Bücher mit dem Tag "haustiere"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "haustiere" gekennzeichnet haben.

93 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3) (ISBN: 9783551322838)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3)

    (11.047)
    Aktuelle Rezension von: Sheeko

    Als großer Potterhead kann ich nur sagen, das jeder die Harry Potter Bücher gelesen haben muss. Es ist so viel mehr Geschichte als in den Filmen, viele kleine Details die in den Filmen zu sehen sind aber erst beim Lesen deutlich werden und sinn ergeben. Ich habe die Bücher schon sehr oft gelesen aber bin jedes mal auf neues begeistert. Dieser teil wird schun duster und man merkt das Harry und seine Freunde langsam erwachsen werden. Manchmal ist es etwas schwer die "schweren wörter" kinder zu übersetzen, weil es schon sehr viele "ältere" wörter beinhaltet, aber es schadet nicht beim Lesen.

  2. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.009)
    Aktuelle Rezension von: Keyofbooks

    Habe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.

  3. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548920771)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

    (1.255)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Eines Tages steht ein sprechendes Känguru bei dem Ich-Erzählers vor der Tür. Das Känguru zieht bei ihm ein und bringt Abwechslung, Schwung und Freude in sein Leben. Es ist der Beginn einer wunderbaren und außergewöhnlichen Freundschaft zwischen den beiden. Das Känguru fällt dem Ich-Erzähler aber auch des Öfteren ordentlich auf die Nerven. Es ist nämlich ziemlich frech und beratungsresistent. Außerdem eckt es manchmal mit seinen Ansichten zu gesellschaftlichen und politischen Themen an von denen es andere vehement zu überzeugen versucht… 

    „Was?“ ruft das Känguru. „Natürlich sind wir ein Paar, Mann! Wie Dick und Doof oder wie wie wie Stan & Olli oder oder oder…“ (S. 216)

    Meine Meinung:

    Die Grundidee ist originell und außergewöhnlich und wenn man sich darauf einlässt bekommt man eine erheiternde und kurzweilige Geschichte zu lesen.

    Es gibt keine Handlungshöhepunkte auf die die Geschehnisse zusteuern und daher auch keinen klaren roten Faden der sich durch die Geschichte zieht. Es handelt eher um eine Aneinanderreihung von lustigen und skurrilen Begebenheiten, die der Ich-Erzähler zusammen mit dem Känguru erlebt. In jedem der kurzen Kapitel (jeweils max. 5 Seiten) wird ein lustiger Auszug aus einer Unterhaltung oder ein denkwürdiges Erlebnis erzählt. Diese anekdotenhafte Erzählweise sorgt für eine hohe Dichte an lustigen Momenten. Außerdem wird dadurch verhindert, dass das Buch Längen hat. 

    Der Nachteil dieser Erzählweise ist allerdings, dass man manchmal das Gefühl hat, dass die Geschichte ein wenig „dahinplätschert“. Außerdem lernt man das Känguru und den Ich-Erzähler nur relativ oberflächlich kennen, weil der Schwerpunkt auf spritzigen Dialogen und lustigen Wortgefechten liegt.

    Das Känguru gibt einige wirklich lustige Bemerkungen von sich und stellt auch lustige Dinge an. Die Diskussionen zwischen dem Känguru und dem Ich-Erzähler sind stellenweise ziemlich erheiternd und haben mich für die Geschichte eingenommen. Hier ein paar Beispiele:

    „Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann. Das Furchtbare ist, dass auch jeder es tut.“ (S. 103)
    „Pah“, sagt das Känguru. „Und mein Papa hat immer gesagt: Es ist besser, ein schlechter Gewinner zu sein, als ein guter Verlierer.“ (S. 27)
    „Reden, Hören oder Sehen. Auf was würdest du verzichten?“ – „Das ist einfach“, sage ich. „Aufs Hören. […] Dann müsste ich dein Geschwätz nicht mehr ertragen.“ – „Ach ja?“ sagt das Känguru. „Und ich würde liebend gerne aufs Sehen verzichten, um deine Hackfresse nicht mehr ertragen zu müssen.“ – „Ich finde, du solltest lieber aufs Reden verzichten“, sage ich. „Dann müsste ich nicht aufs Hören verzichten.“ (S. 24)

    Warum vergebe ich trotzdem bloß 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt daran, dass mir die Geschichte in einigen Punkten etwas zu skurril, befremdlich und vulgär ist. Hier hat der Humor nicht meinen Geschmack getroffen. Dazu folgende Beispiele:

    Das Känguru pöbelt einen sich vollkommen friedlich verhaltenden Fußballfan an, weil dieser anlässlich eines Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft in Deutschlandfarben gekleidet ist. Das Känguru sagt, dass ein solcher Patriotismus ein Zeichen von Idiotie sei, es von da aus nicht weit bis zum Nationalismus sei und dadurch Rassismus entstehe. Als der Fußballfan deswegen verständlicherweise beleidigt ist und verbal Kontra gibt schlägt das Känguru ihn einfach k.o. und das fand ich wirklich abstoßend und verachtenswert. Leider ist es auch nicht der einzige Fall in dem das Känguru gewalttätig wird. Es schlägt auch noch einen Mann bloß deshalb bewusstlos, weil dieser für die GEZ-Gebühr zuständig ist. Zudem gibt es einem Vorfall im Park. Das Känguru tritt einen Hund, der ihm zu laut bellt, sodass dieser in hohem Bogen über die Weise fliegt. Das alles fand ich nicht lustig.

    Auch sonst verhält sich das Känguru schrecklich unhöflich und respektlos gegenüber Mitmenschen, die ihm überhaupt nichts getan haben. So fängt das Känguru z.B. absichtlich einen Streit mit einem McDonald’s-Mitarbeiter an indem es von diesem einen Whopper fordert, obwohl es genau weiß, dass es den nur bei Burger King gibt. Obwohl der Mitarbeiter höflich erklärt, dass das nicht geht und dem Känguru eine Alternative anbietet setzt es dem Mitarbeiter weiter zu und genießt das sichtlich.

    Außerdem hat es mir gar nicht gefallen, dass das Känguru sich abfällig über die Demokratie äußert und sagt, dass es die deutsche Justiz nicht anerkennt. Hinzu kommt noch, dass das Känguru ein Anhänger von Verschwörungstheorien ist. 

    Hier noch einige weitere Beispiele für Humor, der nicht meinen Geschmack getroffen hat, weil er mir zu plump bzw. vulgär war:

    „Der Titel ist ja total wichtig. Damit steht und fällt der Erfolg eines jeden Buches. Es muss was sein, wo die Leute sofort denken: Interessiert mich! Will ich! Kauf ich!“ Das Känguru nickt. […] „Wie wär’s mit ‚H*TLER, T*RROR, F*CK*N‘?“ (S. 199)
    „Kennt ihr das Bild von Brittney Spears ohne Slip, wo man ihre M*sch* sieht? Dass sollten die lieber hier aufhängen.“ (S. 202)

    Die genannten Beispiele haben das Lesevergnügen leider ziemlich geschmälert.

    Fazit:

    Es handelt sich um ein erheiterndes Buch, das man in kürzester Zeit ausgelesen hat und das einem mit einem positiven Gefühl zurücklässt. Manche der vorlauten Bemerkungen und frechen Aktionen des Kängurus sind richtig lustig. Es gibt jedoch leider auch so einige Stellen an denen die Geschichte meinen Humor nicht getroffen hat. Humor ist nun mal Geschmackssache! Ich bereue es dennoch insgesamt nicht, dass ich das Buch gelesen habe, aber noch einmal würde ich es nicht lesen.

    Zum Schluss noch ein interessantes Zitat aus dem Buch, das erklärt wie das Känguru einst zu seinem Namen gekommen ist:

    „Ich hab gehört, […] dass James Cook, der 1770 als erster Europäer ein Känguru zu Gesicht bekam, einen Aborigine gefragt haben soll ‚Was ist das für ein Tier?‘ – auf Englisch natürlich –, und der Aborigine antwortete ‚Känguru‘, weil er Cook nicht verstand und ‚Känguru‘ in seiner Sprache nun einmal ‚Ich verstehe such nicht‘ bedeutet.“ (S. 255/256)
  4. Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss (ISBN: 9783499275395)
    Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

    (755)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Redwood Love - Es beginnt mit einem Kuss (Redwood Love 2)
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kelly Moran
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Kyss - Rowohlt
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Vanessa Lamatsch (aus dem Englischen)

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Nervig - LeichtZuLesen - GanzSüß

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Gaby und Flynn sind schon lange Zeit beste Freunde. Nicht nur privat verstehen sich die beiden ausgezeichnet, auch in Flynns Tierarztpraxis arbeiten die beiden Hand in Hand.
    Da Flynn gehörlos ist, übernimmt Gaby oft die Übersetzung für ihn und erleichtert ihm so das Leben.
    Doch ist zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft? Und sind sie bereit, ihre aktuelle Beziehung aufs Spiel zu setzen um herauszufinden, ob sie mehr sein können?

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Puh... ja... also erstmal sind mir im Buch die Klischees noch mehr aufgefallen als in dem vorherigen Band. Allerdings konnte ich die dann doch noch mit Humor nehmen. 😅
    Ganz anders als das wirklich verwirrende und teilweise doch sehr pupertäre Verhalten der Protagonisten, das mir im Laufe des Buches immer mehr auf die Nerven ging. Auch ein paar Logikfehler sind mir aufgefallen. Vielleicht bin ich ein wenig streng, aber wenn eine Person nur über ASL und Lippenlesen kommunizieren kann, dann muss in der Geschichte auch darauf geachtet werden, dass in manchen Situationen keine Verständigung mit Worten möglich ist. 🙈
    Dafür war die Geschichte super flüssig geschrieben und war leicht zu lesen. Der Stil gefiel mir wirklich gut und ich werde die Folgebände auf jeden Fall noch Lesen.

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 🤷🏻‍♀️
    Wenn euch unreifes Verhalten nicht stört - Go for it! Denn Schreiben kann Kelly Moran definitiv. Nur für mich war die Geschichte leider eher nichts.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  5. Cover des Buches Das Geschenk eines Regentages (ISBN: 9783596712793)
    Makoto Shinkai

    Das Geschenk eines Regentages

    (97)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Wir können uns nicht alles merken. Nur die wirklich wichtigen Dinge bleiben in unserem Gedächtnis. Aber es gab ohnehin überhaupt nichts, was ich mir merken wollte.‘ (Seite 10f)

    Der namenlose Erzähler wurde auf der Straße ausgesetzt, ist vom Regen durchnässt und wird von einer Frau gefunden, von ihr aufgenommen und ist seither ihr Kater. Die Frau wird bei der Arbeit geschätzt, doch hat Schwierigkeiten, sich auf Menschen einzulassen und redet wenig. Zwischen den beiden entsteht eine enge Beziehung, und der Kater bekommt endlich einen Namen: Chobi.

    Im Verlauf des Buches werden noch weitere Personen vorgestellt, ihre Beziehungen zu verschiedenen Katzen herausgearbeitet, und andere Katzenbesitzer werden eingeführt und deren Geschichten erzählt. Dabei wechselt die Erzählperspektive zwischen Mensch und Katze.

    ‚Das Geschenk eines Regentages‘ ist ein Roman, der von Makoto Shinkais Anime inspiriert wurde und von Naruki Nagakawa in Romanform gebracht wurde.

    Mir hat das Ganze sehr gut gefallen. Der Roman ist herzerwärmend, und ich habe beim Lesen viel gelächelt, war berührt und fand die Idee, aus der Perspektive von Katzen und Menschen zu erzählen, ganz wundervoll. Das Ganze ist nicht nur eine schöne Idee, sondern funktioniert auch perfekt, so dass man ganz in die Sichtweise von Katzen und verschiedenen Menschen eintauchen kann.

