Bücher mit dem Tag "hauptstadt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hauptstadt" gekennzeichnet haben.

114 Bücher

  1. Cover des Buches Throne of Glass 1 - Die Erwählte (ISBN: 9783423716512)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass 1 - Die Erwählte

     (2.404)
    Aktuelle Rezension von: moonyliest

    Der Auftakt der Reihe fand ich richtig gut. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und konnte mich sofort mitreißen. Zu Beginn wird man in die neue Welt eingeführt und lernt die vielen facettenreichen Charaktere kennen. Es hat etwas gedauert bis ich mir alle Namen und Orte merken konnte.
    Mir persönlich haben in dem ersten Teil die magischen Elemente etwas gefehlt. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Magie in den nächsten Bänden definitiv nicht zu kurz kommt.
    Die Geschichte wurde von Seite zu Seite besser und spannender. Es passieren viele unerwartete Dinge. Ich habe verschiedene Theorien aufgestellt und wieder verworfen und wurde am Ende sehr überrascht.


    Die Charaktere fand ich sehr interessant und toll ausgearbeitet. Jede Figur hat eine einzigartige und besondere Persönlichkeit. 

    Celaena ist eine starke, mutige, junge Frau. Zwar ist sie die beste und gefürchtetste Assassinin im ganzen Reich, doch sie hat auch eine weiche und verletzliche Seite.

    Dorian wirkte sehr oberflächlich und konnte mich leider nicht ganz überzeugen.

    Chaol ist sehr verschlossen, griesgrämig und zeigt seine Gefühle eher selten. Im Laufe der Geschichte wurde klar, dass hinter seiner harten Schale ein ziemlich weicher Kern steckt. Ich mochte ihn sehr.

    Durch den Perspektivenwechsel konnte man die Charaktere noch besser kennenlernen.


    Sarah J. Maas hat einen wahnsinnig tollen, bildhaften und fesselnden Schreibstil. Mir gefällt die Welt, die sie erschaffen hat, unglaublich gut und ich freue mich schon riesig auf die weiteren Bände!

  2. Cover des Buches Throne of Glass 2 - Kriegerin im Schatten (ISBN: 9783423716529)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass 2 - Kriegerin im Schatten

     (1.513)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_A_Pammer

    Nach dem ersten Band habe ich den zweiten förmlich verschlungen!

    Die Handlung war wieder furchtbar fesselnd, doch das kleine Poesie-Problem der Autorin hat sich auch leider fortgesetzt...

    Auch die Entwicklungen der Figuren und der Beziehungen untereinander waren spannend gestaltet. Vor allem Nehemias Tod hat mich schwer getroffen - genauso wie Chaols Reaktion (in Band 1 konnte ich ihn irgendwie mehr leiden)

    Das Ende hat mich vollkommen von der Reihe überzeugt - und ich bin schon gespannt wie es mit Celaena a.k.a.: Aelin Ashryver Galathinius!!! weiter geht!

  3. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.795)
    Aktuelle Rezension von: Jethro

    Maik Klingenberg geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums, ein recht guter Schüler, aber so langweilig, dass er nicht einmal einen Spitznamen hat und als einer der wenigen nicht auf die große Party seines Schwarms Tatjana eingeladen wird. Auch der Neue in der Klasse, der einfach nur Tschick genannt wird, ist ein Außenseiter. Russischer Spätaussiedler und öfters mal betrunken im Unterricht.

    Als Maiks Eltern ihn in den Sommerwochen allein in der Villa in Marzahn lassen (Vater muss mit seiner jungen Assistentin weg, die Mutter geht wieder mal in eine Entzugsklinik), sieht Maik einer entspannten, aber einsamen Zeit entgegen, bis Tschick plötzlich mit einem geklauten Lada kommt und ihn mit auf einen Trip in die Walachei nimmt. Ein Roadtrip der besonderen Art beginnt.

     

    Wolfgang Herrndorf schafft eine tiefgründige Charakterisierung zweier Jugendlicher, bei denen man sich von den Klischees nicht blenden lassen darf. Maik, das einsame Kind aus einer (ehemals) wohlhabenden Familie, aber von den Eltern allein gelassen und in die Klassenschönheit unglücklich verliebt, lernt auf dem Trip, was wirklich wichtig ist im Leben. Tschick, der verwahrloste Sohn einer Aussiedlerfamilie, erweist sich immer wieder als sensibel und gefühlvoll. Diese Freundschaft lässt beide nicht nur räumlich aus ihrer Isolation ausbrechen.

     
     Das Buch ist eine wundervolle Beschreibung über das Erwachsen werden, denn beide Jungen reifen auf die ein oder andere Weise heran. Vor allem aber erkennen sie, dass man bei allen Personen, denen sie auf ihrer Reise begegnen, hinter das Äußere schauen, und dass man Verantwortung übernehmen muss

     

    Ein spannender Roman, wenn man aufmerksam auf die Zwischentöne hört.

  4. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (966)
    Aktuelle Rezension von: Astralelfe

    Celia und Marco haben eine unglaubliche Welt erschaffen. Der lebendige Zirkus, indem die Magie nicht Hokuspokus, sondern Realität wird. Sie wollen sich gegenseitig retten, doch nur gemeinsam schaffen sie es zu überleben. Die Regeln der Zauberer gelten nicht mehr für sie, sie haben ihre eigenen Pläne geschmiedet. Unsichtbar leben sie durch den Zirkus weiter.

  5. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.342)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Strafverteidiger Robert Stern staunt nicht schlecht, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Erstaunen wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn Simon berichtet nicht nur von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch...

  6. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783426503720)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (2.218)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Lohner

    Dieser Psychothriller von Sebastian Fitzek durfte in meiner Sammlung natürlich nicht fehlen. Trotz einiger negativer Rezensionen hat mich dieses Buch "Splitter" nicht enttäuscht. Der gewohnte Schreibstil von Fitzek lässt einen das Buch nur so verschlingen. Ich muss sagen das Ende fand ich sehr überraschend, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen. Ich bewundere den Autor sehr wie er die Verwirrung der menschlichen Psyche so gut und realistisch zu Papier bringt.

  7. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.980)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe noch das alte Cover daheim, welches ganz gut ist. Es verrät nicht viel, aber auch nicht zu wenig.


    Inhalt: Robert Langdorn wird von dem Assistent von seinem Freimaurerfreund Solomon gebeten, nach Washington D. C. mit einem aufbewahrten, versiegelten Päckchen zu reisen und auf einem Kongress eine Rede im Kapitol zu halten. Kathrine Solomon ist währenddessen in ihrem gigantischen Geheimlabor und entdeckt etwas bahnbrechendes für ihre Forschung. Doch beide werden schon schnell merken, dass diese Nacht nicht wie jede andere sein wird, denn ein alter Bekannter der Solomons wartet auf seine letzte Erfüllung und die Jagd nach einem ganz besonderen Schatz.

    Die Geschichte war interesannt gestaltet. Die Orte wurden ausführlich beschrieben, sodass man sich wie in Washington fühlte. Die Handlung war am Anfang spannend, jedoch verlor ich nach einer Weile diese Spannung und gegen Ende zog sich das Buch nurnoch. Es wurde oft um den heißen Brei herumgeredet und Dinge mehrmals wiederholt. Allerding erfuhr man auch oft interesannte Fakten und konnte gut miträtseln.


    Charaktere: Robert Langdon ist ein sympathischer Charakter. Er wirkt menschlich und man erfährt einige Dinge über ihn. Außerdem hat er seine Laster, wodurch er nicht wie der perfekte Held wirkt. Kathrine Solomon kam mir etwas naiv, aber auch mutig vor. Sie hing sehr an ihrem Bruder und dadurch konnte man deren Bindung gut nachempfinden. Frau Sato jedoch war mir ziemlich schnell unsympathisch und ich hatte jede Passage mit ihr gehasst. Auch der Antagonist war zwar Anfangs interesannt, verlor jedoch aus meiner Sicht immer mehr den Reiz, weshalb auch er mir irgendwann zu nervig und unsympathisch wurde.


    Schreibstil: Der Schreibstil aus der Er/ Sie- Perspektive war gut, jedoch nichts besonderes. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in diesen Stil reinzukommen, doch danach hatte ich keine Probleme mehr. Jedoch zog sich das Buch sehr, da alles sehr ausführlich wr und die Dialoge ewig gingen. Dadurch wurde das Lesen nach einiger Zeit anstrengend.


    Fazit: Ich kann verstehen, wieso viele Leute dieses Buch mögen. Es besitzt tolle Rätsel und eine interesannte Handlung. Allerdings wurde mir das Buch irgendwann zu langweilig. Es zog sich sehr und die wenige Spannung verflog durch die Sprünge sehr schnell. Dennoch war es ein solides Buch, was jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hatte.

  8. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.369)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  9. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.147)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel mit der Öffentlichkeit. Ira beginnt mit einer scheinbar aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören.

     Ein gnadenloses Psychoduell, das in einer atemlosen Jagd quer durch Deutschlands Hauptstadt kulminiert.

    Der Schreibstil ist interessant. Die Geschichte ist ok, aber nicht so gut, wie andere Bücher von Fitzek, die ich kenne. Man erhält jeweils genug Informationen und neue Fragen, damit man weiterlesen will.

    Obwohl auch hier einige unerwartete Wendungen auf den Leser warten, ist die Geschichte teilweise doch etwas vorhersehbar.

    Für mich gab es in diesem Buch etwas zu viele Zufälle, um die Geschichte noch als wirklich realistisch zu empfinden.

    Trotzdem eine solide Geschichte.

  10. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (140)
    Aktuelle Rezension von: katis_readings

    Eine verwitwete Frau, ein verhaltensauffälliger Sohn und eine sehr treue und loyale Haushälterin - diese drei zieht es nach dem Tod ihres Mannes an den Küstenort Aldwinter. Lang genug hat sie die Ketten der Ehe ertragen und ist nun Willens ihren eigenen Interessen, der Naturwissenschaft ,nachzugehen. Denn,Cora Seaborne ist, für damalige Verhältnisse, keine gewöhnliche denkende Frau.

    Was Cora noch nicht weiß? In Aldwinter treibt eine geheimnisvolle Schlange ihr Unwesen. Mysteriöse Phänomene werden zur Tagesordnung und scheuchen die sowieso schon leicht abergläubigen Bewohner auf. Der Pfarrer des Dorfes plädiert an den Glauben und die göttliche Kraft. Cora hingegen, eine Vertreterin der Wissenschaft, kommt mit den Ansichten des Pfarrers nicht überrein. Diskusionen und tiefsinnige Gespräche sind vorprogrammiert. Doch trotz aller Meinungsverschiedenheiten fühlen die beiden eine Verbindung.

    Diese Begegnung, gepaart mit dem Verlust ihres Mannes und dann ist da auch noch ein unbekanntes Wesen....Wo soll das nur hinführen?

    Nicht nur die Atmospähre des 19Jh. und des englischen Landlebens werden hier großgeschrieben, nein, auch die Charakteristik dieses Jahrhunderts hat hat die Autorin wunderbar in Szene gesetzt:

    Die Aufklärung der Aberglaubens durch die aufflammende Wissenschaft.

    Umdenken und Umstrukturierung seitens der Politik.

    All dies hat die Autorin in diesem Roman aufgegriffen und auf wunderbare natürliche Art und Weise mit einfließen lassen. Dieses Buch ist demnach nicht nur ein äußerst bildgebender roman, nein, hier lernt man auch noch etwas über die Geschichte. Solche Aspekte liebe an Büchern. Was auch und vor allem herausstach, war die Gegenüberstellung von Aberglauben und Wissenschaft durch die Charaktere. Tolle und auch tiefsinnige Diskussionen.

    Für mich, die sowieso schon eine Faszination für diese Zeit hat, ein toller Roman.

    Da werden definitiv noch Bücher von Sarah Perry folgen. Spätestens mit 'Malmoth' im Herbst.

  11. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

     (1.191)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Karo führt ein ganz normales Leben in Berlin. Sie hat einen Job bei einer Agentur, ist in einer Beziehung und hat Familie und Freunde um sich. Nachdem sie ihren Job verloren hat, stellt sie viel in Frage und trennt sich von ihrem Freund. Über Nacht bekommt sie plötzlich Panikattacken, fühlt sich furchtbar und ist nicht mehr fähig am "normalen" Leben teilzunehmen. Erst durch ihre Therapeutin und die Einnahme von Antidepressiva kommt sie sich selbst wieder näher. Ach, @diekuttner ... Bei KURT war ich schon total geflasht (eines meiner Lieblingsbücher in 2020) und auch bei diesem Buch habe ich mich wieder gefragt wie man so gut schreiben kann... Als Leser hat man das Gefühl Karo ganz nah zu sein, ihre Hand zu halten während man mit ihr in der Achterbahn der Gefühle fährt. Man möchte sie umarmen und sagen, dass alles gut werden wird. Ein tolles Buch über Depressionen, Ängste, die Stolpersteine des Lebens und liebe Menschen, die einen in dieser Zeit unterstützen. PS: Wenn man Zahnschmerzen hat, geht man doch auch zum Zahnarzt, oder?! Think about it!

  12. Cover des Buches The Hunger Games (ISBN: 9781407132082)
    Suzanne Collins

    The Hunger Games

     (604)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_P

    Meine Meinung:

    Eigentlich wollte ich dieses Buch am Anfang gar nicht lesen, aber dann habe ich viele Empfehlungen bekommen und ich beschloss es zu lesen. Schlussendlich gefällt es mir sehr gut, was ich nicht gedacht hätte. Es ist spannend und sehr aufregend diese „neue Welt“ zu erkunden und zu erfahren, wie das dort in der Zukunft funktioniert. Natürlich sind die Hunger Spiele überhaupt kein schönes Ereignis und ich hoffe dass sie nie existieten werden.

    Die Personen gefallen mir grösstenteils gut (vor allem Gale). Was mir bei Peeta nicht gefallen war dass nan nie weiss ob z.B seine Liebe zu Katniss echt ist oder nicht.

    Ich habe das Buch zum Glück zuerst auf Deutsc    h und dann auf Englisch gelesen. Ansonsten hätte ich vieles nicht verstanden, weil es viele komplizierte Wörter gibt. 

    In Grossen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon sehr auf die weiteren zwei Teile gespannt.

  13. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.132)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    In Anbetracht der Tatsache, dass Geschichten mit ihren Figuren stehen und fallen, kann man diesem Roman nur 5 Sterne geben. Er ist sehr poetisch gechrieben und gespickt mit sinnvollen Weisheiten und Reflexionen. Zwar wird er für meinen Geschmack gegen Ende hin zu politisch, eine solche subjektive Empfindung zieht ihm aber bestimmt keinen Stern ab.

  14. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.300)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    In Vergebung wird die Geschichte, die im zweiten Teil begonnen hat, fortgesetzt. Der erste Teil ist ziemlich langsam, was aber nicht schlecht sein muss. Es kommt ganz darauf an, was der Leser bevorzugt. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen langatmig, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte. 

    Ein toller Abschluss der Trilogie! 


  15. Cover des Buches Die Magie der Namen (ISBN: 9783492281294)
    Nicole Gozdek

    Die Magie der Namen

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Rebecc4

    Dieses Buch war eines meiner Jahreshighlights und es ist unter den Einzelwerken in der Fantasy absolut herausragend!

    Spannend bis zur letzten Seite führt uns die Autorin durch eine interessante und spannende Welt, wie ich sie mir in der Fantasy nur wünschen kann. Voller Geheimnisse und Unerwartetem, das langsam aufgedeckt, erfahren und ja, vielleicht sogar durch die Hauptpersonen beeinflusst wird. 

    Richtig, richtig gute Fantasy und ich bin gespannt, was ich noch alles von der Autorin in die Finger bekomme.

  16. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518463857)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (793)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Das Buch erzählt vom Patriarchen Esteban Trueba und seiner hellsichtigen Frau Clara, alle den zusammenhängenden Erlebnissen und Schicksalen, politischen Umbrüchen über viele Generationen hinweg.

    Ich habe mir viel von dem Klassiker von Isabel Allende erhofft und wurde doch etwas enttäuscht. Allendes Schreibstil ist dicht verwoben und passt irgendwie auch perfekt zur Geschichte. Sie nimmt sich Zeit für Details, ohne dabei zu überladen zu wirken. Und dennoch bin ich nicht warm geworden mit dem Buch. Ich bin eigentlich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen bei beschriebenen Gewalttaten in Büchern, aber hier war ich es irgendwann Leid. Vielleicht gebe ich dem Film nochmal eine Chance.

  17. Cover des Buches Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum (ISBN: 9783423262972)
    Helene Sommerfeld

    Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum

     (129)
    Aktuelle Rezension von: heidi_59

    Die Polizeiärztin 

    Helene Sommerfeld 


    Berlin 1920 

    Die dunklen Kriegsjahre sind vorbei, doch in Berlin geht es nach wie vor drunter und drüber . Magda Fuchs ist erst seit kurzem als Polizeiärztin im Dienst und doch hat sie schon mehr von den  Schattenseiten der nach außen hin glitzernden Metropole kennengelernt , als viele andere . Ihre Arbeit zeigt ihr immer mehr wie wichtig es als Frau ist , sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und von den Männern unabhängig zu sein. 

    Beruflich wie privat begegnen ihr Frauen,  die den Kampf gegen die alten festgefahrenen Traditionen aufgenommen haben und sich nicht um die Konventionen scheren , so wie die Rechtsanwältin Ruth oder Celia , die sich aus einer von ihrer Mutter erzwungenen Ehe,  zu befreien versucht . Die blutjunge Doris träumt davon „ein Glanz“ zu sein und tut fast alles, um den reichen Herren zu gefallen . 

    Magda dagegen, muss sich nach einem  persönlichen Schicksalsschlag in der kaltherzigen Millionenstadt zurechtzufinden und als alleinstehende Frau behaupten . 

    Durch einen Zufall begegnen sich die Frauen immer wieder , lernen sich kennen und helfen einander . 


    Die Geschichte  der Polizeiärztin  Magda Fuchs ist toll geschrieben . Sie liest sich sehr gut und ist mit vielen spannungsreichen Momenten angereichert . Es  macht Spaß mit den  gut skizzierten Protagonisten von denen nicht unbedingt jeder sympathisch ist, samt ihren ganz persönlichen Schicksalen  im Berlin der 20er Jahre abzutauchen . Sehr berührend für mich , die traurigen  Kinderschicksale dieser Zeit , die es so in der Nachkriegszeit  wohl zu Hauf gab . Die Entwicklung der Frauenrechte  kommt natürlich auch nicht zu kurz . Dieses machte sich zu der Zeit aber überwiegend in der wohlhabenden Bevölkerung bemerkbar , deren Töchter sich wehrten und nicht einfach nur wegen des Geldes verheiratet werden wollten. Die Frauen der Arbeiterklasse dagegen , waren weiterhin  froh,  wenn sie überhaupt  einen Mann hatten . Wobei ich mir nicht sicher bin, ob so manche Frau ohne ihren gewalttätigen Mann nicht doch besser dran gewesen wäre …. 

    Dem  erfolgreichen Autoren-Duo Helene Sommerfeld ist es auch diesmal gelungen,  ein breit gefächertes atmosphärisches Szenario für das Geschehen  zu verarbeiten , welches die  20er Jahre in Berlin wunderbar porträtiert und somit für einen tollen Hintergrund sorgt . Charakterstarke Protagonisten mit jeder Menge Berliner  Lokalkolorit geben der Geschichte ein Gesicht , machen sie lebendig und auch sehr persönlich . Hier trifft der Leser nicht unbedingt nur auf die sprichwörtlichen „goldenen Zwanziger“  , die natürlich auch eine Rolle spielen . Der Fokus liegt mehr  bei den Problemen,  die sich im dunklen Hinterhof der Gesellschaft abspielen und doch so eng mit den der „Beletage“ verbunden sind . Die Polizeiärztin Magda Fuchs lernt bei ihrer vielfältigen Arbeit beide Seiten kennen und versucht wo es möglich ist zu helfen und zu unterstützen. Das macht sie für mich sehr sympathisch . Im realen Leben wäre ich gerne mit ihr befreundet .

    Der erste Teil der Trilogie „Polizeiärztin Magda Fuchs“ hat mich absolut begeistert und sehr gut unterhalten . Ein rundum gelungener Auftakt , in dem sich  die harmonische Zusammenarbeit des Autoren - Duos , das gleichzeitig ein Ehepaar ist , positiv bemerkbar macht und im lebendigen Schreibstil widerspiegelt . Ich bin begeistert und freue mich mit Helene Sommerfeld neue Autoren und ihre Geschichten für mich entdeckt zu haben.

    Am liebsten würde ich sofort den 2. Teil weiter lesen , aber leider dauert es noch ein wenig bis zum Erscheinen. Da Vorfreude bekanntlich die schönste ist , freue mich auf die Fortsetzung der „Polizeiärztin Magda Fuchs“ .




    Sehr gerne vergebe ich für den tollen Auftakt 

    5 Sterne *****

    sowie eine absolute Leseempfehlung 




  18. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.204)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  19. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783423212137)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Henning Mankell hat hier meinen liebsten Band der Wallander Reihe geschaffen.

    In "Die Hunde von Riga" geht es um ein kleines Boot, dass an die schwedische Küste geschwemmt wird. Die beiden toten Männer legen eine Spur bis nach Riga. So dass Kurt Wallander kurzerhand dort hin reist, um den Fall aufzuklären. Als er die wunderschöne Ermittlerin Liepas kennen. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.


    Ich liebe dieses Buch. Es ist wahnsinnig spannend und man kann nicht aufhören zu lesen!
  20. Cover des Buches Die Hauptstadt (ISBN: 9783518469200)
    Robert Menasse

    Die Hauptstadt

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der österreichische Autor Robert Menasse ist ein glühender Verfechter der europäischen Idee. Er glaubt allerdings nicht an Europa als Nationalstaatenbund, sondern an das Konzept der Europäischen Republik. Seiner Meinung nach muss das langfristige Ziel der Europäischen Union sein, Nationen zu überwinden, Grenzen aufzulösen und gemeinsame demokratische Politik zu betreiben, weil nationaler Egoismus die EU in jeglicher Hinsicht beschneidet. Seine Kritik richtet sich demnach gegen den Europäischen Rat, während er Institutionen wie die Europäische Kommission, die tatsächlich europäische Interessen vertritt, als legitim und positiv betrachtet. Diese recht radikale Einstellung ist mehr als das Produkt halbgarer Stammtischdiskussionen. Menasse lebte einige Zeit in Brüssel und recherchierte vor Ort, wie die EU arbeitet und funktioniert, denn es wurmte ihn, dass er nicht verstand, wie Entscheidungen gefällt werden, die sein Leben direkt beeinflussen und lenken. Dort entwickelte er die Idee für „Die Hauptstadt“, der weltweit erste Roman über die Europäische Kommission, der von der Fachpresse gefeiert wurde und 2017 den Deutschen Buchpreis erhielt.

    Ein Schwein geht um in Brüssel. Ein lebendiges Schwein, das durch die Straßen läuft und Brüsseler_innen wie Medien in Aufruhr versetzt. In den Korridoren der EU geht hingegen eine Idee um. Der 50. Geburtstag der Europäischen Kommission steht bevor. Müsste man feiern. Sollte man auch, für ihr Image, meint Fenia Xenopoulou, Leiterin der Direktion C (Kommunikation) der Generaldirektion Kultur und Bildung. Auschwitz als Geburtsort des europäischen Einheitsgedankens in den Mittelpunkt stellen? Warum nicht. Überlebende müssen her, Überlebende, die sich noch erinnern und Zeugnis ablegen können. Überlebende wie David de Vriend, der in einem Altersheim auf den Tod wartet, dem er vor so langer Zeit in einem Zug nach Auschwitz von der Schippe sprang. Nur möchte er lieber vergessen als zu erinnern. Kommissar Émile Brunfaut wurde indes aufgetragen, zu vergessen. Ihm wurde ein mysteriöser Mordfall in einem Brüsseler Hotel entzogen. Anweisung von oben, politische Gründe. Welche, weiß Brunfaut nicht. Er ermittelt auf eigene Faust weiter und deckt höchst schockierende Verbindungen auf. Schockieren wird auch der emeritierte Volkswirtschaftler Alois Erhart. Er wird den Grünschnäbeln des Think Tanks der Europäischen Kommission zeigen, wie radikal Europa gedacht werden muss. Und das Schwein? Das braucht einen Namen.

    „Die Hauptstadt“ begegnete mir zuerst auf dem Wohnzimmertisch meiner Eltern. Damals war das Buch die aktuelle Lektüre meines Vaters und als ich ihn danach fragte, weckten seine Schilderungen schnell mein Interesse. Doch ich war auch eingeschüchtert. Ein Buch über die Europäische Kommission? Konnte ich das überhaupt lesen? Oder reichte mein Wissen über europäische Politik nicht aus, um zu verstehen, was Robert Menasse zu sagen hatte? Mein Vater beschwichtigte mich und gab sich zuversichtlich, dass ich dem Roman gewachsen sein würde. Ich bin froh, dass ich seinem Urteil vertraute. „Die Hauptstadt“ setzt nicht allzu viel Vorwissen voraus; es reicht völlig, wenn man eine ungefähre Vorstellung davon hat, aus welchen Institutionen die Europäische Union besteht und welche Aufgaben sie erfüllen. Feinheiten, Zusammenhänge und Abhängigkeiten erläutert Robert Menasse gewissenhaft, ohne die Geschichte, die er erzählt, jemals zu einer Lehrstunde verkommen zu lassen. Er verliert nie aus den Augen, dass ein Roman an erster Stelle unterhalten soll und verflechtet Erklärungen geschickt mit dem Erleben seiner Figuren.

    Dadurch erkennen Leser_innen auch mit wenig Hintergrundwissen, dass der Einheitsgedanke, mit dem die Europäische Union einst gegründet wurde, heute beinahe in Vergessenheit geriet, die Mitgliedsstaaten nicht an einem Strang ziehen und alle Hindernisse in der Gestaltung europäischer Politik systemischer Natur sind. So mutiert die Organisation einer harmlosen Jubiläumsfeier zum 50. Geburtstag der Europäischen Kommission zum Kraftakt, weil einfach jedes Projekt von nationalen Interessen torpediert und zu Tode verhandelt wird. Daher wunderte es mich nicht, dass Idealismus in Brüssel nicht überleben kann. Die EU ist ein Ort, an dem Ideale, Hoffnungen und Träume mit jedem neuen Kompromiss ausgehöhlt werden. Dies veranschaulicht Menasse in „Die Hauptstadt“ durch die exemplarische Zusammenstellung seiner Figuren, die in diesem System in allen Ebenen und Institutionen arbeiten. Er zeigt, wie sie alle von der schwerfälligen, undurchsichtigen und frustrierenden Realität europäischer Bürokratie betroffen sind und jeweils mit ihr umgehen.

    Die sensible Balance zwischen Nähe und Distanz, die Menasse dabei herstellt, faszinierte mich. Nach jedem der zahlreichen Perspektivwechsel tauchte ich langsam in den banal wirkenden Gedankenstrom einer Figur ein, der Stück für Stück Fahrt aufnahm und immer tiefer, immer signifikanter wurde. Ich gebe zu, für mich war diese Erzählweise zuerst gewöhnungsbedürftig, ich konnte mich ihrem hypnotischen Sog jedoch nicht entziehen und fühlte mich mitgerissen. Dennoch lässt Menasse niemals zu, dass seine Leser_innen von einem Blickwinkel vereinnahmt werden, indem er sie Querverbindungen sehen lässt, die die Figuren nicht wahrnehmen. Ich hatte den Eindruck, das Gesamtbild aus der Vogelperspektive zu betrachten, ohne meine Verbundenheit zu den Figuren opfern zu müssen. Das Maß an Kontrolle, das Menasse demnach auf seine Handlung ausübt, ist beeindruckend. Scheinbare Zufälle, Kreuzwege und Symboliken setzt er bewusst ein, um bestimmte Aspekte zu verdeutlichen. Nichts in „Die Hauptstadt“ geschieht grundlos. Folglich ist nicht einmal das Schwein, das herrenlos in Brüssel herumläuft und beinahe wie ein Phantom wirkt, eine willkürliche Ergänzung. Es ist eine gezielte Metapher, die sich sowohl auf die gesamte Geschichte als auch auf ihre Einzelteile anwenden lässt. Menasse selbst sprach in diesem Zusammenhang über das Spektrum zwischen „Glücksschwein“ und „Dreckssau“, meiner Meinung nach ist die passendste Assoziation jedoch die der Sau, die durchs Dorf getrieben wird – und wir wissen ja, wie lange diese Aufmerksamkeit generiert: Bis die nächste gefunden ist.

    Schriftstellerisch ist „Die Hauptstadt“ genial. Robert Menasse ist ein hervorragender Autor, der ein bemerkenswertes Gespür für Subtilitäten und Zwischentöne besitzt. Er ist sich der Wirkung von Details allzeit bewusst und schreckt nicht davor zurück, diese unkommentiert zu lassen. Vieles erscheint in diesem Buch absurd und ich bin überzeugt, dass Menasse diese Absurditäten, die am gesunden Menschenverstand des europäischen Verwaltungsapparates zweifeln lassen, gezielt betonte. Ja, „Die Hauptstadt“ vermittelt Humor– doch es ist Galgenhumor, resigniert und fast bitter. Deshalb empfand ich den Roman emotional als schwer verdaulich. Die Lektüre war sehr desillusionierend, trotz all der radikalen, revolutionären und wunderschönen Ideen für Europa, die Menasse präsentiert. Es macht mich unsagbar traurig, dass das Potential der Europäischen Union ungenutzt bleibt und wir nicht daran arbeiten, das Konzept von Nationalitäten zu überwinden, um als wahrhaft geeintes Europa zu wachsen und die Vergangenheit hinter uns zu lassen. Europa ist untrennbar mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden und wird es immer sein. Sollte der Anspruch gelebter Erinnerungskultur nicht bedeuten, dass wir versuchen, das Problem an der Wurzel zu lösen und nationale Interessen hinter europäischen Interessen zurückzustellen?

    Die Idee, innereuropäische Grenzen aufzulösen, Staaten abzuschaffen und eine echte europäische Identität für alle Bürger_innen aufzubauen, wirkt auf den ersten Blick heftig, meiner Meinung nach liegen die Vorteile jedoch auf der Hand. Wir würden nicht mehr von Brüssel aus „fremdregiert“, denn wir würden unsere politischen Vertreter_innen in der EU wählen, wie wir jetzt nationale Politiker_innen wählen. Würde der Kontinent Europa als Ganzes begriffen werden, stünde der Weg frei für einheitliche Politik. Ich denke da vor allem an die Ressorts Wirtschaft, Bildung und Außenpolitik. Selbstverständlich ist so ein extremer Schritt kein Garant dafür, dass tatsächlich Einigkeit entsteht. Aber ich glaube, der aktuelle Zustand der EU belegt, dass wir diese Einigkeit unter den herrschenden Bedingungen nie erreichen werden. Der politische Rechtsruck in vielen europäischen Ländern ist ein eindeutiges Signal dafür, dass wir genau jetzt versagen. Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen wir mutig sein, umdenken und einen klaren Cut wagen, um anschließend unter neuen Voraussetzungen zusammenzuarbeiten.

    Leider wird das wohl nicht passieren. Auch das vermittelt „Die Hauptstadt“. Robert Menasse mag von einem vereinten Europa träumen, er mag dafür kämpfen, optimistisch gibt er sich allerdings nicht. Wie könnte er auch, nachdem er in Brüssel hautnah erlebte, wie sich die Europäische Union Tag für Tag selbst ausbremst? Sein Roman konnte wahrscheinlich gar nicht mit einer hoffnungsvollen Note enden. Stattdessen transportiert er am Schluss die düstere Prophezeiung, dass es immer so weitergehen und sich niemals Einsicht in den grundlegenden Änderungsbedarf entwickeln wird. Zumindest habe ich es so empfunden. „Die Hauptstadt“ ist kein Hoffnungsschimmer. Es ist eine Bestandsaufnahme, die zeigt, was die EU sein sollte – und was sie in Wahrheit ist.

  21. Cover des Buches Fucking Berlin (ISBN: 9783548374963)
    Sonia Rossi

    Fucking Berlin

     (579)
    Aktuelle Rezension von: LeseVerrueckt

    Bei diesem Werk hatte ich zuerst den Film gesehen und dann die Erwartung gehabt, dass das Buch im Grunde genauso ist wie der Film. Pustekuchen! Im Buch geschehen so viele Dinge, die im Film gar nicht vorkommen und die eigentlich hätten inkludiert werden müssen, damit man die Protagonistin noch besser versteht.

    Die Szenen, die sich in der Geschichte abspielen, sind keine leichte Kost und doch sind sie so geschrieben, dass sie weniger erotische Schwingungen senden als ein New Adult Buch das macht. Das mag zwar schwer vorstellbar sein, da die Protagonistin eine Teilzeit-Hure ist, aber es ist eben dies: ein Job, um sich und ihren Mann (später auch ihr Kind) über die Runden zu bekommen und sich gleichzeitig ihrem Mathematik-Studium widmen zu können. Mehrere Schicksale kommen vor. Nicht immer basieren die auf einer eigenständigen Entscheidung wie es bei der Protagonistin der Fall war.

    Das Cover finde ich auch sehr gelungen. Es ist die billige Leuchtschrift, die man in so vielen Schaufenstern zu sehen bekommt, die dem Titel etwas Plakatives geben, ohne dass man Personen oder Schauplätze zeigen muss.

    Insgesamt ist "Fucking Berlin" ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch, das sich sehr flüssig liest und zu Diskussionen anregt. 

  22. Cover des Buches Sturmzeit - Wilde Lupinen (ISBN: 9783734106019)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Wilde Lupinen

     (301)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Während der erste Teil der Trilogie zur Zeit des ersten Weltkrieges spielt, dreht sich hier alles um die Zeit während des zweiten Weltkrieges.

    Natürlich geht es auch diesmal um Felicia, aber auch um das Leben ihrer Tochter Belle, die nächste Generation der Familie Degnelly.

    Die Zeiten sind furchtbar, Krieg, Leid, menschliches Elend. Die geschichtlichen Ereignisse sind gut verwoben mit den persönlichen Schicksal der Frauen und ihrer Angehörigen und Freunde. Man fühlt als Leser mit und ist genauso machtlos wie die Protagonisten. 

    Eine wunderbare Familiensage, die nicht nur das Leben in dieser schwierigen Zeit schildert , auch die politische Lage ist sehr interessant und schonungslos.



  23. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.525)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich vor einigen Jahren in der Schule das erste Mal von diesem Buch und Waris Dirie hörte. Seitdem wollte ich mehr über ihre Geschichte erfahren - und kann nur sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat, dieses Buch zu lesen. Waris' Geschichte bewegt, regt zum Nachdenken an und rüttelt auf, wie es kaum eine andere (Auto-)Biographie schafft.


    Darum geht's in »Wüstenblume«:

    »Wüstenblume ist die faszinierende wahre Geschichte eines somalischen Mädchens, das als Kind durch die Hölle ging und später als internationales Top-Model Karriere machte. Es ist die Geschichte einer Befreiung, die Mut macht, für seine Träume zu kämpfen.Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt - ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. Im Alter von 13 Jahren flüchtet sie vor der Zwangsverheiratung mit einem Mann, der ihr Grossvater hätte sein können. In London wird sie schließlich als Model entdeckt - der Beginn einer märchenhaften Karriere. In Wüstenblume erzählt sie ihre Geschichte. Heute kämpft Waris Dirie mit ihrer Desert Flower Foundation gegen die Genitalverstümmelung, der heute noch täglich 600 Mädchen zum Opfer fallen sowie für die Rechte der afrikanischen Frauen.« 

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Gleich zu Beginn des Buches steht Waris - und auch wir Leser*innen - einem Löwen gegenüber. Was für ein Einstieg! Meine Neugier war gleich geweckt und wurde während weiten Teilen des Buches aufrechterhalten. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, was mich aber nicht störte, da auf diese Weise eine gewisse Nähe zu allen möglichen Leser*innen geschaffen wird.

    Die Ereignisse in Waris' Leben werden mehr oder weniger chronologisch beschrieben - manchmal wird etwas vorweggegriffen, manchmal eine Rückblende erzählt. Es bereitete mir jedoch keine Mühe, den Überblick über die zeitlichen Ereignisse zu halten. Ich fand es eher schwierig, die vielen Personen auseinanderzuhalten und richtig zuzuordnen. Teilweise werden Namen nur einmal erwähnt, weshalb auf eine genaue Nennung dieser Namen hätte verzichtet werden können. Das ist aber eher ein Detail.

    Waris als Person lernen wir natürlich sehr gut kennen. Ich finde sie als Persönlichkeit beeindruckend - es wird schnell deutlich, dass sie recht eigensinnig, aber auch ein familienbezogener Mensch ist und dass sie bereit ist, für ihre Ziele zu kämpfen. Damit war sie mir sehr sympathisch. Es gab nur wenige Szenen, in denen sie mir etwas naiv erschien, was aber auch mit ihrem kulturellen Hintergrund zusammenhängen könnte.

    Die verschiedenen Szenen des Buches werden sehr anschaulich beschrieben. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, das Ereignis mit Waris gemeinsam zu erleben, was mir sehr gefiel. Die Autorin behandelt dabei nicht nur ein Thema, sondern viele verschiedene: die Kultur und das Leben in Somalia und in Europa bzw. in den USA, das Verlassen der Heimat, das Sich-Zurechtfinden in einer neuen Heimat, behördliche Barrieren, die Karriere als Top-Model, die Arbeit als Botschafterin, etc. Das bekannteste Thema ist vermutlich die Beschneidung der Mädchen, die auch ein ganzes Kapitel im Buch einnimmt. Viele Szenen sind in meinen Augen sehr bewegend, ein paar erschreckend und andere wiederum witzig - und bilden damit eine gute Balance.


    Fazit:

    »Wüstenblume« ist ein bewegendes Buch über ein Nomadenmädchen aus Somalia, das sich zu einer starken Frau, einem gefragten Model und Botschafterin entwickelt. Einige Szenen waren sehr aufrüttelnd, diese werde ich bestimmt nicht vergessen. Da ich der Meinung bin, dass mehr über solche wichtigen Themen wie die Beschneidung von Mädchen in afrikanischen Ländern geredet werden sollte, empfehle ich dieses Buch gerne mit fünf Sternen weiter. Nicht geeignet für junge Leser*innen unter 14 Jahren.

  24. Cover des Buches Die Ankunft (ISBN: 9783839840320)
    Ally Condie

    Die Ankunft

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Leseeule96
    Ich habe dieses Buch als Hörbuch rereadet, nachdem ich es bereits vor wenigen Jahren schon einmal gelesen habe.

    Cassia und Ky sind wieder in der Gesellschaft. Diese wird aber nun von der Erhebung geleitet und kontrolliert. Aber die Seuche zieht immer größere Kreise und mutiert schließlich zu einer neuen Art, gegen die es kein Heilmittel gibt. 
    Cassia, Ky & Xander machen sich auf in die äußersten Provinzen um dort nach einem Heilmittel zu suchen bzw den Zutaten dafür. Doch einer unter ihnen ist bereits infiziert. Kann er oder sie gerettet werden und werden sie ein Heilmittel finden, was die Menschheit heilen kann?

    Ich erinnere mich noch, dass ich dieses Buch ziemlich schleppend und ziehend empfunden habe, als ich es das erste Mal gelesen habe. 
    Das ist mir dieses Mal wieder aufgefallen, aber nicht so negativ wie zuvor. 
    Das lag sicher auch an den tollen Erzählern. Lediglich den Erzähler von Xander mochte ich nicht. 

    Dieses Buch ist also zum ersten Mal aus drei Sichten beschrieben. In jedem Teil kam eine Sicht mehr hinzu. Erst Kys und nun auch noch die von Xander. 

    Da ich ja bereits wusste, wie das Buch ausgeht, war dies keine Überraschung mehr für mich, trotzdem hatte ich einige Kleinigkeiten, aber auch einige Details vergessen gehabt, die mir erst nun wieder eingefallen sind. 

    Alles in allem war es eine schöne, wenn auch für mich nicht neue, Unterhaltung. 
    Allerdings finde ich mittlerweile, dass dies der schwächste Teil der Reihe ist, welcher nach dem ersten Lesen für mich der zweite Band war. Das hat nun getauscht. Trotzdem ein tolles Buch, einer tollen Reihe, die mit zu meinen liebsten zählt.

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