Bücher mit dem Tag "hafen"
52 Bücher
- Julia Franck
Die Mittagsfrau
(406)Aktuelle Rezension von: Herbstrose1945. Nach dem Einmarsch der Roten Armee flieht eine Mutter mit ihrem siebenjährigen Sohn aus Stettin in Richtung Westen. Ihr Gepäck besteht aus einem kleinen Koffer, der etwas Geld, Kleidung und die Geburtsurkunde des Jungen, sowie einen Zettel, auf dem „Onkel Sehmisch, Gelbensande“ geschrieben steht, enthält. Auf einem Provinzbahnhof fordert sie den Jungen auf sich auf eine Bank zu setzen, auf den Koffer aufzupassen und auf ihre Rückkehr zu warten. Doch sie kommt nicht mehr zurück, sie hat ihn verlassen. --- Was treibt die siebenunddreißigjährige Helene dazu, ihren kleinen Peter auszusetzen? Ist es die kürzlich erlittene Vergewaltigung durch Soldaten der Roten Armee, ist es das Scheitern ihrer Ehe mit Wilhelm Sehmisch, dem sie ihre neuen Papiere mit dem Namen Alice Sehmisch verdankt, oder die Erinnerung an ihren tödlich verunglückten Verlobten Carl? Ist ihre Handlung vielleicht auf ihr schlechtes Gewissen zurückzuführen, dass sie mit ihrer jüdischen Mutter, die psychisch labil, gefühlskalt und zu Wutausbrüchen neigend in einer psychiatrischen Anstalt an akuter Lungenentzündung verstorben sein soll, seit den Zwanzigerjahren keinen Kontakt mehr hatte?
Die deutsche Schriftstellerin Julia Franck wurde zusammen mit ihrer Zwillingsschwester 1970 in Ost-Berlin als Tochter der Schauspielerin Anna Franck und des Fernsehregisseurs Jürgen Sehmisch geboren. Für ihre Texte und Bücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, Preise und Stipendien, ihr 2007 im S. Fischer Verlag erschienener Roman „Die Mittagsfrau“ verhalf ihr zum Deutschen Buchpreis 2007, verkaufte sich daraufhin fast eine Million Mal und hielt sich über Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste. Wie die Autorin in einem Interview erwähnte, hat die Geschichte Parallelen zu ihrer eigenen Familiengeschichte. Ihr 1937 in Stettin geborener Vater wurde 1945 im Zuge der Vertreibung gen Westen von seiner Mutter auf dem ersten Bahnhof westlich der Oder-Neiße-Linie aufgefordert zu warten, bis sie gleich wieder kommen würde. Sie kam nicht wieder. Nachforschungen zu diesem Roman ergaben, dass die Großmutter der Autorin mit ihrer Schwester über Jahrzehnte zurückgezogen in einer Einzimmerwohnung gelebt habe und 1996 in der Nähe von Berlin verstorben sei. Ein Kind hätte sie nie erwähnt.
Der Roman erzählt in drei Kapiteln die Lebensgeschichte der Protagonistin Helene Würsich, später Alice Sehmisch, von ihrer Kindheit Anfang des 20. Jahrhunderts in Bautzen, von ihren Erlebnisse als junge Erwachsene in den 1920er Jahren in Berlin bis zu ihrem Leben als Ehefrau und Mutter während des Naziregimes. Im Prolog und im Epilog des Romans steht ihr Sohn Peter im Mittelpunkt. Den Titel Die Mittagsfrau hat die Autorin einer slawischen Sage entlehnt, in der ein weiblicher Naturgeist an heißen Tagen um die Mittagszeit erscheint, um den Menschen den Verstand zu verwirren und ihre Glieder zu lähmen. Man kann die Geschichte, sowohl vom Schreibstil als auch inhaltlich, durchaus als anspruchsvoll bezeichnen. Werden doch neben den Wirren der beiden Weltkriege auch viele Tabuthemen der damaligen Zeit behandelt, wie lesbische Beziehungen, Drogenmissbrauch, vorehelicher Sex und Abtreibung, die nachdenklich stimmen und zum diskutieren anregen.
Fazit: Ein lesenswertes Buch, das zu Recht den Deutschen Buchpreis 2007 gewonnen hat.
- Carlos Ruiz Zafón
Der Fürst des Nebels
(262)Aktuelle Rezension von: BuchingersDer Fürst des Nebels von Zafon ist sein erstes veröffentlichtes Buch gewesen und gleichzeitig der erste Band der Nebel Trilogie.
Wir begleiten den jugendlichen Max und seine Familie, die vor dem Krieg in einen kleines britischen Dorf an der Küste fliehen. Und dort geschehen eigenartige Dinge... ob sie mit dem Haus zusammenhängen, einer adoptierten Katze oder mit dem Schiffswrack, welches an der Küste vor dem kleinen Dorf liegt. Zafon hat hier wunderbare Elemente eingebaut, die er zum Leben erweckt! Gleichzeitig schafft er es jedoch auch, dass das Buch nicht gleich zu überladen ist mit irrsinnigen Ereignissen.
Die Geschichte ist mystisch, gruselig und gleichzeitig spannend. Die Figuren hat Zafon in diesem Fall nicht ganz perfekt ausgearbeitet, aber sie sind ausreichend erklärt, sodass man mit ihnen gut durch die Geschichte kommt und genügend Sympathie für sie entwickelt.
Der Fürst des Nebels hat auch schon die klassischen "Zafon" - Züge. Unvergleichlich, wie nur er es kann, schreibt er in einem schönen malerischen Stil und erschafft Orte, die man sich sehr gut vorstellen kann. Zudem hat er schon in diesem Buch die klassische geheimnisvolle Note, die man wohl aus der Barcelona - Reihe kennt.
Das Ende ist auch in diesem Buch (klassisch Zafon) nicht direkt vorhersehbar und lässt (obwohl es schon das Ende ist) kleinere Rätsel offen.
Ich habe das Buch sehr gemocht, es ist allerdings (noch) nicht so gut wie die anderen Bücher von Zafon. Man merkt, dass es eben das Debüt ist. Trotzdem absolute Empfehlung! Daher 3/5*
*Kleine Anmerkung noch am Rande: Die drei Bände der Nebeltrilogie sind komplett unabhängig von einander! Man kann sie in beliebiger Reihenfolge lesen oder auch eines auslassen, da sie nicht aufeinander aufbauen.
- Antonia Neumayer
Selkie
(82)Aktuelle Rezension von: 0polikmjnhbzgvtfcFür jeden der nordische Bücher loebt ist das ein absolutes muss dieses Buch beinhaltet nicht nur Magie und ganz viel Spannung sondern auch wirre Gefühle und Verrat .Die Hauptperson ist Kate von ihr wird eines Tages ihr Bruder Gabe weggenommen .Kate will herausfinden was sie mit ihm machen und wo sie ihn hinbringen.Sie will ihnen Nachspionieren und gerät dadurch in ein wahnsinniges Abenteuer welches auch Magie beinhalted .
Antonia hat das Buch super geschrieben ich würde es für jeden empfehlen.
- P. M. Freestone
Shadowscent - Die Blume der Finsternis
(186)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEigentlich hört sich der Klapptext ja gut an, aber irgendwie bin ich nicht wirklich in das geschehen reingekommen.
ich habe einige Kapitel versucht zu lesen, aber dann irgendwann festgestellt, das es einfach nicht meins ist. Und bei meinem SUb- warum quäle ich mich durch ein Buch, wenn es es noch ettliche andere gibt zum lesen.
Deswegen habe ich es dann irgendwann abgebrochen. Vielleicht versuche ich es irgendwann noch einmal...
- Melanie Metzenthin
Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten
(121)Aktuelle Rezension von: HelefloIn diesem Buch lernen wir die 14jährige Martha Westphal kennen. Sie lebt mit ihrer Familie im armen Gängeviertel in Hamburg. Als die Cholera ausbricht wird auch ihre Familie nicht verschont und sie stürzen in noch größere Armut als davor. Doch Martha gibt nicht auf und kämpft sich hoch bis zur Schwesternausbildung.
Als sie durch eine Freundin bei den Sozialisten anfängt lernt sie den jungen Ingenieur Paul Studt kennen. Dieser möchte unbedingt die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter verbessern, die seit der Cholera noch katastrophaler geworden sind als sie eh schon waren. Es kommt zum ersten großen Streik der Hamburger Hafenarbeiter. Als er aber schwer verletzt ins Krankenhaus kommt, freunden sich die Beiden an. Sehr zum Missfallen von Schwester Auguste. Die einen perfiden Plan gegen Martha entwirft.
Wie immer sind die Charaktere bei Melanie Metzenthin gut gezeichnet und lebensecht. Sie entwickeln sich weiter und man kann sich mit ihnen identifizieren. Das und der schöne Schreibstil tragen dazu bei, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ich freue mich auf die 2 anderen Bände um die Hafenschwester Martha und ihre Familie und gebe eine absolute Leseempfehlung.
- Tessa Hansen
Das kleine Bücherschiff
(61)Aktuelle Rezension von: peedeeDas kleine Bücherschiff, Band 1: Die Freundinnen Miri und Katja erfüllen sich endlich ihren Traum der eigenen Buchhandlung. Und es ist nicht irgendeine Buchhandlung: Es ist eine Buchhandlung auf dem Schiff, genauer auf einer alten Barkasse im Hamburger Hafen. Mit viel Arbeit bauen sie den heruntergekommenen Kahn um. Privat läuft es für Miri nach der letzten Enttäuschung auch gut, denn mit ihrem Nachbarn Henning könnte sie sich ein deutlich intimeres Verhältnis vorstellen. Doch dann der Schock: Die Miete für das Bücherschiff wird kurzerhand exorbitant erhöht, so dass das für die Neuunternehmerinnen nicht zu stemmen ist. Das Schiff soll luxussaniert werden – ausgerechnet durch Hennings Architekturbüro!
