Bücher mit dem Tag "hinduismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hinduismus" gekennzeichnet haben.

348 Bücher

  1. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (597)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Smita gehört in Indien zur Kaste der Unberührbaren. Sie kann weder lesen noch schreiben und verdient ihr klägliches Einkommen mit dem Reinigen der Toiletteneimer wohlhabenderer Menschen. Für ihre kleine Tochter wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein besseres Leben. Dafür ist sie sogar bereit, ihr eigenes aufs Spiel zu setzten.

    Giulia lebt in Sizilien und ist die Tochter eines traditionellen Perückenmachers. Als ihr Vater einen Unfall erleidet, muss sie feststellen, dass es schon lange schlecht um das Familienunternehmen bestellt ist, denn kaum noch jemand in Italien verkauft sein Haar und so wird dieser für die Fabrik so wichtige Rohstoff immer knapper. Durch eine neue Bekanntschaft tun sich plötzlich unerwartete Möglichkeiten für sie auf. Doch was wird ihre Familie zu ihrer Idee sagen und was würde ihr Vater davon halten?

    Sarah ist eine erfolgreiche kanadische Anwältin mit der Aussicht auf das Angebot einer Partnerschaft in ihrer Kanzlei. Aufopferungsvoll hat sie für ihre Karriere geschuftet, sogar ihr Familienleben hat sie ihrem beruflichen Traum untergeordnet. Doch dann wirft eine Krankheit sie vollkommen aus der Bahn. Der Traum scheint ausgeträumt. Aber Sarah will nicht aufgeben und kämpft für einen Neuanfang.

    Smita, Giulia und Sarah - drei völlig unterschiedliche Frauen, die in drei völlig verschiedenen Teilen der Welt zuhause sind und deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Drei Frauen, die sich in ihrem Leben niemals begegnen werden. Und dennoch sind ihre Schicksale eng mit einander verknüpft. Worum es geht, verraten bereits Cover und Titel und es ist nicht schwer herauszufinden, was die Frauen verbindet. Und auch, wenn dieser Überraschungseffekt ausbleibt, sind die Geschichten der Frauen, vor allem die von Smita und auch die von Sarah doch sehr berührend. „Der Zopf“ ist die Geschichte dreier starker Frauen, die mit verschiedenen Widrigkeiten zu kämpfen haben und die auf ein besseres Leben hoffen. Als Leser:in begleiten wir sie auf einem kurzen Stück ihres Weges. Dieses Buch macht Hoffnung, dass auch in einer großen Krise eine Chance stecken kann. Trotz der widrigen Umstände und der dramatischen Ereignisse ist Laetitia Colombanis Schreibstil allerdings manchmal leider etwas zu seicht, so dass dieses Buch für mich nur haarscharf an der Bedeutungslosigkeit vorbeischrammt und eher ein mittelmäßiges Drei-Sterne-Buch für mich wäre. Doch die Frauenfiguren in diesem Roman sind sehr stark, das mutmachende Ende hat mich auch etwas versöhnt und vor allem Smitas Geschichte hat mich so sehr berührt, sodass ich doch noch 4 Sterne vergebe. Luft nach oben wäre für diese Geschichte aber definitiv noch vorhanden gewesen.

  2. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (887)
    Aktuelle Rezension von: jannehanne

    Nach einer völlig desaströsen Scheidung und einer schmerzhaften Liebesbeziehung genießt die Autorin in Italien vor allem die Sprache und die kulinarischen Genüsse, findet später in einem indischen Ashram ihren Zugang zu Gott und letztendlich auf Bali die Liebe. Es ist eine Geschichte über die langsame Heilung einer verletzten Seele. Die Autorin schreibt unterhaltsam, aber gedanklich auch sehr anregend. Insbesondere die Passagen über Yoga fand ich, die ansonsten mit Spiritualität nicht unbedingt auf Du und Du lebt, spannend und habe ich zum Teil mehrmals gelesen. 

  3. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.008)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel ist ein Roman, den ich vor vielen Jahren geschenkt bekam von einer damaligen Freundin. Ich habe das Buch verschlungen. Ich musste in der Woche jeden Tag längere Zeit Zug fahren. In wenigen Tagen hatte ich es durchgelesen. Es geht in der Geschichte um den Sohn eines indischen Zoobesitzers: Pi Patel. Pi glaubt nicht an eine Religion. Er ist Christ, Muslim und Hindu und liebt die Tiere im Zoo seines Vaters, in dem er mit seiner Familie aufwächst. Eines Tages sieht er, wie ein Tiger ein anderes Tier reißt. Er lernt die Gefahr des Tigers kennen. Viele Jahre später muss sein Vater die Tiere verkaufen. Nach Übersee sollen sie geschifft werden. Mit an Bord: Pi und seine Familie. Sie möchten ein neues Leben anfangen. Das Schiff geht unter. Und mit ihm fast alle Tiere und Pi's Familie. Pi selbst rettet sich auf ein Boot. Doch da sind noch ein paar mehr Lebewesen drauf. Unter anderem der Tiger des Zoos von Pi's Familie. Pi versucht sich und die Tiere durchzubringen. In der Hoffnung, bald gerettet zu werden. Doch nicht alle schaffen es. Zuletzt gibt es nur noch Pi und den Tiger. Das Buch erzählt die Geschichte der beiden auf dem Boot. Die Geschichte ist atemberaubend. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, sah ich mir auch den Film an. Er ist wirklich gut gelungen. Dafür, dass es immer heißt, die Filme seien nicht so gut wie das Buch. Die Naturaufnahmen sind der Hammer. Am tollsten finde ich eine Szene, als bei Nacht ein Wal auftaucht und das Meer sich in tausend Lichter färbt. Ich kann das Buch jedem empfehlen und den Film ebenso. Ich würde beides jederzeit wieder zur Hand nehmen.

  4. Cover des Buches Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453269767)
    Colleen Houck

    Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

     (127)
    Aktuelle Rezension von: HappyEverAfter
    Ein letztes Mal müssen Kelsey, Ren und Kishan eine lange Reise antreten. Als wäre das nicht genug, muss Kelsey mit ihrem Herzen kämpfen.


    Gibt es für sie alle ein Happy End?
  5. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Der Kryptologe Tomas Noronha wird von der iranischen Regierung beauftragt, Einsteins Dokument - die Gottesformel - zu entschlüsseln. Die CIA bekommt Wind davon und mischt bei diesem Auftrag ordentlich mit. Um Albert Einsteins Werk zu verstehen, muss Tomas sich neues Wissen aus der Physik und diverser Religionen aneignen. 

    Das Buch unterteilt sich, nach meiner Einschätzung, in 60% Erklärungen über Physik/Religion, 30% Haupthandlung (Entschlüsselung der Gottesformel) und 10% Lückenfüller (familiäre Umstände). 

    Aber keine Angst, der Autor erklärt die physikalischen Grundlagen recht simpel. Manche Absätze müssen eventuell zweimal gelesen werden.

    Wer sein Allgemeinwissen ein wenig erweitern möchte und genug von Liebesromane und Co. hat, der wird dieses Buch mögen.

  6. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783839816196)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (61)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick

    Zu Beginn möchte ich erklären, wieso ich in meiner Rezension als Inhaltsangabe die Rückseite des Buches verwendet habe. Sowohl die Inhaltsangabe beim Argon Verlag, als auch bei Amazon verraten dem Hörer und Leser meiner Meinung nach vorab bereits zu viel. Ich bin froh, dass ich lediglich die Rückseite des Buches vorab gelesen habe.

     

    Dass mich hinter diesem Roman aber solch eine Geschichte erwartet, hätte ich anfangs nicht vermutet. Ich war mir sehr unsicher, ob ich dieses Buch lieber lese oder doch lieber Höre. Ich habe mich schlussendlich für das Hörbuch entschieden und bin im Nachhinein sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

     

    Gesprochen wird das Buch von drei Frauen:

    Valery Tscheplanowa (Smita)

    Eva Gosciejewicz (Giulia)

    Andrea Sawatzki (Sarah)

    und vor allem ist Valery Tscheplanowa für mich eine interessante Neuentdeckung.

    Ihren Part und sogleich die Geschichte um die Inferin Smita gefiel mir im Großen und Ganzen am Besten.

     

    Die Figur Smita konnte mich mit ihrer Geschichte vor allem neugierig machen. Neugierig auf folgende Themen: Smita ist eine Dalit. Eine Unberührbare.

    Dalits stehen im indischen Kastensystem an unterster Stelle und die Erzählungen ihres Lebens stimmten mich unheimlich nachdenklich. Und förmlich schockiert haben mich Themen wie Vergewaltigung und Vergeltungsmaßnahmen.

     

    „Die Vergewaltigung ist eine äußerst wirkungsvolle Waffe, eine Massenvernichtungswaffe. Manche nenne es auch eine Seuche.“ (S. 115)

     

    Zu diesen Themen werde ich mich auf die Suche nach weiterführender Literatur machen.

     

    Giulia, gerade 20 Jahre alt, konnte mich mit ihrem Willen begeistern. 

    Sie weiß sich durchzusetzen, auch wenn dies in Sizilien für eine Frau eigentlich nicht gewollt ist. Nach einem Schicksalsschlag macht sie eine Entdeckung, die zu zum Handeln auffordert. Sie will das Erbe ihrer Familie, vor allem das ihres Vaters retten.

     

    Und dann ist da noch Sarah. Sie steht mitten im Leben und hat den erfolgreichen Höhepunkt, zumindest in beruflicher Hinsicht nahezu erreicht. 

    Sie soll Teilhaberin einer renommierten Anwaltskanzlei werden.

    Eine Branche, in der Frauen hart für solch eine Position arbeiten und sich beweisen müssen. Sarah hat es geschafft, bis sie eine niederschmetternde Diagnose von ihrem Arzt bekommt.

     

    Alle drei Frauen sind für mich Kämpferinnen, in Bezug auf Sarah fiel im Hörbuch sogar das Wort Amazone. „Der Zopf“ ist ein Roman, der sich nach und nach aufbaut. Durch einen gezielt gesetzten Wechsel der Handlungsstränge ist man als Hörer gewillt, auch das nächste und das darauf folgende Kapitel noch zu hören.

    Ich war auf jeden Fall sehr schnell durch mit den 5 Stunden und 42 Minuten.

    Ich denke, so wie es sich gehört hat, wird sich das Buch auch lesen lassen.

     

    Bis zum letzten Drittel hatte ich noch keine Ahnung, was es mit dem Titel auf sich haben soll bzw. wie die Autorin den Bogen schließen will.

    An dieser Stelle sei gesagt, dass sie keinen Bogen schloss, sondern einen wunderschönen Zopf flocht. Entweder war ich beim Hören so gefesselt, dass ich nicht weiter gedacht habe oder die Erkenntnis kam wirklich erst gegen Ende.

    Auf jeden Fall ist es ein tolles Ende, welches wohl jeden Hörer und jede Hörerin zufrieden zurücklassen wird.

     

     Mein Fazit

    „Der Zopf“ ist gleich zu Beginn des Jahres ein kleines Highlight.

    Auf relativ wenig Seiten bzw. Hörstunden verpackt Laetitia Colombani drei Lebensgeschichten, welche am Ende den perfekten Zopf ergeben.

    Zu dem beinhaltet es Themen, welche mich neugierig machen und mit denen ich mich auch im Nachhinein weiter beschäftigen möchte.

    Absolute Leseempfehlung für alle!

     

  7. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (236)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Als Theo von seiner Tante auf einer Reise zu den Religionen der Welt mitgenommen wird, kann er sich noch nicht vorstellen was auf ihn zukommt. Er entdeckt die Religionen von allen Seiten und macht sich sein ganz spezielles Bild von ihnen.

    Dieses Buch ist eigentlich ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch, aber es zeigt wunderbar die Aspekte der größeren Religionen auf und dies in einer relativ neutralen und kritischen Sichtweise. Ich finde dieses Buch sollte jeder lesen, der seinen Horizont erweitern möchte.

    Tante Marthe und Theo sind ein sehr lustiges Paar. Tante Marthe bewundere ich sehr, da sie den Mut hat, einen sterbenskranken Jungen mit auf so eine anstrengende Reise zu nehmen und sie die Geduld aufbringt ihm alles so gut sie kann zu erklären, was Theo wissen will beziehungsweise sie für wichtig erachtet.
    Sehr spannend fand ich auch die Reisebegleiter, die sich jede Etappe ändern, diese konnten unterschiedlicher nicht sein.

    Eine klare Leseempfehlung für jeden der sich mehr mit den verschiedenen Weltreligionen beschäftigen will.

  8. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.015)
    Aktuelle Rezension von: Stella_melodie

    Kim Lange, eine karrierebewusste Moderatorin, hat endlich ihren Traum erreicht - ihr wird der deutsche Fernsehpreis verliehen. Ironischerweise an jenem Abend, an dem sie von einem Waschbecken einer Raumstation erschlagen wird. Aber zu allem Übel ist ihr Konto vom positiven Karma leer und sie wird als Ameise wiedergeboren. Sie merkt rasch, dass sie in diesem Körper nicht am Leben ihrer fünfjährigen Töchter und ihrem Mann teilhaben kann. Es gibt nur einen Ausweg: positives Karma sammeln.


    Auf unterhaltsame Weise berichtet Autor David Safier über das Leben von Kim Lange und ihren einzelnen Stationen in reinkarnierten Tierenform: Ameise, Meerschweinchen, Regenwurm uvm. Durch die humoristische Art des Schriftstellers und der einfachen Schreibweise liest sich der Roman im Vorbeigehen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Zwischendurch mit spannenden Gesprächen und Gedanken zu den wahren Werten im Leben, Glück, Familie und die Hoffnung auf zweite Chancen

  9. Cover des Buches Siddharta. (ISBN: 9780330354851)
    Hermann Hesse

    Siddharta.

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Gedankennomade
    Siddharta habe ich bereits dreimal gelesen.
    Und jedesmal berührte er mich.
    Die Geschichte ist gut durchkomponiert, der Inhalt prägt sich ein.
    Die für mich zentrale Botschaft: Es gibt viele Wege zur Erleuchtung und jeder muss den seinen finden.

    Siddharta ist toll, der "Steppenwolf" hat mir allerdings noch besser gefallen.

    Über diesen, "Siddharta" und drei weitere Romane Hesses habe ich diese Woche auch auf meinem Blog reflektiert:
    http://gedankennomade.net/5-romane-von-hermann-hesse/
  10. Cover des Buches Der Gott der kleinen Dinge (ISBN: 9783596521685)
    Arundhati Roy

    Der Gott der kleinen Dinge

     (287)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    "Der Mai in Ayemenem ist ein heisser, brütender Monat. Die Tage sind lang und feucht. Der Fluss schrumpft, und schwarze Krähen laben sich an leuchtenden Mangos in reglosen, staubgrünen Bäumen. Rote Bananen reifen. Jackfrüchte platzen auf. Schmeissfleigen brummen stumpfsinnig in der nach Früchten duftenden Luft. Dann prallen sie gegen Fensterscheiben und sterben verdutzt in der Sonne"

    "Der Gott der kleinen Dinge" ist ein Roman, den ich vor etlichen Jahren gelesen habe: Ein aussergewöhnlicher Lesegenuss, schillernd, saftig, ergreifend, bildgewaltig, brutal und dicht. Noch ganz genau erinnere ich mich an die wachsende Faszination für diese tragische Familiengeschichte und wie tief ich abgetaucht bin in das ländliche Kerala, in die indischen Machtverhältnisse, in die Auswirkungen des Kastensystems. Wie mich diese ganz eigene Magie von Roys Sprache verhext hat, wie ich gebannt hineingezogen wurde in diesen eigenwilligen, farbenprächtigen Roman. Ein absolutes Lesehighlight. Irgendwann werde ich zurückkehren nach Kerala und dieses Buch noch ein mal lesen. 

    Roy schildert in "der Gott der kleinen Dinge" die Geschichte einer der oberen Kaste angehörenden Familie: Das Zwillingspaar Rahel und Estha wachsen in den 60er Jahren im ländlichen Kerala auf und erleben, wie sich das Leben von einem Moment auf den anderen für immer dramatisch verändern kann. Jahrzehnte stehen sich die Zwillinge nach langer Trennung wieder in Ayemenem, dem Ort ihrer Kindheit, gegenüber...

    Bei aller Begeisterung muss ich allerdings sagen, dass "Der Gott der kleinen Dinge" keine einfache Lektüre ist! Der Roman ist komplex und die Vielzahl an Figuren kann anfangs verwirrend sein. Zeitsprünge und kurze, nur angerissene Absätze erfordern Konzentration. Roy schreckt nicht davor zurück, auch Unglück, Elend und Ekelerregendes bildhaft und ungeschminkt darzustellen. Allen, die anspruchsvolle Familiengeschichten ohne Kitsch mögen, kann ich den Roman jedoch wärmstens empfehlen. Neben der Geschichte an sich sind die kraftvoll geschilderten Figuren wie auch die Einblicke in die indische Geschichte und Gesellschaft unvergesslich. Für mich ein ganz grosser, zeitloser Roman!

    (unbezahlte Werbung | alle Rechte beim btbVerlag)

    Erstveröffentlichung 1997

  11. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (216)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Rohinton Mistry erzählt eine Geschichte, die in den 70er Jahren in Indien während des Ausnahmezustands spielt. Ohne Erbarmen, grausam, humorvoll und rührend erzählt und immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, setzt setzt der Autor noch einen nach.
    Am Ende steht eines fest: Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!

    🐭🐭🐭🐭🐭/5

  12. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  13. Cover des Buches Der Weltensammler (ISBN: 9783423135818)
    Ilija Trojanow

    Der Weltensammler

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Als Inspiration für diesen Roman diente das Leben und Schaffen des Weltreisenden Richard Francis Burton, der Mitte des 19. Jahrhunderts für die britische Krone Indien, Arabien und Afrika erforscht hatte. Dafür erlernte er dutzende Sprachen und begab sich nicht selten in Lebensgefahr. Sei es durch die wochenlangen Gewaltmärsche durch die ostafrikanische Steppe auf der Suche nach den Quellen des Nils, im Kampf mit Fieber und Seuchen, oder durch die Pilgerfahrt nach Mekka, verkleidet als Moslem, worauf für Nichtmuslime die Todesstrafe steht. Burtons grenzenloser Ehrgeiz und der unerbittliche Konkurrenzkampf mit anderen Forschern treiben ihn immer weiter ins Unbekannte…

    FAZIT: Vorab – Trojanow ist ein großartiger Stilist. Die verschiedenen Charaktere, Perspektiven, Stimmen, Atmosphären, alles toll geschrieben. Dennoch, ich weiß nicht woran es lag, ließ mich die Geschichte irgendwo auf der Hälfte fallen. Ich kam dann auch nicht mehr richtig rein, hab das Buch noch brav ausgelesen, blieb aber seltsam unberührt. Burtons Lebensgeschichte ist beeindruckend und ich lese solche biographischen Romane eigentlich auch sehr gern, aber hier blieb der Ofen aus… Zwei Sterne? Drei Sterne? Irgendwo da…

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  14. Cover des Buches Das Ministerium des äußersten Glücks (ISBN: 9783596522286)
    Arundhati Roy

    Das Ministerium des äußersten Glücks

     (62)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Bei diesem Buch darf man sich nicht vom schönen Titel täuschen lassen. Zwar gibt es einen glücklichen Ort – aber der ist auf dem Friedhof. Zum Glück aber nicht in Kaschmir.

    „Während der Krieg voranschritt, wurden Friedhöfe im Kaschmirtal ein so weit verbreiteter Anblick wie mehrstöckige Parkhäuser in den boomenden Großstädten im Flachland. Als ihnen der Platz ausging, wurden manche Gräber doppelstöckig wie die Busse in Srinagar, die einst Touristen vom Lal Chowk zur Boulevard Road gefahren hatten.“ (Seite 399)

    Doch von vorn: Anjum wurde in der Altstadt von Dehli als der Junge Aftab geboren, hatte jedoch auch weibliche Geschlechtsmerkmale. Gefühlsmäßig eher Frau, lebte sie mit anderen Hijras zusammen, bevor sie sich auf dem Friedhof niederließ und dort sogar ein Gästehaus eröffnete.

    „Alle paar Monate ließ die Stadtverwaltung an Anjums Haustür einen Zettel anbringen, auf dem stand, dass es grundsätzlich strikt verboten war, auf dem Friedhof zu leben, und jedes nicht genehmigte Bauwerk innerhalb einer Woche abgerissen würde. Darauf erklärte sie, dass sie nicht auf dem Friedhof lebe, sondern sterbe – und dafür brauche sie die Erlaubnis der Stadtverwaltung nicht, da sie die Genehmigung des Allmächtigen höchstpersönlich habe.“ (Seite 91)

    Dieses Buch ist ein Konglomerat aus verschiedenen Religionen, aus Armen und Reichen, Schönen und Hässlichen. Es beinhaltet unterschiedliche Geschichten, die alle miteinander verbunden sind. Die Journalistin Tilottama beispielsweise berichtet Schreckliches von den Aufständischen in Kaschmir.

    „Ich würde gern eine dieser kultivierten Geschichten schreiben, in denen zwar nichts passiert, aber es trotzdem viel gibt, worüber man schreiben kann. So etwas ist in Kaschmir nicht möglich. Es gibt zu viel Blut für gute Literatur.“ (Seite 356)


    Gute Literatur ist dieses Buch auf jeden Fall. Der Schreibstil ist zwar nicht einfach und der Inhalt oft schwer verdaulich, aber nach dem Einlesen und ein wenig Recherche zwischendurch lässt einen das Gelesene nicht mehr los. Das Buch wühlt auf und erfordert Durchhaltevermögen, weil sich die Geschichte erst nach und nach erschließt. Immerhin hat die Autorin zwanzig Jahre lang daran gearbeitet.

    Viele der indischen Ausdrücke sind im angehängten Glossar erklärt, das Lebensgefühl der Protagonisten blieb mir persönlich jedoch fremd. Bisher sind mir nur sehr wenig Bücher untergekommen, die mich emotional so sehr beschäftigt haben. Das schwierige und intensive Eintauchen in eine völlig fremde Welt hat mich teilweise verstört und wird mich so schnell nicht wieder loslassen. Wie zum Beispiel auf Seite 401, wo es um die „Freiheit“ ging, für die Frauen lernen müssten, sich anständig anzuziehen. Unterdrückung und Religionskriege werde ich nie verstehen (wollen)!


    Dies ist kein Buch, das man einfach nur zuklappt um mit dem nächsten zu beginnen.

  15. Cover des Buches Mit Sari auf Safari (ISBN: 9783038481386)
    Tabitha Bühne

    Mit Sari auf Safari

     (15)
    Aktuelle Rezension von: theophilia

    Klappentext :“Du bist verrückt!“, sagen ihre Freundinnen. Denn eigentlich liebt Tabitha vor allem Stille, Sport und ihre Heimat. Sie hat von Männern genug und ist von Gott enttäuscht. Doch dann verliebt sie sich in einen deutschen Mann, der in Indien lebt. Tabitha kündigt ihren Job und beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Am Anfang sieht alles nach einem Horrortrip aus. Als sie in Indien ankommt, herrschen Müll-Chaos und Smog-Alarm, das Klo bricht aus der Wand, auf der Straße attackieren sie drogensüchtige Straßenkinder. Dann endet auch noch eine romantische Tour im Heißluftballon mit einer dramatischen Notlandung. Tabitha sieht nur einen Ausweg: sich ihren Ängsten und Aversionen zu stellen und sich hineinzustürzen in den bunten, lärmenden Trubel. Wenn schon Indien, dann die volle Dröhnung! Es ist der ultimative Härte-, Liebes- und Glaubenstest. Sie taucht ein in den Großstadtmoloch Delhi und reist quer durchs Land. Sie begegnet Kopfgeldjägern und Kindergöttinnen, feiert Massenhochzeiten und beobachtet Massenbegräbnisse, sie geht in einen Yoga-Ashram und zofft sich mit Gurus, besucht Knastkinder und Frauen, die als Hexen verfolgt werden, läuft im Himalaya den höchsten Marathon der Welt und in der Rajasthan-Wüste an der Seite von Kamelen. Tausendundeinen Tag lang lacht, weint, schimpft und staunt sie: über das Leben, über Gott, über sich selbst – und über ihre Story: die verrückte Liebesgeschichte von einer, die auszog, das Fürchten zu verlernen.“

    Meine Meinung

    Wer ist Frau Bühne

    Frau Bühne ist in der Christlichen Szene nicht unbekannt. Ihr Vater hat eine christliche Bücherei und einen Verlag. Er und seine Frau engagieren sich seit Jahren für hilfsbedürftige Menschen im Sauerland. Doch sie selber fühlte sich nicht vom Christsein ihrer Eltern angesprochen. Sie zog es immer in die Ferne und in unterschiedliche Berufe z.B. Model oder Schauspielerin. I

    Wie kam es zu dem Buch

    Da die Autorin mit der  Männerwelt schon abgeschlossen hatte, entwickelte sich so arglos und selbstverständlich über einen Kontakt zum Autor Markus Spieker eine Mail Freundschaft. Sie führte Frau Bühne nach Indien und in eine andere Welt.

    Das Buch ist wie ein Tagebuch ihrer ersten 2 Jahre Ehe zu sehen. Sie beschreibt sehr gut vorstellbar ihre Zeit in Indien und den Wunsch es immer besser kennenzulernen.

    Sie verknüpft ihre Erfahrungen der hinduistischen und buddhistischen Religion (Nagaland Meghalaya und Mizoram)mit dem Christentum und stellt die vielen Vorsteile heraus Christ zu sein.

    • Einen liebenden Vater an der Seite zu haben, der sich um einen kümmert.
    • Die Frau und der Mann gleich wert sind
    • Man keiner Kaste zugehört, sondern jeder Bürger gleichwertig ist

    Wert der Frau in Indien.

    Als Kind musst du auf deine Eltern hören, wenn du heiratest, musst du den Rat deines Mannes befolgen. Im Alter sagen dir deine Kinder, wo es lang geht.

    In dem Land hat sie sich auf die Suche nach christlichen Regionen gemacht und festgestellt, dass in denen Menschen anders umgehen, als in den Regionen anderer Religionen.. 

    So hat sie sich auch auf Spuren von Mutter Teresa aus Kalkutta gemacht.

    Friede beginnt mit einem Lächeln. Lächle fünfmal am Tag einem Menschen zu, dem du gar nicht zulächeln willst: Tue es um des Friedens willen. Mutter Teresa

    Fazit

    Unterhaltsame Lebenserfahrungen aus Indien, spannend und lehrreich

     


     

     

     

  16. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (880)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Heimann

    Es ist viel Wahrheit in diesem Buch von Hesse. Eine Zeit lang habe ich die Bücher von ihm verschlungen. Aber sein Stil finde ich in der heutigen Zeit manchmal altbacken deshalb nur 4 Sterne 

  17. Cover des Buches Werke (ISBN: 9783518420072)
    E. M. Cioran

    Werke

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Miskatonic-Inc.
    Eine inhaltlich umfassende, sich logisch aufbauende Besprechung zu diesem 50kg-Ungetüm werde ich und will ich nicht schreiben. Den Inhalt, die Biographie, usw. kann man überall nachlesen. Soll Suhrkamp einen Blöden finden der diesen Titel zurecht – ganz rational gesehen – in den Himmel lobt, mir geht es in den folgenden Zeilen ausschließlich darum meine persönlichen Erfahrungen mit dem Buch zu beschreiben. Das komplette Buch habe ich nie gelesen. Über die Jahre habe ich insgesamt wohl deutlich mehr Seiten aus diesen gesammelten Werken gelesen als sie laut Inhaltsangabe überhaupt haben, dennoch überkommt mich stets wiederkehrend, wenn ich meine mittlerweile schon ganz ramponierte Ausgabe in die Hand nehme, das Gefühl eines neuen Anfangs. Es ist wahrscheinlich nicht einmal wichtig, die Werke in chronologisch korrekter Reihenfolge zu lesen. Cioran war ein Aphoristiker und hat sich immer wieder gegen Systematiker ausgesprochen, die sich in seinen Augen lächerlich machen würden und noch dazu die Leserschaft belügen müssten. Quereinstiege sind also möglich, was den mehr als 2000 eng bedruckten Seiten die abschreckende Wirkung nimmt. Es ist vermutlich nicht einmal möglich dieses Werk so zu lesen, wie man ein Buch normalerweise liest. So richtig mit von vorne nach hinten und alles dazwischen. Cioran hat ausschließlich in Phasen der Depression, Vereinsamung, Schlaflosigkeit und Sinnlosigkeit geschrieben. Macht dies das Buch einseitig? Ja, tut es, aber dass macht nichts. Die Blickrichtung auf Philosophie, Leben, Sterben, Kultur usw. wird nicht gewechselt, aber die Gedanken und Überlegungen Ciorans sind erfrischend, originell und, was aufgrund der bevorzugten Themenkomplexe doppelt absurd scheint, sogar aufmunternd. In seinen Werken gehen das Negative und das Lächerliche oft Bund ein, der den schweren Dingen den Druck raubt. „Ohne die Idee des Selbstmordes hätte ich mich schon lange umgebracht“ ist da so eine aufhellende Überlegung, die 1000x aufrichtiger, aufmunternder und wahrer ist als die durchschnittlich „Du hast so vieles, wofür es sich zu leben lohnt“-Dummschwätzerei. [Keine Zeit mehr, wird aber fortgesetzt]
  18. Cover des Buches Palast der Winde (ISBN: 9783104903255)
    M. M. Kaye

    Palast der Winde

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Viele Leser bezeichnen "Palast der Winde" als Liebesgeschichte mit ein wenig hübscher Historie drum herum. Für mich ist es das Gegenteil. Die Liebesgeschichte zwischen Ash und Anjuli stellt nur einen kleinen, eher unwichtigen Teil dieses riesigen Epos da. Allein schon daran ersichtlich, dass Anjuli im letzten Teil quasi kaum noch erwähnt wird. Ich verstehe irgendwie diesen Drang nicht, alles aus der Perspektive einer Liebe zu lesen. Das sehe ich nicht nur in diesem Roman so, sondern z. B. auch bei "Rebecca" (von du Maurier, für mich ebenfalls keine Lovestory). Für mich handelt es sich um einen geschichtlich dichten Abenteuerroman mit vielen politischen und soziologischen Details. 

    Die Autorin ist selbst in Indien aufgewachsen (wenn auch später) und hat extrem viel Recherche und Liebe zum Detail aufgewandt, die dramatische Geschichte Indiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert aufzuarbeiten. Man erfährt einiges über die Geschichte der indischen Rebellion 1857, über das soziale und politische Leben an indischen Herrscherhöfen sowie über die Ereignisses im zweiten anglo-afghanischen Krieg. Für mich sehr spannend zu lesen, war der kulturelle Konflikt, in dem Ash, die Hauptfigur, sich befindet: Der Sohn von Engländern wächst als Inder auf, erfährt erst nach längerer Zeit seine wahre Herkunft und fühlt sich zeitlebens immer weit mehr als Inder. Was für die kolonial-arroganten Engländer in seinem Leben nur schwer verständlich oder akzeptabel ist, aber auch für viele standesbewusste Inder. Es war spannend zu lesen, wie stolze Inder damals auf ihrer Besatzer herabsahen und sich beispielsweise weigerten, mit ihnen zu essen, weil das gemeinsame Mahl mit den kastenlosen Engländern sie beschmutzt hätte. 

    Es ist ein ziemlicher Schinken, man muss schon ein Historienfan sein, und im letzten Teil zieht sich die Story ein wenig. Für mich jedoch ein Roman, den ich im Abstand von ein paar Jahren regelmäßig immer wieder lese. Und dies ganz klar nicht wegen der "Liebesgeschichte". Der zugehörige Film aus den 1980er-Jahren ist übrigens grauenhaft und kitschig. Wer dieses Buch liebt, sollte ihn auf keinen Fall ansehen. ;-)

  19. Cover des Buches Kamasutra im Management (ISBN: 9783593385150)
    Volker Zotz

    Kamasutra im Management

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Dieses Buch eines meiner großen Lieblingsautoren ist ein wunderbar leicht zu lesender und dabei immer tiefsinniger Überblick über das weite Feld der klassischen indischen Literatur unter dem Gesichtspunkt, was man als moderner Mensch hier und heute daraus lernen kann. Volker Zotz versteht es in seinen Büchern immer wieder neu, dass Jahrtausende alte Schriften lebendig werden und zu mir als Leser sprechen. Das Buch hätte gerne fünfmal so lang sein dürfen.
  20. Cover des Buches Hector und die Suche nach dem Paradies (ISBN: 9783492310352)
    François Lelord

    Hector und die Suche nach dem Paradies

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    In diesem Buch gehen wir zu Hectors Anfängen zurück. Hector ist ein junger Arzt, der auf gar keinen Fall Psychiater werden möchte. Dennoch denkt er sich, dass eine gewisse Zeit in der psychiatrischen Klinik lehrreich für ihn sein würde. Und er hat Recht! Er lernt sehr viel über die Menschen und ihre Gefühle und er lernt dort Clothilde kennen, die gläubig ist und Witze darüber gar nicht gut verkraftet. Eines Tages tauchen mehrere Patienten mit mystischen Erfahrungen und teilweise Wahnvorstellungen auf und Dr. Chin soll Licht ins Dunkel bringen, doch Dr. Chin ist spurlos verschwunden und Hector und Clothilde machen sich auf nach Nepal, um den Doktor zurückzuholen. Auf ihrer Reise lernen sie viele Menschen kennen und alle haben einen anderen Bezug zum Thema Glaube, Leben nach dem Tod und Gott. Damit ist dieses Buch nicht nur eine Reise nach Nepal, dem Buddismus und dem Hinduismus, sondern vor allem eine Reise zu sich selbst und was man vom Leben und Tod erwartet.
    Sofort fühle ich mich zwischen Lelords Seiten wieder wohl. Gewichtige Themen verpackt der Autor, der selbst Psychiater ist, immer wieder in neue, locker-leichte Geschichten. So gab es neben dem Thema Glück, Liebe und der Zeit auch die Freundschaft und Philosophie, die Hector seinem eigenen Sohn näher bringt.
    Da ich mich selbst nicht so gut in Religion auskenne, war dieses Thema sehr erhellend für mich und auch wenn ich selbst weder vorher noch jetzt gläubig war/bin, finde ich, dass solche Bücher immer wieder den eigenen Horizont erweitern und mich selbst offener solchen Themen gegenüber macht.
    Außerdem mag ich den leichten Ton in Lelords Büchern, die nie platt sind. Lelord verpackt großen Themen der Menschheit in hübschen Geschichten, auch wenn mal wieder das Thema Frauen/Liebe/Sex einen recht großen Umfang ausmacht. Aber so ist nun einmal das Leben.
  21. Cover des Buches Der Hinduismus (ISBN: 9783406447587)
    Heinrich von Stietencron

    Der Hinduismus

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Der indigoblaue Schleier (ISBN: 9783426501306)
    Ana Veloso

    Der indigoblaue Schleier

     (15)
    Aktuelle Rezension von: LadySamira091062
    Der junge Miguel muss   Porugal   nach einem  delikaten Vorfall verlassen und wird im Jahre 1632 nach Goa geschickt um dort  in der Niederlassung der elterlichen Firma nach dem Rechten zu sehen.  Fasziniert von dem  fremden   und aufregenden Land  macht sich Miguel daran  seiner Familie zu beweißen das er er mehr kann als sie alle von  ihm denken. Seine Fähigkeit  sich Zahlen  gut merken zu können und seien Umsicht im Umgang mit  den fremden Menschen und ihrer Kultur lassen ihn schnell zu einem geachteten  Mitglied der kleine  portugisischen  Kolonie werden.
    Er trifft  auf die  charismatische und geheimnisvolle  Dona Amba ,die ihn vom ersten Augenblick an  fasziniert.Keiner der beiden ahnt   im geringsten wie eng ihr Schicksal mit einander verbunden ist.


    Obwohl es mit  über 700 seiten ein recht umfangreiches Werk ist liest sich die Geschichte sehr gut .man erfährt  sehr viel über die  Kultur   und Landschaft Goas und  der portugisischen Kolonie.
    Die Protagonisten sind  sehr   schön dargestellt  und man  fiebert mit  Dona Amber  auf ihrer Flucht mit ,die beginnende Liebesbeziehung zu  Miguel  läßt einen manchmal seufzen ,möchte man den beiden doch  helfen.
    Ein  schöner  Roman  ,dessen Cover  sehr ansprechend ist  aber letztendlich nicht  unbedingt zur Story passt,denn mit Indien verbinde ich   etwas anderes.Trotzdem ein  lesenswertes Buch  für alle die Indien lieben.
  23. Cover des Buches Tödliche Überwindung (ISBN: 9783940873521)
    Eva Sobotta

    Tödliche Überwindung

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Themistokeles
    Bei diesem Buch frage ich mich auch nachträglich immer noch, wie die Autorin, um deren Debüt es sich hier handelt, eine solche Geschichte schreiben konnte, besonders, da sie es schafft auf eher wenigen Seiten extrem langatmig zu werden, was ich in gewissem Maße sogar beeindruckend finde, wenn auch eher negativ gesehen.

    Was mich jedoch fast noch mehr gestört hat, als die Langatmigkeit, die dieses Buch eigentlich von Beginn an ausgezeichnet hat und die auch zum Ende nicht nachließ, war die Art, wie sie die wörtliche Rede der Charaktere aufgebaut hat. Denn so, wie in diesem Roman gesprochen wird, würde kein Mensch reden. Sie haben eine zum einen extrem sachliche Art beim Sprechen, führen dann alles ewig lange aus, meistens gespickt mit etlichen Fremdwörtern, Adjektiven und das Alles eher in einem Stil, den man vielleicht bei einem Professor oder ähnlichem im 19. Jahrhundert erwartet hätte. Als Beispiel hier mal ein Satz, den zudem auch noch wirklich ein Mann sagt:

    "Dieser Anblick hatte mich auf emotionaler Ebene auf eine sehr intime, seltsame Art berührt und etwas in meinem Inneren hervorgerufen: Unruhe, Unsicherheit, Urängste..."

    Ich finde das klingt einfach allgemein zu hochgestochen, zu pathetisch, als dass jemand wirklich solche Sätze genutzt hätte. Auf Dauer, muss ich gestehen, hat mich das auch ein wenig aggressiv gemacht, da ich einfach sehr genervt davon war, wie die Leute miteinander gesprochen haben. Zudem ist die Art, wie hier die Mitglieder des Ermittlungsstabes mit den Details des Falls umgehen auch einfach gruselig umgesetzt, denn so, wären sie vermutlich schon lange nicht mehr im Besitz ihres Jobs.

    Davon abgesehen, zieht sich der Roman einfach elendig, da nicht wirklich etwas passieren will, man mit langen Absätzen, die wie aus Sachbüchern kopiert wirken, bombardiert wird und einfach keinerlei Spannung aufkommen mag. Zudem sind die Charaktere, denen man in diesem Buch begegnet alle sehr flach und zudem auch noch in dem Bisschen, das man zu ihnen erfährt, auch extrem seltsam und eigenartig. Wodurch auch keinerlei Identifikation zu einem dieser Charaktere mir auch nur im Ansatz möglich war.

    Und selbst die Auflösung des Falls, war in meinen Augen eher mau und auch nicht wirklich so richtig logisch, ebenso, wie ich das ganze Buch nicht so wirklich verstehen konnte, da es für meine Begriffe einfach nur langweilig und zudem auch noch seltsam war, gespickt mit einem Schreibstil, der irgendwann immer zu leichten Aggressionen bei mir führte, wodurch ich auch immer wieder Pausen machen musste, um das Buch überhaupt beenden zu können.

    Von daher eindeutig ein Krimi, den ich niemandem mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.
  24. Cover des Buches Der Verdoppler (ISBN: 9783735779083)
    Will Hofmann

    Der Verdoppler

     (9)
    Aktuelle Rezension von: AnnaMagareta

    „Der Verdoppler“ ist ein ungewöhnlicher und überraschender Science-Fiction-Roman des Autors Will Hofmann.

    Der 62-jährige Undici hat eine unglaubliche Tour vor sich. Er will 10.000 Kilometer – von Italien bis Bangladesh – mit dem Fahrrad zurücklegen, um seine ehemalige Freundin Dipu aufzusuchen, da diese ein Palmi hat, mit dem er die Menschheit retten möchte. Genau an diesem Gerät war Jahre zuvor ihre Beziehung zerbrochen, da sie die wissenschaftliche Denkweise nicht mit ihrem Glauben vereinbaren konnte.

    Man legt Kilometer für Kilometer gemeinsam mit Undici die Strecke zurück. Dabei bereist man mit ihm die Länder und teilt seine Erlebnisse, die ebenso spannend wie interessant beschrieben werden. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Dieser Wechsel sorgt beim Lesen für einen Sog, reichlich Abwechslung und man muss einfach wissen, wie es weitergeht.

    Undicis Reise ist aber viel mehr als eine Reise durch 12 Länder. Es ist eine Reise in sein Innerstes mit vielen philosophischen Ansätzen, die zum Nachdenken anregen.  Gleichzeitig gibt es aber auch eine Menge humorvolle Stellen, über die ich schmunzeln konnte. Der Schreibstil von Will Hofmann läßt sich angenehm lesen, so dass die Story trotz ihrer Komplexität leicht verständlich bleibt.

    „Der Verdoppler“ ist ein ungewöhnliches Buch, das ich gerne gelesen habe und jedem, der einfach mal etwas anderes - abseits der gängigen Genres - lesen möchte, nur empfehlen kann.

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