Bücher mit dem Tag "handke"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "handke" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Der Sprachverführer (ISBN: 9783423346993)
    Thomas Steinfeld

    Der Sprachverführer

     (15)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Dieses wunderbare Buch des Literaturkritikers der Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld, löst tatsächlich das ein, was es zu sein vorgibt: es verführt seinen Leser. Es ist ein Buch über die Schönheit der deutschen Sprache und ein Buch über das Schreiben. Seine Schwierigkeiten und die Befriedigung, die es dem verschafft, der sie so benutzt und anwendet, dass ihr wunderbarer Reichtum geborgen und gezeigt werden kann. Er wählt mit seinen Annäherungen den naheliegenden Zugang zu den Schriftstellern der letzten 200 Jahre. Sie sind es, die ihm das Anschauungsmaterial liefern für eine Stilkunde, die die Ausdruckskraft und die Lebendigkeit unserer Sprache lobpreist, gegen alle Versuche und Tendenzen, sie zu verhunzen und zu verflachen. Für alle Menschen, die gerne lesen, für alle, die gerne schreiben, auch Rezensionen, ist dieses Buch ein wahre Fundgrube von Sprachschätzen. Der Verlag schreibt auf der Umschlagseite: "Wer dieses Buch gelesen hat, wird in Zukunft vielleicht ein bisschen genauer lesen und ein bisschen besser schreiben." Und er zitiert den Autor: "Schön ist die Sprache immer dann, wenn man einen Menschen in ihr wahrnimmt." Ja, so ist es.
  2. Cover des Buches Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (ISBN: 9783518423189)
    Peter Handke

    Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

     (137)
    Aktuelle Rezension von: VickyGmuend

    Viele Menschen, die sich am Menschen Peter Handke und seinen Aussagen stoßen, verschmähen die Bücher des Neo-Nobelpreisträgers. Auch ich stoße mich an seiner Haltung aber ungeachtet dessen sind seine Werke große Literatur und das vorliegende ist sein größtes. Nie wurde bis dahin oder seitdem eine Psychose direkter und subtiler geschildert. Dass kann man mögen oder nicht mögen aber verkennen darf man es nicht. Diese subtile Ebene ist gewollt, sie macht Handkes Genialität aus und ich kann Einsteigern die das Werk des Nobelpreisträgers kennenlernen wollen dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

  3. Cover des Buches Die Kleine Bijou (ISBN: 9783446248762)
    Patrick Modiano

    Die Kleine Bijou

     (25)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Thérèse, eine junge knapp 19-jährige Frau, begegnet in der Pariser Metro einer Frau, die sie als ihre in Marrokko verschollene Mutter zu erkennen glaubt. Dieser Frau im gelben Mantel folgt sie einige Tage. Immer mit der Absicht sie einmal anzusprechen. Mit dieser Frau werden Kindheitserinnerungen wach, die Thérèse in einer alten Keksdose mit alten Fotos und einem Vormerk- und Adressenheft bewahrt. Aber ist diese Frau wirklich ihre Mutter – oder geht es hier um etwas ganz anderes?

    Die Frage habe ich mir beim Lesen der kleinen Geschichte auch gestellt. Und ja, es geht allein um Thérèse. Und nur um sie. Um ihre Suche nach sich selbst. Sie, die sich mit verschiedenen Halbtagsjobs und als Kindermädchen ihren Lebensunterhalt verdient, lerne ich durch ihre Gedanken und ihre Streifzüge durch Paris immer näher kennen. Ihr, die nie die Liebe ihrer Eltern erfahren hat, die nie in einer Gemeinschaft gelebt hat, begegnen hier Menschen, die sie ernst nehmen, die sich Zeit für sie nehmen und denen sie sich öffnen könnte. Oder aber die Familie, wo sie als Kindermädchen angestellt ist, die sich nicht um ihre Tochter kümmern und so Thérèse immer an sich selbst und ihre Kindheit erinnert wird. 

    Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich wäre noch stundenlang mit Thérèse auf den Straßen und Gassen durch Paris gelaufen. Nur der Schluss, mit dem bin ich gar nicht zufrieden. Ihr Selbstmordversuch kam für mich zu spontan und ihr Erwachen in ein neues Leben auf der Frühchenstation in einem Pariser Krankenhaus zu abrupt. Da hätte ich mir mehr Erklärungen gewünscht. Aber sonst – top. 

  4. Cover des Buches Nachmittag eines Schriftstellers (ISBN: 9783518756447)
    Peter Handke

    Nachmittag eines Schriftstellers

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Die Stunde der wahren Empfindung (ISBN: 9783518756522)
    Peter Handke

    Die Stunde der wahren Empfindung

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Die Morawische Nacht (ISBN: 9783518754337)
    Peter Handke

    Die Morawische Nacht

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Literatur-Universum
    Die morawische Nacht ist ein äußerst authentisches und zutiefst einsichtiges Buch von Peter Handke. Die Reise des Hauptprotagonisten ist so ergriffen und breitgefächert geschildert, dass man kaum zweifelsfrei behaupten könnte, dass es nicht doch die Reise Handkes selbst ist.

    Die Geschichte beginnt auf dem Bootshaus des Ex-Autors. Sechs Freunde besuchen ihn, und er beginnt auf diesem Boot seine Geschichte zu erzählen. Oder expliziter ausgedrückt: seine Flucht. Denn nichts anderes war jene Reise, die er angetreten hatte.
    Flucht vor was? Vor wem? Seiner Todfeindin? Diese, die ihm ständig folgt und ihren Hass durch Briefe und tote Tiere vor die Türe legt? Anscheinend. Sie ist, laut dem Ex-Autor, die Einzige, die übrig geblieben ist, von all seinen Hassern.
    Die Rundreise führte den Ex-Autor nach Numanica, nach Kärnten und in den Südharz. Sie beginnt jedoch im Balkan. In einer Enklave. Hierbei beschreibt er wie sie von Steinen beworfen werden. Von Kindern. Der alte Hass, der alte nie vergessene Zeitgeist der Balkanleute.

    In weiterer Folge nimmt uns der Ex-Autor nicht nur auf eine Entdeckungsreise mit, sondern viel mehr auch in seine eigene Gefühlswelt. Die Gedanken einer Welt, Forderungen nicht entsprechen zu müssen. Erkannt zu werden, obwohl es Zeiten gab, an denen das Erkanntwerden ihn extrem gestört hatten und letztendlich auch zum alten Haus von Ferdinand Raimund, dessen Geist er spürt und dem er verrät, dass sie gleich seien, beide glauben sie nicht an das Böse, deswegen seien sie immer Verlierer gewesen, denn das Böse regiert die Welt.

    All dies ist typisch für Handke, eingehüllt in Wortspielereien, die tief ans Herz gehen. Es ist eine Befreiung seines Geistes. Ein Buch, welches man jedem empfehlen kann. Ob Handke Liebhaber oder nicht. Ein Einstieg in die Literatur Handkes. Ein Bild einer Welt. Ein Laufsteg durch Erinnerungen. Das mit großem Abstand größte Meisterwerk von Peter Handke. Er selbst sagte zu diesem Buch, dass ihm endlich ein eigenes Buch vorliege, welches er jemandem empfehlen kann zu lesen.
  7. Cover des Buches Kali (ISBN: 9783518756362)
    Peter Handke

    Kali

     (10)
    Aktuelle Rezension von: MyriamErich

    Der Roman "Kali. Eine Vorwintergeschichte" wurde von dem österreichischen Autor Peter Handke verfasst. Im Vordergrund steht eine Sängerin, die eine geheimnisvolle Welt hinter einem Fluss im sog. "Handke-Land" in einem Salzbergwerk entdeckt. In diesem Salzbergwerk leben Flüchtlinge und Überlebende des Dritten Weltkriegs.

    Peter Handkes Werk kann als großes Meisterwerk erachtet werden. Es ist ein virtuoses Spiel mit Widersprüchen, Zeichen, Wundern und Motiven aus dem Hinduismus. Darüber hinaus verwendet der Autor auch Elemente aus der Bibel. Er verfügt über eine tiefgreifende Ironie im poetischen Verfahren.

    In einer lyrischen Manier und erratisch schwebenden Sätzen beschreibt Handke eine wunderbare Welt, in welche er auch Handlungen aus Märchen überträgt. Der Roman ist wenig detailreich geschrieben.

    Somit verleitet er den Leser dazu, eigene Gedankengänge zu gehen, da die Figuren ebenso schemenhaft gezeichnet sin, wie Zeit und Ort der Handlung. Auch legt Handke keine Deutung fest. So könnte der Titel "Kali" ein Symbol bzw. der Name für das Salzbergwerk sein. Des Weiteren könnte man die These aufstellen, ob es sich beim Dritten Weltkrieg um einen atomaren Krieg handelt, denn Salz schützt vor atomaren Strahlungen.

    In seinem Roman vermischt der Autor verschiedene Zeiten. Die Geschichte des "Turm zu Babel"wird hier in Relation mit der heutigen Globalisierung gebracht, weshalb der Roman an Aktualität gewinnt. Zusätzlich werden Alltagssituationen aus den Kindertagen des Autors in die Märchenwelt entrückt. Somit beschreibt Peter Handke eine märchenhafte und zugleich apokalyptische Welt.

    Leider wird der Leser an manchen Stellen in Verwirrung gebracht, da die Geschichte sehr verästelt und schemenhaft umrissen wird. Außerdem wird keine Spannung erzeugt, weshalb manche Sequenzen ein wenig langatmig sind.

    Dennoch ist Peter Handkes Roman sehr interessant, schon allein aufgrund seiner Aktualität.

  8. Cover des Buches Don Juan (erzählt von ihm selbst) (ISBN: 9783518756225)
    Peter Handke

    Don Juan (erzählt von ihm selbst)

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Lax
    Die alte Legende um Don Juan wird von Peter Handke neu interpretiert. Die Geschichte fliegt leicht dahin, sprüht mit witzigen Anekdoten, doch manchmal verflacht die Erzählung. Nah einer Klosterruine im Norden Frankreichs lebte ein Koch in einer Herberge, die schon lange keine Gäste mehr gesehen hatte. Doch eines Tages purzelte unvermittelt der Frauenheld Don Juan – der Echte - in diese Abgeschiedenheit. Für eine Woche bleibt er Gast des Etablissements und erfreut den Gastgeber mit seinen Geschichten. Jeden Tag wurde von einer anderen Frau in einem anderen Land berichtet. „...seine Geschichte erzählte sich ohne irgendwelche pikanten Einzelheiten.“ Peter Handkes Erzählung beginnt leicht und locker, erfreut mit sprachlicher Raffinesse und erheiternden Anekdoten, doch manchmal stellt sich etwas Langeweile ein. Vielleicht sind es grad' die fehlenden pikanten Details, die doch der Leser erwartet bei ihm Don Juan, dem Liebhaber oder ist es doch eher die Sprache der Geschichte, die Aufmerksamkeit erfordert? Jedenfalls nach weniger als zweihundert Seiten ist Don Juans Geschichte schon vorbei. Nein, es ist keine fiktionale Geschichte. Es ist Don Juan selber, der echte, der wahre, der da spricht. Niemals war er der Verführer, wie es ihm so oft nachgesagt wurde/wird. Immer waren es die Frauen, die ihm folgten, ja regelrecht verfolgten. „Don Juans Macht kam von seinen Augen.“ Die Gestalt des Don Juan oder Don Giovanni geht auf eine alte Sage zurück. Im siebzehnten Jahrhundert wurde sie das erste Mal durch den Spanier Tirso de Molina literarisch verarbeitet. El burlador de Sevilla. Hiernach folgten unzählige Romane von verschiedenen Autoren, die sich des Themas bedienten. Sehr bekannt wurde Don Giovanni auch durch die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Peter Handke ist ein Österreichischer Schriftsteller, der bereits seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts die ersten schriftstellerischen Werke veröffentlicht hatte. Viele seiner Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet.

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