Bücher mit dem Tag "hermann hesse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hermann hesse" gekennzeichnet haben.

128 Bücher

  1. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.248)
    Aktuelle Rezension von: Miaplacidus

    Ich musste das Buch für die Schule lesen. Vielleicht ist meine Bewertung deshalb ein bisschen von diesem Zwang getrübt.
    Dazu muss ich sagen, dass es schon einige Zeit her ist. Auf jeden Fall empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm zu lesen und habe auch anfangs versucht mich in die Rolle des Protagonisten hinein zu versetzen. Gerade am Anfang war die Geschichte noch einigermaßen okay und ich hatte Hoffnung. Leider entwickelte sie sich in eine sehr merkwürdige Richtung. Das einzige was ich davon mitnehmen konnte, war dass der Protagonist depressiv war, einen Drogentrip machte und dann komplett abstürzte. Ich habe keine Ahnung warum man sowas in der Schule lesen muss. Es gibt haufenweise gute Bücher auf der Welt und ich bin überzeugt oder hoffe zumindest, dass es von Hermann Hesse auch noch Besseres zu lesen gibt aber sowas ist für mich wirklich einfach nur ein großes Fragezeichen. Ich bin sehr offen gegenüber allem Möglichen, besonders bei Büchern aber das hat wirklich einen verwirrenden Eindruck hinterlassen. Wenn man ein Buch erst zum hundertsten Mal interpretieren muss, damit eine halbwegs gute Geschichte dabei rauskommt, verstehe ich den Sinn der Bücher nicht mehr.
    Leider habe ich deswegen nur 2 Sterne gegeben. Vielleicht werde ich das Buch in Zukunft noch einmal lesen und schauen, ob ich ihm doch noch etwas abgewinnen kann aber bis dahin bleibt es hierbei. 

  2. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  3. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (597)
    Aktuelle Rezension von: jhahn666

    Sehr inspirierend 

  4. Cover des Buches Das Glasperlenspiel (ISBN: 9783518463574)
    Hermann Hesse

    Das Glasperlenspiel

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass ich dieses Buch beendet habe. Ursprünglich stand "Das Glasperlenspiel" auf der Liste mit Werken für meine Bachelorarbeit, es stellte sich aber schon bald heraus, dass dieses Buch so gar nicht da rein passt. Als ich deswegen die Anweisung bekam, diese Liste zu kürzen, war dieser Text der erste, den ich wegstrich.

    Nun stellt ihr euch sicher die Frage, warum ich so lange darauf gewartet habe, diesen Text zu rezensieren? Ganz einfach: Ich konnte mit diesem Buch einfach gar nichts anfangen. Und wenn das bei Klassikern vorkommt, dann überlege ich mir immer lieber zweimal, ob ich das Buch rezensieren soll oder doch lieber nicht. Jetzt habe ich mich aber doch dafür entschieden, der Vollständigkeit halber. Hesse gehört zu den Autoren, die meiner Meinung nach total überbewertet werden. Bitte versteht mich nicht falsch: Ich weiß, dass viele Leute Hesse sehr gerne mögen und seine Texte für wertvoll halten und auch ich finde nicht jeden seiner Texte schlecht. "Unterm Rad" war zum Beispiel eine der spannendsten Klassenlektüren, die ich in meiner Schulkarriere gelesen habe. Aber wenn ich für den Kanon verantwortlich wäre, dann hätte Hesse eine viel geringere Bedeutung. Mein Problem mit ihm ist nämlich Folgendes: Er schafft es einfach nicht, Spannung zu erzeugen. Sein Schreibstil plätschert einfach so dahin und es passiert einfach nichts. Gar nichts. Und selbst wenn in ihren Texten nichts passiert, schaffen es manche Autor:innen noch mit ihrem Schreibstil, genug Spannung zu erzeugen, damit ich dabei bleibe. In "Warten auf Godot" gibt es ja auch keine besondere Handlung und trotzdem habe ich das Drama innerhalb kürzester Zeit durchgesuchtet. Hesse hat das zumindest hier nicht geschafft. Und deswegen war mir auch nach mehreren hundert Seiten noch egal, was denn jetzt mit seiner Hauptfigur und seiner Welt passiert.

