Bücher mit dem Tag "havanna"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "havanna" gekennzeichnet haben.

86 Bücher

  1. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518188033)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.235)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ekelhaft. Mehr fällt mir kaum zu den Erinnerungen aus meiner Schulzeit ein. Warum ist solch ein groteskes Werk zum Standardprogramm jedes Schülers geworden?! Was stimmt mit dem Schulministerium nur alles nicht?!

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499267673)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

     (948)
    Aktuelle Rezension von: Kristin_Huber

    Ein Standardwerk mit wunderschön pochenden Satzkonstruktionen die nur Hemingway so hingebracht hat. Mich verzaubert die Geschichte des Fischers Santiago immer wieder aufs Neue.

  3. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.379)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Deutschsprachiger Weltbestseller. Von Kritikern hochgelobt, als "geniale Sensation" verschrien...aber für mich eine ziemliche Enttäuschung. Kehlmanns "Tyll" habe ich geliebt, aber mit diesem hier wurde ich nie warm.

    "Die Vermessung der Welt" ist eine Doppelbiografie zu zwei Titanen der Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humbold, die in diesem Machwerk allerdings alles andere als titanisch herüberkommen. Zwar stellt Kehlmann ihr Genie angemessen dar, allerdings haben sie abgesehen von ihrer Intelligenz und ihrer Neugier keine positiven Eigenschaften - stattdessen kommen sie als überzeichnete Soziopathen, Egomanen und Choleriker daher. Gauß macht seiner Familie das Leben zur Hölle, verpasst sogar die Geburt seines ersten Kindes, ohne davon überhaupt zu wissen, und reagiert mit Gleichmut auf das Unglück, das seinen Sohn trifft. Alexander von Humbold, der große Kämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung, der mit seinen Vorträgen und Anekdoten das pochende Herz jeder Abendgesellschaft gewesen sein soll, wird von Kehlmann zu einem homosexuellen Pädophilen degradiert, der völlig außerstande ist, Empathie für seine Mitmenschen zu empfinden. Wenn man schon über historische Persönlichkeiten schreibt, sollte man sich wenigstens an die bekannten Fakten halten - und das hat Kehlmann hier meiner Meinung nach ziemlich oft nicht getan. Unter anderem beschäftigt sich Humbold hier auch mit der Daguerreotypie, was zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß noch absolute Zukunftsmusik war.

    Ein anderer Störfaktor in diesem Roman waren die Dialoge, denn diese sind fast durchgehend in indirekter Rede verfasst. Warum zum Teufel schreibt man Dialoge in indirekter Rede? In "Tyll" hat Kehlmann großartige Dialoge geschrieben, hier ziehen sie sich teilweise wie Kaugummi.

    Davon abgesehen ist der Autor auch hier immer noch ein großartiger Erzähler. All die peinlichen Momente sozialen Versagens der beiden Protagonisten sind mit feiner, subtiler Ironie unterlegt, und zum Ende seines Romans hin führt Kehlmann beide Erzählstränge elegant zusammen um zu verdeutlichen, dass die beiden Genies trotz ihrer weltverändernden Erkenntnisse im Alter doch nur überholte Greise sind: die Wissenschaft ist gnadenlos, sie entwickelt sich immer weiter. Sensationelle Entdeckungen von heute sind die alten Geschichten von gestern, für die sich niemand mehr interessiert.

    Alles in allem ist das hier immer noch ein lesenswerter Roman, wenn man die Schwierigkeit mit den Dialogen überwunden hat und damit klarkommt, dass alles Zwischenmenschliche in ihm keine Rolle spielt. Kehlmann geht es hier offenbar nicht um das Leben seiner Charaktere, sondern um das, was sie hinterlassen: die Vermessung der Welt, die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wissen, das Erweitern des menschlichen Horizonts. Drei Sterne.

  4. Cover des Buches The Old Man and the Sea (ISBN: 9783190001507)
    Ernest Hemingway

    The Old Man and the Sea

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Was haben die Amerikaner eigentlich mit ihren großen Fischen? Zuerst "Moby-Dick" und jetzt "The Old Man and the Sea". Weiß irgendwer, was es damit auf sich hat? Falls es überhaupt eine größere Bedeutung hat, natürlich. Allerdings hab ich in meinem Studium vor allem eines gelernt: Wenn mir irgendetwas Seltsames auffällt oder mich irgendwas irritiert, dann hat das immer eine Bedeutung. Und die kann man meistens irgendwie entschlüsseln. Also falls da irgendwer was weiß: Lasst es mich ganz dringend wissen!