  6. Cover des Buches Das Glücksprojekt (ISBN: 9783868826456)
    Alexandra Reinwarth

    Das Glücksprojekt

    (143)
    Aktuelle Rezension von: Strokeline

    Alexandra Reinwahrt schreibt für mich einfach schön. Die Seiten fliegen nur so dahin und das ein oder andere Mal ertappe ich mich dabei, wie ich einfach herzhaft lache! Was braucht der Mensch um glücklich zu sein. Letztendlich eine Abhandlung über diverse Methoden, die am "eigenen Leib" (aus)getestet werden. Teilweise wird einem die Absurdität unserer Gesellschaft, ständig auf der Suche nach dem Glück zu sein, vor Augen geführt. Auf der anderen Seite hilft das Buch aber dabei, sich das wirklich Wichtige im Leben bewusst zu machen und das schafft die Autorin auf eine ganz liebevolle Art und Weise. 

  7. Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)
    Carel van Schaik

    Das Tagebuch der Menschheit

    (9)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Evolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins,  der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ 

    Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’,  ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.

    Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.

    Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.

    Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.

    Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.

    Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.

    So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.

    In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.

    Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.

    Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?

    Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.


    Nachtrag vom 1. Oktober 2017
    Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.

  8. Cover des Buches STAY (ISBN: 9783736307063)
    Helena Hunting

    STAY

    (219)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Ruby ist verzweifelt, ein unbekannter küsst sie und steckt sie mit einer Grippe an, die sie daran hindert eine Rolle zu bekommen, da ihr die Stimme und ihr Körper versagen. Dabei braucht sie ein geregeltes Einkommen und erfährt kurz danach dass sie ihre Wohnung los ist. Ihre beste Freundin versucht ihr zu helfen und möchte ihr Bancroft vorstellen, ein Milliardär der gerade für einige Wochen verreist und jemanden benötigt der auf seine Haustiere aufpasst. Doch bei der Begegnung ist klar, Bancroft ist der unbekannte Küsser, der ihr ins Gesicht gehustet hat... Die Beiden einigen sich darauf, dass sie bei ihm einzieht und seine Haustiere hütet bis er wieder da ist, dabei kommen sich die beiden via Telefonaten und Videochat immer näher...

    Okay erstmals, witzige Idee, witzige Voraussetzung und guter Humor der in gewissen Szenen auftaucht, den ich so noch nicht oft gelesen haben. Die Autorin hat mich immer wieder mit gewissen Szenen überrascht, diese Ideen ich sag da nur der muffige Geruch der an einem Tag an der Protagonistin haftet :) Mir gefiel auch die Geschichte und wie die Protagonistin auf Gewisse Situationen und Chancen trifft, die völlig aus dem Zufall gezogen waren, aber gut in die Geschichte integriert wurden. 

    Was mir aber etwas gefehlt hat, waren gewisse Informationen oder Entwicklungen zu verfolgen. Man hat zwar beide Sichten der Protagonisten aber trotzdem habe ich irgendwie verpasst das der Protagonist sich doch auf etwas festes Einlassen möchte, sowie die Entwicklung vom Vater, der ja zu Beginn gar nicht hinter ihr steht und dann doch klatschend in der Aufführung steht? Was mir aber sehr gut gefiel waren die Annäherung der beiden, dieses knistern und kennenlernen via Telefon... Toll

    Dazu kam, dass ein paar Szenen nicht ganz logisch waren und beim Lesen etwas irritiert haben, Z.Bsp. wer die Tiere bei ihrem abrupten Auszug versorgt hat? Er war ja nicht anwesend und ging davon aus das sie das erledigt und sie ist abgedüst? Ich dachte immer, "die armen Tiere..." Ja nu alle haben irgendwie überlebt und es gab dann zum Schluss noch ein kitschiges Ende...

    Für alle die gerne witzige Szenen und einen guten Schreibstil mit etwas anderen Charakteren suchen :)

     

  9. Cover des Buches Das Seelenleben der Tiere (ISBN: 9783453605398)
    Peter Wohlleben

    Das Seelenleben der Tiere

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Ich habe schon einige Bücher des Autos gelesen, die mich bis jetzt alle gefesselt und fasziniert haben, durch Ihn und seine Bücher konnte ich schon wahnsinnig viel über die Bäume und die Natur lernen, nun habe ich auch noch wirklich sehr viel über das Seelenleben der tiere lernen dürfen, und bin auch nach diesem Buch mehr als Begeistert.

    Der Schreibstil ist wie für den Autor bekannt, sehr angenehm und gut zu lesen. Ich "höre" ihm in diesem Sinne sehr gerne zu und freue mich immer wieder von ihm zu lernen.

    Die angenehm kurz gehaltenen Kapitel machen das lesen zusätzlich sehr entspannt, so bin ich immer am Ende eines Kapitels so gefesselt, dass ich mir sage "ach so ein kurzes Kapitel geht noch" und schwupp ist das ganze Buch durch.

    Ich konnte wirklich sehr viel lernen und es ist viel Wissenswertes in diesem Buch zu finden.

    Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter an alle die sich für die Tiere und die Natur interessieren - es ist wirklich ein tolles Buch

  10. Cover des Buches Wer mich nicht mag, hat keinen Geschmack (ISBN: 9783404180103)
    Kristina Günak

    Wer mich nicht mag, hat keinen Geschmack

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Neues Hörbuch mit der lieben Anja ❤ und nun schon das 3. Buch von Kristina Günak.
    Irgendwie haben wir uns in ihren Schreibstil und Geschichten verliebt. 

    Marie lebt in Wandrl. Durch eine Trennung zieht sie mehr oder weniger zufällig in eine WG.  Das Chaos ist vorprogrammiert. 

    Inhaltlich scheint das Buch anfangs eher ruhiger, Stück für Stück werden die starken Themen aber immer deutlicher.
    Was will ich wirklich von meinem Leben und kann ich dafür einstehen? Was denken andere über mich und ist das überhaupt so wichtig? Ist Geld und Erfolg grundsätzlich der Schlüssel zum Glück?
    Und darf ich Angst davor haben mich zu outen?
    Viele tiefgründige Themen, die wieder einmal sehr sensibel angesprochen werden und dennoch super viel Raum für amüsante Momente lassen! Eine tolle Symbiose!

  11. Cover des Buches Mein Sternzeichen ist der Regenbogen (ISBN: 9783423148658)
    Rafik Schami

    Mein Sternzeichen ist der Regenbogen

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Shopaholicpony

    Ich bin noch nicht ganz durch, kann aber schon sagen, dass das Buch absolut anders ist, als ich es erwartet habe.

    Ich dachte es handle sich um Kurzgeschichten, die tatsächlich Humor besitzen und einen eher gut fühlen lassen, vielleicht sogar an schlechten Tagen aufheitern können.

    Okay, vielleicht ist das mein Fehler und es trifft nur meinen Humor nicht? 

    Stattdessen haben mich die Geschichten wütend gemacht. Wie zum Geier kann man so mit Menschen umgehen?

    Indirekt mit jemandem Schluss machen, weil das Sternzeichen nicht "rein ist"? Mit so einem Kaspar an Mann zusammenleben, der einen so scheiße behandelt? Warum? Ich verstehe es nicht? Jedes Mal, wenn ich eine (anscheinend nach wahren Begebenheiten aufgeschriebene) Geschichte gelesen habe, hat diese einfach nur meinen Unglauben geerntet. 

    Die zwei Sterne erteile ich dafür, dass es sich um fremde Kulturen handelt und dafür, dass ich den Schreibstil an sich normal flüssig fand und er mich nicht genervt 

  12. Cover des Buches MORT(E) (ISBN: 9783958351288)
    Robert Repino

    MORT(E)

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Roman beginnt mit dem gewöhnlichen Leben, gewöhnlicher US-Amerikaner mit einer gewöhnlichen Hauskatze. Sebastian ist genau genommen Hauskater und, wie er selbst befindet, der Beschützer seiner Familie. Der Nachbar, der immer häufiger zu Besuch kommt, um der gewöhnliche Hausfreund zu werden, bringt seine Hündin Sheba mit. Sebastian und Sheba freunden sich an und verbringen ihre wenige Zeit eingekuschelt im Keller miteinander. Bis hierher eine schöne kleine (gewöhnliche) Tiergeschichte. Doch plötzlich beginnt der namenlose Krieg (‚The war with no name‘ im Original). Sebastian mutiert, so wie fast alle anderen Tiere auf der Welt, zu einem aufrecht gehenden, denkenden und sprechenden Tierwesen. So wie einst Adam und Eva die Erkenntnis überfiel, so werden auch die Tiere adhoc selbst-bewusst und sich ihrer meist ausgenutzten und unterworfenen Lage gewahr. Der Aufstand der Tiere führt zum apokalyptischen Krieg von Mensch gegen Tier. Und Sebastian ist einer der ersten der seinen Herrn ermordet – zwar aus Notwehr, aber sei‘s drum. Dies ist der Beginn der Geschichte von Mort(e).

    Der unerwartete Ausbruch des Krieges, initiiert von einer überlegenen Ameisenrasse, die auch für die Mutationen der Haus- und Nutztiere verantwortlich ist, führt zu einem heillosen Durcheinander. Sebastian/Mort(e)s Familie flieht vor den Tieren und auch Sheba, die sich noch nicht verwandelt hat, rennt instinktiv davon. Dies ist der Beginn einer jahrelangen Suche. Mort(e)s selbstgestecktes Ziel ist es, Sheba wiederzufinden: sein Wohlgefühl, seine Freundin, seine Liebe. Und so fantastisch, so verrückt, so skurril und absurd die Geschichte bis hierher auch klingt, sie wird noch viel abgefahrener. Robert Repino hat mit Mort(e) ein Meisterwerk der fantastischen Literatur vorgelegt. Es ist nicht lediglich ein Roman, der Tiere zu menschenähnlichen Protagonisten erhebt und mit den Ameisen im Hintergrund mit Reverenzen an Formicula aufwartet. Vordergründig ist es eine apokalyptische Science Fiction Geschichte, in der Tiere und Menschen den Endkampf um die Herrschaft antreten. Aber es ist noch so viel mehr.

    Mort(e) ist ein Antikriegsroman. Die Schilderungen der Schlachten und der Gewalt sind expliziter, als man es in so einem Buch erwarten würde. Hier wird nicht geschönt. Hier ist Krieg keine Bewährungsprobe für Helden. Im Gegenteil karikiert Repino immer wieder genau solche Verklärungen des Krieges. Mort(e) ist Kriegsheld wider Willen, der dem Heldentum mit aufklärerischem Sarkasmus begegnet. Es ist auch ein gesellschafts- und religionskritischer Roman. Hier steht nicht weniger als die gesamte Menschheit auf dem Prüfstand. Wenn auch aus einer durchaus sehr amerikanischen Perspektive.

    Und immer, wenn man das Gefühl bekommt, jetzt übertreiben es die Tiere respektive Repino aber, werden Rückblenden über das frühere Leben der Tierprotagonisten eingebunden. Damit hält uns Repino den Spiegel vor, aus dem uns die schreckliche Fratze der Menschheit anblickt. So brutal auch der Krieg geführt wird, er kommt nie an die Grausamkeiten heran, die die Menschen den Tieren seit eh und je antun. Und dennoch, verbleiben diese Warnungen und Mahnungen immer im Hintergrund, werden nie aufdringlich. Es ist Science Fiction der alten Schule. Die Kritik an der Gegenwart zeigt sich en passant ohne erhobenen Zeigefinger. Dazu ist der Kater Mort(e) auch einfach viel zu cool. Geradezu ein Protagonist der 80er oder 90er Jahre. Der lässige Mittelpunkt der Erzählung.

    Und immer wieder gibt es kleine aber feine Anspielungen, Easter Eggs und Reverenzen. So heißt das Schwein einer Eliteeinheit Bonaparte.


    „Mort(e) schmunzelte. ‚Napoleon war schon vergeben?‘

    ‚Viele Male.‘“


    Napoleon hieß eines der führenden Schweine in George Orwells „Farm der Tiere“. Die ehemaligen ausgenutzten Tiere oder auch euphemistisch Nutztiere, hatten sich also nach ihren „Helden“ benannt. Repino ist ein Kenner des Orwellschen Werkes und flechtet gekonnt kleinste Elemente in sein Mort(e) mit ein. Sei es der Begriff des Gedankenverbrechens oder die Anleihen an den Totalitarismus.