Erster Eindruck: Das Cover passt gut zum gewählten Buchtitel.
Es braucht eine Menge Mut, Idealismus, Geld und vielleicht auch eine Portion Naivität, um in der heutigen Zeit eine Selbstständigkeit im Buchhandel zu wagen. Und dann erst noch für zwei Frauen, die von fachfremden Berufszweigen kommen. Vor der Eröffnung steht jede Menge körperliche Arbeit an, denn das Schiff ist in keinem guten Zustand. Aber Miri und Katja sind so voller Adrenalin und Vorfreude, dass sie diese Arbeit gerne stemmen. Der Start ist gelungen, das Angebot wird von den Touristen, aber auch von den Anwohnern sehr gut angenommen.
Miri hat eine neue Wohnung und findet in dem Mietshaus auch gleich etliche junge Leute, die sie in ihre Clique aufnehmen. Neu eingezogen ist auch Henning, ein alleinerziehender Vater. Miri und Henning verstehen sich gleich gut. Sehr gut. Aber die Trennung der Eltern war für den sechsjährigen Finn nicht einfach zu verdauen und daher findet er Frauen doof, was er auch sehr deutlich äussert.
Das Buch ist nett für zwischendurch, aber deutlich zu lang für die Story. Der in der Inhaltsbeschreibung bereits angekündigte Knall wird in ein paar wenigen Seiten abgehandelt. So wie die Freundinnen sich zuweilen verhielten, erinnerten sie mich mehr an Pubertierende als an Erwachsene. Ein Happy End ist bei solchen Romanen immer nett, aber hier renkte sich viel zu schnell alles wieder ein. In der Ausschreibung hiess es „Ein betörender Wohlfühlroman über zwei engagierte Buchhändlerinnen“ – betörend war da für mich leider nichts. Von mir gibt es 3 Sterne. - Robert Jackson Bennett
Der Schlüssel der Magie - Die Diebin
(90)Aktuelle Rezension von: ChronikskindDank einer Empfehlung durfte ich bereits die andere Reihe des Autors verschlingen - natürlich war ich dann ebenso neugierig auf seine neuste Geschichte. Erwartet habe ich viel und der Autor hat mich auch dieses Mal absolut nicht enttäuscht.
Der Stil ist flüssig und ließ sich trotz der Dicke der Seiten recht flott weglesen. Erzählt wurde die Geschichte aus mehreren Sichten, wobei Sancia den Hauptpart übernommen hat. Man konnte aber so einiges mehr erfahren, ohne sich wirklich in die Handlung zu spoilern. Ich bin sehr gespannt, welche Sichten dann im zweiten Band dabei sein werden.
Am Anfang hat es ein bisschen gedauert, sich in der Welt zurecht zu finden. Der Autor erschafft hier doch ein sehr komplexes Weltenkonzept und man muss manche Dinge auch einfach erlebt haben, bevor man sich wirklich gänzlich greifen kann. Es hat aber definitiv viel Freude gemacht, die Welt zu entdecken und auch hinter die Kulissen zu schauen.
Die Handlung konnte mich vom ersten Moment an begeistern, auch wenn man da noch gar nicht einschätzen konnte, wohin sie eigentlich führen wird. Ist aber auch gar nicht wichtig, man konnte sich einfach gut mitreißen lassen. Es gab viele überraschende Wendungen und zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Neben der Handlung fand ich die verschiedenen Häuser sehr interessant aufgebaut - und die Intrigen dahinter gut gemacht. Mal schauen, was sich noch alles aufdecken lassen wird.
Sancia, aber auch die anderen Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Keiner perfekt, aber jeder mit dem Herz am richtigen Fleck. Und ja, manchmal bewegen sie sich auch in der Grauzone, aber das hat gut zu ihnen gepasst. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung.
Die Entwicklungen zum Ende haben mir echt gut gefallen - und machen jetzt schon sehr neugierig auf das, was im nächsten Band passieren wird.
Mein Fazit
Wieder konnte mich Robert Jackson Bennett mit einem spannenden und fesselnden Reihenauftakt begeistern! Ich mochte das Weltenkonzept und die Charaktere wirklich gerne und bin gespannt, wie sich beides weiterentwickeln wird. Es gab viele überraschende Wendungen und ich bin sehr neugierig darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. - Simone Buchholz
Blaue Nacht
(52)Aktuelle Rezension von: M__E__U_.... bin ich auf dieses Hörbuch gestoßen bzw. gestoßen worden bei einer Spotify Empfehlung.
Ich finde die Figuren enorm gut dargestellt und sympathisch, der Schreibstil der Autorin entspricht meinem Geschmack sehr. Die Geschichte ist gut und schlüssig. Ich fragte mich, weshalb ich nie früher auf diese Riley Reihe aufmerksam geworden bin....
Warum also nur 4/5 Punkten bei all den beschriebenen Superlativen?
Die gefühlte Hälfte des Buches besteht aus Rauchen und Alkoholkonsum - unter 4 Bier pro Tag / Abend bleibt es selten, geraucht wird ohne Ende, oft als beziehungsstiftende oder - bestätigende Handlung, oft genug ohne anderweitige Kommunikation.
Ich frage mich wirklich, was uns die Autorin dadurch mitteilen möchte.... "Es ist cool und super, zu rauchen und zu saufen, was nur geht"? "Toughe Staatsanwältinnen zeichnen sich durch dauerndes Quarzen mit Bier in der Hand aus"?....
Dieses Bild einer an sich hochsympathischen Szene irritiert und stört mich sehr. Weil sie impliziert, dass dieses Abususverhalten Ausdruck von Coolness und Zugehörigkeit ist - und solche Bilder sollten auch zum Zeitpunkt des Schreibens schon längst überholt gewesen sein. Zumal die Darstellung des Konsums so normalisiert ist, dass kein nachdenkliches oder selbstkritisches Wort dazu verloren wird.
Ich bin auf meinem Arbeitsweg nun schon beim nächsten Hörbuch und finde dieses Setting auch dort fest etabliert vor. Schade ist das und definitiv nicht mehr zeitgemäß bei dem evidenzbasierten Wissen zu Spätfolgen unserer legalen Suchtmittel, die willkürlich irgendwann einmal als gesellschaftsfähig und akzeptabel deklariert wurden.
Mit diesem Teil dieser Reihe hadere ich beträchtlich als "Health Care Professional". Lustig geht auch ohne Allllohooool und Kippe.
- Claudia Zentgraf
Eine Reise um die Welt
(26)Aktuelle Rezension von: SelinavoGeorg Foster hat es geschafft! Er darf als Leichtmatrose mit zu James Cook aufs Schiff und die Welt bereisen! Schnell freundet er sich mit Henry an, der noch in London Zeuge eines Diebstahls wird. Nach und nach wird den beiden Jungs bewusst, dass sich der Täter auf dem Schiff befindet. Sie wollen die Tat unbedingt aufdecken, was sich als nicht so einfach herausstellt...
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Es kam überhaupt keine Spannung auf und es war sehr langatmig geschrieben. Ich hatte auch Probleme damit, mir die Charaktere zu merken, da ich überhaupt keine Symphathien entwickeln konnte. Insgesamt verlief die Geschichte in meinen Augen gradlinig - ohne Höhen und Tiefen.
Allerdings hat mir die Beschreibung der Orte, zu denen gereist wurde, sehr gefallen. Die Kultur sowie die Orte an sich konnte ich mir sehr gut vor Augen führen.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut und wirkt mitreißend. Es wirkt dynamisch mit dem Schiff im Meer und schreit nach Abenteuer.
Da ich dieses Abenteuer mit dem Buch leider dann doch nicht so erleben durfte, vergebe ich hier nur 2 Sterne. - Erich Maria Remarque
Die Nacht von Lissabon
(87)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannIch habe das Buch in einer Nacht gelesen. Passend, oder? Die Nacht von Lissabon ist keine gewöhnliche Fluchtgeschichte. Es ist eine Nacht, ein Gespräch, ein Leben auf der Flucht – erzählt im Flüsterton, während draußen der Krieg die Welt zerreißt.
Remarque hat es wieder geschafft (Mehr zu Remarque: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/erich-maria-remarque/ ) : Er macht Geschichte fühlbar. Keine Jahreszahlen, keine Daten – sondern zwei Männer in einem Hafen, mit falschen Pässen und echter Angst.
Der eine erzählt. Der andere hört zu. Und ich? Ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Die Sprache ist schlicht, aber sie trifft. Jeder Satz klingt wie ein Schritt durch Nebel. Die Liebe, die Verzweiflung, das ständige Gefühl, dass alles auf Messers Schneide steht – all das liegt wie ein Schatten über den Seiten.
Und trotzdem: Es ist nicht hoffnungslos. Es gibt Momente, die leuchten. Zwischen den Schiffen, in einer Umarmung, in einem Satz.
Ich habe selten ein Buch gelesen, das so leise ist und gleichzeitig so laut nachhallt. Es geht um Verlust, um Heimat, um Identität – aber vor allem geht es um Würde. Und ums Erzählen, als Akt des Überlebens.
Die Nacht von Lissabon ist ein stilles Meisterwerk. Ein Buch für eine lange Nacht – und für viele Gedanken danach.
- Jennifer Egan
Manhattan Beach
(98)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhDas Buch erzählt von Anna, die ihren Vater bei diversen "Botengängen" begleitet, von deren Familie und von Annas Traum, nicht nur am Hafen zu arbeiten, sondern Taucherin zu werden. Dabei wird Annas Geschichte mit weiteren Hauptfiguren erzählt, diese begegnen sich und die Verflechtungen beginnen.
"Manhattan Beach" gibt einen Einblick in das New York der 30er und 40er Jahre, auch während des 2. Weltkrieges. Das ist mit Sicherheit gut recherchiert, aber nicht wirklich mitreißend geschrieben. Es gibt zu viele Erzählstränge, die jeweils eine eigene Geschichte darstellen und meiner Meinung nach zu arg aufgebläht wurden. Teilweise waren sehr interessante Passagen dabei, teilweise war es mir zu langatmig.
