Bücher mit dem Tag "hausboot"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hausboot" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.251)
    Aktuelle Rezension von: Schaetze_auf_Papier

    Meine Meinung :

    Alexander Zorbach, ehemaliger Polizist und jetziger Zeitungsreporter, ist wie viele andere Kollegen auch an DER Story in Berlin dran. Er berichtet über den Augenjäger, der in Berlin Kinder entführt und ihre toten Mütter mit einer Stoppuhr zurück lässt. 45 Stunden hat die Polizei Zeit diese Kinder zu befreien. Als ehemaliger Kollege ist Zorbach gut vernetzt und hört regelmäßig den Polizeifunk. Beim neusten Fall des Augenjägers gerät jedoch Zorbach selbst in Verdacht, denn es werden erdrückende Beweise an den Tatorten gefunden. Auf der Flucht vor der Polizei trifft er auf die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev. Sie hat manchmal bei Berührung einer Person eine Vision und glaubt den Augenjäger berührt zu haben. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Jagd nach dem Augensammler.

     So erst einmal das Staubtuch ausgeschüttelt und die Spinnweben entfernt. Das Buch der Augensammler ist bereits vor 11 Jahren erschienen. Soll man so ein altes Buch überhaupt noch rezensieren, oder gibt es dergleichen schon zu viele? Sebastian Fitzek selbst hat seine Bücher der Augensammler und der Augenjäger entstaubt. Sein neues Werk Playlist, welches 2021erscheint, hat die gleichen Hauptprotagonisten wie die beiden Bücher aus 2010 und 2011, und warum nicht auch mal seinen Senf zu älteren Büchern dazugeben.

    Der Augensammler ist das erste Buch, indem uns Alexander Zorbach vorgestellt wird. Der flotte Schreibstil und die Tatsache, dass man wissen möchte was dahinter steckt, lässt einen als Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Spannend und in einem rasanten Tempo erzählt Fitzek die Story rund um dieses ungewöhnliche Duo. Selbst das Buch passt sich dem Duo an, denn auch hier völlig untypisch werden die Seitenzahlen rückwärts gelesen. 

    Fazit: Mir hat das Buch ein paar spannende Lesestunden bereitet und der nächste Teil steht bereits in den Startlöchern. Von mir eine klare Leseempfehlung  

  2. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783736305595)
    Simona Ahrnstedt

    After Work

     (287)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Vom Klappentext ausgehend erwartet man eine genretypische Liebesgeschichte. Doch es soll anders kommen, denn die Autorin stellt mal kein dummes Size-Zero-Frauchen in den Mittelpunkt, sondern eine intelligente Frau, die etwas mehr Pfunde mit sich herumträgt. Allerdings passt das Cover dann nicht völlig zu Lexia, da es wieder dem „Standard“ entspricht, und macht es schwer, sie sich vorzustellen - ist sie nur etwas molliger oder adipös?

    Lexia weiß in vielerlei Hinsicht, was sie möchte und setzt sich dafür ein, insbesondere hat sie sich dem Trend Body Positivity verschrieben. Allerdings hadert sie an vielen Stellen wiederum mit ihrem Gewicht, bringt es so auch zu oft als Thema, und macht ihre Stärken durch Selbstzweifel und Lamentieren kaputt. Auch dass sie sich nicht von der Clique, die sie seit Jahren mobbt, trennt und ihnen z. B. auf Social Media entfolgt, macht sie für mich zu widersprüchlich und schwer greifbar.

    Ähnlich geht es mir mit Adam. Er entspricht dem Klischee, sexy Aussehen, erfolgreich, ein Macher, dem die Welt zu Füßen liegt. Zwar bekommt auch er eine düstere Vergangenheit verpasst, die vermutlich erklären soll, weshalb seine Stimmungen so schnell wechseln von warmherzig und fürsorglich zu eiskalt und arrogant. Doch fehlt mir dabei die Verbindung und Entwicklung von dem unsicheren kleinen Jungen, der noch in ihm zu stecken scheint, und dem geradlinigen Erfolgsmenschen, als der er jetzt rüberkommt. „Denn er hatte eine Schwäche für Kurven“ – nur seltsam, dass seine Ex ein Model war/ist, ist auch so ein Widerspruch.

    Eigentlich eine schöne Geschichte, die aus neutraler Sicht abwechselnd in den Perspektiven von Lexia und Adam erzählt wird und sich gut und flüssig lesen lässt. Das Beschäftigen mit aktuellen Themen wie Mobbing, Body Positivity, Sexismus oder überholten Rollenbildern kommt in solchen Romanen so gut wie nie vor, was definitiv ein Positivum ist, selbst wenn sie oft nur oberflächlich angerissen werden. Aber gerade diese Botschaften hätten am Ende auch dezenter rübergebracht werden können, denn das Finale fand ich too much.

    Ebenso gibt es Abzug für die vielen Wiederholungen gleicher Gedanken, oder wer wie aussieht oder wer wem verfallen ist. Dadurch hätten locker einige Seiten eingespart werden können.
    So kann ich mich gerade noch zu 4* durchringen.

  3. Cover des Buches Das geheime Spiel (ISBN: 9783453290310)
    Kate Morton

    Das geheime Spiel

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Kathi90

    Bei diesem Buch von Kate Morton war ich zuerst etwas ernüchtert. Die Geschichte plätscherte meiner Meinung nach nur so dahin. Allerding wendete sich das Blatt recht bald und die Geschichte nahm Fahrt auf. Ich war wie gebannt und wollte unbedingt das Geheimnis der zwei Schwestern erfahren.