    Seine Hauptfigur war für mich das nächste Problem. Der Typ ist so unglaublich blass beschrieben! Er hat keine Ecken und Kanten, nichts, was ihn besonders macht. Ja, er ist belesener als seine Altersgenossen und intelligenter, aber er hat keine Fehler, keine Tiefe, nichts. Der Typ ist ein Heiliger und ihr wisst alle, was ich von Buchfiguren dieser Art halte. Er existiert einfach nur, lernt, wird erwachsen und wird Meister des "Glasperlenspiels", das in meiner Vorstellung das langweiligste Spiel aller Zeiten sein muss, was unter anderem daran liegt, dass Hesse es nicht schafft, mir zu erklären, was es denn damit eigentlich auf sich hat und warum es für die Menschen dieser Welt eine so große Bedeutung hat. Es tut mir leid, dass ich diesen Text so harsch beurteilen muss, aber mir gibt dieser Text einfach nichts.

    Mein Fazit? Hat es meiner Meinung nach nicht verdient, auch heute noch so gefeiert zu werden. Mich konnte dieser Text zumindest nicht überzeugen.

  5. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

     (787)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Unterm Rad von Hermann Hesse ist 176 Seiten lang und über unterschiedliche Verlage gedruckt. 

    Das Werk gibt es in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe, als Ebook und Hörbuch.

    Hermann Hesse schrieb dieses Werk 1906. Es entstand ua dadurch das sein Bruder sich das Leben nahm, woran auch Schulprobleme ihren Anteil hatten. 

    Diese Geschichte handelt von Hans der an den Anforderungen an sich selbst und des Umfeldes scheitert. 

    Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch ganz aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele kennen die enormen Anforderungen und den Druck des Umfeldes, die eingeredeten Tugenden und das nur Erfolg und eine gute, studiere Arbeit das Leben erleichtert und glücklich macht. So geht es auch dem überbegabten Protagonisten der es sich selbst und seinem Umfeld zeigen möchte, aber dann doch scheitert. Dies ist ein zutiefst melancholisches und tragisches Werk, welches mich sehr berührt hat und zum Nachdenken anregte. Fand ich mich bisweilen selbst in Hans wider. Die Geschichte schmerzt und brennt noch lange in der Seele. Ach hätte ich sie nur schon viel früher entdeckt, so wäre mir sicherlich Einiges erspart geblieben. 

    Hesse in Höchstform in sehr düsterem Ton, wie man ihn kennt und mit bedrückender Atmosphäre. Eine unerwartete Wendung und eine krasse Message.

    Fazit: Ein sehr düsterer Hesse wie man ihn kennt. Melancholisch und tragisch, unheimlich berührend und nachdenklich stimmend. Unbedingt lesen!

  6. Cover des Buches Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen (ISBN: 9783548609362)
    Francesc Miralles

    Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Samuel hat sich den Menschen verschlossen und lebt allein und einsam sein Leben. Bis eine Samtpfote sich langsam aber sicher in sein Herz stiehlt. Als wenn diese eine Mauer Stein für Stein abtragen würde, erweckt sie Samuel wieder zum Leben. Was wär das Leben ohne wunderschöne Geschichten, die tief ins Herz gehen und die Seele auf wundersame Art streicheln. Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen ist eines dieser Bücher, dessen Inhalt sich einem so offenbart. Es ist, als ob es Gefühle regnen würde. Wort für Wort legt sich die Geschichte wie zarter Blütenstaub auf den Leser nieder und verschmilzt zu einem unzertrennbaren Ganzen in seinen Gedanken. Die Protagonisten fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit ins Bild, wie wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. Es ist als stünde man neben ihnen und könnte sie mit der Fingerspitze berühren. Zu keinem Moment wagt man zu zweifeln, dass sich alles genauso abspielen könnte. Die Fiktion ist sehr nahe an dem eigenen Wunschdenken. Für alle Leser, die mit dem Herzen sehen.
  7. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (884)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Heimann

    Es ist viel Wahrheit in diesem Buch von Hesse. Eine Zeit lang habe ich die Bücher von ihm verschlungen. Aber sein Stil finde ich in der heutigen Zeit manchmal altbacken deshalb nur 4 Sterne 

  8. Cover des Buches Hermann Hesse 'Demian' (ISBN: 9783140750516)
    Walter Jahnke

    Hermann Hesse 'Demian'

     (15)
    Aktuelle Rezension von: elodie_k
    Für den jungen Sinclair gibt es neben der "hellen" Welt seiner Familie auch die abgründige Welt der Diebe und der Gasse. Er ist gefangen zwischen diesen beiden Welten. Bis er einen Freund findet, der ihm seine Weltanschauung von der gesunden Mischung von gut und böse erklärt. Er macht viele Erfahrungen und lernt sich im Laufe seines Lebens selbst kennen. 
  9. Cover des Buches Hermann Hesse: Der Steppenwolf (ISBN: 9783486886221)
    Helga Esselborn

    Hermann Hesse: Der Steppenwolf

     (23)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518471234)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

     (687)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    -Klappentext- 

    Der junge Novize Narziss ist in dem Kloster Mariabronn aufgewachsen, durch sein großes Verständnis für die Wissenschaft bei den Gelehrten beliebt und gibt sich gegenüber anderen sehr stolz und hochmütig. Dann taucht Goldmund auf, welcher von seinem Vater in das Kloster gebracht wird, und zwischen den beiden entsteht eine besondere wenn auch komische Freundschaft. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Der eine ein Denker, der andere ein Träumer. Goldmund ist von Narziss angetan, fühlt sich zu ihm hingezogen und versucht ihn nachzueifern. Er scheitert jedoch und Narziss überzeugt und erklärt ihm, dass Goldmund für ein Leben im Kloster nicht bestimmt ist und dieser begibt sich daraufhin auf Wanderschaft und zieht die Kunst dem Klosterleben vor. Es folgt ein intensives Leben, geprägt von Liebe und Lust, aber auch Leid, Pest, Krieg und Einsamkeit.

    Nun habe ich bereits das dritte Buch von Hermann Hesse zu Ende gelesen und bin wieder mal total außer mir! Seine philosophischen Werke sind so besonders und dieses Werk umfasst diverse Themen wie die Analyse des Menschen und die Gegensätze der Individuen, wobei zwei ganz unterschiedliche Lebensweisen dabei verglichen und betrachtet werden- eine Geschichte voller Unterschiede!

    Hesse‘s Schreibstil war mal wieder einfach großartig und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, die in Vergessenheit geratenen älteren Wörter in meinen Wortschatz aufzunehmen und zu benutzen ;) !

    Mein liebstes Zitat aus dem Buch (S. 44/45) -anders formuliert : 

    „Es ist nicht unsere Aufgabe einander näherzukommen oder ineinander überzugehen, sondern, so wie Sonne und Mond, einander zu erkennen und zu ergänzen- wie ein Gegenstück.“ 

    Dieses Zitat spiegelt haargenau die Menschen wieder: Alle Individuen so voller Unterschiede- die einen sind Denker und Wissenschaftler, die anderen Künstler und Träumer- und doch ergänzen sie sich und brauchen den jeweils anderen. Ohne den einen, existiert der andere nicht.

    Genauso wie Narziss und Goldmund: Beide von Grund auf verschieden mit anderen Lebensvorstellungen, doch ergänzen und profitieren sie auch von sich. Goldmund hat Narziss die Kunst nähergebracht und Narziss Goldmund den Gehorsam und Gott. Der Geistesmensch hat von der Lebensart des Sinnenmenschen profitiert.

    Beide sind ihren Weg gegangen, haben ihre Lebensvorstellung erfüllt und am Ende trotz ihrer Unterschiede wieder zueinander gefunden.

    Narziss hat Goldmund geholfen seinen Lebensweg zu entdecken und Goldmund hat Narziss geholfen seinen Lebensweg anders zu betrachten.

    Beide so unterschiedlich und doch so gleich. 


  11. Cover des Buches Hermann Hesse (ISBN: 9783446238794)
    Gunnar Decker

    Hermann Hesse

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Liebesgeschichten (ISBN: 9783518389003)
    Hermann Hesse

    Liebesgeschichten

     (20)
    Aktuelle Rezension von: parden
    SINN ERHÄLT DAS LEBEN EINZIG DURCH DIE LIEBE...

    "Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe", so schrieb Hesse einst in einem Brief, "das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben."

    Dieser kleine, schlicht gehaltene Band stellt eine Auswahl von Hesses Liebesgeschichten vor, sechs an der Zahl. Die meisten von ihnen sind autobiographisch fundierte Erinnerungen aus der Jugend des Erzählers.
    Erstaunlich die empfindsame Beobachtungsgabe und das Einfühlungsvermögen des Autoren, wenn er den Gefühlen der Liebenden nachspürt und sie dem Leser in filigranen Sätzen und poetischer Sprache nahezubringen vermag.

    Für mich war es ein wunderschönes Vergnügen, in den Geschichten zu lesen von der ersten Liebe, der Liebe des Schüchternen, von der eifersüchtigen Liebe, der Liebe auf den ersten Blick, der nicht erwiderten Liebe - und der Liebe zum Leben.
    Ein kleiner, feiner Band, der mir wieder einmal vor Augen geführt hat, weshalb ich Hesse so mag.

    "Ich sah sie kaum, da ging auch schon ihr Stern in mir auf, dass ich ihre feine Gestalt und innige, unschuldige Schönheit im Herzen begriff und die Melodie erfühlte, in welche eingehüllt sie sich bewegte... Es waren noch andere Frauen da, glänzendere und verheißungsvolle in reifer Pracht, und kluge mit durchdringenden Augen, doch hatte keine einen solchen Duft und keine war von so sanfter Musik umflossen."
    Ist das nicht bezaubernd?


    Da ich jetzt einige Bücher von Hesse innerhalb kurzer Zeit gelesen habe, mache ich jetzt wohl erst einmal eine Pause. Aber ganz sicher wird dies nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein, das ich lese!


    © Parden
  13. Cover des Buches Die Morgenlandfahrt (ISBN: 9783518739150)
    Hermann Hesse

    Die Morgenlandfahrt

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Die Morgenlandfahrt erschien 1932 und ist noch heute in ihrer Deutung umstritten. Der Protagonist H.H. (ein seltsame Ähnlichkeit) erzählt zu Beginn der Erzählung von seinen Jahren als Mitglieder des „Bundes vom Hohen Stuhl“. Mit diesem war er lange Zeit unterwegs, ging auf Wanderschaft, hatte dort „Brüder im Geiste“. Diese Reise wird insbesondere als philosophische, als eine immerwährende Reise beschrieben. In der Erinnerung reisen wir mit H.H. durch Deutschland, nach Italien und weiter, erfahren von Andachten und ähnlichem. Der Bund endet, als ein Mitglied verschwindet. H.H. beginnt nun – Jahre später – seiner Erinnerungen zum Bund aufzuschreiben und nach Resten des Bundes zu suchen. Dazu trifft er auf Lukas, einen Jugendfreund, der sich gegenüber H.H. allerdings spottend über den „Bund“ äußert und dessen Sinn in Abrede stellt. Er findet indes Leo, der offensichtlich mit dem Bund in Verbindung steht, er verfolgt ihn. Schließlich findet allerdings Leo ihn und sagt, dass der Bund selbst H.H. schon lange suche. Man begibt sich gemeinsam zum Bund, H.H. wird förmlich angeklagt, dem Bund untreu geworden zu sein. Am Ende wird H.H. freigesprochen, allerdings mit einem doppeldeutigen Ende. Hesses Erzählung hat mich sehr fasziniert. Sie kündet von Reife und steht bereits thematisch eng beim „Glasperlenspiel“ und dem späten Hesse. Hesse beschäftigt sich in seiner Erzählung insbesondere mit den Urmotiven der eigenen Einsamkeit, der Suche nach Sinn, dem Streben nach Vervollkommnung und der Sehnsucht des Einzelne, im Unendlichen Gleichgesinnte fürs Leben zu finden. Hierfür schafft er einen Kosmos aus vorhandenen Ideen älterer Weltliteratur, bekannter Motive, bekannter Persönlichkeiten. Mit weniger Pathos geschrieben wie „Siddhartha“ und deshalb m.E. angenehmer zu lesen. Die verwendete Symbolik erschließt sich so auch wesentlich einfacher.
  14. Cover des Buches Eigensinn macht Spaß (ISBN: 9783458735533)
    Hermann Hesse

    Eigensinn macht Spaß

     (31)
    Aktuelle Rezension von: XariaSeverin
    Dieser Band umfasst verschiedene Auszüge aus den Schriften von Hermann Hesse. Insgesamt ein rundes Buch, vor allem, wenn man sich erstmal an Hesse rantrauen oder gewöhnen möchte. Vor allem die Gedichte sin schön ausgewählt, 5 Sterne gibt es trotzdem nicht, weil es durch die Stückelung einfach oft auch zäh zu lesen ist.
  15. Cover des Buches Kinderseele (ISBN: 9783518743881)
    Hermann Hesse

    Kinderseele

     (25)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Hermann Hesse erzählt und erklärt in seinem Buch ,Kinderseele´ wie das Verhalten der Eltern das eigene Kind beeinflussen kann. Dabei bezieht er sich explizit auf sein Leben und seine eigenen familiären Erfahrungen. 

    -Achtung, Spoiler-

    In dem Buch geht es um einen Jungen, stehend für Hermann Hesse selbst, der nach dem Raub von Feigen an seinem Vater, von Schuldgefühlen gequält wird. Der Junge befindet sich in einem Zwiespalt und ist sich unsicher, wie er reagieren soll. Während dieser Zeit der Qual und Selbstzweifel, geht es ihm immer schlechter, sodass seine angestauten Gefühle sich auf seine Psyche und auch seinen körperlichen Zustand auswirken.

    Mehrmals wird seine Angst vor dem Vater und seine Scham für die begangene Gräueltat erwähnt. Niemand steht diesem Jungen zur Seite und er muss sich selbst durch den dicht bewaldeten Wald schlagen.

    Als sein Vater letztendlich von seiner Tat erfährt, wird er für den ganzen Nachmittag auf den Dachboden gesperrt, wo er sich verkriecht und die Bücher sein einziger Trost sind.

    Dieses Verhalten, vom Vater ausgehend, konnte der Junge (Hermann Hesse) nie wirklich verdauen und hat ihn für immer geprägt. 

    Dies ist bei allen Familien und deren Kindern der Fall: Eltern beeinflussen und prägen die Kinder- positiv oder negativ. Das Buch zeigt, wie sehr Kinder negativ von ihren Eltern geprägt werden können und auch im weiteren Verlauf ihres Lebens Probleme (ein gewisses Trauma) mit sich schleppen. Zudem ist das Buch eine Warnung: eine Warnung und gleichzeitige Hilfe, um Eltern an diesem Verhalten zu hindern und einen anderen Weg einzuschlagen.

    Der Schreibstil von Hesse war wieder mal poetisch und wunderschön. Während des Lesens fühlt man sich dadurch einfach nur wohl.

  16. Cover des Buches Siddharta (ISBN: 9783895847417)
    Hermann Hesse

    Siddharta

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Hofmann-J

    Wie sein indischer Vorgänger Gautam Bodh, befreit sich Hesses Siddhartha von gesellschaftlichen sowie familiären Zwängen, um seinen eigenen Weg zu gehen, der ihn über materielle Armut, sodann über Reichtum zu guter Letzt in die Natur führt, wo ein Fluss für ihn zum Sinnbild des stetigen Wandels und gleichzeitig Verweilens wird. Hesse warnt hier vor sturem Befolgen von Konventionen und ruft den Leser dazu auf, selbst das für ihn Beste herauszufinden – durch eigene Erfahrung.

    Lehre, ohne Belehrung sein zu wollen.
  17. Cover des Buches Jugendland (ISBN: 9783458358374)
    Hermann Hesse

    Jugendland

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Gertrud (ISBN: 9783518756775)
    Hermann Hesse

    Gertrud

     (45)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die gewaltige sprachliche Macht dieses sehr frühen Werkes von Hermann Hesse hat mich besonders beeindruckt. "Gertrud" ist 1910 erschienen, der Autor ist also gerade mal 33-jährig. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Leben des introvertierten Komponisten Kuhn, der durch eine unglückliche Schlittenfahrt in jungen Jahren eine nicht mehr heilende Verletzung erfährt und zeitlebens ein lahmes Bein hat. Er hadert mit seinem Schicksal und mit dem Leben an und für sich. Die unerfüllte Liebe zu Gertrud, die von seinem Künstlerfreund, dem Sänger Muoth ebenfalls verehrt und auch geheiratet wird, lässt ihn noch tiefer in die Melancholie versinken. Einzig und allein in der Musik findet Kuhn die reine Harmonie und beglückende Freude.

    "Wir können unser Herz dem Leben nicht entziehen, aber wir können es so bilden und lehren, dass es dem Zufall überlegen ist und auch dem Schmerzlichen ungebrochen zuschauen kann". Der unendliche Lebensschmerz des Komponisten kommt in diesem textlichen Auszug besonders kraftvoll zum Ausdruck.

    "Gertrud" ist ein sehr stilles, schwermütiges und sehr poetisches Buch mit einer immensen Tiefe. Mir hat es sehr gefallen, doch empfiehlt es sich, diesen Roman in froher Gemütslage zu lesen, um die Traurigkeit besser zu ertragen.

  19. Cover des Buches Peter Camenzind (ISBN: 9783518735725)
    Hermann Hesse

    Peter Camenzind

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    3.5 / 5 ⭐

    Zwar nicht mein Lieblingsbuch von Hesse, aber unglaublich schöne, nahezu magische Naturbeschreibungen wie in fast keinem anderen bisher von mir gelesenen Roman von ihm (und ein paar sind es mittlerweile doch schon). 

    Man möge meinen er sei selbst am Schweizer Land aufgewachsen. 

    Das Buch bzw die Geschichte ist eine eher ruhige, unaufregende im Vergleich zu Narziss und Goldmund, dem Steppenwolf oder Unterm Rad... 



  20. Cover des Buches Herbst (ISBN: 9783458351986)
    Hermann Hesse

    Herbst

     (4)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Wer die Kombination von Literatur und Natur mag, dem sei diese sinnliche Reihe Frühling, Sommer, Herbst und Winter", erschienen beim insel taschenbuch Verlag, zu empfehlen. Die zahlreichen Textauszüge und Gedichte werden mit vielen schönen Aquarellen von Hermann Hesse bereichert. Ein Leckerbissen für die Augen, die Ohren und die Seele.

    SPÄTHERBST

    Jetzt steht der ganze Garten leer,
    Das Obst ist eingetan,
    Spätrosen scheinen müde her,
    Die sonst so farbig sahn.

    Und bald, und bald wird auch bei mir
    Der Herbst und Winter stehn:
    So viele Tage blühten dir,
    Nun lass die Ernte sehn!

    Dann steh ich arm und weiss nicht mehr,
    Wofür mein Herz geglüht,
    Kaum dass darin noch ungefähr
    Ein spätes Röslein blüht.

    Das reiss ich ab und trags am Hut,
    Der Weg ist nimmer weit,
    Und nehme seine kleine Glut
    Mit in die Dunkelheit.

  21. Cover des Buches Monte Verità (ISBN: 9783570554067)
    Stefan Bollmann

    Monte Verità

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ruth_Tuescher

    In diesem Buch werden die Menschen porträtiert, die auf einem Hügel im Tessin versuchten, neue Ideale in die Tat umzusetzen und befreit zu leben. Sehr lebendig, fundiert und anregend geschrieben. Auch berühmte Menschen wie Hermann Hesse waren dort und liessen sich inspirieren zum Sonnenbad ohne störende Kleidung, zu vegetarischer oder veganer Ernährung und zum neu erfundenen Ausdruckstanz - auch Eurythmie genannt.

    Ich habe das Buch schon mehrfach mit Gewinn gelesen.

  22. Cover des Buches Lesebuch (ISBN: 9783518384756)
    Hermann Hesse

    Lesebuch

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Siddharta - Eine indische Dichtung (ISBN: B002RFTGG0)
    Hermann Hesse

    Siddharta - Eine indische Dichtung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: janett_marposnel
    Siddharta folgt als Kind den Lehren seines Vaters, der Brahmanen und verlässt sein Elternhaus, um sich den Lehren der asketisch lebenden Samanas zu widmen. Drei Jahre verbringt er mit seinem Freund Govinda mittellos im Wald und nimmt den Glauben der Samanas bis zur Vollendung an - bis die beiden Freunde endlich Gotama Buddha, dem Erhabenen begegnen. Dort trennen sich die Wege der Gefährten. Während sich Govinda Gotamas Lehren ganz und gar hingeben möchte, gewinnt Siddharta die Überzeugung, dass ihn kein weiterer Unterricht voranbringen wird, weil er fühlt, dass man den letzten Schritt zur Erkenntnis nur in sich selbst erfahren wird. Kein Lehrmeister der Welt kann einen auf diesem Weg unterstützend begleiten und so verabschiedet er sich von allem, um allein nach dem Pfad der Erleuchtung zu suchen.

