Bücher mit dem Tag "heroin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heroin" gekennzeichnet haben.

160 Bücher

  1. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499290862)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Talja

    Inhalt ->
    Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

    Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben.
    Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
    Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

    Cover ->
    Das Cover ist wirklich schön und passt sehr gut zum Titel und verspricht sehr viel.

    Meine Meinung ->
    Der Inhalt verspricht eine emotionsgeladene Geschichte, voller Liebe, Trauer und Verlust.
    Raus kommt für mich aber nur emotionslose Luft.
    Wer auf eine romantische Liebesgeschichte aus war, ist hier definitiv fehl am Platz.
    Es soll eine wahre Geschichte sein und doch erzählt die Autorin alles so leblos und ohne Gefühle.
    Normalerweise bin ich die erste die erste, die bei solchen Geschichten gefühlte fünf Pakete Taschentücher verbraucht, aber da ? Nichts. Bei mir kam einfach nichts an.

    Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus IHRER Sicht und doch wechseln oft die Perspektiven.
    Warum ? Wie kann Sie aus der Sicht der anderen Charaktere erzählen, wenn Sie doch gar nicht weiß wie diese in diesem Moment gedacht haben.
    Und dann auch noch so dermaßen negativ die ganze Zeit. Alle waren die Bösen, natürlich nur Danny und sie nicht.

    Dieser Perspektivwechsel stört immens im Lesefluss und macht diese "wahre" Geschichte noch viel unglaubwürdiger.
    Zumal ihr Schreibstil einfach leblos und "unterirdisch" ist.
    Der Wechsel in den Erzählzeiten ist teilweise auch sehr störend, genau wie die langen Zeitsprünge. Es zieht sich wie Kaugummi.
    Dazu kommt diese unfassbare Naivität und diese enorme Oberflächlichkeit.
    Geld, gutes Aussehen und "dicke" Autos.

    Während des Lesens fragt man sich auch - "Hat diese Jessica eigentlich noch ein Leben, oder ist sie nur noch abhängig von Danny"? -
    Ach alles in allem bin ich einfach nur enttäuscht von diesem Buch.
    Selbst der Epilog ist komplett emotionslos.

    Zu guter Letzt - es wird behauptet es wäre eine wahre Geschichte, aber man findet NICHTS über die Charaktere.
    Weder einen Danijel Tayler der Kick box Weltmeister war, noch ein Model namens Danijel Tayler zu der Zeit.
    Dabei müsste es doch gerade davon Nachweise geben - einfach alles unglaubwürdig.
    Und dieser Fakt macht die ganze Story für mich unsympathischer als sie es eh schon ist.
    Ich könnte nun immer weiter auf dieses Buch eingehen, aber es würde ja doch nichts Gutes mehr bei rum kommen.

    Mein Fazit -> Muss ich dazu noch mehr sagen ? Ich glaube nicht. Für mich eine komplette Enttäuschung.

  2. Cover des Buches True North - Schon immer nur wir (ISBN: 9783736306004)
    Sarina Bowen

    True North - Schon immer nur wir

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Marheiaa21

    Nach 3 Jahren und 6 Monaten kehrt Jude in seine HEimat Vermot zurück. Der Schritt zurück ist nicht grad ein leichter, jedem Tag wird ihm bewusst was er alles Verloren hat. Seinen guten Ruf, sein Job und vorallem seine damalige Freundin Sophie, weg. Sophie, die Tochter des Chiefs und die damalige Freundin von dem Jungen der ihren Bruder umgebracht hat, hat sich die letzen 3,5 Jahre für ihre Familie aufgeopfert. Als sie dann von Judes Rückkehr erfährrt steht sie völlig neben sich. Doch niemlas hätte sie geglaubt das sie Jude in der Kirchenküche wieder sieht und das er nach all den Jahren und Ereignissen noch so eine Ausstrahlung auf ihr Herz hat.

    -True North, schon immer nur Wir- ist der zweite Teil der Vermont-Reihe. Auch in diesem Teil konnte die Autorin mit ihrem flüssigen und mitreißenden Schreibstil überzeugen, sie ist einer meiner Lieblinge. Obwohl ich gleich sagen muss das dieser teil für mich mehr Tiefe hatte. In diesem Teil hatte sich die Autorin der Thematik Drogenkonsum und der Trauer gewidmet. Ihrgendwie konnte ich das handeln der protagoniste verstehn und immer wieder auch nicht. Dennoch war es der Konflikt den die beiden mit sich selber Austrugen der Grund warum ich einfach immer wieder mehr wollte.

    Jude, war ein bekanntes Gesicht aus dem ersten Teil. Als er seine Arbeit auf der Farm beendet war, musste er mehr oder weniger gezwungen nach Vermont zurück. Mit diesem Ort verbindet er alle glücklichen und wundervollsten Momente und allen traurigen und schlimmsten. Jude, wir mit so viel herzschmerz beschriben und doch hat er sich sofort in mein herz geschlichen. All das was passiert ist, hat er einfach nicht verdient. Ihm gilt so vielherzschmerz.

    Sophie, die Tochter des Chiefs, die Tochter die sich aufobfert und ihre Familie zusammen hält. Die junge Frau die ihren Traum aufgegeben hat und ihr Leben für andere gibt. Sie hat so viele schlimme Dinge erfahren und trotzdem ihre Stärke und das Vertrauen in sich selbst nicht verloren. Ich habe ihren Ehrgeiz und die Überzeugung in das gute in Jude geliebt.

    Einzeln waren auch kapitel aus der Vergangenheit dabei, die die Situation verständlicher machen ließ. Es war auch unendlich schön die Familie Shipley immer wieder zu treffen und wenn man am Ende genau gelesen hat kann man erahnen was Band 3 passiert.

  3. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.231)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Long Bright River (ISBN: 9783406748844)
    Liz Moore

    Long Bright River

     (122)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Kensington heißt der mittlerweile verkommene Stadtteil Philadelphias, bekannt als der größte Drogenumschlagplatz der Ostküste. Hier ist das Einsatzgebiet der Polizistin Mickey, alleinerziehende Mutter eines kleinen Jungen und Schwester der drogenabhängigen Kacey. Seit fünf Jahren haben sie keinen Kontakt und doch überwacht die Polizistin insgeheim ihre Wege. Als an einem brachliegenden Gleis eine Drogentote aufgefunden wird, hat Mickey Angst um ihre Schwester. Sie sucht sie in Zivil in verwahrlosten Häusern und Hinterzimmern und verletzt dabei Dienstvorschriften. Immer im Zwiespalt zwischen Mutterliebe, weil sie ihren kleinen Sohn öfter, als ihr lieb ist, alleine lassen muss und der Fürsorgepflicht gegenüber ihrer Schwester. Denn auch ihre Mutter ist den Drogen zum Opfer gefallen und sie wurden von ihrer schicksalsverhärteten Großmutter aufgezogen.
    Ein weniger auf Spannung gedrillter Krimi, sondern vielmehr ein wechselvoller Gesellschafts- und Familienroman. Ein Porträt einer amerikanischen Großstadt, die außerhalb ihres glänzenden Kerns verwahrlost. Eine Familie, die durch die Opioidkrise über Generationen hinweg zerstört wird.

  5. Cover des Buches Danach (ISBN: 9783651000452)
    Koethi Zan

    Danach

     (351)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ein spannendes Buch das einen sofort in den Bann zieht. Außergewöhnlich ist, dass die eigentliche Entführung und die Freiheitsberaubung hier nicht im Mittelpunkt steht. Das Buch startet erst nachdem das alles passiert ist. Es geht hauptsächlich um die Geschehnisse 10 Jahre später. Es geht darum was man als Opfer bereit ist zu tun um dem Täter die „gerechte“ Strafe zuzuführen, um sich selbst und andere zu schützen und um die Wahrheit aufzudecken. Kann man dann seinen Seelenfrieden finden?

    Was in der Vergangenheit passiert ist wird für den Leser erst nach und nach in kleinen Häppchen aufgerollt.

     

    Aber Achtung, das Buch ist nicht für zarte Nerven. Auch ohne, dass die Beschreibungen detailliert sind, sind manche Szenen sehr brutal und man versucht sich die Situation vorzustellen.

     

    Trotz aller Spannung gibt es doch zwei Dinge die mich etwas gestört haben. Zum Einen habe ich mich bei manchen Situationen gefragt wie realistisch das jetzt wirklich ist. Allerdings fällt es mir schwer das wirklich zu beurteilen, denn ich habe weder Fachkenntnis noch eigene Erfahrungen wie traumatisierte Personen sich verhalten.

    Zum Anderen (und das hat mich massiv gestört) hat mir das Ende überhaupt nicht gefallen. Die große Überraschung war für mich gar nicht so groß, denn das hatte ich mir so schon vorher gedacht. Was für den Leser wirklich interessant gewesen wäre, nämlich zu erfahren wie es dazu kommen konnte und was in den vergangenen 10 Jahren in dieser Hinsicht passiert ist, bleibt ungeklärt. Ebenso wie es mit dieser Situation weitergeht. Also nicht wirklich ein Ende sondern eher so halboffen. Das ist leider gar nicht nach meinem Geschmack. Ebenfalls wird nicht geklärt wie es mit dem Täter weitergeht. Und was ich auch sehr schade finde ist, dass im Verlauf der Geschichte mehrere Fäden gesponnen werden, die irgendwie miteinander zu tun haben und irgendwie auch nicht. Allerdings wird das nicht so richtig zusammengebracht. Überall gibt es Andeutungen und man kann sich als Leser ausdenken wie das wohl genau war. Aber richtig komplett geklärt wurde das nicht. Es bleiben viele Fragen offen. Sehr schade. Denn das dürftige Ende kann dem Rest der Geschichte nicht das Wasser reichen. Stattdessen zieht das enttäuschende Ende den Gesamteindruck etwas nach unten. Das hätte nicht sein müssen. Ist allerdings auch Geschmackssache ob man solche Enden mag oder nicht.

     

    Fazit: Ein solider und spannender Thriller der allerdings einige Fragen offen lässt.

  6. Cover des Buches Drei (ISBN: 9783453012158)
    Stephen King

    Drei

     (812)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Wenige Stunden sind zwischen dem Ende von Teil 1 und dem Beginn von Teil 2 verstrichen. Roland, den Revolvermann hat es ans Meer verschlagen und hier bekommt er es mit einer ersten Konfrontation zu tun: riesigen Krabbenhummern, die unverständliche Fragen stellen und beim Lesen ein Kribbeln unter der Kopfhaut verursachten. Das Roland aus dieser Situation nicht glimpflich davon kommt ist beinahe spürbar und wird nach wenigen Seiten bestätigt. Fortan schleppt er sich den Strand entlang auf der Suche nach den dreien, die ihn auf seinem Weg zum dunklen Turm begleiten sollen. Dabei stößt man als Leser recht bald an die erste Tür und fragt sich gespannt was dahinter wohl erscheinen mag.

    Es ist das New York der achtziger Jahre und konfrontiert wird man hier mit Eddie Dean. Einem Drogenabhängigen, der irgendwie so gar nicht in dieses entsprechende Klischee passt, das einem unweigerlich in den Sinn kommt. Denn erstaunlicherweise hat Eddie noch seinen Verstand halbwegs beisammen, um zu erkennen, dass irgendwas nicht ganz rund läuft. King zeichnet hinter dieser ersten Tür ein Bild des Amerikas, welches man aus Filmen wie dem Paten und City Hall kennt. Düster, heruntergekommen und mit der Mafia gespickt, wobei man Eddie als Figur richtig lieb gewinnen kann. Roland geht es jedenfalls so und diese Einstellung färbt beim Lesen unweigerlich ab, womit man froh ist das der erste von dreien mehr oder weniger unbeschadet in Rolands Welt gelangt.


    Danach reißt das Tempo in der Geschichte kurzzeitig ab, denn man bekommt einen sehr philosophischen Eddie präsentiert und einen äußerst pragmatischen Revolvermann, der sich, wie es scheint, für jede Situation entschuldigt. Genau das ändert sich erst hinter der zweiten Tür, denn hier taucht man ein ins Amerika der sechziger und der Bürgerbewegung. Roland handelt diesmal erstaunlich schnell und genauso hektisch rennt dieser zweite Abschnitt im allgemeinen ab. Als Leser muss man ständig auf dem Sprung sein, um den Anschluss nicht zu verlieren und beinahe scheint es, als würden sich die Figuren selbst das eine oder andere mal überholen. Als die dritte Tür aufgeht glaubt man ja bereits zu ahnen, was sich dahinter abspielen wird. Doch man liegt falsch und wird mit einer Figur konfrontiert, die so extreme Abneigungen in Roland schürrt, wie man es von einem Mann wie ihm nicht erwarten würde. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Jack Mort, der dritte im Bunde wirklich kein freundlicher Zeitgeist ist und so überrascht das Ende hinter der dritten Tür eigentlich nicht. Im Gegenteil, es hat signifikante Auswirkungen auf die Protagonisten, welche Roland bereits durch die Türen davor geholt hat. Solch derartige, dass man es nicht vermöglich halten will.

    Nachdem dieser Punkt abgeschlossen wird lässt uns der Autor noch einen Moment Zeit, um mit den Figuren gemeinsam wieder runterzukommen. Grob umreist er die abschließende Situation und macht damit neugierig wie es im dritten Band weitergehen wird.


    Fazit: Band 2 hat seine Höhen und Tiefen. Der Spannungsbogen kann nicht durchgehend gehalten werden und manchmal neigt King dazu sich in Details zu verlieren. Andererseits kann man ihm das nicht verdenken, wenn er eine Figur wie Roland von einer Welt in eine andere, völlig fremdartige, schickt. In diesem Punkt zeichnet sich King mit seinem Hang zur Detailverliebtheit aus und kann sie voll ausleben.

  7. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er im Vietnamkrieg gedient hat, wechselt Art Keller in die Drogenfahndung. Augenscheinlich haben die USA ein Problem, denn von Mexiko aus überschwemmen mächtige Kartelle das Land mit immer neuen Drogen. Keller ist engagiert, gerät immer tiefer in das Milieu – doch je tiefer er eintaucht, desto erschreckender werden die Verstrickungen, auf die er stößt. Seine Hartnäckigkeit bringt ihn bald in Lebensgefahr, doch Aufgeben ist für ihn keine Option.

    Tage der Toten ist der erste Band in Don Winslows Trilogie um Art Keller. Das Buch umfasst 689 Seiten und erschien 2010 bei Suhrkamp. Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2012.

    Um das gleich mal vorweg zu nehmen: Tage der Toten ist ein epochales Werk. Winslow hat sechs Jahre für das Buch recherchiert und das ist auch nicht zu übersehen. Herausgekommen ist ein spannungsgeladener Querschnitt durch die Geschichte des Drogenkrieges auf den amerikanischen Kontinenten. Im Mittelpunkt stehen die Südgrenze der USA und Mexiko, später kommt Kolumbien dazu, weitere Länder werden gestreift.

    Winslow beschränkt sich auch nicht auf eine Hauptfigur, auch wenn Art Keller zweifellos der Protagonist ist. Neben ihm erzählt er vor allem die Geschichte der Barreras, die das mächtigste Drogenkartell Mexikos führen und Triebfeder bei der Professionalisierung der Kartelle im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sind. Weitere Figuren aus dem Kreis der italienischen und irischen Mafia in den USA, der Edelprostitution, der katholischen Kirche in Mexiko und mehr oder weniger offene Geheimdienstler beider Staaten spielen ausführliche Rollen. Die Tiefe der einzelnen Charaktere geht so weit, dass es mir fast schwer fällt, von einzelnen Handlungssträngen zu reden.

    Die Tiefe, die Winslow seinen Figuren zukommen lässt, steht in nichts der Tiefe der Geschichte nach. Er zeigt detailliert aus unterschiedlicher Sicht auf, wie sich der Drogenkrieg seit dem Ende des Vietnamkriegs entwickelt hat, warum was geschah und wie vielfältig die Profiteure sind. Die Rolle von Regierungen und Behörden beschreibt er dabei schonungslos. Winslow ist entschiedener Gegner der kriminalisierenden Drogenpolitik, das ist auch in Tage der Toten unübersehbar. Er vertritt die Meinung, dass ein Großteil der Kapitalverbrechen unmittelbar oder im weitesten Sinne mit der Drogenkriminalität zusammen hängt, weil im Drogenmarkt exorbitant viel Geld steckt. Würde dem Markt die Illegalität genommen, würden seine Auseinandersetzungen im Rahmen des Rechtssystems geführt.

    Haben Sie mal zwei konkurrierende Bierhersteller erlebt, die ihren Disput mit Maschinenpistolen austragen? Ich nicht. Weil sie ihren Streit offen austragen oder vor Gericht ziehen können.

    Dabei beschränkt sich Tage der Toten keineswegs rein auf die Drogenaspekte. Winslow erläutert beispielsweise die Zusammenhänge mit dem illegalen Waffenhandel oder dem US-amerikanischen ›Kampf gegen den Kommunismus‹ in Mittel- und Südamerika. Auch Parallelen zu vielen weiteren globalpolitischen Strategien der USA werden gezogen, beispielsweise der Interventionspolitik im Nahen Osten. Insgesamt zeichnet Winslow ein ebenso erschreckendes wie wohl in hohem Maße realistisches Bild der Politik der USA und insbesondere Mexikos und Kolumbiens. Gleichzeitig beschreibt er, wie sich im Fahrwasser dieser Politik Mafia und Kartelle weiter etablieren konnten und sich immer wieder der Lage anpassten. Durch die Tiefe der Figuren erhält man dabei fast eine Art von Verständnis für ihr Handeln, allerdings achtet Winslow darauf, dieses nicht zu glorifizieren. Er erklärt quasi ihren Lebensweg, macht durch ihre offene Brutalität aber immer wieder klar, auf welcher Seite der Medaille sie einzuordnen sind.

    Ein paar Worte will ich doch noch zu meiner Erfahrung mit dem Buch verlieren. Winslow erzählt die Geschichte in einer Weise, die mich an Sin City erinnert hat. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Es fiel mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Gerade zu Beginn ziehen sich Rückblicke im Rahmen der Charaktereinführungen wirklich sehr ausgiebig, die Jetzt-Zeit wird dadurch ständig lange unterbrochen und die aktuelle Handlung kommt quasi überhaupt nicht weiter. Das zieht sich am Anfang über wirklich sehr viele Seiten, so dass ich meine Probleme damit hatte. Da das Buch sehr dick ist und mir der Einstieg nicht so ganz gelang, fiel mir erst am Schluss auf, dass Winslow im Prolog mit dem Ende der Handlung beginnt und die Geschichte, die an diese Stelle geführt hat, dann im Rest des Buches quasi rückblickend erzählt.

    Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tage der Toten ein wirklich großartiges Buch ist. Es ist aufwendig recherchiert, fesselnd geschrieben und durchaus lehrreich, wenn es um die Zusammenhänge im Drogenkrieg auf den amerikanischen Kontinenten geht. Und erfreulicherweise gibt es ja auch noch zwei weitere Bände.

  8. Cover des Buches Der Sohn (ISBN: 9783548287782)
    Jo Nesbø

    Der Sohn

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Er sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Seit sein Vater sich umgebracht hat, ist ihm das egal. Doch dann erfährt er, dass das eine Lüge ist und sein Vater kein korrupter Polizist war. Dafür aber viele andere Menschen. Und er kann sich rächen.


    Dieses Buch hat mir auf anhieb gefallen. Nicht nur die Idee konnte mich direkt fesseln, sondern auch alles andere. Man taucht einfach in diesen Fall ein. Dabei ist die Handlung komplex und es wird auf keinen Fall langweilig. Ein spannender Moment jagt den anderen und ich war die ganze Zeit am miträtseln. Aber das beste waren die Personen. Sie sind so toll gestaltet, dass man besonders die Hauptfiguren gernhaben muss. Aber der Autor hat es geschafft, sogar Mitgefühl und Sympathie für Mörder und Drogensüchtige zu erzeugen, was sehr zur Spannung beiträgt, weil man für verschiedene Seiten hofft.

    Die Geschichte ist aber auch sehr berührend und tiefgründig und bringt manchmal auch zum Nachdenken. Und das Ende hat es richtig in sich.


    Alles in allem konnte mich das Buch richtig begeistern. Ich liebe so gut wie alle Bücher des Autors und dieses kann locker mit der Harry Hole Reihe mithalten. Hier ist einfach alles was ein gutes Buch braucht enthalten und ich liebe es!

  9. Cover des Buches Dreckiger Schnee (ISBN: 9783426522103)
    Joseph Knox

    Dreckiger Schnee

     (101)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Aidan Waits, ein junger Detective hat die unglückliche Gabe sich mit seinem, vorzugsweise gefühlsgesteuertem Verhalten, immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als er nach seiner letzten Eskapade kurz vor der Suspendierung steht, bietet ihm sein Vorgesetzter einen Deal an. Damit macht er allerdings ein Fass auf und Aidan, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und dem Versuch Leben zu retten, gerät in eine arge Zwickmühle. Während er auf der einen Seite seinem dienstlichen Auftrag nachkommen muss, ist es ihm unmöglich das menschliche Desaster mit dem er so unverhofft konfrontiert wird zu ignorieren.

