Bücher mit dem Tag "heldentum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heldentum" gekennzeichnet haben.

64 Bücher

  1. Cover des Buches Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht (ISBN: 9783423762960)
    Sarah J. Maas

    Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht

     (542)
    Aktuelle Rezension von: Vielleichtlieberbuecher

    Bryce Quinlan ist Halb-Fae und Halb-Mensch, Partyqueen und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Doch nachdem ihre beste Freundin von einem Dämonen umgebracht wird bricht ihre Welt zusammen. Zwei Jahre später taucht der Dämon wieder auf und Bryce muss mit Hunt Athalar, Engel und Auftragsmörder, gemeinsam in dem Fall ermitteln. Auf der Spur des Dämonen entdecken die beiden eine bösartige Macht die ganz Crescent City zerstören konnte. 

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    Ich war von Anfang an sehr eingenommen von der Stimmung des Buchs und Bryce war mir direkt super sympathisch. Was ich generell häufig bei Fantasy sehr schade finde ist, dass der Klappentext schon einiges vorwegnimmt und man quasi nur darauf wartete, dass der angekündigte Plot beginnt. Das dauert in diesem Fall tatsächlich ziemlich lange, fast die kompletten ersten hundert Seiten nämlich. Zu Beginn gibt es auch einen Schwall an Informationen, der für einige vielleicht ein bisschen zu viel sein könnte. Da ich aber den Ton des Buches die ganze Zeit sehr gerne mochte, hat mich das kein bisschen gestört. 

    Das Sarah J. Maas grandios schreiben kann und besonders tolles worldbuilding macht ist glaube ich bereits bekannt. Aber auch ihre Charaktere sind einfach wunderbar und wachsen einem so unfassbar schnell ans Herz. Selbst Charaktere, die ziemlich schnell sterben, konnten sich in mein Herz schleichen, so dass ihr Tod so viel mehr weh tat, obwohl man durch den Klappentext ja bereits vorgewarnt war. 

    Besonders interessant gestaltet ist auch die Erzählperspektive, die hauptsächlich zwischen Hunt und Bryce wechselt. Dadurch durchschaut man den jeweils anderen Charakter gemeinsam mehr und mehr durch die Augen der Protagonisten, weiß aber gleichzeitig schon einiges mehr. 

    Bei so vielen Seiten ist es immer schwierig, dass es keine Längen gibt, aber für mich gab es diese in Crescent City nicht. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich einige Sachen ziemlich vorhersehbar fand und dadurch nicht mehr so überrascht werden konnte. Trotzdem ist mein Herz beim Lesen mehrfach in tausend Teile zerbrochen, nur um kurz darauf wieder zusammengesetzt zu werden und erneut gebrochen zu werden. 

    Für mich war dieses Buch eine perfekte Mischung aus Spannung, Emotionen und Humor. Ein absoluter Muss für jeden Fantasy Liebhaber und ein absolutes Highlight. 

  2. Cover des Buches Der Name des Windes (ISBN: 9783608938159)
    Patrick Rothfuss

    Der Name des Windes

     (1.871)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    Ich bin sehr, sehr, sehr lange um "Der Name des Windes" herumgeschlichen. Einerseits wollte ich die Geschichte wirklich gerne lesen, anderseits hat mich die Preiskalkulation des Verlags sowie die Tatsache, dass der dritte Teil nach zehn Jahren immer noch auf sich warten lässt abgeschreckt. Doch nachdem mir eine Freundin die Bücher mehrmals empfohlen hat, habe ich sie mir schlussendlich gebraucht gekauft. Ich kann sagen, dass ich froh bin, nicht den vollen Preis für alle drei Bücher gezahlt zu haben.


    Kommen wir zuerst zu den Dingen, die mir gefallen haben. Das Worldbuilding war ordentlich, die große, gezeichnete Karte im Buch war auch sehr hübsch gestaltet. Der Autor hat sich viel Mühe mit dem Kalender und der Währung gemacht, die er hinten in einem kleinen Glossar auch noch einmal verdeutlicht und erklärt hat. Die Beschreibungen in dem Buch waren wirklich schön, die Sprache ebenfalls. Der Autor beschreibt sehr ausschweifend und voller Metaphern, die sehr wortgewandt waren und mir auch sehr gut gefallen haben. Die Grundidee der Geschichte fand ich auch toll; ein begabter und bekannter Magier, der einem Chronisten innerhalb von drei Tagen seine ganze Geschichte erklären machte?
    Das hat mir gefallen. Das Mystische, das den Wirt Kote / Kvothe umgab, war faszinierend, und als ich das Magiesystem kennenlernte, war ich schon beeindruckt von der Sympathie und den Runen. Hier merkt man, wie viel Mühe der Autor in die Welt hineingesteckt hat, es gibt eine gute Logik für die Magie, die mächtig ist, aber gleichzeitig auch ihre Grenzen kennt. Das gefiel mir an dem Buch besonders gut.


    Leider hat mir die Geschichte selbst nicht sehr gut gefallen. Zum einen war das Problem Kvothe selbst; er spricht in der ICH-Form, natürlich, immerhin erzählt er seine Geschichte dem Chronisten. Leider kommt Kvothe für mich sehr unsympathisch in der ICH-Form rüber, er spricht sehr viel davon, wie brilliant und intelligent er doch ist und dass er generell der Beste, Klügste und Fähigste von allen ist. Tatsächlich wird er auch nicht müde, es immer wieder in Erinnerung zu rufen. 

    Die Geschichte fängt ganz gut an, wir lernen Kvothe und Edema Ruh kennen, den Arkanisten, bei dem er anfängt, zu lernen. Rückblickend betrachtet, kann ich sagen, dass mir dieser Part noch am besten gefallen hat, da war eine wundervolle Herzlichkeit bei. Allerdings hat man schon da gemerkt, dass Kvothe übermäßig intelligent und lernbegabt ist; so hat er z.B innerhalb von zwei Monaten mehr gelernt als andere in einem ganzen Studium. Mit elf Jahren. Ich habe nichts gegen Charaktere in Büchern, die besser als andere sind, aber bei Kvothe war es mir irgendwie einfach zu "viel". Dann kam einer der großen Wendepunkte, die Chandrian, und schlussendlich hat man Kvothes Weg immer weiter verfolgt. Den Teil in Tarbean fand ich ein bisschen eintönig/langweilig und habe den Moment entgegengefiebert, bis er zur Universität kommt. Das war dann auch bald der Fall und irgendwie hat mir die Geschichte ab da am wenigsten gefallen. Ich weiß nicht, wieso, aber gerade am Anfang schwankt Kvothe zwischen "absoluter Brillianz" und "grenzenloser Ungeduld und daraus resultierender Dummheit". Dazwischen schien es irgendwie kein Stadium zu geben und irgendwann ging es mir einfach ein bisschen auf die Nerven. Kvothe hat Glanzleistungen vollführt und gleichzeitig wurde er bestraft. Ich fand es gut, dass der Autor Kvothe nciht mit Lob von seinen anderen Charakteren überschüttet hat, gleichzeitig hat Kvothe selbst das leider sehr wohl getan und irgendwie hatten solche Szenen für mich nicht den gewünschten Effekt. Es scheint mir auch einfach, dass Kvothe eine richtigen Schwachstellen vorzuweisen hat und obwohl er viele Misserfolge zu verzeichnen hatte und ihn nicht jeder geliebt / toll gefunden hat, hat man dennoch in jeder Zeile gemerkt, wie brilliant, geistessreich, begabt etc Kvothe einfach ist und andere anscheinend nur nicht fähig sind, seine herrausragenden Fähigkeiten und Talente anzuerkennen. Ich fand es gut, dass er zeitweise ein bisschen ausgebremst wurde, der Autor hat sich wirklich bemüht, Kvothe als menschlich darzustellen. In meinen Augen ist ihm das aber leider nicht so gelungen.

    DIe einzige Schwachstelle, die Kvothe zu haben scheint, schienen Frauen gewesen zu sein. Ausnahmslos alle Frauen in seiner Geschichte sind schön und alle schönen Frauen mögen Kvothe. Was mir aber gefallen hat ist, dass Kvothe rückblickend gemeint hat, für IHN seien alle Frauen schön gewesen, obwohl sie Makel gehabt haben. Ich denke, da hat der Autor einen wirklich schönen Ansatz gewählt, den ich gerne gelesen habe.

    Kvothe zumindest kann mit Frauen nicht umgehen und das behindert ihn irgendwie dabei, seiner geliebten Denna zu nahe zu kommen. Ach, Denna. Sie ist ein WIldfang, verschwindet einfach mal, wie es ihr bekommt und taucht auf und bringt Kvothe wieder durcheinander. Es ist klar, dass es für Kvothe nur eine Frau im Leben kann und das ist Denna - es freut mich aber trotzdem, dass die Liebesgeschichte bis zum Ende der Story nicht im Vordergrund stand, auch wenn der Autor sie angeklungen hat. Aber es gibt ja auch noch mehr Bände. 


    Kvothes Geschichte selbst, zumindest den ersten Tag, hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Mir ist klar, dass ein Fantasy-Epos Zeit braucht, um sich zu entfalten, aber irgendwie ist Kvothe selbst nach 800 Seiten kaum einen Schritt vorangekommen, was vorrangig an seiner Ungeduld gelegen hat, die ihm sehr viele Wege verbaut hat. Dafür, dass er so brilliant ist, handelt Kvothe leider auch oft sehr unbedacht, was in meinen Augen nicht zusammengepasst hat. Die Geschichte hat sich an einigen Stellen sehr gezogen und waren nur wenig spannend, haben aber gefühlt auch einfach nichts zur Geschichte beigetragen.


    Alles in allem kann ich sagen, dass mich Worldbuilding, genutzte Sprache und Aufbaue der Geschichte überzeugt haben, der Storyverlauf und Kvothe selbst leider nicht. Ich werde die nachfolgenden Bände noch lesen, weil ich schon neugierig bin, wie es weitergeht, aber ich muss auch sagen, dass ich schon deutlich bessere Fantasybücher gelesen habe. 



  3. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.599)
    Aktuelle Rezension von: EkstasederKrawatte

    Auch Jahre nach der ersten Lektüre nehme ich die Harry Potter Bücher immer wieder gerne zur Hand und lasse mich von der magischen Welt in Hogwarts faszinieren. Es war wundervoll mit den Charaktären erwachsen zu werden doch auch jetzt haben sie nichts von ihrem Charme eingebüst. Gerne schaue ich die Videos der "Super Carlin Brothers" auf Youtube, in denen Theorien zu noch ungeklärten Fragen zur Saga erörtert werden  und lasse mich voller Freude in die Welt der Magie entführen.

  4. Cover des Buches Die Herzen der Männer (ISBN: 9783608983135)
    Nickolas Butler

    Die Herzen der Männer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Im Sommer 1962 verbringt der 13-jährige Nelson Doughty eine Woche in einem Pfadfinderlager in Wisconsin. Er ist dazu abgestellt, beim Morgenappell die Signaltrompete zu blasen. Trotz seines tadellosen Engagements ist er dem Spott der anderen Jungen ausgesetzt. Nur mit dem wenig älteren Jonathan knüpft er vorsichtig Freundschaft. Dieser überredet ihn zu einer Wette und natürlich enden sie als Verlierer. Die Einlösung der Wettschulden endet für Nelson äußerst demütigend. Aber dennoch setzt dieser Sommer eine Kette von Ereignissen in Gang, die sein Leben bestimmen.
    Im Sommer 1996 nimmt Jonathan seinen Sohn Trevor mit ins Pfadfinderlager. Trevor hat dazu gar keine Lust, denn der 16-jährige will die Ferien lieber mit seiner Freundin Rachel verbringen. Um ihm die Zeit schmackhafter zu machen, organisiert Jonathan ein Abendessen mit Nelson, der das Lager nach seiner Militärzeit im Vietnamkrieg inzwischen leitet. Er stellt ihm auch seine neue Freundin vor und eröffnet ihm, dass er sich von seiner Mutter scheiden lassen will. Trevor ist tief enttäuscht, aber wiederum führt dieser Abend zu weitreichenden Erkenntnissen, die den Lebensweg des jungen Mannes bestimmen.
    Schließlich besucht auch Trevors Sohn Thomas im Jahr 2019 das Pfadfinderlager. Er wird begleitet von seiner Mutter Rachel, die als einzige Frau als Betreuerin angereist ist. Die anderen Männer lehnen sie ab und sie wird massiv verbal belästigt. Allerdings hat sie in Nelson, der sein letztes Jahr als Leiter des Lagers verbringt, einen Verbündeten.
    Der Autor verwebt bewegend zwischenmenschliche Themen, wie Ausgegrenztheit, Ehebruch, Gewalttätigkeit und große Enttäuschungen. Allerdings gibt es von mir einen Punkt Abzug, weil es doch viel um typisch amerikanische Eigenheiten geht: die Besessenheit für Schusswaffen, Baseball und die Heldenverehrung für Soldaten und Kriegsheimkehrer. Dennoch ein Buch über große Männergefühle, an deren Ende aber eine Frau als Siegerin hervorgeht.

  5. Cover des Buches Renegades - Gefährlicher Freund (ISBN: 9783453271784)
    Marissa Meyer

    Renegades - Gefährlicher Freund

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Elea_Eluander

    Renegades ist eine Geschichte über Superhelden und Anarchisten. Doch sind die Superhelden wirklich so toll und die Anarchisten wirklich solche Schurken ? Nova ist eine Anarchisten doch macht sie das zu einem Schurken ? 

    Für sie steht eines fest: Sie will Rache üben gegen die Renegades – den „Superhelden“. Doch zu ihnen gehört auch Adrian. 

    Die Renegades gegen die Anarchisten und Nova mittendrinn. 


    Anmerkung: Diese Rezension bezieht sich auf die gesamte Trilogie, da ich besonders hervorheben möchte, dass die Autorin den letzten Teil von eigener Hand übersetzten lassen und rausgebracht hat. 


    Mir hat das Lesen unfassbar Spaß gemacht. Die Autorin konnte mich jedes Mal von Neuem zum Staunen bringen. Es war nicht vorhersehbar und das gefiel mir sehr an der Geschichte.


    Marissa Meyer beweist mit dieser Geschichte aufs Neue, dass sie einen phänomenalen Ideenreichtum besitzt. Die Welt, die sie hier geschaffen hat, strotz nur so voll Abenteuer und tollen Charaktere. 

    Auch zeigt die Geschichte das vermeintlich gute Absichten einem zu sehr fragwürdigen und inhumanen Handlungen führen können. Es war erschreckend was die „Superhelden“ für den Frieden tun. Wieder wird hier eine ganz bedeutende Frage in den Raum gestellt: Heiligt der Zweck die Mittel ? 


    Nova war eine tolle Protagonistin und auch Adrian - bis auf ein Paar kleine Stellen.

    Auch die Nebencharaktere fand ich herzallerliebst. Ruby und Oskar und auch Callum. Einfach nur wunderbar ausgearbeitete Charaktere.

    Dass Marissa Meyer hier einige Superhelden ein Handicap verpasst hat, macht die Geschichte sehr sympathisch.

    Und wie cool ist bitte die Tatsache, dass der männliche Hauptprotagonist eine Brille trägt ?


    Ich persönlich fand Adrians Superkraft am Anfang nicht so toll, aber mit der Zeit wurde mir erst bewusst wie unfassbar genial sie ist ! 

    Allein schon die Superkräfte machen das Buch ansprechend. Aber auch die Geschichte hat es in sich. Superhelden gegen Anarchisten und Nova mitten drinnen. 


    Besonders hervorheben möchte ich, dass die Autorin hier den dritten Teil, der leider nicht von den Verlagen übersetzt worden ist – was ja generell ein zunehmendes Problem ist und für uns Leser echt nicht optimal -, selbst veröffentlicht hat ! Das finde ich sehr bemerkenswert und sollte unterstützt werden !


    Eine sehr actionreiche, spannungsgeladene Geschichte mit einigen Kampfszenen, die mir sehr gut gefallen hat. 

    Von mir eine klare Kaufempfehlung. Und einen großen Dank an Marissa Meyer, dass sie uns Lesern hier das grandiose Finale nicht vorenthalten hat !

  6. Cover des Buches Heldentage (ISBN: 9783453269606)
    Sabine Raml

    Heldentage

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Anhand des Klappentextes dachte ich mir, es sei ein spanneder Roman und malte mir vor, das es irgend wie um die Volljährigkeit, doch was dann kam, war sehr überraschend. Der Klappentext hat für mich sehr neugierig auf mehr gemacht und ich hatte schon gewisse Erwartungen gehabt. 

    Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Sehr bunt und schöne Farben. Ich hätte es sofort in den Warenkorb getan ohne zu wissen worum es geht, was ich ja immer tue. 

    Es geht um Lea, die 15 ist und sich sehnlichst darauf wartet, endlich erwachsen zu werden um endlich aus ein Haus abzuhauen. Sie hat eine beste Freundin Pola und Lea ist verknallt in ihrem Typen. Doch ihre Mutter hat Probleme, die Lea sich kümmert und nicht um ihre Teenager zeit geniesst. 

    Jeder braucht diese eine Freundin, die aus der scheisse raus ziehen lässt und für einen da ist, wenn man nicht glücklich ist. Lea hat totale Probleme mit ihrer Mutter und hatte angst ihre Freundin, die Wahrheit zu sagen. Sie ist überfordert und Mutter ist Alkoholkrank. Die Geschichte ist aus der Sicht von Lea geschrieben, in der Ichperspektive und es ist sehr flüssig. Geschrieben. 

    Ich hatte natürlich andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden sind, was aber nicht schlimm war, denn so lernte man Lea besser kennen und erfährt wie sie tickt und denkt und fühlt. Alles in allem eine sehr traurige Geschichte. 

  7. Cover des Buches Bartimäus (ISBN: 9783442373338)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus

     (1.028)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Verlag: cbj (12. Juni 2006)

    Gebundene Ausgabe: 608 Seiten

    ISBN-13: 978-3570127773

    empfohlenes Alter: ab 10 Jahren

    Originaltitel: Ptolemy’s Gate

    Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung

    auch als E-Book, als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich


    Gelungener Abschluss der Trilogie


    Inhalt: 

    Nathanael ist nun Informationsminister. Sein Ehrgeiz steigt ihm immer mehr zu Kopf. Mehr denn je weitet sich die Kluft zwischen den Gewöhnlichen und den Zauberern. London wirkt wie ein Pulverfass, und der Krieg in Amerika macht das auch nicht gerade besser.


    Bartimäus ist am Ende seiner Kräfte, denn Nathanael weigert sich, den Dschinn zu entlassen, damit er sich am Anderen Ort wieder regenerieren kann. 


    Unterdessen hat Kitty sich heimlich Kenntnisse in Magie angeeignet. 

    Als nun eine ganz besondere Gefahr London zu überrollen droht, müssen Nathanael, Bartimäus und Kitty zusammenarbeiten, um die Welt zu retten.


    Meine Meinung:

    Dies ist der 3. Band der Bartimäus-Trilogie. Die beiden Vorgänger sollte man unbedingt gelesen haben, denn die Handlung ist mehr oder weniger fortlaufend. In „Die Pforte des Magiers“ erfahren wir aber noch mehr von Bartimäus’ Vergangenheit im alten Ägypten. Diese Teile konnten mich nicht so fesseln, sie sind aber für das Verständnis des aktuellen Geschehens notwendig. 


    Wie gewohnt gibt es wieder viele sehr spannende Szenen, Kämpfe zwischen Zauberern und Dämonen, Intrigen und brenzlige Situationen für unsere Held*innen. Doch leider ist Bartimäus nicht wirklich auf der Höhe, und so empfand ich seinen Sarkasmus und die Anzahl der witzigen Dialoge gegenüber den ersten beiden Bänden als stark verringert. Schade!


    Insgesamt ist die Handlung aber schlüssig und fesselnd. Details aus den ersten beiden Büchern werden wieder aufgegriffen und begonnene Handlungsstränge zusammen- und zu Ende geführt. Die Spannung gipfelt in einem gewaltigen Showdown, der wie die anderen Kampfszenen sehr plastisch beschrieben ist, was das Kopfkino auf Hochtouren antreibt. 


    Besonders gefiel mir die Entwicklung, die Nathanael durchmacht. Der Junge erkennt endlich, was wirklich wichtig ist und handelt danach. 


    Fazit:

    Nicht ganz so witzig wie die Vorgänger, aber ein insgesamt guter Abschluss der Geschichte.


    Die Reihe:

    1. Das Amulett von Samarkand

    2. Das Auge des Golem

    3. Die Pforte des Magiers

    Bartimäus’ Vorgeschichte: Der Ring des Salomo 


    ★★★★☆


  8. Cover des Buches Renegades - Geheimnisvoller Feind (ISBN: 9783453271791)
    Marissa Meyer

    Renegades - Geheimnisvoller Feind

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Letanna

    Nova hat sich als Spionin bei den Renegades eingeschlichen, denn sie gehört zu den Feinden der Renegades zu den Anarchisten. Aber ihre Gefühle für den Renegade Adrian lassen sie immer mehr an ihren Motiven zweifeln.

    Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Renegades-Reihe. Nachdem der Verlag die Reihe leider nicht weiter übersetzt hat, hat die Autorin Teil 3 letztes Jahr selbst veröffentlicht. Deshalb habe ich jetzt auch endlich die Reihe weiter gelesen.

    Die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht von Nova und Adrian erzählt. Beide sind Feinde, aber nicht nur das, Adrian hat auch ein anderes Geheimnis vor Nova. Die Autorin stellt Novas inneren Konflikt sehr gut da. Wer ist hier eigentlich und wer ist böse? Die Grenzen verwischen hier etwas, was ich sehr interessant fand.

    Ich persönlich mag Max ja besonders gerne. seine Fähigkeit ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich und auch sehr gefährlich. Der Plot um seine Fähigkeiten ist auf jeden Fall sehr spannend. Für meinen Geschmack könnte die Romanze ruhig etwas mehr im Mittelpunkt stehen, die  Autorin geht da doch recht sparsam mit romantischen Momenten um. 

    Das Ende ist natürlich sehr offen, ich werde auf jeden Fall auch den 3. Teil lesen Ich kann die Reihe jedem Fan von Superhelden-Romanen empfehlen. Von mir gibt es für den 2. Teil 4 von 5 Punkte. 

  9. Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257224917)
    John Irving

    Owen Meany

     (462)
    Aktuelle Rezension von: isatopbell
    Das Buch ist zwar etwas langatmig,jedoch lohnt es sich auf jeden Fall, es bis zum Ende zu lesen. 
  10. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.270)
    Aktuelle Rezension von: Buecherphantasie

    Stephen King liefert mit dem Buch einen Roman mit etwas 1500 Seiten. Es ist ein typischer Roman und vorab möchte ich direkt sagen, dass das Buch definitiv nichts für Leser ist, die es nicht mögen viele Seiten ohne Spannung zu lesen. Bei Es ist der Einstieg in der Geschichte sehr langsam. Zunächst lernt man die Protagonisten kennen und alles ist sehr detailliert beschrieben. Man lernt auch die Geschichte von Derry, der Stadt in der das Buch spielt, kennen. Durch die Liebe fürs Detail von Stephen King  konnte ich mir alles hautnah vor meinem geistigen Auge vorstellen. Die Emotionen meinerseits haben einer Achterbahn geglichen. Es war zwar nicht durchgehen gruselig, aber ab und an kamen echt gruselige Szenen.

    Insgesamt ist es für mich definitiv ein Klassiker, den man als Stephen King Liebhaber lesen sollte.

    Trotzdem konnte ich nur 4 Sterne vergeben, da ich manchmal die intensiven Phasen der Erzählungen und Beschreibungen irgendwann einfach als zu viel empfand. 

  11. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (343)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die Leopardin" ist ein Spionagethriller von Ken Follett. Die Landung der Alliierten in der Normandie steht Ende Mai 1944 unmittelbar bevor. Ein Anschlag der Résistance auf die wichtige Fernmeldezentrale in Sainte-Cecile geht schief und die beteiligte britische SOE-Agentin Felicity Clairet entkommt mit knapper Not zurück nach England. Aber sie fasst einen neuen Plan und kann die Entscheidungsträger überzeugen. Ein Wettlauf gegen die Zeit um doch noch die wichtigste Nachrichtenübermittlungsstelle der Nazis zu zerstören und damit die Invasion entscheidend zu unterstützen. Dabei hat sie nur ein Team aus Frauen zur Hand, die bereits vorher an der harten Ausbildung scheiterten, ein Todeskommando gegen die brutalen Gegenspieler der Gestapo. Ken Follett beschreibt in diesem Spionageroman ein fiktives Ereignis, dass sich in den wenigen Tagen vor der Invasion abspielt. In der Realität gab es damals nur wenige Frauen, die als  Special Operations Executive Geheimagenten tätig waren. Ganze fünfzig wurden damals nach Frankreich entsandt, wobei sechsunddreißig ihre Einsätze überlebten. Der Autor wählt für diesen Roman historisch korrekte Rahmenbedingungen und bettet seine eigene Widerstandsgeschichte darin ein. Bei dieser bedient er sich sicherlich ein wenig klassischem Klischee, aber dies stört beim Lesen keineswegs. Denn die Geschichte ist sehr spannend erzählt, teils sicherlich auch brutal dargestellt, aber eben immer fesselnd. Vor vielen Jahren hatte ich bereits mal "Die Nadel" von Ken Follett gelesen und ich finde "Die Leopardin" ist ein weiterer sehr guter Spionageroman aus der Feder des Autors. Speziell das Katz- und Maus Spiel zwischen dem deutschen Major Dieter Franck und der Leopardin Flick hat mir dabei sehr gefallen. Wem Geschichten wie "Agenten sterben einsam" oder "Das dreckige Dutzend" gefallen, der findet auch mit "Die Leopardin" eine gute und spannende Unterhaltung.

  12. Cover des Buches City of Girls (ISBN: 9783839818039)
    Elizabeth Gilbert

    City of Girls

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Cover

    Bis auf die Skyline eigentlich nicht sehr aussagekräftig

     

    Klappentext

    Nach einer Jugend in der Provinz und dem Rausschmiss aus dem College stürzt sich die 19-jährige Vivian kopfüber in das wilde Leben Manhattans: Musicals, Bars, Jazz und Gangster. Um jede Ecke biegt eine neue Liebe, erst recht im Lily Playhouse, dem sympathisch heruntergekommenen Theater, für das sie Kostüme näht. Doch dann begeht sie einen skandalösen Fehler, der den Lauf ihres Lebens grundlegend verändert. Und sie Jahre später doch erkennen lässt: »Es kommt der Punkt im Leben einer Frau, an dem sie es leid ist, sich ständig nur zu schämen. Danach steht ihr frei zu werden, wer immer sie wirklich ist!«

     Ein außergewöhnliches Hörbuch über den kompromisslosen Freiheitsdrang einer Frau und ihre unbedingte Hingabe an die eigenen Träume.

     

     

    Die ältere Version von Vivian erzählt hier ihr Leben völlig schonungslos und die Geschichte ihres Lebens lässt uns manchmal die Stirn runzeln aber auch die Herausforderung einer selbständigen Frau zu dieser Zeit sehen. Ein unbekümmertes Mädchen das nach Party´s hungert kommt nach New York und wir erleben den Glamour der Revueshows bei ihrer Tante Peg. Dann begeht sie nach damaligen Zeiten, in der es noch ein ganz anders Sittenbild von Frauen gab, einen großen Fehler und dann bricht der 2. Weltkrieg aus. Doch Vivian kämpft sich durch und setzt sich auch für andere Frauen ein deren Lebensstil damals so gar nicht in das Weltbild passte. 

    Eine schöne Geschichte die mich gut unterhalten hat und die uns in die Zeit zurück versetzt.

  13. Cover des Buches Die Helden von Midgard (ISBN: 9783426523711)
    Liza Grimm

    Die Helden von Midgard

     (41)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Es ist Erik vorbestimmt, ein Held zu werden und von Gott Tyr und Walküre Kára erhält er Hilfe. Doch Kára ist in Erik verliebt und fällt prompt auf Lokis List herein. Denn jemand will unbedingt verhindern, dass Erik an die Tafel der Götter kommt...
    .
    Sowohl Kára als auch Tyr kennt man schon aus dem ersten Band, weshalb es schön ist, dass sie in dieser Geschichte eine deutlich größere Rolle einnehmen. Auch Lokis Ränke sind schon bekannt, also kein Wunder, dass er auch hier wieder eine zweifelhafte Rolle einnimmt. Erik hingegen ist ein vollständig neuer Charakter und gerade deshalb sehr interessant. Am besten hat mir das Verhältnis zu seinem Bruder gefallen, das war immer wieder schön zu lesen. Das Setting ist diesmal zum größten Teil Midgard, wie auch der Titel schon verrät. Die Handlung ist spannend aufgebaut und dank dem angenehmen Schreibstil lässt sich das Buch wirklich schön lesen.

  14. Cover des Buches The Fellowship of the Ring (ISBN: 9780007488308)
    J. R. R. Tolkien

    The Fellowship of the Ring

     (118)
    Aktuelle Rezension von: booksaremyescape

    Ich denke jeder kennt die Geschichte, wenn nicht von den Büchern, dann von den Filmen, aber hier nochmal kurz runtergebrochen: Im ersten Teil wird die Geschichte erzählt, wie der Ring an Frodo weitergeht und er zu seiner Reise aufbricht, da sich das Böse in Mordor sammelt. Erst sammelt sich schön langsam die Gruppe, mit der Frodo einen Teil der Strecke zurücklegt und am Schluss zieht Frodo nur mit Sam weiter.

    Also erstmal muss ich sagen, dass ich (für mich untypisch) relativ lange für das Buch gebraucht habe, weil es ja doch etwas älter ist und der Stil dementsprechend sehr anders ist. Das ganze Buch ist nicht auf Spannung pur ausgelegt sondern zeichnet sich eher durch das ehrliche Abbild wie verschiedene Leute mit schlechten Situationen und verschiedenen Möglichkeiten umgehen. Einerseits hat mich das gestört, weshalb auch der eine Stern fehlt, aber andererseits war es auch schön, das der Fokus auf der Menschlichkeit liegt, wo ich dann eindeutig sagen würde, dass ich daraus gelernt habe. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell Macht blind macht, aber es ist auch wunderschön wie ein gemeinsames Ziel bei so vielen unterschiedlichen Charakteren verbrüdern kann.

    Die Charaktere sind jetzt nicht so tief, wie man es von zeitgenössischen Büchern kennt, weil einfach nicht so viel Hintergrundgeschichte erzählt wird. Man lernt die Charaktere also nur durch ihr Verhalten und durch das was sie sagen kennen, was natürlich dementsprechend dauert. Trotzdem konnte ich jeder ihrer Taten mit dem Bild, was in meinem Kopf entstanden ist, vereinbaren.

    Es ist ein Klassiker und ich tue mir schwer darüber zu schreiben, weil es so anders ist, als was ich sonst lese, aber ich bin unglaublich froh, dass ich mit dieser Reihe angefangen habe und freue mich schon auf die nächsten zwei Teile. Empfehlen würde ich dieses Buch daher allen, die auch ohne Spannung Bücher lesen können und Lust darauf haben, etwas Menschlichkeit zu entdecken.

  15. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783785746875)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (67)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Kommen wir zuerst zum Inhalt: Wir lernen hier die zweite Generation der Familien kennen, die uns schon im ersten Band begegnen. 

    Wir lernen Lews Tochter Daisy kennen, die im Gegensatz zu ihrem Vater zwar ohne finanzielle Sorgen aufwächst, aber aufgrund ihres Vaters nie die gesellschaftliche Anerkennung bekommt, die sie sich wünscht. Als sie wieder einmal eine Niederlage der amerikanischen Gesellschaft einstecken muss, fasst sie kurzerhand einen Entschluss, der ihr Leben grundlegend verändern wird. 


    Daisy hat einen Halbbruder nämlich Greg. Er ist einer der Gründe, weswegen sie und ihre Mutter von der elitären Gesellschaft nie wirklich akzeptiert wurden. Greg scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Ihm sind Macht und Einfluss ebenfalls sehr wichtig. Doch wie wird er an mächtige Positionen kommen? 

    Auch Lews Bruder Grigori hat in Russland inzwischen eine Familie gegründet. Sein Sohn Walodja möchte ebenfalls eine politische Laufbahn starten und muss sich hier immer wieder behaupten. 


    In Deutschland haben Walther und Maud Ulrich inzwischen eine Familie gegründet. Beiden ist es wichtig, ihre Kinder schon früh mit Politik vertraut zu machen und dafür zu sorgen, dass sie Inhalte in Frage stellen und nicht das glauben, was die Medien berichten. Während Carla dem Nationalsozialismus also kritisch gegenübersteht, schließt sich ihr Bruder der neuen aufstrebenden Partei an. Wird Familie Ulrich daran zerbrechen? 


    Mein Lieblingscharakter war eindeutig LIoyd Williams, Ethels Sohn, der dank seiner Mutter, ebenfalls früh mit Politik in Berührung kommt und sich hier auf verschiedenen Ebenen für Gerechtigkeit einsetzt, immer mit dem Ziel die Situation einer bestimmten Randgruppe zu verbessern. Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass er sich mit seinem Handeln nicht immer Freunde macht. 


    Während ich beim ersten Mal lesen etwas Mühe hatte, mich in der neuen Generation zurechtzufinden, ging es mir beim Hören des Hörbuchs gar nicht so. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den zweiten Band zeitnah nach Beenden des ersten Bandes gehört habe und mich deswegen nicht neu in den unterschiedlichen Familienverhältnissen orientieren musste. Etwas schade fand ich aber, dass die Protagonist*innen aus dem ersten Band hier nur noch als Nebencharaktere auftreten. Gerade Ethel und Maud, die ich als Protagonistinnen sehr ans Herz geschlossen habe, vermisste ich in diesem Band etwas. 


    Allerdings bekam ich hier und da auch Probleme mit einigen Charakteren, die vermutlich mit den Kürzungen des Hörbuches zusammenhingen. Gerade die Männer fand ich aufgrund ihrer Charakterzüge und damit verbundenen Handlungen sehr austauschbar. Sie erinnerten an ihre Vorgänger aus dem ersten Band und es gab aus meiner Sicht kaum eine Wendung, die mich überraschte. Es wirkte so, als ob hier noch einmal dieselben Konflikte wie im vorherigen Band auftraten, nur, dass es eben ein anderes Setting gab. 


    Was mir inhaltlich aber gefiel war, dass es einen stärkeren historischen Bezug gab, wobei es gefühlt auch unmöglich gewesen wäre, den Nationalsozialismus aus diesem Band herauszukürzen und auf politische Zusammenhänge zu verzichten. 


    Der Vorteil der Hörbuchgestaltung bestand diesmal eindeutig darin, dass ich mich an das Buch kaum noch erinnern konnte und es mir deswegen nicht möglich war, das Hörbuch mit der Buchvorlage zu vergleichen. Die Charaktere schienen mir nach wie vor zwar oberflächlich, allerdings musste das nicht zwingend etwas mit einer Kürzung zu tun haben. 

    Das gekürzte Hörbuch wurde wieder von Johannes Steck gelesen, der mir als Sprecher ziemlich gut gefallen hat. Besonders interessant fand ich, dass es ihm gelang, die Generation, die er im vorherigen Band als jung interpretierte, hier eine Spur älter werden zu lassen. 


    Ken Folletts Schreibstil ermöglichte mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Was mich hier aber störte war, dass er mehr Szenen beschrieb, in  denen es um körperliche oder psychische Gewalt ging. Einerseits kann ich nachvollziehen, dass diese Szenen nicht fehlen durften, da sie vor allem die Brutalität des Zweiten Weltkriegs hervorhoben. Dennoch war es an einigen Stellen sehr brutal und ich konnte mir Szenen bildhaft vorstellen, die ich mir eigentlich gar nicht vorstellen wollte. Was mich überraschte war, dass mich viele Charaktere nicht erreichen konnten und vergleichsweise oberflächlich dargestellt wurden. 


    Gesamteindruck

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der zweite Band beim ersten Mal lesen nicht so gut gefallen hat. Wenn ich die beiden Hörbücher hingegen miteinander vergleiche, hat mir der zweite Band als gekürztes Hörbuch tatsächlich etwas besser gefallen und das, obwohl ich die Charaktere oberflächlicher fand. 


    Während ich den ersten Band als gekürztes Hörbuch nur dann empfehlen kann, wenn man eine möglichst schnelle Zusammenfassung braucht, finde ich, dass man den zweiten Band durchaus gekürzt hören kann und einem hier gefühlt keien wichtigen Informationen verloren gehen. 



  16. Cover des Buches The Return of the King (ISBN: 9780261102378)
    J. R. R. Tolkien

    The Return of the King

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Der Abschluss der Herr der Ringe – Trilogie und was soll ich sagen? Ganz ehrlich? Ich bin froh, dass es vorbei ist. Ich bin und werde kein Fan dieser Story. 

    Der dritte Teil ist aufgeteilt in zwei Bücher, 5+6. Buch 5 war für mich ein Totalausfall. Es ging nur um Schlachten und Kämpfe und es ist einfach absolut nichts anderes passiert. Das war sowas von ermüdend und langweilig für mich. Ich will nicht sagen, dass ich die Seiten überflogen habe, aber konzentriert gelesen habe ich nicht.

    Teil 6 war ganz okay, Frodo und Sam waren halt wieder unterwegs, aber irgendwie kam das Ende für mich dann doch plötzlich und überraschend. So lange hat der Autor auf diesen einen Punkt hingearbeitet und dann das? Das war irgendwie merkwürdig. Noch viel merkwürdiger aber war, dass es danach noch geschlagene 150 Seiten weiter ging. Hilfe! Wobei der Part wo die Hobbits zurück ins Shire kommen eigentlich ganz gut war.

    Und dann folgten noch 100 Seiten Anhang und ja, haltet Euch fest, das hat mir mit am besten gefallen. Einfach nur weil ich die Energie und Mühe, die der Autor in diese Geschichten gesteckt hat, so unglaublich bewundernswert fand. Ich kann dazu nur Chapeau! sagen. Auch wenn mir persönlich die Story nicht gefällt, was Tolkien sich da ausgedacht hat und vor allem bis ins allerkleinste Detail ausgearbeitet hat, dem zolle ich wirklich meine Anerkennung.

     

    Für das Buch selbst kann ich am Ende aber nur 4/10 Punkten geben. Und jetzt steinigt mich.

     

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  17. Cover des Buches Der Herr der Ringe (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 1-3) (ISBN: 9783608939842)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer ÜberSetzung und Rechtschreibung, Bd. 1-3)

     (7.371)
    Aktuelle Rezension von: Cole_Brannighan

    In Herr der Ringe geht es um den Magier Sauron, der mithilfe seines magischen Ringes die Welt unter seine Herrschaft zwingen will. Dazu muss er ihn aber aus den Händen einer Hobbits befreien, der zusammen mit seinen Gefährten versucht, die Macht des Rings zu zerstören. Hmmm ... mag sein, dass ich gerade aus der Perspektive des Bösen geschrieben habe :-)

    Herr der Ringe war die erste Buchreihe, die ich in die Welt des Lesens katapultiert hat. Tolkien versteht es wie kein Zweiter, eine sagenhaft schöne Geschichte mit epischen Kämpfen zu gestalten. An einigen Stellen sind die Beschreibungen tatsächlich ausufernd, aber dafür entschädigen ganz viele andere Stellen. Die Charaktere sind sehr authentisch und ob es die Königreiche der Elfen, der Orks oder der Menschen sind - alle besitzen eine eigene Ordnung, die bis in Detail ausgearbeitet ist.

    Neben dem Duo Frodo und Samweis gibt es auch die interessante Dynamik zwischen Legolas und Gimli. Tolkien legt großen Wert auf Charaktere und arbeitet sie im Lauf der Geschichte sehr schön aus.

  18. Cover des Buches Wassermusik (ISBN: 9783423146814)
    T. C. Boyle

    Wassermusik

     (371)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Dieser Autor kann derart wortgewaltig und kenntnisreich erzählen, dies beweist er schon in seinem Erstlingswerk. Es geht um die abenteuerliche Geschichte des schottischen Entdeckers Mungo Park (1771-1806), der sich auf die Reise macht, den Fluss Niger zu erkunden und den Westen Afrikas zu kartografieren. Dieses zur damaligen Zeit äusserst gefährliche Vorhaben wird mit einer ungeheuren Sprachkunst dargelegt. Grossbritannien suchte damals nach neuen Kolonien und Absatzmärkten und wollte bei der Erkundung Afrikas anderen Mächten zuvorkommen. Der geschichtliche Hintergrund ist detailreich aufgearbeitet und eigene zusätzliche Recherchen geben einen Eindruck darüber, unter welchen Umständen, eine solche Reise durchgeführt werden konnte.

     

    Bereits bei seiner 1. Reise gerät Mungo in die Fänge der Mauren. Sein Begleiter Johnson, der das geschriebene Wort liebt und ein verlässlicher und treuer Freund ist, wird bald Opfer eines Krokodilangriffes. Es folgen viele Wochen mit unzähligen Krankheiten, Hunger, Hitze, Materialverlust u.v.m. Parallel dazu wird die Lebensgeschichte von Ned Rise erzählt, einem Vagabunden in England, der seit seiner frühesten Kindheit vom Pech verfolgt wird.

     

    Im zweiten Teil des Roman befindet sich Mungo wieder zuhause und verbringt viele Jahre mit seiner Ehefrau und den Kindern, seine Sehnsucht nach einer weiteren Reise wird jedoch so gross, dass er nicht anders kann, als sich erneut davon zu machen. Allie ist wütend, ihr Leben lang hat sie auf Mungo gewartet und nun lässt er sie erneut mit vier Kindern im Stich.

     

    Das zweite grosse Abenteuer im dritten Teil des Buches endet für Mungo nach weiteren vielen Entbehrungen und Krisen schliesslich auf einer gefährlichen Flussfahrt und der Rache der Eingeborenen.

     

    Ausserordentlich gut haben mir die Bezüge zur griechischen Mythologie gefallen. Sie sind lehrreich und zeigen deutlich, wie kenntnisreich Boyle seinen Stoff bearbeitet. Ebenfalls sehr gelungen finde ich den Schlussteil, der zwar traurig ist, doch noch einmal Aufschluss gibt darüber, welche Konventionen zur damaligen Zeit herrschten. Allisons Schuldgefühle als Sünderin Mungo verraten zu haben, sind bezeichnend für das Rollenverständnis der Frauen damals.

     

    Einmal auf die Geschichte eingelassen, kann man sich dem Sog kaum entziehen. Man liest ein hoch spannendes und lehrreiches Buch, welches viele Facetten aufzeigt, bildgewaltig ist und in eine kuriose Welt entführt. Ich gebe zu, dass ich bei den ersten 100 Seiten manchmal zweifelte, ob ich mir diese Lektüre wirklich antun soll, so übertrieben und äusserst brutal und grotesk geht es teilweise zu und her. Dann aber entwickelt sich der Roman zu einem ausserordentlichen Erlebnis. Von tief traurig bis hoch spannend werden alle Gemütsregungen angesprochen. Er ist immer wieder auch überaus witzig, so lustig, dass ich oftmals laut lachen musste, was mir selten bei Büchern passiert. Dieser Roman ist tatsächlich ein Jahrhundert-, Kult- und vor allem Kunstwerk, dass man unbedingt lesen sollte. Zu zart besaiteten Lesern ist er jedoch wahrscheinlich zu deftig und nur mit einiger Vorsicht empfohlen. Mich hat er total begeistert und ich gebe gerne 5+++ Sterne.

  19. Cover des Buches In Stahlgewittern (ISBN: 9783608960808)
    Ernst Jünger

    In Stahlgewittern

     (42)
    Aktuelle Rezension von: AlexHartung
    In Stahlgewitter ist ein autobiographischer Bericht des Autors von seinen Erlebnissen an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, ist "In Stahlgewitter" nicht wertend. Jünger stellt den Krieg so dar wie er ist, eine unbezähmbare Naturgewalt.
    Er gibt Eindrücke in das Denken dieser Zeit, was es leichter macht die Kriegsbegeisterung die zu dieser Zeit herrschte (und uns heute völlig unverständlich ist) zu verstehen.
    Das macht das Buch stellenweise brutal und schwer zu lesen, aber was soll von einem Bericht bspw. der dritten Flandernschlacht erwarten, bei der fast 600.000 Soldaten gefallen sind.

    Zusammen mit seiner bildlichen Sprache wandelt Jünger seine Erfahrungen zu einem eindringlichen Buch um. Durch die "Neutralität" und die ungefilterte Wahrheit für mich das Anti-Kriegs-Buch schlechthin, das diesbezüglich bspw. Remarques "Im Westen nichts Neues" um Längen hinter sich lässt.

    Jüngers Buch gehört zu den wichtigsten Werken des 20. Jahrhunderts. Wer diese Zeit verstehen will, kommt an "In Stahlgewittern" nicht vorbei.
  20. Cover des Buches König Pups (ISBN: 9783947738038)
    Bettina Rakowitz

    König Pups

     (28)
    Aktuelle Rezension von: buecherGott


    Ein Kinderbuch über Pupsen,das ging und klein zum lachen bringt
    ➡️Als Buch und Hörbuch

    😊Ein ganz tolles Kinderbuch von Bettina Rakowitz mit dem Titel König Pups -Drachenalarm


    👑König Pups ist ganz mutig denn er hat den Feind ganz allein in die Flucht geschlagen , während er den Feind verjagt sind Abenteuer und eine Portion Mut voraus geschlagen

    👑Der schreibstil gefällt mir sehr gut und das Vorlesen macht total Spaß
    Die Illustrationen gefallen mir sehr gut sie passen sehr gut zur Story und sind liebevoll gemacht
    👑Auch die Landkarte hinten auf der letzten Seite ist perfekt so können wir genau nach schauen wo wir sind und Wolang es geht
    Eine ganz tolle Geschichte für groß und klein zum selber lesen und Vorlesen,ein ganz tolles Abenteuer
    👑 Zum schmunzeln/lachen ist uns zu mute genau wie uns die Reim Sätze gefallen

  21. Cover des Buches Das Buch der Mitte (ISBN: 9783038480044)
    Vishal Mangalwadi

    Das Buch der Mitte

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als ich „Das Buch der Mitte“ von Vishal Mangalwadi zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich skeptisch. Ein Buch über die Bibel aus Indien? Bis jetzt war mir Indien nicht als christliches Land bekannt, aber nun gut. Schon auf den ersten Seiten wurde ich gepackt vom Schreibstil und von den vielen unterschiedlichen Gedanken, die der Autor einem näher bringt.

    Es geht durch 2000 Jahre Kirchengeschichte und dem damit verbundenen Wandel der westlichen Gesellschaft. Mit vielen persönlichen Geschichten macht der Autor selbst mir, die bei sowas eher schnell die Geduld verliert, viele komplizierte Gedanken verständlich, so dass ich am Ende meistens „Aha“ gedacht habe.

    Das Buch ist in insgesamt sieben Teile unterteilt und es wurde mir beim Lesen nie langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Besonders gut gefallen hat mir das Nachwort „Die Bibel – ein Fax vom Himmel?“ in dem es darum geht, ob die Bibel wirklich Gottes Wort ist. Das einzige was mir zwischendurch negativ aufgefallen ist, ist die doch sehr naive Beschreibung von Amerika. Seinen Ausführungen kann ich oft nicht zustimmen.

    Alles in allem ist dieses Buch klasse recherchiert und total anders als ich es erwartet hätte!

  22. Cover des Buches The Two Towers (ISBN: 9780007488339)
    J. R. R. Tolkien

    The Two Towers

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Zum Buch: Tja, was soll ich sagen? Der zweite Teil der „Herr der Ringe“ Trilogie. Die Trilogie war ja von Tolkien eher als sechs Bücher angelegt, sodass wir in diesem zweiten Teil im Prinzip die Bücher drei und vier vor uns haben. Die Gefährten hatten sich am Ende des ersten Buches getrennt, bzw. Frodo und Sam sind heimlich abgehauen, sodass wir nun in Buch drei verfolgen können, wie es der Truppe um Legolas und Aragorn weiter ergeht und in Buch vier was mit Frodo und Sam passiert.

     

    Das Cover: Ich habe ja die Bücher aus dem Schuber, die alle einfach nur schwarz mit einem farbigen Ring in der Mitte sind. Außerdem sind auf dem Cover – allerdings ebenfalls sehr dunkel einpaar Szenen / Gebäude (Überraschung: zwei Türme) / Ereignisse dargestellt. Prinzipiell finde ich es gut, dass man erkennt, dass die Bücher als zusammengehörig erkennt. Das Cover ist auch nicht schlecht gemacht, zugleich aber auch recht langweilig. 3/5 Punkte.

     

    Die Story: Tja, laut meinem Freund ist der zweite Band der Trilogie der actionreichste. Wenn dem so ist, dann graut mir jetzt schon vor Teil 3. Denn was eigentlich wirklich passiert, lässt sich schnell zusammenfassen: Die Reise setzt sich weiter fort. Ja, gut, es findet auch mal ein Kampf statt und zugegeben, ganz am Ende wurde es für mich tatsächlich richtig spannend und der Cliffhangar war echt fies. Aber ansonsten passiert auf den gut 400 Seiten irgendwie auch nicht so viel. 1/5 Punkte.

     

    Die Charaktere: Ich muss sagen, dass mir Buch 4 (quasi) wesentlich besser gefallen hat, als Buch 3 und das liegt sicherlich auch mit an den Charakteren. Ich mag die beiden Hobbits Frodo und Sam mittlerweile echt gerne, insbesondere tatsächlich Sam. Auch Gollum war mir ehrlicherweise am Anfang nicht völlig unsympathisch. In Buch 3 mochte ich besonders die Ents. Eine wirklich gute Idee von Tolkien. Ansonsten sind mir die Charaktere irgendwie zu ... mmh, ich weiß auch nicht, übermächtig? Stark? Wenig realistisch? Irgendwie alles davon. 3/5 Punkte.

     

    Der Schreibstil: Ich komme mit Tolkiens Schreibstil leider gar nicht zurecht. Schaffe ich es normalerweise so ca. 50 Seiten / Stunde zu lesen, sind es bei Herr der Ringe gerade mal die Hälfte. Das Lesen ist unglaublich zäh und schwierig. Jedes bisschen Spannung wird durch den Autoren durch unendlich lange Beschreibungen der Szenerie ausgelöscht. Ich habe mich oft ertappt, gelesen zu haben und dann gar nicht richtig gewusst zu haben, worum es eigentlich gerade ging. Einfach weil die Gedanken abgedriftet sind, während ein Baum nach dem anderen beschrieben wurde. Das ist wirklich schade, weil die Geschichte an sich wahrscheinlich echt Potenzial hat, nicht umsonst ist sie so beliebt. 1/5 Punkte.

     

    Fazit: Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die Bücher auf Englisch lese, was es nicht einfacher macht (obwohl ich wirklich gut Englisch kann). In jedem Fall empfinde ich das Lesen einfach als extrem mühselig. Es passiert so wenig und selbst die spannenden Szenen werden durch endlose Beschreibungen der Umgebung kaputt gemacht. Wirkliche Action fehlt nahezu völlig. Ich habe ja immer gersagt, dass ich die Filme erst sehen möchte, wenn ich die Bücher gelesen habe, also werde ich auch Teil 3 demnächst in Angriff nehmen. Aber ich muss auch sagen, dass ich froh bin, wenn es dann vorbei ist. 2/5 Punkte.

     

    Kurzmeinung: Ich empfinde das Lesen dieser Bücher leider nur als unglaublich anstrengend und habe keine wirkliche Freude dabei.

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  23. Cover des Buches Ungeduld des Herzens (ISBN: 9783746719740)
    Stefan Zweig

    Ungeduld des Herzens

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Eilonwy

    Stefan Zweig hat fürs Herz geschrieben. Einfühlsam, prägent und liebevoll. Die innere Zerissenheit der Hauptfigur spürt man regelrecht. Der Schreibstil des Autoren führt auch geradezu diese Zerissenheit zu empfinden. Ebenso habe ich die Euphorie des Mädchens gefühlt. Ich hatte Gefühl, dass Stefan Zweig seine Seele in dieses Buch gepackt hat. Jeder stellt sich oftmals so viele Sinnfragen und findet keine Antwort fürs Richtig oder Falsch. Genau das kam bei diesem Buch deutlich durch. Moral und Mitleid sind überschneidend und führen unweigerlich dazu, sich selbst zu hinterfragen. Ich kann jedem dieses Buch nur wärmstens empfehlen. 

  24. Cover des Buches Helden wie wir (ISBN: 9783596133314)
    Thomas Brussig

    Helden wie wir

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33
    Zwanzig Jahre DDR-Geschichte satirisch verpackt

    Inhalt:
    Nach dem Fall der Mauer beansprucht Klaus Uhltzscht dies als sein Verdienst. Einem Journalisten von der New York Times spricht er aufs Band, wie es dazu kam. Angefangen bei seinen Eltern, einem Stasi-Mitarbeiter und einer Hygienefanatikerin, und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des kleinen Klaus, begleiten wir den jungen Mann und seine Triebe über etwa zwei Jahrzehnte durch Ostberlin.

    Meine Meinung:
    Sehr passend ist hier das Cover gewählt, der Ausschnitt einer Statue, in dessen Mittelpunkt das männliche Geschlechtsorgan steht. Denn genau das ist es, was Klaus Uhltzscht – wie wohl die meisten jungen Männer – vordergründig bewegt. In seinem Elternhaus ist Sex ein Tabuthema wie vieles andere auch. Dadurch ist Klaus immer derjenige, der alles als Letzter erfährt, anfangs meist im Sommerlager. Dabei hat es Klaus nicht leicht mit seiner überfürsorglichen Mutter, die überall nur Keime und sonstige Gefahren sieht. Für seinen Vater ist er einfach ein Versager. Und so lernt Klaus schnell die selbsterfüllende Prophezeiung kennen. Er ist ein Sachenverlierer, ein Flachschwimmer, ein Nichtskönner. Als Leser hat man Mitleid mit ihm, muss aber auch immer wieder schmunzeln ob der Hindernisse, die ihm das Leben schwer machen. Er ist liebenswerter Antiheld, der naiv und unbedacht durchs Leben stolpert.

    Wir bewegen uns beim Lesen zwischen satirischer Betrachtung der Gesellschaft und Politik in der DDR und dem außergewöhnlichen Sexualleben von Klaus Uhltzscht. Dieses hat aber in keiner Weise etwas mit Erotik zu tun. Es ist wunderbar in die übrige Handlung eingebettet und sehr humorvoll beschrieben. Normalerweise kann ich mich für Romane, in denen Sex welcher Art auch immer, eine so große Rolle spielt, nicht besonders begeistern. Thomas Brussig hat aber eine ganz besondere Art, mit diesem Thema umzugehen.

    Zuweilen hätte ich mir eine etwas straffere Erzählung gewünscht, aber im Großen und Ganzen gibt es an diesem unterhaltsamen Roman nicht viel auszusetzen.

    Fazit:
    Eine herrliche Satire über das Ende der DDR mit einem wahrhaft bemitleidenswerten, aber sympathischen Helden. Der Roman wurde zum 10. Jahrestag des Mauerfalls 1999 auch verfilmt.

    ★★★★☆


    Format: E-Book
    Dateigröße: 1095 KB
    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten (FISCHER Taschenbuch; Auflage: 16 (1. April 1998), ISBN-13: 978-3596133314, Preis: 8,95 €)
    Verlag: FISCHER E-Books; Auflage: 1 (6. September 2015)
    Sprache: Deutsch
    Preis: 8,99 €

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