Bücher mit dem Tag "henry viii"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "henry viii" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

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    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

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    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  2. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Hilary Mantel

    Wölfe

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  3. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (240)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  4. Cover des Buches Der Königsfluch (ISBN: 9783499270420)
    Philippa Gregory

    Der Königsfluch

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Klappentext
    Einst trug sie ihren Namen mit Stolz. Doch nun meidet Margaret Plantagenet aus dem Hause York jeden Hinweis auf ihre Herkunft – ihr Leben wäre sonst nicht sicher. Denn durch Verrat auf dem Schlachtfeld haben die Tudors die englische Krone an sich gerissen und fürchten alles, das an die rechtmäßige Thronfolge unter den Yorks erinnert.
    Im Haus ihres Gemahls wird Margaret zur Vertrauten der spanischen Prinzessin Katharina von Aragón. Als diese Tudor-König Henry VIII. heiratet, wird Margaret von ihr zur ersten Hofdame ernannt. Ungeduldig wartet Henry auf einen Erben. Aber ein Sohn nach dem anderen stirbt. Sind all seine Nachkommen verflucht? Henrys Großmütigkeit schlägt in Misstrauen um. Auch Margaret muss plötzlich seinen Zorn fürchten. Der geliebte Herrscher wird zum Tyrann, ganz England leidet unter seiner Willkür …

    Eine packende, man kann fast sagen Chronik. Liebe, Hass, Intrigen, Korruption, alles in einem. Ein wahres Lesevergnügen.
  5. Cover des Buches Die letzte Gemahlin des Königs (ISBN: 9783499272202)
    Philippa Gregory

    Die letzte Gemahlin des Königs

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Gartenkobold
    Klappentext: Heimlich unterhält die Witwe Kateryn Parr eine Affäre mit ihrer großen Liebe, dem Baron Thomas Seymour. Doch als König Henry VIII. um ihre Hand anhält, hat sie keine Wahl: Sie muss das Angebot annehmen und darf Thomas nie wiedersehen.
    Kateryn weiß genau, in welche Gefahr sie sich begibt – schließlich wird sie die sechste Gemahlin des launischen Königs. Von zwei ihrer Vorgängerinnen trennte er sich, zwei ließ er hinrichten. Mit der Zeit wähnt sie sich aber in Sicherheit: Im Herzen des Hofes gründet sie einen Studierzirkel und bestimmt als Regentin die Geschicke des Landes in Henrys Abwesenheit. Doch als Befürworterin religiöser Reformen zieht sie schließlich doch Henrys Zorn auf sich …

    Dieser historische Roman war der erste Roman, den ich von der Autorin Philippa Gregory gelesen habe, es handelt von der siebten und letzten Ehefrau von König Henry VIII, Kateryn Parr, einer eher unscheinbaren Persönlichkeit, die nicht die Bekanntheit und Berühmtheit einer Anne Boleyn hatte, oder einer Jane Seymour. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar, allerdings fehlt es dem Roman an Spannung. Kateryn befasst sich sehr viel mit Religion und ich empfand gerade diese Passagen als sehr langatmig, es ist sicherlich eine sehr gute Recherche, allerdings hätte es mir persönlich gereicht, die Passagen knapper zusammenzufassen, es ging dadurch recht viel Spannung verloren.
    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Schilderungen über das überaus komplizierte Leben am Hof des Königs, seine Stimmungsschwankungen, sein Machtspiel, alles und jeden gegeneinander auszuspielen um damit seine Macht zu demonstrieren. Selbst vor Kateryn schreckt er nicht zurück und demütigt sie auf herabwürdigende Art und Weise. Emotional beschrieben und einfühlsam ebenfalls die Annäherung an die Kinder des Königs, das Knüpfen zarter Bande zu einer Familie.
    Ein interessanter, gut geschriebener historischer Roman, wenn man die langatmigen und auch langweilig werdenden Passagen außer Acht lässt.
  6. Cover des Buches Die zwölfte Nacht (ISBN: 9783734101250)
    Charlotte Lyne

    Die zwölfte Nacht

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Henry VIII ist für vieles bekannt, v.a. aber auch für seinen Verschleiß an Ehefrauen. Charlotte Lyne hat sich Ehefrau Nummer Sechs vorgenommen und erzählt von Catherine Parrs Leben vor, mit und nach Henry. Immer an ihrer Seite stehen die Seymours, die ebenfalls die englische Geschichte prägten.

     Im damaligen England gab es den Brauch, die zwölfte Nacht nach Heiligabend groß zu feiern. Lyne nimmt immer wieder Bezug auf diese Nacht, lässt Catherine Aufregendes und Aufwühlendes erleben, erzählt ihre Geschichte in zwölf Kapiteln. Dieser Kniff hat mir sehr gut gefallen, denn der Geschichte wird so ein sehr schöner Rhythmus gegeben. An den Schreibstil musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, Lyne schreibt hier etwas altmodisch. Trotzdem habe ich mich bald eingefunden und bin Catherine gerne durch die Seiten gefolgt. So ganz nah kam man ihrem Charakter nicht, trotzdem fand ich sie sehr sympathisch und bin jetzt etwas schlauer, was die letzte von Henrys Frauen an begeht. Man merkt die gründliche Recherche, denn das gezeichnete Bild dieser Epoche ist sehr lebendig und authentisch gelungen. Von kleinen Längen mal abgesehen, hat mich Die zwölfte Nacht sehr gut unterhalten.

  7. Cover des Buches Kinder des Meeres (ISBN: 9783404173914)
    Charlotte Lyne

    Kinder des Meeres

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy

    Die Werftkinder Anthony, Fenella und Sylvester wachsen zusammen auf. Ihrer Freundschaft kann nichts beenden. Nicht mal die Besessenheit von Anthonys Liebe zu dem Schiff Mary Rose von Henry VIII.
    Es herrscht eine Zeit des Umbruchs (wie wir ja alles wissen) und in England wird sich vieles verändern. So auch für die drei Freunde. Werden sie am Ende der Geschichte noch so verbunden sein?

