

    Die Täuschung

     (516)
    Aktuelle Rezension von: Cathi_B

    Die Täuschung von Charlotte Link in üblicher Link-Form geschrieben. Das Buch ist schon etwas älter. Ich mag die Bücher von ihr, aber diesmal war die Geschichte für mich doch etwas enttäuschend, der Mörder und seine Beweggründe waren recht schnell klar und so zog sich die Geschichte zum Ende doch sehr hin. Alle Protagonisten hatten alle irgendeine Psychose und waren nach meinem Geschmack nicht überragend dargestellt. Sie waren einzig mit ihrem eigenen Problem beschäftigt.

  19. Cover des Buches The List (ISBN: 9780545169172)
    Siobhan Vivian

    The List

     (10)
    Aktuelle Rezension von: MayaShepherd

    Erster Satz:

    „For as long as anyone can remember, the students of Mount Washington High have arrived at school on the last Monday in September to find a list naming the prettiest and the ugliest girl in each grade.“

     

    Cover:

    Das Cover ist nichts Besonderes, aber es passt perfekt zum Buchinhalt.

     

    Meinung:

    “The List” hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der englische Schreibstil und die Wortwahl von Siobhan Vivian sind leicht zu verstehen und nehmen einen schnell gefangen. Sie schreibt gefühlvoll und lässt Bilder vor den Augen entstehen. Selbst gewöhnliche Alltagssituationen erfüllt sie mit Leben und Spannung.

    Ich hatte zu Beginn des Buches keine Idee wo die Geschichte hinführen würde. Sie wird aus Sicht der Mädchen erzählt, die auf der Liste stehen. Obwohl es acht Stück sind, fällt es leicht sie auseinanderzuhalten, weil alle komplett verschieden sind und die Charaktere von der Autorin hervorragend ausgearbeitet und detailreich gestaltet wurden.

    Das Ende der Geschichte kam für mich überraschend, aber dennoch logisch und nachvollziehbar.

     

    Charaktere:

    Ich hatte Freude daran die Gedanken von allen Mädchen zu lesen, weil ich sie alle einzigartig und facettenreich fand, trotzdem hatte ich drei Lieblinge, die ich etwas lieber mochte als die anderen.

    Sarah Singer ist das typische Mädchen, das sich nach außen so hart wie möglich gibt, aber in ihrem Inneren einen weichen, verwundbaren Kern verbirgt. Ihre Rebellion kam einem Hilfeschrei gleich, den jeder außer ihr selbst hören und sehen konnte. Sarahs Charakter zeigt viel über Selbstbetrug und Selbsterkenntnis.

    Bridget Honeycutt war mein absoluter Liebling. Sie hat es als eine der Hübschesten auf die Liste geschafft, aber anders als erwartet, macht es sie nicht glücklich, sondern zieht sie immer tiefer hinab. Sie möchte perfekt sein und zerbricht daran. Ihr Charakter hatte für mich gedanklich am meisten Tiefe.

    Margo Gable beweist wie die meisten Menschen sowohl eine gute als auch eine schlechte Seite und gerade das macht sie für mich umso interessanter und greifbarer. Selbst in ihren weniger netten Handlungen empfand ich sie stets als nachvollziehbar.

     

    Fazit:

    „The List“ von Siobhan Vivian ist ein großartiger Roman über den Schulalltag und den Kampf mit der eigenen Wahrnehmung, Selbstwertgefühlen und dem Wunsch nach Bewunderung. Das Buch hat mich berührt und von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

  20. Cover des Buches Vom Dämon gezeichnet (ISBN: 9783802582776)
    Diana Rowland

    Vom Dämon gezeichnet

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Nilita
    Die Polizistin Kara Gillian ist tough und weiß sich in der Welt der Polizei, in der sich überwiegend Männer herum treiben, zu behaupten. Sie arbeitete mehrere Jahre als Streifenpolizistin, danach bei den Eigentumsdelikten und fängt dann an bei der Abteilung für Gewaltverbrechen zu arbeiten, Kaum dort angefangen bekommt sie es mit einem Serienkiller zu tun, der der Symbolmörder genannt wird. Was niemand weiß ist, dass Kara eine Beschwörerin ist und Kontakt zur Welt der Dämonen herstellen kann. Kara stellt Nachforschungen zum Symbol an und erkennt schon bald, dass die Morde mit der Dämonenwelt in Verbindung stehen.... Die Story war von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und mitreißend. Ich bin eher zufällig über dieses Buch gestolpert und ich muss sagen, es ist ein absoluter Glückstreffer gewesen :) Die folgenden Bücher werde ich definitiv auch noch lesen :)
  21. Cover des Buches Ugly – Pretty – Special 2: Pretty - Erkenne dein Gesicht (ISBN: 9783646929416)
    Scott Westerfeld

    Ugly – Pretty – Special 2: Pretty - Erkenne dein Gesicht

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Tally ist mittlerweile eine Pretty und ist im Leben in New Pretty Town angekommen. Mit ihrer neuen Clique, den "Krims" geht sie so gut wie jeden Tag auf schillernde Partys und berichtet von ihren Abenteuern außerhalb der Stadtmauern und wie sie schließlich von den Specials gerettet wurde. Doch irgendwann wird Tally von ihrer Vergangenheit eingeholt und sie muss der Wahrheit, die sie in der Wildnis erfahren hatte, ins Auge blicken und sich entscheiden: Möchte sie weiter das schöne, sorglose Leben einer Pretty führen oder zu sich selbst zurückkehren und aus der Stadt fliehen?


    Meine Meinung: Zu Anfang hat mir das Buch noch gefallen. Man erfährt mehr über das Leben und die Welt der Pretties, aber sonst passiert nicht besonders viel. Die ganze Handlung wirkt extrem gestreckt und unnötig ausgedehnt. Mehr als einmal hatte ich beim Lesen den Gedanken, dass es sich wie ein Lückenfüllerbuch anfühlt, als wollte der Autor auf Teufel komm raus unbedingt eine Trilogie schreiben. 

    Auch Tally hat mich unfassbar genervt. Jede Sympathie, die sich am Ende des ersten Bandes bei mir aufgebaut hatte, geht im zweiten Band verloren. Sie wirkt die ganze Zeit, sowohl als erwachte Pretty, als auch später außerhalb der Stadt, besonders neben Andrew, extrem selbstgefällig und man merkt extrem, wie sie sich für etwas besseres hält. 

    Vermutlich, dachte Tally, war er noch nie auf die Idee gekommen, dass Menschen die Welt auf komplett unterschiedliche Weise sehen konnten. (S. 321)

    Diese Stelle hat mich besonders gestört, denn eigentlich ist auch Tally dieser Gedanke nie gekommen. Für sie ist ihre Sicht die einzig nachvollziehbare, logische und verständliche, was an sich ja auch total verständlich und okay ist, aber mit diesem Satz stellt sie sich mal wieder über alle anderen und als etwas Besseres dar, was das gesamte Buch über so geht.

    Insgesamt gefallen mir zwar einige Aspekte an dem Buch, insbesondere die Idee mit der Geschichte rund um Andrew fand ich interessant, aber es wirkte leider völlig willkürlich und als wollte man die Geschichte unbedingt noch verlängern. Leider zieht sich das Buch aber sehr und es passiert kaum etwas, sodass dieser Band bei Weitem nicht an seinen Vorgänger herankommt. Trotzdem ist das Ende interessant und macht Lust auf mehr,

  22. Cover des Buches In den Armen des Windes (ISBN: 9783404172481)
    Caroline Roth

    In den Armen des Windes

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Zeckentodesengel
    Die anschaulichen Beschreibungen von Gefühlen und gegebenheiten, wie zum Beispiel die Umgebung oder die verschiedenen Stiuationen werden duch schöne metaffern geformt und begleitet.
    So geben Liebevoll gestaltete Setze einen ersten Einblick in das Buch.
    Vom ersten Moment an wird der Charakter von Fleur deutlich, die sich sampft mit ihren Rosen beschäftigt, obwohl sie doch weis das sie diese niemals wiederesehen wird.
    Sie wird als liebevolle und doch starke Frau dagestellt die zwar sehr traurig ist,  aber doch nicht den Mut verliert.
    Diese charkterstärke zieht sich durch das gesamte Buch.
    Ich konnte mir genau vorstellen wie sich die Frau in den verschieden, teils sehr schwieriegen Situationen gefühlt haben muss und ich kann auch verstehen wie sie es schaffen konnte diese Zeiten zu überstehen und gestärkt aus ihnen hervor zu tretten.
    Ihr Charakter, ihr ganzes Wessen hat es mir als leser nicht erlaubt Fleur auch nur eine Sekunde als schwache Frau zu sehen, auch wenn es einige stellen in dem Buch gibt an denen diese schwäche angedeutet wird. 

    Besonders gut hat es mir gefallen das die Personen und ihre Geschichten im Vordergrund standen. Die Gefühle die sich unter den einzelen Charaktern aufbauten, haben sich realistisch entwickelt und wurden nicht durch unnütze Sexsenen als gegeben erachtet, so wie es leider viel zu offt in anderen Büchern der Fall ist.

    Der Schreibstiell ist sehr flüssig, leicht zu lesen und liess mich nicht mehr los.
    Einfach ein sehr lesenswertes Buch.

  23. Cover des Buches Die vier Schwestern, Band 2: Hortense (ISBN: 9783551581426)
  24. Cover des Buches Mission Clockwork - Gefahr für das britische Empire (ISBN: 9783522201315)
    Arthur Slade

    Mission Clockwork - Gefahr für das britische Empire

     (41)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron
    Modo ist kein normaler Mensch, ihm macht sein Aussehen sehr zu schaffen, doch er hat eine besondere gabe, die er sehr gut einsetzten kann. Eines Tages wird er einfach in einer fremden Stadt rausgewurfen und er soll alleine zurecht kommen. Schafft Modo diese Herrausforderung? Später kehrt er zu einer geheimen Gruppe und den Chef kennt er sehr gut. Es passieren Mordfälle die auf die Rechnung einer Gruppe namens Clockwork geht, kann Modo diese Gruppe aufhalten oder ist alles schon zu spät. Eine Interessante Geschichte die sich in Großbritanien abspielt und man von hören schon einige Ecken kennen tut und ungefähr weiß, wo es liegen tut/könnte. Als ich das Buch gelesen habe, kam es mir irgendwann vor als hätte ich Quasimodo vor mir, wegen der Gestalt von Modo, aber es ist nicht diese Geschichte sondern eine andere. Ich fand sie sehr gut geschrieben, man versteht jedes Wort und es lässt sich flüssig lesen. Mir kam bei dem Buch auch keine langeweile auf, sondern es wurde immer interessanter mit Modo, besonders als es langsam zum Ende ging. Also wer solche Geschichten mag, der solle es lesen, kann es empfehlen. Bin nun gespannt um was es im 2. Band geht, hoffe sehr das es weiter so gut bleibt wie dieser Band war.

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