Bücher mit dem Tag "hellseher"
18 Bücher
- Maggie Stiefvater
Wen der Rabe ruft
(1.201)Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmamaJedes Jahr am 24.April fahren Blue Sargent und ihre Mutter zu einer abgelegenen Kirche und sehen die Geister derer, die im kommenden Jahr sterben werden. Blue, die keine hellseherischen Fähigkeiten besitzt, sieht zum ersten Mal einen Geist. Einen Jungen names Gansey. Was das zu bedeuten hat? Entweder ist sie für seinen Tod verantwortlich oder er ist ihre wahre Liebe…
„Wen der Rabe ruft“ ist der Auftakt einer Reihe, die bereits abgeschlossen ist. Das Buch lässt sich keinen bestimmten Genre zuordnen. Es ist von allem etwa aber nichts Ganzes. Der Schreibstil von Meggie Stiefvater ist gut aber sticht nicht besonders hervor. Die Geschichte konnte mich in keinerlei Hinsicht überzeugen – es zieht sich kein roter Faden durch die Handlung und die meiste Zeit passiert wenig bis gar nichts. Meggie Stiefvater hat versucht den Charakteren Leben einzuhauchen aber es ist ihr einfach nicht gelungen. Man erfährt zwar mehr über die einzelnen Personen jedoch driftet sie dabei derart ab, dass es nichts mehr mit den eigentlichen Erzählstrang zu tun hat. Die im Klappentext angepriesene Liebesgeschichte existiert nicht (oder noch nicht?). Alles in allem ein sehr schwacher erster Band, der keine Lust macht die Reihe fortzusetzen.
Mich hat der Rabe bestimmt nicht gerufen und ist an mir vorbeigeflogen…
- Benedict Jacka
Das Labyrinth von London
(278)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Willkommen in London! Wenn Sie diese Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Alex Verus, der Besitzer, verkauft hier keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam, denn diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Zum Beispiel ist Alex kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben.
Fazit
Ich lese normalerweise nicht viel Fantasy, doch Das Labyrinth von London hat mich vollkommen überrascht und begeistert. Dieser Auftakt der zwölfbändigen Urban-Fantasy-Reihe war für mich etwas gänzlich anderes: frisch, originell und voller Energie. Besonders beeindruckt haben mich die Figuren, die nicht einfach schwarz-weiß gezeichnet sind, sondern vielschichtig und lebendig wirken. Dazu kommt eine temporeiche, spannende Handlung, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Für mich war es ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das Lust auf die Fortsetzung macht.
- Lucinda Riley
Die Mondschwester
(464)Aktuelle Rezension von: dodo2025Der Roman hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten waren mir alle sympathisch.
Tiggy, die wie ihre Schwestern adoptiert wurde, erhält nach dem Tod vom Vater Pa Salt einen Brief, wo sie aufgefordert wird, nach Granada zu reisen um dort auf ihrer Herkunft zu stoßen. Die Beschreibung von Sacromonte fand ich sehr schön und konnte mich da hinein träumen, dann wird von ihrer Großmutter berichtet die eine berühmte Flamencotänzerin war und über Geschichte der Gitanos, was ich sehr interessant und spannend fand. Dann ist Tiggy Veganerin und Tierschützerin, dass gefiel mir sehr gut und ich konnte mich mit ihr identifizieren, allerdings war es bisschen unglücklich beschrieben, denn wenn sie eine überzeugte Veganerin wäre, würde sie keine Wollpullis und Daunenjacken tragen, aber nicht alle sind wohl so überzeugt.?!
Die Geschichte in Schottland, mit Charlie, Zara, Cal und Beryl war ganz nett, aber nicht grad so spannend, aber schön fand ich, dass auch noch mal auf Ally zurück gekommen wurde.
Alles zusammen fand ich den Roman aber recht schön.
- Natasha Pulley
Der Uhrmacher in der Filigree Street
(194)Aktuelle Rezension von: Nathaly_SchusterIch habe das Buch Anfang diesen Jahres als Buch Blind Date bei Thalia erworben und hatte nun endlich Lust es von meinem SuB zu befreien.
