Bücher mit dem Tag "hauptmann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hauptmann" gekennzeichnet haben.

70 Bücher

  1. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.525)
    Aktuelle Rezension von: Kathi92

    Nachdem mir die Reihe immer wieder empfohlen wurde, habe ich mich an den ersten Teil gewagt. Leider muss ich sagen, dass ich es so zäh fand, dass ich tätsachlich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe (und sowas mache ich so gut wie nie). Ich habe es dann noch ein zweites Mal versucht und mich regelrecht durchgequält.

    Nachdem man hier immer wieder liest, dass die Langatmigkeit der Geschichte von Buch zu Buch eher schlimmer als besser wird, habe ich es nach dem ersten Buch dann aufgegeben.

    Es ist an sich ja ganz nett geschrieben, aber konnte mich gar nicht in seinen Bann ziehen und mir war das alles viel zu langwierig. Schade drum

  2. Cover des Buches Vertrauen und Verrat (ISBN: 9783551583833)
    Erin Beaty

    Vertrauen und Verrat

     (330)
    Aktuelle Rezension von: lovelyliciousme

    Es passiert selten, dass ich ein Buch anfange, hundert Seiten lese und es dann wieder weglege, weil mir der Zugang fehlt. Doch, ich habe dieses Buch wieder zur Hand genommen, von vorne angefangen und es gesuchtet. Binnen zwei Tagen war ich durch und habe mir die Frage gestellt, warum ich einen zweiten Anlauf benötigt habe.

    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und kann es mir im Nachhinein auch nicht erklären, weil es mich einfach gefesselt und umgehauen hat.

    Im Nachhinein behaupte ich, jeder sollte einen Alex Quinn haben. Definitiv!

    Dieses Buch lebt von seinen Protagonisten. 

    Sage, die wilde Sage, die nicht wirklich gezähmt werden kann dominiert das Buch. Sie ist clever, voller Tatendrang, voller Ideen und mit dem Herz am rechten Fleck. Man merkt innerhalb der Geschichte eine Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit, dass es nicht mehr wichtig ist, ihr Ziel zu erreichen und sich niemals zu verlieben, sondern die anderen zu schützen und sich Menschen zu öffnen und zu vertrauen. Ihr Ziel war es nie, zu heiraten und dennoch verliebt sie sich und lässt Gefühle zu.

    Alex Quinn, wirkt am Anfang sehr unnahbar, sehr arrogant und man bekommt ihn als Leser nicht zu fassen. Im Verlauf des Buches ändert sich dies und man merkt, was er für ein Typ Mensch ist. Vor allem gibt es rund um Alex ein Verwirrspiel, welches im letzten Drittel aufgedeckt wird, wodurch viele Puzzleteile an ihren Platz fallen und man noch einmal ein ganz anderes Bild von ihm bekommt.  

    Das Setting an sich ist nicht wahnsinnig opulent, eher ein wenig zurückhaltend. Was viel wichtiger ist, ist das Zusammenspiel aus dem Krieg und dem Versuch Liebe zu verbreiten. Das Ganze ist in einer historischen Kulisse eingebunden. Ich persönlich fand es sehr gut, dass die Liebesgeschichten nicht im Vordergrund stehen, sondern dezent im Hintergrund verweilen, während vorne der Krieg tobt und es gilt das Land Demora zu retten. Hier ist genug Potenzial vorhanden, um in den Folgebänden sowohl die Liebe wie auch den Krieg auf ein neues Level zu heben.

    Der Schreibstil war sehr flüssig, simpel, gradlinig, unverschachtelt und toll zu lesen. Die Geschichten wird immer aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptcharaktere beschrieben, was das Ganze noch einmal spannender macht und wir als Leser das Innerste der beiden besser nachvollziehen können. Das Zusammenspiel funktioniert wunderbar! Es war eine dauerhaft unterschwellige Spannung vorhanden, die zum Ende hin unermesslich wird, da dort einfach viele Faktoren zusammentreffen. Manch offene Frage ist beantwortet, dennoch bleibt vieles offen und man kann nur Vermutungen anstellen, wie es weitergeht. 

    Die Story selbst fand ich sehr gut, da eindeutig mehr im Spiel ist, als nur Liebe. Positiv fand ich, dass die Kampfszenen, gut beschrieben waren, nicht zu langatmig, nicht zu blutrünstig, ganz klar punktiert und dem ganzen Setting angemessen. Ebenfalls gut gefallen hat mir der politische Hintergrund, was die Kuppelei für politische Auswirkungen haben kann und warum es wichtig ist, als Kupplerin einen guten Job zu machen. Das war für mich sehr überraschend, denn im Ursprung hatte ich bei diesem Buch andere Vermutungen! Dadurch hat es mich sehr positiv überrascht und ich bin gespannt was die beiden anderen Bänden noch zu verbergen haben.



     Meine Bewertung: 5 Sterne

    Ein Buch, welches eine Symbiose aus Liebe, Kuppelei und Krieg ist. Ein Zusammenspiel von zwei Themen, die nicht kontroverser sein könnten und doch so wunderbar zusammenpassen. Ein Buch, welches süchtig macht und Lust auf mehr bereitet. Zu erfahren wie es weitergeht mit Sage und Alex. Was die Zukunft bringt und ob Demora stark genug ist den Kampf zu gewinnen. Ein grandioser Auftakt!

  3. Cover des Buches Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis (ISBN: 9783846600788)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Achtung! Band 3 einer Reihe!


    Inhalt:

    Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss. Doch dabei kann sie nicht auf Elias zählen. Denn der ist als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, bedingungslos zu dienen - auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt.
    Ihrer aller Schicksal ist miteinander verknüpft. Und sie alle kämpfen gegen eine uralte Macht, deren Zerstörungskraft sie unterschätzen ...


    Meine Meinung:

    Ihr seht es schon an der Überschrift - ich dachte, dass es sich beim dritten Band der Elias und Laia-Reihe, um den letzten Band handelt. Aber so ist es nicht. Ich habe ganz bewusst Band 1 und 2 erneut gelesen, weil ich mein Wissen auffrischen und dann mit Band 3 die Reihe beenden wollte. Ich habe dann aber auch schnell festgestellt, dass Band 3 gar nicht so richtig zum Ende kommen will... Kein Wunder - Band 4 ist auf Englisch bereits erschienen und folgt (hoffentlich bald?) auf Deutsch. 

    Aber kommen wir zum Inhalt:
    Elias und Laia gefällt mir als Reihe eigentlich sehr gut. Auch der ReRead von Band 1 und 2 hat nochmal gezeigt, dass ich dieses Szenario in der Welt der Beiden wirklich gelungen finde. Die einzelnen Situationen der Charaktere inklusive ihrer Gefühlswelt ist wirklich erstaunlich gut dargestellt und man kann sich mit allen sehr gut identifizieren. Auch der Zwiespalt in dem eigentlich jeder für sich selbst steckt - weil er sich zwischen den Welten und den eigenen Interessen entscheiden muss - ist extrem gut an den Leser übermittelt.

    Doch obwohl ich die Figuren und und das Setting der Welt so mag, fand ich Band 3 immer mal wieder etwas zäh. Ich glaube, es handelt sich hier um dieses typische Mittelkind-Syndrom, was in so Reihen natürlich immer mal wieder auftreten kann. Als ich dann zusätzlich feststellte, dass die Reihe gar nicht zu Ende ist, hat mich das irgendwie genervt, weil ich nun doch wieder auf einen Folgeband warten muss. Das war so leider nicht geplant.


    Fazit:

    Im Großen und Ganzen hat mir der dritte Band der Elias und Laia Reihe wieder gut gefallen, weil wir wieder in eine Welt voller toller Charaktere, die in ihrem eigenen Zwiespalt gefangen sind, mitgenommen werden. Band 3 war aber durchaus etwas zäh und hat mich insbesondere etwas genervt, weil ich davon ausgegangen war, dass es sich um den letzten Teil handelt. Leider folgt der vierte Band aber noch. Ich gebe dem dritten Band daher solide, aber etwas genervte 3 Sterne ;)

  4. Cover des Buches Game of Gold (ISBN: 9783748800200)
    Shelby Mahurin

    Game of Gold

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Lou ist die Tochter der meist gefürchteten Hexe und Reid ist ein Chasseur. Da Lous Mutter sie umbringen will, flieht sie in die Hauptstadt mit Coco. Nach einem Diebstahl wird sie von Reid entdeckt und muss ihn heiraten, um nicht auf dem Scheiterhaufen zu landen. Die ungewollte Ehe entwickelt sich immer weiter zur echten Liebe, bis Lou ihrem Ehemann verrät, dass sie eine Hexe ist und ihre Mutter sie sucht, um sie zu opfern.


    Der Roman wurde aus den Sichten von Lou und Reid geschrieben. So lernt man zwei unterschiedliche Seiten einer Münze kennen. Außerdem nimmt man an der Verwandlung der Persönlichkeiten teil. Lou, die von Anfang an nur den Nutzen aus der Heirat nutzen wollte, verliebt sich in den obersten Hexenjäger. Auch Dieser fängt an Gefühle für sie zu empfinden. Lous Art und ihr Gemüt waren mir von Anfang an sympathisch. Reid hingegen war ein bisschen steif. Die spärlichen Witze und Berührungen untereinander waren aufreibend.

    Dazu kamen die Geheimnisse von Lou, die man auch als Leserin nur Stück für Stück erfährt. Am Anfang war von einer sie die Rede und erst später wusste man vor wem sich Lou fürchtet. Die Familienverhältnisse waren zwar ein bisschen skurril, dennoch hatte alles einen Sinn gegeben. Nach jeder Enthüllung sah man die Geschichte in einem anderen Licht.

