Bücher mit dem Tag "haushälterin"
45 Bücher
- Julia Quinn
Bridgerton - Daphne & Simon
(677)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterIch habe das Buch mit dem Cover mit den beiden Personen auf dem Cover und finde es ist passend für das Buch.
Es geht um Daphne und Simon, Simon ist der Duke of Hastings und möchte niemals heiraten, die Linie der Hastings soll mit ihm sterben. Daphne ist die Schwester seines besten Freundes und damit absolut Tabu. Ein Deal um beiden einen Vorteil zu verschaffen läuft aber leider in die falsche Richtung.
Ich muss sagen ich habe zuerst die Serie geschaut und liebe Daphne und Simon und deren Geschichte. Leider hat mich aber das Buch etwas enttäuscht es ist sehr vieles anders und für mich damit schlechter als die Serie. Mir gefällt Daphne hier irgendwie nicht so sehr, sie wirkt irgendwie arrogant. An vielen Stellen war ich genervt von ihr. Simon war mir auch irgendwie zu weich. Alles in allem hat mich die Geschichte nicht abholen können.
Leider hat das nicht so meinen Geschmack getroffen, vielleicht gefällt mir die Serie aber auch einfach besser.
- Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(996)Aktuelle Rezension von: Chattys_BuecherblogPuh, das war ja mal spannend! Mein Herz schlug bis zum Hals, während ich durch die Seiten nur noch so flitzte. Aber fangen wir von vorne an. Millie, die zunächst als das unschuldige Lamm erscheint, hat meine Sympathie sofort gewonnen. Sie wirkt so verloren und schüchtern in ihrem neuen Job als Haushaltshilfe. Doch die ersten Eindrücke sind oft trügerisch.
Die Autorin schafft es meisterhaft, eine unterschwellige Spannung aufzubauen, die in der Luft liegt, während Millie durch das luxuriöse, aber unheimliche Haus huscht, putzt und macht und tut, um es sowohl der Hausherrin als auch dem Hausherr recht zu machen. Man spürt förmlich, dass etwas im Gange ist – ein drohendes Unheil vielleicht? Und genau in dem Moment, als ich mich frage, ob alles gut ausgeht, eskaliert die Situation auf eine Art und Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Andrew, der Hausherr, entblößt sein wahres Ich und erinnert uns daran, dass hinter jeder Fassade dunkle Geheimnisse lauern.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Die Seiten flogen nur so dahin, während ich immer tiefer in das Netz von Machtspielchen und Intrigen hineingezogen wurde. Es war, als ob jede Wendung einen neuen Adrenalinstoß auslöste. Am Ende war ich vollkommen gefesselt und frage mich nun brennend, was die Autorin im Folgeband für uns bereithält. Ein herzhafter Cliffhanger und ich fühle mich direkt bereit für mehr!
- Erin Watt
Paper Prince
(1.540)Aktuelle Rezension von: SandrawittIch musste die Reihe in eins durchlesen so packend war die Reihe von Erin Watt. Mittlerweile einer meiner Lieblingsautoren. Wunderbarer Schreibstil spannend und prickelnd! Für jeden der die Kingsreihe mag auf jeden fall eine Leseempfehlung! Ich habe mich sofort in die Brüder verliebt und die Protagonistin beneidet, auch wen sie einen schweren start hatte. Ich Lese die Reihe immer wieder zwischendurch und sie ist immer noch mitreißend.
- Isabel Bogdan
Der Pfau
(622)Aktuelle Rezension von: Maimouna19Der heruntergekommene Landsitz von Lady und Lord McIntosh, abgelegen in den schottischen Highlands, hat schon bessere Zeiten gesehen. Um den kostspieligen Unterhalt des Anwesens wenigsten einigermaßen finanzieren zu können, werden einzelne Cottages an Feriengäste vermietet.
Als eine Gruppe Londoner Investmentbanker – Chefbankerin Liz und ihre vier Manager in Begleitung einer Köchin und einer Psychologin – ein Wochenende auf dem Landsitz buchen, um ein Teambuilding-Seminar durchzuführen, wird kurzerhand der kaum genutzte Westflügel des Landsitzes soweit wie möglich hergerichtet. Angesichts der Jahreszeit (kurz vor Wintereinbruch) scheint es besser zu sein, alle Gäste in einem Gebäude unterzubringen als in den über das Anwesen verstreuten Cottages. Die Unterkunft ist spartanisch, veraltete Strom- und Wasserleitungen, das Gebäude kaum warm zu bekommen, an heiße Bäder oder Duschen ist kaum zu denken – also ganz anders als es die verwöhnten Großstädter gewohnt sind.
Neben Lord und Ladyschaft leben auch noch einige Tiere auf dem Landsitz, unter anderem ein verrücktes Pfauenmännchen, dass aggressiv auf die Farbe Blau reagiert und alles Blaue heftigst attackiert, u.a. auch blaulackierte Autos von Gästen…..
Aus dieser Konstellation entwickelt Isabel Bogdan eine schreiend komische, herrlich skurrile Geschichte. Die verschiedenen Charaktere mit ihren Eigenarten sind so liebevoll und lebensnah beschrieben, dass man meint, jeden Einzelnen zu kennen.
Das Problem mit dem Pfau löst Hausherr McIntosh recht pragmatisch auf ganz eigene Weise, nicht ahnend, welche absurden Verwicklungen sich daraus für alle Beteiligten ergeben.
Feinster britischer Humor von der ersten bis zur letzten Seite, man mag kaum glauben, dass dieses Buch von jemandem geschrieben werden konnte, der kein britisches Blut in den Adern hat.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich bestens amüsiert. Das richtige Buch für jeden, der ein paar unterhaltsame, vergnügliche Lesestunden verbringen möchte. Klare Leseempfehlung!
- Stephen King
Dolores
(671)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Dolores St. John wird verdächtigt, ihre pflegebedürftige Arbeitgeberin Vera Donovan zu Tode gebracht zu haben. Dolores, kurz vor der Pension, sieht ihre Chance gekommen, um reinen Tisch zu machen. Sie beginnt über ihr Leben auf der Insel Little Tall Island vor der Küste Neuenglands zu erzählen:
Mitte der 40er Jahre: Dolores Claiborne fällt auf Joe St. John rein und ehe sie es sich versieht, ist sie schwanger. Es wird geheiratet und sie beziehen ein kleines Haus. Joe schlägt sich mit verschiedenen Jobs rum, trinkt und schlägt seine Frau. Dolores arbeitet mit, um den inzwischen drei Kindern später eine gute Ausbildung ermöglichen zu können. Die Ehe ist geprägt von Gewalt und Ablehnung.
Dolores findet eine Anstellung bei Vera Donovan als Haushälterin, die die ersten Jahre nur im Sommer auf der Insel weilt. Anfang der 60er Jahre entdeckt Dolores schließlich, dass ihr Mann nicht nur der Tochter Selena nachstellen will, sondern auch, dass er die Sparbücher der Kinder mit mehreren tausend Dollar leergeräumt hat.
Schließlich gibt gerade Vera Donovan den entscheidenden Hinweis an Dolores, wie sie ihren Mann nicht nur dafür bestrafen, sondern ihn auch gleich wirklich loswerden kann.
Mein Fazit:
Das Buch lässt sich vom Genre her schlecht einordnen! Ja, es hat sicherlich Horror-Elemente, ich persönlich würde es eher im Thriller-Bereich sehen. Es ist zumindest ein Frauenschicksal, das in Teilen sicherlich oft genug tatsächlich vorkommt.
