Bücher mit dem Tag "heinz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heinz" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Böse Leute (ISBN: 9783423216777)
    Dora Heldt

    Böse Leute

     (135)
    Aktuelle Rezension von: 1007merle

    Dora Heldt - eine Autorin, die meine Mutter sehr gerne liest,  dementsprechend hatte ich gewissermaßen hohe Erwartungen. Ich muss auch echt sagen, dass mich das Buch im Ganzen überzeugt hat. Ich mag den Schreibstil, es lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen, und die Handlung hat mir auch für einen Krimi ganz gut gefallen. Jedenfalls habe ich mich des Öfteren dabei erwischt, große Teile am Stück gelesen zu haben oder dass es mir schwerer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Passiert mir eigentlich nicht so oft.

    Etwas Kritik muss an dieser Stelle aber eben doch sein. Ich bin eigentlich sehr gut in das Buch gestartet, das Insel-Feeling kam sofort gut rüber und spannend und interessant fand ich es auch, allerdings war ich mit den vielen Personen und Namen und Beziehungen zueinander etwas überfordert, sodass ich immer mal wieder zurückblättern musste, um zu schauen, welcher der Handlungsstränge jetzt nochmal zu einem bestimmten Namen gehörte.

    Nicht gefallen hat mir außerdem das viele Fluchen und die wirklich sehr weltliche Orientierung in Bezug auf Beziehungen, Alkohol und Gewalt etc. Sehr schade!

  2. Cover des Buches Tante Inge haut ab (ISBN: 9783423253086)
    Dora Heldt

    Tante Inge haut ab

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau
    Das Buch hat mir meine Freundin in die Hand gedrückt. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war mir klar das ich eigentlich „Urlaub mit Papa“ hätte zuerst lesen sollen. Ich bin ein absoluter Reihenfanatiker, ich muss vorne beginnen. Gut jetzt ist das nicht mehr möglich. Aber ich habe recherchiert: https://www.buechertreff.de/buchreihe/30628-christine-dora-heldt-reihenfolge/ Hier ist die korrekte Reihenfolge hinterlegt. Es ist nicht dramatisch wenn man soe durcheinander liest. Aber für diejenigen die die Reihenfolge so sehr wie ich lieben :) Nun zum Buch. Es ist ja schon etwas älter. Ich wollte es damals schon mal lesen. Ich finde es super Bücher zu lesen, wo man nicht ständig das Internet zur Verfügung hat. Die Familie von Christine ist stellenweise sehr anstrengend aber es ist immer lustig. Mich persönlich erinnert es stark an das Ohnsorg Theater :) Also wer Ohnsorg liebt, liebt auch dieses Buch. Ich hab es ziemlch schnell durchgelesen, weil man auch wissen will was Tante Inge denn nun auf Sylt will. Johann ist Christines Freund und ich beneide sie sehr um ihn. Das Buch ist lustig aber zeigt auch auf, dass es bei uns in Schleswig-Holstein speziell in den Küstenorten das Problem gibt, dass die Einheimischen Probleme haben bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das wird in diesem Buch nebenbei charmant rübergebracht ebenso wie dubiose Geschäfte, Klischees und Schubladendenken. Mich hat das Buch sehr unterhalten und es stimmt auch ein bisschen nachdenklich. Aber zu lachen gibt es immer was!
  3. Cover des Buches Urlaub mit Papa (ISBN: 9783423219099)
    Dora Heldt

    Urlaub mit Papa

     (552)
    Aktuelle Rezension von: Kunigunde-Bieberbach

    Renovierung, Papa und eine neue Liebe, was will man mehr.  Dora Heldt sorgt für die Lacher auf Ihre eigene Weise,  Die Situationskomik mit Papa und seiner Schrulligkeit ist wunderbar, die Liebesgeschichte allerdings etwas voraussehbar und konstruiert. Trotzdem, leichte Lektüre für einen schönen Sommetag im Garten. 