    Als es so weit war konnte ich nicht glauben was ich da gelesen hatte, einfach grandios und überraschend. Gerne mehr davon!

    Ebenso interessierte mich das Schicksal von Grace und ihrer heimlichen Liebe.. Als wir Grace am Ende ihres Lebens begleiten durften hatte ich sogar eine Träne im Auge.

  4. Cover des Buches Zimtsommer (ISBN: 9783453358867)
    Sarah Jio

    Zimtsommer

     (78)
    Aktuelle Rezension von: manja_phalaenopsis

    Es hat mich vom Cover und auch von der Geschichte  angesprochen.
    Es ist frisch und passend zum Sommer. Die abgebildetes Ackerwinde ist ein Teil, der sich mit durch die Geschichten der zwei Frauen zieht, um die das Buch geht.

    Zwei Frauen, Ada und Penny, die mit Traurigkeit, Glück, Hoffnung, Mut, Zuversicht und Liebe zu tun haben. Der Dreh- und Angelpunkt ist die Bootsstrasse in Seattle am Lake.

    Ada trauert seit 2 Jahren um ihre große Liebe und ihre Tochter und flieht aus New York.
    Penny ist traurig in ihrer Ehe. Sie fühlt sich vernachlässigt und wünscht sich ein Kind.

    Beiden Frauen werden immer alleinige Kapitel gewidmet. Die beiden Frauen leben dort im Abstand von 50 Jahren und haben sich nie kennengelernt.
    Du erfährst, wie die beiden Frauen auf ihre eigene Art und Weise damit umgehen und wie sich trotzdem Ihre Wege kreuzen. Haben sie ein Happy End? Das verrate ich nicht.

    Das Buch ist absolut, stimmig und super geschrieben. Es wird nicht mein letztes Buch von Sarah Jio sein.

    Eins verrate ich allerdings doch. Ihr bekommt Lust zu backen.



    Von mir bekommt das Buch 5 ⭐️

  5. Cover des Buches Wildrosensommer (ISBN: 9783426518458)
    Gabriella Engelmann

    Wildrosensommer

     (97)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Die Figur der Aurelia, die Gabriella Engelmann hier erschaffen hat, gefällt mir ausnehmend gut. Ich mag ja so oder so alles esoterisch Angehauchte und das kommt hier gut zur Geltung.

    Aurelias Lebensgefährte ist vor zwei Jahren spurlos verschwinden und seitdem versucht die Protagonistin, sich und ihre beiden Töchter alleine durchzubringen. Durch einen Zufall - der etwas seltsam ist – wird sie auf ein Hausboot aufmerksam und zieht kurzentschlossen von München nach Hamburg.

    Es passiert nicht so arg viel in diesem Buch, aber das macht auch nichts – das ganz normale Leben der kleinen Familie ist sehr gut geschildert und auch nachvollziehbar. Das Hausboot in dieser Art und Weise würde mir auch gut gefallen!

    Leider waren es mir dann aber doch ein paar Zufälle zu viel und so richtig spannend war es halt auch nicht. Trotzdem – man kann das Buch durchaus gut lesen und für einen Nachmittag in der Sonne ist es bestens geeignet…

     

  6. Cover des Buches Libellenschwestern (ISBN: 9783734103773)
    Lisa Wingate

    Libellenschwestern

     (166)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Eine Geschichte in den USA über Kinderhandel während der 1930er bis 1950er Jahre. 

    Mit List und Betrug und unter dem Namen „Fürsorglichkeit“ werden Kinder ihren Eltern weggenommen und anschließend an reiche Paare vermittelt. In der Zwischenzeit werden sie in Heimen misshandelt und missbraucht. 


    Eine wahre dunkle Geschichte der USA, verknüpft mit einer fiktiven Protagonistin, die dieser „barmherzigen“ Organisation auf die Schliche kommt...


    Der Roman ist gut geschrieben. Der Spannungsbogen ist hoch und man kann das Buch einfach nicht zur Seite legen. Ein Buch, das mich sehr berührt hat. #leseempfehlung 


    🐭🐭🐭🐭🐭/ 5

  7. Cover des Buches Clara und die Granny-Nannys (ISBN: 9783442382996)
    Tania Krätschmar

    Clara und die Granny-Nannys

     (61)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Roman hat mir recht gut gefallen und fesselte mich gleich. Daher eine Leseempfehlung und 4 Sterne. Die Romane dieser Autorin sind immer unterhaltsam. Perfekt für den Urlaub oder für zuhause auf dem Balkon. Ein Punkt ziehe ich ab, da der Roman etwas vorhersehbar war und ich mir mehr Lokales von Berlin gewünscht hätte. 

  8. Cover des Buches Heaven - Stadt der Feen (ISBN: 9783401502212)
    Christoph Marzi

    Heaven - Stadt der Feen

     (607)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Ich habe dieses Buch das letzte Mal in der Grundschule gelesen und nun nach gut 10 Jahren wieder dazu gegriffen.

    Das Leseerlebnis war wirklich schön und bis auf eine kurze Flaute durchweg angenehm. Der Autor versteht es, Situationen und Umgebung anschaulich zu beschreiben und den Leser so ganz in die Geschichte zu entführen. Vor allem die detaillierte Beschreibung Londons machte die Geschichte so glaubwürdig.