Nur Dolores erzählt (im Verhör), was passiert ist – damals wie heute! Sie berichtet erst von ihrer Beziehung zur zu Tode gekommenen Chefin, welche Gemeinheiten sie auf Lager hatte und wie Dolores damit umging. Zugegeben, da musste ich schon ein paar Mal schlucken. Aber dieses Verhalten habe ich auch auf der Arbeit erzählt bekommen. Warum die Menschen so sind (womöglich im Alter erst so werden), kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe, dass ich nicht auch so werde. Das wäre einfach grauenvoll – in jeder Hinsicht.
Dolores lebt an der Armutsgrenze, trotzdem scheut sie vor harter Arbeit nicht zurück und zieht nebenbei noch drei Kinder groß. Gewalt ist für sie nichts Außergewöhnliches, auch ihr Vater hat schon Gewalt gegen ihre Mutter ausgeübt. Doch sie will sich das von ihrem Mann nicht gefallen lassen, dass obendrein ein Scheusal vor dem Herrn ist, dem nichts und niemand heilig ist. Und so packt Dolores auch über ihren Mann aus, was damals vor vielen Jahren passiert ist! Sie ist sich der Konsequenzen durchaus bewusst. Sie weiß, sie hat in ihrem Leben Fehler gemacht, aber besitzt auch so viel Anstand und steht dazu.
Damals (vor über 30 Jahren) wie heute hat das Buch eine gewisse Faszination ausgeübt. Es ist eines der wenigen Bücher, deren Plot ich auch nach so vielen Jahren noch im Kopf hatte (wahrscheinlich durch den Film mit Cathy Bates). Der Erzählstil wirkt auf mich sehr einnehmend, eine geschickte Strategie. Andere Sichtweisen werden nicht zugelassen, nur Dolores kommt zu Wort. Ich ließ die Geschichte auf mich wirken und sie lässt mich auch ein paar Tage später noch nicht wirklich los. Dolores ist für mich eine sympathische Figur, die ich sehr mag und deren Beweggründe ich nachempfinden kann.
Für mich eines der prägendsten Geschichten der damaligen Zeit, aber auch heute vergebe ich gerne fünf Sterne.
- Merit Niemeitz
Delicate Dream
(157)Aktuelle Rezension von: malene1402Wow, dieses Buch hat so einiges mit mir angestellt. Die starken Zitate, die über das Buch verteilt sind, sind wirklich prägend gewesen. Ich habe mir so einige gemerkt und fast alle mit Klebis markiert. In dem Buch gehts es um Odell Evergreen und Emmeline. Nach dem Tod von Odells Vater soll Odell das Unternehmen übernehmen. Bei dem Unfall, wo Charles Evergreen ums leben gekommen ist, wurde Odell verletzt und konnte aufgrund dessen nicht alleine die Aufnahmeprüfung als CEO bewältigen. Er frage seine Kindheitsfreundin, zu der er den Kontakt abgebrochen hatte, um Hilfe. Trotz der Wut gegenüber Odell, half Emmeline ihm. Während ihrer gemeinsamen Reise kamen alte Gefühle wieder auf. Merit Niemeitz ist definitiv zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden und ich liebe ihr Buch. Die Evergreen-Empire Reihe wird noch zwei weitere Bände bekommen, die auf jedenfall bei mir einziehen werden! Die Cover und Farbschnitte der Reihe sind eine absolute Schönheit und mein Farbschnittkauf hat sich definitiv gelohnt!
- Anthony Horowitz
Die Morde von Pye Hall
(142)Aktuelle Rezension von: A-BasanMary Blakiston ist im kleinen Dorf Saxby-on-Avon nicht gerade beliebt. Sie schnüffelt überall herum und notiert akribisch Geheimnisse und Vergehen aller Dorfbewohner. Als sie beim Putzen im Herrenhaus von Pye Hall angeblich über ein Staubsaugerkabel stolpert und nach einem Treppensturz stirbt, ist das sehr verdächtig. Doch der Detektiv Atticus Pünd wird erst aktiv, als auch Sir Magnus Pye auf grausame Weise zu Tode kommt. Unterstützt von seinem Assistenten James Fräser beginnt er mit den Ermittlungen, die wohl die letzten seines Lebens sein werden. Doch kurz vor der Aufklärung des Verbrechens bricht das Manuskript ab.
Lektorin Susan Ryeland, die das Manuskript gerade gelesen hat, findet das äußerst ärgerlich und beginnt, die fehlenden Seiten zu suchen. Dann stirbt auch noch der Autor Alan Conway. Ihr schwant, das die Lösung eines Falls nur durch den anderen aufgeklärt werden kann.
Dies ist ein Roman für Freunde des Buches-im-Buch. Dabei werden Fiktion und Realität raffiniert miteinander verwoben. Nebenbei gibt es kleine Seitenhiebe auf die englische Dorfidylle und Absurdität der Verlagswelt.
Für Kenner!
- Rita Falk
Sauerkrautkoma
(426)Aktuelle Rezension von: Claudia_BremIch erinnere mich, dass ich mich manchmal gefragt habe, was bestimmte Ausdrücke oder Redewendungen bedeuten sollten. Es war ein bisschen wie ein Kulturschock, aber ich denke, das ist auch ein Teil des Charmes von Rita Falks Büchern.
Trotzdem denke ich, dass "Sauerkrautkoma" nicht mein Lieblingsbuch ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nicht genug mit der bayerischen Kultur vertraut bin, oder vielleicht gibt es einfach bessere Bücher von Rita Falk, die ich noch nicht gelesen habe.
- Joy Fielding
Die Haushälterin
(198)Aktuelle Rezension von: Cora19ist die neue Haushälterin Elyse. Stets präsent, weiß die richtigen Worte zu sagen und Dinge zu tun. Wie sehr ihr am Wohlergehen von Jodis Eltern gelegen ist, zeigt sich im Verlauf des Plots.
Geschickt webt die Autorin das Spinnennetz des Trugschlusses. Fädelt eine Symbiose von Schein und Wirklichkeit. Spielt mit Cliffhangern am Kapitelende. Kurz bevor etwas Langatmigkeit aufkommt, setzt sie gekonnt den nächsten Twist ein. Denkt man als Leser das Ende vorausahnen zu können, wird man überrascht. Allerdings derart, dass es mich etwas ungläubig zurückließ.
Ein solider Thriller, dessen Schluss mich nicht gänzlich überzeugt hat.
- Charlotte Lucas
Wir sehen uns beim Happy End
(165)Aktuelle Rezension von: Jenny_MinionEmilia Faust verwandelte ihr Hobby in ihren Beruf: Sie ist eine Haushälterin mit Herz und Verstand. Bei Philip, ihrem Freund, lebt sie zu Hause und sorgt für seine Anliegen. Als sie jedoch einen Brief in seinem Mantel entdeckt, der sagt, Philip darf sie nicht heiraten und aufzählt, was Philip an ihr nicht mag, zerreißt es ihr einfach das Herz. Sie läuft in die Nacht hinaus und kommt, wie der Zufall will, einem Fremden in die Arme. Beim Sturz fällt sie und wird ohnmächtig, als sie aufwacht, kann man keinen Hinweis mehr auf den anderen Mann finden. Sie kann nur seine Jacke, Schuhe und Brieftasche finden. Sie entscheidet sich schnell dafür, zu seinem Haus zu fahren und zu überprüfen, ob sie ihn verletzt hat. Doch gleich danach geschieht der nächste Unfall, bei dem Oscar de Witt sein Gedächtnis verliert. Also beschließt Ella, ihm dabei zu helfen. Da es nicht so einfach ist, gibt sie sich als Haushälterin seines Anwesens aus und räumt dort kräftig um, um Oscar davon abzuhalten, wieder in seine Bruchbude zu kommen. Aber kann sie das alles jetzt schon Oscar zumuten, kurz nachdem er entlassen wurde? Ella entdeckt bei der Aufräumaktion noch mehr Dinge. Ella handelt also auf intuitive Weise, wie sie es für angemessen hält.
Ella ist eine heitere Figur, die immer an das Gute in den Menschen glaubt und sich stets ein glückliches Ende wünscht. Ich fand diese Herangehensweise und auch ihre Einmischung in Oscars Leben zum Teil etwas mühsam und übergriffig. Aber die Entwicklung von Oscar und das Ende haben mich am Ende trotzdem überzeugt. Eine wunderbare Geschichte darüber, wie das Schicksal zwei Personen miteinander verbindet. - Julianna Grohe
Räuberherz
(277)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraAnfang des Jahres habe ich mit „Mondprinzessin“ von Ava Reed meinen ersten Roman aus dem Drachenmond Verlag gelesen. Mit „Räuberherz“ von Julianna Grohe ist es dieses Jahr schon das dritte Werk aus dem Kleinverlag. Inzwischen ist der Hype zwar ein wenig abgeklungen, so steht in meiner Stammbuchhandlung nur noch ein Roman des Verlags regulär aus. Als die Verkaufszahlen 2018 ihren bisherigen Höhenpunkt erreicht hatten und der Drachenmond Verlag einen Umsatz von knapp 1 Millionen Euro erzielte, habe ich mich damals für zwei Bücher entschieden, die beide ein absoluter Coverkauf waren. Eines davon war „Räuberherz“. Es erschien 2017 und ist der Romantasy zuzuordnen.
Die 16-jährige Ella Bowen lebt alleine in einem verlassenen Haus in Brookville im US-Bundesstaat Pennsylvania. Vor ihrem spielsüchtigen und aggressiven Vater ist sie geflohen, zur Schule geht sie aber weiterhin. Dort versucht sie verzweifelt sich nichts anmerken zu lassen. In der Nacht von Halloween bricht plötzlich ein hünenhafter Mann in das verlassene Haus ein und entführt Ella. Als sie aufwacht, findet sie sich in einer alten umzäunten Villa wieder, aus der es keinen Ausweg gibt. Der Hausherr Crys verlangt von ihr in Zukunft seine Haushälterin zu sein, und das bedeutet: putzen, kochen, waschen. Sollte Ella sich fügen, erwartet sie ein Leben in Sicherheit. Sollte sie sich weigern, erwartet sie der Tod.
„Das Mädchen, das er ausgewählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Straße entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum vom männlichen Protagonisten Crys geschildert wird. Erst ab dem ersten Kapitel „Gothic Girl“ wechselt die Erzählperspektive zu Ella, die man aus der Ich-Perspektive verfolgt. Das Romantasy-Buch besteht aus annähernd 400 Seiten, einem Prolog, 29 Kapiteln und einem Epilog. Dass das Werk aus 29 Kapiteln besteht, ist auf den ersten Blick leider nicht leicht zu erkennen, da die Kapitel zwar Titel, aber keine Nummerierung haben. Kein Problem, dann schaut man halt einfach ins Inhaltsverzeichnis und zählt die Kapitel ab. Jedoch sucht man auch ein Inhaltsverzeichnis hier völlig vergebens, weshalb ich das Buch durchblättern musste, um die Kapitel durchzuzählen. So umständlich war es selten, die Anzahl der Kapitel herauszufinden. Doch das war nur das erste verwirrte Kopfschütteln einer langen Periode.
Kommen wir aber zuerst einmal zur Protagonistin Ella Bowen. Zu Beginn der Geschichte ist sie ein 16-jähriges Mädchen, das sich selbst als eher pummelig bezeichnet. Sie hat kastanienbraune Haare, die sie aber bevorzugt schwarz tönt. An ihrem Gesicht sollen vor allem ihre kleine Nase, Sommersprossen und zu ihrem Leidwesen Pickel besonders auffällig sein. Wie der Name des ersten Kapitels „Gothic Girl“ schon andeutet, hat Ella einen sehr klaren Kleidungsstil mit einer dominierenden Farbe: schwarz. Schwarze Haare, schwarze Pullover mit Emo-Sprüchen wie „Darkness is my illumination“, zu Deutsch „Dunkelheit ist meine Erleuchtung“ und obendrein schwarzer Lippenstift. Nur das Gesicht schminkt sie sich ungesund weiß. Wenig überraschend, dass sie damit das Mobbingopfer ihrer Klasse ist, was durch die mangelnde Körperhygiene, da im maroden Haus keine Möglichkeit zum Duschen besteht, noch verstärkt wird. Auch wenn Ella dies verletzt und sie am liebsten in Ruhe gelassen wird, reagiert sie auf Anfeindungen doch erstaunlich bissig, was aber nicht unverständlich ist. Sie wirkt stets wie ein in die Ecke gedrängter Hund, der aus Notwehr zuschnappt. Trotz ihres sozial schwierigen Umfelds liegt ihr ein guter Schulabschluss sehr am Herzen. Sie ist fleißig und träumt von einem Stipendium, um Medizin studieren zu können, was zu ihrer sonst so misanthropischen und einzelgängerischen Haltung augenscheinlich nicht passen will. Außerdem liest sie leidenschaftlich gerne. Insgesamt ist Ella, bis auf ihre passiv aggressive Art, die sich aber mit der Zeit auswächst, ein angenehmer Charakter mit ausreichend Tiefgang. Das war also nicht das Problem, das ich mit diesem Buch hatte.
Womit ich vielmehr ein Problem hatte, war der männliche Protagonist Crys und Ellas Verhältnis zu ihm. In einem Romantasy-Roman nehme ich wohl nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass sich zwischen den beiden Hauptfiguren eine Liebesgeschichte entwickelt. Crys entführt Ella, um sie als Haussklavin zu halten. Dabei wird sie verhältnismäßig gut behandelt. Sie hat ein eigenes Zimmer mit Bad, genügend Freizeit, darf sich fast auf dem gesamten Gelände aufhalten und hat Zugang zur Bibliothek, was ihr besonders zusagt, übrigens eine weitere Parallele zu „Die Schöne und das Biest“. Genauso wie Crys‘ Spitzname für Ella, der Bella lautet, wie eine Mischung aus Belle und Cinderella. Dass sich ein Mädchen in ihren Entführer verliebt, klingt schon unangenehm nach Stockholm-Syndrom. Verschlimmert wird dies aber, wenn man sich genau anschaut, warum sich Ella in Crys verliebt. Dafür gibt es nämlich nur einen Grund: er ist verdammt sexy und reich. An dieser Stellen werfe ich mal meine ‚Lieblingsphrasen‘ ein: „Automatisch fiel mein Blick auf seine muskulösen Arme und die breiten Brustpartien“ oder auf sein „anbetungswürdiges Sixpack“. Sie fragt sich Dinge wie „Wie kann jemand so abgrundtief Schlechtes so perfekt aussehen?“ oder „Wie es wohl war, von ihm geküsst zu werden?“. „Reich und schön. […] Einmal mehr erlag ich seiner unwiderstehlichen Anziehungskraft.“ Beim Anblick seiner Freunde denkt sie: „Das waren nicht nur irgendwelche Männer. Das waren Prachtstücke!“ Damit bekommt Ella den nun von mir eingeführten Titel „Miss feuchtes Höschen 2021“ verliehen. Ihre Begegnungen mit Crys bestehen immer nur aus Anschmachten und Geiern. Viel mehr hat Crys auch nicht zu bieten, denn er behandelt Ella anfangs wie Dreck. Er beleidigt oder bedroht sie mit Sätzen wie „,Schwing dein fettes Hinterteil endlich hierher‘“, „,Wenn auch nur ein winzig kleines bisschen Hoffnung bestände, dass du mal dein Hirn einsetzt, würde ich dich windelweich prügeln.‘“, oder „,Vielleicht werde ich dich einmal ficken.‘“ Zu allem Überfluss ist er ihr gegenüber wiederholt gewalttätig: „Keinen Wimpernschlag später hatte er meine Kehle gepackt und drückte mich gegen die Wand“, oder „Er schüttelte mich, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen“, oder auch „Mit einer Hand packte er die Haare in meinem Nacken und riss sie nach hinten, sodass mein Schädel schmerzhaft gegen die Wand stieß“. Das ist aber nicht weiter schlimm, schließlich zirkuliert das Blut bei Ella vorwiegend zwischen den Beinen, sodass sie die Vorfälle wohl wieder gekonnt vergisst: „doch er hatte mir nie wehgetan!“ Bei so viel Blödsinn fehlen mir jetzt die Worte.
Um das Ganze kurz auf den Punkt zu bringen: Crys ist ein unausstehliches Ekelpaket, häusliche Gewalt wird nahezu verherrlicht und die Beziehung der beiden beginnt unfassbar toxisch, auch wenn dies im Verlauf abflacht. Mit gesundem Menschenverstand hätte sich keine Frau der Welt in ihn verliebt, ganz unabhängig davon, was für ein heißer Kerl er ist. Ella und Crys haben überhaupt keine Chemie, die über die stumpfe Erotik hinausgeht. Wer also nach einer tiefgreifenden Romanze sucht, sucht hier vergebens. Dies ist auch eines der Hauptprobleme an „Räuberherz“: Es wird als Märchenadaption von „Die Schöne und das Biest“ verkauft, entpuppt sich dann jedoch als ,Das sabbernde Mauerblümchen und der sexy Bad Guy‘. Die Moral aus dem ursprünglichen Märchen geht dabei verloren, nämlich dass man wahre Schönheit im Inneren eines Menschen findet, und sich nicht von der Optik täuschen lassen sollte.
Leider war es das noch nicht mit Problemen, die das Buch zu bieten hat. Es gibt auch noch ein paar inhaltliche Fehler, die erneut für verwirrtes Kopfschütteln gesorgt haben. Da wäre beispielsweise das Kapitel „Das Geheimnis der Tiere“, in dem Ella feststellt: „Morgen musste der erste Advent sein. Advent.“ Ja. Advent, Advent, die Autorin pennt, spielt das Buch doch irgendwo in den USA, wo Ella auch aufgewachsen ist. Natürlich gibt es in den USA auch die Vorweihnachtszeit, in der Plätzchen gebacken und das Haus geschmückt werden. Das Konzept des Advents mit den vier Sonntagen und Kerzenkranz gibt es dort jedoch nicht. Nur Familien mit deutschen Wurzeln, die Traditionen bewusst weiterleben, feiern den Advent, wie wir ihn verstehen. Hinweise auf deutsche Wurzeln bietet der Nachname Bowen jedoch eher nicht. Solche Fehler resultieren daraus, dass man als deutsche Autorin den Handlungsort in die USA verlegt, um einen möglichst schicken internationalen Flair zu generieren, um dann gedankenverloren deutsche Konventionen und Gepflogenheiten mit einzubinden. Aber auch der Satz „Diese leuchtenden eisblauen Pupillen waren wirklich faszinierend.“, hat mich ordentlich zum Lachen gebracht. Das geiernde Anschmachten um Crys und seine blauen Augen, die mehrfach Erwähnung finden, ist insofern witzig, dass auch jeder Arzt blaue Pupillen äußerst faszinierend fände, weil sie nämlich kein Mensch der Welt besitzt. Was eigentlich gemeint ist, ist die Iris, die bei jedem Menschen eine individuelle Farbe hat. Die Pupille dagegen ist das Loch, durch das das Licht auf die Netzhaut fällt, und die ist bei jedem schwarz, oder bei Blitzlichtfotos rot. Die Verwechslung zwischen Iris und Pupille ist übrigens ein Fehler, den ich auch schon bei „Clockwork Prince“ von Cassandra Clare entdeckt habe.
Nachdem ich mir vor lauter Kopfschütteln schon fast den Hals gebrochen habe, möchte ich aber noch einmal kurz betonen, was mir an „Räuberherz“ gefallen hat. Einerseits wären da Arthur und James, die Haustiere, die man gewissermaßen als Sidekicks bezeichnen kann. Andererseits mochte ich den Schreibstil, der locker und flüssig war, zumindest abseits von den uninspiriert kitschigen Schwärmereien. Gepaart mit dem gut gewählten Tempo und den düsteren Geheimnissen der Villa sorgte er für einen Spannungsbogen, durch den ich das Buch, trotz Schwächen, recht zügig beendet habe. Die Sprache dagegen war manchmal derb, plump und vulgär, weshalb diese weniger punkten konnte.
Das Ende hat „Räuberherz“ dann sozusagen den Todesstoß versetzt. Es ist zwar durchaus spannend. Nicht alle Figuren überleben das brutale und actionreiche Finale. Jedoch entbehrt die Art und Weise, wie Konflikte gelöst werden jeder Logik. Um nicht zu spoilern, bleibe ich gezielt vage, aber die Argumente für spezielle Ausnahmefälle sind mehr als löchrig, und werfen Zweifelsfälle und neue Gegenfragen auf, auf die im Epilog maximal noch rosa Zuckerguss gegeben wird.
Wenn einem eine Märchenadaption versprochen wird, welcher die absolute Quintessenz fehlt, wird man wohl grundsätzlich eher enttäuscht sein. Ohnehin verspricht der Klappentext der Leserschaft eine ganz andere Geschichte, als sich letztendlich herausCRYStallisiert. Sorry, der musste sein! „Räuberherz“ von Julianna Grohe konnte in den meisten Punkten leider nicht überzeugen. Vor allem der Romantisierung einer toxischen und gewalttätigen Beziehung, die nur auf oberflächlichen Schwärmereien mit Einbezug von Sabber basiert, mangelt es völlig an Charme. Aber auch die inhaltlichen Fehler und das schlecht zusammengezimmerte Ende tragen ordentlich zu einer ernüchternden Wertung bei. Hinzu kommen, zugegebenermaßen, ein paar Kleinigkeiten wie die plumpen Schimpfworte. Da können der solide Spannungsbogen, eine meist angenehme Protagonistin und die Sidekicks nur noch Schadensbegrenzung leisten. Deswegen kann ich dem Romantasy-Werk aus dem Jahr 2017 nur zwei von fünf Federn geben. Man sollte ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen. Das gilt, wie hier erkennbar, in beide Richtungen. Vorerst werde ich wohl keine Bücher von Grohe mehr lesen.
- Alia Trabucco Zerán
Mein Name ist Estela
(58)Aktuelle Rezension von: testetharAls ich Mein Name ist Estela von Alia Trabucco Zerán begann, wusste ich schnell, dass dies keine gewöhnliche Erzählung werden würde. Estela, die Ich-Erzählerin, spricht aus einer Zelle zu einem unsichtbaren Publikum – zu uns. Ihre Stimme ist leise, roh und eindringlich, aber voller Kraft. Ich saß da, las und spürte, wie sie durch jede Zeile hindurch versuchte, gehört zu werden.
Ihre Geschichte ist keine Heldinnengeschichte im klassischen Sinn. Estela verlässt ihr ländliches Zuhause, um in der Stadt zu arbeiten – nicht aus Abenteuerlust, sondern aus Not. Sie wird Hausangestellte in einem Ort, der von kalter Kontrolle, und einem fast sterilen Desinteresse an ihrer Menschlichkeit geprägt ist. Alles in ihr wird bewertet: ihr Körper, ihr Auftreten, ihr Schweigen. Und doch ist es sie, die die meiste Fürsorge aufbringt – vor allem für das Kind.
Wie subtil Machtverhältnisse wirken, wenn man nicht einmal als Subjekt wahrgenommen wird. Ihre Sprache, so zurückhaltend sie anfangs scheint, wird zu einer Art Widerstand, zu einem letzten Akt des Sprechens, als sie schon längst verurteilt wurde – vielleicht juristisch, ganz sicher aber sozial.
Am Ende blieb ich zurück mit Wut und Mitgefühl. Estela ist erfunden, ja. Aber sie steht für viele, die nicht gehört werden.
Fazit:
Ein kompromissloses, kraftvolles Buch über Klassenverhältnisse, Schweigen, Schuld – und die Möglichkeit, trotz allem nicht zu verstummen. - Susan Elizabeth Phillips
Dieser Mann macht mich verrückt!
(346)Aktuelle Rezension von: globi4711Blue sitzt in der Patsche und das mitten in der Pampa! Pleite und mit defektem Auto weiss sie nicht, wie sie aus diesem blöden Kuhkaff wegkommen soll! Da kommt ihr dieser gelackte Schönling gerade recht! Soll er ihr doch weiterhin versuchen einen Bären aufzubinden (von wegen schwul - wers glaubt?!).... Hauptsache er nimmt sie in seinem schicken Wagen mit!
Dean Robillard, Football-Star der Chicago-Stars, ist gelangweilt und macht sich deshalb unmotiviert mit seinem Wagen auf den Weg durchs Land. Dabei trifft er zufälligerweise diesen quirrligen, motzenden, kleinen, kopflosen "Biber" am Strassenrand! Manno, hat dieses Biest eine grosse Klappe! Trotzdem sieht er sich genötigt ihr unter die Arme zu greifen und sie in seinem Wagen mitzunehmen. Witzigerweise ist er plötzlich nicht mehr gelangweilt - im Gegenteil, so gut unterhalten hat er sich schon lange nicht mehr gefühlt! Er beschliesst, die Biber-Lady noch ein Weilchen zu "behalten" - gut, dass sie pleite ist und nicht weiss wohin....
Ich liebe ja die Bücher von SEP! Tolle Protas (vor allem die Ladys!!!)! Die lustigen Verirrungen, geniales Chaos und die super-witzigen Wortgefechte! Immer ein Grund herzlich zu lachen! Und trotzdem ist da auch immer eine gewisse Tiefgründigkeit in ihren Büchern! Meistens sind es schmerzhafte familiäre Situationen, die nur schon beim Lesen wehtun! Lovestory mit Tiefgang würde ich es nennen! Für mich sind die Bücher von SEP in der Sparte Liebesgeschichte einfach die besten! Klare Leseempfehlung meinerseits! - Gaby Hauptmann
Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud
(45)Aktuelle Rezension von: MarcsbuechereckeGaby Hauptmann gehört schon seit vielen Jahren für mich zur Elite der Frauenliteratur, sind ihre Bücher doch immer gespickt mit einer großen Brise Situationskomik ohne zusehr in irgendwelche Klischees zu rutschen.
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die Bücher von Gaby Hauptmann nicht durchaus auch ein wenig vorhersehbar seien, aber hier finde ich: auf die Verpackung kommt es an.
Ihr Schreibstil ist locker aber nicht plump; ihre Charaktere sind zwar nicht das, was ich besonders vielschichtig nenne, aber sie sind irgendwie doch Eines - nämlich einfach herrlich menschlich. Mit Fehlern und Macken, die teilweise zwar sehr typisiert sind, aber mal Hand aufs Herz: Genau das macht einen Roman dieses Genres doch aus, oder?
Besonders gelungen finde, wie es Frau Hauptmann gekonnt gelungen ist, das "Lästern" über Gabriellas Angeohnheit, jeden in ihr Bett einzuladen einzufangen.
Die Geschichte ist auf den ersten Blick sehr seicht und dümpelt die ersten Kapitel auch sehr vor sich hin, weist gegen Ende aber einen Tiefgang auf, für den ich Gaby Hauptmann so mag.
Auch hier findet man sich plötztlich umringt von Aussagen, von denen man nicht weiß, welche man jetzt explizit glauben soll.
Wer meint es gut mit Gabriella? Diese Frage schoss mir ebenfalls regelmäßig durch den Kopf.
Fazit:
Bestimmt nicht der beste Roman, den es gibt. Dennoch perfekt geeignet, um einige schöne Stunde auf der Couch, der Terrasse oder im Bett zu verbringen.
- Mavis Doriel Hay
Geheimnis in Rot
(110)Aktuelle Rezension von: AnnejaAuf Weihnachten in Flaxmere hat sich außer den Kindern wohl keiner gefreut. So schön das Fest der Liebe auch sein könnte, will nicht wirklich Stimmung aufkommen, was vor allem am herrschsüchtigen und peniblen Sir Osmond Melbury liegt, welcher als Oberhaupt der Familie die Strippen zieht und sich dabei auch nicht ins Wort reden lässt. Nichtsdestotrotz arrangierte er für seine Enkel einen Weihnachtsmann, damit diese die Freude am Fest nicht verlieren. Doch so sehr er auch alles plante, eines berechnete er wohl nicht, nämlich das er erschossen wird. Auftritt für Colonel Halstock, welcher sich als leitender Ermittler dem Fall annimmt.
Doch er hat es nicht leicht, denn nicht nur der Hausherr machte es den Personen schwer, sondern auch seine Familie, welche sich aufgrund ihres Standes zum größten Teil für etwas Besseres hielt und schon das bloße Abnehmen von Fingerabdrücken als Beleidigung und Kränkung sahen. Hier half nur gutes Zureden und Fingerspitzengefühl, obwohl auch dies nicht wirklich half weiter voranzukommen. Warum? Weil jeder lügte, Geschehnisse verheimlichte oder belastendendes Material loswerden wollte. Dazu kamen verzogene Kinder, welche bei der kleinsten Abweichung ihres eigenen Willens schrien und weinten.
Ja, hier lernte man Charaktereigenschaften regelrecht zu hassen. Zum Glück aber nur die Eigenschaften, denn viele der Charaktere fand ich unglaublich sympathisch, da sie sich z.B. ihren Vater widersetzten und ihr eigenes Leben aufbauten oder gar Einbußen hinnahmen, um dem Haus zu entkommen. Der Wunsch nach Wohlstand und Bequemlichkeit schwang trotzdem oftmals mit und sorgte dafür, dass ich hin und wieder die Augen verdrehte, aber es passte einfach in diese Zeit.
Noch interessanter als die Charaktere, war aber der Fall selbst, da der Täter oder Täterin noch im Haus sein mussten und nun eine eifrige Suche nach Hinweisen und Indizien folgte. Dies fand ich unglaublich spannend, zumal man vorne und hinten einen Grundriss vom Erdgeschoss des Hauses hatte, mit dem man die Ermittlungswege verfolgen konnte. Ich nutzte dies tatsächlich hin und wieder, denn so manche Aussage verwirrte mich dann doch, besonders wenn es zu einer Anreihung von besuchten Räumen kam. Das Highlight war natürlich die Auflösung des Falles, welches mich dann doch etwas überraschte, denn bis zum Ende spielte das Buch regelrecht mit einem und wankte von einem Verdächtigen zum Nächsten. Vermutungen hatte ich somit viele, doch am Ende lag ich leider falsch.
Das machte jedoch nichts, denn ich genoss den stimmungsvollen Ausflug in die 20er Jahre und erfreute mich an kleinen Details, welche es in diesem Buch zuhauf gab.
Fazit:
Weihnachtlich, stimmungsvoll, aber eben auch tödlich, fasst den Inhalt des Buches wirklich sehr gut zusammen. Dazu durften natürlich ein paar Geheimnisse und Vertuschungen nicht fehlen, welche es den armen Colonel Halstock nicht gerade leicht, aber eben auch nicht unmöglich machten den Fall zu lösen.
- Frauke Scheunemann
Winston (Band 1) - Ein Kater in geheimer Mission
(150)Aktuelle Rezension von: MissDarkAngelWinston Churchil, seines Zeichens britische Kurzhaarkatze mit ausgezeichnetem Stammbaum, ist der vorzeige Kater im Hause Professor Hagedorn.
Er geniesst sein ruhiges Katzenleben und es gibt nichts schöneres als sich bekochen zu lassen und faul auf seinem Sonnenplätzchen zu liegen.
Eines Tages kündigt die Haushälterin. Ersatz ist bereits gefunden, nur das diese Frau eine 12 jährige Tochter hat und Winston Kinder aufgrund schlechter Erfahrungen überhaupt nicht mag.
Dennoch freundet sich der Kater schon bald mit der freundlichen, tierlieben, aber auch traurigen Kira an. Der Exfreund ihrer Mutter ist agressiv und in dunkle Machenschaften verstrickt, ausserdem wird ihre Mutter von ihm erpresst und an der neuen Schule läuft es auch nicht wirklich rund.
Zu allem Überfluss kommt es bei einem Gewitter auch noch zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall und Kira und Winston finden sich im jeweils anderen Körper wieder.
Die beiden versuchen das beste aus der Situation zu machen und ganz nebenbei bietet sich dadurch auch die Möglichkeit Ermittlungen im Fall des straffälligen Exfreundes aufzunehmen und etwas dagegen zu unternehmen.
Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ganz klar ein Kinder-Jugendbuch mit ganze viel Witz und Charme, aber auch für den Erwachsenen Leser der Katzen mag sehr empfehlenswert. Das Buch wird ausschliesslich aus Winstons Sicht erzählt und enthält sehr viel Situationskomik, die allein schon durch den Körpertausch der Protagonisten entsteht ^^.
Es handelt sich hier um eine Reihe, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde. - Patricia Cornwell
Postmortem
(11)Aktuelle Rezension von: HoldenKay Scarpettas erstes Abenteuer, ein Frauenserienmörder geht um, der scheinbar wahllos nachts bei Frauen eindringt, diese fesselt und stranguliert. Bereits zu Beginn leidet Kay unter Alpträumen wegen ihrer Unfähigkeit, den Fall zu lösen, die männlichen Kollegen, mit denen sie zusammenarbeitet, hätten lieber einen Mann an ihrer Stelle, und privat läuft auch fast alles schief: Ihre Mutter hält ihr schweigend vor, daß sie kinderlos geblieben ist, die altkluge Nichte Lucy fühlt sich vernachlässigt, und Schwester Dorothy heiratet mal wider überstürtz und vermutlich wieder den Falschen. Die Haushälterin Bertha hält solange zu Hause die Stellung und Kay den Rücken frei (hoffentlich nicht die "Bertha" aus "Two and a half men"!). Mörderisch spannend und höchst gelungen, wie das komplexe Beziehungsgeflecht um Doc Kay dem Leser präsentiert wird, suchterzeugend und ein echter Pageturner! - Eva Almstädt
Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
(162)Aktuelle Rezension von: MamarenaMein letzter deutscher Krimi ist schon ein Stück her. Ich fand diese Story von Anfang an sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Auch dass eine Anwältin gleichzeitig einen Schafhof hat, macht sie menschlicher und nicht so abgehoben. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter ist. Und das ist ein gutes Zeichen für einen Krimi. Und ich bin gespannt, wann sich die Anwältin und der Journalist das erste Mal küssen. Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen.
- Rebecca Ross
Dreams Lie Beneath
(98)Aktuelle Rezension von: Romanika_1Clementine führt ein zufriedenes Leben. Gemeinsam mit ihrem Vater wohnt sie in einem bescheidenen Städtchen und hütet die Anwohner vor den Albträumen, die sich in jeder Neumondnacht materialisieren und pure Gefahr verheißen. Zugehörig zu den zahlreichen Hütern des Reiches Azenor, hat sie einen angesehenen Ruf – der eine gravierende Kerbe geschlagen bekommt, als sie und ihr Vater von zwei unbekannten Hütern herausgefordert werden. Nach ihrer Niederlage sind sie gezwungen, ihr altes Leben aufzugeben und sich eine neue Bleibe zu suchen. Das Schicksal führt sie weit weg, in eine andere, größere Stadt, in der Clem durch Zufall auf einen der beiden Herausforderer trifft: auf Phelan, der ihr das Zuhause wegnahm. Sie schwört Rache, verleiht sich mithilfe eines Trugzaubers ein anderes Aussehen und nimmt den freien Hüterposten an seiner Seite an. Mit der Zeit spürt sie jedoch, dass sie sich zunehmend stärker zu ihm hingezogen fühlt. Des Weiteren verändert sich auch das Reich Azenor spürbar. Die Albträume werden von einer Feindesgestalt aufgewühlt, die Angst und Schrecken verbreitet und es nicht zuletzt auf Phelan abgesehen hat. Geheimnisse kommen ans Licht, Unsterbliche treten zutage und der Fluch, der einst zu den materiellen Albträumen führte, will gebrochen werden. Für Clementine, ihre Familie und ihre Freunde beginnt eine Zeit voller Spannungen, Verrat und Neubeginnen.
Zuerst einmal muss ich erwähnen, dass es sehr wohltuend war, ein Buch zu lesen, dessen Geschichte nach einem Band in sich geschlossen ist. In einer Zeit, in der die Reihen immer länger werden, sehnt man sich hin und wieder nach einem Buch, das man nach Beenden zufrieden zuklappen kann.
»Dreams Lie Beneath« war ein solches Buch – auch, was die Zufriedenheit am Ende betrifft. Während des Lesens hatte ich durchgehend ein schönes, behütetes Gefühl, das zum Schluss mit Zufriedenheit abgerundet wurde.
Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Die lebendig gewordenen Albträume bilden ein fantasievolles Gerüst, das sein Potenzial jedoch nicht immer im Vollen ausgeschöpft hat. Die Traumangelegenheiten hätten noch feiner und detailreicher ausgearbeitet werden können, außerdem wurden weitere extrem einfallsreiche Ideen bloß angedeutet. Das Buch hätte noch größer, epischer werden können, wenn die Autorin an bestimmten Stellen mehr in die Tiefe gegangen wäre. Nichtsdestotrotz habe ich es in kürzester Zeit verschlungen, denn der Unterhaltungswert war durchgehend vorhanden. Es war nicht immer spannend, aber dank der vermehrten Ortswechsel, der zahlreichen Figuren, der Geheimnisse, die unter der Oberfläche knistern und der spürbaren Magie war es jedes Mal aufs Neue reizvoll, auf die nächste Seite zu blättern.
Ich habe auch die Wendungen geliebt. Besonders gegen Ende formieren sie sich zu einer starken Handlung, die mich in ihren Bann gezogen hat. Alle Fäden, die zuvor sorgsam gewebt worden waren, führen zusammen und lassen das Finale zu einem absolut würdigen Ereignis werden.
Das Setting ist sehr hübsch und trägt zu der Behaglichkeit während des Lesens bei, jedoch fehlt es ihm ein wenig an Einzigartigkeit. Dafür, dass Azenor ein Fantasy-Reich ist, gleicht das Gelände ziemlich der realen Welt. Ich persönlich mag es gerne, wenn ein High-Fantasy-Setting auffälligere Unterschiede aufweist, die dem Leser zu jeder Sekunde verdeutlichen, dass er in ein fantastisches Reich jenseits der Wirklichkeit gereist ist.
Die Atmosphäre gleicht sich an den Inhalt des Buches an und ist sehr verträumt. Sie zeichnet ein weiches Gefühl, das durchgehend präsent ist. Sie ist nicht die individuellste von allen, aber ausreichend vorhanden, um sich wohlig in das Geschehen einsinken und von der Geschichte mittragen zu lassen.
Was die Hauptfigur besonders spannend macht, ist, dass sie im Laufe der Handlung zwei Gewänder trägt. Zuerst ist sie sie selbst, Clementine, später verändert sie sowohl ihr Aussehen als auch ihren Namen. Auch ihr Charakter wandelt sich. An dieser Stelle kritisiere ich, dass die Eigenschaften ihres zweiten Ichs nicht ganz greifbar sind. Clementine ist freundlich, großherzig und gütig, Anna Neven hingegen scheint selbst nicht zu wissen, wer sie ist. Manchmal hat sich ihre Figur uneindeutig angefühlt. Dennoch ist sie eine angenehme Persönlichkeit, die nicht vor Klischees trieft.
Bei Phelan das Gleiche. Auch er wirkte manchmal etwas matt, wie nicht richtig ausgereift, bevor die Autorin ihn zu Papier gebracht hat. Ich weiß nicht genau, in welche Spalte ich ihn einzuordnen habe, ob er nun zu den Bad-Boys oder zu der gefühlvollen Variante gehört. Gefallen hat er mir trotzdem, denn seine Emotionen haben ihn nahbar gemacht. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden nimmt einen wohltuenden Raum ein: Es ist das Fantasy-Abenteuer, das im Vordergrund steht, und es ist kein Spice vorhanden. Allerdings war es manchmal etwas uneindeutig, wann, wie und wo die beiden sich verlieben. Es gibt kein wirkliches Schlüsselereignis, das die zwei aneinanderbindet und eine merkliche Veränderung in ihrer Chemie hervorruft. Clems und Phelans Beziehung plätschert – meinem Empfinden nach – etwas ziellos vor sich hin.
Die Figuren, die neben den Protagonisten vorkommen, üben eine große Faszination auf mich aus. Im Gegensatz zu den Hauptfiguren, sind sie allesamt sehr authentisch und facettenreich. Ich wusste bis zuletzt nicht, wer unter ihnen die Intrigen spinnt und wer nicht das ist, was er zu sein vorgibt.
Der Schreibstil wechselt Schlichtheit mit wunderschön poetischen Beschreibungen ab. Er ist eine Mischung aus dem Verdacht, dass die Autorin noch etwas ungeübt im Schreiben ist, und den erwähnten Zeilen, die durch Einfallsreichtum und reine Magie brillieren. Unabhängig davon war er angenehm zu verfolgen und ist nur hin und wieder durch einige Wort- und Grammatikwiederholungen negativ aufgefallen.
Um zu einem Abschluss zu kommen: »Dreams Lie Beneath« ist geprägt von Höhen und sanften Tiefen. Die Grundidee ist wundervoll, der Unterhaltungswert ist definitiv vorhanden, die Wendungen sind überraschend und die Magie prickelt zwischen allen Zeilen. Das Buch weist durchaus ein paar Schwächen auf, allerdings werden diese nahezu überdeckt von den positiven Aspekten. Das Lesen hat mir ein rundum gutes Gefühl gegeben und ich habe es mit einem Lächeln abgeschlossen – und der Gewissheit, dass »Dreams Lie Beneath« ein Re-Read-Kandidat ist.
- Nora Roberts
Erinnerung des Herzens
(55)Aktuelle Rezension von: liebesleserBei „Erinnerung des Herzens“ handelt es sich um einen älteren, aber immer wieder neu aufgelegten Roman von Nora Roberts; vielleicht könnte man sogar von einem „Klassiker“ sprechen. Zeitlos ist er nicht, denn die Achtziger, in denen man sich in Buch, Film und Serie sehr für das Leben der Superreichen, Superberühmten und Superbösen interessierte, haben dieser Geschichte ihren Stempel aufgedrückt.
Abgesehen von Kassetten, schnurlosen Telefonen und Schlagzeilen in gedruckten Magazinen ist die Erzählart auch geprägt von Staunen und Erregung angesichts des ausschweifenden Lebensstils mancher Protagonisten und des selbstverständlichen Luxus, der allgegenwärtig ist. Lesbar und spannend ist der Roman trotzdem, spannend vor allem im letzten Drittel, wenn der Gesellschaftsroman mehr und mehr zu einem Krimi wird.
Auf den dreihundert Seiten vorher „braut sich was zusammen“, man ahnt schon, dass es (abgesehen von der Lovestory) böse endet. So gut wie jeder, der in Eve Benedicts Biografie vorkommen soll, hätte Grund genug, dies verhindern zu wollen. Und fast jeder versucht es, auf seine Weise. Bis zum Mord geht nur eine Person - man fragt sich bis kurz vor Schluss, welche. Wenn man es dann weiß, erscheint es einem doch wie eine recht willkürliche Konstruktion der Autorin.
Die Elemente Liebe, Spannung und Gesellschaftsdrama vermischt Roberts nicht immer stilsicher; die Sexszenen wirken in ihrer schwülstig-schwärmerischen Art eher deplatziert (in einer Erotik-Romanze wären sie besser aufgehoben gewesen), die Spannung kommt nur schubweise, vor allem gegen Ende, und für ein Sittengemälde fehlen dann doch noch ein paar Farben. Aber wie gesagt, der Roman liest sich gut und hat seine großen Momente. Für Roberts-Fans sicherlich ordentlicher Stoff.
- Jennifer L. Armentrout
Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
(184)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAuch der zweite Band der Golden Dynasty Trilogie ist echt unterhaltsam, mit einer relativ spannenden Liebesgeschichte, die auch wieder einiges an Thrill, Skandale und mysteriöse Vorfälle zu bieten hat. Spukt es im Anwesen der de Vincents? Allerdings gab es nicht ganz so viel Sex, wie im ersten Band, was ich recht erfrischend fand. Dafür gab es hier einige interessante Wendungen, die für mich persönlich, teilweise echt nicht vorhersehbar waren.
Die Hauptcharaktere sind hier der mittlere der de-Vincent-Brüder, Gabriel und Nikki Besson, welche schon früher in ihn verliebt war. Es gibt also bereits eine Vorgeschichte, die hier mehr oder weniger wieder aufgenommen und nach einigem Hin und Her sogar ausgebaut wird. Dabei ist interessant, dass die zwei einen ziemlich großen Altersunterschied haben, was man auch merkt.
Nikki ist nämlich schon noch etwas kindisch. Ich fand sie aber dennoch okay. An Gabriel fand ich toll, dass er Holz verarbeitet und Möbel daraus herstellt, ein doch recht bodenständiges Hobby für einen reichen und berüchtigten Mann seiner Art. Ansonsten war aber auch er nur eher okay. Außerdem rücken auch die nervige und hochnäsige Zicke Sabrina, Devlins Verlobte, sowie deren Bruder Parker in den Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden werden im Verlauf der Geschichte nämlich noch sehr wichtig. Beide fand ich einfach nur schrecklich, aber auf gute geschriebene Art. Ebenso lernt man nebenbei Nikkis Freundin Rosie kennen, welche ich schon recht interessant fand. Da sie die Protagonistin im letzten Band sein wird, bin ich schon richtig gespannt darauf.
Insgesamt fand ich auch diesen Roman wieder okay. Zwar ist die Geschichte nicht solch eine, welche lange im Gedächtnis bleibt, genauso die Charaktere, aber ich wurde dennoch echt gut unterhalten und wollte auch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auf den nächsten Band bin ich ebenfalls schon neugierig.
- Mirjam Mous
Password
(35)Aktuelle Rezension von: Arya1309Inhalt
Mick findet seinen besten Freund Jerro bewusstlos auf dessen Bett. Sofort alarmiert er einen Krankenwagen. Jerro wird abgeholt, doch als Mick im Krankenhaus ankommt um ihn zu besuchen, sagt man ihm das er nicht eingeliefert wurde. Wenig später ist er im Krankenhaus darf aber nicht besucht werden. Nach ein paar Tagen ist Jerro wieder Zuhause, eine harmlose Vergiftung. Doch die Symptome der angeblichen Vergiftung passen nicht zu Jerros tatsächlichen Symptomen und trotzdem beschreibt er die „falschen“ Symptome sehr treffen. Und bei dieser Merkwürdigkeit bleibt es nicht. Jerro hat auf einmal Gedächtnislücken. Bei manchen Themen kann er sich an jede Kleinigkeit erinnern von anderen scheint er noch nie gehört zu haben. Auch sein Charakter scheint verändert. Das alles vermittelt Mick den Eindruck sein Freund sei ausgetauscht worden wie in seinen geliebten Si-Fi-Filmen. Doch das ist nicht möglich, oder?
Mick beginnt Nachforschungen anzustellen, er will unbedingt herausfinden was mit seinem Freund passiert ist.Meinung
Das Buch gliedert sich in 6 Teile, die ersten 3 werden aus Micks Sicht, der 4 aus der Sicht von Jerro und der nächste von einem anderen Jungen erzählt. Wer das ist müsst ihr selbst herausfinden und der letzte Teil von einem Mann der in die Geschichte verwickelt war, in diesem Teil erfährt man was nach dem eigentlichen Ende des Buchs geschehen ist. Mirjam Mous schreibt aber das ganze Buch über als personaler Erzähler. Wir wissen von unserem aktuellen Protagonisten was er denkt und fühlt, aber nicht was in anderen Personen vorgeht. Das erfahren wir nur von den beiden anderen Jungen, wenn aus deren Sicht erzählt wird. Wenn die Teile wechseln werden auch manche Ereignisse nochmal aus anderer Sicht dargestellt.
Mick kommt aus einfachen Verhältnissen, hat eine Schwester und seine Mutter ist alleinerziehend seit sein Vater gestorben ist. Über das Verhältnis zu seiner Familie erfährt man allerdings nur wenig. Im Laufe der Geschichte wird deutlich wie intelligent Mick ist. Er durchschaut Zusammenhänge die den Erwachsenen nicht mal auffallen und obwohl ihn alle als Spinner abstempeln hält er treu zu seinem Freund. Er will Jerro um jeden Preis helfen und lässt sich durch nichts davon abhalten.
Jerro kommt aus ganz anderen Verhältnissen als Mick. Er ist als Einzelkind in einem goldenen Käfig groß geworden. Niemals allein, selbst in die Schule wird er von seinem Bodyguard begleitet. Seine Mutter ist Anwältin und sein Vater einer der bekanntesten Spieleproduzenten des Landes, doch wirklich Zeit für ihren Sohn hat keiner von beiden. Warum er sich mit Mick angefreundet hat wird nicht ganz klar, aber das die beiden gut zusammenpassen.
Fazit
Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Es ist spannend und gutgeschrieben, ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Allerdings mochte ich den Cliffhanger am Ende nicht. Vor allem da das ein Einzelband ist. Ich werde nie erfahren wie es weitergegangen wäre. Das Buch bekommt von mir trotzdem 3 Bücherdrahcen den bis zum letzten Satz fand ich es sehr spannend.
- Charlotte Roche
Mädchen für alles
(108)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchNachdem ich schon die ersten zwei Bücher von Charlotte Roche zuhause, und gelesen habe, hab ich durch Zufall dieses Buch in den tiefen meines Bücherschrankes gefunden. Das Cover hat mich sofort angesprochen und nach kurzem Einlesen auf der Rückseite musste ich es sofort lesen.
Es hat tatsächlich sehr interessant und spannend angefangen...leider ging es danach sehr schnell bergab und es wurde langweilig und langatmig...der Schluss war ziemlich schräg und komisch.
Ich hätte mir tatsächlich viel mehr tiefgang gewunschen, und weniger oberflächlichkeit.
Nichts desto trotz konnte ich das Buch flüssig und gut lesen, man konnte sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
- Michael Bond
Paddington, Unser kleiner Bär
(4)Aktuelle Rezension von: HoldenOh wie schön ist Peru: Der kleine Bär strandet am Londoner Hauptbahnhof, wo er hilflos auf seinem zerbeulten Koffer sitzt und nicht weiter weiß. Im Koffer befindet sich nur ein leeres Marmeladenglas, man mag sich gar nicht ausmalen, was der Bär getan hätte, um an Nahrung zu kommen. Die freundliche Familie Braun nimmt ihn zu Hause auf unbestimmte Zeit bei sich auf, und so ein kleiner Bär mit Migrationshintergrund kann für allerlei Verwirrung sorgen, auf der Rolltreppe, im Theater usw., aber letztendlich wird (natürlich) alles gut... Hab ich mir als Kind immer am liebsten draus vorlesen lassen und verstand es daher gar nicht, als zu den aktuellen Verfilmungen gesagt wurde, der kleine Bär sei in Deutschland absolut unbekannt.























