Bücher mit dem Tag "hinduismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hinduismus" gekennzeichnet haben.

346 Bücher

  1. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (724)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Drei Frauen, drei Schicksale und drei Kontinente. Man begleitet drei Frauen die versuchen mit ihren Schicksalen klarzukommen und die im Leben nach mehr streben. Das Buch hinterlässt einem mit gemischten Gefühlen und den eigenen Gedanken... Ich mag wenn Bücher mich nach dem Beenden noch einige Tage in den Gedanken begleiten. Was mir aber weniger zugesagt hat war der Schreibstil... es war für meinen Geschmack zu abgehackt und kurz gehalten, ich hatte das Gefühl es wurde nicht das ganze Potenzial der jeweiligen Situation ausgeschöpft...Deswegen musste ich mich Stellenweise etwas durchquälen... 


  2. Cover des Buches Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453269767)
    Colleen Houck

    Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

     (130)
    Aktuelle Rezension von: HappyEverAfter
    Ein letztes Mal müssen Kelsey, Ren und Kishan eine lange Reise antreten. Als wäre das nicht genug, muss Kelsey mit ihrem Herzen kämpfen.


    Gibt es für sie alle ein Happy End?
  3. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  4. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Theo ist 14 Jahre alt und liebt Bücher über die alten Götter. Plötzlich wird er schwer krank. Daraufhin nimmt seine Tante Martha ihn mit auf eine Weltreise zu den Religionen.

    Ich bin bei diesem Buch nur so über die Seiten geflogen. Die Religionen werden ganz toll beschrieben. Man lernt sehr viel über sie und ihre Bräuche. Auch die verschiedenen Orte der Reise werden so beschrieben, dass man sich gleich dorthin versetzt fühlt. Mehr kann ich gar nicht schreiben, ohne zu spoilern.

    Meiner Meinung nach ist das Buch eine klare Empfehlung für Menschen, die sich über die Religionen informieren möchten.

  5. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.042)
    Aktuelle Rezension von: Karolina_B

    Ich habe noch nie ein so ein verrücktes und lustiges Buch gelesen. Es ist sehr schräg aber absolut lesenswert und zurecht ein Bestseller. 

  6. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (898)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Wir erleben die Geschichte Siddharthas, seine Suche zum Glück, seiner Selbst und zu der Erleuchtung. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, voller Erkenntnisse. 'Siddhartha' zählt zu der Kategorie von Büchern, die man immer wieder lesen und dabei auch immer wieder neue Erkenntnisse sammeln kann. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung!

  7. Cover des Buches Der Gott der kleinen Dinge (ISBN: 9783596521685)
    Arundhati Roy

    Der Gott der kleinen Dinge

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    "Der Mai in Ayemenem ist ein heisser, brütender Monat. Die Tage sind lang und feucht. Der Fluss schrumpft, und schwarze Krähen laben sich an leuchtenden Mangos in reglosen, staubgrünen Bäumen. Rote Bananen reifen. Jackfrüchte platzen auf. Schmeissfleigen brummen stumpfsinnig in der nach Früchten duftenden Luft. Dann prallen sie gegen Fensterscheiben und sterben verdutzt in der Sonne"

    "Der Gott der kleinen Dinge" ist ein Roman, den ich vor etlichen Jahren gelesen habe: Ein aussergewöhnlicher Lesegenuss, schillernd, saftig, ergreifend, bildgewaltig, brutal und dicht. Noch ganz genau erinnere ich mich an die wachsende Faszination für diese tragische Familiengeschichte und wie tief ich abgetaucht bin in das ländliche Kerala, in die indischen Machtverhältnisse, in die Auswirkungen des Kastensystems. Wie mich diese ganz eigene Magie von Roys Sprache verhext hat, wie ich gebannt hineingezogen wurde in diesen eigenwilligen, farbenprächtigen Roman. Ein absolutes Lesehighlight. Irgendwann werde ich zurückkehren nach Kerala und dieses Buch noch ein mal lesen. 

    Roy schildert in "der Gott der kleinen Dinge" die Geschichte einer der oberen Kaste angehörenden Familie: Das Zwillingspaar Rahel und Estha wachsen in den 60er Jahren im ländlichen Kerala auf und erleben, wie sich das Leben von einem Moment auf den anderen für immer dramatisch verändern kann. Jahrzehnte stehen sich die Zwillinge nach langer Trennung wieder in Ayemenem, dem Ort ihrer Kindheit, gegenüber...

    Bei aller Begeisterung muss ich allerdings sagen, dass "Der Gott der kleinen Dinge" keine einfache Lektüre ist! Der Roman ist komplex und die Vielzahl an Figuren kann anfangs verwirrend sein. Zeitsprünge und kurze, nur angerissene Absätze erfordern Konzentration. Roy schreckt nicht davor zurück, auch Unglück, Elend und Ekelerregendes bildhaft und ungeschminkt darzustellen. Allen, die anspruchsvolle Familiengeschichten ohne Kitsch mögen, kann ich den Roman jedoch wärmstens empfehlen. Neben der Geschichte an sich sind die kraftvoll geschilderten Figuren wie auch die Einblicke in die indische Geschichte und Gesellschaft unvergesslich. Für mich ein ganz grosser, zeitloser Roman!

    (unbezahlte Werbung | alle Rechte beim btbVerlag)

    Erstveröffentlichung 1997

  8. Cover des Buches Aru gegen die Götter, Band 1: Die Wächter des Himmelspalasts (Rick Riordan Presents) (ISBN: 9783473408863)
    Roshani Chokshi

    Aru gegen die Götter, Band 1: Die Wächter des Himmelspalasts (Rick Riordan Presents)

     (43)
    Aktuelle Rezension von: LeseMuffin

    Eine starke Heldin und indische Götter?

    Findet ihr in „Aru gegen die Götter“. Der erste Band einer Fantasy Jugend-Reihe, die einfach Spaß macht.

    Sofort, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war klar, dass dieses Buch ein Muss ist.

    Um von ihren Klassenkameraden, die sie eher meiden, akzeptiert und bewundert zu werden, ist sich Aru Shah nicht zu fein, um sich in übertriebene Lügenkonstrukte und Schwierigkeiten zu verheddern. Eines Tages will sie allen beweisen, dass die Öllampe, ausgestellt im Museum ihrer Mutter, wirklich verflucht ist und reibt an ihr — tja, und mit dieser Geste läutet das taffe Mädchen den Untergang der Welt ein. … Doch es gibt eine minimale Möglichkeit, alles abzuwenden, selbst einen kleinen Helfer stellt ihr das Schicksal zur Seite, um eine, wie sollte es anders sein, schier unlösbare Aufgabe zu bewältigen. Aru — hinein ins Abenteuer!

    Diese Geschichte ist ein unglaublich schöner, spannender Auftakt, das indische Setting samt der hier integrierten Mythologie sticht aus der Masse ähnlicher Jugendbücher heraus und Arus Sarkasmus, ihre trockene, ironische Art lockern die bedrohliche und ernste Stimmung rege auf. Roshani Chokshi Schreibstil ist passend für die Zielgruppe, spricht mit Sicherheit auch ältere Leser an und unterhält durch Einfallsreichtum auf ganzer Linie. Der Verlauf ist abwechslungsreich gestaltet, bildlich zu verfolgen und hält, neben informativen Passagen, einige Plotttwists bereit. Auch die Figuren, allen voran natürlich die Protagonistin, gingen mir zu Herzen und wirkten authentisch, ihrem Alter entsprechend gezeichnet. Das Abenteuer, die Welt zu retten, verändert Aru und diese Entwicklung, das erkennen und herausarbeiten ihrer Stärken, ist langsam und dadurch nachvollziehbar gelungen.

    Für mich eine tolle Geschichte.

  9. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (220)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Bombay 1975. Hier treffen vier Menschen aufeinander, deren Schicksale im Mittelpunkt des Romans stehen. Dina Dalal, eine Frau Anfang Vierzig und seit fast zwanzig Jahren verwitwet; Maneck Kohlah, ein junger Student aus dem Gebiet des Himalajas; Ishvar Darji, ein unglaublicher Optimist und sein widerspenstiger junger Neffe Omprakash - zwei Schneider, die vor den unerträglichen Verhältnissen auf dem Land in die Stadt geflohen sind. Diese vier lernen sich kennen, achten und lieben und werden doch vom Schicksal wieder auseinandergerissen. [..Letzendlich ist unser Leben doch nur eine Reihe von Unfällen, Zufällen und Zwischenfällen – eine klirrende Kette zufälliger Ereignisse. Eine Aneinanderreihung von Entscheidungen, beiläufigen oder absichtlichen, die diese eine große Kalamität ergeben, die wir Leben nennen...]


    Wohl das beste Buch welches ich dieses Jahr gelesen habe. Zu Beginn hat mich die einfache und schnörkellose Schreibweise von Mistry etwas irritiert. Doch je mehr man eintaucht in die erbarmungslose Geschichte des Kastensystems - ist man gefangen und sprachlos und nimmt daran teil als wäre man mitten drin. Eine Seite lacht man, man vergisst den Horror, um wieder aufzuwachen wo man ist: im Überlebungskampf, in den Hütten der Slums, im Dreck der Zivilisation, der unsagbaren Korruption.

    Das kann Mistry meisterhaft, das Leben darstellen wie es ist, mit einfachen Worten auf den Punkt gebracht, eben auch (oder gerade auch) mit einer Prise Humor.

    Was sonst bleibt auch übrig in all dem Elend, all der Ungerechtigkeit und Armut.

    Absolute Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  11. Cover des Buches Der indigoblaue Schleier (ISBN: 9783426501306)
    Ana Veloso

    Der indigoblaue Schleier

     (15)
    Aktuelle Rezension von: LadySamira091062
    Der junge Miguel muss   Porugal   nach einem  delikaten Vorfall verlassen und wird im Jahre 1632 nach Goa geschickt um dort  in der Niederlassung der elterlichen Firma nach dem Rechten zu sehen.  Fasziniert von dem  fremden   und aufregenden Land  macht sich Miguel daran  seiner Familie zu beweißen das er er mehr kann als sie alle von  ihm denken. Seine Fähigkeit  sich Zahlen  gut merken zu können und seien Umsicht im Umgang mit  den fremden Menschen und ihrer Kultur lassen ihn schnell zu einem geachteten  Mitglied der kleine  portugisischen  Kolonie werden.
    Er trifft  auf die  charismatische und geheimnisvolle  Dona Amba ,die ihn vom ersten Augenblick an  fasziniert.Keiner der beiden ahnt   im geringsten wie eng ihr Schicksal mit einander verbunden ist.


    Obwohl es mit  über 700 seiten ein recht umfangreiches Werk ist liest sich die Geschichte sehr gut .man erfährt  sehr viel über die  Kultur   und Landschaft Goas und  der portugisischen Kolonie.
    Die Protagonisten sind  sehr   schön dargestellt  und man  fiebert mit  Dona Amber  auf ihrer Flucht mit ,die beginnende Liebesbeziehung zu  Miguel  läßt einen manchmal seufzen ,möchte man den beiden doch  helfen.
    Ein  schöner  Roman  ,dessen Cover  sehr ansprechend ist  aber letztendlich nicht  unbedingt zur Story passt,denn mit Indien verbinde ich   etwas anderes.Trotzdem ein  lesenswertes Buch  für alle die Indien lieben.
  12. Cover des Buches Das Ministerium des äußersten Glücks (ISBN: 9783596522286)
    Arundhati Roy

    Das Ministerium des äußersten Glücks

     (64)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine Stimme für die Vertriebenen und die Außenseiter, ein Gesellschaftsporträt, Ruin, Gewalt, Armut. Roy nimmt uns mit auf eine Reise durch Indien, die Ihnen über weite Strecken den Atem rauben wird. Der Roman ist komplex, fordert einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration, aber belohnt mit starken, unabhängigen Frauenfiguren, Einblicke in die indische Gesellschaft und dem Brechen aller Tabus.

  13. Cover des Buches Mit Sari auf Safari (ISBN: 9783038481386)
    Tabitha Bühne

    Mit Sari auf Safari

     (15)
    Aktuelle Rezension von: theophilia

    Klappentext :“Du bist verrückt!“, sagen ihre Freundinnen. Denn eigentlich liebt Tabitha vor allem Stille, Sport und ihre Heimat. Sie hat von Männern genug und ist von Gott enttäuscht. Doch dann verliebt sie sich in einen deutschen Mann, der in Indien lebt. Tabitha kündigt ihren Job und beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Am Anfang sieht alles nach einem Horrortrip aus. Als sie in Indien ankommt, herrschen Müll-Chaos und Smog-Alarm, das Klo bricht aus der Wand, auf der Straße attackieren sie drogensüchtige Straßenkinder. Dann endet auch noch eine romantische Tour im Heißluftballon mit einer dramatischen Notlandung. Tabitha sieht nur einen Ausweg: sich ihren Ängsten und Aversionen zu stellen und sich hineinzustürzen in den bunten, lärmenden Trubel. Wenn schon Indien, dann die volle Dröhnung! Es ist der ultimative Härte-, Liebes- und Glaubenstest. Sie taucht ein in den Großstadtmoloch Delhi und reist quer durchs Land. Sie begegnet Kopfgeldjägern und Kindergöttinnen, feiert Massenhochzeiten und beobachtet Massenbegräbnisse, sie geht in einen Yoga-Ashram und zofft sich mit Gurus, besucht Knastkinder und Frauen, die als Hexen verfolgt werden, läuft im Himalaya den höchsten Marathon der Welt und in der Rajasthan-Wüste an der Seite von Kamelen. Tausendundeinen Tag lang lacht, weint, schimpft und staunt sie: über das Leben, über Gott, über sich selbst – und über ihre Story: die verrückte Liebesgeschichte von einer, die auszog, das Fürchten zu verlernen.“

    Meine Meinung

    Wer ist Frau Bühne

    Frau Bühne ist in der Christlichen Szene nicht unbekannt. Ihr Vater hat eine christliche Bücherei und einen Verlag. Er und seine Frau engagieren sich seit Jahren für hilfsbedürftige Menschen im Sauerland. Doch sie selber fühlte sich nicht vom Christsein ihrer Eltern angesprochen. Sie zog es immer in die Ferne und in unterschiedliche Berufe z.B. Model oder Schauspielerin. I

    Wie kam es zu dem Buch

    Da die Autorin mit der  Männerwelt schon abgeschlossen hatte, entwickelte sich so arglos und selbstverständlich über einen Kontakt zum Autor Markus Spieker eine Mail Freundschaft. Sie führte Frau Bühne nach Indien und in eine andere Welt.

    Das Buch ist wie ein Tagebuch ihrer ersten 2 Jahre Ehe zu sehen. Sie beschreibt sehr gut vorstellbar ihre Zeit in Indien und den Wunsch es immer besser kennenzulernen.

    Sie verknüpft ihre Erfahrungen der hinduistischen und buddhistischen Religion (Nagaland Meghalaya und Mizoram)mit dem Christentum und stellt die vielen Vorsteile heraus Christ zu sein.

    • Einen liebenden Vater an der Seite zu haben, der sich um einen kümmert.
    • Die Frau und der Mann gleich wert sind
    • Man keiner Kaste zugehört, sondern jeder Bürger gleichwertig ist

    Wert der Frau in Indien.

    Als Kind musst du auf deine Eltern hören, wenn du heiratest, musst du den Rat deines Mannes befolgen. Im Alter sagen dir deine Kinder, wo es lang geht.

    In dem Land hat sie sich auf die Suche nach christlichen Regionen gemacht und festgestellt, dass in denen Menschen anders umgehen, als in den Regionen anderer Religionen.. 

    So hat sie sich auch auf Spuren von Mutter Teresa aus Kalkutta gemacht.

    Friede beginnt mit einem Lächeln. Lächle fünfmal am Tag einem Menschen zu, dem du gar nicht zulächeln willst: Tue es um des Friedens willen. Mutter Teresa

    Fazit

    Unterhaltsame Lebenserfahrungen aus Indien, spannend und lehrreich

     


     

     

     

  14. Cover des Buches Hector und die Suche nach dem Paradies (ISBN: 9783492310352)
    François Lelord

    Hector und die Suche nach dem Paradies

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bianca1974

    Hector und die Suche nach dem Paradies 

    Verlagsinfo: 

    Es war einmal ein junger Arzt namens Hector, der hatte sich noch nicht so recht gefunden. Es gab da ein paar ziemlich wichtige Fragen zum Thema Gott und Jenseits, die ihm niemand beantworten konnte.

    So kommt Hector eine Reise nach Nepal gerade recht. In Begleitung der schönen Clotilde hofft er, dort mehr darüber zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält.

    Eigene Meinung:

    In dem Buch Hector und die Suche nach dem Paradies geht es um die ganz großen Sinnfragen. Gibt es einen Gott? Wenn es einen Gott gibt warum gibt es dann Leid und Elend? Und: Was kommt eigentlich nach dem Tod?

    Weil  hier die großen Religionen, wie Christentum, Buddhismus, Hinduismus beleuchtet werden und auch die Ideen der bekannten Philosophen wie Kant, Leibniz, Descartes einspielen und dazwischen sich auch die Medizin als eine Art von Gottheit erklärt, ist dieses Buch tatsächlich einfach kaum eine Form des Romans, als vielmehr eine Art Sachbuch. Nur im Hintergrund spielt eine Geschichte von dem unglücklich verliebten Hector und seinen Patienten der Psychiatrie, die auf einmal apokalyptische Voraussagen treffen, eine Rolle

    Um den Grund für all diese Ereignisse zu finden, müssen er und Clotilde, seine Kollegin, die er nur aus der Ferne anhimmelt, Dr. Chin finden der anscheinend einen mysteriösen Tee in seinen Besitz hat.

    Auf der Reise quer durch Nepal kommt es mit weiteren Protagonisten zu den unterschiedlichsten Meinungen zu Gott, Ewigkeit und den großen Philosophen.

    Ein großes Thema, bei dem alles angekratzt wird, aber bei dem der Humor des Autoren Francois Lelord  komplett baden geht.

    Die Geschichte ist einfach trocken vom Anfang bis zum Ende. Wenn dazwischen kleine romantische oder humorvolle Augenblicke aufflackern, werden sie gleich wieder zunichte gemacht durch den Versuch etwas zu erklären, was eben nicht zu erklären ist!

    Wer hofft eine Lösung zu finden liegt hier absolut daneben, denn weder Religionen noch die Philosophie geben eine wirkliche Antwort auf diese Fragen!

    Der Leser der hier also ohne eine eigene Meinung rangeht, wird keine neue Meinung dazu finden. Ansonsten lesen Menschen die sich mit diesen Fragen schon auseinander gesetzt haben leider auch nichts Neues.

    In einem umgänglichen und guten Schreibstil, der einfach und doch ansprechend unterhält, der aber leider die Geschichte auch nicht mehr aufwerten kann, hat sich der Autor anscheinend verstrickt. Tausend und eine Möglichkeit und doch kommt hier außer dem Aneinanderreihen von Fakten kaum Lesesgenuss auf, da es wenig Geschichte gibt aber viel Theorie.

    Fazit:

    Dieses Buch von Francios Lelord ist das absolut schwächste seiner Art! Wer hier versucht Antworten zu finden, wird ebenso endtäuscht sein, wie jemand der wieder auf den lockeren und humorvollen  Stil des Autoren hofft. Schade eigentlich, denn bisherigen hatte ich die Bücher wirklich gut in Erinnerung!



  15. Cover des Buches Tigermond (ISBN: 9783732010943)
    Antonia Michaelis

    Tigermond

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Caye14

    Inhalt

    Raka wird mit einem wohlhabenden Kaufmann verheiratet. Sie weiß, dass sie in der Hochzeitsnacht sterben wird, doch bis dahin bleiben ihr noch ein paar Tage Zeit. Zeit, in der sie eine besondere Geschichte erzählt:

    Farhad ist kein Held, er hat keine Eltern mehr und muss stehlen, um irgendwie durchs Leben zu kommen. Eines Tages erscheint ihm der Gott Krishna und beauftragt ihn, seine Tochter zu retten, die von einem Dämonenkönig entführt wurde. Dazu muss er den Blutstein finden und die Prinzessin damit befreien. Zusammen mit dem wasserscheuen Tiger Nitish macht er sich auf diese gefahrvolle Reise.


    Cover

    Ich finde das Cover sehr gelungen. Es ist dunkel gehalten, wie die Nächte, in denen Raka die Geschichte erzählt. Man sieht darauf das Taj Mahal und dahinter das Gesicht eines weißen Tigers, was sehr gut zur Geschichte passt. Der Titel hebt sich durch die gelbe Schrift ab und das ‚o‘ in Mond ist als ein solcher dargestellt, was ich sehr passend finde.

    Schreibstil

    Ich mag den märchenhaften Schreibstil von Antonia Michaelis sehr. Ihre bildhaften Beschreibungen ziehen einen regelrecht in die Geschichte hinein und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Sie macht wundervolle Vergleiche, die zum einen das märchenhafte stützen, aber teilweise auch etwas Humor in die Geschichte bringen.
    Sprachlich ist die Geschichte nicht zu anspruchsvoll, sodass sie sich flüssig lesen lässt und für die Altersempfehlung ab 12 Jahren angemessen ist.


    Meine Meinung zur Geschichte

    Ich habe dieses Buch zum ersten Mal gelesen, als ich etwa 13 Jahre alt war. Damals habe ich das Buch schon geliebt, aber auch heute mit Mitte 20 lese ich es immer noch sehr gerne.
    In dieser Geschichte wird ein eher positives, magisches Bild von Indien vermittelt, obwohl Armut und andere Missstände nicht geleugnet werden. Ich finde das sehr gut, denn Indien ist sehr vielschichtig und besteht nicht nur aus Elend. Ich war selbst vor einiger Zeit für fünf Monate in Indien und habe das Buch im Anschluss noch einmal gelesen. Auch wenn es in der Vergangenheit spielt, als Indien noch eine britische Kolonie war, konnte ich vieles wiederentdecken, was ich selbst (natürlich in anderer Form) dort erlebt habe. Man merkt, dass auch die Autorin eine längere Zeit dort gelebt und gearbeitet hat. Sie bringt die bunte und chaotische Seite, die Indien ausmacht, in diesem Buch sehr gut rüber.
    Gleichzeitig bekommt man einen kleinen Einblick in die Welt der hinduistischen Götter und erlebt eine wundervolle Geschichte, von der man sich irgendwie vorstellen kann, dass sie in einem Land wie Indien wirklich passiert ist, obwohl sie eigentlich nicht ganz realistisch ist.
    Besonders toll finde ich die Vermischung von Geschichte und Realität, die in Büchern der Autorin ja häufiger zu finden ist. In ‚Tigermond‘ ist dies besonders gut gelungen. 

    Die Figuren im Buch sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, was sie zu glaubhaften Charakteren macht, mit denen man gerne mitfiebert.

    Ich empfehle das Buch sehr. Geeignet ist es natürlich vor allem für die Zielgruppe ab 12 Jahren, aber auch für Erwachsene, die Lust auf eine märchenhafte Geschichte im bunten Indien haben. 

  16. Cover des Buches Kamasutra im Management (ISBN: 9783593385150)
    Volker Zotz

    Kamasutra im Management

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Dieses Buch eines meiner großen Lieblingsautoren ist ein wunderbar leicht zu lesender und dabei immer tiefsinniger Überblick über das weite Feld der klassischen indischen Literatur unter dem Gesichtspunkt, was man als moderner Mensch hier und heute daraus lernen kann. Volker Zotz versteht es in seinen Büchern immer wieder neu, dass Jahrtausende alte Schriften lebendig werden und zu mir als Leser sprechen. Das Buch hätte gerne fünfmal so lang sein dürfen.
  17. Cover des Buches Palast der Winde (ISBN: 9783104903255)
    M. M. Kaye

    Palast der Winde

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Viele Leser bezeichnen "Palast der Winde" als Liebesgeschichte mit ein wenig hübscher Historie drum herum. Für mich ist es das Gegenteil. Die Liebesgeschichte zwischen Ash und Anjuli stellt nur einen kleinen, eher unwichtigen Teil dieses riesigen Epos da. Allein schon daran ersichtlich, dass Anjuli im letzten Teil quasi kaum noch erwähnt wird. Ich verstehe irgendwie diesen Drang nicht, alles aus der Perspektive einer Liebe zu lesen. Das sehe ich nicht nur in diesem Roman so, sondern z. B. auch bei "Rebecca" (von du Maurier, für mich ebenfalls keine Lovestory). Für mich handelt es sich um einen geschichtlich dichten Abenteuerroman mit vielen politischen und soziologischen Details. 

    Die Autorin ist selbst in Indien aufgewachsen (wenn auch später) und hat extrem viel Recherche und Liebe zum Detail aufgewandt, die dramatische Geschichte Indiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert aufzuarbeiten. Man erfährt einiges über die Geschichte der indischen Rebellion 1857, über das soziale und politische Leben an indischen Herrscherhöfen sowie über die Ereignisses im zweiten anglo-afghanischen Krieg. Für mich sehr spannend zu lesen, war der kulturelle Konflikt, in dem Ash, die Hauptfigur, sich befindet: Der Sohn von Engländern wächst als Inder auf, erfährt erst nach längerer Zeit seine wahre Herkunft und fühlt sich zeitlebens immer weit mehr als Inder. Was für die kolonial-arroganten Engländer in seinem Leben nur schwer verständlich oder akzeptabel ist, aber auch für viele standesbewusste Inder. Es war spannend zu lesen, wie stolze Inder damals auf ihrer Besatzer herabsahen und sich beispielsweise weigerten, mit ihnen zu essen, weil das gemeinsame Mahl mit den kastenlosen Engländern sie beschmutzt hätte. 

    Es ist ein ziemlicher Schinken, man muss schon ein Historienfan sein, und im letzten Teil zieht sich die Story ein wenig. Für mich jedoch ein Roman, den ich im Abstand von ein paar Jahren regelmäßig immer wieder lese. Und dies ganz klar nicht wegen der "Liebesgeschichte". Der zugehörige Film aus den 1980er-Jahren ist übrigens grauenhaft und kitschig. Wer dieses Buch liebt, sollte ihn auf keinen Fall ansehen. ;-)

  18. Cover des Buches Göttin des Todes (ISBN: 9783453532946)
    Dan Simmons

    Göttin des Todes

     (31)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Eine kurze Zusammenfassung, da jene vom Klappentext Unsinn ist. Ein Kulturjournalist wird nach Kalkutta geschickt, denn ein seit langem verschwundener indischer Dichter, dessen Werke  international großen Anklang gefunden haben, ist plötzlich wieder aufgetaucht. Allen Warnungen zum Trotz nimmt er den Auftrag an. Doch nichts funktioniert so wie es soll. Was anfangs noch nach schlechter Organisation riecht, wird langsam immer mysteriöser, denn in der Literaturszene scheint man der Ansicht zu sein, dass der Dichter eigentlich vor Jahren gestorben sei.

    Ich lese ab und zu Horrorliteratur und neige dazu sie in die Kategorien "archaisch" (für alte Klassiker, deren Stil ihnen leider viel von ihrer Wirkung nimmt) und "Schund" (so ziemlich alles Moderne) einzuteilen. Dieser Roman war erfrischend anders. Simmons schafft es eine sich kontinuierlich verdichtende, bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, die sich gegen Ende zu einem Alptraum aufschaukelt. Diese bestimmten Kapitel sind in ihrem Schrecken so durchdringend, dass man ab und zu meint, nicht zu Atem zu kommen. Dies wird mit einem Paukenschlag beendet, der zwar vorhersehbar ist, nicht aber in dieser stärke. Man kann dem Autor sehr dankbar sein, dass er das Buch dort nicht beendet - was sehr wirkungsvoll gewesen wäre - sondern einen langen Epilog anhängt.
    Zugegeben, dieser Epilog ist fahrig und wirkt aufgesetzt, aber er führt dazu, dass einem die Lektüre des Buches nicht den Tag verdirbt, trotz der Ereignisse die hinter einem liegen.
    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, besonders der in seiner Cholerik nicht sonderlich sympathische Protagonist. Es ist nicht oft, dass die Fehler, die ein Charakter in einem Horrorroman begeht, durch seine Eigenschaften absolut schlüssig erscheinen. Eigentlich denkt man sich nie, wie es in einem schlechten Horrorfilm der Fall wäre "Warum macht dieser Depp das nur?", sondern sieht ein, dass er eben ein solcher Mensch ist, der genau das tun würde. Dabei ist er aber nicht so ein schlechter Typ, dass sein Schicksal und besonders das seiner Familie den Leser kalt lässt.


    Kritisch zu sehen ist der inhärente Rassismus des Buches. Indien, besonders eben Kalkutta, wird als Höllenloch beschrieben und jeder einzelne indische Charakter wird als faul, hinterhältig, schmutzig, oder ignorant gezeichnet. Natürlich ist dies zum Teil dem Genre und dem notwendigen Aufbau einer bedrohlichen Umgebung geschuldet. Eine bedrückende Atmosphäre funktioniert nun einmal nur, wenn der Protagonist auf sich allein gestellt ist. Die entschuldigt das Ganze aber nicht. Hier hat sich der Autor zu sehr aus der Trickkiste der Pulp-Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrunderts bedient. Lovecraft hätte sicher seine Freude an diesen Klischees gehabt.

    Besonders hässlich wird es dadurch, dass der Autor der indischstämmigen Frau seines Hauptcharakters deutliche Abscheu gegen die indische Kultur in den Mund legt. In der Welt des Buches, sind ihre Aussagen aufgrund der Herkunft der Frau über den Vorwurf des Rassismus erhaben und wirken praktisch als Selbstkritik objektiver als die Meinung ihres amerikanischen Mannes. Da ihre Worte jedoch am Ende von Simmons selbst stammen, hat dies einen schalen Beigeschmack. Der Autor selbst zieht über die indische Kultur her, gibt diesen Behauptungen einen objektiven Anstrich und stellt die indische Kulisse dann auch noch genau so dar. Das ist weder fair noch zeitgemäß.

  19. Cover des Buches Der Hinduismus (ISBN: 9783406447587)
    Heinrich von Stietencron

    Der Hinduismus

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Schulden (ISBN: 9783608985108)
    David Graeber

    Schulden

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Lesefreund6203
    Sklaverei durch Schulden Breit diskutiert wurde und wird Graebers „Kulturgeschichte des Kapitalismus“. Eine „Kulturgeschichte“, die im Gesamten eines verdeutlicht, egal wie krude manche Argumente des Autors auch sein mögen und wie wenig an echter Alternative Graeber im Buch entwickelt. Geld regiert die Welt (fast) von Beginn an. Vor allem über das System der Kredite. Ob man dieses als Chance und einzige Möglichkeit „vernünftigen“ Wirtschaftens betrachtet oder, wie Graeber, als zeitloses Mittel der „Versklavung“, das muss dann der Leser selbst entscheiden, zu welcher Sichtweise er sich positioniert. Den Fakt der zentralen Wertigkeit des Kreditwesens mitsamt seiner vielfachen Folgen stellt David Graeber überzeugend argumentiert und historisch verankert eindrucksvoll im Buch klar. Nicht umsonst sind ja gerade in der gegenwärtigen Situation „Schulden“ zum zentralen Thema des politischen Handelns geworden. Ein Thema, welches Graber sprachgewandt bis in die Anfänge menschlichen Miteinanders zurückführt, auf die Entwicklung der Möglichkeit, Schulden quantifizierbar zu machen. Quantifizierbar aber werden Schulden erst durch die Einführung des Geldes. Geld und Schulden tauchen gleichzeitig und unabdingbar miteinander verknüpft auf der Bühne des öffentlichen Lebens auf. Dies ist schon auf uralten Lehmtafeln aus Mesepotamien nachzulesen. Eine Argumentation, in deren Verlauf Graeber die „Standardversion“ der Wirtschaftsgeschichte vom „ausgeglichenen Tauschhandel“ schnell entzaubert und auf die bestimmende Kraft der Kredite verweist. Menschen hatten seit Erfindung des Geldes zu allen Zeiten vielfach „Schulden“ bei anderen Menschen, Schulden, die von Beginn an Freiheiten einschränkten und diese im Verlauf der Geschichte bis in die Gegenwart hinein in potenzierendem Maße immer weiter einschränkten. Aus diesem Gedanken der Freiheit und der Sklaverei entfaltet Graeber im Verlauf der Argumentation seine grundlegende These. Dass nämlich der (auch moralische) Kernsatz, alles an Schulden immer zurückzahlen zu müssen, ebenso wie der wirtschaftliche Druck der Kreditgeber zur Rückzahlung, eben kein „Naturgesetz“ ist, sondern durchaus und einfach durchbrochen werden sollte. Ein dennoch „eingeimpftes“ Gesetz, dass von den Kreditgebern (den „Reichen“, dem „1 Prozent“) im Lauf der Geschichte mit Krieg und Gewalt geschrieben wurde. Ein System des Geldes, das von Beginn an auf Kredite und damit auf Herrschaft über die große Masse der „Schuldner“ aufgebaut war. Gerade dieser geschichtliche Teil aus anthropologischer Sicht liest sich flüssig, überzeugend und deckt sich auch mit den Erfahrungen nicht nur der letzten Jahre über den Druck, den der einzelne, mittlerweile aber auch ganze Staaten durch ihre „Schulden“ erfahren. Bedauerlicherweise bietet Graeber außer dieser Analyse keine strukturierte Synthese, kein Programm, keine ernstzunehmenden programmatischen Ideen, wie es denn nun wirklich anders ginge. Dies, neben so manchen dunklen Verschwörungsideen über die Ursachen der aktuellen Finanzkrise, schmälert zwar nicht den Ertrag der anthropologischen Analyse, wohl aber die Möglichkeiten, mit den Erkenntnissen Graebers im Buch selbst konstruktive Schritte herauszuarbeiten. So verbleibt eine interessante, fundierte, durchaus erhellende Darstellung der „Geld- und Kreditgeschichte“, die überaus lesenswert und mit kritischen Aspekten gegen „Standardlesarten zur Funktion des Geldes“ im Buch vorliegt, ohne aber gewichtige, konstruktive Möglichkeiten zur Überwindung des offenkundigen Problems der Akkumulation des Kapitals und der damit einhergehenden „Versklavung“ von „99 Prozent“ an zu bieten. Diese konstruktive Leistung muss somit noch von anderer Seite her erbracht werden. Graeber bietet hierzu zumindest eine grundlegende und bedenkenswerte Analyse an.
  21. Cover des Buches Gottes kleiner Krieger (ISBN: 9783596176908)
    Kiran Nagarkar

    Gottes kleiner Krieger

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie ein Mensch zu einem religiösen Extremisten werden kann? Spätestens seit dem 11. September 2001 ist religiös motivierter Terrorismus und der radikale Glaubenskrieg tief und schmerzhaft im öffentlichen Bewusstsein verankert. Wir erleben die Konsequenzen tagtäglich: verschärfte Sicherheitskontrollen an Flughäfen, Überwachung und Kriege in weiten Teilen der Welt. Tatsächlich ist die Anzahl der Kriege auf der Welt aktuell so hoch wie schon seit 1945 nicht mehr. Al-Qaida, die radikal-islamische Hamas, Boko Haram. In regelmäßigen Abständen werden uns die Namen dieser Gruppierungen um die Ohren gehauen. Doch was für Menschen engagieren sich in solchen Netzwerken? Wie ticken sie? Und wie betätigen sich die scheinbar friedlichen Glaubenskämpfer, die eben nicht in den Nachrichten landen?

    Kiran Nagarkars Roman „Gottes Kleiner Krieger“ beantwortet diese Fragen mit der Lebensgeschichte des Inders Zia Khan. Von Kindesbeinen an ist er überzeugt, der nächste Erlöser und Prophet des Islam zu sein. Als Sohn eines erfolgreichen Architekten wächst er behütet auf, steht jedoch in ständiger Konkurrenz zu seinem älteren Bruder Amanat. Als die Firma seines Vaters Konkurs anmelden muss und Zafar Khan die Lizenz entzogen wird, muss die Familie in ein ärmeres Viertel in Bombay umziehen. Dank einer besonderen mathematischen Begabung wird Zia allerdings auf ein englisches Internat geschickt. Dort beginnt die abenteuerliche Geschichte seines Lebens. Zia studiert in Cambridge Wirtschaftswissenschaften, jagt Salman Rushdie, wird in den Bergen Afghanistans zum Terroristen, lechzt nach Vergebung und schließt sich einem christlichen Trappistenorden an. Während all der Zeit hält er Kontakt zu seinem Bruder, doch auch dieser kann ihn nicht von seinen Kreuzzügen abbringen. Denn Zia ist überzeugt, Gottes kleiner Krieger zu sein.

    Zia Khan ist das beste Negativbeispiel für einen religiös überzeugten Menschen, das man sich nur vorstellen kann. Schon als Kind ist er aggressiv und extrem; das Konzept des Fanatismus zieht sich durch sein gesamtes Leben. Kiran Nagarkars Roman hat mich schockiert und aufgewühlt, er gewährte mir einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt eines überzeugten Gläubigen. Nagarkars Erzählstil steht dabei in krassem Gegensatz zu seinem Protagonisten: ruhig und ausgeglichen schildert er die heiß brennende Überzeugung, die Zia sein ganzes Leben begleitet.
    Zia ist ein Einzelgänger, meist wird er respektiert und bewundert, aber nie wahrhaft geliebt, von seiner Familie einmal abgesehen. Alle Menschen, die versuchen, eine echte Bindung zu ihm aufzubauen, hält er auf Abstand; er bleibt innerlich stets für sich selbst und lässt niemanden rein. Im Nachhinein betrachtet überrascht es mich daher nicht, dass auch ich mich nie mit Zia identifizieren konnte. Er ist ein so sturer, verstockter, intoleranter und idealistischer Charakter, dass ich nie die Chance erhalten habe, mich ihm wahrhaft anzunähern. Umso wichtiger ist die Rolle, die Zias Bruder Amanat einnimmt: er erdet die Geschichte, setzt sie in ein realistisches Verhältnis. Amanat macht den LeserInnen erst deutlich, wie abstrakt und surreal Zias Ziele und Pläne sind. Während Zia immer etwas ober- oder außerhalb der Realität zu schweben scheint und seine Entscheidungen oft so weit hergeholt wirken, rackert sich Amanat sein Leben lang mühsam ab; ein Kampf gegen Windmühlen. All sein Tun ist trotz dessen dem Erschaffen gewidmet, wohingegen man Zia kurz als Zerstörer betiteln kann. Ich bin davon überzeugt, einige soziopathische Züge (dissoziale Persönlichkeitsstörung) an ihm entdeckt zu haben. Er ist von allumfassendem Egoismus geleitet, obwohl er beharrlich behauptet, seine Motivation läge darin, andere zu retten und zu bekehren. Das ist schlicht nicht wahr, Zia belügt sich selbst. Es geht ihm nie um das große Ganze, zeitlebens ist sein einziges Anliegen sein eigenes Seelenheil. Dabei schreckt er vor nichts zurück; er ist ein Terrorist, ein Mörder, ein Folterer, Extremist und Radikaler. Auch in diesem Punkt beeindruckte mich Kiran Nagarkar, denn er widerstand der Versuchung all diese Eigenschaften auszuschlachten. „Gottes Kleiner Krieger“ ist vieles, aber niemals voyeuristisch.

    Dieser Roman vermittelte mir einen intensiven Eindruck einer Welt, die ich wohl nie völlig verstehen werde. Kiran Nagarkar hat mir viel über die Bedeutung des Glaubens für einige Menschen beigebracht und ganz nebenbei meine Kenntnisse in Weltgeschichte von unten aufgefrischt. In gewisser Weise war es für mich das Gegenbuch zu „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel.
    Es ist schwer, für dieses Buch eine Empfehlung auszusprechen, da es thematisch äußerst speziell ist. In meinen Augen müssen interessierte LeserInnen den festen Vorsatz haben, sich auf Zias krasses Leben einzulassen und sich dabei nicht von seinem Fanatismus abschrecken zu lassen. Zia ist keine sympathische, austauschbare Figur, er ist ein höchst individueller, komplexer Charakter und seine Geschichte ist auf schockierende Weise außergewöhnlich. Überlegt euch gut, ob so ein Buch euren Geschmack trifft, bevor ihr zu „Gottes Kleiner Krieger“ greift.
    Schließen möchte ich mit einem Zitat von Amanat, welches das Buch in meinen Augen punktgenau beschreibt:

    „Auch Du bist […] Deiner Religion treu geblieben: der Religion des Extremismus.“
    („Gottes Kleiner Krieger“, S. 651)

  22. Cover des Buches Die Legenden von Khasak (ISBN: 9783458172192)
    O.V. Vijayan

    Die Legenden von Khasak

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Siddharta (ISBN: 9780330234818)
    Hermann Hesse

    Siddharta

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Gedankennomade
    Siddharta habe ich bereits dreimal gelesen.
    Und jedesmal berührte er mich.
    Die Geschichte ist gut durchkomponiert, der Inhalt prägt sich ein.
    Die für mich zentrale Botschaft: Es gibt viele Wege zur Erleuchtung und jeder muss den seinen finden.

    Siddharta ist toll, der "Steppenwolf" hat mir allerdings noch besser gefallen.

    Über diesen, "Siddharta" und drei weitere Romane Hesses habe ich diese Woche auch auf meinem Blog reflektiert:
    http://gedankennomade.net/5-romane-von-hermann-hesse/
  24. Cover des Buches Der König, der Weise und der Narr (ISBN: 9783442150700)
    Shafique Keshavjee

    Der König, der Weise und der Narr

     (10)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee
    Ach, was war das schön! Mal wieder ein richtig geglückter, weil instinktiv erfolgter Griff nach einem Buch. Und gebracht hat es mir auch noch was! Das kann man wirklich nicht von vielen Büchern behaupten, erst recht nicht auf dem Gebiet der Spiritualität und Religion. In der Kurzbeschreibung des Verlages wird auf "Sofies Welt" Bezug genommen, und ich überlege gerade, ob ich diesen Vergleich für geglückt halte. Nein, eher nicht. Sicher, es handelt sich um ein als Fabel getarntes Sachbuch, also um viel Information, in eine ansprechende Handlung gepackt. Aber "Sofies Welt" hatte doch einen anderen Ansatz, nämlich einen wesentlich "enzyklopädischeren", weiter ausgreifenden. Das Verhältnis zwischen Rahmenhandlung und Information war auch anders; in diesem Buch hier würde ich sagen, dass es sich in etwa die Waage hält - und das habe ich bei der guten "Sofie" anders empfunden. Und drittens war ja "Sofies Welt" vor allem ein erzählerisches Experiment, wo mit den Ebenen von Realität und Fiktion gespielt wurde. Das fehlt hier völlig! Der Leser soll die geschilderte Welt erstmal ernst nehmen - oder doch zumindest als geschlossen ansehen. Worum handelt es sich denn überhaupt? Um eine Fabel, erfahren wir durch Verlag und Klappentext. Den Begriff finde ich nicht zu 100 Prozent geglückt gewählt, denn es kommen weder sprechende Tiere noch sonstige unerklärliche Handlungselemente vor. Eine Parabel, ja, so würde ich es eher nennen! Denn in der geschilderten Welt lässt sich ziemlich leicht eine Karikatur unserer heutigen westlichen Gesellschaft erkennen: ein Königreich, dem es offensichtlich gut geht, aber zu gut. Ein Volk, das scheinbar alles hat, aber unzufrieden wird. Kirchen gibt es zwar noch, aber sie werden als Restaurants oder Event-Stätten benutzt. Eine merkwürdig lethargische Stimmung liegt in der Luft. Ein König, der sich fragt, warum dem so ist. Und ein Weiser und ein Narr, die beide in derselben Nacht wie der König einen merkwürdigen Traum haben - woraufhin sie gemeinsam beraten, was zu tun sei. Das Ergebnis: "Mein Volk braucht eine Religion! Wir berufen einen Wettstreit der Religionen ein, und entscheiden uns am Schluss, welche wir wählen wollen!" Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass am Schluss natürlich KEINE der im Buch erwähnten Religionen gewinnt. So etwas ist auch nicht der Sinn von solchen Büchern! Sehr hübsch gemacht ist aber die Schilderung des ganzen Wettstreits. Denn erstens kommen alle 5 großen Weltreligionen, nämlich Buddhismus, Hinduismus, Judentum, Christentum und Islam, gleichmäßig zu Wort, und sogar der Atheismus! (Was ich ausgesprochen fair und überzeugend fand.) Jeweils ein Vertreter, ein Abgesandter, erhält die Gelegenheit, einen Vortrag zu halten, und darf anschließend von den anderen befragt werden. So hat der Autor sehr geschickt eine ausgewogene Darstellung erreichen können, in der er auch nicht vor gängigen Kritikpunkten zurückscheut. Alle behandeln sich fair, und versuchen wirklich, den anderen so zu antworten, dass sie es auch verstehen können. Und auch wenn Kritik aufkommt, niemals geht es um plakative Verurteilungen. Sehr schön, nicht nur gut lesbar, sondern auch anrührend! Störungen gibt es natürlich, doch die treten vor allem durch die Rahmenhandlung auf. Das fand ich wiederum sehr geschickt gemacht! So wurde man als Leser nicht vom eigentlich Redefluss des gerade Vortragenden abgelenkt. Störungen kamen aus dem Publikum, oder vor oder nach den Vorträgen, durch diverse kleinere Fehden, und leider auch einen versuchten Anschlag. Doch es wird dem Leser absolut klar, dass dies niemals (!) von den Offiziellen ausging, sondern immer die Tat eines fanatischen Einzelgängers war. Im Gegenteil, zum Schluss hin wird sogar eine zarte Liebesgeschichte angedeutet, und zwar ausgerechnet zwischen einem Rabbi und der Tochter eines Scheichs, also eines Muslims! Ich habe schon ein wenig mit den Tränen gekämpft, als die schöne Amina am Krankenbett von David saß - und somit eine zarte Versöhnung zwischen Juden und Palästinensern zumindest angedeutet wurde... hach!! Aber glaubt nun bitte nicht, es handele sich hier um Friede, Freude und den sprichwörtlichen Eierkuchen. Nein, auch für Stimmung und Atmosphäre ist gesorgt, und zwar durch die liebenswert-verschrobenen Nebencharaktere, den Narren und den Weisen. Der Narr tanzt nach einem geglückten Vortrag auch schon mal ganz gern wild über die Bühne, oder denkt nur ans Essen. Und der Weise ist - natürlich - derjenige, der als Erster ahnt, was ihre merkwürdigen Träume damals zu bedeuten hatten. Liebevoll gestaltet bis ins letzte Detail. Und was die faktische Richtigkeit der Darstellung betrifft - ich war hoch erstaunt, denn ich konnte bislang keinen einzigen Fehler finden, noch nicht einmal durch verkürzte Darstellungen oder Auslassungen! Sicher, nicht jede Religion konnte in all ihrer Breite dargestellt werden. Aber das machte der Autor dadurch wieder wett, dass er die jeweils Vortragenden auch gerne mal Gedichte oder Gleichnisse rezitieren ließ. Und das war ungleich aussagekräftiger als ein ellenlanger Vortrag! Was habe ich besonders über die jüdischen Witze gelacht! Und zum ersten Mal habe ich richtig verstanden, worin sich Hinduismus und Buddhismus denn nun unterscheiden - das war bislang mein großes Problem! Abgerundet wird das Buch dann auch noch durch eine kurze Darstellung der jeweiligen Religionen anhand einiger Einträge aus einem Lexikon einer Gesellschaft für interreligiösen Dialog (nach dem Ende der eigentlichen Erzählung), sowie ein Diagramm der Weltreligionen und ein recht gelungenes Literaturverzeichnis. wirklich eine runde Sache, dieses liebenswerte Buch, das ich guten Gewissens jedem empfehle, der auf unterhaltsame Art einen Einstieg in die wichtigsten Fragen der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Weltreligionen sucht.

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