    „Bonaparte konnte die gnadenlose Natur des totalitären Staates sehen, in dem er lebte: Wurden Leute lange genug brutalisiert, taten sie die schmutzige Arbeit ihrer Unterdrücker.“


    Solche Sätze, man möchte fast schreiben Aphorismen, platziert Repino immer wieder ohne jedoch die Spannung und den Spaß zu vernachlässigen. Mort(e) ist feinste Unterhaltung mit Anspruch. Fantastik und Science Fiction at it’s best. Und dazu ist es auch noch ein sprachlicher Leckerbissen.


    „Feuer, Theatralik und Martyrium, die einzigen Formen der Kunst, die die Menschheit perfektioniert hatte. Nur in Zerstörung konnten sie etwas Schönes schaffen.“


    Mort(e) ist eines jener Bücher, bei dem man sich wünschte, es würde einfach nicht enden. Die Charaktere wachsen einem dermaßen ans Herz, das man von ihnen nicht verlassen werden möchte. Oder wie es die Werbung auf dem Klappentext vollkommen treffend schreibt: „Mort(e) wird noch lange bei Ihnen sein, nachdem Sie die Buchseiten geschlossen haben.“ Stimmt! Und deshalb habe ich mich auch umso mehr gefreut, als ich gesehen habe, dass Robert Repino mittlerweile die grandiose Geschichte fortgesetzt hat. Der Luchs Culdesac, als Anführer einer Elitespezialeinheit ein wesentlicher Protagonist des Romans, hat seinen eigenen Spinoff bekommen und die Geschichte von Mort(e) und Sheba geht in D’Arc weiter. Momentan bekommt man die natürlich nur im Original zu lesen. Für mich heißt das dann wohl tatsächlich mal, dass ich die beiden Fortsetzungen auf Englisch lesen muss. Aber tatsächlich ist Mort(e) ein wirklich ausgezeichneter Grund damit anzufangen.

    Ein Buch bei dem ich mir wünschte, dass es verfilmt würde. Vermutlich würde es Hollywood zwar wie gewohnt verhunzen, aber die Bilder in meinem Kopf würde ich doch zu gerne so oder so ähnlich auf Leinwand sehen.

    Einziger Wermutstropfen sind die wirklich zahlreichen Tippfehler. Und gen Ende wechselt der Mort(e) mit jeder Seite von Pistole zu Maschinenpistole und zurück. Das ist unschön, kann aber selbstverständlich nicht im Geringsten das Lesevergnügen mindern.

  13. Cover des Buches Kleine Katze Chi 1 (ISBN: 9783551742247)
    Konami Kanata

    Kleine Katze Chi 1

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Die kleine Katze Chi ist ein herrliches Buch, nicht nur für Katzenbesitzer, sondern auch für solche die es werden wollen. Auf sehr realistische Art wird hier erzählt, was alles passieren kann, wenn man sich eine Katze ins Haus holt.

    An einigen Stellen erkennt man sich als Katzenhalter sofort wieder. Chi kommt durch ihre quierllige Art sofort gut an :) Interssant fand ich auch, dass sich Chi doch schnell einlebt, wobei es immer wieder Höhen und Tiefen in diesen Momenten gibt.

    Fazit: Ein witziger und gelungener Manga.

  14. Cover des Buches Marlene und die wilde Bande (ISBN: 9783961293810)
    Bettina Obrecht

    Marlene und die wilde Bande

    (18)
    Aktuelle Rezension von: carathis

    „Marlene und die wilde Bande“ überzeugt nicht nur durch eine spannende Geschichte, sondern auch durch die realistische Darstellung familiärer Strukturen. Besonders hervorzuheben ist die Figur der alleinerziehenden Mutter, die authentisch und lebensnah gezeichnet ist. Sie kämpft mit alltäglichen Herausforderungen, ohne dabei in stereotype Rollenbilder zu verfallen. Diese Darstellung ist wichtig, denn Kinderbücher sollten die Vielfalt moderner Familien abbilden und zeigen, dass auch Alleinerziehende starke, liebevolle Bezugspersonen sein können.

    Ein wiederkehrendes Motiv im Buch ist die Verniedlichung von Marlene durch ihre Tante. Diese ständige Betonung des „Püppchenhaften“ wirkt nicht nur überholt, sondern auch störend, da sie Marlenes eigenständigen Charakter untergräbt. Umso erfreulicher ist es, dass Marlene sich klar dagegen positioniert. Sie spielt lieber Räuber und wird von ihrer Ratte Grauswurzula begleitet und zeigt damit, dass Selbstbestimmung und Individualität wichtiger sind als äußere Erwartungen. Diese Botschaft ist für junge Leserinnen und Leser, die vielleicht selbst gerade auf der Suche nach ihrem Platz in der Gemeinschaft sind, von großer Bedeutung.

    Problematisch bleibt jedoch das Verhalten des Vaters. Seine distanzierte und teilweise verantwortungslose Haltung wird zwar angedeutet, aber nicht ausreichend kritisch beleuchtet. Hier hätte eine stärkere Aufarbeitung gutgetan, um deutlich zu machen, dass solches Verhalten nicht als akzeptabel gelten sollte. Gerade Kinder, die sich an den Figuren orientieren, brauchen klare Signale, welche Verhaltensweisen unterstützenswert sind und welche nicht.

    Insgesamt ist „Marlene und die wilde Bande“ ein gelungenes Kinderbuch, das wichtige Themen wie Selbstbestimmung, Familienvielfalt und Freundschaft behandelt. Mit kleinen Verbesserungen in der Darstellung elterlicher Verantwortung könnte es noch stärker dazu beitragen, jungen Leserinnen und Lesern Orientierung und positive Vorbilder zu bieten. Meine Altersempfehlung: ab 7


  15. Cover des Buches Tote Hunde weckt man nicht (ISBN: 9783989420670)
    T. H. Campbell

    Tote Hunde weckt man nicht

    (59)
    Aktuelle Rezension von: ancla_books4life

    **** Worum geht es? ****  

    Für Sara kehrt wohl nie Ruhe ein. Ist der eine Fall gelöst, wartet schon der nächste auf sie und den Krimiclub – und falls nicht, wird einfach ein neuer gesucht. Sara möchte es auf jeden Fall nicht ruhig haben, und doch machen sich ihre Liebsten Sorgen – ganz ungefährlich ist es ja nicht. Ein Wachhundwelpe scheint da bestimmt eine gute Lösung. Und das Erbe und andere Belange scheinen auch immer noch für Unruhe zu sorgen. 


