Bücher mit dem Tag "hap + leonard"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hap + leonard" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Wilder Winter (ISBN: 9783965090002)
    Joe R. Lansdale

    Wilder Winter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: lisolino

    Ich finde das Coverbild sehr gelungen. Es spiegelt zwei Dinge wieder, die in dem Buch immer wieder Thema sind: die klirrende Kälte des Winter und die Hitze von Leidenschaft und Blut.

    Als Haps Exfrau Trudy auftaucht und Hap einen lukrativen Job anbieten besteht er darauf, dass Leonard ebenfalls dabei ist. Das ist kein reiner Freundschaftsdienst für den ebenso geldarmen Freund, vielmehr hat Hap das Gefühl ohne ihn nicht klarzukommen.
    Im Laufe der Geschichte triff man auf jede Menge zerbrochener Typen, die alle ihr eigenes Kreuz tragen und versuchen aus ihrem Leben etwas zu machen. Allerdings mit sehr seltsamen Ansichten.
    Es dauert etwas bis die Handlung in Gang kommt. Gut die Hälfte des Buches widmet sich den Personen und der Lust an schnellen, harten Dialogen. Im Verlauf des Buches entwickelt sich die Geschichte mit zunehmender Härte.

    Ich denke das Buch ist nicht für jeden etwas. Wer aber Spaß an harten Typen, schrägen Figuren und einem nervenaufreibendem Show Down hat sollte es lesen.

  2. Cover des Buches Das Dixie-Desaster (ISBN: 9783965090040)
    Joe R. Lansdale

    Das Dixie-Desaster

     (7)
    Aktuelle Rezension von: chuma

    Mit "Das Dixie-Desaster" läutet Lansdale Runde 7 unserer beiden durchgeknallten aber liebenswerten Chaoten Hap & Leonard ein. Und wie der deutsche Titel schon vermuten lässt, geht es wieder einmal heiß her ...

    Als Kumpel Marvin um einen Gefallen bittet, können weder Hap noch Leonard ihm diesen ausschlagen. Schließlich geht es darum, dessen Enkelin aus den Fängen fieser Drogendealer zu befreien. Holde Maid in Nöten - keine Frage, was da zu tun ist. Richtig: Den Trailer der Bande stürmen, Hau den Lukas spielen und das Mädchen retten. Dumm nur, dass die gar nicht so richtig gerettet werden will und die Jungs obendrein noch beschließen, den Drogenvorrat der Dealer im Klo runterzuspülen. Es kommt wie es kommen muss. Die Dixie-Mafia ist not amused und sinnt auf Rache, das FBI schaltet sich auch noch ein und zu guter Letzt machen unsere Helden auch noch Bekanntschaft mit einer skrupellosen Auftragskillerin. Jackpot - mal wieder.

    Hach, es ist immer wieder schön in die trashigen Untiefen dieser Reihe einzutauchen. 2 liebenswerte Protagonisten mit dem Herz am rechten Fleck, die stets aus den ehrenwertesten Gründen in die übelste Sch... packen. Doch unser Duo ist auch älter geworden und so langsam reift die Erkenntnis, dass sie irgendwann vielleicht nicht mehr nur mit großer Klappe, sonnigem Gemüt und viel Munition zum Ziel kommen werden.

    Doch bis es soweit ist, unterhält Lansdale mit gewohnt schnodderigem Ton, derben Humor und einer action- sowie abwechslungsreichen Story und originellen Charakteren.

    Für mich der bisher schwächste Band der Reihe trotz gwohntem Wortwitz und einiger unerwarteter Plottwists. Vom Ton her aber ein wenig zu "drüber" für meinen Geschmack. Insgesamt nichtsdestotrotz locker-leichte Unterhaltung mit ganz eigenem Charme.

  3. Cover des Buches Rote Rache (ISBN: 9783965090057)
    Joe R. Lansdale

    Rote Rache

     (7)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Hap und Leonard haben ihren ersten Auftrag als Ermittler-Duo bei Marvin Hansons Privatdetektei. Ein Doppelmord soll aufgeklärt werden. Es wären nicht Hap und Leonard, wenn sie bei ihren Recherchen in kein Wespennest stechen. 

    "Rote Rache" ist der achte Band der Reihe um Hap und Leonard. Wie gewohnt kommt das tatkräftige Gespann den bösen Buben in die Quere und hält einmal mehr den eigenen Kopf hin.

    Marvin Hansons Privatdetektei läuft an und er zieht Hap und Leonard gleich bei seinem ersten, richtigen Fall heran. 