Ich hatte mir mehr vom Buch versprochen, sehr schade. - Luca Di Fulvio
Als das Leben unsere Träume fand
(134)Aktuelle Rezension von: spozal89Luca Di Fulvio hat einen unglaublich mitreißenden Schreibstil. Er schafft es die sehr unschönen Momente der damaligen Zeit so zu beschreiben, dass man sich mittendrin fühlt. Das mag für manche Leser ziemlich hart sein, schafft aber eine unglaubliche Atmosphäre. Trotz allen schlechten und emotionalen, entwickelt sich die Geschichte fast schon kitschig gut, wobei ich das sehr mochte. Nach all den harten Szenen tut so ein Happy End ganz gut. Von mir gibts auf jedenfall eine klare Leseempfehlung, wenn man kein Problem mit Gewaltszenen hat und gerne Bücher aus der Vergangenheit liest.
- Kästner & Kästner
Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut
(42)Aktuelle Rezension von: StreiflichtNachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher Versatz von ein paar Monaten, ich hab sie fast direkt hintereinander gelesen. Das ist natürlich praktisch, weil dann alles noch präsent ist und man die Vorgängergeschichte und alle Figuren noch im Kopf hat. So war ich auch superschnell wieder drin, aber meiner Meinung nach könnte man die Bücher aber auch sehr gut einzeln lesen – was ja bei Reihen nicht immer unbedingt der Fall ist. Teil 2 bezieht sich ab und zu auf den ersten Band, aber nicht so, dass man Verständnisprobleme hätte.
Das Buch beginnt schon ziemlich dramatisch. Zwei Menschen auf der Flucht, die dringend Wasser brauchen, ein aufziehender Sturm mit Flut und dann noch ein tödlich endender Streit. Da ist man als Leser sofort mitten drin im Geschehen und voll dabei. Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt ab in die Geschichte.
Ich fand es schön, die Hauptfiguren aus Teil 1 wieder zu „treffen“. Die Kollegen der Wasserschutzpolizei rund um ihren Chef Tom Bendixen, die sich auf die Sturmflut in ihrem Hafen vorbereiten, und auf der anderen Seite Mordermittlerin Jonna Jacobi, die herausfindet, dass der tote Afrikaner, der in der Elbe gefunden wurde, etwas mit dem Containerriesen zu tun hat, das es gerade noch in den Hafen geschafft hat. Und dann kommt der Sturm mit voller Wucht und bringt das Hochwasser mit sich. Der Hafen und viele andere Bereiche werden abgesperrt und evakuiert, aber irgendwo auf dem Schiff ist ein Mörder. Und möglicherweise noch mehr Flüchtlinge, die in Lebensgefahr sind ...
Neben dieser schlimmen Geschichte haben Charlotte vom Opferschutz der Polizei und Tom so ihre eigene persönlichen und privaten Probleme, die ebenfalls thematisiert werden. Das finde ich immer gut, wenn es nicht zu viel wird, weil ja auch Ermittler, Polizisten und andere Menschen sind. Das macht die Lektüre für mich authentischer. In diesem Buch geht es um viele wichtige, aktuelle Themen, die ich gar nicht alle aufzählen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Würde man das alles unterbringen wollen, könnte ein Roman leicht überfrachtet werden. In diesem Fall aber ist es dem Autorenduo bestens gelungen, einen spannenden und zugleich auch gesellschaftskritischen Roman zu schreiben. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber doch deutlich. Man merkt auch immer wieder, dass beide wissen, wovon sie schreiben – war er doch über 30 Jahre bei der Wasserschutzpolizei Hamburg tätig und sie ist Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Krisenintervention.
Nun bin ich gespannt auf den dritten Band, von dem ich bereits eine Leseprobe genießen durfte.
- Sarah Morgan
Einmal hin und für immer
(140)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Als sich Emilys Leben von einen auf den anderen Tag um 180 Grad dreht, ist sie einmal mehr von Herzen dankbar für ihre Freundin Brittany, deren Cottage auf Puffin Island zu einem sicheren Rückzugsort wird. Und nicht nur für sie, sondern auch für ihre kleine Nichte, für die sie urplötzlich verantwortlich ist. Wäre da nur nicht ihre panische Angst vor dem Ozean und Ryan Cooper – charismatischer Insel-Bewohner und hervorragender Küsser…
》EIGENE MEINUNG:
Seit ich den ersten Roman von Sarah Morgen entdeckt, verschlungen und geliebt habe, lese ich mich nach und nach durch all ihre Geschichten und nun habe ich mich an die Puffin Island-Trilogie gemacht:
In „Einmal hin und für immer“ verschlägt es Emily auf die kleine Insel vor der Küste Maines – nach einem Schicksalsschlag, der ihr komplettes Leben verändert. Zum Glück bietet ihr ihre beste Freundin Brittany ihr leer stehendes Haus um zur Ruhe zu kommen und sich in ihrer neuen Rolle zu finden. Einmal mehr bin ich dankbar um erwachsene Charaktere.