Mir ist der Einstieg sehr leicht gefallen und es war direkt sehr aufregend und immer sehr spannend gestaltet. Die Kapitel waren mir leider ein wenig zu lang da es für mich persönlich auf Dauer dann immer sehr viel input war.
Leider habe ich zwischendurch den Faden verloren aber auch hier bin ich wieder gut rein gekommen und fande vorallem durch Personen wie Morei und vorallem Katsu die Geschichte sehr lebhaft und interessant.
Die ganze Storyline war spannend. Es hätte für mich an manchen Stellen ein Stück weniger umfangreich sein können aber alles in allem war es eine spannende und mal wirklich anders interessante Geschichte
Für mich persönlich eine 3,5 von 5 🌟
- Jonathan Barnes
Das Albtraumreich des Edward Moon
(135)Aktuelle Rezension von: TheSaintLondon im Jahre 1901. Edward Moon hatte jahrelang mit seinen außerordentlichen Darbietungen als Bühnenzauberer und Illusionist nicht nur das Londoner Publikum, sondern auch Kaiser und Könige, Gelehrte und Industrielle aus der ganzen Welt in Atemlosigkeit versetzt. Doch nun kommen immer weniger Besucher - seine Kunststücke scheinen an Magie verloren zu haben. Auch seine Tätigkeit als Berater und Ermittler für Scotland Yard führt zu einigen markanten Misserfolgen und so beginnt mit immer weniger verkauften Karten und dem Ausbleiben euphorischer Schlagzeilen in den Tagesblättern der gesellschaftliche Stern zu sinken an: Der einstige Liebling der Soireen muss mittlerweile froh sein, überhaupt noch eine Einladung zu erhalten.
Als er von zwei Männern der besseren Gesellschaft erfährt, die sich zu Tode gestürzt haben, wird seine Neugier geweckt. Seine Ermittlungen zeigen Ungereimtheiten auf und scheinen ein Stich in ein Hornissennest zu sein, denn plötzlich finden sich Moon und sein stummer riesenhafter schlafwandlerischer Gehilfe von Scotland Yard beauftragt und vom abstoßenden Leiter des "Direktoriums" (einer Art von britischem Geheimdienst), dem Albino Mr. Skimpole, genötigt, Licht ins Dunkel zu bringen.
Es findet sich schon bald eine Spur... ein Gerücht um einen unter der Stadt schlummernden Träumer. Die Umsetzung der Träume einer Machtübernahme, der Umgestaltung der Gesellschaft, von einer Pantiskratie (das System einer Regierung, in der alle gleich herrschen) werden im Stillen sorgsam von größenwahnsinnigen Geheimbündlern vorbereitet. Es ist höchste Eile geboten... denn London, wie wir es kennen, soll in zwei Tagen untergehen!
Dieser Roman ist das Erstlingswerk von Jonathan Barnes und erschien 2007 und wurde bei Erscheinen euphorisch aufgenommen und als literarische Sensation gefeiert. In der Tat serviert der Autor hier ein Oeuvre, welches das Herz eines jeden Freundes des Phantastischen und des Schaurigen sowie von Verschwörungstheorien sofort in Beschlag nimmt. Der Autor offeriert mit einem Schmunzeln und wahrer Fabulierfreude ein Sammelsurium an kuriosen Figuren, abstrusen Ideen und Geschehnissen. Die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird, lässt den Leser trotz einer Vielzahl mehr oder weniger wichtiger auftauchender Personen dabei bleiben und die Identität des Erzählers offenbart sich mit einem Paukenschlag erst am Ende des Buches... welches vielleicht einen Tick zu schnell da ist.
Hier überreiche ich eine Einladung zu einer Tour-de-Force für Hirn und Bauch... und ende mit dem Hinweis des Erzählers: "Eine letzte Sache, eine letzte Warnung: Im Geiste der Fairness sollte ich noch einräumen, dass ich Beweggründe haben werde, Ihnen mehr als nur eine glatte Lüge aufzutischen."
