Bücher mit dem Tag "hessen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hessen" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8) (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)

    (644)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    3.5 Sterne

    Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.


    Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind. 


    Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.

  2. Cover des Buches Der Verehrer (ISBN: 9783734107870)
    Charlotte Link

    Der Verehrer

    (706)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Die Rezension enthält Spoiler. 


    Generell ist das Buch schon spannend, ich habe gelesen, dass es vorhersehbar ist. Ja, aber ich dachte bis zum Ende, dass man ggf. auf eine falsche Fährte geführt wird, dem war aber leider nicht so. Es ist ca. 100 Seiten vor dem Ende Fakt, wer der Stalker ist. Insofern fehlt spätestens ab da die Spannung, es ist nur die Frage ob und wie Leona wieder frei kommt. Deswegen habe ich es beendet.

    Mich hat das Buch an mehreren Stellen nicht überzeugt. Zum einen fliegen ja ALLE Männer auf Leona, das war etwas nervig, und sie klammert extrem, als Wolfgang sie verlässt. Es ist so unangenehm zu lesen, wie es ihr in der Situation geht und man denkt sich: Wach mal auf. 

    Auch wie sie dem Jablonski hinterher trauert, als er sich nicht meldet und dann direkt wieder auf ihn fliegt, als er wieder aufkreuzt. Ich hätte den ja sowas von in den Wind geschossen. 

    Als dann zum Ende hin das Kind verschwindet.....Ne....Da dachte ich vorher schon: Wenn die Mutter einfach tanzen geht, wer passt auf? Tja niemand. Und der 5 jährige ist dann kurz nach Mitternacht weg. Was macht er so lange noch dort? Das hat mich auch geärgert.  

    Elisabeths Ansprache in dem Haus (was kaum beschrieben wird) ist auch einfach nur merkwürdig. Und dann endet das Buch einfach so. Leider ist es irgendwie nicht mehr zeitgemäß, und zu unrund. 

  3. Cover des Buches Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9) (ISBN: 9783548061023)
    Nele Neuhaus

    Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)

    (495)
    Aktuelle Rezension von: leselocki

    In "Muttertag" bekommen es Pia Sander und Oliver von Bodenstein mit einem Fall zu tun, der immer größere Kreise zieht und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, denn gerade die ganzen Zusammenhänge machen für mich einen großen Teil der Spannung aus.

    Und was soll ich sagen – ich ärgere mich jetzt noch, dass ich so lange damit gewartet habe, die Taunus-Krimis weiterzulesen. 🤭

    Die Spannung war für mich wirklich von Anfang bis Ende da. Natürlich gab es zwischendurch auch Stellen, die sich etwas gezogen haben, aber selbst die haben für mich irgendwie zur Spannung beigetragen.

    Besonders gut fand ich, wie sich nach und nach immer mehr Zusammenhänge ergeben haben. Trotz der vielen Personen und verschiedenen Verbindungen war alles verständlich und gut dargestellt.

    Natürlich hatte ich während des Lesens immer wieder meine Vermutungen. Und natürlich war ich mir irgendwann ziemlich sicher, den richtigen Riecher zu haben. Tja… falsch gedacht. 😂

    Pia Sander und Oliver von Bodenstein bleiben einfach mein liebstes Ermittlerduo. 😍 Die Beiden harmonieren für mich unglaublich gut und ich lese einfach wahnsinnig gerne über sie.

    Und sogar Frau Dr. Engel war mir am Ende ein kleines bisschen sympathisch. 😂


    Für mich war "Muttertag" wieder ein richtig starker Taunus-Krimi und definitiv ein 5-Sterne-Buch.  Spätestens jetzt weiß ich wieder, warum ich die Taunus-Krimis so gerne gelesen habe.


  4. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (956)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    „Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst.“ 

    Ziemlich harte Lektüre. Gudrun Pausewang hat eine Erzählweise bei der man denkt man steckt mittendrin. Das Buch ist beklemmend, macht Angst und appelliert an unsere Menschlichkeit. Ich bin auch der Meinung, dass das Buch nicht als Jungendbuch gelistet werden sollte. 

  5. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

    (302)
    Aktuelle Rezension von: Aliceinthewonderland

    Worum gehts? 


    Goran Kyper ist in irgendeine Dunkle Sache reingeraten und bittet seinen Bruder Avram ihn unds seine Familie zu rächen. Gleichzeitug bittet er die Interpolagentin Emilia um hilfe das alles aufzuklären.


    So geraten ein Auftragskiller und eine Interpol agentin gegeneinander. Ich muss sagen eine super spannende Sachen zu sehen wie Avram versucht die Polizei zu nutzen ( auch sehr erfolgreich ) um seine Schwägerin zu finden und sich dabei nicht in die Karten schauen zu lassen, da dies für ihn ja wirklich gefährlich werden kann. Die Interpol agentin versucht dies zu unterbinden nur muss ich sagen ohne erfolg.

    Der teil der sich um ihre Ermittlungen dreht muss ich sagen ist auch ehr nichzt so toll. Es geht hauptsächlich erst mal darum das sie in den Kollegen aus Frankfurt verliebt ist.... Erst als ihr klar ge,acht wird das sie niemanden vertrauen kann fängt sie ernsthaft an zu ermitteln...


    Kann es nur weiter empfehlen aber gebe eine kleine Triggerwahnung raus : den es wird Expliziete gewalt beschrieben und das auch an Kindern.

  6. Cover des Buches Post Mortem - Zeit der Asche (ISBN: 9783596031436)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Zeit der Asche

    (163)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Es ist noch nicht vorbei – das Morden geht weiter…
     Ein bestialischer Foltermord in einem abgelegenen Landhaus in Südfrankreich. Eine Handschrift, die Interpol-Agentin Emilia Ness und Profi-Killer Avram Kuyper nur zu gut kennen. Jemand möchte, dass sie weiter auf die Suche gehen. Denn das kriminelle Netzwerk des Täters ist größer als gedacht. Und mächtiger als vermutet. Wer hat den Hinweis lanciert? Wer ist dieser große Unbekannte, der so machthungrig, erfolgsverwöhnt und unberechenbar aggressiv ist?

