Bücher mit dem Tag "heyne hardcore"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heyne hardcore" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches Das Spiel - Opfer (ISBN: 9783453677074)
    Jeff Menapace

    Das Spiel - Opfer

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Buchmoment

    Wow, das nenne ich mal einen Psychothriller! Die Eheleute Amy und Patrick Lambert werden mit ihren Kindern Carrie und Caleb von Jim und Arty Fannelli entführt und im Haus ihrer Eltern gefangen gehalten. Bereits vor der Entführung – und natürlich auch währenddessen – treiben die beiden Brüder ihre Psychospielchen mit der Familie.

    Die Geschichte beginnt sehr idyllisch und nimmt langsam Fahrt auf. So baut sich nach und nach ein Spannungsbogen auf, der fast bis zum Ende konstant nach oben geht. Das Buch richtig gut geschrieben und es fällt schwer, es aus der Hand zu legen, da man unbedingt wissen möchte, was als nächstes geschieht.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und es gibt kein großes „Drum herum Gerede“. Man sollte für dieses Buch allerdings zu zwar besaitet sein, da es schon einige heftige Stellen gibt und auch zwei kleine Kinder eine, bzw. zwei Rollen spielen. Die Kinder selbst werden zwar körperlich nicht verletzt, werden aber als Teil der Psychospiele genutzt.

  2. Cover des Buches Der Killer (ISBN: 9783453676459)
    Richard Laymon

    Der Killer

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Man taucht direkt ins Geschehen ein und doch sind da diese zwei Handlungsstänge, die erstenmal nicht miteinander zu tun haben. So scheint es zu mindest. 

    Je weiter man liest, desto klarere scheint die Lösung. Aber der Twist, der dann kam, hat das Buch in eine völlig neue Richtung gebracht. Nun geht es nicht mehr nur um die Morde im Supermarkt und die Orgien-geile Sekte, sondern um eine Verfolgung à la Horrortrip! 

    Was da passiert, hätte ich nie im Leben erwartet; um so spannender und packender die Story! 

    An Gewalt und ziemlich gut beschriebenen Leichen mangelt es hier nicht!

    Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, weil es mich nicht mehr losgelassen hat. 

    Laymons Schreibstil zieht einen in seinen Bann und lässt alles um sich herum vergessen. 

    Wer Laymons kennt, sollte dieses Buch unbedingt lesen! 

  3. Cover des Buches Lebendig (ISBN: 9783453676589)
    Jack Ketchum

    Lebendig

     (79)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Lebendig von Jack Ketchum ist ein Thriller der extremen, nichts für Zartbesaitete. Ich fand ihn sehr brutal und sadistisch. Des Öfteren hatte ich das Bedürfnis das Buch abzubrechen, aber dies widerstrebt mir. Wenn ich ein Buch anfange möchte ich es auch beenden. Da es auch nur ein relativ kurzes Buch ist habe ich immer nur wenig gelesen und mich dann einem anderen Buch zugewandt.

    Sara ist auf dem Weg in eine Abtreibungsklinik, sie ahnt nicht in welcher Hölle sie sich bald wiederfinden wird. Denn auf dem Weg wird sie entführt und die Entführer kennen kein erbarmen. Sie wollen nur eins Sara bestrafen und das Baby für sich.

    Das Buch erschien schon 1998 aber dies merkt man ihm kaum an. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und sehr detailliert. So werden Folter- und Sexszenen sehr ausgiebig beschrieben. Die Handlungen waren für mich sehr abstoßen und sadistisch. Auch waren mir die Protagonisten sehr fremd geblieben. Egal ob Sara oder die Entführer sie wurden sehr steril und lieblos beschrieben und wirkten auf mich auch sehr gestellt und starr. Jeder hatte seine Rolle und es wurde nicht davon abgewichen.

    Ich brauche kein weiteres Buch von dem Autoren und kann es auch nicht wirklich weiterempfehlen. Wer es brutal, blutig und sadistisch mag für den ist es bestimmt lesenswert für mich aber nicht.

  4. Cover des Buches Beutezeit (ISBN: 9783453675070)
    Jack Ketchum

    Beutezeit

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Nur mit viel gutem Zureden seitens seiner Lektorin kürzte Jack Ketchum damals das Originalmanuskript zu seinem Debütroman „Beutezeit“ – der Verlag veröffentlichte die gekürzte Fassung und Ketchums großartige Karriere als einer der bekanntesten und beliebtesten Horrorautoren der USA begann.

    Mittlerweile ist der Roman um eine Bande kannibalischer Wilder auch in ungekürzter Fassung erschienen. Und die hat es in sich: Ketchum beweist bereits mit seinem ersten Werk, dass er ein Meister des blutigen Schreckens ist. Weder geizt er mit detailreichen Ekelszenen noch mit einem deftigen Body Count. Die sechs Freunde, die eigentlich nur einen netten Urlaub miteinander verbringen wollen, leiden nahezu ununterbrochen und müssen mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen.

    Dabei legt Ketchum in seinem Erstling den Schwerpunkt ganz klar auf den Gore-Effekt und weniger auf komplexe Figuren oder gar eine wendungsreiche Story. Das Gemetzel ist der Star der fast 300 Seiten. Das wird nicht jedem gefallen, ist aber unterhaltsam und kurzweilig, wenn man nicht zu zart besaitet ist. Und jeder fängt mal klein an: Immerhin verwöhnte Ketchum seine Leser mit späteren Highlights wie „Evil“, „Scar“ oder „Blutrot“.

    Wer die gekürzte Fassung kennt, sollte auch die ungekürzte in Augenschein nehmen, wartet diese doch mit einem wesentlich fieseren Ende auf.

  5. Cover des Buches Die Spur (ISBN: 9783453676466)
    Richard Laymon

    Die Spur

     (45)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Charaktere wurden mir nicht ganz sympathisch. Zudem verwirrte es mich, dass man die ganze Zeit nicht nur von Gillian, sondern auch von Bert und Rick las. Sogar gefühlt mehr als von Gillian. Dieser Handlungsstrang hätte meiner Meinung nach gekürzt werden können. Auch war das Buch an einigen Stellen wirklich sehr brutal. (SPOILER) Zum Beispiel wurde fast eine Seite lang beschrieben, wie ein verrückter, alter Mann, der meint, er müsse ander Leute für ihre „Sünden“ bestrafen, von einer Raubkatze zerfleischt wurde. Und das wirklich im Detail. Man hätte auch einfach schreiben können, dass er zerfleischt wurde. Das hätte für die Handlung vollkommen gereich. (SPOILER ENDE) Auch war es sehr sexuell. (SPOILER) Man las gefühlt hundert Mal wie Rick und Bert miteinander schliefen oder manchmal auch Gillian und Jerry. Und meistens trug auch das rein gar nichts zur Handlung bei. Außer vielleicht an der Stelle, als dann der „Priester“ Angus kam. Zusätzlich frage ich mich, ob diese ganze Sache mit Luke, Jase und Wally notwendig war. Immerhin waren die am Ende harmlos und waren für die weitere Handlung nicht weiter wichtig. Dass Rick und Bert Bonnie und Andrea trafen war dafür für die Handlung nicht soooo unwichtig. Aber auch von denen las man sehr viel, was meiner Meinung nach weggekürzt werden könnte. Klar war es ganz berührend, dass sie das erste Mal miteinander schliefen und direkt danach getötet wurden, aber wichtig war es eigentlich nicht. Generell waren Rick und Bert nur insofern für die Handlung bedeutend, dass sie am Ende Gillian mit Holden und den zwei toten Mädchen, die sie vorher getroffen hatten, fanden und Gillian versorgten. (SPOILER ENDE) Was mir aber gefiel, war, dass es häufig Absätze gab, weshalb ich beim Lesen regelrecht über die Seiten flog.

  6. Cover des Buches Das Spiel - Rache (ISBN: 9783453677081)
    Jeff Menapace

    Das Spiel - Rache

     (48)
    Aktuelle Rezension von: BibiBooklove
    Band 2 war genau wie Band 1 richtig toll. Es war spannend, lässt sich super schnell lesen, hat all das was ich mir unter einem guten Thriller vorstelle. Bin gespannt was bei Band 3 noch passiert.
  7. Cover des Buches SCAR (ISBN: 9783453677173)
    Jack Ketchum

    SCAR

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    „Scar“ ist vermutlich Ketchums zugängstlicher Roman. Oder vielmehr der Roman, der einem breiteren Publikum zugänglich ist. Das liegt schlichtweg daran, dass Ketchum und McKee den Schwerpunkt nicht auf Gemetzel oder physischen Horror legen. Vielmehr geht es um die psychologische Seite: Ein Mädchen, das von seiner Familie ausgenutzt wird und sich gegen seine Eltern auflehnt. Eine Mutter, die das Wohl ihres Kindes zugunsten ihres schönen Lebens aus den Augen verliert. Ein Vater, der zu bequem und zu infantil ist, um seine Familie zu beschützen.

    Das sind die Komponenten, die aus „Scar“ fast eher ein Drama mit Horroranteilen machen als einen klassischen Ketchum à la „Beutezeit“. Die Handlung ist nicht völlig unvorhersehbar. Dass es zur Katastrophe kommen muss, versteht sich quasi von selbst. Entsprechend gibt es so gut wie keine wirklich überraschenden Wendungen.

    Aber das stört überhaupt nicht. Delia ist ein wahnsinnig sympathischer Charakter, der einem sofort ans Herz wächst und mit dem man automatisch mitfiebert. Interessant ist der Kniff, dass einige Kapitel auch aus Caitys Sicht geschildert werden. Das gibt dem Ganzen eine phantastische Note, die gegen Romanfinale noch verstärkt wird.

    Zudem kritisieren Ketchum und McKee diese seltsame Mentalität, Kinder zur Schau zu stellen und damit Geld zu verdienen. Die ausbeuterische Familie, die ihre Tochter als Goldesel missbraucht, ist zwar manchmal etwas klischeehaft, aber nicht zu platt dargestellt. Auch die Dynamik zwischen den Familienmitgliedern ist größtenteils glaubwürdig und vor allem nicht zu schwarz-weiß.

  8. Cover des Buches Schwarzer Leopard, roter Wolf (ISBN: 9783453272224)
    Marlon James

    Schwarzer Leopard, roter Wolf

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Isbel

    "Schwarzer Leopard, roter Wolf" ist ein Buch, welches mich fasziniert hat, gleichzeitig aber auch letztendlich von mir abgebrochen wurde. Der Klappentext hatte mich angesprochen gehabt. Afrikanische Mythologie vermischt mit Fantasy, die es in sich hat. Wir sprechen hier schließen von Heyne Hardcore. Und man bekommt auch allerhand Gewalt. Diese war auch nicht der Grund, warum ich abgebrochen hatte.

    Mein Problem war der Erzählstil. Das Buch ist in 5 Kapitel geteilt, die jeweils einen bestimmten Schwerpunkt zu haben scheinen. Im ersten lernt man den Sucher kennen und im zweiten bekommt er dann seinen Auftrag. Mehr als diese beiden Kapitel habe ich auch nicht gelesen. Mir fiel es sehr schwer einen Zugang zu finden. Der Erzähler scheint in einem Verhör zu sein und erzählt seine Geschichte. Dabei verdeutlicht er Dinge durch unterschiedliche Geschichten, die leider für mich manchmal sehr wirr waren. Oft war mir der rote Faden verloren gegangen. Ich musste mich beim Lesen stark konzentrieren und manche Stellen auch mehrmal lesen, um den tieferen Sinn dahinter zu verstehen. Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen. Gleichzeitig hatte mich aber der Erzählstil fasziniert. So einer ist mir eben noch nie untergekommen, weswegen ich dem Buch auch nach einer mehrmonatigen Pause eine zweite Chance gegeben hatte.

    Da ich mich in afrikanischer Mythologie so überhaupt nicht auskenne, weiß ich natürlich auch nicht, welche Wesen dieser genau so entspringen, und ob und wie der Autor sie verändert hat. Ich fand es aber spannend, etwas über sie zu erfahren. Auch ob die Begründungen für die Beschneidungen bei Mann und Frau genau so in der Realität wiederzufinden sind, weiß ich nicht. Aber das waren Szenen, bei denen ich wirklich schlucken musste. Ansonsten findet man psychische wie physische Gewalt, auch gegenüber Kindern, in den verschiedensten Formen. Die schönen Momente gehen da leider sehr unter.

    Der Protagonist war spannend gezeichnet. Ein junger Mann, der auf der Suche nach sich selbst ist und einen Platz sucht. Seine innere Zerrissenheit wird immer wieder deutlich. Auch den Leoparden fand ich interessant, auch wenn ich ihn nur durch die Augen des Suchers gesehen hatte. Ich wünschte wirklich, dass mich der Erzählstil nicht zum Abbruch gebracht hätte. Denn eigentlich bin ich immer noch neugierig auf die Geschichte. 


    𝓟𝓵𝓸𝓽 🌸🌸🌸
    𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻𝓮 🌸🌸🌸🌸
    𝓢𝓹𝓪𝓷𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸
    𝓛𝓮𝓼𝓮𝓿𝓮𝓻𝓰𝓷𝓾̈𝓰𝓮𝓷 🌸🌸
    𝓢𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓼𝓽𝓲𝓵 🌸

     

  9. Cover des Buches Periode ist politisch (ISBN: 9783453272651)
    Franka Frei

    Periode ist politisch

     (64)
    Aktuelle Rezension von: frijable

    Ungefähr die hälfte unserer Bevölkerung hat ein Zyklus und die hälfte der Menschheit verliert jeden Monat im Durchschnitt eine halbe Tasse voll Blut. Warum reden wir nicht darüber??? Ohne die Menstruation würde es und gar nicht geben!!! Sie ist essenziell und nicht einfach „ ein lästiges Frauenproblem“ wie sie oft abgetan wird. 


    Franka Frei greift in ihrem Buch viele wichtige Aspekte auf und regt definitiv zum Nachdenken an. Mir war nicht klar, und ich vermute auch vielen anderen nicht, was für weitreichende Konsequenzen das Menstruationstabu für unsere Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Es wird Zeit, dass wir offener mit dem Zyklus und der Periode umgehen! 


    Mein erstes gelesenes Buch im Jahr 2021 war definitiv eine Bereicherung für mich. Mit der richtigen Portion Humor hat mich die Autorin durch ihr Buch geführt mir neues beigebracht und einige Denkanstösse gegeben. Ich empfehle das Buch nicht nur menstruierenden Menschen, sondern allen. Nehmt es euch zur Hand, lasst die Wörter auf euch wirken und lasst uns gemeinsam das Tabu Stück für Stück brechen.

  10. Cover des Buches Vögelfrei (ISBN: 9783453675704)
    Sophie Andresky

    Vögelfrei

     (204)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Das Buch ist an sich gut konzipiert und auch die Erotik kommt nicht zu kurz, jedoch fehlte mir beim Lesen die gewünschte Tiefe. 

    Das Buch ist in verschiedene Kapitel und somit gleichzeitig verschiedene Geschichten mit den jeweiligen Personen eingeteilt mit denen sich Sophie am Ende ihres vögelfreien Jahres trifft. Jede Person bzw. Geschichte ist mit einer erotischen Erfahrung seitens Sophie verbunden und lässt den Leser an der Reise teilhaben. 

    Für mich persönlich sind die erotischen Szenen gut geschrieben, wer jedoch eine komplexe Story à la Shades of Grey sucht ist hier falsch. Die Geschichten hängen nicht wirklich zusammen und hätten auch gut als "Sammlung" erscheinen können. 

    Ich gebe dem Buch allerdings trotzdem 4 von 5 Sternen, weil für mich bei dem Buch nicht die große Story an sich im Vordergrund stand und ich Andreskys Schreibstil gerne mag.

  11. Cover des Buches Versteckt (ISBN: 9783453676169)
    Jack Ketchum

    Versteckt

     (105)
    Aktuelle Rezension von: linda-liest
    Jack Ketchum lässt das Buch mit den Worten „Ich glaube zwar nicht an Omen, aber ich glaube, dass man spüren kann, wenn Ärger im Anmarsch ist.“ seines Protagonisten Dan Thomas beginnen.

    By the Way: hier hat sich ein bei meiner Ausgabe es Buches ein kleiner Fehler im Klappentext eingeschlichen. Dort heißt der Hauptcharakter nämlich Dave und nicht, wie im Buch, Dan. ;)

    Der Protagonist wird mit einigen Ereignissen konfrontiert, die einzeln für sich betrachtet vielleicht nicht weiter schlimm sind aber doch ärgerlich, wie zum Beispiel das Treten in einen Hundehaufen. Der Mensch ist der Mechanismus, der solche Ereignisse auch irgendwo auslöst.

    So auch das schicksalhafte Kennenlernen zwischen Casey und Dan – zwei junge Erwachsene, die aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammen und sich ihr Weg trotzdem in diesem Sommer kreuzt.

    Ich muss sagen, mich hat dieses Buch von Ketchum enttäuscht. Neben Wahnsinn war dies das enttäuschendste Buch von einem Autor, den ich ansonsten für das einprägsame Beschreiben der menschlichen Abgründe verehre.

    Doch der Einstieg in das Buch war ganz stark. Ketchum schafft es jedes Buch mit einer Art schicksalhaften Wendung im Leben einer seiner Protagonisten beginnen zu lassen oder das Leben des Charakters durch die Beschreibung eines bestimmten Moments in den Mittelpunkt der Handlung zu versetzen. Seine Art zu schreiben ist einfach meisterhaft und mit keinem Autor zu vergleichen.

    Dennoch konnte mich die Handlung und der sich langsam aufbauende Spannungsbogen in diesem Fall nicht mitreißen. Ich habe das Buch zwar quasi am Stück verschlungen, habe aber durchgehend darauf gehofft, dass mich das Buch doch noch gänzlich packt und überzeugt. Vergebens. Bis zu der biografischen Erzählung Ketchums am Ende des Buches, in denen er die Beweggründe des Romans schildert. Dann war ich überzeugt: Ketchum ist und bleibt der Meister menschlicher Albträume.

    Meine vollständige Rezension inkl. einer Übersicht über die Charaktere und einem Foto gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen
    Dort findet ihr auch meine Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe und ein paar Informationen zum Autor: Vor dem Lesen
  12. Cover des Buches Die Insel (ISBN: 9783453721876)
    Richard Laymon

    Die Insel

     (530)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Das Szenario in „Die Insel“ ist schon mal vielversprechend: eine Südseeinsel fernab der Schiffsrouten, eine Gruppe Gestrandeter und ein blutrünstiger Killer, der gnadenlos tötet. Und zu Beginn geht dieses Konzept voll auf. Die ausweglose Anfangssituation heizt die Spannung an und das Rätselraten um den Mörder geht los.

    Vor allem mit der Erzählperspektive kann der Roman punkten. Rupert hält die Ereignisse aus seiner Sicht in einer Art Tagebuch fest. Dadurch gibt es immer wieder Andeutungen, offenbarende Rückblenden und Vorausdeutungen, die die Spannung hochhalten.

    Andererseits ist diese Erzählform auch eine Schwäche des Romans, denn sie steht und fällt nun mal mit dem Erzähler. Und der ist ein spätpubertärer, sexistischer, feiger Junge, der mehr Interesse an den Bikinis der Frauen zeigt als an der Mördersuche.

    Und das reicht nicht zu einem guten Horrorthriller. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto abstruser und unglaubwürdiger werden die Ereignisse, zudem sind die 560 Seiten unnötig aufgebläht mit Wiederholungen und sinnfreien Dialogen, die das Tempo merklich herausnehmen.

    Auch die Charaktere können nicht überzeugen, sind sehr oberflächlich gezeichnet und zeigen das typische Klischeeverhalten, bei dem man sich gegen die Stirn hauen und laut losschimpfen möchte. Und was die Story und die Charaktere nicht hergeben, nämlich Sinn, wird mit deftigen Gewaltszenen und Ruperts Sexfantasien ausgeglichen.

  13. Cover des Buches Das Spiel - Tod (ISBN: 9783453677098)
    Jeff Menapace

    Das Spiel - Tod

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Buchmoment

    Nach einem nicht ganz so gut geglückten zweiten Teil hat Jeff Menapace mit dem dritten Teil wieder großartige Arbeit geleistet! Es gibt den ein oder anderen Punkt, der mich auch in diesem Teil nicht ganz überzeugen konnte.

    Einer dieser Punkte betrifft das Anwerben eines schwer erziehbaren Mädchens, wofür Monica extra in eine entsprechende Einrichtung fährt und dort eine Art Casting mit mehreren Mädchen durchführt. Dieses Vorgehen und die Geschichte Drumherum sind mir doch irgendwie einfach zu realitätsfern.

    Der spannende Teil der Geschichte setzt in diesem Buch wieder deutlich früher ein. Monica hat sich einige sehr kranke Aufgaben für Domino ausgedacht, die er bestehen muss. Als Belohnung wird ihm der finale Showdown versprochen. Besonders diese Seiten sind sehr spannend. Es ist nicht abzusehen – schafft er es oder wird er scheitern, zumal Monica ihr Spiel auch nicht fair spielt. Unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

    Am Ende wird definitiv einer von beiden sterben. Wer das ist, müsst ihr aber selbst rausfinden.

  14. Cover des Buches Das Ufer (ISBN: 9783453676473)
    Richard Laymon

    Das Ufer

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Buchmoment

    Dieses Buch hat seine guten und schlechten Seiten und bereitet mir ein wenig Schwierigkeiten, mich hier klar für gut oder schlecht zu entscheiden.

    Die Geschichte ist auf jeden Fall spannend verfasst. Langweilig wird es selten. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Kapitel sind alle relativ kurz gehalten und der Schreibstil ist sehr lebhaft. Durch die kurzen Kapitel fällt es auch schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn es schon spät am Abend war, nach jedem Kapitel dachte ich, die nächsten paar Seiten kann ich auch noch lesen, geht ja schnell und ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

    Die Geschichte an sich hat mich aber nur bedingt überzeugt. Deana, der Hauptcharakter des Buches, hat einiges mitzumachen und zu überstehen. Zu viel meiner Meinung nach. Es sind zeitweise bis zu drei Personen (unabhängig voneinander) hinter ihr her – eine dieser drei Personen dazu auch noch auf sehr skurrile Art und Weise. Das ist meiner Meinung nach einfach zu viel des Guten. Deana durchlebt in diesem Buch einige Grausamkeiten und harte Schicksalsschläge, die sie für meinen Geschmack viel zu locker wegsteckt. Diese Dinge machen die Geschichte für mich etwas zu realitätsfern.

    Was mir auch nicht gefällt ist, dass die Vergangenheit von Deana’s Mutter etwas zu umfangreich erzählt wird. Es geht zum Teil über mehrere Kapitel hinweg um diese Vergangenheit und es entsteht so ein wenig das Gefühl, dass zwei Geschichten erzählt werden. Die Geschichte von Deana’s Mutter ist zwar wichtig für das Verständnis des Zusammenhangs von damals und heute, etwas weniger hätte aber auch gereicht.

  15. Cover des Buches Das Ende (ISBN: 9783453677142)
    Richard Laymon

    Das Ende

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Es geht um die Ermittlung desjenigen, der der Frau den Kopf am wunderschönen Ufer eines Flusses abgetrennt hat.

    Alles scheint so offensichtlich, man denkt Der muss es sein! doch am Ende wird man ziemlich überrascht! 

    Die Geschichte ist wirklich klasse erzählt und wieder schafft es Laymon, mich mit seinem Schreibstil völlig in seinen Bann zu ziehen. Er kann die Spannung bis zum Ende aufrecht halten und einen geschickt in falsche Denkrichtungen lenken, so dass die Auflösung am Schluss noch genialer wird! 

  16. Cover des Buches Das Gebot der Rache (ISBN: 9783453676756)
    John Niven

    Das Gebot der Rache

     (79)
    Aktuelle Rezension von: chuma
    ... sind das zentrale Thema dieses Romans aus der Feder des schottischen Kultautors John Niven. Vielen dürfte er wegen seiner bissigen, schwarzhumorigen Geschichten bekannt sein. "Kill your Friends", "Old School" oder "Straight White Male" sind dem ein oder anderen Leser sicher ein Begriff. Ein ganz anderes Genre bedient Niven mit "Das Gebot der Rache" (OT: Cold Hands). Dieser im Heyne Hardcore Verlag erschienene Thriller ist aber eben auch ein sehr gut erzählter Roman, der mit fein herausgearbeiteten Charakteren und einer hervorragend konstruierten Handlung punktet, dabei aber gerade im letzten Drittel die Gemüter von zartbesaiteten Lesern überstrapazieren könnte.

    Eins vorweg: Bitte lesen Sie nicht den Klappentext, wenn Sie in den vollen Genuss der spoilerfreien Lektüre kommen und sich die zum Teil schockierenden Überraschungsmomente nicht nehmen lassen wollen. Es dürfte genügen, wenn man folgenden kurzen Abriss des Inhalts kennt.
    Donald Miller lebt mit seiner aus reicher Familie stammenden, beruflich erfolgreichen Frau Sammy, ihrem gemeinsamen Sohn Walt sowie dem Familienhund Herby in einem hübschen Anwesen in der kanadischen Provinz. Doch die Familienidylle findet ein jähes Ende als Donnie den Hund grausam abgeschlachtet im Schnee findet. Die vage Vermutung, es könne sich um einen Angriff von Wölfen handeln, kann er nicht so recht glauben und als dann ein weiteres Unglück geschieht, weiß Donnie, dass ihn die Geister seiner Vergangenheit einzuholen drohen.

    Niven macht schnell klar, dass hinter der eigentlichen Geschichte noch eine weitere erzählt werden muss. Immer wieder gewährt er dem Leser in Form von Rückblenden und Erinnerungsfetzen Einblick in Donnies schwierige Kindheit und Jugend in Schottland. Gleich einer Zwiebel schält er Schicht um Schicht ab und legt Donnies Persönlichkeit letztlich ganz offen. Wer ist dieser Mann, der seine eigene Geschichte hier erzählt? Welche Spuren hat er im Schnee hinterlassen? Stück für Stück setzt sich dieses Puzzle zusammen und der Weg dahin ist äußerst spannend. Obwohl der Roman, abgesehen von dem Fund der Hundeleiche, zunächst recht ruhig beginnt, kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Das gemäßigte Eingangstempo erfüllt seinen Zweck, Niven gibt seinen Figuren und auch dem Leser Zeit, sich aufzustellen, ein Gefühl für Land und Leute zu entwickeln. Unterschwellig ist das bevorstehende, drohende Unheil stets spürbar und das nicht nur, weil es ab und an auch angekündigt wird (der Erzähler ist wie schon erwähnt Donald selbst und bereits im Prolog wird klar, dass Entsetzliches geschehen sein muss). Ab der Hälfte des Romans nimmt die Story deutlich an Fahrt auf. Hier gibt es keine Verschnaufpausen mehr und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Zugegeben, der Autor überspannt den Bogen hier vielleicht ein wenig (ich kann das nicht näher erläutern, weil ich Nichts von der Handlung verraten möchte) und vielleicht hatte er hier auch eine Verfilmung vor Augen aber unumstritten läuft hier vor dem geistigen Auge ein waschechter Actionthriller ab.

    Insgesamt konnte mich Niven einmal mehr überzeugen. Sein Schreibstil, die Art des Erzählens, seine scharfe Beobachtungsgabe, die geschaffene Atmosphäre sowie seine fein gezeichneten Charaktere machten diesen Thriller für mich zu einem atemlosen Leseerlebnis.

    Fazit: Statt nullachtfünfzehn Thriller gibt es hier ein ernstes Grundthema mit einigen Denkanstößen, bei dem die Spannung durchweg hoch ist und auch mit Brutalität nicht gegeizt wird. Plotwists, eine düstere Atmosphäre und ein beklemmendes Gefühl nachdem man das Buch zugeschlagen hat, gibt es außerdem. Lesenswert.

    - 4,5 von 5 Sternen -
  17. Cover des Buches Vor der Finsternis (ISBN: 9783641202972)
    Ulf Torreck

    Vor der Finsternis

     (24)
    Aktuelle Rezension von: yadah
    Paris zu einer Zeit, in der man nicht wirklich leben wollte, ein Mörder verstümmelt seine Opfer und schneidet ihnen das Herz heraus. Schlecht ist das Buch nicht auch recht spannend aber mir ist das Ende zu konstruiert, nachdem Inspekteur Marais die ganze Zeit dem Mörder nicht einen Schritt weiter kommt, weiß er plötzlich die Lösung?!?! Mmmh... und ich habe nicht mehr so grosse Lust diese wirkliche ekligen Grausamkeiten, die einem ja nicht nur in diesem Buch begegnen , zu lesen.
  18. Cover des Buches The Lost (ISBN: 9783453675513)
    Jack Ketchum

    The Lost

     (107)
    Aktuelle Rezension von: tharos

    https://read.tharos-web.de/2020/01/03/jack-ketchum-the-lost/

  19. Cover des Buches Der Käfig (ISBN: 9783453435308)
    Richard Laymon

    Der Käfig

     (84)
    Aktuelle Rezension von: M-Valerius

    Ich habe mir von diesem Buch viel versprochen, doch selbst, als ich es beendet hatte, wurde meine Meinung nicht besser.


    Kurz um:

    Der Titel hat kaum etwas mit dem Buch zu tun. Das Cover ist schrecklich, die Geschichte nervig. Und manche Handlungsstränge, waren doch auch nur da, um die die Seiten zu füllen.

  20. Cover des Buches Was wir lieben (ISBN: 9783453273610)
    Lucy-Anne Holmes

    Was wir lieben

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Kimmys_buecherwelt

    In "Was wir lieben - Frauen* reden über Sex" erzählen Frauen* aus aller Welt und verschiedenen Altersgruppen, was sie über Sex denken, was sie erlebt haben und wie sie ihn empfinden. Alle kurze Berichte fand ich interessant und die Bilder waren immer passend zu den Geschichten und haben sie häufig super illustriert. 

    Ich bin selber Mitte 20 und dementsprechend fand ich besonders interessant, was die älteren Frauen* zu sagen haben. Eine andere Sichtweise eben oder auch Ausblicke auf das eigene eventuelle Sexleben. Aber auch die Gleichaltrigen Geschichten waren interessant.

     In einigen konnte ich mich selber wiederfinden, in anderen gar nicht. Aber gerade das hat es so abwechslungsreich gemacht. 

    Ich habe auch viel Lernen können. Zum Beispiel gibt es eine Geschichte von einer beschnitten Frau. Diese ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, da ich nur sehr wenig darüber weiß. 


    Alle Frauen* haben viel persönliches über sich Preis gegeben und ich bin dankbar über jede Einzelne. Dieses Buch ist interessant, lehrreich und regt zum Nachdenken an. Vielen Dank an die Frauen und an Lucy Anne Holmes für das zusammentragen dieser Geschichten! 

  21. Cover des Buches Beutegier (ISBN: 9783453675629)
    Jack Ketchum

    Beutegier

     (140)
    Aktuelle Rezension von: will_nur_lesen

    Ich hatte bereits den ersten Band "Beutezeit" gelesen und die brutale Art schockiert, aber auch genüsslich gelesen. Ab und zu brauch ich solche Bücher. Habe lange überlegt, ob sich Band 2 überhaupt lohnt - aber JA! Das Buch lohnt sich unbedingt! Es ist natürlich nach wie vor Splatter (aber das will man dann ja auch), aber etwas vielschichtiger als der Vorgänger. Ich mochte es lieber!

  22. Cover des Buches Düsterbusch City Lights (ISBN: 9783453270183)
    Alexander Kühne

    Düsterbusch City Lights

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Teilweise auktorial erzählt Alexander Kühne über Subkulturen und Widerstand in dem totalitären System seiner Jugend. Hierbei verlagert er seine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen in das fiktive Dorf Düsterbusch, bringt sein Unbehagen gegen das DDR-System durch die Waffen der Popkultur zum Ausdruck.

    Kühnes fiktives Pendant Anton Kummer steht nach seinem Schulabschluss vor beschränkten Perspektiven, doch ihn interessiert die Musik, vor allem die aus dem Westen. Durch den Aufenthalt eines Freundes in Budapest kommt Anton in den Besitz einer Bowie-Platte, die ihn fortan stark prägt. In ihm findet er sein Idol - "Er sah so aus, als hätte er die Zukunft gesehen". Er beginnt, sich seinem Vorbild entsprechend zu kleiden und zu schminken, macht sich Bowies Aussehen zu seiner eigenen Identität. Von einem weiteren Freund bekommt Anton eine Zeitschrift aus Westberlin geschenkt, den Stern. Dort erfährt er erstmals vom pulsierenden Nachtleben der Londoner Metropole und von westlicher Dekadenz. Inspiriert von den Möglichkeiten, kommen ihm Visionen seiner möglichen Zukunft. Doch er will nicht in den Westen abhauen, sondern ein Stück Westen in die DDR holen und aus seinem Dorf eine glänzende Metropole des Pop erbauen. So richtig mit Casinos und Leuchtreklamen.

    Als zurückhaltender, aber dennoch aufständischer Jugendlicher träumt er von der Großstadtboheme, will selbst ein wenig Großstadtflair in sein Dorf bringen und eine eigene Untergrundkultur etablieren. In der örtlichen Kneipe eröffnet er eine Disco, zunächst illegal, doch bald unter dem scheinlegalen Deckmantel eines FDJ-Clubs. Immer bestrebt danach, verschiedene Subkultur nach Düsterbusch zu holen und westliche Musik an die Jugend bringen. Und schon bald wird die Kneipe zum Austragungsort jugendlicher Abkehr des Systems.

    Ich habe das Buch für die Uni gelesen, empfand es aber zu keinem Zeitpunkt als Pflichtlektüre, weil es wirklich eine schöne Geschichte über eine jugendliche Suche nach Identität, Freiheit und Lebenssinn ist. Der Schreibstil ist dem Protagonisten angepasst, frisch raus aus der Schule und daher auch für jüngere Leser wirklich sehr zu empfehlen, um etwas über Nischengesellschaften und kleinere Auflehnungen in der DDR zu erfahren. Der Protagonist spiegelt Kühnes eigene Erfahrungen zum Teil wieder, auch er gründete einen Musikclub und schmuggelte westliche Künstler in sein Heimatdorf Lugau. Kühne ist ein interessanter Autor, der wirklich was zu erzählen hat. Viel mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen, ich fand das Buch von vorn bis hinten wirklich super. Ganz große Lesefreude.

  23. Cover des Buches Das Spiel (ISBN: B00FNAYA12)
    Richard Laymon

    Das Spiel

     (571)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Selbstverständlich ist das Konzept von Spiele für Geld keine neue Idee. Wenn man eine Aufgabe erledigt, bekommt man Geld. Die nächsten Aufgabe wird schwieriger, doch es gibt mehr Geld.

    Jane geht immer weiter und weiter und begibt sich dabei in Gefahren, die man so nicht erwartet hat. 

    Ich habe schon einiges in dieser Richtung an Filmen geguckt, doch gerade eine Stelle im Buch hat mich von Diesem überzeugt! 

    Laymons Schreibstil ist klasse, mehr muss man dazu nicht sagen. Er hat ein Talent dafür, Spannung bis ins Unermessliche zu treiben und das Buch dadurch um einiges besser zu machen. 

    Tatsächliche habe ich erst später gemerkt, dass dieses Buch etwas aus der Reihe fällt. Meist schreibt Laymon über Sex und beinahe exzentrische Gewalt. Hier spielen diese Dinge keine so große Rolle, dafür aber die Spannung! 

    Ein Laymon, der zu empfehlen ist! 

  24. Cover des Buches Noir (ISBN: 9783453675223)
    Olivier Pauvert

    Noir

     (13)
    Aktuelle Rezension von: WolffRump
    Genre:
    Mystery-Thriller.

    Umfang:
    Ca. 303 Seiten (TBPrint).

    Serie:
    Nein.

    Inhalt:
    Der (namenlose) Protagonist erwacht nach einer Party aus seinem Rausch und findet die grausam verstümmelte Leiche einer jungen Frau. Die Polizei nimmt ihn wegen Mordverdachts fest, doch als der Polizeiwagen von der Straße abkommt und verunglückt, kann er fliehen. Auf seiner Flucht begegnet der Protagonist einem mongoliden Mann, der seltsame Andeutungen über seine Existenz macht. Der Protagonist flüchtet weiter und kann den Nachstellungen der Polizei mit Hilfe einer Gruppe Schwarzer entkommen. Er erfährt, dass seit dem Vorfall am Rande der Party zwölf Jahre vergangen sind. Mittlerweile hat eine Gruppe die Herrschaft im Land übernommen, die alle Andersartigen (z. B. Schwarze) ausgrenzt. Bis auf wenige Widerstandsgruppen fügt sich die Bevölkerung willenlos den Anordnungen des Systems. Der Protagonist stellt fest, dass er sich in einer Art Zwischenstufe von Leben und Tod zu befinden scheint. Er hat kein Spiegelbild und sein Blick kann töten. Außerdem hat er selbst mongolide Züge angenommen, die jedoch mit keiner geistigen Behinderung verbunden sind. Während die Polizeikräfte versuchen, ihn auszuschalten, macht er sich auf die Suche nach den Hintermännern des Regimes und versucht seiner eigenen Bestimmung auf die Spur zu kommen.

    Perspektive:
    Ich Erzähler. Der Roman profitiert von der Unmittelbarkeit der Perspektive. Trotz der surrealen Züge des Plots kann sich der Leser mit der Hauptfigur identifizieren.

    Erzählzeit:
    Präsenz. Die Erzählzeit korrespondiert gut mit der hohen Geschwindigkeit des Plots und unterstützt die apokalyptische Gehetztheit des Protagonisten, der einerseits vor dem System und seinen Häschern flieht, aber gleichzeitig auch Jäger der Hintermänner des Regimes ist. Der Protagonist rast seinem Schicksal entgegen und reißt den Leser mit sich.

    Setting:
    Unterschiedliche Orte in Frankreich, u. a. Nizza und Paris – zwei Städte, die besonders mit der Integration von Zuwanderern zu kämpfen haben. Das Setting wird bildlich gut erfahrbar gemacht.

    Struktur und Spannungsbogen:
    Ausgegehend vom auslösenden Ereignis (Auffinden der ermordeten Frau) hetzt der Protagonist seinem Schicksal entgegen, das sich in einem fulminanten Finale entlädt. Die schnellen Reaktionen der Polizei und die Begegnungen mit Gegnern und Anhängern des Systems sorgen immer wieder für Zwischenhöhepunkte.

    Charaktere:
    Der Protagonist ist die überragende Figur der Story. Der Antagonist bleibt bewusst diffus - das Regime als Ganzes besetzt diese Rolle. Weitere Figuren nehmen unterstützende Nebenrollen ein. Sie haben eher den Charakter von ‚Begegnungen auf dem Weg’ des Protagonisten. Es gibt insgesamt vier Typen von Akteuren: die willenlose Masse, die Polizei/Regimevertreter, Abtrünnige, die das Regime bekämpfen und die Mongoliden, die eine Art mystische Zwischenwesen darstellen. Der Protagonist irrt durch das Spannungsfeld, das die Reibung zwischen diesen Gruppen und ihren divergierenden Interessen erzeugt.

    Sprache/Duktus:
    NOIR ist als literarischer Mystery-Thriller einzuordnen, der sich sprachlich wie inhaltlich deutlich von der Masse der Genre-Literatur abhebt. Trotzdem ist die Sprache einfach und fokussiert – mit einer Ausnahme: Der Autor bedient sich zahlreicher, zT sehr ausgefallener Metaphern. Mitunter übertreibt Pauvert sein Bildfeuerwerk. In der Masse der Metaphern gehen die für das Verständnis der Story wirklich bedeutenden Bilder manchmal verloren. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen. Dass Pauvert sich sprachlicher Hilfsmittel bedienen muss, um den surrealen Plot für den Leser nachvollziehbar zu machen, ist andererseits veständlich.

    Fazit:
    NOIR ist ein experimenteller Mystery-Thriller, der mit Hilfe der Verfremdung eine neue Perspektive auf drängende gesellschaftliche Fragen der Gegenwart geben will. Zu diesem Zweck lässt uns Pauvert seinen Protagonisten in die Zukunft begleiten und gewährt uns einen Blick in die Welt, die wir uns schaffen, wenn wir eingeschlagene Wege fortsetzen. Der politische Rechtsruck in Frankreich (aber genauso in Ostdeutschland oder in Italien), der Fremdenfeindlichkeit schürt und Andersartigkeit ausgrenzt, ist sicher der zentrale Auslöser für Pauverts Roman gewesen. Jean-Marie Le Pen und seine rechtspopulistische Front National sind Beispiele dieser Entwicklung in Frankreich.
    Pauvert kleidet seine Gesellschaftskritik in einen klugen und spannenden Plot und vermeidet politische Plattitüden. Für Freunde experimenteller Literatur, die dem ‚Roman Noir’ zugänglich sind, ist das Buch absolut zu empfehlen. Gewarnt sei jedoch vor den zT ausgesprochen brutalen Szenen, die an Tarantinos Filme erinnern. Die surreale Überhöhung des Romans entschärft mE seine visuelle Brutalität jedoch auf ein akzeptables Maß.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks