Bücher mit dem Tag "henker"
35 Bücher
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)
(179)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNachdem der erste Teil der Henkerstochter-Saga hatte mir bereits außerordentlich gefallen hatte, verfolge ich die Serie nun auch weiterhin.
Zum Inhalt will ich - wie üblich bei Krimis - nichts weiter verraten. Das soll jeder selbst lesen.
Oliver Pötzsch hat - wie üblich - gute Arbeit geleistet. Sein Geschichtsaufbau und sein Erzählstil funktionieren, reißen den Leser mit und bringen dem Leser eine filmische Geschichte nahe. Was will man mehr?
Der Henker Jakob Kuisl bleibt eine faszinierende und trotz seines "Berufes" sympathische Figur. Erfreulicherweise kommt dieses Mal auch die Tochter des Henkers öfter vor und überzeugt als Sympathieträgerin.
Tatsächlich muss ich diesen Teil als noch etwas stärker als den Ersten einstufen, da die Wirrungen letztlich etwas faszinierender als im ersten Buch sind.
Freue mich sehr auf die weiteren Bände.
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
(347)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookIch weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die anderen zu konsumieren.
Früher habe ich öfter mal einen historischen Roman zur Hand genommen. Obwohl Geschichte in der Schule nicht mein Lieblingsfach war, mochte ich schon immer historische Ereignisse gut eingebettet in tollen Geschichten.
„Die Henkerstochter“ ist ein historischer Krimi und daher nicht ganz mein Gebiet, weil mir Krimis meist zu lasch sind. Ich bevorzuge dann schon eher (Psycho)Thriller.
Doch das vorliegende Werk konnte mich für sich gewinnen - was wahrscheinlich nicht zuletzt am genialen Sprecher lag.
Johannes Steck hat die Geschichte sehr lebendig rüber gebracht. Seine Stimme, die er immer wieder verstellt hat, war super authentisch. Wenn er die Dialekte nachmachte, kaufte ich ihm das 100%ig ab. Allein deshalb würde ich zu „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ greifen.
Der Plot rund um die Henkerstochter Magdalena ist recht einfach und überschaubar. Am Ende gibt es zwar mehrere Stränge, die zusammenlaufen, doch man verliert sich nicht in ihnen.
Warum es die „Henkerstochter-Saga“ ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, doch würde ich ihr persönlich keine Hauptrolle zuschreiben. Vielleicht entwickelt sich das in den kommenden Teilen.
Der Autor hat Gefallen an Ausschmückungen. So lief bei mir während des Hörens ein Kopfkino ab, welches die Erzählung sehr lebendig machte. Daher ist er in meinen Augen eher nicht für Zartbesaitete geeignet. Es gibt einige brutale Szenen, die detailreich geschildert werden.
Aber auch das Leben einer Henkersfamilie zur damaligen Zeit wird überzeugend beschrieben. Erst hinterher habe ich erfahren, dass Oliver Pötzsch selbst ein Nachfahre dieser Dynastie ist. So hatte er exklusiven Einblick in den Beruf und wir erfahren einige Details dazu.Ich überlege tatsächlich, ob ich mir noch den zweiten Teil gönne, um zu schauen, ob die Saga generell etwas für mich ist oder ob ich direkt zur David-Hunter-Reihe wechsle, die eher meinem Beuteschema entspricht und genauso darauf wartet, von mir gehört zu werden. Mit Johannes Steck als Sprecher kann man sicherlich wenig falsch machen.
In „Die Henkerstochter“ kann man mal reinlesen / -hören, ob das Genre einem liegt. Man braucht jedoch, wie bereits erwähnt, starke Nerven an der ein oder anderen Stelle und zudem Ausdauer, denn zuweilen verliert sich der Verfasser ein wenig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
©2024 a_different_look_at_the_book
- Markus Heitz
Die Meisterin: Der Beginn
(84)Aktuelle Rezension von: Doreen97Ich bin sehr froh, bei der Reise von Geneve und Alessandro dabei gewesen zu sein. Ihre Reise und Abenteuer, waren sehr spannend und fesselnd. Markus Heitz hat hier mal wieder, richtig abgeliefert. Während des lesens hatte ich wirklich das Gefühl, ein Teil der beiden zu sein, und die Dämonen um mich ebenfalls zu spüren. Aber ich möchte nicht zu viel verraten!
Am liebsten würde ich jetzt gerne, mit dem zweiten Teil anfangen... der steht aber leider zu Hause, und ich sitze auf der Arbeit :-(
An alle! Zweifelt nicht! Kauft es euch, ihr werdet nicht enttäuscht!