    Bei diesem Text handelt es sich wieder mal um eine Kurzgeschichte, wenn auch um eine etwas längere mit ungefähr hundert Seiten. Ich entschuldige mich also jetzt schon dafür, sollten in diesem Absatz irgendwelche Spoiler passieren. Es ist einfach sehr, sehr schwierig, die Handlung einer Kurzgeschichte zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten. Und auf diesen hundert Seiten begleiten wir nicht irgendeinen alten Mann auf seinem Fischerboot, sondern DEN alten Mann. Ich weiß gar nicht mehr, ob der einen Namen hatte. Ups! Ich glaub aber nicht, das wüsste ich sonst ziemlich sicher. Auf jeden Fall wird der alte Mann vom Unglück verfolgt: Schon seit Ewigkeiten hat er keinen Fisch mehr gefangen. Doch noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben. Und tatsächlich: Dieses eine Mal beißt einer an. Und was für einer! Der Fisch ist riesig, wahrscheinlich ein Wal. Und stark ist er auch. Es wäre unmöglich, den an Land zu ziehen. Also beschließt der alte Mann, ihn so lange das Schiff ziehen zu lassen, bis der Fisch müde wird. Immer weiter und weiter ins Meer hinaus...

    Nun, eines muss man Hemingway lassen: Er hat es geschafft, dass ich hundert Seiten über einen alten Fischer lese. Und das ohne, dass mir dabei langweilig wurde. Respekt! Vor allem war die Lektüre deswegen spannend, weil ich einfach die ganze Zeit damit beschäftigt war, irgendeine Interpretation für die verschiedensten Details des Texts zu finden. Ich konnte es einfach nicht lassen - ich musste das tun. Und ich freu mich jetzt schon sehr darauf, die Notizen meiner Professorin zu diesem Text durchzulesen. Durch das Distant Learning hab ich ja jetzt mehr Kontrolle drüber, wann ich was lerne, vor allem auch, weil ich bei dieser Leselistenprüfung sowieso erst im Herbst antreten werde. Warum also Stress verbreiten und mir meinen ersten Eindruck mit den Notizen von jemand anderem verfälschen? Da interpretiere ich lieber zuerst alles mögliche in den Text hinein! Dadurch lern ich viel, viel mehr!

    Stellenweise hatte ich mit diesem Text so meine Probleme. Vor allem, weil halt einfach nicht wirklich viel passierte. Und trotz des spannenden Schreibstils war es nicht immer so mitreißend, den alten Mann zu begleiten. Außerdem fand ich das Ende richtig deprimierend!

    Mein Fazit? Kann man auf jeden Fall mal lesen und ist vom Schreibstil her auch ziemlich spannend. Zu hundert Prozent glücklich bin ich aber trotzdem nicht.

  5. Cover des Buches Wir träumten von Kuba (ISBN: 9783453423800)
    Chanel Cleeton

    Wir träumten von Kuba

     (20)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox

    Die Familie Perez ist von Kuba nach den USA vor dem Castroregime geflüchtet. Beatrix hat besonders großes Heimweh und aus Hass gegenüber Fidel schließt sie sich deshalb dem CIA an. Sie will Castro einfach nur umbringen. Es wird sehr viel über Politik und den Machenschaften des Geheimdienst geschrieben. Viele Mitarbeiter sind dort sogar Doppelagenten. Es geht um den Angriff in der Schweinebuch, den stationierten Raketen der Russen auf Kuba und Kennedys Ermordung. Es ist einfach zuviel von diesen bekannten Begebenheiten. Gewürzt wird der Roman mit Beatrix Liebschaft zu einem Politiker. Der Roman  ist die Fortsetzung des Romanes Nächstes Jahr in Havanna. Leider war die Fortsetzung von dem spannendne ersten Teil ein Flopp.

  6. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (229)
    Aktuelle Rezension von: fabolisa

    Mir gefällt das Buch sehr gut. Tolle Idee ein Jahr lang für einen Monat immer eine andere Stadt zu erleben. Toller Schreibstyl und mit persönlichen Erfahrungen und Gedanken über das Leben. Zudem gefällt mir die Idee nicht einfach einen langweiligen Reisebericht zu schreiben sondern in Form eines Briefes an einen Freund, Familie, mein eigenes Ich etc. Die eingearbeiteten Zitate oder Sprüche haben mich ebenfalls begeistert. Dieses Buch ist sehr empfehlenswert. 

  7. Cover des Buches Das verborgene Leben des Fidel Castro (ISBN: 9783404608973)
    Juan Reinaldo Sanchez

    Das verborgene Leben des Fidel Castro

     (1)
    Aktuelle Rezension von: GernotUhl

    Aus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/castro

    Er war der ewige Revolutionär: Fidel Castro. Auf der großen Bühne der Sozialromantik hat er alle Rollen gegeben: er war der Aufrührer an der Uni, der ehrenvoll gescheiterte Putschist als junger Rechtsanwalt, der heldenhafte Guerillakämpfer in den Bergen der Sierra Maestra, der erste Arbeiter und Bauer des sozialistischen Karibikidylls auf Kuba und der große Freund der Dritten Welt. Zwei neue Biografien erlauben ungewohnte Blicke in die Maske dieses begnadeten Selbstinszenierers.

     Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt?

    Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradisinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. 

    Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt? Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradiesinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Analyse des Wissenschaftlers, Abrechnung des Bodyguards Der langjährige Bodyguard will am Ende seiner Laufbahn ins Gefängnis geraten sein, weil er um Vorruhestand gebeten habe. Solcher Undank löst die Bande der bedingungslosen Loyalität - und Sanchéz plaudert durchaus kurzweilig aus dem Nähkästchen. Es ist zwar nicht wirklich sensationell oder ganz und ganz unvorstellbar, was er da ans Licht bringt, denn dass Macht korrumpiert, ist ja an sich keine echte Überraschung. Aber Sanchéz zerstört eines der Bilder, das Castro zeitlebens von sich zeichnet: Das des uneigennützigen, väterlichen Herrschers, dessen Freizeit nur Kuba gilt, aber nie den eigenen Vergnügungen.

    Wesentlich weniger aufgeregt nähert sich Roman Rhode Castros Lebensgang und Lebenswerk. Was Rhode vorgelegt hat, ist nicht weniger als ein Lehrstück politischer Biografik. Nüchtern und distanziert beschreibt und analysiert er die Entwicklung von Castro und Kuba. Er beherrscht die mehrsprachige und vieltausendseitige Literaturlage (was allerdings zur Folge hat, dass er mitunter etwas zuviel voraussetzt) und er fällt kein Vorurteil. Aber seine geradezu emotionslose Schilderung führt nochmals eindringlicher vor Augen, wie Castro seine eigenen Ideale ins Gegenteil verkehrt. Beeindruckend ist die exemplarische Anatomie des Schauprozesses gegen den ehemaligen General Ocho (von dem auch Sanchéz erzählt). Rhode zeigt, wie Castro kurzen Prozess mit allen macht, die ihm nicht folgen. Der einstige Freiheitskämpfer verachtet die Freiheit des Andersdenkens straft selbst Widerworte von engen Vertrauten mit Kerker (wie im Fall Sanchéz) und Tod (wie bei Ochoa). Beide Biografien tragen auf ganz unterschiedliche Weise - Boulevard und Wissenschaft - dazu bei, dass der Mythos Castro bröckelt und dass seine Legende möglicher kürzer lebt, als er selbst...

     

    Eulengezwitscher. Bücher, Biografien und Blog von Gernot Uhl

  8. Cover des Buches Das schönste Mädchen Havannas (ISBN: 9783851794212)
    Susana López Rubio

    Das schönste Mädchen Havannas

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Judiko

    Manchmal braucht es den richtigen Moment für ein Buch. Da mir von diesem Buch sehr vorgeschwärmt wurde, habe ich mich schon länger darauf gefreut. Nun, wo der Sommer angefangen hat, war damit mein Moment, für dieses Buch, gekommen. ⁣ ⁣

    Zum Inhalt: ⁣ ⁣

    Kuba 1947. Nach seiner Ankunft in Havanna schlägt sich der spanische Bürgekriegsflüchtling Patricio zunächst als Schuhputzer durch, bis er Arbeit findet in dem legendären Kaufhaus El Encanto. Hier macht der sympathische junge Mann mit den strahlend blauen Augen schnell Karriere. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er im Kaufhaus eine zauberhafte junge Frau kennenlernt, die nach Schmetterlingslilien duftet. Er verliebt sich sofort in Gloria und ist völlig verzweifelt, als er erfährt, dass sie verheiratet ist – ausgerechnet mit Carlos Valdés, einem Mafiaboss und dem gefürchtetsten Mann Havannas …⁣ ⁣ Eigene Meinung:⁣ ⁣ Vorab kann ich sagen, dass mich die reine Liebesgeschichte von Patricio und Gloria voll überzeugt hat. Sie war sehr dramatisch und berührend. Aber alles andere gefiel mir leider nicht. Angefangen beim Setting, von dem ich mir viel erhofft hatte, gerade in Kombination mit der Lovestory. Doch außer sehr viele spanische Begriffe, ohne Glossar, gab es da nichts zu sehen. ⁣ Weiter wurde sehr viel drum herum beschrieben, was sich für mich wie Lückenfüller anfühlte. ⁣

    Beispiel: In einer Cocktailbar wurde über zwei Seiten alle möglichen Cocktails aufgezählt, was ich allein schon störend fand, aber es wurde auch über deren Herkunft berichtet und sogar, welch prominenter Gast ihn dort schon getrunken hat. Für mich völlig unnötiges Wissen. Und diese sogenannten Füller kamen ständig vor. Was ich wirklich schade finde, denn die reine Liebesgeschichte war, wie schon erwähnt, wunderschön. Tatsächlich kamen am Schluss sogar ein paar Tränen. ⁣ ⁣

    Fazit: ⁣ ⁣

    Wer also über das Drumherum wegsehen kann, dem steht eine wunderschöne Geschichte bevor. ⁣ Eingeschränkte Leseempfehlung!⁣ ⭐⭐⭐/5⁣ ⁣

    Tipp:⁣

    Im März 2021 erscheint dieses Buch, im Goldmannverag, als Taschenbuchausgabe.

  9. Cover des Buches Nächstes Jahr in Havanna (ISBN: 9783453422780)
    Chanel Cleeton

    Nächstes Jahr in Havanna

     (88)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Nächstes Jahr in Havanna« entführt den Leser ins Kuba der Jahre 1958 und 2007. Die Geschichte ist aus der Sicht von Elisa und ihrer Enkelin Marisol erzählt, beide Frauen verlieben sich in einen Mann der gegen die Ungerechtigkeiten im Land kämpft und sich dadurch in Gefahr bringt. Das Buch ist daher leider in erster Linie ein Liebesroman. Hier liegt meiner Meinung nach auch der Grund für das viele verschenkte Potential, denn durch den Fokus auf die Geschichte der beiden Frauen wird viel Erzählenswertes nicht berücksichtigt. 

    Der Handlungsstrang von Marisol, der in der Gegenwart spielt, ist hierbei viel besser gelungen. Es gelingt der Autorin sehr gut, das Dilemma der Nachkommen der Exilantenfamilien darzustellen. Marisol ist in den USA geboren, sie wächst aber auch mit der Sprache, dem Essen und den Geschichten ihrer Großmutter auf. Doch in Kuba angekommen muss sie feststellen, dass sie als Touristin, und da ihre Familie geflohen ist teilweise auch als Verräterin, angesehen wird. Sie entdeckt die Orte von denen die Großmutter ihr so viel erzählt hat und doch erkennt sie das Land aus den Erzählungen nicht wieder, denn es hat sich viel verändert. Das alles schafft die Autorin sehr gut zu vermitteln und so ist der Handlungsstrang um Marisol sehr bewegend zu lesen.

    Elisas Geschichte hingegen hat sehr viel verschenktes Potential. Ihr Handlungsstrang spielt zu Zeiten der Revolution unter Fidel Castro und Che Guevara, hier wären also viele Möglichkeiten für eine spannende Erzählung vorhanden gewesen. Leider wird jedoch nur aus Elisas Sichtweise berichtet und so kann der Leser lediglich erleben wie sie zu Hause im prunkvollen Anwesen sitzt oder Einkaufsbummel macht, die Kämpfe in die ihr Geliebter verwickelt ist, das entbehrungsreiche Leben der Rebellen in den Bergen und auch die finale Schlacht bleiben jedoch Randnotizen. So weiß der Leser nach Beenden des Buches kaum mehr über die Kubanische Revolution als zuvor und auch Fidel Castro oder Che Guevara werden lediglich erwähnt, bleiben aber letztendlich nur zwei Namen auf dem Papier. Die politischen Umwälzungen spielen für meinen Geschmack also eine viel zu kleine Rolle, gemeinsam mit Elisa sitzt der Leser im goldenen Käfig und bekommt kaum etwas von den Vorgängen im Land mit.

     

    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭
    Das Buch ist eine gute Urlaubslektüre, gibt jedoch keinen tieferen Einblick in die Kubanische Revolution. Mir haben viele Hintergründe und vor allem Details zur Revolution gefehlt. Den zweiten Band werde ich nicht mehr lesen.

  10. Cover des Buches Fidel Castro (ISBN: 9783499613869)
    Volker Skierka

    Fidel Castro

     (10)
    Aktuelle Rezension von: nscho-tschi
        Diese Biografie ist jedem zu empfehlen, der sich mit der Kuba-Krise etwas mehr auseinandersetzen möchte.
       Volker Skierka schreibt über Fidel Castro; Revolutionsführer, Politiker, Máximo Líder. Beginnend mit Castros Kindheit an der Jesuitenschule, über die Anfänge der Revolution bis hin zum Rande des dritten Weltkriegs und darüber hinaus gibt dieses Buch einen beeindruckenden und dabei nichts verschönernden Einblick in die weiten Ausläufe der Kuba-Krise.
        Es geht um Wirtschaft, Politik, Religion, Kriminalität, Armut und Reichtum, um sowohl physische als auch psychische Stärke, und um die Revolution um ein Land aus der Abhängigkeit zu befreien.