    Der Schreibstil ist grundsätzlich gut und spannend. Das Buch packte mich von der ersten Seite an. Leider gibt es immer wieder ausführliche Beschreibungen und Wiederholungen von Geschehnissen, die teilweise ein paar Seiten zuvor erst passiert sind. Das stört den Lesefluss doch ab und zu.

    Die Morde und Leichen werden öfters bis ins kleinste Detail und sehr bildhaft beschrieben, das Buch ist sicher nichts für schwache Nerven.

    Emilia und Avram versuchen beide auf ihre Art und Weise die Hintergründe zu erfahren und die Tat aufzuklären. Beide wissen, dass sie es nicht ohne die Hilfe des anderen schaffen können und spannen zusammen. Das führt zu interessanten Szenen.

    Bis zum Schluss gibt es die eine oder andere unerwartete Wendung. Das Ende ist sehr rasant und spannend.

    Alles in allem ist das Buch ganz ok, aber nicht überragend.

  7. Cover des Buches Die allertraurigste Geschichte (ISBN: 9783257070385)
    Ford Madox Ford

    Die allertraurigste Geschichte

    (26)
    Aktuelle Rezension von: PoeEA1809

    „Dies ist die traurigste Geschichte, die ich je gehört habe.“ Mit diesem Satz beginnt das Buch. Und dann fängt jemand an zu erzählen, eben diese traurige Geschichte. Aber bald denkt man sich: halt, da stimmt doch was nicht. Der, der hier erzählt, ist ja Teil dieser Geschichte. Aber wenn er als Beteiligter diese Geschichte erzählt, dann kann er doch nicht im ersten Satz sagen, das sei die traurigste Geschichte, die er je gehört habe. Er hat sie erlebt, und nicht nur von ihr gehört. Dann hätte also der Autor selbst sich mit dem ersten Satz an den Leser gewandt und danach, so nimmt man an, hat er diese traurige Geschichte aus dem Blickwinkel und mit den Worten desjenigen, der sie ihm geschildert hat, erzählt. Aber weit gefehlt! Nachdem man die ganze Geschichte zu Ende gelesen hat, findet sich - zumindest in meiner Ausgabe - ein Brief des Autors an seine damalige Lebensgefährtin, in der er erwähnt, dass ein anderer an der Geschichte Beteiligter sie ihm erzählt habe. Und man möchte den Autor fragen, wenn nun dieser Eine dir seine Sicht der Dinge geschildert hat, warum hast du dann die ganze Geschichte aus dem Blickwinkel eines anderen, den du vermutlich niemals kennen gelernt hast, erzählt? Natürlich ist diese Frage schon allein deswegen unsinnig, weil der Autor 1939 verstorben, also nicht mehr in der Lage ist, sie zu beantworten. Lebte er noch, würde er vielleicht sagen, ich wählte als Erzähler denjenigen, der mir als der Geeignetste erschien. 

    Was soll ich sonst noch über diese Geschichte sagen? Es wird betrogen, gelogen, geheuchelt und gestorben. Und auch sonst gibt es manches zu Lachen. Am Ende läßt der Autor seinen Erzähler folgendes begreifen: 

    „Die Gesellschaft muss bestehen bleiben, vermute ich, und die Gesellschaft kann nur am Leben bleiben, wenn die Normalen, … Tugendhaften, … ein wenig Verschlagenen gedeihen und wenn die Leidenschaftlichen, …Eigenwilligen und die allzu Wahrhaftigen … verdammt werden.“ 

    Das ist ein bedenkenswerter Satz, der die Realität vermutlich ganz gut beschreibt, ob im Jahre 1915 oder auch heute.

  8. Cover des Buches Gesucht: Traummann mit Ente (ISBN: 9781500825645)
    Alice Golding

    Gesucht: Traummann mit Ente

    (46)
    Aktuelle Rezension von: parden

    AMÜSANTE GESCHICHTE ZUM ABSCHALTEN...

    Endlich einen Mann an ihrer Seite – das ist alles, was Valerie sich wünscht. Humorvoll soll er sein, treu und … eine Ente fahren. Als ihr mit Erik genau so ein Traumtyp begegnet, könnte alles perfekt sein. Wäre da nicht diese klitzekleine Lüge, die ihr über die Lippen kommt, um sich ein bisschen interessanter zu machen. Denn eine erfolgreiche Schriftstellerin ist sie wahrhaftig nicht, genau genommen umfasst ihr geplanter Roman erst zwei Zeilen. Als Eriks Freund, ein bekannter Verleger, gerne eine Leseprobe von Valeries Schaffen sehen würde, ist guter Rat teuer. Wie schreibt man auf die Schnelle eine spannende Geschichte, wenn man schon beim Verfassen einer Glückwunschkarte Schweißausbrüche bekommt? Und wie geht man mit einer Mutter um, die einen mit einer unmöglichen Forderung im Hotel in Teufels Küche bringt?
    Doch Valerie wäre nicht Valerie, wenn sie da nicht einen genialen Einfall hätte… (Klappentext)

    Valerie hat sich in ihrem Leben arrangiert. Mit Männern hat sie nach einer großen Enttäuschung endgültig abgeschlossen, sie besucht regelmäßig ihre beste Freundin Susa und deren Kinder, und die Arbeit als Rezeptionistin in einem Hotel macht ihr dank ihres besten Freundes Hinnerk meistens sogar Spaß. Zu Hause warten treu auf sie ihre meist fröhlich pfeifenden Wellensittiche Piep und Matz, die sie von ihrer leider verstorbenen Oma geerbt hat und deren Pflege sie sich hingebungsvoll widmet. 

    Durch einen puren Zufall schießt Valerie eines Morgens der Gedanke durch den Kopf, wie es wäre, ein Buch zu schreiben. Kaum hat sie den ersten Satz geschrieben, stockt der Schreibfluss auch bereits. Aus dem Fenster schauend sieht sie eine top gepflegte Ente, aus der gerade ein gutaussehender Mann steigt. Leider steht er in der Feuerwehreinfahrt, und die Politesse ist im Anmarsch. Nachdem sie den Mann vorsorglich warnt, stellt dieser sich nach dem Umparken seiner Ente bei Valerie als Erik vor. Nach ihrem Beruf gefragt, gibt sie ohne Zögern an: Schriftstellerin. 

    Das verpflichtet natürlich, und Valerie begibt sich ernsthaft daran, den geplanten Roman zu schreiben. In der Folge kommt es zu allerhand verschwurbelten, amüsanten und missverständlichen Begegnungen und Entwicklungen. Valerie und Erik laufen sich immer mal wieder über den Weg, vor allem bei Valeries Nachbarin Rosalia, deren Besucherinnen häufig weinend deren Wohnung verlassen. Manche Charaktere werden schon recht klischeehaft dargestellt (vor allem die Schreibgruppe, Himmel, diese Typen!), was aber auch durchaus witzig sein kann. Tatsächlich habe ich hier so manches Mal herzhaft gelacht, allerdings zuweilen auch leise die Augen verdreht, wenn es übertrieben wirkte.

    Eine wirklich lustige Romanze (oder romantische Komödie?) im Chicklit-Style hat Alice Golding da geschrieben. Auch wenn das Ende keine wirkliche Überraschung bot, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und bekommen, was ich erwaret hatte: eine flott zu lesende und amüsante Geschichte zum Abschalten. Manchmal tut das richtig gut...


    © Parden

  9. Cover des Buches Lilienopfer. Dein Tod gehört mir (ISBN: 9783741302909)
    Leo Born

    Lilienopfer. Dein Tod gehört mir

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Lilienopfer—Dein Tod gehört mir“ ist der erste Band einer Thrillerreihe von Leo Born, dessen Protagonist in diesem Fall der Kommissar Jack Diehl vom LKA Hessen ist. Das ist aber nicht  die einzige interessante Figur in diesem Buch. So gibt es eine Profilerin, die eine persönliche Verbindung zu Diel hat, wie auch eine junge aufstrebende Tatort-Fotografin. Im Zentrum des Geschehens steht eine Mordserie an Frauen, an den Fundorten ihrer Leichen finden sich blutgetränkte weiße Lilien. Dies erinnert an einen lange zurück liegendes Verbrechen, dessen Verantwortlicher aber eigentlich hinter Gittern sitzt. Handelt es sich möglicherweise um einen Trittbrettfahrer? Nach ausgiebiger Recherche, scheinen einige Ungereimtheiten zu bestehen…. 

    Das Buch hat mich gut unterhalten, verfolgt einen klaren roten Faden und hat ebenso einen guten Spannungsbogen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Hauptpersonen hat mich überzeugt und es gibt die ein oder andere überraschende Wendung, weil von diesen in unterschiedlichste Richtungen ermittelt wird, was auch zu Reibereien führen kann. Die Schändung der Leichen wird teilweise sehr detailliert beschrieben, man sollte also nicht zu zimperlich sein. Es gibt einen ziemlich rasanten Showdown und eine gelungene Auflösung, die man gut nachvollziehen kann. Das ganz Außergewöhnliche habe ich allerdings vermisst, hier ist in den Folgebänden meiner Meinung nach noch Steigerungspotenzial vorhanden. Gute 4 Sterne von mir. 


     

  10. Cover des Buches Mörderische Tage (ISBN: B004WPH2O6)
    Andreas Franz

    Mörderische Tage

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Taehti

    Andreas Franz schreibt in seinem elften Band "Mörderische Tage" über einen hochintelligenten Mörder, der Julia Durant und ihrem Team mächtig Probleme bereitet.

    Zudem ist natürlich auch jeder ob der langen Zeit schon genervt und urlaubsreif. Durant und ihr Kollege Hellmer haben allerdings auch noch zwischenmenschliche Probleme, die geklärt werden sollen, was natürlich auch zur allgemeinen Stimmung beiträgt.

    Hellmer ist es auch, dem ein Opfer des Killers auf der Autobahn vor das Auto läuft.

    Das Opfer übersteht zwar den beinahe Zusammenstoß, allerdings verstirbt sie kurze Zeit später im Krankenhaus.

    Die Ermittler sind anfangs überfordert, finden aber irgendwann heraus, dass das Opfer der sog. weißen Folter ausgesetzt war. 

    So ermittelt das K11 fleißig weiter und Julia Durant plant ihren Urlaub in Südfrankreich, doch kurz vor ihrem Abflug kommt alles anders. Derweil lernst Hellmer zwei hochbegabte Jugendliche kennen und wird so auf eine heiße Spur gebracht - ist er doch selbst hochbegabt. 

    Doch noch ist der Täter der Polizei einen Schachzug voraus. 

    Als Julia Durant in die Fänge des Mörders gelangt, entwickelt sich die ganze Geschichte etwas schneller und nimmt Fahrt auf.


    Neben dem Haupthandlungsstrang von Julia Durant und Frank Hellmer gewährt Andreas Franz auch Einblick in das Leben des Täters und anderen beteiligten Personen. 

    Gut dargestellt sind die Sequenzen auf jeden Fall und die kurzen Infos der weißen Folter sind auch nicht ohne. Auch sind die Charaktere gut beschrieben.


    Anfangs war es für mich etwas langatmig, was dann aber an Fahrt aufgenommen hat, zwischendrin wieder etwas abflachte. Aufgrund der Kurzbeschreibung war irgendwie klar, was so ab Seite 350 passieren wird, wodurch die letzten 100 Seiten nochmal kräftig zulegen mussten. 


    Mit der Person Julia Durant konnte ich mich in diesem Band leider überhaupt nicht anfreunden. Ihre Art gefällt mir nicht und diese Beweihräucherung durch ihren Chef auch nicht. Vielleicht klappte das auch nicht anders, wegen den nachfolgenden Bänden? Zudem musste ich schon schmunzeln, als der hochbegabte Killer auftauchte, wenig später die hochbegabte Ehefrau und zwei hochbegabte Teenager, die dem, natürlich, hochbegabten Kriminalbeamten mit der Nase auf seine Hochbegabung hinwiesen. Etwas zuviel des Guten.


    Insgesamt hatte ich leider etwas Mühe, das Buch zu lesen, wobei die Story und der Handlungsstrang viel her gibt. Lag wohl eher auch an der Wortwahl. 

    Für echte Fans ein Muss, sonst reinlesen und selbst entscheiden.

  11. Cover des Buches Hessen (ISBN: 9783520274038)
  12. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

    (184)
    Aktuelle Rezension von: TobiasAsfahl

    Der erste Teil einer Buchreihe in der sich eine junge Polizistin gegenüber den Verbrechen und ihren Kollegen behaupten muss.

    Wir treffen hier auf keine heile Welt sondern auf Fälle die auch die Seele angreifen .

    Allein schon wie der Autor Land und Stadt beschreibt verschafft einem Leser das Gefühl genau dort zu sein wo etwas passiert .

    Die verschiedenen Figuren müssen sich erst noch aneinander gewöhnen , was bei dem einen oder der anderen sicherlich noch noch einige Bücher dauern wird , aber Spannungen sind ja nichts schlechtes sondern bringen die Geschichte auch mal auf einen ungewöhnlichen weg .

  13. Cover des Buches Toter geht´s nicht (ISBN: 9783837143287)
    Dietrich Faber

    Toter geht´s nicht

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Da ja momentan Bayern oder Regional Krimis sehr modern sind habe ich dieses Buch gelesen! Das Cover ist schon sehr schräg und die Geschichte erst! Aber lesen Sie selbst!

     

     

    Bröhmanns erster Fall

     

    Darf ich ihnen Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann vorstellen. Gerade von seiner Frau verlassen worden. Muss nun schauen wie er mit seiner Tochter, die gerade mitten in der Pubertät ist, seinem Sohn Laurin und dem Hund Berlusconi klar kommt. Das Leben meint es also momentan nicht gerade gut mit Henning!

     

     

    Familienstress und dann auch noch ein Mord!

     

    Und dann passiert zur Faschingszeit in Vogelsberg  mitten in einem Umzug auch noch ein Mord. Ein Mann der sich als Tod verkleidet hat  wird erschlagen. Nun liegt es an Henning den Mörder zu finden, was gar nicht so einfach ist. Zusammen mit zwei Kollegen beginnt er die Ermittlungen. Die Spuren führen zu einem Musiker, zu dem Sohn des toten der schwer depressiv ist und natürlich auch zum Faschingskomitee.

     

     

    Werden Sie den Täter finden?

     

    Das werde ich natürlich nicht verraten! Ich sag nur so viel: es geht drunter und drüber und Henning liefert so manch gefährliche Aktionen. Der Schluss hat mich dann doch etwas überrascht.

     

     

    Fazit: Ein toller Krimi für einen winterlichen Nachmittag. Sehr witzig fand ich die Vater Tochter Beziehung! „Toter geht’s nicht „ eignet sich auch sehr gut für Männer zu lesen!

     

     


  14. Cover des Buches Brennende Narben (ISBN: 9783404178728)
    Leo Born

    Brennende Narben

    (80)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    4.5 Sterne


    Ich habe diese Reihe vor Ewigkeiten begonnen und damals auch gemocht; Irgendwie habe ich sie dann einfach aus den Augen verloren. Jetzt bin ich bereit, erneut als Schatten von Mara in die Abgründe Frankfurts einzutauchen.


    Ich bin weiterhin Fan von Mara's Figur, eben weil sie keine typische Ermittlerheldin ist; Für mich ist sie beinahe schon eine Antagonistin - scheinbar unnahbar, kühl und distanziert. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es ein präsenterer Ermittlungspartner für Mara. Rosen ist nur am Rande wahrnehmbar, was ich etwa schade finde.


    Born's Schreibstil ist flüssig und die Gliederung der Geschichte ein Gedicht; Die Szenenwechsel sind perfekt gewählt. Die gut überschaubaren Kapitel lassen einen Einblicke in die Gefühlswelt anderer Charaktere erhaschen, was das Lesen super angenehm macht. 

    Billinsky jagt einen brutalen und blutrünstigen Killer, wobei sie gleichzeitig vergangene Ereignisse aus ihrem Privatleben zu sortieren versucht - diese beiden separaten Handlungsstränge heizen die Spannung zusätzlich an.


    Die Reihe ist für mich unbedingt lesenswert und ich freue mich bereits schon auf den nächsten Fall für die Krähe!

  15. Cover des Buches Vergessene Gräber (ISBN: 9783404180936)
    Leo Born

    Vergessene Gräber

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint. Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug ...

    Bisher hatte mir die Mara Billinsky Reihe von Leo Born, erschienen bei beThrilled, richtig gut gefallen und daher will ich die Reihe unbedingt weiterverfolgen. Nun war ich also bei Band 5 angelangt.

    Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich sogleich von der Geschichte gefesselt.

    Ich mag die Ausarbeitung der Protagonistin Mara Billinsky. Gerade durch ihre Ecken und Kanten und ihre eher schroffe als liebenswürdige Art, wirkt sie dennoch liebenswert. Ihr mangelt es nicht an Tiefe und dadurch konnte ich all ihre Gedanken und Empfindungen nachvollziehen und mich deshalb problemlos auf sie einlassen.
    Wie sie sind alle Charaktere ausgearbeitet, was das mitfiebern umso einfacher machte.

    Der Schreibstil ist einnehmend. Bildhaft und schonungslos werden wir durch die Handlung geführt, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass es reißerisch wirkt. Da die Figuren lebendig wirken, konnte ich gut mitfiebern. Ich empfand den Spannungsbogen als konstant hoch und so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
    Das Erzähltempo ist angenehm. Es wird alles schlüssig erklärt, während die Gegebenheiten dennoch bildhaft dargestellt werden. Auch stimmt das Drumherum, ohne überladen zu wirken.
    Erzählt wird im personalen Stil.

    Mich konnte dieser Thriller total überzeugen. Die Story ist komplex und gut durchdacht, und ich hatte den Verlauf so nicht erwartet. Hier gibt es Nervenkitzel, der mir packende Lesestunden bereiten konnte. Ich freue mich schon jetzt auf jeden weiteren Fall, den ich noch vor mir habe. Das war Leseunterhaltung vom Feinsten.
    Daher gibt es natürlich eine Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

  16. Cover des Buches Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt (ISBN: 9783764508470)
    Anne Jacobs

    Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt

    (37)
    Aktuelle Rezension von: leseleucht

    Im letzten Band der Dorfladentrilogie von Anne Jacobs stehen wieder die drei Schwestern der Inhaberin des Dorfladens von Dingelbach im Mittelpunkt. Die älteste, Herta, ist plötzlich schwanger. Doch dass der Vater des Kindes sie heiraten wird, glaubt Herta allein. Das sorgt schon für Klatsch und Tratsch in Dingelbach. Frieda, die zweite, hat ein Theaterengagement in Bochum, und die Verehrer liegen ihr zu Füßen. Doch dass sie Dingelbach und ihren guten alten Freund, den Dorflehrer Hohnermann dann doch so vermissen könnte, hätte sie, die immer in die große weite Welt hinaus sollte, dann nicht gedacht. Die jüngste, Ida, steht endlich kurz vor dem Abitur. Aber nicht nur ihre vorlaute Art, sondern auch ihre Liebe zu dem Studenten Florian Häger gefährden ihren Schulabschluss. Denn dieser steht der KPD gefährlich nahe.

    Auch den anderen mehr oder weniger lieb gewonnen Bewohnern von Dingelbach begegnen wir in diesem Roman wieder: der Fabrikbesitzerin Ilse Küpper, jetzt verheiratete Goldstein, und ihr Bruder, der Tunichtgut und Möchtegern, der sie bis in den Wahnsinn treibt, dem Heini Schütz mit seinem Vater und der Stiefmutter Marie sowie der Oma Gertrud, der lungenkranken Julia usw. Wieder entspinnen sich viele Geschichtsfäden rund um Dingelbach, heitere und ernste. Überwiegend liest man sie gerne diese liebevollen kleinen Dorfgeschichten und erfreuten sich an den Stärken und Macken seiner Bewohner. Da kriegt jeder sein Fett weg, aber nicht immer jeder, was er verdient. Das Dorfleben ist hart, insbesondere wenn das Wetter ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Aber man hält zusammen, wenn man sich nicht gerade die Pest an den Hals wünscht. Es geht um Liebe, um Neid und Missgunst, um Familie, um Talent und Bestimmung. So hat jeder sein Päckchen zu tragen und muss sich seinen Weg suchen, auch wenn er mal falsch abgebogen ist.

    Der Roman bietet gute Unterhaltung. Bei einigen der Nebenfiguren erscheint das Übertriebene in der Darstellung des Klischees nicht störend, aber bei den Hauptfiguren hätte ich mir manchmal weniger Überspitzung gewünscht: Herta ist nervtötend nah am Wasser gebaut und wird als allzu einfältig und schon fast dämlich hingestellt, Ida ist bisweilen auch wiederum nervig frech und vorlaut und ohne Respekt, und auch Frieda ist bisweilen entweder zu naiv oder zu kokett gezeichnet. Aber Idas und Friedas Geschichten haben auch ernste Züge, was sie wieder lesenswert macht. Die Geschichte um Hertas uneheliches Kind und Ilse Küppers größenwahnsinnigen Bruder sind mir allerdings zu langatmig, zu redundant und enervierend einfältig. Zum Glück nehmen sie nicht so ganz viel Raum ein wie die Geschichte von Helga Schütz mit ihrem unermüdlich bejammerten Liebeskummer oder von Hertas von der Mutter vereitelten Liebelei im zweiten Band. Aber beide Bände erreichen für mich nicht mehr die herzlich erzählten Geschichte aus Dingelbach, wie die Autorin sie im ersten Band entspinnt. Selbst Hohnermann, ein sonst immer herzerwärmender Charakter, ist mir hier ein wenig zu schwärmerisch verliebt und übertrieben selbstbescheiden.

  17. Cover des Buches Lautlose Schreie (ISBN: 9783404178681)
    Leo Born

    Lautlose Schreie

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Lautlose Schreie“ von Leo Born ist der zweite Teil einer Thrillerreihe rund um die Kriminalbeamtin Mara Billinsky. Dabei geht es um eine Reihe von Kinderleichen, die entdeckt werden, genauso wie um einen ermordeten Geschäftsmann. Mit der Zeit wird klar, dass diese beiden Verbrechen zusammenhängen müssen. Und diese sind an Grausamkeit nicht zu überbieten. Denn die Motive dahinter sind alles andere als menschenwürdig. 

    Auch dieser 2. Band dieser Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Er ist sehr spannend geschrieben, folgt einer klaren Linie und lässt sich durchweg gut nachvollziehen. Auch die Hauptcharaktere sind interessant dargestellt, allen voran Mara. In diesem Teil werden auch Bezüge hergestellt, was den Mord an ihrer Mutter betrifft, ganz genau werden diese aber wahrscheinlich erst in Teil 3 aufgerollt werden. Die Action kommt in in „Lautlose Schreie“ auch wirklich nicht zu kurz und weiß zu überzeugen. Für mich eine Punktlandung und volle 5 Sterne wert,  ich freue mich auf mehr von der „Krähe“. 

  18. Cover des Buches HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland (ISBN: 9783834231215)
    Jens van Rooij

    HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

    (98)
    Aktuelle Rezension von: luckynelli

    Hiergeblieben - ein Titel, der schon alles sagt. Warum in die Ferne schweifen, wenn wir in Deutschland viele tolle Städte und Sehenswürdigkeiten haben. Meist kennen wir uns im Ausland besser aus als in den Städten in unserer unmittelbarer Umgebung. Hiergeblieben ist ein neues Reiseführer-Format, das tolle Fotos, erklärender Text und viele Tipps vereint. Ich war überrascht, welche tollen Dinge es zu entdecken gibt. Und der Vergleich mit bekannten Sehenswürdigkeiten im Ausland und ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Weit fahren muss man wahrlich nicht, um das Interessante zu entdecken. Gerade während der Corona-Krise hat es uns zum Wandern in die nähere Umgebung verschlagen. Auch hier waren wir doch sehr überrascht, wie vielfältig, interessant und schön die Natur so um die Ecke ist. Ein absolut empfehlenswerter Reiseführer.      

  19. Cover des Buches Machtzerfall (ISBN: 9783434505921)
    Herfried Münkler

    Machtzerfall

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Der gebürtige Friedberger Herfried Münkler hat sich 1983 daran gemacht, Zeitzeugenberichte über die letzten Kriegstage in Friedberg zu sammeln. Ergänzt durch offizielle Dokumente entstand somit ein detaillierter Blick darauf, wie jene Wochen im März bis Mai 1945 erlebt wurden. Auch wenn dieser Bericht auf Friedberg bezogen ist, so steht er doch exemplarisch für ähnliche Erfahrungen, die zu der Zeit auch in vielen anderen Städten gemacht wurden und veranschaulicht gut den im Titel erwähnten "Machtzerfall". Ich fand es schön, die mir recht bekannte Stadt Friedberg beim Lesen veranschaulichen zu können und werde beim nächsten Besuch dort viele Orte mit neuem Interesse anschauen.

    In Vorworten zu den 2005 und 2015 erfolgten Neuauflagen berichtet Münkler Hintergründe und Vorgehensweise, gibt auch wertvolle Informationen über die Situation und Denkweisen in den frühen 80ern. Während ich damit aufgewachsen bin, daß das Kriegsende für Deutschland eine Befreiung war, ist dies in den 80ern laut Münkler nicht unbedingt die vorherrschende Meinung gewesen. Er erklärt dies nachvollziehbar: "Der Rückblick auf die Ereignisse (...) war bei vielen der befragten Zeitzeuge noch von der Erinnerung an getötete Angehörige geprägt, und wenn es sich bei diesen um Kinder handelte, die bei amerikanischen Bombenangriffen auf Friedberg getötet worden waren, so war für die Betroffenen nichts ferner liegend als die Vorstellung einer Befreiung. Das hat sich mit dem Generationenwechsel, der seitdem stattgefunden hat, grundlegend geändert." Über das ganze Buch hinweg schafft der Autor es gut, auf veränderte Sichtweisen aufmerksam zu machen, Äußerungen in den Kontext zu stellen und zu einer unvoreingenommenen Betrachtungsweise anzuregen. Er ist angenehm neutral, bietet immer wieder verschiedene Interpretationsmöglichkeiten an, ohne eine davon vorzuschreiben, scheut sich aber auch nicht davor, grausame, feige oder nach allen Standards abscheuliche Verhaltensweisen als solche zu benennen. Das bringt eine gute Ausgewogenheit in den Bericht, ohne daß die notwendige kritische Betrachtungsweise verloren geht.

    Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit den letzten Kriegstagen und damit, wie sich die Stadt auf den zu erwarteten Vormarsch der Amerikaner vorbereitete. Es verlief nicht viel anders als überall in der Diktatur: "fanatischer Widerstand" war die Parole, militärisch sinnloser Kampf unter freudiger Opferung des eigenen Lebens - vorwiegend verkündet von Leuten, die selbst die erstbeste Gelegenheit nutzten, um sich in Sicherheit zu bringen. Münkler kann auf detaillierte Berichte der direkt Beteiligten zurückgreifen und so Einblicke liefern, die uns oft in solcher Genauigkeit nicht zur Verfügung stehen. Er beschreibt zB die Situation des Kampfkommandanten Henrich, der entschlossen war, die Stadt kampflos zu übergeben, um weiteres Sterben zu verhindern, der sich damit aber in große Gefahr begab und sein Vorgehen konspirativ angehen und sich genau überlegen mußte, wen er ins Vertrauen ziehen konnte. Diese Szenen sind lebendig beschrieben, wie zum Bespiel Henrichs Erinnerung daran, wie er mit dem Kommandanten Brack (einer jener, die sich rasch absetzten, als es Ernst wurden) darauf anstoßen mußte, daß er sein Leben der Verteidigung Friedbergs opfern würde. ("In Friedbergs altehrwürdiger Burg werden Sie Ihren letzten Widerstand leisten und dann unter den Trümmern dieser historischen Stätte in die Geschichte der Stadt Friedberg eingehen? Darauf wollen wir einen trinken, mein lieber Henrich, Prost?" - Ein wahrhaft gruseliger Trinkspruch, der diese Zeit und ihren Irrsinn hervorragend zeigt.)

    Die Ereignisse bis zur letztlichen Übergabe Friedbergs an die Amerikaner sind minutiös beschrieben - für meinen Geschmack manchmal etwas zu detailreich, insbesondere wenn es um die ganzen militärischen Bewegungen ging, mit genauen Informationen, welche Panzer wo standen und welchen Weg sie nahmen. Andererseits war die anschauliche, mit vielen passenden Zitaten angereicherte Schilderung meistens sehr spannend. Die Ausweglosigkeit dieser Tage, in der der Fanatismus immer noch so erschreckend blühte, kommt durch die Einzelschicksale und Zitate gut hervor.

    Was mir in diesem Abschnitt fehlte, waren die Erinnerungen der normalen Bürger. Wir erfahren fast nur die militärische Komponente und Zitate von Soldaten. Die Zivilbevölkerung kommt nur am Rande vor. Das mag daran liegen, daß dem Autor keine dieszbgl. Quellen vorlagen, aber es war ein wenig enttäuschend, daß diese aufregenden Tage so einseitig berichtet wurden. Dies ändert sich mit der Beschreibung der ersten Besatzungswochen, auch wenn es weiterhin fast keine Zitate aus Erinnerungen der Zivilbevölkerung gibt.

    Was mich auch an mehreren Stellen störte, war des Autors Angewohnheit, Dinge mehrfach hintereinander zu erklären. Dreimal die gleiche Information in leicht veränderter Wortwahl zu lesen, ist etwas frustrierend. Auch wurden manche leicht verständlichen Zitate übertrieben ausführlich erklärt. So sehr ergänzende Hinweise oft nützlich und hilfreich waren, sie waren auch häufiger nicht nötig.

    Im Ganzen aber ist es ein gut geschriebener Bericht, der sich leicht lesen läßt und vielfältige Informationen gibt. Für jeden, der sich für jene Frühlings- und Frühsommertage des Jahres 1945 in Deutschland interessiert, ist dies ein nützliches und unterhaltsames Buch.

  20. Cover des Buches ROTHER Wanderführer Weserbergland (ISBN: 9783763347797)
    Mark Zahel

    ROTHER Wanderführer Weserbergland

    (1)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Die Wanderführer aus dem Hause des Rother Verlages haben ein wanderfreundliches Format, passen in jedem Rucksack und jede Tasche und geben für meine Begriffe wirklich all die Tipps zum Besten, die man auf einer Wanderung und im Vorfeld bezüglich der Planung benötigt. Der Wanderführer zum Weserbergland enthält 50 Touren, wobei dies Tal- und Höhenwanderungen sind.  

     

    Gliederung:
    ========

     

    Übersichtskarte

    Allgemeine Hinweise

    Top-Touren im Weserbergland

    GPS-Tracks

     

    Reinhardswald, Bramwald und Solling

    ...

    Vogler, Hils und Ith

    ...

    Lippisches Bergland und das Gebiet westlich der Weser

    ...

    Die Region Hameln und das Schaumburger Land

    ...

     

    Die Texte sind mit Symbolen versehen, die auf z. B. Parkplätze, Burgen, Schlösser, Ruinen oder Orte mit Einkehrmöglichkeiten usw. hinweisen. 8 Toptouren sind thematisiert. Es sind Höhenprofile verzeichnet, Kartenausschnitte und die Erklärungen zu Wanderungen und Sehenswürdigkeiten sind verständlich und auf den Punkt. Das Bildmaterial zeigt die Region sehr anschaulich und die Texte dazu ergänzen es perfekt. Die Tourenbeschreibungen sind ausführlich und machen es leicht, eine Tour zu wandern und GPS-Tracks stehen zum Download bereit.

     

    Bezüglich der Wanderbeschreibungen gibt es jeweils einführend die Daten zu:

     

    ­Ausgangsort

    Endpunkt

    Höhenunterschied

    Anforderungen

    Einkehr

    Karte

     

    Ein wirklich gelungener Wanderführer !!!
  21. Cover des Buches Werke. Bd. 8. Dichtung und Wahrheit (ISBN: B0000BR8TR)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Werke. Bd. 8. Dichtung und Wahrheit

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Kismet (ISBN: 9783257233360)
    Jakob Arjouni

    Kismet

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Der türkischstämmige Privatdetektiv Kemal Kayankaja will seinem Freund, dem Gastwirt Romario helfen, der von Schutzgelderpressern bedroht wird . Als die Erpresser auftauchen geht so manches schief und Kemal und sein Freund erschießen die Erpresser. Um die Hintermänner aufzudecken ermittelt er und gerät bald in die Schusslinie der kroatischen Mafia und dubioser Geschäftemacher. Die Kneipe von Romario geht in Flammen auf und dieser ist bald ebenso wie Kayankaja in Lebensgefahr, als sein Büro in die Luft fliegt. Eine mörderische Hetzjagd beginnt und Kemal schafft es schließlich sich aus der Schusslinie zu bringen und den Fall zu lösen.

    Ajouni gelingt eine spannende Krimi-Handlung im Frankfurter Bahnhofsmilieu mit einer großartigen Hauptfigur. Der Detektiv Kemal Kayankaya, der kein türkisch kann und besser Deutsch spricht als so mancher Deutsche beschreibt sehr gut die Spannungen und Eindrücke der zweiten Generation türkischer Einwanderer, die in Deutschland geboren wurden und nur in ihren Familien die türkische Kultur erfahren haben. Stil und Sprache überzeugen und so mancher pointierter Dialog ist enthalten. Der Autor versteht mit Sprache umzugehen und gekonnt werden Personen beschrieben und auch Spannung aufgebaut, so dass eine lebendige Erzählwelt entsteht, in die ich mich gleich hineinversetzt fühlte. Habe das Buch gerne gelesen und es hat mit gefallen, so dass ich es nur weiterempfehlen kann. 

  23. Cover des Buches Die Feuerheilerin (ISBN: 9783548288567)
    Ursula Neeb

    Die Feuerheilerin

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Malka
    Frankfurt, 1596: Die Heilerin Lovenita Metz ist mit ihrer Tochter Clara unterwegs zur Frankfurter Herbstmesse, um dort ihre Heilmittel anzubieten. Unterwegs werden sie zu einer Edelfrau gerufen, die sich von der „Ägyperin“ die Zukunft vorhersagen lassen will. Obwohl Lovenita ein ungutes Gefühl hat, kann sie sich der Anfrage nicht verweigern. Doch bald schon wird sie dies schwer bereuen.

    In Frankfurt trifft gleichzeitig der Prediger Albinus Mollerus ein, ein selbsternannter Prophet, der den Weltuntergang prophezeit und dem die einfachen Menschen geradezu ekstatisch zujubeln. Nur wenige bleiben vernünftig, wie zum Beispiel der junge Stadtarzt Johannes Lonitzer.
    Die Wege dieser Protagonisten kreuzen sich, erstaunliche Zusammenhänge aus der Vergangenheit kommen ans Licht und das Unheil nimmt seinen Lauf.

    "Die Feuerheilerin" ist der erste Roman, welchen ich von Ursula Neeb gelesen habe. Je mehr man liest, umso mehr erfährt man über Lovenitas Vergangenheit. So wird deutlich warum ihre Tochter Depressionen hat, aber nicht warum Lovenita selbst die seherischen Kräfte hat. Der Roman ist meines Empfindens nach sehr vorhersehbar und ein sehr typischer Liebesroman. Trotzdem ist der Roman super, und auf jeden Fall lesenswert.  Die Figur Clara ist sprunghaft, sie hat oft ihre Meinung gewechselt, so konnte ich häufig der Figur Clara nicht folgen. 
    Ich konnte, aber sehr gut mit dem Figuren mit fühlen und mir alles bildlich sehr gut vorstellen, so dass ich das Gefühl hatte ich wäre wirklich dabei. Das Thema Hexenverfolgung spielt eine große Rolle und gerade dies hat das Buch für mich so interessant gemacht. :) Zum Schluss hat man die Ursachen für die Krankheit herausgefunden und konnte diese sogar beweisen. Allerdings kam mir dieser Abschnitt zu kurz. 
    Was ich sehr super finde, dass die Autorin Frau Neeb im Epilog für die Leser noch mal darstellt, was aus jedem der handelnden Charactere geworden ist. Weiterhin gefällt mir sehr gut, dass die Autorin auch darstellt, dass der Roman auf Historischen Fakten beruht. 
    Also auch wenn der Roman seine Defizite hat, ist dieser auf jeden Fall Empfehlens - und Lesenswert. 
    Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich würde ihn immer wieder lesen. :)
  24. Cover des Buches Eisige Stille. Ein Mara-Billinsky-Thriller (ISBN: 9783404192649)
    Leo Born

    Eisige Stille. Ein Mara-Billinsky-Thriller

    (33)
    Aktuelle Rezension von: claudi-is-reading

    🔥 Draußen brennt Frankfurt – doch dieser Thriller ist eiskalt. ❄️🐦‍⬛

    📖 𝗗𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁’𝘀:

    Im achten Fall von Mara „Die Krähe“ Billinsky ächzt Frankfurt unter einer Hitzewelle. Während Mara mit mehreren brutalen Verbrechen kämpft, stößt Jan Rosen im Netz auf verstörende Videos. Als zwei von Maras engsten Freunden verschwinden und Erik Nordin wieder auftaucht, stellt sich plötzlich die Frage: Wem kann sie überhaupt noch trauen? 😱

    💬 𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴:

    Ach, ich bin mittlerweile so ein Fan dieser Reihe. 😊
    Dabei war es gar nicht unbedingt der Fall selbst, der mich am meisten begeistert hat. Darknet, Entführungen, Morde und starke Gegenspieler sorgen natürlich für ordentlich Spannung, aber richtig stark fand ich diesmal vor allem die Entwicklung der Figuren. Gerade Mara zeigt Seiten, die man von ihr bisher kaum kannte: Unsicherheit, Zweifel und Verletzlichkeit. Körperlich wie psychisch kommt sie ordentlich an ihre Grenzen – und bleibt trotzdem die schlagfertige, unbeugsame Krähe, für die ich diese Reihe so gerne lese. 🐦‍⬛🖤

    👥 𝗖𝗵𝗮𝗿𝗮𝗸𝘁𝗲𝗿𝗲:

    🐦‍⬛ Mara: gewohnt bissig, diesmal aber deutlich verletzlicher.
    💻 Jan: weg von der Straße und rein in die digitalen Abgründe.
    🇸🇪 Erik Nordin: sorgt erneut für ordentlich Unruhe.
    🔥 Rafael: wieder dabei, auch wenn mich sein Part anfangs etwas verwirrt hat.

    ✨ 𝗛𝗶𝗴𝗵𝗹𝗶𝗴𝗵𝘁𝘀:

    🖤 Maras Entwicklung
    🔥 düstere, spannungsgeladene Atmosphäre
    📖 kurze Kapitel mit ordentlich Sog
    🧩 mehrere Handlungsstränge, die gut zusammenlaufen
    💥 ein Finale, das mich absolut überzeugen konnte

    ✍️ 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:

    „Eisige Stille“ zeigt einmal mehr, warum ich diese Reihe so gerne lese. 🐦‍⬛🖤 Ein düsterer, intensiver Fall, der mich durchgehend gut unterhalten hat und vor allem durch Maras Entwicklung überzeugt. Gerade ihre verletzliche Seite bleibt mir im Kopf – und nach diesem Ende freue ich mich jetzt umso mehr auf Band 9.

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