    Was er allerdings findet, ist eine Kurtisane, die verspricht ihn in der Liebeskunst zu unterrichten, wenn er sie dafür bezahlt. Da Siddharta nichts weiter gelernt hat außer denken, fasten, dichten und auf Almosen angewiesen ist, vermittelt ihm die schöne Kamala einen Broterwerb bei dem Kaufmann Kamaswami. Dort erlernt Siddharta die Kunst des Handels und verfügt von nun an über eigenes Geld, welches ihm ein nie zuvor gekanntes Leben mit allen Sinnen zwar eröffnet, aber nicht die gewünschte Erleuchtung bringt.

    Er nimmt Gewohnheiten an, die er vorher verabscheut hat und nach viel zu vielen Jahren der Fülle, des Überflusses und des Überdrusses, packt ihn plötzlich der Ekel vor sich selbst, vor den Menschen und vor der Stadt - er flieht zurück in den Wald, wo ihm der Fluss, in welchen er sich eigentlich lebensmüde stürzen wollte, plötzlich einer Eingebung folgend, das Leben rettet.

    Nach einem langen Weg der Einigkeit und Zerrissenheit, der Freude und Trauer, Liebe und Tod bei dem alten und weisen Fährmann Vasudeva erreicht Siddharta im hohen Alter doch noch die Vollendung. Am Ende der Geschichte erklärt er seinem Freund Govinda, dass die Suchenden, so wie Govinda einer ist, sich selbst die Möglichkeit des Findens nehmen, weil sie immer nur nach einem Ziel streben. Wer ständig sucht, kann nichts finden, denn das permanente Suchen führt unbewusst zu Engstirnigkeit. So paradox es auch klingt, aber nur wer nichts sucht, frei und offen für alles und jeden ist, wird finden. Das hat Siddharta selbst erfahren dürfen. Und hier schließt sich nun der Kreis der Erzählung, denn wie Siddharta als junger Mann bereits vermutet hat, kann man Weisheit und Erleuchtung nicht lehren, man kann beides nur finden. Für Govinda ist diese Ansicht albern und verrückt. Ein Nachteil, den Weisheit oft mit sich bringt, dass man zwar für närrisch oder ein wenig einfältig gehalten wird, aber auf Grund der vollkommenen Ruhe, des inneren Strahlens und des festen Selbstbewusstseins trotzdem einen tiefen Eindruck hinterlässt.

    Letztendlich ist es so und das hat Hermann Hesse in seiner kleinen, aber feinen Geschichte wunderbar herausgearbeitet, wer zu viel Zeit mit seinen Gedanken verbringt, statt sich auf seine Intuition zu verlassen, wird nie weise werden. Solange der Mensch keinen Abstand zu Vergangenheit und Zukunft gewinnt und lernt sich vorwiegend im Jetzt aufzuhalten, solange wird er immer ein Suchender bleiben und nie finden. In diesem Sinne: Hört auf zu suchen und Ihr werdet finden. Om.
  24. Cover des Buches Hermann Hesse in Augenzeugenberichten (ISBN: 9783518383650)
    Volker Michels

    Hermann Hesse in Augenzeugenberichten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Über Hermann Hesse gibt es eine Vielzahl an Biographien, doch irgendwie befriedigen diese nicht die Neugierde des echten Hesse-Fans nach dem „wie war Hesse wirklich, was für ein Mensch war er?“. So bin ich auf dieses Buch gestoßen. Volker Michels hat hier Augenzeugenberichte, also Erlebnisberichte von Zeitgenossen, zusammengetragen, aus allen Lebensabschnitten des Autors. Sie bieten einen recht guten Eindruck von Hermann Hesse als Mensch, Autor und öffentliche Person; schwierig wird es da, wo Autoren ihre Erinnerungen Jahre später zu Papier gebracht haben, so bspw. seine Schulkameraden. Wie authentisch sind diese Erzählungen noch? – Immerhin liegen bereits Jahrzehnte dazwischen und in der Zwischenzeit ist die ungeheure Popularität des Autors hinzugekommen, die manch simpler Begegnung einen sakralen Charakter verleiht. Bei allem Lesen zwischen den Zeilen: ein besseres Kaleidoskop mit Eindrücken zu Charakter, Lebensart und Lebensanschauungen Hesses gibt es wohl nicht für den Hesse-Fan, für den der Autor einfach viel zu kurz gelebt hat...

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