Bücher mit dem Tag "heimat"
515 Bücher
- J. R. R. Tolkien
Der kleine Hobbit
(4.765)Aktuelle Rezension von: Vaniii23Ich bin ja sowieso ein totaler Herr der Ringe und Hobbit Fan, aber dieses Buch ist für mich einfach jedes Mal wieder wie nach Hause kommen. Es ist zwar viel süßer und irgendwie „gemütlicher“ geschrieben als die großen Filme oder die Trilogie, aber genau das macht es so perfekt. Bilbo ist einfach der Beste. Wie er da aus seinem Sessel stolpert und plötzlich mit den Zwergen in dieses riesige Abenteuer schlittert, ist einfach Kult.
Ich hab das Buch echt weggesuchtet und war am Ende richtig traurig, als Bilbo wieder zurück in seinem Hobbithaus war. Man will eigentlich gar nicht, dass die Reise aufhört. Für mich ist es das ultimative Wohlfühlbuch und als Fan gehört es sowieso dazu.
- Walter Moers
Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
(2.267)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskyich bin mit dem kleinem blaubär aufgewachsen (war für mich immer das highlight beim sandmann lol) und bin schon sooo oft in der bibliothek an dem buch vorbeigelaufen. habe es jetzt endlich mitgenommen und schon beim durchblättern dachte ich mir dass das gut wird. ich mag die illustrationen sehr! man merkt auch dass der autor richtig viel spass an dem buch hatte weil manche der stories so verrückt und an den haaren herbei gezogen sind dass man nur den kopf schütteln kann (im guten sinn). ich muss aber leider auch sage dass ich es bis atlantis geschafft habe OHNE gelangweilt zu sein, als dann die lügengeschichten und wettbewerbe anfingen, bin ich etwa abgedrift. nichtsdestotrotz hatte ich viel spass :)
- Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.334)Aktuelle Rezension von: VanessaMia„Die sieben Schwestern“ ist der gelungene Auftakt einer Reihe, in der es um das Herausfinden der wahren Herkunft & Identität jeder einzelnen Schwester geht. Lucinda Riley hat dabei jeder Schwester ein eigenes Buch gewidmet. Band 8 erzählt dann die Geschichte von Pa Salt. Dem geheimnisvollen Mann, der all seine Töchter auf der ganzen Welt gesucht, gefunden, adoptiert & nach Atlantis, dem gemeinsamen Zuhause am Genfer See, gebracht hat.
In diesem Buch geht es um Maia, deren Wurzeln im Herzstück Brasiliens, in Rio de Janeiro, liegen. Da ich selbst in Rio geboren wurde, war diese Geschichte für mich, wie eine wundervolle Reise in mein eigenes Herkunftsland. Mit Maia auf Spurensuche zu gehen, hat mir ganz große Freude bereitet. Lucindas Schreibstil ist atemberaubend und so konnte ich tief in die Geschichte eintauchen, mich fallen lassen & mit den Zeilen jeder Seite verschmelzen. Ich freue mich auf jeden weiteren Band dieser wundervollen Reihe.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.144)Aktuelle Rezension von: jenvo82Inhalt
Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.
Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.
Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …
Meinung
Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.
Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen.
Fazit
Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(983)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- TJ Klune
Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
(932)Aktuelle Rezension von: Schorle351Ich fand es am Anfang ein bisschen schleppend aber als er auf der Insel war und die Kinder kennenlernte wurde es immer besser und spannender. Wie die Kinder immer mehr aufgeblüht sind und sich die Beziehungen untereinander verändert haben war einfach schön. Ich habe sogar am Ende ein bisschen weinen müssen weil es so schön war.
- Iny Lorentz
Die Wanderhure
(3.759)Aktuelle Rezension von: Renate1964Iny Lorentz schreibt flüssig und sehr farbig über dess Schicksal von Marie,einer Bürgerstocher aus Konstanz, die durch ein ungerechten Urteil zum Leben als Wanderhure gezwungen wird. Man erfährt viel über die Rechtssprechung, das harte Leben der einfachen Leute, aber auch über die drei Päpste, Kaiser Sigismund und Jan Hus. Konstanz zur Zeit des Konzils kann man sich gut vorstellen
- Dörte Hansen
Altes Land
(760)Aktuelle Rezension von: Renate1964Ein Buch, welches sich mit vielen Fragen auseinandersetzt. Eine Hauptfigur ist Vera,ein ehemaliges Flüchtlingskind.Ihre Mutter war aus Ostpreußen vertrieben auf einem Hof im alten Land gestrandet,hatte den kriegsversehrten Hoferben geheiratet und für einen anderen verlassen. Bei der nun alten Vera zieht nach einer unglücklichen Liebe die Nichte Anne mit Sohn Leon ein. Neben der berührenden Familiengeschichte gibt es Städter mit idyllischen Vorstellungen, Generationskonflikte und viel mehr. Es ist sehr ironisch und realistisch, aber auch zum Nachdenken
- Zsuzsa Bánk
Die hellen Tage
(329)Aktuelle Rezension von: Christine_GrafTolles Buch. Konnte gar nicht aufhören. Hat mich total fasziniert und in den Bann gezogen. Toll geschrieben, sprachlich hat es mich sehr angesprochen. Interessante Story, mal was anderes. Unterschiedliche Geschichten und Gefühle die doch miteinander verbunden sind. Möchte auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen.
- Saša Stanišić
HERKUNFT
(293)Aktuelle Rezension von: Trishen77Saša Stanišić ist ein Autor, der sich, ähnlich wie bspw. Kazuo Ishiguro, viel Zeit für seine Romane lässt. Zwischen dem ersten Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, der ihn zu einem Shootingstar der deutschen Literaturszene machte, und dem zweiten Roman „Vor dem Fest“ lagen acht Jahre, zwischen dem zweiten und dem dritten Roman „Herkunft“ dann immerhin auch noch fünf (wobei hier in der Zwischenzeit auch ein schmaler Band mit Erzählungen erschien).
Diese Langsamkeit hat etwas Sympathisches und lässt die Romane schon vor der Lektüre wie etwas Kostbares (und auch wie etwas sehr Gewissenhaftes) erscheinen. Möglicherweise ist es diesen Erwartungen und dem Sympathievorschuss geschuldet, dass ich mich mit „Herkunft“ ein bisschen schwergetan habe. Aber vielleicht zunächst zum Inhalt, auch wenn er wohl bereits jeder/m an dem Buch Interessierten durch Klappentext und andere Besprechungen bereits bekannt sein dürfte:
Der Roman liest sich wie eine fiktionalisierte und mit Ausschmückungen versehene Biographie des Autors, mit speziellem Fokus auf die Beziehung zu seiner Großmutter und den Jahren nach der Flucht aus dem ehem. Jugoslawien in der neuen „Heimat“ Deutschland. Die einzelnen Kapitel sind kurz und Stanišić bedient sich immer wieder unverhofft schöner Sprachkapriolen, statt einfach nur einen gelungenen Stil zu pflegen und springt viel in der Zeit hin und her, was manchmal einen etwas übereifrigen Eindruck macht.
So entsteht aus der Schilderung eines Lebens ein Gestrüpp/Geflecht von sich überlagernden Empfindungswelten, das zwar immer wieder beeindruckende Muster hervorbringt, aber auch genauso oft zu leichten Verhedderungen in der Wahrnehmung führt, zumindest bei mir war es so. Stanišić greift auf viele Register und Stilmittel zurück, sein Roman ist ein sehr agiles Konstrukt, aber manchmal wirkt es dabei nicht nur bravourös, sondern wie auf allzu flüchtigen Ideen erbaut.
Was dabei vor allem verloren geht, ist die Anschaulichkeit. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl, das Stanišić einem wichtigen Detail viel Mühe angedeihen lässt, dabei aber über das Ziel hinausschießt, weil das Anschauliche eben eine Frage der Balance und nicht der Kompensation ist. Es mag vermessen wirken, dass ich über einen hochverdienten Autor solch eine Kritik verhänge, aber auch wenn ich viele meiner Eindrücke relativieren kann, dieser Eindruck bleibt doch bestehen.
Dabei ist Stanišićs Sprache keineswegs ohne Prägnanz. Vielmehr hat sie alles: Witz, Prägnanz, Ruhe, Dynamik, nur eben manchmal in für mich unpassenden Verhältnissen/Ausprägungen. So schwingt viel mit, aber wenig verdichtet sich zu einem Begriff, einem Verstehen, in das man sich begeben kann. Vielleicht ist die Erwartung, die aus dieser meiner Auseinandersetzung hervorscheint, auch einfach fehl am Platze. Vielleicht haben diese meine Erwartungen etwas mit der oben bereits genannten Aura der Sorgfalt zu tun, die (für mich) Stanišićs Romane umgibt. In jedem Fall ist „Herkunft“ ein wichtiges Buch, das mitunter auch blendend unterhält, aber auch einige Längen hat. - Josephine Angelini
Everflame
(551)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEigentlich wollte ich die Everflame-Trilogie von Josephine Angelini im Dezember abschließen, doch Weihnachtstrubel, Nebenjob und Jahreswechsel ließen nur wenig Zeit zum Lesen. Inzwischen sind die Winterferien vorbei, die Uni geht weiter und die nächste Klausurphase steht vor der Tür. Dennoch habe ich es geschafft, den zweiten Band der Jugendbuchreihe namens „Everflame – Tränenpfad“ aus dem Jahr 2015 zu beenden. Vielleicht ist dies die einzige Rezension, zu der ich diesen Monat kommen werde, denn aktuell lerne ich schon fleißig für zwei anstehende Klausuren. Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, mindestens 22 Bücher zu lesen und zu rezensieren. Mal sehen, ob das gelingt
Die 17-jährige Lily Proctor hat es mit letzter Kraft geschafft, sich aus der magischen Parallelwelt zu retten, in der sie gefangen war. Gemeinsam mit ihrem Freund Rowan gelingt es ihr, zu ihrer Mutter nach Hause zurückzukehren, doch sie ist schwer verletzt. Der Scheiterhaufen hat ihr schmerzhafte Wunden zugefügt, die nur langsam und mit viel Pflege heilen. Zwar kümmert sich Rowan liebevoll um sie, allerdings kann Lily ihr plötzliches Verschwinden weder ihrem Vater, der Schule oder gar dem FBI erklären. Außerdem versucht Lillian aus der Hexenwelt immer wieder telepathisch mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auch wenn Lily nicht in die gefährliche Welt zurückkehren möchte, weiß sie doch, dass Rowan dorthin gehört. Und so muss sie sich entscheiden zwischen der Liebe zu ihrer Familie und der zu Rowan.
„Lily trieb auf einem Floß auf Schmerz.“, ist rein rhetorisch gewiss nicht der stärkste erste Satz, macht aber deutlich klar, wo der Leser zuletzt stehen geblieben ist. Durch die Energie, die Lily als Hexe aus dem Scheiterhaufen ziehen konnte, war es ihr möglich in die moderne Welt zurückzukehren. Nun hat sie am ganzen Körper Brandverletzungen und ringt mit dem Tod. Die Metapher des Floßes aus Schmerz knallt einem aber direkt wieder die merkwürdige Bildhaftigkeit ins Gesicht, die ich bereits beim Vorgänger kritisiert hatte. Weiterhin erzählen sich abwechselnde personale Erzähler im Präteritum. Meist ist es Lily, manchmal aber auch ihre Schwester Juliet. Hinzu kommen die Passagen, in denen Lillian mit Lily telepathisch Erinnerungen teilt. Diese sind in der Ich-Perspektive im Präsens formuliert.
Auch hier gibt es einen Kritikpunkt, den ich bereits in der Rezension des Vorgängers erwähnt hatte: Angelini gelingt es nicht konsequent, die personale Erzählperspektive beizubehalten. Damit meine ich nicht die kurzen Passagen in Ich-Perspektive von Lillian, sondern die Wiedergabe von Gefühlen und Gedanken jener Figuren, die gerade nicht erzählen. Kurzes Beispiel aus Kapitel 3: „Simms wusste genau, dass man Lily etwas angetan hatte, und sie wollte den Schuldigen finden. Lily merkte, dass Simms eigentlich ein guter Mensch war, auch wenn sie sie nicht leiden konnte.“ Hier werden also erst die Gedanken von Agentin Simms und direkt im Folgesatz die von Lily wiedergegeben, obwohl das ganze Kapitel ansonsten ausschließlich Lily die personale Erzählerin ist. Vereinzelt gibt es im Buch leider immer wieder kleine Momente, in denen Perspektivbrüche entstehen, welche so vermeidbar gewesen wären. Stilistisch bewegt man sich also auch hier wieder auf dem Stolperpfad des ersten Bands.
Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln ist „Everflame -Tränenpfad“ also etwas kürzer als der Vorgänger, hat aber genauso viele Kapitel. Eine der wichtigsten Figuren, die Lily in der Hexenwelt kennengelernt hat, ist der Außenländer Rowan Fall. Außenländer sind in der Hexenwelt jene, die außerhalb der 13 großen ummauerten Städte an der Ostküste Nordamerikas leben. Dazu gehören sowohl die indigenen Einwohner, als auch Aussätzige. Rowan ist ein schlanker, aber muskulöser junger Mann mit leicht rötlich gebräunter Haut, wie es bei den amerikanischen Ureinwohnern typisch ist. Er hat sehr markante Gesichtszüge und ein kantiges Kinn. In der Hexenwelt war er der Hexenhelfer von Lillian und obendrein ihr Geliebter. Als Lillian jedoch seinen Vater hängen ließ, trennte er sich von ihr. Inzwischen ist er in Lily verliebt, Lillians Doppelgängerin aus der modernen Welt. Für Lily eine äußerst merkwürdige Situation, denn nun ist die Exfreundin ihres Freundes sie selbst, nur eben aus einer Parallelwelt. Lilys Vater heißt übrigens James. Also kommen mit Lily und James beide Vornamen von Harry Potters Eltern vor. Zufall? Wohl kaum, zumal Lily auch in ihrer optischen Beschreibung Ähnlichkeiten mit Lily Potter hat, aber das nur ganz nebenbei.
Zurück zu Rowan. Ich mochte ihn, auch wenn er als männlicher Protagonist einige Stereotype aufweist. Der junge, athletische Mann, der sowohl zärtlich als auch kalt sein kann. Der mysteriöse, faszinierende und reiche Typ, dem viele Frauen verfallen sind, der aber nur Augen für die Protagonistin hat. Weicher Kern mit harter Schale, welche er sich durch seine tragische Vergangenheit angeeignet hat. Man kennt es, und trotzdem hat Rowan zumindest noch ausreichend Individualität, um nicht wirklich auf die Nerven zu gehen.
Als Rowan Lillian verlassen hatte, musste er auch seinen Wunschstein zerstören, um nicht länger unter ihrem Zauber zu stehen. In der Hexenwelt besitzt jeder Mensch einen Wunschstein, der meist in einer Kette um den Hals getragen wird. Bei Menschen mit magischen Talenten verstärkt der Wunschstein diese Wirkung. Gleichzeitig ist der Wunschstein etwas sehr Intimes. Je nach magischer Fähigkeit, kann das Berühren eines fremden Wunschsteins ein starkes Kribbeln auslösen, bis hin zu den Hexen, die den Träger dauerhaft gefügig machen und ihn steuern können wie eine Marionette. Außerdem haben Träger eines Wunschsteins ein fotografisches Gedächtnis, und können sich alles merken, was sie jemals gelesen oder erlebt haben. Das Prägen auf einen Wunschstein, aber auch das Zerstören des eigenen Wunschsteines, ist für den Träger extrem schmerzhaft. Bei der Zerstörung gehen zudem viele Erinnerungen und Gelerntes verloren. Besonders begabte Hexen können auf mehr als nur einen Wunschstein prägen, so ist Lily sogar in Besitz von drei unterschiedlich großen Wunschsteinen. Das Konzept der Wunschsteine ist bloß ein Aspekt der von Angelini kreierten Fantasywelt, welcher mir aber besonders gut gefallen hat. Auch das Prinzip von Parallelwelten, von denen eine der modernen Welt ähnelt, während die andere magische Elemente beinhaltet, ist nichts Neues, allerdings gut umgesetzt. Eine Frage, die ich mich schon im ersten Band gefragt habe, ist: Warum gibt es von vielen Figuren Doppelgänger in der Parallelwelt, zum Beispiel Lillian, Samantha, Juliet oder Tristan, aber Rowan existiert nur in der Hexenwelt?
Bei „Everflame – Tränenpfad“ hatte ich leider Probleme in einen Lesefluss zu kommen. In der ersten Hälfte passiert eigentlich einiges, dennoch liegt der Fokus des Plots weiterhin auf der Hexenwelt, in der sich Lily und Rowan nun nicht mehr befinden. Der am Ende der ersten Bandes abgerissene rote Faden hängt also förmlich in der Luft. Ab der Hälfte wird dieser Faden dann aber mit einem ordentlichen Ruck wiederaufgegriffen, und der Spannungsbogen erhöht sich deutlich.
Während des Lesens habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Ist die Everflame-Reihe nun tatsächlich besser als die Göttlich-Trilogie? Meine bisherige Meinung dazu ist: ja! Die Everflame-Trilogie ist deutlich düsterer, brutaler und auch reifer. Manche Szenen sind so grausam, dass sie, wären sie verfilmt worden, vermutlich als nicht jugendfrei eingestuft wären. Die Themen sind ernster, so werden beispielsweise sexueller Missbrauch, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit, Radioaktivität oder Rassismus behandelt. Gerade das Zitat „‚Wir müssen anfangen, wissenschaftlich zu denken, und dürfen uns nicht von diesem Aberglauben anstecken lassen‘“, hat heute wahrscheinlich mehr Aktualität als je zuvor. Auch Sexualität spielt eine wichtigere Rolle, sie wird allerdings in einer einfühlsamen und für ein Jugendbuch gut umgesetzten Weise geschildert. Am Rande wird auch die Homosexualität thematisiert. Hatte ich bei der Göttlich-Trilogie unter anderem kritisiert, dass sie zu banal und einfallslos ist, gibt es hier eine spürbare Verbesserung.
Das Ende hat dann noch einmal einige Plottwists, Action und einen Cliffhanger, sodass ich nun auf jeden Fall den letzten Band „Everflame – Verräterliebe“ lesen möchte.
„Everflame – Tränenpfad“ von Josephine Angelini hat vergleichbare Stärken und Schwächen wie der erste Band der Trilogie. Das Worldbuilding ist solide, die zweite Hälfte brilliert mit überraschenden Wendungen und Figurtoden. Die gesamte Reihe kommt ernsthafter und erwachsener daher als die Göttlich-Trilogie. Dennoch bleibt es stilistisch eher schwach. Es gibt viele komische Metaphern und Vergleiche sowie einige Perspektivbrüche, die wiederholt nur einzelne Sätze betreffen. Auch die retardierende erste Hälfte macht es nicht leicht, in den Lesefluss zu kommen. Vor allem im direkten Vergleich macht der zweite Band der Everflame-Trilogie mehr her, als der zweite der Göttlich-Reihe. Deswegen bekommt dieses Fantasy-Jugendbuch aus dem Jahr 2015 drei von fünf Federn. Trotz aller Kritik möchte ich erfahren, wie die Geschichte von Lily endet.
- Lucinda Riley
Die Schattenschwester
(713)Aktuelle Rezension von: miahAchtung! Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe! Die Bücher können unabängig voneinander gelesen werden.
Inhalt:
Star ist die dritte der sieben Schwestern und besonders eng mit CeCe verbunden. Die beiden sind unzertrennlich und machen alles gemeinsam. Doch nach dem Tod ihres Vaters bekommt jede Schwester ihr eigenes Rätsel zu ihrer Herkunft. Star beginnt in einem Antiquariat in London mit ihrer Suche und ist schon bald gefesselt von der Vergangenheit...
Meine Meinung:
Es ist schon sehr lange her, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe gelesen habe, doch die Geschichten der Schwestern sind im Prinzip auch unabhängig voneinander lesbar. Dadurch braucht es an sich kein Hintergrundwissen, um sich in dieser Geschichte zurechtzufinden.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Star ist eher zurückhaltend und schüchtern. Sie spricht wenig und weiß mit ihren 27 Jahren noch nicht, was sie mit ihren Leben anfangen möchte. Mit ihrer Schwester CeCe ist sie so eng verbunden, dass man die beiden immer nur gemeinsam antrifft. Sie sind zusammen um die Welt gereist und leben nun gemeinsam in London. CeCe gibt immer den Ton an.
Schnell ist klar, dass sich die beiden Schwestern voneinander lösen müssen. Mir war ihre Beziehung schon fast zu eng und ich war froh, dass Star das nun auch zu merken schien. Die perfekte Gelegenheit ergibt sich, als Star endlich den Mut findet, den Brief ihres verstorbenen Vaters zu öffnen und sich mit ihrer Herkunft zu beschäftigen. Mir hat sie ein bisschen zu lange damit gehadert, aber danach kam Star relativ leicht und schnell ans Ziel.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Star erzählt und wechselt irgendwann in die Vergangenheit. Mir haben die Rückblenden viel besser gefallen als die Geschichte in der Gegenwart.
Mit Star hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Bei vielen Sachen hat sie sich sehr zurückgehalten, aber anscheinend hat sie sich einfach ihr Leben lang ihrer Schwester CeCe untergeordnet. Das Verhältnis der beiden kann man nur als toxisch beschreiben.
Aber auch die Nebenfiguren in der Gegenwart empfand ich als schwierig. Alle stecken irgendwie in ihrem eigenen Leben fest und hegen einen Groll gegeneinander. Einzig Rory hat mir sehr gefallen.
Die Liebesgeschichte war leider auch absolut nicht meins. Bei mir kamen da keine Gefühle an und es wirkte eher erzwungen und altbacken. Star bekam ständig ein Ultimatum gesetzt, da konnte sich einfach nichts entwickeln.
Insgesamt fand ich Stars Reise interessant. Ihre Familiengeschichte ist verworren und ein Stammbaum hätte sicher geholfen, den Überblick zu behalten. Die Vergangenheit an sich hat mit Flora eine für mich starke Heldin gefunden und ich habe mich immer über ihre Kapitel gefreut.
Die Gegenwart ging mir generell tatsächlich ein bisschen zu schnell. Am Ende waren alle zu versöhnlich und alle Probleme haben sich schnell aufgelöst.
Ich werde die Reihe vermutlich noch weiterverfolgen, da sich die Bücher schnell lesen lassen und mich die Hintergründe zu den Schwestern interessieren. Aber ich werde mir damit weiterhin Zeit lassen. - Elly Blake
Fire & Frost, Band 2: Vom Feuer geküsst
(266)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneIm Norden fiel der Frost einst sacht,
der Thron zerbrach in kalter Nacht.
Arcus und Ruby, Hand in Hand,
befreiten etwas – ungeplant.Der Minax, dunkel, wild, entfacht,
hat sich nun frei den Weg erdacht.
In Tempesien treibt er sein Spiel,
sein Ende scheint das große Ziel.Doch nur durch seinesgleichen Macht
wird dieses Wesen umgebracht.
Ein zweiter lebt im Feuerreich,
dorthin führt Rubys Weg sogleich.Nach Sudesien sie mutig reist,
wo Glut und Blut das Land umkreist.
Die Firebloods, voll Kraft und Zorn,
doch auch Gefahren, neu geborn.Die Welt, so reich an Mythos, Klang,
erzählt vom Anfang – alt und lang.
Hier zeigt sich Fantasie so klar,
wie schöpferisch die Reise war.Doch manches wirkte allzu schlicht,
vorhersehbar in mancher Sicht.
Dass Ruby mehr als Feuer trägt,
hat früh sich leise schon geregt.Ein neuer Name: Kai tritt ein,
bringt frischen Wind ins Herz hinein.
Sympathisch, ja – das ist gewiss,
doch fehlt der Funke, der ihn riss.Ein Spiel zu dritt, das spannend klingt,
doch hier nicht ganz zum Leben springt.
Denn Glauben braucht es, fein gewoben,
statt lose Fäden, kaum erhoben.Und Arcus, einst so stark, so nah,
tritt hier zu selten wirklich da.
Ein Schatten nur von alter Glut –
das schmerzt beim Lesen, tut nicht gut.So bleibt ein Band mit Licht und Glanz,
doch nicht ganz frei von Dissonanz.
Ein Feuer, das zwar weiterglüht,
doch nicht durchgehend hell erblüht. - Malala Yousafzai
Ich bin Malala
(296)Aktuelle Rezension von: SlothreadyMalala Yousafzai kämpft mutig dafür, dass alle Menschen die Chance auf Bildung haben, Lesen und Schreiben lernen dürfen und in Freiheit und selbstbestimmt leben können. Sie kämpft mit allen Mitteln, riskiert dabei ihr eigenes Leben und wird von den Taliban beinahe getötet. In "Ich bin Malala" erzählt sie ihre Geschichte. Sie erzählt ihre Kindheit im Tal Swat in Pakistan, sie berichtet über die Verhältnisse dort und den Kampf der Menschen ums Überleben, sie erzählt von dem Tragischen Zwischenfall, bei dem sie beinahe gestorben wäre, von ihrem Weg zurück ins Leben und von ihrem Neubeginn im sicheren England.
Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis eines sehr mutigen Mädchens. Es eröffnet neue Perspektiven und lässt einen die Gegebenheiten in Pakistan, das Leben der Menschen dort und die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, etwas besser verstehen. Es hat mich mit Respekt dem jungen Mädchen gegenüber erfüllt, das für Dinge kämpft, die für uns selbstverständlich sind und es ließ mich dankbar zurück, dass ich in einem Land leben darf, in dem der Zugang zu Bildung für alle möglich ist, in dem Frieden herrscht und in dem die Menschen nicht täglich aufs Neue bedroht werden.
Der Inhalt von "Ich bin Malala" war großartig und beeindruckend, der Schreibstil war leider zu langatmig und und durch die vielen Eigennamen etwas mühsam zu lesen. Man hätte auch das ein- oder andere Kapitel ruhig etwas kürzer fassen können. Insgesamt war es aber ein tief bewegendes Buch, das einem neue Blickwinkel eröffnet und das ich sehr gerne weiterempfehle, um so manches Geschehen auf der Welt besser verstehen zu lernen.
- Bianca Iosivoni
Golden Bay − How it feels
(308)Aktuelle Rezension von: novelicaZu Golden Bay war ich letztes Jahr auf einer Lesung und habe die Reihe dort zum ersten Mal kennengelernt.🥰
Vom Anfang war ich sofort gefesselt und das Ende hat mich so viel fühlen lassen!
In Band 1 geht es um Ember, die nach langer Zeit wieder in ihre Heimatstadt auf einer Insel zurückkehrt. Doch nicht nur sie kehrt zurück, sondern auch Holden, ihre große Liebe. Sein Verschwinden von damals hat sie immer noch nicht verkraftet.
Ich muss sagen, wer hier eine Geschichte mit viel Action, Skandalen und Drama erwartet, ist fehl am Platz. Der Fokus liegt ganz klar auf Ember und ihrer Gefühlswelt. Es wird in keinem Kapitel langweilig, auch wenn nicht ständig etwas Neues passiert. Embers Sicht ist sehr realistisch dargestellt, finde ich.
Im echten Leben gibt es auch nicht jeden Tag eine krasse Wendung, man lebt in seinen Alltag hinein. Da werden die Gefühle die man hat eher lauter, oder? Auf jeden Fall werden Embers Gefühle, ihr Denken und Handeln hier sehr gut beschrieben. Man rätselt mit: Was ist damals wirklich passiert? Warum hat Holden sie nicht mitgenommen, wie es ursprünglich abgemacht war?
Das Ende war sehr emotional. Das Buch kann definitiv zu Tränen rühren.🙈
Ich glaube, ich konnte schon lange nicht mehr so stark mit einem Charakter mitfühlen wie mit Ember!
Absolute Empfehlung! Band 2 und 3 werden definitiv bald gelesen. - Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
(1.896)Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liestZusammenfassung:
Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht nach über 40 Jahren ihren Heimatort Güllen. Dort sind alle aus dem Häuschen und versprechen sich eine Finanzspritze von diesem Besuch. Die bietet Claire auch an, stellt aber eine Bedingung, die alle schockiert.
Persönliche Meinung:
Als einer unserer Praktikanten vor ein paar Wochen meinte, dass "Der Besuch der alten Dame" das Schlimmste sei, was man Schülern jemals zu lesen gegeben habe, fiel mir ein, dass das Stück auch bei mir im Regal steht.
Allerdings konnte ich mich nicht mehr erinnern, ob ich es überhaupt je gelesen hatte.
Offenbar nicht, denn diese Geschichte wäre mir ganz sicher im Gedächtnis geblieben.
Zu Beginn habe ich mich köstlich über das Gebaren der Güllener „High Society“ und Claires Auftreten amüsiert. Alles fühlte sich harmlos und sicher an – bis Dürrenmatt die moralische Falle zuschnappen lässt. Die anschließende Entwicklung lässt einen schlucken und ist beklemmend.
Auch wenn die meisten von euch das Werk vermutlich schon kennen, möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Es lohnt sich absolut, (noch einmal) einen Blick hineinzuwerfen und ist überhaupt nicht so schlimm, wie angekündigt 😅.
- Deborah Harkness
The Book of Life - Das Buch der Nacht
(339)Aktuelle Rezension von: Simply_Another_BookaholicNach ihrer gefährlichen Zeitreise ins London der elisabethanischen Ära kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont in die Gegenwart zurück. Doch anstatt zur Ruhe zu kommen, werden sie sofort mit neuen Gefahren und alten Feinden konfrontiert. In Sept-Tours, dem Stammsitz von Matthews Familie, finden sie zwar Verbündete und vertraute Gesichter wieder, müssen jedoch auch einen schmerzhaften Verlust verkraften, der vor allem Diana tief erschüttert.
Während im Hintergrund dunkle Mächte agieren, schafft es Autorin Deborah Harkness es immer deutlicher zu machen, dass das Rätsel um das geheimnisvolle Manuskript Ashmole 782 noch längst nicht vollständig gelöst ist. Um die Zukunft der magischen Welt zu sichern, müssen Diana und Matthew die fehlenden Seiten finden und deren wahre Bedeutung entschlüsseln. Dabei geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Machtkämpfen und uralten Geheimnissen.
Ich habe "The Book of Life" als emotionalen Band erlebt. Die Handlung ist spannend, vielschichtig und bringt zahlreiche Entwicklungen mit sich. Besonders gefallen hat mir, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Fragen endlich klarer werden.
Die Charakterentwicklung von Diana und Matthew wirkt authentisch und tiefgehend, ihre Beziehung gewinnt spürbar an Reife. Gleichzeitig bleibt die Geschichte voller Dynamik, Magie und überraschender Wendungen.
Für mich ist dieses Buch ein starkes Bindeglied innerhalb der Reihe, das neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.
- Michael Hjorth
Der Mann, der kein Mörder war
(829)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDer erste Fall für Sebastian Bergman.
In der Nähe eines Waldes in Schweden wird ein toter Junge gefunden. Wie sich herausstellt, war er Schüler eines Elitegymnasiums und wurde schon seit ein paar Tagen vermisst. Er wurde ermordet; sein Herz wurde ihm herausgenommen. Wer tut so etwas, und warum?
🎧 Ich habe das Hörbuch gehört, sehr gut gelesen von Douglas Welbat. Mit einer Hördauer von gut 16 Stunden ist die Geschichte komplex, gut ausgearbeitet mit vielschichtigen Charakteren. Die Handlung war für mich spannend und interessant und ich freue mich, dass ich noch einige Bücher der Reihe vor mir habe!
27.02.2026
- Viola Shipman
Für immer in deinem Herzen
(285)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Großmutter Lolly lebt schon lange alleine. Sie ist im Dorf zwar seh beliebt, aber dennoch fühlt sie sich sehr einsam. Als kleiner Hilferuf schickt sie einen Brief mit Anhängern zu Arden und Lauren. Beide verstehen den Hinweis und eilen zu Lolly.
Dort lernen die beiden mehr über die vielen Anhänger an dem Armband ihrer Großmutter, denn jeder Anhänger hat seine eigenen Geschichte....
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man sieht regelrecht, wie die Generationen in diesem Buch durch die Familiengeschichte zusammenwachsen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und man kann sehr gut folgen. Mir hat das Buch gut gefallen.
- Khaled Hosseini
Traumsammler
(528)Aktuelle Rezension von: WafaoooTraumsammler war mein erstes Buch von Khaled Hosseini - und hat mich direkt begeistert.
Die berührende Geschichte von der kleinen Pari und ihrem Bruder Abdullah, die früh getrennt und in völlig verschiedenen Welten aufwachsen, ist fesselnd und emotional.
Hosseini überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie grausam das Leben sein kann.
Ein tiergehender, bewegender Roman.
- Lucinda Riley
Der Engelsbaum
(573)Aktuelle Rezension von: Melanie2810Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss dazu sagen ich hätte es auch nicht gelesen wenn ich da keine Empfehlung bekommen hätte.
Die Autorin schreibt ausführlich und flüssig. Ich kam an sich schnell in die Story rein tat mich aber teilweise schwer durchzubklicken mit den Zeitsprüngen und den verschiedenen Charakteren die immer mal wieder die "Hauptrolle" übernahmen.
An sich ein gutes Buch was zum Ende hin nochmal gut an Spannung zulegte. Zwischendurch "plätscherte" es zwar so dahin aber nicht so das ich es als langatmig oder als unnötiges Seiten füllen sehen würde.
Die Charaktere fand ich gut beschrieben.und ausgearbeitet.
- Dörte Hansen
Mittagsstunde
(290)Aktuelle Rezension von: mrs_overcityDas perfekte Buch für die norddeutsche Provinz.aber auch überall sonst absolut lesenswert! Warmherzig und mit viel Humor erzählt die Autorin die kleinen und großen Dramen eines Dorfes im Wandel.
Es wird viel getanzt: Vom Line-Dance der 'Brinkbüll Buffalos' in Kunstleder-Cowboystiefeln bis zum letzten Schneewalzer ist alles dabei,.
- E. L. James
The Mister
(265)Aktuelle Rezension von: Karina_Sofia_RodriguesLeider konnte mich The Mister von E. L. James nicht überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich sehr vorhersehbar: Ein wohlhabender junger Mann verliebt sich in eine Frau mit schwieriger Vergangenheit und bescheidenen Verhältnissen – ein Plot, der in ähnlicher Form schon häufig erzählt wurde.
Was mir besonders gefehlt hat, war der Tiefgang der Charaktere. Maxim, der Protagonist, erscheint zu Beginn als typischer Macho, der sich regelmäßig mit wechselnden Frauen trifft. Als plötzlich Alessia in sein Leben tritt, ändert er sein Verhalten von einem Moment auf den anderen – für mich nicht nachvollziehbar und wenig glaubwürdig.
Auch Alessia konnte mich als Figur nicht überzeugen. Ihre schüchterne, unterwürfige Art machte es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Dass ausgerechnet Maxim von ihr fasziniert sein soll, wirkte auf mich eher konstruiert als authentisch. Die Entwicklung ihrer Beziehung blieb für mich flach, die angedeutete Spannung und Erotik zwischen den beiden kam bei mir kaum an – vieles wirkte eher langatmig und wenig fesselnd.
Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Handlung erst sehr spät entfaltet – erst zur Hälfte des Buchs kommt überhaupt Bewegung in die Story. Das war mir persönlich deutlich zu spät, um mich noch mitreißen zu können.
Insgesamt hat mich The Mister leider nicht abgeholt. Es fehlte an emotionaler Tiefe, glaubwürdiger Entwicklung und echter Spannung.
- Peter Hoeg
Smillas Gespür für Schnee
(694)Aktuelle Rezension von: FavoleSmilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist.
Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut.
Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück.
Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.