Besonders die Beschreibungen der sommerlichen Insel, mit ihrer Natur, den Besonderheiten, dem Alltag, den Bewohnern und vielem mehr haben mich einfach begeistert! Aber auch Emily ist ein toller Charakter, wenn man erst einmal hinter ihre (vom Schock der Situation und ihren Erfahrungen gezeichnete) Fassade blickt. Ihre kleine Nichte steht dabei als Anlass zwar im Mittelpunkt, verbleibt im Buch allerdings eher als Nebencharakter. Hauptprotagonist und Love-Interest ist Ryan, dessen Geschichte mir sehr gut gefallen hat und somit die Liebesgeschichte und auch die kleineren erotischen Szenen nachvollziehbar macht!
Der Umschwung gegen Ende des Buches war natürlich abzusehen und bei Emily auch absolut verständlich. Ryan hingegen hätte ich auch eine weniger inszenierte Wandlung zugetraut, aber für einen leichten Sommer-Liebesroman war alles stimmig. Das letzte i-Tüpfelchen, das die Autorin bei dieser Reihe zum Schluss immer noch drauf setzt, wäre für mich hingegen bei keiner der Erzählungen nötig gewesen.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Ryan und Emily. Die kleinen humorvollen Passagen lockern die schwereren Themen auf. Ich wünschte ich hätte auch eine Kristi ;)
Puffin Island-Trilogie:
0: Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit (Kurzgeschichte)
1: Einmal hin und für immer
2: Für immer und ein Leben lang
3: Für immer und ein Weihnachtsmorgen
》FAZIT:
Ein toller erster Band der Puffin Island-Trilogie mit Liebe, Humor, Vertrauen, Mut, Verantwortung, einem Hauch Erotik und viel Inselleben. Die weiteren Charaktere der Folgebände werden bereits angeteasert: Im Mittelpunkt stehen die drei langjährigen College-Freundinnen Emily, Brittany und Skylar.
- Petra Schier
Vier Pfoten am Strand
(81)Aktuelle Rezension von: SaBra88Nach dem 1. Teil der Lichterhaven-Reihe musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht mit den Bewohnern von dem schönen Örtchen an der Nordsee.
Dieses mal ging es um Christina, die Hundetrainerin in Lichterhaven, die man im 1. Band schon am Rande kennenlernen durfte. Ich mag es wenn Bücher in sich abgeschlossen sind, man aber wieder Protagonisten aus den vorhergehenden Bänden antrifft. Das gibt dem Ganzen so ein Gefühl von Dazugehörigkeit.
Christina verliebt sich in Ben, einen bekannten und erfolgreichen Künstler, eine Geschichte wie im Bilderbuch, welche Lust auf mehr macht. So wartet der 3. Band schon sehnsüchtig auf mich.
Gäbe es mehr als 5 Sterne würde ich sie vergeben. Ich kann die Lichterhaven Reihe nur empfehlen :-)
- Kendall Kulper
Salt & Storm. Für ewige Zeiten (DAISY Edition)
(16)Aktuelle Rezension von: MartinaBookaholicIch hasse das Buch und dennoch, und dennoch muss ich es würdigen. Für mich war gerade nicht der perfekte Zeitpunkt es zu hören, da es sehr trist und hoffnungslos war, die ganze Zeit über. Aber es hatte was, diese Geschichte über die Meerhexen in Zeiten der Walfänger. Man konnte diese Welt spüren, riechen, lieben und fürchten. Der Schreibstil fast schon poetisch, beschreibt er immer dieses Gefühl, direkt am salzigen Meer zu sein.
Und dann dieses Ende, das mir Tränen in die Augen getrieben hat, gab mir noch den Rest. Also ja, ich hasse es so sehr wie ich das Ende von Titanic hasse, das aber erst der Grund dafür ist, warum Titanic einen nie loslässt (egal wie oft man ihn gesehen hat)
- Kästner & Kästner
Tatort Hafen - Tod an den Landungsbrücken
(80)Aktuelle Rezension von: metalmelIch mag Hamburg, für mich ist es die schönste Stadt in Deutschland (und ich komme aus Bayern). Darum hat mich das Interview mit den beiden Autoren in STERN CRIME dazu veranlasst, das Buch zu lesen. Ich fand, es klang spannend.
Der Hafen und die Stadt werden wirklich sehr genau beschrieben und es gibt auch einen kleinen Plan im Buch. Mir ist es manchmal zu detailliert. Viele Infos sind für den Fall nicht relevant.Die Handlung fand ich nur mittelmäßig spannend, die Auflösung - nun ja... Bisschen arg konstruiert. Weniger gut gefallen haben mir auch einige der Figuren im Buch. Da gibt es die nach ihrer Scheidung vereinsamte Kripo Polizistin, für die nur die Arbeit zählt, die toxische Chefin der Mordkommission, die Dreck am Stecken hat, den gutaussehenden Mann von der Wasserpolizei, der aber eine depressive Frau zuhause hat, die unbedingt Kinder will (aber es klappt nicht), den fröhlichen und toughen Holländer als Assistent und die misshandelte Frau, die sich jetzt im Opferschutz betätigt. An diesen Figuren lässt sich schon der Beruf der Autorin ablesen (Psychotherapeutin) und das ist für meinen Geschmack einfach zu viel Psychologie. Ebenso nehmen die Probleme und Sorgen der Figuren sehr viel Platz ein, so dass die Krimihandlung etwas an den Rand gedrängt wird.