    Zu der Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten kam auch die gewisse Action. Vor allem am Ende war der Spannungsbogen groß. Natürlich hätte es noch ein paar mehr Opfer in den eigenen Reihen geben können, dennoch war es fantastisch.

    Insgesamt hat man gemerkt, dass die Autorin eine große Fantasie hat. Alle Details wurde schön herausgearbeitet und ich war die ganze Zeit mitten in der Geschichte. Entweder ich habe dumm vor mich hin gegrinst oder ich habe mit ihnen getrauert.

    Das Gesamtpaket ist einfach gigantisch und ich empfehle den Roman jedem Fantasie-Fan, der auch einen Hang zur Romantik hat.

  5. Cover des Buches Die vierte Braut (ISBN: 9783959911214)
    Julianna Grohe

    Die vierte Braut

     (358)
    Aktuelle Rezension von: anne687

    Ein bisschen Krimi und viel Liebe 


    Wahnsinnig tolle Geschichte die ich nicht aus der Hand legen konnte. Aber auch hier hatte ich von dem Kennenlernen des Hauptmanns an, die Vermutung, dass irgendwas nicht so ganz mit ihm stimmt. Er wusste einfach viel zu viel für einen Hauptmann.

    Die Autorin hat es aber sehr spannend gemacht und ich fand den Wttbewerb toll, auch dass es später noch zu Anschlägen kam, machte es spannend, hätte die Täterin niemals erraten. Aber das Rose dann noch verunglückt war etwas traurig...

  6. Cover des Buches Die letzte Königin - Das schlafende Feuer (ISBN: 9783736309128)
    Emily R. King

    Die letzte Königin - Das schlafende Feuer

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Goldilocks

    Als aller erstes möchte ich der Lesejury danken :) Ich hatte nämlich sehr viel Glück und habe alle vier Bände der „Die letzte Königin“ Reihe gewonnen! Es hat mich so, so sehr gefreut und jetzt bin ich auch endlich zum lesen gekommen. Der erste Teil der Reihe, „Das schlafende Feuer“, hat mir super gefallen. Fantasy ist im Allgemeinem mein Lieblingsgenre aber dieses Buch macht noch so viel mehr daraus. Ein Bisschen Romanze, ein bisschen Geheimnistuerei und sehr viel Spannung. All das schafft die Geschichte zu vereinen. 


    Ich liebe das Cover. Es ist toll. Ich finde es super, dass die Hauptcharakterin Kalinda nicht als Ganzes darauf abgebildet ist, weil ich glaube, dass es mir die Sache ein Bisschen verdorben hätte. Stattdessen sagt das Cover so viel, das Worte nicht können, ohne dabei dem Leser etwas zu früh zu verraten. Auch finde ich es fantastisch, wie sich die Farben des Covers über die ganze Buch Reihe hinweg entwickeln (kleiner Blick in die Zukunft :)). Von rot zu blauem lila geht es dann über zu hellblau und ganz am Ende findet es wieder zum Anfang zurück zu dunklem, rötlichem, violett. Gleichzeitig ist ein immer wieder auftauchendes Phänomen das Feuer und man sieht wie die Kontrolle über dieses von Band zu Band wächst. 


    Am Anfang der Geschichte lernt man Kalinda kennen. Sie lebt in einer Art Kloster und wird dort in der Fertigkeit des Kämpfens unterrichtet. Sie hat noch nie einen Mann gesehen und hat nur eine einzige Freundin, Jaya. Gehorsam ist nicht wirklich ihr Ding. Um in die Reihen der Heiligen Schwesternschaft übergehen zu können, gibt es eine Kampfprüfung. Viele der Mädchen hoffen aber auch das ein Wohltäter kommt und sie zu seiner Frau, Kurtisane oder Dienerin erklärt. Sie würden zum Teil alles tun um nicht ihr gesamtes Leben in der Schwesternschaft zu versauern. Kalinda und Jaya hingegen hoffen gemeinsam die Prüfung zu überstehen und dann für immer in Samiya bleiben zu können. Kalinda ist sich sicher, dass sie keine Chance hat auserwählt zu werden, da sie selber lange nicht die Attraktivste unter ihren Mitstreiterinnen ist. Auch im Kampf ist sie nicht die Beste. Dann kommt aber der Tyrann Rajah Tarek und wählt sie als seine Hundertste Frau und plötzlich wird Kalindas gesamtes Leben über den Haufen geworfen. 


    Kalinda ist mir persönlich sehr sympathisch. Sie akzeptiert ihr Schicksal aber versucht trotzdem es zu beeinflussen. Ich finde man kann sie fast eine kleine Rebellin nennen. Genau das ist auch was dem Rajah so an ihr gefällt, obwohl er trotzdem Grenzen in seinem Wohlwollen kennt. 

    Am aller besten gefällt mir die Entwicklung von Kalinda über die Geschichte hinweg. Zuerst ist sie eher schüchtern und glaubt nicht wirklich an sich selbst, aber mit der Zeit wächst sie und merkt, dass sie zu mehr fähig ist als sie jemals vermutet hätte. Auch die anderen Charaktere in der Reihe sind fantastisch und mir sehr ans Herz gewachsen. 


    Was mir auch super gefallen hat und was ich erstmal nicht richtig benennen konnte, war das Gefühl, dass die Geschichte sehr einfach zu lesen ist. Damit meine ich nicht, dass sie langweilig oder sonst wie schlecht ist sondern viel mehr, dass sie vor sich hinfließt und es überhaupt keine steinige Reise ist sondern das einfach alles super passt. Ich bezweifle das man versteht was ich meine. Na ja, es ist auf jeden Fall so, dass das Buch mich süchtig gemacht hat. Ich habe sogar schon mit dem zweiten Band angefangen. Momentan habe ich noch die Zeit dafür aber bald nicht mehr und es gibt noch fast drei Bände. Mal sehen, wahrscheinlich wird es ein Kampf zwischen: „Ich will den ganzen Tag lesen!“ Und „Du weißt genau, dass du noch viel Arbeit vor dir hast.“

    Bin schon gespannt wer gewinnen wird :)


    Allem in allem finde ich das Buch super weiterempfehlenswert. Ich finde es toll und habe sehr große Hoffnungen, dass mir die nächsten Teile genau so gut gefallen werden. Bis jetzt hat mich der zweite Band noch nicht enttäuscht :) Ich glaube es ist sehr offensichtlich, dass ich diesem Buch mit ganzem Herzen 5/5 Sterne gebe und dabei überhaupt gar nichts bereue. 



  7. Cover des Buches Das Spiel der Götter - Die eisige Zeit (ISBN: 9783442269907)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter - Die eisige Zeit

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Medienjournal
    Wenn der von Steven Erikson erdachte Kontinent Genabackis in Das Spiel der Götter 4: Die eisige Zeit mittlerweile vor übernatürlichen Wesenheiten nur so wimmelt, schmälert das in keiner Weise die Faszination seines Fantasy-Epos und er unterstreicht eindrucksvoll, dass die Geschichte scheinbar gerade erst begonnen hat, während man sich als Leser über ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern freuen darf. 
    Mehr gibt es unter: 

    http://medienjournal-blog.de/2014/07/review-das-spiel-der-goetter-4-die-eisige-zeit-steven-erikson-buch/
  8. Cover des Buches Queen and Blood (ISBN: 9783736307056)
    Amy Harmon

    Queen and Blood

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Kathisbooks

    Nachdem mir Band Eins so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch Band Zwei lesen. 

    Die Geschichte selbst spielt zwar in der gleichen Welt, hat jedoch andere Protagonisten, als der erste Teil und ist somit keine Fortsetzung des ersten Teils. Trotz dessen trifft man aber auch die Charaktere des ersten Bandes wieder. 

    Wie schon in Band 1, ist der Schreibstil einfach etwas besonderes. Die Geschichte ist wundervoll poetisch geschrieben, was erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Irgendwann fand ich aber grade das einfach toll. Die Geschichte selbst ist einfach magisch, romantisch und herzzerreißend und bietet definitiv alles, was das Fantasyherz begehrt. Die Welt ist unglaublich interessant und phantasievoll gestaltet und ich wäre am liebsten noch ein wenig länger geblieben. 

    Allerdings hat mir, auch wenn ich die Grundidee der Geschichte und besonders die Charaktere toll fand, auch hier ein wenig die Spannung gefehlt. Besonders im Mittelteil wurde das Buch ein wenig langatmig. 

    Alles in allem aber eine schöne Geschichte, die ich Romantasyfans absolut empfehlen würde. 

  9. Cover des Buches Der Kuss des Kjer (ISBN: 9783641046798)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Kjer

     (1.132)
    Aktuelle Rezension von: _sommerrose_

    Mit "Der Kuss des Kjer", erschafft die Autorin ein wunderbares und mitreißendes Fantasy-Buch, in dem wir die Heilerin Lijanas auf ihren Abenteuern begleiten.

    Lijanas ist eine Heilerin vom Volk der Nivard und wird durch einen Trick in die Gewalt von Mordan und seiner Truppe, die den kriegerischen Kjer angehören, gebracht. Natürlich ist die junge Frau alles andere als begeistert und versucht nicht nur einmal zu fliehen. Mordan möchte die Heilerin schnellstmöglich zu seinem König bringen, da dieser ihm den Befehl gab sie zu entführen, doch auf dem Weg dahin, muss er sich nicht nur einer Herausforderung stellen. Im Laufe der Zeit kommen Lijanas und Mordan sich trotz aller Umstände immer Näher. Doch was hat der König der Kjer vor? Es wartet eine tödliche Überraschung auf beide....

