Bücher mit dem Tag "hermann hesse"

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33 Bücher

  1. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

    (1.306)
    Aktuelle Rezension von: Metalfischchen

    Harry Haller ist so etwas wie ein „randständiger Bürgerlicher“, der mit seinen Mitmenschen hadert. Harry stellt sich immer vor, wie in ihm drin der zivilisierte Mensch mit dem wilden Steppenwolf kämpft. Im ersten Drittel hätte ich fast abgebrochen, denn nach dem gefühlt hundertsten Mal hatte ich es ja schon verstanden: Harry ist der einzig vernünftige Mensch in einer Horde aus Schlafschafen. Dabei hat er mit dieser Beobachtung im Deutschland der Zwanzigerjahre ja sogar recht.

    Im zweiten Drittel taucht dann Hermine auf, welche Harry eine andere Perspektive gibt und das Buch für mich rettet. Die Leserschaft folgt von hier an Harry in eine Welt aus Musik, Partys, Drogen und Sex inklusive Bisexualität

    Das Ende ist ein wilder Drogentrip, in welchem Harry sich seinem zerrissenen Inneren stellt.

  2. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

    (950)
    Aktuelle Rezension von: Spowilein

    Siddhartha geht seinen Weg. Weg von den Eltern zu den Samanas, den Asketen. Dies gemeinsam mit seinem Freund Govinda. Sie suchen den Weg ins Nirwana. Es scheint nur logisch, dass sie nur Begleiter sind und sich ihre Wege irgendwann trennen. Govinda wird Mönch, während Siddhartha den scheinbar gegenteiligen Weg geht. Er liebt, handelt, häuft Geld an, verliert es wieder und vor allem leidet er. nichts stellt ihn zu Frieden. Sein Leiden geht soweit, dass er irgendwann aus der Stadt flieht und bereit ist sich selbst durch Suizid zu erlösen, doch in dem Moment vernimmt er das „Om“ des Flusses. Dies rettet ihn und bringt ihn zu seinem letzten und wichtigsten Lehrer: Vasudeva. Durch seine Führung findet Siddhartha, in hohem Alter, wonach er sein Leben lang suchte.

    Das Buch ist einzigartig und ich kann kaum in Worte fassen, was ich hier alles mitnehme. Treffender Weise steht im Buch selbst, dass Worte nicht im Stande sind wiederzugeben, was man meint. So ist es tatsächlich. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, spürte ich eine unheimliche Ruhe in mir. Es ist ok nicht zu suchen, zu optimieren, zu renne. Es ist ok ziellos zu sein, zu existieren und zu lieben.

    Gerade in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, ist das Buch entschleunigend, beruhigend und ein Ratgeber, den Instagram nicht im Stande ist zu liefern mit ein paar POV… 

    Ich denke das Buch kann man gut und gern öfter lesen und die ein oder andere Erkenntnis wird sich noch mehr offenbaren.

    Ich kann es nur empfehlen!

  3. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

    (846)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Sein Vater, seine Lehrer, der Pfarrer und überhaupt fast alle in seinem Heimatdorf sind sich einig, dass der junge Hans Giebenrath außergewöhnlich begabt ist und Großes von ihm zu erwarten ist. Mit viel Engagement, Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit bereitet sich Hans auf das Landexamen vor, denn wer dieses besteht zählt zu den wenigen Privilegierten, die das Seminar in der Klosterschule in Maulbronn besuchen dürfen und vor denen eine glänze Zukunft liegt. Zunächst verläuft alles nach Plan, aber nach und nach beginnt Hans unfreiwillig von diesem streng vorgezeichneten Weg abzukommen und alles verändert sich für ihn schleichend und unaufhaltsam zum Schlechteren hin…

    „Über Hans Giebenraths Begabung gab es keinen Zweifel. […] Damit war seine Zukunft bestimmt und festgelegt.“ (S. 9)

    Meine Meinung:

    Da ich „Siddhartha“ und vor allem „Narziss und Goldmund“ sehr gemocht habe („Demian“ war leider weniger mein Fall) wollte ich nun auch „Unterm Rad“ eine Chance geben.

