Bücher mit dem Tag "heinrich viii"

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41 Bücher

  1. Cover des Buches Time School - Auf ewig dein (ISBN: 9783846600481)
    Eva Völler

    Time School - Auf ewig dein

     (359)
    Aktuelle Rezension von: Krizzy

    Inhaltsangabe

    Anna und Sebastiano führen eine Zeitreise-Schule. Sie unterrichten Fatima und Ole. Und bei ihrem ersten gemeinsamen Ausflug zu Heinrich Vlll. stoßen beide bereits auf ihre erste Herausforderung. Ein Zeitreisender bringt schlechte Neuigkeiten. 


    Rezension

    Ich habe mich mit der Geschichte schwer getan. Es handelt sich um ein Jugendbuch und dieser Generation kann ich die Geschichte wärmstens empfehlen. Es ist schlank und lässt sich schnell und leicht lesen. Ole's und Fatimas Zenkereien lockern die Geschichte zusätzlich auf. 

    Mich hat es leider genervt. Mir war die Sprache zu anspruchslos und passte nicht immer zur jeweiligen Zeit. 

    Mir waren die Szenen nicht spannend genug und die Witze nicht witzig. Ich glaube aber, das liegt schlichtweg daran, dass ich nicht Zielgruppe bin. 

    Das ist ok so. 

    Dennoch war es ein schönes Buch, auf die Fortsetzungen werde ich aber wohl verzichten. 


    Bewertungsmaßstab Jugendbuch

    Cover 4

    Handlung 3

    Charaktere 3

    Ideenreichtum 2

    Erzählstil 3


    Bewertungsmaßstab Regulär

    Cover 4

    Handlung 1

    Charaktere 1

    Ideenreichtum 1

    Erzählstil 2

  2. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

    *******************************************************************************

    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

    *****************************************************************************

    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  3. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Sabine Roth

    Wölfe

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  4. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  5. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (550)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  6. Cover des Buches Der Anwalt des Königs (ISBN: 9783596175673)
    C.J. Sansom

    Der Anwalt des Königs

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der König ist mit seinem Gefolge auf dem Weg nach York, dort hatte es vor ein paar Jahre eine Rebellion gegeben die niedergeschlagen wurde. Die Bewohner sind immer noch gegenüber dem König misstrauisch. Matthew Shardlake bekommt von Erzbischof Cranmer den Aufrag noch York zu reisen um dort die Petitionen zu sammeln und sie dann dem König zu übergeben. Matthew Shardlake macht sich mit seinem Gehilfen Barak auf den Weg. In York gibt es einen Anführer der Rebellion der im Kerker sitzt. Dieser soll jetzt nach London.gebracht werden da es dort die besten Folterer gibt um Geheimnisse  aus dem Mann zu holen. Shardlake soll nun in einem weitern Auftrag dafür sorgen das der Mann auch lebend nach London kommt. In York wird er Zeuge eines Mordes und Shardlake findet heraus das er etwas mit der Verschwörung zu tun hat. Doch nun wird auch er Opfer eines Mordanschlages. Doch wer sind der oder die Täter? Es gib mehrere Verdächtige und niemanden ist zu tauen.  

    Auch das dritte Buch ist ein Genuss zu lesen. Die ausführliche Beschreibung der Landschaft, der Städte, der Gebäude und der Bewohner lässt einem Bildlich die Tudorzeit erscheinen. Man merkt das der Autor auch Historiker ist. Ich freue mich schon auf schon nächsten Teil!

  7. Cover des Buches Die Schrift des Todes (ISBN: 9783596296842)
    C.J. Sansom

    Die Schrift des Todes

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der Königin wurde ein von ihr geschriebenes Buch gestohlen. Die religiösen Ansichten in diesem Buch würden ihr wenn es an die Öffentlichkeit käme sehr schaden und sie würde beim König in Ungnade fallen. Nun bitte sie verzweifelt Matthew Shardlake heraus zu finden wer das Buch gestohlen hat. Der erste Hinweis führt ihn in eine Druckerei, dessen Besitzer ermordet wurde. Bei seinen Ermittlungen geschieht ein weiter Mord. Wem die ersten 5 Bücher gefallen hat kommt hier wieder voll auf seine Kosten! Einfach fantastisch wie der Autor seine Geschichte in historische Fakten einbaut.

  8. Cover des Buches Katharina von Aragón (ISBN: 9783548063058)
    Alison Weir

    Katharina von Aragón

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bella5
    • Katharina von Aragón: Die wahre Königin (Die Tudor-Königinnen 1) 
    • Anne Boleyn: Die Mutter der Königin (Die Tudor-Königinnen 2)

     

    Heinrich VIII war lange eine dominierende Figur in der populärwissenschaftlichen Darstellung & in der Unterhaltungsliteratur. In den Film – und Serienadaptionen waren es ferner Anne Boleyn und Jane Seymour, die in den Fokus gerückt wurden, etwa in der Serie „The Tudors“ oder im Film „Die Schwester der Königin“.

     

    Im Jahr 2019 stand endlich auch einmal König Heinrichs erste Frau Katharina im Mittelpunkt, in der TV – Serie „The Spanish Princess“ (nach einer Vorlage von Philippa Gregory, die auch „Die Schwester der Königin“ verfasste).

    Grund genug, Alison Weirs biographischen Roman „Katharina von Aragon: Die wahre Königin“ zu lesen.

    Es ist der erste Band der Tudor - Königinnen - Reihe. Der historische Roman ist formal in drei Teile gegliedert, dann gibt es noch den Anhang mit den dramatis personae und einer Zeittafel. Den Anhang fand ich besonders interessant, auch der im Buch enthaltene Stammbaum ist für ein historisches Thema unverzichtbar. Da die Autorin eigentlich Geschichtslehrerin ist, kann man eine saubere Recherche erwarten, obwohl das Ganze natürlich in gewisser Weise dem Genre „Biographische Fiktion“ zuzuordnen ist.

    Katharinas Lebensweg wird beschrieben, die spanische Prinzessin wird zur Königin von England und ist, im Nachhinein betrachtet, die „wahre Königin“, auch wenn ihr Ehemann sie auf grausame Art und Weise verstoßen soll. Alison Weir gelingt das Kunststück, Katharina von Aragon auch für eine nicht-akademische Leserschaft greifbar zu machen.

    1501 setzt Katharina den Fuß auf englischen Boden. Eigentlich ist sie Prinz Arthur versprochen, dieser verstirbt jedoch. Daher wird sie mit dem Thronerben Prinz Heinrich verlobt und verheiratet. Doch es soll keine glückliche Ehe werden.

    Als Leser/in fühlt man mit Katharina. Sie wird als starke, tiefgläubige, prinzipientreue Frau porträtiert. „Die wahre Königin“ ist ideal, um sich der historischen Figur zu nähern. Alison Weirs Stil (bzw. die deutsche Übersetzung) war jedoch nicht immer mein Fall, weswegen ich einen Stern abziehe. Ich finde es jedoch gut, dass die Autorin keine Ich-Erzählerin auftreten lässt & sich so nicht wilden Spekulationen hingibt (wie es andere Autorinnen, die mit historischen Versatzstücken arbeiten, manchmal tun).

    Der Roman ist insgesamt eine „runde Sache“, aufgrund gewisser Längen muss man   bei der Lektüre jedoch „am Ball bleiben“.

    Viel zu lange stand die Protagonistin im Schatten ihres berüchtigten Ehemannes, Alison Weir bringt Katharina buchstäblich an’s Licht und sie verleiht der Tudor – Königin die Würde und Anerkennung, die sie verdient.

     

  9. Cover des Buches Feuer der Vergeltung (ISBN: 9783596158454)
    C.J. Sansom

    Feuer der Vergeltung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... und die Umwälzungen der englischen Reformation sind immer wieder ein spannendes Thema und eine spannende Zeit.

    Matthew Shardlake - der Protagonist dieser Reihe - soll für Lord Cromwell das Geheimnis des griechischen Feuers lösen und Lord Cromwell steht mit dem Rücken zur Wand. Gelingt es Shardlake nicht das Rätsel binnen von 10 Tagen zu lösen, besteht die Gefahr das sein Förderer in königliche Ungnade fallen wird. Shardlake findet sich schnell in einem Intrigen und Ränkespiel auf oberster Ebene wieder. 

    Soweit in groben Zügen die Rahmenbedingungen des historischen Krimis. 

    Der Roman beschreibt die Zeit Heinrich VIII sehr schön und plastisch. Man hat den Eindruck im mittelalterlichen London zu stehen. Der Leser tappt wie sein Held lange Zeit im Dunkel und ein jeder ist verdächtig und doch wieder nicht.

    Leider zieht sich die Geschichte um die Buchmitte doch deutlich und gewinnt erst wieder auf den letzten 150 - 200 Seiten deutlich an Fahrt, wird zum Pageturner.

    Fazit:

    Gute Buchreihe und durchaus lesenswert. Man braucht halt ein wenig Ausdauer.

    Des Wegen 4 statt 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    C.J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Shardlake übernimmt das Mandat eines jungen Mannes der wohl wahnsinnig geworden ist und sich nun in einer Irrenanstalt befindet. Er ist gerade dabei herauszufinden  was mit ihm los ist, da wird ein sehr guter Freund von ihm ermordet. Er findet heraus das es einen weitern Mord gab. Alles deutet auf einen grausamen Serienmörder hin. Es gibt einen Verdächtigen aber der ist unauffindbar. Wieder eine unfassbare spannende Geschichte aus der Tudor-Zeit. Toll erzählt von C.J.Sansom.

  11. Cover des Buches Spiegel und Licht (ISBN: 9783958625525)
    Hilary Mantel

    Spiegel und Licht

     (15)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Im Jahr 1536 wird Anne Boleyn hingerichtet. An ihrem Sturz war auch Thomas Cromwell beteiligt. Am nächsten Tag frühstückt Thomas Cromwell mit den Siegern, wie es im Klappentext heißt. Doch auch der Gedanke ist nicht fern, was geschehen kann, wenn er selbst die Gunst des Königs verliert. Cromwell jedoch macht einfach weiter und versucht seine Pläne umzusetzen. Dabei hat er durchaus das Wohl des Herrschers und des Reiches im Sinne. Der König ist allerdings ein wankelmütiger Charakter, so dass immer die Gefahr besteht, dass sein Vertrauen schwindet. 


    In dieser dritte Band um das Leben und Wirken Thomas Cromwells beginnt mit dem Tod von Anne Boleyn und endet mit dem Tod Cromwells selbst. Hat man die beiden anderen Bände gelesen, ist man natürlich neugierig, wie sich Hilary Mantel den letzten Jahren dieses frühen Politikers widmet. Nachdem die vorherigen Bände sich beim Lesen als etwas sperrig erwiesen, weil die Autorin eine selten verwendete Form der Darstellung gewählt hat, kann man zum Hörbuch sagen, dass auch dank des Sprechers der Stil wesentlich besser funktioniert und die handelnden Personen viel lebendiger wirken. Was sich allerdings schon als gewisse Schwierigkeit erweist, ist die Länge der Hörbuchfassung. Da man im Leben halt nicht unbegrenzt Zeit hat, braucht man eine Weile, um das Buch zu beenden und da man beim Hörbuch auch nicht einfach so zurückblättern kann, um sich schnell nochmal zu erinnern, wo man stehengeblieben war, ist es nicht so einfach, der Handlung zu folgen. Es ist eben eine Lebensbeschreibung und kein Krimi, folglich ist es fast vorprogrammiert, dass es mal zu Längen kommen kann. Doch wie vorher schon erwähnt, gewinnt der Roman eine große Lebendigkeit durch die Art wie der Vorleser Frank Stieren ihn interpretiert.

  12. Cover des Buches Das Schwert der Wahrheit (ISBN: 9783775159296)
    Gilbert Morris

    Das Schwert der Wahrheit

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Ich möchte euch heute einen historischen Roman vorstellen, der sehr empfehlenswert ist! Mir war nicht klar, dass mich Das Schwert der Wahrheit von Gilbert Morris so sehr umhauen würde, denn ich muss zugeben, es hat etwas gedauert, bis die Geschichte mich für sich eingenommen hat. Die zweite Hälfte hatte es dann aber wirklich in sich.

    Autor: Gilbert Morris, Verlag: SCM Hänssler, Seitenzahl: 458, Ausgabe: gebunden, erschienen am: 16.05.2019, Neupreis: 19,99 €, Originaltitel: The Sword of Truth

    Der erste Band der Wakefield-Saga! England im 16. Jahrhundert. Durch tragische Umstände lernt Myles, unehelicher Sohn einer Magd, seinen adeligen Vater kennen: Sir Robert Wakefield. Plötzlich findet Myles sich im schillernden Hofleben voller verwirrender Liebesaffären und Machtkämpfe wieder. Als er in die Auseinandersetzungen um William Tyndale gerät, der die Bibel ins Englische übersetzt, muss er sich entscheiden zwischen der Frau, die er liebt, und dem Glauben, dem er seinen Lebenssinn verdankt.

    Wie bereits erwähnt, verlief die erste Hälfte des Romans eher unspektakulär. Es war nicht langweilig, aber die Erzählweise war ruhig und im Vergleich zum späteren Verlauf der Handlung war es einfach noch nicht so „spannend“. Nach und nach lernt man all die Charaktere kennen, und auch wenn es viele waren, hat der Autor es geschafft, diese so in die Handlung einzubinden, dass es mir nicht schwer fiel, die Personen zuzuordnen und mir zu merken, wer wer war.
    Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in dem einem die Historie (hier: die Geschichte Englands) nebenbei, aber doch interessant und prägnant nahegebracht wird wie in Das Schwert der Wahrheit. Mir sind viel mehr Einzelheiten über die Zeit des Heinrich VIII. in Erinnerung geblieben, als früher im Geschichtsunterricht zu Schulzeiten. Nachdem ich den Roman beendet hatte, habe ich mir den Wikipediaeintrag zu Heinricht VIII. durchgelesen und musste feststellen, dass der Roman sehr nah an der Wahrheit steht (außer was die fiktiven Personen angeht :)).
    Wer also auf „spielerische“ Weise etwas Geschichte lernen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Doch nicht nur, dass man vieles daraus lernen konnte, hat mir gefallen. Der Autor hat kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum ging, unschöne, teils schreckliche Szenen zu beschreiben. Es werden Folterungen, Stierkämpfe (aber auch Kämpfe unter anderen Tieren) beschrieben usw., Szenen, die wirklich unter die Haut gehen. Und wenn dann noch reale Schauplätze erwähnt werden, z. B. der Tower of London, fühlt man sich beim Lesen schon ganz anders – oder?

    Das, was ich besonders spannend fand, war, dass in diesem Roman eine sehr berühmte Persönlichkeit auftaucht: William Tyndale. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Bibel zu übersetzen, und er war der erste, der für die mehrere Länder umfassende Verbreitung der Bibel gesorgt hat. In diesem Roman war Myles, der Protagonist, Teil dieser geheimen und sehr gefährlichen Aktion. Einige Jahre hatte er mit Tyndale zusammengearbeitet und die Bibeln aus Deutschland nach England geschmuggelt. Wenn man bedenkt, dass jeder heutzutage (jedenfalls bei uns in Europa) so viele Bibeln haben kann, wie er nur möchte, ist es wirklich krass, was früher alles dafür getan wurde, dass man eine Bibel zumindest einmal in der Hand halten konnte.

    Ihr seht also, dieser Roman ist spannend und informativ. Ich wünsche mir, dass jeder dieses Buch lesen würde, denn darin erfährt man nicht einfach nur viel über die Geschichte Englands, sondern auch einen Teil der christlichen Geschichte. Und Morris hat es geschafft, dies auf eine so spannende Art zu erzählen, dass man das Buch irgendwann nicht mehr weglegen möchte. Eigentlich ist es ein 5-Sterne-Buch, doch ich vergebe 4 von 5 Sterne, denn ich gehe davon aus, dass die folgenden Bände mindestens genau so gut sind (hoffentlich)!
    Also: eine mega Leseempfehlung!!

  13. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783426636312)
    Tanja Kinkel

    Im Schatten der Königin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, der 2010 erschien, spielt in der Zeit von Elizabeth I., die im Hintergrund auch eine Hauptrolle spielt, um 1560 in England. Die Ehefrau ihres Oberstallmeisters Robert Dudley, Amy Robsart, ist tot am Fuße einer Treppe gefunden worden. Es kommen starke Gerüchte auf, dass Robert seine Frau ermordet habe, um Königin Elizabeth heiraten zu können. Robert schickt seinen Vetter und Vertrauten Thomas Blount nach Cumnor Place. Er soll klären, wie Amy ums Leben kam. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Thomas Blounts erzählt, unterbrochen immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht Kat Ashleys, der Gouvernante der Königin.

    Die Handlung und die Dialoge sind natürlich im Wesentlichen erfunden, jedoch sind fast alle Personen historisch, ebenso wie das Hauptereignis, nämlich der frühe Tod Amy Robsarts, und die enge Beziehung zwischen der Königin und Robert Dudley. Daraus einen Roman zu stricken, der unterhält und andererseits ungeklärt Historisches so darstellt, dass der Leser sagt, es könnte so gewesen sein, ist aller Ehren wert und der Autorin sehr gut gelungen. Der Rechercheaufwand ist sicherlich um ein Vielfaches höher als bei einem rein erfundenen Stoff. Insgesamt hat sich die Autorin penibel in den bekannten historischen Rahmen eingefügt.

    Die Datumsangaben über den Anfangskapiteln sind eher irreführend bis falsch als hilfreich. Das ändert sich dann aber ab Kapitel 4. Von da an geht es nur noch tageweise voran. Das ist aber nur ein kleines Ärgernis.

    Beeindruckend gut gelingt es Kinkel Etikette und Hierarchien sprachlich abzubilden. Die vagen, höflichen Andeutungen, die bisweilen gewechselt werden sind doch oft nichts anderes als Drohungen und/oder Einschüchterungen, stets aber so formuliert, dass auch der Leser den wirklichen Sinn versteht.

    Gut herausgearbeitet ist der Intrigenreichtum der damaligen Zeit, in der man sehr schnell mit einer Hinrichtung zur Hand war, wer verschiedene Herrscher „überlebte“ war ein Könner. Ein Zitat beschreibt das exemplarisch: “Wenn man unter Henry VIII. groß geworden war und danach erlebt hatte, wie erst sein protestantischer Sohn und dann sein katholische Tochter regierten, hatte man nicht nur gelernt, sein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen, sondern auch, dass der Wind schon morgen umschlagen konnte und man es sich lieber mit keiner Partei ganz und gar verscherzen sollte.“ (Droemer Erstauflage 2010, S.272)

    Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Fünf Sterne.

  14. Cover des Buches Die zwölfte Nacht (ISBN: 9783734101250)
    Charlotte Lyne

    Die zwölfte Nacht

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Henry VIII ist für vieles bekannt, v.a. aber auch für seinen Verschleiß an Ehefrauen. Charlotte Lyne hat sich Ehefrau Nummer Sechs vorgenommen und erzählt von Catherine Parrs Leben vor, mit und nach Henry. Immer an ihrer Seite stehen die Seymours, die ebenfalls die englische Geschichte prägten.

     Im damaligen England gab es den Brauch, die zwölfte Nacht nach Heiligabend groß zu feiern. Lyne nimmt immer wieder Bezug auf diese Nacht, lässt Catherine Aufregendes und Aufwühlendes erleben, erzählt ihre Geschichte in zwölf Kapiteln. Dieser Kniff hat mir sehr gut gefallen, denn der Geschichte wird so ein sehr schöner Rhythmus gegeben. An den Schreibstil musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, Lyne schreibt hier etwas altmodisch. Trotzdem habe ich mich bald eingefunden und bin Catherine gerne durch die Seiten gefolgt. So ganz nah kam man ihrem Charakter nicht, trotzdem fand ich sie sehr sympathisch und bin jetzt etwas schlauer, was die letzte von Henrys Frauen an begeht. Man merkt die gründliche Recherche, denn das gezeichnete Bild dieser Epoche ist sehr lebendig und authentisch gelungen. Von kleinen Längen mal abgesehen, hat mich Die zwölfte Nacht sehr gut unterhalten.

  15. Cover des Buches Das Erbe der Königin (ISBN: 9783732567027)
    Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

     (78)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Mittlerweile weiß jeder, dass die Frauen Heinrichs VIII. gefährlich leben. Wenn er einmal seinen Blick auf eine andere gerichtet hat, schwebt seine aktuelle Königin in Lebensgefahr.
    Die deutsche Anna von Kleve kommt als vierte Gemahlin des Königs nach England. Die schüchterne junge Frau verliebt sich in das Land, in das sie einheiratet und ist vom höfischen Leben fasziniert. Allerdings bemerkt sie recht schnell, dass fast alles nur Fassade ist, denn nach Katharina von Aragon und den Boleyn-Schwestern versucht neben Anna selbst, nun auch die junge und bildhübsche Hofdame Katherine Howard, sich bei Heinrich beliebt zu machen. Und so ist keine der jungen Frauen wirklich sicher, was ihre Zukunft bringen wird…

    Nachdem ich „The Spanish Princess“ gesehen habe und das dazugehörige Buch „Die ewige Prinzessin“ gelesen habe, wollte ich die Welt der Tudors noch nicht verlassen. Aus diesem Grund habe ich nach „Das Erbe der Königin“ gegriffen und es nicht bereut. Das Buch beleuchtet nicht nur die kurze Ehe zwischen Anna von Kleve und Heinrich VIII. sondern auch die Ehe mit Katherine Howard. Von beiden Ehefrauen wusste ich nicht sehr viel und war deshalb umso gespannter, wie Philippa Gregory die Geschichte dieser beiden Frauen geschrieben hat.

    Das Buch ist aus der Sicht von Anna von Kleve, Katherine Howard und Jane Boleyn (Lady Rochford) geschrieben. Man lernt die junge Anna noch in Kleve kennen, wie sie für das Portrait Modell stehen muss, welches Heinrich VIII. gezeigt werden soll. Über ihre Kindheit ist kaum etwas bekannt und doch schafft es Philippa Gregory mir näher zu bringen, wie sie hätte aufwachsen können. Der Vater starb an einer Krankheit und ihr Bruder war unglaublich herrschsüchtig und ihr gegenüber recht gleichgültig. Trotzdem hat sie sich zu einer sehr mutigen jungen Frau entwickelt, denn sie besteht am englischen Königshof. Allerdings geht bereits die erste Begegnung zwischen dem König und Anna gehörig schief und somit ist der Weg, den sie dann in Zukunft gehen würde, bereits vorgezeichnet. Eine Beziehung zum König aufzubauen ist Anna so gut wie unmöglich. Er behandelt sie schlecht, beleidigt sie und kümmert sich überhaupt nicht darum, dass es eine Krönung geben soll. Anna lernt jedoch eifrig die englische Sprache und bemüht sich eine gute Königin und Ehefrau zu sein. Doch gegen Heinrich VIII. hat sie kaum eine Chance.

    Vor allem dann nicht mehr, als Katherine Howard als ihre Hofdame den englischen Hof zu verzaubern beginnt. Das Mädchen ist gerade 14 Jahre alt als sie in die Löwengrube geworfen wird, um die Howards wieder zu mehr Macht zu verhelfen. Ihr Onkel, der einflussreiche Herzog Norfolk hat große und ehrgeizige Pläne mit Katherine, kaum dass der König ein Auge auf zu geworfen hat. Sie soll sein Herz gewinnen, ihn verliebt machen und damit Anna von Kleves Untergang herbeiführen. Gleichzeitig soll natürlich der Stern der Howards wieder aufgehen, der durch die Exekution von Anne Boleyn sehr stark ins Wanken kam. Katherine hat Spaß am königlichen Hof, sie liebt es zu flirten und von jungen Männern angeschaut und bewundert zu werden. Sie ist sich ihrer Schönheit durchaus bewusst und es gibt nur einen Menschen, dem sie wirklich gefallen will: sich selbst. Ihr wird erst spät klar, was für Folgen ihr Betragen haben kann und so steuert auch sie unweigerlich in eine Falle hinein, die ihr Leben bedrohen kann.

    Ganz anders erscheint es Jane Boleyn zu gehen. Sie ist, nach der Hinrichtung ihres Mannes George Boleyn und ihrer Schwägerin Anne Boleyn in Ungnade gefallen. Doch der Herzog von Norfolk holt sie als Hofdame zurück, um Anna von Kleve zu dienen und ihm Bericht zu erstatten. Norfolk möchte alle Fäden in der Hand halten und hat deshalb eine treue Dienerin genau dort platziert, wo sie ihm am meisten helfen kann. Jane, die unbedingt wieder eine Aufgabe von Bedeutung haben möchte, tritt die Stelle bereitwillig an und tut genau das, was der Herzog ihr aufträgt. Sie beobachtet, manipuliert zu seinen Gunsten und hilft dabei Anna zu stürzen und Katherine Heinrich VIII. zuzuführen. Ohne schlechtes Gewissen macht sie eine Aussage, die Anna von Kleve in ernste Schwierigkeiten bringen könnte und als sich die Schlinge um Annas Hals immer weiter zuzieht besinnt sich der König und beschließt lediglich eine Scheidung von der deutschen Königin. Er bezahlt ihr eine Abfindung, sie bekommt Häuser, Land und Dienerschaft und dennoch weiß Anna, dass sie niemals sicher sein wird. Jane jedoch fühlt sich sehr sicher in ihrer Rolle, denn schließlich beschützt der Herzog von Norfolk sie. Immerhin erfüllt sie all seine Aufgaben mit Bravour. Denn sie hat Katherine nun erfolgreich auf den Thron gebracht und tut nun ihr Bestes, um diesen Thron zu sichern, auch wenn dies nur mit sehr unkonventionellen Mitteln möglich zu sein scheint. Lady Rochford sieht zwischen all diesen Intrigen und Verstrickungen jedoch nicht, dass auch sie ins Kreuzfeuer geraten könnte, sollte sich das Blatt erneut wenden.

    Philippa Gregory weiß einfach wie man historische Romane schreibt. Obwohl mir die geschichtlichen Ereignisse bereits bekannt waren, habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert. Ich wusste, was mit Anna geschehen würde und mir war auch klar, welches Schicksal Katherine und Jane ereilen würde, dennoch konnte ich vor Spannung das Buch kaum zur Seite legen. Die drei Frauen, so unterschiedlich sie nur sein konnten, haben mich, auf ihre jeweilige Weise, fasziniert. Die eine, wollte nur ihrem Bruder entkommen und hat sich unverhofft in ein Land verliebt, das ihren Tod bedeuten könnte. Die andere liebt nur sich selbst, Geld und Liebeleien, ohne auch nur eine Sekunde über die Konsequenzen nachzudenken, schließlich ist sie erst 14 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben noch vor sich. Und schließlich die letzte der drei, die nur auf ihren Machterhalt und ihren Vorteil bedacht ist. Keine von ihnen bekommt das, was sie verdient haben und doch sind sie der Willkür des Königs ausgeliefert gewesen. Philippa Gregory hat diese tragische Geschichte großartig zu Papier gebracht. Man spürt, dass sie die geschichtlichen Ereignisse perfekt mit ihrer eigenen Fantasie und Vorstellung verwebt und aus diesen historischen Fakten einen genialen Roman macht.

    Fazit

    Für eingefleischte Tudor-Fans ist diese Geschichte absolut zu empfehlen! Ich liebe es, wie Philippa Gregory die historischen Fakten in einen Roman verpackt und glaubhaft darstellen kann, was geschehen ist und möglicherweise geschehen ist. Die Charaktere, die zu Wort kommen, wirken unglaublich authentisch und man fiebert jede Seite des Buches mit und das, obwohl den meisten wohl der Ausgang der Geschichte klar sein wird. Als Einstieg in die Welt der Tudors ist das Buch vielleicht nicht ganz geeignet, da es eben die 4. und 5. Ehe von König Heinrich VIII. beleuchtet aber nach der Lektüre von „Die ewige Prinzessin“ und „Die Schwester der Königin“ kann ich es aufjedenfall empfehlen!

  16. Cover des Buches Die Tudors. Heinrich VIII. und seine Frauen (ISBN: 9783442370580)
    Anne Gracie

    Die Tudors. Heinrich VIII. und seine Frauen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Snow
    Eigentlich habe ich dieses Buch gekauft, weil ich auf ergänzende Literatur zur gleichnamigen Serie gehofft habe. Tatsächlich kam ich mir jedoch vor, als hätte ich das Drehbuch zur Serie in der Hand, denn im Prinzip liest sich dieses Buch, als hätte jemand die TV-Serie protokolliert. Es ist buchstäblich "Der Roman zur großen TV-Serie", und völlig überflüssig, wenn man die Serie gesehen hat. Es gibt keine weiteren Informationen, Beschreibungen, kein gar nichts. Nach maximal zwei Seiten findet wie bei der Fernsehserie ein harter Schnitt statt und der Schauplatz wechselt. Szenen werden mit knappen Sätzen eingeleitet, ehe es in die aus der Serie bekannten Dialoge übergeht. (Ich habe es nicht überprüft und es ist auch schon etwas länger her, dass ich die Serie gesehen habe, aber teilweise kamen mir die Dialoge doch sehr bekannt vor.) Wer historische Romane von z.B. Rebecca Gablé gewöhnt ist, sollte von diesem Buch tunlichst die Finger lassen. Wem das ganze historische Drumherum oder halbwegs plastische Figuren hingegen egal sind und sich lieber mit einem günstigeren Buch als mit der TV-Serie auf DVD begnügen möchte, ist hier goldrichtig.
  17. Cover des Buches Pforte der Verdammnis (ISBN: 9783104037066)
    C.J. Sansom

    Pforte der Verdammnis

     (93)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider habe ich den Teil 1 der Reihe um den buckligen Anwalt Matthew Shardlake erst nach den Teilen 3 und 4 gelesen. 

    Dieser erste Roman spielt vor der Kulisse der englischen Reformation durch Thomas More, Thomas Cromwell und Heinrich VIII. in einem fiktiven Kloster an der englischen Südküste. Matthew Shardlake soll als königlicher Kommissar den Mord an seinem Vorgänger aufklären und eine Auflösung des Klosters erreichen.

    Ähnlich wie in Umberto Ecos grandiosen Roman "Der Name der Rose" gerät Shardlake in einen Sumpf verschiedener Interessen und Intrigen und der Mord an Kommissar Singleton wird nicht der einzige aufzuklärende Mord bleiben.

    Nebenbei zeichnet Sansom einen differenzierten Blick auf die englische Reformation, ihre Ziele und die Gewinner der Bewegung. Shardlake, anfangs ein erklärter Anhänger Cromwells und der Reformation, verschiebt seinen Blickwinkel immer mehr und lässt den Helden zweifelnd zurück.

    Das Finale ist meiner Meinung nach gelungen. Die Auflösung der Mordfälle birgt die ein oder anderer Überraschung. Gefallen hat mir, der bittersüße Blick zurück, nachdem Cromwells Schergen das Kloster Scarnsea übernommen haben.

    Fazit:
    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Den Vergleich mit Eco's "Der Name der Rose" muss das Werk verlieren. Aber es ist eine absolut gelungene Unterhaltung.

    Warum 4 und nicht 5 Sterne?
    4,5 hätten es für mich perfekt getroffen. 0,5 Abzug weil der Spannungsborgen zeitweise abbricht.



  18. Cover des Buches Wolf Hall (ISBN: 9780805080681)
    Hilary Mantel

    Wolf Hall

     (24)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie um Thomas Cromwell, ein Staatsmann in der regierungszeit von Heinrich VIII. In diesem Teil spielt die Heirat von Heinrich mit Anne Boleyn eine große Rolle.

    Bewertung:
    Es ist mir bekannt, dass einige Leute das Buch für unlesbar halten und nicht verstehen, wieso es so gefeiert wird. Ich kann diese Kommentare schon nachvollziehen, was mich nicht daran gehindert hat, das Buch zu genießen.
    Der Schreibstil ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte meine Zeit zu begreifen, dass "he" fast immer als Bezeichnung von Cromwell selbst gedacht war. In Dialogen erschwert dieser Punkt das Verständnis, vor allem da sich sehr oft zwei oder mehrere Männer unterhalten und "he" hätte jeder von ihnen sein können. Nach dem ich mich daran gewöhnt habe, hat mir dieser Stil sogar ganz gut gefallen, da es wirklich ungewöhnlich ist. Wer schriebt sonst in dieser Perspektive?
    Der andere Problempunkt ist die wechselnde zeitlich Ebene, da es nicht wirklich linear abläuft. Die Sprünge können natürlich die Verstädnis erschweren, mir haben sie aber gefallen, weil man so die Gedankengänge des Hauptcharakters klasse nachvollziehen konnte. Manchmal habe ich mich zwar auch gefragt, wann war das denn?, dies hat für mich aber oft die Spannung erzeugt.
    Diese Gedankengänge sind eine wirkliche Bereicherung des Buches. Der Protagonist ist so vielschichtig und kommt gar nicht wirklich positiv rüber, wobei man ihn schon als Leser ziemlich nahe kommt. Er ist total menschlich dargestellt, seine moralischen Werte muss man nicht teilen, man kann sie aber sehr oft nachvollziehen.
    Was ich wirklich klasse fand, war die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird und diesmal meine ich es inhaltlich. Wer hat vor diesem Buch etwas über Thomas Cromwell gehört? Wahrscheinlich wirklich nur die Geschichtsfreaks. Ich kenne mich in der Geschichte gut aus, aber über diese Person hatte ich vorher nur minimale Informationen. Jetzt ist mir seine Bedeutung klar und ich würde ihm schon zu den wichtigsten Personen der Zeit zählen.
    Hier wurde für mich Geschichte wirklich lebendig.
  19. Cover des Buches Heinrich VIII. - Mein Leben (ISBN: 9783442097463)
    Margaret George

    Heinrich VIII. - Mein Leben

     (64)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Er hatte sechs Frauen und ließ zwei von ihnen köpfen; er brach mit dem Papst, der ihm die Scheidung von Katharina von Aragon verweigerte, und er gründete die englische Staatskirche, zu deren Oberhaupt er sich erklärte; er ließ seinen Freund Thomas Moore, den Lordkanzler und Humanisten, hinrichten und wünschte sich verzweifelt einen Thronerben: Heinrich VIII., Englands faszinierendster König und Vater von Elisabeth I. 

    Dieser Roman ist der zweite aus der Feder von Margaret George, den ich bisher gelesen habe. Wie auch das erste Buch, hat mich die Lebensgeschichte von Heinrich VIII in Bann gezogen.

    Die Autorin versteht es, dem Leser historische Persönlichkeiten näher zu bringen, indem sie eine wunderbare Mischung aus eigenen Ideen und historischen Fakten verwendet, die ihre Handelnden schnell realistisch und liebenswert erscheinen lassen. Sogar der englische König Heinrich, welcher hauptsächlich bekannt für seine sechs Ehen, die fast alle tragisch endeten, und seinen Jähzorn, der heutzutage diversen Krankheiten zugeschrieben wird, erscheint in diesem Buch sympathisch und freundlich. 

    Der gesamte Roman ist in Form eines Tagebuchs geschrieben, welches der König selbst verfasst hat. Unterbrochen wird die Geschichte von Anmerkungen und teilweise spitzen Kommentaren seines einstigen Hofnarren Will. 
    Dass zwischen den nachweisbaren geschichtlichen Tatsachen viele eigene Gedanken der Autorin verstrickt sind, fällt beim Lesen überhaupt nicht auf, wie ich finde. Es scheint fast so, als lese man wirklich das geheime Tagebuch eines Regenten. Dies gibt dem Buch eine besondere Note.
    Jetzt, nachdem ich den Roman ausgelesen habe, bleibt fast das Gefühl, als hätte man den König tatsächlich durch sein Leben begleitet.

    Mit einer tollen Wortgewandtheit und wunderbarem Ausdruck, hat die Autorin hier das Portrait eines interessanten Mannes gezeichnet, der die Geschichte seines Landes, eines Königreichs geprägt hat. 

    Mir hat dieser historische Roman ausgesprochen gut gefallen, daher vergebe ich fünf Sterne. 

  20. Cover des Buches Die ewige Prinzessin (ISBN: 9783732567010)
    Philippa Gregory

    Die ewige Prinzessin

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Tudor-Familie auskennt, der weiß natürlich auch, was für einen harten und steinigen Weg Katharina von Aragón gehen musste, um ihre Ziele zu erreichen. Ich gehe hier jetzt nicht auf die historischen Details ein. Obwohl die meisten, die sich für das Buch interessieren, sicher auch den Aufstieg und Fall der „ewigen Prinzessin“ im Groben kennen, möchte ich nicht zu sehr spoilern.

    Fakt ist aber: Mit jeder Zeile merkt man, dass Philippa Gregory weiß, wovon sie schreibt. Sie lässt die Tudor-Zeit und das historische England auferstehen. Die großen Persönlichkeiten der Geschichte werden lebendig und authentisch dargestellt, allen voran natürlich die junge Katharina. Man fühlt mit dem einsamen Mädchen mit, das von seiner Familie Abschied nehmen muss, um in einem fremden Land, umgeben von fremden Menschen, eine neue Heimat zu finden. Gefühlvoll, aber nie kitschig schildert Gregory den langen Weg Katharinas, ihre Sorgen und Nöte, ihren unbändigen Willen, Königin zu werden.

    Auch die übrigen Figuren bestechen durch Glaubwürdigkeit. Sei es der verzogene, launische junge Prinz Harry, sei es die eifersüchtige Schwägerin Margaret, sei es der taktierende König Henry. So entsteht durch diese wunderbare Figurenzeichnung ein großartiges Bild der damaligen Zeit. Mir persönlich waren die inneren Monologe der „ewigen Prinzessin“ manchmal ein bisschen zu viel des Guten, den Lesespaß hat das aber kaum getrübt.

  21. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  22. Cover des Buches Die verschwundene Miniatur (ISBN: 9783038820024)
    Erich Kästner

    Die verschwundene Miniatur

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    -
  23. Cover des Buches Ich, Heinrich VIII. (ISBN: 9783732598236)
    Margaret George

    Ich, Heinrich VIII.

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wer war dieser König, der fünf Ehefrauen sein Eigen nannte und davon zwei aufs Schafott schickte? War er ein blutrünstiges Monster oder was trieb ihn an, sich auf diese grausige Weise von lästig gewordenen Frauen zu befreien?
    Ich habe dieses Buch keinen Moment als langweilig empfunden und es hat mir einen ganz neuen Blickwinkel auf die Person Heinrich des VIII. ermöglicht. Margaret George hat es geschafft mit diesem fiktiven Tagebuch, den König und seine Zeit für die Lesedauer von über 1200 Seiten wieder lebendig werden zu lassen.
  24. Cover des Buches Elisabeth I. (ISBN: 9783958247826)
    Cornelia Wusowski

    Elisabeth I.

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wie wir es von Cornelia Wusowksi gewöhnt sind, gibt sich die Autorin weder mit dünnen Bändchen noch mit Durchschnittspersönlichkeiten der Geschichte ab.

    Auf den vorliegendem 1.163 Seiten verquickt sie gekonnt Fiktion und Wahrheit. Schon der Zusatz zum Titel „der Roman ihres Lebens“ lässt keinen Zweifel aufkommen, dass Historiker mit diesem Buch keine rechte Freude haben werden.
    Die Autorin stellt das auch im Anhang klar – daher ist meiner Ansicht nach - nichts dagegen einzuwenden.

    Die Hypothese rund um Shakespeare hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen. Aber Cornelia Wusowksi ist die Autorin und für sie hat das gepasst.

    Wer sich vor dem dicken Buch nicht fürchtet, kann auf den Geschmack kommen und die Biographie ihrer Halbschwester und Kontrahentin Maria Stuart lesen wollen. Oder sich Biographien, die historisch etwas genauer sind, zutrauen.

    Mit hat diese Romanbiografie sehr gut gefallen. Das Buch ist so gut geschrieben, dass ich gar nicht mehr zu lesen aufhören konnte.

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