Bücher mit dem Tag "hercule poirot"
106 Bücher
- Agatha Christie
Mord im Orientexpress
(853)Aktuelle Rezension von: _MiriamAnne_Nachdem ich heute mein erstes Buch von Agatha Christie beendet hatte, musste ich ihr direkt noch eine Chance geben und habe sofort mit Mord im Orientexpress weitergemacht. Und was soll ich sagen? Auch wenn ich mich anfangs wieder etwas schwergetan habe, hat mich die Geschichte am Ende doch überzeugt. Die Handlung ist unglaublich spannend aufgebaut, man fiebert mit, stellt ständig neue Theorien auf und versucht gemeinsam mit Hercule Poirot den Täter zu entlarven. Genau dieses Miträtseln hat für mich den größten Reiz des Buches ausgemacht.
Der Einstieg fiel mir allerdings erneut nicht leicht. Es tauchten sehr viele Namen auf und ich wusste anfangs überhaupt nicht, wer welche Rolle spielt. Tatsächlich hat es bis weit über die Hälfte des Buches gedauert, bis ich endlich den Überblick hatte und richtig in der Geschichte angekommen bin. Hinzu kommt, dass man merkt, dass das Buch bereits 1934 erschienen ist. Der Schreibstil und manche Wortwendungen wirkten auf mich ungewohnt, wodurch das Lesen teilweise etwas anstrengender war.
Mein größter Kritikpunkt sind jedoch die vielen französischen Sätze, die nicht übersetzt wurden. Ich hätte wirklich gerne gewusst, was dort gesagt wird. Trotzdem hat sich das Durchhalten gelohnt, denn am Ende erwartet einen ein spannender Kriminalfall, der einen bis zur letzten Seite rätseln lässt.
- Christine Féret-Fleury
Das Mädchen, das in der Metro las
(273)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeSobald Juliette auf dem Weg zu ihrem langweiligen Makler-Job in die Metro steigt flüchtet sie sich in die bunte Welt der Bücher, oder beobachtet die Menschen um Sie herum. Da ist die Dame mit dem Kochbuch oder der Mann mit dem grünen Hut, der immer in eine Insektenfibel vertieft ist.
Eines Tages, als sie beschließt zwei Stationen vor ihrem eigentlichen Ziel auszusteigen, begegnet Sie Soliman und seiner Tochter Zaïde, die zwischen unzähligen Bücherstapeln in einem Lagerhaus wohnen. Soliman ist fest davon überzeugt, dass jedes Buch die Kraft hat ein Leben für immer zu verändern, wenn es nur an die richtige Person vermittelt wird. Dafür beauftrag er spezielle Kuriere, welche die kostbaren Güter unter die Leute bringen, die es tätig haben. Juliette wird zu einer solchen Botin und erlebt am eigenen Leib wie Bücher ein Leben verändern können.
Eine nette kleine Geschichte die Christine Furet-Fleury in ihrem Roman „Das Mädchen, das in der Metro las“ niedergeschrieben hat. Allerdings wird dieses Buch mein Leben nicht verändern, denn mehr als die Eigenschaft „nett“ kann ich der Handlung nicht zugestehen.
Eigentlich mag ich Geschichten, die leise vor sich hin plätschern sehr gerne, aber diese war mir dann doch etwas zu leisen. Ich kam nicht richtig rein und es fiel mir schwer zu verstehen was die Figuren in ihrem Handeln antreibt. Alles wirkte etwas farblos und wie eine ausführliche Lektüren-Liste um die eine Geschichte gewoben wurde. Es gab wirklich gut geschriebene Szenen, allerdings befürchte ich, dass diese nicht ausreichen werden, damit mir dieses Buch in Erinnerung bleibt. - Agatha Christie
Alibi
(220)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisDieser Krimi ist im Jahr 1926 erstmals erschienen und spielt im fiktiven englischen Dorf King’s Abbot. Obwohl erst der 4. Krimi der Reihe um Hercule Poirot, will sich der Meisterdetektiv zur Ruhe setzen, um unerkannt Kürbisse zu züchten, als ihm ein höchste interessanter, weil komplexer Mordfall dazwischenkommt:
Roger Ackroyds große Liebe, die wohlhabende Witwe Mrs. Ferrars soll, wenn man den Gerüchten Glauben schneken soll, ihren ersten Ehemann ermordet haben. Nun ist sie selber tot, gestorben an einer Überdosis Veronal. War es Selbstmord? Ist sie erpresst worden? In der Zeitung findet Ackroyd einen letzten Hinweis auf die Umstände ihres Todes. Doch bevor er sein Wissen teilen kann, wird er selbst ermordet. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden.
Wie immer, tummeln sich zahlreiche Verdächtige in der Szenerie und es braucht schon Hercule Poirot, um die komplexen Beziehungen und Intrigen aufzulösen, in die die Bewohner von King’s Abbot verstrickt sind.
Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Dr. James Sheppard erzählt, der gleichzeitig als ICH-Erzähler und Protagonist fungiert. Zudem geht er Hercule Poirot ein wenig zur Hand. Wer Agatha Christies Krimis kennt, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird. Jede noch so kleine Randfigur hat ihren Platz. Daher können die zahlreichen Personen sowie die unerwarteten Wendungen zwischendurch für ein wenig Verwirrung sorgen.
Letztendlich wird alles in einem Showdown bravourös aufgelöst.
Ich bin ja nicht unbedingt der größte Fan von Agatha Christie, aber die Vielzahl der Krimis, die durchaus als Gedächtnistraining dienen können, bieten eine Menge Lesestoff. Als „Whodunit“-Krimis sind sie nach einem bewährten Muster konzipiert, so dass man sich nicht mehr mit der Struktur beschäftigen muss, sondern die Details der Charaktere genau betrachten kann.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi 4 Sterne.
- Agatha Christie
Der Tod auf dem Nil
(356)Aktuelle Rezension von: DaveSp91Agatha Christie beweist in „Tod auf dem Nil“ einmal mehr, warum sie die unangefochtene Königin des Krimis ist. Der Mord an Bord eines luxuriösen Nildampfers entwickelt sich zu einem raffinierten Puzzle, das Meisterdetektiv Hercule Poirot mit gewohnt scharfem Verstand und präziser Beobachtungsgabe löst. Diese Schmuckausgabe ehrt die Königin des Krimis und ist wunderschön anzuschauen.
Die Geschichte besticht durch ihre exotische Atmosphäre, eine Gruppe vielschichtiger Charaktere und eine Handlung voller Intrigen, Eifersucht und überraschender Wendungen. Christie hält die Spannung bis zum Schluss hoch und überrascht mit einem meisterhaften Finale.
Ein zeitloser Klassiker, der nicht nur Krimifans begeistert, sondern auch durch die faszinierende Kulisse Ägyptens besticht. Absolut lesenswert!
