Bücher mit dem Tag "hanser"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hanser" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.413)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Die kleine Geschichte der Philosophie war an sich sehr interessant, aber teilweise sehr verrückt.

    Ich finde das Buch sehr gut wenn man sich einen Überblick der Geschichte und Theorien der Philosophie schaffen möchte und das ganze ist mit einer wirklich überraschende Story verpackt. 

    Obwohl ich nicht immer Sofies Gedankengänge und Vertrautheit nachvollziehen konnte, mochte ich sie sehr gerne.


    Das Buch ist eine Leseempfehlung für alle die etwas zum Nachdenken brauchen oder mal ihre graue Gehirnzellen anstrengen wollen.

  2. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.588)
    Aktuelle Rezension von: tediousKimi

    Mein erstes Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe wurde John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Ich persönlich habe das Buch aus Neugierde und wegen dem Hype um die gesamte Geschichte gekauft und wollte mich selbst überzeugen. 

    Dabei kann ich sagen, dass ich absolut unvoreingenommen und ohne Kenntnisse über die Geschichte angefangen habe das Buch zu lesen, da ich mich selbst nicht Spoilern wollte.

    Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Greens Schreibstil passt zur Protagonistin und führt sehr zügig zum Ziel. Die Freundschaft zwischen den einzelnen Personen wird gut beleuchtet und insbesondere bei tragischen Ereignissen kommt man gar nicht drum herum, mitzufühlen. Auch die gewisse Kälte, die Hazel mitbringt, ist durchaus berechtigt.

    Insgesamt würde ich das Buch jedem empfehlen, der nach einer gut durchdachten und ernsthafteren Geschichte sucht.

  3. Cover des Buches Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (ISBN: 9783446259034)
    John Green

    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

     (611)
    Aktuelle Rezension von: 66jojo

    Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken” ist anders und irgendwie trotzdem ähnlich zu den anderen Bücher, die John Green bisher geschrieben hat. Zum ersten Mal ist mir klar geworden, dass ich älter als die Protagonistin in einem Jugendbuch bin und viele Erfahrungen, Entwicklungen und Momente schon erlebt habe. Tatsächlich hat mich das geschockt und die Geschichte auch nochmals anders wahrnehmen lassen. Aza ist eine spezielle Protagonistin, ihre Zwangsstörung anstrengend mitzuverfolgen und die Geschichte rund um die Suche nach dem Miliardär soll zwar die Haupthandlung sein, aber eigentlich geht es doch mehr um den Kampf gegen die eigenen Gedanken, die erste Liebe und Freundschaft.

    John Green schafft es uns ein paar besondere Einblicke in Azas Gedankenwelt zu geben und die Geschichte wird, wie es sich für den Autor gehört, auch immer wieder philosophisch und regt zum Nachdenken an. Letzten Endes ist das Buch für mich jedoch mehr eine nette Unterhaltung mit einigen spannenden Momenten und einer Protagonistin, für die ich mir gewünscht habe, dass sie es schafft, aus dieser Gedankenspirale rauszukommen. Wirklich emotional berührt oder nachhaltig beeindruckt hat mich das Buch nicht, aber ich kann es für Fans von John Green trotzdem empfehlen und vergebe 3.5 von 5 Sterne für “Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken”.

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  4. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783446253865)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (300)
    Aktuelle Rezension von: Dajobama

    Die Terranauten – T.C.Boyle 

    „Nichts rein, nichts raus. Vier Männer, vier Frauen. Neue Welten, neues Leben.“ Das sind die Mantras der Crew von Ecosphere 2.

    Acht Menschen, die in einer überdimensionalen Glaskuppel eine neue Welt aufbauen sollen. Es soll versucht werden, in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Dieser Roman basiert auf realen Begebenheiten. Ein entsprechendes Experiment gab es tatsächlich. Aufgezogen wie eine Reality-Show, sind die Kandidaten ständig unter Beobachtung, dennoch auf sich selbst gestellt. Der Medien-Rummel ist riesig. Big Brother is watching you. 

    Wie ich finde, eine total spannende Ausgangssituation, die der Autor auf eine recht spezielle Weise weiterentwickelt. 

    Nun ja, die Protagonisten, drinnen wie draußen sind allesamt keine Sympathieträger. Alle arbeiten auf das gleiche Ziel hin: der Einschluss, der zwei Jahre dauern soll, darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Darüber hinaus sind sie alle keine Teamplayer. Da wird von Anfang an sehr viel geschauspielert, nach außen hin, versteht sich. Im Inneren der Kuppel werden sehr bald erste Risse in der Gemeinschaft sichtbar. 

    Erzählt wird das Ganze aus drei Perspektiven: Ramsay und Dawn, beide in der Glaskuppel, und Linda, neidisch und missgünstig von außen. Sie verkörpert das voyeuristische Element, das teilweise recht stark ausgeprägt ist. 

    4 Männer, 4 Frauen. Eigentlich ist klar, wohin das führen wird. Insbesondere der Schönling Ramsay überlegt bereits im Vorfeld, welche der zur Verfügung stehenden Frauen er gerne beglücken würde. Und nun ist es tatsächlich so, dass im Verlauf des Romans, die technischen, biologischen etc. Details dieser besonderen Mission etwas in den Hintergrund geraten. Boyle zieht es vor, sich auf die zwischenmenschliche Schiene des Unternehmens zu konzentrieren. Und das bedeutet: sehr viele Oberflächlichkeiten und noch mehr Sex. Nun steht es bereits im Klappentext und ist somit kein Geheimnis, dass Ramsay es fertig bringt, seine Auserwählte Dawn zu schwängern. Ich erwähne das deshalb, weil es tatsächlich über weite Teile das beherrschende Thema dieses Buches ist. Die Frage stellt sich: kann die Mission fortgesetzt werden? 

    Stellenweise war ich bei der Lektüre dieses Romans etwas irritiert, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Mehr Fokussierung auf die naturwissenschaftlichen Fakten, das eigentliche Ziel. Das hier erinnert oftmals an eine schlechte Daily Soap. Boyle versteht, es seine Leser zu fesseln. Wenn auch zumindest oberflächlich betrachtet auf billige, voyeuristische Weise. Aber bei näherer Betrachtung: ist es nicht das Wesen des Menschen, all die Streitereien und Missgünste, Machtkämpfe, Rivalitäten, die letztendlich über unser Überleben auf welchem Planeten auch immer entscheiden? Sind diese zwischenmenschlichen Differenzen nicht ebenso wichtig wie Ackerbau etc.? 

    Dieser Roman wirkte provokativ auf mich, konnte mich aber trotzdem absolut fesseln. Ich flog nur so durch die Seiten, fühlte mich aber immer wieder an Trash-TV erinnert. Die eigentliche tiefsinnige Aussage hat Boyle sehr gut hinter Eitelkeiten und Sex versteckt: Wenn der Mensch sich auf der Erde schon zerfleischt, wird er das überall sonst früher oder später ebenso machen. 

    Im Nachgang sehr beeindruckend: 4 Sterne

  5. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Park und Eleanor könnten unterschiedlicher nicht sein, sie sitzen jeden Tag zusammen im Schulbus und mit der Zeit fangen sie an zu reden und sich besser kennen zu lernen, und da merken sie, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Es entwickelt sich eine Liebe zwischen den beiden, die aber nicht sein darf.

    Der Schreibstiel ist aus beiden sichten aber im Erzähler-Stil geschrieben, was zu Beginn etwas verwirrend war, leider gab diese Art nicht so eine Nähe zu den Protagonisten wie ich es mit der ich perspektive gewohnt bin. Trotzdem konnte ich relativ schnell in die Geschichte eintauchen, beide Protagonisten sind etwas eigen und das hat mir gut gefallen, langsam nerven mich die perfekten Protagonisten der Bücher…

    Eleanor zieht sich an wie ein Junge, hat wirres krauses rotes Haar, ist gross und kurvig. Park ist sehr ruhig, intelligent liest seine Comics und dank seiner asiatischen Wurzeln sehr fein gebaut. Es war interessant, wie sich die beiden selbst und den gegenüber wahrgenommen haben, und wie sich dies mit den wachsenden Gefühlen auch verändert hat. Das Buch ist eher ruhig gehalten, man bekommt auch Einblicke in gewöhnliche Situationen im Leben die einem aber ein gutes Gefühl der Lebenslage der beiden übermittelt.   

    Es ist eine zarte und schöne Liebesgeschichte über die erste Liebe, die Unsicherheit und gefühlvolle Welt die man nur als Jugendlicher erfahren kann, wenn einem alles noch so dramatisch vorkommt. Den Schluss fand ich zu einem Punkt in Ordnung, zum anderen dachte ich es muss doch noch ein Epilog geben oder so…Trotzdem ein gutes Buch und ein passendes Ende. 

    Für die, die eine etwas andere und unschuldige Liebesgeschichte mit nicht 08.15 Protagonisten suchen. 

  6. Cover des Buches To All the Boys I've Loved Before (ISBN: 9781481417754)
    Jenny Han

    To All the Boys I've Loved Before

     (232)
    Aktuelle Rezension von: Frieda2910

    Immer wennn Lara Jean Liebeskummer hat, schreibt sie einen Brief und legt diesen in ihre Hutschachtel. Eines Tages ist die Schachtel leer und alle Jungen haben ihren Brief erhalten. Lara Jeans Leben gerät völlig außer Kontrolle. 

    Ein sehr witiges und schönes Buch, was schnell gelesen ist. Mich hat es von Anfang an sehr begeistert.

  7. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (280)
    Aktuelle Rezension von: JayLaFleur

    Meinung

    Was ich anfänglich als ein großartiges Stück Literatur gehalten habe, hat sich am Ende leider als zäher Roman mit großer Emotionslosigkeit entpuppt…


    Der Einstieg in die Geschichte um unsere Protagonistin Cora war alles andere als leicht. Es war brutal, beängstigend, dem Leser wird knallhart die Wahrheit der Sklavenarbeit vor Augen geführt. Der Autor Colson Whitehead beschönigt nichts über den Alltag eines Sklaven und der Arbeit auf einer Baumwollplantage. 

    Und doch ist dort ein Hoffnungsschimmer, der ganz hell in Cora scheint und aufkeimt, als Caesar  (ein weiterer Sklave auf der Plantage) ihr von der Organisation Underground Railroad erzählt. Als Leserin konnte ich die Hoffnung von Cora spüren. Aber ab hier beginnt leider die Talfahrt der Geschichte für mich… 


    So unglaublich fesselnd der Anfang auch war, leider wurde die Geschichte mit der Zeit immer langatmiger, langweiliger und ein Stück weit auch unglaubwürdiger. Wie viel Glück kann Cora denn haben auf ihrer Flucht durch die Staaten? Und wieso wiegt sie sich so lange an ein und demselben Ort in Sicherheit? Wieso ist sie nicht weitsichtiger und flieht weiter, als sie mehrmals die Chance dazu hatte? 


    Die Thematik in „Underground Railroad“ ist super interessant. Viele Leute wissen nicht, dass die Organisation in Amerika von 1780 bis 1862 tatsächlich bestand. Es war ein Schleuser- und Fluchthilfenetzwerk für Sklaven. Damals haben sich viele US-Bürger für schwarze Menschen und ihre Rechte eingesetzt - damals ein extrem gefährliches, aber sehr mutiges Unterfangen!

    Was ich an dem Roman interessant finde: Colson Whitehead hat die Underground Railroad als  tatsächliche Untergrundbahn für Geflüchtete beschrieben. Sprichwörtlich also ist es ein Netzwerk im Untergrund. 


    Den Erzählstil von Colson Whitehead mag ich dagegen sehr gerne. Ich mochte es, dass er Cora’s Geschichte recht nüchtern und mit großer Distanziertheit beschrieben hat. Das gab mir als Leserin oftmals die Chance, zwischen den Gräueltaten, den Morden und der Diskriminierung aufzuatmen. Allerdings hätte ich mir definitiv mehr Emotionen gewünscht. Wie kann eine Frau so gefühllos von ihrer eigenen Vergewaltigung berichten und daraus ohne Schaden herausgehen? Zumindest habe ich nichts hiervon lesen können, auch nicht zwischen den Zeilen… 



    Fazit

    Alleine die Thematik der Sklaverei, des Abolitionismus und der realen Organisation Underground Railroad macht den Roman lesenswert. Auch, wenn die Geschichte an Fahrt verliert - es ist ein wichtiges Stück Geschichte, über die Colson Whitehead geschrieben hat. Bei aller Kritik dürfen wir, die Leser, nicht vergessen, dass es dieses dunkle Zeitalter wirklich gab. Ich vergebe schweren Herzens nur drei Sterne an „Underground Railroad“. 


  8. Cover des Buches Die stummen Wächter von Lockwood Manor (ISBN: 9783446266001)
    Jane Healey

    Die stummen Wächter von Lockwood Manor

     (77)
    Aktuelle Rezension von: ann-marie

    Wie magisch angezogen von dem Cover und der kurzen Inhaltsangabe habe ich mich liebend gerne von der Autorin Jane Healey zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nach Lockwood Manor entführen lassen, um dem Geheimnis, das sich hinter den sehr in die Jahre gekommenen Mauern dieses Anwesens verbirgt, auf die Spur zu kommen. Dazu begleite ich Hetty Cartwright, zuständig im Natural History Museum für die Säugetiersammlung auf ihrem Weg, diese Sammlung auf Lockwood Manor vor den heranziehenden Kriegsgefahren in Sicherheit zu bringen. Ich lerne den recht arroganten, ja, fast schon als despotisch zu bezeichnenden Hausherrn Lord Lockwood und seine sehr sensible Tochter Lucy, die noch sehr unter dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter und Großmutter leidet, kennen. Mit dem Einzug von Hetty und ihren (ausgestopften) Tieren stellen sich nicht nur merkwürdige, unerklärliche, geheimnisvolle und mysteriöse Ereignisse ein, auch die lang verborgenen Geheimnisse von Lockwood Manor gelangen endlich ans Licht des Tages.

    Die Geschichte von Lockwood Manor wird aus der Sicht von zwei zunächst unterschiedlichen Frauen in der Ich-Form erzählt: Lucy und Hetty. Nach und nach offenbart sich eine wichtige Gemeinsamkeit, die sie trotz unterschiedlicher Herkunft verbindet und zur Freundschaft führt. Die Darstellung dieser beiden Charaktere sprechen mich zunächst recht gut an, doch mich mit ihnen zu identifizieren gelingt mir nie. Im Laufe der Geschichte verliere ich zunehmend „den Draht“ zu Hetty und Lucy, sie nehmen mich einfach nicht gefangen und ich verstehe sie irgendwann einfach nicht mehr. Beim Lesen musste ich zunehmend feststellen, dass sich ein Gefühl der Distanzierung einstellte. Das, was mir bei diesen beiden Frauen zu Beginn der Geschichte noch gelingt, entfaltet sich mir in der Figur des Lords in keinster Weise. Auch die erwartete spannungsgeladene Geschichte um die stummen Wächter von Lockwood Manor erschließt sich mir leider nirgends. Bemüht, eine solche Atmosphäre vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen, gelingt der Autorin dies zumindest mir gegenüber durch die mehr oder weniger als sehr konstruiert wirkende Darstellung übersinnlicher Ereignisse und die sich ständig wiederholenden Szenen an keiner Stelle. Ebenso vermisst habe ich den historischen Aspekt in diesem Roman, da er zu Beginn des Zweiten Weltkriegs seinen Beginn nimmt. Der bedrohlichen Atmosphäre dieser Zeit wird kein Raum gegeben, findet kaum Erwähnung bzw. Berücksichtigung. 

    Auch wenn ich nun das Geheimnis der stummen Wächter von Lockwood Manor kenne, lässt mich deren Geschichte und Aufdeckung unerwartet enttäuscht den Roman zur Seite legen.

  9. Cover des Buches Good Night Stories for Rebel Girls (ISBN: 9783446256903)
    Elena Favilli

    Good Night Stories for Rebel Girls

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwandlerin

    ÜBER DAS BUCH

    Frauen sind still, brav und angepasst? In einer (besordniserregenden!) Menge von Büchern vielleicht schon, aber gewiss nicht in diesem.

    Im Buch werden 100 Frauen vorgestellt, die sich nicht mit der Rolle begnügen wollten, welche die Gesellschaft ihnen vorgegeben hat. Ob als Künstlerin, Bürgerrechtsaktivistin oder Piratin - die Frauen, die in diesem Buch auf je einer Text- und Bildseite vorgestellt werden, haben ihr Schicksal in die eigene Hand genommen.