    „Unterm Rad“ ist ein sehr berührendes und nachdenklich stimmendes Buch, das einem in Erinnerung bleibt. Diese relativ kurze, geradlinig und unaufgeregt erzählte Geschichte besitzt dafür umso größere emotionale Wucht. Das Buch macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam, das auch in der heutigen Zeit noch aktuell ist: Psychische Erkrankungen und die Schattenseiten der Leistungsgesellschaft. Es ist bemerkenswert, dass Hermann Hesse dieses Buch schon 1905 veröffentlicht hat, denn damals waren psychische Erkrankungen noch weit weniger im Bewusstsein der Öffentlichkeit und man hatte weniger Verständnis dafür als heutzutage.

    Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Man kann sich sehr gut in Hans hineinversetzen, weil Hermann Hesse bei der Schilderung von dessen Gefühlen und Gedanken viel Einfühlungsvermögen und ein hohes Maß an Sensibilität beweist. Hans ist ein gutmütiger, sensibler, zurückhaltender, höflicher, intelligenter und fleißiger Junge, den man schnell ins Herz schließt. Hans ist jemand, der es jedem recht machen möchte und der seine eigenen Bedürfnisse hintenanstellt. Er will die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und übernimmt die Pläne, die die Erwachsenen mit ihm haben als seine eigenen und verinnerlicht sie. Hans nimmt es klaglos hin als sein Vater und seine Lehrer ihm immer mehr Lernstoff aufbürden. Schon bald hat Hans fast gar keine Freizeit mehr in der er seinen Hobbys nachgehen kann.

    Bereits zu Beginn der Geschichte (als für Hans noch alles sehr gut läuft) bereiten einem gewisse Dinge ein wenig Unbehagen und man hat zuweilen ein ungutes Gefühl. Man hat nämlich den Eindruck, dass die Personen in Hans‘ Umfeld viel zu sehr auf seine Leistungen schauen und dazu neigen den Menschen dahinter vergessen. Hans scheint vorwiegend geschätzt zu werden, weil er „der Stolz der Stadt“ ist. Ihm wird dadurch der Eindruck vermittelt, dass man ihn nicht seiner Persönlichkeit wegen mag und beachtet, sondern aufgrund seiner herausragenden schulischen Leistungen. Nicht einmal Hans‘ Vater ist in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Außerdem wird von allen Seiten sehr großer Druck auf Hans ausgeübt und jeder will ihn zu Höchstleistungen antreiben. Erschwerend kommt hinzu, dass zugleich auch nicht auf Hans‘ Sorgen und Ängste eingegangen wird und diese sogar als unbedeutend abgetan werden:

    „Du weißt, dass wir alle Hoffnungen auf dich setzen. Im Latein erwarte ich eine besondere Leistung von dir.“ – „Wenn ich aber durchfalle“, meinte Hans schüchtern. „Durchfallen?!“ Der Geistliche blieb ganz erschrocken stehen. „Durchfallen ist einfach unmöglich. Einfach unmöglich! Sind das Gedanken!“ (S. 15)

    Als Hans in die Klosterschule kommt hofft man sehr, dass das Internatleben guttut. Tatsächlich findet Hans in dem eher unangepassten, leicht rebellischen und impulsiven Hermann auch endlich einen Freund. Obwohl die beiden charakterlich sehr unterschiedlich sind verstehen sie sich prächtig und werden schon bald unzertrennlich. Leider gibt es aber schon bald Probleme: Hermann fällt bei den Lehrern in Ungnade woraufhin diese es allen Schülern für unbestimmte Zeit untersagen mit Hermann auch nur zu sprechen. Hans sieht sich somit gezwungen seinem Freund den Rücken zu kehren. Gewissenskonflikte und Schuldgefühle sind damit natürlich vorprogrammiert. Wie die Lehrer hier einen Schüler zum Aussätzigen erklärt haben und ihn völlig von den anderen isoliert haben hat mich fassungslos und wütend gemacht. Es handelt sich immerhin um minderjährige Schüler, die weit von Zuhause entfernt leben und die daher vor Ort außer ihren Mitschülern keinerlei Bezugspersonen haben. Auch sonst sind die pädagogischen Methoden zur damaligen Zeit aus heutiger Sicht sehr erschreckend. So droht den Schülern beispielsweise bei regelwidrigem Verhalten der Karzer. 

