Bücher mit dem Tag "heimweh"
70 Bücher
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.281)Aktuelle Rezension von: KarinJMich hat das Buch schnell in Bann geschlagen durch die Erzählweise und das Thema. Es ist keine Geschichte, die einem häufig begegnet wäre, und auch der Schauplatz Afghanistan ist eher ungewöhnlich. Sie ist zudem überaus glaubwürdig erzählt und die Erzählung der Handlung wurde geschickt verflochten mit Beobachtungen, Erinnerungen und Gedanken. Das Leiden der beiden Frauen Mariam und Laila war sehr gut nachvollziehbar, ohne dass es übermässig geschildert worden wäre. Eine Szene reicht, um dem Leser zu vermitteln, wie die nächsten 20 Jahre, die übersprungen werden, für Mariam gestaltet werden. Mir hat nicht gefallen das Verständnis der Mutterrolle. Unklar blieb mir, ob der Autor nur Mariams und Leilas Geschichte erzählte oder auch zum Leser gesprochen hat und ihre Haltung als Ideal darstellt. Als Ideal sehe ich nämlich die Idee des Aushaltenmüssens als problematisch. Ein wenig gestört haben mich die vielen fremdsprachigen Vokabeln. Man kann sich zwar deren ungefähre Bedeutung leicht erschliessen, sie haben aber etwas den Lesefluss gehemmt. Zusammengefasst bewerte ich diesen Roman mit 5 Sternen.
- Jojo Moyes
Mein Herz in zwei Welten
(679)Aktuelle Rezension von: BeautyBooks
Nach dem Tod von Will Traynor versucht Louisa Clark ihr Leben neu zu ordnen. Sie verlässt ihre englische Heimat und zieht nach New York, um dort als persönliche Assistentin der wohlhabenden und exzentrischen Agnès Gopnik zu arbeiten. Lou lebt nun zwischen zwei Welten: dem glamourösen, schnellen Leben in Manhattan und ihrer bodenständigen Familie sowie ihrem Freund Sam in England, mit dem sie eine Fernbeziehung führt.
In New York lernt Lou neue Menschen kennen, entdeckt ungeahnte Seiten an sich selbst und wird zunehmend selbstständiger. Gleichzeitig gerät sie in innere Konflikte: Sie muss entscheiden, wer sie sein möchte, wo sie wirklich hingehört und wie viel Mut es braucht, das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Die Erinnerung an Will und sein Vermächtnis begleiten sie dabei weiterhin und beeinflussen ihre Entscheidungen.
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Der Roman handelt von Selbstfindung, Neuanfang, Liebe, Loslassen und persönlichem Wachstum. Jojo Moyes erzählt die Geschichte mit viel Gefühl, Humor und lebensnahen Figuren und zeigt, wie schwierig – aber auch befreiend – es sein kann, alte Sicherheiten hinter sich zu lassen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von den Büchern "Ein ganzes halbes Jahr" & "Ein ganz neues Leben". Fast sieben Jahre stand nun der dritte Band ungelesen in meinem Regal. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn damals nie gelesen habe, aber auch jetzt konnte er mich mehr als nur überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, Lou nochmals nach so vielen Jahren begleiten zu dürfen. Ein Roman, der sich ruhig und so schön lesen lässt. Nun weiß ich wieder, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so liebe! - Herta Müller
Atemschaukel
(290)Aktuelle Rezension von: smillaDie Schicksal der Rumänendeutschen im Gulag nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine Schilderung des Schrecklichen. Hier mit gewisser Sprachgewalt - oder ist es nur eine harte, gekünstelte Sprache? Was wohl bewusst so gewählt ist, berührt mich kaum. Einerseits fehlt mir die Nähe zur erzählenden Hauptperson, ich kann den Ich-Erzähler nicht spüren, andererseits fehlen die "heiligen Momente" - wie zum Beispiel in Dostojewskis Erzählungen vom menschlichen Elend: Irgendwann gibt es dieses Heraussteigen und Aufleuchten. Einzig herausleuchtend für mich ist der Name der "Trudi Pelikan", weniger als Figur, als dieser Name. Der Sprachstil mag wohl manche Lesende ansprechen, mich hat er nur punktuell erreicht.
Auch wenn man sich scheut, so hochgelobte Werke kritisch zu betrachten, bleibt mir nur meine ehrliche Meinung über dieses Buch. - Meike Winnemuth
Das große Los
(259)Aktuelle Rezension von: Schlumpfine-02Das große Los“ von Meike Winnemuth ist ein humorvoller, inspirierender Reisebericht über ein Jahr in 12 Städten weltweit, finanziert durch einen Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ In Briefen teilt sie Aha-Erlebnisse, Kulturschocks und innere Veränderungen – ein Plädoyer für Mut und Möglichkeiten, das nie langweilig wird.
- Trude Teige
Als Großmutter im Regen tanzte
(367)Aktuelle Rezension von: julestodoWährend des Krieges lernt Thekla Otto kennen, der als Angehöriger der deutschen Wehrmacht in Norwegen stationiert ist. Er hilft ihr dabei, ein schwieriges Pferd zu zähmen. Es kommt, wie es kommen muss: die beiden verlieben sich ineinander. Das wird von den Menschen in Norwegen nicht akzeptiert und Thekla wird als Deutschenmädchen tituliert, was damals gleichbedeutend mit "Hure" war.
Unter größten Schwierigkeiten und keinem Rückhalt in Theklas Familie, heiraten die beiden und gehen nach Deutschland in Ottos Heimatort.
Die Erzählungen decken sich mit dem, was meine Eltern und Großeltern aus dieser Zeit erzählt haben.
Die Geschichte ist gut recherchiert und spannend zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Situationen der Personen sind sehr bildhaft beschrieben. Ich konnte mich völlig in sie hineinversetzen und habe das Buch quasi "verschlungen".
Ich freue mich sehr, dass ich den nächsten Band auch noch liegen habe und werde es bald lesen.
Absolute Empfehlung für alle, die einen gut recherchierten Roman zum Thema Nachkriegszeit lesen mögen und zu schätzen wissen.
- Sarah Lark
Der Ruf des Kiwis
(238)Aktuelle Rezension von: AlinchenIch mag die Geschichten von Lilian und Jack, aber ich liebe die Geschichte von Gloria. Dabei hat sie das härteste Schicksal von allen. Lilys Leben erinnert mich hingegen ein wenig an das ihrer Großmutter Fleurette. Aber so schlimm wie Gloria ging es niemandem, nicht einmal Elaine.
Ich habe dieses Buch als Erstes in der Trilogie gelesen und kann es auch beim erneuten Lesen kaum aus den Händen legen.
- Hannah Häffner
Die Riesinnen
(232)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterLiese Riessberger, überdurchschnittlich groß und rothaarig, lebt in den frühen 1960er Jahren in Wittenmoos, einem kleinen Ort im Schwarzwald. Als junge Ehefrau des lieblosen Metzgersohns Bernhard sieht sie einem freudlosen Leben entgegen. Dann schlägt das Schicksal zu und Liese steht vor ungeahnten Herausforderungen, die sie für sich und ihre kleine Tochter Cora bewältigen muss.
Was für ein toller Roman. Die drei Frauenfiguren Liese, Cora und deren Tochter Eva spiegeln 60 Jahre Familiengeschichte. Eine Geschichte über drei Frauen, die wegen ihres Äußeren aus der Rolle fallen, die aber auch durch ihre Willensstärke auftrumpfen, gegen die Männer, gegen die einengende kleine Welt im Dorf und dessen Bewohner*innen. Jede hat andere Wünsche an das Leben und für das Leben der jeweiligen Tochter. Es kommt nicht immer so, wie sie es gerne hätten und ohne Frage auch verdient hätten. Das Leben ist oft ungerecht.
Ich habe die drei so gerne durch die Jahrzehnte begleitet und die unterschiedlichen Entwicklungen verfolgt. Was für Liese noch unmöglich erschien, ist für ihre Enkelin Eva selbstverständlich. So liebenswerte Figuren mit Ecken und Kanten, die mich mitgerissen haben. Gut 400 Seiten beste Unterhaltung zum Abtauchen.
- Ildikó von Kürthy
Es wird Zeit
(168)Aktuelle Rezension von: Da_Maris"Morgen kann kommen" war der erste Roman, daen ich von Ildikó von Kürthy gelesen habe. Da er mir so gut gefallen hat, habe ich mich im Anschluss für "Es wird Zeit" entscheiden. Leider wurde ich hier etwas enttäuscht. Die Protagonistin Judith ist die ganze Geschichte über ziemlich unzufrieden mit sich selbst und ihrem Leben. Sie hinterfragt dauernd alle ihre Entscheidungen und redet in einem abfälligen Ton über sich selbst. Das ist nicht nur anstrengend, sondern mit der Zeit auch für die Leserin deprimierend. Da die Geschichte von ihrem Ich erzählt wird, prägt dieser schnippische Erzählstil leider die ganze Geschichte. (Beispielsweise: "Ich mache mich gerade und spanne meinen wenigen verbliebenen Bauchmuskeln an. [...] Schon der Name ist wie ein Schlag ins Gesicht für eine Frau mit Orangenhaut an den Oberarmen" (S.280f.) Die Entwicklung der Freundschaft von Judith und Anne hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt hatte die Geschichte für meinen Geschmack aber zu viele Geheimnisse und Intrigen und erinnerte mich stellenweise an GZSZ. Mit der Figur des Erdal konnte ich mich in diesem Buch auch gar nicht anfreunden. Er wirkte einfach nur lächerlich und unrealistisch auf mich. Das Buch ist allerdings sehr schön gestaltet mit Bildern von Peter Pichler und Kapitelüberschriften in Form von Zitaten aus dem Kapitel. Auch Titel passt sehr gut zum Buch und spiegelt sich gut in der Geschichte wider.
- Tom Fletcher
Der Weihnachtosaurus
(272)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksEin kleiner Ausreißer zu meinen sonstigen Büchern, aber ich habe dieses Buch wirklich geliebt. Ich habe es schon oft gesehen und gedacht, dass ich es irgendwann lesen möchte, vielleicht sogar zusammen mit meinen Neffen. Dieses Jahr hat es aus Zeitgründen leider nur alleine geklappt und ich habe es absolut genossen.
Ich habe vor Weihnachten angefangen und es in den Feiertagen beendet. Es ist eine super süße Kindergeschichte und hat mich sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Am Anfang war ich ein bisschen überrascht, dass es so dick ist, aber das hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Ich habe es richtig genossen, mal wieder eine Kindergeschichte zu lesen, weil ich den Stil einfach liebe.
Die Geschichte begleitet einen kleinen Jungen im Rollstuhl, für den ein Dinosaurier alles bedeutet. Durch verschiedene Ereignisse taucht dann der Weihnachtosaurus auf und stellt alles auf den Kopf. Es war unfassbar goldig und hat einfach Spaß gemacht, diese magische Welt zu entdecken.
Die Nebencharaktere, der Weihnachtsmann, der böse Jäger, der Vater, das Mädchen aus der Schule und alle anderen, waren super unterschiedlich und liebevoll ausgearbeitet. Die ganze Story rund um den Weihnachtosaurus ist einfach bezaubernd. Ich fand die Idee so kreativ und liebevoll umgesetzt.
Für mich ist das ein Buch, das man super in der Weihnachtszeit lesen kann, allein oder mit Kindern. Es eignet sich sogar als Adventskalenderbuch. Ich kann es absolut empfehlen, sei es als Geschenk oder zum gemeinsamen Lesen.
Insgesamt ein großartiges Kinder- und Weihnachtsbuch, das ich auf jeden Fall wieder lesen möchte und auch die Reihe weiterlesen will.
- Dirk Reinhardt
Über die Berge und über das Meer
(29)Aktuelle Rezension von: 99Hermione99Um was die Geschichte handelt:
Soraya lebt in einem kleinen Dorf in den Bergen. Jeder nennt sie Samir. Ja, sie wird nicht nur mit einem Jungennamen gerufen, sondern sie zieht sich auch so an und verhält sich wie ein Junge. Und das aus gutem Grund: Soraya ist die 7. Tochter ihrer Familie und somit noch immer nicht der erhoffte Sohn. Als Junge kann sie jedoch frei herumlaufen, und muss nicht wie alle Mädchen und Frauen, den ganzen Tag im Haus sitzen. Ausserdem dürfen diese das Haus nur in Begleitung von männlichen Personen verlassen. Doch nun mit 14 Jahren ist Soraya alt genug, um sich "umzuwandeln" in das Mädchen, das sie eigentlich ist. Das finden auch die Taliban, eine streng religiöse, gewalttätige Gemeinschaft. Ein ähnliches Schiksal trifft Tarek, ein Kuchi, ebenfalls aus Afghanistan, der mit seiner Familie in den Bergen herumzieht. Die Taliban wollen, dass er ihnen beitritt, da er ein sehr guter Schafhirte und Spurenleser ist. Tarek und Soraya geben sich unabhängig voneinander auf den Weg der Flucht, durch brenzlige und lebensgefährliche Situationen, oft ganz alleine, viele Kilometer von ihrer Familie, ihrem Bekanntenkreis und ihrer Kultur entfernt.
Nun aber zu meiner Meinung:
Ich finde, man kann sich unglaublich gut in die zwei Protagonisten hineinversetzen und flüchtet mit ihnen. Gerade, weil das Thema (Flüchtlinge und Taliban in Afghanistan) so aktuell ist, habe ich die Geschichte regelrecht verschlungen. Die Kapitel berrichten immer abwechslungsweise aus der Sicht von Tarek und Soraya. Manchmal bin ich durcheinandergekommen, was jetzt wem passiert ist. Aber das konnte ich dann schnell nochmal nachlesen. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist realistisch, soweit ich das beurteilen kann. Mit diesem Roman kann man nachvollziehen, was Flüchtlinge alles durchleben müssen. Das Buchcover finde ich persönlich wunderschön. Ausserdem befindet sich eine Karte hinten im Biuch, auf der die Fluchtwege von Soraya und Tarek eingezeichnet sind, sehr praktisch.
Ich kann es nur empfehlen. Einfach lesen!! :-)
- Susan Kreller
Elektrische Fische
(49)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Emma zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern nach der Trennung vom Vater von Irland in einen kleinen Ort nach Mecklenburg-Vorpommern zu den Großeltern mütterlichseits.
Während es für Emmas Mutter ein „nach Hause kommen“ ist, haben Emma, Dara und Aoife große Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen. Heimweh, die zurückhaltenden Großeltern, die Enge des Hauses und die Schwierigkeiten in der Schule tun ihr Übriges dazu bei.
Also fasst Emma einen Plan: sie will zurück nach Irland. Und helfen soll ihr ihr Klassenkamerad Levin…Meine Meinung:
Schon das Cover stimmt einen auf die Geschichte von Emma ein: ein junges Mädchen, ganz allein am Meer.
Emma will nicht nach Deutschland. Das belastet das Verhältnis zu ihrer Mutter sehr. Sie reden nicht mehr miteinandern. Die Mutter ist ihr fremd geworden. Alles erdrückt sie. Das Zimmer im Haus der Großeltern, dass sie mit ihrer kleinen Schwester teilen muss. Die wortkargen Großeltern, die so fremd sind. Die Schule, in der die anderen Jugendlichen alle irgendwie komisch sind. Der spießige Ort, in dem sie nun leben. Es gibt nichts, was in Velgow schön ist. Gar nichts.
Emmas achtjährige Schwester Aoife hat es noch schwerer. Sie spricht nicht so gut Deutsch wie Emma. Das und ihr ungewöhnlicher Name sorgen dafür, dass sie in der Klasse überhaupt keinen Anschluss findet. Nach kurzer Zeit zieht Aoife sich vollkommen in sich selbst zurück und hört auf mit Sprechen. Nichts, wirklich gar nichts, bringt sie dazu, wieder mit Reden zu beginnen.
Emma will zurück nach Dublin. Doch wie soll sie das anstellen? Als sie Levin kennenlernt und die beiden irgendwie Freunde finden, beschließt Levin ihr zu helfen und die beiden schmieden einen todsicheren Plan.
„Und im Zimmer meiner Mutter wird mir irgendwann klar, dass man mit Heimweh immer alleine ist, Heimweh ist ein winziger Raum, der nach Eukalyptusriecht, Heimweh ist ein Zimmer mit alten braunen Möbeln und einem viel zu schmalen Bett und das schlimmste Heimweh ist das, das nach einigen Monaten wiederkommt, viel stärker als zuvor und ausgerechnet dann, wenn man schon gar nicht mehr richtig daran gedacht hat.“ – Seite 130
Levin hat auch ein schweres Päckchen zu tragen. Die Krankheit seiner Mutter bestimmt das Leben seiner Familie. Und auch er ist einsam. Sie wie Emma. Wenn auch auf eine andere Art und Weise.Und so nähern sich die beiden an. Werden Freunde. Und dann rückt der Tag der Flucht nach Dublin immer näher….
„Ich glaube, ein Abschied beginnt spätestens dann, wenn man genau zählen kann, wie oft man sich noch sehen wird. Oder wenn man es ungefähr sagen kann. Oder wenn man nicht weiß, ob man sich überhaupt noch mal sieht“ – Seite 149
Emma ist mutig. Emma will sich nicht mit der Situation abfinden. Doch – unmerklich verändert sich etwas in ihr. Alles wird vertrauter. Levin ganz besonders. Die Einsamkeit verändert sich. Fast unbemerkt.
Die Einsamkeit und Traurigkeit von Emma und ihren Geschwistern sind zu Beginn auf jeder Seite zu spüren. Das Leben scheint vollkommen trostlos. Diese Stimmung dominiert den größten Teil der Geschichte. Das kann mitunter beim Lesen beklemmend wirken.
Dennoch gibt es nach einem Weilchen auch Lichtblicke und Hoffnung. Hoffnung, dass Freundschaft auch trostlose Situationen verändern kann. Das aus schwierigen Situationen auch etwas Gutes entstehen kann. Auch wenn man das zu Beginn nicht sehen kann.
Man darf nur die Hoffnung nicht aufgeben und muss sein Herz öffnen. Und versuchen, auch im Regen zu tanzen.„Elektrische Fische“ ist ein lesenswertes Buch und gleichermaßen für junge Leser und Erwachsene geeignet.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de
- Anika Landsteiner
Gehen, um zu bleiben
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.
Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.
Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.
Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!
- Margit Auer
Die Schule der magischen Tiere 4: Abgefahren!
(78)Aktuelle Rezension von: Jowis_buecherschrankDiese Reihe von @auer_margit ist mir echt ans Herz gewachsen.💕💯
Ich liebe DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE einfach so sehr,und auch Band vier ist echt ABGEFAHREN! Ich bin nicht enttäuscht.😉
Bis auf ein paar Kleinigkeiten fande ich es einfach nur großartig. Dieses mal geht es für die Klasse von Miss Cornfield auf große Fahrt,und auch wichtige Themen wurden wieder eingebaut. Das liebe ich an diesen Büchern ja auch so sehr. Kinder können sich so gut mit den Figuren Identifizieren & man kann so viel aus den Situationen lernen.💯 Es geht um Freundschaft,Zusammenhalt, und dieses mal auch um Dinosaurier. Cool oder? Es geht auf Klassenfahrt,ins Museum,und es gibt jede Menge Abenteuer. Auch Heimweh spielt eine Rolle, denn eigentlich schläft Finja nicht gerne wo anders. Ob da vielleicht ein magisches Tier helfen kann? Die Geschichte war echt toll,und der Schreibstil von Margit Auer ist wie immer ABGEFAHREN gut! 😍🎉 Ich hatte das Buch wieder richtig schnell durch und es hat einfach nur süchtig gemacht.💚 Am Anfang dachte ich zwar, wie kann man so gemein sein,aber wenn man weiter liest dann versteht man alles, und auch warum er so reagiert und handelt, aber zunächst ist das was er macht wirklich alles andere als gut... Ach so, ich rede natürlich von Silas. Einer der Hauptfiguren aus diesem Band.😉 Stellt euch mal vor. Er belügt Erstklässler,und zockt den kleineren Kids Geld ab. Dann klaut er auch noch, und ist am Anfang nicht gerade nett.
Aber wie sagt man so schön? Man muss erst die Hintergründe kennen bevor man urteilt. Und das ist auch etwas was man definitiv aus dieser Geschichte mitnehmen kann. Vielleicht hat Silas ja auch eine liebe Seite. Ist er nicht eigentlich ganz cool? Außerdem hat er ja seine tollen Klassenkameraden,und die Schule der magischen Tiere hält doch immer zusammen oder? 💕
Nur eines muss immer geheim bleiben, und es gibt einen Schwur. Aber wenn ihr auch schon Fan von dieser fantastischen Reihe aus dem @carlsen_kinderbuch Verlag seit,dann wisst ihr ja schon von dem Geheimnis der magischen Tiere, und falls nicht, dann ändert das unbedingt.😉
LG eure Johanna 💚
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(5)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)
Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.
Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.
Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.
Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.
Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.
Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln. - Lucas Vogelsang
Heimaterde
(22)Aktuelle Rezension von: carathisLucas Vogelsang nimmt uns mit auf eine Reise zu den Wurzeln der Menschen, ihrer Heimat, die sehr oft nicht an dem Ort liegt, wo sie leben.
Der Klappentext hinter dem ungewöhnlichen und unglaublich schönen Cover, verriet mir, dass ich verschiedenen Menschen begegnen werde, die in Deutschland ein Zuhause haben, aber nicht unbedingt eine Heimat. Wie diese Heimaterde aber aussehen kann und ob sie als Gefühl, Stadt, bestimmte Gewohnheit oder als andere Lebewesen daherkommt, wird beschrieben und detailliert auseinander genommen.
Dieses Thema erschien mir überaus präsent, in den Medien und dem allgemeinen Umfeld und deswegen freute ich mir auf dieses Buch. Gegliedert ist es in verschiedene Städte bzw. deren "Brennpunkte" wie Castrop-Rauxel oder Rostock-Lichtenhagen. Dort trifft der Autor die Menschen, die teils dramatische Geschichten erlebt haben, aber oft daran gewachsen sind.
So trifft man zum Beispiel ein ungleiches Brüderpaar, die als Kinder durch Kontinente getrennt waren und nicht so recht in das jeweilige Land passen wollten. Doch sie fanden irgendwie wieder zusammen, zumindest so halb. Immer wieder treffen sich die Fäden aber wieder in Berlin, wo auch der Autor lebt. Und das merkt man ihm auch an.
Die Sprache ist sehr direkt, manchmal zu derb und sprunghaft. Das muss man mögen. Es gibt auch Sätze, die man erst beim zweiten oder dritten Mal lesen so richtig begreift, die Bilder aufnehmen, die mir manchmal die Luft nahmen.
"Es sind Orte wie Selbstmörder, sie halten den Zug auf, verlangsamen die Reise."
Solche Sätze waren mir zu krass, da wollte ich das Buch gleich weg legen. Aber die Menschen haben mich dann doch interessiert, ich wollte erfahren, was aus ihnen wurde. Und manchmal kann man die Situationen wohl auch nur so richtig darstellen, denn sie sind ab und zu hart.
Fazit: Da wir in Deutschland derzeit viele Menschen unterschiedlichster Herkunft aufnehmen, die teilweise hier auch eine Heimat finden möchten, bin ich der Meinung, dass Bücher wie dieses wichtig sind. Sie öffnen die Augen für die Probleme und Hoffnungen der Zugereisten. Ob man mit der Sprache zurecht kommt, muss jeder selbst feststellen, sie ist recht sachlich und direkt. Insgesamt ist es keine leichte Kost, aber die Mühe des Lesens wert.
- Lotte Römer
Dünenliebe
(42)Aktuelle Rezension von: Uli_liestEin tolles Buch aus der Norderney-Buchreihe von Lotte Römer
Das Buch handelt von der Weltenbummlerin Katja und dem Naturschützer Malte, die mehr gemeinsam haben als nur eine Vergangenheit. Eine schöne Liebesgeschichte, bei der man zwischendurch etwas über Robben bzw. Heuler lernen kann.
In den Kapitel wechselt die Sichtweise zwischen Katja und Malte ab, was mir persönlich sehr gefällt.
Auch die Vorgänger aus der Buchreihe "Leuchtturmliebe" und "Strandkorbliebe" kann ich nur empfehlen. Die Geschichten in der Buchreihe sind alle abgeschlossene Geschichten und könnten unabhängig voneinander gelesen werden.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Abby Clements
Das Glück schmeckt nach Zitroneneis
(45)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Imogen und Anna haben von ihrer Großmutter Vivianne ein Eiscafe geerbt. Da Imogen als Fotografin lieber durch die Weltgeschichte reist und Fotos schießt als sich endgültig niederzulassen, kümmert sich ihre Schwester Anna und ihr Mann Matteo um das Cafe. Eines Tages wird Matteo aber bewußt dass er Italien vermisst und er möchte seiner Tochter Bella auch sein Italien zeigen, deshalb beschließen Anna und Matteo sich in Sorrent ein Cafe aufzubauen.
Eigentlich ein ganz netter Familienroman, mit vielen Geschichten von jedem einzelnen Familienmitglied. Mir war der Roman allerdings zu oberflächlich, die einzelnen Geschichten wurde nur sehr kurzweilig und schnelllebig angesprochen und zum Abschluß gebracht. Ich hätte mir manche Geschichten etwas ausführlicher und nicht so oberflächlich gewünscht.
- Heidi Knoblich
Xaver im Uhrenland
(50)Aktuelle Rezension von: dieanneEs ist eine historische Geschichte über Xaver, der als Uhrmacherlehrling fern von zu Hause ist.
Das Buch ist sehr schön illustriert und man kann gut mit Kindern über die Geschichte, die Lebensumstände von früher und die Uhrmacherei ins Gespräch kommen.
- Henning Mankell
Die rote Antilope
(75)Aktuelle Rezension von: Ana80Molo wird von dem schwedischen Naturforscher Hans Bengler aus seiner afrikanischen Heimat mit nach Schweden genommen. Bengler meint es eigentlich gut mit dem Kind, was er von nun an Daniel nennt, denn dessen ganze Familie ist von Weißen ermordet worden und er möchte sich um das Kind kümmern. Er bedenkt dabei allerdings nicht, was es für dieses Kind bedeutet seiner Heimat, seinen Wurzeln, seiner Kultur und seines Glaubens entrissen zu werden. Erst in Schweden stellt sich heraus, dass er dem Kind damit keinen Gefallen getan hat.
Henning Mankell hat hier einen intensiven Roman geschrieben, der mich sehr berührt und streckenweise auch sehr zum Nachdenken gebracht hat. Er beleuchtet eindrücklich, was Sehnsucht und Heimweh mit einem Menschen machen können, der seinen Wurzeln entrissen wurde. Das Buch ist so geschrieben, dass man es schnell weglesen kann, die schwere Thematik und manch schlimme Szene haben mich allerdings immer wieder auch innehalten lassen. Dem Kind Molo/Daniel fühlte ich mich sehr nah und habe immer wieder unfassbares Mitleid mit ihm empfunden. Die anderen Charaktere blieben für mich eher oberflächlich, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat.
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, da es den/die Leser:in wirklich zum Nachdenken bringt. Nur den Anfang fand ich etwas zu lang und ausführlich.
- Willy Vlautin
Ein feiner Typ
(19)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierMan kann den Roman als Sozialstudie betrachten – Menschen am Rande der amerikanischen Gesellschaft, genauer am unteren Rande. Ein alter Farmer, der keinen Nachfolger für seine Schaffarm in der Halbwüste Nevadas findet, ein Halbindianer ohne Eltern, der erst auf der Farm arbeitet und später in Arizona versucht, Profiboxer zu werden. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive dieser beiden Personen erzählt.
Der Roman lebt davon, dass der Leser den Hauptpersonen bei ihren Bemühungen zusieht, ihre Ziele zu erreichen. Angenehm ist, dass nicht die Klischees bedient werden, die der Mittelschichtsleser mit der Unterschicht verbindet: Drogen, Alkohol, Kriminalität, Aggressivität, raues, asoziales Verhalten. Alle Figuren sind sanfte, solidarische, friedfertige, arbeitsame Charaktere. Sie befinden sich meist in einer melancholischen Grundstimmung. Sie sind einsame Menschen, die hoffen, einfach irgendwie in der Gesellschaft, in denen es den meisten viel besser geht als ihnen, zu überleben. Menschen, auf die sie sich verlassen können, haben sie nicht. Einen Sozialstaat, der sie notfalls auffängt, gibt es nicht.
Es gibt keine dramatischen Ereignisse, keine durch und durch bösartigen Antagonisten, die bekämpft werden müssen. Es ist ein ruhiger Roman, der Bilder schafft, die im Gedächtnis bleiben.
- Johanna Spyri
Heidi
(151)Aktuelle Rezension von: DigitalerNomadeDieses Buch ist einfach zauberhaft. Die Geschichte von Heidi ist liebevoll erzählt und perfekt für Leseanfänger. Die bunten Illustrationen machen die Abenteuer auf der Alm noch lebendiger und laden zum Entdecken ein. Besonders gefällt mir, wie Freundschaft, Mut und die Natur kindgerecht vermittelt werden. Mein Kind war sofort begeistert und wollte das Buch immer wieder lesen. Ein wunderschöner Einstieg in einen echten Klassiker.
- Petra Hartlieb
Ein Winter in Wien
(120)Aktuelle Rezension von: sansolWien, im Dezember 1911. Marie arbeitet als seit kurzem als Kindermädchen im Haushalt des Schriftstellers Arthur Schnitzler. Sie ist noch jung, kommt vom Lande und hatte keine glückliche Kindheit daher ist sie sehr froh über ihre aktuelle Stelle. Als sie ein Buch abholen muss lernt sie den jungen Buchhändlergehilfen Oskar kennen.
Es handelt sich um ein kurzes Buch (176 Seiten), das wie ich finde den Charme der Zeit wiederspiegelt. Besonders gefallen haben mir die historisch korrekten Schilderungen um Arthur Schnitzler und Wien. Die Charaktere waren sympathisch und authentisch dargestellt, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen.
Ein sehr nettes Buch für zwischendurch und der Auftakt einer kleinen Reihe.
- Henry Cole
Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus
(62)Aktuelle Rezension von: official_simoneDas Cover des Buches ist herzlich und ansprechend gestaltet. Auch der Klappentext verrät nicht zu viel, macht aber neugierig auf den Rest des Buches. Die Bleistiftzeichnungen im Buch sind sehr liebevoll illustriert und begleiten die Geschichte durch das ganze Buch. Die Bilder animieren die Kinder & erhöhen das Lesevergnügen. Das Buch eignet sich hervorragend für gemeinsame Lesestunden sowie auch für ältere Kinder zum alleine lesen. Das Buch hat einen sehr gut lesbaren Schreibstil und die Schriftgröße ist gut geeignet. Ein Buch für die ganze Familie.
Es gibt viel zu entdecken und die Tiere sind sehr naturgetreu. Die Geschichte ist sehr liebevoll erzählt. Besonders gut gelungen finde ich die kurzen Kapitel die sehr lebendig erzählt sind in denen über Freundschaft und Zusammenhalt erzählt wird.