    Dies ist mein erstes - aber garantiert nicht mein letztes! - Buch der Autorin. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen und geliebt! Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, detailliert und ausführend. Man hat die ganze Zeit ein Kopfkino laufen, da die Autorin Handlungen, Orte und Figuren bildhaft darstellt. Der Spannungsbogen wird durchgehend aufrecht erhalten bzw. aufgebaut, sodass man immer wissen möchte wie es weiter geht.

    Die Protagonisten sind allesamt gut ausgearbeitet und realistisch. Mordan und seine Truppe wirken anfangs einschüchternd, aber im Laufe der Handlung schließt man sie in sein Herz. Ein tolles Team! Lijanas ist tough und lässt sich von den Kjer nichts sagen, jedoch ist sie auch etwas naiv - ich mochte sie vom ersten Moment an. Die Chemie zwischen Mordan und Lijanas stimmt einfach, genial zu lesen!

    Das Buch wird abwechselnd aus mehreren Sichten geschrieben, hauptsächlich aus Lijanas und Mordans Sicht, aber auch aus der Perspektive einiger anderer Figuren. Anfangs kann das ein bisschen verwirrend sein, aber wenn man einmal in der Handlung drin ist, passt das und ist super spannend.

    Die Handlung mochte ich sehr gerne! Es ist mal was komplett anderes und ich habe noch nichts ähnliches gelesen. Schade, dass es keinen zweiten teil gibt. Die Idee hat echt mega viel Potenzial!

    Ich spreche eine klare Leseempfehlung an alle Fantasy Fans und an sonstige Interessierten aus - es lohnt sich!

  10. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein erstes Buch von Sofi Oksanen, meine erste Finnin. Eine heftige Geschichte, die ich leider auch ein wenig genau so erwartet habe: Stalinismus, Missbrauch, Propaganda, Parteizugehörigkeit, Verrat. Der Familie Pekk bleibt nichts erspart.

    Aliide Truu lebt in einem alten Bauernhaus mitten in der Provinz von Estland. Sie hat ein schweres Leben hinter sich, von dem sie stark gezeichnet ist. Eines Tages taucht ein Mädchen vor ihrer Tür auf. Obwohl Aliide skeptisch ist und stets das Schlimmste befürchtet, nimmt sie das Bündel von Mensch mit in ihr Haus.

    Das Bündel Mensch entpuppt sich als eine junge, russische Frau namens Zara, die auf Grund scheinheiliger Versprechungen in den Westen geflohen ist und dort ein leider sehr übliches Schicksal erleiden musste: Sie gerät in die Prostitution. Die beiden Frauen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren, dabei verbindet sie eine recht ähnliche Leidensgeschichte. Während Zara sich also bei Aliide versteckt, versucht sie gleichzeitig herauszufinden, ob es sich bei Aliide tatsächlich um die Schwester ihrer Großmutter handelt.

    Ein Buch, bei dem mich das Gefühl beschleicht bestimmte Nationalitäten schreiben stets über bestimmte Themen. Gab es tatsächlich nichts anderes als politisch auf der richtigen Seite zu stehen? Macht? Unterdrückung? Folter und Missbrauch? Es scheint wohl so.

    Die Geschichte beider Frauen erscheint mir so typisch. Warum trifft es immer die Gleichen? Warum setzen sich diese Leiden in der gesamten Familie fort? Ist es wie ein Teufelskreis, dem man einfach nicht entfliehen kann?

    Eindringlich beschrieben bleibt man doch betroffen zurück und ich kann wirklich nicht sagen, ob es am Ende ein gutes Buch war.

  11. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Ein Buch, dass mit empfohlen wurde und da war ich dann doch enttäuscht, aber das kann ja mal vorkommen.

    Worum geht es? Die Geschichte spielt in ferner Zukunft und ganz England ist von einer riesigen Mauer umgeben, die es zu verteidigen gilt. Die Mauer und die Verhältnisse, die damit einhergehen sind seit dem sogenannten „Wandel“ so. Und alle jungen Engländer müssen, egal ob männlich oder weiblich, ihren zweijährigen Dienst auf der Mauer ableisten. Ziel dieses Dienstes ist es „die Anderen“, also all diejenigen, welche nicht innerhalb der Mauer leben, am eindringen zu hindern, sprich abzuwehren und letztendlich auch zu töten. Sollte dies nicht gelingen, und „die Anderen“ können eindringen, werden die Verteidiger als Strafe aufs Meer verbannt.

    Grundsätzlich kein schlechtes Thema, wie ich finde, aber aus meiner Sicht völlig an einem guten, spannenden Roman vorbei geschrieben. Der Klappentext erwähnt Parallelen zur aktuellen Einwanderungspolitik, Migranten und auch dem Brexit was ich allerdings überhaupt nicht so empfinde beim Lesen. Der Roman ist für mich alles andere als politisch und auch die Erwähnung im Klappentext von „hochgradig spannend“ kann ich nicht nachvollziehen.

    Den Schreibstil des Autors finde ich ja noch in Ordnung, aber dann verlässt mich die Euphorie. Aus meiner Sicht wären spannende Momente da gewesen, die hätten wesentlich intensiver beschrieben werden können – sogar müssen. Aber so plätschernde Geschichte von einer Belanglosigkeit zur nächsten und das schlechte Wetter auf der Mauer schein die einzige Konstante im Roman zu sein.
    Mir war der erste Teil „auf der Mauer“ zu langatmig, zu langweilig und zu wenig aufregend. Der zweite Teil „Die Anderen“ war dann leider auch nicht spannender, denn ich hätte gern erfahren, warum die Mauer da ist, warum die „Anderen“ auf dem Meer umherirren und hinter die Mauer wollen und wer die „Anderen“ denn überhaupt sind und wo sie herkommen. Und dann im dritten Teil „Das Meer“ erfahre ich auch nicht wirklich etwas wichtiges, spannendes, etwas das mich mitreißt, mich mitnimmt auf eine tolle, aufregende und spannende Reise. Vielmehr verliert sich die Geschichte immer mehr in belanglosen Handlungen, und die möglichen spannenden Momente werden dann, meines Erachtens durch extrem schwache Dialoge und schwache Charaktere zunichte gemacht. Und das Ende? Na ja, was soll ich sagen…….anders als erwartet, aber alles in allem ist „die Mauer“ für mich nicht das was ich mir erwartet oder erhofft hatte. Wirklich sehr schade. Deshalb nur noch zwei von fünf *. Sorry

  12. Cover des Buches Woyzeck. Leonce und Lena (ISBN: 9783872911476)
    Georg Büchner

    Woyzeck. Leonce und Lena

     (444)
    Aktuelle Rezension von: hausknechthilde
    Ein Klassiker der Weltliteratur, dessen Sprache ich immer noch sehr genieße. Schade, dass die Epoche vergangen ist.
  13. Cover des Buches Der Glöckner von Notre Dame (ISBN: 9783734729041)
    Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre Dame

     (288)
    Aktuelle Rezension von: SaniHachidori

    Im Folgenden werde ich euch sehr ausführlich meine Eindrücke schildern. Ich kann euch versprechen, dass dies schon die Kurzform im Gegensatz zu dem Buch selbst ist. Allerdings kann ich euch auch versprechen, dass dies wohl die längste Rezension meiner Laufbahn wird. :D

    Anmerkungen:
    * Die Geschichte des Glöckners von Notre-Dame ist gemeinhin bekannt und schon im Jahre 1831 erschienen. Daher gibt es hier keinen direkten Spoiler-Hinweis; allerdings die lieb gemeinte Anmerkung, dass ich das Werk in seiner Gesamtheit beleuchten und auch einige Vergleiche zum bekannten Disney-Film ziehen werde. Wer also das Buch oder den Film nicht gespoilert bekommen möchte, sollte eventuell von der Lektüre dieses Beitrags absehen. :)
    ** In diesem Artikel werden Begriffe genutzt, die in der Originalschrift verwendet, aus heutigen Gesichtspunkten allerdings kritisch bewertet werden könnten. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich von Rassismus, Chauvinismus und allen anderen Arten von Diskrimierung klar distanziere. Um dieses Buch im Stil seiner Veröffentlichungszeit zu bewerten, werden zu eurer Information die Originalwörter benutzt, die allerdings nichts mit meiner persönlichen Gesinnung zu tun haben.
     


    INHALT:

    Ich warne euch vor: Es wird nicht einfach, den geballten Inhalt und meine Eindrücke auf den Punkt zu bringen.

    Fangen wir doch einfach bei den Charakteren an. Denn ein ganz großer Unterschied zwischen der Originalgeschichte und dem Disney-Film, sind die Figuren. Da gibt es nicht nur Personen, die im Film gar nicht vorhanden sind, sondern auch Figuren, die im Film zusätzlich erfunden wurden. Auch das Verhalten bzw. das allgemeine Gebärden ist unterschiedlich. 


    "Freundschaft heißt Bruder und Schwester sein, zwei Seelen, die sich berühren, aber nicht vermengen, zwei Finger an einer Hand." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.132 -


    Welche Charaktere gibt es nun also, die es auch im Film gibt?