  4. Cover des Buches Das Liliengrab (ISBN: 9783492258135)
    Valentina Berger

    Das Liliengrab

     (50)
    Aktuelle Rezension von: WildRose
    "Das Liliengrab" von Valentina Berger interessierte mich insbesondere deshalb, weil es in meiner Heimatstadt Wien spielt. Generell habe ich nichts gegen dein ein oder anderen seichten Krimi von Zeit zu Zeit einzuwenden. "Das Liliengrab" erfüllte meine Erwartungen, konnte sie jedoch nicht übertreffen.
    Gut an dem Buch fand ich, dass es sehr kurzweilig ist und sich recht flüssig liest. Zwar stehen auch die an der Ermittlung beteiligten Personen mit ihren persönlichen Problemen im Vordergrund, dies hält sich aber in Grenzen, sodass man nicht das Gefühl bekommt, eigentlich eine reine Beziehungsgeschichte zu lesen.
    Weniger gut fand ich den Schreibstil der Autorin. Er ist einfach nicht besonders anspruchsvoll - die Sätze sind sehr einfach gehalten, es kommt keine rechte Atmosphäre auf, und obwohl aus der Sicht unterschiedlicher Personen erzählt wird, ändert sich der Stil der Autorin nicht. Dies fand ich insbesondere in jenen Passagen schade, die aus Sicht der Täterin, einer psychisch kranken Person, erzählt wurden. Ein wirklich talentierter Autor hätte es durch seine Wortwahl, Satzstellung und sein Vokabular geschafft, dem Leser begreiflich zu machen, was in einer so verwirrten, kranken Person vor sich geht. Valentina Berger gelang dies leider nicht.
    Der "Showdown" war mir persönlich ein wenig zu sehr gewollt und las sich eher künstlich à la Hollywood-Streifen. Rettung in letzter Sekunde und dann handelt es sich béim Beinahe-Opfer auch noch um die Ermittlerin bzw. deren Familie. Nicht untypisch für ein Buch dieses Genres, hier aber erschien es mir aber schlicht und ergreifend unpassend.
    Schade finde ich auch, dass die Autorin es im Nachwort nicht für nötig befindet, genauer auf das Krankheitsbild der Schizophrenie einzugehen. Für Leser, die sich mit der Thematik noch nicht genauer befasst haben, könnte es nach der Lektüre des "Liliengrabs" so wirken, als seien Schizophrene gemeingefährliche Kindsmörderinnen. Etwas mehr Aufklärung wäre hier angebracht gewesen.
    Nichtsdestotrotz kann man über das Buch sagen, dass es ein ganz ordentlicher Wien-Krimi ist, der sich als Zwischendurch-Lektüre durchaus eignet.
  5. Cover des Buches Am kürzeren Ende der Sonnenallee (ISBN: 9783126757195)
    Thomas Brussig

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

     (311)
    Aktuelle Rezension von: kekskruemeline

    ,,Klein aber fein", ein Zitat, welches das Buch Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig ziemlich genau beschreibt, wenn nicht sogar auf den Punkt bringt. 

    In knappen 157 Seiten schreibt der damals 35-jährige Author über die DDR und alles, was dazu gehört. Sie werden sich jetzt denken: ,,Klasse, ich bin aber nicht zu einer Geschichtsstunde hierher gekommen". Hand aufs Herz, so ging es mir am Anfang auch, die typische Schullektüre eben, doch Am kürzeren Ende der Sonnenallee ist einfach was ganz Anderes und eigen für sich.

     

    Zusammen als ,,Das Potential", welches aus Micha (Protagonist), Wuschel, Mario, Brille und dem Dicken besteht, haben die Jugendlichen nicht nur ordentlich Spaß, sie bauen auch das eine oder andere mal ziemlichen Mist. So bringen sie den ABV mit verbotener Musik auf die falsche Spur und blamieren sich in den Tanzstunden beim Tanzen. 

    Doch was wäre ein Jugendroman ohne die typische Lovestory?

    In Am kürzeren Ende der Sonnenallee liegt die Liebe praktisch in der Luft und wird durch Miriam, welche laut Micha das schönste Mädchen der Welt sei, zum typischen Handlungsteil, der sich durch das ganze Buch hindurch zieht.

    Was jedoch beim Lesen besonders auffällt, ist Brussigs Schreibstil. An Komik, Späßen und lustigen Geschehnissen wird hier nicht gespart. Durch ihn klingt der ,,Todesstreifen" doch gleich viel harmloser. 

    Tatsächlich ist dies jedoch bei den meisten Lesern der größte Kritikpunkt. Die DDR sei gar nicht so harmlos gewesen und würde in Brussigs Buch nicht ernst genommen werden. Doch so soll es auch gar nicht sein. Gerade dadurch will Brussig eine andere Seite der DDR zeigen und versucht, das Positivste aus der Sache zu ziehen.

    Meine Freude über dieses Buch hält sich in Grenzen. Ständige aus dem Kontext heraus gerissene Szenenwechsel erschweren das Lesen und auf einmal befindet man sich nicht mehr in Michas Zimmer, sondern in der Vergangenheit bei irgendwelchen Verwandten von ihm. Dennoch kann man nicht anders als zu schmunzeln und lachen, wenn man das Buch liest. Hat man einen guten Sinn für Humor und eventuell auch ein Interesse an der deutschen Geschichte, so ist Am kürzeren Ende der Sonnenallee mehr als empfehlenswert.

  6. Cover des Buches Der Augenschneider (ISBN: 9783492258128)
    Valentina Berger

    Der Augenschneider

     (90)
    Aktuelle Rezension von: SchwarzeRose
    Ein wirklich überaus spannender Thriller. Man konnte das Buch "Der Augenschneider" nicht aus der Hand legen. Bis zum Schluss hielt sich die Spannung.
  7. Cover des Buches Bleib so, wie du werden willst (ISBN: 9783958180482)
    Verena Wagenpfeil

    Bleib so, wie du werden willst

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Mel_Amanyar

    Dadurch dass ich Verena und ihre witzige Art zu Erzählen schon seit ein paar Jahren kenne, ging ich etwas voreingenommen an dieses Buch heran. Ständig kamen mir Gedanken, stecken da jetzt wahre Begebenheiten dahinter oder ist es wirklich nur erfunden. Verena bestreitet natürlich jegliche Verbindung zu existierenden Personen, aber ich wurde diese Gedanken einfach nicht los.

    Die Idee zur Geschichte ist wirklich super und sie ließ sich auch leicht lesen und eignet sich deshalb prima für Zwischendurch.
    Verena zeichnet ihre Figuren etwas überspitzt und bedient Stereotypen wie zum Beispiel das "Schwiegermonster" 
    oder einen Ehemann der zu jeder Situation einen flotten Spruch auf den Lippen hat, egal wie angebracht es in der jeweiligen Situation ist oder nicht. Es gibt auch einige Szenen die einem als Mama mehr oder weniger bekannt vorkommen. Entweder man nickte zustimmend "JA das kenn ich" oder schüttelte den Kopf "DAS hatten wir zum Glück nicht".

    Leider konnte ich den Witz, den ich von Verenas Erzählungen gewohnt bin, nicht so richtig herauslesen. Ich kann aber nicht bewerten, ob das am Schreibstil lag oder ob diese Geschichte einfach Mimik, Gestik und Tonfall benötigt um richtig rüber zu kommen oder ob es schlichtweg an mir lag. Denn wenn man sich die anderen Rezensionen anschaut, hatten andere damit scheinbar keinerlei Probleme.

    Dennoch finde ich das Buch ganz gut gelungen. Man muss ja auch bedenken, dass es sich hier um einen Debütroman handelt.

  8. Cover des Buches Kein Wort zu Papa (ISBN: 9783423253413)
    Dora Heldt

    Kein Wort zu Papa

     (280)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Gerade bin ich dabei Romane, die mir vor Jahren sehr gefallen haben nochmal zu re-readen. Dieser Roman konnte mich auch diesmal noch begeistern. Er unterhielt mich gut und brachte mich zum lachen. 

    Daher vergebe ich 4 Sterne und empfehle ihn gerne weiter. Der 3. und 4. Teil dieser Reihe war etwas besser finde ich. Trotzdem ein nettes Buch für die Urlaubszeit zum abschalten. 

  9. Cover des Buches Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen! (ISBN: 9783423253604)
    Dora Heldt

    Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!

     (148)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Walter hat eine dreitägige Busreise an die Schlei gewonnen und durch eine kleine Trickserei nimmt er seinen Schwager Heinz mit.Aber statt einer Luxusfahrt wird es eine Verkaufsfahrt die es in sich hat.Angefangen mit dem heruntergekommenen Hotelzimmer bis hin zum Kaffee aus Plastikbechern.

    Der Schreibstil ist sehr leicht,bildhaft und flüssig zu lesen.Die Protagonisten sind sehr sympathisch und passen hervorragend in diesen Roman hinein.Die Spannung nimmt kontinuierlich zu aber der Humor steht doch im Vordergrund.

    Fazit:Ich bin gleich recht gut in diese Geschichte hineingekommen.Nach dem ersten Drittel nimmt die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes an Fahrt auf. So harmlos dieser humorvolle Roman anfängt desto chaotischer und skurriler wird er.Zu Beginn zog sich für mich der Roman etwas hin aber nach und nach wurde die Story für mich immer kurzweiliger zu lesen.Die Charaktere sind mir dabei immer sympathischer geworden nur bei Herrn Dengler wusste ich nicht so genau wie ich ihn einschätzen sollte.Auch ein paar andere Charaktere werden mit der Zeit immer komplexer so dass die Story meiner Meinung nach immer mehr zu einem kleinen Krimi mutiert.Das Buch hat mich überzeugt und sehr gut unterhalten so dass ich schmunzeln und lächeln musste. Je näher aber die Story sich dem Ende nähert desto mehr wurde die Geschichte für mich zum Cosy-Krimi.Dieses Buch ist eine tolle Urlaubslektüre weil sie sehr leicht und kurzweilig geschrieben ist.

  10. Cover des Buches Totenreich (ISBN: 9783499253713)
    Ines Thorn

    Totenreich

     (26)
    Aktuelle Rezension von: SigiLovesBooks

    Ich habe den Eindruck, dass die Autorin sich gesteigert hat: stilistisch und auch im inhaltlichen und dem Spannungsbogen, da es sich bei den von mir gelesenen Werken um "die Verbrechen von Frankfurt" handelt, die teils historisch belegt sind. Nach "Teufelsmond" und "Totenreich" war nun das frühere Werk der Autorin etwas absehbar, die Figuren etwas oberflächlicher gezeichnet, aber mit Lokalkolorit und dem, wie mir scheint, stetigem Bemühen, die Aufklärungsarbeit in der "criminalia" ohne Frauen ad absurdum zu erklären. Dies ist teils gelungen und amüsant beschrieben, teils auch etwas unrealisitisch dargestellt, da es keiner Recherche bedaf, wie die Stellung der Frau im Mittelalter in Deutschland war: ob es in Frankfurt oder einem pfälzischen oder auch hessischen Dorf war - "dem Manne untertan" sicherlich... Dennoch gebe ich gerne 82 Punkte für den "Höllenknecht", da ich das Buch unterhaltsam fand, allerdings eher stilistisch schlicht und das Bemühen um eine mittelalterliche "Emanzipation" und deren Darstellung in Form solch kämpferischer Frauen wie Gustelies, Jutta Hinterer und Hella als positiv empfinde, der emanzipatorische Gedanke zieht sich durch alle von mir bisher gelesenen Bücher der Autorin. 

    (gelesen im September 2012) - Original auf der "Histo-Couch"


  11. Cover des Buches Alice im Wunderland (ISBN: 9783791500171)
    Lewis Carroll

    Alice im Wunderland

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Der Zufall wollte es, dass mir vor nicht langer Zeit ein Uralt-Exemplar des als Klassiker hochgerühmten, von „The Guardian“ 2007 in die Liste der 1000 Bücher, die jeder gelesen haben muss, aufgenommenen Werkes von Lewis Carroll, „Alice's Adventures in Wonderland“ in die Hände fiel. Eine wohlmeinende Verwandte teilte in längst vergangenen Zeiten „The Guardian's“ Meinung und pries das Werk in so übertrieben hohen Tönen an, dass mir das bereits in jungen Jahren suspekt war und ich stets nur halbherzige Versuche gemacht hatte, mich mit der Geschichte, die offensichtlich die halbe Welt in Entzücken versetzt, anzufreunden. Tatsächlich gelang es mir wohl auch, mich durchzuquälen, vielleicht auch habe ich kurz vor Schluss verwirrt und verängstigt aufgegeben, von Träumen geplagt, in denen mich die Cheshire-Katze drohend angrinste, die Herzogin mir auf den Leib rückte, der verrückte Hutmacher mir scheußliche Angst einflößte, getoppt nur von der unheimlichen Herzkönigin, die auch meinen Kopf abgeschlagen haben wollte.

    Nein, die Geschichte um das möglicherweise bekannteste Mädchen der Weltliteratur drang ganz und gar nicht zu mir durch, ich fand sie schon immer albtraumhaft bedrohlich, und so ist es mir bis vor kurzem auch gelungen, mich sämtlichen Wunderland-Adaptionen zu entziehen, die mutmaßlich bekannter sind als die Romanvorlage selbst, die, seien wir realistisch, nicht lesbar ist für das Zielalter von sieben Jahren.

    1865 wurde das Buch erstveröffentlicht und der Autor Lewis Carroll, der mit bürgerlichem Namen Charles Lutwidge Dodgson hieß und ein recht eigenartiger Zeitgenosse gewesen sein muss, ein Gewächs Oxfords, Mathematiktutor, Diakon und ein – so sagt man – begabter Photograph, soll darin bekannte Zeitgenossen karikiert und die britische Gesellschaft seiner Epoche sarkastisch persifliert haben. Mag wohl sein – doch welches Kind, damals genauso wenig wie heute, versteht das schon? Überhaupt – welches Kind versteht Sarkasmus? Wer versteht den ganzen Unsinn, den Dodgson/Carroll seine Protagonistin erleben lässt in einem im Eiltempo erfolgenden Gang durch das sogenannte Wunderland, in dem sich Wesen tummeln, die ungehobelt, schlecht gelaunt, frech und schikanös und in höchstem Maße surreal sind, die Unverständliches daherreden, das jeder Logik entbehrt?

    Vergeblich habe ich auch heute, als längst Erwachsene, nach einer Handlung gesucht – und nach einem Sinn hinter dem Unsinn, der vielfach sogar zu oft zitierten geflügelten Worten geworden ist. Sinn in der Sinnlosigkeit? Ich sah damals keinen, was sich auch heute nicht geändert hat. Carroll würde mit der Logik spielen, liest man in Kritiken und lobt dieses absurde Geplänkel, das angeblich Mathematiker und Kinder gleichermaßen faszinierend finden, über den grünen Klee. Und obendrein – diese unsympathische Mädchen, das entweder schrumpft oder unmäßig wächst, weil es ständig irgendwelche undefinierbaren Substanzen trinkt oder isst, mag ich heute genauso wenig wie einst!

    Seit damals auch hält sich das Gerücht, dass Carroll beim Schreiben seiner Alice-Abenteuer, wozu er während einer langen Bootsfahrt auf der Themse inspiriert wurde, auf der er den drei Töchtern eines Vorgesetzten Geschichten erzählte, halluzinogene Drogen genommen hat, was ihn im Übrigen auch bei der Popkultur populär machte. Das würde vieles erklären...

    Kurz und gut – ich kann wenig anfangen mit diesem zur Weltliteratur gehörenden Klassiker – wer eigentlich entscheidet darüber, ob ein Werk weltliteraturwürdig ist? - , der, wie man immer wieder lesen kann, mit seinen Figuren und seiner Metaphorik unverändert großen kulturellen Einfluss hat. Auf wen, bitte? Und worin macht sich dieser Einfluss denn bemerkbar? Eines der hervorragenden Werke des literarischen Nonsens? Mag sein, auch das – und wenn dem so ist, kann man Alice doch zumindestens denjenigen empfehlen, die einen ausgeprägten, einen geradezu überdimensionalen Sinn für den Unsinn haben!

  12. Cover des Buches Isarblues (ISBN: 9783839213070)
    Michael Gerwien

    Isarblues

     (3)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Tropenhitze in München, alles schwitzt und Ex-Kommissar Max Reinaler wird von seinem Freund dem Komponisten und Texter Heinz Brummer angeheu-ert, Ihm wurden die Melodie und der Text eines Liedes gestohlen, das jetzt durch Schlagersternchen Burgl Schäfer bald in den Hitparaden zu finden sein wird und ihm dadurch viel Geld verloren geht. Max beginnt zu ermitteln. Als die ersten beiden Toten im Umfeld seiner Ermittlungen auftauchen, unterstützt ihn sein ehemaliger Kollegen bei der Kripo München Franz Wurmdobler tatkräftig. Vieles stellt sich dann so ganz anders heraus, als es scheint und der glitzernde Schein trügt.

    Michael Gerwien nimmt mich mit in mein München, in die Biergärten, die auch ich sehr gerne aufsucht, aber auch in ein Milieu, von dem ich bisher so gar nicht viel wusste - die Musikbranche. Er, der Altrocker, der immer mal wieder zusammen mit einem Spezl in Musikkneipen auftritt, findet sich in der Schlagerbranche wieder.

    Authentisch und echt bayerisch kommen sie rüber, der Max, der Franzl, die Moni und die Anneliese und auch die anderen Protagonisten, die vorstellbar gezeichnet sind und die ich meistenteils in mein Herz geschlossen habe. Bayerische Natur und Lebensart kommen überzeugend rüber und ich habe mich in diesem Krimi heimisch gefühlt.

    Da mir zwei Begebenheiten allzu konstruiert und für mich nicht nachvollzieh-bar erscheinen, habe ich ein Sternchen abgezogen. Ansonsten wurde ich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Max Reintaler und Franz Wurmdobler.

  13. Cover des Buches Urlaub mit Papa (ISBN: 9783833728952)
    Dora Heldt

    Urlaub mit Papa

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer
    Das ist ein sehr witziges Hörbuch und habe es mit einem Dauergrinsen angehört. 
  14. Cover des Buches Tante Inge haut ab (ISBN: 9783833700118)
    Dora Heldt

    Tante Inge haut ab

     (17)
    Aktuelle Rezension von: chaos-deluxe

    Zum Inhalt:

    Für einen Neuanfang ist man nie zu alt. Die Frau am Ende des Bahnsteigs trug einen roten Hut und sah aus wie meine Tante Inge. Nur dass die niemals Hüte und schon gar nicht ihr Gepäck tragen würde.Urlaub auf Sylt! Freudig begrüßt Christine (46) am Bahnhof ihren Johann, da tippt das Unheil ihr auf die Schulter: Die Frau mit dem roten Hut ist tatsächlich Tante Inge (64), Papas jüngere Schwester. Aber was macht sie allein auf Sylt? Noch dazu mit so vielen Koffern? Für Papa Heinz kann dies nur eines bedeuten: Inge will Walter, den pensionierten Finanzbeamten, samt gemeinsamem Reihenhaus verlassen.


    Die Missverständnisse klären sich im Verlauf der Geschichte auf und auch warum Tante Inge abgehauen ist. Es wird etwas spannend und auch Bösewichte tauchen auf.

    Die Geschichte hat mit auch durch die Sprecherin Ulrike Grote gefallen. Was komisch war seit wann spricht man in Dortmund Kölsch ??



  15. Cover des Buches Das Original Heinz USA- Kochbuch (ISBN: 9783774228269)
  16. Cover des Buches König der Kobolde (ISBN: 9783492267380)
    Karl-Heinz Witzko

    König der Kobolde

     (10)
    Aktuelle Rezension von: DerUnfertigeRoman
    Der Schreib- und Sprachstil ist "anders", daher etwas gewöhnungsbedürftig. Auch wenn der Plot interessant ist, liegt das Schwergewicht auf der Wort-Zauberei. Sicher, es ist ein Charakterzug der Kobolde, manchesmal aber sehr ausschweifend, was zu Längen führt. Durchgehalten habe ich, weil ich einfach Wissen wollte, wie es endet; war aber quälend.

    Wer abgedrehte, verquere, verschachtelte Sätze mag, dürfte hier Glücklich mit werden.
  17. Cover des Buches Sommerliebe (ISBN: B0036PTEX0)
    Heinz G. Konsalik

    Sommerliebe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Perle

    Ich hatte mich so auf das Buch gefreut. Endlich mal wieder was von Konsalik zu lesen. Im Klappentext heißt es: Ein echter Konsalik: zärtlich und leidenschaftlich, lebensvoll und romantisch. Doch die erste Hälfte des Buches merkte ich gar nichts davon, es war weder zärtlich und leidenschaftlich, noch lebensvoll und romantisch, und es passierte nichts. Strand-Urlaub in Heringsdorf und nette Frauen-Bekanntschaft. Es wird nicht erwähnt, wie jung bzw. alt die vier Hauptprotagonisten Heinz, Rolf, Inge und Ilse sind, das hätte ich zu gerne gewußt. Ich machte eine Lesepause von ca. 24 Stunden, dann las ich weiter. Plötzlich wurde es besser:  Es kam zwar noch viel "Wörtliche Rede" drin vor, denn ich steh nicht so sehr auf Bücher, in denen nur geredet wird und die Seiten voller gesprochener Sätze stehn. Doch man konnte es auf einmal fließend lesen und so wurde es interessanter und spannender. Die letzten 86 Seiten las ich an einem Stück. ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Am Besten gefiel mir dann das Fisch-Essen, da habe ich herzlich gelacht und dann hatte mich der Roman "Sommerliebe" gepackt. Ich sah die Geschichte förmlich in Bildern vor meinen Augen. Das Ende war dann doch sehr traurig, ich hätte mir was schöneres gewünscht, aber wenn gerade am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, kurz bevor der lange Urlaub in Heringsdorf zu Ende ging, kann ja nichts gutes dabei rauskommen. Deshalb vergebe ich liebgemeinte 3 Sterne. Doch lieber lese ich von Konsalik richtig harte Romane, wo die Köpfe fallen und einer nach dem andern stirbt. Das bin ich eher gewohnt von Heinz G. Konsalik. Der nächste gute Konsalik kommt bestimmt noch dieses Jahr an der Reihe. Garantiert!

  18. Cover des Buches Der Preis der Freiheit (ISBN: 9783499631764)
    Volker G. Heinz

    Der Preis der Freiheit

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Klappentext fasst den Inhalt prima zusammen: „Berlin 1966. Seit fünf Jahren teilt eine Mauer die Stadt, die unzählige Familien und Paare getrennt hat. Der westdeutsche Jura-Student Volker G. Heinz möchte helfen, diese Menschen wieder zusammen zu bringen und sucht mit einer Gruppe von Fluchthelfern fieberhaft nach Wegen von Ost nach West. Die Suche endet am Checkpoint Charlie, dem bestbewachten Grenzübergang des Kalten Krieges. Über sechzig DDR-Bürgern verhelfen sie erfolgreich zur Flucht, versteckt im Kofferraum eines Diplomatenautos. Doch dann kommt ihnen die Stasi auf die Schliche, Volker Heinz wird verhaftet und monatelang im Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen verhört. Derweil nimmt der politische Tauschhandel mit Gefangenen zwischen Bonn und Ost-Berlin Fahrt auf. Es kommt zu einem spektakulären Coup: Heinz wird gegen zwei Spione freigetauscht. Ein packendes Stück erlebte Zeitgeschichte über Fluchthilfe und Gefangenenaustauch im Kalten Krieg, über Freiheitswillen und Zivilcourage.“

    Es ist ein spannender Erfahrungsbericht, der die Realien des kalten Krieges vor Augen führt. Dabei stehen der Autor selbst, Volker Heinz, der 23-Jähriger Idealist aus guter Familie, und seine Erfahrungen „im Freiheitsgeschäft“ im Vordergrund.

    Man erlebt die geschilderten Geschehnisse hautnah mit, u.a. wie die Fluchtwillige über die Grenze aus der DDR transportiert wurden. Man trifft auch den Kopf der Gruppe, Wolfgang Fuchs, der das Ganze organisiert und nicht gerade wenig Geld für die Überführungsdiente kassiert hat. Man erfährt auch, welche Vorbereitungen zuvor getätigt wurden, wie die Organisation funktionierte, etc. Und: dass hinter diesen Aktionen die US Geheimdienste steckten.

    Aber das war dem Autor damals nicht bekannt. Mit seinen 23 Jahren hatte er Handlungsmaximen, die u.a. auf dem Glauben beruhten: Die USA und ihre Ideologie sind „die Guten“, die Sowjets „die Bösen“.  Er sah sich vielmehr als einen Helden, wie übrigens auch seine Mutter, der etwas Gutes tat, wohl kaum als eine unmündige Ausführungskraft im Spiel der Mächtigen.

    Heinz wollte den  Menschen helfen, die aus der DDR wegwollten. Er tat alles unentgeltlich: All die Gefahren, die Ängste, die er auch sehr anschaulich beschreibt, all den Stress, parallel zu seinem Jurastudium, dem er dann doch nicht nachkommen konnte, auf sich genommen, nur weil er helfen wollte.

    Als er dann im Knast in der DDR landete, war es dann nicht mehr so abenteuerlich und er musste die Realien des Lebens von einer ganz anderen Seite kennenlernen. „Die Monotonie, die Sinnentleerheit eines solchen Daseins, die fehlende Orientierung und die mangelnde freie Sicht nach draußen – all das begann mich zu zermürben. Es gab keine Musik, anfangs auch kein Buch, nichts, was unser Leben annehmbarer gestaltet hätte.“S. 136.  Seine Gedanken über den Aufenthalt dort, über die Verhöre, etc. sind eine Bereicherung und lassen einen das Ganze zum Greifen nah miterleben.

    Auch unter diesen Umständen benimmt sich Volker Heinz heldenhaft und versucht, sich sinnvoll zu beschäftigen. Er lernt Russisch. Währenddessen versucht seine Familie, ihn frei zu bekommen.

    Die Infos zum Tausch der Spione, die Haltung von CDU/CSU zur Ostpolitik, wie auch „das Geschäft mit der Freiheit“ insg., z.B. wie viel Geld geflossen war, was die Bundesregierung gezahlt hat, um die politischen Häftlinge zu befreien, sowie die Geschichte um Jürgen Vogel, der hart daran gearbeitet hat, den jungen Heinz frei zu bekommen, sind wahre Zeugen der damaligen Zeit. Sehr spannend. Auch die Reflexionen des Autors aus heutiger Sicht über das, was er getan und warum er es  getan hat. Seine veränderte  Sicht auf W. Fuchs, als sie sich nach Heinz‘ Knastaufenthalt mal getroffen hatten, uvm.

    Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch. Gekonnt, leichtfüßig, sehr anschaulich erzählt, liest sich wunderbar. Der Stoff an sich ist aber keine leichte Kost. Der Begriff Flüchtlinge bekommt hier eine ganz andere Bedeutung als heute üblich. Wer sich für das Thema interessiert, ist hier genau richtig. 5 wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung!

     

  19. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks