Bücher mit dem Tag "haushalt"
58 Bücher
- Julia Quinn
Bridgerton - Daphne & Simon
(694)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext:
Als Daphne Bridgerton ihren Namen in der Kolumne von Lady Whistledown liest, kümmert es sie nicht besonders. Aber ihre Mutter drängt sie, endlich einen Ehemann zu finden, bevor ihr Ruf in dieser Ballsaison völlig dahin ist. Daphne schließt einen Pakt mit Simon Basset, dem heiratsunwilligen Duke of Hastings: Indem er ihr den Hof macht, erscheint der umschwärmte Aristokrat vergeben. Sie dagegen rückt gesellschaftlich in den Mittelpunkt und entflieht den Kuppelversuchen ihrer Mutter. Ein prickelndes Spiel beginnt - bis Daphne erkennt, dass nur einem Mann ihr Herz gehört: Simon!
Der Roman Der Duke und ich von Julia Quinn ist für viele Leser - besonders nach dem Erfolg der Serie Bridgerton - der Einstieg in die charmante Welt der Bridgerton-Familie. Auch hier zeigt sich schnell: Buch und Serie ergänzen sich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Da der Plot durch die Serie bereits bekannt ist, liegt der Reiz des Buches weniger in überraschenden Wendungen, sondern vielmehr im detaillierteren Einblick in die Figuren und ihre Emotionen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass man leicht in die Geschichte eintaucht. Besonders gelungen ist die Darstellung von Daphnes Unsicherheit, die im Buch sehr greifbar und nachvollziehbar wirkt.
Ein großer Unterschied zur Serie ist der stärkere Fokus auf die Liebesgeschichte zwischen Daphne und Simon. Ihre Beziehung steht klar im Mittelpunkt und wird intensiver beleuchtet, wodurch ihre Entwicklung als Paar noch mehr Tiefe erhält. Auch die berühmte „Scharade“ zwischen den beiden wirkt im Buch nachvollziehbarer - insbesondere, weil Daphnes Situation und gesellschaftlicher Druck anders gewichtet werden als in der Serienadaption.
Die Charakterentwicklung beider Hauptfiguren ist deutlich spürbar: Sowohl Daphne als auch Simon durchlaufen emotionale Prozesse, die ihre Handlungen verständlicher machen. Gleichzeitig sorgen die familiären Dynamiken der Bridgertons für humorvolle und unterhaltsame Momente, die das Buch auflockern und ihm zusätzlichen Charme verleihen.
Kritisch bleibt jedoch - wie schon in der Serie - Daphnes fragwürdige Herangehensweise, sich ihren Wunsch nach einer eigenen Familie zu erfüllen. Diese Passage kann irritierend wirken und hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck, der auch beim Lesen nicht ganz verschwindet.
Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Jedes Buch der Reihe widmet sich einer eigenen Liebesgeschichte eines Bridgerton-Geschwisters, sodass man diesen Band unabhängig genießen kann.
Fazit:
„Der Duke und ich“ überzeugt als unterhaltsamer, romantischer Auftakt der Bridgerton-Reihe mit starken Figuren, emotionaler Tiefe und viel Charme. Besonders Fans der Serie bekommen hier eine intensivere und fokussiertere Version der Liebesgeschichte von Daphne und Simon - auch wenn nicht alle Handlungen uneingeschränkt überzeugen. - Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(1.173)Aktuelle Rezension von: M_L777Das war mein allererster Roman von der Autorin und er hat mich direkt komplett gepackt! Die Story ist einfach richtig cool und extrem fesselnd aufgebaut. Der Plot hat mich voll überzeugt – die enorme Spannung reißt beim Lesen wirklich zu keiner Sekunde ab. Dazu kommen die tollen, richtig gut ausgearbeiteten Charaktere, die extrem vielschichtig sind und die Geschichte perfekt tragen. Es hat mir so unfassbar gut gefallen, wie sich alles entwickelt. Ein absolutes Highlight und definitiv nicht mein letztes Buch von ihr!
- Kathryn Stockett
Gute Geister
(707)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWie befinden uns in Jackson, Mississippi im Jahr 1962 und werden mit hineingenommen in die Atmosphäre und die Stimmung, die dieses Land zu dieser Zeit geprägt hat. Da ist zum einen die junge Skeeter, eine schlacksige junge Frau, die sich nicht so ganz dem herrschenden Zeitgeist der damaligen Zeit unterordnen möchte, der besagt, dass junge Frauen doch nach dem College möglichst schnell heiraten und Kinder bekommen sollen. Skeeter träumt davon zu schreiben, sie möchte Autorin werden und nachdem sie unter Mühen ein Volontariat bei einer regionalen Zeitung ergattert hat und einen Buchvertrag mit einem Verlag in New York in Aussicht hat, beginnt sie heimlich eine Geschichte zu schreiben, die das Potential hat in der damaligen Zeit für ziemlich viel Unruhe zu sorgen.
Doch diese Geschichte kann Skeeter nicht alleine schreiben, es ist nämlich kein erfundener Roman, sondern eine teils bittere und traurige und auf der anderen Seite humorvolle Geschichte. Die wirklichen Autoren dieser Geschichte sind Aibileen und Minny und viele andere Frauen. Ihnen ist es nicht erlaubt ihre Geschichten zu veröffentlichen, denn das würde sie in wirkliche Lebensgefahr bringen, sie und ihre Familien, denn Aibileen und Minny sind farbige Frauen, die als Dienstmädchen für weiße Familien arbeiten, den Haushalt machen, jeden Tag kochen und putzen und ihre Kinder hüten. Jedes weiße Kind des gehobenen Mittelstandes ist zu dieser Zeit mit einer farbigen Nanny aufgewachsen. Die weißen Familien vertrauen den fleißigen farbigen Frauen ihre Kinder an, lassen sie von ihnen herzen und liebkosen, verbieten ihnen jedoch die gleiche Toilette wie sie selbst zu benutzen, das könnte ja gesundheitsschädlich sein. Das ist eine Episode von vielen, die einen mehr als den Kopf schütteln lässt während des Lesens.