    Es ist bedrückend und traurig mitanzusehen wie es Hans dann im Laufe der Geschichte zunehmend schlechter geht. Der große Druck unter dem er steht und die Angst vor dem Scheitern machen ihm immer mehr zu schaffen. Es plagen ihn Albträume, er hat ständig Kopfschmerzen und er fühlt sich gestresst, ruhelos, gehetzt, antriebslos und niedergeschlagen. Als Leser ist man aber leider die einzige Person, der das frühzeitig bzw. der das überhaupt auffällt. Niemand bemerkt wie sehr Hans im Stillen zu leiden beginnt:

    Keiner […] sah hinter dem hilflosen Lächeln des schmalen Knabengesichts eine untergehende Seele leiden und im Ertrinken angstvoll und verzweifelnd um sich blicken. (S. 111)

    Erst als sich Hans‘ schulische Leistungen verschlechtern fällt ihnen auf, das etwas nicht stimmt. Es werden dann jedoch nur halbherzige bzw. gar keine Versuche unternommen um die Situation für ihn zu verbessern und ihm aus seinem Elend herauszuhelfen. Stattdessen ist man schlicht enttäuscht von ihm, grenzt ihn aus und wendet sich von ihm ab, weil er es nicht länger wert ist, dass man ihm viel Aufmerksamkeit schenkt:

    Er war kein Gefäß mehr, in das man allerlei hineinstopfen konnte, kein Acker für vielerlei Samen mehr; es lohnte sich nimmer, Zeit und Sorgfalt an ihn zu wenden. (S. 116)

    Hans hat mir furchtbar leidgetan und ich habe mir große Sorgen um ihn gemacht. Man wünscht es sich in vielen Momenten richtiggehend ihm eine Hand auf die Schulter legen zu können, ihm Mut zuzusprechen und ihn zu trösten. Sein Scheitern ist für Hans eine große Enttäuschung und eine demütigende Erfahrung. Manche Leute verspotten ihn auch noch deswegen. Außerdem kehren ihm viele den Rücken, weil er für sie nun nicht länger interessant ist. 

    Diese Geschichte ist eine ohne Happy End und das macht sie umso eindrücklicher und bewegender. Diejenigen, die zu Hans‘ Unglück beigetragen haben haben leider rein gar nichts aus dem Geschehenen gelernt und hinterfragen ihr eigenes Verhalten Hans gegenüber in keiner Weise. Nicht einmal Hans‘ Vater ist da keine Ausnahme. Einzig der Schumacher Flaig (ein weitgehend unbeteiligter Beobachter der Geschehnisse) macht sich in dieser Hinsicht Gedanken. Man hat daher den Eindruck, dass sich eine Geschichte wie die von Hans jederzeit wiederholen könnte und das hat mich ziemlich niedergeschlagen und traurig zurückgelassen. Es gab keinen Hoffnungsschimmer.

    Fazit:

    Dieses Buch sollte man auf keinen Fall lesen, wenn man ohnehin schon etwas traurig ist. Es ist nämlich eine Geschichte, die sehr bedrückend, dramatisch und hoffnungslos ist. Man muss hilflos mitansehen wie Hans im Stillen leidet, ihm keiner hilft und schließlich alles sehr traurig endet. Es ist eine sehr berührende Geschichte über ein ernstes Thema, die einem nicht so schnell loslässt und die einem nachdenklich stimmt. Hermann Hesses Schreibstiel ist auch in diesem Buch wunderschön.

    Ich hätte mir gewünscht, dass es am Ende zumindest einen kleinen Funken Hoffnung gibt und einige der handelnden Personen ihr Verhalten Hans gegenüber überdenken. Daher nur vergebe ich nur 4 statt 5 Bewertungssterne. Vielleicht ist es aber auch etwas unfair bloß deswegen einen Stern abzuziehen.

     

  4. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518474723)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

    (711)
    Aktuelle Rezension von: Giant7

    Für mich ist Narziss und Goldmund eine wunderschön erzählte Geschichte über zwei mittelalterliche Männer, die auf unterschiedliche Weise nach dem Sinn des Lebens suchen. Sie begegnen sich jung im Kloster und schlagen später getrennte Wege ein: Narziss entscheidet sich für das geistige, spirituelle Leben, während Goldmund in die Welt hinauszieht. Trotz ihrer Gegensätze verbindet sie die gleiche Suche nach Wahrheit.

    Ich schätze Hermann Hesses philosophischen Romane. Auch in diesem Werk greift er zentrale Themen wie Wirklichkeit, Illusion und Erkenntnis auf. Obwohl ich bereits andere Bücher von ihm gelesen habe, empfinde ich dieses als sein gelungenstes – sowohl erzählerisch als auch inhaltlich.

    Besonders beeindruckt hat mich die harmonische Verbindung von Handlung und Philosophie. Die Gedanken über Kunst, Leben und das Zusammenspiel von geistiger und materieller Welt haben mich sehr angesprochen. Für mich ist dieser Roman Hesses bestes Werk, und ich empfehle ihn allen, die Freude an philosophischen Geschichten haben.

  5. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

    (625)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Mann namens Emil, der von einigen besonders prägenden Erlebnissen aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Man erfährt welche Sorgen und Nöten Emil gehabt hat und wieviel ihm seine Freundschaft mit dem einige Jahre älteren Demian bedeutet hat... 

    Meine Meinung:

    Da ich Siddhartha, Unterm Rad und vor allem Narziss und Goldmund sehr gemocht habe wollte ich nun auch Demian eine Chance geben.

    Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Ich konnte mich sehr gut in Emil hineinversetzen, weil Hermann Hesse bei der Schilderung von dessen Gefühls- und Gedankenwelt viel Einfühlungsvermögen und ein hohes Maß an Sensibilität beweist. So wird es sehr eindrücklich und lebensnah beschrieben wie Emil als 10-jähriger durch eine Notlüge in eine für ihn äußerst belastende und zunächst ausweglos erscheinende Situation gerät und wie ihn erst die Bekanntschaft mit Demian davon befreit. Diese ersten Begegnungen mit Demian und die zaghafte Annäherung zwischen Emil und Demian werden toll beschrieben. Demian ist ein geheimnisvoll und verschlossen wirkender Junge mit interessanten und unkonventionellen Ansichten über den man gerne mehr erfahren hat.

    Nach diesem starken Anfang hat mich die Geschichte im weiteren Verlauf leider ein wenig verloren. Emil wechselt auf eine weiterführende Schule, die sich in einer anderen Stadt befindet. Deshalb verschwindet Demian zunächst aus Emils Leben und er kommt über viele Seiten hinweg überhaupt nicht mehr vor. Das finde ich schade, weil Demian bis dahin ein wichtiger Bestandteil der Geschichte gewesen ist und diese sehr bereichert hat. Stattdessen verliert sich Emil von da an sehr in seinen Gedanken und zu manchen dieser Gedanken – u. a. die Gedanken rund um „Der Vogel kämpft sich aus dem Ei“ und „Der Gott heißt Abraxas“ – konnte ich einfach keinen richtigen Zugang finden und ich habe sie als zu surreal und als etwas „abgehoben“ empfunden. Bei vielen von Emils Gedanken gab es mir zu viel Interpretationsspielraum und ich hatte stellenweise den Eindruck, dass ich einen Lektürenschlüssel benötige um die Bedeutung des Ganzen vollumfänglich zu verstehen. Emil malt z. B. ein Porträt von einer ihm flüchtig bekannten Frau und stellt dann später fest, dass dieses eigentlich seine eigenen Gesichtszüge hat und später meint er dann doch Demian in diesem Porträt zu erkennen. Ein weiterer Schwachpunkt der Geschichte ist für mich Emils Bekanntschaft mit dem Organisten Pistorius. Mit den Gesprächen zwischen Emil und Pistorius konnte ich nicht besonders viel anfangen und die Inhalte waren für mich nicht richtig greifbar. Ich hatte den Eindruck, dass man diese Episode getrost ein wenig hätte kürzen können, weil sie die Geschichte nicht wirklich vorangebracht haben.

    Auch mit Emils Liebesbeziehung hatte ich so meine Probleme. Ich finde es zu unglaubwürdig, dass Emil sich aus heiterem Himmel verliebt und seine Gefühle von seiner Angebeteten direkt erwidert werden obwohl die beiden sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich so gut wie gar nicht kennen und es zudem noch einen nicht unerheblichen Altersunterschied zwischen ihnen gibt. Außerdem finde ich es nicht in Ordnung, dass Emil seine Beziehung zunächst gegenüber einer bestimmten dritten Person verschweigt. Es wäre meiner Meinung nach mehr als angebracht gewesen und der Respekt hätte es verlangt diese besagte dritte Person direkt ins Vertrauen zu ziehen als sich abgezeichnet hat, dass sich eine Liebesbeziehung anbahnt. 

    Das Ende der Geschichte gefiel mir dann jedoch richtig gut. Es fällt sehr dramatisch aus ging mir sehr zu Herzen.

    Fazit:

    Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf diese Geschichte. Der tolle Schreibstil, der vielversprechende Beginn und das dramatische Ende haben mich für diese Geschichte eingenommen. Zugleich habe ich aber mit Blick auf den Mittelteil auch einige Kritikpunkte, die das Lesevergnügen geschmälert haben.

    Für mich kann diese Geschichte leider nicht mit Siddhartha, Unterm Rad und vor allem mit Narziss und Goldmund mithalten, aber ich bereue es auch nicht das Buch gelesen zu haben, weil mir es mir stellenweise recht gut gefallen hat.

    Zum Schluss noch einige der schönsten Zitate aus dem Buch:

    „Man braucht vor niemandem Angst zu haben. Wenn man jemand fürchtet, dann kommt es daher, dass man diesem Jemand Macht über sich eingeräumt hat. Man hat zum Beispiel etwas Böses getan, und der andre weiß das – dann hat er Macht über dich.“ (S. 53)
    „Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert.“ (S. 84)
    „Man darf nichts fürchten und nichts für verboten halten, was die Seele in uns wünscht.“ (S. 146)
    „Liebe muss nicht bitten“, sagte sie, „auch nicht fordern. Liebe muss die Kraft haben, in sich selbst zur Gewissheit zu kommen. Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht.“ (S. 193)
  6. Cover des Buches Hermann Hesse: Der Steppenwolf (ISBN: 9783486886221)
    Helga Esselborn

    Hermann Hesse: Der Steppenwolf

    (24)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Hermann Hesse (ISBN: 9783518464588)
  8. Cover des Buches Peter Camenzind (ISBN: 9783518735725)
    Hermann Hesse

    Peter Camenzind

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Ich habe Peter Camenzind gelesen – Hesses ersten Roman (Mehr zu Hesse: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/hermann-hesse/ ) – und es fühlte sich an, als würde ich mit einem alten Freund spazieren gehen. Langsam, nachdenklich, mit weitem Blick.

    Peter kommt aus einem kleinen Bergdorf in der Schweiz. Am Anfang wirkt er wie viele junge Männer: unruhig, suchend, voller Sehnsucht nach „mehr“. Also geht er los – in die Welt, in die Städte, in die Bücher, in die Liebe.

    Was mich berührt hat: Hesse urteilt nicht. Er schaut zu. Er lässt Peter stolpern, träumen, zweifeln. Und genau dadurch wirkt alles so ehrlich.

    Ich habe mich oft wiedererkannt – in dieser Unruhe, in dem Wunsch, etwas Besonderes zu sein, aber auch in der Einsamkeit, die mit dem Denken kommt. Peters Weg ist kein großes Abenteuer. Es ist ein stilles Reifen. Ein inneres Wachsen.

    Hesses Sprache ist klar, bildhaft und manchmal fast zärtlich. Die Natur spielt eine große Rolle. Ich konnte die Berge sehen, das Wasser riechen, den Wind spüren.

    Und irgendwann merkt Peter: Das Leben ist nicht in den großen Gesten. Es ist im Mitgefühl, in der Nähe, in der Einfachheit.

    Peter Camenzind ist ein ruhiger Roman – aber einer, der bleibt. Ein Buch über das Menschsein. Über Fragen, die nie alt werden. Und für mich: ein leiser Schatz, den ich gern weitertrage.

  9. Cover des Buches Klein und Wagner (ISBN: 9783518743775)
  10. Cover des Buches Die Morgenlandfahrt (ISBN: 9783518739150)
    Hermann Hesse

    Die Morgenlandfahrt

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Die Morgenlandfahrt erschien 1932 und ist noch heute in ihrer Deutung umstritten. Der Protagonist H.H. (ein seltsame Ähnlichkeit) erzählt zu Beginn der Erzählung von seinen Jahren als Mitglieder des „Bundes vom Hohen Stuhl“. Mit diesem war er lange Zeit unterwegs, ging auf Wanderschaft, hatte dort „Brüder im Geiste“. Diese Reise wird insbesondere als philosophische, als eine immerwährende Reise beschrieben. In der Erinnerung reisen wir mit H.H. durch Deutschland, nach Italien und weiter, erfahren von Andachten und ähnlichem. Der Bund endet, als ein Mitglied verschwindet. H.H. beginnt nun – Jahre später – seiner Erinnerungen zum Bund aufzuschreiben und nach Resten des Bundes zu suchen. Dazu trifft er auf Lukas, einen Jugendfreund, der sich gegenüber H.H. allerdings spottend über den „Bund“ äußert und dessen Sinn in Abrede stellt. Er findet indes Leo, der offensichtlich mit dem Bund in Verbindung steht, er verfolgt ihn. Schließlich findet allerdings Leo ihn und sagt, dass der Bund selbst H.H. schon lange suche. Man begibt sich gemeinsam zum Bund, H.H. wird förmlich angeklagt, dem Bund untreu geworden zu sein. Am Ende wird H.H. freigesprochen, allerdings mit einem doppeldeutigen Ende. Hesses Erzählung hat mich sehr fasziniert. Sie kündet von Reife und steht bereits thematisch eng beim „Glasperlenspiel“ und dem späten Hesse. Hesse beschäftigt sich in seiner Erzählung insbesondere mit den Urmotiven der eigenen Einsamkeit, der Suche nach Sinn, dem Streben nach Vervollkommnung und der Sehnsucht des Einzelne, im Unendlichen Gleichgesinnte fürs Leben zu finden. Hierfür schafft er einen Kosmos aus vorhandenen Ideen älterer Weltliteratur, bekannter Motive, bekannter Persönlichkeiten. Mit weniger Pathos geschrieben wie „Siddhartha“ und deshalb m.E. angenehmer zu lesen. Die verwendete Symbolik erschließt sich so auch wesentlich einfacher.
  11. Cover des Buches Kinderseele (ISBN: 9783518743881)
    Hermann Hesse

    Kinderseele

    (27)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Hermann Hesse erzählt und erklärt in seinem Buch ,Kinderseele´ wie das Verhalten der Eltern das eigene Kind beeinflussen kann. Dabei bezieht er sich explizit auf sein Leben und seine eigenen familiären Erfahrungen. 

    -Achtung, Spoiler-

    In dem Buch geht es um einen Jungen, stehend für Hermann Hesse selbst, der nach dem Raub von Feigen an seinem Vater, von Schuldgefühlen gequält wird. Der Junge befindet sich in einem Zwiespalt und ist sich unsicher, wie er reagieren soll. Während dieser Zeit der Qual und Selbstzweifel, geht es ihm immer schlechter, sodass seine angestauten Gefühle sich auf seine Psyche und auch seinen körperlichen Zustand auswirken.

    Mehrmals wird seine Angst vor dem Vater und seine Scham für die begangene Gräueltat erwähnt. Niemand steht diesem Jungen zur Seite und er muss sich selbst durch den dicht bewaldeten Wald schlagen.

    Als sein Vater letztendlich von seiner Tat erfährt, wird er für den ganzen Nachmittag auf den Dachboden gesperrt, wo er sich verkriecht und die Bücher sein einziger Trost sind.

    Dieses Verhalten, vom Vater ausgehend, konnte der Junge (Hermann Hesse) nie wirklich verdauen und hat ihn für immer geprägt. 

    Dies ist bei allen Familien und deren Kindern der Fall: Eltern beeinflussen und prägen die Kinder- positiv oder negativ. Das Buch zeigt, wie sehr Kinder negativ von ihren Eltern geprägt werden können und auch im weiteren Verlauf ihres Lebens Probleme (ein gewisses Trauma) mit sich schleppen. Zudem ist das Buch eine Warnung: eine Warnung und gleichzeitige Hilfe, um Eltern an diesem Verhalten zu hindern und einen anderen Weg einzuschlagen.

    Der Schreibstil von Hesse war wieder mal poetisch und wunderschön. Während des Lesens fühlt man sich dadurch einfach nur wohl.

  12. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783961115396)
  13. Cover des Buches Manchmal ist es federleicht (ISBN: 9783462053371)
    Christine Westermann

    Manchmal ist es federleicht

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Maimouna19

    In „Manchmal ist es federleicht“ teilt Christine Westermann ihre Gedanken zum Thema Abschiede auf eine ehrliche und berührende Weise, manchmal wehmütig, doch auch immer mit einer Prise Humor, angereichert mit Beispielen aus ihrem Leben.

    Loslassen fällt oft schwer und es gibt sie natürlich, die schweren Abschiede, wie z.B. der Tod eines geliebten Menschen, die einen ein Leben lang begleiten und auch mit Zeit nicht leichter werden. Und es gibt die Abschiede, die das Alter mit sich bringt: mit 70 fallen einem viele Sachen halt nicht mehr so leicht wie mit 20, 30, 40. Aber muss man sich deshalb das Leben schwer machen? Und dann gibt es natürlich auch die leichten Abschiede, die man selbst plant und von denen man hofft, dass sie das Leben positiv verändern.

    Doch für alle Abschiede, egal ob „federleicht“ oder unendlich schwer, gilt: sie öffnen neue Wege, bieten neue Chancen.

    In diesem Buch kann sich jeder wiederfinden, ich habe es gern gelesen, es hat mich zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken gebracht. Ein Buch, das noch lange nachhallen wird.

  14. Cover des Buches Wasser ist Leben (ISBN: 9783458191735)
    Friedrich Hechelmann

    Wasser ist Leben

    (2)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer

  15. Cover des Buches Siddharta (ISBN: 9783895847417)
    Hermann Hesse

    Siddharta

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Hofmann-J

    Wie sein indischer Vorgänger Gautam Bodh, befreit sich Hesses Siddhartha von gesellschaftlichen sowie familiären Zwängen, um seinen eigenen Weg zu gehen, der ihn über materielle Armut, sodann über Reichtum zu guter Letzt in die Natur führt, wo ein Fluss für ihn zum Sinnbild des stetigen Wandels und gleichzeitig Verweilens wird. Hesse warnt hier vor sturem Befolgen von Konventionen und ruft den Leser dazu auf, selbst das für ihn Beste herauszufinden – durch eigene Erfahrung.

    Lehre, ohne Belehrung sein zu wollen.
  16. Cover des Buches Karl Eugen Eiselein: Erzählung (ISBN: B004ABD7QO)
    Hermann Hesse

    Karl Eugen Eiselein: Erzählung

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    📚 "Karl Eugen Eiselein" von Hermann Hesse 📚

    HANDLUNG
    Karl Eugen Eiselein ist ein intelligenter junger Mann mit hohem Schulabschluss. Er begeistert sich sehr für das Schreiben von Gedichten. Jedoch stellt er erschreckend fest, wie schwer der Weg zum berühmten Dichter sein wird. (...)

    FAZIT
    Das Buch ist wirklich überraschend gut! Es hat eine interessante Story und sogar Witz. Die Handlung ist zwar schlicht gehalten, aber dies machte sie auch so interessant. Durch den angenehmen Schreibstil und die lockere Erzählweise, war es sehr leicht zu verstehen und lesen. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann dieses nicht so bekannte Werk wirklich sehr empfehlenswert! ☀️

  17. Cover des Buches Der Zwerg (ISBN: 9783458323365)
    Hermann Hesse

    Der Zwerg

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Gertrud (ISBN: 9783518756775)
    Hermann Hesse

    Gertrud

    (48)
    Aktuelle Rezension von: bookswithjacki

    Leider ist dieses Buch von Hesse eher unbekannter als seine anderen Werke, aber dadurch nicht weniger gut. Den Komponisten Kuhn und den Sänger Muoth verbindet nicht nur die Musik, sondern auch ihre Liebe zur jungen Gertrud. Einer der beiden wird unglücklich zurück gelassen.. Das Buch verbindet verschiedenste Themen und ist gerade deshalb so interessant. Die Handlung ist - wie auch in anderen Werken Hesses - nicht allzu komplex, aber dafür erhalten wir einen tiefen psychologischen Einblick in die Gedankenwelt des Erzählers. Unerfüllte Liebe, selbstzerstörerisches Verhalten und die Machtlosigkeit über das Unglück anderer treffen hier aufeinander - Also auch Herzschmerz für den Leser..

  19. Cover des Buches »Lieber, lieber Vogel« (ISBN: 9783518753125)
  20. Cover des Buches Piktors Verwandlungen (ISBN: 9783458195023)
  21. Cover des Buches Tokyo ?? Tokyo Ghoul 1 (Young Jump Comics) (2012) ISBN: 4088792726 [Japanese Import] (ISBN: 9784088792729)

    Tokyo ?? Tokyo Ghoul 1 (Young Jump Comics) (2012) ISBN: 4088792726 [Japanese Import]

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ken ist bisher ein ganz normaler Erstsemester, Hide ist sein bester Freund und die hübsche Liz wird nur verstohlen angehimmelt, weil er sich nicht traut. Hide triezt ihn so lange, bis er über seinen Schatten springt und sie anspricht. Bei ihrem ersten Date finden beide heraus, daß sie den gleichen Buchgeschmack haben und auch gerne das Gleiche essen. Eigentlich mag Liz aber lieber Ken, den sie ist eine Ghula, Menschenfresserin, die gerade über ihr Date herfallen will, als beide tödlich verunglücken. Als Ken erwacht, hat man ihm eine Niere Ghulas eingepflanzt, was sich als keine gute Idee erweist...Ich mußte erst mal rausfinden, wie herum man einen Manga liest, war mein erster, bin aber ganz angetan, vielleicht bleibe ich den Tokyo Ghuls erhalten.

  22. Cover des Buches Heumond. Frühe Erzählungen. Auswahl Wulf Kirsten (TdW) (ISBN: B00286OSHA)
  23. Cover des Buches Die Gedichte (ISBN: 9783458344629)
    Hermann Hesse

    Die Gedichte

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Die Gedichte 1892-1062" von Hermann Hesse ist 848 Seiten lang und über Suhrkamp erschienen.

    Das Buch gibt es als ein- oder zweiteilige Ausgabe, als Softcover und Hardcover.

    Die gebundene Ausgabe von 1992 umfasst alle Gedichte und hat ein hervorragendes Leinencover mit kleiner Goldprägung. Das Format ist handlich klein, die Schrift dafür leider auch. Die Seiten sind sehr dünn und durchscheinend.

    In den USA und Japan ist Hermann Hesse der meistgelesene europäische Autor seit hundert Jahren. Er gehört zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern. Sein Werk Steppenwolf und Siddhartha waren zur Zeit des 2. Weltkrieges verboten. 1946 wurde dem Schriftsteller und Dichter der Nobelpreis für Literatur verliehen; 1955 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Darüber hinaus malte Hesse und hinterließ mehr als 3000 Aquarelle.

    Alt aber immer noch zeitgemäß und großartig ist Hesses Werk, worunter auch die Gedichte fallen. Seine Poesie ist tiefgehend, melancholisch, meist düster, teilweise sogar schon depressiv.
    Er mochte die Natur lieber als den Menschen, wurde von Krieg und Schicksalsschlägen geprägt, und dies spiegelt sich in seinen Werken. Viele Gedichte handeln von der Einsamkeit, von den Jahreszeiten, von Pflanzen und Bäumen, vom Kreislauf des Lebens, vom Schmerz und von Tod. Sein Werk ist tiefgründig, bewegt und regt zum Nachdenken an. Hesse versuchte sich selbst zu deuten und ließ Fragen der Identität und des Glaubens, sowie persönliche Krisen in all seinen Werken mit einfließen. Mit den Gedichten kann man sich jahrelang beschäftigen und findet immer wieder für sich passende Zeilen oder neue Interpretationen und Details. Seine Literatur und Poesie ist dermaßen aufwühlend und richtungsweisend, dass sie den Leser nachhaltig verändert und beeinflusst.

    Seine Werke sollten in keiner Bibliothek fehlen!
  24. Cover des Buches Gesammelte Erzählungen in sechs Bänden (ISBN: B009T74NXA)

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