    Der Schreibstil ist daher eher erzählerisch/märchenhaft - das Buch ist also kein Lexikon, sondern eine Art lose Sammlung inspirierender Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen.


    MEINE MEINUNG

    Auch als Erwachsene ist das Buch spannend, unterhaltsam und inspirierend. Von vielen der Frauen hatte ich vorher noch nie gehört - und habe auch im Nachgang durch zusätzliche Recherchen noch einiges gelernt. Das Buch weckt auf jeden Fall Neugierde!

    Der Schreibstil ist anschaulich und kindgerecht, ohne dass auf Fachwörtern oder Jahreszahlen herumgeritten wird. Der historische Kontext wird so umrissen, dass auch für Kinder ohne viel historisches Vorwissen verständlich ist, was die Herausforderung war, der sich die jeweilige Frau entgegengestellt hat. Die bunten Bilder - von verschiedenen Künstlerinnen weltweit gestaltet - machen die Geschichten noch anschaulicher. 

    Auch wenn das Buch "...for rebel girls" heißt, finde ich es nicht nur auch für Erwachsene spannend sondern definitiv auch für Jungs!! Die Ansprache und Aufmachung ist in keiner Weise "gegendert".

    In einigen Rezensionen wird die Auswahl der Frauen kritisiert. Im Buch werden nämlich Frauen vorgestellt, die dafür gekämpft haben, ihren eigenen und von ihnen selber gestalteten Weg zu gehen - sei er nun moralisch vorbildhaft (z.B. berühmte Ärztinnen) oder moralisch sehr zweifelhaft (z.B. mächtige Piratinnen). Ich verstehe die Kritik, finde diese Auswahl aber durchaus konsequent. Es geht im Buch darum zu zeigen, dass Frauen/Mädchen eben nicht nur angepasst und lieb sind. Und das bedeutet eben auch, dass sie genau wie Männer nicht nur durch "Gutes-Tun" berühmt werden können, sondern auch, indem sie Macht, Reichtümer oder kriegerische Fähigkeiten erlangen. Mit einem Kind würde ich dennoch die Implikationen von dieser Art des Ruhms kritisch diskutieren. 


    Insgesamt bleibt es aber ein inspirierendes Buch für Jung und Alt, Mädchen wie Jungs, das einem lautstark sagt: Egal, was dein Ausgangspunkt im Leben ist, du kannst deinen Weg finden; du kannst Dinge verändern; du kannst deine Träume verwirklichen; du kannst Einfluss nehmen auf dein Schicksal und das Schicksal anderer. 

    Und für diese Borschaft lohnt sich das Lesen allemal, finde ich.


  10. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (234)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Als Theo von seiner Tante auf einer Reise zu den Religionen der Welt mitgenommen wird, kann er sich noch nicht vorstellen was auf ihn zukommt. Er entdeckt die Religionen von allen Seiten und macht sich sein ganz spezielles Bild von ihnen.

    Dieses Buch ist eigentlich ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch, aber es zeigt wunderbar die Aspekte der größeren Religionen auf und dies in einer relativ neutralen und kritischen Sichtweise. Ich finde dieses Buch sollte jeder lesen, der seinen Horizont erweitern möchte.

    Tante Marthe und Theo sind ein sehr lustiges Paar. Tante Marthe bewundere ich sehr, da sie den Mut hat, einen sterbenskranken Jungen mit auf so eine anstrengende Reise zu nehmen und sie die Geduld aufbringt ihm alles so gut sie kann zu erklären, was Theo wissen will beziehungsweise sie für wichtig erachtet.
    Sehr spannend fand ich auch die Reisebegleiter, die sich jede Etappe ändern, diese konnten unterschiedlicher nicht sein.

    Eine klare Leseempfehlung für jeden der sich mehr mit den verschiedenen Weltreligionen beschäftigen will.

  11. Cover des Buches Miracle Creek (ISBN: 9783446266308)
    Angie Kim

    Miracle Creek

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe

    Der kleine Ort Miracle Creek wird zum Schauplatz eines tragischen Unglücks: Eine in einer Scheune aufgestellte Druckkammer, in der Behandlungen mit reinem Sauerstoff durchgeführt werden, explodiert und ein achtjähriger autistischer Junge sowie eine Mutter von fünf Kindern sterben. Doch was zunächst wie ein Unglück aussieht, stellt sich als Verbrechen heraus. Die Mutter des Achtjährigen soll ein Feuer gelegt haben, das die Ursache für die Explosion war. Alle Indizien sprechen gegen sie und auch ihr Verhalten vor Gericht entkräftet diesen Verdacht nicht.

    Erzählt wird die Geschichte, ausgehend von der dreitägigen Gerichtsverhandlung, aus Sicht verschiedener Betroffener, sodass nach und nach Wahrheiten ans Licht kommen, die das Geschehene jeweils in ein völlig anderes Licht rücken. Obwohl ich vergleichsweise früh vermutete, wer für Alles verantwortlich zu machen ist, verursachte jeder neue Perspektivwechsel auch neue Zweifel. Wirklich gut gemacht!

    Doch dieses Buch ist nicht nur ein einfacher Krimi, der sich um die Frage nach dem oder der Schuldigen dreht, obwohl dieser Fall sicherlich seitenfüllend genug gewesen wäre. Angie Kim, die Autorin, greift Themen auf, die nicht nur aktuell sondern auch eher unschicklich sind und über die man sonst lieber schweigt. Es geht um Rassismus gegenüber und unter Einwanderern sowie um behinderte Kinder bzw. deren Mütter, die bei der Betreuung schier Unmenschliches leisten. Dass Angie Kim damit ihre eigenen Erfahrungen gemacht hat, wie sie in verschiedenen Interviews mitteilte, merkt man dem Buch an, wie ich finde.