- Astrid Fritz
Henkersmarie
(57)Aktuelle Rezension von: MalkaMit Henkersmarie gelingt Astrid Fritz ein eindrucksvoller historischer Roman, der lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Marie, die Tochter eines Henkers, die im spätmittelalterlichen Freiburg lebt – gesellschaftlich ausgegrenzt, zwischen Schuldzuweisung und Vorurteilen gefangen. Die Autorin erzählt Maries Lebensweg mit großer Nähe zur Figur und macht ihre innere Zerrissenheit, ihren Wunsch nach Anerkennung und ihre leise Rebellion gegen die ihr zugedachte Rolle eindringlich spürbar. Dabei verwebt Fritz persönliche Schicksale geschickt mit historischen Ereignissen und zeichnet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Herkunft über Leben und Chancen entschied.
Der Schreibstil ist klar, bildhaft und zugleich angenehm unaufgeregt. Astrid Fritz versteht es, historische Details präzise einzubauen, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders überzeugend ist ihre Sprache in den leisen Momenten: Gedanken, Ängste und Hoffnungen der Protagonistin wirken glaubwürdig und emotional, ohne pathetisch zu sein. Die Atmosphäre der Stadt, der Gerüche, der Enge und der sozialen Härte wird sehr plastisch dargestellt und zieht Leserinnen und Leser tief in die Handlung hinein.
Kritisch ließe sich anmerken, dass einige Nebenfiguren etwas blasser bleiben und bestimmte Konflikte – gerade gegen Ende – schneller aufgelöst werden, als man es sich wünschen würde. Dennoch mindert das den Gesamteindruck kaum. Henkersmarie ist ein starkes, bewegendes Buch über Ausgrenzung, Selbstbehauptung und weibliche Stärke in einer gnadenlosen Zeit. Ein historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – absolut lesenswert.
- Dieter Breuers
Ritter, Mönch und Bauersleut
(34)Aktuelle Rezension von: Viv29Dieter Breuers Devise ist, "daß Geschichte ja gar nichts anderes ist als eine endlose Kette von Geschichten" und im Vorwort seines Buches bemängelt er zu Recht, daß all diese spannenden Geschichten, menschlichen Schicksale, Alltagsinformation im Geschichtsunterricht meistens gar nicht zur Geltung kommen, sondern dort trockene Jahreszahlen und Herrschernamen gelehrt werden. In diesem Buch über das Mittelalter läßt er nun die Geschichten der Geschichte in den Vordergrund treten und dies auf unterhaltsame Weise.
In zahlreichen kürzeren Kapiteln werden verschiedene Aspekte des Mittelalters geschildert, es handelt sich hier nicht um eine chronologische Abhandlung, so daß man auch mal ein Kapitel auslassen kann, wenn das jeweilige Thema nicht so interessant für einen ist. Die Weltgeschichte, ihre Herrscher und Jahreszahlen, fließt durchaus auch ein, aber dies als gut eingebrachte Hintergrundinformation, so daß man dieses Wissen gewissermaßen nebenbei mitnimmt. In manchen Kapiteln kommen Leute der Zeit selbst zu Wort, da schreibt Breuer mal als Tochter Karls des Großen, als Klostermönch oder Reliquienhändler, die den Leser direkt ansprechen. Die meisten Kapitel sind wie unterhaltsame Kurzreportagen gestaltet. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Themen, von Kleidung und Ausbildung der Ritter über die Hygienesituation im Alltag, die Nahrung oder die sogenannten unehrlichen Berufe. Auch interessanten Persönlichkeiten wie Richard Löwenherz oder dem Stauferkönig Friedrich II. sind einzelne Kapitel gewidmet. So erliest man sich auf knapp 600 Seiten ein kurzweiliges Kaleidoskop des Mittelalters, flott geschrieben, vergnüglich zu lesen und mit einer Fülle an interessanten und teils ungewöhnlichen Informationen. So soll Geschichte vermittelt werden!
- Tony Parsons
Wer Furcht sät
(165)Aktuelle Rezension von: beereadytoreadWas braucht es, damit aus Täter:innen Held:innen werden? Wann überlagert das Verlangen nach Vergeltung alles andere?
In „Wer Furcht sät“ muss sich Detective Max Wolfe einem Fall stellen, der auf viele Arten herausfordernd ist: Ein Kollektiv, der Club der Henker, jagt in London diejenigen, die dem Recht entkommen sind und führt sie der von ihnen als gerecht angesehenen Strafe zu: Tod durch Erhängen. Auf die Mithilfe der Öffentlichkeit kann sich Max nicht verlassen, denn durch die Vergangenheit der Opfer und der zuvor ausgebliebenen Gerechtigkeit erfährt der Club der Henker und dessen Lynchjustiz großen Zuspruch. Während ihn die Spurensuche durch längst vergessene Orte führt, muss er schließlich am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Unschuld und Schuld ist…
Max ist grundsätzlich ein recht typischer Ermittler: Gebeutelt vom Leben und mit einem Bein in der Vergangenheit. Daher fand ich den Versuch einen Anker im „Jetzt“ einzubauen (er ist alleinerziehender Vater) recht geschickt.
Thematisch war der Fall sehr spannend und auch die zwischenmenschlichen Konflikte kamen mir überwiegend authentisch vor – abgesehen von der kurzen Episode zum Anbandeln mit einer am Fall beteiligten Person, das war für mich höchst eigenartig zu lesen.
Dafür waren die historischen Exkurse zu z. B. unterirdischen Flüssen, stillgelegten Bahnhöfen und einem berüchtigten Henker ausgesprochen interessant. Diese Bezüge haben den Krimi für mich merklich aufgewertet und zur unheilvollen Atmosphäre beigetragen.
Einige Szenen waren zwar etwas wunderlich (z. B. die inneren Zerwürfnisse über die potentielle Kastration seines Hundes und dessen mögliche Gedanken hierzu), aber grundsätzlich habe ich „Wer Furcht sät“ als gelungene Zuglektüre empfunden.
(Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe, was mir erst im Nachgang aufgefallen ist. Inzwischen habe ich den Auftakt ebenfalls gelesen: Man verpasst nichts.)
- Silvia Stolzenburg
Die Salbenmacherin und der Engel des Todes
(35)Aktuelle Rezension von: Daniela_WeigelOlivera kommt über den Tod ihrer Großmutter nicht weg, um sich abzulenken, arbeitet sie noch mehr im Spital. Das gefällt Götz, der sich Sorgen um seine hochschwangere Frau macht, gar nicht. Als im Spital Menschen sterben und Olivera beschuldigt und verhaftet wird, weiß Götz, dass seine Sorgen berechtigt waren. Wer steckt hinter den Verleumdungen und hat es mit seiner Bewerbung im großen Rat zu tun? Während Götz nach Olivera sucht, arbeiten die Feinde heimtückisch im Hintergrund weiter und bringen auch ihn in Misskredit, und sie schaffen es, dass auch er im Loch landet.
Olivera und Götz haben wirklich hartnäckige Feinde, immer wieder spinnen sie neue hinterhältige Intrigen und dies so geschickt, dass sich der Rat überzeugen lässt, und niemand darauf kommt, wer wirklich dahinter steckt. Doch sie haben auch Freunde und Verbündete, dies bekommt Olivera zu spüren als sie sich schwer verletzt retten kann und die Hilfe bekommt, die sie dringend benötigt.
Puh, das war wieder spannend, die Autorin fasziniert mich immer wieder. Ich mag Olivera und Götz total, aber auch Jona. Er versucht alles richtigzumachen, und schlittert dabei immer wieder in Dinge hinein, die nicht gut sind. Eigentlich geht es ihm genauso wie Olivera.
Silvia Stolzenburg hat hier eine ganz tolle Reihe geschrieben, in der mich jeder einzelne Teil fasziniert. Ich kann gar nicht genug von Olivera und Götz bekommen.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
- Christina Geiselhart
Die Bluthunde von Paris
(27)Aktuelle Rezension von: jackdeckWir haben das Jahr 1774, als Philippine Sanson das Licht der Welt erblickte. Doch die Schönheit, die ihr Gott gab, brachte ihr nicht. Den ihr verkrüppelter Fuß, ihr Umfeld und die grausamen Dinge, die in ihrer Kindheit geschehen sind, scheinen die Hoffnung auf eine besser Zukunft nicht zu ermöglichen. Aufstände im Landesinnern, Krieg und Hunger, bestimmen den Alttag des kleinen Mädchens in ihrer Kindheit und Jugend. Ihr Vater, ein gefürchteter Folterer, ihr Onkel der berühmte Henker von Paris und ihre Mutter, eine Hure und Mörderin, als das zerstörte dennoch nicht ihre Edle Seele.
Das Cover passt, zu diesem historischen Roman. Es hat etwas Düsteres, geheimnisvolle und Vintage mäßiges an sich. Passend dazu, die Schreibweise des Titels, dass sich in dem Buch immer wieder verteilt.
Die Schreibweise des Buches leicht und fließend. Es hat viele sehr spannende Szenen, aber auch sehr brutale, die das Herz schneller schlagen lässt. Autorin Christina weiß, wie sie ihre Leser in den Bann zieht und an das Buch fessel. So ist es in 3 Teilen aufgeteilt. Es beschreibt so nicht nur das Leben während der Revolution des 17. Jahrhundert, sondern auch das Leben davor und danach.
Das Leben von Philippine ist wahrhaft nicht einfach und sie musste als Kind schon viel Leid über sich ergehen. Doch man spürt, dass sie einen starken und liebenswerten Charakter hat und im inneren nie ihre Edle Seele hergibt. Von der Geschichte bin ich sehr fasziniert, den es beschreibt schonungslos und ehrlich, das grausame Leben während der Französischen Revolution.
Selber habe ich mich nie mit solch ein Thema beschäftigt und finde es erschreckend, wie das Leben vor vielen Jahren gewesen sein sollte. Irgendwie hat man während des Lebens immer wieder das Gefühl, als sei man selber mittendrin. Nur die Liebesgeschichte, zwischen den zwei Hauptprotagonisten weist kleine Schwächen auf. Den ich finde sie etwas lang gezogen und das Hin und Her mit den zwei, ist etwas zu viel des guten. Empfehlen kann ich euch die Geschichte mit 4 Sternen - Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der König der Bettler (Die Henkerstochter-Saga 3)
(135)Aktuelle Rezension von: PeachesfloopDa ich selbst in Regensburg wohne, war es eine Fest die Abenteuer des Henkers in Regensburg zu lesen.
Wie gewohnt sind alle liebgewonnenen Figuren am Start. Der Henker mit seiner gewohnt ruppigen Art gerät selbst in die Fängen der Justiz. Dieses Mal liegt es an seiner Tochter und ihrem Medicus Simon, ihm aus der Patsche zu helfen.
Auch mit diesem Buch gelingt es Oliver Pötzsch mich als Leserin von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln, bei einem Abenteuer, dass auf dem ersten Moment klar erscheint und doch ungeahnte Wendungen hervorbringt - eben in alter Kruisl Manier.
- Joel F. Harrington
Die Ehre des Scharfrichters
(10)Aktuelle Rezension von: Nicholas-JamesEin Buch, das mich unerwartet gefesselt hat. Historisch fundiert, sprachlich klar und doch voller Menschlichkeit – Harrington gelingt es, das Leben eines Scharfrichters mit einer Ernsthaftigkeit darzustellen, die weder moralisierend noch sensationsheischend wirkt. Besonders beeindruckt hat mich die Perspektive: Hier schreibt jemand nicht über Gewalt, sondern über Verantwortung, Gewissen und ein Leben im Schatten der Gesellschaft.
Phasenweise war das Buch für meinen Geschmack etwas langatmig, vor allem in den tiefer gehenden Beschreibungen von Rechtsstrukturen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Doch gerade diese Passagen zeigen auch, wie gut recherchiert und detailreich das Werk ist. Und je weiter man liest, desto mehr zieht es einen hinein – bis man sich schließlich selbst mit den Fragen von Ehre, Schuld und Gerechtigkeit konfrontiert sieht.
- Bettina Szrama
Der Henker von Lemgo
(43)Aktuelle Rezension von: Lynn11Die teilweise wahren Begebenheiten machen diesen historischen Roman spannend. Wer in die Missgunst des Dorfes fiel, wurde als Hexe "beklafft". Die Geschichte ist sehr detailliert geschildert und lässt das Mittelalter wieder aufleben. Zeitweise fand ich es aber als langatmig und vorhersehbar. Scheinbar muss ich mich in diese Thematik noch einlesen...
- Michel Folco
Die rechte Hand Gottes
(21)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Wenn es das vorrangige Ziel einer Hinrichtung war, zu töten, um vor Augen zu führen, dass man nicht töten soll, dann mußte der Anblick dieses Schauspiels abschreckend sein; daher war das Schafott ein unentbehrlicher Bestandteil, wenn man wollte, daß der größte Teil der Zuschauer aus diesem abschreckenden Beispiel eine Lehre zog.«
Bellerocaille, ein kleines Städtchen in Südfrankreich im August 1683. Hinrichtungen gehören ganz selbstverständlich zur Rechtsordnung, niemand zweifelt daran, dass die Todesstrafe Gottes Wille ist und zudem ein hervorragendes Mittel der Abschreckung darstellt. Daher ist auch klar, dass dieser Koch, der auf ganz abscheuliche Weise ein Baby und seine Amme tötete, auf ebenso furchtbare Weise ins Jenseits gebracht werden muss. Die Frage ist nur, wer Gottes Willen vollstrecken soll, denn Bellerocaille verfügt zurzeit über keinen Henker. Ein Problem, das schwer zu lösen ist, denn…
» Wenn ihn auch alle sterben sehen wollen, so will doch niemand etwas damit zu tun haben, weder aus der Nähe noch aus der Ferne.«
So wird dem jungen Justinien, der derzeit wegen einer Kombination aus kleineren Vergehen und Unbeherrschtheit im Kerker schmort, ein Angebot gemacht, dass er nicht ablehnen kann. 20 Jahre Frondienst auf einer Galeere oder…
»Ich habe vor allem Angst, daß ich nicht den Mut haben werde. Ich kann mir noch so oft sagen, daß sein Verbrechen schrecklich war und er die Hinrichtung verdient hat, aber es will mir einfach nicht gelingen, wirklich wütend auf ihn zu sein. Er hat mir nichts getan, dieser Koch, also ihn einfach so zu schlagen, ganz kaltblütig…« »Du mußt einfach an jemanden denken, der dir verhaßt ist. … In diesem Fall, wenn es soweit ist, wird Gott dich lenken.« »Gott wird mich vielleicht lenken, aber ich muß dann zuschlagen, und nicht Er.«
Mit dem Rädern des Kochs beginnt Justinien sein neues Leben als „rechte Hand Gottes“. Das Buch begleitet ihn eine ganze Weile, erzählt von seinen Ängsten und Skrupeln, von der Erfahrung, einerseits den Willen des Volks zu vollziehen und andererseits genau aus diesem Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.
Der zweite Teil des Buchs spielt dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Justinien Pibrac, der Scharfrichter von Bellerocaille, ist zum Begründer der ältesten und bemerkenswertesten Henkerdynastie geworden. Von Generation zu Generation wurde das Amt „weitervererbt“, wurden die Söhne frühzeitig in der Familientradition unterwiesen. Hippolyte Pibrac, oder „Der Siebte“, wie er genannt wird, wurde vor 30 Jahren unfreiwillig in den Ruhestand versetzt, da nur noch der Scharfrichter der Hauptstadt vollstrecken darf. Ein unerträglicher Zustand für Hippolyte, der inständig hofft, dass dieses Dekret bald wieder aufgehoben wird. Sein Sohn Léon hingegen hat nicht im Geringsten den Wunsch, „Der Achte“ zu werden. Als erster aus der Familie hat er sich mit einem Mädchen vermählt, das nicht aus einer anderen Scharfrichterfamilie kommt und versucht nun, sich in die städtische Gemeinschaft einzufügen.
Meine Güte, was hatte ich einen Spaß an diesem Buch! Gut, jetzt mag man mir unterstellen, dass ich einen Hang zum Makabren hätte, aber ich finde diese Geschichte ungemein spannend. Heute verurteilen wir natürlich – und zu Recht! – die Todesstrafe und blicken mit Abscheu auf grausame Hinrichtungsarten wie das Rädern, aber für jemanden, der im 17. Jahrhundert lebte, gehörten diese Dinge nun mal zum ganz normalen Alltag. Besonders interessant ist dabei, dass man diese Strafen befürwortete, ihrem Vollzug mit großem Vergnügen beiwohnte und gleichzeitig den Vollstrecker verachtete. Ein Verhalten, das sich übrigens auch zu Zeiten des „Siebten“ nicht geändert hatte.
Das Buch bietet einen guten Überblick, ist an manchen Stellen grausig, an anderen sehr unterhaltsam. Übrigens wird keineswegs nur Mitgefühl mit dem aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Scharfrichter geweckt, im Gegenteil wird auch deutlich, welche Privilegien und Vorteile zu diesem Stand gehörten. Zu meiner eigenen Überraschung stellte ich fest, dass mir Hippolyte ungeheuer sympathisch war, auch und gerade dann, wenn er sich so benahm, wie man es von ihm erwartete. Die 350 Seiten lasen sich viel zu schnell weg, ich hätte gerne noch länger am Leben dieser ungewöhnlichen Familie teilgenommen.
Fazit: Toller historischer Roman mit schwarzem Humor. Informativ und gleichzeitig sehr unterhaltsam!
Den Titel der Rezi habe ich mir übrigens aus dem Familienwappen der Pibracs ausgeliehen. Und als Schlusszitat habe ich noch einen kleinen Einblick in die Ausbildung eines angehenden Henkers…
»Es ist sehr wichtig, daß die beiden Holme genau senkrecht stehen, sonst gleitet das Fallbeil nicht richtig und schneidet schlecht. Dann mußt du den Kopf mit dem Messer abtrennen. Das ist eine schmutzige Arbeit und macht bei den Zuschauern keinen guten Eindruck.«
- Tabea Koenig
Hurentochter - Die Distel von Glasgow
(64)Aktuelle Rezension von: springtimeHurentochter von Tabea Koenig bietet einen eindrücklichen Einblick in das Leben im Schottland des 19. Jahrhunderts, in eine Gesellschaft geprägt von Standesunterschieden, Vertreibung von Bauern, Hierarchien, etc.
Ich habe sowohl bei Emilys Suche nach der Wahrheit, ihren Strapazen als auch bei der Liebesgeschichte stark mitgefiebert.
Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und Wendungen so zu platzieren, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Immer wieder gibt es Ereignisse, die die Handlung vorantreiben und emotional zuspitzen, ohne konstruiert zu wirken. Die Geschichte ist gekonnt in reale historische Begebenheiten eingebettet.
Für mich vereint dieser Roman alles, was ich an historischen Romanen liebe: starke Emotionen, Tragik, gesellschaftliche Konflikte und eine Liebesgeschichte, die nicht leicht und bequem ist, sondern unter schwierigen Vorzeichen steht. Ein Buch, das mich gepackt, bewegt und bis zum Schluss nicht losgelassen hat. - Arnold Zweig
Das Beil von Wandsbek
(4)Aktuelle Rezension von: MonsignoreAusgerechnet zum Hinrichtungstermin erkrankte der Hamburger Henker. Das mag daran gelegen haben, dass Göring die Hinrichtung mit dem germanischen Hackebeil befohlen hatte. Auf jeden Fall benötigte Hamburg dringend einen neuen Henker, davon hing sogar der erste Besuch des Führers in den Hansestadt ab. - Die Geschichte ist wahr, sie ereignete sich 1937. Um Anerkennung und Geld zu erhalten, übernahm ein Wandsbeker Schlachtermeister den Job. Doch trotz schwarzer Maske sickerte seine Identität durch. Die Folge: Seine Metzgerei wurde gemieden, er ging pleite. Wer kauft schon beim Henker? - Als Arnold Zweig von der Geschichte hörte, schrieb er an Siegmund Freud: "Es wäre ein wirklicher Roman - und er müßte den im Nazismus begrabenen Menschen darstellen, der so oft vergessen und übesehen wird. Der geschändete Deutsche ist ja nicht bloß im KZ-Lager, sonden auch in seinen Henkern." In diesem Buch schildert er genial gezeichnet Verführer und Verführte, Täter und Opfer, die Mechanismen der Barbarei. - Markus Heitz
Die Meisterin
(19)Aktuelle Rezension von: RaidenDie Story ist komplett unglaubwürdig vom Aufbau. Die Bösen sind wie Volksschüler und die Uralte Hauptfigur inkl. Famile sind einfach naiv um nicht zu sagen dumm.
Beste Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Markus-Heitz/Die-Meisterin-Der-Beginn-2328332615-w/rezension/2625960405/
- Maria Väth
Revengeful Tears
(25)Aktuelle Rezension von: globi4711Ich habe die Buchbeschreibung gelesen und mir gedacht, das könnte interessant sein. Jede Mutter hat sich sicher irgendwann schon einmal überlegt, was sie mit dem Mörder ihres Kindes anstellen würde. Und wenn dieser auch noch ungeschoren damit davonkommt.... Also ich hatte da schon ganz üble Gedanken ;-)
Was mich dann an der Geschichte wirklich überrascht hat, ist mit welcher Intensität sich diese Geschichte entwickelt. Bi ist nicht "nur" eine unschuldige und betroffene Mutter, die sich einem Verbrechen gegenüber sieht. Nein, sie hat selber keine weisse Weste und bewegt sich ihr ganzels Leben schon auf der "dunklen Seite" ;-) Irgendwie jedenfalls. Trotzdem war sie mir von Beginn weg sympathisch. So stur, gerissen, stark und mit unglaublich losem Mundwerk. Sie ist sich ihrer Vorgehensweise - ihrer Rache - so sicher und geht komplett in diesem Vorhaben auf.
Cash ist seinerseits ist eine unglaublich vielschichtige und undurchsichtige Person. Einerseits tötet er skrupellos, andererseits nur nach seinem moralischen Kompass und seinen Bedingungen. Ihn fand ich zu Beginn echt beängstigend! Hart, kompromisslos und mit einer totalen "Scheiss-auf-dich-Haltung". Bloss nicht an sich heranlassen und immer schön cool bleiben...
Vorhersehbar, dass beim "Aufeinanderprallen" von Bi und Cash explosive Stimmung aufkommt.. ;-)
Fazit: Ich fand das Buch super-genial und faszinierend anders! Düster, bedrohlich und absolut mitreissend! Ich konnte es kaum aus der Hand legen! Eine klare Leseempfehlung meinerseits!
Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich werde jetzt gleich einmal stöbern, was sie sonst noch so geschrieben hat! - Albrecht Sommerfeldt
Teufelstaler: Historischer Roman
(42)Aktuelle Rezension von: louvre74Ich hatte bereits ein Buch von dem Autoren Albrecht Sommerfeldt gelesen und inzwischen auch den Krimi " Teufelstaler ". Man merkt dem Autoren seine Verbundenheit mit dem schönen Hamburg an.
Das Buchcover ist wieder richtig schön, es passt super zum Buch. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Du kommst gut ins Lesen rein und passt vor allem ins alte Hamburg. Du kannst mit abtauchen und dir gut alles vorstellen. Die Charaktere sind lebendig und auch hier kannst du dich gut hineinversetzen. Man begleitet Rasmus, einen Medizinstudenten, welcher nach dem Tod seines Vaters nach Hamburg zurückkehrt. Da er nicht an einen Selbstmord glaubt, versucht er auf eigene Faust nachzuforschen.
Am Ende des Buches gibt es einen Anhang, wo man unter anderem erfahren kann, was ein bischen der Wahrheit entspricht. Zudem findest du eine Chiffrierung, was cool ist. Mein Sohn hatte das spasseshalber mal ausprobiert.
Von mir gibt es wieder eine Leseempfehlung. Ein richtig guter historischer Krimi.
- Silvia Stolzenburg
Die Salbenmacherin und die Hure
(43)Aktuelle Rezension von: Daniela_WeigelÜber Nürnberg liegt eine brütende Sommerhitze, die allen Menschen schwer zu schaffen macht. Alles stinkt, keiner kann mehr schlafen und immer mehr Menschen erkranken an einem rätselhaften Fieber. Als eine grauenhaft zugerichtete Leiche ohne Kopf, Hände und ausgeweidet gefunden wird, geht das Entsetzen um. Die angebliche Sichtung eines Werwolfes greift schnell um sich und löst Panik aus. Olivera und Götz sind bei der Leichenschau dabei, schnell wird klar, dass es sich um die Tat eines Menschen handelt. Doch der Medicus ist anderer Meinung und heizt die Panik um den Werwolf damit weiter an. Olivera und Götz beginnen im Verborgenen einige Nachforschungen und auch Jona und Caspar wollen den Werwolf zur Strecke bringen und stoßen auf Unglaubliches.
Als der vermeintliche Werwolf gefasst und verbrannt wird, geht das Morden weiter, und der Aufschrei ist groß. Ist der Dämon aus dessen Körper gefahren?
Olivera und Götz kommen einfach nicht zur Ruhe, immer wieder müssen sie Feinde fürchten. Doch kann man einfach wegsehen, wenn man überzeugt ist, dass unrecht geschieht? Olivera kann dies nicht und bringt sich damit immer wieder in Gefahr.
Die Geschichte beginnt spannend und wird aus der Sicht von Olivera, Jona und des Werwolfes erzählt. Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die kurzen Kapitel wird die Spannung konstant hochgehalten.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildlich, ich mag die Einblicke in die Kräuterheilkunst und die Gebräuche der damaligen Zeit sehr.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil der Reihe, denn ich mag Olivera, Götz und ganz besonders Jona.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung
- Petra Schier
Die Wächterin von Köln
(77)Aktuelle Rezension von: SG-KaiterMir hat das Buch ganz gut gefallen. Ich fand es gut, den Blickwinkel von Kaisern und Königen zu verlassen und sich auf "kleine" Leben in einer einzigen Stadt, nämlich Köln, zu konzentrieren. Das differenzierte Bild des Mittelalters ohne die typischen Klischees (Henker in schwarzer Kluft, schlammige Straßen und das tägliche Enleeren von Nachttöpfen vor die Füße des jeweiligen Protagonisten) gefiel mir sehr. Man merkt eindeutig die gute Recherche und die Begeisterung für die Epoche. Man merkt auch, dass die Autorin viel zu Köln recherchiert hat, denn es kommen individuelle Straßen, Stadtteile und so weiter mitsamt ihren Eigenheiten vor. Leider konnte man sich als Leser nicht so wirklich in Köln wiederfinden. Die Stadt, ihr Aufbau und ihr Aussehen sowie das Leben der Menschen darin kamen mir leider etwas zu kurz. Das Thema Bordell, Unterwelt und Kriminalität fand ich auch sehr gut. Es gibt wirklich nicht viele Geschichten mit so einem Setting und das fand ich hier sehr erfrischend.
Der Schreibstil gefiel mir auch gut. Insbesondere mochte ich das, was man in Filmen als "blocking" bezeichnet, nämlich das Geschen im Umfeld der Dialoge. Eine beispielhafte Szene gefiel mir da sehr gut: Elsbeth verhandelt in einem Wirtshaus mit ihren Informanten, dabei schiebt sie Geldmünzen vor und zurück, je nach dem, wie zufrieden sie mit ihren Antworten ist. Auch die Dialoge mit dem Gewaltrichter Vinzenz machten Spaß.
Die Spice-Szenen waren auch nicht schlecht und passten zum Bordellthema. Auch der mitunter schonungslose, schockierende Umgang mit Elsbeth während ihrer Tätigkeit ließ einen die harten Seiten miterleben. Schade fand ich beim Spice aber etwas die Gewichtung. So konzentrieren sich die Szenen auf die ersten 100 Seiten und werden danach schlagartig weniger, wo sich fast alles nur noch auf Andeutungen sowie das typische Vorher oder Danach beschränkt. Insbesondere fand ich vom Schwerpunkt her komisch, dass es keine wirkliche Spice-Szene mit Johannes gab, immerhin ihrem langjährigen und geliebten Partner. Hier wäre eine romantische Szene, auch als Kontrast zur harten Realität der Bordellarbeit, wünschenswert gewesen.
Alles in allem war das Buch ganz gut. Zum fünften Stern hätten mir vor allem noch 200/300 Seiten gefehlt, um das mittelalterliche Köln wirklich zum Leben zu erwecken und der Handlung und den Charakteren mehr Platz zum Entfalten zu geben.
- Michael Barth
Henker
(14)Aktuelle Rezension von: VirginyClara ist das erste Opfer des Henkers, mit dem es Kriminalhauptkommissar Bernd Zenker zu tun bekommt, kopfüber aufgehängt und mit einer Säge bearbeitet, wahrlich kein schöner Tod.
Mit ihrem Blut ist ein einziges Wort an die Wand geschrieben: Schuldig und genau das bringt dem brutalen Mörder schon bald seinen Spitznamen ein, denn unglücklicherweise ist es einem Reporter gelungen, ein Bild von der Leiche zu schießen, das am nächsten Morgen die Runde macht, allerdings nicht ganz so wie geplant, denn nicht Ulf Jacobs, der das Foto geschossen hat, veröffentlicht es bei seiner Zeitung, sondern Daniel Wolter, der Ulf von früher kennt und ihm in einem passenden Moment einfach den USB-Stick mit seiner Arbeit entwendet.
Jacobs, der nun ohne Titelstory dasteht, wird von seinem Chef entlassen, Wolter hingegen beschert seiner Zeitung eine Rekordauflage und berichtet auch weiterhin über den Fall, denn schon bald gibt es weitere Opfer, die alle mithilfe antiker Foltergeräte grausam ins Jenseits befördert werden.
Zenker, der nach einigen Ermittlungen auch die beiden Reporter auf dem Radar hat, wird von seinem Freund Armin, einem Autor unterstützt, der das nicht ganz uneigennützig macht, immerhin fallen so immer mal wieder ein paar Informationen ab, die er für seine Bücher nutzen kann.
Als Jacobs sich dann an Wolter rächt, gerät so einiges außer Kontrolle und es kommen unschöne Dinge zum Vorschein, die auch vor dem Ermittler nicht haltmachen…Ob nun Michael Barth oder Ethan Kink, man weiß, was man bekommt, es wird geklotzt und nicht gekleckert, ich sag nur Foltermethoden…
Teilweise tat das schon allein beim Lesen weh, autsch.
Das Cover mit dem Zeitungsartikel im Hintergrund finde ich sehr gelungen, auch wenn der Hammer doch eher unspektakulär ist.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet, selbst wenn ich es im Falle von Ulf Jacobsen etwas übertrieben fand, denn der arme Kerl hat ja wirklich alles mitbekommen, was einen zum Kotzbrocken macht, wobei auch der schmierige Daniel Wolter in der Beziehung einiges zu bieten hat, in Gegensatz zu ihm kommt Bernd Zenker schon fast unspektakulär daher.
An Schreibstil oder der Logik gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und so bekommt „Henker“ von Michael Barth von mir 4 von 5 Sternen. - Wolfgang Schild
Folter, Pranger, Scheiterhaufen
(4)Aktuelle Rezension von: tigerbea"Folter, Pranger, Scheiterhaufen" von Wolfgang Schild ist ein absolut lehrreiches Buch für alle, die sich für das Mittelalter interessieren. Wie der Titel schon sagt, behandelt es die Rechtsprechung im Mittelalter. In den einzelnen Kapiteln geht es um Gott, das lebenspraktische Recht, rechtliche Verfahren und letztlich werden die verschiedenen Missetäter und Strafarten erläutert. All dies wird auf sachliche, nicht unterhaltende Art erläutert, so daß man sich während des Lesens schon etwas konzentrieren muß. Doch es lohnt! Man lernt hier unendlich viel. Gerade die Rechtsprechung wird hier sehr genau beschrieben. Es muß sich aber niemand vor allzu viel Brutalität fürchten - diese Szenen werden nicht näher behandelt. Hier merkt man deutlich, wie intensiv sich Wolfgang Schild mit dem Thema beschäftigt hat. Seine Ausführungen sind glaubhaft, gut nachvollziehbar und schlüssig dargelegt. Aufgewertet wird das Buch durch wunderbare alte Zeichnungen, die wahre Schmuckstücke sind und das Buch genau dazu machen!
- Björn Springorum
Der Ruf des Henkers
(57)Aktuelle Rezension von: Oliver_StarkHistorisch und etwas Fantasie treffen hier zusammen... minimal Mystic dazu... und im Grunde auch Romantik... die Story ist wirklich schön gemacht... da man nicht weißt, auf was man sich hier einstellen muss... der Schreibstil ist einfach aber dafür sehr flüssig... nie kommt man aus der Story raus... auch die Protagonisten sind gut gewählt und passen perfekt zur Story... ich wurde sehr gut unterhalten... von anfang bis zum Ende eine tolle Geschichte und Atmosphäre... wer also was schönes neben dem Mainstream sucht, wird es hier definitiv finden...
- Kay Peter Jankrift
Henker, Huren, Handelsherren
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Autor versucht etwas was nur wenigen gelingt. Er versucht anhand alter Überlieferungen den Alltag in einer mittelalterlichen Stadt dem Leser nahe zu bringen. Seine Beschreibungen befassen sich, da der Autor eine sehr enge Beziehung zu der Stadt hat, mit Augsburg. Daher ist diese Stadt auch der Ausgangspunkt für die Grundlagen in seinem Buche. Der Autor belegt das mittelalterliche Stadtleben mit Geschichten und Pointen aus dem Leben vom normalen Bürger bis hin zu Ärzten und Richtern. Der Autor bleibt für meinen Geschmack allerdings zu oft an der Oberfläche. Dennoch ist das Buch ein sehr guter Einstieg um in das Leben in einer mittelalterlichen Stadt einzutauchen. Für Freunde und Fans des Mittelalter-Jargons und für all jenen die sich für das Leben, Handeln und treiben in einer mittelalterlichen Stadt interessieren ist dieses Buch genau der richtige Einstieg. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Geheimnisse. Suchtfaktor garantiert.