    **** Mein Eindruck ****

    Übergeordnet zur gesamten Reihe:

    Die Figuren wirken durchweg authentisch und sympathisch. Selbst wenn man sie nicht mag, mag man sie irgendwie. Gerade, dass sie alle Ecken und Kanten mitbringen und nicht immer berechenbar agieren, war eine Bereicherung. Die übergeordnete Entwicklung der Figuren ist hervorragend gelungen. Sara nimmt dabei natürlich eine besondere Rolle ein und schafft es immer wieder, mich in das Geschehen hineinzuziehen. Sie ist schon eine Persönlichkeit für sich – lieben und schütteln, immer im Wechsel. Die britische Atmosphäre, das Cottage und das stets etwas Übertriebene brachten mich zum Schwärmen und Schmunzeln. Ich konnte mich immer wohlfühlen und gleichzeitig eine angenehme Spannung verspüren, sodass es nie langweilig wurde. Die Fälle sind individuell, und so kommt mit jedem Buch eine interessante neue Dynamik hinzu. Der Schreibstil der Autorin ist kraftvoll und gewitzt, kurzweilig, mit einem angenehmen Ausgleich zwischen den Dialogen und dem Erzähler.


    Individuelles zu diesem Buch:  

    In diesem Buch kommt die Mischung aus Spannung, mystischem Setting und verschrobenem englischen Humor am besten zur Geltung. Die Figuren sind mittlerweile perfekt miteinander eingespielt, sodass es sich beim Lesen anfühlt wie nach Hause kommen. Ich fühlte mich stets als Teil des Krimiclubs – als würde mir ein Stuhl freigehalten werden. Der Unterschied zwischen dem Göttlichen und Fanatismus wurde hier als tiefgründiges Thema angenehm herausgearbeitet. Und ich finde ja, der Hund passt perfekt in die Geschichte und wir müssen noch ganz viele Abenteuer in dieser Zusammensetzung erleben. 


    **** Empfehlung? ****  

    Ich kann diese Reihe von Herzen empfehlen. Sie ist angenehm cozy und ausgewogen spannend. Das britische Ambiente und die sympathische Sara machen daraus ein wirklich tolles Lesevergnügen zum Abschalten und Genießen.

  16. Cover des Buches Tierfreunde aus Blumenstadt 1: Ein tierisches Hallo (ISBN: 9783963720581)
    Marianna Korsh

    Tierfreunde aus Blumenstadt 1: Ein tierisches Hallo

    (41)
    Aktuelle Rezension von: topper2015

    "Tierfreunde aus Blumenstadt - Ein tierisches Hallo" umfasst vier kleine Geschichten über das Thema Haustiere. Das Thema ist für Kinder auf jeden Fall ansprechend, da sich viele Kinder mit dem Wunsch nach einem Haustier identifizieren können.

    Formal betrachtet ist das Buch super ansprechend. Es beinhaltet viele Elemente, die zum Lesen animieren, wie z.B. die Übersicht der Stadt, die kleinen Steckbriefe, Willis Notizbuch, die Einführungsseite für jede Geschichte und generell die tollen und zahlreichen Bilder.

    Aber auch inhaltlich kann das Buch mithalten. Die kleinen Geschichten sind kindgerecht, lustig und informativ geschrieben, wobei ich finde, dass die Tierhaltung bzw. der Umgang mit den Tieren an einigen Stellen veraltet ist. Beispielsweise sind mir die kleinen Käfige der Vögel oder der Umgang mit den Hunden aufgefallen. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß und sollte so nicht mehr an junge Leser*innen weitergetragen werden.

  17. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783837145670)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Geekerella

    Rezension


    Autor: Stephen King

    Titel: Friedhof der Kuscheltiere (Original: Pet Sematary)

    Verlag: Random House Audio

    HÖRBUCH

    Sprecher: David Nathan

    Dauer: ca 17 Stunden


    Bewertung: 5 von 5


    Das Horrormeisterwerk schlechthin


    Inhalt:


    Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Frau Rachel, seiner Tochter Ellie, seinem Sohn Gage und seinem Kater Church berufsbedingt in die Kleinstadt Ludlow. Das Haus ist großartig und die Nachbarn freundlich, doch hinter dem Haus verbirgt sich der unheimliche Tierfriedhof, auf dem die Kinder der Stadt ihre geliebten Haustiere beerdigen.

    Bei seiner Stelle an der University of Maine beginnt sein Job für Louis direkt mit einer Tragödie, die ihn in seine Träume verfolgt. Dann wird Church, der Kater, überfahren. Was nach der Beisetzung von Church passiert, ist beänstigend.

    Die Familie bleibt von schrecklichen Schicksalschlägen nicht verschohnt. Doch die  mysteriösen Gegebenheiten und die alten Geschichten des Nachbarn Jud lassen Hoffnung sprießen.

    Aber... Manchmal ist der Tod besser.


    Cover:


    Das Cover der CD's war das des neuen Spielfilms, sehr gelungen, schlicht, aber schaurig passend.


    Meinung:


    Stephen King hat einen sehr ausführlichen und detailreichen Erzählstil. Allerdings finde ich es nicht ausschweifend, weil meiner Meinung nach nichts davon zu viel oder irrelevant ist. Jegliche Figurenbeschreibung, jede Umgebung, jede Stimmung ist bildgebend und reißt einen tiefer in die Geschichte.

    Die Story war für mich sehr emotional, da ich mit den Personen extrem mit gelitten habe. Ich war überrascht, wie nahe es mir ging. Hatte ich von einem Horror Roman gar nicht erwartet. Auch die Nebenfiguren, z.B. Jud, mochte ich sehr. Ich konnte ihn mir vor meinem inneren Auge genau vorstellen, wie er mit Louis in der Kleinstadt auf der Veranda sitzt.