- Agatha Christie
Murder on the Orient Express (Poirot)
(62)Aktuelle Rezension von: Gusti_DaimchenSeit 2017 bringt der Verlag HarperCollins in lockerer Folge ausgewählte Kriminalromane von Agatha Christie in einer sogenannten Special Edition heraus. Es handelt sich um Hardcoverausgaben mit individuell gestalteten Einbanddeckeln (auf Schutzumschläge wurde verzichtet). Das ausgesprochen attraktive Design macht die Bücher zu reizvollen Sammelobjekten. Als erster Band erschien Murder on the Orient Express (Erstveröffentlichung 1934). Dieser Krimi zählt – auch dank mehrerer Verfilmungen – zu den bekanntesten Werken der Autorin.
Im Folgenden verwende ich für den Romantitel das Kürzel MOE.
Der Roman gehört zu jenen Krimis von Agatha Christie, in denen der Tatort von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Geschichte spielt sich an Bord des Orient-Express ab, in einem einzelnen Waggon, im Kurswagen von Istanbul nach Calais. Andere Varianten des von der Außenwelt abgeschnittenen Tatortes in Christie-Romanen sind Flugzeug („Tod in den Wolken“), Schiff („Tod auf dem Nil“) und Insel („Das Böse unter der Sonne“). Das Opfer ist Samuel Ratchett, ein aus den USA stammender Verbrecher, der in die Alte Welt geflohen ist und eine andere Identität angenommen hat, um sich der Strafverfolgung zu entziehen. Es ermittelt Hercule Poirot, der sich zufällig unter den Reisenden befindet.
Bei der Lektüre von MOE fällt zweierlei auf: (a) Beschreibende Passagen sind auf das absolute Minimum reduziert. Der Roman besteht fast zur Gänze aus Dialogen. (b) Um beim Leser maximale Verwirrung zu stiften, bietet Christie einen ungewöhnlich umfangreichen Cast auf, eine Vielzahl von Passagieren aus aller Herren Länder, die als Zeugen auftreten und/oder als Verdächtige in Frage kommen. Es ist kein Leichtes, im Gewirr der Zeugenaussagen den Durchblick zu behalten. Zwei Gehilfen stehen Poirot zur Seite, der griechische Arzt Dr. Constantine und Monsieur Bouc, ein Direktor der Eisenbahngesellschaft, die den Orient-Express betreibt. Beide, Bouc mehr noch als Constantine, sind von dem Fall sichtlich überfordert. Sie behindern die Ermittlungen eher als sie zu befördern. Der Leser tut gut daran, sich gerade von Boucs Hilf- und Ratlosigkeit nicht anstecken zu lassen.
Wie fast alle Christie-Romane verlangt MOE vom Leser ein hohes, vielleicht zu hohes Maß an „willentlicher Aussetzung der Ungläubigkeit“ (suspension of disbelief). Der Roman wirkt überkonstruiert, übertrieben raffiniert. Die Geschichte ist keineswegs „wasserdicht“, sondern weist mancherlei Schwachstellen auf, die einen erfahrenen Krimileser schon frühzeitig ahnen lassen, wie der Mordfall an Bord des Zuges zu erklären ist – als kollektives Verbrechen, verübt von einer ganzen Gruppe. Die folgenden Beobachtungen und Überlegungen sind als Kritik des Romans zu verstehen.
(1)
Zu Beginn sei kurz der Plan der Verschwörer rekapituliert. Die Tat soll in der Nacht auf jugoslawischem Boden verübt werden, weil während der Fahrt durch Jugoslawien kein Sicherheitspersonal an Bord des Zuges ist (ein Grund dafür wird nicht genannt). Die Tat soll am Morgen nach Überqueren der Grenze auf italienischem Boden entdeckt und von der italienischen Polizei untersucht werden (dieser Teil des Planes scheitert, da der Zug unerwartet in eine Schneewehe gerät und nicht weiterfahren kann). Die Tat soll als sogenannter outside job inszeniert werden. Es soll der Eindruck entstehen, eine von Rachsucht getriebene Person, die Ratchett nach dem Leben trachtete, sei während eines Halts in Jugoslawien an Bord gekommen, verkleidet als Zugschaffner und ausgestattet mit einem Generalschlüssel. Drohbriefe sollen belegen, dass Ratchett über längere Zeit verfolgt und gejagt wurde. Der Detektiv Cyrus Hardman, einer der Reisenden, soll aussagen, Ratchett habe ihn in Istanbul als Leibwächter engagiert und über einen drohenden Anschlag auf sein Leben informiert. Der im Abteil der Passagierin Mrs. Hubbard gefundene Uniformknopf soll als Beleg für die Anwesenheit eines externen Täters in Verkleidung dienen. Es soll der Eindruck erweckt werden, der Täter sei durch die Verbindungstür von Ratchetts Abteil in Mrs. Hubbards Abteil gelangt und habe von dort aus den Zug verlassen. Mrs. Hubbard soll aussagen, ein unbekannter Mann sei nachts bei ihr im Abteil gewesen. Die Passagiere sollen sich gegenseitig Alibis geben, um nicht in Verdacht zu geraten.
Es ist sehr zweifelhaft, ob die italienische Polizei – oder irgendeine andere Polizei – auf diese Inszenierung „hereingefallen“ wäre. Der Zug verlässt Belgrad um 21.15 Uhr (Teil 1, Kap. 4). Während des halbstündigen Aufenthalts in Belgrad kann die Tat nicht verübt worden sein, da der Zustand der Leiche nicht zu einem Todeszeitpunkt vor 21.15 Uhr passt. Es kommt nur der spätere Halt in Vincovci in Frage (Ankunftszeit unklar, Abfahrt 0.10 Uhr). Leider wird nicht erwähnt, wie lange er dauert. Hätte der Täter genug Zeit gehabt, in Vincovci an Bord zu kommen und den Zug wieder zu verlassen? Wichtig ist: Um nicht entdeckt zu werden, kann der Täter auf keinen Fall längere Zeit an Bord bleiben (etwa: Zustieg in Belgrad, Ausstieg in Vincovci. Oder: Zustieg in Vincovci, Ausstieg in Italien). Davon abgesehen würden sich der italienischen Polizei viele Fragen aufdrängen: Was hat es mit den zwölf verschiedenartigen Stichwunden am Körper des Opfers auf sich? Stammen sie wirklich von nur einem Täter? Wie hat sich der Täter Schaffneruniform und Generalschlüssel verschafft? Wie dringt der Täter zu Ratchett vor? Dafür gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder sucht er die Abteile nach Ratchett ab (mit dem Risiko, gesehen zu werden), oder er hat an Bord einen Komplizen, der ihn informiert, so dass er keine Zeit mit der Suche nach Ratchett verliert.
Der unerwartete Halt auf freier Strecke zwingt die Verschwörer noch in der Tatnacht zu (hastigen, schlecht durchdachten) Improvisationen. Da der Zug feststeckt und am Tage nirgendwo im Schnee Fußspuren einer entwichenen Person zu sehen sein werden, lässt sich das Szenario vom heimlich zu- und ausgestiegenen externen Täter nicht mehr aufrechterhalten. Eine geheimnisvolle Frau in einem roten Kimono geistert zu nachtschlafener Zeit durch den Zug (Poirot sieht sie, allerdings nur von hinten). Die Identität der Frau und der Verbleib des Kimonos geben am nächsten Tag Rätsel auf. Ein Pfeifenreiniger und ein Damentaschentuch mit der Initiale H werden im Abteil des Opfers platziert und wie gewünscht von Poirot aufgefunden. All dies dient dazu, Verwirrung zu stiften und die Aufklärung des Falles während des unfreiwilligen Stopps nach Kräften zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen.
(2)
Was mir schon zu Beginn der Lektüre negativ aufgefallen ist: Die Verschwörer setzen ihren Plan nur in die Tat um, weil ihnen Poirots Identität seltsamerweise unbekannt bleibt. Bei der Ankunft am Bahnhof in Istanbul wird Poirot von Monsieur Bouc dem Zugpersonal nicht vorgestellt. Hector MacQueen und Poirot teilen 24 Stunden lang ein Abteil (Istanbul-Belgrad), machen sich aber – man glaubt es kaum – nicht namentlich miteinander bekannt. Auch die anderen Passagiere erfahren bzw. bemerken nicht, dass der berühmte Detektiv an Bord ist. Weder im Speisewagen noch anderswo schnappen sie seinen Namen auf. Miss Debenham und Colonel Arbuthnot kennen Poirot bereits vom Sehen von der Fahrt im Taurus-Express von Aleppo nach Istanbul. Sie machen sich aber nicht mit ihm bekannt. Warum nicht? Weil er „lächerlich“ aussieht und als „Ausländer“ nicht ernst genommen zu werden verdient (Teil 1, Kap. 1). Noch am Morgen nach der Tat hält Arbuthnot Poirot für einen Vertreter der Bahngesellschaft (Teil 1, Kap. 5). Einige Passagiere wissen aber etwas mit Poirots Namen anzufangen, sobald der Detektiv im Zuge der Ermittlungen seine Identität offenbart, etwa Hardman (ein Amerikaner) und die Fürstin Dragomiroff. Als sie erfährt, wen sie vor sich hat, sagt sie lapidar: „Ich erinnere mich an den Namen. Das ist dann wohl Schicksal“ (Teil 2, Kap. 6). Es ist vollkommen unglaubhaft, dass kein einziger der Passagiere während der eintägigen gemeinsamen Fahrt vor der Tat mitbekommt, wer Poirot ist. Es ist umso unglaubhafter, als ausgerechnet Ratchett weiß, dass der Detektiv im Zug ist (Teil 1, Kap. 3). Wie bekommt er das mit? Schnappt er Poirots Namen auf, während sich Poirot und Bouc unterhalten?
Gerade weil Poirot "außerplanmäßig" an Bord ist, müsste die Gruppe bestrebt sein herauszufinden, wer dieser Mitreisende ist, ob er "harmlos" ist oder nicht. Es stellt sich die Frage: Hätten die Verschwörer ihren Plan auch dann in die Tat umgesetzt, wenn sie nach der Abfahrt mitbekommen hätten, dass Poirot unter ihnen ist? Oder hätten sie ihr Vorhaben abgebrochen? In einem anderen Christie-Krimi, „Tod auf dem Nil“, setzen die beiden Täter ihren Plan um, obwohl sie um Poirots Identität wissen. Das ist als Ausdruck von Hybris und Selbstüberschätzung zu verstehen. In MOE agieren die Täter jedoch aus purer Ahnungslosigkeit, einer Ahnungslosigkeit, die für den Leser überhaupt nicht nachvollziehbar ist.
(3)
Als er zum ersten Mal befragt wird, sagt der amerikanische Detektiv Hardman aus, Ratchett habe ihn in Istanbul angeheuert. Er legt ein Schreiben vor, das von Ratchett stammen soll (Teil 2, Kap. 9). Seltsamerweise wird Poirot nicht stutzig. Er müsste aber stutzig werden, da er selbst von Ratchett nach der Abreise aus Istanbul angesprochen wurde. Er müsste sich fragen: Warum wollte Ratchett einen zweiten Detektiv zu seinem Schutz engagieren? Einem aufmerksamen Leser ist an diesem Punkt klar, dass mit Hardmans Aussage etwas nicht stimmen kann. Und in der Tat stellt sich später heraus, dass sie falsch ist.
(4)
Nach der Entzifferung des letzten Drohbriefes an Ratchett erkennt Poirot, wer Ratchett wirklich war: Der Gangster Cassetti, der Drahtzieher hinter dem aufsehenerregenden Entführungsfall Daisy Armstrong (Teil 1, Kap. 7). Bald darauf erfolgt die Befragung von Ratchetts Sekretär MacQueen. Der junge Mann „verplappert“ sich, erzählt ohne Not, dass er die Familie Armstrong kannte, dass sein Vater als Staatsanwalt den Fall Armstrong bearbeitete (Teil 2, Kap. 2). Als Leser reibt man sich verwundert die Augen, wenn man das liest. Unachtsam und fahrlässig bringt MacQueen die Inszenierung der Verschwörergruppe ins Wanken. Poirot wird hellhörig. Die Fürstin Dragomiroff räumt auf Poirots Nachfrage bereitwillig ein, dass sie die Armstrongs ebenfalls kannte (Teil 2, Kap. 6). Der Detektiv Hardman erwähnt beiläufig, dass er MacQueen aus New York kennt (Teil 2, Kap. 9). Das sind schon drei Personen, die direkt oder indirekt mit dem Fall Armstrong Berührung hatten oder sich schon vor der Zugfahrt kannten. Einen erfahrenen Krimi-Leser muss das stutzig machen. Die Anwesenheit dieser Personen am selben Ort zur selben Zeit kann kein Zufall sein. Auch wenn sich der Verstand zunächst gegen den Erklärungsansatz Gruppenverbrechen sträubt, zeichnet sich doch bei der Lektüre von Teil 2 des Romans (Befragung aller Passagiere) deutlich ab, dass kein Verbrechen eines externen Einzeltäters vorliegt. Der deutlichste Hinweis sind natürlich die zwölf verschiedenartigen Stichwunden an Ratchetts Körper.
(5)
Bei seiner zweiten Befragung gibt Graf Andrenyi zu, den Namen seiner Ehefrau im Reisepass manipuliert zu haben, nachdem er von dem Damentaschentuch mit der Initiale H in Ratchetts Abteil erfahren hat (Teil 3, Kap. 4). Auffälligerweise fragt Poirot nicht danach, von wem der Graf die Information erhalten hat. Als Leser kann man darüber nur den Kopf schütteln. Die Reisepässe der Passagiere werden eingesammelt (Teil 1, Kap. 6), noch bevor Poirot Ratchetts Abteil besichtigt, noch bevor er im Speisewagen mit seinen Befragungen beginnt und zu klären versucht, wem das Taschentuch gehört. Die Manipulation des Namens der Gräfin findet folglich zu einem sehr frühen Zeitpunkt statt. Bei der Inspektion von Ratchetts Abteil ist keiner der Passagiere anwesend, lediglich Dr. Constantine assistiert Poirot (Teil 1, Kap. 7). Zuvor war nur der Waggonschaffner Pierre Michel im Abteil. Nach dem Aufbrechen der von innen verschlossenen Tür hat er den Leichnam entdeckt. Es drängt sich dem Leser unweigerlich der Verdacht auf, dass Michel die Andrenyis über das Taschentuch informiert haben muss. Er muss mit ihnen persönlich bekannt sein, muss mit ihnen in irgendeiner Form unter einer Decke stecken. Der Erklärungsansatz Gruppenverbrechen wird immer plausibler, und Michel ist offenkundig Teil der Gruppe.
Doch andererseits: Wenn Michel weiß, dass das Taschentuch die Gräfin belasten könnte, warum lässt er es in Ratchetts Abteil liegen anstatt es zu entfernen? Zu einem späteren Zeitpunkt (nach Beginn der Befragungen) und von einer anderen Person als Michel können die Andrenyis nicht informiert worden sein. Poirot behält den Fund des Taschentuchs zunächst für sich; vom Arzt kann dasselbe angenommen werden. Als bei den Befragungen der Passagiere das Taschentuch zur Sprache kommt (Mrs. Hubbard wird als erste danach gefragt, Teil 2, Kap. 4), liegen schon alle Pässe bei Poirot. Der Graf gibt seinen Pass nicht erst bei seiner ersten Befragung ab. Der Namenseintrag ist schon manipuliert, als Poirot den Pass durchblättert (Teil 2, Kap. 7). Leider wird am Ende des Romans nicht aufgeklärt, wer das Taschentuch, das der Fürstin Dragomiroff gehört, bei Ratchett platziert hat und zu welchem Zeitpunkt, ohne Absprache mit den Mitverschwörern. Das stellt sich als törichter Fehler heraus, der die Andrenyis zur Manipulation des Namenseintrages zwingt und in der Folge Poirots Misstrauen weckt. Die verworrene, widersprüchliche Geschichte um das Taschentuch und den Pass des Ehepaares Andrenyi ist mit Abstand der unbefriedigendste Aspekt des Romans. Hat Christie diese Geschichte absichtlich so konzipiert, oder liegt hier schlichtweg Nachlässigkeit vor?
(6)
Mrs. Hubbard entpuppt sich zum Schluss als die Schauspielerin Linda Arden, Mutter von Sonia Armstrong und der Gräfin Andrenyi. Sie bestätigt Poirots Theorie von dem kollektiv verübten Racheakt an Ratchett-Cassetti. Alle Passagiere sind in der einen oder anderen Weise mit der Familie Armstrong verbunden, sei es als Angehörige, sei es als Bedienstete. Es ist zu bedauern, dass Hubbards Ausführungen über die Planung der Rachetat sehr knapp und oberflächlich ausfallen. Der Tat geht ein gewaltiger logistischer Vorbereitungsaufwand voraus, von den finanziellen Kosten ganz zu schweigen. Monate vor dem Verbrechen werden MacQueen und der Kammerdiener Masterman bei Ratchett „eingeschleust“, der im Vorderen Orient untergetaucht ist. Die Verschwörer reisen von verschiedenen Kontinenten, aus verschiedenen Ländern an, um gemeinsam in Istanbul den Orient-Express zu besteigen, zusammen mit Ratchett. Das grenzt ans Phantastische, umso mehr, als wir uns im Zeitalter rudimentärer Telefon- und Telegrafenverbindungen befinden. Aber so ist es in fast allen Krimis von Agatha Christie: Die Täter hecken unglaublich ausgeklügelte und komplexe Pläne aus, Pläne, die in der Realität aller Wahrscheinlichkeit nach niemals funktionieren würden.
+++++
Es gäbe noch manch anderen Punkt zu beanstanden. Die Suche nach der Schaffneruniform, von der der bei Mrs. Hubbard gefundene Knopf stammt, wird einfach abgebrochen. Dabei wird die Uniform dringend benötigt. Der Roman endet damit, dass Bouc entscheidet, der jugoslawischen Polizei die erste der beiden möglichen Lösungen des Falls zu präsentieren, die Poirot darlegt: Ein verkleideter externer Täter hat Ratchett ermordet. Das ist das ursprüngliche Szenario der Verschwörer (siehe oben). Zur Untermauerung dieser Theorie wäre die Uniform, die irgendwo im Zug versteckt sein muss, nötig. In der Verfilmung von 1974 wird die Uniform tatsächlich gefunden, anders als im Roman.
Ich fasse meine Hauptkritikpunkte kurz zusammen:
(1) Die Verschwörer setzen ihren Plan in die Tat um, weil sie nicht wissen, dass Poirot unter ihnen ist.
(2) Einen Anhaltspunkt für die Aufklärung des Falles gewinnt Poirot nur durch einen „glücklichen Zufall“: Der letzte Drohbrief an Cassetti wurde nicht vollständig vernichtet, so dass Poirot eine Verbindung zum Fall Armstrong herstellen kann. Das ist ein recht billiger Trick. Und was hätte Poirot schon mit dem Brief anfangen können, wenn sich Hector MacQueen wenig später NICHT „verplappert“ hätte?
- Agatha Christie
Das fehlende Glied in der Kette
(244)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerLange stand er auf meiner Liste, jetzt war es endlich so weit: Mein erster Fall mit dem legendären Hercule Poirot. Als Fan klassischer Ermittlungskrimis führt an Agatha Christie natürlich kein Weg vorbei – und ihr Erstling "Das fehlende Glied in der Kette" ist ein Paradebeispiel für das Beuteschema eines jeden Krimi-Liebhabers.
Atmosphäre und Charakterköpfe:
Das Setting ist so britisch wie eine Tasse Earl Grey: Ein herrschaftliches Landhaus im Nirgendwo, ein illustrer Kreis an Verdächtigen und mittendrin dieser wunderbar schrullige, kleine Mann mit dem markanten Schnurrbart. Christie beschreibt Poirot so herrlich präzise – man sieht ihn förmlich vor sich, wie seine Augen mit jedem Gedanken grüner funkeln. Dank einer modernen Übersetzung liest sich der Roman erstaunlich flüssig und frisch, ohne jedoch den nostalgischen Charme der 1920er Jahre einzubüßen.Das Spiel mit dem Leser:
Christie ist eine Meisterin darin, den Leser an die Hand zu nehmen, nur um ihn im nächsten Moment im Labyrinth falscher Fährten auszusetzen. Obwohl ich mich für eine aufmerksame Leserin halte, hat sie mich eiskalt erwischt – ich lag bis kurz vor Schluss völlig daneben! Der Aufbau ist clever, hochstrukturiert und lädt ununterbrochen zum Miträtseln ein.Das große Finale:
Das Highlight war für mich die klassische Auflösung am Ende. Es hat etwas unheimlich Befriedigendes, wenn Poirot alle Beteiligten versammelt und das komplexe Puzzle Stück für Stück zusammensetzt. Ja, die Lösung ist konstruiert und durchaus kompliziert, aber sie bleibt innerhalb der logischen Grenzen des Romans absolut realistisch. Nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen.Ein kleiner Hinweis am Rande:
Man sollte sich bewusst sein, dass das Buch über 100 Jahre alt ist. In meiner Ausgabe finden sich Begriffe wie „Negerin“, die heute aus der Zeit gefallen sind. Wer darüber hinwegsehen kann und das Werk als historisches Zeitzeugnis liest, wird davon jedoch nicht aus der Geschichte gerissen.Fazit:
Ein grandioser Auftakt! Wer klassische Whodunnits liebt, kommt an diesem Meilenstein nicht vorbei. Poirot hat mich überzeugt, und ich freue mich schon jetzt auf seinen nächsten Einsatz. - Agatha Christie
Hercule Poirots größte Trümpfe
(45)Aktuelle Rezension von: ramoHercule Poirots größte Trümpfe von Agatha Christie ist eine Zusammenfassung der Fälle des Ermittlers Hercule Poirot. Poirot erzählt dabei aus seiner Sicht wie sich der vergangene Fall zugetragen hat und wie er den Fall gelöst hat.
Der Sprecher schaffte es trotz französischem Dialekt das man den einzelnen Fällen folgen konnte. Allerdings kam mir jeweils das Ende und die Auflösung eines Falls zu abrupt, sodass ich erst mitten im nächsten Fall gemerkt habe, das bereits ein neuer Fall begonnen hat.
Die Erzählweise und die Fälle fand ich spannend, kann das Hörbuch aber nur bedingt empfehlen da man sich hier speziell darauf einlassen muss, um nicht die Zuordnung zu verlieren. Die Geschichten selber waren gut, haben mich aber nicht umgehauen, was vermutlich auch mit der Länge der jeweiligen Geschichte zusammenhängt.
- Agatha Christie
Die Morde des Herrn ABC
(177)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Hercule Poirot bekommt einen Brief von einem gewissen Herrn ABC, in dem dieser einen Mord mit Datum und Ort ankündigt. Als dann in besagtem Ort tatsächlich eine Frau ermordet wird, beginnt Poirot mit seinen Ermittlungen. Bei den nächsten Opfern wird ersichtlich, dass sich der Täter durch das Alphabet arbeitet. Als selbst nach dem dritten Mord noch keine Hinweise zu finden sind, gibt Poirot nicht auf und seine Hartnäckigkeit wird belohnt.
Ich hatte schon zu Beginn eine Ahnung was das Motiv bzw. die Beweggründe des Täters angeht und ab einem gewissen Punkt war ich mir auch was den Täter angeht sehr sicher. Trotzdem wurde es nicht langweilig und ich wurde wie so oft bei Agatha Christie Krimis gut unterhalten.
- Agatha Christie
Mord mit verteilten Rollen
(14)Aktuelle Rezension von: Doreen_KlausHercule Poirot bekommt einen unerwarteten Anruf von seiner Bekannten, der Kriminalschriftstellerin Ariadne Oliver. Diese ist gerade auf einem Landgut zu Gast und soll dort während eines Sommerfestes eine Mörderparty zur Belustigung der Gäste organisieren. Sie bittet Poirot am Telefon um sein Kommen und da dieser sich gerade wiedereinmal langweilt, fährt er nach Nasse House, dort angekommen weiß er nicht wirklich, warum Mrs. Oliver ihn unbedingt dort haben wollte, als aber kurz darauf ein Mord geschieht, zeigt sich einmal mehr, dass Poirot zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
Das Buch, das hier den Titel "Mord mit verteilten Rollen" trägt, ist auch als "Wiedersehen mit Mrs. Oliver" zu finden. In dieser Version habe ich es gelesen. Die Figur der Ariadne Oliver, die manchmal doch recht anstrengend sein kann, tritt hier aber so wenig in Erscheinung, dass ich die Namensgebung eher nicht so gelungen finde. "Mord mit verteilten Rollen" trifft es da, rückblickend gesehen wesentlich besser, noch besser allerdings ist der englische Originaltitel. Ich frage mich da ja sowieso manchmal, warum die Originaltitel oft so verwirrend, oder unpassend übersetzt werden.
Direkt zu Beginn des Buches lernt man, ganz in Agatha Christies Manier, alle wichtigen Figuren kennen und es gibt schon direkt die ersten Hinweise, denen man natürlich in diesem Stadium des Buches eher wenig Bedeutung beimisst. Generell weiß man bei A.C. ja eh nie, was wichtig und was eine falsche Fährte ist, deshalb muss man schon ziemlich aufmerksam sein beim Lesen. Trotzdem hilft einem das am Ende aber meist auch nicht viel bei der Lösung. In diesem Fall tummeln sich eine Vielzahl an Figuren im Herrenhaus und auf besagtem Gartenfest kommen noch unzählige dazu, so dass es nicht an Verdächtigen mangelt. Hier den Überblick zu behalten ist da nicht einfach und zum Glück wird die Polizei bei ihren Ermittlungen durch Poirot unterstützt. Doch auch dessen kleine graue Zellen kommen diesesmal eher schleppend voran und die Suche nach dem Mörder gestaltet sich eher zäh und langwierig. Natürlich wird der Fall am Ende in gewohnter Weise aufgelöst, final passt dann plötzlich auch jedes Puzzleteil an seinen Platz, nach wirklicher Plausibilität sollte man aber eher nicht suchen.
Dieser Poirot ist eindeutig einer von A.Cˋs eher ruhigeren, viele Figuren, viele Nebenschauplätze, viel typisch englisches zum schmunzeln. Miträtseln ist natürlich möglich, innerhalb unserer A.C. Lesegruppe wurde aufs Wildeste Spekuliert, der Wahrheit nahegekommen sind wir dabei aber eher nicht. Gelesen habe ich den Krimi natürlich trotzdem gerne, für A.C. Neulinge würde ich ihn aber eher nicht empfehlen.
- Agatha Christie
Das Haus an der Düne
(194)Aktuelle Rezension von: Tanja_BuchgartenWerbung „Das Haus an der Düne“
von Agatha Christie
bereitete mir wieder einige spannende Lesestunden.
Hercule Poirot trifft in seinem Urlaub eine junge Frau, die mehrere scheinbare Unfälle überlebt und sich bei näherer Betrachtung als Mordversuche herausstellen, überlebt.
Während er versucht sie vor weiteren Anschlägen zu schützen, entdeckt er nach und nach wer und weclh ausgeklügelter Plan hinter den Anschlägen steckt.
Das „Haus an der Düne“ (1932) gehört zu den frühen Poirot-Fällen mit den für ihre Werke typischen Merkmale, wie Spannung, Täuschung, viele Verdächtige und eine überraschende Auflösung.
Die Handlung steht klar im Mittelpunkt der Geschichte. Die Charaktere sind eher funktional und handlungsorientiert und nur soweit ausgearbeitet wie es für den Handlungsverlauf notwendig ist. So bleibt der Focus auf der kriminalistischen Rätselstruktur.
Der Schreibstil klar und auf das wesentliche reduziert sodass die Handlung zügig voranschreitet und die Spannung erhalten bleibt.
Gezielte Irreführung durch falsche Fährten, gezielte Andeutungen und scheinbar unwichtige Details deren Bedeutung den meisten Lesern erst zum Ende hin bewusst werden, sorgen ebenfalls für Spannung.
Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten gibt es zu Beginn viele kleine Unfälle, die wie Mordversuche aussehen und Poirots Interesse wecken sodass er zu ermitteln beginnt.
Fazit:
Empfehlenswert für Leser, die, wie ich, Freude daran haben, aktiv mitzudenken und die Hinweise selbst zu entschlüsseln. Wer gerne rätselt, den Täter sucht und überrascht werden möchte. Eine schöne Mischung aus Spannung, Cleverness und überraschenden Wendungen.
- Agatha Christie
Morphium
(117)Aktuelle Rezension von: SabrrinaElinor Carlisle steht vor Gericht und alles deutet daraufhin, dass sie Mary Gerrard aus Eifersucht vergiftet hat. Doch der Arzt von Elinors verstorbenen Tante, der sich in die mutmaßliche Mörderin verliebt hat, kann es weder glauben noch akzeptieren und kontaktiert Hercule Poirot, der für ihn herausfinden soll, ob es in Wahrheit nicht doch anders war...
Insgesamt hat mir dieser Poirot wieder gut gefallen, auch wenn er für mich nicht zu den stärksten Fällen von Agatha Christie zählt. Zunächst habe ich mich ein wenig daran gestört, dass Poirot erst vergleichsweise spät in der Geschichte auftaucht. Rückblickend ergibt das allerdings durchaus Sinn, denn zunächst wird ausführlich die Familiensituation rund um Elinor, ihre Tante und Mary aufgebaut. Erst dadurch erhält der Fall die nötige Tiefe und die späteren Ermittlungen wirken umso nachvollziehbarer. Der Einstieg zog sich für meinen Geschmack dennoch etwas. Sobald Poirot jedoch die Bühne betritt, nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und ich war wieder voll dabei. Wie so oft gelingt es Agatha Christie, geschickt Zweifel zu säen und den Leser immer wieder über die wahren Zusammenhänge rätseln zu lassen.
Auch wenn dieser Fall für mich weder zu den spannendsten noch zu den raffiniertesten der Reihe gehört, ließ sich das Buch wieder wunderbar lesen. Agatha Christies Krimis haben für mich einfach diesen besonderen Charme, der dafür sorgt, dass ich immer gerne zu einem neuen Fall von Hercule Poirot greife. Insgesamt vielleicht kein neuer Favorit, aber dennoch ein gelungener Kriminalroman.
- Agatha Christie
Der blaue Express
(32)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Als im blauen Express eine junge reiche Frau ermordet wird, bittet der Vater der Verstorbenen Hercule Poirot um Hilfe. Schnell stellt sich heraus das einige der Passagiere ein Motiv für den Mord gehabt hätten. Doch Hercule Poirot kommt mit Raffinesse dem Täter auf die Spur.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich wurde, wie meistens von der Autorin, gut unterhalten. Ab einem gewissen Punkt konnte man zumindest einen Teil der Lösung erahnen, auch wenn ich mit der endgültigen Aufklärung so nicht gerechnet hätte.
- Agatha Christie
Der blaue Express
(111)Aktuelle Rezension von: claudiaZEs dauert zwar einige Seiten bis Hercule Poriot in Erscheinung tritt. Und bis es soweit ist, zeigt die Handlung bereits verschiedene Facetten, so dass es nicht vorhersehbar ist, welches Motiv tatsächlich der Auslöser für den verübten Mord ist. In seiner ganz eigenen Art, stellt Poriot zu nächst wieder einmal klar, dass er der weltbeste Meisterdetektiv auf Erden ist und löst dann gekonnt den Fall. Den wahren Mörder überführt er, indem er auch noch der letzten Ungereimtheit Beachtung schenkt.
- Agatha Christie
Der Tod wartet
(117)Aktuelle Rezension von: Annika_85In diesem Fall hatte ich den Film schon vor vielen vielen Jahren gesehen (Rendezvous mit einer Leiche), bevor ich jetzt endlich mal das Buch dazu gelesen habe.
Den Film fand ich wirklich gut und das Buch steht dem in nichts nach. Tatsächlich war mir die Figur der Mrs Boynton im Film noch unsympathischer als im Buch. 😅
Im Grunde ein typischer Hercule Poirot, wobei ich finde, dass er sich hier doll im Hintergrund aufhält, aber durch die richtigen Fragen die richtigen Schlüsse zieht und den Mord aufklärt.
Es ist ein Krimi in typischer Agatha Christie-Manier, der sich gut lesen lässt
- Agatha Christie
Vorhang
(65)Aktuelle Rezension von: BirteHiIn Agatha Christie's "Vorhang" begleiten wir den belgischen Detektiv Hercule Poirot und seinen alten Freund Arthur Hastings zurück an den Ort, wo alles begonnen hat. Auf den Landsitz Styles, wo die beiden ihren ersten gemeinsamen Fall, die Ermordung der damaligen Eigentümerin aufklärten. Dieser ist genau wie die beiden Protagonisten in die Jahre gekommen und mittlerweile kein Familienheim mehr, sondern ein sogenanntes guest house. Hastings freut sich sehr, nach langer Zeit seinen alten Freund wiederzusehen, doch beginnt er an dessen bislang so messerscharfem Verstand zu zweifeln, als dieser behauptet, unter den Gästen des Hauses befinde sich ein Mörder. Poirot lässt ihn ein Dossier lesen, welches die Taten von X (dem Mörder) zusammenfasst. Alle dort erwähnten Todesfälle scheinen jedoch nicht wirklich zusammenzupassen. Hinzu kommt, dass Hastings sich um seine ebenfalls anwesende Tochter Judith sorgt, die mit einem Mann von fragwürdiger Moral anzubändeln scheint. Wie für die Poirotgeschichten von Christie typisch, wird die Geschichte nicht aus Sicht Poirots, sondern aus Hastings Sicht erzählt. Ebenso typisch ist die Verworrenheit der ganzen Geschichte bzw. des Falls. Und wie für einen Poirot typisch, darf am Ende die Aufklärung des Falls durch Poirot nicht fehlen. Ich habe die Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Sie hat mich gut unterhalten, allerdings aufgrund dessen, dass es sich um Poirots letzten Fall handelt, auch sehr traurig gemacht. Für mich persönlich war es ein würdiger Abschluss der Reihe, jedoch wird mir der kauzige kleine Belgier sehr fehlen.
- Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(25)Aktuelle Rezension von: SoerenHercule Poirot macht mal wieder Urlaub. Diesmal im südenglischen Badeort Devon. Es ist Sommer und der Meisterdetektiv verbringt viel Zeit mit Relaxen am Strand. Das ändert sich, als die berühmte Schauspielerin Arlena Marshall an der Küste erwürgt wird. Poirot vermutet den Täter unter einem der Gäste und beginnt auf seine gewohnt subtile Art, die einzelnen Verdächtigen zu verhören. Ihn dabei zu begleiten und selbst mitzurätseln, hat mir gefallen, obgleich ich wie üblich mal wieder keine Ahnung hatte, wer sich am Ende als Mörder entpuppen würde. Eine angenehme Cosy-Crime-Unterhaltung war es trotzdem. Oder gerade deswegen.
Die ungekürzte Hörbuch-Fassung hat eine Dauer von 6h39min und wird von Martin Maria Schwarz gelesen. - Agatha Christie
Der Todeswirbel
(62)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeAgatha Christie der Todeswirbel
Mr Gordon Cloade stirbt bei einem Luftangriff in London. Seine Witwe Rosaleen überlebt und erbt sein Vermögen. Ihr Bruder David Hunter bestimmt allerdings darüber. Die Verwandten von Gordon Cloade sind sehr unselbständig und brauchen ständig seine finanzielle Hilfe, die er ihnen auch gewährt hat. Leider hat er kein Testament gemacht, das ist das Problem für seine Verwandten. Denn David Hunter sitzt auf dem Geld.
Der Krimi fängt gut (aber nicht so spannend) an, dann hat er leider Längen, dadurch, dass ich die verwöhnten Verwandten nicht mochte. Die sind alle sehr unsympathisch. Am Schluss löst Poirot den Fall, wie gewohnt. Die Auflösung gefiel mir.
Das ist der Grund, warum ich das Buch nun in den öffentlichen Bücherschrank getan habe. Die Morde des Herrn ABC im Buch sind toll, aber der 2. Krimi ist nicht so toll und da ich die Krimis nun innerhalb eines Jahres 2 mal gelesen habe, muss es auch gut sein. Zumal ich als Teenie alle Krimis der Autorin verschlungen habe.
- Agatha Christie
Mord auf dem Golfplatz
(170)Aktuelle Rezension von: buch_klatsch╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞
Hercule Poirot ermittelt wieder und der Mordfall führt ihn direkt auf einen Golfplatz. Was als klarer Fall beginnt, entpuppt sich schnell als verwirrendes Spiel aus Lügen und falschen Spuren. 🧩💣
Poirots Ego wird in diesem Fall ordentlich auf die Probe gestellt. Nicht jeder erkennt sofort seinen brillanten Verstand und das kratzt gewaltig an seinem Selbstbewusstsein. Unterstützt wird er von Captain Hastings, dessen gut gemeinte, aber manchmal unkluge Handlungen eher Chaos als Klarheit stiften.
Christie liefert einen klassisch cleveren Whodunit und einem überraschenden Ende bei der Entlarvung des Täters. Irgendwann werde ich durch die Tricks Agatha Christie’s durchsteigen und schon vorher die richtigen Täter ins Visier nehmen. 🤭
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧
Spannender Krimiklassiker mit Ego-Konflikten und einem cleveren Ende. Fast ein Volltreffer!
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚
4 / 5 ⭐️
Liebste Grüße 📚📖
Jeanette
- Agatha Christie
Haus an der Düne: Ein Hercule Poirot Krimi
(12)Aktuelle Rezension von: SoerenEigentlich befindet sich Hercule Poirot ja laut eigenem Befinden bereits im Ruhestand. Aber dann treffen er und sein Assistent Hastings auf die junge Nick Buckley, die im Haus an der Düne lebt und bereits Opfer dreier Mordanschläge wurde. Wenig später ereignet sich ein vierter, den die junge Frau nur knapp überlebt. Der Meisterdetektiv zögert nicht lang und beginnt zu ermitteln. Doch auch er kann nicht verhindern, dass sich die Ereignisse weiter zuspitzen und es tatsächlich schon bald eine erste Leiche gibt.
Der sechste Poirot-Roman trägt eine interessante neue Prämisse. Diesmal gibt es anfangs keine Tote, sondern nur mehrere Mordversuche. Dadurch ergibt sich eine ganz andere Dynamik und Dringlichkeit. Gleichzeitig gibt es wie üblich immer wieder amüsante Dialoge zwischen Hastings und Poirot, sodass auch die humorvolle Seite nicht zu kurz kommt.
Die ungekürzte Hörbuchfassung geht 6h39min und wird wie alle bisherigen Poirot-Romane großartig von Martin Maria Schwarz vorgetragen. - Agatha Christie
Tod in den Wolken
(123)Aktuelle Rezension von: shizu_readsMein zweiter Christie und mein erster Poirot! Cover und Klappentext haben mich direkt gekriegt – Mord im Flugzeug, geschlossener Raum, überschaubarer Täterkreis? Klang nach genau meinem Ding.
Gerade dieses Setting fand ich auch echt spannend. Leider verzettelt sich die Story zwischendurch ein bisschen, weil der Kreis der Verdächtigen doch größer ist als gedacht und es dauert, bis man da durchblickt. Mit den ganzen Namen bin ich auch nicht immer hinterhergekommen – hat mich stellenweise eher rausgebracht. Auch das Hin und Her zwischen Frankreich und England war mir manchmal etwas zu unruhig.
Aber: Gegen Ende zieht das Ganze ordentlich an und wird nochmal richtig spannend. Die Auflösung hat für mich dann auch vieles rausgerissen – ich hatte zwar eine Theorie, lag aber komplett daneben. Fand ich richtig gut!
Poirot selbst hat mich (noch) nicht ganz so abgeholt wie Miss Marple oder Sherlock Holmes. Aber seine Art zu ermitteln hat schon was, deswegen bekommt er definitiv noch eine zweite Chance.
- Agatha Christie
Die Kleptomanin
(4)Aktuelle Rezension von: SoerenAls Hercule Poirot von seiner Sekretärin, Miss Felicity Lemon, von einer Reihe ungewöhnlicher Diebstähle in einem Studentenwohnheim erfährt, weckt das sein Interesse. Am Ort des Verbrechens wird er allerdings mit mehreren neunmalklugen Studenten konfrontiert, die seine Ermittlungsmethoden für antiquiert halten. Statt klassischen Nachforschungen soll man hier tatsächlich nur mit psychologischen Methoden weiterkommen. Als wenig später eine junge Studentin als die titelgebende Kleptomanin identifiziert wird, scheint der Erfolg den fortschrittlicheren Methoden durchaus Recht zu geben. Dann allerdings wird die junge Frau tot aufgefunden und es wird doch wieder sämtliche Raffinesse des belgischen Meisterdetektivs gefordert.
Poirots 26. Kriminalfall beginnt zunächst relativ undramatisch, weiß mit der ungewöhnlichen Ausgangsbasis aber trotzdem schnell neugierig zu machen. Auch Poirots Diskussionen mit den Studenten wissen gut zu unterhalten, bevor sich die Ereignisse zuspitzen und es wieder um die klassische Mörderjagd geht. Unterstützt wird Poirot in diesem Roman von Inspektor Sharpe, den er bereits aus früheren Ermittlungen kennt.
Die ungekürzt Hörbuchfassung geht 6h41min und wird sehr atmosphärisch von Martin Maria Schwarz gesprochen. - Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(163)Aktuelle Rezension von: SabrrinaHercule Poirot verbringt seinen Urlaub auf einer Ferieninsel. Doch natürlich bleibt es nicht lange ruhig: Eine weitere Hotelgästin, eine ehemalige Schauspielerin, wird ermordet. Und so findet sich Poirot kurzerhand mitten in den Ermittlungen wieder. Wer hatte ein Motiv und wer von den Hotelgästen könnte für den Mord verantwortlich sein?
Tja, was soll ich sagen? Wieder ein angenehmer und gelungener Poirot-Fall. Da ich mich beim Lesen selbst im Urlaub befunden habe, hat das Setting natürlich recht gut gepasst. Es gibt wieder einige Charaktere, bei denen man sich als Leser fragt, ob sie etwas zu verbergen haben und welche Rolle sie tatsächlich in der Geschichte spielen. Genau dieses Rätselraten hat für mich wieder einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausgemacht.
Es ist zwar kein neuer Lieblingsfall für mich, aber insgesamt einfach ein guter und unterhaltsamer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe. Gerade bei den Poirot-Bänden mag ich inzwischen auch dieses vertraute Gefühl: ein Kreis an Verdächtigen, ein Mord und Poirot, der versucht, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Kein Highlight der Reihe, aber definitiv ein weiterer Fall, den ich gerne gelesen habe.
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Tragödie in drei Akten
(22)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogDem Klappentext zu urteilen handelt es sich hier wiederum um einen sehr interessanten Fall oder sollte ich hier lieber sagen Fälle? Immerhin geschieht nicht nur ein Mord und Poirot ist der festen Überzeugung, dass beide in Zusammenhang stehen oder täuscht er sich?
Wie der Name schon sagt, ist das Buch selbst in drei verschiedene Akte unterteilt.
In den ersten geschehen die Morde, im Mittelteil wird ermittelt und im dritten Akt wird nach und nach die Auflösung herbeigeführt. Oder geleitet? Oder konstruiert?
Um ehrlich zu sein, kann ich das bei diesem Buch nicht genau sagen. Denn die Auflösung ließ mich nicht nur sehr enttäuscht, sondern auch unglaublich fassungslos zurück. Das liegt nicht unbedingt an Poirots Art und Weise die Fälle zu klären, sondern wie die Morde im Zusammenhang stehen, welches Motiv sich dahinter verbirgt und was genau geschehen ist.
Es war einfach ein bisschen zu viel und was mich genau hieran stört kann ich nicht sagen, ohne die Auflösung zu verraten.
Die Ausdrucksweise fand ich dieses Mal auch wieder sehr harsch. Entweder sind die Frauen in diesem Buch unglaublich hässlich oder aber so schön, dass die Männer dieser in Scharen hinterherlaufen müssen. Ebenso wurde das Frauenbild hier so dargestellt, dass diese viel öfters ihre Männer töten, als anders herum – ist dem wirklich so? Nun….Überlegen wir mal, warum das so ist 😉
Aber Spaß beiseite, mich konnte das Buch irgendwie nicht so ganz abholen und auch die Ermittlungen bzw. Befragungen von Zeugen und potentiellen Verdächtigen fand ich nicht wirklich gelungen.
Einzig Poirot hat es wieder rausgerissen mit seinen Bemerkungen, die ich manchmal ziemlich witzig fand, dann aber auch sehr schickierend.
- Agatha Christie
Hercule Poirots Weihnachten
(186)Aktuelle Rezension von: stefan182Inhalt: Weihnachten steht vor der Tür. Simeon Lee, ein umtriebiger Unternehmer im Ruhestand, lädt seine gesamte Verwandtschaft zum Fest ein. Eigentlich eine schöne Geste, wäre Lee nicht der patriarchale Familientyrann, der keine Gelegenheit auslässt, seinen Söhnen (und deren Ehefrauen) zu zeigen, wie sehr er sie verabscheut. Als Lee am 24. Dezember ermordet aufgefunden wird, steht Hercule Poirot daher vor einer besonderen Aufgabe: Jedes Familienmitglied hatte gute Gründe den Mord zu begehen; das Identifizieren des Täters gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen…
Persönliche Meinung: “Hercule Poirots Weihnachten” ist der 17. Kriminalroman rund um die Ermittlerfigur Poirot. Erzählt wird die Handlung von einem auktorialen Erzähler, der in eine Vielzahl von Figuren schlüpft. So werden die Perspektiven von mehreren Familienmitgliedern, von Personen aus der Dienerschaft sowie natürlich von Poirot eingenommen, sodass man einen sehr umfangreichen Blick auf den Fall erhält. Stark gemacht ist insbesondere die Zeichnung des tyrannischen Lee: Er wird als Unsympath schlechthin charakterisiert, der vorurteilsbeladen denkt, illoyal handelt und beleidigend auftritt. Die Handlung selbst beginnt behutsam. Ehe nach circa einem Drittel der Handlung der Mord geschieht, lernen wir die Familie Lee kennen, können uns ein Bild von den Gepflogenheiten sowie dem (späteren) Mordopfer machen. Der Mord selbst ist spannend konstruiert: Er ist gewaltsam und blutig, findet aber in einem “verschlossenen Raum” statt, wobei mehrere Personen versichern können, dass niemand außer Lee im Raum war (wie das alles “funktioniert”, offenbart Poirot stimmig zum Schluss). Nach dem Mord - mit dem Poirots Auftritt einhergeht - plätschert die Handlung allerdings eher dahin, da der Fokus auf die Befragung der Familienmitglieder gerichtet wird. Dies mag für Poirot sinnvoll sein, da er die Familienmitglieder nun zum ersten Mal kennenlernt; für die Lesenden hingegen wird diese Befragungsrunde redundant, da es sich hauptsächlich um bereits bekannte, in der Vorstellung der Familie benannte Informationen handelt. Vieles wird - salopp formuliert - lediglich wiedergekäut, wodurch das Tempo der Handlung verloren geht. Hingegen voll überzeugen konnte mich die Auflösung der Handlung. Einerseits werden hier einige wahre Intentionen mehrerer Figuren aufgedeckt, die man nicht unbedingt ahnen konnte, andererseits war die Identität der Täterfigur für mich vollkommen überraschend. Insgesamt ist “Hercule Poirots Weihnachten” ein wendungsreicher Krimi nach klassischem Format, für den man allerdings gerade im Mittelteil etwas Durchhaltevermögen braucht.