Es entsteht zwischen diesen so unterschiedlichen Frauen erstmal eine Zweckgemeinschaft, Skeeter möchte eine wahre Geschichte über die Dienstmädchen schreiben, die in fast jedem Haus im Süden der USA arbeiten, sie sehnt sich nach ihrer alten Nanny Constantine, die einfach verschwunden ist und von deren Verbleib ihre Mutter nichts sagen möchte. Sie lernt das private Leben von Aibileen und Minny kennen und sie erkennt, dass es in ihrem Land zwei verschiedene Welten gibt, etwas mit dem sie aufgewachsen ist, dass sie jedoch mehr und mehr nicht mehr gutheißen kann. Aibileen hat ihr ganzes Leben die Kinder weißer Leute aufgezogen und denkt noch oft mit inneren Schmerzen und Traurigkeit an ihren Son Treelore und das Versprechen, dass sie ihm gegeben hat. Sie wird nicht müde den Kindern drei wichtige Sätze für ihr Leben mitzugeben, du bist lieb, du bist gescheit, du bist wichtig und vielleicht sagt sie es auch zu sich selbst. Minny hingegen gleicht einem rollenden Vulkan mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und einer sehr großen Mundwerk, welches bei den weißen Damen, für die sie arbeitet nicht wirklich gut ankommt und so sieht sich Minny immer wieder herausgefordert eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Auf dieser Suche begegnet sie Miss Celia, einer sehr jungen und blonden Lady, die irgendwie auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, doch wird der Leser und die männlichen und weiblichen Protagonisten doch sehr von ihrem offenherzigen Anblick abgelenkt. Zwischen diesen beiden so verschiedenen Frauen, die nicht nur in der Hautfarbe begründet sind, entwickelt sich eine wirklich herzliche Beziehung, wie sie sich halt entwickelt, wenn ein Vulkan auf Naivität trifft und wenn eine Frau der anderen versucht das Kochen beizubringen. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf und das Buch wird veröffentlicht. Skeeter freut sich, Aibileen, Minny und die anderen Frauen sind in Angst, denn sie wissen, was auf sie zukommen könnte, doch Minny hat eine listige Rückversicherung in ihre Geschichte mit eingebaut und nun darf der Leser mehr als gespannt sein, wie es weitergeht....
Ich habe diese Geschichte geliebt zu lesen. Kathryn Stockett nimmt den Leser in verschiedenen Erzählperspektiven mit hinein in diese für farbige Menschen so gefährliche Zeit der Rassentrennung in der USA und wir erleben welche Revolution diese Geschichte verursacht hat. Mit teilweise lachendem, ich kann keine Schokolandentarte mehr anschauen ohne an Minny zu denken, und einem weinenden Auge, wenn diese vielen fürchterlichen Ungerechtigkeiten dieser Zeit erzählt werden. Auch für weiße Menschen, die nicht dem damaligen Narrativ entsprachen, war diese Zeit nicht einfach. Die persönliche Entwicklung der Protagonistinnen und auch die Flair dieser 60er Jahre sind einfach wunderbar beschrieben und ich bin auch von der Verfilmung sehr begeistert.
Absolut lesenswert!
- Marie Kondo
Magic Cleaning
(308)Aktuelle Rezension von: AlisrzGibt man den Titel des genannten Buches in eine Suchmaschine ein, springen einem gefühlt tausende Lobpredigten entgegen. Das Textstück, das von seinen Lesern derartig vergöttert wird, hat es so schließlich auch auf meine Kaufliste geschafft.
Magic Cleaning, geschrieben von einer jungen Japanerin namens Marie Kondo, beschreibt das Phänomen der von ihr gegründeten „KonMari-Methode“, das den Menschen, die von ihr Gebrauch nehmen, nicht nur helfen soll, ihr Zuhause gründlich zu säubern, sondern anscheinend auch noch überglücklich macht. 223 Seiten später kann ich nicht fassen, das Buch bereits beendet zu haben. Nicht, weil es mich derartig gefesselt hat oder mich gar zum Aufräumen angeregt hat, sondern weil ich immer noch verzweifelt auch der Suche nach der KonMari-Methode bin. Das Buch gliedert sich in 5 große Kapitel, wobei das erste vierzig Seiten lang auf vermeintlich folgende Tipps und Tricks vorbereitet. Hat der Leser sich endlich über das erste Kapitel gerettet, wartet er gespannt darauf, nun endlich einen Funken Ahnung zu bekommen, wie „Magic Cleaning“ funktioniert. Ich nehme es vorweg: Man wartet vergeblich. Da ich der Typ Leser bin, der ein Buch nicht beurteilen will, bevor er es fertiggelesen hat, habe ich mich bis zum Ende durchgeprügelt. Demnach kann ich den Inhalt folgendermaßen beschreiben: Marie Kondo erzählt von Erfahrungen mit ihren Klienten, wobei sie dabei nicht sehr objektiv bleibt und sich dabei nicht selten über die besagten Personen lustig macht. Sich selbst – im Gegensatz dazu – stellt die Autorin geradezu als Göttin da. Denn sie hatte ja bereits fast noch im Windelalter begriffen, wie wichtig das Aufräumen ist. Nicht nur das, nein, sie hat nahezu die halbe Weltbevölkerung mit ihrer (nicht greifbaren) Methode glücklich und befreiter gemacht. Ihre Selbstpreisung war genau das, was das Buch so abscheulich gemacht hat. Selbst wenn der Inhalt nicht zu bekritteln wäre, ist die Art, wie sie sich über andere stellt, auf Dauer kaum auszuhalten. Generell hat sich mir als Leserin oft die Frage gestellt, ob sie überhaupt wirklich ernst meinen kann, was sie da schreibt. „Eine der Aufgaben, die ich meinen Klienten in den Ordnungsseminaren gebe, lautet: „Dankbarkeit zeigen!“ Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen, sagen Sie der Kleidung, die Sie ausziehen und wieder aufhängen, doch mal: „Vielen Dank, dass du mich heute wieder gewärmt hast.“ Wenn Sie die Accessoires abnehmen: „Vielen Dank, dass ihr mich heute wieder schön gemacht habt.“ Und wenn Sie die Tasche in den Schrank zurückstellen: „Mit deiner Hilfe konnte ich heute wieder sehr gute Arbeit leisten. Danke schön!“ Auf diese Weise zeigen wir den Dingen, dass wir die Unterstützung durchaus bemerken und sie zu schätzen wissen. “ (S.184) Ich finde den Grundgedanken, der im Buch vermittelt wird, absolut faszinierend und richtig: Dinge, die einen glücklich machen, zu behalten und im Gegensatz dazu, die zu entsorgen, die dies nicht tun. Wenn ich dafür aber jeden Tag eine halbe Stunde Zeit verschwenden muss, um einen Monolog mit jeder Haarbürste zu führen, beginne ich daran zu zweifeln, ob das, was die Autorin zu erreichen versucht, nicht eher Hirnwäsche ist. Inhaltlich jedoch findet man praktisch nichts Brauchbares. Generell finden sich auf den Seiten mehr Erzählungen von Frau Kondos (anscheinend sehr einsamen) Kindheit als Tipps zum Aufräumen. Wenn man wirklich vom Lesen profitieren will, hätte man sich mit Marker bewaffnet hinter das Buch setzen müssen, um die Stellen zu markieren, die etwas Hilfreiches beinhalten. Wobei ich mich nach wie vor frage, ob ich überhaupt etwas markieren hätte können. Meiner Meinung nach hätte man ihre Tipps einfacher – und deutlich schneller – durch das Lesen irgendeines Hausfrauenmagazins gefunden.
Zusammenfassend muss ich erneut betonen, wie enttäuscht ich von diesem Schriftstück bin. Natürlich war zu erwarten, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden, da das Buch besser angepriesen wurden als jede Schlankheitskur. Dass jedoch so ein Mangel an Inhalt besteht, bringt mich nach wie vor aus der Fassung. Marie Kondo mag vielleicht denen helfen, die absolut noch nie aufräumen konnten, aber jeder, der sich auch nur irgendwie mit dem Thema auseinandersetzt und Nützliches oder emotional Wichtiges behalten hat, war auf einem besseren Weg. Ich möchte niemanden verurteilen und bin mir sicher, dass die Beschäftigung mit dem Aufräumen durch das Lesen eines themenspezifischen Buches hilfreich sein mag, wenn man mit dem Aufräumen nicht mehr weiterkommt. Dennoch zweifle ich persönlich daran, dass die Tipps, die die Autorin gibt, wirklich helfen.
Abschließend muss ich jedoch zugeben, dass ich einen einzigen Tipp von Marie Kondo augenblicklich nach dem Umblättern der letzten Seite befolgt habe. Er befand sich auf der Seite 104 und besagte folgendes: „Wir wollen einfach nur die Bücher behalten, die uns wirklich Freude bereiten. Das von mir verfasste Buch, das Sie gerade lesen, bildet da keine Ausnahme. Es macht Sie nicht glücklich? Dann geben Sie es bitte, ohne zu zögern, ins Altpapier.“
- Nell Leyshon
Die Farbe von Milch
(431)Aktuelle Rezension von: NinaReads„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein Roman, der lange nachhallt und sich leise, aber eindringlich ins Bewusstsein einprägt. Er erzählt die Geschichte der jungen Mary, die im England des 19. Jahrhunderts unter ärmlichen und harten Bedingungen aufwächst – und deren Stimme von der ersten Seite an eine besondere Intensität besitzt.
Was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist seine schlichte, fast reduzierte Sprache, die dennoch eine enorme emotionale Wucht entfaltet. Marys Erzählstil ist direkt, ungefiltert und ehrlich. Gerade diese Einfachheit verstärkt die Wirkung der Geschichte, denn sie lässt keinen Raum für Distanz. Man ist als Leser unmittelbar bei ihr, erlebt ihre Gedanken, ihre Hoffnung und ihr Leid hautnah mit.
Besonders berührend ist, wie der Roman die Lebensrealität einer Zeit einfängt, die von Entbehrung, Ungerechtigkeit und fehlenden Chancen geprägt war. Aus heutiger Perspektive wird einem beim Lesen schmerzhaft bewusst, wie privilegiert unser Leben ist – ein Gefühl, das sich durch jede Seite zieht. Bildung, Selbstbestimmung und Freiheit erscheinen hier nicht selbstverständlich, sondern als kostbare, oft unerreichbare Güter.
Gleichzeitig liegt in der Geschichte eine große emotionale Tiefe. Die Entwicklung von Mary, ihre Sehnsucht nach Wissen und ihre innere Stärke machen sie zu einer Figur, die lange im Gedächtnis bleibt. Die leisen, oft unausgesprochenen Momente sind es, die besonders nachwirken und den Roman zu etwas sehr Wertvollem machen.
„Die Farbe von Milch“ ist kein lautes Buch, sondern eines, das seine Kraft aus der Stille zieht. Es fordert Aufmerksamkeit, Mitgefühl und ein Innehalten. Für mich ist es genau diese Kombination aus historischer Realität, emotionaler Intensität und sprachlicher Klarheit, die den Roman so besonders macht.
Ein eindringliches, bewegendes Werk, das nicht nur berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt – und uns unsere eigene Gegenwart mit anderen Augen sehen lässt.
- KC Davis
Kopf über Wasser im Alltagschaos
(38)Aktuelle Rezension von: MeggyPMit ihrem Ratgeber „Kopf über Wasser im Alltagschaos“ weist die Autorin KC Davis den Weg zu einer sehr entlastenden und liebevollen Herangehensweise zum Bewältigen der Alltagsaufgaben, bei der das Wohlbefinden des Menschen und nicht eine perfekte Ordnung und Erledigung der Aufgaben das Ziel ist. Es geht weniger darum, Organisations- oder Aufräumtechniken zu lernen, als darum, eine andere Haltung zu sich einzunehmen, liebevoller mit den eigenen oder eben den systembedingten Grenzen umzugehen und einen guten Kompromiss mit eigenen Prioritäten zu finden. Dabei sind die Beispiele oft aus einem klinischen Niveau genommen (die Autorin ist Psychotherapeutin), in dem schon für andere sehr einfache Aufgaben eine Überforderung werden können, weshalb vieles für manche Leser auf höheren Funktionsniveau möglicherweise nicht hilfreich oder auch irritierend sein kann.
Die Autorin beschreibt die eigenen Schwierigkeiten in verschiedenen Lebensphasen und wird dabei ein glaubhaftes Coping-Modell und Ratgeber. Sie leitet an, ressourcenorientiert auf das Geschaffte und die eigenen Werte zu schauen (schmutziges Geschirr bedeutet, für die Familie gekocht und somit gut gesorgt zu haben), sie zeigt, dass Ordnung kein Wert an sich, sondern immer Mittel zum Zweck des Wohlfühlens ist, sie macht den Unterschied zwischen der immer wiederkehrende Care-Arbeit und anderen Projekten und Tätigkeiten, die irgendwann ein Ende haben, deutlich. Sie hilft, eigene unrealistische Ansprüche aufzugeben und damit selbstfürsorglich und liebevoll mit sich selbst umzugehen.
Sie bleibt aber nicht bei der Akzeptanz stehen, sondern vermittelt dem Leser eine Vielzahl an Techniken, wie aus dieser neuen Haltung heraus, kleine Schritte und im Endeffekt dadurch große Veränderungen möglich sind, und er somit ein Leben führen kann, dass seinen Werten und Zielen entspricht. Dabei sind die Techniken auf sehr unterschiedlichem Niveau, möglicherweise ist für den Fortgeschritteneren weniger dabei.
Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet, sprachlich angenehm, optisch sind Druck und Farbe gute Hilfsmittel um das Gelesene besser zu strukturieren, für die mit wenig Kapazität bietet die Autorin immer wieder Abkürzungen an. Sie versteht sich nicht als Guru, der die Lösung für alles hat, sondern macht Angebote und hilft dem Leser (wahrscheinlich meist der Leserin) für sich Prioritäten zu setzen und besser mit dem unvermeidlichen Alltagschaos umzugehen.
Ein sehr empfehlenswertes Buch für Menschen mit großen Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung.
- Reinhard Remfort
Methodisch korrektes Biertrinken
(10)Aktuelle Rezension von: Laecheln86Methodisch korrektes Biertrinken ist kein typisches populärwissenschaftliches Sachbuch, denn es umfasst neben dem erklärenden Part auch einen ebenso großen Anteil unterhaltsamer Story. Autor ist der Science Slammer und Physiker Reinhard Remfort, der gemeinsam mit Kollege Nicolas Wöhrl vor einigen Jahren den „Methodisch inkorrekt“-Podcast ins Leben rief. Der Podcast ist kostenlos und eignet sich hervorragend, um einen Ersteindruck von Autor und Buch zu bekommen.
Was passiert?
Szenario dieses Sachbuchs ist ein typischer Silvesterabend in einer Männer-WG. Gemeinsam mit Freunden lädt Reinhard Remfort zur großen Party in seine Wohnung: Bald erscheinen die ersten schrägen Typen samt Alkoholvorrat, Musikequipment und Knallern. Ein feuchtfröhlicher Abend mit WG-internem FIFA-Turnier, diversen Trinkspielen und Wetten sowie dem Böllerkrieg gegen die Schnösel-WG von der anderen Straßenseite beginnt. Durch das Sachbuch führt eine Story voller chaotischer doch liebenswerter Figuren, die ich hier nicht erwartet hätte.
Worum geht´s?
Wie aus dem Podcast gewohnt, erklärt Reinhard Remfort die Ereignisse des Abends leicht verständlich für Nicht-Wissenschaftler. Den Text begleiten methodisch inkorrekte Skizzen, die tatsächlich Kneipenflair erzeugen. Er berichtet von den Trinkspielen des Abends und wie man die eigenen Chancen zu gewinnen mit wenigen Tricks grundlegend erhöht. Weitere Themen des Abends sind: Wie kühlt man warmes Bier schnell ab? Wie klopft man richtig auf die geschüttelte Bierdose, um ein Fiasko zu vermeiden? Wie mogelt man sich elegant als Möchtegern-Weinkenner durch den Abend? Und wie spielt man mit Kakao eine Tonleiter? Schade nur, dass der Physiker dabei manchmal in die passive Rolle des (teils langatmig erzählenden) Beobachters verfällt.
Fazit: Eine lehrreiche Punkrock-Silvesterparty to go!
Wie auch im Podcast ist Reinhard Remfort jedes Mittel recht, für „seine“ Wissenschaft zu begeistern. Und das gelingt auch im Buch: Das Szenario der Silvesterparty haucht den öden Schulfächern Physik und Chemie neues Leben ein. Methodisch korrektes Biertrinken vereint Story, Wissen und eine Prise nerdigen Humors auf knackigen 200 Seiten mit Partyflair. Ganz nebenbei lernt man auch praktische Kniffe, die im Alltag nützen können.
Methodisch korrektes Biertrinken wird Fans des Podcasts begeistern, doch es eignet sich auch für Neulinge, die sich Grundlagen zum Thema Alltagsphysik auf lässige und alternative Weise anlesen wollen. Weniger geeignet ist das Buch für Leser, die regelmäßig populärwissenschaftliche Sachbücher lesen oder einiges Vorwissen haben. Mit Sicherheit gibt es umfangreichere Bücher mit gleichem Thema und fachlicher Präzision. - Aber eine so verrückte und lehrreiche Punkrock-Physik-Silvesterparty gibt es nur ein einziges Mal.
Vielen Dank an Ullstein für dieses Rezi-Exemplar!
Ausführliche Rezi auf meinem Blog.
- Marie Kondo
Magic Cleaning 2
(45)Aktuelle Rezension von: Natascha_WMarie Kondo ist meine Aufräum- und Ordnungskünstlerin. Nachdem ich ihre beiden Bücher zum Thema Magic Cleaning gelesen habe und die Tipps und Tricks aus den Büchern umgesetzt hatte, was harte und lange Arbeit war (!!), konnte ich endlich durchatmen.
Bei der KonMari Methode die im Buch vorgestellt wird geht es darum, Sachen auszumisten nach Kategorien. Es wird von nicht so schwer (Kleidung) bis hin zu emotional belasteten Sachen (Fotos) vorgegangen. Das bedeutet zu Anfang ALLE Kleidungsstücke auf einen Haufen zu werfen (also auch die Jacken aus der Garderobe, auch die Unterwäsche und Socken aus dem extra Schub, sowie alle Handschuhe und Mützen, usw.). Es darf nicht geschummelt werden, "vergisst" man Sachen, dann können sie nicht so wichtig sein und man muss sie sofort Aussortieren, wenn man sie wieder findet. Das System lässt einen erst einmal schockiert über den IST Zustand sein, wenn man alles an einem Fleck sieht. Aber genau deswegen liebe ich diese Methode und mit der KonMari Falttechnik für Klamotten habe ich seit einigen Jahren jederzeit einen ordentlichen Kleiderschrank - dass dieses System so gut funktioniert hatte ich nicht gedacht und wollte die Methode eigentlich nur zeitweise testen.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der alten Ballast loswerden möchte und wieder Raum zum Atmen braucht! Auch die zugehörige Serie mit Marie Kondo kann ich jedem wärmstens ans Herzen legen.
Wer das erste Buch dieser Reihe gelesen hat muss dieses nicht zwingend auch noch lesen. Die meisten wichtigen Kenntnisse erhält man während dem ersten Buch und dieses dient aus meiner Sicht eher zur Auffrischung.
- Katherine Arden
The Bear and The Nightingale
(19)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Die Geschichte verbindet das historische Russland mit seiner Folklore, den Traditionen, Legenden und Mythen und eine epische Familiengeschichte mit der Emanzipation eines jungen Mädchens. Ich war erst skeptisch, ob eine Amerikanerin eine gute Geschichte schreiben kann, die in Russland spielt, aber sie hat mich angenehm überrascht. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass Katherine Arden nach der Schule ein Jahr in Moskau verbracht und anschließend unter anderem Russisch studiert hat.
