Bücher mit dem Tag "hinterland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hinterland" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Gezeichnete des Schicksals (ISBN: 9783802583209)
    Lara Adrian

    Gezeichnete des Schicksals

     (574)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der Leser hier auf der Buchseite erhaschen. Meine persönliche Meinung: 

    Dieser siebte Band der Reihe bietet gegenüber den Vorgängerbänden wenig Überraschung: Wieder geht es heftig "zur Sache",sowohl was das Thema Action angeht, als auch in Sachen Liebe und Erotik. Letztendlich bleibt das Konzept immer gleich - in jedem Band findet ein männlicher "Topf" sein weibliches "Deckelchen".

    Natürlich müssen bis zum unvermeidbaren Happy End erst noch einige Schwierigkeiten überwunden werden, weil einerseits auf den heldenhaften Vampirmann brutale, bitterböse Feinde warten, die es zu besiegen gilt und andererseits das Weibchen sich erst daran gewöhnen muss, dass es Monster gibt - und ihr Auserwählter aus ihrer Sicht selbst ein solches (wenn auch gutes) ist.

    Nun ja, immerhin wird das alles in ansprechender Sprache dargeboten und reizvoll aufgelockert durch eine ganze Reihe von schönen erotischen Passagen. 

  2. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.103)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Sasha ist eine Mediale und als solche hat sie keine Gefühle.... Eigentlich. Doch Sasha fühlt jede Menge und als sie auf den Gestaltwandler Lucas trifft bröckelt ihre Fassade und bringt sie in tödliche Gefahr.
    Der Auftakt der Reihe hat mir richtig gut gefallen.
    Ich konnte mich sehr gut in Sasha hineinversetzen und ich empfand sie als sehr echt.
    Die Handlung war so spannend, aber auch sexy und witzig, aber vor allem hat sie mich neugierig auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.
    Mehr gibt es nicht zu sagen, denn eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte.

  3. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783446209497)
    Friederike Hausmann

    Gomorrha

     (81)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    Camorra, auch die italienische Mafia, aus Neapel. Der Journalist, Roberto Saviano, recherchiert und schleust sich bei der Camorra ein, um mehr über sie zu erfahren. So arbeitet er in der Textilfabrik, die Kleidung für Stars herstellt. Denn bald erkennt er sein Kleid im Fernseher, welches eine berühmte Frau trägt. Weiter geht seine Reise in ein Zementwerk, welches Geschäftsbeziehungen in ganz Europa, wie Deutschland, hat.
    Roberto Saviano erzählt seine Geschichte, was ihm wiederfahren ist und beschreibt auch seine Heimatstadt: Neapel. Neapel versinkt immer mehr im Dreck, Unrat und Gewalt. Roberto bringt sich mit seinen Nachforschungen oft in Gefahr, kann sich daraus, für den Leser zum Glück, immer glimmrig retten.
    Die ersten Seiten des Buches haben mich geschockt und ließ ein Bild von Italien auferstehen, was ich noch nie so gesehen habe. Wobei ich schon vorher wusste, dass die Mafia eine riesige Macht in Italien ist.
    Roberto Saviano bracht sich mit der Veröffentlichung des Buches in großer Gefahr, denn er verriet viele Namen von hohen Tieren. Er setzte sich eines Mordes aus und hat es trotz der vielen Versuche bis heute überlebt.
    Eine Zeit später kam der Film zu dem Buch raus. Den Film habe ich mir angeschaut und war an einigen Stellen unschlüssig, da ich es aus dem Buch anders kannte.
    Ich wünsche den Autor, Roberto Saviano, ganz viele glückliche Jahre und weiterhin eine tolle Spürnase für Kriminalität.
  4. Cover des Buches Hazel Wood (ISBN: 9783791500850)
    Melissa Albert

    Hazel Wood

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Es geht um Märchen und das Cover ist einfach nur traumhaft. Also musste ich dieses Buch kaufen. Ich konnte mir noch gar nicht vorstellen, um was es eigentlich genau geht. Eine Alice, die zu ihrem Ursprung zurück muss. Doch was genau ist damit gemeint? Ich hatte mir so einiges vorgestellt, aber ganz sicher nicht das. Einerseits fand ich das Schaurige ziemlich interessant, aber schlussendlich war ich doch froh, aus Hazel Wood wieder herausgekommen zu sein.

    Alice hat ein sehr spezielles Leben: sie und ihre Mutter bleiben nie länger als nötig an einem Ort. Jedes Mal, wenn das Unglück sie eingeholt hat, packen sie ihre Sachen und gehen zum nächsten Ort. Weswegen Alice auch keine Freunde hat und sie weiss auch nicht wie es ist, sesshaft zu werden. Eines Tages kam ein Brief an mit der Meldung, dass ihre Grossmutter, eine berühmte Märchen-Schriftstellerin, verstorben sei. Zuerst dachten sie, die Gefahr wäre vorbei. Doch da täuschten sie sich... Alice hat ihre Grossmutter nie kennengelernt, ihre Mutter wollte das nicht. Im Grunde kennt Alice nicht die Gründe, was damals mit ihrer Mutter und Grossmutter vorgefallen war. Doch eins steht fest: jemand will Alice zu ihrer Grossmutter zurück bringen. Doch warum? Als plötzlich Alice' Mutter verschwand, spürt sie, dass sie nach Hazel Wood muss. Trotz der Warnung ihrer Mutter. Gemeinsam mit ihrem Freund Ellery Finch machen sie sich auf dem Weg dorthin und erleben dabei ihr Abenteuer ihres Lebens.

    Ich hab gemischte Gefühle. Einerseits war der Beginn alles andere als leicht. Ziemlich verwirrend und ich brauchte ewig, bis ich der Geschichte mehr oder weniger folgen konnte. So richtig spannend wurde es hingegen erst, als ihre Mutter verschwand. Ich habe darauf gewartet, die Märchen kennenzulernen. Doch diesbezüglich wurde ich enttäuscht. Es wurden nur zwei Geschichten erzählt. Und bei einer kannte man nicht mal das Ende. Mit den Charakteren hatte ich gar keinen Bezug. Sie waren einfach nur blass und oberflächlich, obwohl sie mich eigentlich interessiert hätten. Alice ist die Hauptprotagonistin und sie hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Sie wusste genau, was sie sagen muss. Gleichzeitig hat mich ihre schnelle Wut etwas verwirrt. Als ob sie nur auf Ärger aus ist, was ja eigentlich nicht stimmt. Die Art und Weise, wie Alice nach Hazel Wood kam, war interessant, spannend, aber auch zum Teil etwas gruselig. Ich hätte mir hier aber viel mehr Details zu den Märchenfiguren gewünscht. Wir begleiteten zwar Alice, aber es war alles ziemlich oberflächlich. Als ob dem Leser absichtlich Informationen verwehrt wurden. Der Hauptteil, also das Ende, war meiner Meinung nach auch nicht wirklich logisch. Die Geschichte hat sich zwar einigermassen zusammengefügt, aber logisch war sie irgendwie auch nicht. Schlussendlich hatte ich auch keinen Bezug zu der Geschichte gefühlt und war auch froh, es beendet zu haben. Sie hat durchaus Potenzial, doch die Umsetzung war jetzt nicht wirklich gut gelungen. Ich hätte mir generell mehr Tiefe gewünscht. Es ist jetzt nicht das Buch, welches man unbedingt lesen muss. Es ist ok, für Zwischendurch. Mehr aber nicht. 


  5. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426304297)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  6. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein erstes Buch von Sofi Oksanen, meine erste Finnin. Eine heftige Geschichte, die ich leider auch ein wenig genau so erwartet habe: Stalinismus, Missbrauch, Propaganda, Parteizugehörigkeit, Verrat. Der Familie Pekk bleibt nichts erspart.

    Aliide Truu lebt in einem alten Bauernhaus mitten in der Provinz von Estland. Sie hat ein schweres Leben hinter sich, von dem sie stark gezeichnet ist. Eines Tages taucht ein Mädchen vor ihrer Tür auf. Obwohl Aliide skeptisch ist und stets das Schlimmste befürchtet, nimmt sie das Bündel von Mensch mit in ihr Haus.

    Das Bündel Mensch entpuppt sich als eine junge, russische Frau namens Zara, die auf Grund scheinheiliger Versprechungen in den Westen geflohen ist und dort ein leider sehr übliches Schicksal erleiden musste: Sie gerät in die Prostitution. Die beiden Frauen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren, dabei verbindet sie eine recht ähnliche Leidensgeschichte. Während Zara sich also bei Aliide versteckt, versucht sie gleichzeitig herauszufinden, ob es sich bei Aliide tatsächlich um die Schwester ihrer Großmutter handelt.

    Ein Buch, bei dem mich das Gefühl beschleicht bestimmte Nationalitäten schreiben stets über bestimmte Themen. Gab es tatsächlich nichts anderes als politisch auf der richtigen Seite zu stehen? Macht? Unterdrückung? Folter und Missbrauch? Es scheint wohl so.

    Die Geschichte beider Frauen erscheint mir so typisch. Warum trifft es immer die Gleichen? Warum setzen sich diese Leiden in der gesamten Familie fort? Ist es wie ein Teufelskreis, dem man einfach nicht entfliehen kann?

    Eindringlich beschrieben bleibt man doch betroffen zurück und ich kann wirklich nicht sagen, ob es am Ende ein gutes Buch war.

  7. Cover des Buches Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche (ISBN: 9783864761218)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der zweite Teil vom Leben und Wirken des Naturforschers Georg Wilhelm Schimper.
    Nachdem er im ersten Teil in Südeuropa seine Abenteuer erlebt hat, werden hier von seiner forschenden Neugier aus  Algier, Afrika und Ägypten erzählt.
    Zu seiner Lebzeit völlig unbekannte Länder und viel Neues in Sachen Kultur, Pflanzen, Sitten und Menschen.
    Genauso hat die Autorin von Schimpers Leben in diesem Roman erlebnisreich erzählt. Dabei kam der absolute Forschungsdrang von Schimper im Buch sehr zur Geltung. Es war gefährlich oft für ihn, doch seine wagemutigen Touren, Entdeckungen haben sich gelohnt. Noch heute werden von seinen damaligen, ausgefallenen Naturfunden in Museen, Ausstellungstechnisch erzählt.
    Immer wieder passierte es, das er oftmals dem Tote nahe war, auf seinen Entdeckungstouren. Oft von Krankheiten, die der Europäische Körper nicht aushält, oder eben auch durch Kriminelle Begegnungen.
    Doch er hat oft Glück, kehrt auch dazwischen wieder mal nach Europa zurück.
    Unruhig ist er, nach meindlicher Genesung, wieder auf Entdeckung zu gehen. Man Rät ihm das vorerst ab, aber er entscheidet anderst und begibt sich nach Ägypten auf Neues.
     Seine Forschungsarbeit vom badischen Großherzog, finanziell unterstützt.
    Sein größter Kummer, den er im zweiten Teil noch ausgeprägter erzählt, ist, kein Glück in der Liebe, keine dauerhafte Beziehung.
    Sein Ankommen und Begehrt werden bei den Frauen, sind im Buch sehr Liebevoll und Intensiv beschrieben.
    Unatraktiv war Wilhelm keines Falles.
    Das Buch ist sehr Naherlebt beschrieben. Der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und zu folgen.
    Man erfährt nebenbei was von Flora und Fauna. Die Landschaften wirken bildlich auf einen beim lesen.
    Man spürt den unaufhaltsamen Forschungsdrang von Schimper. Man spürt aber auch mit was für einer Einfachheit er an Utensillien damals hat auskommen müssen.
    Ein wahres Abenteur dies Buch zu lesen.
    Von Vorteil wäre den ersten Band zu lesen: Die Rückkehr der Störche.
    Band drei ist in Bearbeitung: Die Heimat der Störche.
    5 Punkte

  8. Cover des Buches Der Hals der Giraffe (ISBN: 9783518467909)
    Judith Schalansky

    Der Hals der Giraffe

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Inge Lohmark ist eine Lehrerin der alten Sorte. Mit harter Hand führt sie ihren Biologieunterricht am "Darwin", dem letzten Gymnasium in einer mecklenburgischen Kleinstadt, die kurz vor dem Aussterben liegt. Sie sind "the last men standing", die letzten die sie zum Abitur führen wird, danach ist Schluss.

    Judith Schalanskys Roman ist minimalistisch, denn wir begleiten die Hauptprotagonistin, die Lehrerin Inge Lohmark, an drei Tagen in ihrem Leben. Drei Tage erhalten wir Einblick in das letzte Gymnasiums ihres Ortes und in eine Kleinstadt, die es nach der Wende hart getroffen hat. Die Produktionsstätten wurden geschlossen, eine Brache hinterlassen und das spürt man im Ort. Er ist tot und so muss auch die Schule schließen. Ein Überlebenskampf - einer von dem Inge Lohmark in ihrem Unterricht immer erzählt: The survival of the fittest. Darwins Thesen in ihrer ganzen Bandbreite.

    Nebenher folgen wir Inge Lohmarks Gedanken: die kreisen zum einen um ihr Fach - die Biologie - und Schalansky schafft es gekonnt, unzählige biologische Begrifflichkeiten und Vorgänge in die Geschichte einfließen zu lassen, ohne das dies stören würde. Zum anderen erhalten wir den Blick auf das Schulwesen vor und nach der Wende: Während in der DDR Hochleistungssportler heranwuchsen, wundert sich Inge Lohmark darüber, dass ihre Schüler, überhaupt der Fähigkeit des Stehens mächtig sind.

    Schalansky hat ein mikroskopisches Bild einer mecklenburgischen Kleinstadt geschaffen, die nach der Wende den Anschluss verloren hat - ein Ort von denen es in Thüringen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg eben viele gibt. Geisterstädte, vergessen und verloren. Gepaart mit dem biologischen Schulkanon, hat Schalansky einen ganz besonderen Mix geschaffen, der gut gefallen hat.

    Fazit: Eine spannende Mischung aus Biologiefaktenwissen und dem Tod einer mecklenburgischen Kleinstadt, lesenswert.

  9. Cover des Buches The American (ISBN: 9783499255151)
    Martin Booth

    The American

     (9)
    Aktuelle Rezension von: WolffRump
    Genre:
    Thriller.

    Umfang:
    Ca. 397 Seiten (TB/Print).

    Serie:
    Nein.

    Inhalt:
    Signor Farfalla („Herr Schmetterling“) ist ein Handwerker des Todes: er stellt handgefertigte Waffen für Berufskiller her. Bevor er sich in seinem geliebten italienischen Bergdorf zur Ruhe setzt, nimmt er einen letzten Auftrag an. Schon bald bemerkt er, dass er von einem Unbekannten beschattet wird. Farfalla steckt in der Zwickmühle: er weiß, dass er den Auftrag nicht einfach abbrechen kann, ohne selbst zum Ziel seiner Auftraggeber zu werden, zudem würde er bei einer Flucht sein Versteck verlassen müssen, das ihm ebenso wie seine junge Geliebte ans Herz gewachsen ist. Ihm bleibt keine Wahl: er muss sich seinem Verfolger stellen.

    Perspektive:
    Ich-Erzähler. Da es in ‚The American’ vor allem um die Selbstbetrachtungen des Antihelden geht und nicht um Action, ermöglicht die Ich-Perspektive dem Leser bestmöglich in die Gedankenwelt des Protagonisten einzutauchen.

    Erzählzeit:
    Gegenwart mit zahlreichen Rückblenden im Präteritum.

    Setting:
    Die Story spielt hauptsächlich in einem kleinen Bergdorf in Italien, dass die mittelalterliche Kulisse für Farfallas neugewonnene Heimatgefühle bietet. Er bewohnt ein altes Gebäude mit einem Turm, in dem er seine Werkstatt eingerichtet hat. Seine Freizeit verbringt er in einem Café, in dem er mit seinen wenigen Freunden – einfachen Dorfbewohnern zusammenkommt. Das Dorf mit seinen kauzigen Bewohnern und der pittoresken Umgebung ist Klischee pur, doch durch den Gegensatz zu der latenten Bedrohung durch den Beschatter („Schattenbewohner“) und den menschenverachtenden Job des Protagonisten gewinnt das Setting an Reiz. Und zugegeben, es hat für den Leser auch eine touristische Qualität, ähnlich wie Venedig für die Donna Leon – Krimis. Die Ortsbeschreibungen sind ebenso detailverliebt wie authentisch und sie sind in diesem Roman das hauptsächliche Futter für das Kopfkino des Lesers.

    Die Rückblenden bedienen sich unterschiedlicher Settings weltweit.

    Struktur und Spannungsbogen:
    Wer den spannenden Blockbuster ‚The American’ mit George Clooney gesehen hat oder generell einen actionreichen Thriller erwartet, der wird den Roman spätestens nach hundert Seiten enttäuscht aus der Hand legen. Und er tut gut daran, denn es gibt nur ein einziges Action-Kapitel fast am Ende der Geschichte, das gerade einmal zehn Seiten umfasst. Der Rest des Romans besteht aus Selbstbetrachtungen, Ortsbetrachtungen, Charakterisierungen sowie philosophischen und geschichtlichen Einordnungen. Das Drehbuch des Films teilt mit dem Roman lediglich die Hauptfigur, ein paar Nebenfiguren sowie das Setting. Der Rest – also nahezu die gesamte Handlung des Films – hat mit dem Roman wenig zu tun. Selbst der Titel des Films ‚The American’ hat mit dem ursprgl. und viel passenderen Titel des bereits einige Jahre zuvor erschienenen Buchs ‚A Very Private Gentleman’ keine Schnittmenge.

    Wenn man die (falsche) Erwartungshaltung über Bord wirft, lohnt sich die Lektüre des Romans allemal. Spannung ensteht auch und vor allem durch die latente Bedrohung, die durch den sog. ‚Schattenbewohner’ ausgeht, der aus einem auch dem Protagonisten unbekannten Grund seine Verfolgung aufgenommen hat. Der Konflikt, der sich für Farfalla ergibt, hat nichts mit dem typischen Krimikonflikt zu tun, es handelt sich vielmehr um einen Lebenskonflikt. Farfalla hat eine emotionale Schutzschicht um sich herum errichtet, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass seine Feinde ihm bislang nichts anhaben konnten. Doch nun, am Ende seiner Karriere, hat er erstmals einen Ort und Menschen gefunden, an denen ihm etwas liegt und sein Fluchtinstinkt führt einen permanenten Kampf gegen seinen Wunsch, zu bleiben und ein richtiges Leben zu führen. Auch wenn er unter einer Legende und falschem Namen lebt, fällt es ihm immer schwerer, seine Mitmenschen anzulügen. Sein bester Freund, ein sinnesfroher Pastor, versucht ihn aus der Reserve zu locken und fordert ihn auf, sich zu seinem Leben zu bekennen. Seinen verzweifelten Kampf gegen sein altes Ich und um seine Freiheit zu beobachten, ist spannend, vor allem, weil dieser Kampf unter der Oberfläche gärt und das Ergebnis nur tragisch enden kann. Farfalla kann sein altes (totes) Leben weiterführen oder sich für das neue Leben entscheiden, das aber wahrscheinlich zu seinem Tod führen wird. Der Roman ist insofern mehr Drama und Tragödie als ein Thriller und das Krimimotiv Tod ist nur der Mittel zum Zweck, um den zentralen Konflikt zu dramatisieren.

    Die Klimax ist aus meiner Sicht der schwächste Teil des Plots. Die plötzliche Action wirkt bemüht und die Motive des Täters sind oberflächlich. Es kommt keine Empathie auf, die Action wirkt geschildert wie in einer Nachrichtensendung und nicht (mit)erlebt. Ich habe fast den Eindruck, als wäre dem Autor am Ende seines Werks plötzlich wieder eingefallen, dass er eigentlich einen Krimi schreiben wollte, also wurde noch mal eine Handvoll Geballere in den Roman-Eintopf geworfen. Das dramatische Ende ist den Drehbuchautoren aus Hollywood übrigens wesentlich besser gelungen.

    Hauptcharaktere:
    Signor Farfalla (ital.: Herr Schmetterling): Protagonist, offiziell Schmetterlingsmaler, tatsächlich Gewehrbauer, sein tatsächlicher Name bleibt unbekannt; am Ende gibt er als ersten Schritt der Öffnung seinen Vornamen bekannt: Edmund. Der Charakter wird ausgesprochen tief und durch zahlreiche Rückblenden auch in seiner Entwicklung ausgeführt. Eigentlich ist Farfalla viel eher ein sensibler Schmetterlingsmaler und Handwerker als ein soziopathischer Killer-Support. Die tragische Ironie des Namens passt zu seiner Situation. Farfalla macht im Verlauf der Story einen umfassenden Wertewandel durch.
    Don Benedetto: Pfarrer im Ort, sinnesfrohe Barockfigur; obwohl Farfalla Atheist zu sein scheint, ist Benedetto sein engster Freund und ‚Versteher’.
    Carla: Prostituierte, Studentin, verliebt sich in Farfalla und lockt ihn zum Ende hin aus seinem Schneckenhaus.
    Der Antagonist Schattenbewohner tritt erst ganz am Ende des Romans für einen kurzen Moment aus dem Halbdunkel, um sich bleihaltig in der Handlung zu verewigen. Er ist nur ein Instrument und keine differenzierte Figur.

    Sprache/Duktus:
    Booths Spache ist bildgewaltig und reich an Metaphern. Oft sind seine Bilder gelungen, zuweilen übertreibt er seine Suche nach Allegorien jedoch und reiht in einem einzigen Satz ein halbes Dutzend Vergleiche aneinander, so als würde er ein inneres Brainstorming durchführen, um den besten Begriff ausfindig zu machen. Dass ein Autor beim Schreiben auf genau diese Art vorgeht, ist naheliegend, aber das Ergebnis der Suche sollte das stärkste Bild für den Leser sein und nicht die Ideensammlung. Leider verfällt Booth seiner Sammelleidenschaft immer wieder, wodurch der Eindruck einer unangemessen barocken Ausdrucksweise entsteht – schade, denn im Kern ist seine Ausdruckkraft beeindruckend.
    Als (positives) Beispiel sei der erste Satz des Romans zitiert: „Hoch oben in den Alpeninnen, dem Rückgrat Italiens, mit seinen Wirbeln aus jungem Gestein, an denen die Sehnen und das Fleisch der Alten Welt befestigt sind, gibt es eine kleine Höhle über einem tiefen Abgrund.“
    Wer nach diesem Satz noch einen Actionthriller erwartet, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

    Fazit:
    Wenn man den vom Verlag offensichtlich beabsichtigten Rückwärts-Ausstrahlungseffekt des Films ‚The American’ auf den Roman ‚A Very Private Gentleman’ ausblendet und keinen Thriller erwartet, dann kann man als Leser das bewegende Drama eines Menschen miterleben, der erkennen muss, dass er nur dann wirklich leben kann, wenn er dem Tod die Tore öffnet. Das vorzügliche Setting und die charakterliche Tiefe der Hauptfigur entschädigen für die zeitweise zu blumige und antiquierte Ausdrucksweise.
  10. Cover des Buches Der Mir von Dschinnistan (ISBN: 9783780215321)
    Karl May

    Der Mir von Dschinnistan

     (13)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    2.Teil des Fantasy Romans um Ardistan und Dschinnistan in dem es zur Entscheidung kommt und natürlich der Weg zu den Edelmenschen weist. Trotz mancher moralinsaurer Ethik, absolute lesenswerte Romane!
  11. Cover des Buches Hinterland (ISBN: 9783453265400)
    James Clemens

    Hinterland

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Hitler war's (ISBN: 9783746670621)
    Hannes Heer

    Hitler war's

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Heer setzt sich unerbittlich mit Fest auseinander, der es offenbar schaffen will, den Nachgeboren zu suggerieren: "Hitler war so groß, dass man sich als Deutscher seiner nicht mehr zu schämen braucht." Ebenso kritisch behandelt der Autor die Fernsehserie "Hitlers Helfer" des ZDF-Historikers Guido Knopp, der seine deutschnationale Meinung mit vielen Befragungen von Zeitzeugen belegt und mit Material aus Naziwochenschauen bestückt, ohne dass den Fernsehzuschauern diese Quellen bewusst werden. Die Pointe, dass die Deutschen nicht alles gewusst haben können, entlastet sie von ihrer Vergangenheit. Heer bezieht kritisch und eindeutig Stellung zu Joachim Fest und Guido Knopp. "Wie Filme die Geschichte Nazideutschlands auslöschen und neu erfinden". So genau las man das noch nie.
  13. Cover des Buches "Weltkriegs-Trilogie. Gesamtausgabe der Bände ""Roter Schnee"", ""Merci,... / Roter Schnee (ISBN: 9783373000099)
  14. Cover des Buches In schwerer Zeit (ISBN: B001GO0IR4)
    N.K.Popjel

    In schwerer Zeit

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Winters Knochen (ISBN: 9783453436459)
    Daniel Woodrell

    Winters Knochen

     (86)
    Aktuelle Rezension von: wortberauscht

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Eine Odyssee ins Nirgendwo

    Vorab muss ich direkt sagen, dass ich dieses Buch im Hochsommer gelesen habe – war nicht meine beste Idee! Es fiel mir zu Beginn wirklich schwer, mich auf den winterlichen Flair einzulassen, während die Sonne mit über 30°C auf mich schien …

    … und auch die sehr detaillierten Beschreibungen ließen mich zuerst etwas distanziert lesen. Wer meine Rezensionen schon etwas länger liest weiß, dass ich davon kein großer Fan bin bzw. mich dies in den wenigsten Geschichten einnehmen kann. Nicht das ich es grundlegend als störend empfinde, es darf nur nicht sämtlichen Raum einnehmen. Davon jedoch lebt diese Geschichte und als ich mich darauf einließ, konnte sich mich auch einnehmen.
    Denn so ist es leider mit unseren Erwartungen, hier am Beispiel Klappentext – manchmal sind diese Erwartungen gänzlich eine andere als was man zwischen den Seiten antrifft. Es geht weit über den androhenden Gerichtstermin und dem Finden des Vaters hinaus. Ich wurde mitten ins Nirgendwo geworfen, in ein gänzlich anderes Leben mit seinen ganz eigenen Regeln.

    Die Suche nach Jessup Dolly, ist nur der Ausgangspunkt, ein Teil der Geschichte. Vielmehr geht es um seine 16jährige Tochter Ree Dolly, die sich hingebungsvoll um ihre zwei kleinen Brüder und ihre psychisch erkrankte Mutter kümmert. Eine junge Heranwachsende die viel älter ist, als man aufgrund ihres Alters vermuten mag.
    Ein Leben das von Gewalt bestimmt ist, bei dem der Name über die Zukunft entscheidet. Eine Geschichte über das Überleben.

    Ree trägt die Verantwortung. Sie bringt ihren Brüdern bei, was sie über das Leben und zum Überleben wissen müssen. Auf sich allein gestellt, während ihre Mutter im Schleier verschiedener Pillen den Tag verbringt und ihr Vater in den Meth-Küchen der Umgebung verschwindet. Doch dann steht das Gesetz vor der Tür und Ree läuft Gefahr alles zu verlieren. Während Ree sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt, damit er rechtzeitig – lebendig oder tot – rechtzeitig vor Gericht erscheint, lässt sie mich für einen kurzen Zeitraum an ihrem Leben teil haben.

    Das Leben auf der Farm, der Familien-Clan, die Angst. Und mittendrin Ree, ein junges Mädchen, welches zu früh eine Frau werden musste. Eine Heranwachsende die sich entgegen der unausgesprochenen Regeln verhält. Eine Frau die den Weg geht, denn sie gehen muss. Eine Geschichte die durch die Beschreibungen von Ree, ihren Gedanken und Gefühlen, besticht. Eingebettet im Nirgendwo. Ein Buch mit einem ganz eigenen Sog durch das Leben darin.

    Ich denke zu einer anderen Jahreszeit hätte mich Rees Leben zu Beginn direkt gefesselt! Sollte ich es geschafft haben Euch neugierig zu machen, dann schnappt Euch das Buch an einem herbstlichen Nachmittag oder an einem klirrend kalten Abend im Winter. Mukkelt Euch in eine Patchwork-Decke und lasst Euch in Rees Leben entführen. Und ganz wichtig, blendet den leicht reißerischen Klappentext aus. Auch wenn Ree sich auf die Suche begibt, so ist das was wir als Leser*innen mit ihr finden etwas ganz anderes. Es ist die Geschichte einer jungen Frau die sich gegen Jahrzehnte alter Gegebenheit auflehnt, um das (gewohnte) Leben ihrer Familie zu sichern.

    Meine Eindrücke zur filmischen Umsetzung könnt Ihr *hier* nachlesen.


  16. Cover des Buches Hinterland (ISBN: 9783596187744)
    Feridun Zaimoglu

    Hinterland

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Dupsi
    Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Der Klappentext klang so vielversprechend, aber dann war es doch nicht so sehr mein Fall. Der Roman setzt sich aus verschiedenen Episoden zusammen, die alle irgendwie zusammenängen, miteiander zu tun haben. Eine ältere Frau, die nach der Trennung von ihrem Mann in einem Waldhäuschen lebt und Besuch von den Waldgeistern bekommt. Ein Deutscher und eine Pragierin, die sich ineinander verlieben, wieder entlieben und sich irgendwie wieder verlieben. Ein Einbrecher, der auf frischer Tat ertappt wird und sein Opfer auf die Insel Föhr einlädt. Ein ehemaliger Häftling der von einer hübschen Frau durch Berlin begleitet wird. Eine Schauspierin, die kurzzeitig verschindet und wieder auftaucht. Diese und noch eitere Episoden finden Platz in dem Roman. Obwohl die Sprache teilweise sehr poetisch und eigentlich total schön war, ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. die Sprünge von einer Episode zur anderen waren oft verwirrend, ich habe oft eine Weile gebraucht, mich in die jeweilige Situation einzufinden. Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Doch manchmal erlebt man auch Enttäuschungen. Schade.
  17. Cover des Buches Die Musik der Ferne (ISBN: 9783453406704)
    Daniel Mason

    Die Musik der Ferne

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ritja
    Ein gelungenes Buch über die Sehnsucht nach Wasser, der Stadt und Musik, aber auch eine teilweise traurige Geschichte über ein Mädchen, das in die Stadt muss, um zu überleben und ihren Bruder zu finden. Insgesamt ein gut zu lesendes Buch, welches phasenweise jedoch recht langatmig und sich wiederholend ist.
  18. Cover des Buches Liebesglück und Beerenkipferl (ISBN: 9783442480111)
    Fanny Schönau

    Liebesglück und Beerenkipferl

     (65)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    „Es kommt, wie es kommt, und wie es kommt, so kommt es gut.“

    Aktuell herrscht bei RoRezepte ja die pure Weihnachtszeit mit vielen weihnachtlichen Romanen und Gebäcke. Liebesglück und Beerenkipferl ist zwar kein Weihnachtsroman, dafür haben wir aber im Anhang ein Rezept für Heidelbeerkipferl, welches für uns ein typisches Weihnachtsgebäck zur Adventszeit ist. Aber Tante Mirli aus Hinter-Russbach bäckt ihre Kipferl das ganze Jahr über. Also gibt es für euch nun Fanny Schönaus Liebesglück und Beerenkipferl:

    Karla Fischer, ehrgeizige Stadtfrau mit Lifestyle-Attitüden, genießt die Highsociety, ihre PR-Welt und schöpft durch die Vielzahl an Sommerschlussverkäufe pausenlos ihren Überziehungskredit bei ihrem Bankberater Paul Lenz aus. Solange, bis sie gefeuert wird und zum finanziellen Überleben nach Hinter-Russbach zur Gosauer Schuhfabrik abgeschoben wird. Stadtprinzessin trifft uriges Landleben, die Uhren laufen langsamer, die Prioritäten sind verschoben, die Sprache versteht kein Mensch und überhaupt ticken diese Landeier einfach total anders. Karla will einfach nur schnell weg, wie soll sie es hier nur aushalten?

    „Mirli strich Eva zärtlich über den Kopf. »Ich weiß, ihr seid eine andere Generation. Zu unserer Zeit hat man eine richtige Frau noch zu schätzen gewusst – viel Arsch, viel Freud!« Mirli lachte schallend.“

    Natürlich kann man sich als Leser jetzt schon denken, dass Karla mit der Zeit die Vorzüge der Natur, der entschleunigten Zeit und die offenen, herzlichen Menschen zu schätzen lernt. Und feiern können die! Besonders die Kollegin Eva wächst Karla ans Herz, welche ihr Dorf unglaublich liebt und ein unerwartetes Talent für Schuhdesign besitzt. Leider kann sie dieses nicht ausleben, denn vorher gehen die Glasauer pleite und alles befindet sich im freien Fall. Für zahlreiche Mitarbeiter bricht der Job weg und auf dem Dorf, was gibt es da noch für berufliche Möglichkeiten? Ob Karla von Wien aus noch Möglichkeiten findet?

    „»A jede Wanderung hat den gleichen Verlauf. Erst gehst frisch dahin, nach a paar Meter wird der Rucksack schwer, dann glaubst, deine Beine sind aus Beton, und dann, kennst glaubst, du musst sterben, dann geht’s auf einmal ganz leicht dahin.« »Es ist wie des Leben – ned mehr und ned weniger« philosophierte Mirli fröhlich.“

    Mein Lieblingscharakter ist Evas Tante Mirli, welche einfach sympathisch, herzlich, offen, direkt und eine versteckte Drahtzieherin im Dorf ist. Tante Mirli mögen alle, und die besten Heidelbeerkipferl bäckt sie auch. Sie ist die gute und schlaue Nebenprotagonistin in Fanny Schönaus Roman.

    „Er suchte Karlas Blick – alle folgten ihm. »Wohin ihr auch geht, geht mit eurem ganzen Herzen«, sagte er und lächelte.“

    Liebesglück und Beerenkipferl ist eine super lustige, leichte Lektüre zum Schmunzeln, mit viel Liebe zur Natur und einem riesengroßen Herz.

    Die Rezepte aus Liebesglück und Beerenkipferl findet ihr unter www.rorezepte.com & https://rorezepte.com/liebesglueck-und-beerenkipferl-fanny-schoenau/

  19. Cover des Buches Ardistan (ISBN: 9783780215314)
    Karl May

    Ardistan

     (13)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Ein Fantasy Roman aus dem Jahre 1909! Die Reise von ben nemsi und hadschi halef nach Ard um einen Krieg zu verhindern und die symbolische Kraft dieser beiden Romane (2.Teil ist der mir von Dschinnistan) hätte niemand karl may dem vater von Winnetou zugemutet. Absoultes noch heute lesenswertes Buch!!
  20. Cover des Buches Schlußakkord (ISBN: 9783373004387)
    Günter Hofé

    Schlußakkord

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Weltkriegs-Triologie von Günter Hofe. Band 1und 2 leider nicht i Datenbankbestand von LB: 01. "Roter Schnee" "Hart wie Kruppstahl! Zäh wie Leder! Flink wie Windhunde!" - so sollten die Soldaten des "Führers" sein. Stabszahlmeister Sommerfeld erlaubt sich die Ergänzung: "Und dumm wie Bohnenstroh!" Nicht nur Sommerfeld, auch der erst so linientreue Oberleutnant Helgert lernt an der Ostfront, dass Ruhm und Ehre oft keinen Pfifferling wert sind. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg - und der führt über Kursk, Jelnja und Kiew... Günter Hof , der "Konsalik der DDR", verfasste mit diesem in sich geschlossenen ersten Teil einer Trilogie mehr als "nur" einen Kriegsroman. Die Nachfrage nach diesem Buch ist deshalb so groß, weil die Schilderungen vom Frontalltag - mit all seinen persönlichen Intrigen und dem nackten Überlebenskampf - den Leser nicht mehr loslassen. Helgert durchleidet Schlachten und blickt in menschliche Abgründe, die so einen Kampf wie den um Shitomir, wo seine Truppe aufgerieben wird, erst möglich machen. Aufwühlend und spannend bis zum letzten Buchstaben... 02. " Merci Kamerad " Am 5. Juni 1944, kurz nach 21 Uhr, sendet BBC London einen seltsamen Text in den Äther: Blessent mon cceur d une longueur monotone Ist das nicht aus einem Gedicht von Verlaine? In der Abhörzentrale der 15. Armee an der Kanalküste wird fieberhaft entschlüsselt: Mein Herz bedrängend mit Tatsächlich, die zweite Zeile aus Verlaines Herbstlied . Welche geheime Nachricht verbirgt sich darin? Und warum wurde die erste Zeile dieses Gedichtes vor zwei Wochen auf derselben Welle gesendet? Die Feindlagespezialisten wissen, was die Stichworte bedeuten: In spätestens achtundvierzig Stunden werden westalliierte Truppen in Nordfrankreich landen, wird die zweite Front, von den USA und Großbritannien jahrelang hinausgezögert, Wirklichkeit. Und der von Goebbels großsprecherisch gepriesene Atlantikwall ist noch nicht einmal zur Hälfte fertiggestellt Am 6. Juni 1944 geht an der normannischen Küste ein militärisches Landemanöver von bisher nicht gekanntem Ausmaß in Szene. Mit einem unübersehbaren Aufgebot von Schiffen, Flugzeugen und Kriegsgerät aller Art beginnen die Westalliierten ihr Unternehmen, das als Invasion, le dé barquement oder als Operation Overlord in die Chronik des zweiten Weltkrieges eingegangen ist. 03. " Schlussakkord " November 1944. Ein graugrün gestrichener Bomber überfliegt gegen Mitternacht die 2. Belorussische Front, weicht dem Feuer sowjetischer und deutscher Abwehrbatterien aus, verliert den Kurs, wird getroffen. Fünf Männer springen ab, sie tragen SS-Uniform, einer ist schwer verletzt. Als er auf dem Operationstisch eines Wehrmachtlazaretts liegt, alamiert der Arzt die Feldgendarmerie: SS-Mann ohne Blutgruppentätowierung gefasst! Günter Hofés neuer Roman beginnt mit einer wahrhaft atemberaubenden Aktion deutscher Antifaschisten, die als Freiwillige einer sowjetischen Aufklärereinheit einen gefährlichen Auftrag hinter der Hauptkampflinie übernommen haben. In den Verlauf der Handlung werden die Kriegsschauplätze im Osten und Westen einbezogen: Am 16. Dezember wird die Ardennenoffensive eröffnet; zwei Panzerarmeen des Generalfeldmarschalls Rundstedt schlagen die westalliierten Truppen fast hundert Kilometer zurück. Der britische Premierminister Churchill wendet sich mit einem Hilferuf um Entlastung an Stalin. Auf den 12. Januar vorverlegt, beginnen die beiden größten Offensiven des zweiten Weltkriegs, die Weichsel-Oder-Operation und Ostpreußen-Operation. Ihr militärischer Abschluss ist zugleich das Ende des deutschen Faschismus, der auf den Schlachtfeldern im Osten entscheidend geschlagen wurde.
  21. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404773237)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (33)
    Aktuelle Rezension von: mangomops
    Inhalt: 
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat.

    Meine Meinung: 
    Das Hörbuch hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte ist toll und interessant. Ein spannender Verlauf von Anfang an und auch ein gutes Ende. Ich freu mich schon auf die weiteren Teile
  22. Cover des Buches Die Versprengten (ISBN: 9783475530586)
    F John-Ferrer

    Die Versprengten

     (2)
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