    Das klassische Bild der Fee wird hier etwas auf den Kopf gestellt, bleibt aber definitiv vollkommen magisch.

    Die Einordnung als Kinderbuch durch LovelyBooks empfinde ich jedoch als definitiv fehlerhaft. Innerhalb des Buches wird mehrmals Sex thematisiert, sowie auch rohe Gewalt und Mord. Ich denke daher, dass man es als Jugendbuch betiteln sollte.

  9. Cover des Buches Kalte Havel (ISBN: 9783740800017)
    Tim Pieper

    Kalte Havel

     (49)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Am Havelufer wird die Leiche eines jungen Mannes aufgefunden, einer seiner Freunde, mit dem das Mordopfer in der Nacht unterwegs war, wird vermisst. Dessen Mutter, die Staatsanwältin Caren Winter, überredet Toni Sanftleben, in den aktiven Dienst zurück zu kehren, um die Suche nach ihrem Sohn zu leiten. Neben den Ermittlungen halten den Kommissar auch seine privaten Probleme auf Trab, zwar lebt seine lange verschollene Frau Sofie inzwischen bei ihm auf dem Hausboot, doch zwischen den Eheleuten hat sich eine Distanz aufgebaut, die Toni trotz aller Bemühungen nicht überwinden kann. 

    "Kalte Havel" von Tim Pieper ist der zweite Fall um den sympathischen KHK Toni Sanftleben, der mich, wie schon sein voriger Band auf ganzer Linie begeistert hat. Tim Piepers Schreibstil kenne und mag ich schon aus zwei anderen Regionalkrimis (ich bin mit Tonis fünftem Fall in die Reihe eingestiegen und lese nun die Vorgänger in chronologischer Folge). Daher hat der Ermittler schon einen Stammplatz in meinem Herzen und ich genieße es, mehr über sein privates Leben zu erfahren. Meiner Meinung nach gibt das dem Charakter Tiefe, so dass Toni für mich keine flache Papierfigur ist, sondern sich real und lebendig anfühlt, ich hoffe, bange und leide beim Lesen mit ihm mit. 

    Auch seine Ermittlungen sind spannend geschildert, immer wieder gibt es kleine Rückblicke, die das Geschehen aus der Sicht des Opfers und einige Male sogar aus dem Blickwinkel des Täters beleuchten. Dabei bin ich willig allen Spuren gefolgt, die der Autor für seine Leser ausgelegt hat, dennoch war ich von der Auflösung des Falles sehr überrascht. Auch in diesem Roman wird der Hintergrund im idyllischen Havelgebiet umfassend und bildlich beschrieben, im Rahmen der Handlung habe ich unter Anderem die Beelitzer Heilstätten erkundet und einiges über die regionale Geschichte erfahren. Damit hat Tim Pieper die für mich perfekte Mischung aus spannender Krimihandlung, Einblick in das persönliche Leben des Ermittlers und Beschreibung der Umgebung geschaffen, so dass ich dieses wunderbare Leseerlebnis gern weiter empfehle.

    Fazit: Spätestens mir diesem Buch steigt Tim Pieper in die Ränge meiner liebsten Krimiautoren auf, seine Fälle sind spannend und Toni Sanftleben ist ein Ermittler, den ich mittlerweile sehr mag. Auch die Havelregion, in der die Geschichte spielt, ist einladend geschildert, so dass ich immer mehr Lust bekomme, mir die Schauplätze einmal selbst anzusehen. Für den fesselnden Regionalkrimi spreche ich mit Freude eine Leseempfehlung aus. 

  10. Cover des Buches Mitternacht (ISBN: 9783492280907)
    Christoph Marzi

    Mitternacht

     (59)
    Aktuelle Rezension von: dieNachteule

    ,,Mitternacht“ ist der erste Roman, den ich von dem Autor Christoph Marzi gelesen habe. Angelockt hat mich das wunderschön gestaltete Cover des Buches, überzeugt hat mich die Inhaltsangabe.
    Zugegebenermaßen habe ich mir vorher die durchwachsenen Bewertungen und Meinungen zu ,,Mitternacht“ durchgelesen, deswegen kann ich mich nicht davon freisprechen, das Werk ohne gewisses Misstrauen und akribische Achtsamkeit zu Gemüte geführt zu haben. Trotzdem wollte ich mir eine eigene Meinung dazu bilden. Nichtsdestotrotz waren Misstrauen und Achtsamkeit zügig verflogen.

    Jedenfalls wollte ich etwas Neues ausprobieren, weil Fantasy normalerweise nicht zu den Genres zählt, die mich anziehen. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne noch einmal auf die mystische Gestaltung des Covers hinweisen, Die Inhaltsangabe hat mich prompt angesprochen, weil der Kontext mich über Kindheitserinnerungen sinnieren ließ. Ich habe an die Zeichentrickserie ,,Geschichten aus der Gruft“ gedacht, und wie sehr ich damals von Geistergeschichten angetan war und es noch immer bin. Außerdem hatte die Existenz der fiktiven Stadt aus Nebel eine beruhigende Wirkung auf mich. Allein die Idee an sich fand ich so tröstlich, dass ich mir durchgehend gewünscht habe, dass hier die nackte Wahrheit porträtiert wird, dass eine fiktive Geschichte in die Realität eingebettet wird. Zu schade, dass das nur Wunschdenken ist.