Die zwei Hauptermittler Jonna und Tom kommen noch ganz symapthisch rüber, Charlotte, die misshandelte Frau aus dem Opferschutz empfand ich persönlich als sehr nervig.
Für mich einfach zu wenig spannender Krimi. - Steffi von Wolff
Her mit dem schönen Leben
(45)Aktuelle Rezension von: christiane_brokateEs ist ein Jugendbuch zum Thema Freundschaft und Liebe.
Fünf unterschiedliche Jugendliche, wollen nach dem Abi zusammen ziehen und ihr Freiheit geniesen . Sie fanden ein Hausboot und das Abenteuer beginnt.
Wir lernen die Jugendlichen besser kennen und auch ihre Eigenarten, sie sind alle sehr verschieden , aber eins Hält sie zusammen ihre Freundschaft, diese wächst im Laufe der Geschichte und ich fühlte mich als wäre ich ein Teil der Freunde und wurde herzlich empfangen. Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch, die jetzt nicht sehr in die Tiefe geht , aber man hat fühlt sich einfach wohl beim Lesen und es ist jetzt gerade perfekt wenn man sich in den Sommer wünscht.
Der Schreibstill war locker leicht und hat mich sofort mitgenommen in die Geschichte , die Charaktere mochte ich fast alle , aber Felicitas war manchmal echt zu fiel und nervig, manchmal hätte ich sie einfach ausblenden können, da sie echt immer sehr emotional war und weinerlich war und anstrengend.
Das schönste war die Freundschaft und das Zusammenleben der Fünf und mit anzusehen wie sie immer mehr zusammenwuchsen. Ein perfektes Jugenbuch zum abschalten und träumen und ankommen. - Roderick Gordon
In die Tiefe
(10)Aktuelle Rezension von: OdenwaldwurmAls Will und seine Freunde in den tödlichen Abgrund stürzen, scheint alles verloren. Doch in den Tiefen des Erdinneren finden sie nicht nur eine versunkene Welt voller Wunder - sondern auch Wills lang vermissten Vater. Was sie nicht ahnen: Rebecca, Wills schlimmste Feindin, ist ihm noch immer auf den Fersen. Und noch immer verfolgt sie ihren wahnsinnigen Plan: die Vernichtung der Menschheit. (Klappcovertext vom Buch)
Ich bin sehr einfach und gut in die bekannte Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Charakter haben mir wieder sehr gut gefallen und sind sehr bildlich dargestellt. Die Autorin bringen gleich eine super Spannung in die Geschichte und man wir total in den Bann des Buches gefesselt. Man kann das Buch nur kaum aus den Händen lesen. Denn man will mehr über die Jungen und ihre Kampfe erfahren. Werden sie die Welt retten können? Einfach nur eine tolle Fantasy-Geschichte, mit super Ideen und man ganz anders als die anderen Fantasy-Bücher. Das Ende gefällt mir sehr gut. Aber das Ende der Bände ist noch nicht erreicht. Leider sind die letzten Bände nicht in das Deutsche übersetzt worden. Aber trotzdem kann ich das Buch nur sehr empfehlen. Wir hat es sehr gut gefallen. - Simone Buchholz
Hotel Cartagena
(68)Aktuelle Rezension von: MichisBuecherDingsBumsZack ahoi, das ist mein vierter Kriminalroman von Simone Buchholz im Suhrkamp Verlag. Was soll ich sagen? Spektakulär klasse!
Simone Buchholz hat so eine ganz eigene Art und Weise der verehrten Leseschaft die Hamburger Halbwelt zu vermitteln, man mag es und geniest es oder man lässt es lieber sein, Die Story fügt sich mal wieder aus zwei Handlungen in unterschiedlichen Zeitebenen zusammen. Zum einen wird man unweigerlich in die Halbwelt des internationalen Drogenschmuggels eingeführt und sitzt quasi im Hawaihemd auf einer tickenden Bombe, zum anderen fesselt ein die Gegenwart in einer Hamburger Bar zusammen mit Gleichgesinnten und den irren Geiselnehmern. Auch hier macht es letztendlich ordentlich BUUUM! Es bleibt in dieser bizarren Situation genügend Zeit um so einige Charaktere, wenn nicht schon bereits mehrmal geschehen, ordentlich abzuarbeiten. Wieder eine klare Leseempfehlung, für den der Lust hat, sich auf den Wahnsinn einzulassen. Es wird hamburgisch gesprochen im Klartext und es richt nach Hafen...