    "'Dann fangen wir mal an zu ermitteln.' ... 'Du meinst, ihr fangt an durch die Gegend zu stolpern und hofft, über irgendwas drüberzufallen.'" (S. 124)

    Ganz so schlimm wie im Zitat angedeutet ist es nicht, allerdings stellen sich dem erprobten Duo mehrere Stolperfallen. Sie entdecke diffuse Zusammenhänge, treffen auf angeheiterte Damen, gefährliche Väter und von sich selbst überzeugten Vampiren, die sie nach und nach auf den Ursprung der Morde bringen.

    Die Reihe um Hap und Leonard ist normalerweise eher als abenteuerlicher Episoden-Roman angelegt, der nur schwer in eine Schiene passt. Autor Joe R. Lansdale hat zur Abwechslung (fast) einen richtigen Krimi daraus gemacht, in dem Ermittlungsarbeit deutlich im Vordergrund ist:

    "Ich komm mir vor wie in 'nem Krimi, bloß ohne Ermittler." (S. 157)

    Gleichzeitig schlägt Lansdale sehr ernste Töne an. Hap zaudert schon lange mit seiner beruflichen Entwicklung und hadert mit seinem Lebensweg. Er stößt sich an getroffenen Entscheidungen, seinem Haudrauf-Stil und versucht, die Richtung und Moral darin zu erkennen.

    „Sobald Ruhe herrschte, konnte ich nur noch daran denken, welche Gewalttaten ich in meinem Leben verübt oder erlebt hatte. Schusswechsel und Faustkämpfe, Blut und verspritzte Gehirnmasse.“ (S. 103) 

    Diese Reflexion der Lebensführung war schon in vorherigen Bänden spürbar und tritt bei "Rote Rache" noch deutlicher in den Fokus. Mir gefällt dieser Aspekt ausgezeichnet, weil Lansdale seinen Figuren damit tieferen Charakter verleiht. Er hebt sie über ihre Funktion als Haudrauf-Gespann, und zeigt, dass sie - trotz des Austeilens schlagkräftiger Argumente - Menschen mit Herz, Verstand und Gewissen sind. 

    Meiner Meinung nach veranschaulicht Lansdale damit, dass Gewalt keine Lösung ist, und doch in einer gewalttätigen Gesellschaft - eingesperrt zwischen Drogen, Korruption und sonstigen illegalen Geschäften - oft der einzige Ausweg scheint. 

    Damit hat Joe R. Lansdale einen der bisher besten Bände der Reihe kreiert. Zwar kommt das Amusement nicht über ein Schmunzeln hinaus, dennoch schreibt er sehr emotional, lässt noch mehr Nähe zu den Figuren zu, und hat sie in einen spannenden Fall aus Teufelsfratzen, Drogendealern und roter Rache verstrickt.

    Im Endeffekt bin ich erneut begeistert, weil mir das Duo nun noch mehr ans Herz gewachsen ist. Ich mag die Mischung aus texanischer Haudrauf-Mentalität, rauchenden Colts und inniger Freundschaft, die mit jedem Reihenteil intensiver wird.


    Hap & Leonard:

    01) Wilder Winter 

    02) Mucho Mojo

    03) Bärenblues

    04) Schlechtes Chili

    05) Rumble Tumble

    06) Machos und Macheten

    07) Das Dixie-Desaster 

    08) Rote Rache

    09) Krasse Killer

    10) Bissige Biester

    11) Coco Butternut

  4. Cover des Buches Machos und Macheten (ISBN: 9783965090033)
    Joe R. Lansdale

    Machos und Macheten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: chuma

    Da sind wir wieder: Das sechste Abenteuer von Hap & Leonard beginnt mit einer wahren Heldentat Haps, der zur Belohnung dafür einen dicken Batzen Geld und Urlaub von seinem Chef bekommt. Und weil unser texanisches Duo bekannterweise unzertrennlich ist, kommt Leonard natürlich mit auf die geplante Kreuzfahrt. Selbstredend ecken die beiden schnell mit ihrem losen Mundwerk bei der Besatzung an und werden beim Landgang dann "ausversehen" in Mexiko vergessen. Ein Überfall von korrupten einheimischen Polizisten rundet das Ganze dann noch ab. Glücklicherweise springt den beiden in letzter Sekunde der einheimische Fischer Fernando, der die Kunst des Machetenkampfes beherrscht, bei und kann so Schlimmeres verhindern. Er nimmt sie mit zu sich nach Hause, wo sie seine wunderschöne Tochter Beatrice kennenlernen. Vater und Tochter stecken in großen Schwierigkeiten, und weil Hap nun einmal Hap ist, kann er nicht anders und lässt seiner Ritterlichkeit freien Lauf. Womit keiner gerechnet hat, ist allerdings die Tragweite dieser Einmischung, die katastrophale Folgen für alle Beteiligten haben wird.

    Leseeindruck

    Lansdale führt uns von Texas nach Mexiko und wieder zurück. Es geht rasant und auch recht brutal zu, viele Konflikte werden thematisiert und lassen den Leser definitiv nicht kalt. Hinzu kommt, dass der gewohnte Humor dieses Mal seltener mitschwingt und die Leichtigkeit deshalb deutlich gedämpft ist. Aber der Autor weiß, was er tut und warum er es tut. Er schaltet eine härtere Gangart ein, macht klar, dass jedes Handeln auch seine Konsequenzen hat und Flapsigkeit keinen Universal-Schutzschild darstellt. Dennoch handeln Hap & Leonard stets ehrbar, ganz ohne Eigennutz. Und das ist es auch, was sie von ihren Gegnern unterscheidet, ihnen so einen Vorteil verschafft. Moral und uneigennütziges Handeln stehen bei den meisten Verbrechern nun mal nicht hoch im Kurs und so erwarten sie eben das auch nicht von anderen.

    Die Entwicklung der Figuren steht dieses Mal nicht so sehr im Vordergrund, wird aber auch nicht gänzlich vernachlässigt. Besonders Hap hadert nach wie vor mit seiner Art des Lebens, sehnt sich nach einem ruhigen Hafen, möchte gern ankommen. Das Älterwerden und auch die Erlebnisse in der Vergangenheit setzen ihm zu, und doch scheinen er und Leonard in der Spurrinne ihres schrägen Lebens gefangen sein.

    Fazit

    Die Lektüre von »Machos und Macheten« macht Spaß, verursacht aber gleichermaßen auch ein mulmiges Gefühl an der ein oder anderen Stelle und regt durchaus zum Nachdenken an. Für mich deshalb lesenswert, wenn auch nicht der stärkste Band der bisherigen Reihe.

    3.5 / 5⭐︎

  5. Cover des Buches Schlechtes Chili (ISBN: 9783832161835)
    Joe R. Lansdale

    Schlechtes Chili

     (24)
    Aktuelle Rezension von: chuma

    »Das Leben ist wie ein Teller Chili in einem unbekannten Café. Manchmal ist es lecker und scharf. Ab und zu schmeckt es wie Scheiße.«

    Kaum ist Hap wieder von seinem Job auf einer Bohrinsel zurück, schon tischt ihm das Leben einen ebensolchen Teller schlechtes Chili auf. Nach einer ziemlich derben Auseinandersetzung mit einem tollwütigen Eichhörnchen muss er also das Krankenhausbett hüten als sein bester Freund Leonard plötzlich spurlos verschwindet und dann auch noch unter Mordverdacht gerät. Vorbei ist es mit den guten Absichten, ein anständiges und geregeltes Leben zu führen, denn nun gilt es natürlich seinem Kumpel aus der Misere zu helfen. Doch dieser Weg ist steinig und gepflastert mit toten Bikern, Fettdieben, einem ehemaligen Profiwrestler und ganz üblen Sadisten, die es auf Homosexuelle abgesehen haben. Nur einen Lichtblick gibt es in diesem ganzen Chaos und das ist die taffe Krankenschwester Brett, die ganz offenbar ein Auge auf Hap geworfen hat.

    Klingt abgefahren und ist es natürlich auch, schließlich sprechen wir hier über Joe R. Lansdale und seine beiden Hobby-Detektive Hap & Leonard. Band 4 der Reihe steht den Vorgängern in Nichts nach, außer dass es noch derber zugeht – inhaltlich wie sprachlich. Wer damit nicht klarkommt, für den ist diese Story (und wohl auch die Reihe) definitiv nichts. Zartbesaitete und Schöngeister dürften hier arge Probleme haben. Alle die, die mit pechschwarzem Humor, derbem Wortwitz und Sprachstil sowie brutalen und manchmal auch ekligen Szenen umgehen können, werden insgesamt wieder einmal hervorragend in typischer Lansdale-Manier unterhalten werden.

    Lansdale liefert aber nicht nur eine abgedrehte Story, die sich bestens auf der Leinwand machen würde (am besten von Tarantino verfilmt), er schlägt auch wieder gewohnt ernste Töne an, übt zwischen den Zeilen Kritik am System, Intoleranz und hebt einmal mehr die Freundschaft und den Zusammenhalt aufs Podest. Und auch der Liebe lässt er Raum – ein wenig und ganz unaufdringlich (Hap versau es nicht!). Ach ja und da ist auch noch etwas: Humor. Ganz besonders der Sinn für Situationskomik und teuflisch gute Dialoge macht »Schlechtes Chili« so überaus bekömmlich. 

    Wir lesen uns schon bald wieder und ich freu mich drauf!

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