    Meiner Meinung nach reden wir hier von einer unfassbar genialen und klugen Grundidee des Romans, welcher ein Fantasiewerk voller Weisheiten ist und mich ab dem ersten Kapitel hat mitfiebern lassen. Die beinah poetische Wortwahl ist träumerisch, dass ich jede Minute, die ich mich mit dem Buch befasste, auskosten wollte. Der Schreibstil an sich war mir bisher unbekannt, ergo eine willkommene Abwechslung, die Lust auf mehr macht.

    Ab dem ersten Kapitel herrscht eine mysteriöse Atmosphäre und Dynamik, doch diese düstere und schauderhafte Atmosphäre wird an den richtigen Stellen stets anhand Situationskomik gekippt, sodass Leichtigkeit sich breitmachen kann und ich gewissermaßen durchatmen konnte.
    Darüber hinaus fand ich die Figurenkonstellation fast kontinuierlich authentisch und vernünftig. 

    Ich komme nun zu dem Knackpunkt, der mich dazu gebracht hat, den Roman nur mit vier von fünf Sternen zu bewerten. Ab dem zwölften Kapitel, circa 95 Prozent des Buches, ging es Knall auf Fall. Die Ereignisse überschlugen sich, wurden nur dürftig erklärt und beschrieben, teilweise nicht nachvollziehbar und spartanisch, und der Charme und Zauber ließ gehörig nach. Das Ende spielte sich für mich viel zu abrupt ab. Ein abschließender Gedanken meinerseits lautete: Wie wäre die Geschichte wohl ausgegangen, wenn sie mehr Zeit bekommen hätte, wenn man sich noch mehr Zeit gelassen hätte?
    Bemerkenswert ist es natürlich, dass Christoph Marzi den Roman beenden konnte angesichts seines gesundheitlichen Schicksals. 

    Mein Lichtblick ist auf jeden Fall das mögliche Versprechen einer Fortsetzung, die die Geschichte von Nicholas und Agatha vertieft. Überdies war das nicht der letzte Roman, den ich von Christoph Marzi gelesen habe, dafür war sein schriftstellerisches Talent der vorhergehenden 95 Prozent des Romans ,,Mitternacht“ zu überragend!

  11. Cover des Buches Wenn die Liebe Anker wirft (ISBN: 9783956496844)
    Cressida McLaughlin

    Wenn die Liebe Anker wirft

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Lesemone
    Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, die Autorin hat ein sehr schönes Setting gewählt. Auch Summers Bedenken und Ängste, das Bootscafe ihrer Mutter zu übernehmen und zurück nach Willowbeck zu ziehen, waren verständlich und man konnte sich in ihre Situation gut hineindenken. Auch das Flair am Wasser mit den Booten kam gut rüber. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Bei mir kam jedoch das Gefühl auf, dass die Autorin so viele Ideen hatte, was alles in das Buch rein muss, dass sie sich wohl nicht entscheiden konnte und alles in einer Geschichte verarbeitet hat. Es passiert hier so wahnsinnig viel, dass man teilweise gar nicht mehr mitkommt. Das hätte das Buch überhaupt nicht nötig gehabt. Der Eindruck wurde noch verstärkt, da die Zwischenkapitel mit Band 1, Band 2 usw. betitelt waren. Waren das mal kleinere Bücher die in einem zusammengefasst wurden? An sich hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, auch die Freundschaft zwischen Mason und Summer war schön gestaltet, aber hier wäre etwas weniger mehr gewesen!
  12. Cover des Buches Die dritte Stimme (ISBN: 9783442714094)
    Rolf Börjlind

    Die dritte Stimme

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Steffi85
    Auch in diesem Buch konnten mich sowohl Olivia als auch Tom wieder sehr begeistern. Olivia die wieder aus Mexiko zurück kehrt, über die man zunächst auch mal erfährt, was sie dort erlebt hat, denn ein Teil des Buches spielt auch dort. Dies ist auch irgendwie wichtig, um zu verstehen wieso Olivia sich manchmal verhält wie sie sich verhält. Außerdem war es spannend für mich, herauszufinden, wie es mit ihr so weiter gegangen ist. Wie sie versucht hat etwas über ihre leiblichen Eltern heraus zu finden und wie ihr dies teils auch gelingt. Auch über Tom erfährt man noch so einiges, vorallem wie die beiden eigentlich teilweise nebeneinander her ermitteln, halt weil sie nicht miteinander sprechen finde ich schon interessant. Die Charaktere mochte ich im ersten Buch "Die Springflut" schon sehr gern leiden, und jetzt doch irgendwie noch mehr. Ich denke auch, dass man zunächst "Die Springflut" lesen sollte, bevor man dieses Buch liest. Man versteht doch einiges besser und manches muss man meiner Meinung nach auch erst wissen um dieses Buch richtig zu verstehen. Die Geschichte ist wieder durchgehend spannend, sogar spannender, als es bei "Der Springflut" der Fall war. Nichts zog sich in die Länge, auch wenn man immer wieder etwas über die Charaktere erfahren hat und das zum Teil über große Textabschnitte hin weg - es wurde nie langweilig und das ist auch gut so. Alles in allem ist die Geschichte sehr verstrickt und man selbst kommt auch nicht wirklich drauf, was passiert ist - das klärt sich wirklich erst beim Lesen auf und genau das empfinde ich auch als sehr sinnvoll. Obwohl das Buch recht dick ist, lässt es sich doch recht schnell durch lesen. So ging es zumindest mir, was vermutlich aber zum Großteil auch daran lag, wie spannend ich dieses Buch gefunden habe und das ich wissen wollte wie es weiter geht und wie die Fälle sich aufklären, was mit den Charakteren noch alles passiert... Dieses Buch kann ich auf jeden Fall weiter empfehlen, aber man sollte ich weise nochmals drauf hin, wirklich erst "Die Springflut" gelesen haben. Ich freue mich schon sehr darauf "Die Strömung" zu lesen, was ich wohl auch bald tun werde.
  13. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (558)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  14. Cover des Buches Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe (ISBN: 9783791510330)
    Laura Jarratt

    Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe

     (165)
    Aktuelle Rezension von: csevolv
    Jenna tat mir zu Beginn des Buches wirklich unglaublich leid und es war wundervoll zu lesen, wie sehr sie sich durch Ryan verändert. Sie geht endlich wieder auf Menschen zu und er gibt ihr so viel positives. 
    Ryan ist wirklich ein toller Kerl, denn er ist witzig und unglaublich süß zugleich. Obwohl er ein überaus gesundes Selbstbewusstsein hat, ist er trotzdem ein toller Kerl.
    Außerdem wirkt Jenna schon sehr erwachsen, was mir wirklich gut gefallen hat. 


    Das Buch wird an keiner Stelle langweilig und ist wirklich sehr sehr gut geschrieben. Vor allem die wechselnden Perspektiven fand ich wirklich toll. 


    Was man noch etwas ausbauen hätte können, war die Freundschaft zu Beth und Jennas Öffnung gegenüber anderen Menschen.


    Aber alles in allem, war dieses Buch definitiv jede Minute wert, gelesen zu werden!

  15. Cover des Buches Mein wunderbares Bücherboot (ISBN: 9783959101813)
    Sarah Henshaw

    Mein wunderbares Bücherboot

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel94
    Eine Buchhandlung auf dem Wasser – das klingt nicht nur unglaublich exotisch, das gibt es sogar wirklich. Vor einigen Jahren kam Sarah Henshaw, damals Mitte Zwanzig, auf die Idee, ein Kanalboot in einen Buchladen zu verwandeln. Anfangs war die Begeisterung riesengroß, doch das große Geschäft ließ lange auf sich warten. Immer wieder musste sie sich Geld von ihren Eltern oder ihrem Freund leihen, um die Rechnungen zu bezahlen. Aber dann hatte Sarah eine geniale Idee: Um ihre „Book Barge“, so heißt die schwimmende Buchhandlung, bekannter zu machen, entscheidet sie sich dazu, durch die Kanäle von England zu schippern. Von Birmingham nach London, über Bristol und Leeds begibt sich die Achtundzwanzigjährige ganz allein auf ein sechsmonatiges Abenteuer. Sie lernt viele Menschen kennen, besucht literarische Veranstaltungen und stößt immer wieder an ihre Grenzen, doch wird es sich lohnen? Wird die „Book Barge“ endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdient?

    Mein wunderbares Bücherboot habe ich regelrecht verschlungen und ich kann schon jetzt sagen, dass es zu meinen Jahreshighlights 2019 gehören wird. Sarah Henshaw schreibt mit soviel Witz und Bodenständigkeit, dass es richtig Spaß macht, ihr „zuzuhören“ und somit verflog eine Seite nach der anderen. Außerdem ist sie ein Charakter, mit dem sich wahrscheinliche jede junge Frau, die am Anfang ihres Berufslebens steht, identifizieren kann: Sie hat einen Plan, sie hat eine Idee für ein Wahnsinns-Geschäft, doch mit Anfang Zwanzig fehlt es ihr schlichtweg an Erfahrung. Wie führt man einen Buchladen? Was muss ich bei der Eröffnung alles beachten? Wie mache ich andere auf mein Geschäft aufmerksam? Demzufolge muss Sarah einige Niederlagen in Kauf nehmen, die sie – auf ihre eigene Art und Weise – meisterhaft überwindet. Dabei konzentriert sie sich aber nicht nur auf den Erfolg, sondern erwähnt auch, wie sie stellenweise kurz davor war, alles hinzuschmeißen und wie sie durch ihre Tollpatschigkeit Fehler beging, die hätten vermieden werden können – aber genau dies sind die Geschichten, die das Buch so authentisch machen.

    In Mein wunderbares Bücherboot geht es allerdings nicht nur um das Kanalboot, das die Autorin liebevoll „Joseph“ nennt, sondern sie gewehrt dem Leser stets Einblicke in ihr Privatleben. Seit mehreren Jahren ist sie schon mit ihrem Freund Stu zusammen, den sie über alle Maßen liebt und sich trotzdem dazu entscheidet, die Beziehung mit ihm zu pausieren. Man erfährt von Nelson, einem Vogel, dem Sarah versuchte, das Leben zu retten und wie sein vermeintlicher Geist sie auf ihrer Reise begleitet. Mit jedem Kapitel habe ich mehr und mehr Respekt für die junge Autorin empfunden, ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich sofort erkundigt, wo ich die „Book Barge“ 2019 antreffen kann (Tipp: in Frankreich).