    Schwerpunkt der Geschichte ist die Mutter (Eltern) – Kind – Beziehung, wobei es hier hauptsächlich um Kinder mit teils schwersten Behinderungen geht. Während die Einen versuchen, ihrem behindertem Kind mit Disziplin und Strenge zu einem besseren Leben zu verhelfen und alles, wirklich alles probieren, versuchen die Anderen es mit größerer Lockerheit. Was sie jedoch verbindet, ist, dass sie ihr eigenes Leben aufgeben und es voll und ganz in den ‚Dienst‘ ihrer Kinder stellen – ob diese nun gesund sind oder nicht. Es wird als Selbstverständlichkeit angesehen, aber dass sie darüber zeitweise (ver)zweifeln, Gedanken hegen, die man besser nicht ausspricht – darüber redet man lieber nicht miteinander. Tut man es doch, kann man schnell in Teufels Küche kommen.

    Eine richtig tolle Lektüre, die nicht nur spannend ist, sondern auch einen Einblick in andere Welten verschafft.

  12. Cover des Buches Septimus Heap - Magyk (ISBN: 9783423623278)
    Angie Sage

    Septimus Heap - Magyk

     (497)
    Aktuelle Rezension von: Jujuliebtihrebabe

    Septimus Heap ist der siebte Sohn eines siebten Sohnes und wächst zusammen mit seinen sieben Geschwistern bei seinen liebevollen Eltern auf. Er und seine sechs Brüder sind kleine Chaoten, seine Schwester das süßeste Mädchen, das es gibt. Er soll magische Fähigkeiten haben? Kaum denkbar. Eine wunderbare Geschichte für jung und alt. Ich habe sie sehr gerne gelesen und kann sie Fantasy Fans nur ans Herz legen. 

  13. Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9783446257009)
    Rainbow Rowell

    Fangirl

     (266)
    Aktuelle Rezension von: annika_hier

    Die Zwillinge Cath und Wren beginnen ihren neuen Lebensabschnitt am College. Dort trennen sich ihre Wege zum ersten Mal, sie teilen sich kein Zimmer mehr und entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen: Cath, die den Großteil ihrer Freizeit im Wohnheim verbringt um Fanfictions zu schreiben und Wren, die eine echte Draufgängerin ist und jede Facette des Collegelebens entdecken will.

    Ein Buch für alle Simon Snow Fans oder jene, die ihren Weg zusammen mit Cath finden möchten.

  14. Cover des Buches Auf Erden sind wir kurz grandios (ISBN: 9783446263895)
    Ocean Vuong

    Auf Erden sind wir kurz grandios

     (92)
    Aktuelle Rezension von: BabsyZ

    Von Natur aus bin ich eher skeptisch, wenn ein Buch so hoch gelobt wird, wie dieses, aber ich muss ehrlich sagen, es hat mich auch begeistert.

    Der Debütroman von Ocean Vuong ist ein Brief an seine Mutter – ein Brief, den sie nie lesen wird, denn sie ist Analphabetin. Eine Frau, die aus Vietnam nach Amerika kam, traumatisiert, gewalttätig, mit großen Träumen, die sich nicht erfüllen. Und der Sohn schreibt ihr von Erinnerungen, seine eigenen und die der Mutter, der Großmutter; von Vietnam im Krieg, vom eigenen Erwachsenwerden, der Entdeckung seiner Homosexualität, den Schlägen der Mutter, der Schizophrenie der Großmutter. Diese Erinnerungen kommen ungeordnet, sie brechen förmlich aus „Little Dog“, so wird der Junge genannt, heraus. 

    Und auch die Sprache ist ungeordnet – voll Poesie und dann wieder roh und direkt.

    Auf Erden sind wir kurz grandios ist ein trauriges, grausames, schönes, tief berührendes Buch, auf das man sich einlassen und dass man aushalten muss.

    Mein Fazit: unbedingt lesen!

  15. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (108)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Dass ich ein Buch abbreche kommt bei mir fast nie vor. In seltenen Fällen überspringe ich mal Seiten oder Kapitel, aber an sich bringe ich fast jedes Werk zu Ende. Und dann kam Rafik Schami mit seinem Kardinal, auch noch ein von Presse und Kritik hoch gelobtes Buch. Die Geschichte beginnt wie ein Krimi, doch irgendwann verzettelt sich der Autor so in seinen Erzählungen, dass er mich dabei verloren hat. Schade, denn von dem Buch hatte ich mir viel versprochen. 

    Dass Rafik Schami toll schreiben kann merkt man schon nach wenigen Seiten. Er hat einen sehr opulenten und bildhaften Stil, der mir an sich recht gut gefällt. Auch die kleinen Geschichten über Land, Menschen und Kultur fand ich toll. Der Rest des Buches ist mir aber mit zu vielen Belanglosigkeiten überladen, es fehlt ein roter Faden. Die Ermittlungen im Mordfall treten immer mehr in den Hintergrund und Schami verliert sich in Nebensächlichkeiten. Er schafft es, wirklich jede Kleinigkeit in seine Geschichte mit aufzunehmen. So beschreibet er, wann der Ermittler eine Toilettenpause macht, berichtet über belanglosen Smalltalk zweier Figuren oder lässt seine Charaktere umfangreich irgendwelche Gerüchte über die Cousine des Onkels eines Bekannten erzählen. Dazu kommen noch sich wiederholende Essgelage bei denen die Ermittler über alles mögliche Debattieren und sich doch stets im Kreis drehen. Auf mich wirkt das Buch so, als sollte zu viel hinein, es ist überladen an Ideen und Eindrücken des Autors und liest sich mühsam und zäh.


    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭

    Wen viele Ausschweifungen und wenig Handlung nicht stören, könnte gefallen am Buch finden. Mir war es nach gut 200 Seiten zu langweilig. 

  16. Cover des Buches Aller Anfang (ISBN: 9783552063952)
    J. Courtney Sullivan

    Aller Anfang

     (35)
    Aktuelle Rezension von: zeitfuerbuecher

    Bree, Celia, April und Sally lernen sich im ersten Jahr im Smith College, einer der letzten Frauenunis in den USA, kennen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können werden sie unzertrennlich. Ein paar Jahre nach dem Collegeabschluss sehen sich die vier bei der Hochzeit von Sally wieder. Während Sally heiratet und ein Kind erwartet, stürzt sich April in berufliche Abenteuer für ihre Chefin, eine bekannte Feministin. Celia lebt in New York ein wildes Single-Leben und Bree hat ihren Traum, Anwältin zu werden erfüllt und lebt mit ihrer College-Liebe zusammen an der Westküste. Doch Sally's Hochzeit ist ein Wendepunkt, die Freundinnen müssen sich eingestehen, dass jede sich seit dem College verändert hat. Ein großer Streit entbrannt zwischen den Freundinnen und es herrscht monatelang Funkstille. Und dann verschwindet April spurlos.  

    Der Roman von J. Courtney Sullivan handelt von Freundschaft, von Feminismus und dem Erwachsenwerden, von unterschiedlichen Lebensentwürfen und familiären Erwartungen. Erzählt wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der vier Freundinnen, teilweise im Rückblick und teilweise im hier und jetzt. Und so baut sich Stück für Stück die Geschichte dieser vier Frauen zusammen. Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, insbesondere die verschiedenen Charaktere und ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe fand ich interessant.

  17. Cover des Buches Der Sommer, als ich schön wurde (ISBN: 9783423625364)
    Jenny Han

    Der Sommer, als ich schön wurde

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover konnte mich leider überhaupt nicht begeistern - es ist einfach nicht mein Stil, obwohl es, wenn man alle Teile der Reihe nebeneinander legt, gar nicht so schlecht wirkt.

    Da ich aber schon viel gutes über diese Trilogie gehört habe und natürlich weitere Bücher der Autorin (bzw deren Verfilmungen) kenne, hat das Buch schließlich doch noch den Weg in mein Bücherregal gefunden.

    Der Schreibstil ist einfach wunderschön und meine anfänglichen Zweifel waren schnell verflogen.
    Ich konnte mich super in die Charaktere hineinversetzen, auch wenn mich ihre Taten und Gedanken manchmal schlichtweg aufgeregt haben. Das gehört aber denke ich bei einem guten Buch dazu.

    Auch der Inhalt konnte mich begeistern, sodass das Buch innerhalb weniger Tage gelesen war und ich mir schnellstens die beiden folgenden Teile geholt habe.

  18. Cover des Buches Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente (ISBN: 9783446258631)
    Peter Bognanni

    Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Tess Fowler, ein normales Teenager-Mädchen trifft auf einer Party auf Jonah, einen normalen Teenager-Jungen. Weil sie aus verschiedenen Bundesstaaten kommen, führen sie eine Art Fernbeziehung. Online. Aber nach 7 Monaten kommt keine Nachricht mehr von Jonah und Tess findet raus, das er Selbstmord begangen hat. Aus heiterem Himmel, ohne irgendwelche Anzeichen.

    Wir begleiten Tess während sie trauert, sich erinnert und versucht los zu lassen.

    Obwohl Jonah tot ist und es niemals lesen wird, schreibt Tess immer noch Nachrichten an seinen Facebook-Account. Und obwohl es absolut unmöglich ist, bekommt sie eines Tages eine Antwort.

    Was dahinter steckt, warum und wie Jonah den Tod gefunden hat, wie Tess über diesen Schicksalsschlag hinwegkommt und vieles mehr müsst ihr selber lesen, sonst spoiler ich zu viel :D

    Das Buch hat ein wunderschönes Cover, einen sehr passenden Titel und einen fantastischen Schreibstil.
    Ich habe es an einem Tag durch gelesen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

     Ein absoluter Pageturner und schon jetzt mein Jahreshighlight 2018!!

     

  19. Cover des Buches Hinter Glas (ISBN: 9783446262188)
    Julya Rabinowich

    Hinter Glas

     (40)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Alice wird in der Schule gemobbt und körperlich angegriffen. Zuhause leidet sie, wie ihre Eltern unter der Tyrannei ihres Großvaters und den Streitereien ihrer Eltern. Dann wendet sich alles für Alice, als sie den neuen Mitschüler Nico kennenlernt. Er beschützt sie und steht zu ihr. Als ihre Eltern den Kontakt unterbinden wollen, haut Alice mit Nico zusammen ab. Doch das Leben auf der Straße ist nicht so, wie Alice es erwartet hätte und auch Nico hat eine Schattenseite.

     

    Alice war mit nicht sympathisch. Ich empfand sie als naiv und ich konnte sie größtenteils überhaupt nicht verstehen. Die meiste Zeit habe ich über sie den Kopf geschüttelt. 

    Nico wirkte anfangs einigermaßen sympathisch, aber merkwürdig und nachdem er mitbekommen hatte, wie schlimm Alice von den anderen Schülern behandelt wurde, hat er zwar auch mal eingegriffen, aber trotzdem die Schule geschwänzt, statt, um ihr beizustehen regelmäßig zu kommen. Später wurde er mir zunehmend unsympathisch.

     

    Das Buch ist sehr kurz und darüber war ich froh. Leider war es gar nicht mein Fall. Die meiste Zeit konnte ich die Entscheidungen und Handlungen der Protagonisten nicht nachvollziehen. Diese Abschnitte aus der Sicht einer anderen Person, die scheinbar allwissend war, haben mich nur noch mehr verwirrt und sorgten dafür, dass ich überhaupt nicht mehr durchgeblickt habe. 

    Mir kamen die Protagonisten so unvernünftig, impulsiv und weltfremd vor. Ich konnte keine Beziehung zu ihnen aufbauen und das mit den Scherben, fand ich zwar eine ganz gute Idee, aber beim Lesen hat es mich eher gestört.

     

    Fazit: Leider war das Buch so gar nichts für mich. Die Protagonisten waren für mich unerreichbar und ihre Handlungen nicht nachvollziehbar. Das Buch hat mich total verwirrt. Ich bin einfach nicht wirklich durchgestiegen. Ich musste mich oft zwingen weiterzulesen. Vermutlich bin ich einfach die falsche Zielgruppe für dieses Buch. 

     

    Leider überhaupt nicht mein Fall.

  20. Cover des Buches Die Hochhausspringerin (ISBN: 9783446260399)
    Julia von Lucadou

    Die Hochhausspringerin

     (70)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Um was geht es?
    Riva, eine Attraktion, die damit berühmt wurde, dass sie mit eleganten Springfiguren von einem Hochhaus sprang. Nun möchte sie dieses Leben nicht mehr führen und man setzt eine Psychologin, Hitomi, auf sie an, die herausfinden soll, was mit Riva nicht stimmt und wie sie ihrer Berufung wieder nachgehen kann. Jedoch hat Hitomi selbst mit vielem zu kämpfen.

     

    Meine Meinung
    Die ersten paar Seiten waren sehr spannend, weil man in eine neue Welt eingeführt wurde, die man so nicht kennt. Meiner Meinung nach aber auch ziemlich gewagt, da es lediglich Beschreibungen waren, die man zu lesen bekam, aber auf jeden Fall gut geschrieben!

    Wie erwähnt, wird in diesem Buch sehr viel beschrieben und das zieht sich so auch durch die gesamte Geschichte. Alles ist beobachtend geschildert und auch mit einer gewissen Distanz, da es aus der Sicht der Psychologin geschrieben ist, die nun mal Riva beobachtet – etwas anderes hat sie nicht wirklich zu tun. Wenn mal etwas Emotionales passierte, dann war auch das sehr schnell und diskret erzählt, also konnte ich gar keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen, weil ich nicht wirklich ihre Gedanken zu lesen bekam.

    Der Schreibstil ist ein wenig eintönig, aber er passt zu dieser Geschichte, die leider auch ein wenig monoton war.

    Dass sich der Anfang ein wenig zieht, erlebt man bei vielen Büchern, so auch bei diesem. Nur dass ich hier wartete und weiter wartete und leider nie etwas passierte. Die Schilderungen der Psychologin zogen sich durch die ganzen knapp 300 Seiten, wurden ab und zu von einem Spaziergang nach draussen durchbrochen oder von einem eintönigen Gespräch und gingen dann weiter.

    Die Welt, die man als Leser kennenlernt, finde ich sehr gelungen. Die futuristischen Berufe, das Zusammenleben einer Familie und die ganz alltäglichen Dinge sind alle verändert, und zwar so, dass man kurz innehalten muss und sich wirklich beginnt zu fragen: Entwickeln wir uns auch in diese Richtung? Die Menschen dort sind kalt, unberechenbar und sehr egoistisch, aber trotzdem sind sie in Intrigen verwickelt, die eine gewisse Menschlichkeit durchblitzen lässt. Denn auch wenn es eine Dystopie ist, sieht man einige parallelen zu unserer Welt.

     

    Fazit
    Die geschilderten Beobachtungen der Psychologin sind spannend zu lesen – für eine gewisse Zeit. Irgendwann wünschte ich mir, dass endlich etwas ins Rollen kam, aber leider blieb die Geschichte ziemlich trocken. Der Schreibstil war nicht sonderlich speziell, passte aber zu der kalten und dystopischen Welt. Die futuristischen Elemente in diesem Buch gefielen mir sehr gut und regten mich zum Nachdenken an, wie sehr sich unsere Welt mit dieser überschneidet.

  21. Cover des Buches Margos Spuren (ISBN: 9783446249547)
    John Green

    Margos Spuren

     (1.890)
    Aktuelle Rezension von: Nachtblume

    Der Anfang ist total cool und generell ist die Story bis zum Ende wahnsinnig unterhaltsam und spannend. Nur das Ende, besonders als Margo auftaucht, ist total ätzend.

  22. Cover des Buches Alles Glück kommt nie (ISBN: 9783596511754)
    Anna Gavalda

    Alles Glück kommt nie

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906

    "Alles Glück kommt nie" hat mir richtig gut gefallen, ich gebe vier Sterne, für fünf hat es nicht ganz gereicht. Aber Anna Gavalda hat wieder ein tolles Buch geschrieben, das man auf jeden Fall lesen sollte.

    Charles, Ende 40, vekommt eine Nachricht mit nur drei Wörtern. Aber sie verändern sein bisheriges Leben. Anouk ist tot steht da. Anouk, die seine große Liebe war. Doch etwas ist geschehen. Und nun muss Charles sich wieder damit auseinandersetzen, um danach an sein Leben anzuknüpfen.

    Die Geschichte lebt von dem Mix aus Vergangenheit und Gegenwart und der Suche nach einer Zukunft, die man auch als Leser unbedingt mitmachen will.

    Den Schreibstil von Anna Gavalda finde ich außergewöhnlich und er gefällt mir stets gut. Die Charaktere werden dadurch irgendwie besonders scharf gezeichnet und bekommen scharfe Sihlouetten. So auch Charles, in den man sich von der ersten Seite gut reinversetzen kann, die Gegenwart miterleben und mit ihm in die Vergangenheit abtauchen will.

    So wird die Geschichte auch nie langweilig und bleibt abwechslungsreich. Ein klares Ja! für dieses Buch.

  23. Cover des Buches Faceless (ISBN: 9783446257030)
    Alyssa Sheinmel

    Faceless

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Emmy29
    Durch einen Elektrobrand wurde Maisies Gesicht zerstört. Doch sie hat Glück. Denn sie erhält ein Gesichtstransplantat. Doch ist das Gesicht, welches sie jeden Morgen im Spiegel sehen wird, wirklich sie selbst? Und selbst wenn ihr Freund nur noch aus Mitleid bei ihr bleibt - kann sie ihr neues Ich akzeptieren?

    Dieses Buch stand schon ewig auf meiner Wunschliste und leider hat es auch etwas länger gedauert, bis ich es fertig gelesen habe. 
    Kommen wir als erstes zum Cover. Es passt wirklich sehr gut zur Geschichte und spricht mich total an. Es ist eher einfach gehalten, dafür aber sehr Aussagekräftig. 

    Das Buch wird in verschiedene Jahreszeiten eingeteilt und die Hauptprotagonistin heißt Maisie. Bei ihr habe ich die gesamte Geschichte über gemischte Gefühle gehabt. Denn sie durchläuft eine Charakterentwicklung, die war verständlich war, aber trotzdem meiner Meinung nach etwas übertrieben wurde. Maisie liebt es Laufen zu gehen und auch mit ihrem Freund Chirag ist sie mehr als glücklich. Einzig ihre streitenden Eltern stellen einen negativen Punkt in ihrem Leben dar. Doch nach dem Unfall verwandelt sich alles ins Gegenteil. Ihre Eltern scheinen auf einmal zusammenzuhalten, Maisie darf nicht mehr laufen gehen und Chirag ist nur noch aus Mitleid mit ihr zusammen. 

    Da ist es nur verständlich, dass man sich in sein Schneckenhaus verzieht und nicht mehr nach draußen gehen möchte. Besonders im Hauptteil kam es mir so vor, als wäre ihre einzige Freizeitbeschäftigung sich zu bemitleiden. Ich möchte keinesfalls sagen, dass es kein schlimmes Ereignis ist - denn das ist es auf jeden Fall - aber die Handlung von ihr drehte sich nur um den Gedanken "Ich habe mein Gesicht verloren - Ihr wisst nicht wie das ist! Ich habe das Recht dazu so zu reagieren". Da konnte ich nach einiger Zeit nur noch die Augen verdrehen. 
    Es mag sein, dass solche Gedanken bei solch einen Menschen kreisen, dennoch hätte man etwas mehr Abwechslung in die Geschichte bringen können. 

    Dies war zum Glück auch nur der einzige größere Kritikpunkt - und womöglich auch der einzige Grund, warum ich so lange brauchte, um das Buch zu lesen. 

    Es gab viele Nebencharaktere, die mir negativ aufgefallen sind, aber andere hingegen habe ich sehr lieb gewonnen. Manche Veränderungen des Charakters sind sehr gut beschrieben worden und konnte ich mir auch bildlich vorstellen. Chirag lernt man aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen und durch Maisie erkennt man, wie fies und gleichzeitig auch wundervoll das Leben sein kann. Auch wenn es nur „Glück“ ist, wie viele Menschen in dieser Geschichte sagen.

    Die Geschichte zieht sich im Hauptteil sehr und ich war kurz davor, die Geschichte abzubrechen, weil ich mit dieser negativen Stimmung nicht ganz klar kam, aber nun bin ich froh, dass ich die Geschichte fertig gelesen habe, denn besonders das Ende mochte ich total gerne. Es war sehr emotional und es hab eine riesige Wendung, bei dem eine bestimmte Person beigetragen hat, die ich sehr ins Herz geschlossen habe.

    Fazit: Der Anfang und das Ende waren sehr stark, allerdings konnte mich der Hauptteil nicht überzeugen. Es gab viele Längen und Wiederholungen. Dennoch wurde mit dem Thema gut umgegangen, was mich sehr bewegt hat. Von mir gibt es lieb gemeinte 4 von 5 Sternen, wobei ich finde, dass es Potenzial zu 5 von 5 Sternen gehabt hätte. 
  24. Cover des Buches Glücklich die Glücklichen (ISBN: 9783596521050)
    Yasmina Reza

    Glücklich die Glücklichen

     (73)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Einerseits, andererseits. Ein unentschiedenes Buch. Einerseits sind die vielen Anekdoten aus persönlichen Blickwinkeln einer Reihe von Personen, die mal mehr, mal weniger, mal erkennbarer, mal weniger erkennbar miteinander verknüpft sind, fast alle sehr lesenswert. Rezas Gedanken sind klug, bzw. die ihrer Personen, die Geschichten sind unterhaltsam, meist doppelbödig und spannend. Schwierig und mitunter verwirrend ist es, die Beziehungen der Protagonisten untereinander herzustellen. Wäre das ein bisschen einfacher und eindeutiger hätte der Roman noch mehr Tiefe in meinen Augen. Trotzdem liefert er guten Stoff zum Nachdenken und Betrachten zwischenmenschlicher Beziehungen jeglicher Art.

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