Vorgelesen wird die Geschichte von Kathleen Gati, einer Kanadierin, deren Eltern aus Ungarn stammten. Ob sie selbst so einen starken osteuropäischen Akzent hat oder ihn sich antrainiert hat, weiß ich nicht, aber er gibt der Geschichte auf jeden Fall eine passende Note. Die Handlung war mir persönlich zu langatmig, aber da sie sehr märchenhaft und auch spannend, die ewige winterliche Atmosphäre sehr eindringlich beschrieben ist, war es ganz nett, das Hörbuch zu hören.
Es ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber da die Story in sich abgeschlossen ist, kann man sie auch einzeln lesen bzw. hören. Ich werde diese Trilogie aber nicht weiter verfolgen.
- Claire Keegan
Das dritte Licht
(155)Aktuelle Rezension von: Petra_de_ZamagnaEs ist die Geschichte eines jungen Mädchens und beschreibt Vernachlässigung, Zuwendung und die transformative Kraft über Liebe. Das von seinen tatsächlichen Eltern vernachlässigte Kind inmitten vieler Geschwister - es gibt aber nur wenig Geld und der Vater ist alkoholkrank und nur in Form der ewigen Trinksucht präsent - wird bei einer erneuten Schwangerschaft der Mutter zu einer verheirateten Cousine der Mutter für ein paar Monate gegeben. Dort erfährt es zum ersten Mal im Leben, was es bedeutet, gesehen und umsorgt zu werden. Die emotionale Kälte im eigenen Elternhaus wird der Aufmerksamkeit und Fürsorge, satt und sauber gehalten zu werden, gegenübergestellt. Es zeigt sehr schön, wie Kinder in dysfunktionalen Familien oft unsichtbar werden - und wie heilsam es sein kann, wenn jemand sich ihrer annimmt. Schon die berühmte Psychoanalytikerin Alice Miller hat vor vielen Jahren erklärt, wie wichtig es für die Entwicklung von Kindern ist, gerade in desolaten Familienverhältnissen wenigstens eine feste Bezugsperson außerhalb der Familie zu haben, der das Kind vertrauen kann.
Sehr typisch für die bekannte irische Autorin Claire Keegan ist, was sie nicht sagt - auch die neue Familie hat ein Trauma erlebt, was zwar angedeutet, aber nicht explizit diskutiert wird. Keegan vertraut darauf, dass der Leser zwischen den Zeilen lesen kann und sich die Hintergründe und was sie für die Personen bedeuten selbst zusammenreimen kann. Die Worte sind immer klar wie Quellwasser und jedes Wort zählt. Es werden konkrete Details beschrieben (wie das Handtuch, das ordentlich aufgehängt wird oder ein Glas Milch, das nachgeschenkt wird) und zusammen gibt das ein Bild von Zuwendung. Die Perspektive des Kindes macht die Erzählung besonders eindringlich - das Mädchen registriert alles, versteht aber oft nicht die Bedeutung. Das alles ist fast wie Lyrik in Prosaform.
Das Buch stellt wichtige Fragen: Was bedeutet Familie? Wer hat das Recht, ein Kind zu behalten? Ist biologische Verwandtschaft wichtiger als emotionale Bindung und Fürsorge?
Grosse Literatur braucht nicht viele Worte - das wurde ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. Wie man mit wenigen Worten ganze Welten erschaffen kann, ist beeindruckend. Und alles wird einfach erzählt, ohne anklagend oder melodramatisch zu werden. Es zeigt einfach, wie es war - die Kälte, die Angst, die kleinen Gesten der Menschlichkeit inmitten systemischer Grausamkeit.
Später entstand daraus auch ein Film "The quiet girl" von Caitlín Ciūin, der 2022 erschien und auch bei Oscarpreisverleihung eingereicht wurde und beim europäischen Filmpreis in die Vorauswahl gelangte. Ein wirtschaftlich sehr erfolgreicher Film. Ich fand ihn allerdings nicht so gut, weil viele Dinge, die im Buch aus der Sicht des Mädchens thematisiert werden, im Film einfach ungesagt bleiben und dadurch entsteht ein bisschen eine bleierne Stille, die schwerer nachzuvollziehen ist, als die ungesagten Worte im Buch.
- Maria Sveland
Bitterfotze
(105)Aktuelle Rezension von: Ikopiko"Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt" verspricht der Klappentext des ersten Romans der jungen Schwedin Maria Sveland. Unter Gleichberechtigung verstehe ich jedoch nicht, dass nur die schlechte Seite der Männer aufgezeigt wird.
Verpackt werden diese oberflächlichen Vorwürfe in der Geschichte Saras, die sich eine Auszeit von Familie und Alltag nimmt und allein nach Teneriffa fliegt. Auf ihrer Reise liest sie "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong. Sie beneidet Erica um ihr ausschweifendes Leben in den 70er Jahren.
Sara selbst ist in den 80er Jahren aufgewachsen und sieht auch darin eine Ursache, dass die Frauen ihres Alters bitterfotzig sind. Eine Bitterfotze ist verbiestert, spießig, aggresiv und lustlos.
Auf über 270 Seiten zergeht Sara in Selbstmitleid. Sie ist gefrustet, weil sie ihr Leben als Mutter nicht erfüllt. Ich habe sie manches Mal fragen wollen, warum sie ihr Leben dann nicht selbst in die Hand nimmt und etwas ändert. Nur jammern nützt nichts. - Susanne Fröhlich
Lackschaden
(132)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAndrea Schnid ist einfach frustriert. Ihr Mann verbringt mehr Zeit auf dem Golfplatz als zu Hause und im Bett läuft schon länger nichts mehr. Die Kinder fangen an eigene Wege zu gehen. Während die Tochter rebelliert und die Schule abbrechen will, verschließt sich ihr Sohn immer mehr. Nach dem Tod der Schwiegermutter wohnt ihr Schwiegervater mit im Haus. Die Falten werden mehr, die Pfunde leider auch und irgendwie scheint überall der Lack ab zu sein. Andrea will so nicht und kauft sich eine neue Garderobe, bricht aus, zerkratzt ein Auto und beschließt im geplanten Golfurlaub ihr eigenes Ding durch zu ziehen und ihrem Mann die Pistole auf die Brust zu setzen und dann gibt es da noch einen jungen, knackigen Lehrer mit dem ihr Sohn Marc ins Fußballcamp fährt und von dem sie immer wieder SMS bekommt. Susanne Fröhlich beweist einmal mehr viel Humor und herrliche Situationskomik, aber sie vergisst auch die Probleme und leisen Töne nicht und so ist Lackschaden nicht nur ein köstlicher Unterhaltungsroman, sondern auch etwas zum nachdenken und neu [lackieren.[
- Katja Keweritsch
Agnes geht
(61)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch hatte mich so auf das Buch gefreut und wurde leider enttäuscht. Gerade weil ich in Hamburg lebe und in Berlin groß geworden bin, hoffte ich zu diesem Buch eine besondere Bindung aufbauen zu können. Es liest sich leichter, wenn man die Orte an denen Agnes sich befindet auch noch kennt. Ich fand das Buch inhaltlich teilweise vorhersehbar und nicht spannend. Den Ansatz, über alte, immer noch vorhandene Rollenverteilung (Frau gibt Beruf und Karriere auf, um sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, weil Mann mehr verdient) und den Ausbruch der Frau aus diesem „Einerlei“ zu schreiben fand ich eher gewöhnlich. Keweritsch fängt die Geschichte ganz gut an, wird aber im Laufe des Buches immer schwülstiger. Die Aussicht "juhu, ich kann mich aus diesem Rollenklischee befreien und die Welt ist wieder in Ordnung"-Szenerie war dann nichts mehr für mich. Ich habe mich überhaupt nicht aufs Weiterlesen gefreut und es dann doch abgebrochen.
- Mari Lang
Frauenfragen - Männer antworten
(11)Aktuelle Rezension von: svesoMari Lang hat wäührend der Corona-Pandemie ihren Podcast "Frauenfragen" gegründet, in dem sie prominente österreichische Männer mit Interviewfragen konfrontiert, die sonst nur Frauen beantworten müssen. In ihrem Buch fasst sie elf dieser Gespräche zusammen, untermauert sie mit eigenen Alltagserzählungen und Berichten von Frauen als Reaktion auf ihnen gestellten typischen Frauenfragen. Diese beziehen sich beispielsweise auf die Kindererziehung und womöglich dadurch unmögliche Karriere, Klamotten, Gesichtspflege oder generell sexisitische und oftmals banele Themen, die sich in ähnlich einzuordnenden Fragen niederschlagen.
Zugegeben kannte ich bis zur Lektüre keinen der österrichischen Männer und konnte ihre Aussagen daher nicht persönlich in mein Bild von ihnen oder gar den gesellschaftlichen Kontext einordnen. Für die Lektüre und dessen Wirkung war das für mich jedoch recht gleichgültig. Mari lang überzeugte neben ihrem humorvollen, flüssigen und pointierten Schreibstil und die galante Art, auf die sie von den Gesprächen mit den "Frauenfragen" erzählt, sondern auch mit ihrem souveränen Auftritt.
Den Gedanken hinter dem Podcast und Mari Langs Buch finde ich sehr wichtig und innovativ. Die Wirkung auf die Männer hat mich leider etwas enttäuscht und gleichzeitig die Intensität und die Größe des Problems, das Mari Lang hier in den Fokus stellt, perfekt widergespiegelt. Denn während sich die Interviewpartner hier in gewissen Maße durch die Anfrage auf die Art des Gesprächs vorbereiten konnten, sind Frauen diesen Fragen permanent ausgesetzt und werden - gerade die ersten Male - sehr unvorbereitet damit konfrontiert. Außerdem reagierten Männer hier oftmals salopp oder fanden das Interview außergewöhnlich erfrischend, entspannt und abwechslungsreich. Logisch, sonst werden sie ja nur nach wichtigen Themen gefragt, da ist ein Gespräch über Mode oder Gesichtscreme ja ganz abwechslungsreich. Und nach der Erziehung der Kinder fragt ja sonst auch niemand den Mann.
Insgesamt kann ich sagen: Ich bin sehr froh, "Frauenfragen" gelesen - und im Anschluss daran gehört - zu haben, bin vom Inhalt keineswegs überrascht, fühle mich bestätigt und hoffe, dass unser aller Bewusstsein für sogenannte "Frauenfragen" geschärft wird!
- Eileen Roth
Ordnung halten für Dummies
(6)Aktuelle Rezension von: fredhel
Irgendwie hatte ich mir mehr Hilfe für den Alltag versprochen.
Regelmäßig aufräumen und in Abständen Ausmisten, all das sagt mir mein gesunder Menschverstand auch.
Brauch ich tatsächlich einen Ratgeber, damit ich mir bunte Ordner für den Papierkram und bunte Körbchen für die Schränke kaufe?
Nein! - Volker Klüpfel und Michael Kobr
Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
(179)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhAls ob Klufti nicht schon genug mit der Wiederaufnahme des alten Funkenmord-Falls zu tun hätte, muss er auch noch im Haushalt Aufgaben übernehmen und noch zusätzlich den Interrims-Präsident geben und eine neue, ausgerechnet weibliche Mitarbeiterin ins Team einarbeiten... ob das gut geht?!
Das Cover von "Funkenmord" erweckt den Anschein einer alten Polizeiakte und zeigt ein Foto einer verschneiten Landschaft. Das passt zur Reihe, verrät nicht viel vom Buch und macht deshalb neugierig.
Das Schriftsteller-Duo Klüpfel/Kobr ist ein eingespieltes Team und versteht es, seine Leser zu unterhalten, das Buch macht Spaß. Wenn Klufti an sich und seiner Arbeit zweifelt, sich Ängste eingesteht und Vorsicht, Spoiler: mit den japanischen Schwiegereltern seines Sohnes auf Englisch radebrecht und sich in der Arbeit im Gendern versucht, muss man einfach nur schmunzeln. Ich mag diese humoristischen Krimis sehr und diesen Klufti-Krimi habe ich in einem Rutsch durchgelesen und mich sehr amüsiert. Danke dafür an die beiden Autoren, das war nicht mein letzter Kluftinger, den ich gelesen habe! - Alina Bronsky
Barbara stirbt nicht
(259)Aktuelle Rezension von: simmaxDie Geschichte ist nicht schlecht und die Autorin hat - meiner Meinung nach, eine große Vorstellungskraft. Während dem Lesen muss man öfter mal schmunzeln, auch wenn der Plot des Romans ja eigentlich traurig ist. Man hat immer irgendwie ein Bild vor Augen.
Man fragt sich, gibt es wirklich solche weltfremden Menschen?
- Martin Stiefenhofer
WAS IST WAS Junior Band 32. Technik zu Hause
(1)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteTechnik zu HauseSachwissen für Kinder von 4-7 Jahren
Kaum etwas ist spannender wie Technik. Viele Kleinen möchten einmal Erfinder werden. Gut zu wissen wie etwas funktioniert. Nicht alle Eltern können ihren Kindern dieses Wissen vermitteln weil sie selbst nicht Technik affin sind.In diesem Buch werden wir in eine Familie mitgenommen, die sehr interessiert ist, viel weiß, gern bastelt und heimwerkelt und auch sonst sehr neugierig ist.Im Haus gibt es unglaublich viel Technik. Nicht nur die Haushaltsgeräte zählen hierzu."Welche Technik steckt in einem Haus?Wir haben Steckdosen aus den wir den Strom für die Geräte holen, wir haben Licht, warmes Wasser, eine Heizung. Überall ist Technik im Spiel.Von der Solaranlage bis hin zur Satelitenanlage lernen wir in diesem Buch viel davon kennen. Durch das Aufklappen einer der Haushälften können wir auch ins Innere schauen. hinunter bis in den Keller, in die Erde, wo die Rohre für Strom, Gas, Wasser und Telefon liegen."Wie funktioniert die Heizung?"Wie bekommen wir warmes Wasser?Wie kommt das Wasser zur Waschmaschine und wo geht es später hin?Besonders spannend finden unsere Lesekinder den Blick in die heimische Werkstatt. Unsere Bilderbuchfamilie hat aber auch wirklich einen tollen Hobbykeller. Die Kinder dürfen sogar mit Werkeln. Der Vater hat eine Tischkreissäge an der er Holz zurecht schneidet, während die Mutter ein Loch in ein Holzbrett bohrt.Auch hier ist viel Technik im Spiel. Viele der Dinge die dort stehen kannten unsere Lesekinder noch nicht, wie z.B. die Ständerbohrmaschine."wie funktioniert ein Fernsehgerät?"Eine interessante Frage, die alle Kinder beantworten können, aber nur mit ihren Worten. Wie es richtig geht das erfahren wir auf einer Doppelseite genauso wie ein Lichtschalter funktioniert, ein Radio."Wie kommt man ins Internet?"Noch vor 10 Jahren war dies für kleine Kinder kein Thema. Heute geht es kaum noch ohne das magische Zauberwort. Internet kennen schon die Kleinsten. Doch wie funktioniert es eigentlich. Woher kommt es?Während das Internet und die Funktion doch relativ schwer zu begreifen ist ist die Technik in der Küche wesentlich leichter zu begreifen. Was für elektrische Geräte nutzen wir in der Küche und wie funktionieren sie. Hier wird die Küche im 21.Jahrhundert einmal unter die Lupe genommen. So z.B. die Funktionsweise eines Dampfkochtopfs erklärt, in den man sogar hinein schauen kann.Doch auch das Spielzeug wir immer elektrischer. Ein Blick ins Kinderzimmer zeigt es an Hand eines Spielzeugautos.'Was mich an diesem Buch begeistert hat, ist dass es wirklich die neuste Technik vorstellt und auch auf das Thema Brandmelder eingeht. Von diesem Buch können bestimmt auch noch einige Erwachsene etwas lernen. Tolle Illustrationen visualisieren sehr realistisch und vor allem sehr detailgenau die Technik. Es werden Begriffe eingeführt und gezeigt wie wichtig Strom und Technik für unser Leben heute sind.*Unsere Lesekinder lieben Technik. Ob Werkzeugbuch, ein Besuch in der Autowerkstatt oder wie hier die Technik im Haus solche Sachbilderbücher erfreuen sich sehr großer Beliebtheit.*Ein tolles Buch das Alltag im Haus erklärt und ein Bewusstsein für Technik vermittelt.Einzig ein Bild was passiert wenn Strom einmal ausfällt vermisse ich etwas.
- Heike Fröhling
Liebe ist kein Duett
(26)Aktuelle Rezension von: Cat0890Meine Meinung
Ich durfte dieses Buch vorab lesen und bei der Blogtour zum Buch mitwirken. In das Buch kam ich gut rein und man merkte von Anfang an den schweren, traurigen Unterton, der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, so, dass man schnell durchkommt.
Hier geht es um eine Frau, die ihre große Liebe verloren hat, noch bevor sie ihre Zwillinge bekam. Seither ist sie alleinerziehend und versuch sich so durchs Leben zu wuppen. Heike Fröhlich schreibt sehr realitätsnah und man hat das Gefühl, Carolin zu begleiten und ihren schweren Alltag mit zwei sehr aufgeweckten Jungs mit zu erleben. Doch die schwere beginnt sich zu lichten, als sie Patrick, ihren Arbeitskollegin kennen lernt, denn er hat sofort einen Draht zu den Jungs und hat ein gutes Händchen mit Kindern. Und als wenn das nicht schon schwer genug ist, mit all ihrer Trauer und ihrer Mauer, lernt sie auch noch einen charmanten Mann in der Bäckerei kennen. Wenn das nicht die perfekten Zutaten für ein Chaos sind, dann weiß ich auch nicht.
Es gab hier auf der kurzen Strecke des Romans, viel zu entdecken und zu erleben. Denn Heike Fröhlich bricht ein Tabu. Denn Frauen, die trauern, auch noch Jahre nach dem Tod des geliebten Menschen, passt nicht in die Emanzipationskiste, die wir uns selber auferlegt haben. Wir gehen durch höhen und tiefen mit Carolin und hofft für sie nur das beste.
Das Ende war zwar recht vorhersehbar, aber der Weg dorthin, war für mich ein spannender mit etlichen unvorhersehbaren Wendungen.
Mein Fazit
“Liebe ist kein Duett” von Heike Fröhling ist ein lebensnaher Roman mit viel Herzblut und ganz viel Familienwahnsinn. Die Hauptcharaktere sind sehr sympathisch und realitätsnah dargestellt und ich konnte mich super in dieses Buch fallen lassen. Als Mutter kann man sich viele Dinge sehr gut vorstellen und muss oft mitschmunzeln.
- Bianka Bleier
Besser einfach – einfach besser
(9)Aktuelle Rezension von: peedeeFür die meisten Menschen gehört das Kochen, Waschen, Putzen – sprich der Haushalt – zum mehr oder weniger geliebten Tagesprogramm. Mit dem Haushalt ist man nie „fertig“, denn am nächsten Tag fängt alles wieder von vorne an. Die Autorinnen geben Tipps, um die Hausarbeit zu vereinfachen, entstressen, und um mehr Zeit für wichtigere Dinge zu haben.
Erster Eindruck: Cover und Buchtitel der Sonderausgabe 100 Jahre Hänssler gefallen mir gut; der Begriff „Haushaltssurvival-Buch“ hätte aus meiner Sicht vermieden werden sollen.
Das Buch ist in 10 Kapitel unterteilt, wie z.B. „Zwei Wege, ein Ziel – Unterwegs zum Survival-Haushalt“, „Dem Geheimnis der verschwundenen Stunden auf die Spur kommen“ oder „Weniger ist mehr – Vom Segen des Wegwerfens“.
Grundsätzlich muss ich mich fragen, wozu ich meinen Haushalt überhaupt optimieren möchte. Was stelle ich mit der gewonnenen Zeit an? Kann ich vielleicht ein brachliegendes Hobby reaktivieren? Mich mit Freunden treffen? Oder einfach ohne schlechtes Gewissen fernsehen?
„Ein Hobby ist kein Luxus, sondern ein wesentlicher Teil des Lebens.“ (Peter Steincrohn)
Das Buch spricht aus meiner Sicht in erster Linie Hausfrauen mit Mann und Kindern an, aber z.B. keine berufstätigen Singles ohne Kinder. Nichtsdestotrotz fand ich es interessant, die Tipps der beiden Autorinnen zu erfahren. Ich habe nicht erwartet, dass ich hier DIE eine Lösung erhalte, so dass der Haushalt im Nullkommanichts erledigt wäre. Die Tipps waren auch nicht bahnbrechend neu für mich, geben aber doch immer wieder Anstoss, das eigene Verhalten zu überdenken. Mit einigen Punkten konnte ich wenig anfangen, so z.B. das minutiöse Auflisten der eigenen Tätigkeiten des Tages und die „Zeitfresser“. Da ich berufstätig bin, ist mein Tag zum grossen Teil durch den Job „besetzt“, und hat nichts mit meinem Haushalt zu tun. Ich möchte auch nicht fünffache Mengen Lasagne oder vierfache Mengen Hähnchen-Reis-Pfanne zubereiten und einfrieren (fehlender Platz im Gefrierschrank).
Am wichtigsten fand ich den Hinweis, dass man sich nicht mit anderen Menschen vergleichen soll, denn nur was für den einen zu funktionieren scheint, muss bei mir noch lange nicht passen. Die Ansprüche an die eigene Arbeit sind eh unterschiedlich, warum sollte also EIN Tipp für ALLE hinhauen? Das Buch ist im Hause SCM Hänssler erschienen, aber der Bezug zum Glaube schlägt sich nicht in den Tipps nieder – knappe 3 Sterne. - Janina Enning
Küche ohne Schnickschnack
(20)Aktuelle Rezension von: maaresiGleich vorneweg: als ich die Leserunde gesehen habe, hat mich das Thema des Buches sehr interessiert und ich habe mir viel erhofft. Da Ernährung aber mein Fachgebiet ist, habe ich allerdings einen kritischen Blick und einiges an Vorwissen.
Das Buch ist Teil einer Reihe, wobei dies mein erstes daraus ist. Ich bin mir nicht sicher, in welche Richtung die Reihe geht. Dieses Buch erscheint mir allerdings eher als persönlicher Ratgeber, als auf Inhalte basiert.
Die Themen des Buches sind an und für sich sehr spannend, die Aufteilung der Inhalte allerdings etwas anders gewünscht. Einige Themen werden zu ausführlich behandelt, wobei immer wieder das gleiche gesagt wird, ohne weiteren wertvollen Imput zu geben. Bei anderen Themen hätte ich mir gewünscht, dass mehr Input gegeben wird. Beispielsweise gibt es oft nur grobe Ideen, konkrete Anleitungen oder Rezepte sind kaum zu finden bzw. nicht für jeden umsetzbar.
Leider habe ich auch einige fachliche Fehler im Buch gefunden. Hier sollte auf eine akkurate Recherche und gute Quellen gesetzt werden. Zusätzlich hatte ich öfters das Gefühl, dass ein zusätzliches Fachlektorat dem Buch gut getan hätte. Auch das Layout war für mich teilweise schwierig. Als Beispiel möchte ich die Sprechblasen und die Spalten nennen, da das Schriftbild bzw. die kurzen Zeilen den Lesefluss etwas gestört haben.
Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, da ich mir einen fachlichen Ratgeber erwartet habe, allerdings gefühlt ewig viele Blogeinträge bekommen habe, die eine sehr persönliche Meinung wiederspiegeln. Diese hat mir leider das Gefühl vermittelt, dass ich immer nur verzichten muss und was ich alles nicht machen sollte. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, war dass QR Codes benutzt wurden, um weitere Informationen zu geben bzw. um die Infos aus dem Buch auch digital zu haben.
Abschließend kann ich das Buch denen empfehlen, die an einer persönlichen Sicht auf das Thema Nachhaltigkeit interessiert sind und einmal in das Thema hineinschnuppern wollen.
- Heike Abidi
Ich dachte, zu zweit muss man nicht alles selber machen
(26)Aktuelle Rezension von: Witch-JournalIch muss den beiden Autorinnen - Lucinde Hutzenlaub und Heike Abidi, ein großes Kompliment machen. Sie haben hier ein Buch geschrieben, bei dem man herrlich entspannen kann, bei dem man lachen kann und sich freuen kann, das es diese Probleme auch woanders gibt. Wunderbar getroffene Protagonisten, die das Buch zum Leben erwecken. Das Buch ist sehr blumig und witzig geschrieben. Aus jeder Zeile springt das wahre Leben hervor. Vieles davon haben wir alle schon einmal erlebt. Das Multitasking der Ehefrau, haben viele von uns schon mal erlebt. Es ist einfach herrlich, wie viel Wahrheit in diesem Buch steckt. Das Cover selbst versprüht schon gute Laune und fällt ins Auge. Die beiden Autorinnen haben mit diesem Buch mal wieder gezeigt, was sie können und wie viel Spaß sie am Schreiben haben. Ich habe mich wirklich sehr unterhalten gefühlt.
- Katja Kullmann
Generation Ally
(31)Aktuelle Rezension von: HoldenKK schreibt über die damals sehr beliebte Serie auf Vox, aber in erster Linie geht es um das Aufwachsen ihrer Mädchen- und Frauengeneration, denen die Frauenquote immer zu spießig und einengend war und die so frei und ungebunden waren, daß sie ihren Besitz jederzeit eintüten konnten und am nächsten Tag ins Ausland hätten ziehen können. Erstaunlicherweise geht es in dem Buch um eher wenig um Ally (und ich habe die Serie damals sehr gern gesehen, s. letzter Satz des Buches), aber es stecken viele Wahrheiten drin, so daß man sich auch als Mann angesprochen fühlen Konnte (ich bilde mir allerdings ein, nicht so hilflos-kükenmäßig zu sein wie die beschriebenen y-Chromosom-Träger). In der am Ende beschriebenen "Luderliga" fehlte natürlich noch "Oberluder" Micaela Schäfer, und man würde dafür BRENNEN, eine aktualisiert Fortsetzung zu lesen.