  16. Cover des Buches Her mit dem schönen Leben (ISBN: 9783522505949)
    Steffi von Wolff

    Her mit dem schönen Leben

     (41)
    Aktuelle Rezension von: christiane_brokate

    Es ist ein Jugendbuch zum Thema Freundschaft und Liebe.

    Fünf unterschiedliche Jugendliche, wollen nach dem Abi zusammen ziehen und ihr Freiheit geniesen . Sie fanden ein Hausboot und das Abenteuer beginnt.

    Wir lernen die Jugendlichen besser kennen und auch ihre Eigenarten, sie sind alle sehr verschieden , aber eins Hält sie zusammen ihre Freundschaft, diese wächst im Laufe der Geschichte und ich fühlte mich als wäre ich ein Teil der Freunde und wurde herzlich empfangen. Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch, die jetzt nicht sehr in die Tiefe geht , aber man hat fühlt sich einfach wohl beim Lesen und es ist jetzt gerade perfekt wenn man sich in den Sommer wünscht.

    Der Schreibstill war locker leicht und hat mich sofort mitgenommen in die Geschichte , die Charaktere mochte ich fast alle , aber Felicitas war manchmal echt zu fiel und nervig, manchmal hätte ich sie einfach ausblenden können, da sie echt immer sehr emotional war und weinerlich war und anstrengend.

    Das schönste war die Freundschaft und das Zusammenleben der Fünf und mit anzusehen wie sie immer mehr zusammenwuchsen. Ein perfektes Jugenbuch zum abschalten und träumen und ankommen.


  17. Cover des Buches Hendriksen und der mörderische Zufall (ISBN: 9783961483747)
    Ole Hansen

    Hendriksen und der mörderische Zufall

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Dies war mein erster Thrller/Kriminalroman von Ole Hansen und ich muss sagen, er hat mir gut gefallen!

    Martin Hendriksen, Privatdetektiv, wird beauftragt, merkwürdige Geschehnisse und rätselhafte Unfälle auf Schloss Bolkow zu untersuchen... Die Tochter der Auftraggeberin, Petra, plant dabei eine Renovierung des Schlosses, wobei sich jedoch unheimliche Geschehnisse ereignen.... Zusammen mit seiner Kollegin Lizzie macht sich Hendriksen auf den Weg, um zu ermitteln und Petra im Auge zu behalten,, quartiert sich in der Gegend ein und befindet sich schon schnell im Visier der Täter. Unerwartete Hilfe erhält er dabei von der Polizistin Tina, die wie Hendriksen selbst und Lizzie äußerst sympathisch erscheinen...Vor allem den Gegensatz von Hendriksen (äußerst cleverer Ermittler und kluger Kopf) und Lizzie (toughe, kampferprobte Ermittlerin) fand ich sehr amüsant, sowie die gegenseitige Ergänzung dieser schön geschildert..... 

    Schnell wird klar, dass weitere Partien mit dem Schloss andere Zwecke als Petra verfolgen, die teilweise auch dem äußerst privaten Umfeld von Petra angehören und vor nichts zurückschrecken.. 

    Die 23 Kapitel sind kurzweilig gehalten und lesen sich wirklich flüssig..... Verschiedene Personen scheinen zwischendurch verdächtig, aber die Auflösung am Ende fand ich nicht ganz gelungen.... Hier hätte ich mir gerne noch eine etwas genauere und realistischere Motiv-Auslösung gewünscht..... 

    Insgesamt aber eine gute Story mit sympathischen Protagonisten, die ich jedem empfehlen kann, die Interesse an einer Kriminalstory mit einem Schloss als zentralen Setting haben, und bei denen die humorvollen Momente auch nicht zu kurz kommen sollten! 

  18. Cover des Buches Das Haus der Mädchen (ISBN: B07MFQF6ZP)
    Andreas Winkelmann

    Das Haus der Mädchen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    EIn schöner Schreibstil, der mich durch das Buch hat fliegen lassen. Nichts war holprig oder umständlich beschrieben. Die Geschichte an sich war gar nicht mal so unrealistisch, was ich sehr gerne mag. Mädchen buchen eine Airbnb-Unterkunft und verschwinden auf ihrem Trip. Vielleicht war mein Timing, das Buch zu hören ein wenig ungeschickt, da ich gerade mit dem Fahrrad zu diversen online gebuchten Unterkünften unterwegs war, aber bin ja wieder heil nach Hause gekommen. Somit war der Bezug zur Realität für mich aber sehr präsent. Das Buch war spannend, es gab Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, einige interessante Charaktere... also alle Zutaten, die es für einen soliden Thriller braucht.

  19. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (91)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    „Würdest du dein Leben für einen Traum aufgeben?“

    Ein neuer Fall für DI Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito.
    Neue Stadt, neue Kollegen und neue Fälle.
    Nachdem die beiden im vierten Teil selbst von einem Anschlag betroffen waren, wollen sie einen Neustart wagen.
    Doch auch dort werden sie von Problemen eingeholt und brauchen Hilfe von alten Bekannten.