- Sarah Jio
Zimtsommer
(78)Aktuelle Rezension von: manja_phalaenopsisEs hat mich vom Cover und auch von der Geschichte angesprochen.
Es ist frisch und passend zum Sommer. Die abgebildetes Ackerwinde ist ein Teil, der sich mit durch die Geschichten der zwei Frauen zieht, um die das Buch geht.
Zwei Frauen, Ada und Penny, die mit Traurigkeit, Glück, Hoffnung, Mut, Zuversicht und Liebe zu tun haben. Der Dreh- und Angelpunkt ist die Bootsstrasse in Seattle am Lake.
Ada trauert seit 2 Jahren um ihre große Liebe und ihre Tochter und flieht aus New York.
Penny ist traurig in ihrer Ehe. Sie fühlt sich vernachlässigt und wünscht sich ein Kind.
Beiden Frauen werden immer alleinige Kapitel gewidmet. Die beiden Frauen leben dort im Abstand von 50 Jahren und haben sich nie kennengelernt.
Du erfährst, wie die beiden Frauen auf ihre eigene Art und Weise damit umgehen und wie sich trotzdem Ihre Wege kreuzen. Haben sie ein Happy End? Das verrate ich nicht.
Das Buch ist absolut, stimmig und super geschrieben. Es wird nicht mein letztes Buch von Sarah Jio sein.
Eins verrate ich allerdings doch. Ihr bekommt Lust zu backen.Von mir bekommt das Buch 5 ⭐️
- Robert R. McCammon
MATTHEW CORBETT und die Jagd nach Mister Slaughter
(19)Aktuelle Rezension von: Simone_081"Robert McCammon has done it again!" - "Matthew Corbett und die Jagd nach Mister Slaughter" ist wieder ein packender historischer Krimi-/Abenteuerroman.
Diesmal geht es weniger um eine Ermittlung, sondern darum, dass Matthew und Greathouse einen sehr gefährlichen Gefangenen nach New York bringen müssen. Natürlich geht das schief und Mister Slaughter entkommt. Was folgt ist eine Jagd, die es in sich hat. Unterwegs begegnet Matthew Corbett einigen Gefährten, die ihn begleiten und dabei helfen, Mister Slaughter dingfest zu machen.
Wie immer bei den Matthew Corbett-Romanen lässt sich Robert McCammon Zeit, seine Geschichte zu enthalten. Der Leser ist nicht nach den ersten zehn Seiten in der Handlung, wie das bei anderen Romanen der Fall ist; die Exposition ist recht lang, und es dauert eine Weile, bis die Haupthandlung beginnt. Man braucht also durchaus einen etwas längeren Atem, aber es lohnt sich, denn die Geschichte ist spannend, komplex und sehr gut ausgedacht.
Nur ist der Fall diesmal leider sehr brutal ausgefallen. Man muss sich mit gequälten Tieren, brutal abgeschlachteten Familien und alten, ermordeten Leuten auseinandersetzen. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Gemüter. Ich hätte mir zwar ein wenig mehr Zurückhaltung gewünscht, kann die Gewalt aber auch nachvollziehen, denn sie passt irgendwie zur Geschichte.
Ein absolut lohnendes Buch und für Fans sowieso ein Muss, für das man aber auch manchmal Durchhaltevermögen und einen starken Magen braucht. - Andrea Camilleri
Die Tage des Zweifels
(36)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Es regnet in Strömen und die Straßen von Vigata werden überschwemmt. Alles steht still, nichts geht mehr. Während des Verkehrschaos lernt Montalbano die junge Vanna kennen. Die sympathische junge Frau lässt sich auf den Commissario ein und der hilft ihr zum Ziel. Sie will ihre etwas sonderliche Tante besuchen.
Die versucht gerade mit ihrer riesigen Yacht in dem kleinen Hafen einzulaufen. Doch auch hier macht dem Luxusschiff das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Während mittlerweile selbst das Kommissariat, ganz im Sinne von Montalbano, unter Wasser steht, lässt er es sich zuhause bei Sturm und Regen gut gehen.
Tags darauf treibt eine ziemlich verunstaltete Leiche in einem Schlauchbot im Hafenbecken. Die junge Chefin der Hafenkommendatur Laura verdreht Salvo so schnell den Kopf, dass der sich kauf zu wehren weiß.
Als eine weitere Luxusyacht in dem kleinen Hafen auftaucht und das Ergebnis der Obduktion des Toten mehr Fragen als Antworten vorweist, merkt Salvo, dass er gehörig an der Nase herumgeführt wurde.
Er hat Lunte gerochen und dass dürfen dann Fazio, Gallo und Catarella ausbaden. Doch diesesmal treibt es Salvo ein wenig zu weit…
Natürlich ein Muss für alle Camilleri-Liebhaber.
Andrea Camilleri versetzt Salvo Montalbano in einen gehörigen Zwiespalt. Laura oder Livia, das ist hier die allentscheidende Frage!























