Bücher mit dem Tag "hexenwahn"
8 Bücher
- Jenny Blackhurst
Das Böse in deinen Augen
(187)Aktuelle Rezension von: DustBunnyEin ganzes Dorf glaubt, dass die 11-jährige Ellie eine bösartige Hexe ist.
Aber sie ist einfach eine traumatisierte, wütende Weise, die in ihrer Pflegefamilie todunglücklich ist, oder?
Die Kinderpsychologin Imogen ist überzeugt davon, dass das Dorf von Aberglauben durchdrungen ist, und Ellie Fürsorge braucht, leider steht sie mit ihrer Meinung ziemlich allein da.
Imogen ist selbst ziemlich problembelastet, und trifft nicht die besten Entscheidungen: sie versagte bei ihrem vorherigen Job in London kläglich, sodass sie in ihr Heimatdorf zurückkehren musste, in das Haus, das sie geerbt hat, damit sie keine Miete bezahlen muss – diese Notlösung wirkt mit fortschreitender Handlung immer weniger wie eine Lösung, und immer mehr wie ein Martyrium.
Bei ihrer neuen Arbeitsstelle ist sie als Beraterin für eine Schule tätig, und setzt sich sehr für Ellie ein, die brutal schikaniert wird.
Die Erzählung wechselt zwischen Imogens und Ellies Sicht. Beide sind zutiefst verbittert: Ellie, weil ihr schönes altes Leben mit einer tollen Familie sowie Freunden der Vergangenheit angehört. Imogen, weil sie nicht über ihre schwierige Kindheit (bzw. ihre wirklich schlechte Mutter) hinwegkommt, und das jeden Lebensbereich beeinflusst, sodass sie ständig im Unreinen mit sich ist.
Ellies Situation wird immer misslicher, und Imogen muss eine lebensverändernde Entscheidung treffen, allerdings erstarren beide angesichts der Ausweglosigkeit ihrer Situation – doch dann ändern sich die Dinge grundlegend...
Die Charaktere sind interessant, außerdem ist der Schreibstil atmosphärisch und macht das düstere Geschehen fühlbar. Die Handlung ist mal subtil, mal nervenaufreibend spannend, ich fand sie allerdings öfter etwas langatmig. Das Ende ist wirklich wendungsreich!
Ich würde „Das Böse in deinen Augen“ als dramatischen Spannungsroman mit viel psychologischem Gespür bezeichnen. Ich finde es beeindruckend, wie Jenny Blackhurst die vielen verschiedenen Facetten des Unglücklichseins rüberbringt: sensibel, klug, vor allem aber hautnah!
- Birgit Jasmund
Der Duft des Teufels
(41)Aktuelle Rezension von: Siko71Die junge Wittwe Katharina gerät in Verdacht mit dem Teufel im Packt zu stehen und wird als "Hexe" verfolgt. Ihr Geliebter Daniel glaubt an ihre Unschuld und versucht sie aus den Fängen des herrschsüchtigen Domenikaner Mönchs Martin und dessen Gehilfen den Weber Fritz Haan zu befreien. Daniel bekommt Hilfe vom Kramer und Parfümeur Giovanni Paolo Feminis, der nach dem perfekten Aqua mirabilis forscht.
Ein spannender und zugleich interessanter historischer Roman über die Erfindung des "Kölnisch Wasser". Man liest in diesem Roman wieder, wie schnell sich die Menschen beeinflussen lassen ohne die Hinergründe zu erfragen. In diesem Buch ist es die Kirche, die den Menschen den Teufel und seine Machenschaften näher bringt.Mir hat dieses ein sehr schönes Lesevergnügen bereitet und daher volle Punkte.
- Vera Kilian
Der Klan der Hexen
(7)Aktuelle Rezension von: Leseratte61Klappentext:
Wir befinden uns im Mittelalter. Das Leben verläuft friedlich. Die Menschen, die im Wald in und mit der Natur leben, und die Menschen, die in der Stadt ihr Leben bestreiten, kommen gut miteinander aus, unterstützen sich gegenseitig und profitieren voneinander, bis…Ja, bis der Bischof, dem Zeitgeist folgend, auch in seiner Stadt die heilige Inquisition zulässt. Dadurch verändert sich alles. Misstrauen entsteht, Freunde werden zu Feinden. Die Situation verschlimmert sich immer mehr, bis die Welt durch die Apokalypse am Rand des Untergangs steht und es am Ende nur noch darum geht, welches denn nun die einzig wahre Religion ist und wer der einzig wahre Gott.
Fazit:
Das Buch beschreibt sehr spannend die Folgen des Hexenwahns. Anfangs durfte ich das friedliche Leben der Waldmenschen kennenlernen und genießen. Diese Menschen achten die Natur und sämtliche Lebewesen und stellen ihr Wissen und ihre durch Erfahrung erworbenen Heilkräfte gerne zur Verfügung. Sie werden auch von den Stadtmenschen geachtet und oft um Hilfe gebeten.
Die Stadtmenschen und die Waldmenschen leben in friedlicher Koexistenz, bis die heilige Inquisition in der Stadt Einzug hält. Natürlich geraten auch diesmal die Frauen in den Fokus, die irgendwie anders sind. In diesem Falle werden die Frauen der Waldmenschen der Hexerei verdächtigt und sehr schnell den Inquisitoren zugeführt. Die Hexenjäger quälen und martern die Frauen auf brutalste Art, um ihnen Geständnisse zu entlocken. Die Jäger können ihre niedrigsten Triebe und Perversionen an den Frauen ausleben und die gläubigen Stadtmenschen glauben ihnen, dass sie den gefürchteten Teufel austreiben. Durch die Hexenjagd entstehen tiefe Gräben zwischen den Menschen, die sich vorher gut verstanden und einander vertrauten. Misstrauen entsteht, Freunde werden zu Feinden.
Die Foltermethoden und der Ablauf der Verhöre wurden sehr detailliert beschrieben und ich hatte an vielen Stellen Gänsehaut vor Entsetzen, obwohl ich schon viele Bücher gelesen habe, die mit dem Hexenwahn zu tun haben. Die abstrusen Geständnisse wurden damals tatsächlich so von den Frauen erwartet, da der „Hexenhammer“ anerkanntes Werk war, um den Hexen den Garaus zu machen.
Durch den packenden Schreibstil wurde ich regelrecht in die Handlung hineingezogen und konnte mitleiden, mitfühlen und mitfiebern. Das Leben in der damaligen Zeit wurde sehr gut beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die ärmere Bevölkerung leidet unter dem Machthunger der Adligen, die in ihrer Gier die Menschlichkeit vermissen lassen. Die Kirche geht über Leichen, um ihre Macht auszuweiten und schreckt auch vor Massenmorden nicht zurück. Da die Religion und der Aberglauben auf fruchtbaren Boden der damals vielfach ungebildeten Menschen fällt, wird der Kirche kein Einhalt geboten. Wirklich nicht?
Das Treiben der Hexenjäger wird irgendwann einem der Oberen zu viel und er sendet die apokalyptischen Reiter auf die Erde. Was nun über die Menschen hereinbricht, das müsst ihr leider selbst lesen, denn ich will nicht zu viel verraten.
In dieser Geschichte gab es immer wieder unvorhersehbare Wendungen, so dass die Spannung auf einem sehr hohen Level blieb. Das Ende hat mich dann sehr überrascht und ich dachte mir, wenn es so wäre wie in dieser Geschichte, müsste die Menschheit glücklich sein. Doch leider ist die Realität anders.
Ich hatte schöne Lesestunden mit dieser Lektüre und vergebe eine Leseempfehlung.
- Eveline Hasler
Anna Göldin. Die letzte Hexe
(54)Aktuelle Rezension von: shiloIn diesem Buch geht es um Anna Göldin, die im Jahr 1782 in der Schweiz, als letzte Hexe in Europa, hingerichtet wird. Durch Folter gesteht sie, mit dem Teufel im Bund zu sein. Es ist die Geschichte über eine außergewöhnliche und innerlich starke Frau.
Eigentlich ein spannendes und hochinteressantes Thema. Es ist eine ergreifende und fesselnde Lektüre, doch der anstrengende Schreibstil machte meine hohen Erwartungen schnell zunichte. Denn es war nie ganz offensichtlich, in welchem Zeitraum ich mich gerade bewegte. Scheinbar wahllos springt die Autorin durch die verschiedenen Zeiten. Und so war es immer ein Rätselraten, ob ich mich gerade im Präsens, im Perfekt oder gar im Plusquamperfekt befand. Dieses hat den Lesefluss erheblich getrübt. Ebenso wie die vielen heute nicht mehr üblichen Fremdwörter, die immer wieder ein flüssiges Lesen zunichtemachten.
Sieht man von diesen Kriterien ab, bleibt ein fesselnder Roman über eine vom Pech verfolgte und schließlich in Ungnade gefallene Magd. Ein Schicksal, das im Mittelalter nicht alleine stand.
3 Sterne
- Janna Ruth
Hexenwahn (Ashuan Staffel 1 5)
(3)Aktuelle Rezension von: buchlilieMeine Meinung:
Buchhändler: (…) Des Menschen größter Feind ist der Mensch selbst.
(Janna Ruth. Ashuan 1.5, Pos. 733)
Da ist es also, das fünfte E-Book mit den Sonderfolgen zur Hexenverfolgung. Als Einstimmung in die Thematik erlebt der Leser in Episode 17 zunächst eine moderne Hexenjagd der besonderen Art, die mich persönlich köstlich amüsiert hat. „Auf zum Hexentanz“ entwickelte sich dadurch schnell zu einer meiner liebsten Folgen. Wer kann dem Zauber von Ouija-Brettern, Beschwörungen und Co. schon widerstehen? Denn in der Walpurgisnacht treibt sich auf Lucilles Party tatsächlich der Geist einer Hexe herum. Wie es dem gelingt, die Gäste regelrecht an der Nase herumzuführen und mit Flüchen zu belegen, brachte mich wiederholt zum Grinsen, ganz besonders angesichts der Misere, in die der arme Jan letztendlich gerät. Die Folge punktet somit vor allem durch ihren Humor, wird aber auch durch vereinzelte Info-Häppchen rund um Hexenverfolgungen abgerundet.
Nach diesem fulminanten Start erwartet einen mit Episode 18 und 19 das namensgebende Herzstück des Bandes. Durch eine ungeplante Zeitreise gelangen die Jugendlichen ins St. Albon während der Wende zum 16. Jahrhundert und finden sich in den verschiedensten Positionen wieder. Manche überraschen weniger, andere mehr, doch mein persönliches kurioses Highlight ist Jan im Körper eines pummeligen Gottesmannes. In diesen Folgen kommt er offenbar nicht allzu gut weg – sehr zur Belustigung des Lesers. Dass man sich insgesamt schnell in jenem historischen Setting einfindet, ist meiner Meinung nach der gelungenen altertümlichen Sprache und den Ständen zu verdanken, denen die Bewohner merklich entstammen. Die mit Abstand größte Gefahr geht wohl von Kardinal Fabiano Belucci aus, der als Entsandter Roms das nachlässige Handeln des ansässigen Priesters zu korrigieren gedenkt, doch im Grunde kämpfen die Protagonisten mit ganz eigenen Problemen, die einem teilweise ziemlich vertraut vorkommen. So baut sich mit jeder Szene mehr Spannung auf, die sich aus Bekanntem und Neuem gleichermaßen speist. Es wird emotional, brutal, intrigant und überaus tragisch, was diese Episoden zu den besten der ersten Staffel macht! Was ich aber nach diesem grandiosen Zwischenabenteuer von Rachel halten soll, weiß ich nicht. Leider wird sie mir zunehmend unsympathischer und ich muss gestehen, dass es mich mittlerweile nicht wundern würde, wenn sie selbst eines Tages zur Bedrohung werden würde. Stille Gewässer sind ja bekanntlich tief.
„Viel Lärm um nichts“ dreht sich letztlich um Rachegedanken, Erinnyen und die Fähigkeit, seinem Feind zu vergeben. Ich mochte die 20. Folge ausgesprochen gern, besonders weil die Szene zwischen Samantha und Matt ordentlich auf die eigenen Tränendrüsen drückte. Ich hoffe so sehr, dass sie sich irgendwann wieder vertrauen können. Auch nahm mein in Folge 19 entstandenes Misstrauen gegenüber Rachel etwas ab, wenn auch nicht zur Gänze. Ihr gegenüber bleibe ich lieber etwas wachsam. Alles in allem bleibt man als Leser nach diesem Zwischenabschluss aber gut unterhalten und in freudiger Erwartung auf das Staffelfinale zurück.
Fazit:
„Hexenwahn“ steht mit Episode 17 bis 20 ganz im Zeichen dunkler Magie, hoher Spannung und außergewöhnlicher Settings. Ich vergebe fünf Sterne.
- Ulrike Schweikert
Die Hexe und die Heilige
(238)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderUlrike Schweikert schreibt äußerst spannend, über eine schreckliche Zeit. Ellwangen (gleich bei mir ums Eck) und Leonberg (nicht weit weg) sind Schauplätze. Die Hexenverfolgung ist in vollem Gange und während die eine Schwester im Kloster ausgebildet wird, bleibt der Zwillingsschwester nur die Flucht. Denn wer anders denkt, wer ein Zwilling ist, der ist Böse und eine Hexe. Ulrike Schweikert schreibt so fesselnd und spannend und wenn man Orstkundig ist, dann entdeckt man so viele Bekannte Plätze und Straßen.
- Anne Grießer
Der Fluch des Blutaltars
(13)Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5Der Roman "Der Fluch des Blutaltars" spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Philipp ist Bildhauer und erhält einen großen Auftrag. Doch es kommt zu einem Unfall bei dem er erblindet. Nur schwer kann er sich mit seinem Schicksal abfinden. Nach einiger Zeit beginnt er wieder mit der Arbeit und hilft seinem großen Bruder in seiner Werkstatt. Durch viele Hungersnöte kommt es im Land zu großer Armut und die Hexen lauern überall.
Der Roman ist sehr flüssig und anschaulich beschrieben. Die Autorin kann mit ihrer Sprache fesseln und die damalige Zeit gut erfassen, wodurch die Stimmung greifbar wird. Die Figuren wurden in sich stimmig und passend zueinander dargestellt. Auch der Plot ist sehr spannend und gut durchdacht. Für Fans von historischen Romanen ist dieses Buch sehr zu empfehlen!