     

    Der Einstieg in den 5ten Fall von Phil und Marina war ziemlich hart. Ich habe schon so einiges gelesen und möchte von mir behaupten ziemlich abgehärtet zu sein, doch hier habe selbst ich immer öfters das Gesicht verzogen.
    Die Familie ist umgezogen und dadurch kommen viele neue Charaktere auf, wo ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte diese auseinanderzuhalten. Auch habe ich die alten Kollegen wie Anni und Mike teilweise vermisst. (Dies ist auch einfach der Grund für den Abzug.)
    An sich war das Buch, wie bisher alle vorangegangen Teile, unglaublich spannend und ich wollte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil lässt viel Platz für eigene Spekulationen offen, welche aber kurze Zeit später wieder zerschlagen werden.
    Ich fand die beiden Handlungsstränge nebeneinander her, mit dem ein oder anderen Berührungspunkt sehr gelungen.

  20. Cover des Buches Die Strömung (ISBN: 9783442715176)
    Cilla Börjlind

    Die Strömung

     (115)
    Aktuelle Rezension von: hanka81

    Leider immer noch aktuelle Thematik und Bezug zu Anders Breivik die hier aufgegriffen wird. Und es wird wohl immer aktuell bleiben.

    Sind rassistische Gedanken der Hintergrund für die Morde an zwei kleinen Kindern? Das ist die Frage die sich Mette und Olivia stellen. Doch die Morde passieren in unterschiedlichen Teilen Schwedens und es ist noch nicht einmal sicher, das es sich um den gleichen Täter handelt. Sind es vielleicht mehrere? Und gibt es eine Verbindung zwischen den Opfern. Als einziges scheint es da eine Kommune aus den 70er Jahren zu geben. Hat es was damit zu tun? Und wo liegt dann das Motiv?

    Gefallen hat mir, das es keine einfache Lösung gibt und es auch in den Ermittlungen immer wieder zu Fehleinschätzungen kommt und neue Wege verfolgt werden müssen.

    Viele verschiedene Themen werden hier aufgegriffen und mehrere Ermittlungen laufen parallel. Die Zusammenhänge sind hierbei nicht einfach zu durchschauen. Manchmal ist es mir ein bißchen zu viel, denn auch für Tom ergibt sich die Möglichkeit einen lange zurück liegenden ungelösten Fall doch noch aufzuklären.

    Und zufälliger/passender Weise decken dich letztendlich die Opfer sowohl mit fremdenfeindlichen Motiv, als auch der persönlichen Rache... Mmh...

  21. Cover des Buches Schwarze Strömung (ISBN: 9783442485192)
    Sharon Bolton

    Schwarze Strömung

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Eternity
    Die Themse, einer der größten Flüsse der Welt, fließt quer durch London. Sie ist nicht nur ein Ort für Verkehr und Transport, schönen Momenten auf Ausflugsschiffen, sondern auch ein düsterer Ort, wo Dreck, Geheimnisse und Müll versenkt werden.
    So tauchen Leichen in der Themse auf.
    Lacey Flint ist bei der Wasserwacht, der Polizei auf dem Fluss, und findet einer dieser Leichen.
    Danach entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel, das wirklich ein spannendes Ende nach sich zieht!

    Wie gesagt, das Ende fand ich wirklich klasse. Da konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Perspektivwechsel macht die Geschehnisse noch spannender.

    Auch Lacey Flint als Charakter ist ganz interessant zu begleiten. Sie ist stur und eigensinnig, manchmal etwas unbedacht, aber durchaus clever.
    Mein Problem war, das ich Lacey erst hier in diesem Roman kennengelernt habe. Es war mein erster Thriller von Sharon Bolton, den ich gelesen habe, und es war nun mal nicht der erste Band der Reihe. Das war wirklich nervig. Man kommt nur schwer in die Figurenkonstellation hinein, immer wieder werden vergangene Eregnisse und Fälle thematisiert, von denen man keine Ahnung hat, aber deren Ende man jetzt kennt, dass man sie nicht unbedingt mehr lesen muss. Das war wirklich schade!
    Ja, ich bin wahrscheinlich selbst Schuld, dass ich ein Buch mitten aus einer Reihe gelesen habe, aber vom Klappentext wurde dies nicht erkenntlich. Das hat den Lesegenuss leider deutlich bei mir gemildert.. Schade!
  22. Cover des Buches Partitur des Todes (ISBN: 9783499245350)
    Jan Seghers

    Partitur des Todes

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Paris im Jahr 2005. Im Rahmen einer arte-Dokumentation stößt die Journalistin Valerie Rouchard auf Georges Hofmann, dessen Eltern im Dritten Reich nach Auschwitz verschleppt wurden. Durch die Öffentlichkeit der Dokumentation taucht ein bisher unbekannter Brief seines Vaters an ihn auf. Darin ein unveröffentlichtes Werk von Jaques Offenbach.
    Wenig später werden am Frankfurter Mainufer fünf Menschen in einem Imbiss-Boot kaltblütig hingerichtet. Hauptkommissar Robert Marthaler steht unter Zeitdruck und vor einem Rätsel, denn es bleibt nicht bei den fünf Toten.

    Partitur des Todes ist der dritte Band in Jan Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt. Das Buch umfasst 480 Seiten und wird bei Rowohlt verlegt.

    Marthalers dritter Fall spielt im Sommer 2005, etwa zwei Jahre nach Die Braut im Schnee. Nach den Geschehnissen des vorhergehenden Bandes wird Abteilungsleiter Herrmann durch Charlotte von Wangenheim ersetzt, er bekommt im Buch aber noch ein paar Auftritte. Privat hat Marthaler wieder einige Sorgen, denn sein Engagement im Beruf steht sich und Tereza nach wie vor im Weg.

    Aus meiner Sicht ist Partitur des Todes der bis dahin stärkste Band der Reihe, das mag aber auch am Thema liegen. Die Entwicklung, die man schon im vorhergehenden Band bei Jan Seghers beobachten konnte, setzt sich fort – er wird immer besser. Er konstruiert einen verworrenen Fall rund um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus’, dabei geht er nicht zimperlich vor. Der Fall ist bis kurz vor Schluss schwer zu durchschauen, das wiederum kennt man ja schon aus den anderen Bänden, auch wenn es diesmal früher im Buch Andeutungen gibt.

    Ebenfalls nicht neu ist Seghers Kritik an Presse und Politik. Der City-Express als Inbild unethischer Auswüchse im Journalismus bekommt wieder eine Sonderrolle, für die Kritik am karrieristischen Charakter der Politik darf diesmal der Hessische Innenminister herhalten. Das LKA hingegen, in Krimis oftmals für überhebliches Verhalten gescholten, kommt bei Seghers ausdrücklich gut weg. Oliver Frantisek, der vom LKA als stilisierter Superpolizist in die SoKo entsandt wird, nimmt eine ganz andere Rolle ein, als man normalerweise erwarten darf.

    Der Fall und die Geschichte darum sind durchgehend schlüssig. Gut finde ich, dass Seghers eine ganze Reihe Faktenwissen um die Frankfurter Auschwitzprozesse einfließen lässt. Die für die Geschichte relevanten Namen wurden zwar geändert und die Lebensläufe, nehme ich an, frei erfunden, trotzdem geizt Seghers nicht mit Reellem, gerade im Hinblick auf das Fritz-Bauer-Institut. Seghers Charaktere könnte es gegeben haben und sie könnten auch diese Lebensläufe gehabt haben. Das gibt dem Buch stellenweise durchaus etwas Beklemmendes. Auch Marthalers Umgang mit diesem Teil der Deutschen Geschichte ist für Teile seiner Generation gut aufgefangen und birgt durchaus ein Stück Kritik, aber auch etwas Versöhnliches – und es passt schlussendlich zu seiner Persönlichkeit.

    Partitur des Todes ist ein weiterer lesenswerter Band der Reihe. Seghers geizt weiterhin nicht mit Lokalkolorit und verbessert sich stetig – wobei ich sagen möchte, dass er einen Punkt erreicht hat, an dem es nicht mehr viel zu verbessern gibt. Ein einigermaßen kurzweiliges Krimivergnügen, nicht nur für Menschen aus dem Frankfurter Raum.

  23. Cover des Buches Und ein ganzes Jahr (ISBN: 9783596197798)
    Gayle Forman

    Und ein ganzes Jahr

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Buechereule

    Erstens mal muss ich sagen, dass mir die Idee mit den Covern sehr gut gefällt. Erst mal ein Lob dafür!

    Zum Inhalt: Ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, wie wenig eigentliche Liebesgeschichte in diesen Romanen steckt. Obwohl es vielleicht nur, sagen wir, 3/8 waren, erscheint es beim lesen viel. Und nein, ich weiß das das Wort Lulu hier in gefühlt jedem zweiten Satz vorkam. Ich habe (in diesem Fall) lediglich den Teil wo sowohl Allyson als auch Willem vorkamen in beiden Büchern gezählt. 

    Dennoch hat man kaum das Gefühl, dass etwas fehlt. Das halte ich für eine gute, um nicht zu sagen hervorragende, Leistung.

    Da ich niemanden um mein Gemaule bringen will, hier noch eine Beschwerde: Ich für meinen Teil halte es für nicht gerade nett oder respektvoll von Willem, sich trotz der Tatsache, dass er Allyson liebt, weiter munter durch die Weltgeschichte schläft. Verzeiht meine Ausdrucksweise.


    Dennoch kann ich das Buch nur empfehlen!

  24. Cover des Buches Hausboot Lotte, Kater Emma und ich (ISBN: 9783959101561)
    Nicola Eisenschink

    Hausboot Lotte, Kater Emma und ich

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Nachtschwärmer
    Was passiert, wenn man nach langjähriger Partnerschaft/Ehe plötzlich allein da steht? Man fällt erstmal in ein Loch und erfüllt sich dann einen Traum. So jedenfalls hat es Nicola Eisenschink getan und nun ein Buch darüber geschrieben.

    Ich konnte mich in so vielen Dingen in diesem Buch wiederfinden. Zunächst natürlich der Traum vom Hausboot. Auf relativ kleinem Raum alles zu haben, was man braucht und dort in seiner eigenen kleinen Oase zu leben. Man stellt es sich so romantisch vor und erfährt nun durch die Autorin von den Nachteilen und auch davon, dass man Probleme manchmal auf vielfältige Arten lösen muss bevor man die richtige findet.
    Sie beschreibt wie sie wieder zu sich selbst findet, nachdem sie in ihrer Ehe so viele Dinge aufgegeben hat, die ihr früher wichtig waren. Es ist ein schreckliches Gefühl zu merken, dass man nicht mehr man selbst ist, aber umso schöner ist es, wenn man die Chance hat, das eigene Ich wieder zum Vorschein holen zu können.

    Ich hatte sehr viel Freude mit diesem Buch und kann es jedem nur empfehlen, denn es hat mir zwei wichtige Dinge klar gemacht: pass auf, dass du dich selbst nicht verlierst und erfülle dir deine Träume so lange du es kannst.

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