    Da wäre natürlich zunächst Quasimodo, Glöckner und Patron für den Titel des Buches. Dieser ist ähnlich bemitleidenswert wie sein Filmbruder.
    Im Buch hat Quasimodo einen Buckel, große Hände, aber auch entstellte Beine und nur ein Auge. Zudem ist er taub, durch seine Tätigkeit als Glöckner und hört nur einen sehr hohen Ton aus einer Pfeife. Seine Haare sind struppig und er wird oftmals als hässlich tituliert. Damit hat er es nochmals um einiges schwerer als die Filmversion.
    Quasimodo war für mich die mit Abstand sympathischste und gutmütigste Person im gesamten Buch. Er war zwar auch brutal, allerdings fand ich es toll, dass die sanfte Stimme, die beschrieben wurde, auch im Film eingebaut ist. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Protagonist erst im letzten Drittel des Buches so richtig aktiv wurde. Vorher war er doch recht blass und ist einfach nicht richtig zum Zug gekommen.
    Doch wo kommt Quasimodo eigentlich her?
    Im Buch verläuft das ganze etwas anders als im Film, wo Frollo den Tod von Quasimodos Mutter verschuldet und wo er dies auf Anraten des Archidiakons mit der Aufnahme des unglücklichen Kindes aufwiegen soll. Im Original hat eine Frau, die früher ein Freudenmädchen war, ihr Glück in der Mutterschaft gefunden. Eines Tages wird ihr die Tochter gestohlen und anstatt derer ein entstelltes Kind hinterlassen. Das nun ist Quasimodo. Die Frau bringt das entstellte Kind daraufhin nach Paris und legt es vor der Kirche auf einen Altar, der für Findelkinder vorgesehen ist. Aufgrund einer gaffenden Menge wird der Archidiakon bzw. Priester Frollo auf Quasimodo aufmerksam und fühlt sich aus Mitleid verpflichtet, das Kind an sich zu nehmen.

    Ebenfalls vorhanden war Esmeralda, die schöne Zigeunerin und ihre Ziege Djali. Im Buch weicht vor allem Esmeralda sehr von der Filmdarstellung ab. Sie ist nicht nur naiv, sondern auch völlig verblendet in ihrer Liebe zu Phoebus. Natürlich ist sie im Buch ebenfalls eine begnadete Tänzerin und genießt ein hohes Ansehen unter den Zigeunern. Sie wird als deren "heilige Jungfrau" bezeichnet. Tatsächlich ist Esmeralda noch eine Jungfrau, da sie ein Zauberamulett trägt, welches sie zu ihren Eltern führen soll - denn auch sie ist ein Findelkind - das Amulett funktioniert aber nur in Jungfräulichkeit.
    Die Ziege ist ebenso begabt wie im Film, hat allerdings goldene Hörner und Hufe. 

    Wer aufgepasst hat - Phoebus de Châteaupers habe ich gerade schon erwähnt. Nur leider ist auch dieser Protagonist ganz anders als im Film. Im Buch suchen wir vergeblich nach dem charmanten, wortgewandten und gerechten Ritter, der sich in Esmeralda verliebt und alles für sie aufs Spiel setzt. Tatsächlich ist er das genaue Gegenteil. Er ist zwar Bogenschütze in der Stadtwache, aber er jagt jedem Rockzipfel hinterher, verzecht seine Nächte und verprellt seine Verlobte mit seinem unmöglichen Verhalten. Esmeralda findet er zwar attraktiv, aber mehr als körperliches Verlangen steckt ehrlicherweise nicht dahinter. Auch ist er nicht der strahlende Ritter und weder rettet er Esmeralda, noch steht er wirklich zu ihr. Sein Spaß und sein Ruf stehen im Vordergrund. Ein höchst unsympathischer Geselle.

    Natürlich darf auch der Bösewicht Claude Frollo nicht fehlen. Anders als im Film, ist er selbst der Archidiakon. Trotz seiner Priester-Tätigkeit beschäftigt er sich mit Alchemie und der Wissenschaft. Sein Geist war sein Leben lang auf das Lernen aus, bis er Esmeralda das erste Mal erblickt. Auf einmal kann selbst die Wissenschaft ihn nicht mehr ablenken, denn er denkt immerzu an dieses Mädchen. Seine Begierde wächst ins Unermessliche und wird eine wahre Obsession. Er stellt ihr nach und versucht sie wie im Film durch die Androhung ihres Todes dazu zu bewegen, ihn zu heiraten.

    Ein wunderbarer Charakter im Film, der im Buch keine so große Rolle bekam, wie ich es mir gewünscht hätte, war Clopin Trouillefou, den wir aus der Filmumsetzung als charismatischen Anführer der Zigeuner kennenlernen, der wie ein Narr jedes Schauspiel - und sei es eine Hinrichtung - auf die komödiantische Spitze treibt und zudem die Geschichte des Glöckners erzählt. Im Buch ist er zwar ebenfalls König der Zigeuner, aber für meinen Geschmack viel brutaler und skrupelloser. Er blieb mir auf Dauer zu blass, um mich zu begeistern, weil er nur am Rande eine Rolle spielte.


    Welche Charaktere gibt es nur im originalen Buch, aber nicht im Film?

    Eine Person, die schon zum Anfang des Buches eine Rolle spielt, im Film aber nie auftaucht, ist der Dichter Pierre Gringoire. Wir lernen ihn deprimiert und resigniert kennen, denn sein Schauspiel zum Festtag wird nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht und von der Wahl des Narrenkönigs überschattet. Um seinen Lebensunterhalt gebracht, schleicht er durch die Gassen und wird in einen Konflikt verwickelt, in dem er die schöne Esmeralda zu retten versucht. Er folgt ihr anschließend und entgeht einer Hinrichtung, indem er mit Esmeralda verheiratet wird. Danach schließt er sich den Zigeunern an. Er versucht zwar, die Gunst Esmeraldas zu erringen, ist aber ein anständiger Kerl, der seine Bemühungen schlussendlich einstellt - immerhin hatte sie durch die Heirat verhindert, dass er stirbt. Er hat sowohl Kontakte zu den Zigeunern als auch zu Frollo, was ihn zu einer wichtigen Randfigur macht, die fast schon zu einem Protagonisten avanciert - gerade wenn man den Anfang des Buches betrachtet. Gefallen findet er sehr an der Ziege Esmeraldas, über die er oft sagt, welch schön geratenes Tier sie doch ist.

    Ebenfalls nie im Film erwähnt wird Jehan Frollo du Moulin, der kleine Bruder von Frollo. Dieser wurde zum Waisen und Frollo nahm seinen kleinen Bruder daraufhin bei sich auf, um ihn zu einem ebenso gelehrten Menschen zu erziehen, wie er selbst einer war. Jehan ist zurzeit der Geschichte des Glöckners ein Student und nicht eben brav. Er schlägt leider in eine gänzlich andere Richtung als Frollo es sich erhoffte - versauft sein Geld und frönt dem Rebellentum. Dauerhaft pleite, bittet er Frollo nicht nur einmal um eine finanzielle Unterstützung, was seinem großen Bruder immer mehr zuwider wird. Am Ende wendet sich Jehan ab, wird ein Mitglied der Zigeuner und zieht mit diesen gegen Notre-Dame, wo er schließlich umkommt.

    Eine immer wieder auftauchende Person im Buch ist die Klausnerin, eine alte, verhärmte Frau, die verrückt zu sein scheint. In ihrer Klause haust sie schon viele Jahre und lebt nur von dem, was mildtätige Menschen ihr durch die Gitter reichen. Einen ganz besonderen Hass hat sie auf die Zigeuner, da sie ihr ihre Tochter genommen haben. Da klingelt es wahrscheinlich bei euch - genau diese Person ist die unglückselige, bestohlene Mutter, die Quasimodo nach Paris brachte. Sie trägt immerzu einen kleinen Schuh ihrer Tochter bei sich, der nach dem Verschwinden zurückblieb. Am Ende stellt sich heraus, dass ihre entführte Tochter die Esmeralda ist, die sie so erbittert hasst.

    Es gibt noch weitere Nebencharaktere wie bspw. Ludwig XI. oder Verbündete von Clopin, die für mich allerdings keine so tragende Rolle spielten, dass ich sie hier erklären müsste.


    Welche Charaktere aus dem Film sind nicht im Buch enthalten?

    Wie ihr lesen konntet, ist Frollo im Buch ein Priester und nicht der Richter. Deswegen fällt der aus dem Film bekannte Archidiakon, der Frollo ermahnt, im Original leider weg. Dabei mochte ich diese Figur im Film immer sehr gern, weil er so freundlich war.

    Es war sehr traurig, dass es sie nicht gab, aber das war zu erwarten - die Rede ist von den Wasserspeiern. Sie waren im Film Quasis einzige Freunde. Im Buch hat er einfach niemanden an seiner Seite. Im Film heißen die Wasserspeier Victor, Hugo und Laverne, was eine Hommage an den Autoren dieser Geschichte darstellt. Hugo hat ähnlich wie Gringoire eine Vorliebe für Djali, was ein sehr süßes Detail ist, was aus dem Buch entlehnt wurde.


    Gibt es Szenen im Buch, die Szenen im Film ähneln?

    Es mag erstaunen oder auch nicht - tatsächlich sind die Szenen, die zwischen Buch und Film übereinstimmen sehr gering. Mir fallen nach der Lektüre spontan einige Szenen ein, beispielsweise als Quasimodo auf einem Rad festgebunden und im Film mit Tomaten beworfen wird. Diese Szene gibt es ähnlich auch im Buch, wo es allerdings sehr viel brutaler zugeht und Quasimodo mit Steinen beworfen wird und vorher mit einer Peitsche gepeinigt wird.