        Die Biografie zeugt von einer äußerst genauen Recherche. Den Leser erwarten dazu einige Fotografien und viele original (allerdings übersetzte) Zitate.
        Ich habe das Lesen dieser Biografie sehr genossen. Der Begriff 'Kuba-Krise' war mir zwar bekannt und ich hatte auch das berühmte Bild von Che Guevara vor Augen, doch Details und Einzelheiten waren mir völlig unbekannt. Jetzt bin ich in eine mir gänzlich unbekannte Welt eingetaucht, die mich mit zahllosen Einzelheiten konfrontiert und begeistert hat.
        Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass ein Mann solch einen beeindruckenden Wandel vollbringen konnte (ob gut oder schlecht, darüber kann man streiten) und er seinen Willen und seine Überzeugungen ununterbrochen bis heute verfolgt und daran festgehalten hat.
  11. Cover des Buches Mit Hanna nach Havanna (ISBN: 9783734104404)
    Theresia Graw

    Mit Hanna nach Havanna

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Gumpiii
    Das buch ließ sich gut durchgehend lesen. Anfang ein bisschen schleppend aber um so näher man dem ende kommt um so besser wird es 😅
  12. Cover des Buches Nacht in Havanna (ISBN: 9783442554959)
    Martin Cruz Smith

    Nacht in Havanna

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das reinste Lesevergnügen, und macht Lust auf Kuba!
  13. Cover des Buches Ketzer (ISBN: 9783293004696)
    Leonardo Padura

    Ketzer

     (4)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Das jüdische Kuba und eine Reise durch Jahrhunderte

    Je weiter der Leser in diesen lebendigen, bildreich verfasste und historisch kundigen Roman vordringt, desto mehr wird das jüdische Leben in Kuba bis zur Revolution, die jüdische Geschichte (gerade die der (oft selbstgewählten) Gettos) in Europa von der Mitte des 17. Jahrhunderts, vor allem aber zu Zeiten des Holocaust, in den Mittelpunkt der Erzählung rücken.

    Zunächst aber führt Padura mit kräftiger Sprache in das aktuelle Leben in Kuba ein, setzt mit seinem bereits aus vorhergehenden Werken bekannten Protagonisten Mario „El Conde“ Conde das Geschehen der letzten Jahrzehnte „in Person“ in den Raum, zeigt den inzwischen fast mittellosen, aber lebensfreudigen und klugen ehemaligen Polizisten in „seinem Kuba“, dem Conde bis in die letzte Faser seiner Person ergeben. Trotz aller Widrigkeiten.

    Mitsamt der engen Verbundenheit zu seinem Umfeld, dem Zusammenhalt unter den Armen und Gestrandeten, die en Masse in seiner Umgebung leben, der Trost im billigen Rum, der den Tag überstehen lässt.

    Um dann langsam überzugleiten in „den Fall“ (den ersten des Buches).

    Mario Conde wird engagiert, von Elias Kaminsky, Sohn des Daniel Kaminsky, der zu Zeiten des Beginns des dritten Reiches zu seinem Onkel nach Havanna geschickt wurde. Der damals auf seine Eltern und seine Schwester wartet. Passagiere auf der MS St. Louis.

    Doch warum legt das Schiff, als es eintrifft, weit draußen an und fährt nicht in den Hafen ein?

    Eines der schrecklichsten und inhumansten Ereignisse jener Zeit ist der historische „Anker“, den Padura u.a. als Aufhänger für seine Geschichte nutzt. Voll mit jüdischen Flüchtlingen, die ein Visum für Kuba erworben hatten, die auf Korruption hereingefallen waren. Flüchtlinge, deren Einreiseerlaubnis widerrufen wird. Wie auch jedes andere „frei“ Land das Schiff abweisen wird, bis die „Fracht“ zurückgebracht wird und damit in der Hölle des Holocaust verschwinden wird.

    Ein Ereignis, dass Daniel Kaminsky ebenso prägen und von seiner jüdischen Gemeinschaft und, vor allem, dem jüdischen Gott-Glauben entfernen wird, wie jene Geschichten um ein Bild, das im Besitz seiner Familie sein soll und einen echten Rembrandt darstellt.
    Eine Vorskizze zu den berühmten Christusdarstellungen aus der Hand des alten Meisters, mit dem es einen besonderen, jüdischen „Hintergrund“ hat.

    Aber wer ist der „Ketzer“, dem das Buch seinen Titel verdankt? Was ist jener Mord, den Daniel Kaminsky anscheinend begangen hat und an wem? Wie kommt das Bild an den Ort, an dem es vor kurzem aufgetaucht ist?

    Anhand dieser kriminalistischen Ebene der Geschichte entfaltet Padura einen intensiven Ereignisreigen durch die Jahrhunderte. Spürt Rembrandt, dem Bild und der jüdischen Gemeinde des 17. Jahrhunderts nach und setzt mit der Geschichte Daniel Kaminskys in Kuba und darüber hinaus ein packendes historisches Bild des jüdischen Lebens (nicht nur in Kuba).

    Dem Drang nach einem „Leben im Getto“, des sich Abscheidens von der „anderen Welt“, der Linie zwischen reichen und armen Juden durch die Zeiten hinweg und der wechselvollen Geschichte Kubas selbst.
    Und der „Gegenbewegung“ individuellen Seins (Daniel Kaminsky wird den letzten Rest seiner Traditionen bei der eigenen Hochzeit hinter sich lassen).
    Aber auch der Rückkehr, als würde einen die eigene Prägung nie wirklich auslassen.

    Ein Motiv zwischen Aufbegehren und Teil eines größeren Ganzen sein, dass sich durch die Personen und Zeiten hindurchzieht und manche „Ketzerei“ nach sich zieht.

    Wie auch der erste „Fall“ der Suche nach dem Hintergrund des Bildes nicht das einzige kriminalistische Element im Buch bleiben wird und sich damit weitere „Lebensebenen“ des modernen Kuba, von Padura flüssig eingefügt, vor die Augen des Lesers gelegt werden.

    Entwicklungen, die Padura sorgsam und psychologisch intensiv erzählt und die den Leser nahe heran bringen an die handelnden Personen in allen Zeitebenen des Romans.

    Wobei die historischen Ereignisse (wie die Revolution) eher im Hintergrund mitschwingen und wie nebenbei erwähnt werden, aber in ihren Auswirkungen treffend geschildert sich vorfinden und in der Gegenwart in den handelnden Personen dann in einer plastischen, von klarem Blick und spürbarer Erregung über die Zustände bestimmten Lebensatmosphäre zusammenfließen. Geprägt von einer Art trotziger Resignation, einem nur mehr dahinfließen der Tage, dass dennoch voll brodelnden Lebens steckt und die Frage nach der eigenen Identität am ganz praktischen Leben (und der Liebe) durchdekliniert.

    Ein faszinierender, mitreißender, in die Tiefe dringender Roman von hoher sprachlicher Qualität, der sowohl in der Geschichte, als auch in den handelnden Personen den Leser in seinen Bann zieht. 
  14. Cover des Buches Der Jesus vom Sexshop (ISBN: 9783644109216)
    Helge Timmerberg

    Der Jesus vom Sexshop

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen
    Ich bin auf Helge Timmerberg über ein Interview aufmerksam geworden, das er bei SWR1 Leute gegeben hat. Meine Neugierde war geweckt. Das genügt mitunter, um mir ein Buch zu besorgen. "Der Jesus vom Sexshop" erschien mir als Einstieg geeignet.

    Wie der Untertitel "Stories von unterwegs" verrät, handelt es sich bei dem Buch um eine Ansammlung von Anekdoten, die sich an verschiedenen Schauplätzen der Welt zutrugen. Die zeitliche Einordnung bleibt hierbei im Verborgenen, was ich wirklich schade finde. Auf der letzten Seite des Buches erfährt man dann, dass es sich bei den Kapiteln zum Großteil um Reportagen und Texte handelt, die zwischen 1982 und 2009 in verschiedenen Medien veröffentlicht worden sind. Es ließe sich also vermuten, dass die Anekdoten eventuell chronologisch angeordnet sind.

    Bis zur Mitte des Buches finden sich längere Geschichten (Ein Hippie in Persien, Sieben Tage im Reich der Angst, Gold im Amazonas, Ana Marrakchi, mon ami), die überaus lesenswert sind. Nicht nur erhält der Leser Einblicke in meist fremde Welten, auch der Schalk des Autors blitzt zwischen den Zeilen immer wieder durch. Hier macht das Lesen richtig Laune.

    Leider fällt danach die Qualität der Texte spürbar ab. Die Reiseberichte weichen zugunsten von weniger interessanten Milieu-Studien und philosophischen Denkansätzen. Außerdem bemächtigt sich zunehmend der lebhafte Drogen-Konsum des Autors der eigentlichen Inhalte. Gegen Ende war dieser "Trip" kaum mehr zu ertragen, was mir auch das Buch gehörig verdorben hat.

    Fazit: Leider stammen nicht alle "Stories von unterwegs" - hätte der Autor dieses Versprechen eingelöst, wäre es wahrscheinlich eine richtig gute Anekdotensammlung geworden. Doch so bleibt am Ende bei mir nur Ernüchterung zurück. Trotzdem hätte ich nichts dagegen einzuwenden, Helge Timmerberg einmal persönlich kennenzulernen.
  15. Cover des Buches Drei traurige Tiger (ISBN: 9783518382141)
    Guillermo Cabrera Infante

    Drei traurige Tiger

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    Ein wunderbares Buch. Eine Story wird man, abseits des Herumziehens der "traurigen Tiger" im Nachtleben Havannas kaum finden. (Ich will auch gar nicht versuchen, eine Storyline zu erzählen) Manche Zusammenhänge werden erst durch wiederholtes Lesen klar. Die (philosophischen) Dialoge und (oft bissig zynische) Aussagen sind köstlich, z.B. auch die Aussagen betreffend Alma Mahler. Ein Buch, das sehr viel Ruhe und Zeit vom Leser fordert und sich dafür umso dankbarer zeigt. Eine persönliche Bereicherung ist dieses wunderbare Buch auf jeden Fall !
  16. Cover des Buches Wenn ich jetzt nicht gehe (ISBN: 9783458363453)
    María Dueñas

    Wenn ich jetzt nicht gehe

     (90)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Was für eine Lese-Qual war dieses langatmige Abenteuerbuch fast ohne Abenteuer, diese furchtbare Schmonzette. Ich fragte mich die ganze Zeit, was die Spanier so an dieser Autorin und ihrer Art zu erzählen finden. Dramaturgisch hat dieses Werk die Qualität einer Telenovela mit gefühlten 1000 Folgen, die Handlung ist alles andere als rasant, es passiert sehr wenig aber es zieht sich ewig laaang. Sprachlich hatte ich ohnehin keinen Anspruch an dieses Werk. Ständig zählte ich die Seiten, die ich noch lesen musste, aber wegen der Autorinnenchallenge habe ich bis zum Ende durchgehalten.

    Am Ende ist ist der beinharte Abenteurer auch noch in einer romantischen schmalzigen Verwicklung gefangen, ihm schlottern die Knie und Schmetterlinge flattern im Bauch - wäh das ist furchtbar und total glaubwürdig (Ironie off). Ganz zum Schluss wollte ich aber dann auch wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, wissen, wie die Autorin die gesamten Intrigen auflöst.

    Fazit: Wer kein Spanier ist und Telenovelas nicht liebt, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen.

  17. Cover des Buches Fluchtpunkt Havanna (ISBN: 9783442355709)
    Stephen Coonts

    Fluchtpunkt Havanna

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Reise nach Havanna (ISBN: 9783860346198)
    Reinaldo Arenas

    Reise nach Havanna

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der Schwanz der Schlange (ISBN: 9783293206182)
    Leonardo Padura

    Der Schwanz der Schlange

     (7)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    Eigentlich ist Mario Conde ja schon seit Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr bei der Polizei, diese Geschichte ist also ein Rückblick auf einen Fall, den der damalige Teniente Ende der 1980er klären musste. Er führt uns in das Chinesenviertel von Havanna, das heute so gut wie nicht mehr vorhanden ist. Damals war es noch ein lebendiges Cuarto, in dem sich der Verfall aber immer mehr abzeichnete. Wobei Mord auch damals nicht auf der Tagesordnung stand, schon garnicht einer, den man auf den ersten Blick mit der Santeria in Verbindung bringen würde. Wie immer verfällt der gute Teniente einmal mehr dem weiblichen Charme, wie immer stellt er sich selbst und seinen Lebensstil infrage, sieht sich selbst immer weniger als Zahnrad in diesem Mechanismus der Bürokratie. Und gerade diese persönlichen Aspekte machen diesen Roman zu einem Muss für Fans von El Conde, weil er ein Baustein mehr in der Geschichte eines Mannes darstellt, der sich letztendlich seinen eigenen Weg sucht, auch wenn das System es eigentlich nicht zulässt. Die Geschichte selbst ist spannend und interessant. Bei meinem Besuch in Havanna war das Barrio Chino nur mehr eine ramponierte Häuserzeile mit ein paar aufgemalten Schriftzeichen, mir war nicht bewusst, welche Rolle es einst spielte und wie schwer seine Bewohner es hatten. So füllt sich eine kleine Wissenslücke, während man auf bestem sprachlichem Niveau unterhalten will. Für mich ein erfreuliches Leseerlebnis, auch wenn es nicht ganz an die Qualität seiner unmittelbaren Vorgänger anknüpft. Was daran liegen mag, dass Padura diese Geschichte vor vielen Jahren geschrieben und immer wieder umgemodelt hat.
  20. Cover des Buches Das Havanna-Quartett (ISBN: 9783293260078)
    Leonardo Padura

    Das Havanna-Quartett

     (28)
    Aktuelle Rezension von: laraelaina
    Ein perfektes Leben ist der 1. Teil der Havanna-Serie. Interessant und anspruchsvoll geschrieben, gewährt der Krimi Einblicke in die kubanische Gesellschaft. Der ermittelnde Kommissar wird von Rückblenden auf seine Jugend geplagt und kämpft mit unerfüllten Sehnsüchten. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Meiner Meinung nach lesenswert.
  21. Cover des Buches Wenn Cristo dich entkleidet (ISBN: 9783936791266)
    Amir Valle

    Wenn Cristo dich entkleidet

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Flucht aus Havanna (ISBN: 9783442449019)
    Jose Latour

    Flucht aus Havanna

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Erzähl mir von Kuba (ISBN: 9783492236720)
    Jesus Diaz

    Erzähl mir von Kuba

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    Der kubanische Zahnarzt Stalin Martínez findet sich auf der Dachterasse seines Bruders in Miami wieder. Dort setzt er sich der brennenden Sonne aus, um das Aussehen eines per Boot Geflüchteten anzunehmen. Dabei hat er viel Zeit um über alle Ereignisse nachzudenken die ihn von seinem geliebten Kuba bis hierhier, nach Miami geführt haben.

    Dabei kreisen seine Gedanken vor allem um seine Frau Idalys und sein Leben als Zahnarzt in Kuba. Trotz des erlernten Berufes reichte das Einkommen kaum aus um davon zu leben. Viel mehr Hoffnungen hatte er in das kleine Lokal seiner Schwester gesetzt bei dem er sich einige Dollar als Kellner dazu verdienen konnte. Doch das Schicksal hielt anderes für ihn bereit…

    Meine Meinung

    Dieses Buch habe ich mir ganz speziell für den diesjährigen Kuba-Urlaub ausgesucht und schließlich zum Teil während der Busrundreise im Weste Kubas gelesen, und am Strand von Varadero beendet. Dabei entpuppte sich die Geschichte von Jesús Díaz als ziemlich mitreisend und vor allem als passende Urlaubslektüre.

    Der lebendige und bildhafte Schreibstil des Autors hat mich sogleich mitten in das Leben von Stalin Martínez versetzt. Die brütende Gluthitze auf der Dachterasse in Miami sind fast körperlich spürbar, und damit einher geht die Einsamkeit und Leere die der Hauptprotagonist dort empfindet. Im krassen Gegensatz dazu stehen seine Erinnerungen an sein Leben in Kuba. Vor allem die kleinen Anekdoten wie z. B. dass Stalin Martínez Alltagsgenständen wie seinem Ventilator und seinem Fahrrad liebevoll Namen gibt, lassen mir das Herz aufgehen – obwohl dies eigentlich das Gegenteil bezwecken sollte. Diese Gegebenheit weist äußert charmant darauf hin, dass in Kuba viele Dinge nicht so leicht zu beschaffen sind, und wenn doch blätter man einiges an Geld dafür hin. Das schlimme daran, auch heute hat sich daran nicht sehr viel verändert. Trotzdem habe ich die Kubaner als recht zufriedene und vor allem fröhliche Menschen wahrgenommen, deren Herz vor allem für Kunst und Musik schlägt. Genau dieses Gefühl wird mir von Jesús Díaz in „Erzähl mir von Kuba“ vermittelt.

    Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen die ineinander verschwimmen. Zum einen wird aus der Gegenwart berichtet wie sich Stalin Martínez auf der Dachterasse seines Bruders befindet und dann wieder verschwimmt die Geschichte mit der Vergangenheit in Kuba. Von der ersten bis zur letzten Seite klebte ich förmlich an dem Buch. Lediglich das Ende empfang ich als ziemlich unbefriedigend, da es einfach keinen richtigen Abschluss gibt. Deshalb muss ich eine Kleinigkeit von meiner Bewertung abziehen, so dass ich 4,5 von 5 Grinsekatzen für diesen tollen Roman vergebe.

    Über den Autor

    Jesús Díaz Rodríguez wurde 1941 in Havanna (Kuba) geboren und wuchs in einem Armenviertel Havannas auf. Als Schüler schloss er sich der Opposition gegen die Herrschaft des Diktators Batista an. Er arbeitete in verschiedenen Redaktionen und war von 1971 bis 1990 beim staatlichen kubanischen Filminstitut (ICAIC) tätig. Nach seiner Ausreise im Jahr 1991 verweigerte die Regierung Kubas seine Rückkehr, so dass Díaz sein weiteres Leben bis zu seinem Tod am 3. Mai 2002 in Madrid (Spanien) verbrachte.

    Fazit

    Ein bewegender und realistischer Kuba-Roman der für gute Unterhaltung sorgt.

    -----------------------------------------------------------
    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 08.10.2016
  24. Cover des Buches Du musst hier nicht leben (ISBN: 9783833304965)
    Natasha Radojcic

    Du musst hier nicht leben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: stories!
    Natasha Radojcic schildet die Flucht einer jungen Frau von Belgrad über Havanna bis sie im Land ihrer Träume ankommt: den USA. Wir erleben Sascha, wie sie aufgefressen wird in einer Welt aus Alkohol, Drogen und Sex, wie sie der empfundenen Liebe nicht trauen kann. Oft glaubt man, alles ist verloren, aber es geht es weiter.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks