Bücher mit dem Tag "heidentum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heidentum" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.009)
    Aktuelle Rezension von: Keyofbooks

    Habe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.

  2. Cover des Buches Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada (ISBN: 9783906240787)
    Dorothe Zürcher

    Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Lynlyn_liest

    Die junge Freifrau Wiborada findet ihren Weg im 10.Jahrhundert in einer von Männern dominierten Welt. Sie kämpft für eine (relative) Unabhängigkeit der Frauen und die Versorgung der Armen und Kranken. Dabei bleibt sie sich selber und ihrem tiefen Glauben treu und wird schliesslich nach ihrem Tod heilig gesprochen. 

    Die Geschichte wird sehr authentisch und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Es wird genau beschrieben wie man sich Wiboradas Alltag als Freifrau zu jener Zeit vorstellen kann. Sie wird auch sehr menschlich dargestellt. Sie macht Fehler und ist unsicher, genau wie jeder andere Mensch.

    Ich persönlich konnte mit den Details zu den damaligen Adeligen, Klöstern und Herrschaftsgebieten nicht viel anfangen. Aber für Interessierte ist es sicher toll, so detailliert über die damaligen Kriegsmotivationen und Streitigkeiten zwischen Adel und Klerus zu lesen. Und es lässt Wiborada sehr gebildet und intelligent wirken, wie sie ihr Wissen zu den regionalen Adelszwistigkeiten einsetzt um ihren Willen zu bekommen.

    Wer Romane mit starken Frauen mag und/oder einen etwas anderen Mittelalterroman sucht, empfehle ich dieses Buch wärmstens.

  3. Cover des Buches Freya, Iduna und Thor (ISBN: 9783940086808)
    Vera Zingsem

    Freya, Iduna und Thor

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Revontulet
    nette Geschichten, aber die Erklärungen dazu finde ich verwirrend und manchmal kann ich der Autorin nicht ganz folgen. Habe leider gegen Ende des Buches nur noch die nacherzählten Anekdoten und Geschichten gelesen und die Erklärungen übersprungen. Ein Buch, das auf den ersten Blick gut aussieht, aber leider habe ich das Gefühl, die Autorin hat sich gezwungen gefühlt, über dieses Thema zu schreiben, aber ohne den nötigen Enthusiasmus.
  4. Cover des Buches Die Herren der Schwerter (ISBN: 9783548283104)
    Claudius Crönert

    Die Herren der Schwerter

    (4)
    Aktuelle Rezension von: mecklenburger
    Historischer Roman über die Eroberung des Prussenlandes durch den Deutschen Ritterorden. Erzählt wird die Geschichte des Prussenherzogs Herkus Monte aus Sicht seines treuen Begleiters und Jugendfreundes Norelis. Nach der Flucht aus einen Kloster machen sich die beiden zusammen mit einen Freund auf den Weg in die Heimat - um dort ihr unterdrücktes Volk, geknechtet vom missionarischen Deutschritterorden vorzufinden. Herkus, Sohn eines Herzoges der Natanger übernimmt nach einigen dramatischen Begebenheiten die Führung des Stammes und versucht eine Vereinigung der prussischen Stämme zu erreichen um gegen die Invasoren vorzugehen. Und dann ist da noch Zanna, die Frau, an der Herkus sein Herz verloren hat, die aber einen anderen Mann gehört... Persönlich fehlten mir die Höhepunkte der Geschichte, abgesehen von einigen dramaturgisch toll geschilderten Ereignissen (etwa die Flucht aus dem Kloster, der Brand beim Treffen der Stammesfürsten) plätschert die Geschichte vor sich hin. Die Hauptfiguren sind nicht wirklich gut geschildert, da wäre einerseits Herkus Monte, der am Anfang des Buches im Kloster als rebellisch und gefährlich dargestellt wird und der nachdem er in Freiheit kommt ein zweifelnder, humorloser, wortkarger und depressiver Charakter ist und Norelis, sein Begleiter, der irgentwie nie wirklich Glück hat, ein Kuckuckskind zeugt, unter sein verletztes Bein leidet und die Ziegen hüten muss. Selbst Herkus heimliche Angebetete Zanna kommt rüber wie ein Eisklotz, da ist selbst ihre verrückte Schwester sympathischer. Die Figuren lassen den Leser innerlich nicht Partei für sich ergreifen, dramatische und bewegende Ereignisse, die Belagerungen und Kämpfe sind selten und dazwischen ganz viel ein vor sich hin brütender Herkus, den die Depressionen plagen. Fazit: Der Bernard Cornwell Vergleich auf der Rückseite hat mich motiviert, daß Buch zu kaufen. Mir ist auch bewusst, daß der Autor für diesen Vergleich nichts kann, aber: Die Herren der Schwerter und die Uthred-Saga stehen bestimmt nicht auf einer Stufe. Weder von de, Charakterbeschreibungen her noch von der Erzählung im Gesamten. Ich habe das Buch oft zwischendurch weggelegt weil mir der Sog fehlte, der mich dazubringt eine Geschichte weiterzulesen. Also: 3 Sterne, das Buch kann man, muss man aber nicht lesen.
  5. Cover des Buches Schwarze Madonna (ISBN: 9783954514427)
    Josef Rauch

    Schwarze Madonna

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schreibstil war dem Thema angepasst, die Geschichte flüssig zu lesen. Spannungstechnisch hat mich das Buch leider nicht unbedingt abgeholt, aber man lernt zumindest etwas über den Allgäu. Ich bin vermutlich einfach nicht die Zielgruppe.

  6. Cover des Buches Die Saga von Witte Wittesson (ISBN: 9783946425229)
    Skalbard Odinson

    Die Saga von Witte Wittesson

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wickinger
    13 richtig gute Geschichten. Ein super Debut!! Bitte mehr!!!!
  7. Cover des Buches The Dark Mirror (ISBN: 9781429913584)
    Juliet Marillier

    The Dark Mirror

    (41)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Inhalt Dies ist die Geschichte des jungen Bridei, für den eine große Aufgabe vorhergesehen ist. Er soll das Volk der Pikten und das dazugehörige Reich wieder vereinen und dessen König werden. Schon seit seiner Kindheit wird er darauf vorbereitet. Außerdem geht es um die Geschichte einer junge und großen Liebe zwischen Bridei und Tuala, einem Mädchen aus dem Feenvolk. Diese findet er als Kind vor der Tür in einem Weidenkörbchen und nimmt sie bei sich auf. Beide müssen jedoch gegen dunkle Magie, tödliche Intrigen und Krieg ankämpfen.......
    Meinung Wieder einmal bin ich sehr begeistert von der Autorin. Ich habe als Hörbuch ja schon „Tochter der Wälder“ angehört, von welchem ich wirklich begeistert war, und deshalb war ich ganz gespannt auf dieses Buch. Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen, trotz der 765 Seiten, hatte ich das Buch ganz schnell durch. Die Seiten flogen nur so dahin, was daher kam, das Frau Mariellier diese Geschichte sehr bezaubernd und mitreißend geschrieben hat. Es hat mich von Seite zu Seite immer mehr gefesselt und ich tauchte in eine Welt rund um Druiden, Feen und Magiern ein.
    Es war einfach ein Genuss „Die Königskinder“ zu lesen. Man schwebt immer zwischen Phantasie und Realität, und kann sich absolut genial in die Personen und die Geschichte hineinversetzten. Die Autorin verstand es perfekt, die Charakteren richtig real werden zu lassen. Die Gefühle wurden sehr gut ausgearbeitet und hervorgehoben, ich war wie verzaubert. Man kann tief in die Seelen der Hauptprotagonisten hineinschauen und leidet und fühlt mit ihnen mit.
    Diese Mischung aus Romantik, Mystik und Einsichten in das frühe Mittelalter Schottlands, machen das Buch zu einem absoluten Lesemuß. Gekonnt wurde diese ganzen Komponenten miteinander verbunden und wirken auf den Leser sehr gut ein. Aber Achtung, einmal mit dem Buch angefangen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen.
    Ich kann dieses bildgewaltige Buch nur jedem ans Herzen legen, der mystische Bücher liebt. Wieder einmal ein grandioses Meisterwerk der Autorin. Ich werde mir auf jeden Fall ziemlich bald den Folgeband holen.
    Auch gefallen hat mir das Ende des Buches. Ein absolut guter Abschluss einer so tollen Geschichte. Nicht zu flach und auch nicht zu kurz. Davon kann man bei einem Buch nur träumen.
    Cover Das Cover ist in meiner Lieblingsfarbe blau gehalten. Die goldene Krone und Schrift runden das Ganze perfekt ab.
    Fazit Mit „Die Königskinder“ hat Frau Marillier einen Roman geschaffen, der verzaubert und einem in eine andere Welt tauchen lässt. Sehr spannend und romantisch geschrieben, wodurch man nur zu einer Wertung von 5 von 5 Sternen kommen kann. Eine klare Leseempfehlung ist somit ein absolutes Muss.
  8. Cover des Buches Avalons letzter Apfel (ISBN: 9783935912761)
    Melanie Buhl

    Avalons letzter Apfel

    (4)
    Aktuelle Rezension von: GilbertvonLuck
    Vor uns liegt der typisch unliterarische Versuch, mittels eines Romans anhand einer Geschichte ohne erkennbaren Spannungsaufbau geschweige denn -bogen zu belehren - genau so, wie es Autoren versuchen würden, die selbst noch nicht viel und vor allem wohl weder kritisch, noch reflektiert, gelesen haben.
    Doch der Versuch misslingt: Ganz offenbar wurde einfach unreflektiert aus "Die Nebel von Avalon" und Sekundär- und Wicca-Literatur abgeschrieben oder zusammengefasst.

    Da wird, was ich am schlimmsten fand, Mittwinter auf Imbolc verlegt und Mittsommer tatsächlich auf Lughnasad, obwohl doch beide Begriffe sowohl in Deutsch wie in ihren Entsprechungen in anderen europäischen Sprachen durchaus landläufig natürlich die Winter- und Sommersonnenwende bezeichnen.
    Offenbar besaß die Autorin lediglich Kenntnis von den astronomischen Daten der Jahreszeiten, aber keine von meteorologischen oder gar denen in der Natur. Somit verschließen sich ihr möglicherweise auch die Unterschiede zwischen Mond- und Sonnenjahr, denn der jeweilige Beginn von Jahreszeiten in der Natur wird maßgeblich vom Mondjahr bestimmt und fällt mit den Mondfesten zusammen. In den Jahreszeiten der Natur ist Imbolc Frühlingsbeginn (es erscheinen die ersten Blumen - Schneeglöckchen und Winterlinge z.B.). Lughnasad ist in der Natur Herbstbeginn (die Ernten sind im Gegensatz zur Darstellung der Autorin vielfach schon eingebracht, die ersten Herbstfrüchte, insbesondere die ersten Äpfel, sind gereift, Tiere beginnen Wintervorräte anzulegen, es wächst nichts mehr oder nur noch wenig, sondern die Wintervorbereitung beginnt und ist zu Samhain abgeschlossen - die Eichenblätter z.B. sind dann braun und bleiben über den Winter teilweise am Baum.
    Beltane wird plötzlich zu "Mittfrühling" erklärt - nie zuvor gehört oder gelesen. So gibt es also plötzlich mitten im Frühling Früchte? Beltane ist im Jahreskreis der Natur Sommerbeginn, denn die ersten Früchte sind gereift, Erdbeeren namentlich, falle Beltane auch auf Mitte April oder Mitte Mai (diese Regel stimmt nicht immer, aber oft).

    Gegenüber den Schnitzern mit Mittsommer und Mittwinter lässt die Bemerkung, die Christen feierten am 24.12. die Geburt Jesu, schon eher schmunzeln. Nein, das tun sie nicht, die Katholiken und Protestanten nicht und die Orthodoxen schon gar nicht!
    Obendrein handelt der Roman aus der Zeit der Hohepriesterin Viviane, also zu Zeiten König Artus', vermutlich im 5. Jahrhundert. Zu dieser Zeit galt noch das päpstliche Verbot, den Geburtstag Jesu festzulegen.

    Auf dem heiligen Tor stehen "Ruinen aus längst vergangener Zeit" - ohne jede weitere Erläuterung - nicht etwa ein Steinkreis, wie er vermutlich vor der Christianisierung dort stand. Fundstücke unterstützen diese Vermutung.
    Überhaupt gibt es häufig schwammige Formulierungen wie "zu gewissen" oder "an bestimmten" - man fragt sich vergeblich, welcher Art diese geheimnisvollen gewissen oder bestimmten Umstände nun genau wären oder welcher längst vergangenen Zeit Ruinen auf dem Tor entstammen sollen. Ich vermute, die Autorin wusste es auch nicht.

    Im Garten der oft heilkräuterkundigen Priesterinnen "keimt das `Unkraut´ so schnell wie die Nutzpflanzen - welches soll das denn sein? Die verbreiteten Garten-"Un"-Kräuter, z.B. Melde, Giersch, Beifuß und auf ärmeren Böden Mieren, Kamillen und Bärlappe sind allesamt entweder essbar oder heilwirksam oder beides.

    An einer Stelle wird erwähnt, die Christen betrachteten ein Heiligabend geborenes Kind als Unglückskind, da seine Geburt die Geburt Jesu verhöhne. Viviane, im Roman leicht umbenannt, hält aufgrund dieser Aussage einen Vortrag über die zunehmende Frauenfeindlichkeit der Christen - m.E. ein Beispiel für nicht nachvollziehbare Gedankenführung. So berechtigt Vivianes Vortrag inhaltlich sein mag, so wenig hat die Diffamierung dieses Geburtstages mit Frauenfeindlichkeit zu tun.

    Zu Beltane, das seltsamerweise beharrlich "Beltaine" genannt wird, obwohl weder die Britokelten noch die einwandernden/einfallenden Germanen Englisch sprachen und obwohl der Roman ja in Deutsch geschrieben ist, will sich die Protagonistin als Priesterschülerin nur "in die Schatten der Feldfeuer" legen, wenn sie einen Mann richtig liebt. (Die Druiden wären auch alle zu alt.)
    Genau diese Einschränkung ist in ihrer Undifferenziertheit zwischen Liebe und Lust vielleicht recht "fromm", brav und zeitgeistgemäß, entspricht aber gerade nicht dem überlieferten Wesen des Beltanefestes.  

    Ich könnte ewig so weiterschreiben, aber vielleicht habe ich Sie mittlerweile genug gelangweilt. Lesen sie lieber das Buch. Langeweile kommt nur auf, wenn sie sich nicht empören oder die ganze Zeit den Kopf schütteln müssen.

    Es tut mir Leid, einen solchen Verriss schreiben zu müssen, denn Charisma und gute Absicht der Autorin möchte ich nicht bestreiten. Sie zieht sich ja in geradezu ermüdender Weise nahezu ausnahmslos zwischen allen Zeilen dahin. Der Nachhilfe bedarf sie aber bestimmt, unter anderem auch in der Interpunktion und im Ausdruck. So ist Sexualität vielleicht für einige Arten Sonnenanbeterinnen und Spinnenweibchen ein "fleischlicher Genuss", für uns aber als "Fleischeslust" ein körperlicher (wenn überhaupt, das wichtigste Sexualorgan ist wahrscheinlich das Gehirn).
    Vor allem aber empfehle ich ihr, selbständig nachzudenken statt einfach irgendwelche Lehren unreflektiert zu kolportieren. Die undialektischen Widersprüche fielen ihr dann mit Gewissheit auf.
    Sollte die Autorin tatsächlich ungefähr dreizehn oder 14 Jahre alt gewesen sein, als sie das Buch geschrieben hat - denn diesen Eindruck erweckt ihr Schreibstil - so möchte ich mich bei ihr entschuldigen und ihr Bemühen und ihren Idealismus anerkennen. Für eine Erwachsene jedoch wäre ihre Leistung insbesondere in literarischer, aber auch in spiritueller Hinsicht zumindest mangelhaft.

    Als Jugendbuch ist "Der letzte Apfel Avalons" trotz des einfachen Schreibstils nicht zu empfehlen, da die vielen fehlerhaften Darstellungen junge Leser geradezu verbildeten. Sie wissen es ja noch nicht besser und glauben dann etwas, von dem sie im Laufe der Zeit bemerken, dass es so vorne und hinten irgendwie nicht stimmen kann und ein System innerer Logik fehlt.  Daraus erwüchse m.E. die Gefahr, sich mit der Religion der Großen Göttin insgesamt zu überwerfen. Das wäre gewiss weder im Sinne der Autorin noch des Rezensenten.

    Erstaunlicherweise ändert sich der Schreibstil ungefähr ab Mitte des Buches merklich; er wird geschliffener und gewinnt an Klarheit und zutreffendem Ausdruck. Selbst spannende und interessante Anteile erfährt die Geschichte, wenn ein Abenteuer in der sogar jenseits Avalons versunkenen Feenwelt und dessen Folgen geschildert werden.
    Beinahe wurde ich versöhnt.
    Dann jedoch stieß ich auf den Nachtrag "Die Keltischen Feste im heutigen Gregorianischen Kalender".
    Abgesehen davon, dass es keinen gestrigen solchen gab und die Erhebung des Begriffs "keltische Feste" zum Eigennamen etwas willkürlich erscheint, abgesehen auch davon, dass es eben keine "keltischen" sind, da sie einst zumindest in ganz Europa und Kleinasien und wahrscheinlich rings ums Mittelmeer gefeiert wurden, sind einfach die vermutlich "neokeltischen" Daten wie z.B. 1. Februar, 1. Mai, 20. Juni usw. angegeben - und das, obwohl wenige Seiten zuvor noch von vier Sonnen- und Mondfesten die Rede war.
    Welcher Kalender auch gilt, Sonnen- und Mondlauf stehen fest; bestimmte Ereignisse wie die Frühjahrstagundnachtgleiche oder der zweite Vollmond nach deren dreitägigem Fest (Beltane) fallen auf bestimmte Tage. Diese liegen jedes Jahr bei den Sonnenfesten geringfügig, bei den Mondfesten erheblich anders. Wem das zu kompliziert ist, der könnte ja auch gleich die Sommersonnenwende in der Nacht zum 1. Juni feiern. Dann bräuchte er sich nicht darum zu kümmern, ob sie wirklich am 21. Juni oder am 20. gegen 23.30 Uhr oder am 22. gegen 3 Uhr erfolgt. Nur - was feierte er denn dann? Irgendetwas, vermute ich, nicht aber die Naturgegebenheiten. Hier wird kritiklos der christlichen Ursupation der Feste gefolgt. So fiel die Wintersonnenwende eben nach altem Kalender tatsächlich auf den 25. Dezember. Mögen manche Christen (Kopten und Orthodoxe nicht!) die Geburt ihres Gottessohnes aufgrund des Kalenderwechsels einfach vier Tage später feiern; die Wintersonnenwende kümmert´s nicht, der astronomische Zeitpunkt bleibt gleich und heißt nun eben 21. (oder 20. oder 22.) Dezember.
    Wenn den Christen die Festlegung von Allerheiligen auf den zweiten Vollmond nach dem dreitägigen Fest der Herbsttagundnachtgleiche zu kompliziert erschien und sie daher das Datum auf den 1. November festlegten, bleibt Samhain eben doch das Fest dieses zweiten Vollmondes irgendwann zwischen später Mitte Oktober und früher Mitte des Novembers. Hätten Sie im Vorfrühling am 20. März Geburtstag und würde man die Benennung der Monate einfach umkehren, der März also plötzlich "Oktober" heißen, würden Sie ja Ihren Geburtstag deswegen zukünftig vermutlich auch nicht im Herbst feiern, weil der Oktober dann "März" hieße.
    Hier wird menschliche Willkür über die Naturgegebenheiten gestellt, wie es in unserer Zivilisation weitgehend üblich ist. Dem im Buche manchmal ermüdend vordergründig und wiederholt beschworenen Geist von Avalon entspricht das m.E. nicht.
  9. Cover des Buches Morgaine (ISBN: 9783843430487)
    Christine Arana Fader

    Morgaine

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter

    Eine wundervolle Geschichte über Avalon und seine Pristerinnen. Ein glaubhaftes passendes Ende. 


    Ein Cover das besser nicht sein konnte. 


    Allerdings finde ich, dass dieses Buch durchaus spannender geschrieben hätte sein müssen um mich richtig mitnehmen zu können. 

    Aber alles im allem eine wunderschöne Geschichte über die Pristerinnen von Avalon.

  10. Cover des Buches Die Vandalen (ISBN: 9783608948516)
    Roland Steinacher

    Die Vandalen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es ist schwer, dieses Buch mit Sternen zu bewerten. Anerkennung verdient in jedem Fall der Versuch, die Geschichte der Spätantike durch die Sicht auf dieses Volk, das seinen kurzen, aber nachhaltigen Auftritt in der Zeit der Völkerwanderung hatte, zu fokussieren. Aber genau darin liegt auch die "Schwäche" des Buches. Denn Zeugnisse über die Vandalen lassen sich nur aus römischen Geschichtsquellen ableiten, Selbstzeugnisse sind so gut wie nicht vorhanden. Insofern erfährt der Leser wenig Neues, sofern er bereits Bücher über die Spätantike, den Untergang des römischen Reiches oder die Völkerwanderung gelesen hat. Die Vandalen sind als Zaungäste immer dabei gewesen, in Steinachers Darstellung stehen sie im Mittelpunkt.

    Wenig weiß man über die Ursprünge dieses kriegerischen Volkes, das immerhin für gut hundert Jahre das römische Afrika beherrschte und einmal Rom eroberte und plünderte, was ihren Namen zum Inbegriff des Vandalismus machte. Doch dabei waren sie so gar nicht anders als andere Stämme der Völkerwanderungszeit, die ebenfalls zum Untergang des weströmischen Reiches beitrugen.

    Anders als die Franken hielten die Vandalen als Herrscherkaste in Nordafrika an ihrem Arianismus fest, anders als die Goten kam es auch nicht zu einem friedlichen Nebeneinander von Arianern und Katholiken, im Gegenteil, letztere wurden von den Vandalen heftig verfolgt. Dies erklärt vielleicht auch zum Teil, warum sich das Vandalenreich nicht gegen das relativ schwache oströmische Expeditionsheer durchsetzen konnte und sang- und klanglos aus der Geschichte verschwand. Doch mit dem Verschwinden der Vandalen war Nordafrika keineswegs befriedet, immer wieder kam es zu Aufständen einzelner verbliebener Vandalengruppen und der Mauren, bis die Provinz im Zuge der Islamisierung endgültig verloren ging.

    Steinachers Buch über Aufstieg und Fall eines Barbarenreiches, so der Untertitel, vermag in jedem Fall den Leser zu fesseln, auch wenn dessen Wissen nur bedingt erweitert wird.

     

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