    Die zweite Szene, die mir einfällt ist tatsächlich relativ am Ende, als Esmeralda im Film verbrannt und im Buch erhängt werden soll. Frollo bietet ihr an, dass er sie rettet, wenn sie ihn heiratet. Diese Szene ist ziemlich deckungsgleich zwischen beiden Medien.

    Weiterhin sind der Sturm auf Notre-Dame, die Rettung Esmeraldas und der Schrei nach Asylrecht und der Todessturz von Frollo annähernd übereinstimmende Szenen.


    Die Handlung des Buchs


    " '(...) das wird noch ein schlimmes Ende nehmen.'
    ' Aber der Anfang war schön gewesen.' " - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 350 -


    Mir fällt es unglaublich schwer, die Handlung herunterzubrechen, aber ich mag es versuchen. Die Handlung wurde immer wieder durch Kapitel unterbrochen, die zur Haupthandlung nichts beitrugen, weswegen man etwas den roten Faden verloren hat.

    Wie ihr in der Charakterbeschreibung schon lesen konntet, werden eine Vielzahl von Handlungssträngen unterschiedlichster Personen verfolgt. Diese kreuzen sich immer wieder mal und laufen dann wieder auseinander.

    Am Anfang begegnen wir Gringoire, der wie gesagt sehr deprimiert ist, weil er um seinen Lebensunterhalt als Dichter gebracht wurde. Schuld daran ist die Wahl des Narrenpapstes, zu der auch Quasimodo das erste Mal die Bühne betritt. Er selbst wird Narrenpapst.
    Er versucht Esmeralda zu retten, als der Glöckner sie entführen will. Die Entführung geschieht auf Geheiß von Frollo. Gringoire scheitert kläglich an Esmeraldas Rettung und stattdessen hilft Phoebus der schönen Zigeunerin. Als Gringoire der Zigeunerin folgt, gerät er in den sagenumwobenen Hof der Wunder und sieht sich nun dem Galgen gegenüber. Seine einzige Chance ist eine verzweifelte Zigeunerin, die ihn zum Mann will.
    Derweil wird Quasimodo aufgrund seiner Tat, Esmeralda entführen zu wollen, zu einer Strafe am Pranger verurteilt. Nach seiner Peinigung taucht Esmeralda selbst auf, um ihm etwas zu Trinken zu geben.
    Danach rettet Esmeralda Gringoire das Leben, da sie ihn aus Mitleid zum Mann nimmt. Die beiden werden für vier Jahre verheiratet. Esmeralda will allerdings nichts von Gringoire wissen und träumt nur immerzu von ihrem Retter Phoebus. Außerdem trägt sie ein Zauberamulett, welches ihr helfen soll, ihre Eltern zu finden. Dieses funktioniert aber nur, solange sie Jungfrau bleibt. Sie weist Gringoire mehrmals ab. Daraufhin entwickelt sich zwischen Gringoire und der Ziege Djali eine besondere Zuneigung.
    Esmeralda trifft sich schließlich mit ihrem geliebten Phoebus. Dieser ist jedoch nicht auf ihre Liebe, sondern ihren Körper aus. Zudem weiß er nicht, dass Claude Frollo ihn verfolgt. Frollo konfrontiert ihn, will ihn töten, doch schlussendlich treffen sie eine Abmachung. Da Phoebus das Zimmer, in dem er sich mit Esmeralda trifft, nicht bezahlen könnte, übernimmt dies Claude Frollo. Als Gegenleistung darf er den beiden bei ihrem Stelldichein zuschauen. Das allerdings erzeugt in Frollo eine rasende Eifersucht und er sticht Phoebus nieder. Esmeralda fällt in Ohnmacht und wird von Frollo geküsst, welcher daraufhin flieht.
    Esmeralda wird anschließend des Mordes an Phoebus und der Hexerei angeklagt. Unter Folter gesteht sie und wird zum Tod durch Erhängen verurteilt. Ihre Ziege wird ebenfalls zu diesem Schicksal verdammt.
    Claude Frollo bietet Esmeralda am Tage der Hinrichtung an, ihn zum Mann zu nehmen, dann würde er sie vor dem Galgen bewahren. Sie erkennt in ihm den Mörder von Phoebus und weist ihn ab. In diesem Moment sieht sie aber auf einem Balkon eben diesen Mann, in den sie sich verliebte - Phoebus lebt - aber an seiner Seite ist eine andere Frau.
    Quasimodo rettet Esmeralda vor der Hinrichtung und bringt sie nach Notre-Dame, wo sie dem Asylrecht unterliegt und sie somit unantastbar wird. Allerdings wird die Kirche für Esmeralda dadurch auch zu einem Gefängnis. Quasimodo sorgt für Esmeralda - bringt ihr Essen oder Blumen - und versucht immer wieder, mit ihr zu sprechen. Sie lässt sich zwar kurz darauf ein, versinkt aber dennoch wieder in ihrer Sehnsucht nach Phoebus. Auch Quasimodos Hässlichkeit stößt sie zu sehr ab, als dass sie Freunde werden könnten. Eine Pfeife, die sie von ihm erhielt, um ihn zu rufen, warf sie achtlos auf den Boden.
    Als Frollo erfährt, dass Esmeralda Unterschlupf in Notre-Dame gefunden hat, schleicht er sich in der Nacht dorthin und überfällt sie geradezu. Er kann seine Begierde nicht mehr zurückhalten. Nur Quasimodos Pfeife verhindert Schlimmeres.
    Gringoire wurde von Frollo dazu angestachelt, Esmeralda aus Notre-Dame zu befreien und die gesamte Zahl der Zigeuner ebenfalls dazu zu bewegen. So kommt es, dass alle Zigeuner aus Paris gegen Notre-Dame in den Krieg ziehen. Dabei sterben viele Angehörige und auch Quasimodo verteidigt die Kirche und Esmeralda erbittert. Dennoch kann er es nicht verhindern, dass Esmeralda schließlich doch noch hingerichtet wird. Daraufhin stößt Quasimodo seinen Ziehvater Frollo von Notre-Dame in die Tiefe. Quasimodos Skelett wird später in Esmeraldas Grab eng umschlungen mit ihren Knochen gefunden.

    Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich vor allem von dem Ende sehr geschockt und auch etwas enttäuscht. Tatsächlich sterben auch viele Nebenfiguren, wie beispielsweise der jüngere Bruder Frollos oder auch Clopin, der König der Zigeuner. Der unerträglich arrogante Phoebus ist neben Gringoire die einzige gewichtige Person, die wirklich überlebt. Gringoire bringt am Ende nochmal etwas Humor in die Geschichte, weil er die liebgewonnene Ziege von Esmeralda vor dem Galgen retten kann und mit ihr fortan zusammenlebt.

    Da die Filmumsetzung so komplett anders ist als das Originalwerk, fällt es mir schwer, einen wirklichen Vergleich zu ziehen. Ich kann nur bemerken, wie viel besser mir der Film ausnahmsweise gefällt. Er bringt alles auf den Punkt und vermittelt dabei wichtige Werte. Das Buch konzentriert sich auf sehr viele unterschiedliche Personen und das in einem Detailgrad, der es schwierig macht, eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.


    SCHREIBSTIL:


    "An diesen lichten, lauen Tagen voll verhaltener Weihe, gibt es einen Moment, wo das Portal von Notre-Dame zu noch größerer Schönheit aufblüht als sonst, dann nämlich, wenn die schon westwärts sinkende Sonne der Kathedrale fast gegenübersteht und sie aus dieser Sicht bescheint." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 303 -


    Victor Hugo schreibt ohne Zweifel meisterhaft. Das sprachliche Niveau ist wirklich sehr hoch. Er beschreibt bildhaft, spielt mit den Worten und findet immer wieder bezaubernde Vergleiche, die einer Situation den letzten Schliff verpassen können.
    Leider verstand er es genau so gut, in ewig langen Passagen von der Haupthandlung abzuschweifen. Alles, was ich in der Handlung beschrieben habe, ist eine Zusammenfassung des roten Fadens. Um diesen sind aber etliche Kapitel über Nebenpersonen oder auch einzelne Kapitel mit 30 Seiten Architekturbeschreibung gebaut. Das macht das Lesen sehr schleppend und gibt einem das Gefühl, mit der Handlung nicht voranzukommen, obwohl etwas passiert.
    Neben der Architektur, wird auch das Interior oft bis ins kleinste Detail beschrieben. Offensichtlich war der Autor ein großer Liebhaber der Baukunst, denn er wusste nicht nur alle Elemente zu benennen, sondern appellierte bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Leser, um für den Erhalt der Kulturstätten und der Architektur vergangener Zeiten zu werben. Sicherlich muss anerkannt werden, dass gerade auf Bauwerke bezogen, der Text ein wahres historisches Zeugnis ist. Auch die Eigenarten und Ansichten der Zeit des Glöckners sowie von Hugos Zeitalter sind wertvolle Dokumentationen für die Nachwelt, um ein Gefühl für frühere Epochen zu bekommen. Jedoch schreibt Hugo oft aus Sicht des Autors und damit positioniert er sich für einige Ansichten meiner Meinung nach zu klar und leider auch etwas enttäuschend. Von einem Autoren, der Weltliteratur schrieb erwarte ich einfach anderes.
    So wie Victor Hugo sich auf das Schreiben von Abschweifungen verstand, so begabt war er auch in der Darstellung von unfassbar unsympathischen Charakteren. Gerade Phoebus ist für Liebhaber des Films im Buch eine moralische Enttäuschung. Selbst Esmeralda ist keine Person, mit der mitgefiebert werden könnte, da sie viel zu einfältig und hörig ist. Noch dazu besitzt sie ein so geringes Selbstbewusstsein, dass es erstaunlich ist, was für eine starke Frau sie in der Filmumsetzung geworden ist.

