Bücher mit dem Tag "henker"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "henker" gekennzeichnet haben.

111 Bücher

  1. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

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    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

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    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  2. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

     (428)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Dies ist keine Rezi sondern eine kurze Erklärung:

    Ich habe das Buch mit Seite 36 abgebrochen. Der Schreibstil war mir zu einfach. Die Wortwechsel waren sehr flach. Ich finde es darf für Jugendliche ruhig etwas mehr Tiefgang haben und auch anspruchsvoller vom Text her sein. Ich möchte dem Buch aber auch kein Unrecht tun - mag durchaus sein, dass sich dies im Fortlauf der Geschichte noch ändert, aber meine Lesezeit ist mir zu kostbar, um mich durch Bücher zu "quälen". Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Buch ;-)...

  3. Cover des Buches Die Meisterin: Der Beginn (ISBN: 9783426226759)
    Markus Heitz

    Die Meisterin: Der Beginn

     (64)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Ich mochte Markus Heitz durch seine früheren Werke bereits unglaublich gern.

    Deshalb wanderte seine neue Mystery Thriller Reihe auch sofort auf meine Liste.


    Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr einnehmend und fesselnd. 

    Die Atmosphäre mystisch, düster und beklemmend. 

    Man bekommt hier eine bunte Vielfalt an Charakteren geboten, doch den meisten Eindruck haben bei mir Geneve, Alessandro und Dara hinterlassen. 

    Manche sind nicht so sehr mit Tiefe geprägt, aber was sie tun und wie sie es tun, brennt sich unwiderruflich ein. So das man direkt begeistert ist.

    Dara z.b. hat keinen allzu großen Auftritt, dennoch hat mich ihre Art einfach total begeistert und mitgerissen. 

    Andere Charaktere wiederum hatte ich sofort wieder vergessen, weil sie mir persönlich einfach nichts gegeben haben.

    Anders Geneve und Alessandro.

    Ich mochte beide auf Anhieb.

    Besonders Geneve hat mich mit ihrer Menschlichkeit und Wärme total mitgerissen und berührt. 

    Bei Alessandro wusste ich eigentlich gar nicht so genau, warum ich ihn so gern mochte, ich tat es einfach.

    Vielleicht weil er etwas ehrliches und reines an sich hatte.

    Insgesamt sehr greifbare und vielschichtige Charaktere. Aufgrund der Vielzahl an Protagonisten gingen einige etwas unter, weil sie nicht allzu intensiv gezeichnet wurden, was aber im Endeffekt nicht wirklich schlimm ist.


    Der Einstieg fiel mir total leicht.

    Die Handlung begann sofort sehr spannend und ich war direkt infiziert. 

    Ich mochte die Idee mit der Kirche und dem Vatikan Ermittler sehr gern. Weil es zeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. 

    Hier bilden sich enorm viele Gräben und diese haben es definitiv in sich.

    Des Weiteren bekommen wir es mit der Fehde der Bugattis und Cornelius' zutun.

    Zunächst kann man sich keinen Reim darauf machen, warum und weshalb das so ist. Doch der Autor versteht es meisterhaft den Hintergründen nach und nach auf die Spur zu kommen. Was enorm interessant zu beobachten ist.

    Geneve will mit dem Ganzen eigentlich gar nichts zutun haben. Aber sie kann die Füße nicht still halten, weil es sie durch die Ermordung ihres Bruders unmittelbar betrifft. 


    Mir hat vor allem die Zusammenarbeit zwischen Geneve und Alessandro unglaublich gut gefallen. 

    Denn die Spannung zog dadurch immens an und es gab einfach auch richtige schöne Momente, in denen Geneves starke Persönlichkeit sehr gut hervorkam.

    Probleme hatte ich anfangs mit den unterschiedlichen magischen Wesen, weil es so viel wirkte. Aber es war ein elementarer Bestandteil, da ja Geneve auch unsterblich ist. Und alles ja irgendwie miteinander zusammenhängt. 

    Und man gewöhnt sich irgendwann daran.

    Zudem gab es ziemlich interessante und faszinierende Aspekte zu beobachten, da hätte ich mir jedoch noch eine etwas intensivere Betrachtung gewünscht. 


    Etwas Probleme hatte ich mit Vergangenheit und Gegenwart, da ich oft nicht wusste, wo ich jetzt eigentlich bin.

    Die Erklärungen dahinter mochte ich jedoch unglaublich gern.

    Dennoch hat die Story unglaublich viel Vibe und Feuer im Blut.

    Durch Geneves wundervolles Wesen kommen auch die Emotionen nicht zu kurz.

    Der Autor versteht es doch die ein oder andere Wendung zu erzielen, so dass die Handlung auch nicht ins stocken Gerät.

    Die Story selbst hat einen runden Abschluss. 

    Als Auftakt dieser Trilogie hat es mir enorm gut gefallen und ich bin mega gespannt wie es weitergeht.


    Fazit:

    Markus Heitz bringt mit "Die Meisterin" eine etwas andere Reihe an den Start, die mich fast ausnahmslos mitgerissen und begeistert hat.

    Eine alte Fehde, magische Wesen und überall lauert Tod und Gefahr.

    Klingt gut, ist es auch.

    Obwohl der Autor es wirklich gut ausgearbeitet hat, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Tiefgang und Intensität gewünscht. 

    Fakt ist jedoch, Geneve ist eine herausragende Persönlichkeit, die mich mit ihrer Art absolut begeistert hat.

    Eine gelungener und sehr nervenaufreibender Auftakt seiner Mystery Thriller Reihe, bei der jedoch noch etwas Luft nach oben ist.

    Ich bin gespannt auf mehr.

  4. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (ISBN: 9783548288376)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

     (79)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Als Jakob Kuisl zu einem Henkerstreffen in München gerufen wird ist seine Freude groß. Dort angekommen erfährt er von mehreren Morden die die Handschrift eines Schafrichters tragen. Selbst zum Verdächtigen geworden fängt er wieder an zu ermitteln. Auch Barbara seine Tochter ist mitgekommen für die der Henker einen Ehemann suchen will. Ein aufregendes neues Abenteuer beginnt und es erwarten den Leser viele unerwartete Handlungssträngen. Wie gewohnt ermittelt der schrullige Schafrichter mit Witz, Herz und Verstand. Dem Autor gelingt es wie immer die Geschichte Historisch Korrekt und mit viel Liebe zum Detail wiederzugeben. Als absoluter Fan dieser Reihe war dieses Buch ein Muss. Keineswegs lassen die Bucher mit der Zeit nach,im Gegenteil jeder Neue Band ist anderes aufregend und es gibt immer viele Geschichten rund um den Henker und seine Familie zu erzählen.

  5. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (316)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Die Clutters sind eine Farmerfamilie aus Kansas. Sie haben viele Freunde und sind gut angesehen in der Gemeinde. Zwei  der vier Kinder sind bereits ausgezogen als die Eltern und die verbliebenen zwei Kinder ermordet werden. Aber wer hat es auf die Clutters abgesehen gehabt. Vor allem da Mr. Clutter so gut wie alles mit Schecks bezahlt und nie groß Bargeld im Haus hat? Später wird es heißen wir haben zwischen 40 und 50 Dollar erbeutet. Dafür musste vier Menschen sterben.

    Dieses Buch ist schon etwas älter und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es wurde 1965 von Truman Capote geschrieben, der beweisen wollte, dass ein auf Tatsachen basierender Roman genauso spannend sein kann wie eine erdachte Geschichte. Allein deshalb hat es mich interessiert und weil es damals ein Bestseller wurde. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Ich habe jetzt zwei Monate benötigt um es zu beenden. Capote erzählt sehr viel was einfach nicht relevant ist für die eigentliche Handlung. Z.b. sind oft Erzählungen wie die Städte aussehen und ich brauch nicht jeden Grashalm der im Wind weht als Bild erzählt. Auch wenn Nebenfiguren erwähnt werden sind da oft Monolog oder Dialoge die einfach nicht benötigt werden für die Geschichte. Ich fand es für 350 Seiten sehr mühsam zu lesen. Schade, war es doch eines meiner 21 für 21 Bücher.

  6. Cover des Buches Die Henkerstochter (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter

     (305)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Prolog zu lesen begonnen und bis zum Epilog hin, sowie "Nachwort", wurde ich ins 16. Jahrhundert gezogen.
    Gefesselt voller Spannung und sehr interessanten Inhalt über damalige Zeit, Henker, Liebe, Hexerei und Morde, bekam ich sehr gute Unterhaltung durch überraschende Handlungen.
    Bis zum Ende fragt man sich wer hinter den Morden an 3 unschuldigen Kindern und Auftraggeber von verschiedenen Ereignissen ist.
    Das Rätsel wird knapp am Ende gelüftet und ich persönlich habe damit nicht gerechnet.
    Hervorragender Auftakt der Saga und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren 7 Bände.
    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne für mein persönliches Highlight im Genre Historische Romane

  7. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Fluch der Pest (ISBN: 9783548291963)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

     (98)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ


    Mittlerweile ist es Band ACHT um die Henkerstochter, die mich neulich gefesselt hatte. Ich möchte euch berichten, wir mir das Buch und die Fortsetzung der Geschichte gefallen haben. 
    Wir befinden uns im Zeitalter der Pest. Es ist Sommer im Jahr 1679 - Wien - die Pest wütet. Nun breitete sie sich auch im Bayerischen aus. Wieder ist natürlich der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl mit von der Partie. Ein Pestkranker sucht ihn auf. Dieser bricht zusammen und stirbt, vorher allerdings flüstert dieser Jakob etwas zu. Er solle Kaufbeuren retten, wo ein schwarzer Reiter mit einer Pfeife zum Tanz aufspielen würde. Der Mörder habe zwei Gesichter. Jakob und seine Tochter gehen gemeinsam diesen mysteriösen Worten nach. Kaufbeuren aber ist voller Toter und die Pest treibt ihr Unwesen, sie begeben sich in große Gefahr - Todesgefahr .... Ist aber "nur" die Seuche, die tötet, oder treibt da einer ein Spiel ???
    Die Geschichte passt perfekt in unsere heutige Zeit - als hätte der Autor gewusst, was auf uns zukommt. Wie immer extrem passender Schreitstil zum Thema und dem Genre des historischen Romans. Mich hat die Geschichte wieder einmal fasziniert und ich bin begeistert, wie es der Autor schafft von Buch zu Buch einfach nicht nachzulassen in der Qualität, man fühlt, dass er mit dem Herzen schreibt, nicht, weil halt wieder ein Buch fällig ist. Die Geschichte ist klug konstruiert und hat mich zu 100 Prozent überzeugt und perfekt spannend unterhalten. Es ist alles an historischem Wissen sehr gut recherchiert und die Pest ist super in die fiktive Handlung eingebunden bzw. umgekehrt - ich empfehle dieses Buch wärmstens.


  8. Cover des Buches Der Ruf des Henkers (ISBN: 9783522202169)
    Björn Springorum

    Der Ruf des Henkers

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Kikis_Buecherkiste

    Da ich das Buch schon länger auf dem SuB habe, wollte ich nun das Hörbuch dazu hören. 

    Leider habe ich das Hörbuch nach 2,5 Stunden abgebrochen, weil es mir schlichtweg zu langweilig war. 

    In der Zeit passierte nicht wirklich was, außer dass der Henker von einem Ort zum anderen reiste, viel redete und dann noch einen Lehrling aufnahm. 

    Als die Gestaltwandler ins Gespräch kamen, dachte ich noch, jetzt wird es endlich mehr Spannung geben, aber leider kam es nicht dazu. 

    War mir daher leider viel zu langatmig und zu spannungslos. 

  9. Cover des Buches Hurentochter - Die Distel von Glasgow (ISBN: 9783492502412)
    Tabea Koenig

    Hurentochter - Die Distel von Glasgow

     (60)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Dieses Buch stellt den ersten Teil einer Trilogie dar.
    Die Handlung spielt dabei im Schottland der Jahre 1876-1882 und widmet sich vorrangig dem Leben von Emily. Diese kommt in einem Bordell auf die Welt und wächst dort bis ins Jugendlichenalter auf. Doch sie weiß, was sie will: sich nicht zu prostituieren, sondern ein besseres Leben und Rache für den Mord an ihrer Mutter.
    Mit viel eisernem Willen, Mut und Tapferkeit kämpft sie gegen ihren schwierigen Start ins Leben und die damaligen Konventionen an, die ihre Herkunft mit sich bringen und beweist dadurch die Widerstandsfähigkeit, die der schottischen Nationalblume Distel ebenso eigen sind.
    Begleitet wird sie dabei von ihrer Freundin Christine, die ebenso genau weiß, was sie im Leben will, und ihrem Freund Liam. Bei diesem hingegen habe ich mich wiederholt gefragt, was Emily an ihm findet, da er ihr sich mehrfach wie ein Tölpel verhalten hat. Aber wo die Liebe halt hinfällt...
    Durch die detaillierten bildreichen Schilderungen der Szenerie und der Lebensumstände fühlt man sich direkt nach Schottland versetzt und Emilys Leben fühlt sich sehr authentisch an. Man er- und durchlebt mit ihr eine Vielzahl von Emotionen.
    Neben dem historischen Hintergrund, der gut recherchiert scheint und mit erklärenden Erläuterungen nach dem Epilog aufwartet, gibt es auch Fiktion in Form von Romantik und Krimi, die fließend ineinander verwoben sind. Dabei ist und bleibt die Geschichte von Beginn an spannend bis zum großen Finale, das dieses Buch zwar in sich abschließt, aber doch auch Raum für Fortsetzungen lässt.

  10. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (ISBN: 9783548284484)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume

    Die Henkersfamilie Kusil bricht von Schongau nach Bamberg auf, um  der Hochzeit von Jakobs Bruder Bartholomäus beizuwohnen. Kurz vor den Toren Bambergs gibt es merkwürdige Vorkommnisse. Es findet sich ein furchtbar entstellter Hirschkadaver im Wald und auch ein abgetrennter Arm, an dem Flussufer der Regnitz, der mit einem glatten Schnitt abgetrennt wurde. Abergläubisches Tuscheln zwischen den Reisenden die in die große Stadt wollen lassen Jakobs "Zinken" vermuten, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. In Bamberg angekommen, erlebt Magdalena die Spannung zwischen ihrem Vater und dessen Bruder. In Bamberg verschwinden Personen - zuerst eine Dirne, und merkwürdigerweise viele Patrizier. Kusil wittert da einen Zusammenhang mit den Werwolfgeschichten. Simon besucht seinen Studienkollegen Samuel, der Leibarzt des Weihbischofs ist. Georg, Kusils Sohn, ist Henkersgeselle bei seinem Bruder, was dem Jakob nicht so richtig schmeckt.

    Eine Theatergruppe um Sir Malcom bereitet sich auf den großen Auftritt vor. Die ahnungslose Schwester Barbara verliebt sich in einem der Darsteller.Doch in Bamberg ist der Teufel los. Keine Zeit für Romanzen. Aberglaube, Dummheit, Angst, Gier und ein wütender Mob machen alles noch viel schwieriger. Einige Bamberger erinnern sich an die Hexenprozesse vor 40 Jahren, und tragen ein großes Geheimnis mit sich.
     Alle Kusils geraten wie immer in Schwierigkeiten.

    Wie immer sehr gut recherchiert, sehr spannend und liebgewordene Charaktere mit ihren allbekannten Fähigkeiten versuchen die Fälle zu lösen, und begeben sich alle in Gefahr. Dem Leser wird auch ein Einblick in die Hexenprozesse und in die "Arbeit" des Henkers gewährt. Wie immer hat Oliver Pötzsch seine Leserschaft von der ersten und letzten Minute fesseln können.

    Klare Leseempfehlung für alles Freunde des Krimis und historischen Romans.

    Am Ende begleitet uns der Autor durch Bamberg, ein kleiner Reiseführer und ein großes Schmankerl.

     

     

  11. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

     (160)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte und total begeistert war, habe ich mir die Folgebände gebraucht gekauft.
    Auch hier beim 2. Teil wurde ich von dem fesselnden Prolog sofort ins Jahr 1660 entführt und in den Bann bis zum Epilog und Nachwort gezogen.

    Bekannte Charaktere trifft man erneut, aber auch viele neue kamen dazu.
    Ein Giftmord an den Pfarrer, Händler werden ausgeraubt und ermordet, viele Rätsel müssen gelöst werden und Magdalena in großer Gefahr.
    Was haben all diese Ereignisse nur gemeinsam? Was haben die Templer damit zu tun? Wer steckt hinter der oder den Räubern?
    Alles wird bis zum Epilog hin aufgelöst und ich hätte nicht gerechnet, dass eine bestimmte Person ein falsches Spiel spielt.

    Historisches sehr gut recherchiert, Ahnen des Autors, (die Kuisl Familie gab und gibt es wirklich).

    Bilder entstehen sehr gut durch den fantastischen Schreibstil.
    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne für diese tolle Fortsetzung

  12. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  13. Cover des Buches Belle - Der Fluch von Balmoral Castle (ISBN: 9783423716581)
    Conny Amreich

    Belle - Der Fluch von Balmoral Castle

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89
    Da ich ja ein so grosser Fan von "Die Schöne und das Biest" bin, musste natürlich dieses Buch bei mir einziehen, als ich es per Zufall in einer Buchhandlung gesehen habe. Mir war klar, dass es sich um eine Adaption handeln würde. Vor allem als ich las, dass es sich in Schottland abspielt. Dieses Detail hat mich erst recht neugierig gemacht. Nachdem ich das Buch etwa ein Jahr lang in meinem Regal unbetastet stehen gelassen habe, war heute nun der Tag gekommen und hab mich in die Welt von Belle eintauchen lassen...

    Belle's Vater ist angesehener Tierarzt in ihrem Dorf. Als er plötzlich von der Queen den Auftrag bekommt, zu ihr zu reisen und um ihr geliebtes Pferd zu heilen, ist er hin und weg. Natürlich muss Belle auch mitgehen. Schliesslich will sie in die Fussstapfen ihres Vater treten. Leider wird das nicht gerne gesehen: eine weibliche Tierärztin. Schliesslich leben sie im Jahre 1877. Bevor sie aufbrechen können werden sie vom Staatsanwalt aufgehalten: den gut aussehenden Alberdon. Schon lange hat er ein Auge auf sie geworfen, obwohl er jede haben könnte. Doch Belle weigert sich auch nur in seiner Nähe zu sein. Als sie verkünden, dass die Königin sie aufgesucht hat, um ihr Pferd zu pflegen, macht er ihnen widerwillig Platz. Dorf eingetroffen versucht ihr Vater das Pferd zu untersuchen. Vorher hat er jedoch etwas zu tief ins Glas geschaut und ist etwas betrunken. Als Belle ihre Meinung sagt und vorschlägt, wie sie dem armen Pferd helfen soll, wird das vom Stallburschen abgelehnt. Bis die Königin höchstpersönlich ins Stall kommt und Belle auffordert weiterzumachen. Wie sie vermutet hat, bestätigt sich ihr Verdacht und dem Pferd sollte es bald besser gehen. Als der Abend einbricht will Belle wieder nach Hause reiten, um sich um all ihre Tiere zu kümmern. Leider kommen sie vom Weg ab, die Kutsche überschlägt sich und Belle fällt ihn Ohnmacht. Als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater nirgendwo zu finden. Sie schnappt sich das Pferd und reitet los, bis sie auf ein Schloss stösst, dass sie nicht kennt. Eine Frau führte sie hinein und findet dort im Kerker ihren Vater fort. Bevor sie auch versucht ihn da rauszuholen, taucht eine bestialische Gestalt vor ihr auf. Um ihren Vater zu retten, bietet sie ihm ein Angebot an: sie bleibt freiwillig bei ihm, wenn ihr Vater gehen darf und verspricht, niemandem von dieser Gestalt zu erzählen.
    Gleichzeitig treibt ein Serienmörder sein Unwesen in ihr Dorf. Bisher wurden drei Mädchen auf unnatürliche Art und Weise tot aufgefunden. Natürlich will Alberdon diesen Mörder finden und sich dadurch einen noch höheren Rang verschaffen. Leider weiss niemand, was er wirklich vor hat.
    Belle versucht, mit diesem Tiermensch irgendwie zurecht zu kommen. Doch er lässt sich kaum blicken. Und wenn, dann ist er wegen irgendwas wütend auf sie und wird aggressiv. Doch sie will endlich die Wahrheit erfahren. Sie will alles wissen: wie er heisst, was er angestellt hat, wieso überall indische Sachen in seinem Turm rumstehen. Er weigert sich ihr alles zu erzählen. Nicht mal sein Dienstmädchen macht Anstalten, ihr zu helfen. Also ergründet sie Kinord Castle auf eigene Faust. Nur durch Zufälle erfährt sie zwar etwas mehr, doch sie wird nicht wirklich schlau daraus. Was sie aber gar nicht versteht ist, dass sie sich dennoch zum hm hingezogen fühlt. Sie sieht ihn nicht als Bestie, denn er kann durchaus nett und charmant sein. Dies hat er von allem an ihrem Geburtstag bewiesen. Dennoch bricht er ihr das Herz, als er sie von ihm wegstösst und sie gehen lässt. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht die Königin auf und verkündet, dass Belle sofort mit ihr mitgehen müsse und das Biest schleunigst verschwinden muss. Denn genau jetzt, plant Alberdon einen Angriff...

    Es war echt interessant zu lesen, wie Belle und das Biest im alten Schottland zueinander finden. Gleichzeitig wird auch ein uralter Fluch aus Indien miteingewoben, den ich wirklich interessant fand. Überall sind Verräter und man weiss nicht, wem man wirklich trauen kann. Dass das Biest aber etwas mit der Königin zu hat, war auch ganz was Neues. Besonders bemerkenswert fand ich jedoch den Fluch aus Indien. Wie er zustande kam, wie man ihn immer wieder in der Geschichte wiederfindet. Obwohl einem es erst ganz zum Schluss bewusst wird. Geschockt fand ich aber auch die Taten von Alberdon: dass er im Grunde böse ist, kann man sich ja schon dank des Märchens denken. Aber dass er auf diese Weise Belle für sich gewinnen will, ist einfach nur abstossend. Das auch ein tierischer Nebencharakter auftaucht, ist auch ganz ungewohnt, aber er passte so gut in dieser Geschichte. Die Autorin hat sich da einiges einfallen lassen, um Schottland mit dem alten Indien zusammen zu verbinden. Ich fand es weder kitschig, noch unlogisch. Obwohl mich das Ende doch ein wenig verwirrt hat, war es doch einleuchtend. Das Buch hat ja nur 200 Seiten, aber ist dennoch lesenswert, wenn man Märchenadaptionen liebt.
  14. Cover des Buches Die Salbenmacherin und die Hure (ISBN: 9783839221570)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin und die Hure

     (41)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    ·  Band 1: Die Salbenmacherin aus dem Jahr 2015

    ·  Band 2: Die Salbenmacherin und der Bettelknabe 2016.

    ·  Band 3: Die Salbenmacherin und die Hure 2017

    ·  Band 4: Die Salbenmacherin und der Engel des Todes. 2019

    ·  Band 5: Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen 2020

     

    von Silvia Stolzenburg

     

    Ich stelle euch heute den dritten Band vor, den ich bisher noch nicht bewertet habe, gelesen habe ich sie alle und bin begeistert !!!

     

    Im dritten Band passiert ein Mord in Nürnberg. Wir befinden uns in der Stadt - es ist Sommer. Es ist heiß und trocken. Die Menschen erkranken an einem mysteriösen Fieber und plötzlich findet man auch noch eine Leiche ... Der Tote hat keinen Kopf mehr und auch die Hände wurden ihm abgetrennt. Man hat ihn sogar ausgeweidet, das muss jemand getan haben, der vom Fach ist ...

     

    Dann hat jemand angeblich einen Werwolf gesehen in den Wäldern außerhalb der Stadt ...

     

    PANIK !!!

     

    Natürlich ist die Salbenmacherin wieder involviert !!!

     

    Sehr natürlich und lebendig geschrieben, vom Stil absolut passend zum Genre des historischen Romans.

     

    Leseprobe:
     ========

     

    Kapitel 32

    Nürnberg, August 1409

     

    Als Gerlin und Eva das Spital wieder verließen, stach die Sonne unerträglich heiß vom Himmel. Trotz der Hitze war Evas Gesicht kalkweiß. Auf ihrer Stirn und ihrer Oberlippe glänzten Schweißperlen. Ihre Schmerzen mussten unerträglich sein. ...

     

    Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Mir hat die Handlung dieses - man kann sagen - historischen Krimis - sehr gut gefallen, spannend von Anfang bis Ende, man lernt die Salbenmacherin wieder besser kennen und überhaupt sind die Charaktere und Handlungen sowie die Klärung des Falls und die gesamten mysteriösen Dinge sehr detailliert und bildhaft lebendig flüssig zu lesen und glaubwürdig geschrieben, so, als wäre man dabei gewesen. Sehr gut - hat mir perfekt gefallen !!!

  15. Cover des Buches Die Ratsherrentochter (ISBN: 9783839215029)
    Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Durch die Heirat ihrer Mutter müssen auch die 20jährige Anna, ihr Bruder Peter und die treue Magd Walburga ihre Heimat verlassen und im Februar 1523 nach Wymphen, dem Wohnort ihres Stiefvaters und Ratsherren Steffen Brel ziehen. Bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft wird Anna durch eine gemeine Intrige des Mordes beschuldigt und zum Tod durch das Schwert verurteilt. Der junge Scharfrichter Michael Kremer soll sie hinrichten, doch er hat sich bereits seit Annas Ankunft in Wymphen heimlich in die hübsche junge Frau verliebt. So macht er von seinem Recht der „Freibitte“ Gebrauch, sie zu ehelichen und so vor der Hinrichtung zu bewahren. Damit entgeht Anna zwar dem Tode, lebt aber nun als Weib eines Henkers ausgestoßen und verachtet am Rande der Gesellschaft. Verzweifelt versucht sie, mit Michaels Hilfe, den wahren Mörder zu entlarven. Wird ihnen das gelingen und wird Anna ihre bürgerlichen Rechte zurück erhalten? … 

    Die Autorin Petra Waldherr wurde 1974 in Möckmühl (Kreis Heilbronn) geboren. Sie ist in der Finanzbuchhaltung tätig und schreibt nebenher historische Geschichten aus einer Vergangenheit, die sie schon immer faszinierte. Neue Ideen dafür findet sie in der Natur ihrer schönen Heimat, wo auch die Schauplätze des Romans „Die Ratsherrentochter“ angesiedelt sind. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Süddeutschland nahe der Burgenstraße und der Württembergischen Weinstraße. 

    In einem angenehm gefälligen Schreibstil, die wörtliche Rede leicht der Zeit angepasst, entführt uns die Autorin ins ausgehende Mittelalter und lässt uns am damaligen Leben teilhaben. Da sie dabei sehr gut recherchiert hat und auch die örtlichen Gegebenheiten stimmen, kann man gut in das Geschehen eintauchen und fühlt sich bald selbst als Bewohner von Wymphen. Man erhält Einblick in das alltägliche Leben, erfährt Aufschlussreiches über den Beruf des Henkers, ist beim Sammeln von Kräutern dabei und lernt ganz nebenbei noch die Herstellung von Seife. Eine einfühlsame Liebesgeschichte und die spannende Verfolgung des tatsächlichen Mörders sind die Grundlage des Romans und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Neben den fiktiven Protagonisten sind auch einige historische Personen in die Handlung einbezogen. Diese sind am Ende des Buches gelistet. Ein Glossar über die wichtigsten damals verwendeten Begriffe und ihre Bedeutung ist ebenfalls im Anhang zu finden. 

    Fazit: Ein historischer Roman vom Feinsten, informativ und unterhaltsam. 

  16. Cover des Buches Tyll (ISBN: 9783839816042)
    Daniel Kehlmann

    Tyll

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Wer sich eine Biographie oder eine allumfassende Lebenserzählung von Tyll Eulenspiegel erwartet, der sei gewarnt – denn die ist hier nicht zu finden. Stattdessen nimmt uns Kehlmann mit durchs marode Mitteleuropa des Dreißigjährigen Krieges. Pestdurchseuchtes, kriegsversehrtes Land, Hexenverfolgung, Standesdünkel und politisches Kalkül, auch das reine Überleben – das sind hier die Themen.

    Tyll wächst als schwächlicher Sohn eines Müllers auf. Die Mutter, von der Wissbegierde und halbwissenden Andersartigkeit des Ehemannes zunächst angezogen, hat alle anderen Kinder verloren. Der Gatte widert sie mittlerweile an. Zu nichts kann man ihn gebrauchen, beobachtet er nächtens doch lieber die Sterne als tagsüber zu arbeiten. Doch es kommt schneller anders als man denkt und Klaus, der Müller, wird als Hexer hingerichtet. Zu den Kollateralschäden gehört Tyll, der von nun an durchs gebeutelte Land zieht und als Gaukler seinen Unterhalt verdient. Dies tut er jedoch nicht allein, kommt doch Nele – die Bäckerstochter aus seiner Heimatgemeinde – mit ihm. Nun haben sie einander und begegnen ebenso gefährlichen wie skurrilen Gestalten.

    Wir treffen auf Liz, die Frau des Winterkönigs. Sie nahm die große Liebe fürs Theatralische von ihrer Heimatinsel mit; der Kontinent indes, kann sie kaum begeistern. Ihr Gatte Friedrich löst durch den Griff auf die Krone Böhmens einen der schlimmsten Kriege der Geschichte aus. Nun leben die beiden im holländischen Exil und kämpfen um die Rückerstattung der erbrechtlich ihnen zustehenden Gebiete. Ein König ohne Hof und ein heimatloser Narr werden einander so Spiegel und letztlich auch Stütze.

    Athanasius Kircher, der berühmte Gelehrte im Dienste des Vatikans kreuzt Tylls Weg mehrfach. Sogar Gustav Adolf wird uns auf dieser Reise begegnen. Gaukler, Henker, Sänger, Tänzer, Grafen und Mineure haben ihren Auftritt in diesem Reigen, der mit einem wunderbaren Spannungsbogen ansetzt und sich am Ende in einem verständnissinnigen Kreis schließt.

    Sprachlich und geschichtlich lernt man viel von „Tyll“. Der Humor Kehlmanns bricht wie gewohnt durch. Das genieße ich immer sehr, da ich ihm seit der Erstlektüre von „Die Vermessung der Welt“ komplett verfallen bin (dem Humor – nicht dem Schriftsteller). Gepackt hat es mich auch bei grausigen Szenen – wenn es um Krieg geht, sind die nie weit. Es war ein wahres Eintauchen in Schrecken, Armut, Hunger und Krieg, wie es in jenen Zeiten wohl an der Tagesordnung stand. Die Lektüre dieses Buches war ein echter Gewinn. Es ist durchdacht und gekonnt umgesetzt. Am allermeisten freut mich aber der Umstand, dass Tyll genauso ungreifbar bleibt, wie ich ihn haben will. Er ist Narr, Schelm aber auch Schurke. Er rührt und im nächsten Moment ist er garstig und gemein und man würde ihn am liebsten auf den Mond schießen.

    Das von mir gehörte Audiobook wurde von Ulrich Noethen gelesen. Anfangs war mir die Stimme nicht sehr sympathisch, was aber nicht störend war. Er liest es professionell und gut. Erst gegen Ende hin kamen einige Dialekte nicht so ganz rüber. Die Variationen in der Lautstärke und den einzelnen Stimmen der Personen, die schauspielerischen Elemente und die Pointen wurden tadellos abgeliefert.

  17. Cover des Buches Die Bluthunde von Paris (ISBN: 9783737553322)
    Christina Geiselhart

    Die Bluthunde von Paris

     (27)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Wir haben das Jahr 1774, als Philippine Sanson das Licht der Welt erblickte. Doch die Schönheit, die ihr Gott gab, brachte ihr nicht. Den ihr verkrüppelter Fuß, ihr Umfeld und die grausamen Dinge, die in ihrer Kindheit geschehen sind, scheinen die Hoffnung auf eine besser Zukunft nicht zu ermöglichen. Aufstände im Landesinnern, Krieg und Hunger, bestimmen den Alttag des kleinen Mädchens in ihrer Kindheit und Jugend. Ihr Vater, ein gefürchteter Folterer, ihr Onkel der berühmte Henker von Paris und ihre Mutter, eine Hure und Mörderin, als das zerstörte dennoch nicht ihre Edle Seele.

    Das Cover passt, zu diesem historischen Roman. Es hat etwas Düsteres, geheimnisvolle und Vintage mäßiges an sich. Passend dazu, die Schreibweise des Titels, dass sich in dem Buch immer wieder verteilt.

    Die Schreibweise des Buches leicht und fließend. Es hat viele sehr spannende Szenen, aber auch sehr brutale, die das Herz schneller schlagen lässt. Autorin Christina weiß, wie sie ihre Leser in den Bann zieht und an das Buch fessel. So ist es in 3 Teilen aufgeteilt. Es beschreibt so nicht nur das Leben während der Revolution des 17. Jahrhundert, sondern auch das Leben davor und danach.

    Das Leben von Philippine ist wahrhaft nicht einfach und sie musste als Kind schon viel Leid über sich ergehen. Doch man spürt, dass sie einen starken und liebenswerten Charakter hat und im inneren nie ihre Edle Seele hergibt. Von der Geschichte bin ich sehr fasziniert, den es beschreibt schonungslos und ehrlich, das grausame Leben während der Französischen Revolution.

    Selber habe ich mich nie mit solch ein Thema beschäftigt und finde es erschreckend, wie das Leben vor vielen Jahren gewesen sein sollte. Irgendwie hat man während des Lebens immer wieder das Gefühl, als sei man selber mittendrin. Nur die Liebesgeschichte, zwischen den zwei Hauptprotagonisten weist kleine Schwächen auf. Den ich finde sie etwas lang gezogen und das Hin und Her mit den zwei, ist etwas zu viel des guten. Empfehlen kann ich euch die Geschichte mit 4 Sternen
  18. Cover des Buches Die Henkerin (ISBN: 9783404166329)
    Sabine Martin

    Die Henkerin

     (105)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    Zunächst ein kleiner Hinweis: Ich habe "Die Henkerin" als Hörbuch gehört und dieses ist anscheinend gekürzt gewesen.


    Ich habe mich ein bisschen schwer getan in die Geschichte zu finden, doch dann fand ich "Die Henkerin" von Sabine Martin (übrigens keine Autorin, sondern ein Autorenduo) wirklich unterhaltsam. Ich mochte die Protagonistin sehr gerne und fand ihre Entwicklung ziemlich interessant. Ob ihre Handlungen alle realistisch sind wage ich zwar zu bezweifeln, aber das finde ich in diesem Fall gar nicht mal so schlimm.

    Ich möchte die Reihe auf jeden Fall fortsetzen und freue mich schon auf Teil 2.

  19. Cover des Buches Titan (ISBN: 9783453419360)
    Robert Harris

    Titan

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Robert Harris ist für mich eigentlich ein Autor, zu dem ich greife, wenn ich Spannung, Historisches lesen will. Bisher las ich "Pompeji" und " Konklave". Das ist mein drittes Buch und ich wurde wieder nicht enttäuscht.  

    Hier erzählt Harris aus der Sicht von Ciceros Sklaven und Schreiber Tiro den Aufstieg Ciceros im Senat zum Konsul und auch dessen Leben als Anwalt. Allen Widrigkeiten stellt er sich mit schlauen Schachzügen entgegen und schafft es, so manchen Gegner mit Wort und Tat zu schlagen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere jedoch werden seine politischen Gegner zahlreicher und gefährlicher. Cäsar gewinnt zunehmend an Macht und erhält Legionen, Clodius stachelt das Volk gegen Cicero auf und der einst so mächtige Heerführer Pompeius scheint zu schrumpfen. Spannender historischer Politthriller mit wenigen Längen.

  20. Cover des Buches 13 Stufen (ISBN: 9783328101536)
    Kazuaki Takano

    13 Stufen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    13 Stufen

    Herausgeber ist Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. November 2017) und es hat 400 Seiten.

    Kurzinhalt: Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

     Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

    Meine Meinung: Ich hab schon ein Buch von dem Autor gelesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist kein Buch über blutrünstige Dinge oder so, sondern hier geht es viel um Gefängnis und die Pflichten eines Japaners. Und die werden so gut und präzise beschrieben, dass  man alles gut verstehen kann. Ich fand die beiden Protagonisten sehr sympathisch und ich konnte ihr Handeln auch nachvollziehen. Ausserdem  baut der Autor so viele unerwarteten, aber doch schlüssige Entwicklungen ein, dass man als Leser immer wieder überrascht wird. Immer wieder wird der Leser mit Todesängsten, Wünschen, aber auch Selbstzweifeln konfrontiert. Ich war immer in Gedanken nach dem Lesen und habe überlegt, wie ich mich entscheiden würde.

    Mein Fazit: Nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, aber auch sehr packend. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es jedem Fan empfehlen.

  21. Cover des Buches Der Hexer und die Henkerstochter (ISBN: 9783548285504)
    Oliver Pötzsch

    Der Hexer und die Henkerstochter

     (138)
    Aktuelle Rezension von: BirgitConstant

    Im vierten Roman um seinen Vorfahr, den Schongauer Henker Jakob Kuisl, führt uns Oliver Pötzsch gekonnt durch Kloster Andechs mit all seinen Bauten, Zimmern, Türmen und Gängen. Dieses Mal reist Jakob Kuisl seiner Tochter Magdalena und seinem Schwiegersohn Simon Fronwieser hinterher, die zu einer Pilgerfahrt zum Kloster aufgebrochen sind, in dem bald schon mehrere Morde und das Verschwinden eines Mönches Gerüchte um einen diabolischen Hexer schüren.


    So gerne ich die ersten drei Bände gelesen habe, so schnell musste ich feststellen, dass ich mit diesem Band nie warm werden würde. Auch wenn der Autor, wie in jedem seiner Bücher, mit sehr großer Sorgfalt die Atmosphäre eines Schauplatzes um Mitte des 17. Jahrhunderts aufbaut, so gab es doch von Anfang an zu viele Dinge, die ein vollkommenes Abtauchen in diese Atmosphäre verhinderten. So sind beispielsweise die Figuren im und um das Kloster allesamt gleich unsympathisch und wirken auswechselbar, fast als wären sie nur Platzhalter für irgendwelche Klosterfunktionen, die genannt werden müssen, um die Besatzung des Klosters vorzustellen. Einzig Frater Johannes sticht durch seine immer wieder betonte Hässlichkeit und seine Verbindung zum Henker aus der Masse der Klosterangehörigen heraus. Überhaupt wird sehr viel betont in diesem Roman: Wie hässlich Frater Johannes ist, dass alle im Kloster „Dreck am Stecken“ haben, dass der Henker für seine (waghalsigen) Aktionen langsam zu alt wird, wie viele Leute im Kloster herumschnüffeln und so weiter. Das wirkt auf Dauer ermüdend.


    Daneben haben mich, wie im zweiten Band der Reihe, die vielen Erzählperspektiven irritiert, die dieses Mal noch vielzähliger erscheinen als in Band 2. Alle paar Seiten schaut man jemand anderem über die Schulter: Magdalena, dem Henker, Simon, dem Abt, dem Hexer, seinem Gehilfen, der ganzen Schar von Hauptdarsteller-Mönchen und wem nicht noch alles. Wie die Tatsache, dass das Buch ein Spiegel-Bestseller ist, zeigt, scheinen viele Leser das zu schätzen. Ich finde es grauenvoll und verwirrend.


    Weitere Gründe, warum der Funke bei mir nie richtig übergesprungen ist, sind:

    1. Die aufklärerischen, ja fast feministischen Forderungen Magdalenas hinsichtlich der Arbeitsteilung in der Ehe - wie realistisch sind diese für eine Frau der niederen bzw. ehrlosen Stände des 17. Jahrhunderts?
    2. Die beiden großen (Selbst-)Gespräche des Hexers und seines Komplizen (nicht seines Helfers), die ich insgesamt langatmig und umständlich finde. Die Aufklärung der Fälle waren in den ersten drei Büchern meines Erachtens wesentlich eleganter gelöst: mehr Aktion, weniger Gerede.
    3. Wer der Gehilfe des Henkers ist, wusste ich bereits, als klar wurde, dass er einen Gehilfen hat.
    4. Den zentralen Grund für die Morde fand ich nicht überzeugend.
    5. In der späten Mitte des Romans stellen die Mönchen den Fall als gelöst dar, aber keiner, nicht einmal Simon, fragt nach dem verschwundenen Automaten, dessen Melodie man immer mal wieder hören kann.
    6. Der Helfer des Hexers liegt nach seinem Turmfall zerschmettert am Boden, kann aber noch ausführlich erklären, was er mit der ganzen Sache zu tun hat.
    7. Der Hexer führt alle seine Morde gewissenhaft durch, scheitert aber an seinem kleinsten Gegner.

    Das mögen Kleinigkeiten sein, aber sie summieren sich über die Zeit, zumal auch in den vorigen Büchern immer wieder Ungereimtheiten aufgetreten sind, die meinen Lesefluss und Lesegenuss unterbrochen haben.


    Nach nicht einmal der Hälfte des Romans, beim Gespräch mit dem Abt des Klosters, war für mich dementsprechend die Luft raus, und ich habe den Rest des Buches nur noch im Schnellleseverfahren beendet. Auch das Ende der Geschichte, vom üblichen Showdown im unteriridischen Labyrinth bis hin zur entscheidenden Szene auf dem Turm, konnte keine Spannung mehr erwecken. Wer der eigentliche Hexer war, war mir egal. Ich wollte nur noch das Buch zuende lesen, bevor ich das nächste beginne, das hoffentlich besser an den hervorragenden dritten Band anknüpfen kann.

  22. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783732584321)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

     (1.378)
    Aktuelle Rezension von: Smarty

    Inhalt - Klappentext:

    England 1360. Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.


    Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancester erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und er begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.


    Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


    Meine Meinung:


    Das Lesen dieses Buches hat mir viel Freude gemacht. Man durchlebt fast das gesamte Leben von Robin und kann in diese Welt richtig eintauchen. Man kann seine Entwicklung mitverfolgen und merkt auch, dass er sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.  Ich konnte nicht jede Meinung oder Entscheidung wirklich nachvollziehen, aber vielleicht soll so auch die damalige Zeit widergespiegelt werden.

    Die meisten Charaktere sind sympathisch und das Buch hat im großen und ganzen einen harmonischen Anklang. Natürlich gibt es auch die klassischen Bösewichte. 

    Manche Entwicklungen sind vorhersehbar.

    Gerne hätte ich noch mehr über den ein oder anderen Nebencharakter erfahren z.B. fand ich den Charakter von Agnes, Robins Schwester sehr interessant und hätte gerne mehr über sie und ihre Gedanken erfahren.

    Auch hätte ich gerne mehr darüber erfahren wie Mortimer die Zeit erlebt hat, in der er "nicht er selbst" war. Aber wie dick soll dieses Buch werden?

    Weiterhin finde ich es schade, dass doch recht wenig über Robins Gabe bekannt wird. Wo kommt sie her? Warum hat er diese Gabe und Agnes eine ganz Andere? Es wird ein großes Geheimnis darum gemacht, seine Feinde wundern sich nur und nutzen so ein Wissen nicht gegen ihn, was in dieser Zeit durchaus einfach gewesen wäre. 

    Fazit:

    Ich habe es geliebt dieses Buch in die Hand zu nehmen und immer wieder in die mittelalterliche Welt einzutauchen. Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch von Frau Gablé werden. Leider haben sich manche Geschehnisse wiederholt, deshalb gibt es einen Stern Abzug. 


  23. Cover des Buches Der faule Henker (ISBN: 9783442364848)
    Jeffery Deaver

    Der faule Henker

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Lichterregen

    ">>Ist nicht fast unser gesamtes Leben eine einzige Illusion?<<, fuhr sie fort.

    >>Wie das?<<

    >>Tja, alles Vergangene ist Erinnerung, nicht wahr?<<

    >>Stimmt<<

    >>Und alles Zukünftige ist Vorstellung. Beides sind Illusionen - unser Gedächtnis ist unzuverlässig, und was die Zukunft anbelangt, so spekulieren wir nur. Völlig real ist einzig und allein der gegenwärtige Moment - und der verwandelt sich ständig von einer Vorstellung in eine Erinnerung. Sehen Sie? Der Großteil unseres Lebens ist eine Illusion.<<"

    Seite 198


    Mir fällt es bei diesem Band etwas schwer, eine Rezension zu schreiben. Beginnen wir beim Anfang, der so rasant wie immer beginnt, man ist direkt mitten im Geschehen und versteht zuerst nicht, was genau überhaupt passiert. Und während man noch vom ersten Mord abgelenkt ist, geht es direkt weiter. Es ist spannend, es ist informativ und es ist wieder ein Thema, von dem man jetzt nicht allzu viel liest und damit etwas neues. Bis circa zur Mitte des Buches fand ich es mega wie immer, auch wenn ich mir mehr von Amelia und Rhyme gewünscht habe, deren Charaktere mir etwas zu kurz kamen. 

    Aber dann wurde mir die Geschichte zu viel. Zu viele unerwartete, übertriebene Wendungen, zu viele Tricks, zu viele Illusionen. Natürlich geht es bei dem Roman gerade um Illusionen und Unerwartetes, denn das macht Zauberei aus. Für meinen Geschmack war es zu viel des Guten und hat der Glaubhaftigkeit des Romans geschadet.

    Bitte nicht falsch verstehen, mich hat das Buch unterhalten, ich wollte wissen, was noch kommt und wie es sein kann, dass das Buch noch so viele Seiten hat, obwohl wir doch dem Ende entgegen steuern. Und für mich ist es einfach Tatsache, dass Jeffery Deaver ein großartiger Autor ist, dessen Bücher man nicht schon fünfmal woanders gelesen hat, sondern einen riesigen Mehrwert im Genre Krimi bietet. Aber für mich persönlich war das Buch bisher sein schwächstes der Reihe.


    Fazit: Zu viele Wendungen für meinen Geschmack, die dem Roman die Glaubwürdigkeit genommen haben. Außerdem kommen die Charaktere im Buch etwas zu kurz, denn wegen Rhyme und Amelia fieber ich dieser Reihe doch so hinterher. Ich hoffe so sehr, dass mich der nächste Band wieder vom Hocker reißen wird, bei diesem Buch war das leider nicht der Fall.

  24. Cover des Buches Die Henkerstochter und der König der Bettler (ISBN: 9783548612324)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Es geht weiter mit dem dritten Teil der Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seiner Tochter Magdalena.

    Den Scharfrichter Jakob Kuisl hat es ja tatsächlich gegeben, und er stammt aus einer der wohl bekanntesten bayerischen Henkersdynastien. 

    Kurz zur Geschichte:

    Dieses Mal entführt uns der Autor Oliver Pötzsch nach Regensburg Anno 1662; der Schongauer Henker bekommt Post von seiner jüngeren Schwester, die in Regensburg mit einem Bader verheiratet ist. Aus dem Brief geht hervor, dass es seiner Schwester gesundheitlich sehr schlecht geht und so macht sich Jakob Kuisl, wohlwissentlich dass er seine Scharfrichterstelle in Schongau ohne Genehmigung nicht verlassen darf und sich sicherlich Ärger einhandeln wird, auf den Weg nach Regensburg. Schon auf dem Weg dorthin, welcher ihn per Floß auf der Donau nach Regensburg bringt, wird Kuisl das Gefühl nicht los, das etwas nicht stimmt. Kaum in Regensburg angelangt beginnt der Ärger für Jakob Kuisl und er merkt, dass er in eine Falle getappt ist. Aber wer hat ihm diese Falle gestellt und warum?

    Es beginnt für mich als Leser wieder eine turbulente und spannende Geschichte, in der ich dem Jakob Kuisl gerne helfen möchte. Jetzt sitzt er eingesperrt im Regensburger Gefängnis und ihn erwartet der Regensburger Henker.  Was ihm droht ist ihm als Henker wohlbekannt. Er darf nur einfach nicht gestehen für etwas, das er nicht getan hat. Aber wer soll ihm denn zu Hilfe kommen. 

    Der Roman spielt wieder, und das schätze ich sehr an dieser Reihe, an wirklich gut recherchierten, geschichtlich belegbaren Orten, Plätzen und Stellen. 

    Dieses mal kann Jakob Kuisl nicht viel selbst ausrichten, und ist somit auf Hilfe von anderen angewiesen. Ein wildes, undurchsichtiges Katz-und-Maus-Spiel beginnt und selbst für mich als Leser bleibt lange verborgen, wer ist Freund und wer ist Feind, wer meint es gut mit unserem Henker, seiner Tochter Magdalena und ihrem Simon Frohnwieser? Turbulent geht es allemal zu in Regensburg.

    Das Cover ist wieder gelungen in bewährter Art und Weise und der Roman liest sich ob des guten Schreibstils wieder flüssig. Ich muss es so sagen: Ich bin ein  Fan von Oliver Pötzsch und seiner Henkerstochter. 

    Auch in diesem dritten Teil gelingt es dem Autor die Spannung schnell aufzubauen und bis zum Schluss beizubehalten, viele unerwartete Wendungen, viele verschiedene Personen aus ebenso vielen Schichten der damaligen Zeit begegnen mir in Regensburg und wieder gelingt es Oliver Pötzsch ein sehr gutes und spannendes Finale am Ende zu präsentieren.

    Ich finde die vielen kleinen Nebenschauplätze, die vielen Gestalten in Regensburg sehr abwechslungsreich und sie passen sehr gut ins große Ganze und ergeben so ein gutes Gesamtkonzept. Aber dieser Teil hat ein paar Längen, die es tapfer zu bestehen gilt, und auch hier ist Kuisls Tochter Magdalena in ihrem Handeln wieder naiv und äußerst töricht, („störrisches Weibsbild“) was mich teilweise gestresst hat, was dem Roman aber irgendwie auch gut tut.

    Mit gefallen die  Originalschauplätze, auch wenn Heute vielleicht nicht mehr alles vor Ort zu finden ist. Aber wieder findet sich im Epilog  eine ausführliche und sehr schöne Beschreibung über die Örtlichkeiten vor Ort und wer Regensburg noch nicht kennt, sollte sich diesen Band unbedingt holen und Regensburg zu Fuß erkunden. Man wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

    Also auch Heute wieder eine klare Leseempfehlung für den dritten Teil.

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