- Anja Ukpai
Rabenherz
(142)Aktuelle Rezension von: austrianbookie99Ok, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, dachte ich mir, wie kann das schon fertig sein!?
Ist echt ein gutes Buch; es ist flüssig geschrieben; man möchte es nicht weglegen, aber das es schon hiermit fertig ist, ist schon schade.
Man möchte nämlich viel mehr wissen!
Viele Dinge werden gar nicht (richtig) erläutert!
Aus den Tagebüchern des Rabenlords
Sonntag, 05.September (im 600. Jahr n.V.)
Ich habe sie gesehen. Sie ist wunderschön.
Und sie ist so begabt.
Irgendetwas ist an ihr.
Etwas Geheimnisvolles, Unergründliches.
Ich kann es nicht beschreiben.
Ich möchte hinaus und sie ansehen.
Die ganze Nacht.
Sie ansehen bis zum Morgengrauen.
Diese Tagebuchsausschnitte sind mir oftmals ein Rätsel...
Manchmal komm ich einfach nicht richtig mit oder verstehe etwas nicht...vieles bleibt einfach im Verborgenem.
- Benedict Jacka
Das Ritual von London
(125)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Bei einer Reise nach London ist der Besuch im Emporium Arcana - dem Zauberladen des Magiers Alex Verus - sehr zu empfehlen. Zum Beispiel gab es hier bis vor kurzem einen magischen Wunscherfüller. Doch er wurde gestohlen. Um endlich mit dem Mann zusammensein zu können, den sie liebte, versuchte die junge Luna, mit ihm einen Fluch zu brechen. Doch magische Wunscherfüller machen nie nur das, was man ihnen aufträgt, und sie fordern immer einen schrecklichen Preis. Während Alex Verus alles versucht, um Luna zu schützen, und nebenbei skrupellose Magier bekämpft, wird ihm eines klar: Die Freundschaft mit einer Spinne ist unbezahlbar!
Fazit
Ein mitreißendes Buch mit sehr gutem, witzigem Schreibstil, das von der ersten Seite an fesselt. Der Ton ist lebendig und humorvoll, ohne dabei flach zu werden; die Sprache trifft genau den richtigen Rhythmus, sodass sich Szenen leichtlesen und gleichzeitig pointiert anfühlen. Man ist von Anfang an im Geschehen — die Erzählung startet unmittelbar und hält das Tempo konstant. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet: äußerst facettenreich, glaubwürdig und mit echtem Tiefgang. Kleine Eigenheiten und innere Konflikte werden so fein gezeichnet, dass man schnell mitfühlt und miträtselt. Die Story ist spannend und abwechslungsreich; Wendungen kommen organisch und überraschen, ohne konstruiert zu wirken. Spannung, Atmosphäre und Tempo wechseln geschickt, sodass Langeweile keine Chance hat.
- Amy Harmon
Queen and Blood
(139)Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks"So sind wir alle, Sasha. [...] Wir alle versuchen nur zu überleben."
Und wie Kyiell und Sasha das getan haben, ist wirklich wundervoll in diese Geschichte, dieses Buch, komponiert. Ich meine mit Absicht 'komponiert', denn wie bestimmt inzwischen einigen zu Ohren gekommen ist - das Buch ist ja schon was älter -, ist Amy Harmon eine wahre Poetin des geschriebenen Wortes. Ich finde es ganz toll, wie ich so viel aus ihren Geschichten mitnehmen kann und ihre Zitate, im Buch verteilt, keinesfalls wie erzwungen wirken, sondern sich perfekt in die Geschichte einfügen, als gäbe es keinen anderen Platz für sie. Das ist eine hohe Kunst, wie ich finde, und verleiht diesem abschließenden Buch eine ganz besondere Note. Denn ich mochte 'Bird & Sword' schon wirklich gerne und habe mit Lark und Kiras wirklich wahnsinnig doll mitfühlen können, aber Kyiell und Sasha wuchsen mir irgendwie noch um einiges mehr ans Herz. Vor allem weil die Entwicklung und die Reise, die ich - oder falls ihr es gelesen habt oder noch lesen wollt, und wir, mit ihnen betreiten und was die beiden durchmachen müssen, eine echt krasse Reise ist, die sowohl viel abverlangt als auch sich am Ende sehr wohl lohnt. Dieses Buch kommt also mit einem magischen Abschluss daher, der für mich nicht besser hätte sein können. Kleinigkeiten gibt es zwar, die aufgehalten haben, doch das Leben ist nun einmal nicht perfekt. Warum sollte es dann ein Buch sein müssen?
- Symone Hengy
Ekstase: Tödlicher Rausch
(9)Aktuelle Rezension von: AnjaSc#Ekstase ist Teil 1 der Gloria Siegel Trilogie. Eine intelligenter Krimi über eine Fallanalytikerin, die mit Hilfe von einem „Behelfsteam“ die Polizei in Dresden unterstützt um den Killer zu stellen. Die Autorin versteht es das Kopfkino anzuwerfen, so dass die wirklich schlimmen Dinge im Kopf von uns Lesern passieren... Für mich war es etwas merkwürdig Teil 1 nach Teil 3 zu lesen, sprich den Anfang nach dem Ende, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Jetzt gibt es eine kleine Pause bevor ich den mittleren Teil lese. Aber, der Krimi ist eine klare Empfehlung von mir. - Gaetano Cappelli
Ferne Verwandte
(6)Aktuelle Rezension von: HoldenCappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch! - Patricia Cornwell
Das fünfte Paar
(216)Aktuelle Rezension von: HoldenDer dritte Fall für Kay S., in dem mehrere Paare auf die gleiche Art verschwinden und erst Monate später als verweste Leichen aufgefunden werden. Als das titelgebende "fünfte Paar" vermißt wird, ist schnell klar, daß das vetrschwundene Mädchen die Tochter Pat Harveys ist, Nr-1-Drogenbekämpferin der USA. Die größten Probleme bereiten K.S., daß von den Leichen kaum was übrig ist, wenn sie aufgefunden werden. Und privat leidet sie immer noch unter der Trennung von Mark, die sie nie ganz aufgearbeitet hat...Ein stimmungsvoller Krimi, mit menschlichen Einsprengseln wie der angesprochenen Trennungskrise. Aber das Kay und Marino zu einer hellseherin gehen, hat mir nicht so gut gefallen, und warum gab es im Drugstore keine kameraüberwachung und warum wurde kein Phantombild von dem auffälligen Besucher gemacht? Sehr unprofessionell an dieser Stelle, aber ansonsten spannende Krimiunterhaltung. - Belinda Bauer
Totenkind
(20)Aktuelle Rezension von: mamenuKlapptext
Fünf Fußspuren im Beton das ist alles,was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist.Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon,weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ.Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt.Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke,poliert den Boden unter ihren Füßen,den sie längst verloren hat.Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht,ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance.Doch ist der Mann der,der er zu sein vorgibt?Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum.
Meine Meinung
Dies ist nicht mein erstes Buch von der Autorin, deshalb wollte ich es auch lesen. Als ich dann noch den Klapp text gelesen habe, dachte ich mir, das könnte mir gefallen.
Doch diesmal bin ich in diese Geschichte nicht gut rein gekommen. Das lag wohl daran das doch sehr viele Zusammenhänge entstehen und das hat bei mir leichte Verwirrungen beim lesen ausgelöst, sodass ich manchmal echt ein Fragezeichen im Kopf hatte. Auch nicht alle Charakteren im Buch waren mir sympatisch, was mir das lesen dann auch nicht gerade leicht gemacht hat. Ich habe sehr mit Anna mit gelitten, denn es ist bestimmt nicht leicht ein Kind zu verlieren. Nur die Handlung, was sie so gemacht hat, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Also das eigentliche Thema im Buch fand ich schon sehr spannend, aber leider hat mich die Geschichte nicht so ganz überzeugen können.
- Paul Kohl
Hitlers Prophet
(5)Aktuelle Rezension von: Insider2199Ein historischer Krimi, der historisch begeistert, im Krimibereich enttäuscht!
Der 1937 in Köln geborene Autor studierte Germanistik und Theater-Wissenschaft, war Buchhändler und Mitarbeiter bei Fernsehproduktionen. Heute ist er Hörfunk- und Buchautor und schreibt über geschichtliche und sozialkritische Themen, insbesondere über die NS-Zeit. Seit 1970 lebt und arbeitet er in Berlin. 2014 erhielt er den Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk als Autor für Hörfunkfeatures.
Inhalt (Klappentext): Berlin 1933: Der berühmt-berüchtigte Hellseher Erik Jan Hanussen ist ein Sympathisant der SA und glühender Unterstützer Hitlers. Doch der Trickbetrüger hat zwei Geheimnisse: Er ist Jude, und er weiß, dass die SA den Reichstag in Flammen aufgehen ließ – Fakten, die niemals an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Eines Tages verschwindet Hanussen spurlos. Als der Journalist Stemmer dessen Leiche in einem abgelegenen Waldstück findet, gerät er selbst in das tödliche Netz der Nationalsozialisten.
Meine Meinung: Der Roman beginnt vielversprechend, und der sehr interessante Krimi-Plot konnte mich gut unterhalten und fesseln, aber im Mittelteil als klar wird, dass nicht der Ich-Erzähler, der verzweifelt versucht, seinen in Berlin verschwundenen Kollegen zu finden, im Mittelpunkt steht, sondern der Hellseher Hanussen, der von Stemmer anfangs sehr verehrt wird, beginnt das Erzähltempo nachzulassen und der Autor verliert sich in immer häufigeren Ausschweifungen, um den Background dieses „Propheten“ näher zu beleuchten. Dabei erreicht der Krimi-Plot und v.a. die Spannung einen Stillstand, was noch durch eine SEHR enttäuschende Auflösung auf die Spitze getrieben wird. Ich fühlte mich als Leser ein wenig veräppelt.
Allein, was man dem Buch zugutehalten muss, ist die akkurate historische Authentizität, mit der die Ereignisse zur Zeit der Machtübernahme Hitlers beschrieben werden – da spürt man gleich, dass der mittlerweile 80-jährige Autor sich gut damit auskennt, vielleicht viele eigene Erfahrungen bzw. die seiner Familie verwertet. Wer also gerne wissen will, wie man sich als Bewohner einer Stadt im Ausnahmezustand gefühlt haben muss, der sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen, der Autor vermag das Kopfkino sehr gut anzukurbeln. Aber im Krimi-Bereich sollte man dagegen nicht zu viel erwarten.
Fazit: Ein historischer Krimi, der historisch begeistert, im Krimibereich enttäuscht! Der Krimi-Plot beginnt äußerst unterhaltsam, verzettelt sich im Mittelteil und enttäuscht in der Auflösung. Allein der historische Anteil des Romans macht das Lesen lesenswert.
- Volker Dützer
NEXX: Die Spur
(31)Aktuelle Rezension von: WirkommuWas sich zunächst wie ein Glücksfall anfühlte, entpuppt sich schnell zu einem Albtraum. Der vermeintliche Hellseher Gabriel Nexx gibt eines der wenigen Interviews und die Journalistin Valerie glaubt, damit einen Coup gelandet zu haben. Aber der Hellseher ist auf etwas ganz anderes aus, bedrängt und stalkt sie, will sie quasi besitzen. Er scheint alles über sie zu wissen und dann sagt er auch noch ihren Tod voraus. Zusammen mit dem Polizisten Lenny will sie versuchen, dem Terror von Gabriel, der nicht nur sie betrifft, sondern Menschen in ihrem Umfeld, die bizarre Tode sterben, zu entkommen. Aber ob das gelingt? Das Buch erzählt nicht nur diese Geschichte, sondern macht bewusst, wie sehr man von all den elektronischen "Spielzeugen" und das Internet abhängig ist und durch eben diese elektronische Welt überwacht werden kann, sich quasi durchsichtig macht. Erschreckende Szenarien. Sehr intensiv erzählt, diese Geschichte, die aber auch zahlreiche moralische Fragen aufwirft und am Schluss doch auch ein ungutes Gefühl hinterlässt. Sollte aber nicht vom Lesen dieses Krimis abhalten.
- Volker Dützer
Morgen bist du tot
(50)Aktuelle Rezension von: Rebecca1120Gabriel Nexx kann in die Zukunft sehen. Das jedenfalls behauptet er von sich und seine Trefferquote dabei ist erstaunlich. Als Valerie Crècy, bekannte Journalistin eines TV-Senders, auf seinem privaten Anwesen ein Interview mit ihm machen darf, rechnet sie mit hohen Einschaltquoten. Womit sie nicht rechnet ist, dass ihr Leben danach nicht mehr wie bisher sein wird…. Ich kann sagen: der Autor hat alles richtig gemacht. Beim Lesen habe ich ein stetes Kribbeln verspürt wegen der Raffinesse von Nexx mit der er Drohungen gegenüber Valerie ausspricht, Beweise dazu aber wieder verschwinden lässt. Gleichzeitig entsteht beim Lesen immer die Unsicherheit, ob Valerie sich das alles nur einbildet und sich damit wichtigmachen will. Volker Dützer schildert so beeindruckend wie einleuchtend, aber auch beängstigend, wie moderne Technik manipuliert werden kann, wie allumfassend die Datensammlung ist, welche Macht damit einhergeht und wie Menschen dadurch auch (im negativen Sinne) klassifiziert und manipuliert werden können. All diese Chancen der Technik- und Datenbeherrschung nutzt der Wahrsager, um seinen Machtbereich zu stärken und sein Vermögen zu mehren. Hochkarätige Leute gehören zu seinen Kunden, was ihm in die Hände spielt, die Polizeiarbeit nicht leichter macht. So scheint es als würde Mordermittler Leonhard Koriatis gegen Windmühlen kämpfen. Dieser Thriller ist total nach meinem Geschmack. Ich kann ihn zu 100% weiterempfehlen, 5 Lese-Sterne inklusive.
- Mario Giordano
Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
(170)Aktuelle Rezension von: BayLissFXWenn man nüchtern Plot und Krimi bewertet, dann wäre es eine solide 3 Sterne Angelegenheit. Aber der Schreibstil, die Wortgewandtheit… gepaart mit der kreativen Erzählperspektive.. dann noch die herrlich skurrilen Charaktere! Herrlich! Einfach nur Freude.
Anfangs mit der Schreibweise gehadert, vor allem weil ich Wolf Haas ja kann, wegen Lokalvorteil. Aber Bayrisch.. Uiuiui.. 4 mal musste ich anfangen, weil ich nicht reinkam. Das ging da irgendwie nicht. Aber - dürstend nach literarischen Sonnenstrahlen.. schon sehr motiviert. Ich wusste, das Buch würde dem Gemüt gut tun. Auch wenn die Hauptperson schon früh als Antiheld hervortritt. Damit kann ich auch ein bisschen schwer. Die düsteren stillen Kommissare aus dem Norden, kein Problem. Viele Probleme, viel Drama im Stillen, damit kann ich. Aber Frau, schrill und so imperfekt… uiui. Wieder eine Hürde. Innerlich. Selbstbild und Selbstwahrnehmung wahrscheinlich. Aber - trotzdem - ab dem 2. Kapitel kein hantiger Heckenklescher mehr, dann schon richtig süffiger Cabernet Sauvignon.
Der Einstieg in die Geschichte rund, die Menge und Komposition der Protagonisten angenehm kuschelig, Charaktere deutlich und schlüssig gezeichnet.. alles in allem - man ist gleich mittendrin und ist dabei im südlichen Lebensgefühl. Überzeichnungen und die 1000 Euro Scheine sorgen für gesunde Distanz. Sonst lädt man sich versehentlich geistig schon im nächsten Urlaub bei Poldi ein, und kommt dann erst drauf… dass sie wahrscheinlich gerade in München auf Ausflug ist :D
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