    Und – ich kann es nicht anders sagen – mir gefror regelrecht das Blut in den Adern (obwohl es teilweise absehbar war). King hat einfach ein Talent wie kein Anderer und erinnert mich sehr an H.P. Lovecraft, welchen ich ebenfalls total verehre.


    David Nathan als Sprecher ist einfach perfekt. Ich liebe diese Stimme, Betonung

    und Pausen, die genau in der richtigen Länge sind. Auch in anderen Sprechrollen feier ich ihn total.


    Fazit:


    Dies war das erste Buch bzw. Hörbuch, welches ich jemals von Stephen King gehört habe (ich kannte vorher jediglich Kurzgeschichten, welche mir aber gefielen).

    Und damit bin ich Stephen King und David Nathan komplett verfallen. Ich bin so happy, dass ich mit diesem Hörbüch dieses Fandom entdeckt hab! Seitdem verschlinge ich jedes King-Hörbuch, speziell mit diesem Sprecher.


    Info:

    Das Hörbuch war ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal und ich danke danke danke euch einfach von Herzen!

  18. Cover des Buches Dein Lesestart: Weißt du schon alles über Haustiere? Ab 1. Klasse (ISBN: 9783411733033)
    Karolin Küntzel

    Dein Lesestart: Weißt du schon alles über Haustiere? Ab 1. Klasse

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Blaxys_little_book_corner

    Leider ist bei uns im letzten Jahr unser letztes Kaninchen verstorben - seitdem ist das Thema "Haustiere" bei uns aber dennoch immer mal wieder präsent und meine Kinder (6 & 3 Jahre) haben entsprechend große Fragen. 


    Das Buch "Weißt du schon alles über Haustiere?" Ist das wirklich hilfreich gewesen - sowohl inhaltlich, da wirklich nahezu jedes Heimtier kurz mit ein paar Informationen vorgestellt wird (dazu auch tolle Bilder, die sich meine beiden Kinder immer wieder ansehen). Doch auch für einen Schulanfänger wie mein Sohn es gerade ist, einfach top. 

    Große Schrift, farbig unterlegte Silbentrennung.. Ich bin mir sicher, sobald er wirklich so weit ist, wird er dieses Buch selbstständig mehrmals lesen, wahrscheinlich auch seiner Schwester nochmal vorlesen. ;)

  19. Cover des Buches Die Katze, die zur Weihnacht kam (ISBN: 9783596520947)
    Cleveland Amory

    Die Katze, die zur Weihnacht kam

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Niemanden, der je Eigentum einer Katze war, wird es verwundern, dass er selbst die unbedeutendsten Ereignisse, die im Zusammenhang mit seiner Katze passierten, sein ganzes Leben nicht vergisst.«

     

    Dieses Buch wartete bei mir fast ein Jahr aufs Gelesenwerden, weil ich davon ausging, dass es ein Weihnachtsbuch wäre. Das ist aber nicht der Fall. Die Handlung startet nur zufällig am Weihnachtstag, weil der Autor da seine Katze auf der Straße gefunden und mit zu sich nach Hause genommen hat. Sie ist sein erstes Haustier, die kommende Zeit mit ihr wird folglich recht spannend. Cleveland Amory berichtet über das erste Jahr mit ihr, Weihnachten spielt keine sonderliche Rolle im Buch und man kann es problemlos auch im Sommer lesen.

     

    Der Autor schreibt liebevoll, witzig und extrem unterhaltsam. Ich habe manches Mal beim Lesen laut lachen müssen! Selber habe ich keine Katze, kann nur auf Berichte befreundeter „Katzenmenschen“ zurückgreifen, aber ich denke, dass die beschriebenen Situationen vielen Frauchen und Herrchen, die sich im Eigentum einer Katze befinden, bekannt vorkommen werden. Wirklich schöne und treffende Illustrationen machen den Lesespaß perfekt, dieses Buch ist eins von der Sorte, die man gerne mehrfach liest.

     

    Der Autor war ein sehr populärer amerikanischer Tierschützer, der sich mit spektakulären Rettungsaktionen einen Namen machte. Im Buch verfolgt der Leser mit, wie er in Kanada Robben mit Farbe besprüht, um sie vor dem Abschlachten zu bewahren. Durch seine vielen Reisen sah er sich eigentlich außerstande, sich ein eigenes Haustier zuzulegen. Eigentlich ;-)

     

    Fazit: Liebevoll, witzig und extrem unterhaltsam. Wer Katzen mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

     

    »Wie sicher jeder weiß, der längere Zeit Umgang mit ihnen hatte, zeigen Katzen eine unendliche Geduld mit der Begrenztheit des menschlichen Geistes. Sie sind sich bewusst, dass sie sich wohl oder übel mit unserem für sie qualvoll langsamen Auffassungsvermögen abfinden müssen. Sie müssen in Kauf nehmen, dass wir Menschen peinlich niedrige Intelligenzquotienten haben und vermutlich wegen dieses Defekts außerstande sind, auch nur die simpelsten und klarsten Weisungen zu verstehen, geschweige denn zu befolgen.«

  20. Cover des Buches Kaninchenfütterung (ISBN: 9783886277629)
  21. Cover des Buches Zuhause gesucht! (ISBN: 9783407823359)
    Wieland Freund

    Zuhause gesucht!

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Thema ICH-Stärkung
    Du bist gut so, wie du bist

    ab 2 Jahren

    Der kleine Drache lebt im Tierheim. Es ist schon sehr außergewöhnlich, dass es im Tierheim Drachen gibt.
    Auch wenn ihn alle interessant finden am Ende gehen die potentiellen neuen Besitzer immer mit einem anderen Tier nach hause.
    Das Mädchen mit der Brille möchte ein kuscheliges Tier. Drachen sind in ihren Augen nicht kuschelig sondern stachelig und schuppig. Das ordentliche Ehepaar sucht ein Tier das keinen Dreck macht. Für sie ist ein Fisch das richtige.
    Ein schüchterner Mann sucht ein Tier vor dem er sich nicht fürchten muss und vor Drachen fürchtet man sich. Und unser Drache, der wird immer trauriger.
    Doch dann kommt eine vierköpfige Familie in der jeder eine andere Erwartung an sein neues Haustier hat. Natürlich ist es schwer ein Haustier zu finden, das alle vier Kriterien erfüllt. Doch als die Vier unseren kleinen Drachen sehen, das sind sie sich plötzlich sofort einig.
    "Der ist genau richtig!"
    Liebe auf den ersten Blick!!!
    Ja, so etwas gibt es und unser kleiner Drache ist nun auch gar nicht mehr traurig, denn er hat ein neues Zuhause gefunden in dem ihn alle mögen, genau so wie er ist.
    *
    Eine wunderschöne kleine Geschichte mit hinreißenden, lebendigen und sehr einfühlsamen Bildern, die die Stimmungen und Gedanken der Figuren wunderbar herausarbeiten und transportieren.
    Reduziert und fokussiert aber dennoch detailreich erzählen sie die Geschichte mit.
    Selbst sehr kleine Kinder verstehen sie und fühlen mit dem kleinen Drachen mit.
    Sehr wichtig bei Bilderbüchern ist aber auch mit der richtigen Betonung vorzulesen.
    Grade hier können mit der richtigen Stimmlage wunderbar die Gefühle und Gedanken vermittelt werden.
    *
    Ein schönes Buch mit klarer Botschaft.
    Egal was andere vielleicht sagen, "du bist genau richtig, so wie du bist!"


  22. Cover des Buches Hamster (ISBN: 9783774236943)
  23. Cover des Buches Zwergkaninchen (ISBN: 9783440147030)
  24. Cover des Buches Tiergeister AG - Achtung, gruselig! (ISBN: 9783845820422)
    Barbara Iland-Olschewski

    Tiergeister AG - Achtung, gruselig!

    (91)
    Aktuelle Rezension von: Osilla

    Auf der Leipziger Buchmesse 2019 hat sich meine Tochter in ein Buch über Geistertiere verguckt. Ein knappes halbes Jahr später zog es dann auch bei uns ein. Doch erste vor kurzem kamen wir endlich dazu, die "Tiergeister AG" kennenzulernen.

    Die Autorin und die Illustratorin:
    Barbara Iland-Olschewski studierte in Düsseldorf Freie Kunst. Dort entdeckte sie ihre Liebe fürs Geschichtenerzählen und Filmemachen. So arbeitete sie als Regisseurin und TV-Redakteurin. Durch ihre Arbeit als Autorin fürs Kinderfernsehen wurde ihr Interesse für Kinderliteratur geweckt und so lebt sie nun in München und arbeitet an ihren eigenen Kinderbüchern.
    Stefanie Jeschke studierte Visuelle Kommunikation in Weimar. Seit einigen Jahren arbeitet sie nun als freiberufliche Illustratorin in ihrem eigenen „Atelier für Illustratives“. Dort malt sie an den verschiedensten Kinder- und Jugendbüchern.

    Inhalt:
    „Willkommen in der verspuktesten Schule aller Zeiten!
    In Spuk Ekelburg lernen kleine Tiergeister, wie man Menschenkinder erschreckt. Doch Rauhaardackel Arik, der neue Schüler in der Gespensterklasse, hat eine andere Idee. Wäre es nicht viel aufregender, den Kindern zu helfen, anstatt sie zu gruseln? Aber Arik muss vorsichtig sein, denn die strengen Geisterlehrer dürfen nichts von seinen geheimnisvollen Plänen erfahren…“ (Klappentext)

    Kritik und Fazit:
    Wie bereits erwähnt, sprang uns das Buch auf der Leipziger Buchmesse 2019 durch sein Cover ins Auge. Da steht ein etwas verängstigt wirkender Dackel auf einem Weg, welcher zu einer Burg führt. In seinem Rücken sind unheimliche Schatten zu sehen. Was hat es damit wohl auf sich? Das erfahren wir beim Lesen des Buches, denn die geheimnisvollen Schatten sind die Freunde, die der Dackel Arik während seiner Abenteuer auf Spuk Ekelburg an seiner Seite hat.

    Alles in allem liest sich der Text gut und auch ziemlich schnell. Wir haben das Buch an 4-5 Abenden gelesen. Der Schreibstil ist gut verständlich und für Kinder ab 8 Jahren bestens geeignet. Geübte Leseanfänger können die Geschichte sicherlich auch schon gut alleine lesen, da die etwas größere Schrift mit dem weiten Zeilenabstand gut lesbar ist und der Text durch die vielen kleinen Illustrationen außerdem super aufgelockert wird.

    Der Einstieg in das Buch fiel uns leider ziemlich schwer. Die ersten 80 Seiten (von 160) haben uns nicht wirklich abgeholt. Hier lernt man erst mal die Protagonisten kennen und erfährt, was es mit Spuk Ekelburg genau auf sich hat. Die Spannung ist aber eher dürftig. Dennoch sind uns all die auftretenden Geistertiere ans Herz gewachsen und als die eigentliche Geschichte, nämlich der Kampf um den Verbleib auf der Burg, anrollte, waren wir voll und ganz gefangen und haben mitgefiebert, sodass der schwere Einstieg nicht mehr so stark ins Gewicht fiel.

    Die zweite Hälfte des Buches hat meiner Tochter aber dann so gut gefallen, dass sie 5 von 5 Sternen vergibt. Ich würde für das gesamte Buch eher 4 Sterne vergeben, sodass wir auf einen Schnitt von 4,5 Sternen kommen. Ich glaube, der Einstieg fiel uns vielleicht auch etwas schwerer, da wir nicht gleich allzu oft lesen konnten und größere Pausen dazwischen hatten. Wenn ihr das Buch schon kennt, oder es nun lesen möchtet, schreibt mir gerne eure Erfahrungen damit in den Kommentaren. Wir warten gespannt!

    "Tiergeister AG – Achtung gruselig!" ist der erste Band von bisher vier Bänden. Er richtet sich laut Verlag an Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen, ich denke, es ist außerdem schon für jüngere Kinder zum Vorlesen geeignet. Die witzigen Charaktere wachsen einem ans Herz und mit ihren Abenteuern fesseln sie den Leser ans Buch. Außerdem wurde das Buch mit dem Leipziger Lesekompass und der Fürther Lupe ausgezeichnet.

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