    Fazit
    Eine undurchsichtige Story, die sich zu einem wendungsreichen Machtspiel mit Überraschungseffekt entwickelt.

  10. Cover des Buches Christiane F. - Mein zweites Leben (ISBN: 9783943737127)
    Christiane V. Felscherinow

    Christiane F. - Mein zweites Leben

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Das Titelbild des Buches ist typisch für eine Biografie. Mir gefällt es gut, der Kontrast zwischen schwarz-weiß und pink sieht toll aus.

     

    Klappentext: Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ging um die Welt. Generationen sind mit der Geschichte und dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter?

    35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle – glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast. Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern. Und dann ist da der Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Story, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte.

     

    Meinung: Wer kennt ihn nicht? Deutschlands „berühmtesten Junkie“, wie sich Christiane in dem Buch selbst nennt. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist wirklich jedem ein Begriff. Es gibt wenige Menschen, die das Buch nicht gelesen oder den Film nicht gesehen haben. Für mich ist es ehrlichgesagt ein Wunder, dass diese Frau all das überlebt hat. Den Film habe ich zweimal gesehen, das Buch dazu einmal gelesen. Die Erlebnisse dieses Menschen haben mich sprachlos zurückgelassen – ich wollte unbedingt wissen, was „danach“ passiert ist. Als ich diese Biografie entdeckt habe, zögerte ich keine Sekunde. Ich wusste – ich muss sie haben!

    Der Schreibstil erinnert sehr an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Die Redensart von Christiane hat sich also kaum verändert. Sofort hatte ich wieder das Bild der Jugendlichen vor Augen. Man merkt sofort, dass hier dieselbe Person erzählt.

    Das Buch zeigt die schonungslose Realität, nicht nur von Christiane, sondern auch die vieler anderer Drogenabhängigen. Die Zahlen haben mich ehrlich schockiert. Dieses Thema wird in den aktiven Medien oftmals totgeschwiegen, die Anzahl der Süchtigen ist erschreckend hoch – auf der ganzen Welt.

    Christiane führte, beziehungsweise führt auch nach ihrer Jugend ein Leben, das nur wenige Menschen aushalten würden, wage ich mal zu behaupten. Dass sie auch im Erwachsenenalter immer wieder „abstürzte“, habe ich nicht gewusst und für mich ist es schwer zu begreifen. Man würde sie am liebsten schütteln und anschreien, bis sie zur Vernunft kommt. Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr nachdenklich gemacht.

    Insgesamt fand ich es sehr aufschlussreich, teilweise war ich sehr gefesselt. Irgendwann wurde es mir jedoch zu trocken, da einige Kapitel eingebaut sind, die nur Studien und Fakten widerspiegeln. Anfangs ist das sehr interessant, doch irgendwann waren es schon so viele verschiedene Zahlen, dass ich kurzzeitig den Überblick verlor. Diese Abschnitte fand ich etwas mühsam. Auch dass keine chronologische Reihenfolge der Geschehnisse vorhanden war, hat mich ein bisschen gestört. Christiane springt in ihren Erzählungen von einem Punkt zum anderen – dazwischen liegen jedoch Jahre. Hin und zurück, immer wieder. Da kann man schon mal den Faden verlieren.

    Dennoch hat mir die Biografie gut gefallen und ich empfehle sie jedem, der sich für den „Mythos Christiane F.“ interessiert. 4 von 5 Sternen.

  11. Cover des Buches Shantaram (ISBN: 9783442473083)
    Gregory David Roberts

    Shantaram

     (202)
    Aktuelle Rezension von: AHa

    Shantaram ist für mich ein Jahrhundertbuch - eines der besten Bücher, die ich bisher in meinem Leben gelesen habe. Es ist wunderschön, zugleich traurig, voll Poesie, kurzweilig, aber tiefgründig. Ein Buch, das verzaubert! Mit 1.142 Seiten ist es etwas umfangreicher - aber auf keiner Seite langweilig.

    Es ist eine Liebeserklärung an Bombay (seit 1996 Mumbai) und an das dortige Volk. Es macht an vielen Stellen deutlich, wie glücklich "einfaches" Leben macht. 

    Ich denke gerne an die Zeit zurück, zu der ich dieses Buch las. Und ich werde es noch weitere Male lesen!

  12. Cover des Buches Nova & Quinton - Second Chance (ISBN: 9783453418158)
    Jessica Sorensen

    Nova & Quinton - Second Chance

     (114)
    Aktuelle Rezension von: divergent
    Titel: Nova & Quinton - Second Chance
    Originaltitel: Saving Quinton
    Autor: Jessica Sorensen
    Seitenanzahl: 479
    Teil: 2/3
    Genre: New Adult
    Verlag: Heyne

    Nova Reed kann ihn, Quinton Carter einfach nicht vergesssen! Den jungen Mann mit dem traurigen Augen, mit dem sie letzten Sommer viele Wochen verbracht hat. Auch nach einem halben Jahr muss Nova immer noch an ihn denken und sie kann ihn einfach nicht vergessen.
    Also beschließt sie, gemeinsam mit einer Freundin, ihn zu suchen und zu retten. Sie will Quinton von den Drogen wegbekommen nur weiß keiner, wo er ist! Als sie ihn schlussendlich doch in Las Vegas findet, muss schmerzlich erkennen, dass er gar nicht gerettet werden will! Ist Nova so stark, ihn zu retten? Oder bringt diese Liebe zu dem traurigen Jungen am Ende auch sie wieder auf Abwege?

    Dies ist der zweite Band der Nova&Quinton Trilogie.
    Nachdem ich den ersten Band richtig gut fand, war ich so ziemlich auf den zweiten Band gespannt! "Second Chance" knüpft nahtlos an den ersten Band an. Die Geschichte ist immer noch sehr bedrückend.

    Jessica Sorensen greift in ihren vielen Geschichten immer die Drogensucht auf, und natürlich spielt diese gefährliche Sucht auch in dieser Trilogie eine sehr große Rolle. Und hier,im zweiten Band, spielt sie auch ganz klar die (traurige) Hauptrolle.
    Quinton ist einfach ein totales Wrack! Der ist völlig fertig von dem,was er erlebt hat und er glaubt, das Einzige,was ihm helfen kann sind die Drogen, doch genau die, machen ihn erst recht fertig und zu einem total anderen Menschen.
    Nova handelt hier oft wirklich sehr beeindruckend. Dafür, dass sie (ich glaube) erst 20 ist, verhält sie sich hier schon sehr erwachsen.
    Sie wirkt oft sehr viel älter,als sie in Wahrheit erst ist!

    Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Sie nimmt den Leser mit, in eine ziemliche kranke Welt voller Drogen und Gewalt.
    Diese Welt ist ganz interessant  nur hat mir hier ehrlich gesagt die Spannung etwas gefehlt.
    Die Geschichte hat sich teils ganz schön gezogen und da dieser zweite Band auch der dickste von allen Bänden ist, ist das doch etwas Schade! So 100 Seiten weniger hätten der Geschichte besser getan.