    Puh, schwere Kost.
    Es fängt zunächst mit der Sprache an, die auf „altertümlich“ gemacht ist. Das taugt mir, allerdings liest es sich für mich dadurch etwas langsamer.
    Zudem bin ich null Schiffsinteressiert…. Als also die ganzen Beschreibungen und Erklärungen von Takelagen usw. kamen, hab ich die quasi nur überflogen. Glücklicherweise waren sie nicht so zahlreich, wie ich zu Anfang befürchtet habe.
    Und diese unsagbar tiefe Freundschaft der drei, die erschließt sich mir echt nicht. Entweder ich bin gefühlskalt, oder es war einfach nur übertrieben…. Ich meine, wow! Die reden ständig von Liebe, dass sie füreinander sterben würden, Fenella ist mit Anthony zusammen, soll aber Sylvester heiraten gehen, weil er ein Engel sei und Anthony ein Teufel und kA was…. Das war für mich bei 600 Seiten einfach TOOOOOOOOOO MUCH!
    Ansonsten fand ich es geschichtlich echt interessant und gleichzeitig so traurig, was mit den vielen Frauen an der Seite von Henry VIII geschehen ist. Ich hab vor Kurzem die Serie „Reign“ beendet, da hat das Buch nun gut als Vorgeschichte gepasst 😉
    Alles in allem war es nett, grad wenn man geschichtsinteressiert ist. Wenn man sich für Schiffe interessiert, sicher noch besser xD Aber nochmal würde ich es wohl nicht lesen.

  8. Cover des Buches Das Erbe der Königin (ISBN: 9783732567027)
    Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

     (78)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Mittlerweile weiß jeder, dass die Frauen Heinrichs VIII. gefährlich leben. Wenn er einmal seinen Blick auf eine andere gerichtet hat, schwebt seine aktuelle Königin in Lebensgefahr.
    Die deutsche Anna von Kleve kommt als vierte Gemahlin des Königs nach England. Die schüchterne junge Frau verliebt sich in das Land, in das sie einheiratet und ist vom höfischen Leben fasziniert. Allerdings bemerkt sie recht schnell, dass fast alles nur Fassade ist, denn nach Katharina von Aragon und den Boleyn-Schwestern versucht neben Anna selbst, nun auch die junge und bildhübsche Hofdame Katherine Howard, sich bei Heinrich beliebt zu machen. Und so ist keine der jungen Frauen wirklich sicher, was ihre Zukunft bringen wird…

    Nachdem ich „The Spanish Princess“ gesehen habe und das dazugehörige Buch „Die ewige Prinzessin“ gelesen habe, wollte ich die Welt der Tudors noch nicht verlassen. Aus diesem Grund habe ich nach „Das Erbe der Königin“ gegriffen und es nicht bereut. Das Buch beleuchtet nicht nur die kurze Ehe zwischen Anna von Kleve und Heinrich VIII. sondern auch die Ehe mit Katherine Howard. Von beiden Ehefrauen wusste ich nicht sehr viel und war deshalb umso gespannter, wie Philippa Gregory die Geschichte dieser beiden Frauen geschrieben hat.

    Das Buch ist aus der Sicht von Anna von Kleve, Katherine Howard und Jane Boleyn (Lady Rochford) geschrieben. Man lernt die junge Anna noch in Kleve kennen, wie sie für das Portrait Modell stehen muss, welches Heinrich VIII. gezeigt werden soll. Über ihre Kindheit ist kaum etwas bekannt und doch schafft es Philippa Gregory mir näher zu bringen, wie sie hätte aufwachsen können. Der Vater starb an einer Krankheit und ihr Bruder war unglaublich herrschsüchtig und ihr gegenüber recht gleichgültig. Trotzdem hat sie sich zu einer sehr mutigen jungen Frau entwickelt, denn sie besteht am englischen Königshof. Allerdings geht bereits die erste Begegnung zwischen dem König und Anna gehörig schief und somit ist der Weg, den sie dann in Zukunft gehen würde, bereits vorgezeichnet. Eine Beziehung zum König aufzubauen ist Anna so gut wie unmöglich. Er behandelt sie schlecht, beleidigt sie und kümmert sich überhaupt nicht darum, dass es eine Krönung geben soll. Anna lernt jedoch eifrig die englische Sprache und bemüht sich eine gute Königin und Ehefrau zu sein. Doch gegen Heinrich VIII. hat sie kaum eine Chance.

    Vor allem dann nicht mehr, als Katherine Howard als ihre Hofdame den englischen Hof zu verzaubern beginnt. Das Mädchen ist gerade 14 Jahre alt als sie in die Löwengrube geworfen wird, um die Howards wieder zu mehr Macht zu verhelfen. Ihr Onkel, der einflussreiche Herzog Norfolk hat große und ehrgeizige Pläne mit Katherine, kaum dass der König ein Auge auf zu geworfen hat. Sie soll sein Herz gewinnen, ihn verliebt machen und damit Anna von Kleves Untergang herbeiführen. Gleichzeitig soll natürlich der Stern der Howards wieder aufgehen, der durch die Exekution von Anne Boleyn sehr stark ins Wanken kam. Katherine hat Spaß am königlichen Hof, sie liebt es zu flirten und von jungen Männern angeschaut und bewundert zu werden. Sie ist sich ihrer Schönheit durchaus bewusst und es gibt nur einen Menschen, dem sie wirklich gefallen will: sich selbst. Ihr wird erst spät klar, was für Folgen ihr Betragen haben kann und so steuert auch sie unweigerlich in eine Falle hinein, die ihr Leben bedrohen kann.

    Ganz anders erscheint es Jane Boleyn zu gehen. Sie ist, nach der Hinrichtung ihres Mannes George Boleyn und ihrer Schwägerin Anne Boleyn in Ungnade gefallen. Doch der Herzog von Norfolk holt sie als Hofdame zurück, um Anna von Kleve zu dienen und ihm Bericht zu erstatten. Norfolk möchte alle Fäden in der Hand halten und hat deshalb eine treue Dienerin genau dort platziert, wo sie ihm am meisten helfen kann. Jane, die unbedingt wieder eine Aufgabe von Bedeutung haben möchte, tritt die Stelle bereitwillig an und tut genau das, was der Herzog ihr aufträgt. Sie beobachtet, manipuliert zu seinen Gunsten und hilft dabei Anna zu stürzen und Katherine Heinrich VIII. zuzuführen. Ohne schlechtes Gewissen macht sie eine Aussage, die Anna von Kleve in ernste Schwierigkeiten bringen könnte und als sich die Schlinge um Annas Hals immer weiter zuzieht besinnt sich der König und beschließt lediglich eine Scheidung von der deutschen Königin. Er bezahlt ihr eine Abfindung, sie bekommt Häuser, Land und Dienerschaft und dennoch weiß Anna, dass sie niemals sicher sein wird. Jane jedoch fühlt sich sehr sicher in ihrer Rolle, denn schließlich beschützt der Herzog von Norfolk sie. Immerhin erfüllt sie all seine Aufgaben mit Bravour. Denn sie hat Katherine nun erfolgreich auf den Thron gebracht und tut nun ihr Bestes, um diesen Thron zu sichern, auch wenn dies nur mit sehr unkonventionellen Mitteln möglich zu sein scheint. Lady Rochford sieht zwischen all diesen Intrigen und Verstrickungen jedoch nicht, dass auch sie ins Kreuzfeuer geraten könnte, sollte sich das Blatt erneut wenden.

    Philippa Gregory weiß einfach wie man historische Romane schreibt. Obwohl mir die geschichtlichen Ereignisse bereits bekannt waren, habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert. Ich wusste, was mit Anna geschehen würde und mir war auch klar, welches Schicksal Katherine und Jane ereilen würde, dennoch konnte ich vor Spannung das Buch kaum zur Seite legen. Die drei Frauen, so unterschiedlich sie nur sein konnten, haben mich, auf ihre jeweilige Weise, fasziniert. Die eine, wollte nur ihrem Bruder entkommen und hat sich unverhofft in ein Land verliebt, das ihren Tod bedeuten könnte. Die andere liebt nur sich selbst, Geld und Liebeleien, ohne auch nur eine Sekunde über die Konsequenzen nachzudenken, schließlich ist sie erst 14 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben noch vor sich. Und schließlich die letzte der drei, die nur auf ihren Machterhalt und ihren Vorteil bedacht ist. Keine von ihnen bekommt das, was sie verdient haben und doch sind sie der Willkür des Königs ausgeliefert gewesen. Philippa Gregory hat diese tragische Geschichte großartig zu Papier gebracht. Man spürt, dass sie die geschichtlichen Ereignisse perfekt mit ihrer eigenen Fantasie und Vorstellung verwebt und aus diesen historischen Fakten einen genialen Roman macht.

    Fazit

    Für eingefleischte Tudor-Fans ist diese Geschichte absolut zu empfehlen! Ich liebe es, wie Philippa Gregory die historischen Fakten in einen Roman verpackt und glaubhaft darstellen kann, was geschehen ist und möglicherweise geschehen ist. Die Charaktere, die zu Wort kommen, wirken unglaublich authentisch und man fiebert jede Seite des Buches mit und das, obwohl den meisten wohl der Ausgang der Geschichte klar sein wird. Als Einstieg in die Welt der Tudors ist das Buch vielleicht nicht ganz geeignet, da es eben die 4. und 5. Ehe von König Heinrich VIII. beleuchtet aber nach der Lektüre von „Die ewige Prinzessin“ und „Die Schwester der Königin“ kann ich es aufjedenfall empfehlen!

  9. Cover des Buches Wolf Hall (ISBN: 9780805080681)
    Hilary Mantel

    Wolf Hall

     (24)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie um Thomas Cromwell, ein Staatsmann in der regierungszeit von Heinrich VIII. In diesem Teil spielt die Heirat von Heinrich mit Anne Boleyn eine große Rolle.

    Bewertung:
    Es ist mir bekannt, dass einige Leute das Buch für unlesbar halten und nicht verstehen, wieso es so gefeiert wird. Ich kann diese Kommentare schon nachvollziehen, was mich nicht daran gehindert hat, das Buch zu genießen.
    Der Schreibstil ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte meine Zeit zu begreifen, dass "he" fast immer als Bezeichnung von Cromwell selbst gedacht war. In Dialogen erschwert dieser Punkt das Verständnis, vor allem da sich sehr oft zwei oder mehrere Männer unterhalten und "he" hätte jeder von ihnen sein können. Nach dem ich mich daran gewöhnt habe, hat mir dieser Stil sogar ganz gut gefallen, da es wirklich ungewöhnlich ist. Wer schriebt sonst in dieser Perspektive?
    Der andere Problempunkt ist die wechselnde zeitlich Ebene, da es nicht wirklich linear abläuft. Die Sprünge können natürlich die Verstädnis erschweren, mir haben sie aber gefallen, weil man so die Gedankengänge des Hauptcharakters klasse nachvollziehen konnte. Manchmal habe ich mich zwar auch gefragt, wann war das denn?, dies hat für mich aber oft die Spannung erzeugt.
    Diese Gedankengänge sind eine wirkliche Bereicherung des Buches. Der Protagonist ist so vielschichtig und kommt gar nicht wirklich positiv rüber, wobei man ihn schon als Leser ziemlich nahe kommt. Er ist total menschlich dargestellt, seine moralischen Werte muss man nicht teilen, man kann sie aber sehr oft nachvollziehen.
    Was ich wirklich klasse fand, war die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird und diesmal meine ich es inhaltlich. Wer hat vor diesem Buch etwas über Thomas Cromwell gehört? Wahrscheinlich wirklich nur die Geschichtsfreaks. Ich kenne mich in der Geschichte gut aus, aber über diese Person hatte ich vorher nur minimale Informationen. Jetzt ist mir seine Bedeutung klar und ich würde ihm schon zu den wichtigsten Personen der Zeit zählen.
    Hier wurde für mich Geschichte wirklich lebendig.
  10. Cover des Buches Heinrich VIII. - Mein Leben (ISBN: 9783442097463)
    Margaret George

    Heinrich VIII. - Mein Leben

     (64)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Er hatte sechs Frauen und ließ zwei von ihnen köpfen; er brach mit dem Papst, der ihm die Scheidung von Katharina von Aragon verweigerte, und er gründete die englische Staatskirche, zu deren Oberhaupt er sich erklärte; er ließ seinen Freund Thomas Moore, den Lordkanzler und Humanisten, hinrichten und wünschte sich verzweifelt einen Thronerben: Heinrich VIII., Englands faszinierendster König und Vater von Elisabeth I. 

    Dieser Roman ist der zweite aus der Feder von Margaret George, den ich bisher gelesen habe. Wie auch das erste Buch, hat mich die Lebensgeschichte von Heinrich VIII in Bann gezogen.

    Die Autorin versteht es, dem Leser historische Persönlichkeiten näher zu bringen, indem sie eine wunderbare Mischung aus eigenen Ideen und historischen Fakten verwendet, die ihre Handelnden schnell realistisch und liebenswert erscheinen lassen. Sogar der englische König Heinrich, welcher hauptsächlich bekannt für seine sechs Ehen, die fast alle tragisch endeten, und seinen Jähzorn, der heutzutage diversen Krankheiten zugeschrieben wird, erscheint in diesem Buch sympathisch und freundlich. 

    Der gesamte Roman ist in Form eines Tagebuchs geschrieben, welches der König selbst verfasst hat. Unterbrochen wird die Geschichte von Anmerkungen und teilweise spitzen Kommentaren seines einstigen Hofnarren Will. 
    Dass zwischen den nachweisbaren geschichtlichen Tatsachen viele eigene Gedanken der Autorin verstrickt sind, fällt beim Lesen überhaupt nicht auf, wie ich finde. Es scheint fast so, als lese man wirklich das geheime Tagebuch eines Regenten. Dies gibt dem Buch eine besondere Note.
    Jetzt, nachdem ich den Roman ausgelesen habe, bleibt fast das Gefühl, als hätte man den König tatsächlich durch sein Leben begleitet.

    Mit einer tollen Wortgewandtheit und wunderbarem Ausdruck, hat die Autorin hier das Portrait eines interessanten Mannes gezeichnet, der die Geschichte seines Landes, eines Königreichs geprägt hat. 

    Mir hat dieser historische Roman ausgesprochen gut gefallen, daher vergebe ich fünf Sterne. 

  11. Cover des Buches Die Tudors. Heinrich VIII. und seine Frauen (ISBN: 9783442370580)
    Anne Gracie

    Die Tudors. Heinrich VIII. und seine Frauen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Snow
    Eigentlich habe ich dieses Buch gekauft, weil ich auf ergänzende Literatur zur gleichnamigen Serie gehofft habe. Tatsächlich kam ich mir jedoch vor, als hätte ich das Drehbuch zur Serie in der Hand, denn im Prinzip liest sich dieses Buch, als hätte jemand die TV-Serie protokolliert. Es ist buchstäblich "Der Roman zur großen TV-Serie", und völlig überflüssig, wenn man die Serie gesehen hat. Es gibt keine weiteren Informationen, Beschreibungen, kein gar nichts. Nach maximal zwei Seiten findet wie bei der Fernsehserie ein harter Schnitt statt und der Schauplatz wechselt. Szenen werden mit knappen Sätzen eingeleitet, ehe es in die aus der Serie bekannten Dialoge übergeht. (Ich habe es nicht überprüft und es ist auch schon etwas länger her, dass ich die Serie gesehen habe, aber teilweise kamen mir die Dialoge doch sehr bekannt vor.) Wer historische Romane von z.B. Rebecca Gablé gewöhnt ist, sollte von diesem Buch tunlichst die Finger lassen. Wem das ganze historische Drumherum oder halbwegs plastische Figuren hingegen egal sind und sich lieber mit einem günstigeren Buch als mit der TV-Serie auf DVD begnügen möchte, ist hier goldrichtig.
  12. Cover des Buches DARK FIRE (ISBN: 9780330450782)
    C. J. Sansom

    DARK FIRE

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte1248
    Nicht ganz so gut wie der Vorgänger "Dissolution", aber immer noch besser als der Durchschnitts-Roman. Spannend und atmosphärisch dicht freut man sich von der ersten Seite an auf ein Wiedersehen mit den Charakteren aus dem ersten Teil und ein Kennelernen neuer Charaktere, die allesamt wunderbar gezeichnet werden. Der Plot ist gut, wenn auch ein bisschen zu vielschichtig und an einigen Stellen verwirrend, wenn mehrere Handlungsstränge zusammenkommen. Hier kann man gelegentlich schnell den Überblick verlieren, aufgrund des guten Schreibstils fällt das jedoch nicht weiter schlimm auf.
  13. Cover des Buches Pforte der Verdammnis (ISBN: 9783104037066)
    C.J. Sansom

    Pforte der Verdammnis

     (93)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider habe ich den Teil 1 der Reihe um den buckligen Anwalt Matthew Shardlake erst nach den Teilen 3 und 4 gelesen. 

    Dieser erste Roman spielt vor der Kulisse der englischen Reformation durch Thomas More, Thomas Cromwell und Heinrich VIII. in einem fiktiven Kloster an der englischen Südküste. Matthew Shardlake soll als königlicher Kommissar den Mord an seinem Vorgänger aufklären und eine Auflösung des Klosters erreichen.

    Ähnlich wie in Umberto Ecos grandiosen Roman "Der Name der Rose" gerät Shardlake in einen Sumpf verschiedener Interessen und Intrigen und der Mord an Kommissar Singleton wird nicht der einzige aufzuklärende Mord bleiben.

    Nebenbei zeichnet Sansom einen differenzierten Blick auf die englische Reformation, ihre Ziele und die Gewinner der Bewegung. Shardlake, anfangs ein erklärter Anhänger Cromwells und der Reformation, verschiebt seinen Blickwinkel immer mehr und lässt den Helden zweifelnd zurück.

    Das Finale ist meiner Meinung nach gelungen. Die Auflösung der Mordfälle birgt die ein oder anderer Überraschung. Gefallen hat mir, der bittersüße Blick zurück, nachdem Cromwells Schergen das Kloster Scarnsea übernommen haben.

    Fazit:
    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Den Vergleich mit Eco's "Der Name der Rose" muss das Werk verlieren. Aber es ist eine absolut gelungene Unterhaltung.

    Warum 4 und nicht 5 Sterne?
    4,5 hätten es für mich perfekt getroffen. 0,5 Abzug weil der Spannungsborgen zeitweise abbricht.



  14. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783785780442)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Dieser Waringham-Roman ist das erste ungekürzte Hörbuch der Reihe. Einerseits gut, denn wer will schon was Gekürztes hören. Außerdem liest hier ausschließlich Detlef Bierstedt und zwar wirklich famos. Andererseits merkt man die über 30 Stunden dem Hörbuch sehr an.

    Denn die Geschichte zieht sich im Grunde die meiste Zeit zäh wie Kaugummi dahin. Diesmal sind keine Kriege (innerhalb oder außerhalb Englands) das Thema, sondern die Reformation der Kirche in England. Und irgendwie konnte ich mich mit dem Thema nicht anfreunden. Es ist einfach ein starker Bruch im Gegensatz zu den vorigen Bänden, in denen es immer zu größeren Schlachten und Gefechten kam. Hier spielt das alles keine Rolle. Es geht vielmehr darum, ob jemand ein Ketzer oder Papist ist. Und welche Seite nun der wahre Glauben ist. Das ist zwar gut von beiden Seiten beleuchtet, aber für mich keine interessante Geschichte, auch wenn es eben so passiert ist.

    Zusätzlich dazu wird noch das ständige Hin und Her bezüglich Henry Tudors Ehefrauen thematisiert. Und es ist wirklich widerlich, wie viele Leute wegen so etwas ihr Leben verlieren mussten. Auch hier gilt wieder: Zwar so passiert, hat mir aber in seiner Erzählweise trotzdem nicht zugesagt.

    Unser Protagonist ist dieses Mal Nick of Waringham - der erste Waringham, den ich mit jeder gehörten Stunde unsympathischer fand. Im Grunde ist er von seiner Einstellung her nicht sehr anders als seine Vorgänger. Gleichzeitig hat er aber ein solches Arschlochverhalten, dass es mir speiübel wird. Er liebt seine Frau und dann doch nicht und es wäre ihr lieber, wenn er sie nie geheiratet hätte. Er ist stur, dickköpfig und einfach unsymphatisch, ein betrügerisches und lüsternes Schwein. Als Jungspund war er mir noch sympathisch, vor allem, als er von dem Bruder seiner Stiefmutter vermöbelt wird, fühlte ich sehr mit ihm. Irgendwie hängt man einfach an dieser Familie nach 3 Büchern. Aber je älter er wurde, desto unverständlicher wurden mir manche seiner Aktionen. Gerade wie abweisend er seinen Kindern ist, war mir unverständlich.

    Deshalb gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne. Vor allem, da das Hörbuch noch extremer wird, was die unfassbar störende Musik betrifft. Immer wieder wird die Geschichte unterbrochen von verschiedenen Variationen eines Musikstücks. Die hören sich zwar allesamt nicht schlecht an, aber warum muss ich geschlagenen fünf Minuten Musik lauschen, wenn es danach NAHTLOS mit der Geschichte weiter geht? Zwischen Kapiteln hätte ich das vielleicht verstanden (die Länge nicht, aber generell schon).

  15. Cover des Buches Ich, Heinrich VIII. (ISBN: 9783732598236)
    Margaret George

    Ich, Heinrich VIII.

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wer war dieser König, der fünf Ehefrauen sein Eigen nannte und davon zwei aufs Schafott schickte? War er ein blutrünstiges Monster oder was trieb ihn an, sich auf diese grausige Weise von lästig gewordenen Frauen zu befreien?
    Ich habe dieses Buch keinen Moment als langweilig empfunden und es hat mir einen ganz neuen Blickwinkel auf die Person Heinrich des VIII. ermöglicht. Margaret George hat es geschafft mit diesem fiktiven Tagebuch, den König und seine Zeit für die Lesedauer von über 1200 Seiten wieder lebendig werden zu lassen.
  16. Cover des Buches Die Liebesbotin der Königin (ISBN: 9783733781149)
    Bettina Pecha

    Die Liebesbotin der Königin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Norfolk, 1533. Die junge Elizabeth soll auf dem Landsitz der reichen Lady Agnes alles lernen, was für eine gute Partie nötig ist und wird einige Jahre später gegen ihren Willen mit dem verschlossenen Lord Philip Hamilton verheiratet. Allmählich spürt sie jedoch, dass sich hinter seinem kalten Wesen eine leidenschaftliche Persönlichkeit verbirgt, die sie ihm ganz nahe bringt. Da beruft Königin Catherine sie höchstpersönlich an den Hof. Als Hofdame soll Elizabeth deren geheime Liebschaften hinter dem Rücken Heinrichs VIII. arrangieren. Eine skandalöse Position, die Elizabeth in höchste Gefahr bringt!


    Meine Meinung:

    Ein sehr guter recherchierter historischer Roman von Bettina Pecha. Dieses Buch spielt in der Zeit von Heinrich VIII. ab. Es wurden sehr viele geschichtliche Begebenheiten in diesem Roman mit eingebaut.

    Hauptsächlich handelt es sich um Elisabeth, die eine der Hauptpersonen in diesem Roman ist. Sie wird mit in einer Intrige hineingezogen, obwohl sie dazu gezwungen wurde von ihrer besten Freundin. Ob Philip ihr Ehemann sie retten kann?

    Ein wunderschönes Buch, was sich leicht und flüssig lesen läßt. Man kann so richtig mit fühlen und sich in die einzelnen Personen mit hinein versetzten. Obwohl die Frauen zu dieser Zeit nichts zu sagen hatten, kann man Elisabeth starke Persönlichkeit fühlen. Aber sie wird niemals aufsässig und nimmt ihr Schicksal demütig an.

    Eine wunderschöne kurze Geschichte, die nicht langweilig wurde und spannend bis zu letzten Seite war.

    Sehr zu empfehlen!!!


    Danke das ich das Buch lesen durfte!

  17. Cover des Buches Das Vermächtnis der Anne Boleyn (ISBN: 9783404143849)
    Robin Maxwell

    Das Vermächtnis der Anne Boleyn

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Anne Boleyn gehört zu jenen Menschen, deren Leben tatsächlich wie ein Roman erscheint. Wenn man den König von England dazu bringt, bis dahin Unvorstellbares zu tun, in wenigen Jahren zu schwindelnden Höhen aufsteigt und dann unendlich tief fällt, dann hat man einiges zu erzählen. Insofern kann man sich von einem Roman, in dem Elizabeth I, eine ebenfalls schillernde historische Figur, das - fiktive - Tagebuch ihrer Mutter Anne erhält, viel versprechen.

    Leider wird dieser eigentlich so dankbare Stoff von der Autorin verschenkt. Von Anfang an ist das Buch zäh, ertrinkt in unzähligen irrelevanten Details und inhaltlosen Dialogen. Nun kann es in historischen Romanen durchaus manchmal eine Weile dauern, bis Charaktere und historische Hintergründe vorgestellt sind, aber auch auf Seite 100 ist noch nichts Nennenswertes geschehen und letztlich hält sich die Zähigkeit das ganze Buch hindurch.

    Die Rahmenhandlung widmet sich Elizabeth I zu Anfang ihrer Herrschaft. Immer wieder liest sie im Tagebuch ihrer Mutter Anne Boleyn, was den Leser in die eigentliche Handlung führt. Zudem erinnert Elizabeth sich häufig an Ereignisse aus ihrer Jugend. So erfahren wir diese eigentlich spannende Phase der Tudorzeit durch drei Zeitebenen, was an sich eine gute Idee ist. Ebenfalls positiv anmerken kann man, daß die Autorin über ausführliches historisches Wissen verfügt. Dies möchte sie allerdings auch bis ins Letzte im Buch unterbringen und so lesen wir über viele Seiten hinweg unendlich viele Details. Diese sind nicht in die Geschichte eingeflochten, sondern unterbrechen diese (und sind meistens nicht für die Geschichte relevant). Über drei Seiten hinweg erfahren wir so in einer Szene, woraus Elizabeths Gesichtspuder besteht, wie die italienische Mode der Zeit aussieht, welche Kleidungsstücke sie trägt, aus welchen Möbeln diese hervorgeholt werden, usw. usf. Es passiert aber auf diesen Seiten nichts. Das ist symptomatisch für das ganze Buch. Auch Anne Boleyns Tagebucheinträge lesen sich manchmal eher wie eine Abhandlung des Alltags zur Tudorzeit. Häufig berichtet sie uns Dinge, die den Leuten jener Zeit so selbstverständlich waren, daß sie nicht extra erwähnt oder erklärt werden würden - eine ungeschickte Form der Faktenvermittlung. Jeder Blick, jeder Gesichtsausdruck, jede Bewegung wird genau beschrieben. Auf über 400 Seiten passiert letztlich erstaunlich wenig, was angesichts der Fülle des historischen Materials schon fast unbegreiflich ist. Der Schreibstil ist zudem farblos und macht somit ebenfalls keine Freude.

    Eine verschenkte Gelegenheit.
  18. Cover des Buches DISSOLUTION (ISBN: 9780330450799)
    C. J. Sansom

    DISSOLUTION

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    England 1537: Seit drei Jahren erst gilt der König als Oberhaupt der neuen Englischen Kirche und seither ist die Gesellschaft im Umbruch. Unter Thomas Cromwell, dem gefürchteten Generalvikar von Heinrich VIII, werden die englischen Klöster aufgelöst und die Menschen einer strengen Glaubensumkehr unterzogen. Der Papst darf fortan nicht mehr positiv erwähnt werden, das Gedankengut der Reformation muss übernommen werden. In dieser Umbruchszeit wird der königliche Gesandte Robin Singleton in der Abtei von Scarnsea ermordet. Seine Aufgabe war es, die Abtei zur freiwilligen Schließung zu bewegen und gegebenenfalls mit Druck nachzuhelfen, sollte er Hinweise auf illegale Machenschaften oder ungebührliches Verhalten stoßen.

    Cromwell schickt seinen Weggefährten Matthew Shardlake, einen guten Anwalt, nach Scarnsea, um den Mord aufzuklären. Shardlake trifft auf einen eng eingrenzbaren Kreis von Verdächtigen: Dem Gesandten wurde der Kopf abgehackt und alleine aus körperlicher Sicht kommen nur wenige Benediktinermönche dafür in Frage. Zudem hatten nur wenige Mönche aus dem Führungskreis des Klosters Zugang zum Tatort, der nachts grundsätzlich abgeschlossen ist. Einfacher wird es dadurch nur leider nicht. Shardlake muss versuchen, die letzten Recherchen Singletons nachzuvollziehen, um das Motiv zu finden. Was hatte Singleton in den Unterlagen entdeckt, das einen Mönch zum Mörder machte?

    Shardwell ist überzeugt von den Reformen und sehr idealistisch. Die Mönche haben es ziemlich gut und auch im Winter brennt in jedem Zimmer ein Feuer. Die Kirche ist reich geschmückt, doch für die armen Dorfbewohner von Scarnsea haben die Benediktiner im Gegensatz zu den ursprünglichen Ansätzen des Ordens wenig Gaben übrig. Die Abtei besitzt viel Land und macht in jedem Jahr ordentliche Umsätze für ihre Kasse. Genau das ist der Pomp, gegen den ein Reformator wie Shardlake vorgeht. Verschiedene Ränge und Stände innerhalb der Bevölkerung sind akzeptiert, aber eine Welt außerhalb, die eigenen Regeln folgt, geht mit der Englischen Kirche nun nicht mehr. Der Abt weiß allerdings genau, dass Shardlake nicht beliebig viel Druck aufbauen kann. Erst kürzlich war es im Norden des Landes zu Revolten gekommen und nun wäre es besser, die Abteien unterschrieben den Auflösungsvertrag freiwillig. Doch da kommen Beweggründe ins Spiel, an denen die versprochenen Pensionen für ehemalige Mönche nichts ändern können. Viele Mönche kennen gar kein anderes Leben oder haben sich zum Beispiel nach Kriegserfahrungen aus der Welt hinter die Mauern der Abtei zurück gezogen. Unabhängig von der Religion wäre ein Umzug für sie eine schwere Entwurzelung.

    Shardlake spürt auch, wie schwierig die konsequente Umsetzung der Cromwell’schen Vorgaben ist: In Scarnsea ist ein Karthäuser untergekommen, der dem König die Folgschaft verweigert hat und dennoch am Leben geblieben ist. Auf Grund seiner Verwandtschaft mit königlichen Familienmitgliedern käme sein Tod taktisch ungelegen. Von ihm wird Shardlake zwar rüde beschimpft, aber Shardlake merkt auch, dass dieser Mönch irgendetwas weiß, was ihm weiterhelfen könnte. Nicht zuletzt wird Shardlake irgendwann klar, mit welchen politischen Taktiken der König und Cromwell arbeiten. Am Ende steht Shardlake mit ungewisser Zukunft da: Die Aufklärung des Mordfalles hat so lange gedauert, dass der energische Cromwell ihn spürbar tiefer in seiner Gunst platziert hat und Shardlake wiederum ist sich über den religiösen Gefährten im Unklaren und weiß nicht, ob er weiter für ihn arbeiten möchte.

    Sansom nimmt uns mit auf eine Zeitreise in eine unsichere Epoche: „.. it's the moment at which the medieval certainties that had endured for centuries were turned upside down. It was a time of extraordinary ferment: in the space of a few years, the state took on a completely different meaning,“ erzählte er in einem Interview mit dem Guardian. Wie zerrissen die Menschen sind und welche Hoffnungen und Ängste damit einher schwingen, transportiert Sansom trefflich in diesem Buch und den gewählten Charakteren. Ohne eine dröge historische Abhandlung zu liefern, gelingt Sansom ein lebendiges historisches Bild als Hintergrund für den Kriminalfall. Auch der entpuppt sich als Kind seiner Zeit und bringt Shardlake zum Zweifeln. Dieser Serienstart gehört zu denen, von denen man sich mehr erhoffen kann (aus einer geplanten BBC-Verfilmung scheint allerdings bis heute -Stand 2014- nichts geworden zu sein).

  19. Cover des Buches Katherine Howard (ISBN: 0749951206)
    Joanna Denny

    Katherine Howard

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Carosternchen
    Katherine Howard ist die 5. Frau von Henry VIII. Anders als seine anderen Frauen ist sie weder Prinzessin noch besonders gebildet. Auch wenn sie aus dem Hochadel kommt, ist ihr Vater, ein jüngerer Sohn, nicht einmal besonders reich. Katherine wird mit 7 Jahren in die Obhut einer älteren Verwandten gegeben und wächst in einer großen Gruppe aus anderen jüngeren Frauen im Haushalt von Agnes auf. Als sie vermutlich erst 11 Jahre alt ist, versucht ihr über 20jähriger Musiklehrer, die Kleine zu verführen. Zum Sex kommt es nicht, aber er kennt einen Leberfleck an einer sehr geheimen Stelle. Mit dem 2. Mann in ihrem Leben, 2 Jahre später, kommt es zu sexuellen Kontakten. Sie nannten sich gegenseitig Mann und Frau. Auch Dereham ist mindestens 10 Jahre älter. Das Geburtsdatum von Katherine ist nicht bekannt, aber die Autorin geht vom spätmöglichsten Datum aus, so dass Katherine erst 15 ist, als sie den König heiratet. Damit wären die sexuellen Handlungen ihrer Jugend eher als Vergewaltigung eines Kindes anzusehen. Andere Autoren nehmen frühere Geburtsdaten, doch eine 20jährige am königlichen Hof würde nicht als extrem jung bekannt werden, daher ist dies unwahrscheinlich. Das Buch war interessant, aber ich bin mir nicht sicher, ob es eine Biographie oder ein Roman sein soll. Für eine Biographie waren zu viele populäre Fehlmeinungen genannt, eventuelle uneheliche Kinder werden als gegeben genannt, als Beispiel wird die Feindschaft zwischen Anne Boleyn und Jane Rocheford als gegeben abgetan, und die Kinder von Mary Boleyn sind Henrys uneheliche Kinder (was vermutlich eher nicht der Fall war, wenn man anderen Quellen glaubt. Aber für einen Roman ist es dann wieder zu sehr als Sachbuch geschrieben, seitenlang werden Kriege geschildert, die mit der Hauptperson nix zu tun haben. Da es aber nicht so viele andere Bücher über Katherine gibt, kann man dieses hier dennoch ganz gut lesen :-)
  20. Cover des Buches Rivals in the Tudor Court (ISBN: 9780758242006)
    D. L. Bogdan

    Rivals in the Tudor Court

     (1)
    Aktuelle Rezension von: lalibertad
    "Gratia dei, sum quod sum! - Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin." Der äußere Rahmen der Geschichte hält sich relativ genau an die geschichtlichen Ereignisse zur Zeit Heinrich VIII, wie es auch schon in seinem Vorgänger der Fall war. Im Privatleben der Figuren tauchen jedoch immer wieder Kleinigkeiten auf, die im vorigen Buch nicht genannt wurden, weil Mary diese Dinge nicht wissen konnte. Alles in Allem war der grobe Verlauf der Geschichte aber schon bekannt und manchmal hat es sich etwas gezogen sodass ich das Buch irgendwann einfach wieder weg gelegt habe. Die Charaktere haben mir aber wieder sehr gut gefallen. Nach "Secrets of the Tudor Court" brannte ich ja darauf, Norfolk besser kennenzulernen. Auf den ersten Blick wirkte er kalt und unbarmherzig, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Zwischen den Zeilen war aber schon zu erkennen, dass er Schicksalsschläge erlitten hat und immer noch damit kämpft. Das bestätigt sich nun in "Rivals in the Tudor Court". Der Verlust seiner ersten Familie lässt ihn verbittern und er traut sich nicht mehr, Menschen an sich heran zu lassen, außer Bess Holland, seine Mätresse. Er pflegt kein liebevolles Vehältnis zu seineen Kindern, nur seiner Tochter Mary bringt er sowas wie Liebe entgegen und zwischen ihm und seiner Frau entsteht eine Hass-Liebe, die in Gewalt ausartet und beide unglücklich macht. "For all that he was, for all that he is, for all that he can ever be, he is mine. I'm glad he is mine. 'Do you know why you were hardest to love?' he askes me then. I shake my head. 'Because you were me,' he whispers. 'That's strange,' I tell him, touching his face in turn. 'Because that was the very reason I loves you.'" [Elizabeth Howard, 'Rivals in the Tudor Court', p.333] Lediglich dem Thron ist er stets treu, um seine Macht zu erhalten. Dabei geht er wortwörtlich über Leichen, verurteilt sogar seine beiden Nichten, Königin Anne Boleyn und Königin Catherine Howard, zum Tode. Zwar verspürt er über all dies Schmerz und später, im Tower of London, bereut er sogar, aber er bleibt seinem Motto treu: Press on, mach weiter. Als Elizabeth den 40-jährigen Duke of Norfolk heiratet, ist sie grade 15. Trotz ihres Alters ist sie nicht auf den Mund gefallen und gibt ihrem Mann Ratschläge und Wiederworte, die er aber nicht hören möchte. Deshalb streiten sie oft und die Situation eskaliert immer wieder. Sie ist stur, hält an ihren Prinzipien fest und entscheidet sich so, den steinigen Weg zu gehen. Bess ist ebenfalls 15, als Norfolk sie zu seiner Geliebten macht. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen, kann nicht lesen und schreiben und lässt sich von den süßen Worten Norfolks einlullen. Nachdem die Euphorie über die Geschenke und die Zuneigung des Herzogs verflogen ist merkt sie, dass sie mit ihm nicht glücklich werden kann. Aber weg kann sie nicht, denn als Geliebte des Herzogs wird sie geringgeachtet. Wie alle anderen Charaktere auch macht sie eine Wandlung durch. Im Gegensatz zu Elizabeth fügt sie sich ihrem Schicksal aber und wartet auf eine günstige Gelegenheit, denn sie hat aus den Fehlern ihrer Konkurrentin gelernt. Die Charaktere sind alle ganz wunderbar gestaltet. Ihre Wandlung wird glaubwürdig und nachvollziebar dargestellt. Durch die drei Ich-Erzähler, Elizabeth, Bess und Norfolk, ist man ihnen als Leser ganz nahe. Auch die Sprache hat mir wieder sehr gut gefallen, Bogdan schafft es mit ihren Worten, mich in eine andere Welt zu ziehen. Insgesamt fand ich den Roman aber eher mittelmäßig. Er glänzt durch eine wundervolle Sprache und großartige Charaktere, die Handlung war aber größtenteils bekannt und insbesondere die politischen Aktivitäten Norfolks zogen sich oft und wirkten gefühllos und runtergeleiert. Bess' und Elizabeths Sichtweisen waren zwar ganz nett, nicht sehr spannend. Insgesamt hätte man Norfolks Geschichte auch gut mit in "Secrets of the Tudor Court" einbauen können. Zwar habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und es war auch schon, noch ein bisschen länger am Hofe Heinrichs zu sein, aber es hat mich nicht umgehauen. Deshalb gibt es 3 1/2 Sterne. (Den halben aber auch nur, weil die Figuren so toll dargestellt sind...) "Of course I have survived, I think to myself. I am Thomas Howard." [Rivals in the Tudor Court, p.327]
  21. Cover des Buches The Constant Princess (ISBN: 9780743272490)
    Philippa Gregory

    The Constant Princess

     (9)
    Aktuelle Rezension von: anushka
    Philippa Gregory erzählt in ihrem Roman "The Constant Princess" die Geschichte von Catalina, Infanta von Spanien, spätere Queen Katherine von England und die erste Frau von Henry VIII, die dieser später für Anne Boleyn verlässt. Doch nicht die Geschichte um Anne Boleyn und die Reformation der Kirche in England sind Gegenstand dieses historischen Romans, sondern Catalinas Jugend in Spanien als Tochter der kriegerischen Isabella und Ferdinand von Spanien, die dort die Inquisition einführen. Catalina hat ein großes ideelles Erbe mitgebracht und wurde dazu erzogen, Königin von England zu sein. Dies - so glaubt sie, ist ihr Schicksal und Gottes Wille. Doch dann stirbt Prinz Arthur und Catalina wird mit 16 Jahren Witwe und aufgrund von Streitigkeiten zwischen England und Spanien mittellos. Nun ist sie von ihrem Traum, Königin von England weiter entfernt denn je. Jahre verbringt sie in Ungewissheit, weigert sich jedoch, nach Spanien zurückzukehren. Und ihre Hartnäckigkeit soll sich auszahlen. Gregorys Interesse wurde bei den Recherchen zu "The Other Boleyn Girl" (dt. "Die Schwester der Königin") entfacht und sie wollte diese starke Frau darstellen, die Henry VIII vor ein Kirchengericht zerrt und wegen der - bzw. um sie los zu werden und frei für Anne Boleyn zu sein - er mit Rom und der katholischen Kirche bricht. Katherine wird als sehr starke Frau mit sehr viel Ehrgeiz, Hartnäckigkeit und Lebenserfahrung dargestellt, die sich darüber bewusst ist, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis sich eine Andere ihres Thrones bemächtigen wird. Und vor allem von Henry zeichnet Gregory ein Bild, mit dem es nachvollziehbar wird, wie es passieren konnte, dass dieser Mann sechs Ehefrauen hatte und zwei davon sogar hinrichten ließ als er ihrer überdrüssig wurde. Der Leser lernt ihn in diesem Buch als zehnjährigen, verzogenen, verwöhnten und nicht zum Königsein erzogenen Zweitgeborenen kennen, der eitel ist, Geschenke liebt und Beratern blind vertraut. Er lässt sich leicht manipulieren und das weiß auch schon Katherine zu nutzen. Ich fand diesen Roman sehr aufschlussreich, obgleich nicht ganz deutlich wird, wie viel der Geschichte auf konkreten historischen Fakten beruht. Auch kannte ich Katherine bislang als sehr gläubige, sehr katholische Frau und war doch etwas überrascht, dass sie in diesem Roman weniger zu Gott und mehr zu ihrem verstorbenen Ehemann betet. Das Ausmaß an Demütigung, aber auch Stärke und Willen wird durch die geschilderten Ereignisse sehr deutlich. Schade fand ich allerdings, dass das Buch eigentlich vor der Geschichte mit Anne Boleyn endet und nur noch die Szene vor dem Kirchengericht geschildert wird. Mich hätten die Ansichten Katherines zur Reformation und auch die politischen Querelen mit Spanien und dem Kaiser, die dadurch entstanden sind, sehr interessiert.
  22. Cover des Buches A Brief History of Henry VIII (ISBN: 9781845299033)
    Derek Wilson

    A Brief History of Henry VIII

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches The King's Deception (ISBN: 9780345526557)
    Steve Berry

    The King's Deception

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Elizabeth. (ISBN: 9783442350940)
    Tom McGregor

    Elizabeth.

     (3)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Da ich keine Inhaltsangabe zum Buch finden konnte, habe ich die vom Film genommen. Und da das Buch eher umfangreicher ist, kommt der Inhalt also gut hin. Ich habe dem Buch einen Stern Abzug gegeben, da es mir teilweise zu umfangreich war und es dadurch einige Längen hatte. Also, jetzt hier als Abschluß, die Inhaltsangabe: Das England des Jahres 1554 ist ein finanziell angeschlagener, von religiösen Verwirrungen heimgesuchter Staat, der von der alternden Königin Maria (auch "Bloody Mary" genannt) regiert wird: Sie weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und so bemüht sie sich, als eine ihrer letzten Amtshandlungen, den Katholizismus wieder als Staatsreligion zu etablieren. Eine starke Kirche garantiert ihr einen starken Staat. Und der Staat ist alles, was sie, die kinderlose Monarchin, der Nachwelt hinterlassen kann. Doch mit ihrem Tod besteigt ihre protestantische Halbschwester Elizabeth den Thron. Sehr zum Missfallen einer Reihe von Mary auch nach dem Tod untergebener Vasallen, die gegen die neue junge Königin nicht nur Opposition ergreifen, sondern kaltblütig Versuchen, die Monarchin zu ermorden. Elizabeths Berater drängen sie, sie solle heiraten, da, so ihr Kalkül, eine Heirat das angeschlagene englische Imperium stabilisieren könne. Sie ahnen nicht, daß Elizabeth bereits einen Liebhaber hat. Es ist der leidenschaftliche, aber leider verheiratete Robert Dudley. Die Beziehung der beiden ist jedoch nicht nur durch seine Heirat dem Untergang geweiht. Robert kommt mit Elizabeths beginnender Emanzipation gegenüber ihren Feinden nicht zurecht. Die Stärke, die sie entwickelt, macht ihm sogar Angst. Mit Hilfe ihres Beraters Walsingham beginnt Elizabeth schließlich den Kampf gegen ihre Feinde am Hofe aufzunehmen. Sie begibt sich in einen Kampf, den sie schließlich mit ihrer Kraft, Stärke und Intelligenz gewinnt und der sie bis heute zu einer der bedeutendsten Monarchinnen der britischen Geschichte gemacht hat. Ihre Liebe aber bleibt dabei auf der Strecke und sie selbst bleibt unverheiratet und einsam.

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