    Man kommt nicht umhin, zu betonen, wie sehr dieses Werk zwischen komödiantischen Einlagen, grotesken Vorkommnissen und Brutalität schwankt. Leider waren die Dialoge zuweilen recht kitschig und überzogen - andererseits wieder furchtbar trocken und fad. Dieses Wechselspiel machte das Leseerlebnis etwas unstet und auch langatmig.


    Die dunklen Seiten des Buches

    Das Buch "Der Glöckner von Notre-Dame" spielt zwar im 15. Jahrhundert, wurde von Victor Hugo aber Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben.
    In diese Buch werden einige Themen oder auch Ansichten besprochen, die aus heutiger Sicht problematisch sind.
    Da wäre zum Einen der offenkundige Rassismus. Hierbei rede ich nicht nur von der Benutzung des Wortes Zigeuner und deren Darstellung als gefährliche, zügellose und hinterhältige Personen, sondern auch von ein paar Andeutungen in andere Richtungen. Es gab da eine Stelle, als der Narrenkönig mit seiner Parade vorüberzieht, da wurden generalisierende Vergleiche und Klischees zu anderen Nationen gezogen. Auch über Menschen jüdischer Abstammung wurde einmal sehr deutlich hergezogen. Natürlich lag mir das während der Lektüre schwer im Magen und es war sehr unangenehm, so etwas zu lesen. Jedoch habe ich es mit einigen Leuten diskutiert und muss zu dem Schluss kommen, dass man Victor Hugo nicht für etwas verurteilen kann, was der damaligen Zeit geschuldet war. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir es aus heutiger Sicht nicht kritisch sehen dürfen.
    Etwas, was mir das Herz gebrochen hat, waren die Beschreibungen von Quasimodo und anderen körperlich behinderten Menschen. Diese Diskrimierung von Behinderten ist sicherlich historisch gesehen ebenfalls ein Makel der damaligen Zeit, jedoch hatte ich großes Mitleid mit diesen Menschen, weil die Beschreibungen sehr hart waren. Die Hässlichkeit der "Krüppel" war so abstoßend beschrieben und so mitleiderregend, dass mir dabei richtig mulmig wurde. Auch wird gut deutlich, dass diese Menschen zu damaligen Zeiten ausgegrenzt wurden, da sie in eigenen Vierteln bzw. Slums lebten und die Hygiene dort noch katastrophalere Ausmaße hatte.
    Damit eng verbunden ist die Darstellung der Kausalität zwischen Attraktivität und Intelligenz sowie Lebensglück. Es wird mehrmals deutlich gemacht, dass ein äußerlich hässlicher Mensch auch nichts erreichen wird. Es wird ein Zusammenhang zwischen den Fähigkeiten und der Attraktivität hergestellt. Das ist etwas, was mich nachhaltig beschäftigte, da das Aussehen eines Menschen noch so tadellos sein kann - er kann trotzdem eine völlig hohle Nuss sein. Offensichtlich herrschte zu damaligen Zeiten ein ganz anderes Bild vor.
    Und zum Schluss darf die gute alte Frauenfeindlichkeit nicht fehlen. Das war wirklich eines der Themen, was meine Lesepartnerin und ich oft kommentiert haben - weil es einfach viel zu häufig vorkam. Victor Hugo vermittelt in diesem Buch einfach so oft ein schlechtes Frauenbild, dass der Leser kaum noch aus dem Augenrollen herauskommt. Das reicht von "... weil alle Frauen das so machen" bis hin zu "Ich bin es nur wert, erniedrigt zu werden." und hat uns regelmäßig genervte Seufzer entlockt.


    FAZIT:


    "Der Stamm des Baumes wandelt sich nicht, das Laub dagegen sprießt nach eigener Lust und Laune." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.150 -


    Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, ist das Buch keines, welches mich vollends begeistern konnte. Mir fiel es noch nie so schwer, meine Gedanken zu einem Buch in Worte zu fassen, wie bei diesem hier. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist aber, dass ich einfach unendlich dankbar bin, dass ich dieses Werk von Hugo im Austausch mit meiner lieben Gabriela von Buchperlenblog lesen durfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch ohne den gegenseitigen Ansporn niemals beendet hätte. Auf jeden Fall bin ich stolz, dass ich mal wieder einen Klassiker gelesen, ein Buch von meinem SuB befreit und damit ein großes To-Do erledigt habe.

    Ein Buch, welches durch sprachliche Rafinesse glänzt. Allerdings wird der rote Faden zu oft verloren, Abschweifungen auf ganze Kapitel ausgeweitet und damit die Langatmigkeit provoziert. Die zum großen Teil unsympathischen Charaktere tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Ein historisches Zeugnis, welches leider auch aus diesem Grund oft kritisch zu betrachten ist und zwischen Brutalität, Albernheit und Groteskem schwankt.

  14. Cover des Buches Codex Alera 3 - Die Verschwörer von Kalare (ISBN: 9783442264124)
    Jim Butcher

    Codex Alera 3 - Die Verschwörer von Kalare

     (98)
    Aktuelle Rezension von: ThePassionOfBooks

    Zwei Jahre sind inzwischen vergangen und vieles hat sich verändert. Nur Tavi hat leider immer noch keine Elementarkräfte entwickelt und versucht dies zu verbergen wo es nur geht. Eine neue aleranische Legion soll gebildet werden, in der Tavi unter falschem Namen einen hohen Rang einnimmt, damit er ungehindert seiner Spionagearbeit nachgehen kann.

    Ich habe ein paar Kapitel benötigt um wieder in die Geschichte hineinzufinden, da der zweite Band doch schon länger her gewesen ist. Tavi ist nach wie vor mein Liebling und endlich erfährt man auch mehr aus seiner Vergangenheit, wodurch ich einige Dinge mit ganz anderen Augen sehe. Zudem wächst er mehr und mehr aus sich heraus und es macht unglaublich viel Spaß seine Entwicklung zu beobachten. Besonders in der großen Schlacht hat mich seine Raffinesse und Kühnheit mehrmals überraschen können.
    Seine Freundschaft zu Max, einem großen Elementarwirker, ist Tavi dabei eine große Stütze.
    Kusorin Amara hat mich ebenfalls von sich überzeugen können und sie zeigt deutlich wie weit die Liebe einer Mutter reicht und was sie alles bereit ist zu tun, um die Sicherheit ihrer Kleinen zu garantieren.

    Die Intrigen und Machtkämpfe nehmen kein Ende und dann landet auch noch die riesige Armee der Canim, wodurch ein großer Krieg bevorsteht. Fürst Kalarus ist ein Scheußal und in vielen Moment hätten ich am liebsten selbst zur Waffe gegriffen um ihn zur Strecke zu bringen.
    Der Autor versteht es seinen Leser völlig in die Welt von Alera zu ziehen und durch geschickte Wendungen bleibt das weitere Geschehen völlig unvorhersehbar. Die Atmosphäre ist dabei alles andere als idyllisch und Kampfstrategien und blutige Kampfszenen spielen immer wieder eine bedeutende Rolle. Für mich wurden die einzelnen Handlungsstränge hervorragend miteinander verwebt und haben schließlich zu einem fulminanten Höhepunkt geführt.

  15. Cover des Buches Flammen und Seide (ISBN: 9783499273551)
    Petra Schier

    Flammen und Seide

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Hermione27

    Rheinbach um 1673 wird zum Schauplatz des Krieges zwischen Franzosen und Holländern. Auch Madlen, Tochter eines Tuchhändlers, merkt die Auswirkungen des Krieges, weil Lieferungen ausbleiben. 

    Dann kommt auch noch ihre Jugendliebe zurück nach Rheinbach zurück, um einen Spion zu suchen. Ausgerechnet Madlens langjährigen Verlobten fragt er um Hilfe…

    Und Madlen scheint immer noch zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen zu sein… 



    Meine Meinung:

    Ich mag die historischen Romane von Petra Schier sehr gerne, weil sie immer sehr fundiert recherchiert sind und man sehr authentisch viel über den Alltag „ganz normaler“ Menschen zu der jeweiligen Zeit lernen kann. 

    Auch bei diesem Roman hat es mir wieder sehr gut gefallen, dass ich vieles über den Alltag der Menschen in Rheinbach zu einer Zeit, mit der ich mich bisher nicht intensiv beschäftigt hatte, lernen konnte. Über den Krieg zwischen den Franzosen und Holländern wusste ich bisher auch noch nichts. 


    Neben dem spannenden historischen Hintergrund hat mich auch die ruhige und flüssige Erzählweise direkt für den Roman eingenommen. Madlen war mir gleich sympathisch, denn sie ist sehr erfinderisch und engagiert als Tuchhändlerin und hat einfach das Herz am rechten Fleck. 

    Ihre Entwicklung auch in emotionaler Hinsicht hat mir sehr gut gefallen. 

    Daher ist der Roman auch ein wundervoller Liebesroman.  



    Fazit: 

    Diesen fundiert recherchierten und flüssig erzählten Schmöker kann ich sehr empfehlen! 


  16. Cover des Buches Dunkle Tage (ISBN: 9783866800724)
    Gunnar Kunz

    Dunkle Tage

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Industrielle Max Unger wird in dem Arbeitszimmer in seiner Villa grausam abgeschlachtet, und diesem Widerling trauert keiner so richtig nach. Seine Brüder haben längst eigene Pläne für das Familienunternehmen und mußten sich regelmäßig demütigen lassen, und als Vermieter hat er den Bewohnern seiner Dreckslöcher übel mitgespielt. Außerdem unterstützte er rechtsgerichtete Kreise, die zu der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Oberwasser gewinnen. Die Beschreibungen des Berlins zu Beginn der 20er Jahre sind gut gelungen, die Kriegsversehrten überall und die ärmlichsten Wohnbedingungen in den Mietskasernen werden sehr drastisch dargestellt, das politische rechtslastige Klima wird gut erzählt und der Kapp-Putsch im März 1920 nachvollziehbar eingebunden. Der Krimi ist aber ein einfacher Whodunit, und die Figurenzeichungen und deren Dialoge haben mich nicht gefesselt.
  17. Cover des Buches Blut und Silber (ISBN: 9783426638361)
    Sabine Ebert

    Blut und Silber

     (165)
    Aktuelle Rezension von: lille12

    Cover: Das Cover zeigt neben der jungen Frau (was ja irgendwie schon typisch für Historische Romane ist) im unteren Bereich eine brennende Stadt. Da "Blut und Silber" generell viel Krieg bot und es immer darum ging, Städte (wieder) für sich zu gewinnen, finde ich es sehr passend.

     

    Meinung: Ich stehe auf historische Romane und auf die Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Eigentlich habe ich nur ein Buch gesucht, welches ich dazwischen schieben kann, bis Jane und ich am Montag unsere 12 Momente beginnen. Weit gefehlt. Erst war ich überrascht als mein Kindle plötzlich 12 Stunden Lesezeit anzeigte, dann habe ich gelesen und gelesen und gelesen. Auch da war ich wieder überrascht - Wie konnte mich das Buch so mitreißen? Und warum habe ich geschafft, mich ständig wieder an das Schicksal von Marthe und Christian zu erinnern, auch wenn davon gerade nicht die Rede war?

    Wieder einmal hat Sabine Ebert mich vollends überzeugt und es geschafft, ihrer Hebammen-Saga einen gebührenden Abschied zu schenken.

    Blut und Silber zählt eigentlich nicht zur Hebammen-Saga, meiner Meinung nach ist es aber empfehlenswert, diese  vorher oder gar nicht zu lesen, weil man sonst zu viel über das Schicksal von Marthe und Christian erfährt.

    Besonders gefallen hat mir das ausführliche Nachwort, in dem die Autorin aufzeigt, dass nahezu alles, was sie geschrieben hat, tatsächlich so passiert ist. Die gründliche Recherche überzeugt mich immer wieder. 

    Jetzt aber mal näher zum Buch. Natürlich sind mir Änne und Sibylla gleich ans Herz gewachsen, als ich das erste Mal ihre Namen gelesen habe - beide hatten ein schweres Schicksal zu tragen ehe sie sich kennenlernten. 

    Ich mochte auch die Art von Markus (in den ich mich selbst hätte verlieben können) und von Ulrich von Maltitz sehr gern. Die Charaktere sind nicht aalglatt und haben immer wieder Rückschläge zu verkraften. Auf unerklärliche Weise war mir der Medicus total unsympathisch. 

    So jetzt werde ich das Buch erst einmal etwas sacken lassen - es wurde nämlich eben erst beendet.

     

    Fazit: Schon für die gründliche Recherche hätte Sabine Ebert viele Preise verdient. Diese historischen Ereignisse dann noch in einen so fulminanten Roman zu packen, kann nicht leicht gewesen sein und ich spreche an dieser Stelle meinen ganzen Respekt aus. Natürlich spielt immer auch etwas Schicksal dazu, aber ohne wäre es ja langweilig, oder?

    5 von 5 Mäxchen!

     

    Apropos... Der lässt in den nächsten Tagen bestimmt auch noch etwas von sich hören. Momentan verdaut er noch "Blut und Silber".



    mehr auf http://celinesbuchwelt.jimdo.com

  18. Cover des Buches Götz von Berlichingen (ISBN: 9783123525773)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Götz von Berlichingen

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Goethe studierte, bevor er die Arbeiten am "Götz von Berlichingen" aufnahm, die Autobiographie des Ritters, die 1731 erstmals unter dem Titel "Lebensbeschreibung des Herrn Götzens von Berlichingen" erschien. 1771 hatte der Autor auch eine Urfassung fertig, den "Urgötz", den aber nur wenige Auserwählte, wie Herder und Lenz, zu lesen bekamen. Erst in der "Ausgabe letzter Hand" der Goethe-Werke wurde die Urfassung 1832 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bevor die uns bekannte erste Druckfassung des "Götz von Berlichingen" 1773 erschien, überarbeitete Goethe den "Urgötz" noch einmal reichlich. Er schrieb Szenen um und neu und wurde auch sprachlich entschärft. Dennoch bot dieses Stück, dass Goethe zusammen mit seinem Freund Mercks im Selbstverlag auf eigene Kosten herausgab, genügend Zündstoff für Diskussionen. Es ist zwar auf dem ersten Blick ein historisches Drama, aber Goethe hat in diesem historischen Gegenstand seine Kritik an der Gegenwart dargeboten. - So betrachtet ist es ein Charakter- und Gesellschftsdrama mit zeitgenössischem Bezug. Der Ritter Götz von Berlichingen, der dem Kaiser und ansonsten niemanden zur Treue verpflichtet ist, befindet sich in Fehde mit dem Bischof von Bamberg. Dieser hat Götzens Sohn in seine Gewalt gebracht und versucht den Ritter unter Druck zu setzen. Berlichingen wehrt sich aber und er unterstützt diejenigen, die ebenfalls etwas gegen den Bamberger und dessen Vasallen haben. Zudem ist sein früherer bester Freund, Weislingen, zum Bischof übergelaufen und unterstützt diesen nun im Kampf gegen den Ritter Götz. Der Bischof sieht in Götz Zügen gegen des Bischofs Verbündete ein Verspotten des Kaisers und damit auch einen Bruch der Treue des von Berlichingen gegenüber dem Kaiser. Im Auftrag des Bischofs reist Weislingen zu seinem alten Freund, um diesen aufzufordern der Fehde abzuschwören. Berlichingen lehnt ab und er scheint sogar Weislingen überzeugt zu haben, dass er wieder auf Berlichingens Seite wechseln sollte. Zumal der ehemalige Freund die Schwester des Ritters, Maria, heiraten will. Der Bischof lockt aber Weislingen zurück nach Bamberg, wo die schöne Adelheid derzeitig residiert. - Weislingen fällt auf diese Verlockung herein, verrät Berlichingen erneut. Der Ritter hat auch mit Nürnberg Fehde, weil von da der Verrat an seinen Sohn erfolgte. Er raubt daher Nürnberger Kaufleute aus. Diese werden beim Kaiser vorstellig und erbitten Hilfe. Weislingen unterstützt dieses Ansinnen und insistiert beim Kaiser Maximilian. Über Berlichingen wird die Acht verhängt. Die Reichsexekutive marschiert gegen den Ritter, den es aber in Unterzahl gelingt fast das gesamte Heer aufzumischen. Sein Schloss wird daraufhin belagert. Auf die Kapitulationsaufforderung reagiert er mit: "Er aber, sag's ihm, er kann mich ..." Der Ritter ist bereit für seine Ideale, die Freiheit des Menschen, einzutreten, dafür zu kämpfen und notfalls auch zu sterben. - Da bieten die Reichstruppen ihm freien Abzug an. Er fällt darauf herein und wird geschlagen. In Heilbronn muss er vor Gericht erscheinen. Vorgeworfen wird ihn der Treuebruch gegenüber dem Kaiser. Er weist darauf hin, dass er dem Kaiser nicht untreu ist, sondern nur Fehde mit Bamberg und Co hat. Er soll darauf in den Turn. - Da erscheint sein getreuer Franz von Sickingen mit 200 Mann vor Heilbronn und nimmt die Stadt ein. Götz kann auf sein Schloss zurück, steht aber weiter unter Bann. Dieser Bann trifft ihn hart. Der immer aktive Ritter ist zur Untätigkeit verdammt. - Da beginnt im Schwabenlande ein Bauernkrieg. Einige Anführer locken Berlichingen herbei und zwingen ihn ihr Hauptmann zu werden. Unter diesem Zwang wird er bann- und wortbrüchig. Zudem zerstreiten sich die Anführer untereinander. Weislingen führt die Truppen gegen Götz. Er nimmt den Ritter gefangen. Der ehemalige Freund könnte nun obenauf sein, aber er bekommt Gewissensbisse. Er zerreißt sogar das verhängte Todesurteil. Zu spät allerdings seine Reue, denn Adelheid, die inzwischen seine Frau geworden war, lässt ihn vergiften. Adelheid wird daraufhin zum zweifachen Tod durch Strang und Dolch verurteilt. Götz und seine Gemahlin landen im Turn. Dort baut er physisch immer mehr ab, verliert auch psychisch an Energie und stirbt als er vom Tode seiner getreuesten Gefährten erfährt. Sein Kampf ist gescheitert. Er ist gescheitert. - Götz von Berlichingen war nicht bereit Kompromisse einzugehen, stand mit Leidenschaft zu dem, wofür er eintrat, von dem er überzeugt war. Er versuchte als Selbsthelfer gegen das Establishment anzugehen. Im Grunde war er unter der Konstellation zum Scheitern verurteilt. Das Drama erlangte vor allem als Lesedrama Bedeutung. Mit 56 Einzelszenen, ständig wechselnden Handlungsorten, jeder Menge Personalien und teilweise sehr kurzen Szenen war dieses Stück de facto unspielbar für zeitgenössische Bühnen. Dennoch wurde es ein Meilenstein, ein Initiationsdrama für den Sturm und Drang. Und es ist noch heute ein bemerkenswertes Stück.
  19. Cover des Buches Die schwarze Flut (ISBN: 9783898976305)
    Dennis L. McKiernan

    Die schwarze Flut

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Cover / Artwork des Buches / Aufbau des Romans

    Leider ist es nicht möglich, das Cover meiner Ausgabe auf der Seite hochzuladen, da es mir wirklich viel besser gefällt. Es ist aussagekräftiger, strahlt mehr Spannung aus und ist in der typisch schwarzen Goldman-Fantasy Reihen-Aufmachung gehalten. Das Buch an sich hat circa 300 Seiten, die man sehr schnell gelesen hat. Die Schreibe des Autors Dennis L.McKiernan hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen, was entweder an der deutschen Übersetzung aus dem Anfang der 80er Jahre liegt, oder aber wirklich am Schreibstil des Autors – so genau kann ich das nicht sagen.



    Inhalt

    Die Geschichte spielt auf Mithgar, wo Menschen neben Elfen, Wichteln, Kobolden und den bösen Kreaturen Modrus leben. Die Zeiten sind friedlich, doch das Böse ist spürbar für viele in der Luft und so werden bei den Wichteln vermehrt Dornenläufer ausgebildet, um die Grenzen und das Königreich zu schützen. Tuck ist mit seinen drei Gefährten für eine gefährliche Mission engagiert worden und obwohl gar nicht wirklich klar ist, was das Böse für Pläne hat, geraten die Freunde schnell und scheinbar dauerhaft in Gefahr.



    Fazit

    Wie eingangs beschrieben kann man das dünne Büchlein wirklich sehr schnell durchschmökern – ich hatte es als meinen ersten Fantasyroman identifiziert, den ich in den 80ern schon einmal gelesen hatte. Nun – es gibt Bücher, Filme, Serien, die man als Kind geliebt hat und wenn man sie dann als Erwachsener wieder erlebt, lebt auch der Glanz von damals wieder auf – das war leider bei diesem Buch überhaupt nicht der Fall. Ich kann es mir nur so erklären, dass für jemanden, der noch nie vorher von Geschichten wie den Herrn der Ringe zum Beispiel gehört hat, dieses Buch eine Art Einstiegsdroge sein könnte. Aber dann bleibt da noch die sprachliche Barriere, die mir auch als junger Mensch eigentlich nicht gefallen haben kann. Aber nun gut – im Grunde ist es auch nicht wichtig. Die Charaktere werden nicht wirklich entwickelt, die Geschichte ist wirklich oberflächlich geschrieben und wenn die Wichtel noch einmal geweint hätten, wäre das Buch in hohem Bogen in die Ecke geflogen! Nun ja, den zweiten Teil, den ich hier schon liegen habe, muss ich wohl eher nicht lesen.

  20. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783744864763)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (645)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Diessner

    Direkt zu Beginn spinnt sich eine Intrige um den Helden des Stücks. Als Liebling seines Vaters, dem Grafen von Moor, ist Karl in sein Studium vertieft. Doch durch einen Brief aus der Feder seines Bruders Franz erfährt er von seiner Enterbung. Tief erschüttert gründet er mit seinen Kommilitonen eine Räuberbande, versucht dabei aber stets auf dem rechten Weg zu bleiben.

    Die Geschichte vereint verschieden Epochen. Karl steht für den Sturm und Drang und ist entsprechend sehr emotional und doch verantwortungsbewusst. So führt er seine Räuberbande mit Bedacht und steht ständig zwischen Recht und Unrecht. Franz dagegen trägt Elemente der Aufklärung und wehrt sich beständig gegen alles Göttliche – wird auf Grundlage dessen jedoch verrückt. Amalia – die Geliebte Kalr’s - verkörpert die Empfindsamkeit. Auffallend ist, dass sie sich nicht von den Machenschaften Franzens täuschen lässt und stets treu bleibt.

    Wie alle Werke von Schiller ist die Sprache teilweise schwer zu begreifen. Zwar finde ich, dass man den Inhalt des Buches gut versteht, viele Passagen sind jedoch gehoben und verworren formuliert. So wird klar, dass vor allem die Räuber über eine umfassende Bildung verfügen, was die Dialoge zeitweise wirklich amüsant werden lassen. Immerhin unterhalten sich Kriminelle sonst eher schlicht und mit grobem Vokabular.

    Auch die Handlung ist rund und wird zum Schluss vollends aufgeklärt. Ungewöhnlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Held einem Happy End gegenüber steht welches durch Pflichtbewusstsein zerschlagen wird. So endet die Handlung dennoch tragisch und Karl verliert alles kurz Gewonnene. Sein eigener ehrenvoller Tod wird dagegen nur angekündigt – bleibt jedoch offen.

  21. Cover des Buches Kriegsklingen - Die Klingen-Saga (ISBN: 9783453320574)
    Joe Abercrombie

    Kriegsklingen - Die Klingen-Saga

     (352)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Joe Abercrombie erschafft hier eine phantastische Welt in der es gilt gegen gegnerische Angriffe zu kämpfen Koalitionen zu bilden und immer wieder in Scharmützeln seinen Mann zu stehen. Diese Welt die der Autor dabei beschreibt ist voller Gefahren und Auseinandersetzungen, und seine Hauptfiguren sind sehr liebevoll und detailliert charakterisiert. Die einzelnen Schicksale der Protagonisten stehen genauso im Mittelpunkt wie deren Verhältnisse zueinander. Im Verlauf kommen die Stärken und Schwächen der Figuren zum tragen und bringen damit auch die Handlung immer wieder in Schwung. Es macht einfach Spaß die einzelnen Intrigen und Komplotte zu verfolgen und die daraus entstehenden Kampfszenen mitzuerleben. Joe Abercrombie hat einen wunderbaren Schreib- und Erzählstil. Man fühlt sich mitten im Geschehen und so wird das Buch zu einem regelrechten Pageturner, Mir hat dieser Trilogie-Auftakt sehr gut gefallen und empfehle ihn hiermit auch sehr gern weiter. 

  22. Cover des Buches Die Wahlverwandtschaften (ISBN: 9783746092881)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Wahlverwandtschaften

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Verenita
    Ich habe „Die Wahlverwandtschaften“ vor Kurzem gelesen und muss mich erst einmal davon erholen. Möchte inzwischen ein paar Gedanken dazu loswerden. So geärgert wie dieses Buch, hat mich schon lange nichts mehr. Meiner Meinung nach kann man aus dieser Geschichte kaum etwas lernen – unterhaltsam kann sie unter Umständen sein, die eine oder andere Lebensweisheit ist drinnen, aber das ist dann auch schon alles. Die Protagonisten des Romans haben zu viel Freizeit und steigern sich in irgendwelche Genusssüchte, die nichts mehr mit einem gesunden Leben oder mit einem Alltag zu tun haben, wie wir normale Menschen ihn kennen. Die Geschichte beginnt mit dem Paar Eduard und Charlotte, das sich ein Paradies geschaffen hat; die beiden leben in Abgeschiedenheit und Wohlstand: Es wird lustgewandelt und genossen; es ist alles dermaßen perfekt, dass sie sich von den Langzeitgästen Ottilie und diesem Hauptmann dermaßen aus der Fassung bringen lassen, dass ihr gesamtes Lebenswerk ins Wanken gerät, alles, was sie zusammen geschaffen haben wird durch ihre Gefühlswandlungen leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Das bedeutet auch, dass Eduards und Charlottes gemeinsame Projekte nicht recht anstrengend waren, sonst hätten sie es sich wahrscheinlich zwei Mal überlegt, alles einfach so in den Wind zu schießen. Die arme Ottilie, die eigentlich immer nur sowohl von Eduard, der seinen zweiten Frühling mit ihr erleben möchte, als auch von Charlotte, die sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nur mehr unter Kontrolle hält, bedrängt. Ottilie ist eigentlich nur Opfer der übersteigerten Genusssucht dieses emotional instabilen Paares. Am Ende muss sie dann alles bezahlen. Der Autor führt zwar die Figur der Luciane, Tochter von Charlotte, als Genuss-Charakter ein und möchte dadurch wahrscheinlich von der eigentlichen Prunk- und Genusssucht von Charlotte und Eduard ablenken – es funktioniert aber nicht. Goethe zu kritisieren ist ja echt ein starkes Stück, aber ich muss einfach sagen, dass mich dieses Werk echt nicht vom Hocker gerissen hat. Dieser Mensch schwebte irgendwo in einer anderen Welt, es wird nicht gearbeitet, nichts ist anstrengend, man gibt sich den Genüssen hin und steigert sich dermaßen hinein, dass es echt gefährlich wird. Goethe sei ja ein Genie gewesen, heißt es. Na kein Wunder bei dem Lebensstandard.
  23. Cover des Buches Deutsche Balladen (ISBN: 9783492241434)
    Hans J Hoof

    Deutsche Balladen

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Die Rache der Wanderhure (ISBN: 9783426510056)
    Iny Lorentz

    Die Rache der Wanderhure

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy_Em_Rose

    ... sollte man meinen. 

    Sie und ihr Mann Michel bekommen eine Tochter und scheinen endlich in einem perfekten Leben angekommen zu sein und dann sie müssen in den Krieg ziehen und was dort passiert war für mich wieder ein Grund, das Buch nicht aus den Händen zu legen. 

    Damit hatte ich nicht gerechnet!

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