    Ich würde das Buch allen abraten, die mit schwierigen Geschichten, die den Leser wirklich selber runterziehen können, nicht umgehen können! Selbst mir waren gewisse Szenarien hier einfach too much. Aber nun ja,Jessica Sorensen schreibt einfach schonungslos offen über eine Drogensucht!
  13. Cover des Buches Ein plötzlicher Todesfall (ISBN: 9783548285283)
    Joanne K. Rowling

    Ein plötzlicher Todesfall

     (763)
    Aktuelle Rezension von: fayreads

    In der Kleinstadt Pagford stirbt Barry Fairbrother. Die AnwohnerInnen sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod, doch mit dem Todestag wird der Abgrund der Stadt deutlich. Fairbrother war ein bedeutendes Gemeinderat-Mitglied und nun ist ein Platz frei, den viele wollen, aber nur einer bekommen kann. 


    Diese Streitereien bekommen auch die Kinder der Kleinstadt-PolitikerInnen mit und auch sie haben einige Schwierigkeiten in ihrem Leben. Doch sie können nicht tatenlos zugucken und hacken die Homepage des Gemeinderats und offenbaren nach und nach immer mehr Geheimnisse.

    Fazit: 


    Durch die Autorin hatte ich gewisse Ansprüche und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich eine andere Geschichte erwartet, doch der Kleinstadt-Krieg, den ich bekommen habe, habe ich auch gerne gelesen. 

    Leider waren es mir zu viele Figuren, da ich die ersten 200 Seiten damit verbracht habe, mich zu fragen, welche Sicht ich gerade lese und wer das noch einmal war. 

    Außerdem waren mir die Jugendlichen etwas zu gewollt wild geschrieben. Sie dachten eigentlich immer nur an Sex oder wie sie ihre Eltern ruinieren können und das war mir etwas zu viel. Bei den Jugendlichen hätte ich auch gerne mehr über Gaia gelesen, die mir etwas zu kurz kam, obwohl sie eigentlich ein interessanter Charakter war. 

    Das Ende war extrem deprimierend. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung auf ein Happy-End, doch dann wurde ich enttäuscht. Ich hätte mir eindeutig ein anderes Ende gewünscht und wenigstens ein paar Figuren ein schönes Leben gewünscht. 

  14. Cover des Buches Schattenspiel (ISBN: 9783442377329)
    Charlotte Link

    Schattenspiel

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Der Autoringelingt es meisterhaft die Schicksale, Emotionen und Lebensumstände der verschiedenen Protagonisten zu einem emotional fesselnden Ganzen zu verweben. Geschickt wechselt sie dabei zwischen Personen, Zeiten und Ot´rten und lässt so Langeweile keine Chance. Vielmehr fiebert der Leser von Situation zu Situation mit den Geschehnissen mit und kann die nächste Wendung kaum abwarten.

    Der Spannungsbogen ist dadurch nicht konstant, es ist mehr ein ständiges Erwarten eines neuen Spannungsausbruchs - der auch ab und zu kommt.

    Die Figuren sind sehr gut und mit viel Tiefe und Charakter gezeichnet in all ihrer Unvollkommenheit und Zerrissenheit. Man kann garnicht anders, als mit ihnen mitzufühlen.

    Das ganze Geschehen wird durch die Autorin in einer tollen, leicht lesbaren, aber sehr anschaulichen Schreibweise dargeboten. Von solchen Krimis wünscht man sich mehr...!

  15. Cover des Buches So was wie Liebe (ISBN: 9783499271793)
    Anna McPartlin

    So was wie Liebe

     (270)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Als erstes schauen wir in das Leben von Mary. Mary, die schon viele Schicksalsschläge erlebt hat und nur noch mit ihrem Hund Mr. Monkels zusammenlebt. Aber natürlich ist sie nicht allein, so hat sie Familie und viele Freunde. Nur die wahre Liebe hat sich noch nicht gefunden. Oder doch, hatte sie schon, vor sehr langer Zeit. Und dann zieht plötzlich ein Amerikaner im Haus neben ein, was ihr so gar nicht passt. 

    Sam hat auch schon vieles erlebt und kommt grade vom Entzug. Seine Großmutter treibt ihn nach Irland. Seine Nachbarin scheint erst mal sehr mürrisch zu sein, aber in erster Linie ist er ja hier, um neu anzufangen. Aber natürlich streifen sich ihre Wege immer öfters.


    Dass ich dieses Buch gelesen habe ist über 10 Jahre her. Beim lesen musste ich feststellen, dass ich mich nicht mehr wirklich an etwas erinnern konnte. Ich weiß aber, dass es mir damals gut gefallen hat. 

    Diesmal hat es mir gar nicht gefallen. Mir wurde viel zu viel die einzelnen Geschichten der Charakter erzählt, und das auch zu ausführlich. Die Geschichte blieb quasi stehen und es wurde Seitenlang von Mary, Sam, Marys Cousin und zwei ihrer Freunde erzählt. Zudem haben ausnahmslos alle schlimme Schicksalsschläge erlebt, was mir in der Summe einfach zu viel war. Dass es in meinen Augen so richtig los ging, ist auch erst auf der Hälfte des Buches passiert und das Ende war dann irgendwie auch ernüchternd.


    Als ich grad über die Hälfte war, fing die Geschichte ein bisschen an, an Fahrt zuzunehmen und ich dachte noch, es würde jetzt besser werden, aber danach flachte es wieder ab. 

  16. Cover des Buches Preppy - Er wird dich verraten (ISBN: 9783736305281)
    T. M. Frazier

    Preppy - Er wird dich verraten

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Shiniah

    OMG! Ich war sauer, Ich habe geflucht, ich habe herzhaft gelacht, so das mir die Tränen kamen und mir kamen die Tränen, weil es alles ein Scheiß war! (mit den Worten der Jungs)
    Aber ein guter "Scheiß"!!
    Die komplette Reihe hat mir einiges an Emotionen abverlangt.

    Preppy. Ein gebrochener Mann, ein Mann der so viel aushalten musste und Dre, die ihn versucht zu heilen mit ihrer ganzen Liebe.

    Und ich bin wahnsinnig traurig dass nur noch 1 Hörbuch da ist. Alle Protagonisten habe ich so sehr in mein Herz geschlossen. Ich möchte nicht dass es auf aufhört. Ich bin in King, Bear und vor allem in Preppy dem kleinen Clown absolut verliebt! Ich liebe auch Ray, Thia und Dre, weil alle absolut starke Frauen sind.

    Ich höre die Hörbücher und Martin Bross und Corina Dorenkamp, sind die perfekten Vorleser. Omg ich möchte das die Reihe weiter geht!!!!

  17. Cover des Buches Du (ISBN: 9783548283975)
    Zoran Drvenkar

    Du

     (162)
    Aktuelle Rezension von: FranzysBuchsalon
    Inhalt
    Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn.

    Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie.

    Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn.

    Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest. (Quelle: Lesejury)

    Anfang
    So sehr wir dem Licht entgegenstreben, so sehr wollen wir auch von den Schatten umschlossen werden. Dassebe Verlangen, das sich nach Harmonie sehnt, sehnt sich in einer dunklen Kammer unseres Herzens nach Chaos. Wir brauchen dieses Chaos in Maßen, denn wir wollen ja keine Barbaren sein.

    Positiv
    Wie auch schon bei Sorry ist mir hier der Schreibstil wieder positiv aufgefallen. Ich hoffe, dass ich noch das ein oder andere Buch des Autors finde, das er auf diese Weise geschrieben hat.
    Neben dem Stil hat mir auch die Art zu schreiben sehr gut gefallen. Dinge, Menschen und Situationen werden ausreichend beschrieben um sich ein Bild davon machen zu können, aber nicht unnötig und nervtötend bis ins letzte Detail ausgeschmückt. Das kann ich nicht leiden, da es mir oft das Gefühl gibt, dass versucht wird Seiten zu füllen ohne etwas zu sagen zu haben.
    Es dauert ganze 429 von 575 Seiten, bis man erfährt, wer sich hinter Der Reisende verbirgt. Die Frage danach hat mich persönlich seit dem ersten Kapitel durch das gesamte Buch begleitet. Es ist keine sonderlich spektakuläre Enthüllung und man leitet es sich mehr oder weniger selbst her, aber zu einem "Ach das ist der Reisende"-Moment hat es mich dann doch geführt.

    Negativ
    Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben. Dabei bekommt man die Geschichte von einem Erzähler näher gebracht, der die kapitelgebende Person oftmals direkt mit ' du' anspricht. Quasi als wäre der Leser gemeint. Das ist mal völlig anders und sehr ungewohnt, aber nicht unbedingt schlecht. Im Laufe der Zeit habe ich mich sehr gut daran gewöhnen können und es fühlte sich völlig normal an. Allerdings hat dieser Umstand und die Tatsache, dass es am Anfang ziemlich viele Personen sind dazu geführt, dass es eine Weile dauerte, bis ich richtig in der Geschichte war. Ich kann verstehen, wenn Leser das Buch nach ein paar Seiten entnervt in die Ecke legen. Wäre durch Sorry nicht so eine Liebe für den Autor in mir entbrannt, hätte ich das vermutlich auch getan.
    Zwischendrin habe ich mich gefragt, ob man die ganze Geschichte nicht hätte kürzer halten können. Ich hatte oftmals das Gefühl gar nicht voran zu kommen und eigentlich unwichtige Handlungsstränge zu lesen. Allerdings wird das daran liegen, dass ich mir sehr viel Zeit für das Buch gelassen und zwischendrin andere Bücher gelesen habe. Alle Dinge, die in dem Buch geschehen, sind tatsächlich unabdingbar für die Geschichte und das Ende. Dementsprechend ist das eigentlich kein Minuspunkt, sondern nur ein Gefühl, das ich zwischendrin (vermutlich selbstverschuldet) hatte.
    Das Ende allerdings war ein Minuspunkt für mich. Es hat mich zeimlich ratlos zurück gelassen und dadurch einiges verhunst.

    Besonderheit
    Der Schreibstil und die besondere Art zu schreiben, haben mich bereits in Sorry begeistern können und sind mir auch hier wieder mehr als poistiv aufgefallen. Einfach mal völlig anders und speziell.

    Schreibstil
    Wie nun schon erwähnt, ist der Schreibstil ziemlich speziell und (zumindest für mich) besonders.
    Es ist mal wieder eine "Entweder man mag es oder nicht...es gibt nichts dazwischen" Sache, weswegen ich definitiv zu einer Leseprobe raten würde, wenn Interesse an dieser Geschichte besteht. Es wäre nicht fair, wenn man die Geschichte verteufelt, nur weil einem der Schreibstil nicht zusagt. Dem kann man ja durchaus entgegenwirken.

    Fazit
    Der Einstig in die Geschichte ist nicht gerade einfach und stellenweise wirklich verwirrend, da man ohne große Vorwarnung auf recht viele Charaktere trifft. Diese Charaktere waren mir mal mehr und mal weniger sympathisch. Viele Handlungen konnte ich stellenweise nicht nachvollziehen und waren mir zu unlogisch, was aber sicherlich daran lag, dass es sich bei den " süßen Schlampen" um 16-jährige Teenager handelt. Da sehe ich vieles mit über 30 einfach anders.
    Die Geschichte an sich war nicht unspannend, aber sie hat mich auch nicht durch die Seiten gepeitscht. Ich wollte immer wissen wer Der Reisende ist und wie der ein oder andere Handlungsstrang weitergeht, aber ein nervenaufreibender Thriller, für den ich die Nacht durchgemacht hätte, war es leider einfach nicht.
    Jede Nebenhandlung und jedes Ereignis ergeben zum Schluss absolut Sinn und greifen ineinander - eine Logik ist also definitiv gegeben. Leider hat mir das Ende nicht gefallen und mich mit einem fragenden Ausdruck im Gesicht zurückgelassen. Es ist kein offenes Ende in dem Sinn, also die Handlung ist durchaus abgeschlossen, aber es stellt mich einfach nicht zufrieden. Schade!

    Bewertung
    Die Bewertung stellt mich tatsächlich vor eine Herausforderung. Es gibt viele positive Aspekte und diesen unglaublich guten Schreibstil, aber leider auch ein paar negative Punkte.
    Da es im Endeffekt zwei negative Punkte für mich gab (an einem war ich eigentlich selbst schuld), würde ich zwei Sterne abziehen. Für den tollen Schreibstil gibt es noch einen halben obendrauf, den ich aber für den ein oder anderen nervigen Charakter wieder abziehe.

    Somit lautet meine Bewertung: 3 Sterne


    Diese und meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog


  18. Cover des Buches Der Vogelmann (ISBN: 9783442451739)
    Mo Hayder

    Der Vogelmann

     (466)
    Aktuelle Rezension von: BettinaF

    In einem stillgelegten Zementwerk in London macht die Polizei einen grausamen Fund. 5 Leichen junger Frauen die teils eingegraben wurden hat ein Mörder hier abgelegt. Doch die Obduktion bringt grausames ans Licht. Die jungen Frauen wurden misshandelt, vergewaltigt und getötet. Weiters hat ihnen der Mörder einen kleinen Vogel in die Brust eingenäht. 

    Detective Inspector Jack Caffery und sein Team machen sich auf die Suche nach einem Serienkiller. Denn niemand scheint mehr wirklich sicher zu sein. Schnell glauben Sie den richtigen gefasst zu haben, aber da haben sie nicht mit der wahren Bestie gerechnet die noch immer in London sein Unwesen treibt.

    Weiters kämpft Jack Caffery nach all den Jahren noch immer mit dem Verschwinden seines kleinen Bruders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht seinen Mörder zu finden und zu stellen. Er ist nach wie vor der Meinung das es sich dabei um seinen seltsamen Nachbarn handelt. Der Einstieg ins Buch war mittelmäßig. Es hat mich nicht wirklich überzeugen können, die Figuren fand ich etwas blass. Es war nicht wirklich ein Protagonist dabei der mich wirklich richtig berührt hat. Jack Caffery ist ein kaputter Mann der mit seinem Leben nicht wirklich zurecht kommt. Nebenbei lässt er sich auf Beziehungen ein die er eigentlich nicht wirklich will. Die restliche Detektives sind smarte Typen die aber nicht wirklich herausstechen. Inspector Diamond ist der einzige der bei mir beim Lesen wirklich was ausgelöst hat - nämlich Wut weil er einfach ein Kotzbrocken ist. Das wars dann aber leider auch schon.

    Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge viele Seiten werden gefüllt damit sie voll sind, der Inhalt ist aber nicht wirklich wichtig. Das Buch ist mit Sicherheit nichts für zartbesaitete Leser da es an manchen Stellen wirklich etwas abartig und naja unappetitlich ist.

    Ich habe das Buch zwischendurch auch mal zur Seite gelegt.

    Einzig der Schluss konnte mich dann noch überzeugen da hier die Geschichte dann doch noch etwas in Fahrt kommt.

     




  19. Cover des Buches Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung (ISBN: 9783423249997)
    Valentina D'Urbano

    Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Bla

    Die Autorin schreibt flüssig und schnell, ohne dabei an Gefühl zu verlieren. Auch die Handlung schreitet schnell voran, obwohl es im Buch viele Rückblenden gibt. Die Welt der Protagonisten ist teils sehr romantisch und teils extrem deprimierend. Insgesamt ist es ein zutiefst emotionales und lesenswertes Werk, das mich melancholisch zurückgelassen hat.

  20. Cover des Buches Todesbräute (ISBN: 9783426502983)
    Karen Rose

    Todesbräute

     (520)
    Aktuelle Rezension von: Sarah203

    Kurzfassung


    Dutton, Georgia. In der Kleinstadt geht die Angst um, denn ein Serienmörder tötet junge, attraktive Frauen und legt diese in Decken eingewickelt in Gräben nahe der Stadt ab. Alle Opfer wurden vergewaltigt und dermaßen brutal misshandelt, dass ihre Gesichter nicht mehr zu erkennen sind. Der Mörder hinterlässt an jedem Opfer eine Botschaft in Form eines Schlüssels: doch für wen ist diese Botschaft, und was hat sie zu bedeuten? Special Agent Daniel Vartanian trifft während seiner Ermittlungen auf lang gehütete Geheimnisse und einen Sumpf aus Eskapaden, Erpressungen und Gewalt, die in dieser Kleinstadt schon zu lange unter der Oberfläche brodeln. Als dann auch noch Alex Fallon in Dutton auftaucht, um ihre verschwundene Stiefschwester zu suchen, gerät das soziale Gefüge der Stadt vollends ins Wanken, und die Ereignisse überschlagen sich. Alle Spuren deuten darauf hin, dass die aktuellen Morde mit einem Verbrechen zusammenhängen, dass vor 13 Jahren stattfand: das damalige Opfer war ausgerechnet Alex Fallons Zwillingsschwester. Ist der Täter von damals zurückgekehrt oder stehen die Taten überhaupt nicht in Zusammenhang? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn keine Frau ist mehr sicher.


    Handlung


    Wie für Karen Rose typisch treibt auch im zweiten Buch der Vartanian-Reihe "Todesbräute" ein Serienmörder sein Unwesen. Der erste Mord in Dutton geschieht eine Woche nach der Beerdigung von Daniel Vartanians Bruder Simon, der im ersten Band "Todesschrei" siebzehn Menschen grausam ermordete. Während der Ermittlungen trifft Special Agent Daniel Vartanian auf Alex Fallon, die nach Dutton gekommen ist, um nach ihrer Stiefschwester Bailey zu suchen, die seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist. Nach und nach wird klar: die aktuellen Morde hängen mit Ereignissen zusammen, die vor dreizehn Jahren ihren Lauf nahmen, und die sowohl mit Daniel Vartanians als auch Alex Fallons Vergangenheit untrennbar verbunden sind. 


    Charaktere


    Eigentlich gelingt es Karen Rose sonst leicht, den Charakteren ihrer Geschichten Leben einzuhauchen. Meist sind es Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich normalerweise um so menschlicher. Leider verliert sich in "Todesbräute" der Plot so sehr in einer Vielzahl von Opfern, Verdächtigen und deren Verstrickungen, dass ich beim Lesen irgendwann schlichtweg den Überblick verloren habe. Da tauchen plötzlich Personen wieder auf, die 150 Seiten zuvor in einem Nebensatz erwähnt wurden, nur um jetzt der Handlung eine ach so entscheidende Wendung zu geben. Durch die schiere Anzahl an Protagonisten ist eine Charakterentwicklung, wenn überhaupt, nur rudimentär gegeben, so dass ein Mitfiebern, Mitleiden und Miterleben bei mir dieses Mal völlig ausblieb.


    Schreibstil


    Der Schreibstil von Karen Rose ist wie immer leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden und möchte das Prickeln der Spannung erleben. Dies gelingt in "Todesbräute" leider nicht, denn die Handlung wirkt dermaßen konstruiert, dass ich irgendwann nicht mehr wirklich folgen konnte. Dabei ist die Grundidee dieses Thrillers durchaus interessant, verliert sich aber wie oben schon geschrieben in einer Vielzahl von Charakteren und Verstrickungen. 


    Fazit


    Auch in ihrem zweiten Roman aus der Vartanian-Reihe, "Todesbräute", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose im Allgemeinen gut bedient. Nachdem ich bereits alle sechs Bände der Chicago-Reihe und den ersten Band der Vartanian-Reihe gelesen habe, muss ich jedoch sagen, dass "Todesbräute" für mich bisher das schwächste Buch der Autorin ist, was vor allem an den schwach gezeichneten Charakteren und dem sehr konstruierten Plot liegt. Ich musste mich dieses Mal wirklich zwingen, das Buch zu Ende zu lesen und hoffe, dass der dritte Band "Todesspiele" wieder deutlich spannender und fesselnder daherkommt. 

  21. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783499237010)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (662)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Kennt ihr den Film zum Buch? Ich habe den Film schon mehrfach gesehen und wusste, dass er auf einem Buch basiert. Deshalb habe ich auch direkt danach gegriffen als ich es im Büchertauschschrank gesehen habe. Allerdings muss ich sagen, dass es für mich zu den wenigen Büchern gehört, wo ich tatsächlich den Film besser fand. Schon im Film ist die Hauptfigur Smilla schwierig, eigenbrötlerisch, kalt und unnahbar. Im Buch ist sie das noch viel stärker. Dadurch kann ich zumindest als Leser wenig mit ihr mitfühlen oder ihre Handlungen nachvollziehen. Sie ist mir einfach zu düster und deprimierend, als das sie wirklich eine sympathische Protagonistin wäre. Außerdem gibt es ständig Rückblicke z. B. in ihre Kindheit in Grönland oder später im Internat, die überall eingestreut werden und damit den Lesefluss stören. Dann kommen außerdem gerade im letzten Teil des Buches Beschreibungen von Schiffen dazu, die für einen Binnenländer auch nicht ganz einfach nachvollziehbar sind. Insgesamt konnte mich das Buch also nicht begeistern. Für mich nur 2 von 5 ⭐.

  22. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Hercule Poirot macht Urlaub an der englischen Küste und gerät direkt an einen Mordfall, den es aufzulösen gilt.

    Als allererstes sei gesagt, das ich den Film vor dem Buch gesehen habe und ich fand es schön, das es gerade genug Ähnlichkeiten gab, um beides in Zusammenhang zu bringen, aber doch so viele Unterschiede, das mir beim Lesen nicht langweilig wurde.

    Ich mochte die Story sehr, allerdings bin ich auch ein großer Fan vom schrulligen Poirot.

    Die Handlung und auch die Personen die im Buch mitwirken sind deutlich komplexer als im Film, was mich positiv überrascht hat.

    Alles in allem lohnt es sich definitiv das Buch zu lesen, auch wenn man den Film schon geht. Wenn man den Film noch nicht kennt, dann lohnt es sich erst recht.

  23. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783498073794)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (43)
    Aktuelle Rezension von: benfi
    KURZBESCHREIBUNG:

    Die Toten Hosen sind eine außergewöhnliche Erscheinungsweise innerhalb der deutschen Musikszene - und darüber hinaus! Sie begannen in dieser Formation 1982, als der Punk eigentlich schon als tot galt und die Nachgeburten wie New Wave oder EBM den Markt für sich erobern wollten. Doch die deutsche Punk-Szene lebte - besonders in und um den Ratinger Hof, wo sich Campino und Kollegen nicht selten herumtrieben. Aus den mehr als chaotischen Tagen wurde die wohl größte Rockband der deutschen Musikgeschichte. Diesen mehr als wellig zu nennenden Weg mit Alkohol- und Drogenexzessen, Konflikten mit der Staatsgewalt und gesellschaftlicher Ablehnung hat der Autor und jahrelanger Freund der Band Philipp Oehmke versucht, in einem Buch zusammenzufassen. Ein Kompendium des Lebens der Toten Hosen sozusagen...



    KOMMENTAR:

    Ich muss zugeben: als ich mit dem Buch 'Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm' begonnen hatte und las, dass der Autor Philipp Oehmke die Band in den frühen Neunzigern kennen lernte, dachte ich mir: oha, wie soll der Gute denn fundiert die Geschichte der Band sinnig zusammen bekommen, wenn er nicht mal die gesamte Zeit miterlebt hat? Im Nachhinein kann ich nun alle Leser dieser Zeilen beruhigen: durch die Zusammenarbeit mit den Bandmitgliedern, welche seit dieser Zeit nun auch seine Freunde und Kumpels geworden sind, hat Oehmke ein sehr beeindruckendes Werk auf den Markt gebracht! Wie vorteilhaft diese enge Freundschaft war, zeigen Kapitel wie zum Beispiel über die familiäre Herkunft von Campino, Breiti, Kuddel, Andi und Trini. Diese sind sehr er- und aufklärend geschrieben und geben doch Antworten auf die Fragen um diese Band, welche doch aus echten Freunden besteht. Wie konnten sie all das erlebte über die Jahrzehnte mit Rückschlägen und Eigensinnigkeiten überstehen, ohne sich gegenseitig zu zerfleischen? Das Buch durchleuchtet also nicht nur den Werdegang der Band, wie unter anderem mit solch besonderen Abschnitten der Auftritte hinter dem einstigen 'Eisernen Vorhang' in den Achtzigern, sondern wirft auch einen tiefgründigen Blick in die Zeit davor und einen vorsichtigen Ausblick, wie und wo die Musiker sich in der Zukunft sehen. Dazu hat der Autor wirklich fundiertes Hintergrundwissen wie die damaligen Verhältnisse im 'Ratinger Hof' in die Seiten gedrückt und manche kurz oder lang auf der Bühne erschienenen Gestalten auf dem Weg der Band mehr oder minder durchleuchtet; manchmal auch schlicht offen interviewt. Der Leser bekommt somit einen sehr guten Überblick über die damaligen Verhältnisse in der Szene sowie die Sichtweisen von diversen Personen. Fesselnd beschrieben reist man so über die Seiten - und gleichfalls durch die Jahre der Bandgeschichte. Ein sehr tiefgehender und stark berührendes Kapitel ist '1000', welches sich natürlich mit dem tragischen Tod von Rieke Lax auf einem Konzert der TOTEN HOSEN beschäftigt. Es ergreift nicht nur den Leser, man merkt den Jungs in ihren Meinungen und auch Taten zu der Zeit an, wie sehr das Thema sie mitnahm und beschäftigte. 'Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm' ist nicht nur ein Buch für Fans der Band; jeder Musik-interessierte Leser bekommt mit diesem Buch einen tollen Leitfaden zur deutschen Punk-Szene der Achtziger sowie ein detailliertes Gesamtbild der Lage der Nation in dieser Zeit - und danach! Es ist bis dato die beste Biographie, welche ich über eine Musikband lesen durfte!
    9,3 Sterne
  24. Cover des Buches Ritualmord (ISBN: 9783442472857)
    Mo Hayder

    Ritualmord

     (172)
    Aktuelle Rezension von: lieblingsleben
    Als Polizeitaucherin Phoebe Marley, genannt Flea, im Hafen von Bristol eine menschliche Hand zu fassen bekommt scheint im ersten Moment nichts Ungewöhnliches an dem Fund zu sein. Wäre da nicht die Tatsache, dass diese Hand nicht an einem Körper hängt, sondern lose im Wasser schwimmt. Kurz darauf finden die Ermittler die zweite Hand vergraben unter dem Eingang eines Restaurants. Da dessen Besitzer Afrikaner ist, stellen Flea und Jack Caffery einen Zusammenhang zu sogenannten muti-Ritualen her, die auf dem Schwarzen Kontinent in einigen Stämmen durchgeführt werden, um böse Geister wie den Tokoloshe zu vertreiben. Auf der Suche nach der Leiche und einer Aufklärung des mysteriösen Falls muss vor allem Flea feststellen, dass sie tiefer in die Sache verwickelt ist, als sie je für möglich gehalten hätte.
    Der Psychothriller ist aus drei verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben, der Fleas, Jack Cafferys und der des Drogenabhängigen Ian „Mossy“ Mallows. Letzterem gehören die beiden gefundenen Hände, wodurch man von Anfang an weiß, dass dieser wahrscheinlich noch lebt. Trotzdem leidet man mit ihm mit, denn es ist nicht sicher, ob die Ermittler Mossy rechtzeitig finden und er lebend befreit werden kann. Außerdem erfährt man mehr und mehr über die afrikanischen Rituale, was ich persönlich sehr interessant fand.
    Nebenbei werden noch die Geschichten von Phoebe und Jack erzählt, in denen man hauptsächlich in ihre Vergangenheiten eintaucht und herausfindet, was sie zu dem gemacht hat, was sie heute sind und mit welchen Monstern der Vergangenheit sie zu kämpfen haben.
    Mir persönlich waren die Sequenzen zwischen Caffery und dem Walking Man nicht ganz schlüssig, da ich bis zum Schluss nicht verstanden habe, weshalb sie für den Verlauf der Story wichtig sein sollen.
    Die Auflösung kam für mich überraschend und unvorhersehbar, ich hatte die ganze Zeit mit einem anderen Verdächtigen gerechnet. Für Psycho-Fans kann ich diesen Thriller auf jeden Fall empfehlen, auch wenn er wirklich nichts für schwache Nerven ist, denn teilweise wurde meine Ekelgrenze wirklich ausgereizt.
    Ritualmord ist der dritte Thriller aus der Caffery-Reihe, trotzdem lässt er sich problemlos lesen, ohne Zusammenhänge aus den vorherigen Büchern kennen zu müssen.

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